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DE60311533T2 - Verfahren und vorrichtung zur herstellung von reifen für fahrzeugräder - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zur herstellung von reifen für fahrzeugräder Download PDF

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DE60311533T2
DE60311533T2 DE60311533T DE60311533T DE60311533T2 DE 60311533 T2 DE60311533 T2 DE 60311533T2 DE 60311533 T DE60311533 T DE 60311533T DE 60311533 T DE60311533 T DE 60311533T DE 60311533 T2 DE60311533 T2 DE 60311533T2
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DE
Germany
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drum
displacement
carcass
distal
belt
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DE60311533T
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English (en)
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DE60311533D1 (de
Inventor
c/o Pirelli Pneumatici S.p.A. Claudio LACAGNINA
c/o Pirelli Pneumatici S.p.A. Ignazio DE GESE
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Pirelli and C SpA
Pirelli Tyre SpA
Original Assignee
Pirelli SpA
Pirelli Tyre SpA
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Publication date
Application filed by Pirelli SpA, Pirelli Tyre SpA filed Critical Pirelli SpA
Publication of DE60311533D1 publication Critical patent/DE60311533D1/de
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Publication of DE60311533T2 publication Critical patent/DE60311533T2/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29DPRODUCING PARTICULAR ARTICLES FROM PLASTICS OR FROM SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE
    • B29D30/00Producing pneumatic or solid tyres or parts thereof
    • B29D30/06Pneumatic tyres or parts thereof (e.g. produced by casting, moulding, compression moulding, injection moulding, centrifugal casting)
    • B29D30/08Building tyres
    • B29D30/20Building tyres by the flat-tyre method, i.e. building on cylindrical drums
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B29D30/36Expansion of tyres in a flat form, i.e. expansion to a toroidal shape independently of their building-up process, e.g. of tyres built by the flat-tyres method or by jointly covering two bead-rings
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B29D30/06Pneumatic tyres or parts thereof (e.g. produced by casting, moulding, compression moulding, injection moulding, centrifugal casting)
    • B29D30/08Building tyres
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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Tyre Moulding (AREA)
  • Testing Of Balance (AREA)
  • Processing And Handling Of Plastics And Other Materials For Molding In General (AREA)
  • Vehicle Body Suspensions (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Reifen für Fahrzeugräder sowie auf eine zur Ausführung des Verfahrens verwendete Vorrichtung zur Fahrzeugreifenproduktion.
  • Ein Reifen für Fahrzeugräder hat im Allgemeinen einen Karkassenaufbau mit wenigstens einer Karkassenlage, die jeweils gegenüberliegende Endlaschen aufweist, die um ringförmige Verankerungsaufbauten herumgeschlagen sind, von denen jeder üblicherweise von im Wesentlichen einer Umfangsringeinlage gebildet wird, auf die wenigstens eine Fülleinlage an einer radial äußeren Position aufgebracht ist.
  • Mit dem Karkassenaufbau ist ein Gurtaufbau verbunden, der einen oder mehrere Gurtlagen aufweist, die in radial überlappter Beziehung bezüglich einander und bezüglich der Karkassenlage angeordnet sind und die textile oder metallische verstärkende Korde mit einer gekreuzten Ausrichtung und/oder im Wesentlichen zur Umfangserstreckungsrichtung des Reifens parallelen Ausrichtung aufweisen. An einer radial äußeren Position zum Gurtaufbau ist ein Laufflächenband aufgebracht, das aus einem elastomeren Material wie andere Halbfabrikate hergestellt ist, die den Reifen bilden.
  • Zu erwähnen ist hier, dass in der vorliegenden Beschreibung und in den anschließenden Ansprüchen mit dem Ausdruck "elastomeres Material" eine Mischung bezeichnet wird, die wenigstens ein elastomeres Polymer und wenigstens einen verstärkenden Füllstoff aufweist. Vorzugweise weist diese Mischung außerdem Zusatzstoffe, wie beispielsweise Vernetzungsmittel und/oder Weichmacher auf. Aufgrund des Vorhandenseins des Vernetzungsmittels kann dieses Material durch Erhitzen so vernetzt werden, dass der abschließende Fertigungsgegenstand gebildet wird. Zusätzlich werden jeweilige Seitenwände aus elastomerem Material, von denen sich jede von einem der Seitenränder des Laufflächenbandes bis in die Nähe des jeweiligen ringförmigen Verankerungsaufbaus für die Wulste erstreckt, auf die Seitenflächen des Karkassenaufbaus aufgebracht, wobei die Seitenwände abhängig von den verschiedenen Ausgestaltungen jeweils radial äußere Endränder haben können, die auf die Seitenränder das Laufflächenbandes aufgelegt sind, um so ein Bauschema zu bilden, auf das üblicherweise als "darüberliegende Seitenwände" Bezug genommen wird, oder die zwischen den Karkassenaufbau und die Seitenränder des Laufflächenbandes entsprechend einem Bauschema gelegt werden, auf das als "darunter liegende Seitenwände" Bezug genommen wird.
  • Wie beispielsweise in den Dokumenten US 3,990,831 und EP 0 631 767 gezeigt ist, sind bei den meisten bekannten Prozessen zum Aufbau eines Reifens der Karkassenaufbau und der Gurtaufbau zusammen mit dem entsprechenden Laufflächenband so vorgesehen, dass sie getrennt voneinander in entsprechenden Arbeitsstationen für eine später erfolgende Montage aneinander hergestellt werden.
  • Bei den herkömmlichen Bauverfahren, wie sie in den vorher erwähnten Dokumenten erläutert sind, wird das Laufflächenband üblicherweise aus einem kontinuierlich extrudierten Abschnittselement hergestellt, das, nachdem es für die Stabilisierung seiner geometrischen Form abgekühlt worden ist, auf geeigneten Platten oder Trommeln gelagert wird. Das Halbfabrikat in Form von Abschnitten oder eines kontinuierlichen Streifens wird dann zu einer Zuführeinheit gebracht, deren Aufgabe darin besteht, entweder die geschnittenen Abschnitte aufzunehmen oder Abschnitte mit vorgegebener Länge aus den fortlaufenden Streifen abzuschneiden, wobei jeder von ihnen das Laufflächenband bildet, das am Umfang auf den Gurtaufbau des in Fertigung befindlichen Reifens aufgebracht wird.
  • Das Dokument EP 1 211 057 A2 offenbart ein Verfahren zur Herstellung eines Reifens, bei welchem während der Ausbildung eines Rohreifens wenigstens ein Bauelement, wie eine Seitenwand, dadurch gebildet wird, dass ein zentraler Abschnitt eines im Wesentlichen zylindrischen Karkassenaufbaus radial nach außen geformt und anschließend auf einen unvulkanisierten Kautschukstreifen gewickelt wird, wobei er mit einer äußeren Umfangsfläche des geformten Karkassenaufbaus verbunden wird.
  • Das Dokument EP 1 201 414 A2 offenbart ein Verfahren zur Herstellung eines Reifens, bei welchem unvulkanisierte Kautschukkomponenten zur Bildung eines Rohreifens montiert, der Rohreifen vulkanisiert und ein nicht vulkanisiertes Kautschukband so gewickelt wird, dass Windungen als Ganzes im Querschnitt eine vorgegebene Form für wenigstens eine der unvulkanisierten Kautschukkomponenten haben, um dadurch wenigstens eine der Komponenten aus unvulkanisiertem Kautschuk zu bilden. Bei den Produktionszusammenhängen, auf die sich die vorliegende Erfindung richtet und zu denen die Herstellung und Lagerung von Halbfabrikaten und ihre anschließende Montage auf einer Bau- und/oder Formtrommel gehören, wird für die Herstellung der Laufflächenbänder und Seitenwände zur Zeit die Installierung einer Ziehausrüstung benötigt, die eine hohe Produktivität haben muss, um in der Lage zu sein, geeignete Vorteile hinsichtlich Wirtschaftlichkeit in großem Maßstab zu bieten.
