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GEBIET DER ERFINDUNG
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Diese
Erfindung betrifft einen genähten
Digital-Tampon.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Die
Erfindung betrifft einen Digital-Tampon für die weibliche Hygiene mit
einer Kordel zum Herausziehen bzw. einer Rückholschnur. Der Digital-Tampon
wird aus einem Tamponbausch gebildet.
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Tampons
für die
weibliche Hygiene, die ein Absorptionsmaterial umfassen, das zu
einer zylindrischen Form zusammengepresst ist, und die mit einer Rückholschnur
versehen sind, welche am hinteren Abschnitt des Tampons befestigt
ist, sind gegenwärtig
in drei Hauptformen auf dem Markt. Eine Form, die generell als Hülsen-Tampon bekannt ist,
bedient sich eines Paars teleskopischer Hülsen als Einführvorrichtung.
Bei diesem Typ befindet sich der Tampon im vorderen Ende der Außenhülse eines
Paars teleskopisch verbundener Hülsen,
und die Rückholschnur verläuft im Wesentlichen über ihre
gesamte Länge durch
die hohle Mitte der Innenhülse.
Die gesamte Vorrichtung ist in einer entfernbaren Hülle eingeschlossen,
um eine hygienische Handhabung zu ermöglichen.
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Eine
zweite Form, die generell als Stab-Tampon bekannt ist, bedient sich
eines Stabs als Einführvorrichtung.
Bei diesem Typ befindet sich ein länglicher Einführungsstab
abziehbar in einer Fassung, die sich in das Ende des Tampons erstreckt,
und die Rückholschnur
verläuft
im Wesentlichen über
ihre gesamte Länge
parallel zum Stab. Diese gesamte Vorrichtung ist ebenfalls in einer
entfernbaren Hülle eingeschlossen,
um eine hygienische Handhabung zu ermöglichen.
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Eine
dritte Form, der sogenannte Digital-Tampon, bedient sich keiner
Einführvorrichtung. Für diese
Form werden mehrere Methoden zum Einführen des Digi tal-Tampons vorgeschlagen.
Das heißt,
der Digital-Tampon wird von Hand in den Körperhohlraum eingeführt und
zwar ohne Einführhilfe, wobei
die Anwenderin häufig
die eine Schlinge bildende Rückholschnur
als Hilfe verwendet.
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Bei
Tampons mit Einführvorrichtungen
umfasst die Rückholschnur üblicherweise
eine einzige Schnur, die in den Tamponbausch eingenäht ist.
Die Schnur, welche die Rückholschnur
umfasst, hat häufig
einen größeren Durchmesser,
damit die Schnur unter Verwendung herkömmlicher Techniken ausreichend
am Bausch festgenäht
werden kann. Schmalere oder dünnere
Schnüre
lassen sich nur schwierig am Bausch festnähen, ohne über sie hinaus zu nähen. Ein
weiteres Problem beim Annähen
von schmaleren oder dünneren
Schnüren
besteht darin, dass die Nadel die Schnur verfehlt, was zu einer
geringeren Befestigung der Schnur am Bausch führt. Eine sichere Befestigung
oder Verbindung der Rückholschnur
am Tampon oder um den Tampon herum ist von größter Bedeutung, damit sich
die Rückholschnur
bei dem Versuch, den Tampon aus dem Körper zu entfernen, nicht unbeabsichtigt
vom Tampon löst – wonach
keine einfache Möglichkeit
mehr zum Entfernen des Tampons aus dem Körper besteht und die Hilfe
von ärztlichem
Personal erforderlich sein kann.
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Bei
der Rückholschnur
ist beabsichtigt, dass ein Teil oder Ende der Rückholschnur außerhalb
des Körpers
verbleibt, um mühelos
erfasst zu werden, während
das andere Ende der Rückholschnur
am Tampon befestigt ist. Bei Digital-Tampons werden in der Regel
Schnüre
zum Herausziehen verwendet, die eine Schlinge bilden. Die Rückholschnur
wird um den Tamponbausch geschlungen und ein Teil der Schlinge verbleibt
außerhalb
des Körpers.
Das bedeutet, dass sich anstatt eines Schnursegments häufig zwei
Schnursegmente außerhalb
des Körpers
befinden, die an den Schamlippen vorbei durch die Scheidenöffnung in
die Scheide verlaufen, wo sie mit dem Tampon verbunden sind.
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Die
Rückholschnur
eines Digital-Tampons ist üblicherweise
schmaler als diejenigen, die bei anderen Tampons verwendet werden,
teils weil bei der Verwendung dickerer Schnüre eine Verdoppelung des Materials,
das durch den Körper
verläuft, zu
einem unangenehmeren Gefühl
für die
Trägerin
führen würde. Um
die dünnen
Schnüre
oder Schnursegmente der dünneren
Rückholschnur
sicher am Tampon zu befestigen, führen Hersteller die Rückholschnur üblicherweise
in Form einer Schlinge durch ein in den Tamponbausch gestanztes
Loch oder bilden mit ihr um den Tamponbausch herum eine Schlinge,
indem der Bausch durch die Schlinge geführt und der Bausch dann einmal
oder mehrmals um die eine Schlinge bildende Rückholschnur gefaltet oder gewickelt
wird.
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Ein
mehr bevorzugter Weg, eine Rückholschnur
am Tampon zu befestigen, ist das Annähen der Schnur oder des Schnursegments
am Bausch. Bei Tampons mit einfacher Schnur, die eine Einführvorrichtung
aufweisen, wird der Nähfaden
mithilfe einer Nähmaschine
entweder durch die Schnur und in das Kissen bzw. Pad genäht oder über der
Schnur in das Kissen genäht,
wobei die Schnur im Wesentlichen umhüllt wird. Das Nähen des
Fadens durch die Schnur in den Tamponbausch ist bevorzugt. Ein typisches
Verfahren zum Nähen
einer Schnur an einen Bausch ähnelt
dem Vorgehen beim Nähen
von Kordelverzierungen auf Tuch als Teil der Verzierung bei der
Herstellung von Kleidungsstücken.
Das typische Verfahren zum Nähen
von Bauschen umfasst einen Nähfuß und eine
Stichplatte, auf der der Bausch und die Schnur zwischen dem Nähfuß und der
horizontalen Nähauflagefläche oder
der Platte derart zusammengeführt
werden, dass sich eine Nadel, durch die ein Faden geführt ist,
in die sich vorwärts
bewegende Schnur mit Kissen eingeführt und herausgeführt werden
kann, sodass durch die Auf- und Abbewegung (oder Rein- und Rausbewegung)
der Nadel ein Stich gebildet wird, wobei der Oberfaden und der Unter- bzw.
