-
Gebiet der
Erfindung
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft Schraubenverbindungsmittel insbesondere
zum montieren genuteter Profilelemente aneinander. Solche genuteten
Profilelemente sind weit verbreitet und finden beispielsweise Anwendung
als Konstruktionsprofile für Materialhandhabungssysteme
oder als Gehäuse
für Pneumatikzylinder.
-
Beschreibung
des Standes der Technik
-
Die
Gebrauchsmusterveröffentlichung
DE 66 01 322 U1 offenbart
Schraubenverbindungsmittel. Um ein einzelnes flaches Bauteil an
einem Profilelement mit einer T-Nut zu montieren, ist ein gleitender Nutstein
mit einer zentralen Durchgangsgewindebohrung vorgesehen. Das flache
Einzelteil ist ferner mit einer gewindefreien Bohrung versehen.
Ein Schraubenelement ist durch die Bohrung des einzelnen, flachen
Bauteils eingefügt
und in die Durchgangsgewindebohrung des gleitenden Nutsteins eingeschraubt,
um das einzelne flache Bauteil an dem genuteten Profilelement zu
befestigen.
-
Diese
Verbindungsmittel sind zum Montieren einzelner Bauteile verschiedener
Formen an einem Profilelement als Halter geeignet. Daher muss jedes einzelne
Bauteil ein gebohrtes Durchgangsloch für das Schraubenelement aufweisen.
-
Die
Patentveröffentlichung
DE 38 29 998 A1 offenbart
spezielle Verbindungsmittel mit welchen ein genutetes Profilelement
an ein anderes genutetes Profilelement befestigbar ist und bei dem
Durchgangsbohrungen an beiden Profilelementen nicht notwendig sind.
Anstelle einer Durchgangsbohrung weisen beide Profilelemente eine
T-Nut auf. Die Verbindungsmittel umfassen einen I-förmigen Doppelnutstein
mit zwei parallelen Nuten, die gegenüberliegend zueinander ausgebildet
sind, welche einen schmalen Mittelteil ausbilden. Die Dicke des
schmalen Mittelteils ist an den Öffnungsschlitz
der T-Nut jedes Profilelementes angepasst. Der I-förmige Doppelnutstein
ist mit einer axialen Bohrung für
ein Schraubenelement ausgebildet. Wenn das Schraubenelement in die
axiale Bohrung eingedreht wird, spreizt der deformierbare schmale
Mittelteil des Doppelnutsteins, der gegen die Kanten der Öffnungen gedrückt wird,
beide genuteten Profilelemente auseinander, um beide Profilelemente
parallel zueinander zu montieren.
-
Da
der Doppelnutstein einteilig ausgebildet ist, ist es unmöglich den
Montagewinkel zwischen dem ersten genuteten Profilelement und dem
zweiten genuteten Profilelement zu variieren. Darüber hinaus
sind diese Verbindungsmittel nicht geeignet, hohen Kräften standzuhalten.
-
Es
ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung Verbindungsmittel
zu schaffen, um zwei genutete Profile aneinander flexibel zu montieren, wobei
verschiedene Winkel zwischen beiden Profilachsen möglich sind.
-
Zusammenfassung
der Erfindung
-
Diese
Aufgabe wird durch das Schraubenverbindungsmittel gemäß Anspruch
1 gelöst.
Somit stellt die Erfindung Schraubenverbindungsmittel bereit, insbesondere
für das
Montieren genuteter Profilelemente aneinander, umfassend ein Schraubenelement
mit einem Gewindeendteil und einem Schraubenkopf, ein unteres Absatzgleitstück oder
Nutstein mit einer Gewindedurchgangsbohrung, welche mit dem Gewindeendteil
des Schraubenelements korrespondiert und ein oberes Absatzgleitstück oder
Nutstein mit einer Durchgangsbohrung, die drehbar zu dem Schraubenkopf
des Schraubenelements korrespondiert, wobei der Abstand zwischen
beiden Absatzstücken
einstellbar ist, wenn das Schraubenelement gedreht wird.
