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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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GEBIET DER
ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Heißluftdüse, die zur Verwendung mit
einer tragbaren, handgehaltenen Fugenabdichtungsschweißpistole ausgelegt
ist, um ein geschmolzenes Dichtungsmittel abzugeben, um benachbarte
Bodenbelagsflächen
zu verbinden.
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BESCHREIBUNG
DES STANDES DER TECHNIK
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Bei
dem Auslegen von Bodenbelag, der kommerziell in Platten verkauft
wird, wie beispielsweise Linoleumbodenbelag, werden benachbarte Bodenbelagsplatten
oder -flächen
Seite an Seite positioniert und in die gewünschte Form geschnitten. In der
Vergangenheit wurden die Bodenbelagsplatten durch eine Klebstoffverbindung
an dem Boden befestigt. Um die Bodenbelagsflächen an dem Boden zu befestigen,
wird die Verbindung auf den Boden aufgebracht und die geschnittenen
Bodenbelagsplatten werden eine nach der anderen in Position gelegt.
Sobald jede Bodenbelagsplatte ausgelegt ist, wird die nächste benachbarte
Bodenbelagsplatte in Position gebracht und gegen den Boden angedrückt, wobei die
geraden Ränder
benachbarter Bodenbelagsflächen
wechselseitig aneinander anstoßen.
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Ein
Hauptproblem bei dem Auslegen der Bodenbelagsplatten auf diese Weise
ist es, dass die Klebstoffverbindung zwischen der Unterseite der
Bodenbelagsplatten und dem Unterboden darunter manchmal unzureichend
ist. Relativ häufig
neigen Bereiche der Platten eines Linoleumbodenbelags dazu, sich
von dem Unterboden abzulösen,
wenn die Klebstoff verbindung zwischen dem Unterboden und den Bodenbelagsflächen sich
aufgrund von Alter, Bewegung des Unterbodens oder unsachgemäßer Installation
verschlechtert.
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Die
Ablösung
von Bereichen der Bodenbelagsflächen
von dem Unterboden ist besonders bedeutsam an den Verbindungsstellen
zwischen benachbarten Bodenbelagsplatten. Die Ränder benachbarter Bodenbelagsplatten,
die eigentlich fest aneinander anstoßen sollten, neigen manchmal
dazu, sich leicht von dem Unterboden abzuheben. Dieses bietet eine
unansehnliche Erscheinungsform und führt außerdem aufgrund der Abtrennung,
die auftritt, wenn sich die Ränder
benachbarter Bodenbelagsflächen
anheben, zu einer beträchtlichen
Verschlechterung des Bodens. Wenn die Ablösung zwischen benachbarten
Bodenbelagsflächen
in dieser Weise auftritt, können
sich häufig
Feuchtigkeit, Schmutz und Staub in dem Spalt ablagern, der sich
zwischen den Bodenbelagsflächen
bildet, was somit zu einer weiteren Verschlechterung des Bodens
führt.
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In
dem Bodeninstallationsgewerbe hat die Verwendung schmelzbarer Kunststoffe
gesteigerte populäre
Akzeptanz erfahren, um eine Dichtung zwischen den aneinander anstoßenden Rändern benachbarter
Bodenbelagsplatten zu bilden. Gemäß dieser Technik werden die
Ränder
der Bodenbelagsplatten nicht senkrecht zu der Ebene der Erstreckung des
Bodenbelags geschnitten, wie es in der Vergangenheit die Praxis
gewesen ist. Vielmehr werden die Ränder des Bodenbelags so geschnitten,
dass benachbarte Bodenbelagsplatten, wenn sie in eine aneinander
anstoßende
Beziehung bewegt werden, eine nach oben weisende, langgestreckte
Nut definieren, wo sie sich treffen. Das bedeutet, dass die Platten
des Bodenbelags so geschnitten werden, dass die freiliegende obere
Oberfläche
einen etwas kleineren Bereich abdeckt als die verborgene Unterseite,
wodurch benachbarte Oberflächen
gebildet werden, die eine Nut oder einen Kanal zwischen aneinander
angrenzenden Bodenbelagsflächen
bilden. Diese benachbarten Oberflächen können miteinander verbunden
werden, indem ein schmelzbarer Thermokunststoff verwendet wird,
der von oben aufgebracht wird. Die Farbe des Thermokunststoffs wird so
ausgewählt,
dass sie zu der Farbe des Bodenbelags passt, so dass die Grenze
zwischen benachbarten Bodenbelagsflächen weitestgehend unerkennbar wird.
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Automatisierte
Maschinen wurden entwickelt, um ein schmelzbares Kunststoffdichtungsmittel in
Fugen zwischen benachbarten Bodenbelagsplatten aufzubringen. Derartige
automatisierte Maschinen rollen auf dem Boden und bringen eine Wulst
aus geschmolzenem Thermokunststoff entlang der Fuge zwischen benachbarten
Bodenbelagsflächen
auf. Die erforderliche Wärme
wird durch elektrische Widerstandsheizung geliefert. Der geschmolzene
Thermokunststoff kühlt
sich schnell ab und verbindet sich mit den angrenzenden Rändern benachbarter
Platten des Bodenbelags. Sobald die angrenzenden Ränder der
Bodenbelagsplatten auf diese Weise versiegelt worden sind, trennen
sie sich nicht mehr voneinander, selbst in dem Fall, dass sich die
Verbindung zwischen den Unterseiten der Bodenbelagsplatten und dem
Unterboden mit der Zeit verschlechtert. Dieses verhindert es, dass
sich ein merklicher Spalt zwischen benachbarten Bodenbelagsplatten bildet.
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Obwohl
automatisierte Fugenabdichtungsmaschinen der beschriebenen Art feste,
dauerhafte abgedichtete Fugen zwischen benachbarten Abschnitten
von Bodenbelagsplatten erzeugen, sind sie relativ groß, sperrig,
schwer und umständlich
zu bedienen. Darüber
hinaus sind sie relativ teuer, so dass ihre Kosten beträchtlich über den
Resourcen eines durchschnittlichen Bodenbelagsinstallateurs liegen.
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Daher
wurde ein viel wirtschaftlicherer Typ einer Maschine zum Bilden
einer Fuge geschmolzenen Thermokunststoffs zwischen benachbarten
Bodenbelagsplatten entwickelt. Insbesondere waren tragbare, handgehaltene
Fugenschweißpistolen
seit einiger Zeit kommerziell erhältlich. Solche handgehaltenen
Schweißpistolen
werden nur für
einen Bruchteil der Kosten automatisierter Fugenschweißmaschinen
verkauft. Diese sind typischerweise außerdem elektrisch angetrieben
und sie schmelzen eine Wulst aus Thermokunststoff mittels Widerstandsheizung.
