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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf die automatische Herstellung
von Filterpapierbeuteln, enthaltend Produkte wie Tee, Kamillentee
und ähnliche
Kräuter,
dazu bestimmt, in eine Flüssigkeit eingetaucht
zu werden, um Aufgüsse
für verschiedene
Verwendungen herzustellen, zum Beispiel als Getränke oder für medizinische Zwecke.
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Genauer
gesagt bezieht sich die Erfindung auf eine Maschine zur Produktion
von Filterbeuteln, hergestellt durch Falten und Siegeln von Streifen
aus heisssiegelbarem Filterpapier, bei welchen der Faden, der die
das Aufgussprodukt enthaltende Kammer mit dem Aufnahmeanhänger verbindet,
aussen um die Aufnahmekammer selbst gewunden und in Form von einer
oder mehreren dicht gerafften Schlaufen teilweise zwischen den Flächen des
Aufnahmeanhängers
eingeschlossen ist, welche gegeneinander gefaltet worden sind.
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Die
Vorrichtung führt
ein Verfahren durch, welches zusammen mit dem nach diesem Verfahren hergestellten
Filterbeutel in der vorangegangenen Italienischen Patentanmeldung
IT BO 2002A000013 auf den Namen derselben Anmelderin wie die vorliegende
beschrieben ist. Das Verfahren enthält im wesentlichen die folgenden
Phasen:
- – Formen
einer Reihe von Aufnahmeanhängern für die Filterbeutel
durch Schneiden eines Streifens aus geeigneten Material in gleichmässigen Abständen;
- – Zuführen eines
kontinuierlichen Fadens über der
Reihe von Anhängern,
um über
einer Fläche eines
jeden der aufeinanderfolgenden Anhänger eine Serie von ersten
Fadenschlaufen zu bilden;
- – Verbinden
der ersten Fadenschlaufen mit den Anhängern;
- – Zuführen eines
Streifens aus heisssiegelbarem Filterpapier oberhalb des kontinuierlichen
Fadens und über
den mit diesem verbundenen Anhängern;
- – Durchschieben
eines Abschnittes des Fadens durch den Streifen aus Filterpapier
auf solche Weise, dass eine zweite Schlaufe gebildet wird, die aus
der Fläche
des Filterpapierstreifens herausragt, welche sich entgegengesetzt
von der an die Anhänger
angrenzenden Fläche
befindet;
- – Falten
des Streifens aus Filterpapier um sich selbst, so dass seine Kanten,
die ursprünglich entgegengesetzt
voneinander waren, auf solche Weise übereinandergelegt werden, dass
allmählich
ein im wesentlichen abgeflachter Schlauch aus Filterpapier gebildet
wird;
- – Ablegen
einer Folge von Dosierungen des Aufgussproduktes auf dem Filterpapierstreifen,
bevor der Schlauch endgültig
geformt wird;
- – Versiegeln
der Längskanten
des Schlauches;
- – Herstellen
von querverlaufenden Verbindungsabschnitten stromaufwärts und
stromabwärts
eines jeden Anhängers, so
dass eine Folge von geschlossenen Taschen abgegrenzt wird, jede
enthaltend eine Dosierung des Aufgussproduktes;
- – Sichern
der Abschnitte des Fadens zwischen den querverlaufenden Verbindungsabschnitten an
dem Schlauch;
- – Schneiden
des abgeflachten Schlauches, der sich in einer im wesentlichen horizontalen
Position befindet, in aufeinanderfolgende Längen;
- – Falten
einer jeden Länge
des Schlauches um sich selbst an den Verbindungsabschnitten zwischen
zwei aufeinanderfolgenden Taschen auf solche Weise, dass die beiden
Taschen gegenseitig übereinanderliegen;
- – Verbinden
der beiden Taschen durch einen oberen Verbindungsabschnitt; und
- – Abscheren
der Ecken des oberen Verbindungsabschnittes. Ausserdem ist eine
Maschine nach dem Oberbegriff aus Patentanspruch 1 aus EP-A- 778204
bekannt.
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Hauptzweck
der vorliegenden Erfindung ist, eine automatische Maschine vorzusehen,
welche das oben beschriebene Verfahren durchführt und in der Lage ist, die
Filterbeutel in einer industriellen Grössenordnung herzustellen.
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Ein
anderer Zweck der Erfindung ist, eine Maschine vorzusehen, welche
die Filterbeutel mit einer sehr hohen Geschwindigkeit produziert,
und deren Betrieb zuverlässig
ist. Ein weiterer Zweck der Erfindung ist, Filterbeutel herzustellen,
die einzeln in versiegelten Schutzumhüllungen verpackt sind.
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Ein
noch anderer Zweck der Erfindung ist es zu ermöglichen, dass die Filterbeutel,
ob mit oder ohne Umhüllungen,
gruppenweise in Kartons verpackt werden können.
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In Übereinstimmung
mit der Erfindung werden diese Ergebnisse erreicht durch eine Maschine nach
Patentanspruch 1. Die technischen Eigenschaften der Erfindung, unter
Bezugnahme auf die obigen Zwecke, sind klar in den nachstehenden
Patentansprüchen
beschrieben, und ihre Vorteile gehen deutlicher aus der nachstehenden
detaillierten Beschreibung hervor, und zwar unter Bezugnahme auf
die beiliegenden Zeichnungen, welche, rein als ein Beispiel und
ohne den Zweckbereich der Erfindung einzugrenzen, eine vorgezogene
Ausführung
der Erfindung zeigen, und in welchen:
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1, 2 und 3 jeweils
eine seitliche Gesamtansicht, eine Frontansicht und eine vergrösserte Detailansicht
eines Filterbeutels sind, von einem Typ bekannt aus dem Dokument
IT BO2002A000013;
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4 bis 13 zeigen
schematisch die Folge der das Produktionsverfahren für die Filterbeutel
bildenden Phasen, bekannt aus dem Dokument IT B2002A000013;
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14 ist
eine schematische frontale Gesamtansicht einer Maschine nach der
Erfindung, gezeigt in der Erhebung;
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15 ist
eine vergrösserte
Detailansicht, welche einen Teil der Maschine aus 14 zeigt, enthaltend
eine Einheit zum Vorbereiten der zur Herstellung der Filterbeutel
verwendeten Materialien;
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16 ist
eine weitere vergrösserte
Ansicht, welche die Einheit aus 15 in
einem vergrösserten
Detail zeigt;
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17 ist
eine vergrösserte
Detailansicht eines Teils der Maschine aus 14, enthaltend eine
Vorrichtung zum Dosieren des Aufgussproduktes und eine Einheit zum
Formen und Siegeln der Aufnahmekammertaschen der Filterbeutel;
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18 ist
eine vergrösserte
Detailansicht eines Teils der in 14 gezeigten
Maschine;
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19 ist
eine vergrösserte
Detailansicht, welche einen Teil der Maschine aus 14 zeigt, enthaltend
eine Einheit zum einzelnen Umwickeln der Filterbeutel in Umhüllungen
und eine Einheit zum gruppenweisen Verpacken der umhüllten Filterbeutel in
Kartons;
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20 ist
eine vergrösserte
Ansicht eines Details aus 19;
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21 ist
eine vergrösserte
Seitenansicht des Details aus 20.
