DE612509C - Kipphebelschalter mit Schaltschwinge und starren beweglichen und festen Kontakten - Google Patents
Kipphebelschalter mit Schaltschwinge und starren beweglichen und festen KontaktenInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H23/00—Tumbler or rocker switches, i.e. switches characterised by being operated by rocking an operating member in the form of a rocker button
- H01H23/02—Details
- H01H23/12—Movable parts; Contacts mounted thereon
- H01H23/16—Driving mechanisms
- H01H23/20—Driving mechanisms having snap action
Landscapes
- Rotary Switch, Piano Key Switch, And Lever Switch (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
26. APRIL 1935
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21c GRUPPE 28
Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. Januar 1932 ab
Gegenstand der Erfindung ist ein Kipphebelschalter mit Schaltschwinge, der außer
starren, am Sockel angeordneten festen Kontakten auch starre bewegliche Kontakte
besitzt.
Der Schalter ist dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltschwinge, in der die Kontaktbrücke
lose gelagert, nicht besonders an ihrer Drehachse befestigt ist, sondern durch, die
Kraft einer Feder, die sich zwischen ihr und der Kontaktbrücke verspreizt, gegen die
Drehachse gedrückt wird. Die Kontaktbrücke stützt sich dabei gegen den Schaltersockel,
auf dessen entsprechend gestalteter Oberfläche sie bei der Schaltbewegung gleitet
oder rollt. .
Es sind zwar schon Kipphebelschalter bekanntgeworden,
bei denen ebenfalls ieine
solche Spreizfeder vorgesehen ist. Jedoch ist die Feder in diesem Falle in einer sacHochartigen
Längsbohrung des BetätigungsgrifFes untergebracht, wobei sie sich mit dem einen
Ende gegen das Ende der Bohrung stützt, während ihr anderes Ende über einen Pistonstift
auf die als Wippe ausgebildete Schaltbrücke drückt. Diese Anordnung hat den
Nachteil, daß sie nur verhältnismäßig kleine Schaltwege gestattet.-- Außerdem kann die
Schaltwippe über den Betätigungsgriff leicht in jeder Zwischenlage festgehalten werden,
so daß die Gefahr von Stehfeuerbildung und Verschmoren der Kontakte besteht.
In weiterer, Ausbildung des Erfindungsgedankens erfolgt die Kopplung zwischen
Betätigungsgriff und Schaltschwinge durch zwei gegensinnig gewickelte Spiralfedern, die
sich mit je >ednem Ende gegen den entsprechend
gestalteten Betätigungsgriff, mit dem anderen, gegen die Schaltschwinge stützen, so
daß in jedem Schaltsinne nur eine Feder wirksam ist.
Kupplungsfedern zwischen Schaltgriff und S ehalt wippe sind zwar an sich auch schon
bekanntgeworden. Jedoch mußte bei diesen Konstruktionen eine Feder in beiden Schaltrichtungen
arbeiten, so daß sie also Wechselbeanspruchungen ausgesetzt war, die bekanntlich
sehr starke Beanspruchungen der Federn ergeben und leicht zu Bruch führen. Durch,
die Anwendung zweier gegensinnig gewickelter Federn gemäß der Erfindung ist dieser
Mangel behoben und eine sehr hohe Lebensdauer des Schalters gewährleistet.
Eine weitere Fortentwicklung des Erfindungsgedankens besteht darin, daß verschiedene
Teile der Kontaktbrücke für die Verrastung in den Schaltstellungen — in der
entsprechend ausgestalteten Sockelgleitbahn — und für die Kontaktgabe herangezogen
werden.
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Fritz Jäschke in Annaberg, Rrzgeb,
Die Verrastung von Kippschaltern durch die Gleitbahn bzw. ihre Formgebung ist an
sich schon bekannt. So ist 'eine Ausführung bekanntgeworden, bei der das freie Ende des
Betätigungsgriffes als Kontaktbrücke aus gestaltet ist und in einer Blindbohrung einen
federnd abgestützten Pistonstift führt, der in den Schaltstellungen in Vertiefungen der
Sockeloberfläche gepreßt wird. Diese An-Ordnung weist gegenüber dem Erfindungsgegenstand u. a. den Mangel auf, daß der
Schalter keine Momentschaltung hat, weil die Schaltbrücbe in jeder beliebigen Stellung
festgehalten werden kann.
