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Die
Erfindung betrifft einen pneumatischen Servomotor zur Bremsunterstützung für ein Kraftfahrzeug.
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Die
Erfindung betrifft insbesondere einen pneumatischen Servomotor zur
Bremsunterstützung für ein Kraftfahrzeug,
vom Typ, der ein starres Gehäuse
aufweist, in dem eine quer verlaufende Wand beweglich ist, die in
dichter Weise eine vordere Kammer, die einem ersten Druck ausgesetzt
ist, und eine hintere Kammer abgrenzt, die einem zweiten Druck ausgesetzt
ist, welcher zwischen dem ersten Druck und einem Druck variiert,
der höher
ist als der erste Druck, die mittels einer Reaktionsscheibe eine
Betätigungsstange
eines Hauptzylinders beaufschlagen kann, der dem Servomotor zugeordnet
ist, und die durch erste Rückstellmittel
elastisch in ihre Ruhelage zurückgestellt
wird, vom Typ, der eine Steuerstange aufweist, die sich in dem Gehäuse selektiv
in Abhängigkeit
von einer axialen Eingangskraft, welche nach vorne ausgeübt wird,
entgegen einer durch zweite Rückstellmittel
auf die Stange ausgeübten
Rückstellkraft
verschiebt, vom Typ, bei dem die Bewegungen der Steuerstange die Öffnungs-
und Schließvorgänge mindestens
eines axialen Ventils, genannt „Einlassventil", das zwischen einer
Druckquelle, die dem Druck ausgesetzt ist, welcher höher ist
als der erste Druck, und der hinteren Kammer zwischengeschaltet ist,
und mindestens eines axialen Ventils, genannt „Ausgleichsventil", das zwischen der
vorderen Kammer und der hinteren Kammer zwischengeschaltet ist,
bestimmen können,
um die bewegliche Wand zu betätigen,
und vom Typ, bei dem ein Tauchkolben, der die bewegliche Wand durchquert
und fest mit dem Ende der Steuerstange verbunden ist, die Betätigungsstange
des Hauptzylinders mittels der Reaktionsscheibe direkt beaufschlagen
kann.
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Es
sind zahlreiche Beispiele für
herkömmliche
Servomotoren dieses Typs bekannt. Die
FR 2706543 A offenbart den Oberbegriff des
Anspruchs 1.
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In
einem derartigen Servomotor ist der Kolben fest mit der beweglichen
Wand verbunden. Er ist beispielsweise durch die bewegliche Wand
eingesetzt. Außer dem
sind das Ausgleichsventil und das Einlassventil Teil eines einzigen
Dreiwegeventils, bei dem ein gemeinsamer Sitz aus einer vorderen
Absatzfläche
eines beweglichen Elements besteht, das elastisch gegen einen Kragen
des Tauchkolbens und gegen einen Kragen des Kolbens zurückgestellt
wird, von denen es selektiv getrennt werden kann, um das Ausgleichsventil
oder das Einlassventil zu öffnen.
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Somit
können
einerseits eine im Wesentlichen radiale Leitung, die den Kolben
durchquert und in die vordere Kammer mündet, und andererseits eine
im Wesentlichen axiale Leitung, die außerhalb des Servomotors mündet, selektiv
mittels eines zugeordneten Ventils mit einer radialen Leitung verbunden
werden, die den Kolben durchquert und in die hintere Kammer mündet, um
eine Druckdifferenz zwischen den hinteren Kammern aufrechtzuerhalten oder
zu beseitigen und die Verlagerungen der beweglichen Wand zu bewirken.
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Eine
derartige Ausgestaltung hat den Nachteil, dass Leitungen benötigt werden,
die in komplizierten Formen im Kolben realisiert sind und das Strömen der
Luft stören.
Aus diesem Grund weist ein Servomotor im Allgemeinen relativ hohe
Ansprechzeiten auf und erweist sich als laut.
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Darüber hinaus
ist die Anwendung einer derartigen Ausgestaltung sehr kostspielig,
da es notwendig ist, einen Kolben zu verwenden, dessen inneren Formen,
welche die Leitungen bilden sollen, nur durch ein Bearbeitungsverfahren
realisiert werden können.
