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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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(a) Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Acryl-Schlagzähigkeitsmodifikator,
der eine Kern-Schale-Struktur besitzt, und insbesondere betrifft
sie einen Acryl-Schlagzähigkeitsmodifikator,
der mittels eines Polymerisierungsverfahrens von mindestens drei
Stufen hergestellt wird, ein Verfahren zu dessen Herstellung und
ein Poly(vinylchlorid) (PVC), das diesen enthält, welches exzellente Schlagzähigkeit
besitzt.
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(b) Beschreibung des verwandten technischen
Gebiets
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Methylmethacrylatbutadienstyrol-Harze
(MBS), chlorierte Polyethylen-Harze (CPE), Acrylharze etc. werden
als Schlagzähigkeitsmodifikatoren
verwendet, um die Schlagzähigkeit
von Poly(vinylchlorid) zu verbessern. Von diesen haben die Acrylharze
gute Witterungsbeständigkeit
und werden daher als Schlagzähigkeitsmodifikatoren
für Kunststoffprodukte
für den
Außenbereich
verwendet, die dem Sonnenlicht eine lange Zeit ausgesetzt werden.
Als ein Beispiel werden für
Produkte wie Fensterrahmen, welche Schlagzähigkeit und gleichzeitig Witterungsbeständigkeit
erfordern, hauptsächlich
Polymere verwendet, die eine Kern-Schale-Struktur besitzen, worin
Methacrylpolymere, die eine gute Kompatibilität mit Poly(vinylchlorid) besitzen,
auf einen Gummikern gepfropft werden, der aus Alkylacrylaten besteht.
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Als
Faktoren, welche die physikalischen Eigenschaften von Acryl-Schlagzähigkeitsmodifikatoren
bestimmen, die eine Kern-Schale-Struktur besitzen, sind der Gummigehalt
des Schlagzähigkeitsmodifikators,
die Größe der Gummipartikel,
der Abstand zwischen den Gummipartikeln, der Blähindex für Lösemittel, der Bindungsgrad
zwischen Matrix und Schlagzähigkeitsmodifikatorpartikeln,
die durch Mahlen und so weiter dispergiert sind, wichtig. Insbesondere
wird die Bindung zwischen der Matrix und dem Schlagzähigkeitsmodifikator durch
die Pfropf-Effizienz der Schale auf dem Schlagzähigkeitsmodifikator-Gummikern
bestimmt.
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Als
ein Verfahren zur Herstellung von Schlagzähigkeitsmodifikatoren, um die
Schlagzähigkeit
von Poly(vinylchlorid) zu verbessern, gibt es eine konventionelle
Emulsionspolymerisierung, welche die folgenden zwei Methoden einschließt. Die
erste Methode, wie im
US-Patent
Nr. 5 612 413 gezeigt, ist eine mehrstufige Emulsionspolymerisierung,
die durchgeführt
wird, indem zuerst ein Keim polymerisiert wird, dann dort hinzu Kernkomponenten-Monomere über zwei
bis vier Stufen gegeben werden, um einen Gummipartikel zu züchten, und
indem abschließend
die Kern-Oberfläche
durch die Zugabe von Schalenkomponenten-Monomeren umhüllt wird, um eine Kern-Schale-Struktur
fertig zu stellen. Die zweite Methode ist, wie in der
europäischen Patentveröffentlichung
0 527 605 A1 gezeigt, ein Mikroagglomerationsverfahren,
worin ein Latex, der eine Kern-Schale-Struktur besitzt, von 100
nm oder weniger polymerisiert wird, man ihn bis zu einer gewünschten Partikelgröße mittels
Agglomerieren wachsen lässt
und die abschließende
Kern-Schale-Struktur durch die Bildung einer Einkapselungsschale
gebildet wird.
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Das
mehrstufige Emulsionspolymerisierungsverfahren, wie in dem genannten
US-Patent Nr. 5 612 413 gezeigt,
kann in eine Kern Polymerisierung und Schalen-Polymerisierung unterteilt
werden. Die Kern-Polymerisierung verwendet Alkylacrylatmonomere.
Die Alkylacrylate zeigen die Schlagzähigkeit einer Gummi-Komponente
aufgrund ihrer geringen Glasübergangstemperatur
und der Tatsache, dass Doppelbindungen in Molekülen nach der Polymerisierung
nicht verbleiben, und entsprechend können sie die Zersetzung von
Polymeren durch UV und die daraus herrührende Verminderung der Schlagzähigkeit
verhindern. Zusätzlich
zu Alkylacrylaten werden Verbindungen, die mindestens zwei nicht-konjugierte
Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen besitzen, als Vernetzungsmittel
verwendet werden. Die Vernetzungsmittel von Gummi erhalten nicht
nur die Stabilität
von Latex, sondern sie helfen auch dabei, dass die Struktur des
Schlagzähigkeitsmodifikator-Gummis
ihre Form innerhalb der Matrix während
des Mahlprozesses beibehält.
Wenn die Vernetzung des Gummis nicht ausreichend ist, kann die Stabilität des Latex
nicht gesichert werden und es tritt keine gleichmäßige Dispersion
ein, wodurch eine Verminderung der Schlagzähigkeit und Witterungsbeständigkeit
verursacht wird. Die Schlagzähigkeit
verringert sich auch, wenn der Vernetzungsgrad von Gummi zu hoch
ist.
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Schalen-Polymerisierung
wird üblicherweise
mittels Pfropfpolymerisierung auf die Oberfläche eines Kerns der Methylmethacrylatmonomere,
welche exzellente Kompatibilität
mit Poly(vinylchlorid) besitzen, alleine oder zusammen mit einer
kleinen Menge von Monomeren, die zwei oder mehr funktionelle Gruppen
haben, durchgeführt.
Insbesondere besitzen die Methylmethacrylate nicht nur exzellente
Kompatibilität
mit der Matrix, sondern sie haben auch eine vergleichsweise hohe
Glasübergangstemperatur,
und entsprechend tragen sie zur Verbesserung der Koagulationseigenschaften
des Latex bei. Um die Dispergierbarkeit von Schlagzähigkeitsmodifikatoren
im Inneren der Matrix zu erhöhen,
können
Acrylnitrilmonomere in einer kleinen Menge während der Schalen-Polymerisierung
hinzugefügt
werden.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung wurde gemacht, um einen Acryl-Schlagzähigkeitsmodifikator
bereitzustellen, der imstande ist die Schlagzähigkeit zu verbessern, wenn
er in Poly(vinylchlorid) enthalten ist, unter Berücksichtigung
der Probleme des vorangehenden Standes der Technik.
