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GEBIET DER ERFINDUNG
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Das
Gebiet der Erfindung ist das Drucken von Bildern.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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In
dem Maße,
wie durch Laserdrucker erzeugte Drucke sich der Bildqualität des traditionellen fotografischen
Druckens annähern,
haben diese einen zunehmenden Anteil des Markts der fotografischen
Abzüge übernommen.
Traditionelle fotografische Abzüge
sind mit verschiedenen Graden an Glanz, typischerweise glänzend, halbglänzend und matt,
verfügbar,
wobei jeweils eine unterschiedliche Papierqualität verwendet wird.
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Das
Verwenden unterschiedlicher Papierqualitäten, um unterschiedliche Grade
an Glanz zu erzielen, in einem Laserdrucker ist nicht so einfach, da
Toner mit wünschenswerten
Eigenschaften, beispielsweise Dauerhaftigkeit, ihrerseits eine glänzende Oberfläche, sogar
auf mattem Papier, erzeugen können
(oder umgekehrt). Die PCT-Veröffentlichung
WO 01/56806 , deren Offenbarung
in diese Unterlagen durch Bezugnahme aufgenommen wird, beschreibt
eine Möglichkeit,
um jenes Problem zu überwinden,
indem eine Tonerschicht verwendet wird, die verglichen mit der Rauhheit
des Papiers oder eines anderen Druckmediums dünn ist, so dass sie den gleichen
Glanz wie das darunterliegende Papier erwirbt. In einem jeden Falle
verfügen
preiswerte Drucker im Allgemeinen nicht über mehrere Einzugskörbe, zwischen
welchen der Drucker automatisch wählen kann. So würde das
Herstellen von Drucken mit unterschiedlichen Graden an Glanz durch
Verwendung von unterschiedlichen Papierqualitäten erfordern, zwei oder drei
unterschiedliche Papierqualitäten
bei der Hand zu haben und das gewünschte Papier für jeden
Druck mit der Hand oder maschinell einzuführen.
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Van
Goethem et al. beschreiben in dem
U.S.-Patent
6,101,345 das Variieren des Glanzes von Bildern, die durch
einen Laserdrucker gedruckt werden, indem die Fixiertemperatur variiert
wird oder indem die Geschwindigkeit, mit welcher das Papier die
Fixiervorrichtung durchläuft,
variiert wird.
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Bengtson
beschreibt im
U.S.-Patent 6,438,336 das
Erzielen einer Mehrzahl von Glanzgraden auf einem einzelnen Bild,
beispielsweise indem das Papier für jeden Glanzgrad einmal durch den
Drucker hindurchgeführt
wird und bei jedem Durchlauf die Fixiertemperatur variiert wird.
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Mehrere
Patente beschreiben Weisen, um gleichförmige Glanzgrade auf einem
Bild zu erzielen, wenn der Toner glänzend ist, aber einige Teile
des Bildes keinen Toner aufweisen. Laminierung ist eine Option,
ist aber bei preiswerten Druckern nicht praktikabel. Eine andere
Option, die von
WO 01/56806 beschrieben
wird, besteht darin, einen transparenten Toner mit dem gleichen
Glanz wie der aktuelle Toner auf jene Teile des Bilds, denen Toner
fehlt, aufzutragen. Alternativ kann eine solche glänzende Beschichtung
auf die gesamte Seite als eine Grundierung aufgetragen werden, bevor
das Bild gedruckt wird, oder als eine Deckschicht. Solche glänzenden Deckschichten
und Grundierungen sind nützlich,
um das gesamte Bild gleichförmig
glänzend
zu machen unabhängig
davon, ob der Toner glänzend
ist oder nicht. Sie sind aber nicht nützlich, wenn ein gleichförmig mattes
Bild gewünscht
wird und der Toner glänzend
ist und/oder das Papier glänzend
ist.
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JP 20002352847 offenbart
ein glanzloses nasses Entwicklungsmittel für das Drucken durch Elektrophotographie,
bestehend aus einem anorganischen matten ungefärbten Pigment, welches in einem
elektrisch isolierenden Dispersionsmedium dispergiert ist.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Ein
Aspekt einer Ausführungsform
der Erfindung betrifft Toner, die im Wesentlichen farblos sind, die
aber eine matte Oberflächenbeschaffenheit
erzeugen, wenn sie über
einen anderen Toner oder eine Tinte oder ein Druckmedium, welche
ansonsten eine glänzende
Oberbeschaffenheit aufweisen würden,
gedruckt werden. Gegebenenfalls ist dieser farblose „Toner" geeignet für eine Verwendung
in bestehenden Druckern, wie Flüssig-Toner-Laserdruckern
und dergleichen. Solche Drucker verwenden oftmals vier Farben von
Toner, cyan, gelb, magenta und schwarz (bezeichnet als „CYMK"), für das Drucken
von Farbbildern, sie können
aber ein oder zwei zusätzliche(s)
Reservoir(e), das bzw. die für
zusätzliche
Toner oder Deckschichten zur Verfügung steht bzw. stehen, aufweisen.
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Wenn
der matte „Toner" in einem dieser
zusätzlichen
Reservoire verwendet wird, dann kann der Drucker entweder matte
oder glänzende
Drucke bei Verwendung desselben Druckmediums für beide drucken, sogar wenn
das Druckmedium oder der gefärbte
Toner ihrerseits eine glänzende
Oberflächenbeschaffenheit
aufweisen würden,
beispielsweise da das Papier, auf welches das Bild gedruckt wird,
glänzend
ist und der Toneraufdruck dünn
ist.
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In
dem Falle eines digitalen Druckers steht die Wahl einer matten oder
glänzenden
Oberflächenbeschaffenheit
gegebenenfalls vollständig
unter der Kontrolle einer Software, welche spezifiziert, ob das Bild
mit dem farblosen matten Toner überdruckt
wird oder nicht. Der matte Toner wird einfach in eines der Reservoire
gegeben und die gewünschten
Optionen werden zu der Software, welche den Druck steuert, hinzugefügt. Darüber hinaus
können,
indem der matte Toner nur auf einige Pixel aufgetragen wird, viele unterschiedliche
Grade von dazwischen liegender (halbglänzender) Oberflächenbeschaffenheit
erzielt werden und verschiedenen Regionen des Bilds können unterschiedliche
Grade an Glanz verliehen werden, beispielsweise um bestimmte Teile
des Bilds hervorzuheben.
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Ein
sogar noch größeres Spektrum
von Glanz wird gegebenenfalls erzielt, wenn ein farbloser Toner,
der eine extra glänzende
Oberflächenbeschaffenheit
bereitstellt, welche glänzender
ist als jene, die der gefärbte
Toner und das Druckmedium ihrerseits haben würden, auf einen Teil des Bilds
gedruckt wird. Diese Wirkungen werden gegebenenfalls auch bei Schwarz-Weiß-Bildern
bei Verwendung von nur schwarzem Toner, einem farblosen matten Toner
und gegebenenfalls einem farblosen glänzenden Toner erzielt.