Andererseits sind Kappschalter mit starrem Rollenkontakt vorgeschlagen worden, bei
denen eine Verrastung dadurch erreicht wird, daß die kurvenförmige Führungsbahn für
die Kontaktrolle an den Enden geradlinig ausläuft. Die bekannte Anordnung bezieht
sich jedoch auf Schalter mit Kipphebelgelenk, wobei also ein und dieselbe Feder die Kupplung zwischen Betätigungsglied und
Kontaktnollenträger einerseits und den Anpreß druck für die Kontaktrolle an die Kurvienbahn
anderseits liefert. Demgegenüber sieht der Schalter nach der Erfindung hierfür zwei
getrennte Federsysteme vor, wodurch beide Kräfte unabhängig voneinander bemessen und
den günstigsten Betriebsverhältnissien frei angepaßt
werden können. Auch gewährt die Trennung der Verrastungsstellen von den Kontaktstellen eine viel größere Betriebssicherheit,
weil durch den Schaltlichtbogen sich bildende Schmelzperlen das störungsfreie Abrollen bzw. Gleiten der Kontaktbrücke auf
der Führungsbahn nicht hindern können.
Weitere Einzelheiten der Erfindung mögen an Hand der Zeichnung erläutert werden.
In den Abb. 1 bis 4 sind zwei Ausführungsbeispiele von sog. Wechselschaltern dargestellt,
wobei der Übersichtlichkeit halber die im Sockel untergebrachte Verbindungsschiene der linken hinteren mit der rechten!
vorderen Klemme fortgelassen ist. Abb. 1 und 3 sind Längsschnitte der Schalter im
Aufriß, und zwar ist Abschnitt B des Sockels in der Ebene der hinteren Anschlußklemme,
Abschnitt C des Sockels in der Schaltermittelebene
geschnitten. Die Abb. 2 und 4 sind Schnitte nach der Linie ArA.
Der Sockel« des Schalters trägt vier Anschlußplatten
& mit Anschlußklemmen c. Die Enden der Anschlußplatten sind rechtwinklig
in den Schaltraum hineingebogen und bilden gleichzieitig die starren unbeweglichen Kontakte
d. Der Sockel α besitzt zrwei turmartige
Aufbauten £, welche als Lagerböcke für die Schalterachse/ dienen. Der Betätigungsgriffe
ist auf der Achse/ drehbar gelagert, ferner ist um diese Achse eine Spiralfeder h
(Abb: ι und 2) gewickelt, deren eines Ende i in 'einer passend gestalteten Aussparung des
Betätigungsgriffes ruht. Der Schaltschwingenkörper k ist lose in dem Raum zwischen
Sockel und Betätigungsgriff g untergebracht und drehbar beweglich um die Achse/ in an
sich bekannter Weise mit dem Griff g dadurch gekoppelt, daß das zweite Ende/ der
Torsionsfeder h in eine !entsprechende Aussparung
des Schwingenkörpers hineinragt. Die Kontaktbrücke wird durch einen walzenförmigen
starren Metallkörper,?· gebildet, der mittels einer Druckfeder/«, die ihrerseits in
einer entsprechenden Aussparung des Schalt-Schwingenkörpers ruht, gegen den Sockel gepreßt
wird. Dadurch findet gleichzeitig eine federnde Abstützung des Schwingenkörperis
gegen kreisförmige Ansatzscheiben des Betätigungsgriffes statt. Die Kontaktbrücke r
wirkt dadurch als Verrastung, daß sie sich mit ihrem mittleren Teil in an sich bekannter
Weise in entsprechende Aussparungen des Sockels in den Endstellungen unter Wirkung
der Feder m preßt. Gleichzeitig legen sich in der Schlußstellung des Schalters die Enden
der Kontaktbrücke r gegen die hochkant gestellten Kontaktflächen der Kontakte d. Auf
diese Weise ist erreicht, daß die Verrastung und Kontaktgabe verschiedenen Teilen der
Kontaktbrücke/· zufallen.
Die Wirkungsweise des Schalters ist folgende:
Die Schaltschwinge bleibt in ihrer Sperrlage bei Betätigung des Griffes g· so lange
stehen, bis die Torsionskraft der gespannten Feder h ausreicht, um die Sperrwirkung der
Feder m zu überwinden. Man kann aber auch die Kräfte der Federn h und m unabhängig
voneinander so variieren, daß in bekannter Weise die Anschlagflächen /Z1 bzw. n2 des
Betätigungsgräffes (Abb. 1) an die entsprechenden
Gegenflächen der Schwinge (in der Zeichnung nur Fläche O1 sichtbar) anstoßen,
bevor die Feder h die Kraft hat, die Verrastung zu lösen. Es wird dann also die
Schaltschwinge k durch den nunmehr starr
mit ihr gekoppelten Betätigungsgriff g aus der Verrastung herausgeworfen, wobei jetzt die
Feder h wirksam wird und die Schwinge in die neue Schaltstellung werfen kann. In
diesem Falle wird die Feder h besonders geschont, selbst wenn die Feder m zur Erreichung
eines besonders guten Kontaktdruckes sehr stark gewählt wind.