Greiferfaden, der unter dem Bausch und der Schnur unterhalb der
Stichplatte zugeführt
wird, verschlungen werden. Die Schnur wird dem Kissen unter dem
Nähfuß zugeführt, wobei
sich die Schnur von oberhalb des Nähfußes kommend durch die untere Fläche des
Nähfußes oder
darunter bewegt, wobei die Schnur an einer Umlenkfläche umkehrt,
deren Achse lotrecht zu der Achse/Ebene (üblicherweise einer senkrechten
Achse/Ebene) angeordnet ist, durch die die Nadelbewegung während des
Stichzyklus verläuft.
Häufig
sind Führungen
für laterale
Bewegungen (wie Sei tenwände/-flächen mit Öffnungen oder
Schlitzen oder senkrechte Stiftführungen)
vorgesehen, um in dem Versuch, die Schnur unter der Nadel zu zentrieren,
eine seitliche Lageveränderung der
Schnur beim Eintritt unter den Nähfuß zu verhindern.
Die derzeitigen seitlichen Führungen
stellen eine gewisse Hilfe bereit, es kommt aber weiterhin zu Abweichungen,
die mit abnehmender Breite oder abnehmendem Durchmesser der Schnur
unannehmbar werden. Zwischen der Umlenkfläche und dem nächstgelegenen
Stich, wo die Schnur an den Bausch genäht ist, kommt es zwischen diesen
beiden Punkten zu einer Einführungsspannung
innerhalb der Schnur.
US-Patent
Nr. 6315763 beschreibt einen Tampon mit einer permeablen
oder löslichen
Sperrschicht, die zwischen einem Absorptionskern und einer Umhüllung angeordnet
ist.
WO9527458 beschreibt
einen verbesserten Knoten zum Befestigen von Rückholschnüren an Tampons.
US5364383 beschreibt einen Tampon,
der einen komprimierten Bausch aus Absorptionsmaterial, der zum
Einführen in
eine Körperhöhle ausgebildet
ist, und eine am Tampon befestigte Rückholschnur, die das Entfernen des
Tampons aus der Körperhöhle erleichtert,
umfasst.
WO9415564 beschreibt
einen Tampon, dessen Oberfläche
vollständig
und sicher von einem porösen Umhüllungsmaterial
bedeckt ist.
US5004467 beschreibt
einen Tampon für
die weibliche Hygiene, der aus einem zylindrischen Bausch aus komprimierbarem
Absorptionsmaterial, wie Rayon oder Baumwolle, und einem rechteckigen
Bausch aus punktiertem Flächenmaterial
zusammengesetzt ist.
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Diese
Anmeldung betrifft genähte
Digital-Tampons zum Einsetzen mithilfe eines Fingers, und insbesondere
betrifft sie eine verbesserte Anordnung zum Befestigen der Schnur
am Tamponbausch, was das Einführen
des Digital-Tampons in die Körperhöhle erleichtert.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Ein
Tamponbausch weist ein oberes Ende, ein unteres Ende, ein erstes
Seitenende, ein zweites Seitenende und einen Mittelabschnitt zwischen
dem ersten Seitenende und dem zweiten Seitenende auf. Der Mittelabschnitt
weist eine erste Schnur und eine zweite Schnur auf. Die erste Schnur
und die zweite Schnur liegen in parallelen Ebenen. Die erste Schnur und
die zweite Schnur sind durch Nähen
eines Fadens durch die erste Schnur, die zweite Schnur und den Bausch
am Bausch befestigt.
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KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Während die
Beschreibung mit Ansprüchen schließt, welche
den behandelten Gegenstand, der als die vorliegende Erfindung bildend
angesehen wird, besonders herausstellen und deutlich beanspruchen,
wird angenommen, dass die Erfindung durch die folgende Beschreibung
in Verbindung mit den beigefügten
Zeichnungen besser verstanden wird, von denen:
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1 eine
Draufsicht auf einen genähten Tamponbausch
ist.
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2 eine
Querschnittsansicht entlang der Linie 2-2 des genähten Tamponbauschs
ist.
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3x eine Ansicht von hinten auf einen genähten Tamponbausch
ist.
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4x eine Vorderansicht eines Tamponbauschs
ist, aus dem durch geeignete Kompression ein Tampon der vorliegenden
Erfindung hergestellt werden kann.
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5 eine
Vorderansicht einer alternativen Form eines Tamponbauschs ist.
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6 eine
Vorderansicht einer weiteren alternativen Form eines Tamponbauschs
ist.
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7x eine Vorderansicht einer weiteren alternativen
Form eines Tamponbauschs ist.
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8 eine
perspektivische Vorderansicht eines genähten Tamponbauschs mit zusammengeknoteter
erster und zweiter Schnur ist.
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9 die
perspektivische Ansicht der Nähmaschine
ist.
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10 die
Seitenansicht der Nähmaschine ist.
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11 die
Draufsicht der Nähmaschine
ist.
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12 die
Vorderansicht der Nähmaschine ist.
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AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung stellt einen neuen und verbesserten Digital-Tampongegenstand
sowie ein Verfahren zur Herstellung eines Digital-Tampons mit einer
angenähten
Schnur bereit, insbesondere Digital-Tampons mit mehr als einem Schnursegment, die
häufig
eine Schlinge umfassen. Ferner stellt das Verfahren ein verbessertes
Verfahren zum Nähen von
einer Schnur oder mehreren Schnüren
oder Zierschnüren
nicht nur an Tamponbausche, sondern auch an Stoffe und Kleidungsstücke beim
Herstellen von dekorativen Kleidungsstücken bereit.
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Abschnitt
A bietet die Begriffe, die den Leser beim Verstehen der Merkmale
der Erfindung am besten unterstützen
und die keine Beschränkungen
der Begriffe einführen
sollen, die nicht mit dem Kontext, in dem sie in dieser Patentschrift
verwendet werden, konsistent sind. Diese Definitionen sollen nicht
einschränkend
sein. In Abschnitt B ist der Digital-Tampon, der das Ergebnis des
Verfahrens zur Herstellung des Digital-Tampons ist, besprochen.
In Abschnitt C wird die Vorrichtung besprochen, die zur Herstellung
des Digital-Tampons verwendet wird. In Abschnitt D werden die verschiedenen
Schritte des Verfahrens zur Herstellung eines Digital-Tampons besprochen.
