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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein neues Dendrimer mit Trägerleitfähigkeit
sowie eine elektronische Vorrichtung, bei welcher das Dendrimer
eingesetzt wird. Bei dem Dendrimer der vorliegenden Erfindung wird eine
höhere
Ladungsträgerleitfähigkeit
bei bemerkenswert hoher Effizienz erreicht, womit dieses insbesondere in
Vorrichtungen Anwendung findet, bei denen eine Ladungsträgerleitfähigkeit
erforderlich ist, z.B. schaltenden Elementen wie organischen Transistoren
(organischen FET, organischen TFT etc.), Solarzellen und organischen
EL-Vorrichtungen.
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Stand der
Technik
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Elektrisch
leitfähige
organische Polymere sind seit den späten 1970ern wissenschaftlich
und technisch interessant geworden. Die Polymere, die auf einer
vergleichsweise neuen Technik beruhen, weisen elektronische und
magnetische Eigenschaften von Metallen sowie physikalische und mechanische
Eigenschaften herkömmlicher
organischer Polymere auf. Bekannte leitfähige organische Polymere sind
Poly(p-phenylen)e, Poly(p-phenylenvinylen)e, Polyaniline, Polythiophene,
Polypyrrole, Polyazine, Polyfurane, Polycenophene, Poly(p-phenylensulfide),
Gemische davon, Gemische davon mit einem anderen Polymer sowie Copolymere
von Monomeren der oben beschriebenen Polymere. Diese leitfähigen organischen
Polymere sind Polymere mit konjugiertem System, die durch Dotieren,
bewirkt durch eine Reaktion wie Oxidation, Reduktion oder Protonisierung,
elektrische Leitfähigkeit
aufweisen.
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In
den letzten Jahren sind Bemühungen
unternommen worden, aus diesen leitfähigen organischen Polymeren
Licht-emittierende Elemente organischer elektrolumineszierender
Vorrichtungen (organische EL, OLED) und aktive Elemente von Feldeffekttransistoren
(organische FET, organische TFT) herzustellen. Gemäß einer
gegenwärtigen
Praxis wird eine teure Plasma-CVD-Vorrichtung zur Ausbildung einer Isolierschicht oder
einer Halbleiterschicht auf einem amorphen Silicium-TFT oder Polysilicium-TFT
verwendet, und eine teure Sputtervorrichtung wird zur Ausbildung
einer Elektrode verwendet. Weiterhin muss eine Filmbildung mittels CVD
bei einer so hohen Temperatur wie 230 bis 350°C durchgeführt werden, und Wartungsvorgänge wie
Reinigen müssen
häufig
durchgeführt
werden, wodurch der Durchsatz vermindert wird. Im Gegensatz dazu
sind Vorrichtungen wie Beschichtungsvorrichtungen und Tintenstrahlvorrichtungen
zur Erzeugung organischer FET oder ähnliche Vorrichtungen weniger
teuer als die CVD-Vorrichtung und Sputtervorrichtung. Weiterhin
kann eine Filmbildung bei niedrigerer Temperatur durchgeführt werden,
und die Wartung der Vorrichtungen ist weniger aufwendig. Wenn daher
Anzeigevorrichtungen wie Flüssigkristallanzeigen
und ein organischer EL aus einem organischen FET hergestellt werden,
kann eine merkliche Kostenverminderung erwartet werden.
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Typische
organische EL-Vorrichtungen beinhalten ein transparentes Substrat,
das aus einem Material wie Glas hergestellt ist, eine transparente
Elektrode, eine Loch-injizierende Schicht, eine Loch-transportierende
Schicht, eine Licht-emittierende
Schicht, eine Elektronen-transportierende Schicht und eine Metallelektrode.
Drei separate Schichten, nämlich
die Loch-transportierende Schicht, die Licht-emittierende Schicht
und die Elektronen-transportierende Schicht können zu einer einzigen Loch-transportierenden
und Licht-emittierenden Schicht
oder zu einer einzelnen Elektronentransportierenden und Licht-emittierenden
Schicht ausgebildet sein. Die spezifischen Eigenschaften sind durch
die veröffentlichten
Japanischen Patentanmeldungen (kokai) Nrn. 7-126616, 8-18125, 10-92576
etc. offenbart. Probleme, wie z.B. die Betriebsdauer, bleiben jedoch
für organische
EL-Vorrichtungen
noch ungelöst,
und Untersuchungen für
eine Verbesserung finden statt.
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Typische
organische TFT beinhalten ein transparentes Substrat aus Material,
wie z.B. Glas, ein Gate-Substrat, einen Gate- Isolierfilm, eine Source-Elektrode,
eine Drain-Elektrode und einen organischen Halbleiterfilm. Durch
Modifizierung der Gate-Spannung wird die elektrische Ladung an der
Grenzfläche
zwischen der Gate-Isolierschicht und dem organischen Halbleiterfilm übermäßig oder
fehlerhaft, wodurch der zwischen der Source- und Drain-Elektrode über den
organischen Halbleiterfilm fließende
Drain-Strom variiert, wodurch ein (Um-)Schalten durchgeführt wird.
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Die
veröffentlichte
Japanische Patentanmeldung (kokai) Nr. 63-076378 offenbart, dass
ein organischer TFT aus Polythiophen oder einem Polythiophenderivat,
die als der vorgenannte organische Halbleiterfilm dienen, hergestellt
wird. Die Herstellung eines organischen TFT aus Pentacen ist in
Yen-Yi Lin, David J. Gundlach, Shelby F. Nelson, und Tomas N. Jackson,
IEEE Transaction on Electron Device, Vol. 44, Nr. 8, S. 1,325 (1997)
offenbart.
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Die
Verwendung von Pentacen verursacht jedoch Probleme. Zum Beispiel
muss eine Filmbildung mittels eines Gasphasenabscheidungsverfahrens
durchgeführt
werden, und die Kristallinität
muss zur Verbesserung der Vorrichtungseigenschaften erhöht werden.
Ein anderer möglicher
Ansatz ist die Verwendung eines löslichen Pentacenderivats zur
Verbesserung der Verarbeitbarkeit. In diesem Fall bleiben jedoch
die Eigenschaften unzureichend.
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Die
Anwendung und Entwicklung eines aus Polythiophen, einem Polythiophenderivat
oder einem Thiophenoligomer gebildeten organischen Halbleiters sind
im Gange, da der organische Halbleiter eine exzellente Formbarkeit
aufweist, zum Beispiel leicht mittels elektrolytischer Polymerisation,
Lösungsbeschichten
oder einem ähnlichen
Verfahren zu einem dünnen
Film ausgebildet werden kann. In diesem Fall bleiben jedoch die Eigenschaften
unzureichend.
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Mittlerweile
sind in den letzten Jahren hyperverzweigte Polymermaterialien in
einem breiten Sinn, wie z.B. Dendrimere und hyperverzweigte Polymere,
zu Interesse gelangt. Charakteristische Eigenschaften von Dendrimeren
und hyperverzweigten Polymeren sind Amorphheit, Löslichkeit
in organischen Lösungsmitteln und
die Gegenwart einer großen
Anzahl von Verzweigungsenden, an welche eine funktionale Gruppe
eingeführt
werden kann. L. L. Miller et al. beschreiben in J. Am. Chem. Soc.
1997, 119, 1005, dass ein Polyamiddendrimer mit 1,4,5,8-Naphthalintetracarboxydiimidoresten,
an welches ein quaternäres
Pyridiniumsalz an den Verzweigungsenden gebunden ist, isotrope Elektronenleitfähigkeit
aufweist (auch als "Transportfähigkeit" bezeichnet), und
dass die Leitfähigkeit
durch Wechselwirkung von n-Elektronen,
die durch räumliche Überlappung
der Verzweigungsendreste hervorgerufen wird, bereitgestellt wird.
Die veröffentlichte
Japanische Patentanmeldung (kokai) Nr. 2000-336171 offenbart ein Dendrimer, das
ein Dendron mit Loch-leitenden
Resten an den Verzweigungsenden und kein π-Elektronen-konjugiertes System,
einschließlich
einer Carbonylgruppe und eines Benzolrings, enthält, sowie eine fotoelektrische
Umwandlungsvorrichtung, bei der das Dendrimer eingesetzt wird.
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In
Funktionselementen, bei denen halbleitende oder leitende Polymere
wie konjugierte Polymere eingesetzt werden, tritt eine hohe Ladungsleitfähigkeit
der genannten organischen Halbleiter entlang einer Molekülkettenorientierung
auf und variiert in Abhängigkeit
der Molekülstruktur.
Weiterhin sind halbleitende oder leitende Polymere wie konjugierte
Polymere im Allgemeinen steif und können nicht gelöst oder
geschmolzen werden. Die meisten dieser können in einem Lösungsmittel
nicht gelöst
werden. Zu diesem Zweck werden Derivate solcher Polymere eingesetzt,
in welche Seitenketten eingeführt
sind, sowie Oligomere davon (siehe veröffentlichte Japanische Patentanmeldung
(kokai) Nr. 4-133351, 63-076378, 5-110069, etc.). Es treten jedoch auch
Probleme auf. Wenn zum Beispiel die Seitenketten eingeführt werden,
tritt eine Glasübergangstemperatur
auf, und es wird ein der Mikro-Brownschen Bewegung zugeschriebener
Thermochromismus induziert, was zu einer temperaturabhängigen Änderung
der Eigenschaften führt.
Die Verwendung von Oligomeren kann die Zuverlässigkeit verschlechtern. Selbst
wenn ein Polymer mit eingeführter
Seitenkette verwendet wird, kann eine zufriedenstellende Beweglichkeit
nicht erreicht werden. Daher muss der Polymerisationsgrad erhöht werden,
oder der Orientierungsgrad der leitfähigen organischen Verbindung
muss durch Verwendung von Orientierungsfilmen verstärkt werden,
wie zum Beispiel in der veröffentlichten
Japanischen Patentanmeldung (kokai) Nr. 7-206599 beschrieben ist.
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Da
die konjugierten Polymere dazu neigen, durch Sauerstoff und Wasser
beeinflusst zu werden, weisen herkömmliche organische FET-Elemente,
bei denen konjugierte Polymere eingesetzt werden, weiterhin eine
minderwertige Stabilität
und elektrische Eigenschaften und eine kurze Betriebsdauer auf,
was problematisch ist.
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Derweil
ist in der Literatur (Japanisches Patent Nr. 3074277B) ein hyperverzweigtes
Polymer mit einer Thienylen-Phenylen-Struktur
als Strukturwiederholungseinheit offenbart. Das in diesem Dokument
offenbarte Herstellungsverfahren verwendet jedoch eine Polymerisation
basierend auf der Grignard-Reaktion,
sodass eine hochregulierte Wiederholungsstruktur als Dendrimer nicht
erhalten werden kann. Die mittels dieses Verfahrens synthetisierte
Verbindung weist daher ein breites Molekulargewichtsverteilungsprofil
auf, wie es für übliche Polymere
der Fall ist. Wenn daher versucht wird, funktionale Gruppen in einen
Kern einzuführen,
der als Zentralrest dient oder Endgruppen, die als Moleküloberfläche dienen,
werden diese funktionalen Gruppen wahllos eingeführt, was ein Problem dahingehend
aufwirft, dass eine gewünschte
Funktion schwierig zu erzielen ist. Weiterhin werden die in dieser
Referenz offenbarten Verbindungen als leitendes Material verwendet, nachdem
sie mit einem Elektronen-akzeptierenden Reagens dotiert wurden,
um so ein mit Leitfähigkeit
versehenes Polymer zu bilden.
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Offenbarung
der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung wurde gemacht, um die oben genannten, bei
herkömmlichen
Verfahren auftretenden Probleme, zu lösen. Ein Ziel der vorliegenden
Erfindung ist es somit, ein neues Dendrimer bereitzustellen, das
als ein organisches Halbleitermaterial dient, welches isotrop ist
und eine bemerkenswert hohe (Ladungs-)Trägerleitfähigkeit aufweist. Ein anderes
Ziel der Erfindung ist es, eine elektronische Vorrichtung bereitzustellen,
bei welcher das Dendrimer eingesetzt wird.
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Die
vorliegenden Erfinder haben ausgiebige Untersuchungen durchgeführt, um
die oben genannten Probleme zu lösen
und haben gefunden, dass ein aus einer Wiederholungseinheit, die
mindestens einen Thienylenrest enthält, hergestelltes Dendrimer
als organisches Halbleitermaterial dienen kann, welches isotrop
ist und eine bemerkenswert hohe Ladungsträgerleitfähigkeit aufweist. Die vorliegende
Erfindung wurde auf Grundlage dieses Befunds fertig gestellt.
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Demgemäß richtet
sich eine erste Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zur Lösung
der oben erwähnten
Probleme auf ein Dendrimer mit einer Verzweigungsstruktur, in welcher
Wiederholungseinheiten, die jeweils einen Verzweigungsteil aufweisen,
wiederholt durch das divergente Verfahren oder konvergente Verfahren
verbunden sind, wobei jede der Wiederholungseinheiten eine durch
die Formel (1) dargestellte Struktur aufweist und einen linearen
Teil X, der aus einer optional substituierten zweiwertigen organischen Gruppe
gebildet ist, und einen Verzweigungsteil Y, der aus einer wahlweise
substituierten dreiwertigen organischen Gruppe gebildet ist, enthält:
dadurch gekennzeichnet, dass
der lineare Teil X mindestens einen Thienylrest enthält und zumindest
teilweise mit dem Verzweigungsteil Y konjugiert ist.
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Eine
zweite Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung richtet sich auf ein im Zusammenhang
mit der ersten Ausführungsform
erwähntes
Dendrimer, bei dem der in der Wiederholungseinheit enthaltene und als
Ausgangspunkt der Verzweigungsstruktur dienende Teil X weiter mit
einem als Kern dienenden Zentralrest verbunden ist.
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Eine
dritte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung richtet sich auf ein im Zusammenhang
mit der zweiten Ausführungsform
erwähntes
Dendrimer, wobei der Kern eine Gruppe mit einer Wertigkeit von mindestens
2 ist, an welchen mindestens zwei der Wiederholungseinheiten direkt
gebunden sein können.