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Die 1, 2 und 3 der
beiliegenden Zeichnungen zeigen einen Filterbeutel von einem Typ,
wie er aus der Patentschrift ITBO2002A000013 her bekannt ist und
im wesentlichen enthaltend: eine Aufnahmekammer 2, hergestellt
aus heisssiegelbarem Papier und enthaltend zwei Taschen 3 für entsprechende
Dosierungen 19 des Aufgussproduktes, wobei die Taschen
an einem oberen Verbindungsabschnitt 4 und einem unteren Verbindungsabschnitt 5 versiegelt
sind; einen Anhänger 6 zum
Aufnehmen des Filterbeutels 1, welcher zwei gegeneinander
gefaltete Flächen 9a und 9b aufweist;
und einen Fadenabschnitt 7, der um die Aussenseite der
Aufnahmekammer 2 gewunden ist und sich entlang einer Umrisslinie
der Aufnahmekammer erstreckt, wobei ein Ende des Fadens an dem Aufnahmeanhänger 6 befestigt
ist und das andere Ende an dem oberen Ende 15 des Filterbeutels 1.
Der Fadenabschnitt 7 ist länger als die Umrisslinie der
Aufnahmekammer 2, an welcher er befestigt ist. Die überschüssige Länge 8 des
Fadenabschnittes 7 im Verhältnis zu der genannten Umrisslinie
wird in Form von ersten Schlaufen 10 ausserhalb der das
Aufgussprodukt enthaltenden Kammer 2 und zwischen den Flächen 9a und 9b des
Anhängers 6 gerafft.
Der Filterbeutel 1 wird hergestellt unter Anwendung eines Verfahrens,
welches schematisch in den Abbildungen von 4 bis 13 dargestellt
ist, und welches die folgenden Phasen enthält:
- – Formen
einer Reihe von Aufnahmeanhängern 6 für die Filterbeutel 1 durch
Schneiden eines Streifens 39 aus geeignetem Material in
regelmässigen
Abständen;
- – Zuführen eines
kontinuierlichen Fadens 31 oberhalb der Reihe von Anhängern 6,
um über
einer Fläche 9a eines
jeden der aufeinanderfolgenden Anhänger 6 eine Folge
von ersten Schlaufen 10 des Fadens 31 zu bilden;
- – Verbinden
der ersten Schlaufen 10 des Fadens mit den Anhängern 6;
- – Zuführen eines
Streifens 17 aus heisssiegelbarem Filterpapier über dem
kontinuierlichen Faden 31 und über den mit diesem verbundenen
Anhängern 6;
- – Durchschieben
eines Abschnittes des Fadens durch den Streifen 17 aus
Filterpapier auf solche Weise, dass eine zweite Schlaufe 11 gebildet wird,
die von der Fläche
des Filterpapierstreifens 17 hervorsteht, welche sich entgegengesetzt
von der an die Anhänger 6 angrenzenden
Fläche
befindet;
- – Falten
des Streifens 17 aus Filterpapier um sich selbst, so dass
seine Kanten 18, welche ursprünglich entgegengesetzt voneinander
angeordnet waren, auf solche Weise übereinanderliegen, dass allmählich ein
im wesentlichen abgeflachter Schlauch 34 aus Filterpapier
gebildet wird;
- – Abgeben
einer Folge von Dosierungen 19 des Aufgussproduktes auf
den Filterpapierstreifen 17, bevor der Schlauch 34 endgültig geformt
wird;
- – Versiegeln
der Längskanten 18 des
Schlauches 34;
- – Herstellen
von querverlaufenden Verbindungsabschnitten 4, 5 stromaufwärts und
stromabwärts eines
jeden Anhängers 6,
so dass eine Folge von geschlossenen Taschen 3 abgegrenzt
wird, jede enthaltend eine Dosierung 19 des Aufgussproduktes;
- – Sichern
der Abschnitte 7 des Fadens zwischen den querverlaufenden
Verbindungsabschnitten 4 und 5 an dem Schlauch 34;
- – Schneiden
des abgeflachten Schlauches 34, der sich in einer im wesentlichen
horizontalen Position liegend befindet, in aufeinanderfolgende Längen;
- – Falten
einer jeden Länge
des Schlauches um sich selbst an den Verbindungsabschnitten 5 zwischen
zwei aufeinanderfolgenden Taschen 3 auf solche Weise, dass
die beiden Taschen 3 gegenseitig übereinander gelegt werden;
- – Verbinden
der beiden Taschen 3 durch einen oberen versiegelten Verbindungsabschnitt 4;
und
- – Abschneiden
der Ecken 23 des oberen Verbindungsabschnittes 4.
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Unter
Bezugnahme auf die 14 der beiliegenden Zeichnungen,
ist mit der Nummer 100 in ihrer Gesamtheit eine automatische
Maschine zur Herstellung von Filterbeuteln 1 bezeichnet – von dem
in den 1, 2 und 3 gezeigten
Typ -, enthaltend ein Aufgussprodukt wie Tee, Kamillentee, Kräutertees
oder ähnliche
Produkte.
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Der
Filterbeutel 1 und das zur Herstellung desselben angewandte
Verfahren sind bekannt aus der Patentschrift IT BO2002A000013 auf
den Namen derselben Anmelderin wie die vorliegende. Die Abbildungen
von 1 bis 13 sind ebenfalls diesem Dokument
entnommen, um die Maschine, die den spezifischen Gegenstand der
vorliegenden Erfindung bildet, besser darzustellen.
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Die
Maschine 100 enthält
im wesentlichen eine Struktur, in welcher, in der entsprechenden
Betriebsfolge angeordnet, wie folgt enthalten ist: eine Einheit
zum Vorbereiten und Zu führen
der zur Herstellung der Filterbeutel 1 verwendeten Materialien, bezeichnet
insgesamt mit 53; eine Vorrichtung zum Dosieren des Aufgussproduktes,
bezeichnet insgesamt mit 54; eine Formeinheit 55,
eine Trenneinheit 56 und eine Schneideinheit 57.