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A. Begriffe
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Im
Allgemeinen wird in dieser Patentschrift der Begriff „Tampon" verwendet, um einen
fertigen Tampon nach dem nachstehend genannten Kompressionsverfahren
zu bezeichnen. Der Begriff „Tampon", wie hier verwendet,
bezieht sich auf jede Art von Absorptionsstruktur, die in den Vaginalkanal
oder andere Körperhohlräume eingeführt wird,
um Flüssigkeit
darin zu absorbieren. In der Regel sind Tampons aus einem Absorptionsmaterial
aufgebaut, das in einem oder mehreren Schritten komprimiert wurde, wobei
eines oder mehrere Teile des Absorptionsmaterials in der Radialrichtung,
axial entlang der Längs- und
Querachse oder sowohl in Radial- als auch Axialrichtung verwendet
werden, um einen Tam pon bereitzustellen, der eine solche Größe und Stabilität hat, dass
die Einführung
in die Vagina oder einen anderen Körperhohlraum ermöglicht wird.
Ein so komprimierter Tampon wird hierin als „formbeständige" bzw. „selbsttragende" Form bezeichnet.
Der Begriff „Selbsttragung" bzw. „Formbeständigkeit" ist nachstehend
definiert.
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Wie
hier verwendet, ist „selbsttragend" ein Maß für den Grad
oder die Genüge,
zu der der Tampon die Kompression, die an das Absorptionsmaterial
des Tamponbauschs angelegt wurde, beibehält, so dass bei nachfolgender
Abwesenheit externer Kräfte der
resultierende Tampon seine allgemeine Form und Größe tendenziell
behält.
Der Fachmann versteht, dass diese selbsttragende Form während des tatsächlichen
Gebrauchs des Tampons nicht bestehen bleiben muss und vorzugsweise
nicht bestehen bleibt. Das heißt,
sobald der Tampon eingeführt
ist und beginnt, Flüssigkeit
aufzunehmen, beginnt der Tampon, sich auszudehnen, und kann seine
selbsttragende Form verlieren.
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Der
Begriff „Digital-Tampon" bezieht sich auf einen
Tampon, der mit dem Finger der Anwenderin und ohne Hilfe eines Applikators
in den Vaginalkanal eingeführt
werden soll. So sind Digital-Tampons für den Verbraucher in der Regel
vor Gebrauch sichtbar und nicht in einem Applikator untergebracht.
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Wie
hier verwendet, sollen die Begriffe „Bausch" oder „Tamponbausch" austauschbar sein und
beziehen sich auf einer Konstruktion von Absorptionsmaterial vor
der Komprimierung einer solchen Konstruktion zu einem Tampon, wie
vorstehend beschrieben. Tamponbausche werden gelegentlich als Tamponformling
oder Softwind oder als Kissen bezeichnet, und der Begriff „Bausch" soll solche Begriffe
ebenfalls einschließen.
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Wie
hier verwendet, sollen die Begriffe „Vaginalhöhle", „innerhalb
der Vagina", und „Vaginainneres" synonym sein und
beziehen sich auf die inneren Genitalien der Frau im Schambereich
des Körpers. Der
Ausdruck „Vaginalhöhle", wie hier verwendet, soll
sich auf den Bereich zwischen dem Introitus der Vagina (manch mal
als der Vaginalsphincter bezeichnet) und dem Cervix beziehen und
soll nicht den Interlabialbereich, einschließlich des Vorhofbodens, einschließen. Die äußerlich
sichtbaren Genitalien sind generell nicht innerhalb des Begriffs „Vaginalhöhle", wie hier verwendet,
eingeschlossen. Wie hier verwendet, bezieht sich „in die
Vagina einführbare Form" auf die geometrische
Form des absorbierenden Tampons nach der Komprimierung. Ohne auf diese
Abmessungen beschränkt
zu sein, ist ein typischer komprimierter Tampon zum Gebrauch bei
Menschen 10–16
Millimeter breit und 30–60
Millimeter lang, abhängig
vom Absorptionsvermögen.
Für andere
Säuger
können
typische Tamponabmessungen auf der Basis von Unterschieden in der
Vaginalhöhlengeometrie
variieren. Obwohl der Tampon zu einer im Wesentlichen zylindrischen
Gestalt komprimiert werden kann, sind andere Formen möglich. Dazu können Formen
gehören,
die einen Querschnitt oder ein Querschnittselement aufweisen, der
bzw. das als rechteckig, dreieckig, trapezförmig, halbrund, sanduhrförmig, gewunden
beschrieben werden kann, oder andere geeignete Formen.
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Der
Begriff „Faden" bezieht sich auf
ein Filament, eine Gruppe von Filamenten, die häufig zu einer Drall- oder Falschdrallanordnung
verzwirnt sind, oder auf ein filamentartiges Gebilde, das durch
Verspinnen oder Verzwirnen kurzer Textilfasern zu einem kontinuierlichen
Strang ausgebildet ist, oder auf ein filamentartiges Gebilde, das
aus einem Vorratsbehälter
für Material
wie ein polymeres Harz gezogen wird. Die Zusammensetzung der Bestandteile
eines Fadens kann tierischen, pflanzlichen, mineralischen oder künstlichen
Ursprungs sein. Zu beispielhaften Materialzusammensetzungen gehören Baumwolle, Cellulose,
Rayon, Polyolefine, wie Polyethylen oder Polypropylen, Nylon, Seide,
Dacron (eingetragene Marke) usw.; zu bevorzugten Zusammensetzungen gehören jedoch
Baumwolle, Rayon oder Polypropylen. Der Faden kann in einem Nähvorgang
dazu verwendet werden, zusammen mit einer Nadel Materialien mithilfe
von Stichen, wie durch Durchfädeln
oder Hindurchführen
durch die Materialien, miteinander zu vereinigen oder aneinander
zu befestigen, oder der Faden kann alleine dazu verwendet werden,
ein Material zu verstärken
oder einen Teil des Materials, wie einen Stoff, zu schließen. Als
Alternative kann der Faden ein Bestandteil eines Materials mit größerer Breite,
wie einer Schnur oder eines Stoffs, sein.
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Der
Begriff „Garn" bezieht sich auf
einen fortlaufenden, häufig
mehrfädigen
Strang, der aus Fasern oder Filamenten zusammengesetzt ist.