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Die
Erfindung schlägt
eine Ausgestaltung vor, die eine Beseitigung dieser Nachteile ermöglicht. Dazu
schlägt
eine derartige Ausgestaltung einen Servomotor ohne Kolben vor, der
axiale Leitungen aufweist, die Teil verschiedener, röhrenförmiger Elemente
sind, die sich im Servomotor befinden. Mit dieser Ausgestaltung
ist es möglich,
die Strömung
der Luft durch Ventile zu fördern,
wodurch es möglich
ist, die Ansprechzeiten des Servomotors zu verkürzen und gleichzeitig seinen
geräuschsarmen
Betrieb zu gewährleisten.
Darüber
hinaus ermöglicht
es diese neue Ausgestaltung, die Mehrzahl der Servomotorelemente mit
Hilfe eines Tiefziehverfahrens zu realisieren, das kostengünstiger
ist als die herkömmlichen
Bearbeitungsverfahren.
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Zu
diesem Zweck schlägt
die Erfindung einen Servomotors des zuvor beschriebenen Typs vor, dadurch
gekennzeichnet, dass der Servomotor folgendes aufweist:
- • ein
röhrenförmiges,
schwimmendes Element aus einem Stück, das im Wesentlichen radial
zwischen dem Tauchkolben und dem Gehäuse zwischengeschaltet ist,
das axial beweglich ist, durch dritte Rückstellmittel elastisch zur
beweglichen Wand zurückgestellt
wird und bei dem quer verlaufende, axial versetzte Flächen erste
Dichtelemente der axialen Ventile für den Einlass und den Ausgleich
aufweisen,
- • ein
zweites, quer verlaufendes, komplementäres Dichtelement des axialen
Einlassventils, das von dem hinteren Ende des Tauchkolbens getragen ist,
- • ein
zweites, quer verlaufendes, komplementäres Dichtelement des axialen
Ausgleichsventils, das mindestens auf einem Teilstück der hinteren
Fläche
der beweglichen Wand angeordnet ist,
und dass das hintere
Ende des Tauchkolbens eine hintere Schale aufweist, die das zweite,
quer verlaufende, komplementäre
Dichtelement des axialen Einlassventils aufweist, und dass das hintere
Ende des Tauchkolbens von einem vorderen, unabhängigen Stift durchquert ist,
an dem die Enden zweier konzentrischer Federn anliegen, wobei eine
erste Feder, deren anderes Ende an der beweglichen Wand anliegt, die
zweiten Rückstellmittel
bildet, die der Steuerstange zugeordnet sind, und wobei die zweite
Feder, deren anderes Ende an einer Absatzfläche des röhrenförmigen Elements anliegt, die
dritten Rückstellmittel bildet,
die dem röhrenförmigen Element
zugeordnet sind, und eine Beaufschlagung dieses Elements zum Schließen des
Ausgleichsventils ermöglicht.
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Gemäß weiteren
Merkmalen der Erfindung:
- – weist das röhrenförmige, schwimmende
Element folgendes auf:
- • einen
röhrenförmigen,
vorderen Abschnitt, der in dichter Weise um einen röhrenförmigen Bereich der
beweglichen Wand angebracht ist, welcher den Tauchkolben gleitend
aufnimmt, bei dem das vordere Ende, welches das erste Dichtelement des
Ausgleichsventils gegenüber
dem zweiten Dichtelement des Ausgleichsventils, das von der beweglichen
Wand getragen ist, trägt,
radial außerhalb
mindestens eines Verbindungslochs angeordnet ist, welches die Wand
durchquert, und bei dem ein hinterer Teil mit der hinteren Kammer verbunden
ist,
- • einen
röhrenförmigen,
hinteren Abschnitt, der einen kleineren Durchmesser als der vordere
Abschnitt besitzt, der in dichter Weise gleitend in einem hinteren,
röhrenförmigen Abschnitt
des Gehäuses
geführt
ist, der eine Einlassleitung bildet, die von der Druckquelle gespeist
ist, welche dem Druck ausgesetzt ist, der höher ist als der erste Druck,
und bei dem eine quer verlaufende, vordere Anschlussfläche an den
vorderen Abschnitt das erste Dichtelement des Einlassventils gegenüber der
Schale des Tauchkolbens trägt,
- – besteht
das erste Dichtelement des Ausgleichsventils aus einer Dichtung,
die von einem Kragen getragen ist, der an dem Ende des vorderen
Abschnitts des röhrenförmigen,
schwimmenden Elements gebildet ist,
- – besteht