Stromabwärts
der Schneideinheit 57 enthält die Maschine 100 ausserdem:
eine Anzahl von Einheiten zum Falten und Drehen der Filterbeutel 1,
jeweils bezeichnet mit 63 und 58 und montiert
an einem ersten Drehrad 123; eine Einheit 173 zum
Versiegeln der Taschen 3 der Filterbeutel 1; eine
Einheit 59 zum Abscheren; eine insgesamt mit 60 bezeichnete
Einheit zum einzelnen Verpacken der Filterbeutel 1 in Umhüllungen 51;
und eine Kartoniereinheit, die insgesamt mit 61 bezeichnet
ist.
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Die
Einheit 53 zum Vorbereiten und Zuführen der Materialien enthält ein angetriebenes
Rad 70, welches sich um eine horizontale Achse 69 dreht, und
um welches eine Anzahl von Betriebsmitteln positioniert ist, besser
dargestellt in 15 und bezeichnet mit 71, 72, 73, 74, 75, 76 und 77,
angeordnet aufeinanderfolgend rund um den Rand des Rades 70,
und zwar in Übereinstimmung
mit der Drehrichtung von letzterem, die in der Zeichnung durch den
Pfeil 134 angezeigt ist.
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Die
ersten Betriebmittel 71 – s. auch 16 – formen
die Aufnahmeanhänger 6 der
Filterbeutel 1 aus einem Streifen 39 aus geeignetem
Material, vorzugsweise Papier, welcher eine Schicht von Kleber trägt, der
heiss aktiviert werden kann, und ordnen sie in entsprechender Reihenfolge
rund um den Rand des Drehrades 70 an.
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Um
dies zu tun, enthalten die ersten Mittel 71: ein rotierendes
Messer 80, montiert dicht an dem Rand des Drehrades 70;
und Haltemittel 78 zum Halten der Anhänger 6 an dem Rand
des Rades 70, aufgenommen im Inneren des Körpers des
Rades und vorzugsweise durch Luftansaugung arbeitend. Die ersten
Mittel 71 enthalten ausserdem eine Serie von Stiften 79,
die in gleichmässigen
Abständen
um den Körper
des Rades 70 verteilt und auf jeder Seite der Haltemittel 78 angeordnet
sind. Unter der Wirkung von entsprechenden Nocken-antrieben 143 erstrecken
sich die Stifte 79 periodisch über den Rand des Rades 70 hinaus
auf solche Weise, dass sie radial von letzterem hervorstehen.
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Das
Messer 80 schneidet den Streifen 39, der von einer
Rolle 133 abgewickelt wird, in Längen, von welchen jede einem
einzelnen Anhänger 6 entspricht.
Die Längen
werden aufeinanderfolgend durch die Haltemittel 78 gegriffen,
welche sie zu dem Rad 70 hin ziehen und sie in gleichmässigen Abständen zwischen
den aufeinanderfolgenden Paaren von Stiften 79 anordnen,
wobei sie sie in dichtem Kontakt mit dem Rad 70 während der
vollen Umdrehung von letzterem halten.
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Die
zweiten Mittel 72 enthalten eine rohrförmige Spindel 81,
welche sich um eine Drehachse 83 drehend angetrieben wird,
und welche an ihrem Ende, das dem Rad 70 zugewandt ist,
mit einem Arm 82 versehen ist, der quer zu der Drehachse 83 verläuft und
in Richtung des Rades 70 hin hervorsteht. Eine Rolle 144 speist
die Spindel 81 mit einem kontinuierlichen Faden 31.
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Indem
sich die Spindel 81 um ihre Achse 83 vor einem
Paar von Stiften 79 dreht, die hervorstehen, während dieses
mit dem Drehrad 70 vorbeiläuft, legt ihr Arm 82 um
die Stifte 79 die ersten Fadenschlaufen 10, jede
angeordnet in einer Position, die einem Aufnahmeanhänger 6 entspricht,
der unter ihr von dem Drehrad 70 getragen ist.
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Somit,
während
der Faden 31 von der Rolle 144 durch die Umdrehung
des Rades 70 abgewickelt wird, erstreckt er sich kontinuierlich
um den Rand des Rades und bildet dadurch allmählich die ersten Fadenschlaufen 10 über einem
jeden der Anhänger 6, die
von dem Rad 70 getragen sind, und zwar mit denselben gleichmässigen Abständen voneinander
wie die Anhänger 6.
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Die
dritten Mittel 73 enthalten feststehende Faltelemente 84,
schneckenförmig
und entsprechend angeordnet, um eine seitliche Kante des Anhängers 6 abzufangen,
wenn letzterer, während
er zusammen mit dem Drehrad 70 vorbeiläuft, mit dem Faltelement 84 selbst
in Kontakt kömmt.
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Um
zwei aneinandergrenzende Flächen 9a und 9b an
jedem Anhänger 6 abzugrenzen,
hat der Papierstreifen 39, von welchem die Anhänger 6 geschnitten
werden, eine Faltlinie 21, die in Längsrichtung entlang der Mitte
des Streifens 39 verläuft,
und während
ein Anhänger 6 auf
das feststehende, schneckenförmige
Faltelement 84 trifft, wird eine seiner Flä chen 9a allmählich um
die Faltlinie 21 gebogen und über die andere Fläche 9b gefaltet.
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Dank
der Wirkung des Faltelementes 84 werden die Flächen 9a und 9b der
Anhänger 6 somit
eine über
die andere gefaltet, während
die ersten Schlaufen 10, die noch von den Stiften 79 gehalten
sind, zwischen den beiden Flächen 9a und 9b eingeschlossen
werden.
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Die
vierten Mittel 74 enthalten eine erste Heizvorrichtung 85,
zugeordnet dem äusseren
Rand des Rades 70 und dazu bestimmt, die Schicht von Kleber
auf den Anhängern 6 durch
Wärme zu
aktivieren. Folglich, wenn sich das Rad 70 dreht, wirken
die Anhänger 6 mit
der Heizvorrichtung 85 zusammen und werden gegen das hinter
ihnen liegende Rad 70 gedrückt, und zwar auf solche Weise,
dass die Flächen 9a, 9b der
Anhänger 6 miteinander
verbunden und die ersten Schlaufen 10 des Fadens 31 sicher zwischen
ihnen gehalten werden.
