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Antriebsvorrichtung für Typenzylinderschreibmaschinen, bei denen der
Typenzylinder durch Elektromagnete gedreht wird Die Erfindung betrifft eine Antriebsvorrichtung
für Typenzylinderschreibmaschinen, bei denen der Typenzylinder durch Elektromagnete
unter Vermittlung eines Sektors gedreht wird, der in ein auf der Welle des Typenzylinders
angeordnetes Zahnrad eingreift. Bei bekannten Vorrichtungen dieser Art liegt der
Elektromagnet außerhalb der Achse des Sektors und ist mit ihm durch ein Zwischengetriebe
verbwiden: Der Erfindung gemäß wird die Bauart des Antriebes dadurch vereinfacht,
daß die Welle des Sektors unmittelbar durch den Elektromagneten gedreht wird, so
daß ein Zwischengetriebe überflüssig wird.
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Damit die Drehbewegung des Typenzylinders nicht unnötig groß wird,
hat man zu seinem Antrieb zwei Elektromagnete verwendet, die den Typenzylinder nach
rechts bzw. links drehen, so daß dieser höchstens um einen Winkel von i 8o' gedreht
werden muß. Bei der neuen Anordnung sind die Anker beider Elektromagnete für :die
Rechts- und Linksdrehung auf der Sektorwelle angeordnet.
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Bei der bekannten Vorrichtung ist der Sektor auf der den Typenzylinder
tragenden Platte .angeordnet, die durch den Anschlag-Magneten derart geschwenkt
werden kann, daß der Typenzylinder mit der eingestellten Type auf die Papierwalze
trifft. Infolge dieser Anordnung muß die Verbindung zwischen den Elektromagneten
und dein Sektor dieser Schwenkbewegung des Sektors Rechnung tragen. Das Getriebe
wind bei der neuen Vorrichtung dadurch wesentlich vereinfacht, daß der Sektor nicht
mehr an der Anschlagbewegung des Typenzylinders und seines Trägers teilnimmt, sondern
;auf einer festgelagerten Welle sitzt. Um den richtigen Eingriff zwischen dem Sektor
und dem auf der Welle des Typenzylinders sitzenden Zahnrad -nicht zu stören, geht
die geometrische Schwenkachse des Typenzylinders durch den Berührungspunkt der Teilkreise
des Sektors und des Zahnrades, das auf der die Typenzylinderwelle längs verschiebbar
führenden Hülse sitzt.
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Die Anordnung des Zahnsektors auf einer feststehenden Welle gibt .die
Möglichkeit, .die Vorrichtung zum Begrenzen der Drehbewegung des Typenzylinders,
die aus einem an seiner Bewegung teilnehmenden, auf von den Tasten eingestellte
Anschläge au.ftreffen;den Arm besteht, in einfacher und zweckmäßiger Weise auszuführen.
Dieser Anschlagarm, der gegenüber einer Reihe von Anschlägen spielt, die durch den
Tastenanschlag in seine Bewegungsbahn bewegt werden, wirderfindungs; gemäß lauf
der :den Sektor und den Magnetanker tragenden Welle angeordnet. Da, der Sektor einen
größeren Radius besitzt als das von ihm getriebene Zahnrad, dreht er sich bei einer
Drehung des Typenzylinders um i 8o' um ,einen entsprechend kleinern Winkel. Entsprechend
liegen auch die Ansdhläge
zum Begrenzen der Drehbewegung nicht
.auf einem Halbkreis, sondern, auf einem entsprechend kleineren flachen Bogen. Dadurch
wird eine einfache Verbindung zwisahen den Tastenhebeln und den verstellbarenT.
Anschlägen ermöglicht.
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Die Anschläge werden zweckmäßig ad' einem Kreisbogen angeordnet, der-
zwischen der Achse des Typenzylinders -und des Sektors liegt. Dadurch erhält der
an,der Sektorwelle sitzende Anschlagarm, der @an der Bewegung des Typenzylinders
teilnimmt, eine geringe Länge und dementsprechend ein geringes Trägheitsmoment,
so daß sein Bewegungswiderstand gering ist. Das ist im Hinblick auf die große Arbeitsgeschwindigkeit
der Maschine von großer Bedeutung. Außerdem wird durch diese Anordnung die Tiefe
der Maschine vermindert, da ein gewisser Mindestabstand zwischen den Anschlägen
und ihrem Gestänge erforderlich ist.
