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Die
gegenständliche
Erfindung bezieht sich auf Sicherheitsschilder für hypodermische Nadeln, Blutsammelnadeln,
Katheternadeln und andere medizinische Arbeitsgeräte, um unbeabsichtigte
Nadelstiche zu verhindern.
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Hintergrund
der Erfindung
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Sicherheitsschilder
bzw. -schirme werden in der Gesundheitsvorsorge-Industrie weithin
verwendet, um das Risiko von unbeabsichtigten Nadelstichen zu eliminieren
oder reduzieren. Sicherheitsschilder haben viele Formen angenommen,
einschließlich
Schilder, die entlang der Nadelkanüle von einer proximalen Position
zu einer distalen Position verlaufen. Die distale Spitze der Nadelkanüle ist zum Gebrauch
bloßgelegt,
wenn sich der Schild in der proximalen Position befindet. Jedoch
ist die zugespitzte distale Spitze der Nadelkanüle bedeckt, wenn sich der Schild
in der distalen Position befindet.
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Manche
Schilder sind groß und
verlaufen bzw. erstrecken sich über
eine Nadel, Nadelhalter oder ein anderes medizinisches Gerät. Manche
derartigen großen
Schilder beinhalten auch Schraubenfedern, um den Schild distal vorwärts zu treiben.
Die Feder ist üblicherweise
in einem kollabierten bzw. zusammengezogenen Zustand rund um naheliegende bzw.
proximale des medizinischen Geräts
verriegelt, wenn der Schild in der proximalen Position gehalten ist
bzw. wird. Eine Betätigungseinrichtung
wird nach einem Gebrauch des medizinischen Geräts ausgelöst, um die Feder freizugeben und
den Schild distal in eine abschirmende bzw. Abschirmungsstellung rund
um die Nadelkanüle
anzutreiben.
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Andere
Schilder sind viel kleiner und sind konfiguriert, um nur entlang
der Nadelkanüle
zu verlaufen. Der Schild in diesen Vorrichtungen gemäß dem Stand
der Technik kann mit der Spritze oder der Nadelnabe durch eine Leine
oder eine verknüpfte
Anordnung von angelenkten Armen verbunden werden, um den Bewegungsbereich
des Schilds relativ zur Nadelkanüle
zu limitieren. Auf diese Weise kann der Schild distal in eine umgebende
Beziehung mit der Spitze der Nadelkanüle bewegt werden. Dennoch schützen die
Leine oder die angelenkten Arme den Schild davor, komplett von der
Nadelkanüle
zu gleiten. Manche Schildanordnungen bzw. -baueinheiten dieses allgemeinen
Typs beinhalten einen Federmechanismus, um einen Abschnitt der distalen
Bewegung des Schilds entlang der Nadelkanüle zu unterstützen. Eine
abschirmende Anordnung dieses allgemeinen Typs ist in dem US-Patent Nr. 5,348,544
gezeigt, welches auf den Rechtsnachfolger der gegenwärtigen Erfindung übertragen
ist. Die abschirmende Anordnung, die in dem US Patent Nr. 5,348,544
gezeigt ist, erfordert, daß der
Benutzer einen digitalen Druck bzw. Fingerdruck auf einen der angelenkt
verbundenen Arme anwendet, um eine Abschirmung zu beginnen. Diesem
anfänglichen
Druck durch einen Finger wird von der Feder entgegengewirkt. Jedoch werden,
nach einem bestimmten Bereich einer Bewegung, die angelenkt bzw.
gelenkig verbundenen Arme so positioniert, daß die Feder die distale Bewegung
des Schilds unterstützt.
Die eine Nadel abschirmende Vorrichtung, die in dem US Patent Nr. 5,348,544
gezeigt ist, ist sehr effektiv.
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Manche
medizinische Prozeduren wenden einen Flügelsatz an, um ein Fluid von
einem Patienten zu sammeln oder ein Fluid einem Patienten zuzuführen. Ein
Flügelsatz
inkludiert typischerweise eine Länge
eines flexiblen Plastikschlauchs. Ein Ende des Schlauchs steht entweder
mit einer Zufuhr eines Fluids, das intravenös dem Patienten zugeführt werden wird,
oder mit einem Behälter
in Verbindung, der Blut oder andere Fluide erhalten wird, die dem
Patienten entnommen wurden. Der Flügelsatz enthält bzw.
inkludiert weiters eine Nadelanordnung. Die Nadelanordnung inkludiert
eine Nadelnabe, die gegenüberliegende
proximale und distale Enden aufweist. Das proximale Ende der Nabe
ist gesichert an das Ende des flexiblen Plastikschlauchs entfernt
von dem Behälter
montiert. Die Nadelkanüle
ist an das distale Ende der Nadelnabe montiert und ragt von diesem vor.
