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Technisches Gebiet
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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Schärfvorsatz für einen Rasenmäher des
Zylindertyps gemäß dem Oberbegriff
von Anspruch 1. Ein solcher Vorsatz ist in der GB-A-1514615 offenbart.
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Hintergrund
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Rasenmäher des
Zylindertyps umfassen im Allgemeinen gewendelte Klingen, die in
einer zylindrischen Konfiguration um die Wendelachse drehbar angebracht
sind und zum Abschneiden des Grases zusammen mit einer feststehenden
unteren Klinge des Rasenmähers
betätigbar
sind.
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Eine
Art Schärfvorsatz
für solche
Rasenmäher,
der nachfolgend als „Schärfvorsatz
der definierten Art" bezeichnet
wird, umfasst einen länglichen Streifen
mit einer Oberfläche,
die mit abrasivem Material versehen ist, ein Klammerelement, das
sich über
die axiale Länge
der gewendelten Klingen des Rasenmähers erstreckt und den länglichen
Streifen hält,
und lösbare
Befestigungsmittel zum Befestigen des Klammerelements an der feststehenden
unteren Klinge des Rasenmähers,
so dass das abrasive Material des länglichen Streifens, wenn der
Letztgenannte von dem Klammerelement gehalten wird, im Allgemeinen
tangential zu der von den gewendelten Klingen beschriebenen zylindrischen
Bahn angeordnet sein kann und im Zuge der Bewegung der gewendelten
Klingen nacheinander mit diesen in Eingriff kommen kann, um dadurch
die gewendelten Klingen zu schärfen.
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Weitere
Beispiele für
Schärfvorsätze der
definierten Art sind beispielsweise aus der GB-1588045, GB-1588046
und GB-2029736 bekannt. Diese Schärfvorsätze der definierten Art sind zwar
für einen
Rasenmäher
dieses Typs mit einer flachen feststehenden unteren Klinge (d. h.
mit rechteckigem Querschnitt) ausgezeichnet geeignet, jedoch weniger
für neuere
Zylinderrasenmäher,
die eine feststehende untere Klinge mit im Wesentlichen J-förmigem Querschnitt
aufweisen.
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Diese
mangelnde Eignung ist durch die Schwierigkeit bedingt, lösbare Befestigungsmittel
bereitzustellen, die das Klammerelement fest und sicher an einer
feststehenden unteren Klinge mit im Wesentlichen J-förmigem Querschnitt
halten.
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Kurzbeschreibung der Erfindung
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für einen Rasenmäher des
Zylindertyps einen Schärfvorsatz
gemäß Anspruch
1 bereitzustellen.
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Kurze Beschreibung der
Zeichnungen
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Nachfolgend
werden anhand der beigefügten
Zeichnungen beispielhaft Ausführungsformen
der Erfindung beschrieben. Es zeigt:
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1 eins
schematische perspektivische Ansicht der unterseitigen Teile eines
Rasenmähers vom
Zylindertyp,
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2 unter A, B und C alternative Querschnitte
einer unteren Klinge eines Rasenmähers nach 1,
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3 eine
schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Schärfvorsatz, die an einer unteren
Klinge nach 2 befestigt ist, und
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4 eine
Seitenansicht von Teilen der Schärfvorsatz
nach 3, die jedoch eine leicht abgewandelte Form aufweisen.
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Detaillierte Beschreibung
von Beispielen) der Erfindung
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Der
Rasenmäher 10 in 1 ist
vom Zylindertyp und umfasst eine Mehrzahl gewendelter Klingen 12,
die in einer zylindrischen Konfiguration um die durch eine Achse
oder Welle 14 definierte Wendelachse drehbar angebracht
sind und zum Abschneiden des Rasengrases zusammen mit einer feststehenden
unteren Klinge betätigbar
sind. Die untere Klinge 15 in 1 ist flach
und weist einen rechteckigen Querschnitt auf. Alternative Formen
der unteren Klinge 15, die je weils einen im Wesentlichen J-förmigen Querschnitt
aufweisen, sind in 2A, 2B bzw. 2C dargestellt.
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Wie
in 3 dargestellt, umfasst die Schärfvorsatz 20 ein Klammerelement 21 mit
etwa T-förmigem
Querschnitt, das ein Stegteil 22 und einen) oberen/s Schenkel
oder Querteil 23 aufweist, der/das sich zu beiden Seiten
eines Endes des Stegteils 22 erstreckt. Die Länge des
Klammerelements 21 entspricht mindestens der axialen Länge der
Schneidklingen 12 des Zylinders 10. Das Querteil 23 ist
mit zwei länglichen
streifenartigen Oberflächen
versehen, die zueinander in einem Winkel von weniger als 180° (z. B. in
einem Neigungswinkel in der Größenordnung
von 170°)
geneigt sind. Dieser/s obere Schenkel oder Querteil 23 des
Klammerelements 21 hält
bei Gebrauch einen entfernbaren länglichen Streifen 24,
der eine Oberfläche 28 aufweist,
die mit abrasivem Material (z. B. daran haftenden abrasiven Partikeln)
versehen ist, wobei die gegenüberliegende Oberfläche des
Streifens mit Klebstoff beschichtet ist, der vor dem Aufkleben auf
die Oberfläche
(gegenüber
dem Steigteil 22) des Querteils 23 an einem nicht dargestellten
entfernbaren Unterlegstreifen aus Kraftpapier oder dergleichen haftet.