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Gegebenenfalls
wird, anstelle von oder zusätzlich
zu einem Auftragen des farblosen matten Toners als eine Deckschicht über dem
farbigen Toner, der farblose matte Toner als eine Grundierung direkt auf
das Druckmedium aufgetragen und der farbige Toner wird über dem
matten Toner aufgetragen. Wenn der farbige Toner in einer ausreichend
dünnen Schicht
aufgetragen wird, dann werden die Glanzeigenschaften der Oberfläche des
farbigen Toners ähnlich
sein zu den Glanzeigenschaften der Grundierung. Dieses Verfahren
ermöglicht
es auch, sowohl matte als auch glänzende Drucke auf einem glänzenden
Druckmedium zu drucken abhängig
davon, ob die matte Grundierung aufgetragen wird oder nicht.
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Ein
anderer Aspekt einer Ausführungsform der
Erfindung betrifft einen flüssigen
Toner, welcher für
eine Verwendung beispielsweise in einem Flüssig-Toner-Laserdrucker geeignet ist, welcher
Tonerpartikel und dispergiert innerhalb der Tonerpartikel additive
Partikel, welche gegebenenfalls größer als eine Wellenlänge von
sichtbarem Licht sind, die während des
Druckens nicht schmelzen oder solvatisieren und die während des
Druckens nicht vollständig
zerdrückt werden,
umfasst. Die additiven Partikel machen entweder mehr als 5 Gew.-%
und bis zu 40 Gew.-% oder mehr von den Tonerpartikeln aus oder weisen
Durchmesser über
5 Mikrometern auf oder beides. Wenn er auf ein Druckmedium gedruckt
wird, erzeugt der Toner eine matte Oberflächenbeschaffenheit, da die
additiven Partikel eine Oberfläche
erzeugen, die optisch rau ist. Gegebenenfalls ist der Toner im Wesentlichen farblos.
Der Toner kann in Flüssig-Toner-Druckern, beispielsweise
wie oben beschrieben, verwendet werden.
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Es
wird dementsprechend gemäß einer
Ausführungform
der Erfindung ein matter flüssiger
Toner, der zur Verwendung in einem Flüssig-Toner-Drucker geeignet
ist, bereitgestellt, umfassend:
- a) eine Trägerflüssigkeit;
- b) Tonerpartikel, die ein Harz aufweisen; und
- c) im Wesentlichen ungefärbte
additive Partikel mit einem durchschnittlichen Durchmesser zwischen
1 und 20 Mikrometern, die in dem Harz dispergiert sind.
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Es
wird des Weiteren gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung ein matter flüssiger
Toner, der für
eine Verwendung in einem Flüssig-Toner-Drucker
geeignet ist, bereitgestellt, umfassend:
- a)
eine Trägerflüssigkeit;
- b) Tonerpartikel, die ein Harz aufweisen; und
- c) additive Partikel mit einem durchschnittlichen Durchmesser
zwischen 1 und 20 Mikrometern, die in dem Harz dispergiert sind,
welche wenigstens 5 Gew.-%
der Tonerpartikel ausmachen.
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Gegebenenfalls
bilden die additiven Partikel zwischen 5 Gew.-% und 10 Gew.-%, 10
Gew.-% und 20 Gew.-%, 20 Gew.-% und 40 Gew.-% und mehr als 40 Gew.-%
der Tonerpartikel.
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In
einer Ausführungsform
der Erfindung ist der Toner im Wesentlichen farblos.
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Gegebenenfalls
liegt der durchschnittliche Durchmesser der additiven Partikel zwischen
1 und 3 Mikrometern, 3 und 8 Mikrometern, 8 und 15 Mikrometern oder
15 und 20 Mikrometern.
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Gegebenenfalls
umfasst das Harz wenigstens ein thermoplastisches Harz.
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Gegebenenfalls
weist wenigstens eines des wenigstens einen thermoplastischen Harzes
einen Schmelzindex unter oder gleich 100, gegebenenfalls unter 35
auf.
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Gegebenenfalls
solvatisiert ein Harz in den Tonerpartikeln und wird durch die Trägerflüssigkeit weichgemacht.
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Gegebenenfalls
umfassen die additiven Partikel eines oder mehrere von PTFE (Teflon), PTFE-Wachs
und Polyethylenwachs, vernetztem Polymethylmethacrylat, vernetztem
Polymethylbutylacrylat und vernetztem Polyacrylacrylat.
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In
einer Ausführungsform
der Erfindung umfassen die Tonerpartikel ein erstes Harz und die
additiven Partikel umfassen ein zweites Harz, das mit dem ersten
Harz inkompatibel ist.
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Es
wird des Weiteren gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung ein Verfahren zum Drucken eines zumindest partiell
matten Bildes auf ein Druckmedium bereitgestellt, wobei das Verfahren
umfasst:
- a) Drucken eines Bildes auf das Druckmedium, wobei
das Bild einen ersten Glanz aufweist; und
- b) Drucken einer Schicht eines matten Toners, der den Glanz
des Bilds verringert, auf wenigstens einen Teil des glänzenden
Teils des Bilds, wodurch der Glanz dieses Teils verringert wird.
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Gegebenenfalls
umfasst das Drucken der Schicht von mattem Toner ein Überdrucken
des Bilds. Gegebenenfalls umfasst das Drucken der Schicht von mattem
Toner ein Drucken unter dem Bild.
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In
einer Ausführungsform
der Erfindung wird der matte Toner nicht auf das gesamte Bild gedruckt, wodurch
ein Teil des Bildes hervorgehoben wird, indem dieser Teil des Bilds
glänzender
als der Abschnitt des Bilds, wo der matte Toner gedruckt wird, belassen
wird.
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In
einer Ausführungsform
der Erfindung umfasst das Verfahren ein Drucken einer Schicht eines extra
glänzenden
Toners, der den Glanz des Bildes erhöht, auf wenigstens einen Abschnitt
des Teils des Bilds, der nicht mit mattem Toner bedruckt worden
ist.
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In
einer Ausführungsform
der Erfindung umfasst das Verfahren ein Drucken einer Mehrzahl von Bildern
mit zumindest zwei unterschiedlichen Graden an Glanz, die selektiv
auf unterschiedliche Bilder aufgebracht werden, wobei das Verfahren
umfasst:
Drucken einer Schicht eines matten Toners auf Bilder,
die ausgewählt
sind, um einen geringeren Grad an Glanz aufzuweisen, wodurch der
Glanz der Bilder auf einen zweiten geringeren Grad an Glanz reduziert
wird.