Die Nadelanordnung eines typischen Flügelsatzes inkludiert außerdem einen
Schild, der über
die Nadelnabe verläuft
und der von einer proximalen Position, wo die Nadelkanüle freigelegt
ist, in eine distale Position bewegt werden, in der die Nadelkanüle abgeschirmt
ist. Die Nadelanordnung inkludiert weiters mindestens einen Flügel, der
von der Nadelnabe oder dem Schild vorragt. Der Flügel erleichtert
eine digitale Bedienung bzw. Handhabung mit einem Finger der Nadelanordnung.
Der Flügel
kann auch dafür benutzt
werden, die Nadelanordnung an der Haut des Patienten festzulegen.
Viele Nadelanordnungen beinhalten ein Paar von flexiblen Flügeln, die
in einer gegenüberliegenden
Beziehung miteinander gefaltet werden können, um eine Bedienung mit
einem Finger zu erleichtern. Jedoch können die Flügel in eine koplanare Anordnung
bzw. Lage gefaltet werden, um die Nadelanordnung an der Haut des
Patienten festlegen.
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US
2001/0039 401 offenbart eine Nadelvorrichtung, die eine Nabe und
eine zugespitzte Nadelkanüle
sowie einen Schild zum Abschirmen der Nadelkanüle aufweist, wobei der Schild
zusammen mit einem proximalen Arm und einem distalen Arm bewegt
werden kann.
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Es
ist Gegenstand bzw. Ziel der Erfindung, eine verbesserte Nadelsicherheitsvorrichtung
anzubieten, welche verbesserte Handhabungs- und Bedienbarkeits-Charakteristika
aufweist.
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Dieses
Ziel wird durch eine Sicherheitsnadelanordnung erfüllt, die
die in Anspruch 1 geoffenbarten Eigenschaften aufweist. Bevorzugte
Ausführungsformen
werden in den abhängigen
Unteransprüchen
definiert.
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Die
Nabe kann aus Kunststoff bzw. Plastik geformt sein und beinhaltet
gegenüberliegende
proximale und distale Enden und einen Durchgang, der sich zwischen
den Enden erstreckt. Das proximale Ende der Nabe kann auf einer
Länge eines
flexiblen Plastikschlauchs montiert sein. Greifende bzw. Greifmittel
können
sich transversal von der Nabe erstrecken, um die Bedienung mit Fingern
des Flügelsatzes
zu erleichtern. Die Greifmittel umfassen eine dorsale Rippe und/oder
Flügel.
Die Flügel
können
im wesentlichen starr sein. Alternativ können die Flügel drehbar oder flexibel relativ
zu der Nabe sein und können
eine unvorgespannte Stellung einnehmen, wo die Flügel im wesentlichen
koplanar sind. Jedoch können
die Flügel
gedreht oder relativ zu der Nabe in im wesentlichen gegenüberliegende
Beziehungen abgelenkt werden, so daß die Flügel zwischen einem Daumen und
Zeigefinger gedrückt
werden können, um
eine Bedienung des Flügelsatzes
mit Fingern zu erleichtern.
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Die
Nadelkanüle
umfaßt
ein proximales Ende und ein distales Ende. Das proximale Ende der Nadelkanüle kann
sicher in dem distalen Ende der Nabe montiert sein bzw. werden,
so daß ein
Lumen durch die Nadelkanüle
sowohl mit dem Durchgang durch die Nabe als auch dem Plastikschlauch
kommuniziert bzw. in Verbindung steht. Das distale Ende der Nadelkanüle ist ausreichend
zugespitzt, um Haut und anschließendes Gewebe eines Patienten
zu durchdringen.
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Der
Schild bzw. Schirm des Flügelsatzes kann
gleitbar entlang der Nadelkanüle
von einer proximalen Position, im wesentlichen benachbart zur Nabe,
zu einer distalen Position zum Abschirmen der distalen Spitze der
Nadelkanüle
bewegbar sein. Der Flügelsatz
umfaßt
weiters Verbindungsmittel für
ein Beschränken
einer Bewegung des Schilds entlang der Nadelkanüle. Die Verbindungsmittel können ein flexibles
Band oder eine Vielzahl von angelenkt bzw. gelenkig artikulierenden
Armen umfassen, die sich von einem eingefahrenen Zustand in einen
ausgefahrenen Zustand bewegen können.
