DE627194C - Verfahren zum Appretieren von Geweben - Google Patents
Verfahren zum Appretieren von GewebenInfo
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Classifications
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- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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- D06Q1/02—Producing patterns by locally destroying or modifying the fibres of a web by chemical actions, e.g. making translucent
-
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- D06M15/00—Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
- D06M15/01—Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with natural macromolecular compounds or derivatives thereof
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Description
- Verfahren zum Appretieren von Geweben Es sind bereits Verfahren bekannt, um Baumwollgewebe mit Gelatinelösungen zu appretieren, bei denen die Gelatine mit Härtungsmitteln in einen mehr oder weniger unlöslichen Zustand übergeführt wird. Derartig behandelte Gewebe sind aber nicht waschecht, da @es sich gezeigt hat, daß die Härtung der Gelatine nur ungenügend ist, so daß der Appret schon bei der ersten Wäsche fast vollständig, entfernt wird. Des weitem ist auch schon vorgeschlagen worden, die zur Imprägnierung verwendeten. Eiweißstoffe, nachdem sie z. B. durch Dämpfen, also auf nicht chemischem Wege, auf der Faser koaguliert wurden, mit Laugen zu behandeln, um ihnen so eine größere Haftfestigkeit auf der Faser zu verleihen. Auch dieses Verfahren zeigt die oben beschriebenen Nachteile der ungenügenden Härtung, .so daß auch hier bereits nach der ersten Wäsche der Appret beinahe vollständig entfernt ist. Überraschenderweise hat es sich gezeigt, daß man :eine bedeutend größere Widerstandsfähigkeit von Geweben aus Baumwolle, regenerierter Cellulose sowie Gelluloseäther- oder Gelluloseesterfasern und solche Fasern enthaltenden Mischgeweben, die außerdem noch animalische Fasern enthalten können, im Waschen erreichen kann, ebenso einen bedeutend besseren Griff, wenn man diese Arbeitsweisen verbindet, indem man die mit Gelatine und geeigneten chemischen Härtungsmitteln behandelte Ware, zweckmäßig nach erfolgter Trocknung, einer Nachhehandlang mit Alkali, sei es in gestrecktem oder ungestrecktem Zustande. unterwirft. Es ist auch möglich, das Härtungsmittel zusammen mit der Gelatine auf das Gewebe aufzubringen, in der Weise, daß man der Gelatinelösung z. B. eine in der Wärme Formaldehyd abgebende Verbindung zusetzt, oder- aber indem man solche Substanzen verwendet, die erst in der Wärme härtend wirken., wie z. B. Chromate, so daß dann die Härtung erst durch Wärmebehandlung des imprägnierten Gewebes erfolgt.
- An Stelle von Gelatine können natürlich auch gelatinehaltige bzw. wie Gelatine- sich verhaltende Mittel, z. B. Albuminstoffe, verwendet werden.
- Das dergestalt behandelte Gewebe weist einen wertvollen steifen Griff, sehr guten. Glanz, .erhöhte Affinität zu direkten und sehr starke Affinität zu saunen Farbstoffen auf. Beim Waschren unter für solche Gewebe üblichen Bedingungen (5g Seife und z g Söda im .Liter bei 5o° C) wird das Gewebe im feuchten Zustande ganz lumpig und weich, wobei es nach dem Trocknen seinen ursprünglichen steifen Griff wieder annimmt.
- Die so behandelten Gewebe zeigen gegenüber solchen, die zwecks S:teifappretur den bekannten Säureveredlungen unterworfen wor-
hält so ein durchscheinendes, stark glänzendes Steifgewebe mit relativ gut waschbeständigem Appret.den sind, keine Gewichtsabnahme und keine so erhebliche Abnahme der Reißfestigkeit, wobei das . Gewebe also: auch nicht dünner wird. Wird bei vollständiger Imprägnierung ahne Bemus@terung die Allkalibehandlung in gestrecktem Zustande durchgeführt, so er- hält man ein stark glänzendes, durchsichtiges, glasartiges Steifgewebe. Bringt -man auf das Gewebe die Gelatine in Musterform und 'be- handelt man nach dem Härten ohne Span- nung, :so erhält man auf dem - Gewebe ab- wechselnd steife, durchsichtige und matte un- durchsichtige wobei man _je_ nach. der Art der Spannung beim Trocknen der Ware glatte oder kreppartige Effekte er- zielen kann. Auf den ..so, behandelten.-Geweben . kann- durch - Ausfaarben-nvt direkten, Farbstoffen in- folge der erhöhten Affinität der appretierten Stellen ein Ton-in-Ton-Effekt;,durch-. Färben; mit geeigneten, die Baumwolle- reservierenden- Säurefarbstoffen ein Farbig-Weiß-Efffkt er reicht werden. Färbt man- zuerst sauer; nach= her direkt oder umgckehxt,;-".so-erhält man entsprechende Zweifarbeneffete.- Das Verfahren soll an Hand nachstehender-- AusführungsbeispIele erläutert -werden. Beispi:eln ; __ y -Meroerisierte Möusseline .vvird--in. .üblicher Weise mit 8 bis 20%iger Gelatinel&sung iin- p@ägniert und mit seiner -a .bis 4%igen 1@#ä@iri> geil F@ormaldehydl#ösung'nächbehandelt. -Dann mercerisiert man das Geyvebe- mit .einer @ Lauge von- -üblicher Konzentration unter Spä.nnung und trocknet nach dem. Auswaschen- und Neu= trälisieren in gespanntem. Züständß. Man er- - Beispiel 2 Man bedruckt ein Mousselinegewehe mit einer Gelatinelösung und härtet, wie in Beispiel i angegeben. Hierauf behandelt man ohne. Sp.ärmung mit einer Natronlauge von mindestens 17°B6- und trocknet nach dem NeütraUsieren und Auswaschen. Bei Trocknen ohne ,Spannung erhält man an den appretierten Stehlen Kreppleflekbe, während man bei -stark- gespanntem Trocknen ein glattes Gewebe mit durchscheinenden steifen und undurchsichtigen weichen Musterungen erhält.
Claims (1)
-
PATENTANSPRÜCHE: _ i. Verfahren- zum Appretieren von Ge- weben aus Baumwolle, regenerierter C:ellu- lose@-- Celluioseäther- oder Celluloseester- -fasern- -und--solche Fasern enthaltenden Mischgeweben, die auch animalische Fa- sern durch Behandlung mit ..Gelatine, gelatinehaltigen oder gela- tineähnlichen Mitteln (Albuminstoffe) und nachherige Härtung -derselben mit einem chemischen I-Iäxtu_ngsmittel, dadurch ge- kennzeichn:et, daß das appretierte- Gewebe naeli--der 'Härtung, zweckmäßig nachdem --es--getro:clnet-worden ist, in gestrecktem oder- m I zigestrecktem Zustand mit Alkalien behandelt wird, worauf -man das derart behanckhe Gekebe -,gespannt oder lose trocknet. -- , _- . ä. Verfahren --nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, da.ß .das Gewebe- mit dem Appret gemustert wird:
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER87285D DE627194C (de) | 1933-02-17 | 1933-02-18 | Verfahren zum Appretieren von Geweben |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE428090X | 1933-02-17 | ||
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Publications (1)
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| DE627194C true DE627194C (de) | 1936-03-10 |
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| DER87285D Expired DE627194C (de) | 1933-02-17 | 1933-02-18 | Verfahren zum Appretieren von Geweben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE627194C (de) |
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1933
- 1933-02-18 DE DER87285D patent/DE627194C/de not_active Expired
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