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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf ein Verfahren zum
Herstellen eines unterlithographisch dimensionierten Durchgangsloches, wobei
eine sich ergebende unterlithographische Merkmalsgröße des Durchgangsloches
geringer als eine Lithographiegrenze eines lithographischen Systems
ist. Insbesondere bezieht sich die vorliegende Erfindung auf ein
Verfahren zum Herstellen eines unterlithographisch dimensionierten
Durchgangsloches unter Verwendung dualer Polymerschichten mit unterschiedlichen Ätzraten,
um ein Durchgangsloch zu bilden, das eine unterlithographische Merkmalsgröße aufweist,
die geringer als eine Lithographiegrenze eines lithographischen
Systems ist.
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Ein
Standardverfahren in der Mikroelektronikindustrie zum Strukturieren
von Merkmalen an einem Substrat verwendet bekannte photolithographische
Prozesse. Normalerweise wird eine Schicht eines Photoresist auf
ein Substratmaterial aufgetragen, gefolgt von einem Belichten des
Photoresist mit einer Lichtquelle durch eine Maske. Die Maske umfasst
strukturierte Merkmale, wie z. B. Linien und Leerräume, die
auf den Photoresist zu übertragen sind.
Nachdem der Photoresist belichtet worden ist, wird ein Lösungsmittel
verwendet, um die Strukturen zu definieren, die auf den Photoresist übertragen wurden.
Die Strukturen, die durch diesen Prozess erzeugt werden, sind normalerweise
auf Linienbreiten beschränkt,
die größer als
eine Minimalauflösung λ eines photolithographischen
Ausrichtungswerkzeugs sind, was letztendlich durch eine Lichtwellenlänge einer
Lichtquelle beschränkt
ist, die verwendet wird, um den Photoresist zu belichten. Derzeit
ist ein photolithographisches Ausrichtungswerkzeug des neuesten
technischen Standes in der Lage, Linienbreiten von nur 100nm zu
drucken.
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Merkmale,
die in den Photoresist strukturiert sind, werden unter Verwendung
bekannter Halbleiterprozesse, wie z. B. reaktives Ionenätzen, IOnenfräsen, Plasmaätzen oder
chemisches Ätzen,
in das Substratmaterial übertragen.
Unter Verwendung von Standardhalbleiterverarbeitungsverfahren kann
eine Linienbreite von λ oder
ein Gitter (d. h. eine Linien-Leerraum-Sequenz)
mit einer Periode von 2λ erzeugt
werden.
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Bei
vielen Anwendungen ist es jedoch vorteilhaft, dass die Linienbreite
oder die Periode so klein wie möglich
ist. Kleinere Linienbreiten oder Perioden übersetzen sich in Schaltungen
höherer
Leistung und/oder höherer
Dichte. Somit verfolgt die Mikroelektronikindustrie ständig das
Ziel, die Minimalauflösung
bei Photolithographiesystemen zu verringern und dadurch die Linienbreiten
oder Perioden an strukturierten Substraten zu verringern. Die Steigerungen
der Leistung und/oder Dichte können
einen beträchtlichen
wirtschaftlichen Vorteil mit sich bringen, da die Elektronikindustrie
von einer Nachfrage nach schnelleren und kleineren Elektronikvorrichtungen
getrieben wird. Ein Durchgangsloch ist nur ein Beispiel für eine Anwendung,
bei der es erwünscht ist,
eine Merkmalsgröße (d. h.
eine unterlithographische Merkmalsgröße) zu haben, die kleiner als
die Minimalauflösung λ ist.
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Folglich
besteht ein Bedarf an einem Verfahren zum Herstellen eines unterlithographisch
dimensionierten Durchgangsloches, das eine Merkmalsgröße aufweist,
die kleiner als eine Minimalauflösung eines
photolithographischen Systems ist.
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Die
Druckschrift US-A-4997778 offenbart einen Prozess zum Erzeugen eines
selbstausgerichteten Feldeffekttransistors, der einen verringerte Gate-Breite
aufweist, wobei ein Mehrschichtresist verwendet wird, um eine Unterschneidung
(als T-Form bekannt) und folglich ein Durchgangsloch durch Abheben
zu bilden.