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Eine
vierte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung richtet sich auf ein im Zusammenhang
mit der ersten bis dritten Ausführungsform
erwähntes
Dendrimer, wobei der in der Wiederholungseinheit enthaltene und
als ein Ende der Verzweigungsstruktur dienende Teil Y an endständige Reste
gebunden ist, die von der Wiederholungseinheit verschieden sind.
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Eine
fünfte
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung richtet sich auf ein im Zusammenhang
mit der ersten bis vierten Ausführungsform
erwähntes
Dendrimer, wobei der Verzweigungsteil Y als Verzweigungszentrum
eine chemische Einheit enthält,
die aus Kettenkohlenwasserstoffen (aliphatischen Kohlenwasserstoffen), cyclischen
Kohlenwasserstoffen (einschließlich
alicyclischen Verbindungen und aromatischen Verbindungen) und heterocyclischen
Verbindungen (einschließlich
aromatischen heterocyclischen Verbindungen und nicht aromatischen
heterocyclischen Verbindungen) ausgewählt ist. Eine sechste Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung richtet sich auf ein im Zusammenhang
mit der fünften
Ausführungsform
erwähntes
Dendrimer, wobei der Verzweigungsteil Y aus den durch die Formel
(2) dargestellten Resten ausgewählt
ist:
wobei
jedes der R1, R2 und R3 ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe
darstellt.
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Eine
siebte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung richtet sich auf ein im Zusammenhang
mit der ersten bis sechsten Ausführungsform
erwähntes
Dendrimer, wobei der lineare Teil X durch Formel (3) dargestellt
wird und zumindest teilweise mit dem Verzweigungsteil Y konjugiert
ist:
wobei Z eine Einfachbindung
oder eine optional substituierte zweiwertige organische Gruppe darstellt,
die zumindest teilweise mit Thienylen konjugiert ist; und jeder
der R
4 und R
5 aus
Wasserstoff, einer Alkylgruppe und einer Alkoxygruppe ausgewählt ist.
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Eine
achte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung richtet sich auf ein im Zusammenhang
mit der siebten Ausführungsform
erwähntes
Dendrimer, wobei der Substituent Z ein Substituent ist, der aus
einem Rest gebildet ist, der aus der Gruppe ausgewählt ist,
bestehend aus substituierten oder unsubstituierten Kettenkohlenwasserstoff(aliphatischer
Kohlenwasserstoff)-Resten, substituierten oder unsubstituierten
cyclischen Kohlenwasserstoff(einschließlich einer alicyclischen Verbindung
und aromatischen Verbindung)-Resten und substituierten oder unsubstituierten
heterocyclischen Verbindungs (einschließlich aromatischer heterocyclischer
Verbindung und nicht-aromatischer heterocyclischer Verbindung)-Resten;
ein Substituent, der aus einer Vielzahl von gleichen, kontinuierlich
untereinander verbundenen Resten gebildet ist, ausgewählt aus
dieser Gruppe; oder ein Substituent, der aus einer Vielzahl von
verschiedenen, kontinuierlich miteinander verbundenen Resten gebildet
ist, ausgewählt
aus dieser Gruppe.
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Eine
neunte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung richtet sich auf ein im Zusammenhang
mit der achten Ausführungsform
erwähntes
Dendrimer, wobei der Substituent Z ein aus einem Rest gebildeter Substituent
ist, ausgewählt
aus der Gruppe, bestehend aus substituierten oder unsubstituierten ungesättigten aliphatischen
Kohlenwasserstoffresten und substituierten oder unsubstituierten
cyclischen oder heterocyclischen aromatischen Verbindungsresten;
ein Substituent, der aus einer Vielzahl von gleichen, kontinuierlich miteinander
verbundenen Resten gebildet ist, ausgewählt aus dieser Gruppe; oder
ein Substituent, der aus einer Vielzahl von verschiedenen, kontinuierlich
miteinander verbundenen Resten gebildet ist, ausgewählt aus dieser
Gruppe.
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Eine
zehnte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung richtet sich auf ein im Zusammenhang
mit der neunten Ausführungsform
erwähntes
Dendrimer, wobei der Substituent Z ein aus einem Rest gebildeter Substituent
ist, welcher aus der Gruppe ausgewählt ist, die durch Formel (4)
dargestellt wird; ein aus dieser Gruppe ausgewählter Substituent, der aus
einer Vielzahl von gleichen Reste gebildet ist, die kontinuierlich
miteinander verbunden sind; oder ein aus dieser Gruppe ausgewählter Substituent,
der aus einer Vielzahl von verschiedenen, kontinuierlich miteinander
verbundenen Resten gebildet ist:
wobei
A
1 O, S oder N-R
8 darstellt,
und jeder der R
6, R
7 und
R
8 ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe
darstellt.
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Eine
elfte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung richtet sich auf ein im Zusammenhang
mit den ersten bis sechsten Ausführungsformen
erwähntes
Dendrimer, wobei die Wiederholungseinheit durch Formel (5) dargestellt
wird:
wobei jeder der R
9 und R
10 aus Wasserstoff,
einer Alkylgruppe und einer Alkoxygruppe ausgewählt ist, und n eine ganze Zahl
von 1 bis 10 darstellt.
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Eine
zwölfte
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung richtet sich auf ein Element einer elektronische
Vorrichtung, gekennzeichnet durch ein Dendrimer, das im Zusammenhang
mit einer der ersten bis elften Ausführungsformen erwähnt ist.
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Eine
dreizehnte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung richtet sich auf ein Element einer elektronische
Vorrichtung bzw. ein elektronisches Vorrichtungselement, das im
Zusammenhang mit der zwölften Ausführungsform
erwähnt
ist, wobei es sich um ein Ladungstransportvorrichtungselement handelt.
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Eine
vierzehnte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung richtet sich auf ein Element einer elektronische
Vorrichtung bzw. ein elektronisches Vorrichtungselement, das im
Zusammenhang mit der zwölften Ausführungsform
erwähnt
ist, wobei es sich um ein Schalttransistorelement handelt.
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Eine
fünfzehnte
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung richtet sich auf ein Element einer elektronische
Vorrichtung bzw. ein elektronisches Vorrichtungselement, das im
Zusammenhang mit der zwölften Ausführungsform
erwähnt
ist, wobei es sich um ein Element einer Licht-emittierenden Vorrichtung
bzw. lichtemissionsvorrichtungselement handelt.
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Eine
sechszehnte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung richtet sich auf ein Element einer elektronische
Vorrichtung bzw. ein elektronisches Vorrichtungselement, das im
Zusammenhang mit der zwölften Ausführungsform
erwähnt
ist, wobei es sich um ein Element einer fotoelektrischen Umwandlungsvorrichtung handelt.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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1 zeigt
schematisch einen Querschnitt eines organischen Dünnfilm-Schalttransistors
nach Beispiel 1 der vorliegenden Erfindung.
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2 ist
eine schematische Ansicht, die ein Licht-emittierendes Element gemäß Beispiel
2 der vorliegenden Erfindung zeigt.
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3 ist
eine schematische Ansicht, die ein organisches Solarzellelement
gemäß Beispiel
3 der vorliegenden Erfindung zeigt.
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4 ist
eine schematische Ansicht, die ein organisches Solarzellelement
gemäß Vergleichsbeispiel 3
zeigt.
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5 ist
eine schematische Ansicht, die ein organisches Gleichrichtelement
gemäß Beispiel
4 der vorliegenden Erfindung zeigt.
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6 ist
eine grafische Darstellung, die eine untersuchte Strom-Spannungs-Charakteristik
des organischen Gleichrichtelements nach Beispiel 4 zeigt.
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7 ist
eine grafische Darstellung, die eine untersuchte Strom-Spannungs-Charakteristik
des organischen Gleichrichtelements nach Vergleichsbeispiel 4 zeigt.
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AUSFÜHRLICHE
BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Die
vorliegende Erfindung wird im Folgenden ausführlich beschrieben.
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In
der vorliegenden Erfindung bedeutet der Begriff "Dendrimer" konzeptuell eine Polymerspezies mit einer
Struktur, in welcher die zuvor genannte Strukturwiederholungseinheit
der Formel (1) (d.h. dendritische Struktureinheit) einmal oder mehrmals
(d.h. das Dendrimer enthält
zwei oder mehr Wiederholungseinheiten) wiederholt ist und eine regelmäßig angeordnete
Verzweigungsstruktur aufweist. Der Begriff "Dendrimer" umfasst nicht ein hyperverzweigtes
Polymer, welches durch Polymerisation synthetisiert wurde, und welches
als Ergebnis eine unregelmäßig angeordnete
Verzweigungsstruktur aufweist. Es sei angemerkt, dass eine die oben
genannte Strukturwiederholungseinheit der Formel (1) enthaltende
Struktur, d.h. eine Struktur, welche die Wiederholungseinheiten
derart wiederholt enthält,
dass eine divergente Struktur gebildet wird, als "Verzweigungsstruktur" bezeichnet wird.
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Das
Dendrimer der vorliegenden Erfindung weist eine Verzweigungsstruktur
auf, in welcher Wiederholungseinheiten, die jeweils einen Verzweigungsteil
aufweisen, wiederholt mittels des divergierenden Verfahrens oder
konvergierenden Verfahrens verbunden sind. Das Dendrimer der vorliegenden
Erfindung umfasst somit ein durch das "divergierende Verfahren" synthetisiertes
Dendrimer, bei dem Zweige sukzessive von einem Brennpunkt weg verlaufen;
ein durch das "konvergierende
Verfahren" synthetisiertes
Dendrimer, bei dem Zweige von den Verzweigungsenden verlaufen und
die so verbundenen Einheiten schließlich in einem Brennpunkt verbunden
werden; sowie ein durch eine Kombination des divergierenden Verfahrens
und des konvergierenden Verfahrens synthetisiertes Dendrimer.
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Der
Begriff "Dendrimer" und "hyperverzweigtes
Polymer" wird hier
ausführlicher
beschrieben. Diese Polymere werden im Allgemeinen durch die folgenden
Strukturformeln dargestellt. Wie in den Formeln gezeigt ist, weist
das Dendrimer eine regelmäßige wiederholte
Verzweigungsstruktur auf, während
das hyperverzweigte Polymer eine unregelmäßig wiederholte Verzweigungsstruktur
aufweist. Die vorliegende Erfindung richtet sich auf das "Dendrimer", wobei dieses eine
Struktur aufweisen kann, bei welcher die Polymerketten dendritisch
von einem Brennpunkt verzweigt sind, oder eine Struktur, bei welcher
Polymerketten radial von einer Mehrzahl von Brennpunkten verlaufen,
die mit einem als Kern dienenden polyfunktionalen Molekül verbunden sind.
Obwohl andere Definitionen dieser Spezies auch akzeptabel sein können, umfasst
das Dendrimer gemäß der vorliegenden
Erfindung in jedem Fall Dendrimere mit einer regelmäßig wiederholten
Verzweigungsstruktur, bei welcher die Dendrimere eine dendritisch
verzweigende Struktur oder eine radial verzweigende Struktur aufweisen.
Es erübrigt
sich zu erwähnen,
dass das Dendrimer der vorliegenden Erfindung auch Verbindungen
mit Defekten in ihrer Verzweigungsstruktur umfasst, die während der
Herstellung bei Verwendung eines üblichen Verfahrens, divergierenden
Verfahrens oder konvergierenden Verfahrens erzeugt werden.
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Gemäß einer
allgemein akzeptierten Definition wird, wenn sich eine dendritische
Struktureinheit von ihrer vorhergehenden dendritischen Struktureinheit
als eine exakte Kopie davon verlängert,
die Verlängerung der
Einheit als nachfolgende "Generation" bezeichnet. Es sei
angemerkt, dass die Definition von einem "Dendrimer" gemäß der vorliegenden
Erfindung diejenigen mit einer Struktur abdeckt, bei welchen die
einander ähnlichen
dendritischen Struktureinheiten, welche die gleiche Grundstruktur
aufweisen, mindestens einmal wiederholt werden, auch in den Umfang
der Erfindung fallen.
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Die
Konzepte bezüglich
Dendrimer, hyperverzweigtem Polymer, etc. sind zum Beispiel in Masaaki
KAKIMOTO, Chemistry, Vol. 50, S. 608 (1995) und Kobunshi (High Polymers,
Japan), Vol. 47, S. 804 (1998) beschrieben, wobei auf diese Publikationen
Bezug genommen werden kann und diese hier durch Bezugnahme aufgenommen
sind. Die Beschreibungen in diesen Publikationen sollten jedoch
nicht als die vorliegende Erfindung darauf einschränkend angesehen
werden.
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In
dem Dendrimer der vorliegenden Erfindung wird eine dendritische
Struktureinheit aus einem linearen Teil X und einem Verzweigungsteil
Y gebildet. Die Struktur, in welcher die dendritische Struktureinheit
einmal wiederholt ist, sodass eine Zweistufenstruktur bereitgestellt
wird, ist tatsächlich "eine Struktur, in
welcher jeder der Verzweigungsteile Y dieser Struktureinheit an
eine andere, jedoch identische Struktureinheit, gebunden ist". Die erhaltene Struktur
wird als "Dendron
der 1. Generation" bezeichnet.
Eine ähnliche
Struktur, bei welcher dendritische Einheiten die gleiche Struktur
aufweisen und sukzessive an die Bindungsenden der Verzweigungsteile
Y eines Dendrons der 1. Generation gebunden sind, wird als "Dendron der 2. Generation" bezeichnet. Auf ähnliche
Weise wird ein Dendron den n-ten Generation erzeugt. Solche Dendronen
per se und Dendrone, an welche ein gewünschter Substituent oder Substituenten
an die Enden oder den Brennpunkt davon gebunden sind, werden als "Dendrimere mit dendritischer
Verzweigungsstruktur" bezeichnet.
Wenn eine Vielzahl dendritisch verzweigter Dendrimere, die zueinander
identisch oder voneinander verschieden sind, als Untereinheiten
an einen mehrwertigen Kern gebunden sind, wird das gebildete Dendrimer
ein "Dendrimer mit radialer
Verzweigungsstruktur" genannt.
Es sei angemerkt, dass ein Dendrimer, in welchem Dendronen der n-ten
Generation an einen r-wertigen Kern gebunden sind, als r-verzweigtes
bzw. r-zweigiges Dendrimer der n-ten Generation definiert ist. Hier
fällt ein
1-verzweigtes Polymer der 1. Generation, bei dem das Dendron der 1.
