DE612471C - Sprengpatrone - Google Patents
SprengpatroneInfo
- Publication number
- DE612471C DE612471C DES106436D DES0106436D DE612471C DE 612471 C DE612471 C DE 612471C DE S106436 D DES106436 D DE S106436D DE S0106436 D DES0106436 D DE S0106436D DE 612471 C DE612471 C DE 612471C
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- Expired
Links
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B3/00—Blasting cartridges, i.e. case and explosive
- F42B3/04—Blasting cartridges, i.e. case and explosive for producing gas under pressure
- F42B3/06—Blasting cartridges, i.e. case and explosive for producing gas under pressure with re-utilisable case
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
25. APRIL 1935
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 78 e GRUPPE
Safety Mining Co. in Chicago, V. St. A.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. September 1932 ab
Es sind Sprengpatronen mit einer Füllung von komprimiertem oder flüssigem Gas bekannt,
bei denen das Gas bei der Entladung durch Öffnungen in der Patronenkappe in das Gebirg austritt. Auch ist es bekannt, die
Austrittsöffnungen durch nach außen verschwenkbare Ankerglieder abzudecken, die
dann durch das ausströmende Gas in die Spreizstellung geführt werden.
Demgegenüber besteht die Erfindung darin, daß die unter Kraftschiuß angepreßten Verankerungsglieder
gleichzeitig als Äbschlußglieder der sich bis zu den Austrittsöffnungen
erstreckenden Gaskammer ausgebildet sind.
Dadurch wird die bisher erforderliche Bruchscheibe, die die Gaskammer abschloß,
entbehrlich, so daß das jedesmalige Einsetzen einer neuen Bruchscheibe bei Wiedergebrauch
der Patrone fortfällt. Dadurch wird die Wiederverwendung des Gehäuses der Patrone
für eine neue Ladung wesentlich erleichtert. Auch werden dadurch die Sprengkosten wesentlich
herabgesetzt.
Ferner erfolgt der Erfindung gemäß das kraftschlüssige Anpressen der Abschluß- und
Verankerungsglieder an die Ausströmöffnungen durch eine Feder 0. dgl. unter Zwischenschaltung
von über ihre Strecklage durchschwingbaren Kniehebeln. Der Druck der
Feder sichert daher den Abschluß der Gaskammer, unterstützt aber bei Überschreitung
der Strecklage die Auswärtsbewegung der Ankerglieder und sichert dadurch eine feste
Verankerung der Patrone im Bohrloch.
Eine beispielsweise Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung ist auf der Zeichnung
dargestellt. Es ist Fig. 1 ein Längsschnitt, Fig. 2 eine Teilansicht, Fig. 3 ein
Schnitt nach Linie III-III der Fig. 1. Fig. 4
zeigt eine abgeänderte Form der Schließ-Vorrichtung.
Es ist 109 das vordere Ende des Patronenkörp'ers, in das unter Zwischenlage eines
Dichtungsringes 110 die Entladekappe mittels Gewindezapfens 108 eingeschraubt ist. Die
Kappe hat eine axiale Bohrung in, die mit dem Innenraum der Patrone in Verbindung
steht. Sie besitzt außerdem ein paar radiale Austrittsöffnungen 112, die durch Verschlußstücke
113 von etwas größerer Breite überdeckt werden. Diese Verschlußstücke sind in
Nuten 116 der Kappe 107 versenkt und um
Zapfen 114 verschwenkbar gelagert. Unmittelbar hinter den Austrittsöffnungen 112
ist die Bohrung in durch eine fest in der Kappe angeordnete Scheibe 115 abgeschlossen.
Die Gaskammer der Patrone erstreckt sich also bis zu den Austrittsöffnungen hin.