  • Das Dokument WO 02/094545 A1 offenbart ein Verfahren zur Herstellung von Reifen und eine dafür vorgesehene Vorrichtung, wobei eine einstufige Bautrommel verwendet wird, die zwei koaxiale Halbtrommeln aufweist, die bezüglich einander längs einer Achse zwischen einer geteilten Ruhestellung und einer geschlossenen Formstellung bewegbar sind.
  • Das Dokument US 4805872 A offenbart ein Verfahren zur Herstellung von Reifen sowie eine dafür vorgesehene Vorrichtung, bei denen eine Vielzahl von balgfreien Formtrommeln verwendet wird, von denen jede ein Wulstanbringelement aufweist, das axial zu dem zweiten Wulstanbringelement bewegbar ist, das an der Verlängerung der Trommelwelle befestigt ist.
  • Die Anmelderin hat die Möglichkeit erkannt, wesentliche Verbesserungen hinsichtlich der Produktionsflexibilität und der Produktqualität bei den vorhandenen Prozessen des Reifenaufbaus durch Zusammenfügen von halbfertigen Komponenten zu erreichen, indem das Laufflächenband und/oder die Seitenwände durch Wickeln eines fortlaufenden langgestreckten Elements zu Umfangswickeln direkt auf einen in Produktion befindlichen Rohreifen mit im Wesentlichen einer Torusform erzeugt werden. Insbesondere hat die Anmelderin daran gedacht, eine robotisierte Vorrichtung zum Halten einer Trommel, die den Karkassenaufbau trägt, zu verwenden, um so den Aufbau zu einem Interagieren mit den Einheiten zu bringen, die für das Aufbringen des Gurtaufbaus und die Ausbildung des Laufflächenbandes, der Seitenwände und/oder anderer Einlagen oder struktureller Komponenten in dem Reifenmontageprozess vorgesehen sind. Diese Trommel kann eine Bau- und Formtrommel sein, d.h. eine so genannte "einstufige" Trommel, bei welcher der Karkassenaufbau direkt auf ihr ausgeführt und anschließend für dessen Verbindung mit einem Gurtaufbau geformt wird. Alternativ kann die Trommel eine Formtrommel sein, auf die auch als "Trommel der zweiten Stufe" Bezug genommen wird und auf der ein vorher in Form einer zylindrischen Hülse ausgebildeter Karkassenaufbau in eine Torusform für die Verbindung mit einem Gurtaufbau gebracht wird.
  • Die Anmelderin sah das Erfordernis und die Möglichkeit, die Struktur der Trommel leichter zu bauen und zu vereinfachen, insbesondere um sie für eine automatische Steuerung der Bewegungen besonders geeignet zu machen, wie sie beispielsweise durch eine robotisierte Vorrichtung ausgeführt werden.
  • Die Anmelderin konnte tatsächlich bestätigen, dass die bauliche Komplexität, die Gewichte und die Gesamtabmessungen der gegenwärtig verwendeten Trommeln mit ihrer Steuerung durch eine robotisierte Vorrichtung nicht sehr verträglich sind.
  • Insbesondere ist bei den Trommeln zur Ausführung des Formschritts, der erforderlich ist, um den Gurtaufbau mit dem Karkassenaufbau zu verbinden, eine axiale und im Wesentlichen symmetrische Bewegung der beiden Hälften, aus denen die Trommeln bestehen, erforderlich, wobei die Bewegung nur mit Hilfe eines schweren und komplizierten mechanischen Aufbaus vergleichbar ist, der kaum für die vorstehend erörterte Bewegungssteuerung aufgrund seiner Gesamtabmessungen geeignet ist. Erfindungsgemäß hat die Anmelderin die Möglichkeit realisiert, die vorstehend beschriebenen Probleme dadurch zu überwinden, dass eine Bauvorrichtung angeordnet wird, bei der die proximale Trommelhälfte starr bezüglich eines bewegbaren Halteaufbaus befestigt ist, während die distale Trommelhälfte so eingestellt ist, dass sie einen relativen Doppelhub verglichen mit dem ausführt, den die proximale Hälfte macht.
  • Gemäß einem ersten Aspekt weist die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von Reifen für Fahrzeugräder auf, welches die folgenden Schritte aufweist: Anordnen eines Karkassenaufbaus, der die Form einer zylindrischen Hülse hat, auf einer Trommel, die aus einer distalen Hälfte und einer proximalen Hälfte besteht, die beide von einem Halteaufbau getragen werden; Anordnen eines Gurtaufbaus koaxial um den Karkassenaufbau herum; Bewegen der proximalen und distalen Hälfte von einem Aufbauzustand in einen Formzustand nahe aufeinanderzu, um eine radial Aufweitung eines Zwischenabschnitts des Karkassenaufbaus herbeizuführen, bis der Zwischenabschnitt in Kontakt mit einer Innenfläche des Gurtaufbaus gebracht wird, wobei während des Nahe-Aufeinanderzu-Bewegens der proximalen und der distalen Hälfte die proximale Hälfte eine feste axiale Positionierung bezüglich des Halteaufbaus bei behält; und Überführen der Trommel im Formzustand vor wenigstens eine Einheit zum Aufbringen wenigstens eines langgestreckten Elements aus elastomerem Material in Form von Umfangswindungen, wobei die Einheit zur Bildung wenigstens eines Bauelements des Reifens in einer Position radial außerhalb von dem Gurtaufbau oder axial außerhalb von dem Karkassenaufbau angepasst ist.
  • Es hat sich gezeigt, dass auf diese Weise ein bedeutendes Leichtermachen und eine strukturelle Vereinfachung der Trommel erreicht werden kann, was ihre Anbringung an einer robotisierten Vorrichtung leichter macht. Die typische Mobilität einer robotisierten Vorrichtung mit beispielsweise wenigstens einem robotisierten Arm kann gegebenenfalls dazu verwendet werden, die Mittelebene zwischen den Hälften, und demzufolge auch den Karkassenaufbau bezüglich des Gurtaufbaus, bei einer gegenseitigen Bewegung der Hälften nahe zueinander während des Formungsschritts stationär zu halten. Alternativ können die Relativbewegungen zwischen dem Gurtaufbau und dem Karkassenaufbau dadurch beseitigt werden, dass der Gurtaufbau zu der proximalen Trommelhälfte bewegt wird, während die distale Trommelhälfte zu der proximalen Hälfte hin bewegt wird.
  • Gemäß einem weiteren Aspekt bezieht sich die Erfindung auf eine Vorrichtung zur Herstellung von Reifen für Fahrzeugräder, wobei die Vorrichtung eine Trommel mit einer distalen Hälfte und einer proximalen Hälfte, die beide von einem rialteaufbau getragen werden; Überführungsvorrichtungen zum Anordnen eines Gurtaufbaus koaxial um einen Karkassenaufbau herum, der auf der Trommel in der Form einer zylindrischen Hülse angeordnet ist; Verschiebevorrichtungen zum Bewegen der proximalen und distalen Hälfte aus einem Aufbauzustand in einen Formzustand nahe zueinander; und zum Anbringen eines langgestreckten Elements aus elastomerem Material wenigstens eine Einheit aufweist, die für ein Zusammenwirken mit der Trommel so eingestellt ist, dass das Ablegen des langgestreckten Elements in Umfangswindungen außerhalb des Karkassenaufbaus zur Herstellung wenigstens eines Bauelements des Reifens erreicht wird, wobei die proximale Hälfte bezüglich des Halteaufbaus axial festgelegt ist.
  • Weitere Merkmale und Vorteile werden aus der ins Einzelne gehenden Beschreibung einer bevorzugten, jedoch nicht ausschließlichen Ausführungsform eines Verfahrens und einer Vor richtung zur Herstellung von Reifen für Fahrzeugräder in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung ersichtlich.