Die Verbindungsmittel befinden sich in dem eingefahrenen Zustand,
wenn sich der Schild in seiner proximalen Position relativ zur Nadelkanüle befindet.
Die Verbindungsmittel sind jedoch in einem vollkommen ausgefahrenen
Zustand, wenn sich der Schild in die abschirmende Anordnung rund
um die Spitze der Nadelkanüle
vorbewegt hat.
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Die
Verbindungsmittel können
ein distales Ende, das an den Schild bzw. Schirm angelenkt ist, und
ein proximales Ende umfassen, das an die Nadelnabe oder nahe davon
angelenkt ist. Noch genauer kann das proximale Ende der Verbindungsmittel direkt
an die Nadelnabe angelenkt werden. Alternativ kann das proximale
Ende der Verbindungsmittel an eine Basis angelenkt werden, welche
wiederum sicher mit der Nadelnabe verbunden ist.
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Der
Flügelsatz
kann weiters beaufschlagende bzw. Vorspannmittel umfassen, welche
den Schild von der proximalen Position zu der distalen Position beaufschlagen.
Die Vorspannmittel können
eine Torsionsfeder beinhalten, welche zwischen einer Vielzahl von
gelenkig verbundenen Armen der Verbindungsmittel montiert ist. Alternativ
können
die Vorspannmittel eine Schrauben- bzw. Spiralfeder umfassen, die
die Nadelkanüle
an Plätzen
zwischen dem Schild und der Nadelnabe umgibt. Die Vorspannmittel
können
angeordnet und konfiguriert sein, um gespeicherte Energie zu haben,
wenn der Sicherheitsschild in seiner proximalen Position ist. Zusätzlich können die
Vorspannmittel relativ zu dem Schild und den Verbindungsmitteln
konfiguriert sein, so daß die gespeicherte
Energie den Schild distal an allen Punkten entlang des Bereichs
einer Bewegung des Schilds beaufschlagen wird. Dadurch können die Vorspannmittel
konfiguriert und angeordnet sein bzw. werden, um den Schild distal
zu beaufschlagen, selbst wenn sich der Schild in seiner äußersten
proximalen Position befindet. Dementsprechend können die Vorspannmittel den
Bedarf vermeiden, anfänglich einen
Fingerdruck auf den Schild oder einen angelenkten Arm auszuüben, um
eine Bewegung des Schilds zu der distalen Abschirmungsposition zu starten.
Alternativ können
die Vorspannmittel ein über
ein Zentrum hinausgehendes Gelenk umfassen bzw. beinhalten, das
anfänglich
den Schild zu der proximalen Position vorspannt. Eine Fingerkraft
kann verwendet werden, um das über
ein Zentrum hinausgehendes Gelenk in eine Position zu bringen, wo
die inhärente
Vorspannkraft den Schild in Richtung zu und in die distale Position
beaufschlagt.
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Der
Flügelsatz
kann weiters verriegelnde bzw. Arretierungsmittel zur lösbaren Halterung
des Schilds in der proximalen Position beinhalten. Die Arretierungsmittel
können
ein erstes Teil auf den Verbindungsmitteln und ein zweites Teil
auf den Greifmitteln umfassen. Zum Beispiel können die Verbindungsmittel
so konfiguriert sein, um lösbar
eine dorsale Rippe zu ergreifen, wenn sich der Schild in seiner
proximalen Position befindet. Jedoch können Kräfte, die auf die Verbindungsmittel
oder auf die Arretierungsmittel ausgeübt werden, ausreichend sein, um
die Rückstellkräfte zwischen
den Verbindungsmitteln und der dorsalen Rippe zu überwinden.
Daher kann der Schild bzw. Schirm zu der distalen Position bewegt
werden.