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Handgehaltene
Fugenschweißpistolen
dieser Art sind typischerweise mit einem im allgemeinen zylindrischen
Rumpf ausgebildet, der den hinteren Teil der Pistole bildet, sowie
mit einem wärmeleitenden
Element, das von dem Rumpf entlang einer Längsachse nach vorne vorsteht.
Ein Adapter mit einer Wärmekonzentrationsnase,
die typischerweise aus einem hochleitfähigen Metall gebildet ist,
wie beispielsweise Kupfer oder einer Kupferlegierung, ist an dem
wärmeleitenden
Element angebracht und umfasst ein Befestigungsrohr für eine Heizspitze.
Das Befestigungsrohr für
die Heizspitze steht entlang der Längsachse des Rumpfs nach vorne
vor und hat eine schmale, röhrenförmige Ausbildung.
Dieser Typ eines Adapters wird in Fachkreisen häufig als "Stiftspitzen"-(pencil tip)-Adapter bezeichnet. Das
Befestigungsrohr für
die Heizspitze passt in eine hohle Heizspitze.
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Eine
Heizspitze einer herkömmlichen,
tragbaren, handgehaltenen Fugenschweißpistole weist eine hohle,
zylindrische Hülse
auf, die auf das Heizspitzenbefestigungsrohr passt, sowie eine andere röhrenförmige Struktur,
die ein längliches
Stück oder einen
Stift aus Thermokunststoff aufnimmt, der in das Innere der Heizspitze
eingeführt
und darin geschmolzen wird. Herkömmliche,
tragbare, handgehaltene Fugenschweißpistolen dieses Typs werden
in Europa hergestellt von Leister Process Technologies, CH-6060
Sarnen, Schweiz. Andere, vergleichbare kommerzielle Fugenschweißpistolen
sind ebenfalls erhältlich,
wie beispielsweise der handgehaltene Schweißer Zinser K-5, der von der
Zinser Schweißtechnik
GmbH, Stuttgarter Strasse 145, 73061 Ebersback/Fils, Stuttgart,
Deutschland erhältlich
ist.
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Obwohl
herkömmliche,
handgehaltene, tragbare Fugenschweißpistolen der beschriebenen
Art hochqualitative Fugen erzeugen können, ist die Geschwindigkeit,
mit der die Fugen mit Dichtungsmittel unter Verwendung einer tragbaren,
handgehaltenen Schweißpistole
gefüllt
werden können,
eher begrenzt. Insbesondere kann ein erfahrener Bodenbelagsinstallateur
unter Verwendung einer tragbaren, handgehaltenen Fugenschweißpistole
Fugen zwischen aneinander anstoßenden
Platten eines Linoleumbodenbelags mit einer Geschwindigkeit von
ungefähr
1,22 Metern (4 Fuß)
pro Minute mit Dichtungsmittel füllen.
Im Gegensatz dazu können
die teuren, automatisierten Fugenabdichtungsmaschinen der beschriebenen
Art so betrieben werden, dass Fugen mit einer Geschwindigkeit von
ungefähr
4,88 Metern (16 Fuß)
pro Minute gefüllt
werden.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Herkömmliche,
handgehaltene Bodenfugenschweißpistolen
verwenden ein elektrisches Heizelement sowie ein in einem Gehäuse angebrachtes
Gebläse,
das erwärmte
Luft durch einen engen Luftkanal in einem Heizspitzenbefestigungsrohr
drückt,
das unter einem Winkel relativ zu einer wärmeleitenden Nasenkappe aus
Metall angeordnet ist. Eine hohle Schweißspitze ist äußerlich
an dem schmalen Befestigungsrohr angebracht, das von der Nasenkappe der
Schweißpistole
vorsteht.
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In
einer derartigen herkömmlichen
Vorrichtung ist die Menge an heißer Luft, die in die hohle Heizspitze
gedrückt
werden kann, eher begrenzt. Folglich ist die Geschwindigkeit, mit
der die Stifte oder Stäbe
aus Kunststoffdichtungsmittel geschmolzen und die Bodenfuge unterhalb
der Schmelzkammer in der Schweißspitze
geheizt werden können, begrenzt.
Die vorliegende Erfindung überwindet
jedoch diese grundlegende Beschränkung
bei tragbaren, handgehaltenen Fugenschweißpistolen, die für einen
langen Zeitraum bestanden hat.
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Gemäß der Erfindung
weist eine Heißluftdüse (bzw.
Heizdüse)
für eine
handgehaltene Bodenbelagsfugenabdichtungseinrichtung auf: einen
umschließenden
Rumpf mit einer Oberseite und einer Unterseite, wobei darin ein
stromaufwärts
angeordnetes Ende festgelegt ist, das eine stromaufwärts angeordnete
Fassung zum Aufnehmen eines wärmeleitenden
Rohrs einer handgehaltenen Bodenfugenschweißpistole darin bildet, sowie
ein stromabwärts angeordnetes
Ende, wobei eine Heißschweißspitze an
dem stromabwärts
angeordneten Ende des Rumpfs angeordnet ist, wobei die Heißschweißspitze eine
Mündungsöffnung und
ein Heißlufteinlassrohr aufweist,
das zu der Mündungsöffnung führt, und
wobei das Heißlufteinlassrohr
unter einem spitzen Winkel von zwischen ungefähr 10 Grad und ungefähr 30 Grad
von einer koaxialen Ausrichtung mit der stromaufwärts angeordneten
Fassung ausgerichtet ist, so dass die stromaufwärts angeordnete Fassung und das
Heißlufteinlassrohr
einen stumpfen Winkel in dem Rumpf bilden, und wobei mindestens
eine Vorheizdüse
in dem Rumpf ausgebildet ist, die sich von einer Position stromaufwärts von
dem Heißlufteinlassrohr
zu der Unterseite des Rumpfs durch diesen hindurch erstreckt.