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Das
Verfahren zum Herstellen eines unterlithographisch dimensionierten
Durchgangsloches der vorliegenden Erfindung befriedigt den erwähnten Bedarf
an einer Merkmalsgröße, die kleiner
als eine Minimalauflösung
eines photolithographischen Systems ist.
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Die
Merkmalsgrößenbeschränkungen,
die durch die Minimalauflösung
eines photolithographischen Systems auferlegt sind, werden durch
ein Aufbringen einer ersten Polymerschicht auf einer darunter liegenden
Schicht gefolgt von einem Aufbringen einer zweiten Polymerschicht
auf der ersten Polymerschicht gelöst. Die erste Polymerschicht
muss nicht photoaktiv sein. Andererseits muss die zweite Polymerschicht
photoaktiv sein, so dass dieselbe mit einer Struktur belichtet werden
kann. Die zweite Polymerschicht wird lithographisch strukturiert,
um eine Ätzmaske
darin zu definieren, die eine Merkmalsgröße aufweist, die innerhalb
einer Lithographiegrenze eines lithographischen Systems liegt, das
verwendet wird, um die zweite Polymerschicht zu strukturieren. Ein Ätzprozess
wird verwendet, um die gesamte erste Polymerschicht zu entfernen
mit Ausnahme der Abschnitte der ersten Polymerschicht, die unter
der Ätzmaske
positioniert sind.
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Ein
verbleibender Abschnitt der ersten Polymerschicht weist eine erste Ätzrate bei
einem isotropen Ätzmittel
auf, und die zweite Polymerschicht (d. h. die Ätzmaske) weist eine zweite Ätzrate bei
dem gleichen isotropen Ätzmittel
auf. Die erste Ätzrate
ist vorausgewählt,
um schneller zu sein als die zweite Ätzrate, wenn die erste und
die zweite Polymerschicht isotrop geätzt werden. Die Ätzmaske
und die erste Polymerschicht werden isotrop geätzt, so dass die erste Polymerschicht
sich in einer im Wesentlichen lateralen Richtung mit einer schnelleren
Rate als die Ätzmaske
auflöst.
Die erste Polymerschicht geht entlang der Oberfläche der darunter liegenden Schicht
zurück,
wobei eine freiliegende Oberfläche an
der darunter liegenden Schicht definiert wird, und die erste Polymerschicht
geht entlang der Ätzmaske zurück, wobei
ein Unterschneidungsabschnitt an der Ätzmaske definiert wird. Das
isotrope Ätzen
wird fortgeführt,
bis die erste Polymerschicht sich zu einer unterli thographischen
Merkmalsgröße aufgelöst hat, die
geringer ist als die Lithographiegrenze.
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Eine
dielektrische Schicht wird dann auf den freiliegenden Abschnitt
und auf im Wesentlichen die gesamte Ätzmaske mit Ausnahme des Unterschneidungsabschnitts
aufgebracht. Die dielektrische Schicht bildet eine Durchgangslochseitenwand,
die benachbart zu der ersten Polymerschicht positioniert ist. Die Ätzmaske
und die erste Polymerschicht werden durch einen Abhebeprozess entfernt,
um ein unterlithographisch dimensioniertes Durchgangsloch zu definieren,
das eine minimale Merkmalsgröße umfasst,
die im Wesentlichen gleich der unterlithographischen Grenze ist.
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Andere
Aspekte und Vorteile der Erfindung werden aus der folgenden detaillierten
Erfindung zusammen mit den beiliegenden Zeichnungen ersichtlich,
die anhand von Beispielen eine Anzahl bevorzugter Ausführungsbeispiele
der vorliegenden Erfindung veranschaulichen.
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1 ist
eine Querschnittsansicht einer darunter liegenden Schicht gemäß der vorliegenden
Erfindung.
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2 ist
eine Querschnittsansicht, die eine zweite Polymerschicht zeigt,
die gemäß der vorliegenden
Erfindung auf eine erste Polymerschicht aufgebracht wurde.
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3 ist
eine Querschnittsansicht einer Strukturierung der zweiten Polymerschicht,
um gemäß der vorliegenden
Erfindung eine Ätzmaske
darin zu definieren.
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4a und 4b sind
Querschnittsansichten einer ersten Polymerschicht, die gemäß der vorliegenden
Erfindung unter einer Ätzmaske
positioniert ist.