Das Stegteil 22 ist als Kanal 25 mit im Allgemeinen
C-förmigem Querschnitt
ausgebildet, wobei die Endabschnitte 26 des „C" im Wesentlichen
in einer gemeinsamen Ebene liegen, die sich im Wesentlichen parallel
zur Buchtwand 27 des „C" erstreckt, und so
angeordnet sind, dass die Enden des „C" aufeinander zu weisen.
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Die
Schärfvorsatz
umfasst weiterhin ein Paar Halteelemente 30, die längs des
Kanals 25 in dem Stegteil 22 des Klammerelements
verschiebbar sind, so dass sie bei Gebrauch in Längsrichtung zueinander beabstandet
sind. Jedes Halteelement 30 ist im Allgemeinen L-förmig und
weist einen ersten Schenkel 31, der sich in Eingriff mit
dem Kanal 25 bringen lässt,
und einen zweiten Schenkel 32, der länger ist als der erste Schenkel 31 und
sich über
die untere Klinge des Rasenmähers
und über
das Ende des benachbarten Teils des Querteils 23 erstreckt,
auf. Nahe seinem freien Ende ist der zweite Schenkel 32 mit
einer mit einem Gewinde versehenen Öffnung 33 für die Aufnahme
eines mit einem Schraubgewinde versehenen Elements 34 durch
Einschrauben des Letztge nannten versehen. Bei Gebrauch befindet sich
das mit einem Schraubgewinde versehene Element 34 in Eingriff
mit der unteren Klinge 15 des Rasenmähers, so dass, wenn sich das
Halteelement 30 in Eingriff mit dem Kanal 25 des
Stegteils 22 befindet, das Klammerelement 21 durch
Klemmen an der unteren Klinge 15 des Zylindermähers 10 befestigt
werden kann, unabhängig
davon, ob diese einen J-förmigen
Querschnitt aufweist, wie in 2 und 3 dargestellt,
oder einen rechteckigen Querschnitt aufweist (wie bei älteren Zylinder-Rasenmähern üblich).
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Vor
dem Befestigen der Schärfvorsatz 20 an dem
Rasenmäher 10 zum
Schärfen
der gewendelten Klingen 12 wird vorbereitend der Einstellmechanismus
des Rasenmähers
so betätigt,
dass der Zwischenraum zwischen der vorderen Kante oder Lippe der
unteren Klinge 15 und der zylindrischen Bahn 16 der
Spitzen der gewendelten Klingen 12 eine maximale Größe erreicht.
Dieser Einstellmechanismus umfasst üblicherweise gefederte Schrauben,
die auf die Welle 14 des Schneidzylinders einwirken. Vor oder
nach einer solchen Einstellung des Zwischenraums wird der Rasenmäher 10 in
Seitenlage (die in 1 dargestellte Position) gebracht
oder nach hinten gekippt, um die gewendelten Klingen 12 und
die untere Klinge 15 leichter zugänglich zu machen. An den Klingen
haftendes, zusammengeballtes Gras wird abgekratzt.
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Anschließend wird
der Schärfvorsatz 20 an der
unteren Klinge 15 befestigt, wobei die führende Kante
dieser Klinge an dem Stegteil 22 des Klammerelements 21 anliegt
(siehe 3). Die zwei Halteelemente 30 werden
dann in den C-Kanal 25 eingeführt und diesen entlang geschoben,
bis sie geeignete, in Längsrichtung
der unteren Klinge 15 zueinander beabstandete Positionen
erreicht haben. Schließlich wird
mithilfe der Schrauben 34 eine Klemmverbindung zwischen
diesen Halteelementen und der unteren Klinge, und zwar der Unterseite 19 der
feststehenden unteren Klinge 15, hergestellt. Durch die
beschriebene Verschiebbarkeit der Halteelemente 30 können diese
so positioniert werden, dass die Klemmverbindung in durchgehenden, „gesunden" Bereichen der unteren
Klinge 15, d. h. entfernt von eventuellen Löchern oder
in der unteren Klinge 15 angeordneten Nieten oder Befestigungs-
oder Einstellschrauben, erfolgt.