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In
einem allgemeinen Aspekt wird hier eine Heißluftdüse für eine handgehaltene Bodenbelagsfugenabdichtungseinrichung
offenbart. Die Heißluftdüse weist
einen umschließenden
Rumpf auf, der eine Oberseite und eine Unterseite aufweist, wobei
darin eine stromaufwärts
angeordnete Fassung und eine stromabwärts angeordnete Fassung festgelegt
sind. Die stromaufwärts
angeordnete Fassung nimmt darin ein wärmeleitendes Rohr einer handgehaltenen
Bodenfugenschweißpistole
auf. Die stromabwärts
angeordnete Fassung nimmt darin eine Heißschweißspitze auf. Die stromabwärts angeordnete
Fassung ist unter einem spitzen Winkel von zwischen ungefähr 10 Grad
und ungefähr
30 Grad von einer koaxialen Ausrichtung mit der stromaufwärts angeordneten
Fassung ausgerichtet. Folglich bilden die Fassungen einen stumpfen
Winkel in dem Rumpf der Heißluftdüse. Zusätzlich ist
mindestens eine Vorheizdüse
in dem Rumpf ausgebildet. Die Vorheizdüse oder vorzugsweise mehrere
Vorheizdüsen
führen von
der stromaufwärts
angeordneten Fassung zu der Unterseite des Rumpfs der Heißluftdüse.
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Indem
eine stromabwärts
angeordnete Fassung vorgesehen wird, in die das Heißlufteinlassrohr der
Schweißspitze
eingesetzt werden kann, wird die Menge an Heißluftströmung von einer im übrigen herkömmlichen,
handgehaltenen Bodenfugenschweißpistole
deutlich gesteigert. Dieses ist möglich, da der gesamte Bereich
des in dem Heißlufteinlassrohr
der Schweißspitze
definierten Einlasskanals heiße
Luft führen
kann. Im Gegensatz dazu nimmt in einer herkömmlichen Schweißspitzenbefestigungsstruktur das
schmale "Stiftspitzen"-Rohr, das von der
Wärmekonzentrationsnase
vorsteht, einen beträchtlichen Teil
der Querschnittsfläche
des Heißlufteinlasses
von Heißschweißspitzen
ein, die kommerziell erhältlich sind.
Folglich besteht eine Beschränkung
der Luftströmung
in die hohle Schweißspitze
hinein, was die Geschwindigkeit begrenzt, mit der das Dichtungsmittel
geschmolzen und in geschmolzener Form abgegeben werden kann, um
eine Fuge zwischen benachbarten Bodenbelagsplatten zu füllen.
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Ein
weiteres Merkmal der Heißluftdüse der Erfindung
besteht darin, dass eine oder mehrere Vorheizdüsen in der Heißluftdüse vorgesehen
sind. Einige derzeit am Markt erhältliche Heißschweißspitzen sind mit einem gesonderten
Kanal in Verbindung mit der Schmelzkammer innerhalb der Spitze ausgestattet.
Dieser Kanal endet in einer Öffnung,
die hinter der hinteren Extremität
der Abgabemündung
der Spitze angeordnet ist. Wenn die Schweißpistole entlang der zu füllenden
Fuge zu dem Installateur hin gezogen wird, erhöht der Vorheizkanal in der Schweißspitze
die Temperatur des Bodenbelags an der Fuge, um ein Anhaften des
Dichtungsmittels daran zu verbessern, wenn das geschmolzene Dichtungsmittel
durch die Mündung
der Schweißspitze abgegeben
wird. Eine derartige Heißschweißspitze wird
in dem früheren
U.S.-Patent Nr. 5,656,126 beschrieben, und sie ist als "Turbo"-Schweißspitze
von Martinez Enterprises erhältlich,
mit Sitz in 6381 Western Avenue, Buena Park, CA 90621, U.S.A. In
der herkömmlichen
Praxis wurde jedoch jedes Vorheizen in handgehaltenen, manuell betätigten Werkzeugen durch
einen Kanal innerhalb der Heizspitze selbst durchgeführt.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung sind jedoch mindestens eine und vorzugsweise sogar drei gesonderte
Vorheizdüsen
in dem Rumpf der Heißluftdüse gemäß der Erfindung
ausgebildet. Die erste dieser Düsen
ist unterhalb und parallel zu der stromabwärts angeordneten Fassung angeordnet,
die das Heißluftleitungsrohr
der Heißschweißspitze
aufnimmt. Da sie auf diese Weise angeordnet ist, leitet die erste
Vorheizdüse
einen Strom heißer
Luft in die Fuge unmittelbar hinter der Heißschweißspitze. Dieses vorhergehende
Vorheizen erhöht
die Temperatur des Bodenbelags an der Fuge, wodurch die Zeit verringert
wird, die dafür
benötigt
wird, das Dichtungsmittel zu schmelzen und die Fuge zu füllen.
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Ein
noch schnellers Vorheizen wird dadurch erreicht, dass eine zweite
und eine dritte Heizdüse
in der Heißluftdüse der Erfindung
vorgesehen sind. Diese zweiten und dritten Heizdüsen sind vorzugsweise unter
einem Winkel von zwischen 40 und 66 Grad relativ zu der ersten Heizdüse ausgerichtet,
so dass sie Heißluftströme abgeben,
die das Material des Bodenbelags an der Fuge sogar noch vor der
ersten Vorheizdüse
erwärmen,
die heiße
Luft unmittelbar hinter der Schweißspitze zu der Fuge hin leitet.
Als Konsequenz wird die Geschwindigkeit, mit der eine Bodenbelagsfuge
mit Dichtungsmaterial gefüllt
werden kann, relativ zu der Geschwindigkeit stark erhöht, mit
der diese Aufgabe unter Verwendung herkömmlicher handgehaltener Fugenschweißpistolen ausgeführt werden
kann, die mit "Stiftspitzen"-Adaptern ausgestattet
sind.
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Wie
zuvor angegeben wurde, kann ein erfahrener Bodenbelagsinstallateur
eine herkömmliche, handgehaltene
Bodenbelagsfugenschweißpistole
so bedienen, dass er den professionellen Vorgang einer Fugenabdichtung
mit einer Geschwindigkeit von ungefähr 1,22 Metern (4 Fuß) pro Minute
ausführt.
Unter Verwendung der gleichen Schweißpistole und im wesentlichen
der gleichen Schweißspitze,
aber unter Verwendung einer Heißluftdüse gemäß der Erfindung
anstelle eines "Stiftspitzen"-Adapters, kann die Geschwindigkeit
der Fugenabdichtung jedoch ungefähr
verdreifacht werden. Das bedeutet, dass unter Verwendung der gleichen
Heißschweißpistole
und Schweißdüse, aber
mit dem Adapter gemäß der Erfindung,
ein Installateur Fugen mit einer Geschwindigkeit von ungefähr 3,66
Metern (12 Fuß)
pro Minute füllen
kann.
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In
einem anderen allgemeinen Aspekt wird hier eine Einrichtung zum
Abdichten von Fugen zwischen aneinander anstoßenden Flächen oder Platten von Bodenbelag
offenbart. Die Einrichtung umfasst eine tragbare, handgehaltene
Fugenabdichtungsschweißpistole,
eine Heißluftdüse oder
Heizdüse
gemäß der Erfindung,
sowie eine hohle Heißschweißspitze.