Generation an den einwertigen Kern gebunden ist, auch in den Umfang
des Dendrimers der vorliegenden Erfindung. Um jedoch die Ziele der
vorliegenden Erfindung zu erreichen, sind mindestens 2-verzweigte
Spezies der 1. Generation oder mindestens 1-verzweigte Spezies der
2. Generation bevorzugt. Im Allgemeinen haben solche Dendrimere
bevorzugt ein Molekulargewicht von 600 oder mehr.
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Das
Dendrimer der vorliegenden Erfindung weist eine Struktur auf, bei
welcher der lineare Teil X mindestens einen Thienyl rest enthält und zumindest
teilweise mit dem Verzweigungsteil Y konjugiert ist, und weist bevorzugt
einen linearen Teil X der Formel (3) auf. Durch das Dendrimer wird
daher ein organisches Halbleitermaterial bereitgestellt, welches
isotrop ist und eine bemerkenswert hohe Trägerleitfähigkeit aufweist.
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So
wie hier verwendet, bezieht sich der Ausdruck "zumindest teilweise konjugiert mit" nicht nur auf den Fall,
bei dem ein perfekt konjugiertes System erstellt wird, sondern auch
auf den Fall, bei dem nicht alle Elektronen des π-Elektronensystems überall gegenwärtig sind.
Zum Beispiel fällt
ein konjugiertes System, das einen m-substituierten Benzolkern enthält, auch
in die Bedeutung dieser Definition.
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Es
sei angemerkt, dass das Dendrimer der vorliegenden Erfindung auf
seiner molekularen Oberfläche mit
einer Lochleitfähigkeit,
Elektronenleitfähigkeit
oder Ionenleitfähigkeit
ausgestattet sein kann.
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Es
besteht keine besondere Einschränkung
bezüglich
der Struktur des Dendrimers der vorliegenden Erfindung, solange
der lineare Teil X mindestens einen Thienylrest enthält und mindestens
teilweise konjugiert mit dem Verzweigungsteil Y ist. Da es jedoch
ein Ziel der vorliegenden Erfindung ist, eine hohe Trägerleitfähigkeit
zu erzielen, weist der Teil X bevorzugt eine durch Formel (3) dargestellte
Struktur auf.
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Der
Substituent Z in der obigen Formel ist eine Einfachbindung oder
eine optional substituierte zweiwertige organische Gruppe, die zumindest
teilweise mit Thienylen konjugiert ist. Zum Beispiel ist der Substituent
Z ein Substituent, der aus einem Rest gebildet ist, ausgewählt aus
der Gruppe, bestehend aus substituierten oder unsubstituierten Kettenkohlenwasserstoff(aliphatischen
Kohlenwasserstoff)-Resten,
substituierten oder unsubstituierten cyclischen Kohlenwasserstoff(einschließlich einer
alicyclischen Verbindung und einer aromatischen Verbindung)-Resten,
und substituierten oder unsubstituierten heterocyclischen Verbindungs(einschließlich aromatischen
heterocyclischen Verbindungs und nicht-aromatischen heterocyclischen Verbindungs)-Resten
ist; ein Substituent, der aus einer Vielzahl der gleichen, kontinuierlich
miteinander verbundenen Resten gebildet ist, ausgewählt aus
dieser Gruppe; oder ein Substituent, der aus einer Vielzahl von verschiedenen,
kontinuierlich miteinander verbundenen Resten gebildet ist, ausgewählt aus
dieser Gruppe. Jeder dieser Komponentenreste ist zumindest teilweise
mit einem anderen Komponentenrest verbunden. Jeder der R4 und R5, die voneinander
verschieden sein können,
stellt ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe oder eine Alkoxygruppe
dar. In der vorliegenden Beschreibung haben Gruppen, wie z.B. eine
Alkylgruppe und eine Alkoxygruppe, wenn nicht anders angegeben,
1 bis 20 Kohlenstoffatome.
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Bevorzugt
ist der Substituent Z ein Substituent, der aus einem Rest gebildet
ist, der aus der Gruppe ausgewählt
ist, bestehend aus substituierten oder unsubstituierten ungesättigten
aliphatischen Kohlenwasserstoffresten und substituierten oder unsubstituierten
cyclischen oder heterocyclischen aromatischen Verbindungsresten;
ein Substituent, der aus einer Vielzahl von gleichen, kontinuierlich
miteinander verbundenen Resten, ausgewählt aus dieser Gruppe, gebildet
ist; oder ein Substituent, der aus einer Vielzahl von verschiedenen,
kontinuierlich miteinander verbundenen Resten, ausgewählt aus
dieser Gruppe, gebildet ist. Bevorzugter ist der Substituent Z ein
Substituent, der aus einem Rest gebildet ist, ausgewählt aus
der durch Formel (4) dargestellten Gruppe; ein Substituent, der
aus einer Vielzahl von gleichen, kontinuierlich miteinander verbundenen
Resten, ausgewählt
aus dieser Gruppe, gebildet ist; oder ein Substituent, der aus einer
Vielzahl von verschiedenen, kontinuierlich miteinander verbundenen
Resten, ausgewählt
aus dieser Gruppe, gebildet ist.
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Spezifische
Beispiele bevorzugter Gruppen, die als der lineare Teil X verwendet
werden können,
sind die Gruppen der folgenden Formel (6), sind jedoch nicht darauf
beschränkt.
A
2, A
3 = O, S, N-R
13 R
11, R
12, R
13 = ein Wasserstoffatom,
eine Alkylgruppe.
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Es
besteht keine besondere Einschränkung
bezüglich
der Struktur des Verzweigungsteils Y des Dendrimers der vorliegenden
Erfindung, solange der Teil Y eine dreiwertige organische Gruppe
ist und zumindest teilweise mit mindestens dem linearen Teil X konjugiert
ist. Der Verzweigungsteil Y enthält
jedoch bevorzugt als Verzweigungszentrum eine chemische Einheit,
die aus Kettenkohlenstoffatomen (aliphatischen Kohlenwasserstoffen),
cyclischen Kohlenwasserstoffen (einschließlich alicyclischen Verbindungen
und aromatischen Verbindungen) und heterocyclischen Verbindungen
(einschließlich
aromatischen heterocyclischen Verbindungen und nicht-aromatischen heterocyclischen
Verbindungen) ausgewählt
ist.
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Die
Gesamtheit des Verzweigungsteils Y kann eine dreiwertige organische
Gruppe sein, die aus einem Rest gebildet ist, ausgewählt aus
der Gruppe, bestehend aus substituierten oder unsubstituierten Kettenkohlenwasserstoffresten,
substituierten oder unsubstituierten cyclischen Kohlenwasserstoffresten
und substituierten oder unsubstituierten heterocyclischen Verbindungsresten;
eine dreiwertige organische Gruppe, die aus einer Vielzahl der gleichen,
kontinuierlich miteinander verbundenen Reste, ausgewählt aus
dieser Gruppe, gebildet ist; oder eine dreiwertige organische Gruppe,
die aus einer Vielzahl von verschiedenen, kontinuierlich miteinander
verbundenen Resten, ausgewählt
aus dieser Gruppe, gebildet ist. Jeder dieser Komponentenreste ist
zumindest teilweise mit einem anderen Komponentenrest konjugiert.
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Beispiele
bevorzugter Verzweigungsteile Y sind eine Struktur der Formel (2),
sind aber nicht darauf eingeschränkt.
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In
einer besonders bevorzugten Ausführungsform
des Dendrimers der vorliegenden Erfindung weist die Wiederholungseinheit
der Formel (1) eine durch die zuvor genannte Formel (5) dargestellte
Struktur auf, wobei n eine ganze Zahl von 1 bis 10 ist, bevorzugt
von 1 bis 3.
-
In
dem Dendrimer der vorliegenden Erfindung kann ein als Kern dienender
Zentralrest an den Teil X in der Wiederholungseinheit an einem Startpunkt
der Verzweigungsstruktur gebunden sein. Kurz kann der Kern an beliebige
Zahlen von Startpunkten einer dendritischen Verzweigungsstruktur
gebunden sein und bezieht sich auf eine andere Teilstruktur als
eine Verzweigungsstruktur. Mit anderen Worten dient der Kern als Zentrum
der Dendrimermoleküle
und bezieht sich auf einen anderen Teil eines Dendrimers als die
Wiederholungseinheiten.
-
Der
Kern wird bevorzugt aus einer Gruppe gebildet, die eine Wertigkeit
von mindestens 2 aufweist, und an die zwei oder mehr Wiederholungseinheiten
direkt gebunden sein können.
Spezifische Beispiele sind C1-C20-Alkylengruppen, C6-C20-Arylengruppen und
Gruppen, in welchen diese Alkylengruppen und Arylengruppen kombiniert
sind. Zusätzlich
zu unsubstituierten Alkylengruppen können die Alkylengruppen darin
ein Heteroatom enthalten, wie zum Beispiel O, NH, N(CH3),
S oder SO2, oder sie können einen Substituenten wie eine
Hydroxygruppe, eine Carboxygruppe, eine Acylgruppe oder ein Halogenatom
(z.B. Fluor, Chlor, Brom oder Iod) enthalten. Der Kern kann eine
mehrwertige Gruppe einer der oben beschriebenen Gruppen sein, woraus
ein an ein Kohlenstoffatom gebundenes Wasserstoffatom entfernt ist;
eine mehrwertige heterocyclische Gruppe; eine Gruppe, in welcher
die heterocyclische Gruppe und eine der obigen Kohlenwasserstoffgruppen miteinander
verbunden sind; ein Porphyrin oder ein Porphyrinkomplex. Zusätzlich zu
den Beispielen von Kernen mit einer Wertigkeit von mindestens 2
kann auch ein einwertiger Kern verwendet werden, der durch Binden eines
Wasserstoffatoms/von Wasserstoffatomen an einen mehrwertigen Kern
gebildet wird.
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In
dem Dendrimer der vorliegenden Erfindung kann der in einer Wiederholungseinheit
und als ein Ende der Verzweigungsstruk tur dienende Teil Y an endständige Reste
gebunden sein, die von der Wiederholungseinheit verschieden sind.
Der Ausdruck "endständige Reste" wird zur Bezeichnung
einer Oberflächenstruktur
verwendet, in welcher beliebige Anzahlen von Enden einer dendritischen
oder sich radial verzweigenden Struktur daran gebunden sind, um
so eine molekulare Oberfläche
des Dendrimers zu bilden (d.h. eine Partialstruktur, ausgenommen
die dendritischen oder radialen Verzweigungen (Wiederholungseinheiten)).
Es besteht keine besondere Einschränkung bezüglich der Struktur der endständigen Reste
des Dendrimers der vorliegenden Erfindung, wobei Reste mit einer
Lochleitfähigkeit,
Elektronenleitfähigkeit
oder Ionenleitfähigkeit
bevorzugt verwendet werden, um eine hohe Trägerleitfähigkeit zu erzielen. Spezifische
Beispiele endständiger Reste
sind diejenigen der Formel (7), sind aber nicht darauf beschränkt. Es
besteht keine besondere Einschränkung
bezüglich
des Bindungsmodus zwischen diesen endständigen Resten und den dendritischen Struktureinheiten,
und Beispiele hierfür
sind eine Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindung, Kohlenstoff-Stickstoff-Bindung, eine Amidobindung,
Etherbindung, Esterbindung und Harnstoffbindung.

A
4 = O, S, N-R
18 R
14 bis R
18 = ein
Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe
A
5 =
Cl, Br, I
A
6 = CH
3SO
4 M = Li, Na, K, Ammonium, Monoalkylammonium,
Dialkylammonium, Trialkylammonium oder Tetraalkylammonium.
-
Es
sei angemerkt, dass Dendrimere ohne Kern(e) oder endständige Reste
auch in den Umfang der vorliegenden Erfindung fallen. In diesem
Fall werden der Ausgangspunkt und die endständigen Reste der Verzweigungsstruktur
des Dendrimers der vorliegenden Erfindung gemäß dem Ausgangsmaterial zur
Erzeugung von Wiederholungseinheiten, welche die Verzweigungsstruktur
bilden, bestimmt. Am Ausgangspunkt oder den endständigen Resten
der Verzweigungsstruktur können
aktive Gruppen des Ausgangsmaterials durch Wasserstoff ausgetauscht
sein.
-
Es
besteht keine besondere Einschränkung
bezüglich
der Anzahl der Generationen des Dendrimers. Der Begriff "Generation des Dendrimers" bezieht sich auf
den oben beschriebenen Ausdruck. Die Anzahl der Generationen von
Dendrimeren, einschließlich
derjenigen mit einem großen
oder langen Zentralrest, beträgt im
Allgemeinen 1 bis 10. Die Anzahl beträgt vom Gesichtspunkt der räumlichen
Dichte der endständigen
Reste und der Einfachheit der Synthese aber bevorzugt 1 bis 8, bevorzugter
1 bis 7, am bevorzugtesten 2 bis 5,.
-
Wie
oben beschrieben, ergibt das Dendrimer der vorliegenden Erfindung
mit einer großen
Anzahl von Verzweigungen eine große Anzahl von Verzweigungsenden.
Durch Einsatz der Enden kann die Zahl der Träger erhöht werden.
-
Weiterhin
kann, da das Dendrimer eine große
Zahl von Wegen für
die Ladungsträgerleitung
vorsieht, die Trägerbeweglichkeit
wirksam verstärkt
werden, ohne Moleküle
zu orientieren und die Kristallinität zu erhöhen, was bei herkömmlichen
konjugierten Polymeren und niedermolekularen organischen Halbleitermaterialien
vorgenommen wurde.
-
Das
Dendrimer der vorliegenden Erfindung kann aus einem Monomer, das
eine Thienylenstruktur enthält,
gebildet (d.h. synthetisiert) werden. So wie hier verwendet, bezieht
sich der Begriff "Monomer" auf eine Klasse
niedrigmolekulargewichtiger Verbindungen mit einer Teilstruktur
der Formel (1), Verbindungen einschließlich Derivaten davon, in welche
gegenseitig reaktive Substituenten eingeführt sind, sowie Vorläufer davon.