das zweite Dichtelement des Ausgleichsventils aus einem Teilstück der hinteren Fläche der
beweglichen Wand,
- – besteht
das erste Dichtelement des Einlassventils aus der quer verlaufenden
Anschlussfläche zwischen
dem vorderen und dem hinteren Abschnitt des röhrenförmigen, schwimmenden Elements,
- – besteht
das zweite Dichtelement des Einlassventils aus einer Dichtung, die
von einem Kragen der Schale getragen ist, welche fest mit dem Tauchkolben
verbunden ist,
- – erstreckt
sich der von der beweglichen Wand getragene, röhrenförmige Bereich zum Führen des
Tauchkolbens axial ausgehend von der hinteren Fläche der beweglichen Wand, und
die bewegliche Wand weist mehrere winkelmäßig verteilte Löcher durch
die quer verlaufende Wand um den Anschluss zwischen ihrem röhrenförmigen Bereich
und ihrer hinteren Fläche
auf,
- – ist
die erste Feder außerhalb
der zweiten Feder angeordnet,
- – liegt
das hintere Ende einer röhrenförmigen Hülse zum
Halten der ersten und zweiten Feder an dem Stift an, ist die erste
Feder zwischen einer vorderen Absatzfläche der Hülse und der beweglichen Wand
zwischengeschaltet, und die zweite Feder ist zwischen einer vorderen
Fläche
der röhrenförmigen Hülse und
einer quer verlaufenden Absatzfläche
des röhrenförmigen Elements,
insbesondere eine hintere Fläche
des Kragens am vorderen Ende des vorderen Abschnitts, zwischengeschaltet,
- – ist
der hintere Abschnitt des röhrenförmigen Elements
durch eine Lippendichtung in dichter Weise in dem hinteren Abschnitt
des Gehäuses
angebracht,
- – ist
der röhrenförmige Bereich
der beweglichen Wand, welcher den Tauchkolben aufnimmt, mit der
beweglichen Wand einstückig
ausgebildet, und er weist eine Bohrung auf, in welcher der Tauchkolben
aufgenommen ist und die gegenüber der
Reaktionsscheibe mündet,
- – sind
die bewegliche Wand, das röhrenförmige, schwimmende
Element und die Schale, die fest mit dem Tauchkolben verbunden ist,
durch Stanz- und Tiefziehverfahren realisiert.
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Weitere
Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich beim Lesen der
nachfolgenden ausführlichen
Beschreibung, für
dessen Verständlichkeit auf
die beigefügten
Zeichnungen verwiesen wird. In den Zeichnungen zeigen:
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1 eine
axiale Gesamtschnittansicht einer Servobremse, die einen pneumatischen
Servomotor zur Bremsunterstützung
aufweist, der gemäß einem
früheren
Stand der Technik realisiert ist;
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2 eine
detaillierte Ansicht des Servomotors aus 1;
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3 eine
perspektivische Ansicht der Elemente, die sich im Gehäuse eines
erfindungsgemäßen Servomotors
befinden;
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4 eine
detaillierte, axiale Schnittansicht eines erfindungsgemäß realisierten
Servomotors, wobei der Tauchkolben nicht im Betrieb ist, das Ausgleichsventil
geöffnet
und das Einlassventil geschlossen ist;
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5 eine
detaillierte, axiale Schnittansicht eines erfindungsgemäß realisierten
Servomotors, wobei der Tauchkolben betätigt ist und das Ausgleichsventil
und das Einlassventil geschlossen sind;
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6 eine
detaillierte, axiale Schnittansicht eines erfindungsgemäß realisierten
Servomotors, wobei der Tauchkolben betätigt, das Ausgleichsventil geschlossen
und das Einlassventil geöffnet
ist;
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7 eine
detaillierte, axiale Schnittansicht eines erfindungsgemäß realisierten
Servomotors, wobei der Tauchkolben wieder freigegeben, das Ausgleichsventil
erneut geöffnet
und das Einlassventil wieder geschlossen ist.
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In
der nachfolgenden Beschreibung bezeichnen identische Bezugszeichen
identische Teile oder Teile mit ähnlichen
Funktionen.