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Der
Begriff „Schnur" bezieht sich auf
ein langes oder schmales flexibles Material, das häufig zur Übertragung
von Zugkräften
verwendet wird, wie sie während
eines typischen Herausziehen eines Tampons aus dem Körper erforderlich
sind. Schnurquerschnitte sind oft kreisförmig, sie können jedoch, in Abhängigkeit
von der Form der Schnur, jede Gestalt aufweisen. Schnüre mit geringer
Breite werden üblicherweise
als Fäden
bezeichnet, während
Schnüre mit
sehr viel größeren Breiten
als Seile bezeichnet werden können.
Eine Schnur kann aus einem einzigen oder üblicherweise aus mehreren Filamenten oder
Strängen
(wie aus Garn oder Faden) bestehen, die miteinander verwebt, verzwirnt
und falschverdrallt sind. Rückholschnüre, die
in der vorliegenden Erfindung geeignet sind, können aus jedem geeigneten Material,
das im Stand der Technik bekannt ist, hergestellt sein, und Baumwolle
und Rayon einschließen.
Für die
Zwecke dieser Entwicklung kann eine Schnur auch ein Material von
einem Materialstreifen umfassen, der einem Band, einem Bändchen,
einer Soutache oder einer Litze ähnelt,
welche aus Vlies-, Web-, Harzkomponenten, extrudierten, aus Lösungsmittel
gezogenen, aus Schmelze gezogenen, monofilamentartigen oder auf
Folie basierenden Komponenten hergestellt sein können. Zu beispielhaften Materialzusammensetzungen
gehören
Baumwolle, Cellulose, Rayon, Polyolefine, wie Polyethylen oder Polypropylen,
Nylon, Seide, Dacron (eingetragene Marke) usw.; zu bevorzugten Zusammensetzungen gehören jedoch
Baumwolle, Rayon oder Polypropylen. Tamponschnüre können in einem Bereich von 0,05
Millimeter bis 0,8 Millimeter liegen.
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Der
Begriff „Schnursegment" bezieht sich auf einen
Abschnitt eines Schnurgebildes, das mehrere Segmente oder Abschnitte
umfassen kann, wobei die Seg mente oder Teile direkt bzw. integral
oder mithilfe von Verbindungsmitteln (z. B. einem Knoten) mit wenigstens
einem anderen Schnursegment oder Schnurabschnitt verbunden sind.
Das Schnurgebildesegment kann jede beliebige Länge aufweisen, solange diese
größer als
null und kleiner als die Gesamtlänge
der gesamten Schnur ist. Die Längen
von Schnursegmenten können
unterschiedlich sein und können
situationsabhängig
festgelegt werden, die Länge
von typischen infrage kommenden Schnursegmenten für Tampons
liegt jedoch im Bereich von 2,54 mm (0,1 Zoll) bis 50,8 mm (2 Zoll).
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Der
Begriff „Rückholschnur" oder „Rückholschnur" bezieht sich auf
eine oder mehrere Schnüre oder
Schnursegmente, die am Tampon befestigt sind, um ein müheloses
Entfernen des Tampons aus dem Körper
zu ermöglichen.
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Die
Abkürzung „mm" bedeutet Millimeter.
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B. Erfindungsgemäßer Digital-Tampon
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Wie
in 1 dargestellt, weist der Tamponbausch eine oberes
Ende 21, ein unteres Ende 22, ein erstes Seitenende 24,
ein zweites Seitenende 25 und einen Mittelabschnitt 23 zwischen
dem ersten Seitenende 24 und dem zweiten Seitenende 25 auf. Eine
erste Schnur 26 (in 1 nicht
dargestellt) und eine zweite Schnur 27 sind am Mittelabschnitt 23 befestigt.
Die erste Schnur 26 und die zweite Schnur 27 liegen
in parallelen Ebenen.
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Wie
hauptsächlich
in 2 dargestellt, ist ein Faden 28 durch
wenigstens einen Teil der ersten Schnur 26, der zweiten
Schnur 27 und des Bauschs 29 genäht. am Mittelabschnitt 23 befestigt
sein Die erste Schnur 26 und die zweite Schnur 27 können auch
auf andere dem Stand der Technik entsprechende Weise, wie Kleben,
Wärmefixieren
usw.,. Wie in 1 dargestellt, haben die erste
Schnur 26 und die zweite Schnur 27 einen befestigten
Abschnitt 30 und einen Endabschnitt 31. Der Endabschnitt 30 liegt zwischen
dem oberen Ende 21 und dem unteren Ende 22. Der
Endabschnitt 31 erstreckt sich über das untere Ende 22 heraus.
Der Endabschnitt 31 besteht aus der ersten Schnur 26 und
der zweiten Schnur 27. Die erste Schnur 26 und
die zweite Schnur 27 können
dazu verwendet werden, die Trägerin
beim Einführen
des Digital-Tampons zu unterstützen
und die Trägerin
beim Herausziehen des Digital-Tampons aus der Scheide zu unterstützen.
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Da
die erste Schnur 26 und die zweite Schnur 27 in
zwei getrennten parallelen Ebenen genäht sind, handelt es sich bei
der ersten Schnur 26 und der zweiten Schnur 27 um
Schnüre,
die beim Nähen
an den Tamponbausch 29 nicht verdreht werden. Demgemäß können die
erste Schnur 26 und die zweite Schnur 27 mühelos zu
einem fakultativen Knoten 38 zusammengeknotet werden. (8).
Wird ein Knoten 37 gebildet, bilden die erste Schnur 26 und
die zweite Schnur 27 eine Schlinge 38. Die Schlinge 38 unterstützt die
Trägerin
beim Einführen des
Digital-Tampons in die Scheide der Frau, indem die Schlinge 38 um
einen oder mehrere Finger und/oder die Hand der Anwenderin gewickelt
werden kann, was eine bessere Steuerung beim Einführen des
Digital-Tampons ermöglicht.
Die Schlinge unterstützt
die Anwenderin auch beim Herausziehen des Digital-Tampons, indem
sie einen besseren Griff an der ersten Schnur 26 und/oder
der zweiten Schnur 27 ermöglicht, wenn die Anwenderin
bereit ist, dass Tampon aus der Scheide zu entfernen. Der Knoten 37 gewährleistet
zudem, dass sich die erste Schnur 26 und die zweite Schnur 27 nicht
voneinander trennen. Ferner dient der Knoten 37 auch dazu,
ein Ausfransen der ersten Schnur 26 und der zweiten Schnur 27 zu
verhindern. Zwar ist ein Knoten 37 dargestellt, die Schnüre 26 und 27 können jedoch
auf jedem beliebigen dem Stand der Technik entsprechenden Weg, wie
Verdrehen, Kleben, Verfestigen, Wärmesiegeln, Haften, Spleißen usw.,
miteinander verbunden werden.