Das Syntheseverfahren zur Bildung einer Dendrimerstruktur aus einem
Monomer beinhaltet das "divergierende
Verfahren", das "konvergierende Verfahren" und ein "Kombinationsverfahren
des divergierenden Verfahrens und des konvergierenden Verfahrens". Beispiele des Kombinationsverfahrens
des divergierenden Verfahrens und des konvergierenden Verfahrens
sind ein Verfahren, das die Erhöhung
der Anzahl von Generationen mittels des konvergierenden Verfahrens
beinhaltet, um dadurch Fragmente mit bestimmten Generationsgraden
zu erhalten, und Verbinden der Fragmente mittels des divergierenden
Verfahrens, um so die Anzahl der Generationen weiter zu erhöhen; ein
Verfahren, welches die Verbindung von Fragmenten mittels des divergierenden
Verfahrens an die Endteile (als Ausgangspunkte, d.h. Reaktionspunkte,
dienend) der Fragmente mit einer erhöhten Generationenzahl, erhalten
durch das konvergierende Verfahren, beinhaltet; sowie ein Verfahren,
welches die Erhöhung
der Generationenzahl durch das divergierende Verfahren beinhaltet,
um dadurch Fragmente mit bestimmten Generationsgraden zu ergeben,
und Verbinden der Fragmente durch das konvergierende Verfahren,
um so die Generationenzahl weiter zu erhöhen. Beispiele beinhalten auch
ein in der Literatur offenbartes Verfahren (z.B. M. J. Frehet et
al.; Chem. Rev. 2001, 101, 3819–3867,
herausgegeben von Okada; Chemistry and Functions of Dendrimers;
IPC). Unter diesen Verfahren ist unter dem Gesichtspunkt, dass nicht übermäßige Mengen
aller Ausgangsmaterialien erforderlich sind, und der Einfachheit
der Reinigung von Produkten wegen, das "konvergierende Verfahren" besonders bevorzugt
für eine
effektive Synthese eines hochreinen Dendrimers ohne Defekte.
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Zum
Beispiel kann ein Dendrimer mit einer strukturellen Wiederholungseinheit
der Formel (8) durch das "konvergierende Verfahren" hergestellt werden,
wobei die durch Schema (9) dargestellten Reaktionsschritte beinhaltet
sind.
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Die
durch Schema (9) dargestellten Reaktionsschritte beinhalten Reaktionsschritt
1, bei dem ein α-Wasserstoff
des Thiophenrings von Verbindung (a) zur Bildung von endständigen Resten
in die aktive Gruppe V1 umgewandelt wird,
um so Verbindung (b) zu bilden; Reaktionsschritt 2, bei dem Verbindung
(c) mit einem linearen Teil und einem Verzweigungsteil und zwei
aktiven Gruppen V2 an dem Verzweigungsteil
mit der Verbindung (b) umgesetzt wird, um so Verbindung (d) zu erhalten;
und Reaktionsschritt 3, bei dem der α-Wasserstoff des Thiophenrings
der erhaltenen Verbindung (d) in die aktive Gruppe V1 umgewandelt
wird, und die Verbindung (c) mit V1 umgesetzt
wird, um so ein Dendron (e) einer nachfolgenden Generation zu erhalten.
Weiterhin wird, wenn das Dendron an ein Zentralrestmolekül gebunden
ist, ein Reaktionsschritt 4 durchgeführt, bei dem α-Wasserstoff
des Thiophenrings der Verbindung (e) in die aktive Gruppe V1 umgewandelt wird, und Verbindung (f) zur
Bildung eines Zentralrests mit V1 umgesetzt
wird, um so Verbindung (g) zu bilden.
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In
dem Reaktionsschema (9) stellen V1 und V2 jeweils eine aktive Gruppe dar, und W stellt
eine einwertige organische Gruppe dar, die keine aktive Gruppe enthält und wahlweise
einen Substituenten aufweist. Der Ausdruck "enthält
keine aktive Gruppe" bedeutet,
dass eine Gruppe, die gegenüber
V1 oder V2 reaktiv
ist, nicht enthalten ist.
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Y2 stellt eine r-wertige organische Gruppe
dar (r ist eine ganze Zahl ≥1),
die als Kern dient. Das "r" von Verbindung (g)
bezieht sich auf die Anzahl von Verzweigungen, die vom Zentralrest
entspringen. Wenn die Dendrone der n-ten Generation an einen Kern
mit r von zwei oder mehr gebunden sind, wird ein r-verzweigtes Dendrimer
einer n-ten Generation einer sich radial verzweigenden Struktur
erhalten. Wenn r 1 ist, wird ein Dendrimer einer sich dendritisch
verzweigenden Struktur gebildet. In der Erfindung wird Y2 dieses Dendrimertyps auch als "Kern" bezeichnet.
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Unter
den oben erwähnten
Verbindungen kann Verbindung (d) ein Dendrimer der 1. Generation
genannt werden, wohingegen Verbindung (e) ein Dendrimer der zweiten
Generation genannt werden kann. Für eine einfache Beschreibung
werden nur Dendrimere der Generationenzahl 1 und 2 in den erwähnten Reaktionsschritten
1 bis 3 in Schema (9) gezeigt. Dendrimere weiterer Generationen
können
jedoch durch Wiederholung von Reaktionsschritt 3 hergestellt werden.
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In
Reaktionsschritt 4 kann das in Reaktionsschritt 3 erhaltene Dendrimer
an eine Verbindung gebunden werden, die als Zentralrest dienen kann.
In dem obigen Schema werden Dendrimere (e) der zweiten Generation
an Verbindung (f) gebunden, die als Zentralrest dient. Dendrimere
irgendeiner Generationen können jedoch
an ein Zentralstrukturmolekül
gemäß einem ähnlichen
Reaktionsschritt gebunden werden. Wie jedoch auch oben erwähnt wurde,
beträgt
die Zahl der Generationen der Dendrimere unter dem Gesichtspunkt
der räumlichen
Dichte der dendritischen Struktureinheiten und der Einfachheit der
Synthese bevorzugt 1 bis 8, bevorzugter 1 bis 7, am bevorzugtesten
2 bis 5, und die Zahl der Verzweigungen von dem Zentralrest beträgt bevorzugt
1 bis 6, bevorzugter 1 bis 4.
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Es
besteht keine besondere Einschränkung
bezüglich
des Verfahrens der Synthese von Verbindung (a), die als Ausgangsmaterial
in Reaktionsschritt 1 dient. Die Verbindung (a) kann gemäß dem folgenden
Reaktionsschema (10) hergestellt werden, worin W zur Bildung von
endständigen
Resten durch Reaktion mit V1 und V2 an Y gebunden wird.
-
-
In
den Reaktionsschemata (9) und (10) sind Dendrimere mit einem Endteil
gezeigt, bei dem der Teil Y an zwei W-Gruppen gebunden ist. Es ist
aber auch eine Struktur möglich,
bei der ein W an Y gebunden ist, oder eine Struktur, bei der kein
W an Y gebunden ist. Weiterhin ist Y eine andere organische Gruppe
als die oben beschriebenen. In diesem Fall wird ein Dendrimer der
ersten Generation in Reaktionsschritt 3 synthetisiert.
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Wenn
tertiäre
aromatische Amingerüste – Loch-leitendes
Material – an
den Verzweigungsenden eingeführt
wird, wird in einem möglichen
Ansatz eine dreiwertige aromatische Gruppe, wie z.B. ein Benzolkern, als
Y eingesetzt, und Stickstoffatome sind direkt an den Kern gebunden.
Spezifisch können,
wenn die Verbindung, bei der V
2 ein Halogen
ist und V
1-W eine sekundäre aromatische Aminverbindung
der folgenden Formel ist, in Reaktionsschema (10) eingesetzt werden,
die obigen tertiären
aromatischen Amingerüste
durch Kondensationsreaktion synthetisiert werden.
Ar: eine einwertige aromatische
Gruppe
-
Beispiele
der einwertigen oder dreiwertigen aromatischen Gruppe sind substituierte
oder unsubstituierte aromatische Kohlenwasserstoffgruppen, aromatische
heterocyclische Gruppen, kondensierte polycyclische aromatische
Kohlenwasserstoffgruppen, kondensierte heterocyclische aromatische
Gruppen und einwertige oder dreiwertige aromatische Gruppen, die
mittels Ringkondensation dieser Gruppen gebildet wurden. Spezifische
Beispiele umfassen Benzol, Naphthalin, Anthracen, Naphthalen, Pentacen,
Hexacen, Phenanthren, Phenalen, Pyren, Chrysen, Benzoanthracen,
Perylen, Triphenylen, Coronen, Pentaphen, Picen, Naphthoanthracen,
Trinaphthylen, Ovalen, Biphenyl, Terphenyl, Quaterphenyl, Quinquephenyl,
Sexiphenyl, Septiphenyl, Phenylanthracen, Phenylnaphthalin, Diphenylanthracen,
Biphenylen, Binaphthalinyl, Fluoren, Acenaphthylen, Dibenzoperylen,
Inden, Pentalen, Acephenanthrylen, Indacen, Aceanthrylen, Tetraphenylen, Fluoranthen,
Azulen, Cyclooctatetraen, Octaren, Rubren, Thiophen, Furan, Pyrrol,
Silol, Oxazol, Thiazol, Imidazol, Pyrazol, Furazan, Oxadiazol, Thiadiazol,
Pyridin, Thiopyran, Pyrimidin, Pyrazin, Pyridazin, Triazin, Benzothiophen,
Benzofuran, Benzosilol, Indol, Benzoxazol, Benzothiazol, Benzimidazol,
Chinolin, Thiochromen, Chinazolin, Carbazol, Dibenzosilol, Dibenzofuran,
Dibenzothiophen, Phenanthrolin, Acridin, Benzochinolin, Phenanthridin,
Phenazin, Phenothiazin, Thianthren, Phenoxathiin, Phenoxazin, Bithiophen,
Terthiophen, Quaterthiophen, Bifuran, Terfuran, Quaterfuran, Bipyrrol,
Terpyrrol, Quaterpyrrol, Bisilol, Tersilol, Quatersilol, Bipyridin,
Terpyridin, Quaterpyridin, Phenylpyrrol, Phenylpyridin, Phenylfuran,
Phenylthiophen und Phenyloxadiazol. Diese Gruppen können als
einwertige aromatische Gruppen oder dreiwertige aromatische Gruppen
dienen und können
substituiert oder unsubstituiert sein.
-
Die
Kondensationsreaktion kann zum Beispiel mittels der Ullmann-Kondensation
durchgeführt
werden (siehe Chem. Lett., 1145, (1989), Synth. Commu. 383, (1987),
etc.), wobei Kupfer und ein basischer Katalysator eingesetzt werden,
oder dem Toso-Verfahren (veröffentlichte
Japanische Patentanmeldung (kokai) Nr. 10-310561), bei der ein Palladiumkatalysator-trit-butylphosphinligand
und ein basischer Katalysator eingesetzt werden. Hierunter ist das
Toso-Verfahren bevorzugt, da die Reaktion unter milden Bedingungen
und hoher Ausbeute durchgeführt
werden kann und eine Selektivität
erzielt werden kann. Durch Einsatz der Reaktion werden tertiäre aromatische
Amingerüste
beispielsweise durch das folgende Reaktionsschema eingeführt.
-
-
Spezifische
Reaktionen, Bedingungen, etc. werden nachfolgend ausführlicher
beschrieben.
-
Die
Reaktion von V
1 und V
2 mit
Verbindung (c) im Reaktionsschritt 2 oder 3 wird geeigneterweise
durch eine Kreuzkupplungsreaktion wie die Suzuki-Kreuzkupplung durchgeführt. Beispiele
von Kombinationen aktiver Gruppen V
1 und
V
2 (V
1, V
2) sind (eine aus Gruppe 1 ausgewählte Gruppe,
eine aus Gruppe 2 ausgewählte Gruppe)
und (eine aus Gruppe 3 ausgewählte
Gruppe, eine aus Gruppe 4 ausgewählte
Gruppe). Gruppe
1
R = Methyl, Ethyl, Isopropyl, Butyl
-
Gruppe 2
-
- Cl, Br, I, OSO2 (CkF2k+1)
- k = 1, 4
-
Gruppe 3
-
-
Gruppe 4
-
- -B(OH)2
- -B(OR)2
- R = Methyl, Ethyl, Isopropyl, Butyl
-
Es
ist bekannt, dass die Suzuki-Kreuzkupplungsreaktion weniger Einschränkungen
auf einzusetzende funktionale Gruppen auferlegt, sodass eine hohe
Selektivität
der Reaktion vorgesehen wird, und dass wenig Nebenreaktionen wie
Homo-Kupplungen
verursacht werden, und diese wird insbesondere für einen breiten Bereich von
Kreuzkupplungsreaktionen aromatischer Verbindungen und Vinylverbindungsderivaten
eingesetzt (siehe Suzuki et al., Yuki Gosei Kagaku Kyokai Shi (Journal
of Synthetic Organic Chemistry, Japan), 46, 848, (1988), Suzuki
et al., Chem. Rev., 95, 2457 (1995), und Suzuki, J. Organomet. Chem.,
576, 147 (1999)). Kombinationen von V1 (Borsäureester;
B(OH)2 oder B(OR)2)
und V2 (Br oder I) werden unter dem Gesichtspunkt einer
hohen Ausbeute und Selektivität,
Anwendbarkeit, etc. bevorzugt eingesetzt.
-
Im
Folgenden werden Suzuki-Kreuzkupplungsreaktionsbedingungen beschrieben,
bei denen eine Umwandlung des α-Wasserstoffs
des Thiophenrings in die aktive Gruppe V1 und
eine Reaktion aktiver Gruppen V1 und V2 durchgeführt wird.
-
[Umwandlung des α-Wasserstoffs
des Thiophenrings in eine aktive Gruppe V1]
-
Die
in den Reaktionsschritten 1 und 3 eingesetzten Reaktionsbedingungen
zur Umwandlung des α-Wasserstoffs
des Thiophenrings in die aktive Gruppe V1,
ausgewählt
aus Gruppe 1, werden beschrieben.
-
Wenn
V1 aus B(OR)2 oder
dem Borsäureester
der folgenden Formel gebildet wird, wird ein α-Wasserstoff des Thiophenrings
durch die Einwirkung von Alkyllithium (z.B. n-Butyllithium), Lithiumdiisopropylamid
etc. abgezogen, um so das entsprechende Carbanion zu bilden, und
anschließend
wird das entsprechende Alkoxyboran (d.h., Trimethoxyboran, Triethoxyboran,
Triisopropoxyboran, Tributoxyboran oder 2-Isopropoxy-4,4,5,5-tetramethyl-1,3,2-dioxabororan)
elektrophil an das Carbanion addiert.