-
Diese
Schraubenverbindungsmittel stellen eine flexible Montagelösung für zwei genutete
Profilelemente bereit, wodurch Durchgangsbohrung an beiden Profilelementen
gänzlich
entfallen können. Aufgrund
des Schraubprinzips der Erfindung sind hohe Verbindungskräfte möglich. Es
ist ebenfalls möglich,
die Profilelemente aneinander zu montieren, wobei verschiedene Winkel
zwischen beiden Profilachsen möglich
sind, da beide Nutsteine drehbar um die Achse des Schraubenelements
ausgebildet sind.
-
Gemäß einem
voreilhaften Ausführungsbeispiel
ist das Schraubenelement mit einem unrundgeformten Mittelteil ausgebildet.
Der unrundgeformte Mittelteil korrespondiert zu einer unrundgeformten Durchgangsbohrung
eines Mutterelements, um das Schraubenelement leicht zu drehen.
Vorzugsweise wird das Mutterelement in verschiedenen Dicken bereitgestellt,
um verschiedene Montageabstände
zwischen beiden Profilelementen zu definieren.
-
Vorzugsweise
ist jeder Nutstein mit zwei parallelen Absätzen ausgebildet. Diese Absätze sind exakt
an die T-Nutform des Profilelements angepasst, um ein Spiel zwischen
den zu verbindenden Bauteil zu vermeiden. Es ist prinzipiell möglich, die Abschnitte
der Nutsteine an verschieden gestaltete Nuten anzupassen, beispielsweise
an Schwalbenschwanznuten.
-
Gemäß eines
weiteren vorteilhaften Ausführungsbeispiels
sind zumindest beide Nutsteine und das Schraubenelement aus einem
Stahlmaterial hergestellt, da diese Bauteile die Verbindungskraft,
welche durch das Drehen der Schraube erzeugt wird, übertragen
müssen.
Alternativ hierzu kann das Mutterelement aus einem geeigneten Kunststoffmaterial hergestellt
sein, um eine Beschädigung
der äußeren Oberfläche des
Profilelements zu vermeiden.
-
Die
vorstehenden und weitere Aspekte werden anhand der folgenden detaillierten
Beschreibung der Erfindung in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen
deutlich.
-
Kurzbeschreibung
der Zeichnungen
-
1 zeigt
eine perspektivische Ansicht von Schraubenverbindungsmitteln gemäß der vorliegenden
Erfindung in montierten Form,
-
2 zeigt
eine Seitenansicht zweier genuteter Profilelemente, die über die
Schraubenverbindungsmittel gemäß 1 aneinander
montiert sind,
-
3a zeigt
eine perspektivische Ansicht eines Schraubenelements der Schraubenverbindungsmittel
gemäß 1,
-
3b zeigt
eine perspektivische Ansicht eines unteren, gleitenden Nutsteins
der Schraubenverbindungsmittel gemäß 1,
-
3c zeigt
eine perspektivische Ansicht eines oberen, gleitenden Nutsteins
der Schraubenverbindungsmittel gemäß 1, und
-
3d zeigt
eine perspektivische Ansicht eines Mutterelements zum Drehen des
Schraubenelements gemäß 3a.
-
Beschreibung
eines bevorzugten Ausführungsbeispiels
-
Die
Schraubenverbindungsmittel gemäß 1 sind
komplett aus Stahl hergestellt. Sie umfassen ein zentrales Schraubenelement 1 mit
einem Schraubenkopf 2. Der Schraubenkopf 2 ist
in der Form eines zylindrischen Innensechskantkopf ausgebildet.
