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QUERVERWEIS AUF VERWANDTE
PATENTANMELDUNGEN
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Diese
Patentanmeldung beansprucht die Priorität der am 13. Juni 2002 eingereichten
provisorischen US-Patentanmeldung 60/388 665 und der am 26. November
2002 eingereichten provisorischen US-Patentanmeldung 60/429 077.
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GEBIET DER
ERFINDUNG
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Die
Erfindung befindet sich auf dem Gebiet der medizinischen Chemie
und betrifft Verbindungen und pharmazeutischen Zusammensetzungen
davon, die bakterielle Gyrase und/oder Topo IV hemmen. Die Verbindungen
sind als Inhibitoren der Aktivität
von bakterieller Gyrase und/oder Topo IV nützlich. Die Erfindung ist weiterhin
auf Verfahren zur Senkung der Bakterienbelastung in einer biologischen
Probe gerichtet.
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STAND DER
TECHNIK FÜR
DIE ERFINDUNG
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Die
Bakterienresistenz gegenüber
Antibiotika ist bereits seit langem erkannt worden und wird heutzutage
als ein weltweites ernsthaftes Gesundheitsproblem betrachtet. Als
ein Ergebnis dieser Resistenz sind einige bakterielle Infektionen
entweder schwierig mit Antibiotika zu behandeln oder sogar unbehandelbar.
Dieses Problem ist besonders schwerwiegend mit der jüngsten Entwicklung
einer mehrfachen Arzneimittelresistenz bei bestimmten Bakterienstämmen wie
Streptococcus pneumoniae (SP), Mycobacterium tuberculosis und Enterococcus
geworden. Das Auftreten des Vancomycin-resistenten Enterococcus
war besonders alarmierend, da Vancomycin bis dahin das einzig wirksame
An tibiotikum zur Behandlung dieser Infektion war und für viele
Infektionen als das Arzneimittel des "letzten Mittels" angesehen worden war. Obwohl viele
andere arzneimittelresistente Bakterien, anders als Enterococci,
keine lebensbedrohlichen Erkrankungen verursachen, besteht die Befürchtung,
dass die Gene, die eine Resistenz verursachen, sich zu bedrohlicheren
Organismen wie Staphylococcus aureus ausbreiten können, bei
welchem die Methicillin-Resistenz bereits vorherrschend ist (De
Clerq et al., Current Opinion in Anti-infective Investigational
Drugs, 1, 1 (1999) und Levy "The
Challenge of Antibiotic Resistance", Scientific American, März 1998).
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Eine
weitere Befürchtung
besteht dahingehend, wie schnell sich eine Antibiotikumresistenz
ausbreiten kann. So war beispielsweise bis in die 1960er Jahre SP
universell gegenüber
Penicillin empfindlich, und 1987 waren nur 0,02 der SP-Stämme in den
USA resistent. Jedoch ist bis 1995 berichtet worden, dass die SP-Resistenz
gegenüber
Penicillin etwa sieben Prozent betrug und in einigen Teilen der
USA ein Ausmaß von
30% erreichte (Lewis, FDA Consumer magazine [September 1995] und
Gershman in The Medical Reporter, 1997).
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Insbesondere
Krankenhäuser
sind Brutstätten
für die
Bildung und Übertragung
arzneimittelresistenter Organismen. Krankenhausinfektionen, die
als Nosokomialinfektionen bekannt sind, werden zunehmend zu einem
schwerwiegenden Problem. Von den zwei Millionen Amerikanern, die
sich pro Jahr in Krankenhäusern anstecken,
widersteht mehr als die Hälfte
dieser Infektionen mindestens einem Antibiotikum. Das Center for Disease
Control berichtete, dass 1992 mehr als 13000 Krankenhauspatienten
an bakteriellen Infektionen starben, die gegenüber einer Behandlung mit Antibio tikum
resistent waren (Lewis, "The
Rise of Antibiotic-Resistant
Infections", FDA
Consumer magazine, September 1995).
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Als
Ergebnis der Notwendigkeit, arzneimittelresistente Bakterien und
das zunehmende Versagen der bisher zur Verfügung stehenden Arzneimittel
zu bekämpfen,
besteht ein wiedererwachtes Interesse am Auffinden neuer Antibiotika.
Eine attraktive Strategie zur Entwicklung neuer Antibiotika besteht
darin, die DNA-Gyrase, ein bakterielles Enzym, das für die DNA-Replikation
und deshalb für
das bakterielle Zellwachstum und -teilen erforderlich ist, zu inhibieren.
Die Gyraseaktivität
ist auch mit Vorgängen
in der DNA-Transkription, -Reparatur und -Rekombination verknüpft.
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Gyrase
ist eine der Topoisomerasen, eine Gruppe von Enzymen, welche die
Interkonversion von topologischen DNA-Isomeren katalysieren (siehe allgemein
Kornberg und Baker, DNA Replication, 2. Aufl., Kapitel 12, 1992,
W.H. Freeman et al., Drlica, Molecular Microbiology, 6, 425 [1992]
und Drlica und Zhao, Microbiology and Molecular Biology Reviews,
61, 377 [1997]). Die Gyrase selbst steuert das DNA-Supercoiling
und entlastet die topologische Spannung, die auftritt, wenn die
DNA-Stränge
einer parentalen Duplex während
des Replikationsvorgangs entdrillt werden. Die Gyrase katalysiert
auch die Umwandlung der entlasteten, geschlossenen zirkulären Doppel-DNA
in eine negative Superhelixform, die für die Rekombination vorteilhafter
ist. Der Mechanismus der Supercoiling-Reaktion umfasst das Wickeln der Gyrase
um eine DNA-Region,
das Aufbrechen des Doppelstrangs in dieser Region, den Durchgang
einer zweiten DNA-Region durch diesen Bruch und die Wiedervereinigung
der aufgebrochenen Strän ge.
Ein solcher Spaltungsmechanismus ist für eine Topoisomerase Typ II
charakteristisch. Die Supercoiling-Reaktion wird von der Bindung von ATP
an die Gyrase angetrieben. Das ATP wird dann während der Reaktion hydrolysiert.
Diese ATP-Bindung und anschließende
Hydrolyse verursachen Konformationsveränderungen in der DNA-gebundenen
Gyrase, die für
deren Aktivität
erforderlich sind. Weiterhin ist festgestellt worden, dass das Maß des DNA-Supercoiling (oder
der Erholung) von dem ATP/ADP-Verhältnis abhängig ist.
Ohne ATP ist die Gyrase nur in der Lage, superverknäulte DNA
zu entlasten.
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Bakterielle
DNA-Gyrase ist ein Proteintetramer mit 400 Kilodalton, das aus zwei
A- (GyrA-) und zwei B-(GyrB-)Untereinheiten
besteht. Bindung und Spaltung der DNA ist mit GyrA verknüpft, während ATP
von dem GyrB-Protein
gebunden und hydrolysiert wird. GyrB besteht aus einer Amino-terminalen
Domäne,
welche die ATPase-Aktivität hat, und
einer Carboxy-terminalen Domäne,
die mit GyrA und DNA wechselwirkt. Im Gegensatz dazu sind eukaryontische
Topoisomerasen II Homodimere, die negative und positive Supercoils
entspannen können,
aber negative Supercoils nicht auslösen können. Idealerweise wäre ein Antibiotikum,
das auf der Inhibition der bakteriellen DNA-Gyrase basiert, für dieses
Enzym selektiv und gegenüber
den eukaryontischen Topoisomerasen II relativ inaktiv.
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Die
in breitem Umfang verwendeten Chinolon-Antibiotika inhibieren die
bakterielle DNA-Gyrase. Beispiele für die Chinolone umfassen die
frühen
Verbindungen wie Nalidixinsäure
und Oxolininsäure
sowie die späteren,
potenteren Fluorchinolone wie Norfloxacin, Ciprofloxacin und Trovafloxacin.
Diese Verbindungen binden an GyrA und stabilisieren den gespaltenen
Komplex, wodurch die gesamte Gy rasefunktion inhibiert wird, was
zum Zelltod führt.
Jedoch ist die Arzneimittelresistenz auch als ein Problem für die Verbindungsklasse
erkannt worden (WHO-Report, "Use
of Quinolones in Food Animals and Potential Impact on Human Health", 1998). Bei den
Chinolonen, wie bei anderen Antibiotikaklassen, entwickeln Bakterien,
die den frühen Verbindungen
ausgesetzt wurden, oftmals schnell eine Querresistenz gegenüber potenteren
Verbindungen aus derselben Klasse.
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Es
gibt weniger bekannte Inhibitoren, die an GyrB binden. Beispiele
umfassen die Cumarine, Novobiocin und Cumermycin A1, Cyclothialidin,
Cinodin und Clerocidin. Es hat sich gezeigt, dass die Cumarine sehr eng
an GyrB binden. So erzeugt beispielsweise Novobiocin ein Netzwerk
von Wasserstoffbindungen mit dem Protein und einige hydrophobe Kontakte.
Während
es sich gezeigt hat, dass Novobiocin und ATP innerhalb der ATP-Bindungsstelle
binden, gibt es eine minimale Überlappung
der Bindungsorientierung der zwei Verbindungen. Die überlappenden
Bereiche sind die Zucker-Einheit von Novobiocin und das ATP-Adenin
(Maxwell, Trends in Microbiology, 5, 102 [1997]).
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Bei
Cumarin-resistenten Bakterien befindet sich die häufigste
Punktmutation an einem Oberflächen-Argininrest,
der an das Carbonyl des Cumarinrings bindet (Arg136 in E. coli-GyrB).
Obwohl Enzyme mit dieser Mutation eine geringere Supercoiling- und
ATPase-Aktivität
zeigen, sind sie auch weniger empfindlich gegenüber einer Inhibition durch
Cumarinarzneimittel (Maxwell, Mol. Microbiol., 9, 681 [1993]).
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Obwohl
sie potente Inhibitoren des Gyrase-Supercoilings sind, sind die
Cumarine bisher noch nicht in breitem Umfang als Antibiotika verwendet
worden. Sie sind im Allge meinen aufgrund ihrer niedrigen Permeabilität in Bakterien,
eukaryontischen Toxizität
und schlechten Wasserlöslichkeit
(Maxwell, Trends in Microbiology, 5, 102 [1997]) nicht geeignet.
Somit wäre
es wünschenswert, über einen
neuen effizienten GyrB-Inhibitor verfügen zu können, durch welchen diese Nachteile
behoben werden. Ein solcher Inhibitor wäre ein attraktiver Antibiotikumkanditat
ohne die Vorgeschichte von Resistenzproblemen, unter welchen andere
Antibiotikaklassen leiden.
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Eine
Replikationsgabelbewegung entlang der zirkulären DNA kann topologische Veränderungen
sowohl nach dem Replikationskomplex als auch hinter den bereits
replizierten Regionen erzeugen (Champoux, J.J., Annu. Rev. Biochem.,
70, 369-413 [2001]). Obwohl DNA-Gyrase negative Supercoils auslösen kann,
um die topologischen Spannungen an der Spitze der Replikationsgabel
zu kompensieren, kann eine gewisse Überverwicklung zurück in die
bereits replizierte DNA-Region diffundieren, was in Präcatenanen
resultiert. Falls sie nicht entfernt werden, kann das Vorhandensein
der Präcatenane
zu zwischenverknüpften
(catenierten) Tochtermolekülen
am Ende der Replikation führen.
Topo IV ist verantwortlich für
das Abtrennen der catenierten Tochterplasmide sowie die Entfernung
der Präcatenane,
die sich während
der Replikation gebildet haben, was schließlich die Segregation der Tochtermoleküle zu Tochterzellen
erlaubt. Topo IV setzt sich zusammen aus zwei ParC- und 2 ParE-Untereinheiten
als ein C2E2-Tetramer
(wobei das C- und
das E-Monomer homolog zu dem A- bzw. dem B-Monomer der Gyrase sind),
das eine ATP-Hydrolyse erfordert (am N-Terminus der E-Untereinheit), um das
Enzym zurückzusetzen,
um erneut in den katalytischen Zyklus einzutreten. Topo IV bleibt
zwischen den Bakterien in hohem Maße erhalten und ist für die bakterielle
Replikation wesentlich (Drlica und Zhao, Microbiol. Mol., Bio1.
Rev., 61, 377 [1997]).
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Obwohl
Inhibitoren, die auf ParE von Topo IV abzielen, weniger Aufmerksamkeit
gewidmet worden ist, ist die Wirkung der neueren Chinolone auf die
ParC-Region im großen
Umfang untersucht worden (Hooper, D.C., Clin. Infect. Dis., 31 [Suppl
2], 524-28 [2000]). Dabei ist gezeigt worden, dass Moxifloxacin
und Gatifloxacin ausbalanciertere Aktivitäten gegen Gyrase und Topo IV
haben, die in einer ausgedehnten Gram-positiven Bedeckung sowie
in einer von niedrigeren Resistenzgraden verursachten Primärtargetmutation
resultieren. In diesen Fällen
wird die Empfänglichkeit
von der Empfindlichkeit des zweiten Targets gegenüber dem
antibakteriellen Mittel begrenzt. Somit können Mittel, die wirksam mehrere
wesentliche Targets inhibieren können,
zu einem umfangreichen Potenzspektrum, verbesserten antibakteriellen
Potenzen, einer erhöhten
Potenz gegen Einzeltargetmutanten und/oder niedrigere spontane Resistenzraten
führen.
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Da
Bakterienresistenz gegenüber
Antibiotika ein schwerwiegendes Problem der Volksgesundheit geworden
ist, besteht ein anhaltender Bedarf an der Entwicklung neuer und
potenterer Antibiotika. Insbesondere besteht Bedarf an Antibiotika,
die eine neue Klasse von Verbindungen repräsentieren, die bisher noch
nicht zur Behandlung bakterieller Infektionen verwendet worden sind.
Solche Verbindungen wären
besonders nützlich
bei der Behandlung von Nosokomialinfektionen in Krankenhäusern, in
welchen die Entstehung und Übertragung
resistenter Bakterien zunehmend vorherrschend geworden sind.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Nun
ist festgestellt worden, dass erfindungsgemäße Verbindungen und pharmazeutisch
verträgliche Zusammensetzungen
davon als Inhibitoren der Gyrase und/oder Topo IV wirksam sind.
Diese Verbindungen haben die allgemeine Formel I:
oder sind pharmazeutisch
verträgliche
Salze davon, wobei X, Q, W, R
1, R
2 und R
3 wie weiter
unten definiert sind.
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Diese
Verbindungen und pharmazeutisch verträgliche Zusammensetzungen davon
sind zur Behandlung oder Milderung der Schwere bakterieller Infektionen
nützlich.
Insbesondere sind die erfindungsgemäßen Verbindungen nützlich bei
der Behandlung oder Milderung der Schwere von Infektionen der Harnwege,
Lungenentzündung,
Prostatitis, Haut- und Weichgewebeinfektionen, intraabdominalen
Infektionen oder Infektionen bei fiebrigen Neutropeniepatienten.