-
-
Beispiele
bevorzugt eingesetzter Lösungsmittel
sind organische Lösungsmittel
wie Tetrahydrofuran, n-Hexan, Diethylether und Toluol. Die Reaktionen
werden bevorzugt für
10 Minuten bis 3 Stunden bei –100
bis 30°C
durchgeführt,
bevorzugter für
30 Minuten bis 2 Stunden bei –78
bis 0°C.
-
Wenn
V1 aus B(OH)2 gebildet
wird, wird einer der auf obige Weise erhaltenen Borsäureester
durch Zugabe von Wasser hydrolysiert. Obwohl keine besondere Einschränkung bezüglich des
Reaktionslösungsmittels
besteht, wird Wasser direkt zu dem Reaktionsgemisch gegeben, das
bei Synthese eines Borsäureesters auf
die obige Weise erhalten wird, um so eine Hydrolyse durchzuführen. Die
Zugabe von Wasser ist für
die Herstellung bequem. Die Reaktion wird bevorzugt für eine Stunde
bis drei Stunden bei 0 bis 50°C
durchgeführt.
-
Die
in den Reaktionsschritten 1 und 3 zur Umwandlung eines α-Wasserstoffs des
Thiophenrings in die aktive Gruppe V1, ausgewählt aus
der oben erwähnten
Gruppe 3, eingesetzten Reaktionsbedingungen werden nun beschrieben.
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Wenn
V1 aus einem von Cl, Br und I gebildet wird,
wird das entsprechende Halogenierungsreagens umgesetzt, um so einen α-Wasserstoff des Thiophenrings
in Halogen umzuwandeln. Beispiele für Halogenierungsmittel sind
N-Chlorsuccinimid, N-Bromsuccinimid
und N-Iodsuccinimid. Beispiele bevorzugt eingesetzter Reaktionslösungsmittel
sind organische Lösungsmittel
wie Tetrahydrofuran, n-Hexan, Diethylether, Benzol, Kohlenstofftetrachlorid,
Kohlenstoffdisulfid, Dimethylformamid und Essigsäure. Die Reaktion wird bevorzugt für eine Stunde
bis 24 Stunden bei –20
bis 80°C
durchgeführt.
-
[Reaktion der aktiven
Gruppe V1 und der aktiven Gruppe V2]
-
Die
in den Reaktionsschritten 2 und 3 eingesetzten Bedingungen zur Umsetzung
von V1 und V2 mittels Suzuki-Kreuzkupplung
werden nun beschrieben.
-
Wenn
eine Suzuki-Kreuzkupplung durchgeführt wird, kann eine Vielzahl
von Kombinationen von Palladiumkatalysatoren und basischen Katalysatoren
eingesetzt werden.
-
Beispiele
für Palladiumkatalysatoren
sind Tetrakis(triphenylphosphin)palladium, Palladiumacetat, Palladiumchlorid,
Palladiumschwarz, Bis(triphenylphosphin)palladiumdichlorid, Bis(tri-o-tosylphosphin)palladiumdichlorid,
Bis(dibenzylidenaceton)palladium, Bis(tricyclohexylphosphin)palladiumdichlorid,
Bis(triphenylphosphin)palladiumdiacetat, [1,2-Bis(diphenylphosphino)butan]palladiumdichlorid
und [1,2-Bis(diphenylphosphino)ethan]palladiumdichlorid.
Weiterhin ist eine Kombination einer Ligandenverbindung mit diesen
Palladiumkatalysatoren gegebenenfalls wirksam. Beispiele für Ligandenverbindungen
sind Triphenylphosphin, 1,1'-Bis(diphenylphosphino)ferrocen,
1,2-Bis(diphenylphosphino)ethan, 1,3-Bis(diphenylphosphino)propan, 1,4-Bis(diphenylphosphino)butan,
Natriumdiphenylphosphinobenzol-3-sulfonat, Tricyclohexylphosphin, Tri(2-furyl)phosphin,
Tris(2,6-dimethoxyphenyl)phosphin,
Tris(4-methoxyphenyl)phosphin, Tris(4-methylphenyl)phosphin, Tris(3-methylphenyl)phosphin
und Tris(2-methylphenyl)phosphin. Anstelle von Palladiumkatalysatoren
kann auch ein Nickelkatalysator, [1,1'-Bis(diphenylphosphino)ferrocen]nickeldichlorid,
verwendet werden.
-
Beispiele
für basische
Katalysatoren sind Natriumcarbonat, Natriumalkoxide (z.B. Natriumethoxid), t-Butoxykalium,
Bariumhydroxid, Triethylamin, Kaliumphosphat, Natriumhydroxid, und
Kaliumcarbonat.
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Wenn
eine Suzuki-Kreuzkupplung durchgeführt wird, kann eine Vielzahl
von organischen Lösungsmitteln,
Gemischen davon und Gemischen davon mit Wasser allgemein als Lösungsmittel verwendet
werden. Beispiele geeignet verwendeter organischer Lösungsmittel
sind Dimethylformamid, Ethanol, Methanol, Dimethylsulfoxid, Dioxan,
Benzol, Toluol, Tetrahydrofuran, Dimethoxyethan, Dimethylacetamid
und Xylol. Die Kupplungsreaktion wird bevorzugt für 30 Minuten
bis 24 Stunden bei 25 bis 150°C
durchgeführt,
bevorzugter für
1 Stunde bis 12 Stunden bei 25 bis 80°C.
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In
Reaktionsschritt 4 und Schema (10) wird eine Umwandlung des α-Wasserstoffs
des Thiophenrings in die aktive Gruppe V1 und
eine Umsetzung von V1 und V2 auf
eine ähnliche
Weise wie in den Reaktionsschritten 1 bis 3 durchgeführt.
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Die
in jedem Reaktionsschritt erhaltene Verbindung wird gereinigt, wobei
ein hochreines Dendrimer mit wenigen Defekten synthetisiert wird.
Es besteht keine besondere Beschränkung bezüglich des Reinigungsverfahrens,
und Reinigungsverfahren wie Umkristallisieren, Kristallisieren,
Sublimieren und Reinigung mittels einer Säule können eingesetzt werden.
-
Gemäß dem erwähnten Herstellungsverfahren
kann eine Bandbreite von Dendrimeren durch Auswahl von Spezies von
Verbindung (a) zur Ausbildung von Verzweigungsenden hergestellt
werden, Verbindung (c), die als Monomer zur Bildung einer dendritischen
Struktur dient, und Verbindung (f) zur Bildung eines Zentralrests,
hergestellt werden. Da das Herstellungsverfahren auf dem "konvergierenden Verfahren" basiert, bei dem ein
Reinigungsverfahren in jedem Reaktionsschritt leicht durchgeführt wird,
kann ein hochreines Dendrimer mit wenig Defekten hergestellt werden.
-
Man
kann sich vorstellen, dass das Dendrimer der vorliegenden Erfindung
mit Ladungsträgerleitfähigkeit
in einer Vielzahl von Gebieten einsetzbar ist. Das Dendrimer der
vorliegenden Erfindung kann ein Loch-Transport-(p-Typ), Elektronen-Transport-(n-Typ)
und eine Vielzahl von funktionalen elektronischen Materialien bereitstellen,
indem dessen Molekülstruktur
gewählt
wird, oder durch Dotieren oder ein ähnliches Verfahren. Derartige
elektronische Materialien können
somit in Schaltungselementen wie z.B. einem organischen Transistorelement,
einem organischen FET-Element oder einem organischen TFT-Element;
Solarzellen; fotoelektrischen Umwandlungselementen; Kondensatoren;
Licht-emittierenden Elementen; elektrochromen Elementen; Polymer-Sekundärbatterien
etc. verwendet werden. Die Struktur derartiger für den jeweiligen Zweck geeigneter
Elemente wird im Folgenden ausführlich
beschrieben.
-
Das
organische Transistorelement beinhaltet eine Halbleiterschicht,
die aus einer organischen Schicht mit einer Lochtransportfähigkeit
und/oder Elektronentransportfähigkeit
gebildet ist; eine aus einer leitfähigen Schicht gebildete Gate-Elektrode;
und eine zwischen der Halbleiterschicht und der leitfähigen Schicht
eingebrachte Isolierschicht. An diese Anordnung wird eine Source-Elektrode
und eine Drain-Elektrode angebracht, um so das Transistorelement
herzustellen. Die obige organische Schicht wird aus dem Dendrimer
der vorliegenden Erfindung gebildet.
-
Die
Licht-emittierende Vorrichtung enthält ein Paar parallel angeordneter,
plattenartiger Elektroden und eine das Material der vorliegenden
Erfindung enthaltende organische Schicht zwischen den zwei Elektroden.
Allgemein ist die Vorrichtung aus einer transparenten Elektrode
(z.B. ITO), einer Loch-injizierenden Schicht,
einer Loch-transportierenden Schicht, einer Licht-emittierenden
Schicht, einer Elektronentransportierenden Schicht und einer Metallelektrode
gebildet. Eine Ladungsträgertransportfunktion
und Licht-emittierende Funktion kann in einer einzigen Struktur
vereinigt sein. Die obige organische Schicht wird aus dem Dendrimer
der vorliegenden Erfindung gebildet.
-
Das
fotoelektrische Umwandlungselement oder eine Solarzelle enthält im Allgemeinen
eine zwischen zwei parallel angeordneten, plattenartigen Elektroden
befindliche organische Schicht. Die organische Schicht kann auf
einer kammartigen Elektrode ausgebildet sein. Es besteht keine besondere
Einschränkung
bezüglich des
Orts der organischen Schicht. Es besteht keine besondere Einschränkung bezüglich des
Materials der Elektroden. Wenn jedoch plattenartige, parallel angeordnete
Elektroden eingesetzt werden, ist zumindest eine Elektrode bevorzugt
aus einer transparenten Elektrode, wie z.B. einer ITO-Elektrode
oder einer Fluordotierten Zinnoxidelektrode, gebildet. Die organische
Schicht ist aus zwei Subschichten gebildet, d.h. einer aus dem Dendrimer
der vorliegenden Erfindung gebildeten Schicht mit p-Typ-Halbleitereigenschaft
oder Loch-Transportfähigkeit,
sowie einer aus dem Dendrimer der vorliegenden Erfindung mit n-Typ-Halbleitereigenschaft
oder Elektronen-Transportfähigkeit
gebildeten Schicht. Wenn zudem eine fotosensibilisierende Farbstoffgruppe dem
in einem der zwei Schichten enthaltenen Dendrimer zugeführt wird,
oder ein Polymer oder hyperverzweigtes Polymer in einem breiten
Sinn, welches einen spezifischen fotosensibilisierenden Farbstoffmolekülrest enthält, zwischen
den zwei Schichten vorgesehen wird, wird die Elementleistungsfähigkeit
weiter verbessert, und eine hocheffiziente Energieerzeugung kann
durch Verwendung beispielsweise einer Solarzelle mit einer solchen
Struktur erreicht werden. Hierbei weist der fotosensibilisierende
Farbstoffmolekülrest
einen niedrigeren HOMO-Wert (highest occupied molecular orbital – höchstes besetztes
Molekülorbital)
als der HOMO-Wert des Loch-transportierenden Dendrimers auf und
weist einen höheren
LUMO-Wert (lowest unoccupied molecular orbital – niedrigstes unbesetztes Molekülorbital)
als der LUMO-Wert des Elektronentransportierenden Dendrimers auf.
-
Wenn
ein Ionen-leitfähiges
Polymer oder ein Dendrimer, welches die Bedingung einer Fotoanregung der
Loch-transportierenden Schicht oder der Elektronen-transportierenden
Schicht erfüllt,
zwischen der Loch-transportierenden Schicht und der Elektronen-transportierenden
Schicht vorgesehen wird, kann ein elektrochemisches fotoelektrisches
Umwandlungselement gebildet werden. Eine fotosensibilisierende Farbstoffgruppe
kann in jede der Schichten nach Bedarf eingeführt werden.
-
Der
Kondensator enthält
eine Loch-transportierende Schicht und eine Elektronen-transportierende Schicht,
von denen eine als leitfähige
Schicht und die andere als Halbleiterschicht dient, sowie eine zwischen der
leitfähigen
Schicht und der Halbleiterschicht eingefügte Isolierschicht. Alternativ
sind sowohl die Loch-transportierende Schicht als auch die Elektronen-transportierende
Schicht aus leitfähigen
Schichten gebildet, und eine Ionen-leitfähige Schicht ist zwischen die
zwei leitfähigen
Schichten eingefügt.
Alternativ ist die Loch-transportierende Schicht aus einer p-Typ-Halbleiterschicht
und die Elektronen-transportierende Schicht aus einer n-Typ-Halbleiterschicht
gebildet, und die Schichten können
gestapelt sein, um so eine kontinuierlich gestapelte Mehrschicht
zu bilden. Die obige Halbleiterschicht wird aus dem Dendrimer der
vorliegenden Erfindung gebildet.
-
Das
elektrochrome Element beinhaltet eine Loch-transportierende Schicht,
die aus einer Polymerschicht gebildet ist, welche mit einem p-Typ-Dotierungsmittel
dotiert ist sein kann sich durch Redoxreaktion verfärbt; eine
aus einer Polymerschicht, die mit einem n-Typ-Dotierungsmittel dotiert
sein kann und sich durch Redoxreaktion verfärbt, gebildete Elektronen-transportierende
Schicht; sowie eine Schicht, die einen Trägerelektrolyt enthält und sich
zwischen den zwei Schichten befindet. Die Elementstruktur kann in
einer Polymer-Sekundärbatterie
verwendet werden, wobei eine Sekundärbatterie mit hoher Kapazität und niedrigem
Innenwiderstand bereitgestellt wird.
-
Wie
oben beschrieben, können
durch Verwendung der oben erwähnten
erfindungsgemäßen Materialien
Vorrichtungen, bei denen eine Ladungsträgerleitfähigkeit erforderlich ist und die
eine bemerkenswert hohe Ladungsträgerleitfähigkeit aufweisen mittels eines
einfachen Herstellungsverfahrens hergestellt werden.
