DE19712100A1 - Verbindungsvorrichtung für zwei Profilstäbe - Google Patents
Verbindungsvorrichtung für zwei ProfilstäbeInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einer Verbindungsvorrichtung für
zwei Profilstäbe nach der Gattung des Anspruchs 1. Eine der
artige Verbindungsvorrichtung ist aus dem GM 94 20 832 be
kannt, bei dem in einem ersten Profilstab eine zentrisch
verlaufende Längsbohrung ausgebildet ist, in die eine Quer
bohrung hineinragt. Der erste Profilstab ist an seiner
Stirnfläche mit einem zweiten Profilstab verbunden. Die Ver
bindungsvorrichtung besitzt einen mit einer Einkerbung an
seinem Umfang versehenen Verbindungsbolzen mit einem an sei
nem Ende ausgebildeten Hammerkopf. In der Querbohrung des
ersten Profilstabes ist eine Querbuchse mit einem ein
schraubbaren Gewindestift und einer mit der Längsbohrung
fluchtenden Durchgangsbohrung angeordnet. Durch das Ein
schrauben des Gewindestiftes in die Querbuchse und die Lage
der Einkerbung zur Querbuchse wird der in der Längsbohrung
angeordnete Verbindungsbolzen vom zweiten Profilstab wegge
zogen, wobei sich der Hammerkopf des Verbindungsbolzens in
der T-Nut des zweiten Profilstabes abstützt. Dadurch wird
die Stirnfläche des ersten Profilstabes auf die Seitenfläche
des zweiten Profilstabes gepreßt.
Für Verbindungen von nicht senkrecht miteinander verbundenen
Profilstäben sind weiterhin Verbindungsvorrichtungen be
kannt, die bereits auf bestimmte Winkel vorgebogen sind.
Diese Verbindungsvorrichtungen haben den Nachteil, daß sie
nur für die vorgegebenen Winkel verwendbar sind. Ist bei der
Montage unerwarteter Weise ein anderer Winkel zwischen den
beiden Profilstäben erforderlich, kann die ursprünglich vor
gesehene Verbindungsvorrichtung nicht verwendet werden. Da
bei der Montage von umfangreichen Vorrichtungen eine Viel
zahl von Verbindungsvorrichtungen mit unterschiedlichen Win
keln erforderlich ist, hat darüber hinaus sowohl der Her
steller der Verbindungsvorrichtung als auch der Anwender für
jede Variante Lagerbestände anzulegen, was mit höheren Ko
sten verbunden ist.
Weiterhin gibt es für Verbindungen von Profilstäben, die
nicht senkrecht zueinander angeordnet sind, Verbindungsvor
richtungen, die ein Gelenk aufweisen. Diese sind zwar für
verschiedene Winkel einsetzbar. Jedoch haben diese Verbin
dungsvorrichtungen den Nachteil, daß sie geringere Festig
keitswerte als nicht verstellbare Verbindungsvorrichtungen
aufweisen.
Die erfindungsgemäße Verbindungsvorrichtung für zwei Profil
stäbe mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs
hat demgegenüber den Vorteil, daß die Verbindungsvorrichtung
erst bei der Montage der Profilstäbe auf einfache Art und
Weise an die erforderliche Winkelstellung angepaßt wird, wo
bei die Verbindungsvorrichtung trotz ihrer Verstellbarkeit
sehr hohe Festigkeitswerte aufweist. Auch wenn die erforder
liche Winkelstellung der Verbindungsvorrichtung vom ur
sprünglich vorgesehenen Wert abweicht, kann die Verbindungs
vorrichtung aufgrund ihrer Verstellbarkeit verwendet werden.
Als weiterer Vorteil ist anzusehen, daß nur eine Variante
der Verbindungsvorrichtung erforderlich ist, wodurch sowohl
der Hersteller der Verbindungsvorrichtung als auch der An
wender Lagerkosten einsparen.
Weitere Vorteile und vorteilhafte Weiterbildungen der erfin
dungsgemäßen Verbindungsvorrichtung für zwei Profilstäbe er
geben sich aus den Unteransprüchen und der Beschreibung. Be
sonders vorteilhaft ist, die Verbindungsvorrichtung auf ei
ner ebenen Fläche mittels der Profilstäbe selbst zu biegen.