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Die
fünften
Mittel 75 enthalten ein ringförmig geschlossenes flexibles
Element 86, das um ein Paar von Riemenscheiben 87, 88 gezogen
wird, von denen wenigstens eine angetrieben ist, und das an einem
umlaufenden Abschnitt des Rades 70 anliegt. Das flexible
Element 86 ist vorzugsweise, doch nicht ausschliesslich,
als eine Kette aus rostfreiem Stahl ausgeführt, deren Glieder 89 und
Zapfen 90 keinerlei Schmierung erfordern.
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Ein
Streifen 17 aus Filterpapier, der eine Schicht aus heiss
zu aktivierendem Kleber trägt,
wird von einer Rolle 135 abge wickelt und, nachdem er durch
ein Umlenkelement 145 geleitet ist, fest zwischen dem flexiblen
Element 86 und dem Rand des Rades 70 liegend, über den
kontinuierlichen Faden 31 und den mit diesem verbundenen
Anhängern 6 geführt. Der
koordinierte Antrieb des flexiblen Elementes 86 und des
Rades 70 bewirkt somit, dass sich der Filterpapierstreifen 17,
der kontinuierliche Faden 31 und die Anhänger 6 zusammen
wie eins zusammen in festgelegten Positionen zueinander bewegen.
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Die
sechsten Mittel 76, die dem Drehrad 70 zugeordnet
sind, enthalten Nadeln 91, welche in dem Körper des
Rades 70 aufgenommen sind und durch aktivierende Nockenelemente 146 in
einer radialen Richtung im Verhältnis
zu dem Rad 70 und synchronisiert mit diesem angetrieben
werden. Die Nadeln 91 werden rhythmisch aus dem Rand des
Rades 70 zu dem flexiblen Element 86 hin und synchron
mit diesem herausgeschoben, welches den Filterpapierstreifen 17 auf
solche Weise gepresst hält,
dass die Nadeln 91 durch die Glieder 89 der Kette
gehen, ohne die Zapfen 90 der Kettenglieder zu behindern. Wenn
sich die Nadeln 91 bewegen, treffen sie auf den auf dem
Rand des Rades 70 liegenden kontinuierlichen Faden 31 und
schieben den Faden 31 durch den Filterpapierstreifen 17 bis
auf die entgegengesetzte Seite des Filterpapierstreifens 17,
die an dem flexiblen Element 86 anliegt. Dies erzeugt zweite Schlaufen 11 an
dem Faden 31, welche sich von dem Rad 70 aus nach
aussen erstrecken und sich an der entgegengesetzten Fläche des
Filterpapierstreifens 17 von jener befinden, an welcher
die Anhänger 6 liegen.
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Um
den Verschleiss an Nadeln 91 zu verringern, kann der von
der Rolle 135 kommende Filterpapierstreifen 17 bereits
Einschnitte oder Schlitze 22 aufweisen, eingearbeitet in
gleichmässigen
Abständen,
so dass der Durchlauf der Nadeln 91 durch den Filterpapierstreifen 17 erleichtert
wird. Alternativ kann ein Filterpapierstreifen 17 ohne
Einschnitte verwendet werden, und das Rad 70 kann dagegen
mit geeigneten Mitteln versehen sein, die dazu bestimmt sind, Einschnitte 22 in
den Filterpapierstreifen 17 einzuarbeiten, und zwar gerade
kurz bevor die Nadeln 91 durch diesen geschoben werden.
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Die
siebenten Mittel 77, auf welche der Filterpapierstreifen 17 und
der Faden 31, die nun wechselseitig zusammenwirken und
miteinander verbunden sind, während
sie parallel vorlaufen, anschliessend treffen, enthalten eine zweite
Heizvorrichtung 92, die dem Rand des Drehrades 70 zugeordnet
ist. Diese Heizvorrichtung 92 aktiviert durch Wärme die
Schicht des Klebers auf dem Filterpapierstreifen 17 in
einem begrenzten Bereich rund um jede der zweiten Schlaufen 11,
während
sie vorbeilaufen. Gleichzeitig wirkt die Heizvorrichtung 92 auch
auf den darunter liegenden Anhänger 6 und
aktiviert durch Wärme
den Kleber an einer Kante 37 des Anhängers 6, zugewandt
der entgegengesetzten Fläche
des Filterpapierstreifens 17. Somit aktiviert der Betrieb
der siebenten Mittel 77 gleichzeitig den Kleber auf dem
Filterpapierstreifen 17 und den auf den Anhängern 6, wobei
der Filterpapierstreifen 17 an den zweiten Fadenschlaufen 11 und
den Anhängern 6 zum
Anhaften gebracht wird.
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Wenn
der Filterpapierstreifen 17 die Heizvorrichtung 92 verlässt, bewegt
er sich von dem Drehrad 70 fort, und die zweiten Fadenschlaufen 11 sind
zu dieser Zeit auf der einen Seite des Filterpapierstreifens 17 befestigt
und der kontinuierliche Faden 31 auf seiner anderen Seite
an den Anhängern 6.
Die ersten Schlaufen 10 des Fadens 31 sind gerafft
und sicher zwischen den Flächen 9a und 9b der
Anhänger
gehalten.
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Es
muss bemerkt werden, dass die Struktur der wie oben beschriebenen
Vorrichtung zum Vorbereiten und Zuführen der Materialien für die Filterbeutel
das Rad 70 in die Lage versetzt, sich kontinuierlich zu
drehen, wobei sich kontinuierlich um dieses ebenfalls alle Filterbeutelmaterialien
bewegen, nämlich: der
kontinuierliche Faden 31, die Anhänger 6 und der Filterpapierstreifen 17.
Es muss ebenfalls bemerkt werden, dass die wenigen gegenseitigen
Bewegungen – welche,
wie auf dem Gebiet bekannt ist, normalerweise den Maschinenbetrieb
verlangsamen – bei der
Maschine nach der Erfindung nur die Stifte 79 und die Nadeln 91 betreffen,
welche von sehr leichtem Gewicht sind, und welche während der
Umdrehung des Rades 70 nur sehr kleine Bewegungen ausführen, welche
Umdrehung praktisch dadurch unbeeinflusst ist. Dies bedeutet, dass
die Einheit 53 zum Vorbereiten und Zuführen der Filterbeutelmaterialien
mit sehr hohen Geschwindigkeiten arbeiten kann, was bedeutend zu
der hohen Leistung der Maschine 100 beiträgt.