  • Diese Beschreibung erfolgt nachstehend unter Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen, die als nicht beschränkendes Beispiel aufgeführt werden und in denen
  • 1 eine schematische Draufsicht auf eine Vorrichtung zur Herstellung von Reifen nach der vorliegenden Erfindung ist,
  • 2 eine Seitenansicht eines Teils der Vorrichtung von 1 ist und die Trommel in einem Aufbauzustand während des Aufnehmens eines Gurtaufbaus herausstellt,
  • 3 die Trommel von 2 in einem Formzustand zeigt,
  • 4a, 4b und 4c in vergleichenden Darstellungen die Winkelkorrekturoszillationen zeigt, die an der Trommel nach der vorliegenden Erfindung ausgeführt werden können,
  • 5 eine schematische Draufsicht auf eine alternative Ausführungsform einer Anordnung nach der vorliegenden Erfindung ist, und
  • 6 eine schematische Teilquerschnittsansicht eines nach der vorliegenden Erfindung herstellbaren Reifens ist.
  • Insbesondere in 1 und 5 ist eine Vorrichtung zum Aufbauen von Reifen für Fahrzeugräder, die so eingestellt ist, dass sie ein Bauverfahren nach der vorliegenden Erfindung in die Praxis umsetzt, insgesamt mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnet.
  • Die Erfindung zielt auf die Herstellung von Reifen in einer Bauweise ab, die in 6 insgesamt mit 2 bezeichnet ist und im Wesentlichen einen Karkassenaufbau 3 im Wesentlichen mit einer Torusform, einen Gurtaufbau 4 im Wesentlichen mit einer zylindrischen Form, der sich am Umfang um den Karkassenaufbau 3 herum erstreckt, ein Laufflächenband 5, das an dem Gurtaufbau 4 an einer am Umfang äußeren Position aufgebracht ist, und ein Paar von Seitenwänden 6 aufweist, die seitlich an dem Karkassenaufbau 3 auf gegenüberliegenden Seiten angebracht sind und von denen sich jede von einem Seitenrand des Laufflächenbandes bis zu einem Bereich in der Nähe eines radial inneren Randes des Karkassenaufbaus erstreckt.
  • Der Karkassenaufbau 3 hat ein Paar von ringförmigen Verankerungsstrukturen 7, die in Bereiche integriert sind, die im Wesentlichen als "Wulste" bezeichnet werden und von denen jeder beispielsweise aus einer im Wesentlichen am Umfang verlaufenden ringförmigen Einlage 8 besteht, auf die gewöhnlich als "Wulstkern" Bezug genommen wird, und einen elastomeren Füller 9 an einer radial äußeren Position trägt. Um jede der ringförmigen Verankerungsaufbauten sind die Endlaschen 10a von einer oder mehreren Karkassenlagen 10 herumgeschlagen, die textile oder metallische Korde aufweisen, die sich quer zur Umfangserstreckung des Reifens 2 erstrecken und gegebenenfalls der vorgegebenen Neigung von einem der ringförmigen Verankerungsaufbauten 7 zum anderen folgen.
  • Der Gurtaufbau 4 kann seinerseits eine oder mehrere Gurtlagen 11a, 11b, die metallische oder textile Korde einschließen, welche in geeigneter Weise zu der Umfangserstreckung des Reifens in jeweils gekreuzten Ausrichtungen zwischen einer Gurtlage und der anderen geneigt sind, sowie gegebenenfalls eine äußere Gurtlage 12 aufweisen, die eine oder mehrere Korde hat, die am Umfang in Windungen gelegt axial nebeneinander um die Gurtlagen 11a, 11b angeordnet sind.
  • Jede der Seitenwände 6 und das Laufflächenband 5 haben im Wesentlichen wenigstens eine Schicht aus elastomerem Material mit geeigneter Dicke. Mit dem Laufflächenband 5 kann auch eine so genannte Unterschicht (nicht gezeigt) aus elastomerem Material mit einer geeigneten Zusammensetzung und physikalisch-chemischen Eigenschaften verbunden sein, die als Zwischenfläche zwischen dem eigentlichen Laufflächenband und dem darunter liegenden Gurtaufbau 4 wirkt.
  • Die einzelnen Komponenten des Karkassenaufbaus 3 und des Gurtaufbaus 4, beispielsweise insbesondere die ringförmigen Verankerungsbauten 7, die Karkassenlagen 10, die Gurtlagen 11a, 11b und weitere mögliche Verstärkungen, die für die Bildung der äußeren Gurtlage 12 ausgelegt sind, werden der Vorrichtung 1 in Form von Halbfabrikaten zugeführt, die während vorhergehender Arbeitsschritte hergestellt wurden, um in geeigneter Weise miteinander zusammengefügt zu werden.
  • Die Vorrichtung 1 ist mit einer Zuführstation zum Zuführen der Komponenten des Karkassenaufbaus 3 versehen, auf die im Folgenden als Aufbaustation 13 Bezug genommen wird und die im Einzelnen beschrieben wird, da sie in jeder geeigneten Weise ausgeführt sein kann, wobei die Station so eingestellt ist, dass sie auf einer Trommel 14 arbeitet, um den Karkassenaufbau 3 darauf anzuordnen.
  • Die Trommel 14 kann so ausgestaltet sein, dass sie die Bauweise der so genannten "zweiten Stufe" hat, d.h. sie ist für den Eingriff mit dem Karkassenaufbau 3 eingestellt, der vorher in Form einer zylindrischen Hülse auf einer so genannten "Aufbautrommel" (nicht gezeigt) hergestellt wird, die der Aufbaustation 13 zugeordnet ist. Nach einer bevorzugten, in den Zeichnungen gezeigten und im Folgenden beschriebenen Ausgestaltung hat die Trommel 14 jedoch die so genannte "einstufige" Bauweise, d.h. sie ist so eingestellt, dass sie den Karkassenaufbau während des gesamten Aufbauprozesses des Reifens 2 trägt, bis dieser von der Trommel entfernt und einer Vulkanisierstufe zugeführt wird.
  • Durch Verwendung einer Trommel 14 in der "einstufigen" Bauweise wird der Schritt des Anordnens des Karkassenaufbaus 3 auf der Trommel dadurch ausgeführt, dass die Komponenten des Karkassenaufbaus direkt auf der Trommel 14 an der Aufbaustation 13 zusammengefügt werden. Für diesen Zweck wird die Karkassenlage oder werden die Karkassenlagen 10 von einer Zuführstraße 13a in Form von auf die geeignete Länge geschnittenen Abschnitten in Verbindung mit der Umfangserstreckung der Trommel 14 geliefert und auf die Trommel gewickelt, um eine so genannte "Karkassenhülse" zu bilden, die im Wesentlichen zylindrisch ist. Alternativ kann die Karkassenlage oder können die Karkassenlagen 10 zuerst geliefert und dann auf Größe geschnitten werden, wenn die Lieferung abgeschlossen ist. An den Endlaschen 10a der Lagen 10 werden ringförmige Verankerungsaufbauten 3 angebracht. Erforderlichenfalls kann die Aufbaustation 13 Vorrichtungen zum Verbinden zusätzlicher Einlagen, wie verstärkender "Lunetten" oder dergleichen, mit der Karkassenlage oder den Karkassenlagen 10 aufweisen, wobei die Einlagen während vorheriger Schritte oder in Schritten abwechselnd mit denjenigen des Ablegens der Lage oder der Lagen 10 und/oder der Komponenten des Karkassenaufbaus 3 aufgebracht werden.
  • Wie besser aus 2 und 3 zu sehen ist, hat die Trommel 14 einen Halteaufbau 15 mit einer zylindrischen Rohrform, in welcher eine Hauptwelle 16 drehbar in Eingriff steht, wobei ihre Bewegung in Axialrichtung beschränkt ist. Die Hauptwelle 16 hat einen Endteil 16a, der aus dem Halteaufbau 15 kragarmartig vorsteht und einen Befestigungsflansch 16b trägt, an dem eine proximale Hälfte 14a der Trommel 14 befestigt ist. Die proximale Hälfte 14a ist deshalb in Axialrichtung bezüglich des Halteaufbaus 15 festgelegt.
  • Eine zusätzliche Welle 17, die einen Endabschnitt 17a hat, der kragarmartig aus dem Endabschnitt 16a der Hauptwelle vorsteht, steht in einem axial verschiebbaren Eingriff mit der Hauptwelle 16, während sie von einer Bewegung in Drehrichtung abgehalten wird. Das äußere Ende des Endabschnitts 17a trägt einen zweiten Befestigungsflansch 17b, mit dem eine distale Hälfte 14b der Trommel 14 befestigt ist, die koaxial in einer spiegelbildlichen Beziehung dazu angeordnet ist.
