DE60316382T2 - Knöpfe die zusammen mit ihrem Gewebetrager färbbar sind - Google Patents
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Description
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Knöpfen, welche mit den Textilien gefärbt werden können, auf welche sie genäht werden.
- Es ist bekannt, dass es eines der größten Probleme hinsichtlich einfarbiger Konfektionskleidung ist, dass diese nach deren Herstellung mit Rohtextilien in Färbefabriken gesendet werden müssen, um mit den erforderlichen Farben gefärbt zu werden, und dass diese zu den Herstellungsabteilungen zurückkommen müssen, so dass die Knöpfe angenäht werden können.
- Diese Bedürfnisse erfordern die Anwesenheit bzw. das Vorliegen von Personen und von Transportmitteln, längere Arbeitszeiten, Erhöhung der Zeiten und der Produktionskosten, um das Material vorzubereiten, den Transport der hergestellten Rohbekleidungsstücke zu den Färbefabriken und von diesen weg für die Fertigstellung und das Annähen der Knöpfe.
-
A. D. 1911 offenbart einen Pergamentknopf, welcher mit der Textilie gefärbt werden kann, auf welche er genäht ist, wobei dies durch Vereinigung einiger Bahnen von Pergament, Prägen bzw. Stanzen der resultierenden Bahn in Scheiben, welche gepresst und gebohrt werden, um den gewünschten fertig gestellten Knopf zu erhalten, erhalten wird. Es wird kein Hinweis zur Verbesserung der Eigenschaften des Pergamentpapiers zur Aufnahme und zum Halten des Färbemittels gegeben.GB 28297 - Aufgaben der vorliegenden Erfindung sind es, die vorstehend genannten Nachteile zu überwinden und die Fähigkeit des Knopfes zur Aufnahme und zum Halten des Färbemittels zu verbessern. Die Erfindung löst die vorstehenden Aufgaben durch ein Verfahren nach Anspruch 1. Die Knöpfe, welche durch das Verfahren gemäß der Erfindung erhalten werden, sind aus einem Material hergestellt, welches Eigenschaften ähnlich zu denen der Textilien sind; die Rohknöpfe, welche nicht gefärbt sind, werden auf Bekleidungsstücke an dem Ende von deren Herstellung mit Rohtextilien genäht; die Rohbekleidungsstücke, vervollständigt mit den Rohknöpfen, werden zu den Färbefabriken gesendet und dem gleichzeitigen Färben mit der Behandlung der Textilien unterzogen, welchem diese üblicherweise unterzogen werden.
- Die durch die vorliegende Erfindung erhaltenen Vorteile bestehen im Wesentlichen in der Tatsache, dass die ähnlichen pflanzlichen Materialien, aus denen die Textilien und entsprechenden Knöpfe hergestellt sind, das gleichzeitige Färben ermöglichen, wodurch ein gleichmäßiges Färben sowohl für Art, Farbnuance, Intensität, Konsistenz und Haltbarkeit sichergestellt werden kann.
- Die Erfindung wird nachfolgend im Detail in Übereinstimmung mit Beispielen beschrieben, welche den Ablauf zum Erhalten mehrerer Knöpfe und deren Einfärben zur gleichen Zeit mit den Textilien zeigt, und welche nur im Wege eines nicht beschränkenden Beispieles gegeben werden.
- Die Pflanzenfaserpulpe wird unter Druck (bei etwa 1800 bis 2500 kg/cm2 in Abhängigkeit von den mechanischen Eigenschaften und von der Dicke der herzustellenden Knöpfe) behandelt, um einschichtige oder mehrschichtige Platten mit unterschiedlichen Dicken und geeigneten physikalischen Eigenschaften zu erhalten, um die erforderliche Widerstandsfähigkeit und mechanische Bearbeitbarkeit der Knöpfe sicherzustellen.