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Üblicherweise
bezeichnen die Begriffe „vorderer", „hinterer", „oberer", „unterer" jeweils Elemente
oder Positionen, die jeweils zum linken, rechten, oberen oder unteren
Teil der 1 bis 7 orientiert
sind.
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In 1 ist
die Gesamtheit einer Servobremse 10 dargestellt, die einen
herkömmlichen,
pneumatischen Servomotor 11 zur Bremsunterstützung für ein Kraftfahrzeug
aufweist. Der Servomotor 11 soll einen Hauptzylinder 13 zum
Bremsen des Fahrzeuges betätigen.
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In
bekannter Weise weist der pneumatische Servomotor 11 ein
starres Gehäuse 12 auf,
in dem eine quer verlaufende, bewegliche Wand 14 angebracht
ist, die in dichter Weise eine vordere Kammer 16, die einem
ersten Druck „P1" ausgesetzt
ist, und eine hintere Kammer 18 abgrenzt, die einem zweiten Druck „P2" ausgesetzt
ist. Der zweite Druck „P2" kann zwischen
dem Wert des Drucks „P1" und
dem Wert eines Drucks „Pa",
der größer ist
als der des Drucks „P1",
variieren, um die Verlagerungen der Wand 14 zu bewirken,
welche eine Betätigungsstange 28 des Hauptzylinders 13 beaufschlagen
kann, wie später zu
sehen sein wird.
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Genauer
gesagt entspricht der Druck „P1" insbesondere
einem Druck, der von einer Unterdruckquelle des Fahrzeugs geliefert
wird. Bei einem Motor mit Fremdzündung
wird der Unterdruck „P1" beispielsweise
von einem Ansaugkrümmer
des Kraftfahrzeugmotors geliefert, und bei einem Motor mit Kompressionszündung des
Typs „Diesel" wird der Unterdruck „P1" beispielsweise
von einer Vakuumpumpe des Fahrzeugs geliefert.
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Die
vordere Kammer 16 ist mittels einer Unterdruckleitung 20,
die in dem Gehäuse 12 mündet, mit
der Unterdruckquelle des Fahrzeugs verbunden.
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Der
pneumatische Servomotor 11 weist einen beweglichen Kolben 22 mit
der Achse A auf, der fest mit der beweglichen Wand 14 verbunden
ist. Der bewegliche Kolben 22 ist beispielsweise durch
die bewegliche Wand 14 eingesetzt.
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Innerhalb
des Gehäuses 12 wird
die bewegliche Wand 14 durch erste Rückstellmittel, die aus einer
Rückstellfeder 24 bestehen,
die am Gehäuse 12 und
an einer vorderen Fläche 26 des
beweglichen Kolbens 22 anliegt, elastisch nach hinten zurückgestellt.
Die vordere Fläche 26 des
beweglichen Kolbens 22 weist einen vorderen, zylindrischen
Bereich 32 auf, der gegenüber einer Reaktionsscheibe 27 angeordnet
ist, die in einer Schale 30 aufgenommen ist, welche mit
der Betätigungsstange 28 des
Hauptzylinders 13 fest verbunden ist.
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Eine
Steuerstange 38, die beispielsweise mittels einer Kupplungsmuffe 41 mit
einem Bremspedal des Fahrzeugs verbunden ist, kann sich im Gehäuse 12,
und insbesondere in dem beweglichen Kolben 22 selektiv
in Abhängigkeit
von einer axialen Ausgangskraft, die nach vorne auf die Muffe 41 ausgeübt wird,
verlagern. Die Betätigungskraft
wird entgegen einer Rückstellkraft
ausgeübt,
die durch zweite Rückstellmittel,
insbesondere durch eine Rückstellfeder 40,
die zwischen dem beweglichen Kolben 22 und der Steuerstange 38 zwischengeschaltet
ist, auf die Stange 38 erzeugt wird.
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Das
vordere Ende der Steuerstange 38, das der Muffe 41 entgegengesetzt
ist, ist als Kugelgelenk 42 ausgebildet und in einer komplementären Aufnahme 44 eines
im Wesentlichen zylindrischen Tauchkolbens 46 aufgenommen,
welcher gleitend in dem beweglichen Kolben 22 angebracht
ist.