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Nach
dem Verlassen der Einheit 53 zum Vorbereiten und Zuführen der
drei Filterbeutelmaterialien, nämlich
Faden 31, Anhänger 6 und
Filterpapierstreifen 17, bewegen diese sich zusammen wie
eins durch ein System von Transferrollen 136, um die Dosiereinheit 54,
die Formeinheit 55, die Trenneinheit 56 und die
Schneideinheit 57 zu erreichen.
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Die
Dosiereinheit 54 ist ausgestattet mit einem Dosierrad 137,
das sich um eine horizontale Achse 68 dreht und einem darüber liegenden
Behälter 138 mit
der Eigenschaft eines Trichters 139 zugeordnet ist, welcher
das Aufgussprodukt enthält.
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Unter
dem Dosierrad 137 ist die Dosiereinheit 54 mit
einem Endlosbandförderer 140 versehen, in
welchem das Endlosband 141 um ein Paar von Riemenscheiben 147 gezogen
wird, von welchen eine angetrieben ist.
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Zwischen
den sich bewegenden Abschnitten des Bandes 141, und insbesondere
im Kontakt mit dem oberen Abschnitt, ist eine Unterdruck-Ansaugkammer 142 vorhanden.
Das Endlosband 141 weist durchgehende Bohrungen auf, welche
den Raum über
dem Förderer 140 mit
der Ansaugkammer 142 darunter in Verbindung bringen. Dank
des Unterdruckes in der Kammer 142 wird der Filterpapierstreifen 17,
verbunden mit dem Faden 31 und den Anhängern 6, nach unten
gegen das Band 141 gedrückt
gehalten und mit diesem zusammen wie eins in einer flachen, im wesentlichen
horizontalen Position in einer Richtung vorgezogen, die von der
Einheit 53 zum Vorbereiten und Zuführen des Filterbeutelmaterials
fort führt.
Während
der Filterpapierstreifen 17 auf diese Weise vorläuft, gibt
das Dosierrad 137 Mengen des Aufgussproduktes von vorgegebenem
Gewicht auf den Streifen 17 ab, und zwar mit entsprechenden festgelegten
Abständen
voneinander.
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Die
Formeinheit 55, die unmittelbar nach dem Dosierrad 137 angeordnet
ist, sich jedoch ausserhalb des Einflussbereiches der Ansaugkammer 142 befindet,
faltet danach den Filterpapierstreifen 17 während seines
Vorlaufs um sich selbst und auf solche Weise, dass er allmählich zu
einem Schlauch 34 geformt wird. Um dies auszuführen, verwendet
die Formeinheit 55 eine Faltvorrichtung 95 und
eine Siegelvorrichtung 94, montiert in Reihe mit der Faltvorrichtung 95 und
von der Innenseite des Schlauches 34 her arbeitend. Somit
wird der Schlauch 34, sobald er geformt ist, um ein Ende
der Siegelvorrichtung 94 natürlich auf solche Weise versiegelt,
dass die zuvor auf den Filterpapierstreifen 17 abgegebenen
Mengen 19 des Aufgussproduktes eingeschlossen werden.
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Die
Siegelvorrichtung 94 hat die Form eines sich zu einer Spitze
an einem Ende hin verjüngenden Festkörpers, der
auf solche Weise positioniert ist, dass sein anderes, das breitere
Ende in die entgegengesetzte Richtung von der Richtung zeigt, in
welcher sich der Filterpapierstreifen 17 von der Einheit 53 zum
Vorbereiten und Zuführen
des Filterbeutelmaterials fort bewegt. Die Siegelvorrichtung 94 hat schräge Seitenwände 98,
die Düsen 96 tragen,
welchen die Innenflächen 97 des
Schlauches 34 zugewandt sind. Durch die Düsen 96 – ausgeführt als durch
die Seitenwände 98 der
Siegelvorrichtung 94 verlaufende Öffnungen – wird ein Strom heisser Luft, zugeführt durch
eine Leitung 99 im Inneren der Siegelvorrichtung 94,
gegen die übereinander
angeordneten Flächen 97 der
Längskanten 18 des
Schlauches 34 geblasen. Die Schicht von Kleber an den Kanten 18 des
Schlauches 34 aus Filterpapier 17 wird somit aktiviert,
wobei es den Druckrollen 170 in der Formeinheit 55 ermöglicht wird,
gegeneinander zu drücken,
um den Schlauch 34 aus Filterpapier 17 entlang
seinen Längskanten 18 zu
versiegeln.
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Die
Trenneinheit 56, auf welche der Schlauch 34 anschliessend
trifft, ist mit Druckrollen 171 versehen, welche auf solche
Weise gegeneinander drücken,
dass Paare von querverlaufenden Verbindungsabschnitten 4, 5 stromaufwärts und
stromabwärts
eines jeden Anhängers 6 hergestellt
werden. Diese versiegelten Verbindungsabschnitte 4, 5,
hergestellt durch Heissaktivierung der Schicht von Kleber auf dem
Filterpapierstreifen 17 entlang von quer zu dem Schlauch 34 verlaufenden
Linien, trennt den Schlauch 34 in eine Folge von im wesentlichen
abgeflachten Aufnahmekammern 2, welche die Mengen 19 des
Aufgussproduktes enthalten.
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Der
Schlauch 34 bewegt sich weiter in Längsrichtung vorwärts, transportiert
durch geeignete Förderbänder 172,
die von beiden Seiten auf diesen drücken, und erreicht danach die
Schneideinheit 57. Diese schneidet den Schlauch 34 in
aufeinanderfolgende Serien von abgeflachten Längen, die in der ursprünglichen
Längsrichtung
des Schlauches 34 liegen, wobei jede Länge die Aufnahmekammer 2 eines Filterbeutels 1 bildet,
nun vollkommen versiegelt und das Aufgussprodukt enthaltend.
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Beim
Verlassen der Schneideinheit 57 liegen die Längen des
Schlauches 34, enthaltend zwei aneinandergrenzende Taschen 3,
von denen jede eine Produktmenge 19 enthält, in einer
im wesentlichen horizontalen Position und mit den Taschen 3 eine
hinter der anderen liegend angeordnet: auf diese Weise angeordnet
und ausgerichtet, erreicht jede Länge des Schlauches eine der
Falteinheiten 63 und Dreheinheiten 58 an dem ersten
Rad 123 unmittelbar stromabwärts der Schneideinheit 57.