- Die gepressten Pflanzenfaserpulpe-Platten, insbesondere die gepressten Platten, welche durch Cellulosefasern (weiße faserige Polysaccharidkomponente des zellularen Teils der Pflanzen) werden dann zumindest einer gezielten Reinigungsbehandlung unterzogen, um die darin enthaltenen natürlichen Abfallprodukte zu entfernen.
- Diese Behandlungen zielen darauf ab, äußerste Reinheit des Materials zu erhalten.
- Eine der Reinigungsbehandlungen besteht aus:
- – Legen der Pflanzenfaserpulpe-Platten in eine Lösung mit einem 1/5- bis 1/10-Verhältnis von Wasser mit pH 5,5 bis 9 und Detergenz in einem 3 bis 8 ccm/l-Verhältnis von Wasser bei der Temperatur von 40 bis 60°C für eine variable Zeit von etwa 0,5 bis 1,5 Stunden,
- – Ausführen des ersten Spülens bei Bewegung bei etwa 70 bis 100°C für eine variable Zeit von etwa 5 bis 15 Minuten in einer wässrigen Lösung mit 3 bis 9 gr/l von Detergenz,
- – Ausführen eines zweiten Spulens nur in Wasser.
- Als ein nicht beschränkendes Beispiel sind die physikalischen Eigenschaften, die auf den gepressten Pflanzenfaserpulpe-Platten erhalten werden, die dem vorste hend genannten Reinigungsvorgang unterzogen werden, die folgenden: Dichte: 0,8 bis 1,8 g/cm3, Wasserabsorption 3 bis 22%, Feuchtigkeitskoeffizient 5 = 12%, Kompressionsbeständigkeit 137,29 bis 294,19 MPa (14 bis 30 kgF/mm2), Biegebeständigkeit 127,48 bis 147,09 MPa (12 bis 25 Jgf.mm2), Stoßbeständigkeit 294,19 bis 490,33 N (30 bis 50 kgFcm/cm), Elastizitätsmodul etwa (29,42 bis 78,45) E + 01 × 04 (3 bis 8 × 10,4 kgF/cm2), Härte 70 bis 120 Rockwell.
- Durch Bearbeitungen mittels Laserschneiden werden einige Scheiben oder Ringscheiben der erforderlichen Größen erhalten und dann gedreht und/oder maschinenbearbeitet mit den üblichen Techniken, um Knöpfe mit den erforderlichen Größen, Formen und Durchgangsöffnungen für die Nähgarne zu erhalten. Die fertig gestellten Knöpfe werden dann einem Fertigstellungsverfahren mit einer zweiten und gleichmäßigen Oberflächenreinigung unterzogen, um für das Färben vorbereitet zu werden, welches besteht aus:
- – einem wässrigen Lösungsbad von etwa 40 bis 60 g/l von Natronlauge (Ätznatron) oder einem ähnlichen Produkt, a 1,62 bis 1,45 kg/dm3; 30 bis 45° Baume für eine variable Zeit von etwa 1,5 bis 3,0 Stunden,
- – ein erstes warmes Spülen,
- – eine Neutralisierungsbehandlung für eine variable Zeit von etwa 10 bis 30 Minuten mit 2 bis 10 ccm/l von Eisessig (Glacial Acid) bei 30 bis 60°C,
- – ein zweites warmes Spülen,
- – ein kaltes Spülen mit Zentrifugation,
- – Trocknen in einem Konvektionsofen.
- Die bearbeiteten Knöpfe, die aus vollständig gereinigter Cellulosepulpe hergestellt sind, sind im Wesentlichen weiß oder weiß/elfenbeinfarben und haben innere Eigenschaften entsprechend der weißen oder weiß/elfenbeinfarbenen Farbe und entsprechen den inneren der rohen Leinen- und/oder Baumwollgarne für die Herstellung von Textilien, welche insbesondere zur Ausbildung von einfarbigen Bekleidungsstücken verwendet werden.