Die Heißschweißpistole
hat ein Gehäuse
mit einer Längsachse
und einem länglichen,
wärmeleitenden
Element, das entlang der Längsachse
von dem Gehäuse
vorsteht. Die Heißluftdüse hat einen Rumpf
mit einer Unterseite und sich gegenüberliegenden, stromaufwärts und
stromabwärts
angeordneten Enden. Die Begriffe "stromaufwärts" und "stromabwärts", so wie sie hier verwendet werden, beziehen
sich auf die Richtung der Heißluftströmung von
der Rückseite
der handgehaltenen Fugenschweißpistole
zu der Schweißspitze
hin. Eine stromaufwärts
angeordnete Fassung ist innerhalb des stromaufwärts angeordneten Endes der
Heißluftdüse der Erfindung
festgelegt. Die stromaufwärts
angeordnete Fassung nimmt das wärmeleitende
Element der handgehaltenen Fugendichtungsschweißpistole darin auf. Eine stromabwärts angeordnete
Fassung ist innerhalb des stromabwärts angeordneten Endes der Heißluftdüse festgelegt.
Die stromaufwärts
und stromabwärts
angeordneten Enden der Heißluftdüse bilden
an der Unterseite des Rumpfs zwischen sich einen eingeschlossenen
stumpfen Winkel.
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Mindestens
eine Vorheizdüse
ist in der Unterseite des Rumpfs ausgebildet. Die Vorheizdüse oder
-düsen
stehen in Verbindung mit der stromaufwärts angeordneten Fassung und
erstrecken sich von der Unterseite des Rumpfs, zwischen den stromaufwärts und
stromabwärts
angeordneten Enden, innerhalb des zwischen ihnen definierten eingeschlossenen
stumpfen Winkels. Die hohle Heißschweißspitze
weist ein Heißlufteinlassrohr
auf, das in die stromabwärts
angeordnete Fassung des Heißluftdüsenrumpfs
eingesetzt ist. Die Heißschweißspitze weist
außerdem
ein Aufnahmerohr für
einen Schweißstab
auf, das in einer Schmelzkammer endet. Die Schweißspitze
hat außerdem
eine längliche, offene
Mündung
mit vorderen und hinteren Extremitäten, in die hinein und aus
denen hinaus geschmolzenes Dichtungsmittel von der Schmelzkammer fließt.
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In
noch einem anderen Aspekt wird hier eine Verbesserung für eine tragbare,
handgehaltene Fugendichtungsschweißpistole zum Abgeben von geschmolzenem
Dichtungsmittel zum Abdichten von Fugen zwischen benachbarten Bodenbelagsplatten oder
-flächen
offenbart. Eine derartige Schweißpistole umfasst ein Gehäuse, das
eine elektrische Stromquelle und ein Luftgebläse aufnimmt. Die Schweißpistole
weist außerdem
ein Heizrohr auf. Außerdem wird
eine Schweißspitze
mit einem Heißlufteinlassrohr
verwendet.
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Die
Verbesserung besteht in einer Heißluftdüse, die mit einem Rumpf ausgebildet
ist, der eine stromaufwärts
angeordnete Fassung aufweist, die über das Heizrohr passt, um
erwärmte
Luft von dort aufzunehmen, sowie eine stromabwärts angeordnete Fassung, die
kleiner ist als die stromaufwärts
angeordnete Fassung und die von dort nach unten geneigt ist, um
einen stumpfen Winkel relativ dazu zu bilden. Mindestens eine Vorheizdüse ist in
dem Rumpf ausgebildet und steht in Verbindung mit der stromaufwärts angeordneten
Fassung. Die Vorheizdüse
oder die mehreren Düsen
sind so ausgerichtet, dass sie erwärmte Luft vor der Schweißspitze
zu einer Bodenbelagsfuge hin leiten.
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Die
Erfindung kann klarer und genauer unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen
beschrieben werden.
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BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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1 ist
eine Draufsicht von der Seite, teilweise aufgebrochen und im Schnitt
dargestellt, die eine verbesserte tragbare, handgehaltene Fugenabdichtungsschweißpistole
gemäß der Erfindung
darstellt.
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2 ist
eine Draufsicht der gleichen Schweißpistole aus 1 von
oben.
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3 ist
eine seitliche Detailansicht im Schnitt, die die Düse und die
Schweißspitze
zusammen darstellt, ausgerichtet für eine Verwendung zum Schmelzen
eines relativ harten Dichtungsmittels.
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4 ist
eine Einzelheit im Querschnitt entlang der Linien 4-4 aus 2,
die eine unter Verwendung der Schweißpistole aus 1 versiegelte
Fuge darstellt.
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5 ist
eine perspektivische Ansicht von der Unterseite, die die Heißluftdüse der Erfindung
alleine darstellt.
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6 ist
eine Draufsicht von oben, die die Heißluftdüse aus 5 darstellt.
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7 ist
eine Seitenansicht im Schnitt entlang der Linien 7-7 aus 6.
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BESCHREIBUNG
DER AUSFÜHRUNGSFORM
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1 zeigt
eine Einrichtung, die im allgemeinen mit 10 bezeichnet
ist, zum Abdichten oder Versiegeln von Fugen zwischen benachbarten,
aneinander anstoßenden
Flächen
oder Platten von Bodenbelag 52 und 54 auf einer
flachen Bodenoberfläche 51. Die
Fugenabdichtungseinrichtung 10 weist eine tragbare, handgehaltene
Fugenabdichtungsschweißpistole 11 auf,
die mit einer Heizdüse
oder Heißluftdüse 14 ausgestattet
ist, die entsprechend der Erfindung ausgebildet ist, und außerdem eine
hohle Heißschweißspitze 16.
Die Heißschweißpistole 11 ist
eine herkömmliche,
tragbare, handgehaltene Bodenfugenschweißpistole des Modells Leister
Triac. Das im allgemeinen zylindrische Gehäuse 24 der Fugenschweißpistole 11 definiert
eine mit 30 bezeichnete Längsachse.
Die Schweißpistole 11 wird über ein Stromversorgungskabel 28 durch
kommerziell erhältlichen
Wechselstrom angetrieben. In der Nähe seines vorderen Endes definiert
das äußere Gehäuse 24 der
Heißschweißpistole 11 ein
Paar sich diametral gegenüberliegender,
radial nach außen
vorstehender Vorsprünge 32,
die eine rechteckige Ausbildung haben, wie es dargestellt ist.