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Es
ist ein anderer Gegenstand der vorliegenden Erfindung einen Acryl-Schlagzähigkeitsmodifikator, der
imstande ist die Schlagzähigkeit
von Poly(vinylchlorid) durch Steuern des Blähindexes von Gummipartikeln zu
maximieren, ein Verfahren zu dessen Herstellung und ein Poly(vinylchlorid),
das diesen umfasst, bereitzustellen.
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Um
die vorangehenden Gegenstände
zu verwirklichen, stellt die Erfindung eine Acryl-Schlagzähigkeitsmodifikator-Zusammensetzung für Poly(vinylchlorid)
bereit, die (a) einen Gummi-Kern, der Alkylacrylatpolymer enthält, welcher
wenigstens zwei Schichten umfasst, die unterschiedliche Vernetzungsdichten
besitzen; und (b) eine Schale umfasst, die Alkylmethacrylatpolymere
enthält.
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Zusätzlich stellt
die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines Acryl-Schlagzähigkeitsmodifikators bereit,
umfassend die Stufen
- (a) der Herstellung eines
Latex-Keims durch eine Vernetzungsreaktion einer Mischung, die (i)
ein Alkylacrylatmonomer, das 2 bis 8 Kohlenstoffatome in der Alkylgruppe
besitzt, (ii) ein Vernetzungsmittel, (iii) einen Polyme risierungsinitiator,
(iv) einen Emulgator und (v) Wasser umfasst;
- (b) der Herstellung eines Latexgummi-Kerns, in welchem wenigstens
eine Kernschicht auf dem genannten Keim gebildet ist, indem zumindest
einmalig Polymerisierung durchgeführt wird durch kontinuierliches
Einbringen einer Pre-Emulsionsmischung,
die (i) ein Alkylacrylat, das 2 bis 8 Kohlenstoffatome in der Alkylgruppe
besitzt, (ii) ein Vernetzungsmittel, (iii) einen Emulgator und (iv)
Wasser, zusammen mit einem (v) Polymerisierungsinitiator umfasst,
zu dem Latex-Keim von Stufe (a); und
- (c) der Bildung einer Schale mittels der Durchführung von
Polymerisierung durch Einbringen einer Pre-Emulsionsmischung, die
(i) ein Alkylmethacrylat, das 1 bis 4 Kohlenstoffatome in der Alkylgruppe
besitzt, (ii) einen Emulgator und (iii) Wasser, zusammen mit (iv)
einem Polymerisierungsinitiator umfasst, zu dem Latexgummi-Kern
von Stufe (b), wodurch der Acryl-Schlagzähigkeitsmodifikator-Latex hergestellt wird,
worin
die Menge des Vernetzungsmittels von Stufe (a) (ii) und die Menge
des Vernetzungsmittels von Stufe (b) (ii) verschieden sind, und
sie innerhalb eines Bereichs von 0,1 bis 5,0 Gewichtsteilen, basierend
auf 100 Gewichtsteilen der gesamten Monomere, die in der Acryl-Schlagzähigkeitsmodifikator-Zusammensetzung
vorliegen, ausgewählt
werden.
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Weiterhin
stellt die Erfindung eine Poly(vinylchlorid)-Zusammensetzung bereit,
die
- (a) 80 bis 99 Gewichtsteile Poly(vinylchlorid)
und
- (b) 1 bis 20 Gewichtsteile eines Acryl-Schlagzähigkeitsmodifikators,
der (i) einen Gummi-Kern umfasst, der Alkylacrylatpolymere enthält, der
wenigstens zwei Schichten umfasst, welche unterschiedliche Vernetzungsmitteldichten
besitzen; und (b) eine Schale umfasst, die Alkylmethacrylatpolymere
enthält.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
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Die
vorliegende Erfindung wird nachfolgend detailliert beschrieben.
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Die
Erfindung beabsichtigt die Steuerung des Blähindexes eines Acryl-Schlagzähigkeitsmodifikator-Gummipartikels,
wodurch die Schlagzähigkeit
von Poly(vinylchlorid) maximiert wird, welches diesen umfasst. Zu
diesem Zweck wird der Schlagzähigkeitsmodifikator
mit einem unterschiedlichen Gehalt an Vernetzungsmitteln hergestellt,
die dazu in jeder Stufe der Gummi-Polymerisierung eingebracht werden.
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Die
Erfindung stellt einen Acryl-Schlagzähigkeitsmodifikator mit einer
Schlagzähigkeit,
die durch Polymerisieren von Gummi durch wenigstens drei Stufen
verbessert wird, in welchen die Vernetzungsdichte in jeder Stufe
geändert
wird, ein Verfahren zu dessen Herstellung und ein Poly(vinylchlorid)
bereit, das diesen umfasst.
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Ein
bevorzugter Blähindex
des Endpartikels des erfindungsgemäßen Acryl-Schlagzähigkeitsmodifikators
ist 2,0 bis 9,0.
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Die
Effekte des Blähindexes
des erfindungsgemäßen Schlagzähigkeitsmodifikators
auf die Schlagzähigkeit
werden im Folgenden erklärt.
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Der
Begriff "Blähindex" bezieht sich auf
das freie Volumen des Inneren eines Polymers, als ein Parameter
zur Kennzeichnung des Blähgrades
von Gel durch Lösemittel.
Der Blähindex
des Schlagzähigkeitsmodifikators
verringert sich, wenn die Vernetzungsdichte ansteigt, und er erhöht sich,
wenn sich die Vernetzungsdichte verringert. Die Vernetzungsdichte
variiert entsprechend der Menge des Vernetzungsmittels, das dort hinzugefügt wird,
wenn das Gummi hergestellt wird, und die Schlagzähigkeit der Schlagzähigkeitsmodifikatoren
wird verbessert, wenn der Blähindex
durch die Verwendung einer kleinen Menge des Vernetzungsmittels erhöht wird.
Wenn jedoch die Menge des Vernetzungsmittels unterhalb einer bestimmten
Menge liegt, verringert sich die Stabilität des Latex während der
Polymerisierung. Deshalb existiert ein Minimalwert für den Gehalt des
Vernetzungsmittels und folglich besteht bei der Steuerung des Blähindexes
eine Grenze.
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Der
erfindungsgemäße Acryl-Schlagzähigkeitsmodifikator
wird hergestellt durch Polymerisierung eines Keims, dann Einbringen
von Kernkomponenten-Monomeren zu wenigstens einer Schicht, bevorzugt über 1 bis
4 Stufen, um Gummipartikel zu züchten,
und abschließend
durch Einbringen von Schalenkomponenten-Monomeren, um die Oberfläche des
Kerns zu umhüllen,
um dadurch ein Latex herzustellen, das eine Partikelgröße von 160
nm bis 250 nm besitzt. Um jedoch den Blähindex des Schlagzähigkeitsmodifikators
zu steuern, wird die Menge des Vernetzungsmittels, das während jeder
Gummi-Polymerisierung eingebracht wird, einschließlich der
Herstellung des Keims, unterschiedlich eingestellt.