Um die Abschlußglieder 113 fest gegen die
Austrittsöffnungen 112 zu pressen, greifen an
den Enden dieser Glieder zwei durch einen Zapfen 118 verbundene Kniehebel 117 an,
wobei der Gelenkpunkt sich an einer Gleitplatte 119 abstützt, die unter Druck einer
Feder 120 steht. Die Teile 119 und 120 sind
in einer Bohrung 121 der Kappe untergebracht, die durch einen nachstellbaren Gewindestopfen
122 verschlossen ist, um da-
durch die Spannung der Feder regeln zu können. Sind die Teile 113. in der Verschlußlage,
so übt die Feder 120 durch die Kniehebel einen so starken Druck auf diese Teile
aus, daß ihre die Austrittsöffnungen 112 überdeckenden Enden fest angepreßt werden.
Der erforderliche Dichtungsabschluß kann leicht durch eingelegte Dichtungsstreifen, vorzugsweise
an den Auslaßöffnungen 112, erreicht werden.
Wird nun die geladene und in das Bohrloch eingesteckte Patrone gezündet, dann
überwindet der rasch ansteigende Arbeitsdruck des Gases den der Feder 120 auf die
Abschlußglieder 113, so daß die Glieder 113
sich ausspreizen und dabei die Austrittsöffnungen für das sich entladende Gas freigeben.
Die Feder 120 wird hierbei durch die Kraft des ausströmenden Gases so lange, gespannt,
bis die Kniehebel die in Fig. ι in strichpunktierten Linien angedeutete Strecklage
113" einnehmen. Von da an unterstützt die Feder 120 die Auswärtsbewegung der
Glieder 113 bis zur Stellung 113*. Da die
Kohle oder das sonstige zu sprengende Gebirg dem Eindringen der Glieder 113 beträchtlichen
Widerstand entgegensetzt, so vermag auch dieser Widerstand den bei der Entladung
auftretenden Rückstoß wirksam aufzunehmen.
Fig. 4 zeigt eine andere Ausführungsform der Abschluß- und Verankerungsglieder in
Verbindung mit einem anderen Kniehebelsystem. Die Glieder 113 sind hier rechtwinklige
Hebel, die an einem in der Mittellinie der Kappe liegenden Zapfen 124 angelenkt
sind. An diesen Winkelhebeln greifen durch einen Zapfen miteinander verbundene Hebel 125 an. Auch hier steht der Gelenkpunkt
unter der Einwirkung einer Feder in der gleichen Art wie bei, Fig. 1, die beim
öffnen der Glieder 123 vermittels des Gleitstückes
bis zur Strecklage der Kniehebel gespannt wird.
Claims (2)
- Patentansprüche:I; Sprengpatrone mit einer Füllung von komprimiertem . oder flüssigem Gas, das bei der Entladung durch von den Verankerungsgliedern überdeckte öffnungen in der -Patronenkappe ausströmt, dadurch • ■ gekennzeichnet, daß die unter Kraftschluß angepreßten Verankerungsglieder (113) gleichzeitig als Abschlußglieder der sich bis zu den Austrittsöffnungen (112) erstreckenden Gaskammer ausgebildet sind.
- 2. Sprengpatrone nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschluß- und Veraiikerungsglieder (113 bzw. 123) unter Zwischenschaltung von über ihre S trecklage durchschwingbaren Kniehebeln (117 bzw. 125)- durch-eine Feder (120) unter Kraftschluß gehalten werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR737300D FR737300A (fr) | 1932-09-28 | 1932-05-19 | Cartouche explosive à dispositif obturateur indestructible |
| DES106436D DE612471C (de) | 1932-09-28 | 1932-09-28 | Sprengpatrone |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES106436D DE612471C (de) | 1932-09-28 | 1932-09-28 | Sprengpatrone |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE612471C true DE612471C (de) | 1935-04-25 |
Family
ID=7527421
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES106436D Expired DE612471C (de) | 1932-09-28 | 1932-09-28 | Sprengpatrone |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE612471C (de) |
| FR (1) | FR737300A (de) |
-
1932
- 1932-05-19 FR FR737300D patent/FR737300A/fr not_active Expired
- 1932-09-28 DE DES106436D patent/DE612471C/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR737300A (fr) | 1932-12-09 |
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