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Der
Flügelsatz
der gegenständlichen
Erfindung kann weiters eine Sicherheitskappe beinhalten, die vor
einem Gebrauch abnehmbar über
der Nadelkanüle
angebracht ist. Die Sicherheitskappe kann aus einem starren Kunststoffmaterial
geformt sein und kann so dimensioniert sein, um die Gesamtheit der
Nadelkanüle
vom distalen Ende bis zum proximalen Ende zu bedecken. Proximale
Abschnitte der Sicherheitskappe können für einen abnehmbaren Reibungseingriff über dem
Schild dimensioniert sein. Alternativ kann die Sicherheitskappe
durch den Schild hindurchtreten und kann abnehmbar mit der Nabe
in Eingriff sein. Die Sicherheitskappe schützt vor ungewollten bzw. zufälligen Stichen
mit der Nadelkanüle vor
einem Gebrauch.
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Der
Schild des gegenwärtigen
Flügelsatzes wird
anfänglich
verriegelt bzw. arretiert oder bleibt anders in seiner proximalen
Position auf der Nadelkanüle
mit den Verbindungsmitteln in einem eingefahrenen Zustand gehalten.
Die Sicherheitskappe ist bzw. wird dann über der Nadelkanüle ausreichend
für einen
entfernbaren bzw. abnehmbaren Reibungseingriff der Sicherheitskappe
mit entweder der Nadelnabe oder dem Schild montiert. Diese anfängliche
Positionierung des Schilds und der Sicherheitskappe wird an dem
Herstellungsort durchgeführt
und bedarf keiner Handlung eines Gesundheitsbehandlungs-Arbeiters.
Auf die gleiche Weise kann eine Länge eines flexiblen Plastikschlauchs
am Herstellungsort mit der Nadelnabe verbunden werden. Der Flügelsatz
wird dann verpackt und verschifft.
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Ein
Gesundheitsbehandlungs-Arbeiter kann den Flügelsatz im wesentlichen in
einer konventionellen Weise verwenden. Im Speziellen können die Enden
des Plastikschlauchs, welche von der Nadelkomponente entfernt sind,
mit einem Behälter
verbunden werden. Der Gesundheitsbehandlungs-Arbeiter sichert dann
die Greifmittel zwischen dem Daumen und Zeigefinger und entfernt
die Sicherheitskappe von der Nadelkanüle. Das zugespitzte distale Ende
der Nadelkanüle
wird dann in eine gewählte
Injektionsstelle geführt.
Flügel,
die von der Nadelnabe vorragen können,
können
an der Haut des Patienten festgelegt werden, um den Flügelsatz
auf seinem Platz zu halten.
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Die
Nadelkanüle
wird von dem Patienten entfernt, nachdem ein angemessenes Volumen
an Flüssigkeit
entnommen wurde oder nachdem eine angemessene Dosis einer Flüssigkeit
verabreicht wurde. Die Gesundheitsbehandlungs-Arbeiter aktiviert
dann die Arretierungsmittel, so daß der Schild nicht mehr länger in
der proximalen Position zurückgehalten wird,
und distal in die abschirmende Position rund um die Spitze der Nadelkanüle bewegt
werden kann. Eine Betätigung
der Arretierungsmittel kann eine Bedienung einer Verrieglung mit Fingern
erfordern. Alternativ kann eine Betätigung der Arretierungsmittel die
bloße
Anwendung bzw. Ausübung
von distal gerichteten Kräften
entweder auf die Verbindungsmittel oder den Schild erfordern, um
die Arretierungskräfte im
allgemeinen zu überwinden.
Der Gesundheitsbehandlungs-Arbeiter kann fortsetzen, distal gerichtete Kräfte auf
den Schild oder die Verbindungsmittel auszuüben, bis der Schild die distale
Position erreicht. Alternativ können
Federmittel den Schild zu der distalen Position nach einer Betätigung der
Arretierungsmittel treiben. Der sicher abgeschirmte Flügelsatz
kann dann von dem Behälter
separiert bzw. getrennt werden, und in einen entsprechenden Behälter abgelegt
bzw. entsorgt werden.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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1 ist
eine perspektivische Ansicht eines Flügelsatzes in Übereinstimmung
mit der gegenständlichen
Erfindung mit dem Schild in der proximalen Position.
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2 ist
eine Seitenaufrißansicht,
teilweise im Querschnitt, des Flügelsatzes
in dem Zustand, der in 1 gezeigt ist,
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3 ist
eine perspektivische Ansicht, ähnlich
zu 2, welche jedoch den Schild in einer Zwischenposition
nach einem Lösen
bzw. Freigeben der Arretierung zeigt.
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4 ist
eine perspektivische Ansicht ähnlich
zu 1 und 3, welche jedoch den Flügelsatz
in der vollkommen abgeschirmten Position zeigt.