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Wie
insbesondere in 2 dargestellt ist, können die
Bewegungen der Steuerstange 38 die Öffnungs- und Schließvorgänge mindestens
eines axialen Ventils 52, genannt „Einlassventil", das zwischen einer
Druckquelle, die dem Druck „Pa" ausgesetzt
ist, welcher höher
ist als der erste Druck „P1", und
der hinteren Kammer 18 zwischengeschaltet ist, und mindestens
eines axialen Ventils 50, genannt „Ausgleichsventil", das zwischen der
vorderen Kammer 16 und der hinteren Kammer 18 zwischengeschaltet
ist, bestimmen, um die oben beschriebene bewegliche Wand zu betätigen.
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In
bekannter Weise und in einer Weise, welche die Erfindung nicht einschränkt, entspricht
die dem Druck „Pa" ausgesetzte
Druckquelle dem atmosphärischen
Umgebungsbereich. Zu diesem Zweck mündet das Ventil 52 direkt
in ein hinteres Ende 54 des Körpers des Kolbens 22,
der eine axiale Leitung bildet, die zum Freien geöffnet ist.
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Herkömmlicherweise
sind das Ausgleichsventil 50 und das Einlassventil 52 Teil
eines einzigen Dreiwegeventils 56, bei dem ein gemeinsamer
Sitz 58 aus einer vorderen Absatzfläche eines ringförmigen,
beweglichen Elements 60 besteht, das durch eine Feder 62 gegen
einen Kragen 64 des Tauchkolbens 46 und gegen
einen Kragen 66 des Kolbens 22 elastisch zurückgestellt
wird.
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Somit
kann eine im Wesentlichen radiale Leitung 68, die den Kolben 22 durchquert
und in die vordere Kammer 16 mündet, oder die im Wesentlichen axiale
Leitung 54, die außerhalb
des Servomotors 11 mündet,
mittels einer Bohrung 72 zum Führen des Tauchkolbens und mittels
einer in dieser Bohrung gebildeten Rille 70 selektiv verbunden
werden, wobei eine radiale Leitung 74 den Kolben 22 durchquert und
in die hintere Kammer 18 mündet, um eine Druckdifferenz
zwischen der vorderen 16 und der hinteren Kammer 18 aufrechtzuerhalten
oder zu beseitigen und somit die Verlagerungen der beweglichen Wand 14 zu
bewirken.
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Das
Einlassventil 52 und das Ausgleichsventil 50 werden
durch die zweiten Rückstellmittel,
die aus der Feder 40 der Steuerstange 38 bestehen, elastisch
in eine Schließposition
des Einlassventils 52 und in eine Öffnungsposition des Ausgleichsventil 50 zurückgestellt.
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Die
Anwendung einer derartigen Ausgestaltung ist besonders kostspielig,
da es notwendig ist, einen Kolben zu verwenden, dessen inneren Formen,
welche die Leitungen 68 und 74 bilden sollen, durch
ein Bearbeitungsverfahren realisiert werden müssen oder durch ein Formverfahren,
bei dem die Leitungen durch radiale Schieber erhalten werden.
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Um
diesen Nachteil zu beseitigen, schlägt die Erfindung einen Servomotor 11 des
zuvor beschriebenen Typs vor, bei dem die Leitungen für den Einlass
und den Ausgleich in röhrenförmigen Elementen
des Servomotors 11 gebildet sind.
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Wie
in den 3 bis 7 dargestellt ist, besitzt der
Servomotor 11 zu diesem Zweck keinen Kolben und weist folgendes
auf:
- – ein
röhrenförmiges,
schwimmendes Element 76 aus einem Stück, das im Wesentlichen radial
zwischen dem Tauchkolben 46 und dem Gehäuse 12 zwischengeschaltet
ist, das axial beweglich ist, durch dritte Rückstellmittel elastisch zur
beweglichen Wand 14 zurückgestellt
wird und bei dem quer verlaufende, axial versetzte Flächen 78, 80 erste
Dichtelemente 82, 84 der axialen Ventile 52, 50 für den Einlass
und den Ausgleich aufweisen,
- – ein
zweites, quer verlaufendes, komplementäres Dichtelement 86 des
axialen Einlassventils 52, das von dem hinteren Ende 45 des
Tauchkolbens 46 getragen ist,
- – ein
zweites, quer verlaufendes, komplementäres Dichtelement 88 des
axialen Ausgleichsventils 50, das mindestens auf einem
Teilstück
der hinteren Fläche 90 der
beweglichen Wand 14 angeordnet ist.