Der Zusammenbau des Schalters gestaltet sich sehr einfach:
Die Kontaktbrücke/· wird in den Sockel
gelegt, die Schaltschwinge k nebst Feder m darübergesetzt. Die Feder A wird mit ihrem iao
Ende/ in die Schwinge gesteckt, darauf wird der Betätigungsgriff g über die Feder h ge-
stülpt und so weit heruntergedrückt, Ms sein© Achsbohrung mit den entsprechenden Lagerbohrungen
der Aufsätzen abschneiden. Nach Durchstecken der Achse / ist der Schalter
fertigmontiert.
In den Abb. 3 und 4 ist eine etwas ,abweichende Anordnung dargestellt, bei der an
Stelle der Feder h zwei Federn/^ und p2 vorgesehen
sind, die im entgegengesetzten Sinne gewickelt sind, derart, daß. bei der leinen
Schaltbewegung nur die eine Feder auf die Schaltschwinge wirkt, bei der anderen Schaltbewegung
nur die andere. Dadurch findet eine erhebliche Schonung der Federn und =damit Vergrößerung der Schalterlebensdauer
statt.
Die Anordnungen der Zeichnungen sind nur beispielsweise; es können auch irgendwelche
andere Ausführungen getroffen werden, sofern sie nur den eingangs genannten Gesichtspunkten entsprechen. Insbesondere
ist das Schalterprinzip nicht nur bei den dargestellten Wechselschaltern anwendbar,
sondern besonders vorteilhaft auch bei allen anderen Schaltungen.
Claims (4)
- Patentansprüche:i. Kipphebelschalter mit Schaltschwingeund starren beweglichen und festen Kontakten, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltschwinge (&) durch die Kraft einer Feder (tri), die zwischen der Schaltschwinge und der lose in ihr gelagerten, auf dem Sockel gleitenden Kontaktbrücke (V) untergebracht ist, ohne besondere Befestigungsmittel an ihre Drehachse bzw. an scheibenförmige, als Drehachse dienende Ansätze des Betätigungsgriffes (g) , gedruckt wird.
- 2. Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die federnde Kopplung zwischen Betätigungsgriff (g) und Schaltschwinge (k) durch zwei gegensinnig gewickelte Federn (puPz) 'erfolgt, wobei die <eine Feder nur in einem Schaltsinne, die andere nur im anderen Schaltsinflje wirksam wird.
- 3. Schalter nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vierrastung der Schaltschwinge (k) in Aus^ sparungelx des Sockels durch Teile der walzenförmigen Kontaktbrücke (r) stattfindet, die von ihren kontaktgebenden Stellen räumlich getrennt sind.
- 4. Schalter nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastenfeder (m) so stark gewählt wird, daß beim Beginn der Schaltbewegung, vor Aufhebung der Kontaktbrückenverrastung, Anschlägflächen (Ji^n2) des Betätigungsgriffes sich an Gegenflächen (O1) der Schaltschwinge legen und diese in anfänglich starrer Kopplung aus der Verrastungsstellung herauswerfen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA64709D DE612509C (de) | 1932-01-12 | 1932-01-12 | Kipphebelschalter mit Schaltschwinge und starren beweglichen und festen Kontakten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA64709D DE612509C (de) | 1932-01-12 | 1932-01-12 | Kipphebelschalter mit Schaltschwinge und starren beweglichen und festen Kontakten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE612509C true DE612509C (de) | 1935-04-26 |
Family
ID=6943574
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA64709D Expired DE612509C (de) | 1932-01-12 | 1932-01-12 | Kipphebelschalter mit Schaltschwinge und starren beweglichen und festen Kontakten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE612509C (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2903530A (en) * | 1957-04-01 | 1959-09-08 | Mc Graw Edison Co | Manual tap changing switch |
| US2945927A (en) * | 1959-03-20 | 1960-07-19 | Mason Electric Corp | Rotary switch with common advancing and pressure springs |
| US2952750A (en) * | 1958-07-11 | 1960-09-13 | Mason Electric Corp | Motor driven rotary switch |
| US2965725A (en) * | 1960-01-11 | 1960-12-20 | Mason Electric Corp | Rotary motor driven rotary switch |
| US3026386A (en) * | 1958-01-23 | 1962-03-20 | Mason Electric Corp | Rotary switch |
-
1932
- 1932-01-12 DE DEA64709D patent/DE612509C/de not_active Expired
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2903530A (en) * | 1957-04-01 | 1959-09-08 | Mc Graw Edison Co | Manual tap changing switch |
| US3026386A (en) * | 1958-01-23 | 1962-03-20 | Mason Electric Corp | Rotary switch |
| US2952750A (en) * | 1958-07-11 | 1960-09-13 | Mason Electric Corp | Motor driven rotary switch |
| US2945927A (en) * | 1959-03-20 | 1960-07-19 | Mason Electric Corp | Rotary switch with common advancing and pressure springs |
| US2965725A (en) * | 1960-01-11 | 1960-12-20 | Mason Electric Corp | Rotary motor driven rotary switch |
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