  • Die proximale Hälfte 14a und die distale Hälfte 14b haben jeweils bewegliche Teile, die von geeigneten nicht gezeigten Betätigungseinrichtungen angetrieben werden, entweder um einen Eingriff oder eine Eingriffslösung der ringförmigen Verankerungsaufbauten 7 und/oder das Umschlagen der Endlaschen 10a der Karkassenlagen während des Aufbaus des Reifens oder für die Aufnahme eines vorher gebildeten Karkassenaufbaus zu ermöglichen.
  • Der Trommel 14 sind auch Schiebevorrichtungen zugeordnet, die auf die zusätzliche Welle 17 einwirken, um ein gegenseitig nahe zueinander Bewegen der proximalen Hälfte 14a und der distalen Hälfte 14b herbeizuführen. Diese Verschiebevorrichtungen, die in den Zeichnungen nur schematisch gezeigt sind, da sie in jeder herkömmlichen Weise ausgeführt werden können, können beispielsweise eine Kugelspindel 18, fluidbetätigte Aktivatoren oder andere Einrichtungen aufweisen.
  • Der Halteaufbau 15 wirkt auf eine Betätigungseinheit 20, die von einer elektronischen Steuereinheit 20a gesteuert wird, die den Betrieb der Vorrichtung 1 insgesamt überwacht.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform trägt die Betätigungseinrichtung 20 dazu bei, einen robotisierten Arm 21 zu steuern, der einen Endkopf 22 trägt, an dem die Trommel 14 an dem Halteaufbau 15 befestigt ist.
  • Bei dem gezeigten Beispiel ist der robotisierte Arm 21 in die Betätigungseinheit 20 eingeführt, die eine drehbare Basis 23, welche auf einer feststehenden Plattform 24 angeordnet ist und sich um eine erste vertikale Achse dreht, einen ersten Abschnitt 25, der mit der Basis 23 hin- und herschwenkbar um eine zweite vorzugsweise horizontale Achse verbunden ist, und einen zweiten Abschnitt 26 aufweist, der mit dem ersten Abschnitt 25 um eine dritte Achse verschwenkbar verbunden ist, die vorzugsweise ebenfalls horizontal ist. Der robotisierte Arm 31 wird von dem zweiten Abschnitt 26 an einer Achse senkrecht zu der dritten Schwenkachse drehbar gehalten. Der mit dem robotisierten Arm 21 verbundene Kopf 22 greift starr an dem Halteaufbau 15 mit der Möglichkeit einer Verschwenkung um eine fünfte und eine sechste Schwenkachse an, die zueinander senkrecht sind.
  • Ein an dem Halteaufbau 14 starr befestigter Motor 19 betätigt die primäre Welle 16 der Trommel 14, um die proximale Hälfte 14a und die distale Hälfte 14b gleichzeitig in Drehung zu versetzen.
  • Gleichzeitig mit dem Zusammenfügen des Karkassenaufbaus 3 auf der Trommel 14 erfolgt die Herstellung des Gurtaufbaus auf einer zusätzlichen Trommel 18. Insbesondere ist für diesen Zweck vorgesehen, dass die zusätzliche Trommel 28 mit einer Station 29 zum Aufbringen des Gurtaufbaus 4 zusammenwirkt, die beispielsweise wenigstens eine Zuführstraße 29a aufweisen kann, auf der Halbfabrikate in Form eines fortlaufenden Streifens vorwärtsbewegt werden, wobei die Halbfabrikate dann in Abschnitte mit einer der Umfangserstreckung der zusätzlichen Trommel 28 entsprechenden Länge gleichzeitig zur Herstellung der entsprechenden Gurtlagen 11a, 11b darauf geschnitten werden. Mit der Zuführstraße für die Gurtlagen 29a ist eine Zuführeinheit zum Zuführen von einer oder mehreren zusätzlichen Verstärkungseinlagen kombiniert, beispielsweise von fortlaufenden Korden (in den Zeichnungen nicht gezeigt) für das Aufbringen auf den Gurtlagen 11a, 11b zur Bildung der äußeren Gurtlage 12 in Form von axial fortlaufenden Umfangswindungen.
  • Nach der Aktion geeigneter Überführungsvorrichtungen wird der auf der zusätzlichen Trommel 28 angeordnete Gurtaufbau 4 von dieser abgenommen und auf den auf der Trommel 14 angeordneten Karkassenaufbau 3 in Form einer zylindrischen Hülse, wie in 2 gezeigt, überführt. Die Überführungsvorrichtungen können beispielsweise ein Überführungselement 30 mit im Wesentlichen Ringform aufweisen, das so weit bewegt wird, bis es um die zusätzliche Trommel 28 herum angeordnet ist, um den Gurtaufbau 4 davon aufzunehmen.
  • Die zusätzliche Trommel 28 löst in an sich bekannter Weise den Eingriff mit dem Gurtaufbau 4, so dass er dann von dem Überführungselement 30 für das Anordnen in einer geeigneten Position für einen Eingriff mit dem Karkassenaufbau 3 gehandhabt wird. Nach der Aktion der Betätigungseinheit 20 wird die Trommel 14 ihrerseits dazu gebracht, mit dem Überführungselement 30 ausgehend von der Position, in der die Trommel mit der Aufbaustation 13 zusammenwirkt, oder anderen Vorrichtungen zusammenzuwirken, die für den Eingriff mit dem Karkassenaufbau 3 darauf angepasst sind.
  • Wenn der auf dem Überführungselement 30 gehaltene Gurtaufbau 4 um den Karkassenaufbau 3 herum in einer koaxialen Beziehung dazu angeordnet ist, muss letzterer in eine Torusform dadurch gebracht werden, dass die ringförmigen Verankerungsaufbauten 7 einander axial angenähert werden und dem Karkassenaufbau gleichzeitig ein Druckfluid zugeführt wird, so dass sich ein Zwischenteil davon radial ausdehnt, bis die Karkassenlage oder die Karkassenlagen 10 in Kontakt mit der inneren Fläche des Gurtaufbaus 4 gebracht sind.
  • Für diesen Zweck werden die proximale Hälfte 14a und die distale Hälfte 14b ausgehend von einem Aufbauzustand, in welchem sie, wie in 2 gezeigt, axial beabstandet sind, um die Bildung der Karkassenhülse mit zylindrischer Form auf der Trommel 14 zu ermöglichen, nahe zueinander bis in einen Formzustand bewegt, in welchem, wie in 3 gezeigt ist, die Hälften 14a, 14b axial nahe gegeneinander bewegt sind, um die radiale Expansion des Karkassenaufbaus 3 zu ermöglichen. Vorteilhafterweise wird eine gegenseitige Annäherung der proximalen Hälfte 14a und der distalen Hälfte 14b dadurch ausgeführt, dass nach der Aktion der der Trommel 14 zugeordneten Verschiebevorrichtungen 18 ein axiales Verschieben der zusätzlichen Welle 17 und somit der distalen Hälfte 14b zu dem Halteaufbau 15 hin herbeigeführt wird, während die proximale Hälfte 14a eine feste axiale Positionierung bezüglich des Halteaufbaus beibehält.
  • Damit eine Verbindung in der richtigen Weise erfolgen kann, werden die Bewegungen der Betätigungseinheit 20 und/oder des Überführungselements 30 durch die Steuereinheit 20a so gesteuert, dass ein gegenseitiger Kontakt zwischen dem Karkassenaufbau 3 und dem Gurtaufbau 4 an einer gemeinsamen Meridianebene von ihnen erfolgt.