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Die
Falteinheit 63 ist dazu bestimmt, die Länge des Schlauches 34,
die ursprünglich
in einer horizontalen Ebene liegt, auf solche Weise zu falten, dass
die aneinandergrenzenden Taschen 3 der Aufnahmekammer 2 in
eine gegenseitig übereinanderliegende,
vertikale Position gebracht werden, die typisch ist für Filterbeutel 1 vom
Typ mit zwei Kammern oder Taschen 3.
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Die
Dreheinheit 58 andererseits ist dazu bestimmt, die Orientierung
der Ebene zu verändern,
in welcher die Aufnahmekammer 2 des Filterbeutels 1 liegt,
indem sie um 90° im
Verhältnis
zu der Ebene gedreht wird, in welcher der Filterbeutel 1 liegt,
wenn er in die Dreheinheit 58 eintritt. Genauer gesagt,
da die Falteinheit 63 und die Dreheinheit 58 – wie nachstehend
mehr im Detail beschrieben wird – mit dem ersten Greiferrad 123 zusammenarbeiten,
welches um eine hori zontale Achse 124 drehbar angetrieben ist,
ist es ein grundlegender Zweck der Dreheinheit 58, die
Filterbeutel 1 im Verhältnis
zu dem Rad 123 auf solche Weise zu drehen, dass sie sich
in einer Ebene parallel zu der Ebene befinden, in welcher das Rad 123 liegt,
das heisst lotrecht zu der Drehachse 124, wie in 19 der
beiliegenden Zeichnungen gezeigt wird.
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Bei
der als Beispiel gezeigten, doch nicht begrenzenden Ausführung der
Maschine 100, die beschrieben wurde zur Herstellung von
Filterbeuteln 1 mit zwei Kammern, sind die Falteinheiten 63 und
die Dreheinheiten 58 vorzugsweise und vorteilhafterweise
paarweise kombiniert, um eine Anzahl von gleichen Betriebseinheiten 148 zu
bilden, die in regelmässigen
Abständen
rund um den Rand des ersten Greiferrades 123 angeordnet
sind, so dass die Filterbeutel 1 kontinuierlich gefaltet
und gedreht werden.
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Wie
deutlicher aus den 20 und 21 erkennbar
ist, enthält
jede dem ersten Rad 123 zugeordnete Betriebseinheit 148 im
wesentlichen: eine insgesamt mit 105 bezeichnete Vorrichtung
zum Klemmen der Längen
des Schlauches 34; ein System von Greifern 106,
die drehbar um horizontale Achsen 110 montiert sind; und
Drehköpfe 149,
welche einheitlich die Klemmvorrichtung 105 und das System
von Greifern 106 tragen, und die rotationsmässig um
Drehachsen 121 angetrieben sind, welche im Verhältnis zu
dem Rad 123 radial verlaufen.
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Mehr
im Detail gesehen, enthält
die Vorrichtung 105 zum Klemmen der Längen des Schlauches 34 ein
Paar von Faltleisten 107; eine Gegenfaltleiste 108 und
ein Paar von elastisch gegenwirkenden Drückern 109, montiert
auf jeder Seite der Gegenfaltleiste 108 auf solche Weise,
dass sie um die feststehende Achse 110 des Kopfes 149 schwingen
können
und dazu bestimmt sind, durch elastische Reaktion gegen die Seiten
der Gegenfaltleiste 108 zu drücken.
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Die
Faltleisten 107 bestehen aus zwei parallelen, dünnen flexiblen
Lamellen, montiert an einem sieh drehenden Rad 151, und
zwar ausserhalb des die Greifer 106 tragenden ersten Rades 123.
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Die
Gegenfaltleiste 108 hat ein verjüngtes Ende 150 und
ist radial an dem die Greifer 106 tragenden ersten Rad 123 montiert.
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Das
die Greifer 106 tragende erste Rad 123 trägt ebenfalls
die Drücker 109,
welche durch elastische Reaktion gegen das verjüngte Ende 150 der Gegenfaltleiste 108 drücken.
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Das
Drehrad 151, welches die Faltleisten 107 trägt, und
das die Greifer 106 tragende erste Rad sind in einem drehenden
Verhältnis
der entsprechenden primitiven Umfänge 152, 153 auf
solche Weise verbunden, dass ihre phasenbezogene Umdrehung das Ineinandergreifen
der Faltleisten 107 und der Gegenfaltleiste 108 bewirkt;
dieses Ineinandergreifen erfolgt an einem versiegelten Verbindungsabschnitt 5 zwischen
zwei aneinandergrenzenden Taschen 3 der dazwischen angeordneten
Länge des Schlauches,
welche den Filterbeutel 1 bildet.
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Dank
dieses Ineinandergreifens werden die versiegelten Verbindungsabschnitte 5 der
kontinuierlich der Klemmvorrichtung 105 zugeführten Längen des
Schlauches zwischen den Leisten 107 und der Gegenleiste 108 gefaltet,
welche ihnen die typische V-Form verleihen.
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Wie
auch aus 20 ersehen werden kann, erlauben
es die Drücker 109,
die in elastisch nachgebendem Kontakt an den Seiten der Gegenfaltleiste 108 anliegen,
den Faltleisten 107, sich während der Phase des Ineinandergreifens
mit der Gegenfaltleiste 108 frei zwischen ihnen zu bewegen. Während sich
das Rad 151 weiter dreht, werden die Faltleisten 107,
die ihren Faltvorgang vervollständigt haben,
von der Gegenfaltleiste 108 gelöst und von dem seitlichen Druck
freigegeben, der durch die Drücker 109 auf
sie ausgeübt
ist, welche nun die Filterbeutel 1 durch ihre V-förmige Falte
festhalten.
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Die
Greifer 106 enthalten ein Paar von Hebeln 116,
welche drehbar an einem Ende an feststehenden Zapfen 117 montiert
sind, zentriert auf dieselbe Drehachse 110 wie die Drücker 109,
und welche an ihren entgegengesetzten Enden Arme 118 aufweisen,
die dazu bestimmt sind, entsprechend mit den die Filterbeutel 1 bildenden
Längen
des Schlauches zusammenzuwirken.
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Die
Hebel 116 sind über
Kreuz montiert, und jeder ist daher an den Zapfen 117 des
Drückers 109 auf
der entgegengesetzten Seite von der angeschlossen, wo er arbeitet.
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Die
Hebel 116 wirken in Zusammenarbeit mit der Gegenfaltleiste 108,
mit den Drückern 109 und mit
entsprechend breiten, feststehenden unabhängigen Rückwänden 154 auf solche
Weise, dass die Filterbeutel in dem die Greifer 106 tragenden
Rad 123 in einer im wesentlichen horizontalen Position
und an drei im wesentlichen ausgerichteten Punkten gehalten werden.
