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DE627194C - Verfahren zum Appretieren von Geweben - Google Patents

Verfahren zum Appretieren von Geweben

Info

Publication number
DE627194C
DE627194C DER87285D DER0087285D DE627194C DE 627194 C DE627194 C DE 627194C DE R87285 D DER87285 D DE R87285D DE R0087285 D DER0087285 D DE R0087285D DE 627194 C DE627194 C DE 627194C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gelatine
fibers
hardening
fabrics
stretched
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DER87285D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Christian Bener
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Raduner and Co AG
Original Assignee
Raduner and Co AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Raduner and Co AG filed Critical Raduner and Co AG
Priority to DER87285D priority Critical patent/DE627194C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE627194C publication Critical patent/DE627194C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06QDECORATING TEXTILES
    • D06Q1/00Decorating textiles
    • D06Q1/02Producing patterns by locally destroying or modifying the fibres of a web by chemical actions, e.g. making translucent
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M15/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M15/01Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with natural macromolecular compounds or derivatives thereof
    • D06M15/15Proteins or derivatives thereof

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description

  • Verfahren zum Appretieren von Geweben Es sind bereits Verfahren bekannt, um Baumwollgewebe mit Gelatinelösungen zu appretieren, bei denen die Gelatine mit Härtungsmitteln in einen mehr oder weniger unlöslichen Zustand übergeführt wird. Derartig behandelte Gewebe sind aber nicht waschecht, da @es sich gezeigt hat, daß die Härtung der Gelatine nur ungenügend ist, so daß der Appret schon bei der ersten Wäsche fast vollständig, entfernt wird. Des weitem ist auch schon vorgeschlagen worden, die zur Imprägnierung verwendeten. Eiweißstoffe, nachdem sie z. B. durch Dämpfen, also auf nicht chemischem Wege, auf der Faser koaguliert wurden, mit Laugen zu behandeln, um ihnen so eine größere Haftfestigkeit auf der Faser zu verleihen. Auch dieses Verfahren zeigt die oben beschriebenen Nachteile der ungenügenden Härtung, .so daß auch hier bereits nach der ersten Wäsche der Appret beinahe vollständig entfernt ist. Überraschenderweise hat es sich gezeigt, daß man :eine bedeutend größere Widerstandsfähigkeit von Geweben aus Baumwolle, regenerierter Cellulose sowie Gelluloseäther- oder Gelluloseesterfasern und solche Fasern enthaltenden Mischgeweben, die außerdem noch animalische Fasern enthalten können, im Waschen erreichen kann, ebenso einen bedeutend besseren Griff, wenn man diese Arbeitsweisen verbindet, indem man die mit Gelatine und geeigneten chemischen Härtungsmitteln behandelte Ware, zweckmäßig nach erfolgter Trocknung, einer Nachhehandlang mit Alkali, sei es in gestrecktem oder ungestrecktem Zustande. unterwirft. Es ist auch möglich, das Härtungsmittel zusammen mit der Gelatine auf das Gewebe aufzubringen, in der Weise, daß man der Gelatinelösung z. B. eine in der Wärme Formaldehyd abgebende Verbindung zusetzt, oder- aber indem man solche Substanzen verwendet, die erst in der Wärme härtend wirken., wie z. B. Chromate, so daß dann die Härtung erst durch Wärmebehandlung des imprägnierten Gewebes erfolgt.
  • An Stelle von Gelatine können natürlich auch gelatinehaltige bzw. wie Gelatine- sich verhaltende Mittel, z. B. Albuminstoffe, verwendet werden.
  • Das dergestalt behandelte Gewebe weist einen wertvollen steifen Griff, sehr guten. Glanz, .erhöhte Affinität zu direkten und sehr starke Affinität zu saunen Farbstoffen auf. Beim Waschren unter für solche Gewebe üblichen Bedingungen (5g Seife und z g Söda im .Liter bei 5o° C) wird das Gewebe im feuchten Zustande ganz lumpig und weich, wobei es nach dem Trocknen seinen ursprünglichen steifen Griff wieder annimmt.