  • Für diesen Zweck ist die Trommel 14 in dem Aufbauzustand vorzugsweise so vorgesehen, dass sie axial in das Überführungselement 30, vorzugsweise bis zum Heranführen an die axiale Mittelebene des Karkassenaufbaus 3, eingeführt ist, um mit der axialen Mittelebene des Gurtaufbaus 4 in der vorstehend erwähnten gemeinsamen Meridianebene zusammenzufallen, die in 2 und 3 mit "P" bezeichnet ist. Die Steuereinheit 20a steuert somit die Bewegungen der Betätigungseinheit 20 derart, dass eine Verschiebung des Halteaufbaus 15 und somit der proximalen Hälfte 14a zu der distalen Hälfte 14b hin erfolgt. Bei der Betätigung der Verschiebevorrichtungen 18, die ebenfalls von der Steuereinheit 20a gesteuert werden, wird gleichzeitig die distale Hälfte 14b axial zu dem Halteaufbau 15 um eine Größe hin bewegt, die als Hub und/oder Geschwindigkeit ausgedrückt wird und zum Doppelten der Verschiebung, die von dem Halteaufbau bezüglich der axialen Mittelebene ausgeführt wird, die zwischen den Hälften 14a, 14b identifizierbar ist und mit der gemeinsamen Meridianebene "P" zusammenfällt, proportional ist und ihm vorzugsweise entspricht.
  • Gemäß einer möglichen alternativen Ausgestaltung kann die Steuereinheit 20a die Bewegung der Verschiebevorrichtungen 18 und des Überführungselements 30 so steuern, dass beginnend von einer anfänglichen Bezugsposition aus, in der die axialen Mittelebenen des Karkassenaufbaus 3 und des Gurtaufbaus 4 in der gemeinsamen Meridianebene "P" zusammenfallen, der Gurtaufbau 4 zu der proximalen Hälfte 14a hin und gleichzeitig die distale Hälfte 14b zu der proximalen Hälfte 14a hin um einen Betrag bewegt wird, der, ausgedrückt als Hub und/oder Geschwindigkeit, im Wesentlichen proportional zu dem Doppelten der von dem Gurtaufbau 4 ausgeführten Verschiebung ist oder ihm vorzugsweise entspricht.
  • Auf dem Gurtaufbau 4 kann nach dem vorstehend beschriebenen Formschritt oder gleichzeitig damit ein Walzschritt in herkömmlicher Weise ausgeführt werden, um eine bessere Haftung des Gurtaufbaus 4 an der Karkassenlage oder den Karkassenlagen 10 zu erhalten.
  • Wenn der Eingriff abgeschlossen ist, wird die Trommel 14 im Formzustand zusammen mit der Karkasse 3 und dem Gurtaufbau 4, die darauf in Eingriff gebracht sind, vor wenigstens eine Einheit 31 zum Aufbringen wenigstens eines langgestreckten Elements aus rohem e lastomerem Material überführt, das für die Bildung von wenigstens einer Komponente des Reifens an einer Position außerhalb des Karkassenaufbaus 3 angepasst ist.
  • Genauer gesagt, kann das langgestreckte Element in fortlaufenden Umfangswindungen um eine geometrische Achse des Karkassenaufbaus 3 herum an einer Position radial außerhalb des Gurtaufbaus 4 zur Bildung des Laufflächenbandes 5 und/oder an einer Position axial außerhalb des Karkassenaufbaus 3 zur Bildung der Seitenwände 6 aufgebracht werden.
  • Vorzugsweise erfolgt das Aufbringen des Laufflächenbandes 5 und/oder das Anbringen der Seitenwände 6 in der vorstehend erwähnten Weise, auch wenn die Möglichkeit nicht ausgeschlossen werden soll, das Laufflächenband 5 oder die Seitenwände 6 auf andere herkömmliche Weise herzustellen.
  • Die Aufbringeinheit 31 kann ein oder mehrere Förderelemente 31a, 31b, 31c aufweisen, von denen jedes so eingestellt ist, dass es ein entsprechendes langgestrecktes Element aus elastomerem Material auf den Karkassenaufbau 3 und/oder den Gurtaufbau 4 ablegt. Jedes Förderelement 31a, 31b, 31c kann beispielsweise ein Extruder, eine Applikatorwalze oder ein anderes Element aufweisen, das, wenn es nahe an den in Herstellung befindlichen Reifen gebracht ist, sich dazu eignet, das jeweilige langgestreckte Element direkt an dem Gurtaufbau 4 und/oder dem Karkassenaufbau 3, die von der Trommel 14 gehalten werden, gleichzeitig mit dem Wickeln des langgestreckten Elements um die geometrische Achse des Karkassenaufbaus 3 abzugeben.
  • Genauer gesagt, kann ein erstes Förderelement 31a so eingestellt werden, dass ein erstes langgestrecktes Element auf den Gurtaufbau 4 zur Bildung des Laufflächenbandes 5 geliefert wird.
  • Wenn die Herstellung des Laufflächenbandes 5 die Ausbildung einer so genannten Unterschicht erfordert, kann ein zusätzliches Förderelement 31b vorgesehen werden, um ein zusätzliches langgestrecktes Element direkt abzulegen, das so ausgelegt ist, dass es die Unterschicht aus elastomerem Material auf dem Gurtaufbau 4 bildet, bevor das erste Förderelement 31a in Funktion tritt.
  • Ferner ist wenigstens ein zweites Förderelement 31c vorgesehen, das so eingestellt ist, dass es ein zweites langgestrecktes Element direkt auf die Karkassenlage 10 gleichzeitig mit der Drehung der Trommel 14 fördert, so dass ein Wickeln des langgestreckten Elements auf dem Karkassenaufbau 3, der von der Trommel 14 gehalten wird, an einer axial äußeren Position ermöglicht wird.
  • Die Betätigungseinheit 20 wirkt mit den Förderelementen 31a, 31b, 31c zur Bildung der Aufbringeinheit 31 zusammen.
  • Ein Motor 18 betätigt die Trommel 14 so, dass sie um ihre geometrische Achse in Drehung versetzt wird, wodurch jedes der langgestreckten Elemente am Umfang bezüglich des Karkassenaufbaus 3 verteilt wird. Gleichzeitig führt die Betätigungseinheit 20 gesteuerte relative Verschiebungen zwischen der Trommel 14 und den Förderelementen 31a, 31b, 31c aus, um das langgestreckte Element in Windungen zu verteilen, die in einer nebeneinander liegenden Beziehung angeordnet sind, um das Laufflächenband 5 und/oder eine Seitenwand 6 in Übereinstimmung mit den Anforderungen an die gewünschte Dicke und die geometrische Gestalt zu bilden.
  • Die Betätigungseinheit 20 eignet sich somit zum Halten der Trommel 14 und zum Führen ihrer Bewegung während des ganzen Herstellungszyklus gesteuert von der Steuereinheit 20a, wobei die Trommel für ein Zusammenwirken mit der Aufbaustation 13 und danach mit den Teilen der Vorrichtung 1 für die Ausführung der Verbindung des Gurtaufbaus 4 auf dem Karkassenaufbau 3 sowie für die nachfolgende Ausbildung des Laufflächenbandes 5 und der Seitenwände 6 in geeigneter Weise bewegt und angetrieben wird.
  • D.h. im Einzelnen, dass die Betätigungseinheit 20, nachdem die Trommel 14 so positioniert worden ist, dass sie den Eingriff des Karkassenaufbaus 3 auf ihr ermöglicht, die Trommel in eine Position koaxial zu dem Überführungselement 30 des Gurtaufbaus 4 bringt. Wenn der Eingriff des Gurtaufbaus 4 auf dem Karkassenaufbau 3 nach dem Formen des Karkassenaufbaus 3 zu einer Torusform ausgeführt ist, bringt die Betätigungseinheit 20 die Trommel 14, indem sie in geeigneter Weise bewegt, vor das mögliche zusätzliche Förderelement 31b, das so ausgelegt ist, die mögliche Unterschicht auszubilden, und danach vor das erste Förderelement 31a, durch dessen Funktion die Ausbildung des Laufflächenbandes 5 abgeschlossen wird. Danach wird die Trommel 14 zu dem zweiten Förderelement 31c überführt und in geeigneter Weise vor die letztere bewegt, um die Ausbildung von einer der Seitenwände 6 seitlich an dem Karkassenaufbau 3 gerade als Anzeige zu bestimmen, die von dem ringförmigen Verankerungsaufbau 7 aus bis in die Nähe des entsprechenden Seitenrandes des vorher ausgebildeten Laufflächenbandes 5 geht. Nach dem Drehen der Trommel 14 vor das zweite Förderelement 31c beginnt auf der Seite des Karkassenaufbaus 3, die der vorher gebildeten Seitenwand 6 gegenüberliegt, die Ausbildung der Seitenwand 6.