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Gegebenenfalls
umfasst das Verfahren, eine Schicht eines extra glänzenden
Toners auf Bilder, die ausgewählt
sind, um einen höheren
Grad an Glanz aufzuweisen, zu drucken.
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Gegebenenfalls
weist jedes Bild einen im Wesentlichen gleichförmigen Glanz auf.
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Gegebenenfalls
wird die Mehrzahl von Bildern auf ein Druckmedium, welches ein und
denselben Glanz aufweist, gedruckt.
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In
einer Ausführungsform
der Erfindung umfasst das Verfahren, eine Schicht von mattem Toner zu
drucken, umfasst, die Schicht unter Verwendung von unterschiedlichen
Weisen, um unterschiedliche Grade an Glanz zu erzielen, zu drucken.
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Gegebenenfalls
umfasst das Drucken von mattem Toner auf unterschiedliche Weisen
ein Drucken von matten Toner, wobei unterschiedliche Anteile eines
Bereichs, der gerade bedruckt wird, abgedeckt werden.
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Gegebenenfalls
umfasst das Drucken von mattem Toner auf unterschiedliche Weisen,
unterschiedliche Anzahlen von Schichten von mattem Toner zu drucken.
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In
einer Ausführungsform
der Erfindung umfasst der matte Toner additive Partikel und wenn
der Toner auf ein Druckmedium gedruckt wird, bewirkt das Vorhandensein
der additiven Partikel, dass der Glanz der Oberfläche des
Druckmediums geringer als 90%, gegebenenfalls geringer als 70%,
50% oder 30% des Glanzes, den die bedruckte Oberfläche ohne
die additiven Partikel aufweisen würde, ist.
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Gegebenenfalls
wird die Schicht von mattem Toner unter Verwendung eines matten
Toners gemäß der Erfindung
gedruckt.
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Gegebenenfalls
schmelzen die additiven Partikel während des Druckvorgangs nicht.
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Es
wird des Weiteren gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung ein Drucker zum Drucken von sowohl matten als auch
glänzenden
Bildern auf ein Druckmedium gleicher Art oder Qualität bereitgestellt,
welcher umfasst:
- a) wenigstens ein Reservoir,
das farbigen Toner fasst;
- b) ein Reservoir, das einen matten Toner fasst; und
- c) eine Druckmaschine, die Toner von zumindest einem des zumindest
einen Reservoirs farbigen Toners auf das Druckmedium aufbringt,
wodurch die Bilder von dem farbigen Toner erzeugt werden, und den
matten Toner selektiv auf einen Teil des Druckmediums aufbringt,
wodurch einige der Bilder zu matten Bildern gemacht werden.
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Gegebenenfalls
ist der matte Toner der matte Toner gemäß der Erfindung.
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Gegebenenfalls
umfasst der Drucker ein Reservoir, welches einen extra glänzenden
Toner fasst, wobei die Druckmaschine auch selektiv den extra glänzenden
Toner auf einen Teil des Druckmediums aufbringt, wodurch die glänzenden
Bilder erzeugt werden.
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Gegebenenfalls
ist die Druckmaschine so konfiguriert, dass der matte Toner selektiv
nur auf einen Abschnitt des Druckmediums aufgebracht wird, wodurch
Bilder erzeugt werden, die unterschiedliche Grade an. Glanz in unterschiedlichen
Bereichen davon aufweisen.
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Gegebenenfalls
ist die Druckmaschine so konfiguriert, dass sie Toner selektiv aufbringt
derart, dass das Bild gleichförmigen
Glanz aufweist.
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Gegebenenfalls
umfasst der Drucker eine Steuereinrichtung, die das selektive Auftragen
des matten Toners auf das Druckmedium steuert, wodurch der Glanz
von wenigstens einem Teil von jedem Bild gesteuert wird.
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Gegebenenfalls
trägt die
Druckmaschine den matten Toner selektiv auf unterschiedliche Weisen
auf, um unterschiedliche Grade an Glanz zu erzeugen.
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Gegebenenfalls
umfasst das Bild eine Mehrzahl von Pixeln und die Druckmaschine
trägt den matten
Toner auf unterschiedliche Bruchteile der Pixel auf, um unterschiedliche
Grade an Glanz zu erzeugen.
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Gegebenenfalls
trägt die
Druckmaschine den matten Toner auf wenigstens einen Teil des Druckmediums
mehr als einmal auf und trägt
unterschiedliche Anzahlen von Schichten des matten Toners auf, um
unterschiedliche Grade an Glanz zu erzeugen.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Exemplarische
Ausführungsformen
der Erfindung werden in den folgenden Abschnitten beschrieben unter
Bezugnahme auf die Zeichnungen, die im Allgemeinen nicht maßstabsgetreu
sind.
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1A ist
eine schematische Seitenansicht, welche einen Drucker und ein Druckmedium
in einem Stadium des Druckprozesses gemäß einer exemplarischen Ausführungsform
der Erfindung zeigt.
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1B ist
eine perspektivische Ansicht des Druckmediums und eines Teils des
Druckers, der in 1A gezeigt ist, mit einem gedruckten
Bild, wie es nach dem in 1A gezeigten
Stadium erscheint.
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2 ist
eine schematische Seitenansicht, welche den Drucker und das Druckmedium,
die in 1A gezeigt sind, in einem späteren Stadium
des Druckprozesses zeigt, und eine perspektivische Ansicht des Druckmediums,
nachdem das Drucken abgeschlossen ist.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG VON EXEMPLARISCHEN
AUSFÜHRUNGSFORMEN
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1A zeigt
einen Laserdrucker 100, der für das Drucken von Bildern mit
sowohl matter als auch glänzender
Oberflächenbeschaffenheit,
einschließlich
Bildern mit sowohl matten als auch glänzenden Regionen, verwendet
wird. Das Verfahren umfasst, ein Bild auf ein Druckmedium unter
Verwendung eines herkömmlichen
Toners zu drucken und mit einem farblosen matten Toner ein dieses
Bild überlagerndes Bild
zu drucken. Obwohl der erste Teil des Verfahrens ähnlich ist
zu dem Verfahren, welches in einem herkömmlichen Flüssig-Toner-Laserdrucker verwendet wird, wird es
detaillierter derart beschrieben werden, dass der zweite Teil des
Verfahrens mit dem ersten Teil verglichen und besser verstanden
werden kann. Da die Bilderzeugungs- und Tonungsverfahren ihrerseits
herkömmlich
sind, werden sie nicht im Detail beschrieben. Im Allgemeinen kann
das Gerät
beispielsweise ein jeglicher Flüssig-Toner-Drucker,
der von Hewlett Packard hergestellt wird, wie der hp Indigo Press
1000, der hp Indigo Press 3000 oder der hp Indigo w3200 oder andere
Flüssig-Toner-Drucker,
die in diesem Fachgebiet bekannt sind, sein.