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BESCHREIBUNG
DER ERFINDUNG
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Die
Erfindung betrifft eine Verbindung mit der Formel I:
oder ein pharmazeutisches
verträgliches
Salz davon, worin:
Q -CH
2-, -NH- oder
-O- bedeutet und
W aus Stickstoff oder C-R
4 und
X
aus CH oder CF ausgewählt
ist,
R
1 einen 5- bis 6-gliedrigen Arylring
mit 1 bis 3 Heteroatomen, die unabhängig voneinander aus Sauerstoff, Stickstoff
oder Schwefel ausgewählt
sind, wobei: R
1 mit 0 bis 3 Gruppen substituiert
ist, die unabhängig
voneinander aus R, Oxo, CO
2R', OR', N(R')
2,
SR', NO
2,
Halogen, CN, C(O)N(R')
2, NR'C(O)R', SO
2R', SO
2N
(R')
2 oder
NR'SO
2R' ausgewählt sind,
jeder
R' unabhängig voneinander
aus Wasserstoff, aliphatischem C
1 bis C
4 oder einem 5- bis 6-gliedrigen gesättigten,
ungesättigten
oder Arylring mit 0 bis 3 Heteroatomen ausgewählt ist, die unabhängig voneinander aus
Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel ausgewählt sind, wobei:
R' mit 0 bis 3 Gruppen
substituiert ist, die unabhängig
voneinander aus Halogen, Oxo, R°,
N(R°)
2, OR°,
CO
2R°, NR°C(O)R°, C(O)N(R°)
2, SO
2R°, SO
2N(R°)
2 oder NR°SO
2R° ausgewählt sind,
wobei
jeder R° unabhängig voneinander
aus Wasserstoff oder aliphatischem C
1 bis
C
4 ausgewählt ist,
R
2 aus
Wasserstoff oder einer aliphatischen C
1-
bis C
3-Gruppe
ausgewählt
ist,
R
3 aus C(R)=NOR, C(R)=NOH, C(O)NHR,
C(O) R und CO
2R ausgewählt ist, wobei:
- – wenn
R3 C(R)=NOR oder C(R)=NOH bedeutet, jeder
R unabhängig
voneinander aus T-Ar oder einer aliphatischen C1-
bis C6-Gruppe ausgewählt ist, wobei:
diese
aliphatische C1- bis C6-Gruppe
mit 0 bis 3 Gruppen substituiert ist, die unabhängig voneinander aus R', Oxo, CO2R',
OR', N(R')2,
SR', NO2,
Halogen, CN, C(O)N(R')2, NR'C(O)R', SO2R', SO2N(R')2 oder
NR' SO2R' ausgewählt sind,
und
T (CH2)y bedeutet,
worin y 0, 1 oder 2 bedeutet,
Ar ausgewählt ist aus:
- (a) einem 3- bis 8-gliedrigen gesättigten, ungesättigten
oder Arylring,
- (b) einem 3- bis 7-gliedrigen heterocyclischen Ring mit 1 bis
3 Heteroatomen, die unabhängig
voneinander aus Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel ausgewählt sind,
oder
- (c) einem 5 bis 6-gliedrigem Heteroarylring mit 1 bis 3 Heteroatomen,
die unabhängig
voneinander aus Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel ausgewählt sind,
wobei:
Ar mit 0 bis 3 Gruppen substituiert ist, die unabhängig voneinander
aus R', Oxo, CO2R',
OR', N(R')2,
SR', NO2,
Halogen, CN, C(O)N(R')2, NR'C(O)R', SO2R', SO2N(R')2 oder
NR' SO2R' ausgewählt sind,
und
- – wenn
R3 C(O)NHR, C(O)R oder CO2R
bedeutet, jeder R unabhängig
voneinander aus T-Ar ausgewählt ist,
wobei:
T(CH2)y bedeutet,
und
- – wenn
y 1 oder 2 bedeutet,
Ar einen wahlweise substituierten Ring
bedeutet, der aus einem 5- bis 6-gliedrigen, gesättigten, ungesättigten
oder Arylring, einem 5- bis 6-gliedrigen heterocyclischen Ring mit
1 bis 2 Heteroatomen, die unabhängig
voneinander aus Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel ausgewählt sind,
oder einem 5- bis 6-gliedrigem Heteroarylring mit 1 bis 2 Heteroatomen,
die unabhängig
voneinander aus Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel ausgewählt sind,
ausgewählt
ist, und
- – wenn
y 0 bedeutet,
Ar aus Pyrazinyl, Tetrahydropyranyl oder Cyclopenten
und R4 aus Wasserstoff, Fluor oder OCH3 ausgewählt
ist. Hierbei werden die anschließend gegebenen Definitionen
benutzt, sofern nichts anderes vermerkt ist.
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Die
Angabe "wahlweise
substituiert" ist
austauschbar mit der Angabe "substituiert
oder unsubstituiert". Sofern
nichts anderes angegeben ist, kann eine wahlweise substituierte
Gruppe einen Substituenten in jeder substituierbaren Position der
Gruppe haben und ist jede Substitution von der anderen unabhängig.
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Die
hier benutzte Bezeichnung "aliphatisch" oder "aliphatische Gruppe" bedeutet eine geradkettige oder
verzweigte C1- bis C8-Kohlenwasserstoffkette,
die vollständig
gesättigt
ist oder eine bzw. mehrere ungesättigte
Einheiten enthält,
oder einen monocyclischen C3- bis C8-Kohlenwasserstoff
oder einen bicyclischen C8- bis C12-Kohlenwasserstoff,
der vollständig
gesättigt
ist oder eine oder mehrere ungesättigte
Einheiten enthält, aber
nicht aromatisch ist (hierin auch als "Carbocyclus" oder "Cycloalkyl" bezeichnet), der einen einzigen Verbindungspunkt
mit dem Rest des Moleküls
hat, wobei ein einzelner Ring in dem bicyclischen Ringsystem 3 bis 7
Glieder hat. So umfassen beispielsweise geeignete aliphatische Gruppen
geradkettige oder verzweigte Alkyl-, Alkenyl- und Alkinylgruppen
und Hybride davon wie (Cycloalkyl)alkyl, (Cycloalkenyl)alkyl oder
(Cycloalkyl)alkenyl.
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Die
Bezeichnungen "Alkyl", "Alkoxy", "Hydroxyalkyl", "Alkoxyalkyl" und "Alkoxycarbonyl", die allein oder
als Teil eines größeren Rests
benutzt werden, umfassen sowohl geradkettige als auch verzweigte
Ketten, die ein bis zwölf
Kohlenstoffatome enthalten. Dabei werden die Bezeichnungen "Alkenyl" und "Alkinyl" allein oder als
Teil eines größeren Rests
benutzt und umfassen sowohl geradkettige als auch verzweigte Ketten,
die zwei bis zwölf
Kohlenstoffatome enthalten.
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Die
Bezeichnung "Heteroatom" bedeutet Stickstoff,
Sauerstoff oder Schwefel und umfasst eine beliebige oxidierte Form
von Stickstoff und Schwefel und die quaternisierte Form eines basischen
Stickstoffs. Auch die Bezeichnung "Stickstoff" umfasst einen substituierbaren Stickstoff
eines heterocyclischen Rings. Beispielsweise kann in einem gesättigten
oder teilweise ungesättigten
Ring mit 0 bis 3 Heteroatomen, die aus Sauerstoff, Schwefel oder Stickstoff
ausgewählt
sind, der Stickstoff N (wie in 3,4-Dihydro-2H-pyrrolyl), NH (wie in Pyrrolidinyl)
oder NR+ (wie in N-substituiertem Pyrrolidinyl)
sein.
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Die
hier benutzte Bezeichnung "ungesättigt" bedeutet, dass ein
Rest eine oder mehrere ungesättigte Einheiten
besitzt, und umfasst Arylringe.
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Die
Bezeichnung "Aryl", die allein oder
als Teil eines größeren Rests
wie in "Aralkyl", "Aralkoxy" oder "Aryloxyalkyl" benutzt wird, bedeutet
monocyclische, bicyclische und tricyclische Ringsysteme mit insgesamt fünf bis vierzehn
Ringgliedern, wobei mindestens ein Ring im System aromatisch ist
und jeder Ring im System 3 bis 7 Ringglieder enthält. Die
Bezeichnung "Aryl" kann austauschbar
mit der Bezeichnung "Arylring" benutzt werden.
Die Bezeichnung "Aryl" betrifft auch Heteroarylringsysteme
wie weiter unten definiert.
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Die
Bezeichnung "Heterocyclus", "Heterocyclyl" oder "heterocyclisch", wie sie hier benutzt
wird, bedeutet nichtaromatische monocyclische, bicyclische oder
tricyclische Ringsysteme mit fünf
bis vierzehn Ringgliedern, wobei ein oder mehrere Ringglieder ein
Heteroatom ist (sind) und jeder Ring im System 3 bis 7 Ringglieder
enthält.
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Die
Bezeichnung "Heteroaryl", die allein oder
als Teil eines größeren Rests,
wie in "Heteroaralkyl" oder "Heteroarylalkoxy", benutzt wird, bezieht
sich auf monocyclische, bicyclische und tricyclische Ringsysteme
mit insgesamt fünf
bis vierzehn Ringgliedern, wobei mindestens ein Ring in dem System
aromatisch ist, mindestens ein Ring in dem System ein oder mehrere
Heteroatome enthält
und jeder Ring im System 3 bis 7 Ringglieder enthält. Die
Bezeichnung "Heteroaryl" kann austauschbar
mit der Bezeichnung "Heteroarylring" oder der Bezeichnung "heteroaromatisch" benutzt werden.
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Eine
Kombination von Substituenten oder Variablen ist nur zulässig, wenn
eine solche Kombination in einer stabilen oder chemisch machbaren
Verbindung resultiert. Eine stabile oder chemisch machbare Verbindung
ist eine solche, die sich nicht wesentlich verändert, wenn sie bei einer Temperatur
von 40°C
oder darunter ohne Feuchtigkeit oder andere chemisch reaktive Bedingungen
wenigstens eine Woche lang aufbewahrt wird.
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Dabei
ist es für
den Fachmann offensichtlich, dass bestimmte erfindungsgemäßen Verbindungen
in tautomeren Formen existieren können, wobei alle solchen tautomeren
Formen der Verbindungen innerhalb des Erfindungsumfangs liegen.
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Sofern
nichts anderes festgestellt, bedeuten die hier beschriebenen Strukturen
auch, dass sie alle stereochemischen Formen der Struktur, das heißt die R-
und die S-Konfiguration
für jedes
asymmetrische Zentrum, einschließen. Deshalb liegen einzelne
stereochemische Isomeren sowie enantiomere und diastereoisomere
Gemische der erfindungsgemäßen Verbindungen
innerhalb des Erfindungsumfangs. Sofern nichts anderes festgestellt,
bedeuten die hier beschriebenen Strukturen auch, dass sie Verbindungen
umfassen, die sich nur im Vorhandensein von einem oder mehreren
isotopisch angereicherten Atomen unterscheiden. So liegen beispielsweise
Verbindungen, die die erfindungsgemäßen Strukturen außer dem
Ersatz eines Wasserstoffatoms durch ein Deuterium- oder Tritiumatom
oder dem Ersatz eines Kohlenstoffatoms durch ein 13C-
oder 14C-angereichertes
Kohlenstoffatom haben, innerhalb des Erfindungsumfangs. Solche Verbindungen
sind beispielsweise als analytische Hilfsmittel oder Sonden in biologischen
Assays nützlich.
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Entsprechend
einer Ausführungsform
betrifft die Erfindung eine Verbindung mit der Formel I, worin Q -NH-
bedeutet.
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Entsprechend
einer weiteren Ausführungsform
betrifft die Erfindung eine Verbindung mit der Formel I, worin Q
-O- bedeutet.
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Entsprechend
einer anderen Ausführungsform
betrifft die Erfindung eine Verbindung mit der Formel I, worin Q
-CH2- bedeutet.
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Bevorzugte
R1-Gruppen der Formel I werden aus einem
wahlweise substituierten Phenyl oder 5- bis 6-gliedrigen Heteroarylring
mit 1 bis 2 Stickstoffatomen ausgewählt. Besonders bevorzugte Rl-Gruppen der Formel I werden aus einem wahlweise
substituierten Pyrid-2-yl-, Pyrid-3-yl-, Pyrid-4-yl-, Pyrimidin-2-yl-,
Pyrimidin-4-yl-, Pyrimidin-5-yl-,
Imidazol-1-yl-, Imidazol-2-yl-, Imidazol-4-yl- oder Imidazol-5-yl-Ring
ausgewählt. Die
am meisten bevorzugten Rl-Gruppen der Formel
I sind wahlweise substituierte Ringe, die aus Pyrid-3-yl, Pyrid-4-yl,
Pyrimidin-5-yl oder Imidazol-1-yl ausgewählt sind.
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Entsprechend
einer wieder anderen erfindungsgemäßen Ausführungsform bedeutet R1 einen Pyridonring. Besonders bevorzugt
bedeutet R1 4-Pyridon.
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Bevorzugte
Substituenten an der R1-Gruppe der Formel
I, falls vorhanden, werden aus Halogen, Oxo, R, CO2R', OR', N(R')2,
SR', C(O)N(R')2,
NR'C(O)R', SO2R', SO2N(R')2 oder
NR'SO2R' ausgewählt. Wenn
R1 mit T-Ar substituiert ist, umfassen bevorzugte
Substituenten solche, worin Ar einen wahlweise substituierten Ring bedeutet,
der aus einem 5- bis 6-gliedrigen heterocyclischen Ring mit 1 bis
3 Heteroatomen, die unabhängig voneinander
aus Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel ausgewählt sind, oder einem 5- bis
6-gliedrigen Arylring mit 0 bis 3 Heteroatomen, die unabhängig voneinander
aus Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel ausgewählt sind, ausgewählt ist.
Besonders bevorzugte Substituenten an der R1-Gruppe der Formel
I, falls vorhanden, werden aus Oxo, Fluor, Chlor, N(CH3)2, NHCH2CH3, NH-Cyclopropyl, NH2,
NHC(O)CH3, C(O)NH-Cyclopropyl, Methyl, Ethyl,
tert.-Butyl, Isobutyl, Cyclopropyl, Isopropyl, CH2-Phenyl,
CH2-Pyridin-2-yl, CH2-Pyridin-3-yl, CH2-Pyridin-4-yl, OH, OCH3,
OCH2CH3, OCH2-Phenyl, OCH2-Pyridin-3-yl,
CH2-Piperidinyl, CH2-Cyclopropyl oder
CH2CH2OCH3 ausgewählt.
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Es
können
zwei Substituenten in einander benachbarten Stellungen von R1 der Formel I zusammengenommen werden, um
einen mit R1 verschmolzenen wahlweise substituierten
Ring zu bilden. Bevorzugte Ringe, die dadurch gebildet werden, sind
5- bis 6-gliedrige gesättigte,
teilweise ungesättigte
oder Arylringe mit 0 bis 2 Heteroatomen, die unabhängig voneinander
aus Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel ausgewählt sind. Besonders bevorzugte
mit R1 verschmolzene Ringe werden aus einem
5-gliedrigen gesättigten
Ring mit zwei Sauerstoffatomen oder einem 6-gliedrigen gesättigten
Ring mit zwei Sauerstoffatomen ausgewählt. Bevorzugte Substituenten
an dem mit R1 verschmolzenen Ring sind Halogen
und besonders bevorzugt Fluor.
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Bevorzugte
R2-Gruppen der Formel I werden aus Methyl,
Ethyl, Isopropyl oder Cyclopropyl ausgewählt. Besonders bevorzugte R2-Gruppen der Formel I sind Methyl, Cyclopropyl
oder Ethyl. Am meisten bevorzugt bedeutet R2 der
Formel I Ethyl.
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Die
am meisten bevorzugten R3-Gruppen der Formel
I werden aus C(R)=NOR, C(R)=NOH oder C(O)NHR ausgewählt, wobei
jeder R unabhängig
voneinander aus den folgenden Gruppen ausgewählt wird: Cyclopropyl, CH2CH2(1-Methylpyrrolidin-2-yl), CH2(1-Ethylpyrrolidin-2-yl),
CH2CH2-Pyrrolidin-1-yl,
CH2-Furan-2-yl, Thiazol-2-yl, CH2-Tetrahydrofuran-2-yl, Pyrimidin-2-yl, Pyrazin-2-yl,
CH2-Pyridin-2-yl, Pyridin-3-yl, Pyridin-4-yl,
CH(CH3)CH2OCH3, CH2CF3,
CH2CH3, CH2CH2N(CH2CH3)2, CH2CH2N(CH3)2,
CH2CH2OCH3, CH2C=CH, CH2-Cyclopropyl, 1-Ethylpiperidin-3-yl, CH(CH2CH3)CH2OCH3, CH(CH3)CH2OCH3, Dihydrofuran-2-on-3-yl,
1-Methyl-1,5-dihydroimidazol-4-on-2-yl,
Pyridazin-4-yl, Imidazol-2-yl, 3H-Pyridin-4-on-2-yl, Pyrimidin-5-yl,
Cyclopenten-4-yl, 1-Methylimidazol-2-yl, Tetrahydropyranyl, CH2(3-Methylisoxazol-5-yl) oder CH2(1,3-Dimethylpyrazol-5-yl).
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Entsprechend
einer noch anderen erfindungsgemäßen Ausführungsform
bedeutet R3 vorzugsweise C(R)=NOR oder C(R)=NOH.
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Entsprechend
einer wieder anderen erfindungsgemäßen Ausführungsform bedeutet R3 vorzugsweise C(O)R.
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Vorzugsweise
bedeutet R4 der Formel I Wasserstoff oder
Fluor. Besonders bevorzugt bedeutet R4 der Formel
I Wasserstoff.
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Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
liegen innerhalb der Gattung der in PCT/US 01/48855 beschriebenen
Verbindungen. Jedoch ist von den Erfindern festgestellt worden,
dass durch das Vorhandensein des weiter oben definierten Restes
R3 eine überraschende
und auf unerwartete Weise erhöhte
antimikrobielle und Enzympotenz verliehen wird.
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Entsprechend
einer bevorzugten Ausführungsform
betrifft die Erfindung eine Verbindung mit der Formel II oder IIa:
oder ein pharmazeutisch verträgliches
Salz davon, wobei R
2 und R
3 wie
weiter oben definiert sind und der Ring A mit 0 bis 2 Gruppen substituiert
ist, die unabhängig
voneinander aus N(R')
2, OR',
R oder SR' ausgewählt sind.
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Bevorzugte
R2- und R3-Gruppen
der Formeln II und II' sind
solche, die weiter oben für
die Formel I beschrieben worden sind.