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5 ist
eine Seitenaufrißansicht,
teilweise im Querschnitt, die den Schild in dem Zustand zeigt, der
in 4 illustriert ist.
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Detaillierte
Beschreibung der Erfindung
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Ein
Flügelsatz
in Übereinstimmung
mit der Erfindung wird allgemein durch das Bezugszeichen 10 in 1 bezeichnet.
Der Flügelsatz 10 beinhaltet bzw.
umfaßt
eine Nadelanordnung 12, eine Schildanordnung 14,
ein Band bzw. Seil 16 und eine Länge eines flexiblen Plastikschlauchs 18.
Der Kunststoff- bzw. Plastikschlauch 18 hat ein distales
Ende 20, welches mit der Nadelanordnung 12 verbunden
ist, wie dies unten weiter beschrieben wird. Der Plastikschlauch 18 hat
weiters ein proximales Ende (nicht gezeigt). Das proximale Ende
des Plastikschlauchs 18 kann an einen Kunststoff- bzw.
Plastikfitting bzw. -paßstück angebracht
sein, das für
ein Verbinden des Flügelsatzes 10 mit
einem Behälter
benutzt wird. Daher kann der Flügelsatz 10 benutzt
werden, um ein Fluid von dem Behälter
zu einem Patienten zu liefern oder um ein Fluid von dem Patienten
in den Behälter abzuziehen.
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Die
Nadelanordnung 12 beinhaltet eine Nadelkanüle 22 mit
einem proximalen Ende 24, einem distalen Ende 26,
welches zu einer scharfen Spitze abgeschrägt ist, und einem Lumen, welches
sich zwischen den Enden 24 und 26 erstreckt. Eine
Sicherheitskappe 28 verläuft bzw. erstreckt sich über die Nadelkanüle 22 und
wird durch andere Teile der Nadelanordnung 12 oder durch
die Schildanordnung 14 im wesentlichen in einer bekannten
Weise auf ihrem Platz gehalten. Die Nadelanordnung 12 beinhaltet weiters
eine Kunststoff- bzw. Plastiknabe 30. Das proximale Ende 24 der
Nadelkanüle 22 ist
in einem distalen Ende 32 der Nabe 30 durch ein
Klebemittel gesichert. Die Nabe 30 beinhaltet ein proximales Ende 34 mit
einer Vertiefung bzw. Ausnehmung zum Montieren über dem distalen Ende 20 des
Plastikschlauchs 18. Daher erlaubt die Nabe 30 eine
Kommunikation bzw. Verbindung zwi schen dem Lumen der Nadelkanüle 22 und
dem Durchgang durch den Plastikschlauch 18.
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Die
Nabe 30 beinhaltet weiters eine dorsale Rippe 36,
die transversal und proximal vom proximalen Ende 34 der
Nabe 30 vorragt. Die dorsale Rippe 36 ist im wesentlichen
planar und ist ausreichend stabil, um exakte Bedienung bzw. Betätigung der
Nadelanordnung 12 mit Fingern zu ermöglichen. Zusätzlich ist
die dorsale Lamelle bzw. Rippe 36 ausreichend groß, um ein
geeignetes Ergreifen der dorsalen Rippe 36 zwischen einem
Daumen und Zeigefinger eines Benutzers zu ermöglichen. Distale Abschnitte
der dorsalen Rippe 36 werden durch verriegelnde Arretierungen 38 charakterisiert,
die transversal nach außen
von der dorsalen Rippe 36 vorragen.
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Die
Nabe 30 ist weiters durch querverlaufende Flügel 40 und 42 charakterisiert.
Die Flügel 40 und 42 sind
im wesentlichen koplanar und gleichwinkelig von der dorsalen Rippe 36 beabstandet.
Zusätzlich sind
die Flügel 40 und 42 vorzugsweise
im wesentlichen bündig
mit einer Oberfläche
der Nabe 30 diametral gegenüberliegend der dorsalen Rippe 36.