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Ein
Computer 102 erzeugt oder erfasst eine Bilddatei, die auf
einem Monitor 104 dargestellt gezeigt ist. Es muss keinen
Monitor geben, aber in den 1A und 2 ist
ein Monitor 104 gezeigt, um es leichter zu machen, diese
Ausführungsform
der Erfindung zu verstehen. Der Computer 102 sendet ein
Signal durch ein Kabel 108 zu einem Laser 110,
der die Oberfläche
eines lichtempfindlichen Zylinders 112 abtastet, während der
Zylinder rotiert, wodurch entsprechend einem Signal 106 einige
Teile der Oberfläche
illuminiert und andere Teile nicht illuminiert werden. Eine Ladungsvorrichtung 114 lädt die Oberfläche des
lichtempfindlichen Zylinders auf, bevor sie den Laser 110 erreicht,
und der Laserstrahl 110 entlädt jene Teile der Zylinderoberfläche, die
er abtastet, während
der Laser angeschaltet ist, während
die Ladung auf den anderen Teilen der Zylinderoberfläche verbleibt.
Nach dem Durchlaufen des Lasers weist die Zylinderoberfläche 112 eine
Ladungsverteilung auf, welche dem auf dem Monitor 104 dargestellten Bild
oder in dem Falle eines Farbbildes einem Farbauszug des Bilds entspricht.
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Nach
dem Durchlaufen des Lasers 110 durchläuft die Oberfläche des
Zylinders 112 eine Entwicklungsstation 116. Toner
aus einem von vier farbigen Toner enthaltenden Reservoiren 118 wird
in die Entwicklungsstation 116 gezogen und füllt einen Spalt 119 zwischen
der Entwicklungsstation und der Zylinderoberfläche 112. Gegebenenfalls
wird eine Spannung an die Oberfläche
der Entwicklungsstation 116, welche dem Spalt gegenüberliegt,
angelegt. Abhängig
von dem Entwicklungsverfahren, das verwendet wird, wird Toner entweder
zu den geladenen oder den ungeladenen Regionen der Zylinderoberfläche 112 gezogen,
wodurch ein sichtbares Tonerbild, welches dem Signal 106 entspricht,
erzeugt wird. Gegebenenfalls wird ein elektrophoretisches Standardentwicklungsverfahren
verwendet.
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Alternativ
wird ein elektrostatographisches Entwicklungsverfahren, wie eine
binäre
Bildentwicklung, wie in dem
US-Patent
5,436,706 , dem
US-Patent
5,610,694 und dem
US-Patent
5,737,666 beschrieben, verwendet oder es wird ein jegliches
anderes Entwicklungsverfahren, das in dem Fachgebiet von Laserdruckern
bekannt ist, verwendet.
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Gegebenenfalls
enthalten die farbigen Toner enthaltenden Reservoire 118 schwarzen,
cyanfarbigen, gelben bzw. magentafarbigen Toner. Alternativ gibt
es beispielsweise für
einen Schwarz-Weiß-Druck nur
ein farbigen Toner enthaltendes Reservoir 118, welches
schwarzen Toner enthält.
Oder es gibt für spezielle
Farbdruckaufträge
eine unterschiedliche Anzahl von farbigen Toner enthaltenden Reservoiren 118 oder
es gibt vier Reservoire mit Tonern in Primärfarben und ein oder mehrere
Reservoire mit einer speziellen Farbe oder Farben. Es gibt auch
ein Tonerreservoir 120 mit einem transparenten matten Toner.
Gegebenenfalls gibt es ein oder mehrere zusätzliche Reservoire mit einem
transparenten Toner, beispielsweise einem transparenten glänzenden
Toner.
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Gegebenenfalls
gibt es anstelle einer Mehrzahl von Tonerreservoiren, die eine Entwicklungsstation
speisen, eine Mehrzahl von Entwicklungsstationen 116, die
an unterschiedlichen Stellen um den Umfang des Zylinders 112 herum
angeordnet sind, jede mit ihrem eigenen Tonerreservoir.
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Gegebenenfalls
werden anstelle einer Verwendung eines lichtempfindlichen Zylinders 112,
um die Gesamtheit der Farbauszüge
(sofern vorhanden) für
das farbige Tonerbild zu drucken, wie auch, um den matten „Farbauszug" und einen jeglichen
glänzenden „Farbauszug" zu drucken, getrennte
lichtempfindliche Zylinder für
einen oder mehrere der Toner verwendet. Gegebenenfalls gibt es auch
getrennte zwischengeschaltete Transferelemente und Druckwalzen.
Obwohl dies den Drucker komplizierter und teurer macht, kann es
einen höheren
Durchsatz erlauben, da beispielsweise ein Blatt von Druckmedium
mit einem Toner bedruckt werden kann zu der gleichen Zeit, wie ein
anderes Blatt mit einem anderen Toner bedruckt wird.
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Nach
dem Durchlaufen der Entwicklungsstation oder -stationen 116 wird
die Tonerschicht, welche das Bild auf dem Zylinder 112 bildet,
gegebenenfalls gegen einen Quetscher 122 gedrückt, der
die Tonerschicht verdichtet, wodurch überschüssige Flüssigkeit herausgepresst und
eine glatte Oberfläche
erzeugt wird. Das Bild läuft
dann gegebenenfalls an einer Vor-Transfer-Entladungsvorrichtung 124 vorbei, die
die Zylinderoberfläche 112 entlädt.
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Das
Bild wird dann zu einem zwischengeschalteten Transferelement 126 transferiert.
Die Zylinderoberfläche 112 läuft dann
gegebenenfalls an einer Reinigungsstation 128 vorbei, die
jeglichen Toner, der auf der Zylinderoberfläche 112 verblieben
ist, nachdem das Bild auf das zwischengeschaltete Transferelement
transferiert worden ist, entfernt. Schließlich durchläuft die
Zylinderoberfläche 112 gegebenenfalls
eine Entladungsvorrichtung 130, die eine jegliche Ladung
entfernt, die auf der Zylinderoberfläche 112 an jener Stelle
verblieben ist. In der Zwischenzeit, während das zwischengeschaltete Transferelement 126 rotiert,
transferiert dieses das Bild auf ein Druckmedium 132, das
um eine Druckwalze 134 herum gewickelt ist.
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Der
gereinigte, entladene Teil der Zylinderoberfläche wird erneut durch eine
Ladungsvorrichtung 114 geladen, wenn er darunter hindurch
läuft,
und ein Teil der Ladung wird wieder selektiv durch den Laser 110,
welcher die Oberfläche
abtastet und entsprechend dem Signal 106 an- und abgeschaltet
wird (oder dessen Intensität
moduliert wird), entfernt. In dem Falle eines Farbbilds mit zwei
oder mehreren Farbauszügen
wird der nächste
Farbauszug auf die Zylinderoberfläche 112 unter Verwendung
von Toner aus einem unterschiedlichen der Reservoire 118 aufgebracht,
nachdem der erste Farbauszug aufgebracht worden ist, wobei gegebenenfalls
ein gewisser Abstand zwischen diesen belassen wird.
