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DE603253C - Herstellung von Ammontrinitrat - Google Patents

Herstellung von Ammontrinitrat

Info

Publication number
DE603253C
DE603253C DEST50080D DEST050080D DE603253C DE 603253 C DE603253 C DE 603253C DE ST50080 D DEST50080 D DE ST50080D DE ST050080 D DEST050080 D DE ST050080D DE 603253 C DE603253 C DE 603253C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ammonium nitrate
nitrate
nitric acid
hno
ammontrin
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEST50080D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kemanord AB
Original Assignee
Superfosfat Fabriks AB
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Superfosfat Fabriks AB filed Critical Superfosfat Fabriks AB
Application granted granted Critical
Publication of DE603253C publication Critical patent/DE603253C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C1/00Ammonia; Compounds thereof
    • C01C1/18Nitrates of ammonium
    • C01C1/185Preparation

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

Ammontrinitrat ist ein Salz von saurem Charakter, das 1 Mol NH3 auf 3 Mol HNO3 enthält und die Formel NH1NO3 · 2 HNO3 besitzt, demnach eine Molekülverbindung darstellt. Dieses Salz ist bisher nur Gegenstand einiger wissenschaftlicher Untersuchungen gewesen.
Die Entstehungsbedingungen für Molekülverbindungen liegen im allgemeinen innerhalb eines engen Intervalls, so daß schon eine geringe Abweichung von diesen Bedingungen die gewünschte Molekülverbindung nicht mehr entstehen läßt. In diesem Umstand ist die Ursache dafür zu suchen, daß früher viele, Autoren an den Molekülverbindungen überhaupt vorbeigegangen sind, da sie zufällig die engbegrenzten Herstellungsbedingungen oder auch nur eine von ihnen nicht eingehalten hatten. Für die Molekülverbindung aus Ammoniumnitrat und Salpetersäure war bekannt, daß sie sich aus trockenem Ammoniumnitrat und wasserfreier Salpetersäure bildet.
Man hat daher als erforderlich angesehen, eine Salpetersäure zu verwenden, die 99 bis 100 0/0 HNO3 enthält. Eine solche Salpetersäure ist sehr schwierig herzustellen, daher teuer und nicht geeignet, in technischem .Maße verwendet zu werden.
Durch eingehende Versuche ist nun gefunden worden, daß es möglich ist, Ammontrinitrat in guter Ausbeute mittels einer Salpetersäure zu gewinnen, die weniger als 99 0/0 H N O3 enthält und technisch neuerdings leicht zugänglich ist. Zweckmäßig verwendet man eine Säure mit einem Gehalt, der zwischen 90 und 99 o/o HNO3 liegt. Der Schmelzpunkt des Ammontrinitrats ist 290 C. Um das Trinitrat in fester Form zu erhalten, muß man die Mischung bis zum Schmelz-ρ unkt des Ammontrinitrats oder darunter abkühlen. Jc mehr Wasser die Säure enthält, desto geringere Mengen von Ammontrinitrat lassen sich durch Kristallisation abscheiden.
Das Ammontrinitrat bildet mit einer Säure von weniger als 99 0/0 HNO3 übersättigte Lösungen, die durch Impfen mit einem Kristall bei entsprechender Abkühlung zur Kristallisation gebracht werden können. Zweckmäßig ist es, die Einleitung der Kristallisation durch Impfung und Rühren der Lösung zu unterstützen. Die Lösung wird zweckmäßig so hergestellt, daß man Ammonnitrat in Salpetersäure von 90 bis 99 <y0 so lange einträgt, bis auf jedes Mol Ammonnitrat ungefähr 2 Mol H N O3 kommen. Man kann die Lösung aber auch dadurch gewinnen, daß man trockenes Ammoniakgas in die Salpetersäure einleitet, bis etwa 1Z3 der Säure neutralisiert ist. Die Lösung wird dann abgekühlt und
nach erfolgter Kristallisation geschleudert. Die Mutterlauge kann bei der Herstellung weiterer Mengen von Trinitrat mitverwendet oder auf Ammonnitrat verarbeitet werden. Das in der oben beschriebenen Weise hergestellte Ammontrinitrat ist ein billiges technisches Produkt, welches beispielsweise zum Aufschluß von Rohphosphat verwendet werden kann, um daraus Düngemittel herzustellen, die sowohl Stickstoff als auch Phosphorsäure enthalten. Ferner kann man das Ammontrinitrat überall dort verwenden, wo eine verhältnismäßig milde Wirkung der Salpetersäure erwünscht ist. Eine große Anzahl von organischen Körpern läßt sich mit wasserfreier Salpetersäure nicht nitrieren, weil die Oxydation zu stürmisch vor sich geht und gleich zur Verbrennung führt. Behandelt man derartige Stoffe mit Ammontri,-nitrat, so kann man zufolge der Abschwä,-chung der Wirksamkeit der Salpetersäure durch ihre lockere Bindung an das Ammonnitrat eine milde Einwirkung und dadurch eine Nitrierung der Stoffe erreichen. Es ist möglich, auf diese Weise auch zu Explosivstoffen zu gelangen, die neben dem organischen Nitrokörper Ammonnitrat enthalten und daher Mischsprengstoffe darstellen. Das Ammontrinitrat ist wegen seiner Säurewirkung in geeigneten Gefäßen und unter Luftabschluß zu lagern und dabei gut haltbar. Es wird zweckmäßig im Anschluß an seine Herstel-111112," weiterverarbeitet.
A1U s f ü h r :u η g s b e i s ρ i e 1
2 Mol Salpetersäure mit 97 0/0 HNO3 werden mit ι Mol Ammoniumnitrat gemischt, und darauf wird die Lösung abgekühlt. Nachdem der Schmelzpunkt des Ammontrinitrats, 290 C, erreicht ist, impft man die Lösung mit Hilfe eines Kristalls von Ammontrinitrat und läßt die Kristallisation eintreten. Dabei scheiden sich gut ausgebildete Kristalle ab. Durch weiteres Abkühlen der Lösung auf o° C erreicht man eine Ausbeute von etwa 90 0,0 der theoretischen Menge. Die Kristallmasse läßt sich leicht von der überschüssigen Säure befreien. Im praktischen Betrieb erhält man auf diese Weise Kristalle, die stets 61 bis 62 <y0 freie HNO3 enthalten, während formelgemäß Ammoniumnitrat 61,2 o'o freie HNOn enthalten soll.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Herstellung von Ammontrinitrat aus Salpetersäure und Ammonnitrat, dadurch gekennzeichnet, daß man von etwa 90-bis 990/oiger Salpetersäure ausgeht, aus dieser eine ammoniumnitrathaltige Lö- So sung herstellt, in welcher auf jedes Mol NH3 ungefähr 3 Mol HNO3 kommen, die Lösung bis auf oder unter den Schmelzpunkt des Ammontrinitrats abkühlt und die anfallenden Kristalle von der Lösung trennt.
    BERLIN. GEDRUCKT IN DER
DEST50080D 1932-05-21 1932-11-13 Herstellung von Ammontrinitrat Expired DE603253C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
SE403289X 1932-05-21

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE603253C true DE603253C (de) 1934-09-26

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ID=20309455

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DEST50080D Expired DE603253C (de) 1932-05-21 1932-11-13 Herstellung von Ammontrinitrat

Country Status (3)

Country Link
US (1) US1997927A (de)
DE (1) DE603253C (de)
GB (1) GB403289A (de)

Also Published As

Publication number Publication date
GB403289A (en) 1933-12-21
US1997927A (en) 1935-04-16

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