-
Entsprechend
einer anderen bevorzugten Ausführungsform
betrifft die Erfindung eine Verbindung mit der Formel III oder III':
oder ein pharmazeutisch verträgliches
Salz davon, worin R
2 und R
3 wie
weiter oben definiert sind und Ring B wahlweise mit 0 bis 2 Gruppen
substituiert ist, die unabhängig
voneinander aus R oder Oxo ausgewählt sind, wobei R' vorzugsweise Wasserstoff
oder einen wahlweise mit N(R°)
2 substituierten aliphatischen C
1-
bis C
3-Rest bedeutet.
-
Bevorzugte
R2- und R3-Gruppen
der Formeln III und III' sind
solche wie weiter oben für
die Formel I beschrieben.
-
Entsprechend
einer wieder anderen bevorzugten Ausführungsform betrifft die Erfindung
eine Verbindung mit der Formel III-a:
oder ein pharmazeutisch verträgliches
Salz davon, wobei R
2 und R
3 wie
weiter oben definiert sind und der gezeigte Pyridonring mit 0 bis
2 Gruppen substituiert ist, die unabhängig voneinander aus Halogen,
Oxo, R, CO
2R', OR',
N(R')
2,
SR', C(O)N(R')
2,
NR'C(O)R', SO
2R', SO
2N(R')
2 oder
NR'SO
2R' ausgewählt sind.
-
Bevorzugte
R2- und R3-Gruppen
der Formel III-a sind solche, die weiter oben für die Formel I beschrieben
sind.
-
Bevorzugte
Substituenten am Pyridonring der Formel III-a sind solche, die weiter
oben als bevorzugte Substituenten an R1 der
Formel I beschrieben sind.
-
Entsprechend
einer Ausführungsform
betrifft die Erfindung eine Verbindung mit der Formel III-a, worin Q
-NH- bedeutet.
-
Entsprechend
einer weiteren Ausführungsform
betrifft die Erfindung eine Verbindung mit der Formel III-a, worin
Q -O- bedeutet.
-
Entsprechend
einer anderen Ausführungsform
betrifft die Erfindung eine Verbindung mit der Formel I, worin Q
-CH2- bedeutet.
-
Entsprechend
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
betrifft die Erfindung eine Verbindung mit der Formel III-b:
oder ein pharmazeutisch verträgliches
Salz davon, wobei R, R
2 und R
3 wie
weiter oben definiert sind.
-
Bevorzugte
R2-Gruppen der Formel III-b sind solche,
die weiter oben für
die R2-Gruppen der Formel I beschrieben
sind.
-
Bevorzugte
R3-Gruppen der Formel III-b sind solche,
die weiter oben für
die R3-Gruppen der Formel I beschrieben
sind.
-
Bevorzugte
R-Substituenten am Pyridonring der Formel III-b werden aus T-Ar
ausgewählt,
worin Ar einen wahlweise substituierten Ring bedeutet, der aus einem
5- bis 6-gliedrigen heterocyclischen Ring mit 1 bis 3 Heteroatomen,
die unabhängig
voneinander aus Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel ausgewählt sind, oder
einem 5- bis 6-gliedrigen Arylring mit 0 bis 3 Heteroatomen, die
unabhängig
voneinander aus Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel ausgewählt sind,
ausgewählt
ist. Ein bevorzugter Ar umfasst Phenyl oder Pyridyl. Besonders bevorzugte
R-Substituenten am Pyridonring der Formel III-b werden aus Methyl,
Ethyl, tert.-Butyl, Isobutyl, Cyclopropyl, Isopropyl, CH2-Phenyl, CH2-Pyridin-3-yl, CH2-Piperidinyl,
CH2-Cyclopropyl oder CH2CH2OCH3 ausgewählt.
-
Entsprechend
einer Ausführungsform
betrifft die Erfindung eine Verbindung mit der Formel III-b, worin Q
-NH- bedeutet.
-
Entsprechend
einer weiteren Ausführungsform
betrifft die Erfindung eine Verbindung mit der Formel III-b, worin
Q -O- bedeutet.
-
Entsprechend
einer anderen Ausführungsform
betrifft die Erfindung eine Verbindung mit der Formel I, worin Q
-CH2- bedeutet.
-
Entsprechend
einer anderen bevorzugten Ausführungsform
betrifft die Erfindung eine Verbindung mit der Formel IV:
oder ein pharmazeutisch verträgliches
Salz davon, wobei R
2 und R
3 wie
weiter oben definiert sind und der gezeigte Imidazolring in 4-Position
mit C(O)N(R')
2 und Oxo wahlweise substituiert und/oder
in 2-Position mit R substituiert ist.
-
Bevorzugte
R2- und R3-Gruppen
der Formel IV sind solche wie weiter oben für Formel I beschrieben.
-
Die
Erfindung betrifft auch eine Verbindung mit der Formel IV, worin
Q -NH- bedeutet.
-
Entsprechend
einer Ausführungsform
betrifft die Erfindung eine Verbindung mit der Formel I, II, III, III-a,
III-b oder IV oder einer Untergruppe davon, worin X CH bedeutet.
-
Entsprechend
einer weiteren Ausführungsform
betrifft die Erfindung eine Verbindung mit der Formel I, II, III,
III-a, III-b oder IV oder einer Untergruppe davon, worin W C-R4 bedeutet.
-
Entsprechend
einer anderen Ausführungsform
betrifft die Erfindung eine Verbindung mit der Formel I, II, III,
III-a, III-b oder IV oder einer Untergruppe davon, worin W CH bedeutet.
-
Beispielhafte
Strukturen für
Verbindungen mit der Formel I werden in Tabelle 1 mitgeteilt. Tabelle
1
-
-
Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
können
durch Verfahren hergestellt werden, die für analoge Verbindungen dem
Fachmann bekannt sind und anschließend anhand der allge meinen
Schemata I bis IX veranschaulicht werden. Die Einzelheiten der Bedingungen,
die zur Herstellung dieser Verbindungen eingehalten werden, werden
in den Beispielen beschrieben. Schema
I
-
In
Schema I ist ein allgemeines Verfahren zur Herstellung von N'-Alkyl-N-cyanoharnstoffen
(3) gezeigt, die zur Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen
nützlich
sind. In Stufe (a) wird Cyanamid (2) mit Ethylisocyanat in Gegenwart
einer Base behandelt, um nach Ansäuerung Verbindung 3 zu ergeben.
Obwohl N'-Ethyl-N-cyanoharnstoff
gezeigt ist, wird der Fachmann verstehen, dass eine Vielzahl von
Alkylisocyanaten unter den Reaktionsbedingungen des Schemas I zugänglich ist,
um eine Vielfalt von N'-Alkyl-N-cyanoharnstoffen
zu bilden.
-
In
Stufe (a) kann das Cyanamid (2) mit Alkylisocyanat in Gegenwart
einer Vielzahl von Basen behandelt werden, um Cyanoharnstoff (3)
zu bilden. Geeignete Basen, die für die Bildung von 3 nützlich sind,
umfassen Hydridbasen wie NaH und KH, Metallalkoxide wie Natrium-tert.-Butoxid
und Kalium-tert.-Butoxid und Metallhydroxide wie Natriumhydroxid,
Kaliumhydroxid, Cäsiumhydroxid
und Lithiumhydroxid.
-
In
Stufe (a) werden Metallhydrid-, Metallalkoxid- und Metallhydroxidbasen
verwendet, um ein Metallsalz des Cyanoharnstoffs (3) mit der Formel
3a:
worin M Natrium, Li, K, Rb
oder Cs bedeutet, zu bilden. Vorzugsweise bedeutet M Natrium.
-
Stufe
(a) wird in einer Vielfalt von Lösungsmitteln,
einschließlich
THF, Alkoholen, Methylenchlorid, DME, EtOAc, iPrOAc, Chlorbenzol,
Methyl-tert.-Butylether, Toluol, Heptan und Cyclohexan, durchgeführt. Vorzugsweise
ist das für
Stufe (a) verwendete Lösungsmittel
ein wasserfreies Lösungsmittel.
Besonders bevorzugt ist das für
Stufe (a) verwendete Lösungsmittel
wasserfreies THF. Schema
II
-
Reagentien und Bedingungen:
-
- (a) i Trifluoressigsäureanhydrid, ii Kaliumnitrat,
- (b) HCl, MeOH, (c) NaHCO3, Tetrakistriphenylphosphin-Pd(O), (d) H2, Pd/C, (e) H2SO4.
-
Schema
II zeigt ein allgemeines Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Benzimidazolverbindungen.
Bromanilin (4) wird mit Trifluoressigsäureanhydrid und danach mit
Kaliumnitrat behandelt, um die Nitroverbindung (5) zu bilden, deren
Schutzgruppe anschließend
durch eine Behandlung mit Säure
entfernt wird, um das Amin (6) zu bilden. Das 3-Nitro-5-bromanilin
(6) wird danach an eine Arylboronsäure (7) in Gegenwart von Palladium
angelagert, um die Biarylverbindung (8) zu bilden. Die Nitrogruppe
der Verbindung 8 wird reduziert, um die Diaminverbindung 9 zu bilden,
die mit einem N'-Alkyl-N-cyanoharnstoff
behandelt wird, um die erfindungsgemäßen Benzimidazolver bindungen
(10) zu bilden. Die in Schema II gezeigten Reaktionen sind für eine Vielzahl
erfindungsgemäßer R
1- und R
3-Gruppen
zugänglich. Schema
III
-
Reagentien
und Bedingungen: (a) Pd(dppf)Cl2/KOAc, DMSO,
80°C, (b)
Cu(OAc)2/Pyridin, DMF, (c) i H2,
Pd/C, ii 3, H2SO4.
-
In
Schema III ist ein allgemeines Verfahren zur Herstellung von Verbindungen
mit der Formel IV, die in 4-Position
mit C(O)N(R')
2 substituiert ist, unter Anwendung von Verfahren,
die im Wesentlichen ähnlich
denjenigen sind, die von Kiyomori, A., Marcoux, J.-F. und Buchwald,
S.L., Tetrahedron Leiters, Bd. 40, 2657-2660 (1999) beschrieben
sind, gezeigt. Verbindung 6 wird mit Diboransäureester in Gegenwart von Pd(dppf)/Kaliumacetat
in DMSO bei 80°C
behandelt, um das Zwischenprodukt 11 zu ergeben. Verbindung 11 wird
mit 4-C(O)N(R')
2-Imidazol in Gegenwart von Kupferacetat
behandelt, um die 4-C(O)N(R')
2-Imidazol-1-yl-Verbindung
12 zu bilden. Die Nitrogruppe der Verbindung 12 wird reduziert,
um das Diamin zu bilden, das mit N'-Ethyl-N-cyanoharnstoff (3) behandelt
wird, um, wie in Schema II, Stufe (e) beschrieben, die Benzimidazolverbindung
13 zu bilden. Schema
IV
-
In
Schema IV ist ein alternatives allgemeines Verfahren zur Herstellung
von Verbindungen mit der Formel I gezeigt. Verbindung 6 wird mit
Bispinacoladiboron in Gegenwart von Pd(dppf)/Kaliumacetat behandelt, um
das Zwischenprodukt 11 zu ergeben, wie weiter oben für Schema
III beschrieben. Danach wird Verbindung 11 mit R
1-Triflat
in Gegenwart von Tetrakistriphenylphosphinpalladium, Lithiumchlorid
und Natriumcarbonat behandelt, um Verbindung 14 zu bilden. Verbindung
14 kann dann zur Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen durch Verfahren,
die im Wesentlichen ähnlich
den weiter oben in den Schemata I bis III beschriebenen sind, verwendet
werden. Schema
V
-
Reagentien
und Bedingungen: (a) R-Magnesiumhalogenid, THF, 0°C bis Raumtemperatur,
(b) Ac2O, 80°C, (c) HNO3,
(d) 6N wässrige
HCl, (e) Trifluoressigsäureanhydrid,
anschließend
KNO3, (f) Na2CO3, MeOH/H2O (9 :
1), 65°C,
(g) Rl-Boronat, Pd(PPh3)4, 1N wässriges
NaHCO3, DME, 90°C, (h) SnCl2·2H2O, EtOH, Rückfluss, und (i) Na2S2O4,
EtOH/H2O (3 : 1), 90°C.
-
In
Schema V ist ein allgemeines Verfahren für die Herstellung von Verbindungen
mit der Formel I, worin R
3 C(O)R bedeutet,
gezeigt. Die Cyanoverbindung 15 wird mit R-Magnesiumhalogenid behandelt, um das Keton
16 zu bilden. Die Nitroverbindung 17 wird aus 16 durch Behandlung
mit Essigsäureanhydrid
und anschließend
mit Salpetersäure
hergestellt. Alternativ kann 17 durch Behandlung von 16 mit Trifluoressigsäureanhydrid
und Kaliumnitrat hergestellt werden. Die Nitroverbindung 17 wird
anschließend
mit dem Boronat behandelt, wie weiter oben beschrieben, um die Verbindung
18 zu bilden. Die Nitrogruppe der Verbindung 18 wird, um die Diaminverbindung
19 zu bilden, entweder mit SnC1
2 (Stufe
h) oder mit Na
2S
2O
4 (Stufe i) reduziert. Die Diaminverbindung
19 kann dann verwendet wer den, um Verbindungen mit der Formel I,
worin R
3 C(O)R bedeutet, durch Verfahren
herzustellen, die im Wesentlichen ähnlich den weiter oben in den
Schemata I bis IV beschriebenen sind. Schema
VI
-
In
Schema VI ist ein allgemeines Verfahren für die Herstellung von Verbindungen
mit der Formel I, worin R
3 C(R)=NOR bedeutet,
gezeigt. Die Ketonverbindung 19 wird mit Kaliumacetat und HC1·NH-OR
behandelt, um die Oximverbindung 20 zu bilden. Die Verbindung 20
kann dann verwendet werden, um Verbindungen mit der Formel I, worin
R
3 C(R)=NOR bedeutet, unter Anwendung von
Verfahren, die im Wesentlichen ähnlich den
weiter oben für
die Schemata I bis IV beschriebenen sind, herzustellen. Schema
VII
-
In
Schema VII ist ein allgemeines Verfahren zur Herstellung von Verbindungen
mit der Formel I, worin W CF und R
3 CO
2R bedeutet, gezeigt. Verbindung 24 wird
aus kommerziell erhältlichen
Ausgangsstoffen durch Verfahren hergestellt, die im Wesentlichen ähnlich den
von Kim, K.S. et al., J. Med. Chem., 36, 2335 (1993) beschriebenen
sind. Verbindung 25 wird durch Behandlung der Verbindung 24 mit
Brom in Essigsäure
hergestellt. Die erfindungsgemäßen Verbindungen,
worin R
3 CO
2R bedeutet,
können
aus Verbindung 25 durch Verfahren, die im Wesentlichen ähnlich den
weiter oben für
die Schemata I bis IV beschriebenen sind, hergestellt werden. Schema
VIII
-
In
Schema VIII ist ein allgemeines Verfahren zur Herstellung von erfindungsgemäßen Verbindungen, worin
Q -O- bedeutet, gezeigt. Verbindung 9, die gemäß Schema II hergestellt worden
ist, wird mit 2-Methyl-2-thiopseudoharnstoff
und R
2-Chloroformiat behandelt, um Verbindung
26 zu bilden. Dieses Verfahren ist im Allgemeinen beschrieben von
L.I. Kruse et al., J. Med. Chem., 32, 409-417 (1989). Schema
IX
-
Reagentien
und Bedingungen: (a) HNO3/H2SO4, (b) NH4OH/Dioxan/Wärme, (c)
Dioxan/Wärme,
(d) Na2CO3/DMF/Wärme, (e)
H2/Pd-C/EtOH, (f) durch weiter oben beschriebene
Verfahren
-
In
Schema IX ist ein alternatives allgemeines Verfahren zur Herstellung
erfindungsgemäßer Verbindungen,
worin R1 Imidazol-1-yl bedeutet, beschrieben.
In Stufe (a) wird das Difluorketon mit Salpetersäure behandelt, um die Nitroverbindung
28 zu bilden. Die Verbindung 28 wird anschließend mit Ammoniumhydroxid behandelt,
um die Aminonitroverbindung 29 zu bilden. Die Monofluorverbindung
29 kann danach an das Imidazol 30 angelagert werden, um die Verbindung
31 zu bilden. Die Verbindung 31 wird dann zur Herstellung verschiedener
erfindungsgemäßer Verbindungen
unter Anwendung der Verfahren, die weiter oben zur Herstellung von
Verbindungen, worin Q -CH2-, -NH- oder -O-bedeutet, beschrieben
worden sind, verwendet.