-
Beispiele
-
Die
vorliegende Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die
unten beschriebenen Beispiele im Zusammenhang mit dem Dendrimer
und dem Funktionselement unter Verwendung desselben beschrieben, wobei
diese nicht als die Erfindung darauf einschränkend angesehen werden sollen.
Die bei der Messung eingesetzten Vorrichtungen etc. sind wie folgt.
1H-NMR: FT-NMR, Modell JNM-AL400 (400 MHz,
Produkt von JEOL), Lösungsmittel:
CDCl3 oder DMSO-d6, Raumtemperatur,
chemische Verschiebungsreferenz (0 ppm): Tetramethylsilan (TMS).
-
GPC:
HLC-8220 GPC, Produkt von Tosoh Corporation; Säule: TSK Gel Super HZM-M; Elutionsmittel: THF;
Detektor: UV 254 nm; Messungen (Gewichtsmittel des Molekulargewichts
(Mw), Zahlenmittel des Molekulargewichts (Mn) und die Molekulargewichtsverteilung
(Mw/Mn)) sind auf Polystyrol als Standard bezogen.
-
[Synthesebeispiel 1] Synthese
eines Dendrimers der dritten Generation
-
<Synthesebeispiel
1-1> Synthese einer
Verbindung (c), 5-(3,5-Dibromphenyl)-2,2'-bithiophen, die
als Monomer für
die Bereitstellung einer dendritischen Struktur dient, dargestellt
durch die folgende Formel:
-
In
einer Stickstoffatmosphäre
wurde 2,2'-Bithiophen
(4,6 g) in wasserfreiem Tetrahydrofuran gelöst, und die Lösung wurde in
einem Trockeneis-Methanol-Bad gekühlt. Nach Kühlen wurde eine 1,6 M n-Butyllithium/Hexan-Lösung (18
ml) tropfenweise dazugegeben, und das Gemisch wurde 1 Stunde reagieren
gelassen. Anschließend
wurde Trimethoxyboran (3,4 g) tropfenweise dazugegeben, und das
resultierende Gemisch wurde 1 Stunde reagieren gelassen. Nach Beendigung
der Reaktion wurde Wasser zur Hydrolyse zugegeben. Anschließend wurde
das Kühlbad
entfernt, wobei sich die Temperatur des Reaktionsgemischs auf Raumtemperatur
erhöhte.
Eine wässrige
gesättigte
Ammoniumchloridlösung
und Diethylether wurden dem Reaktionsgemisch zugegeben, und das
erhaltene Gemisch wurde gerührt
und stehen gelassen. Die gebildete organische Schicht wurde aus
dem Gemisch isoliert, und die wässrige
Schicht wurde einer Extraktion mit einem Lösungsmittelgemisch aus Tetrahydrofuran
und Diethylether (Volumenverhältnis:
1/2) unterzogen. Die mittels Extraktion erhaltene organische Schicht
wurde mit der obigen organischen Schicht kombiniert, und das resultierende Gemisch
wurde mit einer gesättigten
wässrigen
Natriumchloridlösung
gewaschen. Das Gemisch wurde über Natriumsulfat
getrocknet, und das Lösungsmittel
wurde unter vermindertem Druck abdestilliert, um so ein Rohprodukt
zu erhalten. Das Rohprodukt wurde aus Tetrahydrofuran/n-Hexan umkristallisiert,
wobei 4,3 g Ausbeute 2,2'-Bithiophen-5-boronsäure (Zwischenverbindung,
hellblauweißer
Feststoff, Ausbeute: 73%) der folgenden Formel erhalten wurde.
-
-
Die
Struktur des erhaltenen Produkts wurde mittels 1H-NMR-Spektroskopie bestätigt. Die
Messdaten sind unten angegeben.
1H-NMR
(DMSO-d6) δ8,30 (s, BOH, 2H), δ7,60 (d,
J = 3,6 Hz, Thiophenring, 1H), δ7,51
(dd, J = 5,2 Hz, J = 1,2 Hz, Thiophenring, 1H), δ7,34-7,32 (m, Thiophenring,
2H), δ7,10
(dd, J = 5,2 Hz, J = 3,6 Hz, Thiophenring, 1H).
-
Anschließend wurden
in einer Stickstoffatmosphäre
die erhaltene Zwischenproduktverbindung, 2,2'-Bithiophen-5-boronsäure (4,0 g) und 1,3,5-Tribrombenzol
(9,0 g) in Tetrahydrofuran gelöst.
Palladiumacetat (0,1 g) und Triphenylphosphin (0,30 g) wurden dazugegeben,
und eine Lösung
von Natriumbicarbonat (4,4 g) in Wasser (34 ml) wurde weiter dazugegeben.
Das Gemisch wurde 6 Stunden unter Erhitzen bei 80°C in einem Ölbad unter
Rühren
reagieren gelassen. Nach Beendigung der Reaktion wurde die Temperatur
des Reaktionsgemischs auf Raumtemperatur abgesenkt, und Wasser (30
ml) wurde dazugegeben. Das erhaltene Gemisch wurde einer Extraktion
mit Methylenchlorid unterzogen, und die gebildete organische Schicht
wurde mit Wasser gewaschen. Die organische Schicht wurde über Natriumsulfat
getrocknet, und das Lösungsmittel
wurde unter vermindertem Druck abdestilliert, um ein Rohprodukt
zu erhalten. Das Rohprodukt wurde mittels Säulenchromatografie isoliert
und gereinigt (Packmaterial: Silicagel 60 (Produkt von Merck), Elutionsmittel:
Methylenchlorid/n-Hexan), wobei 4,6 g des Zielprodukts (hellgelber
Feststoff, Ausbeute: 61%) erhalten wurden. Die Struktur des erhaltenen
Produkts wurde mittels 1H-NMR-Spektroskopie
bestätigt.
Die Messdaten sind unten angegeben.
1H-NMR (CDCl3) δ7,65 (d,
J = 1,6 Hz, Benzolring, 2H), δ7,55
(t, J = 1,6 Hz, Benzolring, 1H), δ7,26-7,25
(Thiophenring, 1H), δ7,23
(d, J = 3,6 Hz, Thiophenring, 1H), δ7,22 (d, J = 3,6 Hz, Thiophenring,
1H), δ7,15
(d, J = 3,6 Hz, Thiophenring, 1H), δ7,05 (dd, J = 5,2 Hz, J = 3,6
Hz, Thiophenring, 1H).
-
<Synthesebeispiel
1-2> Synthese einer
Verbindung (a), 5-[2,2']Bithiophenyl-5-yl-N,N,N',N'-tetraphenyl-1,3-phenylendiamin,
welche die Verzweigungsenden einer dendritischen Struktur bildet,
dargestellt durch die folgende Formel:
-
<Herstellung des Katalysators>
-
Xylol
(4,5 ml) wurde zu Palladiumacetat (10 mg) gegeben, und in einer
Stickstoffatmosphäre
wurde Tri-t-butylphosphin (36 mg) dazugegeben. Das Gemisch wurde
bei 80°C
für 30
Minuten erhitzt, um so eine Katalysatorlösung herzustellen.
-
<Synthese von 5-[2,2']Bithiophenyl-5-yl-N,N,N',N'-tetraphenyl-1,3-phenylendiamin>
-
Xylol
(4,5 ml) wurde zu einem Gemisch aus 5-(3,5-Dibromphenyl)-2,2'-bithiophen (1,80
g) gegeben, welches in Synthesebeispiel 1-1 hergestellt worden war,
Diphenylamin (1,60 g) und t-Butoxykalium (1,21 g) gegeben, und in
einer Stickstoffatmosphäre
wurde die zuvor hergestellte Katalysatorlösung tropfenweise bei 80°C dazugegeben.
Nach Beendigung der Zugabe wurde das Reaktionsgemisch auf 120°C erhitzt
und für
18 Stunden reagieren gelassen. Anschließend wurde die Temperatur des
Reaktionsgemischs auf Raumtemperatur abgesenkt, und Wasser (10 ml)
wurde dazugegeben. Die gebildete organische Schicht wurde aus dem
Gemisch isoliert, und die wässrige
Schicht wurde einer Extraktion mit Methylenchlorid unterzogen. Die
durch Extraktion erhaltene organische Schicht wurde mit der obigen
organischen Schicht kombiniert. Die organische Schicht wurde über Natriumsulfat
getrocknet, und das Lösungsmittel
wurde unter vermindertem Druck abdestilliert, wobei ein Rohprodukt
erhalten wurde. Das Rohprodukt wurde mittels Säulenchromatografie isoliert
und gereinigt (Packmaterial: Silicagel 60 (Produkt von Merck), Elutions mittel:
Methylenchlorid/n-Hexan), wobei 2,20 g des Zielprodukts (hellgelber
Feststoff, Ausbeute: 85%) erhalten wurden. Die Struktur des erhaltenen Produkts
wurde mittels 1H-NMR-Spektroskopie bestätigt. Die Messdaten sind unten
gezeigt.
1H NMR (CDCl3) δ7,22 (t,
J = 7,8 Hz, Benzolring, 8H), δ7,16
(dd, J = 1,2 Hz, J = 5,2 Hz, Thiophenring, 1H), δ7,11-7,09 (m, Thiophenring,
1H und Benzolring, 8H), δ7,02-6,96
(m, Benzolring, 4H und Thiophenring, 3H), δ6,90 (d, J = 2,0 Hz, Benzolring,
2H), δ6,73
(t, J = 2,0 Hz, Benzolring, 1H)
-
<Synthesebeispiel
1-3> Synthese einer
Verbindung (b), 5-(5'-Boronsäure-[2,2']bithiophenyl-5-yl)-N,N,N',N'-tetraphenyl-1,3-phenylendiamin
der nachfolgenden Formel durch Umwandlung des α-Wasserstoffs des entsprechenden
Thiophenrings von Verbindung (a), welcher die Verzweigungsenden
einer dendritischen Struktur bildet, in eine aktive Gruppe B(OH)
2.
-
In
einer Stickstoffatmosphäre
wurde 5-[2,2']Bithiophenyl-5-yl-N,N,N',N'-tetraphenyl-1,3-phenylendiamin
(2,0 g), welches in Synthesebeispiel 1-2 synthetisiert worden war,
in wasserfreiem Tetrahydrofuran gelöst, und die Lösung wurde
in einem Trockeneis-Methanol-Bad gekühlt. Nach Kühlen wurde eine 10 Gew.-% Lithiumdiisopropylamid/n-Hexan-Suspension
(4,5 g, Produkt von Aldrich) tropfenweise dazugegeben, und das Gemisch
wurde 1 Stunde reagieren gelassen. Anschließend wurde Trimethoxyboran
(0,5 g) tropfenweise dazugegeben, und das erhaltene Gemisch wurde
1 Stunde reagieren gelassen. Nach Beendigung der Reaktion wurde
Wasser zur Hydrolyse dazugegeben. Anschließend wurde das Kühlbad entfernt,
wobei sich die Temperatur des Reaktionsgemischs auf Raumtemperatur
erhöhte.
Eine wässrige
gesättigte
Ammoniumchloridlösung und
Diethylether wurden zum Reaktionsgemisch gegeben, und das erhaltene
Gemisch wurde gerührt
und stehen gelassen. Die gebildete organische Schicht wurde aus
dem Gemisch isoliert, und die wässrige
Schicht wurde einer Extraktion mit einem Lösungsmittelgemisch aus Tetrahydrofuran
und Diethylether (Volumenverhältnis:
1/2) unterzogen. Die mittels Extraktion erhaltene organische Schicht
wurde mit der obigen organischen Schicht vereinigt, und das erhaltene
Gemisch wurde mit einer wässrigen,
gesättigten
Natriumchloridlösung
gewaschen. Das Gemisch wurde über
Natriumsulfat getrocknet, und das Lösungsmittel wurde unter vermindertem
Druck abdestilliert, wobei ein Rohprodukt erhalten wurde. Das Rohprodukt
wurde aus Tetrahydrofuran/n-Hexan umkristallisiert, wobei 1,5 g
des Zielprodukts (hellgelber Feststoff, Ausbeute: 70%) erhalten
wurden. Die Struktur des Produkts wurde mittels
1H-NMR-Spektroskopie (Lösungsmittel
für die
Messung: DMSO-d
6) anhand der Tatsache bestätigt, dass
ein dem OH-Proton der Boronsäure
zugeschriebener Peak bei etwa 8,3 ppm beobachtet wird, und dass
das Verhältnis
der integrierten Werte der vom Benzolring stammenden Protonen zu
den vom Thiophenring stammenden Protonen mit dem des Zielstrukturprodukts übereinstimmt. <Synthesebeispiel
1-4> Synthese eines
Dendrimers der 1. Generation der folgenden Formel (11) durch Suzuki-Kreuzkopplungsreaktion
von Verbindung (b) mit Verbindung (c)
wobei "a" die Position des
Protons Ha bezeichnet, an welcher ein mittels
1H-NMR-Spektroskopie
erhaltener integrierter Wert bewertet wurde.
-
In
einer Stickstoffatmosphäre
wurden THF (10 ml) und Wasser (2 ml) zu einem Gemisch aus 5-(5'-Boronsäure-[2,2']bithiophenyl-5-yl)-N,N,N',N'-tetraphenyl-1,3-phenylendiamin
(1,30 g), welches in Synthesebeispiel 1-3 hergestellt worden war,
5-(3,5-Dibromphenyl)-2,2'-bithiophen
(0,40 g), welches in Synthesebeispiel 1-1 hergestellt worden war;
Palladiumacetat (13 mg); Triphenylphosphin (46 mg); und Natriumcarbonat
(0,22 g) gegeben, und das erhaltene Gemisch wurde 8 Stunden unter
Rückflussbedingungen
reagieren gelassen. Nach Beendigung der Reaktion wurde die Temperatur
des Reaktionsgemischs auf Raumtemperatur abgesenkt und Wasser (20
ml) wurde dazugegeben. Das erhaltene Gemisch wurde einer Extraktion
mit Methylenchlorid unterzogen, und die gebildete organische Schicht
wurde mit Wasser gewaschen. Die organische Schicht wurde über Natriumsulfat
getrocknet, und das Lösungsmittel
wurde unter vermindertem Druck abdestilliert, um so ein Rohprodukt
zu erhalten. Das Rohprodukt wurde mittels Säulenchromatografie isoliert
und gereinigt (Packmaterial: Silicagel 60 (Produkt von Merck), Elutionsmittel:
Methylen chlorid/n-Hexan), wobei 0,84 g des Zielprodukts (hellgelber
Feststoff, Ausbeute: 60%) erhalten wurden. Die Struktur des erhaltenen
Produkts wurde mittels
1H-NMR-Spektroskopie
(Lösungsmittel
für die
Messung: CDCl
3) unter Bezugnahme auf einen
integrierten Wert bei 6,74 ppm (2H), der dem Benzolringproton Ha
(siehe Formel (11)) mit zwei angrenzenden Stickstoffatomen aufgrund
der Tatsache zugeschrieben wird, dass das Verhältnis des integrierten Werts
der vom Benzolring stammenden Protonen zu den vom Thiophenring stammenden
Protonen mit dem des Zielstrukturprodukts übereinstimmt, bestätigt. Im
Folgenden bezieht sich Ha bei der Beschreibung anderer Generationen
auch auf ein Benzolringproton mit zwei benachbarten Stickstoffatomen.