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Gegebenenfalls
wird die Position von jedem Farbauszug so gewählt, dass die unterschiedlichen Farbauszüge auf ein
Druckmedium 132 korrekt zueinander ausgerichtet bei aufeinanderfolgenden
Umdrehungen einer Druckwalze 134 gedruckt werden, während der
lichtempfindliche Zylinder 112, das zwischengeschaltete
Transferelement 126 und die Druckwalze 134 kontinuierlich
rotieren. Alternativ rotiert einer oder mehrere von diesen drei
Zylindern nicht kontinuierlich, sondern hält manchmal an oder kehrt seine
Richtung manchmal um, um die verschiedenen Farbauszüge auf dem
Druckmedium 132 korrekt gegeneinander auszurichten. Eine
solche Vorgehensweise wird gegebenenfalls verwendet, beispielsweise
wenn das Druckmedium eine kontinuierliche Warenbahn ist, anstatt
dass es individuelle Blätter
umfasst. Im Allgemeinen bewegen sich die Oberflächen von jenen Zylindern, die
miteinander in Kontakt stehen, mit der gleichen Geschwindigkeit,
wenn sie in Kontakt stehen, so dass es kein Verreiben des Tonerbilds
gibt. Gegebenenfalls gibt es Mechanismen, um jegliche zwei von diesen
Zylindern, die normalerweise in Kontakt stehen, geringfügig voneinander
zu trennen, wenn ihre Oberflächen
sich nicht mit der gleichen Geschwindigkeit bewegen. Die drei Zylinder
müssen
nicht den gleichen Durchmesser oder die gleiche Winkelrotationsrate
haben.
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Gegebenenfalls
gibt es kein zwischengeschaltetes Transferelement und das Tonerbild
wird direkt von dem lichtempfindlichen Zylinder 112 auf das
Druckmedium 132 transferiert.
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1B zeigt
eine perspektivische Ansicht einer Druckwalze 134 mit einem
Druckmedium 132, nachdem das Bild gedruckt worden ist,
aber bevor matter Toner aufgebracht worden ist. Das Bild sieht aus
wie das Bild, das auf dem Monitor 104 dargestellt ist.
Das Verfahren, wie es bislang beschrieben worden ist, ist ähnlich zu
einem Verfahren, das herkömmlicherweise
für das
Drucken von Bildern in einem Drucker verwendet wird, und gegebenenfalls variiert
das Verfahren in einer jeglichen Weise, die in dem Fachgebiet von
Druckern bekannt ist.
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Nachdem
ein farbiges oder Schwarz-Weiß-Bild
auf das Druckmedium gedruckt worden ist, wird ein zusätzlicher „Farbauszug" gedruckt unter Verwendung
des transparenten matten Toners in Reservoir 120. Dieser
matte „Farbauszug" wird gegebenenfalls
durch den Computer 102 ausgehend von der Bilddatei, die
nicht nur die Farbe von jedem Pixel in dem Bild, sondern auch den
Grad an Glanz in jedem Pixel spezifiziert, berechnet. Wenn beispielsweise
das Druckmedium 132 und das farbige Tonerbild beide eine
glänzende
Oberfläche
aufweisen, dann wird der matte „Farbauszug" spezifizieren, dass
matter Toner auf jene Teile des Bilds gedruckt werden soll, die
eine matte Oberflächenbeschaffenheit
aufweisen sollen, und nicht auf jene Teile des Bilds, die eine glänzende Oberflächenbeschaffenheit
aufweisen sollen. Wenn ein Teil des Bilds eine halbglänzende Oberflächenbeschaffenheit
haben soll, dann spezifiziert der matte „Farbauszug" beispielsweise gegebenenfalls,
dass auf alternierende Pixel in jenem Teil des Bilds matter Toner
aufgetragen werden soll ähnlich
zu der Art und Weise, auf welche eine graue Region im Halbton durch
Verwendung von schwarzem Toner in alternierenden Pixeln auf einem
weißen
Druckmedium erzeugt wird.
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In 2 stellt
der Monitor 104 diesen matten „Farbauszug" dar, wobei gezeigt
wird, auf welche Pixel matter Toner aufgetragen werden wird. Um
beispielsweise eine Photographie mit einer gleichförmigen matten
Oberflächenbeschaffenheit
zu drucken, ist gegebenenfalls auf das gesamte Bild matter Toner aufgetragen.
Alternativ, wie auf dem Monitor 104 in 2 gezeigt,
ist auf eine oder mehrere Regionen 205 kein matter Toner
aufgetragen, sondern sie werden glänzend belassen, um sie hervorzuheben.
Signale, welche dem auf dem Monitor 104 dargestellten matten „Farbauszug" entsprechen, werden
von dem Computer 102 zu dem Laser 110 gesandt
genau so, wie das Signal 106 für einen wahren Farbauszug oder
für ein
Schwarz-Weiß-Bild
zu dem Laser 102 in 1A gesandt
worden ist. Dieses Mal wird transparenter matter Toner aus dem Reservoir 120 abgezogen,
anstatt dass die Entwicklungsstation 116 Toner aus farbigen
Toner enthaltenden Reservoiren 118 abzieht.
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Gegebenenfalls
weist bzw. weisen anstelle einer Verwendung der Entwicklungsstation 116 für alle Reservoire
jedes der Reservoire oder einige der Reservoire ihre eigene Entwicklungsstation
angrenzend an den Zylinder 112 auf, beispielsweise kann das
Reservoir 120 seine eigene Entwicklungsstation haben.
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Der
transparente matte Toner in Reservoir 120 enthält additive
Partikel, die vorzugsweise im Durchmesser größer als eine Wellenlänge von
Licht sind, beispielsweise sind die additiven Partikel größer als
1 μm im
Durchmesser. Die additiven Partikel sind ausreichend hart und weisen
einen ausreichend niedrigen Schmelzindex oder eine ausreichend hohe Schmelztemperatur
oder Solvatisierungstemperatur oder eine ausreichend hohe spezifische
Wärme auf, dass
sie zumindest teilweise ihre Gestalt bei der Temperatur der Oberfläche des
zwischengeschalteten Transferelements 126 beibehalten,
wenn das zwischengeschaltete Transferelement gegen das Druckmedium
gedrückt
wird. Gegebenenfalls sind die additiven Partikel innerhalb von größeren Partikeln,
die aus einem Harz (im Allgemeinen ein Polymer) oder einer Mischung
von Harzen, wie jenen, die in herkömmlichem flüssigem Toner verwendet werden,
hergestellt sind, dispergiert. Wie hier verwendet, kann „ein Harz" auch auf eine Mischung
von Harzen verweisen. Die Polymerpartikel verschmelzen und werden
fixiert, wenn der matte Toner gedruckt wird, und bewirken, dass
die additiven Partikel an dem Druckmedium haften.