-
Der
Fachmann wird erkennen, dass eine Vielfalt erfindungsgemäßer Verbindungen
entsprechend dem allgemeinen Verfahren der Schemata I bis IX und
der weiter unten stehenden Synthesebeispiele hergestellt werden
kann. Entsprechend einer weiteren Ausführungsform betrifft die Erfindung
ein Verfahren zur Herstellung einer Verbindung mit der Formel A:
oder eines Salzes davon,
das die Stufe Umsetzen einer Verbindung mit der Formel B:
oder eines Salzes davon mit
einer Verbindung mit der Formel C:
umfasst, wobei die Umsetzung
in einem nicht-basischen Medium, das mindestens ein protisches Lösungsmittel
enthält,
durchgeführt
wird, und worin:
X Sauerstoff oder Schwefel bedeutet,
R
x und R
y unabhängig voneinander
aus R
5, OR
5, N(R
5)
2, C(O)N(R
5)
2 und CO
2R
5 ausgewählt sind
oder
R
x und R
y zusammen
einen 5- bis 8-gliedrigen gesättigten,
teilweise ungesättigten
oder Arylring mit 0 bis 3 Heteroatomen bilden, die unabhängig voneinander
aus Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel ausgewählt sind, und worin:
dieser
von R
x und R
y gebildete
Ring wahlweise mit 1 bis 3 Gruppen substituiert ist, die unabhängig voneinander aus
Oxo, Halogen, R
1, R
3,
R
5, OR
5, N(R
5)
2, OC(O)R
5, NR
5C(O)R
5 oder R
6 ausgewählt sind,
R
1 einen 5- bis 6-gliedrigen Arylring mit
1 bis 3 Heteroatomen, die unabhängig
voneinander aus Sauerstoff, Stickstoff oder Schwefel ausgewählt sind,
wobei:
R
1 mit 0 bis 3 Gruppen substituiert
ist, die unabhängig
voneinander aus R',
Oxo, CO
2R', OR',
N(R')
2,
SR', NO
2, Halogen,
CN, C(O)N(R')
2, NR'C(O)R', SO
2R', SO
2N(R')
2 oder
NR' SO
2R' ausgewählt sind,
jeder
R' unabhängig voneinander
aus Wasserstoff, aliphatischem C
1- bis C
4 oder einem 5- bis 6-gliedrigen gesättigten,
ungesättigten
oder Arylring mit 0 bis 3 Heteroatomen ausgewählt ist, die unabhängig voneinander aus
Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel ausgewählt sind, wobei:
R' mit 0 bis 3 Gruppen
substituiert ist, die unabhängig
voneinander aus Halogen, Oxo, R°,
N(R°)
2, OR°,
CO
2R°, NR°C(O)R°, C(O)N(R°)
2, SO
2R°, SO
2N(R°)
2 oder NR°SO
2R° ausgewählt sind,
R
3 aus C(R)=NOR, C(R)=NOH, C(O)NHR, C(O)R
und CO
2R ausgewählt ist, wobei:
- – wenn
R3 C(R)=NOR oder C(R)=NOH bedeutet,
jeder
R unabhängig
voneinander aus T-Ar oder einer aliphatischen C1-
bis C6-Gruppe ausgewählt ist, wobei diese aliphatische
C1- bis C6-Gruppe
mit 0 bis 3 Gruppen substituiert ist, die unabhängig voneinander aus R', Oxo, CO2R',
OR', N(R')2,
SR', NO2,
Halogen, CN, C(O)N(R')2, NR'C(O)R', SO2R', SO2N(R')2 oder NR'SO2R' ausgewählt sind,
und
T (CH2)y bedeutet,
worin y 0, 1 oder 2 bedeutet,
Ar ausgewählt ist aus:
- (a) einem 3- bis 8-gliedrigen gesättigten, ungesättigten
oder Arylring,
- (b) einem 3- bis 7-gliedrigen heterocyclischen Ring mit 1 bis
3 Heteroatomen, die unabhängig
voneinander aus Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel ausgewählt sind,
oder
- (c) einem 5 bis 6-gliedrigem Heteroarylring mit 1 bis 3 Heteroatomen,
die unabhängig
voneinander aus Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel ausgewählt sind,
wobei:
Ar mit 0 bis 3 Gruppen substituiert ist, die unabhängig voneinander
aus R', Oxo, CO2R',
OR', N(R')2,
SR', NO2,
Halogen, CN, C(O)N(R')2, NR'C(O)R', SO2R', SO2N(R')2 oder
NR'SO2R' ausgewählt sind,
und
- – wenn
R3 C(O)NHR, C(O)R oder CO2R
bedeutet, jeder R unabhängig
voneinander aus T-Ar ausgewählt ist,
wobei:
T (CH2)y bedeutet
und
- – wenn
y 1 oder 2 bedeutet,
Ar einen wahlweise substituierten Ring
bedeutet, der aus einem 5- bis 6-gliedrigen, gesättigten, ungesättigten
oder Arylring, einem 5- bis 6-gliedrigen heterocyclischen Ring mit
1 bis 2 Heteroatomen, die unabhängig
voneinander aus Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel ausgewählt sind,
oder einem 5- bis 6-gliedrigen
Heteroarylring mit 1 bis 2 Heteroatomen, die unabhängig voneinander
aus Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel ausgewählt sind, ausgewählt ist,
und
- – wenn
y 0 bedeutet,
Ar aus Pyrazinyl, Tetrahydropyranyl oder Cyclopenten
ausgewählt
ist,
jeder R5 unabhängig voneinander aus Wasserstoff,
einer aliphatischen C1- bis C6-Gruppe
oder einem 5- bis 6-gliedrigen gesättigten, teilweise ungesättigten
oder Arylring mit 0 bis 3 Heteroatomen, die unabhängig voneinander
aus Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel ausgewählt sind, ausgewählt ist,
wobei:
R5 wahlweise mit 1 bis 3 Gruppen
substituiert ist, die unabhängig
voneinander aus Halogen, Halogen, Oxo, R°, N(R°)2,
OR°, CO2R°,
NR°C(O)R°, C(O)N(R°)2, SO2R°, SO2N(R°)2 oder NR°SO2R° ausgewählt sind,
jeder
R° unabhängig voneinander
aus Wasserstoff, aliphatischem C1 bis C6, Phenyl, oder einem 5- bis 6-gliedrigen
Heteroaryl- bzw. Heterocyclylring mit 1 bis 2 Heteroatomen, die
unabhängig
voneinander aus Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel ausgewählt sind,
ausgewählt
ist, und
R* aus R2,
aliphatischem C1 bis C6 oder
einem 5- bis 6-gliedrigem
gesättigten,
teilweise ungesättigten
oder Arylring mit 0 bis 3 Heteroatomen ausgewählt ist, die unabhängig voneinander
aus Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel ausgewählt sind, wobei
R* wahlweise mit 1 bis 3 Gruppen substituiert
ist, die unabhängig
voneinander aus Halogen, Halogen, Oxo, R°, N(R°)2,
OR°, CO2R°,
NR°C(O)R°, C(O)N(R°)2, SO2R°, SO2N(R°)2 oder NR°SO2R° ausgewählt sind,
und
R2 aus Wasserstoff oder aliphatischem
C1 bis C3 ausgewählt ist.
-
Entsprechend
einer bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform
werden Rx und Ry zusammengenommen,
um einen 6- bis
7-gliedrigen gesättigten,
teilweise ungesättigten
oder Arylring mit 0 bis 2 Heteroatomen, die unabhängig voneinander
aus Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel ausgewählt sind, und welcher wahlweise
substituiert ist, zu bilden. Besonders bevorzugt werden Rx und Ry zusammengenommen,
um einen wahlweise substituierten 6-gliedrigen Arylring mit 0 bis
2 Heteroatomen, die unabhängig
voneinander aus Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel ausgewählt sind,
zu bilden. Am meisten bevorzugt werden Rx und
Ry zu sammengenommen, um einen Benzoring,
der mit einer R1-Gruppe und einer R3-Gruppe
substituiert ist, zu bilden.
-
Wenn
Rx und Ry zusammengenommen
werden, um einen wahlweise substituierten 6- bis 7-gliedrigen gesättigten
Ring mit 0 bis 2 Heteroatomen, die unabhängig voneinander aus Stickstoff,
Sauerstoff oder Schwefel ausgewählt
sind, zu bilden, befinden sich die zwei Aminogruppe, wie in Formel
B gezeigt, vorzugsweise in der cis-Konfiguration.
-
Entsprechend
einer anderen bevorzugten Ausführungsform
bedeutet R* R2.
Besonders bevorzugt bedeutet R* Ethyl.
-
Hierin
bedeutet die Bezeichnung "nichtbasisches
Medium" ein Lösungsmittel
oder ein Gemisch aus mindestens zwei von Lösungsmittel, Co-Lösungsmittel
und Säure,
das einen pH-Wert von unter oder gleich etwa 7 ergibt. Lösungsmittel,
die für
das Verfahren geeignet sind, umfassen beispielsweise Wasser, Benzol, Toluol,
Dichlormethan, Dichlorethan, Dimethylformamid, Dioxan, Dimethylsulfoxid,
Diglym, Momoglym, Acetonitril, Tetrahydrofuran, Methanol und Ethanol.
-
Hierin
bedeutet die Bezeichnung "protisches
Lösungsmittel" ein Protonen enthaltendes
Lösungsmittel wie
in "Advanced Organic
Chemistry", Jerry
March, 3. Aufl., John Wiley and Sons, N.Y., beschrieben. Vorzugsweise
wird das protische Lösungsmittel
aus Wasser, Ethanol oder Methanol ausgewählt.
-
In
einer alternativen Ausführungsform
kann eine organische Säure
wie Essigsäure
sowohl als protisches Lösungsmittel
als auch als saure Komponente der Reaktion dienen.
-
Entsprechend
einer weiteren bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform wird das Verfahren bei
einem pH-Wert von etwa 2 bis etwa 7 durchgeführt. Besonders bevorzugt beträgt der pH-Wert
etwa 3 bis etwa 4.
-
Dem
Reaktionsgemisch können
geeignete Säuren,
einschließlich
Mineralsäuren,
zugesetzt werden, um das nichtbasische Medium zu erreichen. Beispiele
für organische
Säuren,
die verwendet werden können, umfassen
Mineralsäuren
wie Schwefel-, Salz- und Salpetersäure. Vorzugsweise ist die Säure die
Schwefel- oder die Salzsäure.
Besonders bevorzugt ist die Säure
die Schwefelsäure.
-
Das
Verfahren kann bei 20 bis 155°C
durchgeführt
werden. Vorzugsweise wird im Verfahren auf 40 bis 100°C und besonders
bevorzugt auf 80 bis 100°C
erhitzt.
-
Entsprechend
einer anderen bevorzugten Ausführungsform
betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer Verbindung
mit der Formel I':
oder eines pharmazeutisch
verträglichen
Salzes davon, das die Stufe der Umsetzung einer Verbindung mit der Formel
B':
oder eines Salzes davon mit
einer Verbindung mit der Formel C':
oder eines Salzes davon in
einem nichtbasischen Medium, das mindestens ein protisches Lösungsmittel
enthält,
wobei R
1, R
2 und
R
3 wie weiter oben definiert sind, umfasst.
Entsprechend einer wieder anderen Ausführungsform betrifft die Erfindung
eine Verbindung mit der Formel C'':
worin:
- – R2 aus Wasserstoff, Ethyl, Isopropyl, Cyclopropyl
oder Propyl und
- – M
aus Natrium, Kalium, Lithium, Cäsium
oder Rubidium ausgewählt
ist.
-
Vorzugsweise
bedeutet M Natrium oder Kalium. Besonders bevorzugt bedeutet M Natrium.
-
Vorzugsweise
bedeutet R2 Ethyl.
-
Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
sind potente Inhibitoren von Gyrase und/oder Topo IV, wie durch
einen enzymatischen Assay bestimmt. Weiterhin hat es sich gezeigt,
dass diese Verbindungen in einem antimikrobiellen Empfindlichkeitsassay
antimikrobielle Aktivität
besitzen. Die Aktivität
einer Verbindung, die erfindungsgemäß als ein Inhibitor der Gyrase
und/oder Topo IV verwendet wird, kann entsprechend aus dem Stand
der Technik bekannter Verfahren in vitro, in vivo oder in einer
Zelllinie bestimmt werden. Die Einzelheiten für die Bedingungen, die sowohl
in dem enzymatischen als auch dem antimikrobiellen Empfindlichkeitsassay eingehalten
werden, werden in den Beispielen weiter unten genannt.
-
Entsprechend
einer anderen Ausführungsform
wird erfindungsgemäß eine Zusammensetzung
bereitgestellt, die eine erfindungsgemäße Verbindung oder ein pharmazeutisch
verträgliches
Salz davon und einen Träger,
ein Adjuvans oder eine Arzneimittelgrundlage, der/das/die pharmazeutisch
verträglich
ist, umfasst. Dabei ist der Anteil der Verbindung an den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
derart, dass er wirksam ist, um Gyrase, Topo IV nachweisbar zu inhibieren
oder die Bakterienmenge in einer biologischen Probe oder in einem
Patienten messbar zu senken. Vorzugsweise wird die erfindungsgemäße Zusammensetzung
für die Verabreichung
an einen Patienten formuliert, der einer solchen Zusammensetzung
bedarf. Am meisten bevorzugt wird die erfindungsgemäße Zusammensetzung
für eine
orale Verabreichung an einen Patienten formuliert.
-
Die
hier benutzte Bezeichnung "biologische
Probe" umfasst ohne
Einschränkung
Zellkulturen oder Extrakte davon, von einem Säugetier erhaltenes Biopsiematerial
oder Extrakte davon, Blut, Speichel, Urin, Stuhl, Sperma, Tränen oder
andere Körperflüssigkeiten
bzw. Extrakte davon.
-
Die
Inhibition der Gyrase- und/oder Topo-IV-Aktivität in einer biologischen Probe
ist für
eine Vielfalt von Zwecken nützlich,
die dem Fachmann bekannt sind. Beispiele für solche Zwecke umfassen Bluttransfusion, Organtransplantation,
die Aufbewahrung biologischer Proben und biologische Assays.
-
Dabei
bedeutet die hier benutzte Bezeichnung "Patient" ein Tier, vorzugsweise ein Säugetier,
und am meisten bevorzugt einen Menschen.
-
Die
Bezeichnung "Träger, Adjuvans
oder Arzneimittelgrundlage, der/das/die pharmazeutisch verträglich ist", bedeutet einen
Träger,
ein Adjuvans oder eine Arzneimittelgrundlage, der/das/die nichttoxisch
ist und die pharmakologische Aktivität der Verbindung, mit welcher
er/es/sie formuliert ist, nicht zerstört. Pharmazeutisch verträgliche Träger, Adjuvantien
oder Arzneimittelgrundlagen, die in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
verwendet werden können,
umfassen beispielsweise Ionenaustauscher, Aluminiumoxid, Aluminiumstearat,
Lecithin, Serumproteine wie humanes Serumalbumin, Puffersubstanzen
wie Phosphate, Glycin, Sorbinsäure,
Kaliumsorbat, Teilglyceridgemische von gesättigten pflanzlichen Fettsäuren, Wasser,
Salze oder Elektrolyte wie Protaminsulfat, Dinatriumhydrogensulfat,
Kaliumhydrogenphosphat, Natriumchlorid, Zinksalze, kolloidale Kieselsäure, Magnesiumtrisilicat,
Polyvinylpyrrolidon, auf Cellulose basierende Substanzen, Polyethylenglykol,
Natriumcarboxymethylcellulose, Polyacrylate, Wachse, Polyethylen-Polyoxypropylen-Block-Polymere,
Polyethylenglykol und Wollfett.
-
Die
hier benutzte Bezeichnung "nachweisbar
inhibieren" bedeutet
eine messbare Veränderung
der Gyrase- und/oder Topo-IV-Aktivität zwischen einer Probe, die
die Zusammensetzung und Gyrase und/oder Topo IV umfasst, und einer äquivalenten
Probe, die Gyrase und/oder Topo IV ohne diese Zusammensetzung umfasst.
-
Dabei
bedeutet die hier benutzte Bezeichnung "messbare Senkung der Bakterienmenge" eine messbare Veränderung
der Anzahl der Bakterien zwischen einer Probe, die diese Zusammensetzung
enthält,
und einer Probe, die nur die Bakterien enthält.
-
Ein "pharmazeutisch verträgliches
Salz" bedeutet ein
nichttoxisches Salz einer erfindungsgemäßen Verbindung, das nach Verabreichung
an einen Empfänger
in der Lage ist, entweder direkt oder indirekt eine erfindungsgemäße Verbindung,
einen inhibitorisch wirksamen Metaboliten oder einen Rest davon
bereitzustellen. Hierbei bedeutet die Bezeichnung "inhibitorisch wirksamer
Metabolit oder Rest davon",
dass ein Metabolit oder ein Rest davon auch ein Gyrase- und/oder
Topo-IV-Inhibitor ist.