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Wenn
die Hebel 116 geschlossen sind, wird die Unterseite der
den Filterbeutel bildenden Länge des
Schlauches durch die Gegenfaltleiste 108 und durch die
Drücker 109 gehalten,
während
die Taschen 3 der Aufnahmekammer 2 in einer vertikalen Position
gegeneinander gefaltet werden, so dass sie in Ebenen parallel zu
der Drehachse 124 des die Greifer 106 tragenden
ersten Rades 123 liegen.
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Mit
anderen Worten ist der Filterbeutel 1, bereits sicher an
der V-förmigen
Falte gehalten, auch an dem oberen Ende 15 der Aufnahmekammer 2 und
in einer solchen Position gehalten, dass er auf der gleichen Ebene
liegt wie die mittlere Ebene des die Greifer 106 tragenden
Rades 123, wobei als „mittlere Ebene" eine radiale Ebene
des die Greifer 106 tragenden Rades 123 zu verstehen
ist, enthaltend die Drehachse 124 des Rades 123 selbst.
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Die Öffnungs-
und Schliessbewegung der Hebel 116 der Greifer 106 wird
ausgeführt
durch eine Betätigungsvorrichtung,
enthaltend zwei gelenkige Ritzel 114, ebenfalls drehbar
an den Zapfen 117 der Drücker 109 montiert.
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Die
Ritzel 114 sind an die jeweiligen Hebel 116 angeschlossen
und greifen in eine zwischengesetzte Zahnstange 113. Eine
in einer radialen Führung
in dem die Greifer 106 tragenden Rad 123 verschiebbare
Stange 112 übt
einen gleichzeitigen Drehantrieb auf die Hebel 116 in Phase
mit dem Drehwinkel aus, welcher von dem die Greifer 106 tragenden
Rad 123 durchlaufen ist, wobei die Verschiebebewegung der
Stange 112 durch ein Betätigungselement 115 ausgelöst wird,
bestehend aus einer Nocke 155, die mit dem Ende der Stange 112 in
Kontakt gelangt, das sich am weitesten von den Hebeln 116 entfernt
befindet.
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Was
die Drehung der Filterbeutel 1 um ihre Längsachsen 50 betrifft,
das heisst um eine radiale Achse 121 des die Greifer tragenden
ersten Rades 123, so zeigt die 20, dass
die Betriebseinheiten 148 eine Plattform 156 enthalten,
befestigt an einem rohrförmigen
Ständer 119,
der durch das die Greifer 106 tragende erste Rad 123 gehalten
ist.
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Die
Plattform 156 trägt
die Klemmvorrichtung 105 und die Greifer 106.
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Der
Ständer 119,
der die Stange 112 aufnimmt, welche die Zahnstange 113 und
die Ritzel 114 betätigt,
die auf die Drücker 109 der
Klemmvorrichtung 105 und auf die Hebel 116 der
Greifer 106 wirken, ist auf solche Weise montiert, dass
er sich um eine radiale Achse 121 des die Greifer 106 tragenden Rades 123 drehen
kann.
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Der
Ständer 119 ist
in der Umdrehung durch Betätigungsmittel 120 angetrieben,
enthaltend Hebelmechanismen 122 mit Gelenkkupplungen, angetrieben
in koordinierter Phase mit dem Drehwinkel, der durch das die Greifer 106 tragende
erste Rad 123 beschrieben wird.
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Die
Gelenkkupplungen 122 üben
eine solche Drehbewegung auf die Plattform 156 aus, so
dass die Filterbeutel 1 um 90° im Verhältnis zu den Positionen gedreht
werden, die sie vor dem Drehen hatten. Somit liegen die Filterbeutel 1 nun
in Ebenen parallel zu den parallelen Ebenen 157 des die
Greifer 106 tragendes Rades 123, wobei unter „parallelen
Ebenen" die Ebenen
zu verstehen sind, die quer zu der Drehachse 124 des ersten
Rades 123 verlaufen (19).
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Es
muss bemerkt werden, dass die Betriebseinheiten 148 vorteilhafterweise
so ausgelegt sind, dass die Filterbeutel 1 während ihrer
Bewegung gefaltet und gedreht werden können, und zwar während sich
das die Greifer 106 tragende erste Rad 123 kontinuierlich
dreht.
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Die
kontinuierliche Bewegung aller Materialien durch die Maschine 100,
welche in der Einheit 53 zum Vorbereiten und Zuführen der
Filterbeutelmaterialien begonnen hat und in der Dosiereinheit 54,
der Siegeleinheit 55, der Trenneinheit 56 und
der Schneideinheit weitergegangen ist, führt schliesslich in die Einheiten 63 und 58 zum
Falten und Drehen der Filterbeutel 1.
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Das
die Greifer 106 tragende Rad 123 ist verbunden
mit: einer Einheit 173 zum Versiegeln der Taschen 3 der
Aufnahmekammern 2 des Filterbeutels 1; einer Einheit 59 zum
Abscheren der Ecken 23 der oberen Enden 15 der
Filterbeutel 1; und einer Einheit 60 zum Formen
der Umhüllungen,
wobei die Filterbeutel 1 mit jeder dieser Einheiten einer
nach der anderen in Kontakt gelangen, während sie sich entlang einer
kreisförmigen
Bahn 62 in Drehrichtung des ersten Greiferrades 123 fortbewegen,
angedeutet durch den Pfeil 158.
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Die
Siegeleinheit 173 versiegelt die Taschen 3 der
Aufnahmekammern 2 der Filterbeutel 1, wenn letztere
einer nach dem anderen durch die Greifer 106 des ersten
Rades 123 transportiert werden.
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Die
Abschereinheit 59 schneidet die Ecken der oberen Enden 15 der
Filterbeutel 1 ab, die von den Armen 118 der Hebel 116 hervorstehen,
und gibt den Filterbeuteln ihre typische Form. Es sollte bemerkt
werden, dass dieser Abschervorgang, ausgeführt, nachdem die Filterbeutel
so gedreht worden sind, dass sie in Ebenen parallel zu einer parallelen Ebene
des ersten Rades 123 liegen, schnell und leicht erfolgt
und es nicht erforderlich ist, dass das die Greifer 106 tragende
Rad 123 verlangsamt oder angehalten werden muss.
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Zwischen
dem die Greifer 106 tragenden ersten Rad 123 und
der Formeinheit 60 der Umhüllungen ist die Maschine 100 mit
einem zweiten Greiferrad 128 ausgestattet, welches im Radius
kleiner ist als das erste Rad 123 und sich in der entgegengesetzten
Richtung dreht.