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Wärme wird
innerhalb des Gehäuses 24 durch
ein elektrisches Widerstandsheizelement erzeugt. Ein Gebläse innerhalb
des Gehäuses 24 zieht Luft
durch die Belüftungsöffnungen
eines Gitters ein, das in dem kreisförmigen hinteren Ende 33 des
Gehäuses 24 angeordnet
ist. Die erwärmte
Luft wird in Längsrichtung,
im allgemeinen entlang der Ausrichtung der Längsachse 30 der Fugenschweißpistole 11 und
in ein schmaleres, zylindrisches Wärmeleitrohr 34 hinein
gedrückt,
das entlang der Längsachse 30 von
dem Gehäuse 24 vorsteht.
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Die
Fugenschweißpistole 11 wird
von unten durch eine bewegliche, stabilisierende Führung 36 der
Art unterstützt,
wie sie in dem früheren
U.S.-Patent Nr. 5,656,126 abgebildet und beschrieben ist. Das stabilisierende
Fahrgestell 36 hat ein vorderes Ende 38 und ein hinteres
Ende 40. Der mittlere Teil des Fahrgestells 36 bildet
eine Gabel, die von dem vorderen Ende 38 zu dem hinteren
Ende 40 hin auseinander läuft, wie es in 2 dargestellt
ist. Das rückwärtige Ende 40 des
Fahrgestells 36 weist zwei Paare seitlich geteilter Träger 41, 43 an
seinen nach außen
gerichteten Extremitäten
auf, die eine Achsenwelle aufnehmen, die sich über die gesamte Breite des
rückwärtigen Endes 40 erstreckt.
Jedes der Paare der seitlich geteilten Träger trägt eine Rolle 42,
die für
eine Drehung um die Achse zwischen den Trägern 41, 43 in
jedem Paar angebracht ist. Zwischen den Trägerpaaren ist eine zylindrische
Rolle 44 auf der Achse angebracht. Eine im allgemeinen
scheibenförmige
Spurfolgeeinrichtung 46 ist in der Mitte des hinteren Endes 40 des
Fahrgestells 36 zwischen einem Paar von Abstandsrollen 44 angeordnet.
Die Spurfolgeeinrichtung 46 weist einen relativ scharfen Umfangsrand
auf, der einer linearen Fuge 50 folgt, die zwischen zwei
benachbarten, aneinander anstoßenden
Bodenbelagsplatten 52 und 54 gebildet ist.
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Die
Breite des Umfangsrands der Spurfolgeeinrichtung 46 ist
so bemessen, dass sie in den Kanal 50 passt, der zwischen
den aneinander anstoßenden Rändern der
Linoleum-Bodenbelagsplatten 52 und 54 gebildet
ist. Die Spurfolgeeinrichtung 46 wird durch die Abstandsrollen 44 in
seitlicher Richtung zentriert zwischen den Paaren der Träger 41, 43 an dem
rückwärtigen Ende 40 des
Fahrgestells 36 gehalten.
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Das
vordere Ende 38 des Fahrgestells 36 ist als ein
gerader Steg oder eine Zunge ausgebildet, durch den/die sich eine
querverlaufende Öffnung
hindurch erstreckt, um einen Bolzen 56 aufzunehmen, sowie
eine mit einem Innengewinde versehene Bohrung senkrecht zu der Ebene
des Fahrgestells 36, um eine Stellschraube 58 zum Justieren
einer Höhe
aufzunehmen. Die Fugenabdichtungseinrichtung 10 ist darüber hinaus
mit einem in Längsrichtung
geteilten, zylindrischen, kreisförmigen
Kragen 60 versehen, der Auskerbungen aufweist, um die Vorsprünge 32 des
Gehäuses 24 aufzunehmen.
An seiner Unterseite weist der Kragen 60 ein Paar radial
vorstehender Befestigungsvorsprünge 62 auf,
die sich von dem zylindrischen Teil des Kragens 60 nach
unten erstrecken. Die Befestigungsvorsprünge 62 sind mittels des
Bolzens 56 an dem vorderen Ende 38 des Fahrgestells 36 befestigt.
Der Kragen 60 weist außerdem einen
nach unten vorstehenden Höhenjustierflansch 64 auf,
der radial mit der Höhenjustierstellschraube 58 ausgerichtet
ist. Das Gehäuse 24 der
Schweißpistole 11 wird
in dem Kragen 60 aufgenommen und mittels des Bolzens 56 mit
diesem fest in koaxialer Ausrichtung gehalten, der die Befestigungsvorsprünge 62 zusammendrückt und
diese gegen das vordere Ende 38 des Fahrgestells 36 festzieht.
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Die
Schweißpistole 11 wird
unter einer Neigung relativ zu dem Boden 51 gehalten, wobei
die Längsachse 30 der
Schweißpistole 11 unter
einem Winkel von typischerweise zwischen ungefähr 5 Grad und 30 Grad relativ
zu der waagerechten Oberfläche
des Bodens 51 steht. Eine Grobeinstellung des Neigungswinkels
erfolgt durch ein leichtes Lösen des
Bolzen 56 und ein Ausrichten der Winkelstellung des Fahrgestells 36 relativ
zu dem Gehäuse 24 ungefähr auf den
gewünschten
Winkel. Der Bolzen 56 wird dann festgezogen. Eine Feineinstellung
kann durch ein Verdrehen der Höhenjustierstellschraube 58 erfolgen.
Die Stellschraube 58 kann zu dem Justierflansch 64 hin
vorgeschoben werden, wodurch der Winkel der Schweißpistole 11 relativ
zu dem Boden 51 vergrößert wird.
Alternativ verringert eine entgegengesetzte Drehung der Justierschraube 58 diesen Winkel.
Die Spitze der Justierstellschraube 58 liegt an der Unterseite
des Flanschs 64 an, um die Schweißpistole 11 unter
einem ausgewählten
Neigungswinkel relativ zu dem Boden 51 zu halten.
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Die
Heißschweißspitze 16 kann
aus jeder Anzahl kommerziell erhältlicher
Heißschweißspitzen für handgehaltene
Fugenschweißpistolen
ausgewählt
werden. Vorzugsweise ist die Heißschweißspitze 16 entweder
eine 5 mm Turbo-Rundspitze oder eine 5,7 mm Turbo-Dreiecksfugenschweißspitze,
in Abhängigkeit
von der Größe und der
Querschnittsausbildung der verwendeten Dichtungsmittelstifte 70. Diese
Schweißspitzen
werden von Leo Martinez Enterprises verkauft, und sie sind im Detail
in U.S.-Patent Nr. 5,656,126 beschrieben.