-
Pharmazeutisch
verträgliche
Salze der erfindungsgemäßen Verbindungen
umfassen diejenigen, die von pharmazeutisch verträglichen
anorganischen und organischen Säuren
und Basen abgeleitet sind. Beispiele für geeignete Säuresalze
umfassen Acetat, Adipat, Alginat, Alginat, Aspartat, Benzoat, Benzolsulfonat,
Bisulfat, Butyrat, Citrat, Campherat, Camphersulfonat, Cyclopentanpropionat,
Digluconat, Dodecylsulfat, Ethansulfonat, Formiat, Fumarat, Glucoheptanoat,
Glycerophosphat, Glykolat, Hemisulfat, Heptanoat, Hexanoat, Hydrochlorid,
Hydrobromid, Hydroiodid, 2-Hydroxyethansulfonat,
Lactat, Maleat, Malonat, Methansul fonat, 2-Naphthalinsulfonat, Nicotinat,
Nitrat, Oxalat, Palmoat, Pektinat, Persulfat, 3-Phenylpropionat,
Phosphat, Picrat, Pivalat, Propionat, Salicylat, Succinat, Sulfat,
Tartrat, Thiocyanat, Tosylat und Undecanoat. Andere Säuren wie
die Oxalsäure,
obwohl sie von sich aus nicht pharmazeutisch verträglich sind,
können
zur Bildung von Salzen verwendet werden, die als Zwischenprodukt
bei der Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen und ihrer
pharmazeutisch verträglichen
Säureadditionssalze
nützlich
sind.
-
Von
geeigneten Basen abgeleitete Salze umfassen Alkalimetall- (beispielsweise
Natrium- und Kalium-), Erdalkalimetall- (beispielsweise Magnesium-),
Ammonium- und N+(C1-bis C4-Alkyl)4-Salze. Erfindungsgemäß ist auch die Quaternisierung
basischer Stickstoff enthaltender Gruppen der hier offenbarten Verbindungen
vorgesehen. Wasser- bzw. öllösliche oder
-dispergierbare Produkte können
durch eine solche Quaternisierung erhalten werden.
-
Die
erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
können
oral, parenteral, durch ein Inhalationsspray, topisch, rektal, nasal,
bukkal, vaginal oder über
ein implantiertes Reservoir verabreicht werden. Dabei umfasst die
hier benutzte Bezeichnung "parenteral" subkutane, intravenöse, intramuskuläre, intraartikuläre, intrasynoviale,
intrasternale, intrathekale, intrahepatische, intraläsionale
und intrakraniale Injektions- oder Infusionsverfahren. Vorzugsweise
werden die Zusammensetzungen oral, intraperitoneal oder intravenös verabreicht.
Sterile injizierbare Formen der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können wässrige oder ölige Suspensionen
sein. Diese Suspensionen können
entsprechend aus dem Stand der Technik bekannter Verfahren unter Verwendung
geeigneter Dispergier- oder Benetzungsmittel und Suspendiermittel
formuliert werden.
-
Ein
steriles injizierbares Präparat
kann auch eine sterile injizierbare Lösung oder Suspension in einem nichttoxischen
parenteral verträglichen
Verdünnungsmittel
oder Lösungsmittel,
beispielsweise eine Lösung
in 1,3-Butandiol, sein. Zu den verträglichen Trägern und Lösungsmitteln, die verwendet
werden können,
gehören Wasser,
Ringer-Lösung
und isotonische Natriumchloridlösung.
Zusätzlich
werden sterile, fette Öle
herkömmlicherweise
als Lösungsmittel
oder Suspensionsmittel verwendet.
-
Zu
diesem Zweck kann ein mildes fettes Öl, einschließlich synthetischer
Mono- oder Diglyceride, verwendet werden. Fettsäuren wie die Ölsäure und
ihre Glyceridderivate sind zur Herstellung injizierbarer Flüssigkeiten,
da sie natürliche
pharmazeutisch verträgliche Öle wie Olivenöl oder Rizinusöl sind,
insbesondere in ihren polyoxyethylierten Derivaten nützlich.
Diese Öllösungen oder
-suspensionen können
auch ein langkettiges Alkoholverdünnungsmittel oder -dispergiermittel
wie Carboxymethylcellulose oder ein ähnliches Dispergiermittel,
das üblicherweise
zur Formulierung pharmazeutisch verträglicher Dosierungsformen, einschließlich Emulsionen
und Suspensionen, verwendet wird, sein. Weitere üblicherweise verwendete Tenside
wie Tweens, Spans und andere Emulgiermittel oder die biologische
Verfügbarkeit
verbessernde Verstärker,
die üblicherweise
zur Herstellung pharmazeutisch verträglicher fester, flüssiger oder
anderer Dosierungsformen eingesetzt werden, können auch für die Formulierungszwecke verwendet
werden.
-
Die
erfindungsgemäßen pharmazeutisch
verträglichen
Zusammensetzungen können
oral in einer oral verträglichen
Dosierungsform verabreicht werden, einschließlich beispielsweise Kapseln,
Tabletten, wässrigen Suspensionen
oder Lösungen.
Bei Tabletten für
eine orale Verwendung umfassen üblicherweise
verwendete Träger
Lactose und Maisstärke.
Gleitmittel wie Magnesiumstearat werden auch typischerweise zugesetzt.
Für eine
orale Verabreichung in Kapselform umfassen nützliche Verdünnungsmittel
Lactose und getrocknete Maisstärke.
Wenn wässrige
Suspensionen für
eine orale Verwendung erforderlich sind, wird der Wirkstoff mit
Emulgiermitteln und Suspendiermitteln kombiniert. Falls erwünscht, können auch
bestimmte Süßungs-,
Geschmacks- oder Farbmittel zugesetzt werden.
-
Alternativ
können
die erfindungsgemäßen pharmazeutisch
verträglichen
Zusammensetzungen für eine
rektale Verabreichung in Form von Zäpfchen verabreicht werden.
Diese können
durch Vermischen des Mittels mit einem geeigneten, nicht reizenden
Arzneimittelträger,
der bei Raumtemperatur fest, aber bei der Temperatur des Rektums
flüssig
ist und daher darin schmilzt, wobei das Arzneimittel freigesetzt
wird, hergestellt werden. Solche Materialien umfassen Kakaobutter,
Bienenwachs und Polyethylenglykole.
-
Die
erfindungsgemäßen pharmazeutisch
verträglichen
Zusammensetzungen können
auch topisch verabreicht werden, insbesondere wenn das Ziel der
Behandlung Flächen
oder Organe umfasst, die durch eine topische Anwendung leicht zugänglich sind,
einschließlich
Erkrankungen des Auges, der Haut oder des unteren Darmtrakts. Geeignete
topische Formulierungen lassen sich leicht für jedes) dieser Flächen oder
Organe herstellen.
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Eine
topische Verwendung für
den unteren Darmtrakt kann in Form eines Zäpfchens (siehe weiter oben)
oder einer geeigneten Salbenformulierung durchgeführt werden.
Auch können
topisch-transdermale Pflaster verwendet werden.
-
Für topische
Applikationen können
die pharmazeutisch verträglichen
Zusammensetzungen in einer geeigneten Salbe formuliert werden, die
den Wirkstoff in einem oder mehreren Trägern suspendiert oder gelöst enthält. Träger für eine topische
Verabreichung der erfindungsgemäßen Verbindungen
umfassen beispielsweise Mineralöl,
flüssige
Vaseline, weiße
Vaseline, Propylenglykol, Polyethylenoxid, Polypropylenoxidverbindung, emulgierendes
Wachs und Wasser. Alternativ können
die pharmazeutisch verträglichen
Zusammensetzungen zu einer geeigneten Lotion oder Creme formuliert
werden, welche die Wirkstoffe in einem oder mehreren pharmazeutisch
verträglichen
Trägern
suspendiert oder gelöst
enthält.
Geeignete Träger
umfassen beispielsweise Mineralöl,
Sorbitanmonostearat, Polysorbat 60, Cetylesterwachs, Cetearylalkohol,
2-Octyldodecanol, Benzylalkohol und Wasser.
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Für eine Verwendung
am Auge können
die pharmazeutisch verträglichen
Zusammensetzungen als mikronisierte Suspensionen in einer isotonischen,
pH-Wert-eingestellten sterilen physiologischen Kochsalzlösung oder
vorzugsweise als Lösungen
in einer isotonischen, pH-Wert-eingestellten sterilen physiologischen Kochsalzlösung entweder
mit oder ohne Konservierungsmittel wie Benzylalkoniumchlorid formuliert
werden. Alternativ können
für eine
Verwendung am Auge die pharmazeutisch verträglichen Zusammensetzungen zu einer
Salbe wie einer aus Vaseline formuliert werden.
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Die
erfindungsgemäßen pharmazeutisch
verträglichen
Zusammensetzungen können
auch durch ein nasales Aerosol oder Inhalieren verabreicht werden.
Solche Zusammensetzungen werden entsprechend aus dem Stand der Technik
für die
pharmazeutische Formulierung bekannter Verfahren hergestellt und
können
als Lösungen
in einer physiologischen Kochsalzlösung unter Verwendung von Benzylalkohol
oder anderen geeigneten Konservierungsstoffen, Absorptionsverstärkern, um
die biologische Verfügbarkeit
zu verbessern, Fluorkohlenwasserstoffen und/oder anderen herkömmlichen
Solubilisierungs- oder Dispergiermitteln hergestellt werden.
-
Am
meisten bevorzugt werden die erfindungsgemäßen pharmazeutisch verträglichen
Zusammensetzungen für
eine orale Verabreichung formuliert.
-
Dosierungen
von zwischen etwa 0,01 und etwa 100 mg/kg Körpergewicht pro Tag, vorzugsweise
zwischen 0,5 und etwa 75 mg/kg Körpergewicht
pro Tag, und am meisten bevorzugt zwischen etwa 1 und 50 mg/kg Körpergewicht
pro Tag des Wirkstoffs sind in einer Monotherapie für die Verhütung und
Behandlung bakterieller Infektionen nützlich, die verursacht werden
von Bakterien wie Streptococcus pneumoniae, Streptococcus pyogenes,
Enterococcus faecalis, Enterococcus faecium, Klebsiella pneumoniae,
Enterobacter sps. Proteus sps. Pseudomonas aeruginosa, E. coli,
Serratia marcesens, Staphylococcus aureus, Coag. Neg. Staph, Haemophilus
infuenzae, Bacillus anthracis, Mycoplasma pneumoniae, Moraxella
catarralis, Chlamydia pneumoniae, Legionella pneumophila, Mycobacterium
tuberculosis, Helicobacter pylori, Staphylococcus epidermidis oder
Mycobacterium tuberculosis.
-
Typischerweise
werden die erfindungsgemäßen pharmazeutischen
Zusammensetzungen etwa 1- bis 5-mal pro Tag oder alternativ als
kontinuierliche Infusion verabreicht. Weiterhin alternativ können die
erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
in einer gepulsten Formulierung verabreicht werden. Eine solche
Verabreichung kann als chronische oder akute Therapie angewendet
werden. Die Wirkstoffmenge, die mit den Trägermaterialien kombiniert werden
kann, um eine Einzeldosierungsform zu ergeben, variiert in Abhängigkeit von
dem zu behandelnden Wirt und der speziellen Art und Weise der Verabreichung.
Ein typisches Präparat enthält etwa
5 bis etwa 95% (Gew./Gew.) Wirkstoff. Vorzugsweise enthalten solche
Präparate
etwa 20 bis etwa 80% Wirkstoff.
-
Wenn
die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
eine Kombination aus einer Verbindung mit der Formel I und einem
oder mehreren zusätzlichen
therapeutischen oder prophylaktischen Mitteln umfassen, sollte sowohl
die Verbindung als auch das zusätzliche
Mittel mit einer Dosis von zwischen etwa 10 und 80% der normalerweise
in einem Monotherapieregime verabreichten Dosierung vorhanden sein.
-
Wenn
sich der Zustand des Patienten verbessert hat, kann eine aufrechterhaltende
Dosis der erfindungsgemäßen Verbindung,
Zusammensetzung oder Kombination erforderlichenfalls verabreicht
werden. Anschließend
kann (können)
Dosierung oder Häufigkeit
der Verabreichung oder beide in Abhängigkeit von den Symptomen
bis auf ein Maß gesenkt
werden, bei welchem der verbesserte Zustand erhalten bleibt, und
wenn die Symptome bis auf den gewünschten Grad abgeschwächt worden
sind, sollte die Behandlung beendet werden. Es kann jedoch sein,
dass Patienten eine intermittierende Behandlung auf Langzeitbasis
in Abhängigkeit von
Rekurrenz- oder Krankheitssymptomen brauchen.
-
Der
Fachmann wird erkennen, wenn eine niedrigere oder höhere Dosis
als die weiter oben genannten erforderlich werden kann. Spezielle
Dosierungs- und Behandlungsregime für einen bestimmten Patienten
sind abhängig
von einer Vielzahl von Faktoren, einschließlich von Aktivität der verwendeten
speziellen Verbindung, Alter, Körpergewicht, allgemeinem
Gesundheitszustand, Geschlecht, Ernährung, Zeit der Verabreichung,
Ausscheidungsgeschwindigkeit, Arzneimittelkombination, Schwere und
Verlauf der Erkrankung, Veranlagung des Patienten zu dieser Erkrankung
und Beurteilung des behandelnden Arztes.
-
In
Abhängigkeit
von dem bestimmten Zustand oder der bestimmten Erkrankung, der (die)
zu behandeln oder zu verhüten
ist, können
auch zusätzliche
therapeutische Mittel, die normalerweise verabreicht werden, um
diesen Zustand zu behandeln oder zu verhüten, in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen vorhanden
sein. Hierbei werden zusätzliche
therapeutische Mittel verwendet, die normalerweise verabreicht werden,
um eine bestimmte Krankheit oder einen bestimmten Zustand zu behandeln
oder zu verhüten,
und welche als "für die Krankheit
oder den Zustand, die (der) zu behandeln ist, geeignet" bekannt sind. Solche
Mittel umfassen beispielsweise ein Antibiotikum, ein entzündungshemmendes
Mittel, einen Matrixmetallprotease-Inhibitor, einen Lipoxygenase-Inhibitor,
einen Cytokin-Antagonisten,
einen Immunsuppressor, ein krebsbekämpfendes Mittel, ein antivirales
Mittel, ein Cytokin, einen Wachstumsfaktor, einen Immunmodulator,
ein Prostaglandin, eine antivaskuläre Hyperproliferationsverbindung
oder ein Mittel, das die Empfindlichkeit bakterieller Organismen
gegenüber
Antibiotika verstärkt.
-
Beispiele
für Antibiotika,
die für
eine Verabreichung mit den erfindungsgemäßen Verbindungen und Zusammensetzungen
davon geeignet sind, umfassen Chinolone, β-Lactame, Makrolide, Glykopeptide
und Lipopeptide.
-
Mittel,
welche die Empfindlichkeit bakterieller Organismen gegenüber Antibiotika
erhöhen,
sind bekannt. So sind beispielsweise in den US-Patenten 5 523 288,
5 783 561 und 6 140 306 Verfahren zur Verwendung des bakteriziden/permeabilitätsverbessernden
Proteins (BPI) zur Erhöhung
der Empfindlichkeit von Gram-positiven und Gramnegativen Bakterien
gegenüber
Antibiotika beschrieben. Mittel, die die Permeabilität der Außenmembran
bakterieller Organismen erhöhen,
sind von Vaara, M., Microbiological Reviews, 395-411 (1992) beschrieben
worden und die Sensibilisierung Gram-negativer Bakterien ist von
Tsubery, H. et al., J. Med. Chem., 3085-3092 (2000) beschrieben
worden.
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Entsprechend
einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform
wird ein Verfahren zur Inhibierung der Gyrase in einem Patienten
bereitgestellt, das die Stufe der Verabreichung einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung
an den Patienten umfasst.
-
Entsprechend
einer anderen erfindungsgemäßen Ausführungsform
wird ein Verfahren zum Inhibieren von Topo IV in einem Patienten
bereitgestellt, das die Stufe der Verabreichung einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung
an den Patienten umfasst.
-
Entsprechend
einer wieder anderen erfindungsgemäßen Ausführungsform wird ein Verfahren
zur Senkung der Bakterienmenge in einem Patienten bereitgestellt,
das die Stufe der Verabreichung einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung
an den Patienten umfasst.
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Entsprechend
einer noch anderen erfindungsgemäßen Ausführungsform
wird ein Verfahren zur Inhibierung der Gyrase in einer biologischen
Probe bereitgestellt.
-
Entsprechend
einer wieder anderen erfindungsgemäßen Ausführungsform wird ein Verfahren
zur Inhibierung von Topo IV in einer biologischen Probe bereitgestellt.
-
In
einer anderen erfindungsgemäßen Ausführungsform
wird ein Verfahren zur Senkung der Bakterienmenge in einer biologischen
Probe bereitgestellt.