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5 und 6 sind
Querschnittsansichten eines isotropen Ätzens der ersten Polymerschicht und
der Ätzmaske
gemäß der vorliegenden
Erfindung.
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7a und 7b sind
Querschnittsansichten einer dielektrischen Schicht, die gemäß der vorliegenden
Erfindung auf eine Ätzmaske
und auf einen freiliegenden Abschnitt aufgebracht ist.
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8a und 8b sind
Querschnittsansichten eines unterlithographisch dimensionierten
Durchgangsloches gemäß der vorliegenden
Erfindung.
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In
der folgenden detaillierten Beschreibung und in den mehreren Figuren
der Zeichnungen sind gleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen identifiziert.
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Wie
es in den Zeichnungen zu Veranschaulichungszwecken gezeigt ist,
ist die vorliegende Erfindung in einem Verfahren zum Herstellen
eines unterlithographisch dimensionierten Durchgangsloches ausgeführt. Das
Verfahren umfasst ein Aufbringen einer ersten Polymerschicht, die
eine erste Ätzrate
bei einem isotropen Ätzmittel
aufweist, auf eine Oberfläche
einer darunter liegenden Schicht, und dann ein Aufbringen einer
zweiten Polymerschicht, die eine zweite Ätzrate bei dem gleichen isotropen Ätzmittel aufweist,
auf die erste Polymerschicht. Die erste Ätzrate ist vorausgewählt, um
schneller als die zweite Ätzrate
zu sein, wenn die erste und die zweite Polymerschicht isotrop geätzt werden.
Die zweite Polymerschicht wird photolithographisch strukturiert,
um eine Ätzmaske
in der zweiten Polymerschicht zu definieren. Die Ätzmaske
umfasst eine Merkmalsgröße, die
innerhalb einer Lithographiegrenze eines lithographischen Systems
liegt, das zum Strukturieren der zweiten Polymerschicht verwendet
wurde. Falls die Lithographiegrenze des lithographischen Systems λL ist,
dann ist die Merkmalsgröße der Ätzmaske
größer oder
gleich λL.
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Die
erste Polymerschicht wird anisotrop geätzt, um Abschnitte der ersten
Polymerschicht, die nicht durch die Ätzmaske bedeckt sind, aufzulösen. Folglich
bilden nach dem anisotropen Ätzen
die erste Polymerschicht und die Ätzmaske eine gestapelte Zweipolymerschicht,
die sich bezüglich
der darunter liegenden Schicht nach außen erstreckt.
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Die
erste Polymerschicht und die Ätzmaske werden
derart isotrop geätzt,
dass die erste Polymerschicht sich in einer im Wesentlichen lateralen
Richtung mit einer schnelleren Rate auflöst als die Ätzmaske. Zum Beispiel könnte ein
Plasmaätzen
in einem Sauerstoff enthaltenden Plasma verwendet werden, um die
Polymere zu ätzen.
Die erste Polymerschicht geht entlang der Oberfläche der darunter liegenden
Schicht zurück
und definiert eine freiliegende Oberfläche auf der darunter liegenden
Schicht. Die erste Polymerschicht geht auch entlang der Ätzmaske
zurück
und definiert darauf einen Unterschneidungsabschnitt. Das isotrope Ätzen wird
fortgeführt, bis
sich die erste Polymerschicht zu einer unterlithographischen Merkmalsgröße aufgelöst hat,
die geringer als die Lithographiegrenze ist. Im Wesentlichen bilden
die Ätzmaske
und die unterlithographische Merkmalsgröße der ersten Polymerschicht
nach dem isotropen Ätzen
eine Struktur, die zu einem Regenschirm oder einem Pilz analog ist,
der die unterlithographische Merkmalsgröße der ersten Polymerschicht
und einen Abschnitt der freiliegenden Oberfläche der darunter liegenden
Schicht überspannt.
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Eine
dielektrische Schicht wird auf den freiliegenden Abschnitt der darunter
liegenden Schicht und auf im Wesentlichen die gesamte Ätzmaske
mit Ausnahme des Unterschneidungsabschnitts aufgebracht, derart,
dass eine obere Oberfläche
und eine Seitenoberfläche
der Ätzmaske
im Wesentlichen durch die dielektrische Schicht bedeckt sind. Eine
untere Oberfläche
(d. h. der Unterschneidungsabschnitt) der Ätzmaske ist jedoch nicht durch
die dielektrische Schicht bedeckt. Außerdem bildet die dielektrische
Schicht, die auf den freiliegenden Abschnitt aufgebracht ist, eine
Durch gangslochseitenwand, die benachbart zu der ersten Polymerschicht positioniert
ist.