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Der
Endabschnitt 31 sollte eine Länge zwischen etwa 25,4 mm (etwa
1 Zoll) und etwa 152,4 mm (etwa 6 Zoll) aufweisen. Die erste Schnur 26 und die
zweite Schnur 27 können
vor der Befestigung am Tamponbausch 29 gefärbt und/oder
mit einem Mittel zur Verhinderung der Dochtwirkung, wie Wachs, behandelt
werden. Das Mittel zur Verhinderung der Dochtwirkung trägt mit dazu
bei, dass die Dochtwirkung von Körperflüssigkeiten
entlang der ersten Schnur 26 und der zweiten Schnur 27 und
so der Kontakt mit den Innenflächen
der Unter wäsche
der Frau verhindert wird. Eine trockene, saubere Rückholschnur
wird von der Trägerin
bevorzugt, insbesondere wenn sie bereit ist, das Digital-Tampon
aus der Scheide zu entfernen.
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Die
Schnüre 26 und 27 werden
an den Tamponbausch 29 genäht. Das Digital-Tampon kann aus jedem
beliebigen geeigneten Tamponbausch 29, wie dem in 4–7 dargestellten
Tamponbauschs, ausgebildet sein.
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Der
Abschnitt des Tamponbauschs 29 des Digital-Tampons 20,
der zur Ausbildung des Digital-Tampons komprimiert wird, kann jede
beliebige geeignete Form, Größe, jeden
beliebigen geeigneten Werkstoff oder Aufbau aufweisen. In der in 4 gezeigten
Ausführungsform
ist der Tamponbausch 29 ein Bausch aus Absorptionsmaterial,
bei dem es sich um ein generell „Chevron"-förmiges
Kissen aus Absorptionsmaterial handelt. Zwar ist ein Chevron-förmiger Bausch
geeignet, die Ränder
der Zackenstruktur können
jedoch etwas „abgerundet" sein, um Hochgeschwindigkeits-Herstellungsprozesse
zu erleichtern. Zwar ist der in 4 dargestellte
Bausch 29 generell Chevron-förmig, andere Formen, wie trapezförmig, dreieckig,
halbkreisförmig
und rechteckig, sind jedoch ebenfalls annehmbar.
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Andere
Formen, die tendenziell auch diese Variation ergeben, sind auch
möglich.
Zum Beispiel kann der Bausch generell „H"-förmig 29,
wie in 5 dargestellt, sein. Auch ein Tamponbausch 29 in Schmetterlingsform,
wie in 6 dargestellt, ist ebenfalls geeignet. Als Alternative
zu den Formen von Bauschen, die vorstehend beschrieben sind, kann
ein erfindungsgemäßer Tamponbausch 29 eine gleichmäßige Form,
wie eine rechteckige Form, haben, aber in Absorptionsmaterialdichte
oder Dicke entlang der axialen Ausdehnung des Bauschs variieren.
Eine ausführlichere
Beschreibung von flüssigkeitsabsorbierenden
Materialien und Bauschformen und -abmessungen ist im gleichzeitig
anhängigen Fall
Eingangsnr. 10/039,979, eingereicht am 24. Oktober 2001, mit dem
Titel „Improved
Protection and Comfort Tampon",
an Agyapong et al., Aktenzeichen Nr. 8758, zu finden.
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In
einer anderen Ausführungsform
kann der Tamponbausch 29 eine Verbundstruktur aus integrierten
oder diskreten Schichten aufweisen. Wie deutlicher in 7 dargestellt
ist, kann der Tamponbausch 29 Außenschichten 35 und
mindestens eine Zwischenschicht 36, die sich zwischen den
Außenschichten 35 befindet,
umfassen. In anderen Ausführungsformen
braucht das Kissen gar keine Schichtstruktur zu haben. Der Tamponbausch 29 kann
eine gefaltete Struktur umfassen, kann gerollt sein, kann eine „Blütenblatt"-Struktur umfassen
oder eine der Strukturen, die im Hinblick auf Tamponbausche in der
Technik bekannt sind.
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Der
Tamponbausch 29, und demzufolge der resultierende Tampon,
kann aus einer großen
Vielfalt an flüssigkeitsabsorbierenden
Materialien aufgebaut sein, die in Absorptionsartikeln gebräuchlich
sind, wie Rayon, Baumwolle oder zerriebenem Holzzellstoff, der generell
als Luftfilz bzw. Airfelt bezeichnet wird. Beispiele für andere
geeignete Absorptionsmaterialien umfassen Kreppzellstoffwatte, schmelzgeblasene
Polymere, einschließlich
von Coform, chemisch versteifte, modifizierte oder vernetzte Cellulosefasern;
synthetische Fasern, wie gekräuselte
Polyesterfasern; Torfmoos; Schaumstoff; Gewebe, einschließlich von
Gewebehüllen
und Gewebelaminaten, oder jegliches äquivalente Material oder Kombinationen
von Materialien oder Mischungen von diesen.
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Der
Digital-Tampon und jeder Bestandteil davon können ein einziges Material
oder eine Kombination von Materialien umfassen. Außerdem können Superabsorber-Materialien,
wie Superabsorber-Polymere oder Absorptionsgeliermaterialien, in
den Digital-Tampon einbezogen werden. Die Materialien für den Digital-Tampon 29 können durch
jedes geeignete Verfahren, wie Luftlegung, Kardierung, Nasslegung,
Wasserstrahlbehandlung oder andere bekannte Verfahren, zu einem
Stoff, einer Bahn oder einer Watte geformt werden, die zum Gebrauch
in dem Tamponbausch geeignet sind.
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C. Apparat zur Herstellung des erfundungsgemäßen Digital-Tampons
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Wie
in 9–12 dargestellt,
wird ein nicht lotrechtes Umlenkachsenelement (nachstehend „NPTA") 251 eingeführt, um
eine präzise
Positionierung der Schnur im Verhältnis zur Nadel 261 bereitzustellen.
Der Winkel zwischen der NPTA-Elementachse 252 und der Nähnadelachse 262 beträgt, bestimmt
im Verhältnis
zur Hauptbewegungsebene der Nähnadel,
weniger als 90 Grad. Die Schnur 26 wird um das NPTA-Element 251 herum
eingeführt,
an dem sie in den Weg der Nähnadel 261 gedreht
wird, wobei sie an diesem Punkt am Bausch 29 befestigt wird
und schließlich
unterhalb des Nähfußes 271 herauskommt.