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Entsprechend
einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform
wird ein Verfahren zur Senkung der Bakterienmenge in einer biologischen
Probe bereitgestellt, das außerdem
die Stufe des In-Berührung-Bringens
der biologischen Probe mit einem Mittel umfasst, das die Empfindlichkeit
bakterieller Organismen gegenüber
Antibiotika erhöht.
-
Die
erfindungsgemäßen pharmazeutischen
Zusammensetzungen und Verfahren sind im Allgemeinen für die in-vivo-Bekämpfung bakterieller
Infektionen nützlich.
Beispiele für
bakterielle Organismen, die durch die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
und Verfahren bekämpft
werden können,
umfassen folgende Organismen: Streptococcus pneumoniae, Streptococcus
pyogenes, Enterococcus faecalis, Enterococcus faecium, Klebsiella
pneumoniae, Enterobacter sps. Proteus sps. Pseudomonas aeruginosa,
E. coli, Serratia marcesens, Staphylococcus aureus, Coag. Neg. Staph,
Haemophilus infuenzae, Bacillus anthracis, Mycoplasma pneumoniae,
Moraxella catarralis, Chlamydia pneumoniae, Legionella pneumophila,
Mycobacterium tuberculosis, Helicobacter pylori, Staphylococcus
epidermidis oder Mycobacterium tuberculosis.
-
Entsprechend
einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform
umfassen bakterielle Organismen, die von den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
und Verfahren bekämpft
werden können,
folgende Organismen: Streptococcus pneumoniae, Streptococcus pyogenes,
Enterococcus faecalis, Enterococcus faecium, Staphylococcus aureus,
Coag. Neg. Staph, Haemophilus infuenzae, Bacillus anthracis, Mycoplasma pneumoniae,
Moraxella catarralis, Chlamydia pneumoniae, Legionella pneumophila,
Mycobacterium tuberculosis, Helicobacter pylori, Staphylococcus
epidermidis oder Mycobacterium tuberculosis.
-
Die
erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
und Verfahren sind deshalb nützlich
zur Bekämpfung, Behandlung
oder Verringerung von Fortschritt, Schwere oder Wirkungen von Krankenhaus-
oder Nicht-Krankenhaus-Infektionen. Beispiele für Krankenhausverwendungen umfassen
Infektionen der Harnwege, Atemwegsinfektionen wie Lungenentzündung, Infektionen
von Operationswunden, Infektionen des Zentralnervensystems und Bakterämie. Beispiele
für Nicht-Krankenhaus-Verwendungen
umfassen Infektionen der Harnwege, Bronchitis, Sinusitis, Lungenentzündung, Prostatis,
Haut- und Weichgewebeinfektionen, intraabdominale Infektionen und
die Therapie fiebriger Neutropeniepatienten.
-
Die
Bezeichnung "pharmazeutisch
wirksame Menge" bedeutet
die Menge, die für
die Behandlung oder Besserung einer bakteriellen Infektion bei einem
Patienten wirksam ist. Die Bezeichnung "prophylaktisch wirksame Menge" bedeutet die Menge,
die zur Verhütung
oder substantiellen Milderung einer bakteriellen Infektion bei einem
Patienten wirksam ist.
-
Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
können
auf herkömmliche
Art und Weise zur Bekämpfung
bakterieller Infektionsgrade in vivo, zur Behandlung von Erkrankungen
oder zur Verringerung des Fortschreitens bzw. der Schwere von Wirkungen,
die von Bakterien vermittelt werden, verwendet werden.
-
Dabei
werden die Dosierungen und Anforderungen vom Fachmann aus zur Verfügung stehenden
Verfahren und Techniken ausgewählt.
-
So
kann beispielsweise eine erfindungsgemäße Verbindung mit einem pharmazeutisch
verträglichen Adjuvans
zur Verabreichung an einen Patienten, der an einer bakteriellen
Infektion oder Erkrankung leidet, auf eine pharmazeutisch verträgliche Weise
und mit einer Menge, die wirksam ist, um die Schwere der Infektion oder
Erkrankung zu mildern, kombiniert werden.
-
Alternativ
können
die erfindungsgemäßen Verbindungen
in Zusammensetzungen zum Behandeln oder Schützen von Lebewesen vor bakteriellen
Infektionen oder Erkrankungen über
längere
Zeiträume
verwendet werden. Dabei können
die Verbindungen in solchen Zusammensetzungen entweder allein oder
zusammen mit anderen erfindungsgemäßen Verbindungen auf eine Weise
verwendet werden, die mit der herkömmlichen Verwendung von Enzyminhibitoren
in pharmazeutischen Zusammensetzungen übereinstimmt. So kann beispielsweise
eine erfindungsgemäße Verbindung
mit pharmazeutisch verträglichen
Adjuvantien, die herkömmlicherweise
in Impfstoffen verwendet werden, kombiniert und in prophylaktisch
wirksamen Mengen verabreicht werden, um Lebewesen über einen
langen Zeitraum vor bakteriellen Infektionen oder Erkrankungen zu
schützen.
-
Die
Verbindungen mit der Formel I können
auch mit anderen Antibiotika co-verabreicht werden, um die Wirkung
der Therapie oder Prophylaxe von verschiedenen bakteriellen Infektionen
zu erhöhen.
Wenn die erfindungsgemäßen Verbindungen
in Kombinationstherapien mit anderen Mitteln verabreicht werden,
können sie
dem Patienten nacheinander oder zusammen verabreicht werden. Alternativ
umfassen erfindungsgemäße pharmazeutische
oder prophylaktische Zusammensetzungen eine Kombination aus einer
Verbindung mit der Formel I und einem weiteren therapeutischen oder
prophylaktischen Mittel.
-
Die
zuvor beschriebenen zusätzlichen
therapeutischen Mittel können
separat als Bestandteil einer mehrfachen Dosierungsstrategie ausgehend
von der den Inhibitor enthaltenen Zusammensetzung verabreicht werden.
Alternativ können
diese Mittel Bestandteil einer einzelnen Dosierungsform, vermischt
mit dem Inhibitor in einer einzelnen Zusammensetzung, sein.
-
Zur
näheren
Erläuterung
der Erfindung werden die anschließenden Beispiele mitgeteilt.
Diese Beispiele haben ausschließlich
den Zweck der Veranschaulichung und sind nicht gedacht, den Erfindungsumfang
in irgendeiner Weise zu beschränken.
-
Beispiele
-
Anschließend bedeutet
der Buchstabe "Rt" die
Retentionszeit in Minuten, die für
die spezielle Verbindung unter Anwendung des folgenden HPLC-Verfahrens
erhalten worden ist (sofern nichts anderes festgestellt):
- Säule: Zorbax
SB Phenyl, 5 μm,
4,6 mm × 250
mm
- Gradient: Wasser : Acetonitril (9 : 1) bis (1 : 9) 10 Minuten
lang
- Durchfluss: 1,0 ml/Minute
- Wellenlänge:
214 nm.
Beispiel
1
-
5-Brom-3-nitro-2N-trifluoracetylaminomethylbenzoat:
-
2-Amino-5-brommethylbenzoat
(5,0 g, 21,73 mmol) wurde 5 Minuten lang zu auf 0 bis 5°C abgekühltem Trifluoressigsäureanhydrid
(60 ml) zugegeben. Nach 15 Minuten langem Umrühren wurde Kaliumnitrat (2,637
g, 26,08 mmol) zugegeben und die erhaltene beige Suspension über Nacht
gerührt.
Das Reaktionsgemisch wurde unter Unterdruck aufkonzentriert, um
einen gelbbraunen Feststoff zu ergeben, der auf Natriumhydrogencarbonat
(wässrig,
gesättigt)
aufgeteilt und in Ethylacetat (3 x) extrahiert wurde. Die vereinigten
organischen Schichten wurden mit Kochsalzlösung gewaschen, über Natriumsulfat
getrocknet, filtriert und unter Unterdruck auf konzentriert, um
6,39 g der Titelverbindung als gelbbraunen Feststoff zu ergeben.
HPLC R
t = 3, 62 Minuten. MS (M-1370, 9). Beispiel
2
-
2-Amino-5-brom-3-nitro-methylbenzoat:
Zu einer Suspension aus 5-Brom-3-nitro-2N-trifluoracetylaminomethylbenzoat
(2, 1 g, 5, 66 mmol) in Methanol (40 ml) wurde Salzsäure (20
ml, 6 N) zugegeben. Das erhaltene Gemisch wurde 12 Stunden lang
bei 75 bis 80°C
erhitzt und anschließend
abgekühlt,
um eine gelbe Suspension zu ergeben, die filtriert und mit Wasser
gewaschen wurde. Die gesammelten Feststoffe wurden bei 50°C unter Unterdruck
getrocknet, um 1,1 g der Titelverbindung als hellgelben Feststoff
zu ergeben.
1H-NMR (CDCl
3) δ 3,93 (s,
3H), 8,32 (d, 1H), 8,51 (d, 1H). Beispiel
3
-
2-Amino-3-nitro-5-(3'-pyridyl)methylbenzoat:
Zu einem mit Stickstoff gespülten
Gemisch aus 2-Amino-5-brom-3-nitromethylbenzoat
(0,3 g, 1,09 mmol) in Ethylenglykoldimethylether (8 ml) wurde Natriumhydrogencarbonat
(1 M, 2,18 ml, 2,18 mmol), 3-Pyridylboronsäure (0,201 g, 1,636 mmol) und
Tetrakistriphenylphosphinpalladium (0) (0,125 g, 0,11 mmol) zugegeben.
Das erhaltene Gemisch wurde 12 Stunden lang unter Rückfluss
erhitzt, abgekühlt,
mit Natriumhydrogencarbonat (wässrig,
gesättigt)
verdünnt
und in Ethylacetat (3 x) extrahiert. Die vereinigten organischen
Schichten wurden mit Kochsalzlösung
gewaschen, über
Natriumsulfat getrocknet, filtriert und unter Unterdruck aufkonzentriert,
um einen dunkelgelben Feststoff zu ergeben. Das Rohprodukt wurde
durch Flash-Chromatographie (Silicagel, 30 bis 100% Hexan/Ethylacetat)
gereinigt, um 0,069 g der Titelverbindung als gelben Feststoff zu
ergeben. HPLC R
t = 1,76 Minuten, MS (M+H
= 274). Beispiel
4
-
2,3-Diamino-5-(3'-pyridyl)methylbenzoat:
Zu einer Suspension aus 10% PD auf Kohlenstoff (0,035 g) in Ethanol
(10 ml) wurde eine Suspension aus 2-Amino-3-nitro-5-(3'-pyridyl)methylbenzoat (0,167 g, 0,61 mmol)
in Ethanol (15 ml) zugegeben. Die Teilsuspension wurde 6 Stunden
lang bei 40 Psi hydriert. Danach wurde der Katalysator durch Filtrieren
entfernt und das Filtrat unter Unterdruck konzentriert, um 0,11
g der Titelverbindung als hellgelben Feststoff zu ergeben.
1H-NMR (CDCl
3) δ 3,54 (bs,
1H), 3,91 (s, 3H), 5,76 (bs, 1H), 7,08-7,81 (m, 7H), 8, 54 (m, 1H),
8, 79 (m, 1H). Beispiel
5
-
2-(3-Ethylureido)-6-pyridin-3-yl-3H-benzimidazol-4-carbonsäuremethylester
(I-1): Zu einer Suspension aus 2,3-Diamino-5,3'-pyridylmethylbenzoat (0,109 g, 0,448
mmol) in Wasser (1 ml) wurde Schwefelsäure (1N, 1,2 ml) und eine Lösung von
N'-Ethyl-N-cyanoharnstoff (1
M, 0,9 ml, 0,94 mmol) zugegeben. Der pH-Wert wurde mit 1 N Schwefelsäure auf
3 bis 4 eingestellt und das erhaltene Reaktionsgemisch 12 Stunden
lang unter Rückfluss
erhitzt. Die Reaktion wurde abgekühlt und die erhaltene Suspension
filtriert und mit Wasser gewaschen. Die gesammelten Feststoffe wurden
durch Flash-Chromatographie (Silicagel, 100% Methylenchlorid bis
100% (5/10/85 Vol./Vol./Vol. NH
4OH/MeOH/CH
2Cl
2) gereinigt,
um einen gelbbraunen Feststoff zu ergeben, der aus Methanol und
Diethylether umkristallisiert wurde, um 0,009 g der Titelverbindung
als einen eierschalenfarbenen Feststoff zu ergeben. HPLC R
t = 1,5 Minuten, MS (M+H = 340),
1H-NMR (DMSO) δ 1,13 (t, 3H), 3,24 (m, 2H),
3,97 (s, 3H), 7,48 (m, 2H), 7,91 (s, 1H), 8,03 (s, 1H), 8,14 (m,
1H), 8,56 (d, 1H), 8,92 (s, 1H), 9,92 (bs, 1H), 11,51 (bs, 1H). Beispiel
6
-
N'-Ethyl-N-cyanoharnstoff·Natriumsalz:
-
Verfahren
A: Zu einer Natriumhydroxidlösung
(1,5 M, wässrig,
50 ml, 75,02 mmol) mit 20°C
wurden Cyanamid (8,5 g, 202,25 mmol) zugegeben und anschließend Ethylisocyanat
(4 ml, 50,56 mmol) 10 Minuten lang tropfenweise zugegeben. Nach
30 Minuten Rühren
wurden zusätzliches
Natriumhydroxid (3 M, 25 ml, 75,02 mmol) und Ethylisocyanat (4 ml,
50,56 mmol) zugegeben. Danach wurde die erhaltene Lösung mindestens
30 Minuten lang altern gelassen, bevor sie direkt ohne Isolierung
verwendet wurde.
-
Verfahren
B: Es wurde eine Lösung
von Natrium-tert.-butoxid
(124,1 g) in THF (500 ml, wasserfrei) bei Umgebungstemperatur hergestellt
und anschließend
in einem Eisbad abgekühlt.
In einem separaten Reaktionsgefäß wurde
eine Lösung
aus Cyanamid (51,76 g) in THF (300 ml, wasserfrei) mit Ethylisocyanat
(97,5 ml) vereinigt und in einem Eisbad abgekühlt. Zu der erhaltenen Cyanamid/Isocyanat-Lösung wurde
die Natrium-tert.-butoxid/THF-Lösung mit
einer Geschwindigkeit zugegeben, die ausreichte, um die Innentemperatur auf
unter 30°C
zu halten. Der erhaltene weiße
Feststoff wurde durch Filtration gesammelt. Der gesammelte Feststoff
wurde danach mit THF (500 ml) vereinigt und die erhaltene Suspension
15 Minuten lang in einem Eisbad gerührt. Der weiße Feststoff
wurde über
Filtration gesammelt und im Vakuum ge trocknet, um 151,5 g der Titelverbindung
(Ausbeute 91%) zu ergeben. R
t (min) = 3,0
Minuten. Beispiel
7
-
2-Amino-6-fluor-5-(1-methyl-2-oxo-1,2-dihydropyridin-4-yl)-3-nitro-benzoesäuremethylester:
Zu einer Lösung
aus 2-Amino-5-brom-6-fluor-3-nitrobenzoesäuremethylester (1,0 g, 3,4
mmol) in Dioxan (25 ml) unter Stickstoffatmosphäre wurden Bispinacoladaboron
(1,3 g, 5, mmol), Dichlor[1,1'-bis(diphenylphosphin)ferrocen]palladium(II)-dichlormethanaddukt
(0,125 g, 0,17 mmol) und Kaliumacetat (1,0 g, 10,2 mmol) zugegeben. Das
erhaltene Gemisch wurde 18 Stunden unter Rückfluss erhitzt, bis auf Raumtemperatur
abgekühlt,
mit Ethylacetat (50 ml) verdünnt
und durch Celite
® filtriert. Der erhaltene
Feststoff wurde mit Hexanen (40 ml) dreimal verrieben, um 0,515
g 2-Amino-6-fluor-3-nitro-5-(4,4,5,5-tetramethyl-[1,3,2]dioxaborolan-2-yl)-benzoesäuremethylester
zu ergeben. Zu einem Gemisch aus 2-Amino-6-fluor-3-nitro-5-(4,4,5,5-tetramethyl[1,3,2]dioxaborolan-2-yl)-benzoesäuremethylester
in Ethylenglykoldimethylether (10 ml) wurden 1-Methyl-2-oxo-1,2-dihydropyridin-4-yl-trifluormethansulfonsäureester
(0,39 g, 1,5 mmol), Lithiumchlorid (0,25 g, 6,0 mmol), Natriumcarbonat
(1,1 ml, 2,2 mmol von 2 M) und Tetrakistriphenylphosphinpalladium
(0,18 g, 0,15 mmol) zugegeben. Das erhaltene Gemisch wurde auf 90°C erhitzt
und 18 Stunden lang gerührt.
Nach Abkühlung
und Aufkonzent rierung im Vakuum wurde der Rückstand durch Chromatographie
(Silicagel 0,5% Methanol/Dichlormethan bis 2 Methanol/Dichlormethan)
gereinigt, um die Titelverbindung (0,275 g, 25%) zu ergeben.