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Beispielsweise
wird der Glanz der Oberfläche
auf weniger als 90% von seinem Wert ohne den matten Toner verringert.
Gegebenenfalls wird der Glanz auf weniger als 70% von dessen Wert
ohne den matten Toner verringert oder weniger als 50% oder weniger
als 30%. Gegebenenfalls treffen diese Zahlen zumindest dann zu,
wenn der Glanz der Oberfläche
ohne den matten Toner zwischen 20 und 90 Glanzeinheiten liegt. Glanz,
wie in dem Standard T-480 om 92 von TAPPT definiert, ist ein Maß für das Reflexionsvermögen einer
Oberfläche,
wenn sie in einem Winkel von 75 Grad betrachtet und in einem Winkel
von 75 Grad ± 1,5
Grad beleuchtet wird. Ein perfekt reflektierender Spiegel weist
einen Glanz von 384 Glanzeinheiten auf und schwarzes Glas mit einem
Brechungsindex von 1,54 weist einen Glanz von 100 Glanzeinheiten
auf.
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Nachdem
das Drucken abgeschlossen ist, wird das Druckmedium 132 von
dem Druckzylinder 134 entfernt. Ein fertiggestellter Druck 232 ist
in 2 gezeigt, wobei das in 1B gezeigte
Bild mit dem matten „Farbauszug", der auf dem Monitor 104 in 2 gezeigt
ist, überlagert
ist. Der matte Toner bedeckt den größten Teil des Drucks 232 mit
Ausnahme einer Region 236, welche Region 205,
die auf dem Monitor 104 dargestellt ist, entspricht, welche glänzend bleibt.
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Alternativ
wird der matte Toner auf das Druckmedium vor einigen oder der Gesamtheit
der farbigen Toner aufgebracht. Wenn farbiger Toner in einer ausreichend
dünnen
Schicht über
dem matten Toner aufgebracht wird, beispielsweise dünner als eine
Wellenlänge
von Licht, dann wird die Oberfläche des
farbigen Toners ähnliche
Glanzeigenschaften wie die Oberfläche des darunterliegenden matten
Toners aufweisen. Sogar wenn die farbige Tonerschicht nicht sehr
dünn ist,
wird gegebenenfalls matter Toner als eine Grundierung auf ein glänzendes
Druckmedium aufgebracht werden, um zu bewirken, dass dieses mit
einer natürlichen
matten Oberflächenbeschaffenheit
des farbigen Toners übereinstimmt.
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Gegebenenfalls
gibt es zusätzlich
zu dem matten Toner ein anderes Reservoir mit transparentem glänzendem
Toner und es wird ein glänzender „Farbauszug" zusätzlich zu
dem matten „Farbauszug" auf das Druckmedium
aufgebracht. Das Verwenden von sowohl matten als auch glänzenden
transparenten Tonern kann ein Bild mit einem breiteren Glanzspektrum
erzeugen als ein Verwenden von matter Toner oder glänzendem
Toner allein. Wie in dem Falle des matten Toners wird der glänzende Toner
gegebenenfalls als eine Grundierung anstelle einer Deckschicht aufgetragen,
insbesondere wenn der farbige Toner in einer Schicht, welche dünner als
eine Wellenlänge
von Licht ist, aufgebracht wird.
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Der
glänzende
Toner umfasst gegebenenfalls farblose Polymertonerpartikel, die
einen höheren
Schmelzindex haben oder weicher sind als die Tonerpartikel in den
anderen Tonern, so dass sie eine Oberfläche erzeugen, die, wenn sie
erwärmt
und gepresst worden sind, glatter ist als bei gewöhnlichem Toner.
Gegebenenfalls gibt es mehr als zwei farblose „Toner", die jeweils einen unterschiedlichen
Grad an Glanz erzeugen. Jedoch werden dazwischen liegende Grade
an Glanz auch gegebenenfalls erzeugt, indem der glänzende Toner
nur auf einige Pixel in einer Region aufgetragen wird und der matte
Toner auf andere Pixel aufgetragen wird und/oder keinerlei farbloser „Toner" auf andere Pixel
aufgetragen wird. Unterschiedliche Grade an Glanz werden gegebenenfalls auch
erzeugt, indem eine Mehrzahl von Schichten des matten Toners oder
des glänzenden
Toners gedruckt wird.
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In
einer Ausführungsform
der Erfindung ist der matte Toner, der als eine Deckschicht verwendet wird,
im Wesentlichen farblos. Im Wesentlichen farbloser Toner enthält kein
Färbemittel
oder enthält
möglicherweise
restliches Färbemittel
in einer ausreichend geringen Konzentration, so dass ein jeglicher Unterschied
zwischen Bereichen, die mit dem matten Toner bedruckt sind, und
dem Hintergrund aufgrund des Färbemittels
für einen
typischen Betrachter unter typischen Beleuchtungsbedingungen viel
weniger wahrnehmbar ist als der Unterschied beim Glanz.
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Matter
flüssiger
Toner umfasst gegebenenfalls eine Trägerflüssigkeit, in welcher im Wesentlichen
farblose Polymertonerpartikel suspendiert sind. Alternativ umfassen
die Polymertonerpartikel tatsächlich
etwas Pigment, beispielsweise um eine bestimmte spezielle Wirkung
bereitzustellen, aber die Tonerpartikel weisen gegebenenfalls eine
ausreichend niedrige Pigmentkonzentration auf, so dass die gedruckte
Tonerschicht transparent oder zumindest durchscheinend ist. Die
Trägerflüssigkeit
weist gegebenenfalls die gleiche Zusammensetzung auf wie jene, die
in herkömmlichen
farbigen Tonern verwendet wird, beispielsweise wenigstens 80% eines flüssigen Kohlenwasserstoffs,
wie Isopar L (Exxon). Dispergiert innerhalb der Tonerpartikel des
matten Toners sind additive Partikel, die kleiner als die Tonerpartikel
sind, aber auch mit einem Durchmesser, der gegebenenfalls größer als
oder vergleichbar ist mit eine(r) Wellenlänge von Licht und mit einem
ausreichend hohen Schmelzpunkt und Solvatisierungspunkt, so dass
die additiven Partikel nicht schmelzen, wenn das Bild erzeugt und
gedruckt wird. Gegebenenfalls sind die additiven Partikel hart und
behalten ihre Gestalt während
des Druckverfahrens bei. Zusätzlich
oder alternativ werden weiche elastische Partikel, wie vernetztes
PMMA, verwendet oder es wird ein Polymer-Additiv verwendet, das
mit dem Tonerpolymer inkompatibel ist. In allen diesen Fällen kann
die gedruckte Oberfläche
schließlich
eine raue Oberfläche
auf einer Skala größer als
eine Wellenlänge
von Licht aufweisen und weist folglich eine matte Oberflächenbeschaffenheit
auf.