Dadurch ist kein zusätzliches Werkzeug erforderlich.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher er
läutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Explosionsdarstellung der erfindungsgemäßen
Verbindungsvorrichtung,
Fig. 2 eine teilweise geschnittene Draufsicht auf eine
Verbindung zweier Profilstäbe während der Montage,
Fig. 3 eine Draufsicht auf die Verbindung der zwei
Profilstäbe der Fig. 2 nach der Montage,
Fig. 4 eine Schnittdarstellung entlang der Linie IV-IV
gemäß Fig. 3,
Fig. 5 eine Draufsicht auf einen abgewandelten
Verbindungsbolzen,
Fig. 6 eine Draufsicht auf eine Profilverbindung mit dem
abgewandelten Verbindungsbolzen nach Fig. 5
nach der Montage und
Fig. 7 eine Draufsicht auf eine Anordnung zur Montage der
Profilverbindung nach Fig. 6.
Eine in der Fig. 1 dargestellte Verbindungsvorrichtung 10
weist einen Verbindungsbolzen 11 auf. In der Mantelfläche
des Verbindungsbolzens 11 ist eine Kerbe oder Senkung 12
ausgebildet. Ein Ende des Verbindungsbolzens 11 ist als qua
dratischer Hammerkopf 13 ausgeformt. Dadurch kann er ver
drehfest in T-Nuten von Profilstäben angeordnet werden. Am
Hammerkopf 13 schließt sich ein zylindrischer Abschnitt 14
des Verbindungsbolzens 11 an. Zwischen dem Hammerkopf 13 und
der Senkung 12 verengt sich der zylindrische Abschnitt 14 zu
einer Sollbiegestelle 15. Weiterhin weist die Verbindungs
vorrichtung 10 eine Gewindebuchse 16 mit einem Innengewinde
17 und einer quer zum Innengewinde 17 ausgebildeten Durch
gangsbohrung 18 zur Aufnahme des Verbindungsbolzens 11 auf.
Weiterer Bestandteil der Verbindungsvorrichtung 10 ist ein
in die Gewindebuchse 16 einschraubbarer Gewindestift 20 mit
einer Spitze 21.
Die Fig. 2 zeigt einen ersten und einen zweiten Profilstab
22 und 23 zusammen mit der Verbindungsvorrichtung 10. Der
erste Profilstab 22 hat eine abgeschrägte Stirnfläche 24.
Beide Profilstäbe 22, 23 haben je eine zentrisch verlaufende
Längsbohrung 25, und an jeder Seitenfläche 27 ist je eine T-Nut
28 ausgebildet. Der erste Profilstab 22 hat quer zur
Längsbohrung 25 in einem Abstand zur abgeschrägten Stirnflä
che 24 eine Querbohrung 29. Die Gewindebuchse 16 mit dem
teilweise eingeschraubten Gewindestift 20 befindet sich in
der Querbohrung 29 des ersten Profilstabes 22, so daß die
Durchgangsbohrung 18 mit der Längsbohrung 25 fluchtet. Der
Verbindungsbolzen 11 wird mit der in der Fig. 2 gezeigten
Orientierung von der Stirnseite des ersten Profilstabes 23
her in die T-Nut 28 eingeschoben. Durch den zylindrischen
Abschnitt 14 ist der Verbindungsbolzen 11 in der T-Nut 28
zentriert. Da es sich - wie bereits erwähnt - um einen qua
dratischen Hammerkopf 13 handelt, läßt sich der Verbindungs
bolzen 11 in der T-Nut 28 verschieben aber nicht verdrehen.
Der Verbindungsbolzen 11 wird, nachdem er in der T-Nut 28
positioniert ist, in die Längsbohrung 25 des zweiten Profil
stabes 23 und durch die Durchgangsbohrung 18 der Gewinde
buchse 16 geschoben.