  • Der vorstehend beschriebene Betriebsablauf ermöglicht eine solche Ausbildung der Seitenwände 6, dass ihre radial äußeren Endstücke 6a seitlich bezüglich der Seitenränder des Laufflächenbandes 5 entsprechend dem Bauschema darüber gelegt sind, auf das als "darüberliegende Seitenwände" Bezug genommen wird.
  • Genauso leicht kann jedoch auch die Ausbildung der Seitenwände 6 mit dem Auslegungsschema, das als "darunter liegende Seitenwände" bezeichnet wird, erfolgen, indem die Trommel 14 der Wirkung des zweiten Förderelements 31c ausgesetzt wird, um eine Bildung der Seitenwände 6 zu bestimmen, bevor sie vor das mögliche zusätzliche Förderelement 31b und das erste Förderelement 31a zur Bildung des Laufflächenbandes 5 gebracht wird.
  • Während ihrer Funktion hält jedes der Förderelemente 31a, 31b, 31c vorzugsweise eine festgelegte Positionierung bei, während die Trommel 14 in Drehung versetzt und geeignet in Vertikalrichtung durch die Betätigungseinheit 20 bewegt wird, um eine geeignete Verteilung eines jeden langgestreckten Elements festzulegen, damit so eine Schicht mit geeigneter Form und Dicke über dem Karkassenaufbau 3 und/oder dem Gurtaufbau 4 gebildet wird. Das von jedem der Förderelemente 31a, 31b, 31c aus zugeführte fortlaufende, langgestreckte Element kann in vorteilhafter Weise einen abgeflachten Querschnitt haben, so dass die Dicke der so gebildeten elastomeren Schicht moduliert werden kann, indem der Überlappungsgrad der fortlaufenden Windungen und/oder die Ausrichtung der Oberfläche des in Fertigung befindlichen Reifens bezüglich des Querschnittsprofils des von dem Förderelement zugeführten langgestreckten Elements variiert wird.
  • Wenn die Herstellung des Laufflächenbandes 5 und der Seitenwände 6 abgeschlossen ist, sorgt die Betätigungseinheit 20 für eine neue Verschiebung der Trommel 14, um sie von der Aufbringeinheit 31 wegzubewegen und vor Vorrichtungen (nicht gezeigt) zu positionieren, die dafür ausgelegt sind, den Eingriff des aufgebauten Reifens 2 und der Trommel 14 zu lösen. Danach überführt die Betätigungseinheit 20 die Trommel 14 wieder vor die Aufbaustation 13, um die Anordnung eines neuen Karkassenaufbaus 3 auf der Trommel zu ermöglichen.
  • Die Trommel 14 kann vorteilhafterweise so vorgesehen werden, dass sie in einem lösbaren Eingriff mit dem Endabschnitt 22 des robotisierten Arms 21 steht, um dessen leichten Austausch zu ermöglichen. Zusätzlich kann eine Vielzahl von voneinander verschiedenen Trommeln 14 vorgesehen werden, die der Vorrichtung 1 zugeordnet werden und beispielsweise in einem Magazin 32 für einen individuellen Eingriff mit der Betätigungseinheit 20 angeordnet sind, um die Herstellung von Reifen zu ermöglichen, die unterschiedliche Abmessungs- und/oder Struktureigenschaften haben.
  • Für diesen Zweck kann die Betätigungseinheit 20 so eingestellt werden, dass sie mit dem Magazin 32 zusammenwirkt, um die Trommel 14 darin in Eingriff mit dem Endkopf 22 abzulegen und sie durch eine andere Trommel auszutauschen, die für die Herstellung eines anderen Reifentyps angepasst ist.
  • Um ein perfektes Zusammenwirken jeder Trommel 14 mit der Aufbaustation 13 zu gewährleisten, kann in vorteilhafter Weise dafür gesorgt werden, dass das Überführungselement 30 und alle anderen Elemente der Vorrichtung 1, wenn erforderlich, eine Winkelkorrekturverschwenkung der Trommel 14 ausführen können, um der geometrischen Trommelachse eine vorgegebene Ausrichtung zu geben. Dadurch ist es möglich, alle auftretenden Fehlausrichtungen, beispielsweise aufgrund des Unterschieds im Gewicht zwischen einer Trommel 14, die dafür ausgelegt ist, Reifen mit relativ kleinen Größen (4c) herzustellen, und einer Trommel zu korrigieren, die für die Herstellung von großen Reifen (4a) eingestellt ist.
  • Aus einem Vergleich von 4a, 4b und 4c ist leicht zu ersehen, dass die Trommel 14 mit Hilfe von über die Betätigungseinheit 20 übertragenen kleinen Winkelbewegungen jede Abweichung leicht kompensieren kann, die die X-Achse der Trommel 14 bezüglich einer genauen Winkelausrichtung hat. Ausgehend von einem angenommenen Zustand, in welchem die Betätigungseinheit 20 die genaue Winkelausrichtung einer Trommel 14 mittlerer Größe, wie in 4b, beibehält, würde, wenn diese Trommel durch eine größere Trommel 14 gemäß
  • 4a ausgetauscht werden soll, die Ausrichtung der geometrischen Achse X der neuen Trommel aufgrund eines größeren Gewichts zu einer Abweichung nach unten zu der mit X' in 4a bezeichneten Position neigen. Diese Abweichung kann jedoch leicht dadurch korrigiert werden, dass der Trommel 14 eine geringe Winkelkorrekturverschwenkung in Uhrzeigerrichtung bezüglich 4a durch die Betätigungseinheit 20 erteilt wird.
  • Umgekehrt würde, wenn die Trommel 14 durch eine Trommel kleinerer Größe, wie in 4c gezeigt ist, ausgetauscht wird, eine Ausrichtung der geometrischen Achse X der neuen Trommel aufgrund des geringeren Gewichts zu einer Abweichung nach oben in die in 4c mit X'' bezeichnete Position neigen. Diese Neigung wird dadurch korrigiert, dass auf die Trommel 14 eine leichte Winkelkorrekturverschwenkung in Gegenuhrzeigerrichtung bezüglich 4c ausgeübt wird.
  • Zur Ausführung einer automatischen und genauen Winkelkorrekturverschwenkung kann ein Identifizierungscode vorgesehen werden, der jeder Trommel 14 zugeordnet wird. Der Code kann beispielsweise auf einer kleinen Speichereinheit gespeichert werden oder Strichcodes, mechanische Referenzen oder dergleichen aufweisen, die für die Erfassung durch ein geeignetes System angepasst sind, das es der elektronischen Steuereinheit 20a ermöglicht, den Typ der Trommel 14 zu erkennen, der an dem Endkopf 22 in Eingriff sitzt. In der Steuereinheit 20a kann auch eine Reihe von Winkelkorrekturwerten gespeichert werden, von denen jeder mit einem der Identifiziercodes der Trommeln 14 kombiniert ist, die in der Vorrichtung 1 vorgesehen sind. Beim Erfassen des Identifiziercodes der Trommel 14, die der Betätigungseinheit 20 zugeordnet ist, wählt eine der Steuereinheit 20a zugeordnete Wahleinheit den damit kombinierten Winkelkorrekturwert, ansprechend auf den die Steuereinheit die nachfolgende Winkelkorrekturverschwenkung durch die Betätigungseinheit 20 befiehlt, um der Trommel 14 die vorher eingestellte Ausrichtung zu geben.