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Die Ätzmaske
und die erste Polymerschicht werden abgehoben, um ein unterlithographisch
dimensioniertes Durchgangsloch zu definieren, das eine minimale
Merkmalsgröße umfasst,
die im Wesentlichen gleich der unterlithographischen Merkmalsgröße ist.
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In 1 trägt ein Substrat 17 eine
darunter liegende Schicht 15 darin. Eine Oberfläche 14 der darunter
liegenden Schicht 15 ist so gezeigt, dass dieselbe bündig mit
einer oberen Oberfläche 12 des Substrats 17 ist.
Die darunter liegende Schicht 15 und die Oberfläche 14 müssen jedoch
nicht miteinander bündig
sein, und die darunter liegende Schicht 15 kann eine nicht
planare Oberfläche
aufweisen. Bei dem Substrat 17 kann es sich um eine Schicht
eines dielektrischen Materials, wie z. B. Siliziumoxid (SiO2) oder Siliziumnitrid (Si3N4) handeln. Die darunter liegende Schicht 15 umfasst
eine Merkmalsgröße LF, die im Wesentlichen größer oder gleich einer Lithographiegrenze λL eines
lithographischen Systems ist, das verwendet wird, um die darunter
liegende Schicht 15 zu strukturieren. Falls zum Beispiel λL = 0,20 μm, dann LF ≥ λL und
LF ≥ 0,20 μm. Zum Beispiel kann
die darunter liegende Schicht 15 in dem Substrat 17 durch
eine Vielzahl von Verfahren gebildet werden, die in der Mikroelektronik
bekannt sind, einschließlich
chemisch-mechanischer Planarisierung (CMP) oder einem Damaszenerprozess,
falls es erwünscht
ist, im Wesentlichen planare und bündige Oberflächen für die darunter
liegende Schicht 15 und die Oberfläche 14 zu haben.
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Die
darunter liegende Schicht 15 kann in diskrete Segmente
strukturiert sein, wie es in 1 gezeigt
ist, oder die darunter liegende Schicht 15 kann eine durchgehende
Schicht sein (siehe Bezugszeichen 15 in 8b).
In jedem Fall umfasst die darunter liegende Schicht 15 die
Merkmalsgröße LF, die im Wesentlichen größer oder gleich einer Lithographiegrenze λL ist.
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Bei
der darunter liegenden Schicht 15 kann es sich um ein elektrisch
leitfähiges
Material handeln. Geeignete Materialien für die darunter liegende Schicht 15 umfassen,
sind jedoch nicht beschränkt auf,
ein Metall, Aluminium (Al), Wolfram (W), Titan (Ti), Molybdän (Mo) und
Kupfer (Cu).
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In 2 ist
eine erste Polymerschicht 11 auf der Oberfläche 14 der
darunter liegenden Schicht 15 aufgebracht. Die erste Polymerschicht 11 muss
nicht photoaktiv sein. Die erste Polymerschicht 11 weist eine
erste Ätzrate
auf, wenn die erste Polymerschicht 11 isotrop geätzt wird.
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Dann
wird eine zweite Polymerschicht 13 auf die erste Polymerschicht 11 aufgetragen.
Die zweite Polymerschicht 13 muss photoaktiv sein, so dass
die zweite Polymerschicht 13 photolithographisch strukturiert
werden kann. Die zweite Polymerschicht 13 weist eine zweite Ätzrate auf,
wenn die zweite Polymerschicht 13 isotrop geätzt wird.
Die erste Ätzrate ist
vorausgewählt,
um schneller als die zweite Ätzrate zu
sein, wenn die erste und die zweite Polymerschicht (11, 13)
isotrop geätzt
werden.