Zur Herstellung einer biegesteifen Verbindung zwischen den
Profilstäben 22, 23 muß die Sollbiegestelle 15 des Verbin
dungsbolzens 11 so gebogen werden, daß sich die abgeschrägte
Stirnfläche 24 des ersten Profilstabes 22 an der Seitenflä
che 27 des zweiten Profilstabes 23 anschmiegt. Hierzu werden
die Profilstäbe 22, 23 bei gelöstem Gewindestift 20, so daß
der Verbindungsbolzen 11 in der Längsbohrung 25 des ersten
Profilstabes 22 verschiebbar ist, zusammen mit der vormon
tierten Verbindungsvorrichtung 10 auf eine ebene Fläche ge
legt. Dann wird über die beiden Profilstäbe 22, 23 vorzugs
weise von Hand ein Biegemoment derart in den Verbindungsbol
zen 11 bzw. die Sollbiegestelle 15 eingebracht, daß der von
der abgeschrägten Stirnfläche 24 und der Seitenfläche 27 ge
bildete Winkel α gegen Null geht. Wenn dies nahezu erreicht
ist, befindet sich die Spitze 21 des Gewindestifts 20 über
der Senkung 12 des Verbindungsbolzens 11. Die Fig. 3 und 4
zeigen, wie durch weiteres Einschrauben des Gewindestiftes
20 die Spitze 21 derart in die Senkung 12 drückt, daß der
Verbindungsbolzen 11 in Richtung der Längsbohrung 25 des er
sten Profilstabes 22 und von dem zweiten Profilstab 23 weg
gezogen wird. Dabei stützt sich der Hammerkopf 13 in der T-Nut
28 des zweiten Profilstabes 23 ab. Dadurch wird die ab
geschrägte Stirnfläche 24 des ersten Profilstabes 22 auf die
Seitenfläche 27 des zweiten Profilstabes 23 gepreßt, wodurch
bei wieder angezogenem Gewindestift 20 eine feste, jedoch
jederzeit lösbare Verbindung erzeugt wird.
Der in Fig. 5 dargestellte abgewandelte Verbindungsbolzen
11a weist anstelle eines Hammerkopfs 13 eine zusätzliche
Senkung 12a auf. Auf diese Senkung 12a wirkt eine zusätzli
che Gewindebuchse 16a mit Gewindestift 20a als Verankerungs
einrichtung für die Verbindung der beiden Profilstäbe 22a
und 23a gemäß Fig. 6 ein. Im zweiten Profilstab 23a ist
hierzu eine zusätzliche Querbohrung 29a ausgebildet. Die
Stirnflächen 24a der beiden Profilstäbe 22a und 23a sind je
weils unter einem Winkel von 45° zur Längsbohrung 25 abge
schrägt. Bei der Montage wird zunächst die Gewindebuchse 16a
in der Querbohrung 29a des zweiten Profilstabes 23a fluch
tend mit dessen Längsbohrung 25 angeordnet. Dann wird der
Verbindungsbolzen 11a in der Längsbohrung 25 des zweiten
Profilstabes 23a eingeführt und die Senkung 12a in der Ge
windebuchse 16a derart ausgerichtet, daß der Verbindungsbol
zen 11a mittels des Gewindestifts 20a fixiert werden kann.
Danach wird der Profilstab 22a nicht mit seiner abgeschräg
ten Stirnfläche 24a, sondern, wie in der Fig. 7 dargestellt,
mit der ihr gegenüberliegenden Stirnfläche 31, die senkrecht
zur Längsbohrung 25 verläuft, auf den Verbindungsbolzen 11a
gesteckt. Dann wird der Verbindungsbolzen 11a bzw. die Soll
biegestelle 15 gebogen. Ist ein ausreichend kleiner Winkel
des Verbindungsbolzens 11a erreicht, wird der Profilstab 22a
umgedreht und das Ende mit der abgeschrägten Stirnfläche 24a
zum Biegen des restlichen Winkels verwendet. Ist der Winkel
von 90° nahezu erreicht, wird schließlich der Gewindestift
20 in die Gewindebuchse 16 geschraubt und die Verbindung,
wie oben beschrieben, fixiert.