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Die
Heißschweißspitze 16 umfasst
ein in Längsrichtung
geteiltes, zylindrisches, kreisförmiges Lufteinlassrohr 66 und
ein Schweißstabaufnahmerohr 68 zum
Aufnehmen eines Schweißstabs 70 mit den
Abmessungen 3, 4 oder 5 mm, der typischerweise aus einem Vinyl-Kunststoff gebildet
ist. Das Lufteinlassrohr 66 und das Schweißstabaufnahmerohr 68 laufen
nach unten aufeinander zu, wie es in den 1 und 3 dargestellt
ist, und sie schneiden sich bei einer Schmelzkammer 72,
die direkt oberhalb einer länglichen,
offenen Mündung 74 angeordnet
ist, die eine vordere Extremität 76 und
eine hintere Extremität 78 aufweist.
Die Heißschweißspitze 16 definiert
darüber
hinaus einen gesonderten Vorheizkanal 80, der in einer Öffnung endet
und hinter der hinteren Extremität 78 der
Mündung 74 angeordnet ist.
Die Schweißspitze 16 weist
außerdem
eine nach oben gebogene Spitze 81 vor der vorderen Extremität 76 der
Mündung 74 auf.
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Die
neuen Merkmale der Erfindung liegen in der Ausbildung der Heizdüse 12.
Die Heizdüse 12 ist als
ein einstöckiger,
hohler Metallgussrumpf 82 ausgebildet und vorzugsweise
aus Messing, Kupfer oder Aluminium hergestellt. Der Metallrumpf 82 hat
eine Oberseite 83 und eine Unterseite 85 und ist
mit einem zylindrischen, kreisförmigen,
stromaufwärts
an geordneten Ende 84 ausgebildet, das darin eine zylindrische
Fassung 86 festlegt. Der innere Durchmesser der Fassung 86 wird
so gewählt,
wie es für
das konkrete verwendete Modell der Schweißpistole 11 geeignet
ist. Bei einer Verwendung mit einer Leister-Schweißpistole,
wie es in den Zeichnungen dargestellt ist, beträgt der innere Durchmesser des
offenen Endes der Fassung 86 vorzugsweise ungefähr 3 cm,
obwohl der Durchmesser durch ein Zusammendrücken oder Ausdehnen der radial
vorstehenden Befestigungsvorsprünge 88 und 90 leicht
verändert werden
kann. Der Befestigungsvorsprung 90 ist im Inneren mit einem
Gewinde versehen, um das mit einem Gewinde versehene Ende einer
Spannschraube 92 aufzunehmen. Die Befestigungsvorsprünge 88 und 90 sitzen
auf einer Seite einer Fläche,
die an dem stromaufwärts
angeordneten Ende der stromaufwärts
angeordneten Fassung 86 in Längsrichtung geteilt ist, und
sie können
aufgrund des Vorhandenseins eines gekrümmten Dehnungsschlitzes 91 in
der Struktur des Rumpfs 82 leicht bewegt werden, was in 2 erkennbar
ist. Der innere Durchmesser der Fassung 86 ist gerade groß genug,
um das zylindrische Wärmeleitungsrohr 34 der
Heißschweißpistole 11 aufzunehmen.
Die Wandstärke
der Fassung 86 beträgt
vorzugsweise ungefähr
0,3175 cm.
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Das
entgegengesetzte, stromabwärts
angeordnete Ende 94 des Heizdüsenrumpfs 82 hat eine im
allgemeinen rechteckige äußere Querschnittskonfiguration,
wie es in 5 dargestellt ist, vorzugsweise
mit einer Höhe
von ungefähr
1,65 cm und einer Breite von ungefähr 1,33 cm. Eine zylindrische, stromabwärts angeordnete
Fassung 96 ist innerhalb des stromabwärts angeordneten Endes 94 des Rumpfs 82 ausgebildet,
und sie hat vorzugsweise einen Durchmesser von ungefähr 1 cm.
Dieses ist eine geeignete Größe, um innerhalb
ihrer radialen Begrenzungen das Ende des Heißlufteinlassrohres 66 der
bevorzugten Ausführungsform
der Heißschweißspitze 16 aufzunehmen.
Das Heißlufteinlassrohr 66 wird
in die Mündung
der Fassung 96 eingesetzt, und es ist durch Schweißen vorzugsweise
dauerhaft an dem stromabwärts
angeordneten Ende 94 des Rumpfs 82 befestigt,
so dass sich die Heißschweißspitze 16 immer
in der richtigen Ausrichtung relativ zu der Heißluftdüse 12 befindet.
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Ein
sehr wichtiges Merkmal der Erfindung ist es, dass es kein Hindernis
für den
zylindrischen Kanal gibt, der in dem Heißlufteinlassrohr 66 der Schweißspitze 16 ausgebildet
ist. Das bedeutet, dass die Fassung 96 das Äußere des
Heißlufteinlassrohrs 66 radial
umgibt. In einem herkömmlichen
Stiftspitzen-Adaptersystem wird ein schmales, zylindrisches, ringförmiges Befestigungs-
und Luftversorgungsrohr des Stiftspitzen-Adapters in die zylindrische Öffnung des
Lufteinlassrohrs 66 eingesetzt. Somit ist der Teil der Öffnung des
Lufteinlassrohrs 66, der von der Struktur des Stiftspitzen-Befestigungsrohrs
eingenommen wird, blockiert, wodurch die Strömung der gesamten Luft in die
Schweißspitze 16 zu
dem innerhalb des Stiftspitzen-Befestigungsrohrs gebildeten schmalen
Durchgang beschränkt
ist. In der vorliegenden Erfindung ist die Heißschweißspitze 16 an der
Schweißpistole 11 durch
ein Einsetzen des Einlassrohrs 66 in die stromabwärts angeordnete Fassung 96 angebracht,
nicht jedoch durch ein Einsetzen eines Befestigungs- und Luftleitungsrohrs
in die Öffnung,
die innerhalb der Struktur des Lufteinlassrohrs 66 definiert
ist.
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Die
stromabwärts
angeordnete Fassung 96 ist unter einem spitzen Winkel von
zwischen ungefähr
10 Grad und ungefähr
30 Grad von einer koaxialen Ausrichtung mit der stromaufwärts angeordneten
Fassung 86 ausgerichtet. Vorzugsweise sind die Fassungen 86 und 96 von
einer koaxialen Ausrichtung um einen Winkel von ungefähr 20 Grad
relativ zueinander versetzt. Die Fassungen 86 und 96 bilden dadurch
einen stumpfen Winkel von ungefähr
160 Grad relativ zueinander.
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Mindestens
eine und vorzugsweise drei Vorheizdüsen sind an der Unterseite 85 des
Heizdüsenrumpfs 82 ausgebildet.