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Es
ist bevorzugt, dass der erfindungsgemäße Acryl-Schlagzähigkeitsmodifikator 70 bis
95 Gewichtsteile der Kern-Komponente und 5 bis 30 Gewichtsteile
der Schalenkomponente umfasst, basierend auf den gesamten Monomeren.
Mit anderen Worten sollten der Keim und der Kern des erfindungsgemäßen Acryl-Schlagzähigkeitsmodifikators
die Gummikomponenten-Monomere in 70 bis 95 Gewichtsteilen der gesamten
eingeführten
Monomere einschließen.
Wenn sie in weniger als 70 Gewichtsteilen vorliegen, verringert sich
die Schlagzähigkeit
aufgrund eines geringen Gummigehalts, und wenn sie 95 Gewichtsteile überschreiten,
umhüllt
die Schalenkomponente den Kern nicht vollständig und entsprechend tritt
die Dispersion des Gummis nicht ein, wodurch die Schlagzähigkeit
verringert wird.
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Insbesondere
wenn der Gummikern aus einem Keim und zwei Kernschichten besteht,
ist es bevorzugt, dass die Gummipartikel des genannten Gummikerns,
auf Basis des Gewichts der gesamten Acryl-Schlagzähigkeitsmodifikator-Zusammensetzung
i) einen Keim von 4,9 bis 14,9 Gewichtsteilen eines Alkylacrylats,
das 2 bis 8 Kohlenstoffatome in der Alkylgruppe besitzt, und 0,1
bis 5,0 Gewichtsteile eines Vernetzungsmittels; ii) eine erste Kernschicht
von 27,5 bis 45,0 Gewichtsteilen eines Alkylacrylats, das 2 bis
8 Kohlenstoffatome in der Alkylgruppe besitzt, und 0,1 bis 5,0 Gewichtsteile
eines Vernetzungsmittels; und iii) eine zweite Kernschicht von 27,5
bis 45,0 Gewichtsteilen eines Alkylacrylats, das 2 bis 8 Kohlenstoffatome
in der Alkylgruppe und 0,1 bis 5,0 Gewichtsteile eines Vernetzungsmittels
umfassen.
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Als
Akylacrylate der genannten (i) bis (iii) kann beziehungsweise können ein
Monomer oder mehr Monomere, ausgewählt aus der Gruppe, die aus
Ethylacrylat, Propylacry lat, Isopropylacrylat, Butylacrylat, Hexylacrylat,
Octylacrylat und 2-Ethylhexylacrylat oder einem Homopolymer oder
Copolymer dieser Monomere besteht, verwendet werden, und Butylacrylat,
2-Ethylhexylacrylat, Ethylacrylat und eine Mischung davon sind stärker bevorzugt.
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Als
die Vernetzungsmittel der genannten (i) bis (iii) kann beziehungsweise
können
ein Monomer oder mehr Monomere, ausgewählt aus der Gruppe, die aus
1,3-Butandioldiacrylat, 1,3-Butandioldimethacrylat, 1,4-Butandioldiacrylat,
1,4-Butandioldimethacrylat, Allylacrylat, Allylmethacrylat, Trimethylolpropantriacrylat, Tetraethylenglycoldiacrylat,
Tetraethylenglycoldimethacrylat und Divinylbenzol besteht, verwendet
werden. Stärker
bevorzugt werden 1,3-Butandioldiacrylat, 1,3-Butandioldimethacrylat,
Allylacrylat, Allylmethacrylat und eine Mischung davon verwendet.
Es ist bevorzugt, die genannten Vernetzungsmittel in einer Menge
von 0,1 bis 5,0 Gewichtsteilen, basierend auf 100 Gewichtsteilen
der gesamten Monomere, in jeder Kernschicht zu verwenden. Wenn die
Menge des Vernetzungsmittels geringer als 0,1 Gewichtsteile der
gesamten Monomere ist, neigen die Matrix und die sphärischen
Partikel dazu, während
des Mahlens modifiziert zu werden, und wenn sie in mehr als 5,0
Gewichtsteilen verwendet werden, zeigt der Kern die Eigenschaft
der Sprödigkeit
und bewirkt, dass sich die Schlagzähigkeit verringert.
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Auch
umfasst in dem genannten Schlagzähigkeitsmodifikator
die Schale
- a) ein Monomer, das Alkylmethacrylate
umfasst, die 1 bis 4 Kohlenstoffatome in der Alkylgruppe besitzen, in
einer Menge von 5 bis 30 Gewichtsteilen;
- b) falls erforderlich, kann ein Hilfsmonomer wie Ethylacrylat,
Methylacrylat oder Butylacrylat verwendet werden, um die Glasübergangstemperatur
der Schalenkomponente zu steuern; und
- c) falls erforderlich, kann ein Hilfsmonomer, das eine Nitrilkomponente
wie Acrylnitril und Methacrylnitril besitzt, verwendet werden, um
die Kompatibilität
mit der Matrix zu erhöhen.
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Die
Hilfsmonomere der genannten b) und c), die verwendet werden können, werden
ausgewählt
aus der Gruppe von Monomeren, die oben erwähnt werden, und es ist bevorzugt
diese zu mischen und sie in 0,1 bis 10 Gewichts-%, basierend auf
100 Gewichts-% der gesamten Hüllenmonomere,
zu verwenden.
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Der
erfindungsgemäße Acryl-Schlagzähigkeitsmodifikator
wird durch Koagulieren von Latex mit Elektrolyt oder organischer
oder anorganischer Säure
und dann dessen Filtrieren und Trocknen erhalten. Als Elektrolyt
können
Calciumchlorid, Magnesiumsulfat etc. verwendet werden.
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Das
Verfahren zur Herstellung des erfindungsgemäßen Acryl-Schlagzähigkeitsmodifikators
wird weiter durch das folgende Ausführungsbeispiel verdeutlicht.
Dieses Ausführungsbeispiel
ist auf das 4-stufige Polymerisierungsverfahren und das Koagulationsverfahren
ausgerichtet, und der Gehalt jeder Komponente bezieht sich auf die
Menge, die in jeder Stufe eingebracht wird. Vernetzungsmittel, die
in jede Kernschicht (eine Keimschicht, eine erste Kernschicht und
eine zweite Kernschicht) eingebracht werden, unterscheiden sich voneinander
und andere Bestandteile als die Vernetzungsmittel werden innerhalb
der folgenden Mengenbereiche ausgewählt:
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1) Herstellung des Keims
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Eine
Blend-Mischung umfassend:
Alkylacrylat, das C
2-C
8 in der Alkylgruppe besitzt;
97,0 bis
99,9 Gewichtsteile (pbw);
| Vernetzungsmittel | 0,1
bis 3,0 pbw; |
| Polymerisierungsinitiator | 0,1
bis 3,0 pbw; |
| Emulgator | 0,1
bis 4,0 pbw; und |
| deionisiertes
Wasser | 1000
pbw |
werden vernetzt und bei einer Temperatur von 60
bis 80°C
umgesetzt, um einen Keim herzustellen (Schicht).