1H-NMR (500 MHz, CDCl
3) δ 3,58 (s,
3H), 4,03 (s, 3H), 6,30 (d, 1H), 7,32 (d, 1H), 8,45 (br s, 2H),
8,53 (d, 1H) Beispiel
8
-
(2-Amino-5-bromphenyl)-cyclohexylmethanon:
Zu einer Suspension aus 2-Amino-5-brombenzonitril (2,13 g, 10,80
mmol) in trockenem THF (20 ml), die auf 0°C abgekühlt worden war, wurde Cyclohexylmagnesiumbromid
(1 N in THF, 37,8 ml, 37,8 mmol, 3,5 Äquivalente) tropfenweise zugegeben.
Das erhaltene gelbe Reaktionsgemisch wurde bis auf Raumtemperatur
erwärmt
und 20 Stunden lang gerührt.
Die Reaktion wurde danach auf 0°C
abgekühlt,
langsam mit gesättigtem
wässrigem
Ammoniumchlorid (30 ml) abgeschreckt und mit Wasser (30 ml) und
EtOAc (50 ml) verdünnt.
Das Zweiphasengemisch wurde kräftig
gerührt,
bis sich alle gebildeten Feststoffe gelöst hatten. Die Phasen wurden
aufgetrennt, und die wässrige
Schicht wurde mit EtOAc (25 ml) extrahiert. Die vereinigten organischen
Extrakte wurden mit Kochsalzlösung
gewaschen, getrocknet (MgSO
4) und filtriert,
und das Filtrat wurde im Vakuum auf konzentriert. Das Rohprodukt
wurde durch Flash-Chromatographie
(SiO
2, Hexane bis 19 : 1 Hexane : EtOAc)
gereinigt, um 2,43 g (80%) der Titelverbindung als gelben Feststoff
zu ergeben:
1H-NMR (CDCl
3,
500 MHz) δ 7,84 (d,
1H), 7,35 (dd, 1H), 6,72 (d, 1H), 3,18 (m, 1H), 1,86 (m, 4H), 1,74
(m, 1H), 1,39-1,53 (m, 4H), 1,25 (m, 1H); MS (ES+) m/z (M
+ + 1) 282,07. Beispiel
9
-
(2-Amino-5-brom-3-nitrophenyl)-cyclohexylmethanon:
Eine Suspension aus (2-Amino-5-bromphenyl)-cyclohexylmethanon (2,40
g, 8,50 mmol) in Essigsäureanhydrid
(40 ml) wurde 1 Stunde bei 80°C
erhitzt. Das Reaktionsgemisch wurde bis zur Trockne auf konzentriert
und anschließend
in rauchender Salpetersäure (18
ml) gelöst.
Die erhaltene gelbe Lösung
wurde 2 Stunden lang bei Raumtemperatur gerührt. Die erhaltene hellorange
Lösung
wurde auf Eis gegossen, wobei sich ein gelber Niederschlag bildete.
Das Reaktionsgemisch wurde gerührt,
bis das gesamte Eis geschmolzen war, und filtriert, um einen hellgelben
Feststoff zu ergeben. Dieser Feststoff wurde in EtOH (10 ml) und
6 N wässriger
Salzsäure
(20 ml) gelöst.
Die Lösung
wurde 3 Stunden lang bei 80°C
gerührt,
auf Raumtemperatur abgekühlt,
mit Wasser (20 ml) verdünnt
und mit Natriumcarbonat (1 g) basisch gemacht. Das erhaltene Gemisch
wurde mit Hexanen (50 ml) verdünnt
und das Zweiphasengemisch gerührt,
bis sich alle Feststoffe gelöst
hatten. Die Phasen wurden voneinander getrennt, und die wässrige Phase
wurde mit Hexanen (2 × 25
ml) extrahiert. Die vereinigten organischen Extrakte wurden mit
Wasser gewaschen, getrocknet (MgSO
4) und
filtriert, und das Filtrat wurde im Vakuum auf konzentriert, um
die Titelverbindung (1,17 g, Ausbeute 43%) als gelben Feststoff
zu ergeben:
1H-NMR (CDCl
3,
500 MHz) δ 8,50
(s, 1H), 8,12 (s, 1H), 3,20 (m, 1H), 1,86 (m, 4H), 1,74 (m, 1H),
1,51 (m, 2H), 1,39 (m, 2H), 1,27 (m, 1H). Beispiel
10
-
(2-Amino-3-nitro-5-pyridin-3-yl-phenyl)-cyclohexylmethanon:
Zu einer Lösung
aus (2-Amino-5-brom-3-nitrophenyl)-cyclohexylmethanon
(600 mg, 1,83 mmol) in DME (25 ml) wurden nacheinander der cyclische
Pyridin-3-boronsäure-1,3-propandiolester
(388 mg, 2,38 mmol), (Tetrakistriphenylphosphin)palladium(0) (212
mg, 0,18 mmol) und 1 N NaHCO
3 (3,7 ml, 3,7
mmol) zugegeben. Das erhaltene Gemisch wurde 90 Minuten bei 90°C gerührt und
anschließend
auf Raumtemperatur abgekühlt.
Das Reaktionsgemisch wurde mit EtOAc (100 ml) verdünnt, mit
Wasser (50 ml) und konzentrierter Kochsalzlösung (50 ml) gewaschen, getrocknet
(MgSO
4), filtriert und das Filtrat im Vakuum
aufkonzentriert. Der erhaltene Rückstand
wurde durch Flash-Chromatographie (SiO
2,
Hexane bis 3 : 1 Hexane : EtOAc) gereinigt, um 527 mg (89%) der
Titelverbindung als hellorangen Feststoff zu ergeben:
1H-NMR
(CDCl
3, 500 MHz) δ 8,92 (d, 1H), 8,69 (d, 1H),
8,66 (d, 1H), 8,31 (d, 1H), 8,20 (d, 1H), 7,71 (dd, 1H), 3,36 (m,
1H), 1,88 (m, 3H), 1,77 (m, 1H), 1,40-1,61 (m, 3H), 1,24-1,32 (m,
2H), 0,89 (m, 1H). Beispiel
11
-
1-(7-Cyclohexancarbonyl-5-pyridin-3-yl-1H-benzimidazol-2-yl)-3-ethylharnstoff
(I-14): Eine Suspension aus 4 (42 mg, 0,13 mmol) und Zinn(II)-chloriddihydrat
(87 mg, 0,39 mmol) in EtOH (4 ml) wurde 4 Stunden lang bei Rückfluss
erhitzt. Das Gemisch wurde auf Raumtemperatur abgekühlt, mit
gesättigtem
wässrigem NaHCO
3 (10 ml) basisch gemacht und mit EtOAc verdünnt (15
ml). Es wurde Celite (10 g) zugegeben, die erhaltene Suspension
(30 Minuten) gerührt, über eine
Celiteschicht filtriert und das Filtrat im Vakuum auf konzentriert.
Der erhaltene Rückstand
wurde mit Wasser (5 ml) verdünnt
und 1 N wässriger
N'-Ethyl-N-cyanoharnstoff
zugegeben. Es wurde genügend
1 N wässrige
Schwefelsäure
tropfenweise zugegeben, um pH 3 zu erreichen. Das erhaltene Gemisch
wurde 16 Stunden lang bei 100°C
erhitzt. Danach wurde das Reaktionsgemisch auf Umgebungstemperatur
abgekühlt,
mit gesättigtem
wässrigem
NaHCO
3 basisch gemacht und mit EtOAc verdünnt. Die
Phasen wurden aufgetrennt, und die organische Schicht wurde getrocknet
(MgSO
4), filtriert und das Filtrat im Vakuum
aufkonzentriert. Der Rückstand
wurde durch präparative
HPLC gereinigt, um 8 mg der Titelverbindung als das Bis-TFA-Salz zu ergeben,
das in das Bis-HCl-Salz umgewandelt wurde, um 7 als hellgelben Feststoff
zu ergeben: HPLC: R
t = 4, 52 Minuten;
1H-NMR (CD
3OD, 500
MHz) δ 9,40
(s, 1H), 9,08 (d, 1H), 8,95 (d, 1H), 8,48 (s, 1H), 8,27 (m, 2H),
3,72 (m, 1H), 3,36 (q, 2H), 1,99 (m, 2H), 1,86 (m, 2H), 1,83 (m,
1H), 1,57 (m, 4H), 1,32 (m, 1H), 1,23 (t, 3H); MS (ES+) m/z (M
+ + 1) 392,2. Beispiel
12
-
2-Amino-5-brom-3-nitrobenzoesäuremethylester:
Zu einer Lösung
aus 2,23 g (10,4 mmol) 2-Amino-3-nitrobenzoesäuremethylester
in 12 ml Essigsäure
wurde tropfenweise 5 Minuten lang eine Lösung aus 0,53 ml (10,4 mmol,
1 Äqu.)
Brom in 2 ml Essigsäure
zugegeben. Das Gemisch wurde 30 Minuten lang bei Raumtemperatur
gerührt
und auf 100 Gramm Eis gegossen. Der ausgefällte gelbe Feststoff wurde
durch Saugfiltration gesammelt und getrocknet, um 2,50 g (82%) der
Titelverbindung als gelben Feststoff zu ergeben.
1H-NMR
(CDCl
3) δ 3,95
(s, 3H), 8,35 (br s, 2H), 8,6 (d, 1H). Beispiel
13
-
2-Amino-3-nitro-5-(4,4,5,5-tetramethyl-[1,3,2]dioxaborolan-2-yl)-benzoesäuremethylester:
Zu einer Lösung
aus 2-Amino-5-brom-3- nitrobenzoesäuremethylester
(0,5 g, 1,82 mmol) in Dioxan (5 ml) wurde Bispinacoladaboron (0,554
g, 2,18 mmol), Dichlor[1,1'-bis(diphenylphosphin)ferrocen]palladium(II)-dichlormethanaddukt
(0,133 g, 0,18 mmol) und Kaliumacetat (0,535 g, 5,45 mmol) zugegeben.
Das erhaltene Gemisch wurde 3 Stunden lang unter Rückfluss
erhitzt. Nach Abkühlung
und Aufkonzentrieren im Vakuum wurde der dunkle Feststoff gereinigt
(SiO
2, CH
2Cl
2 bis 50% Ethylacetat in CH
2Cl
2) um die Titelverbindung als orange Feststoff
zu ergeben (0,347 g, 57%).
1H-NMR (500 MHz,
CDCl
3) δ 1,32
(s, 6H), 3,91 (s, 3H), 8,3 (bs, 1H), 8,59 (s, 1H), 8,8 (s, 1H),
8,99 (bs, 1H). Beispiel
14
-
2-Amino-5-(5-methyl-3-oxo-4-pyridin-2-ylmethylcyclohexa-1,5-dienyl)-3-nitrobenzoesäuremethylester:
Zu einer Lösung
aus 2-Amino-3-nitro-5-(4,4,5,5-tetramethyl[1,3,2]dioxaborolan-2-yl)-benzoesäuremethylester
(0,163 g, 0,51 mmol) in Ethylenglykoldimethylether (5 ml) wurden
N-(Methyl-2-pyridinyl)-6-methyl-4-trifluormethylsulfonyloxy-2-pyridon
(0,136 g, 0,41 mmol), Bis(triphenylphosphin)palladium(II)-dichlorid
(0,029 g, 0,04 mmol) und Natriumcarbonat (0,62 ml, 1,24 mmol von
2 M) zugegeben. Das erhaltene Gemisch wurde 3 Stunden lang unter
Rückfluss
erhitzt. Nach Abkühlen
und Aufkon zentrieren im Vakuum wurde der erhaltene dunkle Feststoff
gereinigt (SiO
2, 50% Ethylacetat/Methylenchlorid
zu 3 Methanol in 50% Ethylacetat/Methylenchlorid), um die Titelverbindung
als orangen Feststoff (0,176 g, 89%) zu ergeben.
1H-NMR
(500 MHz, CDCl
3) δ 2,41 (s, 3H), 3,39 (s, 3H),
5,5 (s, 2H), 6,28 (s, 1H), 6,68 (s, 1H), 7,3-7,1 (m, 2H), 7,62 (t,
1H), 8,49 (s, 1H), 8,61 (s, 1H). Beispiel
15
-
2,3-Diamino-5-(5-methyl-3-oxo-4-pyridin-2-ylmethylcyclohexa-1,5-dienyl)-benzoesäuremethylester: Zu
einer Suspension aus 10% Palladium auf Kohlenstoff (0,045 g) in
Ethylacetat (20 ml) wurde 2-Amino-5-(5-methyl-3-oxo-4-pyridin-2-ylmethylcyclohexa-1,5-dienyl)-3-nitrobenzoesäuremethylester
(0,176 g, 0,44 mmol) zugegeben. Das erhaltene Gemisch wurde 24 Stunden
lang bei 30 psi hydriert. Das Reaktionsgemisch wurde filtriert,
im Vakuum auf konzentriert und das rohe Isolat gereinigt (SiO
2, 2 bis 10% Methanol in Methylenchlorid),
um die Titelverbindung zu ergeben.
1H-NMR
(500 MHz, CDCl
3) δ 2,5 (s, 3H), 3,99 (s, 3H),
5,3 (s, 2H), 5,38 (bs, 2H), 6,39 (s, 1H), 6,25 (s, 1H), 7,93-7,21
(m, 4H), 8,61 (s, 1H), 8,93 (s, 1H). Beispiel
16
-
2-(3-Ethylureido)-6-(5-methyl-3-oxo-4-pyridin-2-ylmethylcyclohexa-1,5-dienyl)-1H-benzimidazol-4-carbonsäuremethylester
(I-32): Zu einer Mischung aus 2,3-Diamino-5-(5-methyl-3-oxo-4-pyridin-2-ylmethylcyclohexa-1,5-dienyl)-benzoesäuremethylester
(0,084 g, 0,23 mmol) in 20% wässrigem
Dimethylsulfoxid (5 ml) wurden Schwefelsäure (0,5 ml) und N'-Ethyl-N-cyanoharnstoff
(0,58 ml bei 1 M NaOH, 0,58 mmol) zugegeben. Nach Einstellung des
pH-Werts auf ~3 mit zusätzlicher
Schwefelsäure
wurde das erhaltene Gemisch 3 Stunden lang unter Rückfluss
erhitzt. Nach Abkühlung
auf Raumtemperatur wurde das Gemisch mit gesättigtem wässrigem Natriumcarbonat basisch
gemacht und mit Wasser verdünnt.
Die erhaltene Suspension wurde filtriert und weiter mit Wasser gewaschen.
Die Feststoffe wurden in Tetrahydrofuran gelöst, über Natriumsulfat getrocknet,
filtriert und bis zur Trockne aufkonzentriert. Die wässrige Mutterlauge
wurde mit Ethylacetat extrahiert, mit Kochsalzlösung gewaschen, über Natriumsulfat
getrocknet, filtriert und im Vakuum getrocknet. Die aus den Mutterlaugen
isolierte freie Base wurde in Ethylacetat und Methanol aufgenommen,
mit überschüssiger wasserfreier
HCl angesäuert
und bis zur Trockne aufkonzentriert, um die Titelverbindung als
Dihydrochlorid zu ergeben (gelbbrauner Feststoff, 0,036 g).
1H-NMR (500 MHz, DMSO) δ 1,12 (t, 3H), 2,41 (s, 3H),
3,22 (m, 2H), 3,97 (s, 3H), 5,38 (s, 2H), 6,6 (s, 1H), 6,68 (s,
1H), 7,8-7,25 (m, 2H), 7,48 (bs, 1H), 7,79 (t, 1H), 7,94 (s, 1H),
8,03 (s, 1H), 8,49 (s, 1H), 9,93 (bs, 1H), 11,53 (bs, 1H). HPLC:
R
t = 3,7 Minuten [10 bis 90% 12 Minuten Gradient
@ 1 ml/min 0,1% TFA (YMC 3 × 150)].
MS: M+H = 461, M-H = 459. MS/HPLC R
t = 2,24
Minuten. Beispiel
17
-
4-Hydroxy-6-methyl-1-pyridin-2-ylmethyl-1H-pyridin-2-on:
Zu einer Suspension aus 12,6 g (0,1 mol) 4-Hydroxy-6-methyl-2-pyron in
50 ml Wasser wurde 2-(Aminomethyl)pyridin
(10,3 ml, 0,1 mol) zugegeben und das Gemisch 2,5 Stunden lang unter
Rückfluss
erhitzt. Die erhaltene hellgelbe Verbindung wurde aus dem abgekühlten Gemisch
abfiltriert. Aufkonzentrieren des Filtrats und Verreiben des erhaltenen
Gummis mit Dichlormethan ergab eine zweite Charge der Titelverbindung
(19,85 g, 92%).