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Die Anordnung der Anschläge zwischen den beiden Achsen wird dadurch
ermöglicht, daß die Anschläge in zwei Gruppen unterteilt sind, die beiderseits der
Achsen des Typenzylinders liegen. Infolgedessen kann der Typenzylinder über die
Anschläge hinaus nach unten durchgeführt werden, um liier an ,das Umschaltgetriebe
angeschlossen zu werden. Außerdem werden .dadurch die beiden Gruppen von Anschlägen
den zugehörigen Getriebeteilen seitlich näher gerückt.
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Bekanntlich erfordert das genaue Ei'listellen der Typen gegenüber
der Druckstelle ein sehr genaues Einstellen des Getriebes, das beim Zusammenbau
der Maschine große Sorgfalt erfordert. Dieser Zusammenbauwird dadurch, wesentlich.
vereinfacht, daß die den Sektor tragende Welle kantig, im allgemeinen vierkantig,
ausgeführt wird. Eine vierkantige Welle läßt sich ohne Schwierigkeit mit avollkommener
Genauigkeit ausführen, so daß die richtige Lage der auf ihr angeordneten Teile,
nämlich des Sektors, der Magnetanker; des Anschlagarmes, der die Mittelstellung
-des Sektors und damit des Typenzylinders herbeiführenden Teile usw. gewährleistet
ist. Auch nutzt sich eine derartige Lagerung infolge der großen Auflagerflächen
praktisch nicht ab.
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In den Zeichnungen ist Abb. i ein Längsschnitt, _ Abb. 2 eine Draufsicht,
.die die Verbindung der Magnetanker mit der Typenzylinderwelle zeigt, Abb. 3 eine
Draufsicht :nach Linie 1-I der Abb. i und Abb.4 eine Teilansicht.
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Der Typenzylinder z ist auf seiner Welle 2 in bekannter Weisse abnehmbar
befestigt. Diese Welle ist in der Hülse 3 dreh- und längs verschiebbar, die in einem
Rohr 4 gelagert ist, das mit einer Querachse 5 fest verbunden ist. Durch das Vers,chwenken
dieser Achse 5 tun die Spitzscbrauben 6 und 7 er-,-folgt der Abdruck der eingestellten
Type auf dl e-% Papierwalze 8.. Diese Abdruckbewegung :'besorgt in bekannter Weise
ein in der Zeichnung nicht dä°rgestellter Elektromagnet, der mit den die Drehung
des Typenzylinders bewirkenden Magneten 9 und i o parallel geschaltet ist und beim
Niederdrücken einer "Taste stets mit eingeschaltet wird. Die Druckbewegung ist jedoch
zunächst durch eine Klinke i i gesperrt, die "eine auf der vierkantigen Welle 12
nach unten verschiebbare Hülse 13 festhält, in deren Nut 1 ¢ eine Rolle 15 liegt.
Diese sitzt an einem Arm 16, der an dem Rohr 4 befestigt ist: Das Lösen dieser Sperre,
so daß die Hülse 13 nach unten bewegt werden kann, erfolgt kurz bevor die Drehung
des Zylinders in der unten beschriebenen Weise beendet ist.
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An der ,die Typenzylinderwelle 2 umschließenden Hülse 3 sitzt ein
Zahnrad 17, das mit einem gezahnten Sektor 18 in Eingriff steht, der an der vierkarstigen
Welle 12 mittels einer Klemmschraube 2o befestigt ist. Die geometrische Schwenkachse
des Typenzylinders geht durch den Berührungspunkt der Teilkreise des gezahnten Sektors
i8 -und des Zahnrades 17. An der Welle 12 sitzen ferner .die Anker 21 und 22 zweier
Elektromagu.ete 9 und io. Diese beiden Anker sind so gegeneinander versetzt, daß
der eine eine Links-, der andere eine Rechtsdrehung der Welle 12 verursacht. Bekommt
der obere Magnet Strom, was durch Niederdrücken einer Taste auf der rechten Seite
der Maschine bewirkt wird, so, dreht der Anker 21 dieses Magneten die Welle i2 rechtsherum
und damit den Typenzylinder linksherum. Beim Anschlagen einer Taste auf der linken
Seite der Maschine bekommt der Magnet io Strom, und es erfolgt in gleicher Weise
eine Rech.ts,drehung des Typenzylinders. Die Drehung geht immer so weit, bis der
gleichfalls auf der Welle 12 befestigte Anschlagarm 25 gegen einen der Anschlagwynkel26
stößt, der durch Niederdrücken der zugehörigen Taste vorgebracht wurde, so daß er
sich dem Anschlagarm 25 in den Weg stellt.