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2) Herstellung der ersten Kernschicht:
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Eine
Blend-Mischung, umfassend:
Alkylacrylat, das C
2-C
8 in der Alkylgruppe besitzt
| | 97,0
bis 99,9 pbw; |
| Vernetzungsmittel | 0,1
bis 3,0 pbw; |
| Emulgator | 0,1
bis 4,0 pbw; und |
| deionisiertes
Wasser | 80
pbw |
wird in einem Zustand der Pre-Emulsion hergestellt
und dann wird die Polymerisierung durchgeführt, durch kontinuierliches
Hinzufügen
der somit erhaltenen Emulsionslösung
zu dem in Stufe 1) hergestellten Keim und gleichzeitiges Einbringen
von 0,1 bis 3,0 pbw des Polymerisierungsinitiators, um eine erste
Kernschicht herzustellen.
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3) Herstellung der zweiten Kernschicht
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Eine
Blend-Mischung, umfassend:
Alkylacrylat, das C
2-C
8 in der Alkylgruppe besitzt
| | 97,0
bis 99,9 pbw; |
| Vernetzungsmittel | 0,1
bis 3,0 pbw; |
| Emulgator | 0,1
bis 4,0 pbw; und |
| deionisiertes
Wasser | 80
pbw |
wird in einem Zustand der Pre-Emulsion hergestellt
und dann wird die Polymerisierung durchgeführt durch kontinu ierliches
Hinzufügen
der erhaltenen Emulsionslösung
zu dem zweiten Polymerisierungsprodukt, das in Stufe 2) hergestellt
wurde, und durch gleichzeitiges Einbringen von 0,1 bis 3,0 pbw des
Polymerisierungsinitiators, wodurch eine zweite Kernschicht gebildet
wird, um ein Kernpolymer als ein tertiäres Polymerisierungsprodukt
herzustellen.
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4) Herstellung der Schale
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Eine
Blend-Mischung, die auf Basis des Gewichts des Monomers, das die
Schale bildet, umfasst:
Alkylmethacrylat, das C
1-C
4 in der Alkylgruppe besitzt
Alkylacrylat, ausgewählt aus der Gruppe, die aus
Ethylacrylat, Methylacrylat und Butylacrylat besteht
| | 10
pbw oder weniger; |
| Emulgator | 0,1
bis 4,0 pbw; und |
| deionisiertes
Wasser | 150
pbw |
wird in einem Zustand der Pre-Emulsion hergestellt
und dann wird die Polymerisierung durchgeführt, indem kontinuierlich die
erhaltene Emulsionslösung
zu dem tertiären
Polymerisierungsprodukt gegeben wird, das in Stufe 3) hergestellt
wurde, und durch gleichzeitiges Einbringen von 0,1 bis 3,0 pbw Polymerisierungsinitiator, um
eine Schale herzustellen.
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Als
Polymerisierungsinitiator, der bei der Herstellung des obigen Keims,
Kerngummis und der Schale verwendet wird, können alle Verbindungen verwendet
werden, die eine Vernetzungsreaktion bewirken. Insbesondere Ammoniumpersulfat,
Kaliumpersulfat, Benzoylperoxid, Azobisbutyronitril, Butylhydroperoxid,
Cumolhydroperoxid und so weiter können verwendet werden, und
von diesen ist es bevorzugt Kaliumpersulfat oder Butylhydroperoxid,
die wasserlöslich
sind, oder einen Polymerisierungsinitiator zu verwenden, welcher
Umsetzung durch Oxidation-Reduktion bewirkt.
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Als
Emulgator, der bei der Herstellung des obigen Keims, Kerngummis
und der Schale verwendet werden kann, können ionische oder nicht-ionische
Emulgatoren wie das Kaliumsalz ungesättigter Fettsäure, das Kaliumsalz
ungesättigter Ölsäure, Natriumlaurylsulfat
(SLS) oder Natriumdodecylbenzolsulfonat (SDBS) verwendet werden.
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Der
erfindungsgemäße Schlagzähigkeitsmodifikator
wird abschließend
koaguliert, indem deionisiertes Wasser zu dem Latex hinzugefügt wird,
der oben hergestellt wurde, wodurch der Feststoffgehalt auf 10 Gewichts-%
verringert wird, und dann 10 Gewichts-% Calciumchloridlösung dort
hinzugegeben werden. Die Mischung wird gealtert, indem die Temperatur
auf 90°C
erhöht
wird, dann wird sie gekühlt,
mit deionisiertem Wasser gewaschen und filtriert, um einen Schlagzähigkeitsmodifikator
zu erhalten.
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Die
Erfindung wird weiter detaillierter, unter Bezugnahme auf die folgenden
Beispiele und Vergleichsbeispiele erklärt. Jedoch sollten diese Beispiele
nur als Veranschaulichung der vorliegenden Erfindung verstanden
werden, und die vorliegende Erfindung sollte nicht als durch diese
Beispiele begrenzt betrachtet werden.
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BEISPIELE
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Beispiel 1
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1) Reaktion der ersten Stufe (Keim-Polymerisierungsstufe)
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339,8
g deionisiertes Wasser wurden in einen Reaktor eingebracht und auf
70°C erwärmt. Wenn
die Temperatur des deionisierten Wassers 70°C erreicht hatte, wurden 49,85
g Butylacrylat, 0,05 g Allylmethacrylat, 0,10 g 1,3-Butandioldimethacrylat
und 16,59 g Stearinsäurekaliumsalz (Lösung mit
8 Gewichts-%) gleichzeitig dazu hinzugefügt. Ein Kern wurde polymerisiert,
indem 26,77 g Kaliumpersulfat (1 Gewichts-%) dort hinzugegeben wurden,
während
die Temperatur im Reaktor auf 70°C
gehalten wurde. Unter Verwendung eines "NICOMP", was eine Laserlichstreuungsvorrichtung
ist, wurde bestimmt, dass die Partikelgröße des polymerisierten Latex
85 nm ist.