Diese Vorheizdüsen
führen von
der stromaufwärts
angeordneten Fassung 86 zu der Unterseite 85 des
Rumpfs 82.
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In
der bevorzugten Ausführungsform
der dargestellten Heißluftdüse 12 ist
eine erste Vorheizdüse 98 ausgebildet,
die parallel zu der stromabwärts angeordneten
Fassung 96 ausgerichtet ist. Die erste Vorheizdüse 98 ist
vorzugsweise unter einem Abstand von ungefähr 1,9 cm von der stromabwärts angeordneten
Fassung 96 angeordnet. Die Vorheizdüse 98 ist als ein
zylindrischer, kreisförmiger
Kanal oder Durchgang durch die Struktur des stromabwärts angeordneten
Endes 94 des Rumpfs 82 ausgebildet, und sie hat
vorzugsweise eine Länge
von ungefähr 2,54
cm von ihrem Schnittpunkt mit der stromaufwärts angeordneten Fassung 86 zu
ihrem Ende an ihrer Auslassöffnung 100.
Die Öffnung
der ersten Vorheizdüse 98 hat
vorzugsweise einen Durchmesser von zwischen ungefähr 0,45
und ungefähr
0,50 cm.
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Eine
zweite, zylindrische Vorheizdüse 102 ist ebenfalls
in der Unterseite 85 des Düsenrumpfs 82 stromaufwärts von
der ersten Vorheizdüse 98 ausgebildet.
Die zweite Vorheizdüse 102 ist
unter einem spitzen Winkel von zwischen ungefähr 40 und ungefähr 66 Grad
relativ zu der ersten Vorheizdüse 98 ausgerichtet.
Die zweite Vorheizdüse 102 ist
vorzugsweise unter einem Winkel von ungefähr 53 Grad relativ zu der ersten
Vorheizdüse 98 ausgerichtet.
Die zweite Vorheizdüse 102 ist
ebenfalls ein zylindrischer Kanal oder Durchgang, und sie hat eine
Länge von ungefähr 0,55
cm von ihrem Schnittpunkt mit der stromaufwärts angeordneten Fasssung 86 zu
ihrer Auslassöffnung 104.
Der Durchmesser der zweiten Vorheizdüse 102 beträgt ebenfalls
zwischen ungefähr
0,45 und ungefähr
0,50 cm.
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Eine
dritte Vorheizdüse 106 ist
ebenfalls in der Unterseite 85 des Heißluftdüsenrumpfs 82 ausgebildet,
und sie ist stromaufwärts
unter einem Abstand dicht an und parallel zu der zweiten Vorheizdüse 102 angeordnet.
Die dritte Vorheizdüse 106 hat eine
Länge von
zwischen ungefähr
0,9 und ungefähr 1
cm von ihrem Schnittpunkt mit der stromaufwärts angeordneten Fassung 86 zu
ihrer Auslassöffnung 108,
und sie hat gleichermaßen
einen Durchmesser von zwischen ungefähr 0,45 und ungefähr 0,50
cm. Wie es dargestellt ist, hat die dritte Vorheizdüse 106 eine
Länge größer als
die Länge
der zweiten Vorheizdüse 102.
Die zweite und kürzeste
Vorheizdüse 102 ist
unter einem Abstand von ungefähr
0,635 cm von der dritten Vorheizdüse 106 und unmittelbar
vor dieser angeordnet. Die zweite Vorheizdüse 102 ist zwischen
der ersten Vorheizdüse 98 und
der dritten Vorheizdüse 106 angeordnet.
Die drei Vorheizdüsen 98, 102 und 106 stehen
alle wechselseitig in koplanarer Ausrichtung zueinander sowie zu
den Mitten sowohl der stromaufwärts
angeordneten Fassung 86 wie auch der stromabwärts angeordneten
Fassung 96.
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Um
die Bodenfugenabdichtungseinrichtung 10 zu verwenden, wird
die Heißluftdüse 12 mit
der dauerhaft daran angebrachten Schweißspitze 16 an dem
Rohr 34 der Heißschweißpistole 11 befestigt. Das
Wärmeleitungsrohr 34 wird
in die stromaufwärts angeordnete
Fassung 86 eingesetzt, wobei die Spannschraube 92 sich
in einem leicht gelösten
Zustand befindet. Die Winkelausrichtung der Heizdüse 12 wird
so eingestellt, dass die Vorheizdüsen 98, 102 und 106 alle
in einer koplanaren Beziehung zu der Mitte der Unterseite 85 des
Gehäuses 24 stehen. Das
heißt,
dass der Rumpf 82 der Heizdüse 12 auf dem Heizpistolenrohr 34 durch
Verdrehen justiert wird, bis die Vorheizdüsen 98, 102 und 106 der
Heißluftdüse 12 alle
in koplanarer Beziehung zu dem Flansch 64 stehen. Dieses
stellt sicher, dass die Vorheizdüsen 98, 102, 106 alle
gerade in den Kanal 50 hinein gerichtet sind, der zwischen
den wechselseitig aneinander anstoßenden Bodenbelagsplatten 52 und 54 gebildet
ist. Sobald sich die Heißluftdüse 12 in
der richtigen Winkeleinstellung relativ zu der Schweißpistole 11 befindet,
wird die Spannschraube 92 angezogen.
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Der
Bodenbelagsinstallateur ermittelt dann den richtigen Winkel, unter
dem die Achse 30 des Schweißpistolengehäuses 24 relativ
zu dem Boden 51 stehen sollte. Dieser Winkel wird typischerweise zwischen
ungefähr
10 und 30 Grad liegen. Der am meisten geeignete Winkel wird teilweise
durch die Sichtlinie des Installateurs über die Oberseite der Heißschweißpistole 11 ermittelt,
wobei aber ein anderer sehr wichtiger Faktor der Grad der Weichheit oder
Härte des
Schweißstabs 70 ist,
da die als Fugenschweißstäbe 70 verwendeten
unterschiedlichen Kunststoffe etwas unterschiedliche Schmelztemperaturen
haben. Wenn der Schweißstab 70 relativ weich
ist, wird der Winkel zwischen der Achse 30 des Schweißpisto lengehäuses 24 und
dem Boden 51 relativ größer sein,
wie es in 1 dargestellt ist, als wie wenn
der die Schweißstäbe 70 bildende
Kunststoff härter
ist. 1 zeigt den Winkel, unter dem die Heißschweißpistole 11 normalerweise
für einen
Dichtungsmittelstift 70 aus relativ weichem Kunststoff
relativ zu dem Boden 51 erhöht ist, wobei der Spannbolzen 56 und
die Höheneinstellschraube 58 verwendet
werden.