Bei der Sollbiegestelle 15 des Verbindungsbolzens 11 ist es
erfindungswesentlich, daß ein definierter Bereich für die
Biegung ausgebildet ist. Das heißt, daß der Bereich der
Sollbiegestelle 15 gegenüber dem zylindrischen Abschnitt 14
des Verbindungsbolzens 11 eine geringere Biegefestigkeit
aufweist. Die Biegefestigkeit läßt sich nicht nur über die
Geometrie der Querschnittsfläche der Sollbiegestelle 15 be
einflussen, sondern auch über die Wahl des Werkstoffs. Bei
spielsweise läßt sich die Sollbiegestelle 15 zwischen der
Verankerungseinrichtung und der Senkung 12 als Zwischenstück
gleichen Querschnitts aus Kunststoff ausbilden, während der
übrige zylindrische Abschnitt 14 des Verbindungsbolzens 11,
aus Metall besteht. Eine andere Möglichkeit ist, die Soll
biegestelle 15 aus Stahldrahtseil und den zylindrischen Ab
schnitt 14 aus Stahl herzustellen. Es ist auch eine Kombina
tion denkbar. Beispielsweise kann für den zylindrischen Ab
schnitt Stahl und für die Sollbiegestelle 15 ein geringerer
Querschnitt zusammen mit einem anderen Werkstoff wie zum
Beispiel Federblech verwendet werden.
Claims (5)
1. Verbindungsvorrichtung (10) für zwei Profilstäbe (22, 23;
22a, 23a) mit einem in eine Längsbohrung (25) des ersten
Profilstabes (22; 22a) einschiebbaren, eine Senkung (12)
aufweisenden, Bolzenelements (11; 11a), das an einem Ende
eine im zweiten Profilstab (23; 23a) fixierbare Veranke
rungseinrichtung (13; 12a, 16a, 20a) hat, einer in eine
Querbohrung (29) des ersten Profilstabes (22; 22a) einsetz
baren Hülse (16) mit einer Bohrung (18), die mit der Längs
bohrung (25) des ersten Profilstabes (22; 22a) ausrichtbar
ist, und durch die der die Senkung (12) aufweisende Ab
schnitt des Bolzenelements (11; 11a) durchführbar ist, so
daß ein in der Hülse (16) fixierbares Spannelement (20) in
der Senkung (12) des Bolzenelements (11; 11a) eingreift, da
durch gekennzeichnet, daß am Bolzenelement (11; 11a) zwi
schen der Verankerungseinrichtung (13; 12a, 16a, 20a) und
der Senkung (12) ein Bereich als Sollbiegestelle (15) zum
Anpassen des Bolzenelements (11; 11a) an verschiedene Win
kelstellungen zwischen den Profilstäben (22, 23; 22a, 23a)
ausgebildet ist und daß die Sollbiegestelle (15) eine gerin
gere Biegefestigkeit aufweist als das übrige Bolzenelement
(11; 11a).
2. Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Sollbiegestelle (15) eine geringere Quer
schnittsfläche hat als das übrige Bolzenelement (11; 11a).
3. Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Sollbiegestelle (15) aus einem Material
ausgebildet ist, das eine geringere Biegefestigkeit aufweist
als das übrige Bolzenelement (11; 11a).
4. Verbindungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verankerungseinrichtung ein
Hammerkopf (13) ist, der in einer T-Nut (28), die an einer
Seitenfläche (27) des zweiten Profilstabes (23) ausgebildet
ist, verankerbar ist.
5. Verbindungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verankerungseinrichtung aus
einer zusätzlichen Senkung (12a) des Bolzenelements (11a)
besteht, die mit einer quer auf dem Bolzenelement (11a) in
einer Querbohrung (29a) des zweiten Profilstabes (23a) ange
ordneten Gewindebuchse (16a) zusammenwirkt, in der ein ein
schraubbarer Gewindestift (20a) angeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997112100 DE19712100A1 (de) | 1997-03-22 | 1997-03-22 | Verbindungsvorrichtung für zwei Profilstäbe |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997112100 DE19712100A1 (de) | 1997-03-22 | 1997-03-22 | Verbindungsvorrichtung für zwei Profilstäbe |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19712100A1 true DE19712100A1 (de) | 1998-06-04 |
Family
ID=7824310
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1997112100 Ceased DE19712100A1 (de) | 1997-03-22 | 1997-03-22 | Verbindungsvorrichtung für zwei Profilstäbe |
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