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2) Reaktion der zweiten Stufe (Stufe der
Polymerisierung der ersten Kernschicht)
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Diese
Stufe dient der Polymerisierung einer ersten Kernschicht. 104,2
g deionisiertes Wasser, 224,48 g Butylacrylat, 0,175 g Allylmethacrylat,
0,35 g 1,3-Butandioldimethacrylat und 37,34 g Stearinsäurekaliumsalz (eine
Lösung
mit 8 Gewichts-%) wurden gemischt, um eine Pre-Emulsion herzustellen. Nachdem die stabilisierte
Pre-Emulsion hergestellt
war, wurde sie kontinuierlich, mit einer konstanten Fließgeschwindigkeit
eineinhalb Stunden lang in den Keim-Latex eingebracht, der in der
Umsetzung der ersten Stufe erzeugt wurde. Gleichzeitig wurden 74,67
g Kaliumpersulfat (1 Gewichts-%) eineinhalb Stunden lang dort hinzugefügt, wodurch
die Polymerisierung durchgeführt
wurde.
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3) Umsetzung der dritten Stufe (Stufe
der Polymerisierung der zweiten Kernschicht)
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Diese
Stufe dient der Polymerisierung einer zweiten Kernschicht, und sie
wurde ähnlich
wie obige Reaktion der zweiten Stufe durchgeführt. 104,2 g deionisiertes
Wasser, 224,18 g Butylacrylat, 0,275 g Allylmethacrylat, 0,55 g
1,3-Butandioldimethacrylat und 37,34 g Stearinsäurekaliumsalz (eine Lösung mit
8 Gewichts-%) wurden gemischt, um eine Pre-Emulsion herzustellen.
Nachdem die stabilisierte Pre-Emulsion hergestellt war, wurde sie
zu dem in der Reaktion der zweiten Stufe hergestellten Latex mit
einer konstanten Fließgeschwindigkeit
eineinhalb Stunden lang eingebracht. Gleichzeitig wurden 74,67 g
Kaliumpersulfat (eine Lösung
mit einem Gewichts-%) eineinhalb Stunden lang kontinuierlich dort
hinzugegeben, wodurch die Polymerisierung durchgeführt wurde.
Es wurde dann eine Stunde lang bei 70°C, der Reaktionstemperatur,
gealtert, um den Kernteil fertig zu stellen.
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4) Reaktion der vierten Stufe (Stufe der
Polymerisierung der Schale)
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Diese
Stufe dient der Polymerisierung eines Schalenteils auf dem Kernteil,
der in der dritten Stufe erzeugt wird. Zuerst wurde eine Pre-Emulsion
aus 197,5 g deionisiertem Wasser, 117,75 g Methylmethacrylat, 9,25
g Ethylacrylat und 13,8 g Stearinsäurekaliumsalz (eine Lösung mit
8 Gewichts-%) hergestellt. Die Pre-Emulsion wurde in den Latex obiger
dritter Stufe, gemeinsam mit 69,2 g Kaliumsulfat (eine Lösung mit
einem Gewichts-%) eine Stunde lang eingebracht, wodurch die Umsetzung
des Schalenteils durchgeführt
wurde. Während
die Temperatur in dem Reaktor auf 70°C gehalten wurde, wurde sie
ebenfalls eine Stunde lang gealtert, um die Polymerisierung abzuschließen. Die
Endgröße der polymerisierten
Partikel war 190 nm.
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Als
Vernetzungsmittel in den folgenden Beispielen und Vergleichsbeispielen
wurden, sofern nicht anderes erwähnt
wird, Allylmethacrylat und 1,3-Butandioldimethacrylat zusammen in
einem Verhältnis
von 1:2 verwendet.
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Beispiel 2
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Um
den Blähindex
zu steuern, wurde das Verhältnis
der in jeder Stufe eingebrachten Vernetzungsmittel geändert, während die
Gesamtmenge an Allylmethacrylat und 1,3-Butandioldimethacrylat, die während der Stufen
1 bis 3 eingebracht wurde, gleich der in Beispiel 1 gehalten wur de.
Abgesehen davon waren die Polymerisierungsrezeptur und das Beschickungsverfahren
die gleichen wie in Beispiel 1.
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Beispiel 3
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Um
den Blähindex
zu steuern, wurde die Gesamtmenge an Allylmethacrylat und 1,3-Butandioldimethacrylat,
die in den Stufen 1 bis 3 eingebracht wurde, im Vergleich zu der
von Beispiel 1 verdoppelt. Abgesehen davon waren die Polymerisierungsrezeptur
und das Beschickungsverfahren die gleichen wie in Beispiel 1.
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Beispiel 4
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Um
den Blähindex
zu steuern, wurde das Verhältnis
der Vernetzungsmittel, die in jeder Stufe eingebracht wurden, geändert, während die
Gesamtmenge an Allylmethacrylat und 1,3-Butandioldimethacrylat,
die während
der Stufen 1 bis 3 eingebracht wurde, gleich der von Beispiel 3
gehalten wurde. Abgesehen davon waren die Polymerisierungsrezeptur
und das Beschickungsverfahren die gleichen wie in Beispiel 1.
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Beispiel 5
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Um
den Blähindex
zu steuern, wurde die Gesamtmenge an Allylmethacrylat und 1,3-Butandioldimethacrylat,
die in den Stufen 1 bis 3 eingebracht wurde, im Vergleich zu der
von Beispiel 1 verdreifacht. Abgesehen davon waren die Polymerisierungsrezeptur
und das Beschickungsverfahren die gleichen wie in Beispiel 1.
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Beispiel 6
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Um
den Blähindex
zu steuern, wurde das Verhältnis
der Menge der Vernetzungsmittel zu der Menge der Monomere, die in
jeder Stufe eingebracht wurden, geändert, während die Gesamtmenge an Allylmethacrylat
und 1,3-Butandiol dimethacrylat, die während der Stufen 1 bis 3 eingebracht
wurde, gleich der von Beispiel 5 gehalten wurde. Abgesehen davon
waren die Polymerisierungsrezeptur und das Beschickungsverfahren
die gleichen wie in Beispiel 1.
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Die
Mengen der Vernetzungsmittel, die in obigen Beispielen 1 bis 6 verwendet
wurden, sind in Tabelle 1 unten gezeigt.
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Beispiel 7
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Polymerisierung
wurde unter den gleichen Reaktionsbedingungen wie in Beispiel 1
durchgeführt,
außer
dass Allylmethacrylat (AMA) alleine als Vernetzungsmittel verwendet
wurde.
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Beispiel 8
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Polymerisierung
wurde unter den gleichen Reaktionsbedingungen wie in Beispiel 1
durchgeführt,
außer
dass 1,3-Butandioldimethacrylat
alleine als Vernetzungsmittel verwendet wurde.