Die Kombination aus Schnuraufnahme von dem nachgeordneten genähten Produkt
und der Reibung der vorgeordneten Schnur verursacht eine Spannung
in der Schnur 26, die die Schnur 26 ausreichend
eng um den Umfang des NPTA-Elements 251 zieht. Unter dieser
Spannung wird die Mitte der Schnur 26 gleich bleibend mit
der ungefähren
Summe aus dem Radius des NPTA-Elements und dem Schnurradius von
der NPTA-Elementachse 252 beabstandet. Die Nähnadelachse 262 ist
bei diesem Abstand ausreichend weit von der NPTA-Elementachse 252 beabstandet,
um das Eindringen der Nähnadel 261 in
die Mitte der Rückholschnur 26,
die durch den Bausch 29 verläuft, zu ermöglichen, wodurch die Schnur 26 mit
einem Stich am Bausch 29 befestigt wird.
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Die
beschriebene Vorrichtung kann dahingehend erweitert werden, dass
das gleichzeitige Einführen
und Nähen
mehrerer Schnüre
ermöglicht
wird, wie zweier Schnüre 26 und 27,
die am NPTA-Element 251 übereinander angeordnet sind,
wo sie dann mit dem Bausch 29 zusammengenäht werden
können. Die
Vorrichtung, die ein Nähen
mehrerer Schnüre durchführt, kann
durch Einführen
mehrerer NPTA-Elemente erreicht werden, die derart ausgerichtet
sind, dass sich die Schnur innerhalb der Hauptachse der Nadelbewegung
befindet; oder es kann ein integriertes einzelnes NPTA-Element zum Umlenken
und Positionieren jeder Schnur verwendet werden. In letzteren Fall
weist ein beispielhaftes NPTA-Element 261 eine einzige
Umlenkfläche 253 mit
ausreichender Breite auf, sodass die zwei Schnüre 26 und 27 gleichzeitig
nebeneinander umkehren können,
wobei der Hersteller den Abstand zwischen der Mehrheit an Schnüren 26 und 27 mit
einem bzw. mehreren fakultativen Elevationsführungselementen 281, 282 und 283 bestimmt.
Ein weiteres Beispiel für ein
integriertes NPTA-Element für
zwei oder mehr Schnüre
sind getrennte Umlenkflächen
für eine
oder mehrere der Schnüre,
wobei die Umlenkflächenachsen
alle in einer Ebene oder in verschiedenen Ebenen liegen. Beispielsweise
kann eine Umlenkfläche einer
anderen in Bezug auf den gerichteten Produktionsfluss in Richtung
auf den Kontaktpunkt mit der Nadel vorgeordnet sein. Somit wird
eine Vorrichtung bereitgestellt, die die laterale Positionierung
der Schnur bzw. der Schnüre
besser steuert, um eine präzisere
Ausrichtung von Nadel, Schnur/Schnüre und Bausch (oder Stoff/Kleidungsstück) zu ermöglichen.
Weiterhin ermöglicht
die Vorrichtung ein genaues Hochgeschwindigkeitsnähen durch
mehrere Schnüre
hindurch, indem diese lateral (und in der Höhe) in Bezug auf die Schnüre und den
Bausch (oder Stoff/Kleidungsstück)
genau positioniert werden.
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Ein
Führungselement,
das die Höhe
der Schnur steuert, kann ebenfalls bereitgestellt werden (z. B. 281, 282, 283).
Es können
aber auch andere Führungselemente
für die
Positionierung der einlaufenden Schnur am NPTA-Element, insbesondere
die der Umkehrfläche
vorgeordnete Einlaufposition, verwendet werden. Das Führungselement
kann aus Umfangsnuten am NPTA-Element, Führungsstiften, Schlitzen oder Ösen bestehen,
ist jedoch nicht darauf beschränkt.
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Es
ist ein Nähfuß 271 vorgesehen.
Der Nähfuß 271 ist
ein Halteelement, das den Tamponbausch 29 nach dem Eingreifen
festhält
und diesen Halt während
des Stichverfahrens aufrechterhält.
Dies kann dann vorteilhaft sein, wenn der Tamponbausch 29 nachgeordnet
durch einen Nähvorgang
gefördert wird.
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Es
ist eine Nähnadel 261 vorgesehen.
Erhältliche
und verwendbare Nähnadeln
liegen in einer großen
Vielfalt an Größen und
Formen vor. Die vorgeschlagene Erfindung ist mit einer großen Vielfalt davon
durchführbar
und sollte für
die Zwecke dieser Schrift nicht auf eine bestimmte Nadelausführung beschränkt sein.
Die Nähna del 261 kann
auch einen größeren Durchmesser
aufweisen als die Schnur, solange der Nadeldurchmesser am Eintrittspunkt 263 der
Schnur 26 klein genug ist, um die Schnur 26 zu durchdringen.
Eine fakultative Abstandsnut 254 parallel zur Nadelachse 262,
die um den Umfang des NPTA-Elements 251 angeordnet ist,
kann dazu verwendet werden, einen Abstand zur Nähnadel 261 bereitzustellen,
falls dies zum Durchdringen der Mitte der Schnur 26 ohne
Anschlag am NPTA-Element 251 erforderlich ist. Ein fakultatives
Anhebungs-Positionierungselement kann getrennt oder einstückig mit dem
NPTA-Element eingeführt
werden, um die Führung
der Schnur um das NPTA-Element zu unterstützen. Dieses Anhebungs-Positionierungselement kann
aus zusätzlichen
Umfangsnuten um das NPTA-Element oder Führungsstiften 281, 282 und 283 für die obere
beziehungsweise untere Schnur bestehen, ist jedoch nicht darauf
beschränkt.
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Die
Form der Nadel 261 kann zylindrisch sein, wobei sie eine
Spitze 263 bildet, um das Eindringen in die Schnur bzw.
die Schnüre,
den Bausch, den Stoff oder das Kleidungsstück zu erleichtern. Das Material
der Nadel umfasst häufig
ein Metall oder eine steife Polymerzusammensetzung. Zwar ist der
Hauptkörper
der Nadel 261 üblicherweise
ein Zylinder mit kreisförmigem
Querschnitt, andere Querschnitte, wie flach, rechteckig, quadratisch,
elliptisch, mehreckig usw., sind jedoch ebenfalls möglich.
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Die
Stoffauflagefläche 291, üblicherweise eine
horizontale Nähauflagefläche, unterstützt das Auflegen
des Werkstücks
(z. B. des Tamponbauschs und der Schnur) zwischen der Fläche und
dem Nähfuß 271 beim
Zusammennähen
der Materialien.