Die Messdaten sind unten gezeigt. Das Gewichtsmittel des Molekulargewichts
(Mw), das Zahlenmittel des Molekulargewichts (Mn) und die Molekulargewichtsverteilung
(Mw/Mn), gemessen mittels GPC, wurden zu 1265, 1241 und 1019 ermittelt.
Diese Werte geben an, dass das Zielpolymer eine hohe Reinheit aufweist
und einen Einzeldispersionszustand annimmt.
1H
NMR (CDCl
3) δ7,66 (d, J = 1,2 Hz, Benzolring,
2H), δ7,65
(t, J = 1,2 Hz, Benzolring, 1H), δ7,32
(d, J = 3,6 Hz, Thiophenring, 1H), δ7,30 (d, J = 3,6 Hz, Thiophenring,
2H), δ7,25-7,22
(m, Benzolring, 16H und Thiophenring, 2H), δ7,18 (d, J = 3,6 Hz, Thiophenring,
1H), δ7,13-7,10
(m, Benzolring, 16H und Thiophenring, 2H), 7,08 (d, J = 3,6 Hz,
Thiophenring, 2H), 7,05 (dd, J = 5,2 Hz, J = 3,6 Hz, Thiophenring,
1H), 7,02-6,98 (m, Benzolring, 8H und Thiophenring, 2H), 6,92 (d,
J = 2,0 Hz, Benzolring, 4H), 6,74 (t, J = 2,0 Hz, Benzolring, 2H). <Synthesebeispiel
1-5> Synthese eines
Dendrimers der 2. Generation der folgenden Formel
wobei "a" die Position des
Protons Ha bezeichnet, an welcher ein mittels
1H-NMR-Spektroskopie
erhaltener integrierter Wert bewertet wurde.
-
<Synthese eines Boronsäurederivats
eines Dendrimers der 1. Generation mit der folgenden Formel (12)
durch Umwandlung eines α-Wasserstoffs
des entsprechenden Thiophenrings des Dendrimers der 1. Generation
in eine aktive Gruppe B(OH)
2>
-
In
einer Stickstoffatmosphäre
wurde das Dendrimer der 1. Generation (1,4 g), welches in Synthesebeispiel
1-4 hergestellt worden war, in wasserfreiem Tetrahydrofuran gelöst, und
die Lösung
wurde in einem Trockeneis-Methanol-Bad gekühlt. Nach Kühlen wurde eine 10 Gew.-% Lithiumdiisopropylamid/n-Hexan-Suspension
(2,1 g, Produkt von Aldrich) tropfenweise dazugegeben, und das Gemisch
wurde 1 Stunde reagieren gelassen. Anschließend wurde Trimethoxyboran
(0,42 g) tropfenweise dazugegeben, und das erhaltene Gemisch wurde
1 Stunde reagieren gelassen. Nach Beendigung der Reaktion wurde
Wasser zur Hydrolyse dazugegeben. Anschließend wurde das Kühlbad entfernt,
wobei sich die Temperatur des Reaktionsgemischs auf Raumtemperatur
erhöhte.
Eine gesättigte
wässrige
Ammoniumchloridlösung
und Diethylether wurden dem Reaktionsgemisch zugegeben, und das
erhaltene Gemisch wurde gerührt
und stehen gelassen. Die gebildete organische Schicht wurde aus
dem Gemisch isoliert, und die wässrige
Schicht wurde einer Extraktion mit einem Lösungsmittelgemisch aus Tetrahydrofuran
und Diethylether (Volumenverhältnis:
1/2) unterzogen. Die mittels Extraktion erhaltene organische Schicht
wurde mit der obigen organischen Schicht vereinigt, und das erhaltene
Gemisch wurde mit einer wässrigen,
gesättigten
Natriumchloridlösung
gewaschen. Das Gemisch wurde über
Natriumsulfat getrocknet, und das Lösungsmittel wurde unter vermindertem
Druck abdestilliert, wobei ein Rohprodukt erhalten wurde. Das Rohprodukt
wurde aus Tetrahydrofuran/n-Hexan
umkristallisiert, wobei 0,9 g des Zielprodukts erhalten wurden;
d.h. ein Boronsäurederivat
der 1. Generation (im Folgenden als "G1-B(OH)2" abgekürzt) (hellgelber
Feststoff, Ausbeute: 63%). Die Struktur des Produkts wurde mittels 1H-NMR-Spektroskopie
(Lösungsmittel
für die
Messung: DMSO-d6) anhand der Tatsache bestätigt, dass
ein dem OH-Proton der Boronsäure
zugeschriebener Peak bei etwa 8,3 ppm beobachtet wurde, und dass
das Verhältnis
des integrierten Werts der vom Benzolring stammenden Protonen zu
dem der vom Thiophenring stammenden Protonen mit dem des Zielstrukturprodukts übereinstimmt.
-
<Suzuki-Kreuzkupplungsreaktion>
-
In
einer Stickstoffatmosphäre
wurden THF (3 ml) und Wasser (0,6 ml) zu einem Gemisch aus G1-B(OH)
2 (0,9 g), 5-(3,5-Dibromphenyl)-2,2'-bithiophen (0,12 g), welches in Synthesebeispiel
1-1 hergestellt worden war, Palladiumacetat (4 mg), Triphenylphosphin
(14 mg), und Natriumcarbonat (66 mg) gegeben, und das erhaltene
Gemisch wurde 8 Stunden unter Rückflussbedingungen
stehen gelassen. Nach Beendigung der Reaktion wurde die Temperatur
des Reaktionsgemischs auf Raumtemperatur abgesenkt, und Wasser (3
ml) wurde dazugegeben. Das erhaltene Gemisch wurde einer Extraktion
mit Methylenchlorid unterzogen, und die gebildete organische Schicht
wurde mit Wasser gewaschen. Die organische Schicht wurde über Natriumsulfat getrocknet,
und das Lösungsmittel
wurde unter vermindertem Druck abdestilliert, um so ein Rohprodukt
zu erhalten. Das Rohprodukt wurde mittels Säulenchromatografie isoliert
und gereinigt (Packmaterial: Silicagel 60 (Produkt von Merck), Elutionsmittel:
Methylenchlorid/n-Hexan), wobei 0,47 g des Zielprodukts, d.h. ein
Dendrimer der 2. Generation (hellgelber Feststoff, Ausbeute: 52%)
erhalten wurden. Die Struktur des erhaltenen Produkts wurde mittels
1H-NMR-Spektroskopie (Lösungsmittel für die Messung:
CDCl
3) unter Bezugnahme auf einen integrierten
Wert bei etwa 6,7 ppm (4H), der einem Benzolringproton Ha mit zwei
angrenzenden Stickstoffatomen zugeschrieben wird, anhand der Tatsache
bestätigt,
dass das Verhältnis
des integrierten Werts der vom Benzolring stammenden Protonen zu
dem der vom Thiophenring stammenden Protonen, beobachtet bei etwa
6,9 bis etwa 7,4 ppm und etwa 7,6 bis etwa 7,8 ppm, mit dem des
Zielstrukturprodukts übereinstimmt. Das
Gewichtsmittel des Molekulargewichts (Mw), das Zahlenmittel des
Molekulargewichts (Mn) und die Molekulargewichtsverteilung (Mw/Mn),
gemessen mittels GPC, wurden zu 3514, 3385 und 1038 ermittelt. Diese Werte
geben an, dass das Zielpolymer eine hohe Reinheit aufweist und einen
Einzeldispersionszustand annimmt. <Synthesebeispiel
1-6> Synthese eines
Dendrimers der 3. Generation mit der folgenden Formel (13)
wobei "a" die Position des
Protons Ha bezeichnet, an dem ein mittels
1H-NMR-Spektroskopie
erhaltener integrierter Wert bewertet wurde.
-
Ein
Boronsäurederivat
des Dendrimers der 2. Generation wurde durch Umwandlung eines α-Wasserstoffs
des entsprechenden Thiophenrings des Dendrimers der 2. Generation,
welches in Synthesebeispiel 1-5 synthetisiert worden war, in die
aktive Gruppe B(OH)
2 umgewandelt. Anschließend unterlief
das Derivat eine Suzuki-Kreuzkupplungsreaktion mit 5-(3,5-Dibromphenyl)-2,2'-bithiophen, welches
in Synthesebeispiel 1-1 synthetisiert worden war, wobei ein Dendrimer
der 3. Generation erhalten wurde. In der obigen Synthese wurde das
Verfahren von Synthesebeispiel 1-5 wiederholt, ausgenommen dass
das Dendrimer der 2. Generation anstelle des Dendrimers der 1. Generation
verwendet wurde. Die Struktur des erhaltenen Produkts wurde mittels
1H-NMR-Spektroskopie (Lösungsmittel für die Messung:
CDCl
3) unter Bezugnahme auf einen integrierten
Wert bei etwa 6,7 ppm (8H), der einem Benzolringproton Ha mit zwei
benachbarten Stickstoffatomen zugeschrieben wurde, anhand der Tatsache
bestätigt,
dass das Verhältnis
des integrierten Werts der vom Benzolring stammenden Protonen zu
dem der vom Thiophenring stammenden Protonen, beobachtet bei etwa
6,9 bis etwa 7,4 ppm und etwa 7,6 bis etwa 7,8 ppm, mit demjenigen
des Zielstrukturprodukts übereinstimmt.
Das Gewichtsmittel des Molekulargewichts (Mw), das Zahlenmittel
des Molekulargewichts (Mn) und die Molekulargewichtsverteilung (Mw/Mn),
gemessen mittels GPC, wurden zu 7890, 7610 und 1037 ermittelt. Diese
Werte geben an, dass das Zielpolymer eine hohe Reinheit aufweist
und einen Einzeldispersionszustand annimmt. <Synthesebeispiel
2> Dendrimer der 1.
Generation mit 3 Zweigen mit der folgenden Formel (Bindung eines Dendrimers
der 1. Generation an einen Benzolkern)
wobei "a" die Position des
Protons Ha darstellt, an welchem ein mittels
1H-NMR-Spektroskopie
erhaltener integrierter Wert bewertet wurde.
-
In
einer Stickstoffatmosphäre
wurden THF (6 ml) und Wasser (1 ml) zu einem Gemisch des Boronsäurederivats
des Dendrimers der 1. Generation (d.h. G1-B(OH)2)
der Formel (12) von Synthesebeispiel 1-5, welches durch "Umwandlung eines α-Wasserstoffs des
entsprechenden Thiophenrings des Dendrimers der 1. Generation in
eine aktive Gruppe B(OH)2" hergestellt worden
war (1,03 g); 1,3,5-Tribrombenzol (68 mg); Palladiumacetat (15 mg);
Triphenylphosphin (51 mg); und Natriumcarbonat (95 mg) gegeben,
und das erhaltene Gemisch wurde 8 Stunden unter Rückflussbedingungen
reagieren gelassen. Nach Beendigung der Reaktion wurde die Temperatur
des Reaktionsgemischs auf Raumtemperatur abgesenkt, und Wasser (3
ml) wurde dazugegeben. Das erhaltene Gemisch wurde einer Extraktion
mit Chloroform unterzogen, und die gebildete organische Schicht
wurde mit Wasser gewaschen. Die organische Schicht wurde über Natriumsulfat
getrocknet, und das Lösungsmittel
wurde unter vermindertem Druck abdestilliert, wobei ein Rohprodukt
erhalten wurde. Das Rohprodukt wurde mittels Säulenchromatografie isoliert
und gereinigt (Packmaterial: Silicagel 60 (Produkt von Merck), Elutionsmittel:
Methylenchlorid/n-Hexan) und anschließend aus Chloroform umkristallisiert,
wobei 0,35 g des Zielprodukts erhalten wurden, d.h. ein Dendrimer
der 1. Generation mit 3 Zweigen (hellgelber Feststoff, Ausbeute:
39%). Die Struktur des erhaltenen Produkts wurde mittels 1H-NMR-Spektroskopie (Lösungsmittel für die Messung:
CDCl3) mit Bezugnahme auf einen integrierten
Wert bei etwa 6,7 ppm (6H), der einem Benzolringproton Ha mit zwei
benachbarten Stickstoffatomen zugeschrieben wurde, anhand der Tatsache
bestätigt,
dass das Verhältnis
des integrierten Werts der vom Benzolring stammenden Protonen zu
dem der vom Thiophenring stammenden Protonen, beobachtet bei etwa
6,9 bis etwa 7,2 ppm und etwa 7,4 bis etwa 7,5 ppm, mit demjenigen
des Zielstrukturprodukts übereinstimmt.
Die Messdaten sind unten gezeigt. Das Gewichtsmittel des Molekulargewichts
(Mw), das Zahlenmittel des Molekulargewichts (Mn) und die Molekulargewichtsverteilung
(Mw/Mn), gemessen mittels GPC, wurden zu 5017, 4667 und 1073 ermittelt.
Diese Werte geben an, dass das Zielpolymer eine hohe Reinheit aufweist
und einen Einzeldispersionszustand aufweist.
1H
NMR (CDCl3) 7,48 (s, Benzolring, 3H), 7,46
(s, Benzolring, 6H), 7,43 (s, Benzolring, 3H), 7,22-7,18 (m, Benzolring
und Thiophenring, 57H), 7,10-7,08 (m, Benzolring und Thiophenring,
60H), 6,99-6,94 (m, Benzolring und Thiophenring, 33H), 6,90 (d,
J = 0,8 Hz, Benzolring, 12H), 6,87 (d, J = 3,2 Hz, Thiophenring,
6H), 6,73 (t, J = 2,0 Hz, Benzolring, 6H).