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Das
hintere Ende 45 des Tauchkolbens 46 weist ferner
eine hintere Schale 49 auf, die das zweite, quer verlaufende,
komplementäre
Dichtelement 86 des axialen Einlassventils 52 aufweist,
und ist von einem vorderen, unabhängigen Stift 51 durchquert, an
dem die Enden 41, 123 zweier konzentrischer Federn 40, 122 anliegen,
wobei eine erste Feder 40 mit einer erhöhten Steifigkeit, deren anderes
Ende 39 an der beweglichen Wand 14 anliegt, die
zweiten Rückstellmittel
bildet, die der Steuerstange 38 zugeordnet sind, und wobei
die zweite Feder 122 mit einer geringen Steifigkeit, deren
anderes Ende 121 an einer Absatzfläche des röhrenförmigen Elements 76 anliegt, die
dritten Rückstellmittel
bildet, die dem röhrenförmigen Element 76 zugeordnet
sind, und eine Beaufschlagung dieses Elements zum Schließen des
Ausgleichsventils 50 ermöglicht.
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Erfindungsgemäß weist
das röhrenförmige, schwimmende
Element 76 einen röhrenförmigen, vorderen
Abschnitt 100 auf, der in dichter Weise um einen röhrenförmigen Bereich 98 der
beweglichen Wand 14 angebracht ist, welcher den Tauchkolben 46 gleitend
aufnimmt. Das vordere Ende 102 des vorderen Abschnitts 100 weist
die vordere, quer verlaufende Fläche 80 auf,
die das erste Dichtelement 84 des Ausgleichsventils 50 gegenüber dem
zweiten Dichtelement 88 des Ausgleichsventils 50,
das von der hinteren Fläche 90 der
beweglichen Wand 14 getragen ist, trägt. Das Ende 102 des
vorderen Abschnitts 100 ist radial außerhalb mindestens eines Verbindungslochs 106 angeordnet,
welches die Wand 14 durchquert, und ein hinterer Teil des
röhrenförmigen,
vorderen Abschnitts 100, der hinter den Dichtmitteln angeordnet
ist, welche sein dichtes Gleiten um den röhrenförmigen Bereich 98 ermöglichen, ist
durch Längsöffnungen 105 mit
der hinteren Kammer 18 verbunden.
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Erfindungsgemäß weist
das röhrenförmige, schwimmende
Element 76 ebenfalls einen röhrenförmigen, hinteren Abschnitt 108 auf,
der einen kleineren Durchmesser als der vordere Abschnitt 100 besitzt,
der in dichter Weise gleitend in einem röhrenförmigen, hinteren Abschnitt 109 des
Gehäuses 12 geführt ist.
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Der
röhrenförmige, hintere
Abschnitt 108 ist insbesondere gleitend durch eine Lippendichtung 113 angebracht,
die von dem röhrenförmigen,
hinteren Abschnitt 109 des Gehäuses 12 getragen ist.
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Vorteilhafterweise
weist der röhrenförmige, hintere
Abschnitt 109 des Gehäuses 12 mindestens eine
ringförmige
Absatzfläche 111 auf,
gegen welche die Enden des Stifts 51 anschlagen sollen,
um den Tauchkolben 46 und die Steuerstange 38 in
ihren Ruhelagen zu halten, wie insbesondere in 4 dargestellt
ist.
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Der
Stift 51 ist in einem Loch 53 aufgenommen, das
den Tauchkolben 46 diametral durchquert. Er durchquert
darüber
hinaus diametral entgegengesetzte Öffnungen 55 des röhrenförmigen Bereichs 98,
der den Tauchkolben 46 gleitend aufnimmt, und die Längsöffnungen 105 des
röhrenförmigen Elements 76.
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Der
röhrenförmige, hintere
Abschnitt 108 bildet eine Einlassleitung, die von der Druckquelle
gespeist ist, die dem Druck „Pa" ausgesetzt
ist, welcher höher
ist als der erste Druck „P1".