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Beispielsweise
kann die erste Ätzrate
der ersten Polymerschicht 11 um zumindest etwa 10,0 % schneller
sein als die zweite Ätzrate
der zweiten Polymerschicht 13. Als ein weiteres Beispiel
kann die erste Ätzrate
der ersten Polymerschicht 11 von etwa 10,0 % schneller
bis zu etwa 20,0 schneller als die zweite Ätzrate sein. Das heißt, eine
laterale Ätzrate der
ersten Polymerschicht 11 kann von etwa 10,0 % schneller
bis zu etwa 20,0 % schneller als eine laterale Ätzrate der zweiten Polymerschicht 13 sein, wenn
die erste und die zweite Polymerschicht (11, 13)
isotrop geätzt
werden. Die erwähnten
Werte sind nur Beispiele und die relativen Unterschiede zwischen
der ersten Ätzrate
und der zweiten Ätzrate
sind nicht auf diese Werte beschränkt.
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Die
erste Polymerschicht 11 und die zweite Polymerschicht 13 können photoaktive
Polymere sein, obwohl es sich bei der ersten Polymerschicht 11 nicht
unbedingt um ein photoaktives Material handeln muss. Im Gegensatz
dazu muss es sich bei der zweiten Polymerschicht 13 um
ein photoaktives Material, wie z. B. ein photoaktives Photoresistmaterial,
handeln.
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In 3 wird
die zweite Polymerschicht 13 lithographisch strukturiert.
Zum Beispiel wird eine Maske 21, die ein Merkmal 23 darauf
aufweist, mit einer Maskenmerkmalsgröße LM,
die größer oder gleich
einer Lithographiegrenze λL eines lithographischen Systems ist, das
verwendet wird, um die zweite Polymerschicht 13 zu strukturieren,
durch ein Licht (35, 37) von einer Lichtquelle
(nicht gezeigt) beleuchtet. Die Maskenmerkmalsgröße LM kann
im Wesentlichen gleich der Merkmalsgröße LF sein.
Ein Teil des Lichts 37 wird durch das Merkmal 23 blockiert,
während
ein weiterer Teil des Lichts 35 durch die Maske 21 hindurchgeht
und die zweite Polymerschicht 13 belichtet. Ein Abschnitt
der zweiten Polymerschicht 13, der nicht durch das Licht 35 belichtet
wird, definiert eine Ätzmaske
(siehe Bezugszeichen 19 in 4a) in
der zweiten Polymerschicht 13. Umgekehrt kann ein Material
für die
zweite Polymerschicht 13 derart ausgewählt sein, dass die Abschnitte
der zweiten Polymerschicht 13, die dem Licht 35 ausgesetzt
sind, die Ätzmaske 19 definieren.
Die Ätzmaske 19 weist
eine Merkmalsgröße LF auf, die innerhalb der Lithographiegrenze λL (d.
h. LF ≥ λL)
eines lithographischen Systems liegt, das verwendet wird, um die Ätzmaske 19 zu
strukturieren.
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In 4a wird
die zweite Polymerschicht 13 anisotrop geätzt, normalerweise
in einer Photoresistentwicklerlösung,
um die gesamte zweite Polymerschicht 13 mit Ausnahme der Ätzmaske 19 aufzulösen. In 4b wird
das Ätzen
fortgeführt,
bis die Abschnitte der ersten Polymerschicht 11, die nicht
durch die Ätzmaske 19 bedeckt
sind, ebenfalls aufge löst sind.
Folglich bilden die Ätzmaske 19 und
die erste Polymerschicht 11 eine gestapelte Zweipolymerschicht 22,
die sich bezüglich
der darunter liegenden Schicht 15 nach außen erstreckt.
Ein Entwickler, ein Lösungsmittel
oder ein reaktives Ionenätzen
können z.
B. verwendet werden, um die erste und die zweite Polymerschicht
(11, 13) anisotrop zu ätzen.
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In 5 werden
die erste Polymerschicht 11 und die Ätzmaske 19 isotrop
geätzt.
Während
das isotrope Ätzen
fortschreitet, löst
sich die erste Polymerschicht 11 in einer im Wesentlichen
lateralen Richtung RL1 mit einer schnelleren
Rate auf als die Ätzmaske 19,
die sich ebenfalls in einer im Wesentlichen lateralen Richtung RL2 auflöst.