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Gegebenenfalls
machen die additiven Partikel mehr als 5% des Gesamtgewichts der
Polymertonerpartikel aus. Gegebenenfalls machen die additiven Partikel
zwischen 5% und 10% des Gewichts der Polymertonerpartikel aus oder
zwischen 10% und 20% des Gewichts oder zwischen 20% und 30% des Gewichts
oder zwischen 30% und 40% des Gewichts oder etwa 40% des Gewichts
oder mehr als 40%. Der optimale Prozentsatz von additiven Partikeln
in den Tonerpartikeln des matten Toners umfasst einige Kompromisse.
Beispielsweise hat das Vorliegen eines höheren Prozentsatzes von additiven
Partikeln in den Tonerpartikeln den Vorteil, dass die gedruckte matte
Tonerschicht einen geringeren Grad von Glanz aufweist. Ein geringerer
Prozentsatz von additiven Partikeln weist aber die potentiellen
Vorteile auf, dass die gedruckte Schicht möglicherweise größere Festigkeit
aufweist und weniger wahrscheinlich reißt, abplatzt oder abblättert. Eine
geringere Konzentration von additiven Partikeln könnte auch
mit höherer Wahrscheinlichkeit
transparent genug sein, so dass ein darunter liegendes Bild vollständig sichtbar
ist, und kann im Allgemeinen zu einer besseren Gesamtdruckqualität führen. Ein
Toner mit einem geringeren Prozentsatz von additiven Partikeln kann
auch leichter herzustellen sein und weist eine geringere Wahrscheinlichkeit
auf, den lichtempfindlichen Zylinder, das zwischengeschaltete Transferelement
und das gedruckte Bild zu verkratzen oder zu beschädigen.
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Gegebenenfalls
wird die Menge von additiven Partikeln in dem matten Toner nach
oben oder unten angepasst, um einen unterschiedlichen Grad an Glanz
zu erzeugen. Im Allgemeinen führt
das Verwenden einer größeren Menge
von additiven Partikeln zu einem matten Toner, der einen geringeren Grad
an Glanz auf dem gedruckten Bild erzeugt.
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Gegebenenfalls
weisen die additiven Partikel einen durchschnittlichen Durchmesser
von etwa 3 Mikrometern, was ausreichend größer als eine Wellenlänge von
Licht ist, auf, so dass der Grad an Glanz der gedruckten Oberfläche nicht
in wahrnehmbarer Weise von der Wellenlänge abhängig sein wird. Alternativ
weisen die additiven Partikel einen durchschnittlichen Durchmesser
zwischen 1 und 3 Mikrometern oder zwischen 3 und 5 Mikrometern oder
zwischen 5 und 10 Mikrometern oder zwischen 10 und 15 Mikrometern
oder größer als
15 Mikrometer auf.
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Der
glänzende
Toner umfasst auch eine Trägerflüssigkeit,
wobei im Wesentlichen farblose Polymertonerpartikel darin suspendiert
sind, aber die Tonerpartikel weisen gegebenenfalls einen höheren Schmelzindex
als bei dem farbigen Toner auf, so dass die Partikel schmelzen und
eine glattere Oberfläche
auf der Skala einer Wellenlänge
von Licht bilden, wenn das Bild gedruckt wird. (Der Schmelzindex oder
MFI wird in Dezigramm Fluss pro Minute bei 190°C gemessen, wobei das Material
durch ein Gewicht von 2,16 kg in einer Konfiguration, wie in dem ASTM-Standard
D-1238 beschrieben, gedrückt wird).
Beispielsweise weist in dem glänzenden
Toner das Polymer einen Schmelzindex, welcher von 100 bis hinauf
zu 1300 reicht, mit typischen Werten von 200 bis 500, auf, während für herkömmlichen
Toner das Polymer typischerweise einen Schmelzindex zwischen 35
und 100 aufweist und für
matten Toner der Schmelzindex von 3 bis 100 reicht. Alternativ oder
zusätzlich
enthält
der glänzende
Toner Zusätze, die
den Glanz erhöhen
und/oder ein Abplatzen verhindern. Wie oben für den matten Toner angemerkt, enthält der glänzende Toner
auch alternativ etwas Pigment in den Tonerpartikeln, um spezielle
Wirkungen zu erzeugen, ist aber gegebenenfalls transparent oder
zumindest durchscheinend.
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Gemäß einer
exemplarischen Ausführungsform
der Erfindung wird der matte Toner durch die folgende Vorgehensweise
hergestellt. In einem Ross-Mischer
wird zuerst ein Lack hergestellt, indem ein oder zwei unterschiedliche
Harze als eine 20%-ige bis 30%-ige Lösung in Isopar-L gemischt werden.
Die Harze werden gegebenenfalls aus der folgenden Liste ausgewählt: Nucrel
699, Nucrel 903, Nucrel 403, Bynel 2022, Bynell 2014, Bynell 2002, Lotader
AX8840 und Lotader AX8900. Nucrel (Ethylen-Acrylsäure- und
-Methacrylsäure-Copolymerharz) und
Bynel (säuremodifiziertes
Ethylen-Acrylat-Copolymerharz) werden von Dupont hergestellt und
Lotader wird von Atofina hergestellt. Lotader AX8840 ist ein Copolymer
von Ethylen und Glycidylmethacrylat (E-GMA), während Lotader AX8900 ein Terpolymer
von Ethylen, Methylacrylat und Glycidylmethacrylat (E-MA-GMA) ist.
Von diesen Harzen werden Nucrel 699 mit einem Schmelzindex von 100 und
Bynel 2022 mit einem Schmelzindex von 35 auch in herkömmlichem
flüssigem
Toner verwendet. Die anderen aufgelisteten Harze weisen viel niedrigere Schmelzindices
zwischen 3 und 10 auf. Die Lösung wird
auf 160°C
erwärmt
und ein bis zwei Stunden gemischt und man lässt sie dann auf Raumtemperatur abkühlen, wobei
zwei bis sechs Stunden gemischt wird.
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Aluminiumtristearat
und andere Zusätze (beispielsweise
additive Partikel) werden dann gegebenenfalls zu dem Lack hinzugegeben.
