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DE1704043C - Schweißgerat zum Schweißen von dick wandigen Teilen aus thermoplastischem Kunst stoff - Google Patents

Schweißgerat zum Schweißen von dick wandigen Teilen aus thermoplastischem Kunst stoff

Info

Publication number
DE1704043C
DE1704043C DE1704043C DE 1704043 C DE1704043 C DE 1704043C DE 1704043 C DE1704043 C DE 1704043C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mouthpiece
welding
seam
thermoplastic material
welding device
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Gunter 6233 Kelkheim Wenzel
Original Assignee
Farbwerke Hoechst AG, vorm Meister Lucius & Bruning, 6000 Frankfurt
Publication date

Links

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Schweißgerät Es ist vorteilhaft, das Schweißgerät so zu gestalten,
zum Schweißen von dickwandigen Teilen aus ther- daß das Mundstück lösbar mit dem GrifTstück ver-
moplastischem Kunststoff, insbesondere zum Ver- bunden ist, z. B. durch Anordnung von Schraub- und
schweißen von starkwandigen platten- und rohrförmi- Steckverbindungen bekannler Art. Auf diese Weise gem Halbzeug zu Gehäusen und Leitungen sowie zu 5 ist es möglich, das Schweißgerät mit dem Mundstück
Apparate- und Maschinenteilen. auszustatten, das der Form, Größe und Lage der
Es ist bekannt, einen aus einer Schneckenpresse Naht entspricht. Hierzu können Mundstücke mit frei austretenden, schweißarmen Polyäthylenstrang hohler, flacher und gewölbter Glättbahn und solche zwischen zwei von Rollen ablaufenden Folienbahnen mit verschieden geformten und angewinkelten Gleitaus Polyäthylen zu bringen und die Folien anschlie- io bahnen bereitgehalten werden.
ßend durch Gegeneinanderdrücken zu verschweißen. Die Führungswände sollen in Form und Neigung Der aus der Schneckenpresse austretende Strang hat dem Verlauf der Wände der zu verschweißenden Teile einen Durchmesser von etwa 1,6 mm; die mitgefühne entsprechen. Zum Verschweißen von ebenen Kunst-Wärme reicht aus, um die einander zugekehrten stoffplatten, die senkrecht aufeinanderstellen, ist bei-Flächen der 0,04 bis 0,25 mm starken Folien anzu- 15 spielsweise ein Mundstück mit rechtwinklig zueinschmelzen und zu verbinden. Diese sogenannte ander angeordneten, ebenen Führungsbahnen am »Molten '>ead heatsealing« ist bei Kunststoffplatten zweckmäßigsten. Beim Stumpfschweißen von Rohren um! anderem Halbzeug, dessen Stärke in einer kleiner Durchmesser können die Gleitbahnen dem wesentlich höheren Stufe der Größenordnung liegt, Rohrdurchmesser entsprechend gewölbt sein,
nicht anwendbar, weil die mitgeführte Wärme zur 20 Die in die Nahtfuge vorspringende Nase ist Durchführung des Schweißvorganges nicht genügt, schmaler und kleiner als das Fugenprofil, denn Wand auch dann nicht, wenn mit stärkerem Schweißstrang und Wurzel der durch den Brenner angewärmten und gearbeitet wird. zum mindesten oberflächig angeschmolzenen Naht-
Zur Verbindung solcher starkwandiger Teile ist es stelle sollen von der Nase möglichst nicht angeschabt
vielmehr nötig, das vollplastische Schweißgut in die as werden.
durch mechanische Bearbeitung und durch Erwärmen Der Werkstoff, aus dem das Mundstück hergestellt
vorbereitete Nahtstelle — eine Kante, Fuge oder ist, sollte gute Gleiteigenschaften aufweisen und ein
Nut — zu drücken. Aus diesem Grund wird das schlechter Wärmeleiter sein. Kunststoffe, wie PoIy-
Schweißgut nicht in frei fließendem Strang, sondern tetrafluoräthylen und keramische Werkstoffe, z. B.
aus einer flexiblen, beheizbaren Druckleitung in die 30 Porzellan, besitzen diese Eigenschaften in vorteilhaf-
Nahtstelle, z. B. in eine ve -bereitete Nut, gepreßt. tem Verhältnis.
Das Ergebnis dieses Verfahrens — Qualität und Aus- Zur Aufbereitung und Förderung des Schweißsehen der Schweißnaht — hängt wesentlich vom Ge- gutes können Pressen bekannter Art, wie Schneckenschick des Schweißers ab. Im praktischen Betrieb hat pressen, Kolbenpressen oder Pumpen verwendet wersich gezeigt, daß es auch dem geübten Schweißer —· 35 den. Besonders geeignet sind Pressen nach Art der besonders bei räumlicher Enge — nicht immer ge- sogenannten Extruder. Mit diesen Maschinen kann lingt, die Schweißmasse gleichzeitig so zu steuern, das Schweißgut durch Mischen, Plastifizieren und zu lenken und anzudrücken, daß eine im Innern Pressen aus Granulat aufbereitet und schließlich homogene und auch im Äußeren gleichmäßige Nut direkt in die flexible Leitung gedrückt werden, an die entsteht. 40 das Schweißgerät angeschlossen ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung
Schweißgerät so auszubilden, daß es leicht geführt in beispielsweiser Ausführungsform dargestellt. Es
und eine gleichmäßige Schweißnaht erzeugt werden zeigt
kann. F i g. 1 einen Längsschnitt durch das Mundstück
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch ge- 45 und weitere Teile des Schweißgerätes,
löst, daß die Austrittsöffnung des Mundstücks von F i g. 2 einen Querschnitt durch das Mundstück zwei seitlichen Führungswänden neben und in Rieh- und seine Lage zur Schweißnaht,
tung der gezogenen Schweißnaht, von einer Glatt Das Mundstück ist mit 1 bezeichnet. Zwischen den bahn über den Führungswänden und von einer in die Führungswänden 2 befindet sich die Glättbahn 3, der noch leere Nahtfuge vorspringender Nase umschlos- 50 Schweißgutanschluß 4 und am Mundstückanfang die sen ist. Durch diese Anordnung wird bewirkt, daß der Nase S. Durch eine Schraubverbindung 6 ist das aus einer Leitung unter Druck in das Mundstück ein- β Mundstück 1 mit dem Griffstück 7 des Schweißtretende Schweißgutstrang Vorschubarbeit leistet und gcrätes verbunden. Das GrifTstück hält außerdem den den Vorschub des Schweißgerätes in Abhängigkeit Heißluftgenerator 8 und den Schlauch 9 mit Heizvon dem Massezustrom regelt. Dieser überraschende 55 gewebe 10 und Isolierung 11. Die strichpunktierten Effekt kommt offenbar zustande, weil das nach- Linien begrenzen die Profile von Polyäthylenplatten, drückende Schweißgut auf dem Wege durch den von die senkrecht aufeinanderstehen und durch eine dem Mundstück und der Schweißfuge gebildeten, gewölbte Kehlnaht miteinander zu verbinden sind, seitlich von den Fülirungswändcn abgedichteten Die Führungsbahnen 2 liegen parallel zu den Raum einen Widerstand findet, der größer ist als der 60 Plattenebenen. Die Flanken der Nase 5 springen Gleitwiderstand des Mundstückes auf dem Werkstück. von den FUhrungsbahnen zurück; die Nasenspitze
Durch Ausnutzung dieses Effektes wird die läßt die Nahtwurzel frei. Die Glättbahn 3 ist — Schweißarbeit wesentlich erleichtert. Der Schweißer der gewünschten Nahtform entsprechend — gebraucht durch Andrücken des Schwcißgerütcs nur wölbt.
dafür zu sorgen, daß die Gleitbahnen ausreichend gut 6$ Nach Einschalten der Schlauchheizung 10, des
auf dem Werkstück aufliegen. Auch bei schwanken- Heißluftgenerators 8 und Einregelung der Schweiß'
dem Schwcißgutnachstrom entsteht eine gleichmäßig gutzufuhr kann die Schweißung beginnen. Das in das
dichte und glatte Naht. Mundstück 1 über den Anschluß 4 eintretende
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Schweißgut schiebt das Mundstück samt Schweißgerät in Pfeilrichtung voran.
Die Strangpresse zur Erzeugung und Förderung des Schweißgutes ist nicht gezeichnet. Zum Verschweißen von Polyäthylenplatten wurde ein einspindlicher, beheizbarer Extruder mit stufenlos regelbarem Antrieb verwendet. Der Extruder war über einen heizbaren Schlauch von 16 mm lichter Weite mit einem Mundstück der beschriebenen Art verbunden. Die PlattenEtärke lag bei 20 mm. Die erzielten Schweißnähte waren gleichmäßig dicht und zeigten eine glatte Oberfläche.

Claims (1)

Patentansprüche:
1. Schweißgerät zum Schweißen von dickwandigen Teilen aus thermoplastischem Kunststoff, bei dem durch ein Mundstück vollplastifiziertes Schweißgut aus thermoplastischem Kunststoff in eine vorbereitete Nahtfuge oebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Austrittsöffnung des Mundstückes von zwei seithchen Führungswänden (2) neben und « *g£je £ Bezogenen Schweißnaht, von einer Glattbahn (3) über den Führungswänden (2) und von einer in die noch leere Nahtfuge vorspringenden Nase (5)
"TSfJ
TvoSfJng nach Anspruch !dadurch gekennzeichnet, daß das Mundstück (1) djch«B lösbare Verbindung (6) an dem Griffstuck (7) des Schweißgerätes befestigt ist.
3 Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungswande (2) η Form und Neigung den Wänden der zu verschweißenden Teile entsprechen, die an d.e Nahtfuge unmittelbar anschließen.
4 Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, *.« das Mundstück (1) aus Polytetrafluorethylen geformt ist.
Hierzu 1 Dlatt Zeiclinungen

Family

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