- Die entsprechenden pflanzlichen Faserknöpfe, die durch das vorstehend genannte Verfahren erhalten werden, werden auf die rohen Bekleidungsstücke genäht, wodurch ähnliche und homogene Textil-/Knopf-Kombinationen erhalten werden, welche einem gleichzeitigen Färben unterzogen werden, dies in den gleichen Bädern mit den gleichen Verfahren, Reihenfolgen und Behandlungszeiten, welche bisher für die Textilien ohne Knöpfe angewandt wurden.
- Die Färbungen, welche auf den Knöpfen mit jedem Färbebad oder jeder einfarbigen Farbnuancierung erhalten werden, sind vollkommen identisch zu denen, welche auf den Textilien erhalten werden, auf welche die Knöpfe zu nähen sind.
- Obwohl die vorliegende Erfindung in Übereinstimmung mit Verfahren und Behandlungen beschrieben wurde, welche lediglich im Wege eines nicht beschränkenden Beispiels gegeben wurden, ist es klar, dass vielfältige Änderungen an den Zusammensetzungen, Verfahrensreihenfolgen, Behandlungen und Kombinationen der Methoden, Klärungs- und Neutralisierungsprodukte durch Fachleute ausgeführt werden können, ohne von dem Zweck und dem Schutzbereich abzuweichen.
Claims (5)
- Verfahren zur Herstellung von Knöpfen, umfassend die Schritte: – Behandeln einer Pulpe von Cellulosefasern unter Druck, um eine Einzel- oder Mehrschichtplatte zu erhalten; – Unterziehen der Platte einer ersten Reinigungsbehandlung, um die darin enthaltenen natürlichen Verunreinigungen zu entfernen; – Ausbilden von Scheiben oder Ringscheiben aus den Platten durch Laserschneiden; – Bearbeiten der Scheiben oder Ringscheiben, um Knöpfe mit den erforderlichen Größen, Formen und Durchgangsöffnungen für das Vernähen von Garnen zu erhalten; – Unterziehen der Knöpfe einer Abschlussverarbeitung umfassend ein zweites Reinigen, um die Knöpfe dahingehend vorzubereiten, zusammen mit dem Stoff gefärbt zu werden, an welchen diese genäht werden.
- Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Reinigungsbehandlung umfasst: – Legen der Pflanzenfaserpulpe-Platten in eine Lösung mit einem 1/5–1/10-Verhältnis von Wasser mit pH 5,5–9 und einer Detergenz in einem 3–8 ccm/l-Verhältnis von Wasser bei der Temperatur von 40–60°C für eine variable Zeit von etwa 0,5–1,5 Stunden, – Ausführen eines ersten Spulens in Bewegung bei etwa 70–100°C für eine variable Zeit von etwa 5–15 Minuten in einer wässrigen Lösung mit 3–9 gr/l von Detergenz, – Ausführen eines zweiten Spulens nur in Wasser.
- Verfahren gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass nach der ersten Reinigungsbehandlung die gepressten Pflanzenfaserpulpe-Platten die folgenden Eigenschaften zeigen: Dichte: 0,8–1,8 g/cm3, Elastizitätsmodul etwa (29,42-78,45) E + 01 × 104 (3 – 8 × 10,4 kgF/cm2), Härte 70–120 Rockwell.
- Verfahren gemäß Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Reinigungsbehandlung ein Unterziehen der Knöpfe wie folgt umfasst: – ein Bad in wässriger Lösung von etwa 40–60 g/l von Natronlauge, 1,62–1,45 kg/dm3 (30–45° Baumè) für eine variable Zeit von etwa 1,5–3,0 Stunden, – ein erstes warmes Spülen, – eine erste Neutralisierungsbehandlung für eine variable Zeit von etwa 10–30 Minuten mit 2–10 ccm/l von Eisessig mit 30–60°C, – ein zweites warmes Spülen, – ein kaltes Spülen mit Zentrifugation, – Trocknen in einem Konvektionsofen.
- Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzel- oder Mehrschichtplatte durch Behandeln einer Pulpe von Cellulosefasern unter einem Druck von etwa 1800–2500 kg/cm2 erhalten wird.
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