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Vergleichsbeispiele 1–5
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In
den Vergleichsbeispielen 1, 2, 3, 4 und 5 wurde die Polymerisierung
unter den gleichen Reaktionsbedingungen wie in den Beispielen 1,
3, 5, 7 beziehungsweise 8 durchgeführt, außer dass die Verhältnisse
der Menge an Vernetzungsmitteln zu der Menge der Monomere, die in
jeder der Stufen 1 bis 3 der Gummi-Polymerisierung eingebracht wurde,
gleich gehalten wurden. (Tabelle 1)
| Kategorie | Menge an
Vernetzungsmitteln (Gewichts-% basierend auf der Gesamtmenge der
Gummipartikel-Monomere) |
| Gesamtmenge | Stufe
1 | Stufe
2 | Stufe
3 |
| Beispiel | 1 | 0,3 | 0,03 | 0,105 | 0,165 |
| 2 | 0,3 | 0,06 | 0,120 | 0,120 |
| 3 | 0,6 | 0,06 | 0,210 | 0,330 |
| 4 | 0,6 | 0,12 | 0,240 | 0,240 |
| 5 | 0,9 | 0,09 | 0,315 | 0,495 |
| 6 | 0,9 | 0,18 | 0,360 | 0,360 |
| 7 | 0,3 | 0,03 | 0,105 | 0,165 |
| 8 | 0,3 | 0,03 | 0,105 | 0,165 |
| Vergleichsbeispiel | 1 | 0,3 | 0,03 | 0,135 | 0,135 |
| 2 | 0,6 | 0,06 | 0,270 | 0,270 |
| 3 | 0,9 | 0,09 | 0,405 | 0,405 |
| 4 | 0,3 | 0,03 | 0,105 | 0,165 |
| 5 | 0,3 | 0,03 | 0,105 | 0,165 |
-
Beispiel 9–16
-
Um
die Änderung
der Schlagzähigkeit
und des Blähindexes
entsprechend dem Verfahren der Einbringung von Monomeren in die
Gummi-Polymerisierungsstufen 2 bis 4 zu bestimmen, wurde die Pre-Emulsion
in jeder Stufe auf einmal dort hinzugefügt und polymerisiert. Die Beispiele
9, 10, 11, 12, 13, 14, 15 und 16 wurden identisch zu den Beispielen
1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 beziehungsweise 8 durchgeführt, außer dass die Pre-Emulsion in
jeder Stufe dort auf einmal eingebracht wurde.
-
Vergleichsbeispiele 6–10
-
In
den Vergleichsbeispielen 6, 7, 8, 9 und 10 wurde Polymerisierung
unter den gleichen Reaktionsbedingungen wie in den Beispielen 9,
11, 13, 15 beziehungsweise 16 durchgeführt, außer dass die Verhältnisse der
Menge von Vernetzungsmitteln zur Menge von Monomeren, die in jeder
der Stufen 1 bis 3 der Gummi-Polymerisierung eingebracht wurden,
gleich gehalten wurden.
-
Experimentelle Beispiele
-
(Bestimmung des Blähindexes)
-
Die
Ergebnisse der Polymerisierung der Beispiele 1 bis 16 und der Blähindex eines
jeden polymerisierten Latex sind in Tabelle 2 gezeigt. Der Blähindex des
polymerisierten Latex wurde mit trockenem Pulver bestimmt, das aus
dem sequenziellen Prozess des Koagulierens des Latex, Isolieren
des nassen Pulvers und Trocknen erhalten wurde.
-
Jeder
Latex der Beispiele 1 bis 16 wurde mit deionisiertem Wasser, um
den Feststoffgehalt des polymerisierten Latex auf 10 Gewichts-%
zu verringern, und auf einmal mit 4 Gewichtsteilen Calciumchloridlösung (eine
Lösung
mit 10 Gewichts-%) versetzt, um zu koagulieren. Die Mischung wurde
auf 90°C
erwärmt
und 10 Minuten lang gealtert und dann gekühlt. Sie wurde zwei oder drei
Mal mit deionisiertem Wasser gewaschen, um wasserlösliche Rückstände herauszuwaschen,
und filtriert, um einen Schlagzähigkeitsmodifikator
zu ergeben. Der Schlagzähigkeitsmodifikator
wurde in einem Wirbelschicht-Trockner ("FBD", "Fluidized Bed Dryer") bei 85°C zwei Stunden
lang getrocknet, um einen abschließenden Schlagzähigkeitsmodifikator
in Form eines trockenen Pulvers zu ergeben.
-
Die
Bestimmung des Blähindexes
wurde in Aceton-Lösemittel
durchgeführt
und 4 g des Schlagzähigkeitsmodifikators
wurden in Aceton (130 g) 50 Stunden lang gequollen. Der Gelteil,
der mit Aceton gequollen war, wurde mittels 2 Stunden langem Zentrifugieren
bei 0°C
mit 16.000 UpM erhalten, und seine Masse (A) wurde bestimmt. Dann,
nachdem das Aceton vollständig
abgedampft war, wurde die Masse des reinen Schlagzähigkeitsmodifikator-Gels
(B) bestimmt und der Blähindex
(= A/B) wurde auf diese Weise berechnet.
-
(Evaluierung der physikalischen Eigenschaften
des Schlazähigkeitsmodifikators)
-
Um
die physikalischen Eigenschaften der Schlagzähigkeitsmodifikatoren zu evaluieren,
wurden 100 pbw Poly(vinylchlorid) (PVC; "LG Chemical", Produkt "LS-100", Polymerisierungsindex = 1000), 4,0
pbw thermischer Stabilisator (DLP), 0,9 pbw Calcium-Stearat (Ca-St),
1,36 pbw Polyethylenwachs ("PE
Wax"), 1,0 pbw einer
Verarbeitungshilfe ("LG
Chemical", Produkt "PA-821"), 5,0 pbw CaCO3 und 4,0 pbw TiO2 bei
Raumtemperatur in einen Mischer eingebracht und mit 1000 UpM gemischt,
während
auf 115°C
erwärmt
wurde. Wenn die Temperatur 115°C
erreichte, wurde die Mischgeschwindigkeit auf 400 UpM verringert
und der Mischer wurde dann auf 40°C
gekühlt,
um eine Vormischung fertig zu stellen.
-
7
pbw der gewünschten
Schlagzähigkeitsmodifikatoren
wurden entsprechend zu Teilen der Vormischung hinzugegeben und sie
wurden dann mittels einem 2-Walzenkalander bei 190°C 7 Minuten
lang gewalzt, um 0,6 mm dicke Platten herzustellen. Die Platten
wurden auf eine Größe von 150
mm × 200
mm geschnitten und dann wurden sie auf eine Form von 3 mm × 170 × 220 mm
geschichtet, wobei ihre Walzrichtungen konstant gehalten wurden.
Sie wurden 8 Minuten lang mit einer 190°C warmen Heißpresse (0,5 kg) vorgeheizt
und dann 3 Minuten lang gekühlt
(10 kg), um Proben herzustellen, die eine Dicke von 3 mm besitzen.