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Die Zahl der Anschlagwinkel 26, die -um ene gemeinsame Achse
27 drehbar sind, ist halb so groß wie die der Tastern 28. Auch die Tastenhebel 29
haben eine gemeinsame Achse 3o, de in der Nut eines quer über die ganze Maschine
gehenden Führungskammes 31 liegt und durch einige nicht gezeichnete Schrauben festgehalten
wird. Über jedem Tastenhebel liegt ein aus zwei nebeneinanderliegenden Teilers zusammengesetzter
Zwischenhebel
32. Die Achsen der Zwischenhebel liegen in einer durchgehenden
Nut 34 des Führunmgskammes 35. Zwischen den beiden Teilen der Zwischenhebel 32 befinden
sich Scheiben 36, die auf den inneren Enden 19 der Tastenhebel 29 aufliegen. Federn
37 ziehen die Zwischenhebe132 nach unten, so daß ,die Tastenhebel mit ihren inneren
Enden i 9 auf ihrer zweckmäßigerweise durch einen Filz- oder Lederstreifen gepolsterten
Unterlage aufliegen. An den freien Enden der Zwischenhebe132 sind Klinken 23 angelenkt.
Die Bewegung dieser Klinkern und der Tastenhub werden dadurch begrenzt, d,aß sich
der im rechten Winkel nach unten gehende Arm 24 .des Zwischenhebels 32 gegen den
Führungskamm 35 legt, wobei zweckmäßigerweise wieder ein Filz-oder Lederstreifen
zum Verhüten von- Geräusch zwischengelegt wird.
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Je zwei Klinken 23 wirken auf eine der auf einer gemeinsamen Achse
4o drehbaren Kontaktplatten 39, die mittels eines Stößers 41 den Hebel 43 um seine
Achse 42 drehen. Das freie Ende dieses Hebels liegt in einer Gabel 44 des Anschlagwinkels
26. Auf diese Weise wird beim Niederdrücken einer von zwei Tasten, die den gleichen
Drehwinkel des Typenzylinders verursachen sollen, eine Kontaktplatte gehoben und
gleichzeitig der die Drehung begrenzende Anschlagwinkel 26 vorbewegt.
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Eine Feder 45 hält den Anschlagwinkel 26 und damit den Hebel 43 und
die Kontaktplatte 39 in ihrer Ruhelage und bringt diese Teile bei-niedergehaltener
Taste in die Ruhelage zurück, wenn nach dem Abdruck eines Buchstabens .die Klinke
23 ausgelost wird. Das Auslösen der Klinke 23 geschieht durch den über sämtliche
Klinken hinweggehenden Ausl,ösebügel 46, der sich um die Achse 47 drehen kann und
.der durch eine nicht gezeichnete Verbindung mit der Druckvorrichtung nach unten
bewegt wird, kurz bevor die Type das Papier erreicht. ` Die Kontaktplatten 39 ruhen
,auf einer gepolsterten Unterlage 48. über ihnen liegen zwei Bügel 49, von denen
der eine für die linke, der andere für die rechte Hälfte der Tastatur bestimmt ist.
Wird eine Taste auf der rechten Seite der Maschine angeschlagen, so wird durch den
rechten Bügel 49 Kontakt für den Magneten 9 gebildet, so da.B in der oben beschriebenen
Weise eine Linksdrehung des Typenzylinders zustande kommt. Drückt man eine Taste
auf der linken Seite der Maschine nieder, so wird durch den linken Bügel 49 ein
Kontakt für den Magneten io geschlossen, was eine Rechtsdrehung des Typenzylinders
zur Folge hat.
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Das Ausheben der Klinke i i und damit die Freigabe der Druckbewegung
des Typenzylinders- .erfolgt dadurch, daß kurz vor beendeter Drehung einer der Winkelhebel
50 oder 51, die um Achsstifte 52 oder 53 drehbar auf dem Anschlagarm 25 angebracht
sind, gegen den Anschlagwinkel 26 stößt, der durch Niederdrücken einer Taste vorgebracht
worden war. Die inneren Enden der Winkelhebel50 und 51 sind durch, eine Zugstange
54 mit der Klinke i i verbunden, so daß durch jeden von ihnen die Klinke, die unter
Einwirkung einer Feder 55 steht, zurückbewegt werden kann. Gleich darauf stößt dann
eine Seitenfläche des Anschlagarmes 25 gegen den vorbewegten Anschlagwinkel.
26 und begrenzt damit die Drehung des Typenzylinders.