Außerdem
geht die erste Polymerschicht 11, wenn sich dieselbe auflöst, auch
entlang der Oberfläche 14 der
darunter liegenden Schicht 15 zurück und definiert einen freiliegenden
Abschnitt E, der nicht durch die erste Polymerschicht 11 bedeckt
ist. Die erste Polymerschicht 11 geht auch entlang der Ätzmaske 19 zurück und definiert
einen Unterschneidungsabschnitt U darauf, der nicht durch die erste
Polymerschicht 11 bedeckt ist. Die schnellere Rückgangsrate
der ersten Polymerschicht 11 relativ zu der langsameren
Rückgangsrate
der Ätzmaske 19 führt dazu,
dass die erste Polymerschicht 11 bezüglich der Merkmalsgröße LF schmäler
wird.
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Die
erste Polymerschicht 11 und die Ätzmaske 19 können unter
Verwendung eines isotropen Ätzprozesses
isotrop geätzt
werden, der Nassätzen, Plasmaätzen und Ätzen in
einem Plasma, das ein Sauerstoff- (O2) Gas
aufweist, umfasst, jedoch nicht darauf beschränkt ist. Zusätzlich können andere
Gase, die Argon- (Ar) Gas, Helium- (He) Gas und ein Fluor (F) enthaltendes
Gas umfassen, jedoch nicht darauf beschränkt sind, einzeln oder in Kombination zu
dem Sauerstoff- (O2) Gas hinzugefügt werden. Das
Fluor enthaltende Gas kann CF4, CHF3, C4F8 oder
SF6 umfassen, ist jedoch nicht darauf beschränkt.
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In 6 wird
das isotrope Ätzen
fortgeführt, bis
die erste Polymerschicht 11 sich zu einer unterlithographischen
Merkmalsgröße SF aufgelöst
hat, die geringer als die Merkmalsgröße LF ist.
Aufgrund der Unterschiede bei der ersten und der zweiten Ätzrate der
ersten Polymerschicht 11 und der Ätzmaske 19 geht die Ätzmaske 19 eine
Strecke D2 zurück, und die erste Polymerschicht 11 geht
eine Strecke D1 zurück, die größer als D2 ist.
Zu Veranschaulichungszwecken werden sowohl D1 als
auch D2 relativ zu einem Umriss 19' (in gestrichelter
Linie gezeigt) gemessen, der einen Umriss der ersten Polymerschicht 11 und
der Ätzmaske 19 vor
dem isotropen Ätzen
darstellt. Der Endwert für
die unterlithographische Merkmalsgröße SF ist
von der Anwendung abhängig
und kann aufgrund einer Anzahl von Faktoren variieren, einschließlich der
Materialien, die für
die erste und die zweite Polymerschicht (11, 13)
ausgewählt
werden, und der Bedingungen und Materialien, die für den isotropen Ätzprozess
ausgewählt
werden. Der Endwert der unterlithographischen Merkmalsgröße SF sollte so ausgewählt werden, dass derselbe nicht kleiner
als ein minimaler Wert ist, der aufgrund der Masse der Ätzmaske 19 oder
der kombinierten Masse der Ätzmaske 19 und
einer dielektrischen Schicht 25 (siehe 7a und 7b)
zu einem Brechen oder Kippen der ersten Polymerschicht 11 führen würde. Zum
Beispiel kann die unterlithographische Merkmalsgröße SF um einen Faktor in einem Bereich von etwa
0,40 bis etwa 0,80 kleiner als die Merkmalsgröße LF oder
die Lithographiegrenze λL sein. Falls beispielsweise LF = λL =
0,12 μm
und der Faktor 0,50 ist, dann SF = 0,50·0,12 μm = 0,060 μm.
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In 7a ist
eine dielektrische Schicht 25 auf den freiliegenden Abschnitt
E der darunter liegenden Schicht 15 und auf im Wesentlichen
die gesamte Ätzmaske 19 aufgebracht;
die dielektrische Schicht 25 bedeckt jedoch nicht den Unterschneidungsabschnitt
U der Ätzmaske 19.
Die dielektrische Schicht 25 bildet eine Durchgangslochseitenwand 27,
die benachbart zu der ersten Polymerschicht 11 positioniert ist.
Die dielektrische Schicht 25 kann aus einem Material hergestellt
sein, das z. B. Siliziumoxid (SiO2), Aluminiumoxid
(Al2O3), Zirkoniumoxid
(ZrO2), Yttriumoxid (Y2O3), Siliziumnitrid (Si3Nx) und Aluminiumnitrid (AlN) umfasst, jedoch
nicht darauf beschränkt ist.