1H-NMR DMSO-d6, ppm): 10,5
(s, 1H), 8,5 (d, 1H), 7,7-7,8 (t, 1H), 7,2 (t, 1H), 7,1 (d, 1H),
5,8 (s, 1H), 5,5 (s, 1H), 5,2 (s, 2H), 2,2 (s, 3H). FIA: m/z – 215,1
ES-/217,1 ES+ Beispiel
18
-
6-Methyl-2-oxo-1-pyridin-2-ylmethyl-1,2-dihydropyridin-4-yl-trifluormethansulfonsäureester:
Zu einer Suspension aus N-(Methyl-2-pyridinyl)-4-hydroxy-6-methyl-2-pyridon
(10,0 g, 0,046 mol) in Dimethylformamid (70 ml) wurden N-Phenyltrifluormethylsulfonimid
(18,2 g, 0,05 mol) und anschließend
Triethylamin (7,7 ml, 0,055 mol) zugegeben, und das Gemisch wurde über Nacht
bei Raumtemperatur gerührt.
Das Reaktionsgemisch wurde in 400 ml Wasser gegossen und mit Ethylacetat
(4 × 100
ml) extrahiert. Die vereinigten Extrakte wurden mit 2 N NaOH (2 × 200 ml),
Wasser (4 × 200
ml) und gesättigter
Kochsalzlösung
(1 × 150
ml) vor dem Trocknen und Aufkonzentrieren gewaschen. Filtrieren
durch einen 2-Zoll-Stopfen aus Silicagel mit Hexanen als Elutionsmittel
(wurde verworfen) und anschließend
mit einem 50%igen Gemisch aus Ethylacetat/Hexanen und Aufkonzentrieren
des Filtrats ergab die Titelverbindung als weißen Feststoff (12,8 g, 80%).
1H-NMR: (CDCl
3, ppm): 8,5 (d, 1H), 7,7 (t, 1H), 7,3 (d,
1H), 7,2 (m, 1H), 6,4 (s, 1H), 6,1 (s, 1H), 5,4 (s, 2H), 2,5 (s, 3H)·FIA: m/z – 349, 0
ES+. Beispiel
19
-
1-[4-(Cyclopropylmethoxyiminomethyl)-6-pyridin-3-yl-1H-benzimidazol-2-yl]-3-ethylharnstoff
(I-40): Zu einer Lösung
aus 1-(4-Cyclopropancarbonyl-6-pyridin-3-yl-1H-benzimidazol-2-yl)-3-ethylharnstoff
(37,2 g, 0,106 mmol) in trockenem EtOH (3 ml) wurden Kaliumacetat
(84 mg, 0,848 mmol, 8 Äqu.)
und Methoxylaminhydrochlorid (70,8 mg, 0,848 mmol, 8 Äqu.), Molekularsiebe
(4 Ä, pulverisiert)
nacheinander zugegeben. Die erhaltene Suspension wurde 36 Stunden
lang bei 50°C
gerührt.
Danach wurde das Reaktionsgemisch auf Umgebungstemperatur abgekühlt und
mit EtOAc und Wasser verdünnt.
Die Phasen wurden aufgetrennt, die wässrige Schicht wurde mit EtOAc
(1 x) extrahiert, die vereinigten organischen Extrakte wurden getrocknet (MgSO
4) und filtriert, und das Filtrat wurde im
Vakuum auf konzentriert. Der Rückstand
wurde durch präparative
HPLC gereinigt und in das Bis-HCl-Salz umgewandelt, um die Titelverbindung
als gelbbraunen Feststoff (11,0 mg) zu ergeben: HPLC (10 bis 90%
CH
3CN, 8 min): t
R =
4,05 Minuten;
1H-NMR (CD
3OD,
500 MHz) δ 9,30
(s, 1H), 8,99 (d, 1H), 8,90 (d, 1H), 8,22 (dd, 1H), 8,18 (s, 1H),
8,04 (s, 1H), 4,14 (s, 3H), 3,36 (q, 2H), 2,04 (m, 1H), 1,23 (t,
3H), 1,15 (m, 2H), 0,92 (m, 2H); MS (ES+) m/z (M
+ +
1) 379,2. Beispiel
20
-
(7-Propionyl-5-pyridin-3-yl-1H-benzimidazol-2-yl)-carbaminsäureethylester
(I-44): Zu einem Gemisch aus 2-Methyl-2-thiopseudoharnstoff (109
mg, 0,39 mmol) und Ethylchloroformiat (75 μl, 0,78 mmol) in Wasser (2 ml)
mit 5°C
wurde 40 Minuten lang eine wässrige
6 N NaOH-Lösung zugegeben
bis sich der pH-Wert auf 8 stabilisiert hatte. Danach wurde der
pH-Wert auf 5 mit Eisessig eingestellt. Eine Suspension aus 1-(2,3-Diamino-5-pyridin-3-yl-phenyl)-propan-1-on
(0,30 mmol) in Wasser (5 ml) wurde anschließend zu dem Reaktionsgemisch
zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde 18 Stunden lang bei 90°C erhitzt,
auf Umgebungstemperatur abgekühlt
und mit Wasser (10 ml) und EtOAc (20 ml) verdünnt. Die Phasen wurden aufgetrennt,
und die wässrige
Schicht wurde mit EtOAc (3 x) extrahiert. Die vereinigten organischen
Extrakte wurden mit Kochsalzlösung gewaschen,
getrocknet (MgSO4) und filtriert, und das
Filtrat wurde im Vakuum auf konzentriert. Der rohe Rückstand
wurde in DMSO aufgenommen und durch präparative HPLC und Flash-Säulenchromatographie
(SiO2; CH2Cl2 : MeOH, 1 : 0 bis 19 : 1) gereinigt. Danach
wurde der Rückstand
in das Bis-HCl-Salz umgewandelt, um die Titelverbindung als eierschalenfarbenen
Feststoff (5,0 mg) zu ergeben: HPLC (10 bis 90% CH3CN,
8 min) : Rt = 3,90 Minuten; 1H-NMR
(CD3OD, 500 MHz) δ 9,39 (d, 1H), 9,07 (d, 1H),
8,93 (d, 1H), 8,48 (d, 1H), 8,28 (d, 1H), 8,25 (dd, 1H), 4,46 (q,
2H), 3,35 (q, 2H), 1,43 (t, 3H), 1,29 (t, 3H); MS (ES+) m/z (M++1) 339, 1.
-
Beispiel 21
-
Die
in Tabelle 2 stehenden Verbindungen wurden entsprechend aus dem
Stand der Technik bekannter Verfahren, den allgemeinen Schemata
I bis IX, und durch Verfahren, die im Wesentlichen ähnlich den
in den Beispielen 1 bis 20 beschriebenen waren, hergestellt. Die
Charakterisierungsdaten für
diese Verbindungen sind in Tabelle 2 zusammengefasst und umfassen
1H-NMR-(bei 500 MHz) und Massenspektrum-(MS-)Werte. Die
Nummern der Verbindungen entsprechen den Nummern der in Tabelle
1 gezeigten Verbindungen. Tabelle
2: Charakterisierungswerte für
ausgewählte
Verbindungen mit der Formel I
-
Beispiel 22
-
Gyrase-ATPase-Assay
-
Die
ATP-Hydrolyseaktivität
von DNA-Gyrase wurde durch Kopplung der Produktion von ADP durch Pyruvatkinase/Lactatdehydrogenase
an die Oxidation von NADH gemessen. Dieses Verfahren ist bereits
beschrieben worden (Tamura und Geliert, J. Biol. Chem., 265, 21342
(1990)).
-
Die
ATPase-Assays wurden bei 30°C
in gepufferten Lösungen,
die 100 μM
TRIS pH 7,6, 1,5 μM
MgCl2, 150 μM KCl enthielten, durchgeführt. Das
Kopplungssystem enthielt (Endkonzentrationen) 2,5 μMμM Phosphoenolpyruvat,
200 μM Nicotinamidadenindinucleotid
(NADH), 1 μM
DTT, 30 μg/ml
Pyru vatkinase und 10 ng/ml Lactatdehydrogenase. 40nanomolares Enzym
(374 kDa Gyr A2B2-Untereinheit von Staphylococcus aureus) und eine
DMSO-Lösung
des Inhibitors bis auf eine Endkonzentration von 4% wurden zu dem
Reaktionsgemisch zugegeben, das 10 Minuten lang bei 30°C inkubiert
wurde. Danach wurde die Reaktion durch Zugabe von ATP bis auf eine
Endkonzentration von 0,9 μM
ausgelöst
und die Geschwindigkeit des Verschwindens des NADH bei 340 Nanometern über einen
Zeitraum von 10 Minuten gemessen. Die Ki-Werte
wurden aus der Geschwindigkeit gegen die Konzentrationsprofile bestimmt
und als Mittelwert von zwei Werten mitgeteilt.
-
Es
wurde festgestellt, dass die weiter oben in Tabelle 1 genannten
Verbindungen Inhibitoren der Gyrase sind.
-
Beispiel 23
-
Topo-IV-ATPase-Assay:
-
Die
Umwandlung von ATP in ADP durch das Enzym Topo4 wurde an die Umwandlung
von NADH in NAD+ gekoppelt und durch die Veränderung des Absorptionsgrades
bei 340 nm gemessen. Topo4 wurde mit dem Inhibitor (4% DMSO, Endkonzentration)
in einem Puffer 10 Minuten lang bei 30°C inkubiert. Die Reaktion wurde
mit ATP ausgelöst,
und die Geschwindigkeiten wurden kontinuierlich 20 Minuten lang
bei 30°C
mit einem Plattenanzeigegerät
Molecular Devices SpectraMAX überwacht.
Die Inhibitionskonstante Ki wurde aus den
Diagrammen Geschwindigkeit gegen [Inhibitor] bestimmt, die an die
Morrison-Gleichung für
fest bindende Inhibitoren angepasst worden waren.
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S.-aureus-Topo4-Puffer:
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100
mM Tris 7,5, 2 mM MgCl2, 200 mM K·Glutamat,
2,5 mM Phosphoenolpyruvat, 0,2 mM NADH, 1 mM DTT, 4,25 μg/ml linearisierte
DNA, 50 μg/ml
BSA, 30 μg/ml
Pyruvatkinase und 10 μg/ml
Lactatdehydrogenase (LDH).
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E.-coli-Topo4-Puffer:
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100
mM Tris 7,5, 6 mM MgCl2, 20 mM KCl, 2,5
mM Phosphoenolpyruvat, 0,2 mM NADH, 10 mM DTT, 5,25 μg/ml linearisierte
DNA, 50 μg/ml
BSA, 30 μg/ml
Pyruvatkinase und 10 μg/ml
Lactatdehydrogenase (LDH).
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Es
wurde festgestellt, dass die weiter oben in Tabelle 1 genannten
Verbindungen Inhibitoren der Topo IV sind.
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Beispiel 24
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Empfindlichkeitsversuche
in flüssigen
Medien
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Erfindungsgemäße Verbindungen
wurden auf ihre antimikrobielle Aktivität durch Empfindlichkeitsversuche
in flüssigen
Medien getestet. Diese Versuche wurden durchgeführt innerhalb der Richtlinien
des neuesten NCCLS-Dokuments, das ihre Durchführung regelt: "M7-A5 Methods for
dilution Antimicrobial Susceptibility Tests for Bacteria that Grow
Aerobically; Approved Standard – Fifth
Edition (2000)" (M7-A5
Verfahren für
antimikrobielle Empfindlichkeitstests in Verdünnung für sich aerob vermehrende Bakterien;
anerkannter Standard – 5.
Auflage (2000)").
Weitere Veröffentlichungen
wie "Antibiotics
in Laboratory Medicine" (Hrsg.
V. Lorian, Verlag Williams and Wilkins, 1996) stellen wesentliche
praktische Verfahren für
Antibiotikatests im Labor bereit.
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Einige
diskrete Bakterienkolonien (3 bis 7) aus einer frisch abgestrichenen
Platte wurden in ein geeignetes reiches Brühenmedium wie MHB, das für anspruchsvollere
Organismen auf geeignete Weise ergänzt worden war, übertragen.
Sie wurden über
Nacht bis zu einer hohen Dichte sich vermehren gelassen, gefolgt von
einer 1- oder 2-tausendfachen
Verdünnung,
um eine Beimpfungsdichte von zwischen 5·105 und
5·106 CFU pro ml zu ergeben. Alternativ können die
frisch ausgewählten
Kolonien etwa 4 bis 8 Stunden lang bei 37°C inkubiert, bis die Kultur
eine Trübung
von 0,5 McFarland-Standard (etwa 1,5·108 Zellen
pro ml) erreicht oder überschreitet,
und verdünnt
werden, um dieselbe CFU pro ml wie weiter oben zu ergeben. In einem
bequemeren Verfahren wurde die Impfkultur hergestellt unter Verwendung
eines kommerziell erhältlichen
mechanischen Gerätes
(BBL PROMPT System), das die Berührung
von fünf
Kolonien direkt mit einer Wand, die in ihrem Boden kreuzförmige Vertiefungen
enthält,
und anschließend
das Suspendieren der Bakterien in einem geeigneten Volumen physiologischer
Kochsalzlösung
umfasst. Die Verdünnung
auf die geeignete Zelldichte der Impfkultur wurde aus dieser Zellsuspension
durchgeführt.
Die Brühe,
die für
die Tests verwendet wurde, bestand aus MHB, ergänzt mit 50 mg pro 1 Ca2+ und 25 mg pro 1 Mg2+.
Es wurden Standardverdünnungsgruppen aus
Kontrollantibiotika hergestellt und wie im NCCLS-Standard M7-A5
aufbewahrt, die Verdünnung
reichte typischerweise von 128 μg
pro ml bis 0,015 μg
pro ml (2-fache serielle Verdünnung).
Die Testverbindungen wurden gelöst
und frisch vor dem Versuch am selben Tag verdünnt, wobei dieselben oder ähnliche
Konzentrationsbereiche wie zuvor verwendet worden. Die Testverbindungen
und die Kontrollen wurden in einer Mehrlochplatte aufbewahrt und
die Testbakterien derart zugegeben, dass die endgültige Beimpfung
etwa 5·104 CFU pro Vertie fung und das fertige Volumen
100 μl betrug.
Die Platten wurden über
Nacht (16 bis 20 Stunden) bei 35°C inkubiert
und visuell auf Trübung überprüft oder
mit einem Mehrlochplatten-Anzeigegerät quantifiziert. Die kleinste
inhibierende Endkonzentration (MIC) ist die niedrigste Arzneimittelkonzentration,
bei welcher der getestete Mikroorganismus sich nicht vermehrt. Diese
Bestimmungen wurden auch verglichen mit geeigneten Tabellen, die
in den oben genannten zwei Publikationen enthalten sind, um sicherzustellen,
dass der Bereich der antibakteriellen Aktivität sich innerhalb des akzeptablen
Bereichs für
diesen standardisierten Versuch befindet.
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In
Tabelle 3 sind die Ergebnisse des MIC-Assays für ausgewählte Verbindungen, getestet
gegen S. aureus, gezeigt. Die Nummern der Verbindungen entsprechen
den Nummern der Verbindungen in Tabelle 1. Verbindungen mit einem
Aktivitätsgrad,
der als "A" bezeichnet wird,
lieferten einen MIC von unter oder gleich 0,5 μg/ml, Verbindungen mit einem
Aktivitätsgrad,
der mit "B" bezeichnet ist,
lieferten einen MIC von zwischen 0,5 und 1,0 μg/ml, und Verbindungen mit einem
Aktivitätsgrad,
der mit "C" bezeichnet ist,
lieferten einen MIC von mehr als 1,0 μg/ml. Tabelle
3. MIC-Werte ausgewählter
Verbindungen mit der Formel I gegen S. aureus
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In
Tabelle 4 sind die Ergebnisse des MIC-Assays für ausgewählte Verbindungen, getestet
gegen S. pneumoniae, gezeigt. Die Nummern der Verbindungen entsprechen
den Nummern der Verbindungen in Tabelle 1. Verbindungen mit einem
Aktivitätsgrad,
der als "A" bezeichnet wird,
lieferten einen MIC von unter oder gleich 0,5 μg/ml, Verbindungen mit einem
Aktivitätsgrad,
der mit "B" bezeichnet ist,
lieferten einen MIC von zwischen 0,5 und 1,0 μg/ml, und Verbindungen mit einem
Aktivitätsgrad,
der mit "C" bezeichnet ist,
lieferten einen MIC von mehr als 1,0 μg/ml. Tabelle
4. MIC-Werte ausgewählter
Verbindungen mit der Formel I gegen S. pneumoniae
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Obwohl
wir eine Anzahl erfindungsgemäßer Ausführungsformen
beschrieben haben, ist es selbstverständlich, dass unsere Grundkonzeptionen
verändert
werden können,
um weitere Ausführungsformen
zu ergeben, in welchen die erfindungsgemäßen Erzeugnisse und Verfahren
angewendet werden.