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Anschließend wird
der Einstellmechanismus des Rasenmähers ein weiteres Mal betätigt, um
den durch die auf der Achse 14 angeordneten gewendelten
Klingen 12 gebildeten Zylinder abzusenken und eine der
gewendelten Klingen 12 in engen Kontakt mit der abrasiven
Oberfläche 28 des
auf das Querteil 23 des Klammerelements 21 des
Schärfvorsatzes aufgeklebten
Streifens 24 zu bringen. Das abrasive Material 28 des
Streifens ist dann im Allgemeinen tangential zu der von den gewendelten
Klinge 12 beschriebenen zylindrischen Bahn angeordnet. Schließlich wird
der Zylinder mit normaler Schneidgeschwindigkeit gedreht (wobei
sich der Rasenmäher jedoch
nicht auf Gras befindet), indem die Energiezufuhr eingeschaltet
wird (wenn es sich um einen motorgetriebenen Rasenmäher handelt)
oder im Fall eines mit Muskelkraft angetriebenen Rasenmähers der Mäher vorwärts (in
Schneidrichtung) oder vor- und rückwärts bewegt
wird.
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Im
Zuge der Drehung der Klingen 12 kommen alle Klingen 12 des
Schneidzylinders nacheinander in Reibkontakt mit dem abrasiven Streifen 24 und
werden dadurch im gleichen Maß geschärft und auf
den korrekten Winkel gebracht, da der Kontakt mit dem abrasiven
Streifen 24 an der Stelle erfolgt, an der normalerweise
der Schneidvorgang stattfindet. Der Schärfvorgang wird mit der Abnahme
des Vorsatzes und der Wiedereinstellung des (durch die um die Achse 14 angeordneten
gewendelten Klingen 12 gebildeten) Schneidzylinders bezogen
auf die feststehende untere Klinge 15 abgeschlossen.
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Bei
einem Rasenmäher,
der eine flache untere Klinge 15 mit rechteckigem Querschnitt
(anstelle der in 2–4 dargestellten
Klinge mit J-förmigem
Querschnitt) aufweist, wird die gleiche Schrittfolge eingehalten
und der gleiche Schärfvorsatz 20 verwendet.
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In
einer Abwandlung sind die Halteelemente 30 nicht exakt
L-förmig,
sondern können
beispielsweise die in 4 dargestellte Form aufweisen.
Dabei weist der zweite Schenkel 32 zwei Abschnitte 32a und 32b auf.
Der Abschnitt 32a ist mit dem ersten Schenkel 31 verbunden
und erstreckt sich in einem Winkel von 90° zu diesem. Der Abschnitt 32b ist
etwa doppelt so lang wie der Abschnitt 32a und in einem Winkel
zu diesem angeordnet, wobei die die Abschnitte 32a und 32b enthaltenden
Ebenen in einem Winkel von 114° bis
150°, vorzugsweise
etwa 132°, zueinander
angeordnet sind. In einem konkreten Beispiel erfolgt das Formen
dieses abgewandelten Halteelements 30 durch Schneiden einer
Länge eines
12 mm breiten und 2 mm dicken leicht zu bearbeitenden Stahlstreifens
und Formen desselben durch ein- oder mehrmaliges Biegen, so dass
man den Schenkel 31 mit einer Länge von 9 mm, den Schenkelabschnitt 32a mit
einer Länge
von 9 mm und den Schenkelabschnitt 32b mit einer Länge von
etwa 18 mm erhält, wobei
die Achse der mit einem Gewinde versehenen Schraubenöffnung 33 etwa
6 mm vom freien Spitzende des Schenkelabschnitts 32b, distal
vom Schenkel 31, angeordnet ist und die Öffnung mit
einem Gewinde für
eine 10 mm M4 Zylinderkopfschraube 34 versehen ist.
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In
einer anderen Abwandlung weisen die zwei Halteelemente 30 jeweils
einen im Allgemeinen T-förmigen
Querschnitt (anstelle des L-förmigen Querschnitts)
auf. Ein das Querteil des „T" darstellender (und
dem ersten Schenkel 31 entsprechender) Schenkel ist zweiteilig
ausgebildet, wobei sich die beiden Teile in entgegengesetzte Richtungen
zu beiden Seiten eines Endes des zweiten Schenkels 32 des „T" erstrecken, und
lässt sich
mit den zwei einander gegenüberliegenden
Hälften
des Kanals mit im Allgemeinen C-förmigem Querschnitt in Eingriff
bringen. Dadurch entsteht eine sicherere Verbindung zwischen den
zwei Halteelementen und dem Stegteil 22 des Klammerelements 21.
Das Formen der abgewandelten Halteelemente kann durch Stanzen und Biegen
eines Metallstreifens oder -schnittteils in geeigneter Weise oder
das Abschneiden von Stücken von
einem extrudierten Profil mit geeignetem T-förmigem Querschnitt erfolgen.