  • Die so behandelten Gewebe zeigen gegenüber solchen, die zwecks S:teifappretur den bekannten Säureveredlungen unterworfen wor-
    den sind, keine Gewichtsabnahme und keine
    so erhebliche Abnahme der Reißfestigkeit,
    wobei das . Gewebe also: auch nicht dünner
    wird. Wird bei vollständiger Imprägnierung
    ahne Bemus@terung die Allkalibehandlung in
    gestrecktem Zustande durchgeführt, so er-
    hält man ein stark glänzendes, durchsichtiges,
    glasartiges Steifgewebe. Bringt -man auf das
    Gewebe die Gelatine in Musterform und 'be-
    handelt man nach dem Härten ohne Span-
    nung, :so erhält man auf dem - Gewebe ab-
    wechselnd steife, durchsichtige und matte un-
    durchsichtige
    wobei man _je_
    nach. der Art der Spannung beim Trocknen
    der Ware glatte oder kreppartige Effekte er-
    zielen kann.
    Auf den ..so, behandelten.-Geweben . kann-
    durch - Ausfaarben-nvt direkten, Farbstoffen in-
    folge der erhöhten Affinität der appretierten
    Stellen ein Ton-in-Ton-Effekt;,durch-. Färben;
    mit geeigneten, die Baumwolle- reservierenden-
    Säurefarbstoffen ein Farbig-Weiß-Efffkt er
    reicht werden. Färbt man- zuerst sauer; nach=
    her direkt oder umgckehxt,;-".so-erhält man
    entsprechende Zweifarbeneffete.-
    Das Verfahren soll an Hand nachstehender--
    AusführungsbeispIele erläutert -werden.
    Beispi:eln ; __ y
    -Meroerisierte Möusseline .vvird--in. .üblicher
    Weise mit 8 bis 20%iger Gelatinel&sung iin-
    p@ägniert und mit seiner -a .bis 4%igen 1@#ä@iri>
    geil F@ormaldehydl#ösung'nächbehandelt. -Dann
    mercerisiert man das Geyvebe- mit .einer @ Lauge
    von- -üblicher Konzentration unter Spä.nnung
    und trocknet nach dem. Auswaschen- und Neu=
    trälisieren in gespanntem. Züständß. Man er-
    hält so ein durchscheinendes, stark glänzendes Steifgewebe mit relativ gut waschbeständigem Appret.
  • Beispiel 2 Man bedruckt ein Mousselinegewehe mit einer Gelatinelösung und härtet, wie in Beispiel i angegeben. Hierauf behandelt man ohne. Sp.ärmung mit einer Natronlauge von mindestens 17°B6- und trocknet nach dem NeütraUsieren und Auswaschen. Bei Trocknen ohne ,Spannung erhält man an den appretierten Stehlen Kreppleflekbe, während man bei -stark- gespanntem Trocknen ein glattes Gewebe mit durchscheinenden steifen und undurchsichtigen weichen Musterungen erhält.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: _ i. Verfahren- zum Appretieren von Ge- weben aus Baumwolle, regenerierter C:ellu- lose@-- Celluioseäther- oder Celluloseester- -fasern- -und--solche Fasern enthaltenden Mischgeweben, die auch animalische Fa- sern durch Behandlung mit ..Gelatine, gelatinehaltigen oder gela- tineähnlichen Mitteln (Albuminstoffe) und nachherige Härtung -derselben mit einem chemischen I-Iäxtu_ngsmittel, dadurch ge- kennzeichn:et, daß das appretierte- Gewebe naeli--der 'Härtung, zweckmäßig nachdem --es--getro:clnet-worden ist, in gestrecktem oder- m I zigestrecktem Zustand mit Alkalien behandelt wird, worauf -man das derart behanckhe Gekebe -,gespannt oder lose trocknet. -- , _- . ä. Verfahren --nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, da.ß .das Gewebe- mit dem Appret gemustert wird:
DER87285D 1933-02-17 1933-02-18 Verfahren zum Appretieren von Geweben Expired DE627194C (de)

Priority Applications (1)

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DER87285D DE627194C (de) 1933-02-17 1933-02-18 Verfahren zum Appretieren von Geweben

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DER87285D DE627194C (de) 1933-02-17 1933-02-18 Verfahren zum Appretieren von Geweben

Publications (1)

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DE627194C true DE627194C (de) 1936-03-10

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ID=25922025

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DER87285D Expired DE627194C (de) 1933-02-17 1933-02-18 Verfahren zum Appretieren von Geweben

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