-
Die
oben erzeugten Proben wurden vorsichtig gemäß den ASTM-D-256-Standards
eingeschnitten, um Schlagkerben bereitzustellen, von welchen die
Izod-Schlagzähigkeiten
bestimmt wurden. Die Ergebnisse der Schlagzähigkeiten der in den Beispielen
1 bis 16 und den Vergleichsbeispielen 1 bis 10 erhaltenen Schlagzähigkeitsmodifikatoren,
werden in Tabelle 2 unten gezeigt. (Tabelle 2)
| Kategorie | Blähindex | Izod-Schlagzähigkeit
(kgcm/cm) |
| Beispiel | 1 | 5,8 | 38,4 |
| 2 | 5,4 | 36,9 |
| 3 | 4,8 | 34,2 |
| 4 | 4,5 | 33,0 |
| 5 | 3,9 | 30,0 |
| 6 | 3,7 | 29,1 |
| 7 | 5,7 | 37,5 |
| 8 | 6,0 | 40,8 |
| 9 | 5,9 | 40,2 |
| 10 | 5,7 | 37,5 |
| 11 | 5,0 | 35,3 |
| 12 | 4,9 | 34,0 |
| 13 | 4,0 | 30,6 |
| 14 | 3,8 | 29,7 |
| 15 | 5,9 | 40,4 |
| 16 | 6,1 | 41,4 |
| Vergleichsbeispiel | 1 | 3,5 | 27,5 |
| 2 | 3,1 | 25,8 |
| 3 | 2,8 | 24,3 |
| 4 | 3,3 | 26,7 |
| 5 | 3,7 | 28,5 |
| 6 | 3,6 | 28,0 |
| 7 | 3,3 | 26,9 |
| 8 | 3,1 | 26,0 |
| 9 | 3,5 | 27,9 |
| 10 | 3,7 | 28,8 |
-
Wie
in obiger Tabelle 2 gezeigt, wenn die Polymerisierung durchgeführt wurde
mit einem unterschiedlichen Verhältnis
der Menge an Vernetzungsmitteln zu der Menge an Monome ren, die in
jeder Stufe eingespeist werden, das heißt, dass der Grad der Vernetzung
von Gummi-Schichten entsprechend der Stufen variierte, war der Blähindex erhöht und die
Schlagfestigkeit weit überlegen
im Vergleich zu jenen mit einem gleichmäßigen Vernetzungsgrad. Wenn
die Menge an Vernetzungsmitteln in den Gummi-Partikeln verringert
war, war auch der Blähindex
erhöht
und die Schlagzähigkeit
verbessert.
-
Zusätzlich,
wie in den Beispielen 7, 8, 15 und 16 von Tabelle 2 gezeigt, wurde
sogar dann, wenn entweder AMA oder BDMA einzeln als Vernetzungsmittel
verwendet wurden, exzellente Schlagzähigkeit erhalten im Vergleich
zu den, Fällen,
die einen gleichmäßigen Vernetzungsgrad
besitzen. In Beispiel 9 wurde die Pre-Emulsion in den Polymerisierungsstufen
2 bis 4 von Beispiel 1 auf einmal eingebracht, und in Vergleichsbeispiel
6 wurde die Pre-Emulsion
in den Polymerisierungsstufen 2 bis 4 von Vergleichsbeispiel 1 einmalig
eingebracht. Das heißt,
dass Beispiel 9 und Vergleichsbeispiel 6 demonstrieren, dass das
Variieren des Vernetzungsgrads von Schicht zu Schicht in dem Gummi
eher in höheren
Blähindizes
resultiert als dass sie einen gleichmäßigen Vernetzungsgrad besitzen,
sobald die Gesamtmenge des Vernetzungsmittels konstant ist, und die
höheren
Blähindizes
führen
zu der überlegenen
Schlagfestigkeit.
-
Beispiele 17–21
-
Die
Polymerisierung wurde mit den Monomeren durchgeführt, die bei den Gummi-Polymerisierungsstufen
2 und 3 verwendet wurden, und die Schalen-Polymerisierung wurde
geändert.
Das heißt,
dass 50 Gewichts-% BA durch unterschiedliche Monomere in den Stufen
2 und 3 ersetzt und polymerisiert wurden. Die Polymerisierung der
Schale wurde durchgeführt,
indem 10 Gewichts-% MMA durch unterschied liche Monomere ersetzt
wurden. Ansonsten waren die Polymerisierungsrezepturen und das Einbringungsverfahren
die gleichen, wie in Beispiel 9.
-
Vergleichsbeispiele 11–15
-
In
den Vergleichsbeispielen 11 bis 15 wurde die Polymerisierung unter
den gleichen Reaktionsbedingungen durchgeführt, wie sie in den Beispielen
17 bis 21 verwendet wurden, aber um den Vernetzungsgrad über das
gesamte Gummi gleichmäßig zu machen,
wurden die Verhältnisse
der Menge an Vernetzungsmitteln zu der Menge von Monomeren, die
in jeder der Stufen 1 bis 3 der Gummi-Polymerisierung eingebracht
wurden, gleich gehalten.
-
Die
Ergebnisse der Polymerisierung und die Monomere in den Polymerisierungsstufen
in den Beispielen 17 bis 21 und den Vergleichsbeispielen 11 bis
15 werden in Tabelle 3 zusammengefasst. (Tabelle 3)
| Kategorie | Monomere | Blähindex | Izod-Schlagzähigkeit (kgcm/cm) |
| | | Stufen
2 & 3 | Stufe
4 | | |
| Bsp. | 17 | Butylacrylat | Methylmethacrylat & Butylacrylat | 5,9 | 39,4 |
| 18 | Butylacrylat | Methylmethacrylat | 5,5 | 37,1 |
| 19 | Butylacrylat & 2-Ethylhexylacrylat | Methylmethacrylat & Ethylacrylat | 6,0 | 41,3 |
| 20 | Butylacrylat & 2-Ethylhexylacrylat | Methylmethacrylat & Butylacrylat | 6,2 | 41,5 |
| 21 | Butylacrylat & 2-Ethylhexylacrylat | Methylmethacrylat | 5,8 | 40,9 |
| Verglei chs-Bsp. | 11 | Butylacrylat | Methylmethacrylat & Butylacrylat | 3,5 | 27,4 |
| 12 | Butylacrylat | Methylmethacrylat | 3,3 | 27,0 |
| 13 | Butylacrylat & 2-Ethylhexylacrylat | Methylmethacrylat & Ethylacrylat | 3,7 | 28,3 |
| 14 | Butylacrylat & 2-Ethylhexylacrylat | Methylmethacrylat & Butylacrylat | 3,8 | 29,1 |
| 15 | Butylacrylat & 2-Ethylhexylacrylat | Methylmethacrylat | 3,5 | 27,5 |
-
Beispiele 22–27
-
In
den Beispielen 22 bis 27, waren außer, dass der bei der Gummi-Polymerisierungsstufe
verwendete Initiator in Butylhydroperoxid (TBHP) geändert wurde,
die Polymerisierungsrezeptur und das Einbringungsverfahren die gleichen
wie in den Beispielen 9 bis 14.