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Eine
quer verlaufende, vordere Anschlussfläche 78 zwischen dem
hinteren Abschnitt 108 und dem vorderen Abschnitt 100 trägt das erste
Dichtelement 82 des Einlassventils 52 gegenüber der
Schale 49 des Tauchkolbens.
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Das
erste Dichtelement 82 des Einlassventils 52 besteht
insbesondere einfach aus der quer verlaufenden Anschlussfläche 78 zwischen
dem vorderen 100 und dem hinteren Abschnitt 108 des
röhrenförmigen,
schwimmenden Elements 76, und das zweite Dichtelement 86 des
Einlassventils 52 besteht aus einer Dichtung, die von einem
Kragen 87 der Schale 49 getragen ist, welche fest
mit dem Tauchkolben 46 verbunden ist. Die Dichtung 86 ist
vorzugsweise auf beiden Seiten des Kragens 87 des Tauchkolbens 46 angebracht.
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Darüber hinaus
besteht das erste Dichtelement 84 des Ausgleichsventils 50 aus
einer Dichtung, die von einem Kragen getragen ist, der am Ende 102 des
vorderen Abschnitts 100 des röhrenförmigen, schwimmenden Elements 76 gebildet
ist, und das zweite Dichtelement 88 des Ausgleichsventils 50 besteht
aus einem Teilstück
der hinteren Fläche 90 der beweglichen
Wand 14. Die Dichtung 84 ist vorzugsweise auf
beiden Seiten des Kragens angebracht, der das Ende 102 des
vorderen Abschnitts 100 des röhrenförmigen Elements 76 bildet.
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Diese
Anordnungen schränken
die Erfindung nicht ein, die Dichtungen könnten von der quer verlaufenden
Anschlussfläche 78 zwischen
dem vorderen 100 und dem hinteren Abschnitt 108 bzw.
von der hinteren Fläche 90 der
beweglichen Wand 14 getragen sein.
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Der
röhrenförmige Bereich 98 zum
Führen des
Tauchkolbens 46 ist von der beweglichen Wand 14 getragen,
mit der er vorzugsweise einstückig
ausgebildet ist, und erstreckt sich axial ausgehend von der hinteren
Fläche 90 der
beweglichen Wand 14. Er weist eine Bohrung 99 auf,
in welcher der Tauchkolben 46 gleitend angebracht ist und
die gegenüber
der Reaktionsscheibe 32 mündet, damit der Tauchkolben 46 die
Reaktionsscheibe 32 beaufschlagen kann.
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In
dieser Ausgestaltung gleitet der vordere Abschnitt 100 mittels
einer Lippe 85 der Dichtung 84 in dichter Weise
auf dem röhrenförmigen Bereich 98. Damit
das Ausgleichsventil 50 die Verbindung zwischen der vorderen
Kammer 16 und der hinteren Kammer 18 unterbrechen
oder gestatten kann, weist die bewegliche Wand 14 mehrere
winkelmäßig verteilte
Löcher 106 durch
die quer verlaufende Wand 14 um den Anschluss zwischen
ihrem röhrenförmigen Bereich 98 und
ihrer hinteren Fläche 90 auf.
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In
der bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung ist die erste Feder 40 mit der höchsten Belastung
außerhalb
der zweiten Feder 122 mit der geringsten Belastung angeordnet.
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Um
diese Montage zu ermöglichen,
liegt das hintere Ende einer röhrenförmigen Hülse 130 zum Halten
der ersten 40 und zweiten Feder 122 an den freien
Enden des Stifts 51 an. Die erste Feder 40 ist zwischen
einer vorderen Absatzfläche 132 der
Hülse 130 und
der beweglichen Wand zwischengeschaltet, und die zweite Feder 122 ist
zwischen einer vorderen Endfläche 134 der
röhrenförmigen Hülse 130 und
einer quer verlaufenden Absatzfläche
des röhrenförmigen Elements,
insbesondere eine hintere Fläche 136 des
Kragens 102 am vorderen Ende des vorderen Abschnitts 100,
zwischengeschaltet.
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Ein
besonderer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass die bewegliche
Wand 14, das röhrenförmige, schwimmende
Element 76 und die Schale 49, die fest mit dem
Tauchkolben 46 verbunden ist, vorzugsweise durch Stanz-
und Tiefziehverfahren realisiert sind. Diese Ausgestaltung ist besonders
vorteilhaft, da sie es ermöglicht,
den Servomotor 11 schneller zu realisieren.