Daher definieren die Flügel 40 und 42 und
Abschnitte der Nabe 30 diametral gegenüberliegend der dorsalen Rippe 36 eine
glatte kontinuierliche Oberfläche, die
komfortabel auf der Haut des Patienten angebracht werden kann. Die
dorsale Rippe 36 und die Flügel 40 und 42 können alle
im wesentlichen starr sein, wie dies in 1 bis 5 illustriert
ist. Daher würden
alle oder die meisten Finger-Bedienungen des Flügelsatzes 10 die dorsale
Rippe 36 verwenden. Die Flügel 40 und 42 würden auf
der anderen Seite in erster Linie verwendet, um den Flügelsatz 10 benachbart
der Haut eines Patienten zu befestigen. Alternativ können die
Flügel 40 und 42 gelenkig zueinander
und in einen im wesentlichen gegenüberliegenden Eingriff mit Abschnitten
der dorsalen Rippe 36 rotierbar sein. In dieser, letzteren
Option können die
Flügel 40 und 42 bei
der Bedienung des Flügelsatzes 10 mit
Fingern eine Rolle spielen.
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Die
Schildanordnung 14 umfaßt ein Schirm- bzw. Schildgehäuse 44,
welches verschiebbar über der
Nadelkanüle 22 zur
Bewegung von einer proximalen Position angrenzend an die Nabe 30 zu
einer distalen Position angebracht bzw. montiert ist, wo das Schildgehäuse 44 das
distale Ende 26 der Nadelkanüle 22 umgibt. Die
Schildanordnung 14 ist auch mit einer Sicherheitsarretierung 46 ausgestattet,
welche aus einem metallischen Material gebildet wird. Die Arretierung 46 ist
in dem Schildgehäuse 44 gesichert und
ist gegen eine Seite der Nadelkanüle 22 vorgespannt
bzw. beaufschlagt, wenn die Schildanordnung 14 in der proximalen
Position ist, die in 2 gezeigt ist. Die Arretierung 46 gleitet
dann gegen die Seite der Nadelkanüle 22, wenn das Schildgehäuse 44 von der
proximalen Position, die in 2 gezeigt
ist, zu der distalen Position vorbewegt ist bzw. wird, die in 5 gezeigt
ist. Wenn die Schildanordnung 14 die distale Position erreicht,
die in 5 gezeigt ist, wird die Arretierung 46 die
distale Spitze 26 der Nadelkanüle 22 passieren. Die
inhärenten
Vorspannkräfte der
Arretierung 46 werden die Arretierung 46 über das
distale Ende 26 der Nadelkanüle 22 beaufschlagen,
um ein neuerliches Freilegen der Nadelkanüle 22 zu verhindern.
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Das
Band 16 beinhaltet einen distalen Arm 48, der
einheitlich mit dem Schildgehäuse 44 durch ein
zuerst lebendes Gelenk 50 verbunden ist, welches eine gelenkige
Bewegung zwischen dem distalen Arm 48 und dem Schildgehäuse 44 erlaubt.
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Ein
proximaler Arm 52 ist einheitlich bzw. einstückig mit
dem distalen Arm 48 durch ein zweites lebendes Gelenk 54 verbunden.
Der proximale Arm 52 ist einstückig mit der Nabe 30 durch
ein drittes lebendes Gelenk 56 verbunden.
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Der
distale Arm 48 beinhaltet eine Basiswand 58, die
sich von dem ersten lebenden Gelenk 50 zum zweiten lebenden
Gelenk 54 erstreckt. Zusätzlich beinhaltet der distale
Arm 48 gegenüberliegende
Seitenwände 60 und 62,
die sich von der Basiswand 58 an Stellen zwischen dem ersten
und zweiten lebenden Gelenk 50 und 54 erstrecken.
Daher sind zumindest Abschnitte des distalen Arms 48 im
allgemeinen kanalförmig.
Die Seitenwände 60 und 62 sind
jeweils mit Verriegelungs-Ausnehmungen bzw.
Vertiefungen 61 und 63 gebildet. Die Basiswand 58 des
distalen Arms 48 wird durch einen zentralen Schlitz 64 charakterisiert,
der sich vom zweiten lebenden Gelenk 54 in Richtung zum
ersten lebenden Gelenk 50 erstreckt. Der Schlitz 64 ist
breit genug, um die Nadelkanüle 22 unterzubringen
bzw. aufzunehmen.