-
Vergleichsbeispiele 16–21
-
In
den Vergleichsbeispielen 16 bis 21 wurde die Polymerisierung unter
den gleichen Reaktionsbedingungen wie in den Beispielen 22 bis 27
durchgeführt,
aber um den Vernetzungsgrad gleichmäßig über das gesamte Gummi zu machen,
wurden die Verhältnisse
der Vernetzungsmittel zu der Menge an Monomeren, die in jeder der
Stufen 1 bis 3 der Gummi-Polymerisierung eingebracht wurden, gleich
gehalten. (Tabelle 4)
| Kategorie | Blähindex | Izod-Schlagzähigkeit
(kgcm/cm) |
| Bsp. | 22 | 5,5 | 37,0 |
| 23 | 5,2 | 36,4 |
| 24 | 4,8 | 34,2 |
| 25 | 4,3 | 32,3 |
| 26 | 3,9 | 30,0 |
| 27 | 3,8 | 29,6 |
| Vergleichs-Bsp. | 16 | 3,0 | 25,7 |
| 17 | 2,9 | 24,9 |
| 18 | 2,6 | 23,5 |
| 19 | 2,4 | 22,4 |
| 20 | 2,3 | 21,9 |
| 21 | 2,0 | 18,8 |
-
Wie
in den Beispielen 22 bis 27 gezeigt, waren, sogar wenn TBHP als
Initiator verwendet wurde, die Blähindizes mit variierten Vernetzungsgraden
in dem Gummi höher
als mit gleichmäßigem Vernetzungsgrad über die
gesamten Gummikerne, sobald die Menge des Vernetzungsmittels konstant
war, und die höheren
Blähindizes
führten
zu der überlegenen
Schlagzähigkeit.
(Vergleichsbeispiele 16 bis 21)
-
Beispiele 28–33
-
Die
Beispiele 28 bis 33 zeigen Polymerisierung, worin die Gummi-Polymerisierung
mittels zweier Stufen durchgeführt
wird, einschließlich
Keim-Polymerisierung. Die Menge der Vernetzungsmittel, die in jeder Gummi-Polymerisierungsstufe
eingebracht werden, ist in Tabelle 5 zusammengefasst. Die Polymerisierungsrezeptur
und das Einbringungsverfahren waren die gleichen, wie in den Beispielen
2, 4, 6, 10, 12 beziehungsweise 14.
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Vergleichsbeispiele 22–27
-
In
den Vergleichsbeispielen 22 bis 27 wurde die Polymerisierung unter
den gleichen Reaktionsbedingungen wie in den Beispielen 28 bis 33
durchgeführt,
aber um den Vernetzungsgrad gleichmäßig über das gesamte Gummi zu machen,
wurden die Verhältnisse
der Menge an Vernetzungsmitteln zu der Menge an Monomeren, die in
jeder Stufe der Gummi-Polymerisierung eingebracht wurden, gleich
gehalten.
-
Die
Izod-Schlagzähigkeit
der in den obigen Beispielen 28–33
und den Vergleichsbeispielen 22–27
hergestellten Schlagzähigkeitsmodifikatoren
ist in Tabelle 5 unten gezeigt. (Tabelle 5)
| Kategorie | Menge an
Vernetzungsmitteln Gewichts-%, basierend auf der Gesamtmenge der
Gummipartikel-Monomere) | Blähindex | Izod-Schlagzähigkeit (kgcm/cm) |
| Gesamtmenge | Stufe
1 | Stufe
2 |
| Bsp. | 28 | 0,3 | 0,06 | 0,24 | 5,1 | 35,6 |
| 29 | 0,6 | 0,12 | 0,48 | 4,1 | 31,2 |
| 30 | 0,9 | 0,18 | 0,06 | 3,4 | 27,2 |
| 31 | 0,3 | 0,06 | 0,24 | 5,2 | 36,0 |
| 32 | 0,6 | 0,12 | 0,48 | 4,3 | 32,8 |
| 33 | 0,9 | 0,18 | 0,72 | 3,6 | 28,1 |
| Vergleichs-Bsp. | 22 | 0,3 | 0,03 | 0,27 | 3,2 | 26,5 |
| 23 | 0,6 | 0,06 | 0,54 | 2,8 | 24,0 |
| 24 | 0,9 | 0,09 | 0,81 | 2,5 | 23,0 |
| 25 | 0,3 | 0,03 | 0,27 | 3,3 | 26,5 |
| 26 | 0,6 | 0,06 | 0,54 | 3,0 | 25,6 |
| 97 | 0,9 | 0,09 | 0,81 | 2,7 | 23,9 |
-
Wie
in Tabelle 5 gezeigt, wurden, sogar wenn die Gummi-Polymerisierung statt
mit zwei Stufen mit drei Stufen durchgeführt wurde, umso höhere Blähindizes
erhalten, wenn der Vernetzungsgrad in jeder Gummi-Schicht variiert
wurde, was zu einer weit überlegenen
Schlagzähigkeit
des Schlagzähigkeitsmodifikators gegenüber jenen
führte,
welche den gleichmäßigen Vernetzungsgrad über die
gesamten Gummipartikelkerne (Vergleichsbeispiele 22 bis 27) besitzen.
Die gleiche Beziehung zwischen dem Vernetzungsgrad, Blähindex und
Schlagzähigkeit
gilt auch in den Fällen
mit erhöhter
Gesamtmenge an Vernetzungsmittel. Als Ergebnis wurde der Blähindex von
Gummipartikeln durch die Durchführung
einer mehrstufigen Gummi-Polymerisierung gesteuert, so dass der
Vernetzungsgrad des Kerngummis einschließlich des Keims wenigstens
zwei Werte besitzt, was dadurch die Herstellung eines Schlagzähigkeitsmodifikators
mit verbesserter Schlagzähigkeit
im Vergleich zu Schlagzähigkeitsmodifikatoren
ermöglicht,
die Gummipartikel umfassen, welche einen gleichmäßigen Vernetzungsgrad über das
gesamte Gummi besitzen.
-
Der
Acryl-Schlagzähigkeitsmodifikator,
der exzellente Schlagzähigkeit
gewährt,
wurde durch Verwendung einer mehrstufigen Polymerisierung erfunden,
in welcher der Blähindex
der Gummipartikel wurde durch Änderung
des Vernetzungsgrads von Stufe zu Stufe gesteuert. Das Poly(vinylchlorid),
welches den erfindungsgemäßen Schlagzähigkeitsmodifikator
umfasst, hat gute Witterungsbeständigkeit,
wie auch exzellente Schlagzähigkeit.