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Da
die bewegliche Wand 14 und das röhrenförmige Element 76 einfache,
röhrenförmige Formen aufweisen,
ermöglicht
es diese Ausgestaltung darüber
hinaus, die Strömung
der Luft durch Ventile 50 und 52 zu fördern, wodurch
die Ansprechzeiten des Servomotors 11 verkürzt und
gleichzeitig sein geräuschsarmer
Betrieb gewährleistet
werden.
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In
dieser Ausgestaltung können
die inneren Elemente des Servomotors 11 vier verschiedene Ausgestaltungen
annehmen, die in den 4 bis 7 dargestellt
wurden.
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Wie 4 zeigt,
kann die Steuerstange 38 eine Ruhelage einnehmen. In dieser
Lage ist das Lufteinlassventil 52 geschlossen und das Ausgleichsventil
geöffnet,
so dass die vordere 16 und die hintere Kammer 18 dem
gleichen Unterdruck „P1" ausgesetzt
sind. Die Wand 14 ist somit starr. Die Steuerstange 38 und
der Tauchkolben 46 werden durch den Stift 51,
der an der ringförmigen,
quer verlaufenden Fläche 111 des
Gehäuses 12 anliegt,
in ihrer Ruhelage gehalten.
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Ausgehend
von dieser Position bewirkt eine Vorwärtsbewegung der Steuerstange 38 die
Vorwärtsbewegung
des Tauchkolbens 46 und des damit verbundenen Stifts 51,
wie in 5 dargestellt. Der Stift 51 drückt die
röhrenförmige Hülse 130 zum
Halten der ersten und zweiten Feder 40, 122 zurück. Die erste
Feder 40 drückt
sich zusammen, während
die röhrenförmige Hülse 130 mittels
der Feder 122 das röhrenförmige Element 76 mitnimmt,
bis die Dichtung 84 mit dem Teil der hinteren Fläche 90 der
Wand 14 in Berührung
gelangt, wodurch das Schließen
des Ausgleichsventils 50 bewirkt wird, wie in 5 gezeigt
ist.
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Indem
die Steuerstange ihre Vorwärtsbewegung
weiterführt,
drückt
sie die Feder 122 mittels der röhrenförmigen Hülse 130 zusammen,
wodurch, wie in 6 gezeigt ist, die Schale 49 und
die zugeordnete Dichtung 86 sich von der quer verlaufenden
Anschlussfläche 78 zwischen
dem vorderen 100 und dem hinteren Abschnitt 108 des
Elements 76 lösen, welche
das erste Dichtelement 82 des Einlassventils 52 bildet.
Die Luft mit dem atmosphärischen
Druck dringt in die hintere Kammer 18 ein und drückt die
bewegliche Wand 14 zurück.
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Wenn
die Steuerstange 38 gelöst
ist, wie in 7 dargestellt, bewirkt die Dekompression
der ersten Feder 40 das Zurückstellen der Steuerstange in
ihre Ruhelage. Bei seiner Rückstellung
führt der Tauchkolben 46 die
Schale 49 dazu, erneut mit der quer verlaufenden Anschlussfläche 78 zwischen
dem vorderen 100 und dem hinteren Abschnitt 108 des Elements 76 in
Berührung
zu gelangen, wodurch das Einlassventil 52 geschlossen und
dann das Zurückstellen
des röhrenförmigen Elements 76 und
somit das erneute Öffnen
des Ausgleichsventils bewirkt wird. Aus diesem Grund wird die in
der hinteren Druckkammer 18 enthaltene Luft mit dem atmosphärischen
Druck „Pa" in
die vordere Druckkammer 14 abgeleitet, welche dem Unterdruck „P1" ausgesetzt ist.
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Die
Erfindung ermöglicht
es somit, einen Servomotor zur Verfügung zu haben, der verkürzte Ansprechzeiten
und einen besonders geräuschsarmen
Betrieb aufweist, der darüber
hinaus bei weitem auf einer röhrenförmigen,
tiefgezogenen Ausgestaltung beruht, die seine Herstellung vereinfacht.