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Der
proximale Arm 52 ist in ähnlicher Weise kanalförmig und
beinhaltet eine Basiswand 68 und gegenüberliegende Seitenwände 70 und 72,
und ist infolgedessen auch im allgemeinen kanalförmig. Ein Schlitz 79 ist
in der Basiswand 68 des proximalen Arms 52 gebildet
und erstreckt sich vom zweiten lebenden Gelenk 54 in Richtung
zum dritten lebenden Gelenk 52. Der Schlitz 74 ist
breit genug, um die Nadelkanüle 22 darin
unterzubringen. Zusätzlich
sind die Schlitze 64 und 74 kontinuierlich miteinander über das
zweite lebende Gelenk 54. Die lebenden Gelenke 50, 54 und 56 sind
zu einer im wesentlichen linearen Ausrichtung des Schildgehäuses 44,
des distalen Arms 48, des proximalen Arms 42 und
der Nabe 30 vorgespannt. Jedoch erlauben die lebenden Gelenke 50, 54 und 56 dem
proximalen Arm 52, über
den distalen Abschnitten der dorsalen Rippe 36 verschachtelt
zu sein, und erlauben dem distalen Arm 48, über Abschnitten
des proximalen Arms 52 verschachtelt zu sein, wie dies
in den 1 und 2 gezeigt ist. In dieser Ausrichtung
bzw. Orientierung ist der Schirm bzw. Schild 44 im wesentlichen
benachbart der Nabe 30 angeordnet. Die Seitenwände 70 und 72 des
proximalen Arms 52 sind jeweils mit Verriegelungs-Ausnehmungen 74 und 76 gebildet.
Die Verriegelungs-Ausnehmungen bzw. verriegelnden Vertiefungen 74 und 76 sind
angeordnet, verriegelnde Arretierungen 38 zu ergreifen,
wenn der proximale Arm 52 um das dritte lebende Gelenk 56 und
in eine verschachtelte Disposition bzw. Lage über distalen Abschnitten der
dorsalen Rippe 36 rotiert wird. Der proximale Arm 52 ist
auch mit einer nach außen
vorragenden Verzahnung bzw. Arretierung 78 an der Seitenwand 70 und
mit einer identischen Verzahnung (nicht gezeigt) an der Seitenwand 72 gebildet.
Die Arretierungen an den Seitenwänden 70 und 72 des
proximalen Arms 52 sind dimensioniert und angeordnet, um
die Verriegelungs-Vertiefungen 61 und 63 an den Seitenwänden 60 und 62 des
distalen Arms 48 zu ergreifen, wenn die Arme 48 und 52 aufeinander
zusammengefaltet werden. Wie am klarsten in 2 gezeigt,
ist die dorsale Rippe 36 kürzer als der distale und der
proximale Arm 48 und 52. Daher ragen Abschnitte
des distalen und proximalen Arms 48 und 52, benachbart
zum zweiten lebenden Gelenk 54 über die dorsale Rippe 36 vor,
wenn der distale und der proximale Arm 48 und 52 in
eine verschachtelte Lage über
der dorsalen Rippe 36 zusammengelegt bzw. -gefaltet werden.
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Der
Flügelsatz 10 wird
im wesentlichen in einer konventionellen Weise verwendet. Genauer
kann die dorsale Rippe 36 des Flügelsatzes 10 zwischen einem
Daumen und Zeigefinger ergriffen werden. Ein Gesundheitsbehandlungs-Arbeiter
ergreift dann die Sicherheitskappe 28 mit der gegenüberliegenden Hand
und trennt die Sicherheitskappe 28 von der Nadelkanüle 22.
Dann hält
der Gesundheitsbehandlungs-Arbeiter einen Griff auf der dorsalen
Rippe 36 aufrecht und führt
das zugespitzte distale Ende 26 der Nadelkanüle 22 in
eine gezielte Stelle auf einem Patienten. Die Flügel können dann, falls notwendig, an
der gewählten
Stelle durch ein Kleben der Flügel 40 und 42 auf
die Haut des Patienten gehalten werden.