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In 7b bedeckt
die dielektrische Schicht 25 eine obere Oberfläche 13 und
Seitenoberflächen 33 der Ätzmaske 19,
aber die dielektrische Schicht 25 bedeckt nicht eine untere
Oberfläche 39 der Ätzmaske 19.
Die untere Oberfläche 39 fällt mit
dem Unterschneidungsabschnitt U zusammen. Die dielektrische Schicht 25 kann
unter Verwendung einer chemischen Aufdampfung (CVD) oder einer physikalischen Aufdampfung
(PVD) aufgebracht werden. Beispiele für PVD sind Sputtern oder eine
thermische Auf- bzw. Verdampfung. Bevorzugt ist der Aufbringungsprozess
ein Niedertemperaturprozess, wenn die Materialien, die für die erste
und die zweite Polymerschicht (11, 13) ausgewählt sind,
Polymere sind, die sich bei einem Hochtemperaturaufbringungsprozess
verschlechtern könnten.
Beispiele für
Polymere, die sich bei hohen Temperaturen verschlechtern können, umfassen
Photoresistmaterialien. Dementsprechend sollte die Temperatur, die
zum Aufbringen der dielektrischen Schicht 25 ausgewählt wird,
eine Temperaturgrenze nicht übersteigen,
die die erste und die zweite Polymerschicht (11, 13)
beschädigen
oder zerstören
würde.
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In 8a werden
die erste Polymerschicht 11 und die Ätzmaske 19 von der
Oberfläche 14 der darunter
liegenden Schicht 15 abgehoben, um ein Durchgangsloch 31 zu
definieren, das eine minimale Merkmalsgröße umfasst, die im Wesentlichen
gleich der unterlithographischen Merkmalsgröße SF ist.
Das heißt,
das Durchgangsloch 31 weist eine unterlithographische Merkmalsgröße auf.
Beispielsweise kann das Abheben der ersten Polymerschicht 11 und
der Ätzmaske 19 unter
Verwendung eines Lösungsmittels
erreicht werden, das das Material auflöst, das für die erste Polymerschicht 11 verwendet
wird, oder durch ein Verwenden eines Lösungsmittels, das die erste
Polymerschicht 11 und die Ätzmaske 19 auflöst. Das
Durchgangsloch 31 weist eine untere Oberfläche 29,
die mit der Oberfläche 14 zusammenfällt, und Seitenwandoberflächen 27 auf,
die sich bezüglich der
unteren Oberfläche 29 nach
außen
erstrecken.
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Wie
im Vorhergehenden erwähnt,
kann es sich bei der darunter liegenden Schicht 15 um eine durchgehende
Schicht handeln, wie es in 8b gezeigt
ist, wo eine Mehrzahl der unterlithographisch dimensionierten Durchgangslöcher 31 auf
der darunter liegenden Schicht 15 gebildet ist. In den 8a und 8b umfasst
die darunter liegende Schicht 15 die Merkmalsgröße LF, die im Wesentlichen größer oder gleich einer Lithographiegrenze λL ist.
Der tatsächliche
Wert der Lithographiegrenze λL ist von der Anwendung abhängig und
kann von Faktoren abhängen,
die z. B. das verwendete photolithographische System und die Wellenlänge des
verwendeten Lichts umfassen. Bei einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung kann die Lithographiegrenze λL größer oder
gleich etwa 0,10 μm
sein.
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Wie
bereits erwähnt,
ist auch der tatsächliche
Wert der unterlithographischen Merkmalsgröße SF von
der Anwendung abhängig
und kann von Faktoren abhängen,
die das Material für
die erste Polymerschicht 11 und eine Ätzzeit für den isotropen Ätzprozess
umfassen. Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung kann die unterlithographische Merkmalsgröße SF kleiner als etwa 0,06 μm sein.
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Obwohl
mehrere Ausführungsbeispiele
der vorliegenden Erfindung offenbart und veranschaulicht wurden,
ist die Erfindung nicht auf die spezifischen Formen oder Anordnungen
von so beschriebenen und veranschaulichten Teilen beschränkt. Die Erfindung
wird nur durch die Ansprüche
beschränkt.