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Ein
fakultativer Greifer (nicht dargestellt) ist unterhalb der horizontalen
Nähauflagefläche 291 angeordnet
und ist derart auf die Nähnadel 261 abgestimmt,
dass er unter Bildung eines genähten
Stichs durch die Schnur 26 und den Bausch 29 mit
der Nähnadel 261 zusammenwirkt.
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D. Verfahren zur Herstellung des erfindungsgemäßen Digital-Tampons
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Das
Verfahren zur Ausbildung des Digital-Tampons mit zwei Schnüren oder
Schnursegmenten ist nachstehend unter Bezugnahme auf 1–8 und
das Verfahren in 9–12 beschrieben.
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Die
zusammengefassten Schritte des Verfahrens zum Nähen einer Schnur (oder übereinander angeordneter
Schnüre)
an ein Substrat (z. B. einen Tamponbausch) umfassen die folgenden
Schritte:
- 1. Abziehen einer Schnur von einem
kontinuierlichen Schnurzulauf;
- 2. Bereitstellen eines Mittels, das der Zufuhr der Schnur teilweise
entgegenwirkt und das entweder am Schnurzulauf oder diesem nachgeordnet
verwendet wird;
- 3. Einführen
des Schnurwegs in das NPTA-Element, wodurch die Laufrichtung bei
Berührung und
Passierung der NPTA-Umlenkfläche
verändert
wird – deren
Achse nicht lotrecht zur Achse der Nadelbewegung ist;
- 4. wahlweise Positionieren der Schnur zwischen beliebigen fakultativ
vorhandenen Anhebungs-Führungen
als Teil des NPTA;
- 5. Stapeln oder Schichten von Schnur und Substrat vor oder an
dem Punkt, an dem sie unterhalb der Nadelspitze einen darüber angeordneten Nähfuß und eine
darunter angeordnete Nähauflagefläche passieren;
- 6. diskontinuierliches Ziehen von Substrat und Schnur unter
die Nadel mithilfe eines Schrittantriebs (z. B. Zufuhrmitnehmer,
diskontinuierliche Bänder);
- 7. Ziehen der Schnur durch den Schrittantrieb zusammenwirkend
mit dem vorgeschalteten Mittel, das der Zufuhr der Schnur teilweise
entgegenwirkt, erzeugt einen positiven Zug oder eine positive Spannung
der Schnur ab dem Mittel, das der Zufuhr der Schnur teilweise entgegenwirkt,
vorbei am NPTA-Element zu der gezogenen Schnur und dem Substrat;
- 8. Beenden der Bewegung des Schrittantriebs;
- 9. Bewegen der Nadel mit Faden durch den Nähfuß hindurch und Eindringen in
die Schnur, wodurch der Faden durch die Schnur gezogen wird;
- 10. Fortsetzung der Nadelbewegung nach unten zum Eindringen
in das Substrat;
- 11. Ziehen des Fadens durch das Substrat;
- 12. Zusammenwirken der Nadel mit einem Greiferfaden, der von
einem fakultativen Greifermechanismus unterhalb der Nähauflagefläche bereitgestellt
wird;
- 13. Umkehren der Nadelrichtung und Aufwärtsbewegung durch das Substrat
und die Schnur und aus dem Nähfuß heraus;
- 14. Aktivieren des Schrittantriebs und Weiterziehen des mit
der Schnur vereinigten Substrats sowie Ziehen weiterer Schnur aus
dem Schnurzulauf und am NPTA-Element vorbei;
- 15. Wiederholen des Zyklus.
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Wenn
mehrere Schnüre
erwünscht
sind, kann eine zusätzliche
Schnur unter Verwendung eines separaten NPTA-Elements oder eines
NPTA-Elements, das eine weitere Schnur aufnehmen kann, sodass jede
Schnur mit einem anderen Teil der Umlenkfläche in Kontakt ist, eingeführt werden.
Sofern zwei übereinander
liegende Schnüre
verwendet werden, durchdringt die Nadel erst die erste Schnur, dann
die zweite Schnur und dann das Substrat. Als weitere Ausführung zum
Vorstehenden kann bzw. können
die Schnur/Schnüre
und das Substrat/die Substrate beim Nähen in jeder beliebigen gewünschten
Reihenfolge gestapelt oder geschichtet werden, sodass das erste
Material, in das die Nadel eindringt, entweder eine Schnur oder
ein Substrat ist.
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Der
Schrittantrieb, die Nadelbewegung und der fakultative Greifer können über irgendein
bekanntes Antriebskraftmittel angetrieben werden.
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Die
Schnüre 26 und 27 werden
derart auf dem NPTA-Element 251 angeordnet, dass sie dieselbe
Umlenkfläche 252 teilen,
aber in der Höhe
nur von der Gegenwart der Stifte 281, 282 und 283 voneinander
getrennt sind. Zwei Stifte stellen die Anhebungs-Führungselemente
der Schnüre 26 bzw. 27 dar.
In diesem Fall beträgt
der Winkel zwischen der Drehachse der Umlenkfläche 252 und der geraden Nadelachse 262 der
Nadel 2610 Grad. Das NPTA-Element 251 und die
Nadel 261 sind vorzugsweise lateral derart zueinander positioniert,
dass die Nadelspitze 263 und die Nadelachse 262 nahe
oder oberhalb der Mittellinie in gerader Linie angeordnet sind,
sodass sich die Nadel 261 gleichmäßig mit dem Faden 28 durch
die beiden Schnüre 26 und 27 und den
Bausch 29 darunter bewegt.
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Die
Schnüre 26 und 27 werden
um die Umlenkfläche 252 herum
unter Spannung gehalten, wobei die nachgeordnete Seite über den
zuletzt genähten
Stich mit dem Bausch 29 verbunden ist und die vorgeordneten
Seite von einer Zufuhrspule kommt und durch ein Reibungselement
passiert, ehe es mit der Umlenkfläche 252 in Kontakt
kommt.
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Der
Bausch 29 wird schrittweise (nicht dargestellt) und zuerst
unter der vorderen Schaufel des Nähfußes 271 in die Vorrichtung
eingeführt.