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Die
Umlaufgeschwindigkeit des zweiten Greiferrades 128 ist
gleich wie die Umlaufgeschwindigkeit des ersten Greiferrades 123.
Ausserdem sind die Greifer an diesem mit den Greifern 106 an
dem ersten Rad 123 synchronisiert, so dass die Filterbeutel 1 von
den Betriebseinheiten 148 an dem ersten Rad 123 an
die Greifer des zweiten Rades 128 transferiert werden,
welche sie an ihren oberen Enden 15 aufnehmen, die von
den Armen 118 der Greifer 106 an dem ersten Rad 123 hervorstehen
(21).
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Die
Formeinheit 60 der Umhüllungen
enthält: eine
Station 125 zum Zuführen
von heisssiegelbarem Papier; eine Heisssiegelstation 129;
und eine Schneideinheit 131.
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Die
Station 125 führt
einen Streifen 126 von Umhüllungsmaterial – insbesondere
ein heisssiegelbares Papier – zu,
welcher, wenn er sich entlang einer geradlinigen Zuführbahn 174 bewegt,
um eine längsverlaufende
Faltlinie 67 über
sich selbst gefaltet wird, und zwar auf solche Weise, dass er zwei
Seite an Seite angeordnete und entlang der oberen Kante zu dem zweiten
Greiferrad 128 hin offene Flügel 127 bildet.
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An
diesem Punkt muss bemerkt werden, dass durch die kombinierte Wirkung
des ersten Rades 123, des zweiten Rades 128 und
der Formeinheit 60 der Umhüllungen eine gesamte Zuführbahn beschrieben
wird, die in drei typische Abschnitte unterteilt ist. Ein erster
Abschnitt, bezeichnet mit 62a und die Form eines Kreisbogens
aufweisend, ist durch die Filterbeutel 1 beschrieben, die
durch die Betriebseinheiten 148 des ersten Rades 123 gehalten
sind und sich in Uhrzeigerrichtung bewegen. Ein zweiter Abschnitt,
bezeichnet mit 62b und ebenfalls die Form eines Kreisbogens
aufweisend, ist durch die Filterbeutel 1 beschrieben, die
sich, von den Greifern des zweiten Rades 128 an ihren oberen
Enden 15 gehalten, in ei ner Gegenuhrzeigerrichtung bewegen.
In einem dritten Abschnitt 62c läuft die Zuführbahn 62b der Filterbeutel 1 mit
der Zuführbahn 174 des
Umhüllungspapiers
zusammen, wobei sie sich in der gleichen Richtung bewegen und die
Filterbeutel 1 durch die Greifer des zweiten Rades 128 auf
die Flügel 127 in
einer im wesentlichen mittleren Position freigegeben werden.
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Es
muss ebenfalls bemerkt werden, dass der Abstand der Filterbeutel 1,
angeordnet auf dem Streifen 126 aus Umhüllungsmaterial, leicht durch
einfache Koordinierung der Zuführgeschwindigkeit
des Streifens 126 aus Umhüllungsmaterial mit der Umlaufgeschwindigkeit
des zweiten Greiferrades 128 gesteuert werden kann.
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Danach
versiegelt die Heisssiegelstation 129 den Streifen 126 aus
Umhüllungsmaterial
in Längsrichtung
entlang den oben offenen Flügeln 127,
und versiegelt dann die Flügel 127 zueinander
in Querrichtung auf solche Weise, dass ein kontinuierlicher abgeflachter
Schlauch 130 gebildet wird, unterteilt in eine Folge von
getrennten Kammern, jede einen Filterbeutel 1 aufnehmend.
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Die
Schneideinheit 131 schneidet dann den abgeflachten Schlauch 130 in
Längen,
die den Umhüllungen 51 entsprechen,
und leitet die Filterbeutel 1, nun verpackt in einer Umhüllung 51,
an eine stromabwärts
positionierte Kartoniereinheit 61, welche einen Behälter 52 als
Sammelpackung an der Austrittsbahn der Filterbeutel 1 anordnet,
wobei dieser auf solche Weise bewegt wird, dass er nach einem vorgegebenen
Füllmuster
gefüllt
werden kann.
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Abschliessend
gesagt, stellt die oben beschriebene Maschine 100 Filterbeutel
her, die ein Aufgussprodukt enthalten, bei welchem der das obere
Ende der Aufnahmekammer mit dem Aufnahmeanhänger eines jeden Filterbeutel
verbindende Faden von jeder festgelegten Länge sein kann, und wo solche
Länge in
allen Fällen
unabhängig
von der Länge
des Umrisses der Aufnahmekammer des Filterbeutels ist. Dieses Produktionsverfahren
erweist sich, ausser dass es erneuernd ist, auch wirtschaftlich
als vorteilhaft, da die Filterbeutel aus nur drei Materialien hergestellt
werden.
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Die
Maschine 100 ist dazu vorgesehen, die wechselweisen Bewegungen
in dem Produktionsverfahren zu minimieren, und zwar auf solche Weise, dass
strikt nur die unvermeidbaren wechselweisen Bewegungen von einigen
ihrer Teile ausgeführt
werden, während
die anderen Teile sich kontinuierlich bewegen. Somit wird das Produktionsverfahren
nicht verlangsamt und die Maschine kann Produktionsgeschwindigkeiten
erreichen, die erheblich höher
sind als jene der vorherigen Maschinen, während sie gleichzeitig kontinuierlich
arbeitet und einen hohen Grad an Zuverlässigkeit zu niedrigen Betriebskosten bietet.
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Nachdem
die Aufnahmekammern gefüllt
und versiegelt worden sind, nehmen die Filterbeutel eine solche
Position ein, dass sie in einer Ebene parallel zu der Drehebene
des Greiferrades 123 liegen. Diese Position wird beibehalten
durch alle verbleibenden Phasen des Verfahrens, wodurch das Produktionsverfahren
noch weiter rationalisiert und so zu einer Einhaltung von sehr hohen
Produktionsgeschwindigkeiten beigetragen wird, sowie zur Minimierung
der Produktionskosten.
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Es
versteht sich, dass die beschriebene Erfindung bei vielen industriellen
Anwendungen nützlich
sein kann, und sie kann auf viele Weisen verändert und angepasst werden,
ohne dabei aus dem Zweckbereich der Erfindung herauszugehen, wie
in den anhängenden
Patentansprüchen
festgelegt ist.