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Nach
einer Verwendung ergreift der Gesundheitsbehandlungs-Arbeiter die dorsale
Rippe 36 mit einem Daumen und Zeigefinger und entfernt
die Nadelkanüle 22 vom
Patienten. Der Gesundheitsbehandlungs-Arbeiter übt dann distal gerichtete Kräfte auf
Abschnitte des proximalen Arms 52 aus, die über die
dorsale Rippe 36 hinausragen. Diese distal gerichteten
Kräfte überwinden
die Eingriffskräfte
zwischen den Verriegelungs-Arretierungen 38 auf der dorsalen
Rippe 36 und den Verriegelungs-Ausnehmungen 74 und 76 in
den Seitenwänden 70 und 72 des
proximalen Arms 52. In ähnlicher
Weise überwinden
diese distal gerichteten Kräfte
die Eingriffskräfte zwischen
den Verriegelungs-Arretierungen 78 an den Seitenwänden 70 und 72 des
proximalen Arms 52 und den Verriegelungs-Ausnehmungen 61 und 63 auf
den Seitenwänden 60 und 62 des
distalen Arms 48. Die Freigabe der Verriegelungs-Ausnehmungen vom
Verriegeln der Arretierungen verursacht, daß die inhärenten Vorspannkräfte in den
lebenden Gelenken 50, 54 und 58 den distalen
und proximalen Arm 48 und 52 von dem zurückgezogenen
bzw. zusammengefalteten Zustand, der in den 1 und 2 gezeigt
ist, in den teilweise geöffneten
Zustand, der in 3 gezeigt ist, und schließlich in
die vollkommen ausgefahrene lineare Orientierung zu beaufschla gen,
die in den 4 und 5 gezeigt
ist. Diese Bewegung verursacht, daß die Schildanordnung 14 distal
entlang der Nadelkanüle 22 gleitet.
Zusätzlich
treten Zwischenabschnitte der Nadelkanüle 22 in die Schlitze 64 und 74 ein.
Die Seitenwände 60 und 62 des
distalen Arms 48 und die Seitenwände 70 und 72 des
proximalen Arms 52 erreichen eine teilweise Abschirmung
von Zwischenabschnitten bzw. -bereichen der Nadelkanüle 22.
Der Schild 44 ist über
der Nadelkanüle 22 positioniert,
wenn sich die Arme 48 und 52 in dem vollkommen
ausgefahrenen Zustand befinden, der in den 4 und 5 gezeigt
ist. Zusätzlich
federt die Arretierung 46 über die distale Spitze 26 der
Nadelkanüle 22,
um eine proximale Rückbewegung
der Schildanordnung 14 zu verhindern, welche die distale
Spitze 26 der Nadelkanüle 22 wieder
freilegen würde.
Daher verhindert die Arretierung 46 eine proximale Bewegung
der Schildanordnung 14, während die Arme 48 und 52 eine
distale Bewegung der Schildanordnung 14 verhindern. Der
Flügelsatz 10 kann
dann sicher in einem Abfallbehälter
entsorgt werden.
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Die
oben beschriebene und hierin illustrierte bzw. dargestellte Ausführungsform
stellt distale und proximale Arme 48 und 52 dar,
welche miteinander einheitlich bzw. einstückig sind und einheitlich mit dem
Schildgehäuse 44 und
der Nabe 30 durch die lebenden Gelenke verbunden sind.
Jedoch können
der Schirm bzw. Schild, die Arme und die Nabe separat voneinander
gebildet und miteinander durch Gelenkstifte verbunden werden. Zusätzlich offenbart
die oben beschriebene und hierin illustrierte Ausführungsform,
daß die
inhärente
Elastizität
der lebenden Gelenke 50, 54 und 56 ausreichend
ist, um den Schild 44 distal und in eine abschirmende Anordnung bzw.
Lage über
dem distalen Ende 26 der Nadelkanüle 22 anzutreiben.
Jedoch kann der Flügelsatz der gegenständlichen
Erfindung vollständig
auf Fingerkräfte
zurückgreifen,
um den distalen und proximalen Arm 48 und 52 in
die ausgefahrene Position zu bewegen. Alternativ können separate
Federn bereitgestellt werden, um die Schildanordnung 14 distal
relativ zur Nabe 30 zu beaufschlagen. Beispielsweise kann
eine Schraubenfeder rund um und/oder parallel zur Kanüle 22 montiert
bzw. angeordnet werden. Die Schraubenfeder kann sich in einem zusammengefalteten Zustand
gespeicherter Energie vor einer Verwendung befinden. Jedoch wird
dieser Eingriff von Verriegelungs-Ausnehmungen 74 und 76 von
Verriegelungs-Erhebungen 38 die Energie freigegeben, die
in der Schraubenfeder gespeichert ist, und den Schild 44 distal
entlang der Nadelkanüle 22 und
in die Position antreiben, die in den 4 und 5 gezeigt
ist. Als eine weitere Alternative kann die Torsionsfeder, zumindest
in einer der angelenkten Verbindungen des distalen und proximalen
Arms 48 und 52 ähnlich der Anordnung inkorporiert
bzw. aufgenommen werden, die in dem US Patent Nr. 5,348,544 gezeigt
ist.