Der Schraubenkopf 2 korrespondiert zu einem oberen, gleitenden
Nutstein 3, der drehbar zu der Achse des Schraubenelements 1 ausgebildet
ist. Weiterhin ist ein unterer, gleitender Nutstein 4 vorgesehen,
der eine Art Gewindebuchse bildet, in welche das Schraubenelement 1 eingeschraubt
ist. Zusätzlich
ist das Schraubenelement 1 mit einem Mutterelement 5 ausgebildet,
welches zwischen den beiden Nutsteinen 3 und 4 angeordnet
ist und welches an dem Schraubenelement 1 zum Drehen des
Schraubenelements 1 befestigt ist, um den Abstand X zwischen
beiden Nutsteinen 3 und 4 zu verändern.
-
Gemäß 2 ist
ein erstes genutetes Profilelement 6 in einem 90° Winkel zu
einem zweiten genuteten Profilelement 7 über die
vorstehend beschriebenen Schraubenverbindungsmittel montiert. Die
Dicke des Mutterelements 5 der Schraubenverbindungsmittel
definiert den Montageabstand Y zwischen dem ersten genuteten Profilelement 6 und dem
zweiten genuteten Profilelement 7. Beide Profilelemente 6 und 7 sind
mit T-Nuten 8 bzw. 9 ausgestattet.
-
Das
Schraubenelement 1 gemäß 3a mit einem
Schraubenkopf 2 ist mit einem unrunden, insbesondere einem
polygonal geformten Mittelteil 10 ausgebildet. Weiterhin
weist das Schraubenelement 1 einen metrischen Gewindeendbereich 11 auf.
Der Gewindeendbereich 11 des Schraubenelements 1 korrespondiert
zu einer Gewindedurchgangsbohrung 12 des unteren, gleitenden
Nutsteins 4 gemäß 3b.
Gemäß 3c ist
der obere, gleitende Nutstein 3 mit einer zentralen Durchgangsbohrung 13, die
drehbar zu dem Schraubenkopf 2 des Schraubenelements 1 korrespondiert.
Jeder gleitende Nutstein 3 und 4 ist mit zwei
parallelen Absätzen 14a, 14b und 15a, 15b entsprechend
ausgebildet, die an die T-Nut des entsprechenden Profilelements,
welches nicht dargestellt ist, angepasst sind. Das Mutterelement 5 gemäß 3d umfasst
eine zentrale, polygonal geformte Durchgangsbohrung 16,
die zu dem polygonal geformten Mittelabschnitt 10 korrespondiert,
um das Schraubenelement 1 zu drehen. Darüber hinaus
sind beide Stirnseiten des Mutterelements 5 mit ringförmigen koaxial
Zentrierabsätzen 17a, 17b ausgebildet.
Beide Zentrierabsätze 17a, 17b korrespondieren
zu einer, nicht dargestellten, Gewindebohrung in den Öffnungsschlitzen
der T-Nuten 8, 9, um eine zusätzliche, formschlüssige Verbindung
zwischen den zu verbindenden Teilen bereitzustellen.
-
Die
vorliegende Erfindung ist nicht auf das vorstehend beschriebene
bevorzugte Ausführungsbeispiel
beschränkt,
welches lediglich als Beispiel zu verstehen ist und auf verschiedene
Weise innerhalb des Schutzbereichs, der durch die beigefügten Patentansprüche definiert
ist, modifiziert werden kann. So ist die Erfindung auch anwendbar
auf andere Nutformen als die T-förmigen
Nuten anwendbar.
-
- 1
- Schraubenelement
- 2
- Schraubenkopf
- 3
- oberes
Absatzgleitstück
(Nutstein)
- 4
- unteres
Absatzgleitstück
(Nutstein)
- 5
- Mutterelement
- 6
- erstes
Profilelement
- 7
- zweites
Profilelement
- 8
- T-Nut
- 9
- T-Nut
- 10
- Mittelteil
- 11
- Gewindeendteil
- 12
- Gewindedurchgangsbohrung
- 13
- Durchgangsbohrung
- 14
- Absatz
- 15
- Absatz
- 16
- Durchgangsbohrung
- 17
- Zentrierabsatz