  • Alternativ dazu kann zur Steuerung der Winkelkorrekturverschwenkung die Verwendung von Vorrichtungen zur Erfassung der Ausrichtung der Trommel 14 vorgesehen werden, wobei diese Vorrichtungen beispielsweise Detektoren mit photoelektrischer Zelle oder dergleichen aufweisen, die zum Senden eines Signals zu der Steuereinheit 20a angepasst sind, das der Winkelausrichtung entspricht, die die der Betätigungseinheit 20 zugeordnete Trommel 14 hat. Ein der Steuereinheit 20a zugeordneter Komparator vergleicht die erfasste Ausrichtung mit einem vorgegebenen Ausrichtungswert, der in der Steuereinheit gespeichert ist. Wenn der erfasste Ausrichtungswert von dem vorgegebenen Wert um mehr als einen gegebenen Toleranzschwellenwert abweicht, befiehlt die Steuereinheit 20a die Ausführung der Winkelkorrekturverschwenkung.
  • Bei einer in 5 gezeigten alternativen Ausführungsform hat die Betätigungseinheit 20 einen Schlitten 33, der längs eines Führungsaufbaus 34 zwischen einer ersten Position, in der, wie durch ausgezogene Linie gezeigt ist, er die Trommel 14 vor der Aufbaustation 13 hält, und einer zweiten Position bewegbar ist, in der, wie durch eine strichpunktierte Linie gezeigt ist, er die Trommel 14 in der Nähe der Einheit 31 zum Aufbringen des langgestreckten Elements hält. In diesem Fall können wenigstens zwei Extruder oder andere Fördereinrichtungen 31c zur Bildung der Seitenwände vorgesehen werden, wobei die Förderelemente gegebenenfalls radial und/oder quer bezüglich der geometrischen Achse des Karkassenaufbaus 3 bewegbar sind, um eine Verteilung der jeweiligen langgestreckten Elemente in Windungen zu bestimmen, die radial in einer Beziehung Seite an Seite an den gegenüberliegenden Seiten des in Fertigung befindlichen Karkassenaufbaus 3 angeordnet werden.
  • Gemäß einer weiteren alternativen Ausgestaltung zur Verwendung bei einem der vorstehend beschriebenen Beispiele kann das Förderelement oder können die Förderelemente 31a, 31b, 31c so vorgesehen werden, dass sie quer zur Ümfangserstreckung des Karkassenaufbaus 3 und/oder des Gurtaufbaus 4 bewegt werden, um die Querverteilung der Windungen festzulegen, die mit dem fortlaufenden langgestreckten Element gebildet werden.
  • Die vorliegende Erfindung erreicht wesentliche Vorteile.
  • Der Ausschluss der Bewegbarkeit der proximalen Hälfte 14a der Trommel 14 zugunsten einer Verdoppelung des von der distalen Hälfte 14b ausgeführten Hubs ermöglicht das Erreichen einer überraschenden baulichen Vereinfachung und Gewichtsreduzierung in der Trommel 14, so dass sie für die Steuerung durch eine robotisierte Vorrichtung oder dergleichen geeignet wird. Die Erfindung benutzt auch die Mobilität der Betätigungseinheit 20 und/oder des Überführungselements 30 für den Gurtaufbau 4, um den Eingriff des Karkassenaufbaus 3 mit dem Gurtaufbau 4 in einer axial zentrierten Position ohne erwünschte Fehlausrichtung bei dem Montagevorgang zu gewährleisten, die aufgrund des Fehlens der Beweglichkeit der proximalen Hälfte 14a der Trommel 14 verursacht wird.
  • Die Erfindung erlaubt auch einen einfachen Austausch der verwendeten Trommel 14, so dass die Installierung sofort an die Fertigung von Reifen anpassbar ist, die sich unterscheidende bauliche Merkmale und/oder Größen haben. Diese Möglichkeit ist besonders vorteilhaft, da sie in Kombination mit der Bildung des Laufflächenbandes 5 und/oder der Seitenwände 6 genutzt wird, indem das von der Aufbringeinheit 31 zugeführte fortlaufende langgestreckte Element in fortlaufende Windungen gelegt wird, was an die Fertigung von Reifen in irgendeiner Form und/oder Größe leicht anpassbar ist.
  • Die Ausbildung des Laufflächenbandes 5 und/oder der Seitenwände 6 durch Legen eines fortlaufenden langgestreckten Elements in Windungen, die in einer Beziehung Seite an Seite angeordnet sind, ermöglicht auch die Überwindung aller Begrenzungen des Standes der Technik, die mit den Erfordernissen in Beziehung stehen, eine komplizierte und voluminöse Maschinenanlage zur Herstellung von Laufflächenbändern und Seitenwänden durch Extrusion zu verwenden, deren Anlagen- und Betriebskosten nur eine Fertigung in großem Maßstab rechtfertigen.
  • Im Gegensatz dazu macht es die Erfindung möglich, das Laufflächenband und die Seitenwände mit einer einfacheren und kleineren Maschinenanlage herzustellen, die für eine Produktion in Übereinstimmung mit der Produktivität der individuellen Vorrichtung 1 geeignet ist.

Claims (25)

  1. Verfahren zur Herstellung von Reifen für Fahrzeugräder, welches die Schritte aufweist: – Anordnen eines Karkassenaufbaus (3), der die Form einer zylindrischen Hülse hat, auf einer Trommel (14), die aus einer distalen Hälfte (14b) und einer proximalen Hälfte (14a) besteht, die beide von einem Halteaufbau (15) getragen werden, – Anordnen eines Gurtaufbaus (4) koaxial um den Karkassenaufbau (3) herum, – Bewegen der proximalen und distalen Hälfte (14a, 14b) von einem Aufbauzustand in einen Formzustand nahe aufeinander zu, um eine radiale Aufweitung eines Zwischenabschnitts des Karkassenaufbaus (3) herbeizuführen, bis der Zwischenabschnitt in Kontakt mit einer Innenfläche des Gurtaufbaus (4) gebracht wird, wobei während des nahe aufeinander zu Bewegens der proximalen und distalen Hälfte (14a, 14b) die proximale Hälfte (14a) eine feste axiale Positionierung bezüglich des Halteaufbaus (15) beibehält, und – Überführen der Trommel im Formzustand vor wenigstens eine Einheit (31) zum Aufbringen wenigstens eines langgestreckten Elements aus elastomerem Material in Form von Umfangswindungen, wobei die Einheit zur Bildung wenigstens eines Bauelements (5, 6) des Reifens (2) in einer Position außerhalb von dem Karkassenaufbau (3) angepasst ist.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem die gegenseitige Annäherung der proximalen und distalen Hälfte (14a, 14b) eine Verschiebung des Halteaufbaus (15) zu der distalen Hälfte (14b) hin sowie eine Verschiebung der distalen Hälfte (14b) zu dem Halteaufbau (15) hin mit einer Größe aufweist, die proportional zu der Verschiebung ist, die von dem Halteaufbau (15) bezüglich einer Mittelebene (P) zwischen den Hälften (14a, 14b) ausgeführt wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, bei welchem die Verschiebung der distalen Hälfte (14b) zu dem Halteaufbau (15) hin mit einer Größe auftritt, die dem Doppelten der Ver schiebung entspricht, die von dem Halteaufbau (15) bezüglich einer Mittelebene (P) zwischen den Hälften (14a, 14b) ausgeführt sind.
  4. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem die gegenseitige Annäherung der proximalen und distalen Hälfte (14a, 14b) eine Verschiebung des Gurtaufbaus (4) zu dem Halteaufbau (15) hin sowie eine Verschiebung der distalen Hälfte (14b) zu dem Halteaufbau (15) hin mit einer Größe aufweist, die proportional zu der Verschiebung ist, die von dem Gurtaufbau (4) zu dem Halteaufbau (15) hin ausgeführt wird.
  5. Verfahren nach Anspruch 4, bei welchem die Verschiebung der distalen Hälfte (14b) zu dem Halteaufbau (15) hin mit einer Größe erfolgt, die dem Doppelten der Verschiebung entspricht, die von dem Gurtaufbau (4) zu dem Halteaufbau (15) hin ausgeführt wird.
  6. Verfahren nach Anspruch 2, bei welchem die Verschiebung des Halteaufbaus (15) durch eine Betätigungseinheit (20) ausgeführt wird, die den Halteaufbau (15) trägt.