Das Aluminiumtristearat macht typischerweise 1% und bis zu 3% des
gesamten Feststoffgehalts (Harze plus Zusätze) aus und die additiven
Partikel machen bis zu 50% des gesamten Feststoffgehalts aus. Gegebenenfalls wird
zu diesem Zeitpunkt nicht die Gesamtmenge der additiven Partikel
hinzugegeben, sondern ein Teil von diesen wird jetzt zugegeben,
beispielsweise 20% des gesamten Feststoffgehalts, und der Rest wird
später zugegeben.
Gegebenenfalls umfassen die additiven Partikel ein oder mehrere
der folgenden Materialien: Teflon (PTFE), Polytetrafluorethylenwachs,
Polyethylenwachs, vernetztes Polymethylmethacrylat (PMMA), vernetztes
Polymethylbutylacrylat, vernetztes Polyacrylacrylat, Siliciumdioxid,
Kaolin, Calciumcarbonat, Aluminiumsilicat, Nephelinsyenit und mikrokristallines
Silicamaterial (welches enthalten kann: Siliciumdioxid, Eisenoxid,
Aluminiumoxid, Calciumoxid, Titandioxid, Magnesiumoxid, Kaliumoxid,
Natriumoxid). Ethylen-Vinylacetat-Copolymer
(vertrieben von Honeywell als AC-400A) und Propylen-Maleinsäureanhydrid-Copolymer
(AC-597 von Honeywell) sind Beispiele für Zusätze, die eine matte Oberflächenbeschaffenheit
erzeugen, da sie mit dem Tonerpolymer inkompatibel sind. Die additiven
Partikel werden auch in einigen herkömmlichen (farbigen) flüssigen Tonern,
die von Hewlett Packard hergestellt werden, und gegebenenfalls in
dem glänzenden
Toner, aber in geringeren Mengen, typischerweise nur 3 Gew.-% des
gesamten Feststoffgehalts, um die Dauerhaftigkeit zu verbessern,
verwendet.
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Der
Lack plus Zusätze
wird gegebenenfalls mit Isopar-L auf eine Feststoffkonzentration
von 15% bis 30% verdünnt
und eine Menge mit 100 g Feststoffen wird in eine eine Gallone fassende
Rührwerkskugelmühle gegeben,
wo sie 4 bis 20 h unter Verwendung von Stahlkugeln mit einem Durchmesser
von 3/16'' bei einer Temperatur
von typischerweise 45°C, aber
gegebenenfalls so niedrig wie Raumtemperatur (20°C) gemahlen wird. Der Rest der
additiven Partikel, sofern vorhanden, wird dann zu der Mischung hinzugegeben
wie auch gegebenenfalls Marcol 82 in einer Menge von 1 Gew.-% der
Flüssigkeit,
Polydimethylsiloxan mit Trimethylsiloxy-Endgruppen von 300.000 cSt
(vertrieben durch ABCR als DMS-T53), in einer Menge von 0,0085 Gew.-%
der Flüssigkeit und
ein Zwei-Komponenten-Silicongel, umfassend 4%–8% Dimethicon/Vinyldimethicon-Crosspolymer und
92%–96%
Cyclopentasiloxan, (das von ShinEtsu als KSG-15 vertriebene Gel)
in einer Menge von 0,00051 Gew.-% der Flüssigkeit.
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Gemäß einer
exemplarischen Ausführungsform
der Erfindung wird der glänzende
Toner durch ein ähnliches
Verfahren, aber mit den folgenden Unterschieden hergestellt. Es
werden bis zu drei unterschiedliche Harze verwendet, wobei eines
der Harze gegebenenfalls wenigstens 50% der gesamten Harze ausmacht,
und sie werden gegebenenfalls aus der folgenden Liste ausgewählt: Nucrel
699, Nucrel 599, Nucrel 2940, Lotader 8200, Primacor 59801, Primacor
59901 und A-C 5120. Primacor wird von Dow hergestellt und A-C 5120
wird von Honeywell hergestellt, wobei beides Handelsnamen für Ethylen-Acrylsäure-Copolymerharz
sind. Lotader 8200 besteht aus Ethylen-, Ethylacrylat- und Maleinsäureanhydrid-Terpolymer.
Obwohl Nucrel 699 mit einem Schmelzindex von 100 auch gegebenenfalls
in mattem Toner und herkömmlichen
Tonern verwendet wird, weisen die anderen Harze auf dieser Liste
höhere
Schmelzindices, welche von 200 bis 500 reichen und in dem Falle
von Primacor 59901 bis zu 1300 betragen, auf. Gegebenenfalls werden
auch geringere Mengen der für
den matten Toner aufgelisteten Harze in dem glänzenden Toner verwendet, um
die gedruckte Schicht dünner
zu machen und Rissbildung zu verringern.
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Die
additiven Partikel, die in dem matten Toner verwendet werden, sind,
wenn sie in dem glänzenden
Toner überhaupt
verwendet werden, auf geringere Mengen als in dem matten Toner,
beispielsweise 3 Gew.-% des gesamten Feststoffgehalts, begrenzt.
Andere Zusätze
werden gegebenenfalls zu dem glänzenden
Toner entweder im Lack-Stadium oder im Mahlstadium hinzugegeben,
um ihn glänzender
zu machen oder um ein Abplatzen zu verhindern. Diese Zusätze umfassen
Laropal K80 (Kondensationsprodukt von Cyclohexanon, hergestellt
von der BASF), Laropal A81 (Kondensationsprodukt von Harnstoff und
Aldehyden), Bremar 7080 (Cyclohexanon-Harz, hergestellt von Kraemer)
und Bremar 7110 (Cyclohexanon-Formaldehyd-Harz). Der glänzende Toner
wird gegebenenfalls 10 bis 20 h gemahlen.
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Die
Erfindung ist in dem Kontext der besten Weise, um diese auszuführen, beschrieben
worden. Es sollte sich verstehen, dass möglicherweise nicht alle in
der Zeichnung gezeigten oder in dem zugehörigen Text beschriebenen Merkmale
in einer aktuellen Vorrichtung gemäß irgendwelchen Ausführungsformen
der Erfindung vorhanden sind. Darüber hinaus werden innerhalb
des Umfangs der Erfindung, die nur durch die Ansprüche beschränkt wird,
Variationen an dem Verfahren und der gezeigten Vorrichtung mit umfasst.
Auch werden möglicherweise Merkmale
von einer Ausführungsform
in Verbindung mit Merkmalen einer unterschiedlichen Ausführungsform
der Erfindung bereitgestellt. Wie hier verwendet, bedeuten die Begriffe „haben", „einschließen" und „umfassen" oder deren Konjugationsformen „umfassend,
aber nicht darauf beschränkt". Wie hier verwendet,
umfasst „farbiger" Toner schwarzen
Toner oder weißen
Toner für
ein Drucken auf nicht-weiße Druckmedien,
schließt
aber farblosen Toner aus.