-
<Beispiel 1> Organisches Transistorschaltelement
-
Ein
organischer schaltender Dünnfilm-Transistor
mit einer umgekehrten versetzten Struktur, welcher das Dendrimer
der vorliegenden Erfindung enthält,
wurde hergestellt. 1 zeigt schematisch einen Querschnitt
des Transistors.
-
Wie
in 1 gezeigt ist, beinhaltet der organische Dünnfilm-Schalttransistor,
der eine umgekehrte, das Dendrimer der vorliegenden Erfindung aufweisende,
versetzte Struktur enthält,
ein elektrisch isolierendes Substrat 1, das typischerweise
aus Glas gebildet ist, eine Gate-Elektrode 2, die auf dem
Substrat vorgesehen ist; eine auf der Gate-Elektrode 2 gebildete Gate-Isolierschicht 3;
eine Drain-Elektrode 4 und
eine Source-Elektrode 5, die auf der Gate-Isolierschicht ausgebildet
ist; sowie eine diese Elemente überdeckende
organische Halbleiterschicht 6. Die Gate-Elektrode 2 ist
aus Ta gebildet, und die Drain-Elektrode 4 und die Source-Elektrode 5 sind
aus Au gebildet. Die organische Halbleiterschicht 6 ist
aus einem in Synthesebeispiel 1-6 synthetisierten Dendrimer der
3. Generation gebildet und weist Loch- und Elektronen-Leitfähigkeit
auf (dargestellt durch Formel (13)).
-
Der
organische Dünnfilm-Schalttransistor
wurde auf die folgende Weise hergestellt. Zunächst wurde Ta über eine
Maske auf das elektrisch isolierende Substrat 1 gasphasenabgeschieden,
um so die Gate-Elektrode 2 zu bilden. Die Oberfläche der
Gate-Elektrode 2 wurde oxidiert, um so die Gate-Isolierschicht 3 zu
bilden. Anschließend
wurde Au über
eine Maske auf die Gate-Isolierschicht gasphasenabgeschieden, um
so die Drain-Elektrode 4 und Source-Elektrode 5 zu
bilden. Das in Synthesebeispiel 1-6 synthetisierte Dendrimer (Formel
(13)) wurde mittels Tintenstrahlbeschichtung darauf aufgebracht,
um eine organische Halbleiterschicht 6 zu bilden. Die Kanallänge betrug
12 μm.
-
Die
Ladungsträgerbeweglichkeit
des organischen Dünnfilm-Schalttransistors
wurde bei Messungen mittels des Time-of- Flight-Verfahrens zu 3 cm2V–1s–1 ermittelt.
Das durch Bewertung der Strom-Spannungs-Eigenschaften erhaltene
Ein/Aus-Stromverhältnis
(on/off current ratio) wurde mit einem Wert von etwa 106 ermittelt.
Die erhaltene Ladungsträgerbeweglichkeit
und das Ein/Aus-Stromverhältnis
waren auch äquivalent
zu denen eines gegenwärtig
eingesetzten ähnlichen
Transistors, der a-Si enthält.
-
Die
Ergebnisse sind zusammen mit denjenigen bezüglich eines Transistors von
Vergleichsbeispiel 1 unten gezeigt und zeigen, dass die Leistungsfähigkeit
eines organischen Dünnfilm-Schalttransistors
durch Einsatz des Dendrimers der vorliegenden Erfindung drastisch
verbessert werden kann.
-
<Vergleichsbeispiel 1>
-
Das
Verfahren von Beispiel 1 wurde wiederholt, ausgenommen dass Oligothiophen
zur Bildung der organischen Halbleiterschicht verwendet wurde, um
so einen organischen Dünnfilm-Schalttransistor
herzustellen, bei dem eine organische Halbleiterschicht aus Oligothiophen
eingesetzt wird.
-
Die
Ladungsträgerbeweglichkeit
des organischen Dünnfilm-Schalttransistors
wurde zu 8,5 × 10–3 cm2V–1s–1 ermittelt,
und das Ein/Aus-Stromverhältnis
wurde mit einem Wert von etwa 103 ermittelt.
-
<Beispiel 2> Licht-emittierendes Element
-
Ein
das Dendrimer der vorliegenden Erfindung enthaltendes Licht-emittierendes
Element wurde hergestellt. 2 zeigt
das Element schematisch.
-
Wie
in 2 gezeigt ist, enthält das Licht-emittierende Element,
welches das Dendrimer der vorliegenden Erfindung enthält, ein
transparentes Glassubstrat 11 für die Herstellung eines organischen
Licht-emittierenden Elements; eine darauf ausgebildete Elektrode 12;
eine Loch-injizierende Schicht 13 und eine Dendrimerpolymerschicht
(Loch- transportierend,
Elektronen-transportierend, Licht-emittierend) 14; sowie eine
Elektrode 15, wobei die Schichten 13 und 14 zwischen
den Elektroden 12 und 15 vorgesehen sind.
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Das
Licht-emittierende Element wurde auf die folgende Weise hergestellt.
Zunächst
wurde ITO (Indiumzinnoxid) auf dem Glassubstrat 11 zur
Herstellung eines Licht-emittierenden Elements gebildet, um so die Elektrode 12 zu
bilden, die als positive Elektrode dient. Die Loch-injizierende
Schicht 13 wurde in Filmform aus einem Gemisch aus Poly(ethylendioxythiophen)
und Natriumpoly(styrolsulfonat) mittels des Spin-Coaching-Verfahrens bei Raumtemperatur
bereitgestellt. Die Filmdicke betrug 50 nm. Die Dendrimerpolymerschicht
(Loch-transportierend,
Elektronen-transportierend, Licht-emittierend) 14 wurde in Filmform
aus einer Lösung
des Dendrimers, welches in Synthesebeispiel 1-6 synthetisiert worden
war (Formel 13)), in Tetrahydrofuran mittels des Spin-Coaching-Verfahrens
bei Raumtemperatur bereitgestellt. Die Filmdicke betrug 50 nm. Anschließend wurde
eine Aluminium/Lithium-Legierung (9 : 1) gasphasenabgeschieden,
um so die Elektrode 15, welche als negative Elektrode dient,
zu bilden. So wurde ein Licht-emittierendes Element hergestellt.
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Das
Licht-emittierende Element wurde durch Anlegen einer vorbestimmten
Spannung aktiviert, und die Anfangshelligkeit des emittierten Lichts
wurde zu 1500 cd/m2 bestimmt. Die zur Verminderung
der Anfangshelligkeit auf den halben Wert benötigte Zeit wurde zu 3000 Stunden
oder länger
ermittelt.
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Diese
Ergebnisse zeigen zusammen mit denen im Zusammenhang mit einem Element
von Vergleichsbeispiel 2 unten, dass die Elementeigenschaften durch
Einsatz des erfindungsgemäßen Dendrimers
drastisch verbessert werden können.
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<Vergleichsbeispiel 2>
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Das
Verfahren von Beispiel 2 wurde wiederholt, ausgenommen dass Poly(hexylthiophen)
zur Bildung der Licht-emittierenden Schicht verwendet wurde, um
so ein Licht-emittierendes Element der gleichen Struktur herzustellen.
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Das
Licht-emittierende Element wurde durch Anwendung einer vorbestimmten
Spannung aktiviert, und die Anfangshelligkeit des emittierten Lichts
wurde zu 800 cd/m2 ermittelt. Die zur Verminderung
der Anfangshelligkeit auf den halben Wert benötigte Zeit wurde zu 800 Stunden
bestimmt.
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<Beispiel 3> Organisches Solarzellelement
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Ein
organisches Solarzellelement, welches das Dendrimer der vorliegenden
Erfindung enthält,
wurde hergestellt. 3 zeigt das Element schematisch.
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Wie
in 3 gezeigt ist, enthält das organische Solarzellelement,
welches das Dendrimer der vorliegenden Erfindung enthält, ein
transparentes Glassubstrat 21; eine auf dem Substrat gebildete
Elektrode 22; eine Elektrode 24; und eine Dendrimerpolymerschicht 23,
die zwischen den Elektroden 22 und 24 vorgesehen ist.
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Das
organische Solarzellelement wurde auf folgende Weise hergestellt.
Zunächst
wurde ITO auf dem Glassubstrat 21 gebildet, um so die Elektrode 22 zu
bilden. Die Dendrimerpolymerschicht (Loch-transportierend, Elektronentransportierend,
Licht-emittierend) 23 wurde in Filmform aus einem flüssigen Gemisch
bereitgestellt, welches Kupferphthalocyanin und eine Lösung des
Dendrimers (Loch- und Elektronenleitfähig), welches in Synthesebeispiel
1-6 synthetisiert worden war (Formel (13)), in Tetrahydrofuran enthielt,
mittels des Spin-Beschichtungsverfahrens bei Raumtemperatur bereitgestellt.
Die Filmdicke betrug 50 nm. Anschließend wurde Silber gasphasenabgeschieden,
um so die Elektrode 24 zu bilden. Damit wurde ein in 3 gezeigtes organisches
Solarzellelement hergestellt.
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Dieses
organische Solarzellelement wurde mit Licht bestrahlt, das von einer
Wolframlampe bereitgestellt wurde und von welchem Lichtstrahlen
mit 400 nm oder niedriger ausgeblendet wurden. Die anfängliche Energieumwandlungseffizienz
wurde zu 2,3 bis 3,0% ermittelt, was zufriedenstellend ist.
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Diese
Ergebnisse, zusammen mit den unten in Zusammenhang mit einem Element
von Vergleichsbeispiel 3 gezeigten Ergebnissen, zeigen, dass die
Elementeigenschaften durch Einsatz des erfindungsgemäßen Dendrimers
drastisch verbessert werden können.
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<Vergleichsbeispiel 3>
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Ein
organisches Solarzellelement einer in 4 schematisch
gezeigten Struktur wurde hergestellt.
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Wie
in 4 gezeigt ist, enthält das organische Solarzellelement
von Vergleichsbeispiel 3 ein transparentes Glassubstrat 101;
eine auf dem Substrat gebildete Elektrode 102; eine Ladungs-erzeugende
Schicht 103, die aus Kupferphthalocyanin gebildet ist;
eine aus einem Hexazatriphenylenderivat gebildete Elektronen-leitfähige Schicht 104;
eine aus einem Gemisch aus Poly(ethylendioxythiophen) und Natriumpoly(styrolsulfonat)
gebildete Loch-transportierende Schicht 105; und eine Elektrode 106,
wobei diese Elemente in dieser Reihenfolge gestapelt sind.
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Das
organische Solarzellelement wurde mittels Licht bestrahlt, welches
von einer Wolframlampe bereitgestellt wurde, und woraus Lichtstrahlen
mit 400 nm oder weniger ausgeblendet wurden. Die anfängliche Energieumwandlungseffizienz
wurde zu 1,7 bis 2,0% bestimmt.
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<Beispiel 4> Organisches Gleichrichtelement
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Ein
organisches Gleichrichtelement, welches das Dendrimer der vorliegenden
Erfindung enthält,
wurde hergestellt. 5 zeigt das Element schematisch.
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Wie
in 5 gezeigt ist, enthält das das Dendrimer der vorliegenden
Erfindung enthaltende organische Gleichrichtelement ein transparentes
Glassubstrat 31; eine darauf ausgebildete Elektrode 32;
eine Dendrimerpolymerschicht 33 und eine Elektrode 34,
wobei die Schicht 33 zwischen den Elektroden 32 und 34 vorgesehen
ist.
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Das
organische Gleichrichtelement wurde auf die folgende Weise hergestellt.
Zunächst
wurde ITO mittels Gasphasenabscheidung auf dem Glassubstrat 31 gebildet,
um so die Elektrode 32 zu bilden. Die Dendrimerpolymerschicht
wurde in Filmform mittels des Spin-Beschichtungsverfahrens bei Raumtemperatur
aus einer Lösung
des Dendrimers mit Loch- und Elektronen-Leitfähigkeit, das in Synthesebeispiel
2 hergestellt worden war (Formel 14), in NMP (N-Methylpyrrolidon)
bereitgestellt. Die Filmdicke betrug 50 nm. Anschließend wurde
eine Li-Al-Legierung gasphasenabgeschieden, um so die Elektrode 34 zu
bilden. Auf diese Weise wurde ein in 5 gezeigtes
organisches Gleichrichtelement hergestellt.
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Die
Strom-Spannungs-Charakteristik des organischen Gleichrichtelements
wurde in der Dunkelheit untersucht. Die Ergebnisse sind in 6 gezeigt.
Wie anhand von 6 klar wird, weist das Element
in einem Bereich von etwa –1,3
V bis etwa 0,3 V eine Isoliereigenschaft auf und eine Leitfähigkeitseigenschaft,
wenn die auferlegte Spannung weiter erhöht wird, wodurch hervorragende
Gleichrichteigenschaften erhalten werden können.
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<Vergleichsbeispiel 4>
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Das
Verfahren von Beispiel 4 wurde wiederholt, ausgenommen dass mit
Antimonfluorid dotiertes Poly(3-hexylthiophen) anstelle der Dendrimerpolymerschicht 33 von
Beispiel 4 verwendet wurde, um so ein organisches Gleichrichtelement
von Vergleichsbeispiel 4 herzustellen.
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Die
Strom-Spannungs-Charakteristik des organischen Gleichrichtelements
wurde in der Dunkelheit untersucht. Die Ergebnisse sind in 7 gezeigt.
Wie anhand von 7 klar wird, weist das Element
nur Leitfähigkeit
auf, womit eine Gleichrichteigenschaft nicht erzielt wird.
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Wie
oben beschrieben wurde, kann gemäß der vorliegenden
Erfindung ein neues Dendrimer bereitgestellt werden, welches als
organisches Halbleitermaterial dient, welches isotrop ist und eine
bemerkenswert hohe Ladungsträgerleitfähigkeit
aufweist. Weiterhin können
durch ein einfaches Herstellungsverfahren elektronische Vorrichtungselemente,
bei denen eine Ladungsträgerbeweglichkeit
benötigt
wird, und die eine bemerkenswert hohe Ladungsträgerbeweglichkeit aufweisen,
hergestellt werden.