  7. Verfahren nach Anspruch 1, welches weiterhin den Schritt des Ausführens einer Winkelkorrekturverschwenkung des Halteaufbaus (15) aufweist, um eine geometrische Achse der Trommel (14) in einer vorgegebenen Ausrichtung anzuordnen, die mit einer geometrischen Achse des Gurtaufbaus (4) zusammenfällt.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, welches weiterhin die Schritte aufweist: – Erfassen von Identifizierungsdaten der Trommel (14), – Auswählen eines mit den erfassten Identifizierungsdaten kombinierten Wertes aus einer Vielzahl von vorgegebenen Winkelkorrekturwerten, und – Ausführen der Winkelkorrekturverschwenkung in Übereinstimmung mit dem ausgewählten Wert abhängig von den erfassten Identifizierungswerten.
  9. Verfahren nach Anspruch 7, welches weiterhin die Schritte aufweist: – Erfassen der Ausrichtung der geometrischen Achse der Trommel (14), – Vergleichen der ausgewählten Ausrichtung mit dem Wert der vorgegebenen Ausrichtung und – Ausführen der Winkelkorrekturverschwenkung, wenn der erfasste Wert von dem vorgegebenen Wert um mehr als einen vorherbestimmten Toleranzschwellenwert abweicht.
  10. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem das Bauelement ein Laufflächenband (5) aufweist, wobei das Aufbringen des langgestreckten Elements an einer Position radial außerhalb des Gurtaufbaus (4) ausgeführt wird.
  11. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem das wenigstens eine Bauelement die Seitenwände (6) aufweist, wobei das Aufbringen des langgestreckten Elements an Positionen axial außerhalb des Karkassenaufbaus (3) ausgeführt wird.
  12. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem der Schritt des Anordnens des Karkassenaufbaus (3) auf der Trommel (14) während des Zusammenfügens der Bauelemente des Karkassenaufbaus auf der Trommel (14) ausgeführt wird.
  13. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem vor dem Anordnen des Karkassenaufbaus (3) auf der Trommel (14) ein Schritt ausgeführt wird, bei welchem die Trommel (14) zu einer Zuführstation (13) für die Bauelemente des Karkassenaufbaus (3) überführt wird.
  14. Vorrichtung zum Herstellen von Reifen für Fahrzeugräder, wobei die Vorrichtung – eine Trommel mit einer distalen Hälfte (14b) und einer proximalen Hälfte (14a), die beide von einem Halteaufbau (15) getragen werden, – Überführungsvorrichtungen (30) zum Anordnen eines Gurtaufbaus (4) koaxial um einen Karkassenaufbau (3) herum, der auf der Trommel (14) in der Form einer zylindrischen Hülse angeordnet ist, – Verschiebevorrichtungen (18) zum Bewegen der proximalen und distalen Hälfte (14a, 14b) aus einem Aufbauzustand in einen Formzustand nahe zueinander und – zum Anbringen eines langgestreckten Elements aus elastomerem Material wenigstens eine Einheit (31) aufweist, die für ein Zusammenwirken mit der Trommel (14) so eingestellt ist, dass das Ablegen des langgestreckten Ele ments in Umfangswindungen außerhalb des Karkassenaufbaus (3) zur Herstellung wenigstens eines Bauelements (5, 6) des Reifens (2) erreicht wird, – wobei die proximale Hälfte (14a) bezüglich des Halteaufbaus (15) axial festgelegt ist.
  15. Vorrichtung nach Anspruch 14, welche weiterhin – eine Betätigungseinheit (20), die den Halteaufbau (15) trägt, und – eine Steuereinheit (20a) aufweist, welche auf die Betätigungseinheit (20) und die Verschiebevorrichtungen (18) so einwirkt, dass eine Verschiebung des Halteaufbaus (15) zur distalen Hälfte (14b) hin und eine gleichzeitige Verschiebung der distalen Hälfte (14b) zu dem Halteaufbau (15) hin mit einer Größe herbeigeführt wird, die proportional zu der Verschiebung ist, die von dem Halteaufbau (15) bezüglich einer Mittelebene (P) zwischen den Hälften (14a, 14b) ausgeführt wird.
  16. Vorrichtung nach Anspruch 15, bei welcher die Steuereinheit (20a) so programmiert ist, dass eine Verschiebung der distalen Hälfte (14b) zu dem Halteaufbau (15) mit einer Größe bestimmt wird, die dem Doppelten der Verschiebung entspricht, die von dem Halteaufbau (15) bezüglich einer Mittelebene (P) zwischen den Hälften (14a, 14b) ausgeführt wird.
  17. Vorrichtung nach Anspruch 14, welche weiterhin – eine Betätigungseinheit (20), die den Halteaufbau (15) trägt, und – eine Steuereinheit (20a) aufweist, die auf die Betätigungseinheit und die Verschiebevorrichtungen (18) so einwirkt, dass eine Verschiebung des Gurtaufbaus (4) zu dem Halteaufbau (15) hin und eine gleichzeitige Verschiebung der distalen Hälfte (14b) zu dem Halteaufbau (15) hin mit einer Größe hergeführt wird, die im Wesentlichen proportional zur Verschiebung ist, die von dem Gurtaufbau (4) zu dem Halteaufbau (15) hin ausgeführt wird.
  18. Vorrichtung nach Anspruch 17, bei welcher die Steuereinheit (20a) so programmiert ist, dass sie eine Verschiebung der distalen Hälfte (14b) zu dem Halteaufbau (15) hin mit einer Größe herbeiführt, die dem Doppelten der Verschiebung entspricht, die von dem Gurtaufbau (4) zu dem Halteaufbau (15) hin ausgeführt wird.
  19. Vorrichtung nach Anspruch 15 oder 17, bei welcher die Betätigungseinheit (20) einen robotisierten Arm (21) aufweist, der die Trommel (14) trägt.
  20. Vorrichtung nach Anspruch 19, bei welcher die Trommel (14) lösbar mit dem robotisierten Arm (21) verbunden ist.
  21. Vorrichtung nach Anspruch 18 mit einer Vielzahl von voneinander verschiedenen Trommeln (14) für ein individuelles In-Eingriff-Bringen mit der Betätigungseinheit (20).
  22. Vorrichtung nach Anspruch 19, welche weiterhin eine Steuereinheit (20a) aufweist, die auf die Betätigungseinheit (20) so einwirkt, dass die Trommel (14) einer Winkelkorrekturverschwenkung unterworfen wird, um eine geometrische Achse der Trommel (14) in einer vorgegebenen Ausrichtung anzuordnen, die mit der geometrischen Achse des Gurtaufbaus (4) zusammenfällt.
  23. Vorrichtung nach Anspruch 22, bei welcher die Steuereinheit (20a) – einen Speicher, der eine Vielzahl von Winkelkorrekturwerten enthält, von denen jeder mit den Identifizierungsdaten einer Trommel (14) kombiniert ist, die mit dem robotisierten Arm (21) verbindbar ist, – einen Erfassungsblock zum Erfassen der Identifizierungsdaten der Trommel (14), die mit dem robotisierten Arm (21) verbunden ist, und – eine Auswähleinheit zum Auswählen des mit den erfassten Identifizierungsdaten kombinierten Werts aus der Vielzahl von Winkelkorrekturwerten aufweist, – wobei die Steuereinheit (20a) die Winkelkorrekturverschwenkung ansprechend auf den von der Wähleinheit ausgewählten Wert ausführt.
  24. Vorrichtung nach Anspruch 22, welche weiterhin – eine Vorrichtung zum Erfassen der Ausrichtung der Trommel (14) und – einen Komparator zum Vergleichen der von der Steuervorrichtung erfassten Ausrichtung mit dem Wert der vorgegebenen Ausrichtung aufweist, – wobei die Steuereinheit (20a) die Winkelkorrekturverschwenkung ausführt, wenn der erfasste Wert von dem vorgegebenen Wert mehr als ein vorgegebener Toleranzschwellenwert abweicht.
  25. Vorrichtung nach Anspruch 14, welche weiterhin zum Zuführen der Bauelemente des Karkassenaufbaus (3) eine Zuführstation (13) aufweist, die so eingestellt ist, dass sie mit der Trommel (14) zusammenwirkt, um den Karkassenaufbau (3) auf der Trommel zu bilden.
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