Die Öffnung 272 im
Nähfuß 271 stellt
eine Öffnung
bereit, durch die die Nadel 261 und der Faden 28 passieren können. Der
Bausch 29 wird weiterhin durch Zufuhrmitnehmer, die sich
an der dem Nähfuß 271 gegenüberliegenden
Seite des Bauschs 29 befinden, sowie durch den Zug im nachgeordneten
Teil, der durch Andruckräder
und Bänder
verursacht wird, durch das Verfahren transportiert. Der Zug im nachgeordneten Teil
am Bausch überträgt eine
Zugkraft auf die zwei Schnüre 26 und 27.
Dieser Zug überträgt gekoppelt mit
dem vorgeordneten Reibungselement eine Spannung auf die Schnüre 26 und 27,
wodurch diese an der Umlenkfläche 252 gehalten
werden, während gleichzeitig
nach Bedarf mehr Schnur von den Zulaufbehältern (Spulen, Kisten usw.,
nicht dargestellt) abgezogen wird. Die Schnüre 26 und 27 werden durch
die jeweiligen Führungsstiftpaare 281, 282 und 282, 283 in
die Vorrichtung eingeführt
und dann um die Umlenkfläche 252 geführt, woran
sich die Verarbeitung unterhalb der Nadelspitze 263 anschließt.
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Als
Alternative können
die Bausch diskontinuierlich eingeführt werden. Dabei besteht die
Möglichkeit,
die zwei Schnüre 26 und 27 zwischen
den Bauschen zusammenzunähen
oder die Schnüre 26 und 27 aus
der Wirkungslinie der Nadel 261 zu ziehen. Ein einfacher
Weg zur Durchführung
der letztgenannten Möglichkeit
ist eine laterale Verschiebung des NPTA-Elements 251 aus
der Ebene der Nadelbewegung mithilfe eines Zeit- oder Registersystems, sodass
die Schnüre 26 und 27 dann
aus der Ebene der Nadelbewegung bewegt werden, wenn kein Bausch 29 vorhanden
ist, und bei Einführung
eines neuen Bauschs 29 wieder zurückkehren.
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Das
NPTA-Element 251 hat in diesem Beispiel eine Kerbfläche 254,
die vorhanden ist, um während
des Stichzyklus das Passieren des Nadelkörpers 261 vorbei am
NPTA-Element 251 zu ermöglichen.
Dies ist dann erforderlich, wenn der Durchmesser oder die Breite
der Nadel 261 mit zentrierter Nagelspitze 263 größer ist
als die Breite der zu nähenden
Schnüre 26 und 27,
wie in diesem Beispiel, in dem der Nadeldurchmesser 1,27 mm (0,050
Zoll) und der Durchmesser der entspannten Schnur 0,76 mm (0,030
Zoll) beträgt.
Ein fakultatives Element ist ein Element, das als Führung für eine zusätzliche Spannungssteuerung
dienen und/oder die laterale Bewegung der Positionierungssteuerung
bereitstellen kann.
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Der
Bausch kann mit einer einzigen Schnur oder mit mehreren Schnüren von
zwei oder mehr bestückt
werden. Im Falle einer einzigen Schnur stellte das Verfahren gleichwohl
eine überlegene
Nähsteuerung
beim Nähen
einer Schnur an einen Tampon und beim Nähen von Kordelverzierungen
an Kleidungsstücke
bereit.
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Eine
wichtige Verbesserung dank dieser Erfindung besteht darin, dass
die Umlenkflächenachse 252 nicht
lotrecht zur Nadelachse 262 oder der Bewegungsebene der
Nadel ausgerichtet ist. In dieser Erfindung kann der Winkel zwischen der
Umlenkflächenachse 252 des
NPTA-Elements und der Nadelachse 262 0 bis 80 Grad betragen.
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Das
vorliegende Verfahren weist auch eine fast parallele Umlenkachse 252 auf,
wobei die Schnur 26 zum Abflachen in der senkrechten Ebene neigt,
wodurch die Zielfläche
der Nadelspitze verengt wird. Diese Verengung scheint dem Erreichen
einer genaueren Steuerung der Stichpositionierung entgegenzustehen;
die Vorteile einer lateralen Positionssteuerung, die durch das NPTA-Element 251 bereitgestellt
werden, wiegen diesen Nachteil jedoch mehr als auf und stellen eine
genauere laterale Positionssteuerung und damit ein präziseres
Nähen bereit.
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Was
das genaue Nähen
von zwei oder mehr Schnüren
betrifft, insbesondere in einer Nebeneinanderstellung oder benachbarten
Anordnung in Längsrichtung,
stellt das erfindungsgemäße Verfahren
eine präzise
laterale Positionssteuerung jeder Schnur in Bezug auf die andere
und auf die Nadel bereit. Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht
darin, dass die Schnüre 26 und 27 denselben Weg
zurücklegen,
sodass die Schnüre 26 und 27 übereinander
angeordnet verbleiben. Ein genauer Blick auf das Verfahren zeigt,
dass die Nadel 261 am oberen Ende des Zyklus startet, wobei
der Faden 28 von der Nadel 261 transportiert wird.
Bei der Abwärtsbewegung
der Nadel 261 durchdringt diese zuerst die Schnur 27 ungefähr an der
Mittellinie, tritt an der unteren Seite aus, durchdringt dann die
Oberseite von 26 und tritt an deren Unterseite aus, wo
die Nadel 261 durch wenigstens einen Teil des Bauschs 29 dringt
und den Faden 28 durchzieht, und dann an der Unterseite
des Bauschs 29 austritt. Dann beginnt die Nadel 261 ihren
Weg nach oben durch wenigstens einen Teil der drei Materialien,
bis sie an der Oberseite des Schnur 27 austritt.
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Als
Alternative kann sich die Schnur 26 in der ersten Schnurebene
befinden und die Schnur 27 kann sich in der zweiten Schnurebene
befinden. Die erste Schnurebene und die zweite Schnurebene liegen
in parallelen Ebenen. Die Nähnadel
kann in einem Winkel von null bis neunzig Grad in Bezug auf die
erste Schnurebene und die zweite Schnurebene angeordnet sein.
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Dieses
Verfahren kann gleichermaßen
bei Kordelverzierungen oder -verstärkungen mit einer oder mehreren
Schnüren
an Stoffen oder Kleidungsstücken
bei der Herstellung von Textilien, Kleidung, Bezügen usw. verwendet werden.
Schnüre
können
in Form von Bändern,
Bändchen,
Web- oder Vliesstreifen, Gummibändern,
Strängen,
Filamenten usw. vorliegen; und sie können zur Herstellung von Bekleidung,
Bezügen,
Zelten und Wegwerfartikeln für
die Körperhygiene,
wie Absorptionsmittel, verwendet werden.