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Eine
größere Menge
an Wärme
sollte zugeführt
werden, wenn ein Schweißstab 70 mit
einer relativ hohen Schmelztemperatur verwendet wird. Dieses ist
notwendig, um die Temperatur an dem Teil des Kanals 50 unmittelbar
hinter der Schweißspitze 16 in angemessener
Weise zu erhöhen.
Der Winkel der Ausrichtung des Schweißpistolengehäuses 24 und daher
auch der Heißluftdüse 12 wird
daher verringert, wie es in 3 dargestellt
ist. Die Öffnungen 100, 104 und 108 der
Vorheizdüsen 98, 102 bzw. 106 sollten
gerade weit genug über
dem Kanal 50 sein, so dass das geschmolzene Material von
den Fugenschweißstiften 70 glatt
in den Kanal 50 fließt,
wenn es in der Schmelzkammer 72 geschmolzen wird. Es sollte
darauf geachtet werden, dass die Temperatur in dem Kanal 50 nicht
so hoch ist, dass die Viskosität des
geschmolzenen Dichtungsmittels so stark erniedrigt wird, dass es
auf die Oberflächen
der Linoleumplatten 52 und 54 auf jeder Seite
des Kanals 50 fließt.
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Wenn
die Winkeleinstellung der gesamten Vorrichtung 10 relativ
zu dem Boden 51 mittels des Bolzens 56 und der
Höheneinstellschraube 58 eingestellt
ist, wird die Heißschweißpistole 11 eingeschaltet
und der Schweißstab 70 in
das Schweißstabaufnahmerohr 68 eingeführt. Die
nach oben gebogene Spitze 81 der Schweißspitze 16 wird an
dem Start oder dem vorderen Ende des Kanals 50 angeordnet. Die
Spurfolgeeinrichtung 46 wird in dem Kanal 50 angeordnet,
wobei die Rollen 42 in Kontakt mit den Bodenbelagsflächen 52 und 54 stehen.
Der Bodeninstallateur zieht dann die Heißschweißeinrichtung 10 in rückwärtiger Richtung,
in den 1 und 2 gesehen nach links, wobei
die Spurfolgeeinrichtung 46 entlang des Kanals 50 gezogen
wird. Die Heißschweißpistole 11 zieht
Umgebungsluft durch den Rost an dem hinteren Ende 33 des
Gehäuses 24 ein. Die
Luft wird innerhalb des Gehäu
ses 24 geheizt und durch ein inneres Gebläse durch
das Heizrohr 34 in die Heizdüse 12 gedrückt.
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Der
Hauptteil der geheizten Luft fließt von der stromaufwärts angeordneten
Fassung 86 in die stromabwärts angeordnete Fassung 96 und
in die zylindrische Öffnung
des Lufteinlassrohrs 66 der Heizspitze 16. Der
Fugendichtungsmittelstift 70 wird dann in der Schmelzkammer 72 geschmolzen,
wobei eine bestimmte Menge an Vorheizung von dem Vorheizkanal 80 innerhalb
der Heizspitze 16 geliefert wird, wie es in U.S.-Patent
Nr. 5,656,126 beschrie ben ist. Zusätzlich wird der Teil des Kanals 50 unmittelbar hinter
der Mündung 74 der
Heizspitze 16 durch einen Teil der Luft von der stromaufwärts angeordneten Fassung 86 vorgeheizt,
der in die Vorheizdüsen 98, 102 und 106 und
aus den Öffnungen 100, 104 bzw. 108 strömt. Luft
wird aus der stromabwärts
angeordneten Fassung 96 und aus den Vorheizdüsen 98, 102 und 106 bei
einer Temperatur von ungefähr
315°C abgegeben.
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Aufgrund
des von den Vorheizdüsen 98, 102 und 106 der
Heißluftdüse 12 bewirkten
Vorheizeffekts und aufgrund des erhöhten Volumens geheizter Luft,
die der Heizspitze 16 durch das Heißlufteinlassrohr 66 zugeführt wird,
kann der Kanal 50, im Gegensatz zu einem herkömmlichen
Stiftspitzen-Adapter, mit geschmolzenem Dichtungsmittel, wie es
bei 70' in 4 dargestellt
ist, viel schneller gefüllt
werden, als es zuvor mit handgehaltenen Fugendichtungsschweißpistolen
möglich
gewesen ist. Unter Verwendung der in den 1 und 2 dargestellten
Fugendichtungsvorrichtung 10 kann der Kanal 50 mit
einer Geschwindigkeit von 3,66 Metern (12 Fuß) pro Minute gefüllt werden,
im Gegensatz zu der viel langsameren Geschwindigkeit von ungefähr 1,22
Metern (4 Fuß)
pro Minute, wie sie für
herkömmliche,
tragbare, handgehaltene Fugenabdichtungspistolensysteme typisch
ist. Qualitative Handarbeit bei der Abdichtung von Fugen zwischen
Bodenbelagsplatten mit der unter Verwendung der vorliegenden Erfindung
erreichten Geschwindigkeit war zuvor unter Verwendung tragbarer
manueller Fugenschweißpistolen nicht
zu bewerkstelligen.
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Zweifellos
werden zahlreiche Veränderungen
und Abwandlungen der Erfindung für
den Fachmann der Bodenbelagsfugendichtungssysteme ohne weiteres
ersichtlich. Während
die in den Zeichnungen dargestellte Schweißpistole 11 beispielsweise eine
Leister Triac Schweißpistole
ist, kann auch jede andere kommerziell erhältliche Schweißpistole,
einschließlich
aller anderen Leister-Modelle sowie aller Zinser-Modelle, entsprechend
der vorliegenden Erfindung verwendet werden. Obwohl die bevorzugte, verwendete
Schweißspitze 16 eine
dreieckige oder runde Turbo-Spitze ist, kann auch jede andere kommerziell
verfügbare
Schweißspitze,
die ein Heißlufteinlassrohr
aufweist, vorteilhafterweise mit der Heißluftdüse der Erfindung verwendet
werden. Dementsprechend sollte der Umfang der Erfindung nicht als auf
die abgebildete und beschriebene spezielle Ausführungsform beschränkt ausgelegt
werden, sondern er ist in den hier beigefügten Ansprüchen definiert.