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Technisches Gebiet
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf Benzo[b]thiophenderivate,
die als Rohmaterialien für
die Herstellung von auf dem pharmazeutischen Gebiet nützlichen
Verbindungen wichtig sind, und auf Verfahren zu ihrer Herstellung.
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Hintergrund der Erfindung
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Viele
substituierte Benzo[b]thiophenderivate sind bisher synthetisiert
worden und viele der substituierten Benzo[b]thiophenderivate werden
als Rohmaterialien für
Chemikalien, Medikamente und dergleichen verwendet. Darunter sind
3-substituierte Benzo[b]thiophenderivate, die durch die folgende
Formel (XIII) dargestellt werden:
worin R
17 bis
R
20 gleichzeitig oder jeweils unabhängig voneinander
ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, eine Trihalogenmethylgruppe,
eine C
1-4-Alkylgruppe, eine C
1-4-Alkoxygruppe
oder eine Cyanogruppe darstellen; und X eine Hydroxygruppe oder
ein Halogenatom darstellt,
als Zwischenprodukte bei der Herstellung
pharmakologisch aktiver Verbindungen außerordentlich wichtig. Beispielsweise
sind unter den durch die Formel (XIII) dargestellten 3-substituierten Benzo[b]thiophenderivaten Verbindungen,
worin R
17 bis R
20 jeweils
ein Wasserstoffatom darstellen; und X ein Bromatom darstellt, Verbindungen,
worin R
17 eine Methylgruppe darstellt; R
18 bis R
20 jeweils
ein Wasserstoffatom darstellen; und X ein Bromatom darstellt, Verbindungen,
worin R
18 eine Methylgruppe darstellt; R
17, R
19 und R
20 jeweils ein Wasserstoffatom darstellen;
und X ein Bromatom darstellt, und Verbindungen, worin R
17 und
R
19 jeweils eine Methylgruppe darstellen;
R
18 und R
20 jeweils
ein Wasserstoffatom darstellen; und X ein Bromatom darstellt, in
der Lage, Rohmaterialien und dergleichen für synthetische Zwischenprodukte
für Benzimidazolderivate
bereitzustellen, wie in
WO 01/53291 dargelegt,
und sie können
als außerordentlich
wichtig als Zwischenprodukte bei der Herstellung pharmakologisch
aktiver Verbindungen betrachtet werden. Die Benzimidazolderivate,
wie sie in der
WO 01/53291 dargelegt
sind, sind pharmazeutisch nützliche
Benzimidazolderivate und werden als vielversprechende Verbindungen
betrachtet, die als Vorbeugungsmittel und/oder therapeutische Mittel
bei verschiedenen Erkrankungen anwendbar sind, darunter Atemwegserkrankungen,
wie Bronchialasthma, sklerosierende Gefäßläsionen, intravaskuläre Stenose
und periphere Kreislaufstörungen.
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Insbesondere
werden aufgrund struktureller Merkmale der durch die folgende Formel
(I) dargestellten 3,4-disubstituierten Benzo[b]thiophenderivate:
worin R
1 ein
Halogenatom, eine Trihalogenmethylgruppe, eine C
1-4-Alkylgruppe
oder eine C
1-4-Alkoxygruppe darstellt; und
wobei X eine Hydroxygruppe oder ein Halogenatom darstellt,
Isomere
in den Positionen 4 und 6 produziert, wenn das Benzo[b]thiophengerüst synthetisiert
wird. Da die Trennung der Isomere außerordentlich schwierig ist,
wurde über
die Synthese der 3,4-disubstituierten Benzo[b]thiophenderivate nichts
berichtet. Die 3,4-disubstituierten Benzo[b]thiophenderivate werden
jedoch aufgrund ihrer charakteristischen Strukturen als Rohmaterialien
für hochaktive
Substanzen bei der Entwicklung von Medikamenten erwartet.
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Techniken,
die in J. Chem. Soc., Chem. Comm., 848 (1974), beschrieben sind,
werden als Techniken angeführt,
die mit der Synthese erfindungsgemäßer Verbindungen in Beziehung
stehen. Es wurde berichtet über
Reaktionen zum Einführen
einer Propargylgruppe in Benzolthiol, anschließendes Ausführen der Oxidationsreaktion,
wobei durch die folgende Formel (XIV) dargestellte Verbindungen
bereitgestellt werden:
worin alle R
21 und
R
22 Wasserstoffatome sind oder aus R
21 und R
22 ein Benzolring
gebildet werden kann,
die resultierenden, durch die Formel
(XIV) dargestellten Verbindungen dann einer thermischen Umlagerungsreaktion
unterworfen werden, welche die durch die folgende Formel (XV) dargestellten
Verbindungen ergibt:
worin alle R
21 und
R
22 Wasserstoffatome sind oder von R
21 und R
22 ein Benzolring
gebildet werden kann,
ferner die resultierenden, durch die
Formel (XV) dargestellten Verbindungen einer thermischen Umlagerungsreaktion
in Gegenwart von p-Toluolsulfonsäure
in Wasser-Dioxan unterworfen und die durch die folgende Formel (XVI)
dargestellten Verbindungen bereitgestellt werden:
worin alle R
21 und
R
22 Wasserstoffatome sind oder aus R
21 und R
22 ein Benzolring
gebildet werden kann.
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Die
Literaturstelle beschreibt jedoch kein 4-substituiertes 3-Hydroxymethyl-benzo[b]thiophenderivat. Was
das Herstellungsverfahren betrifft, werden nur Bedingungen in Gegenwart
von p-Toluolsulfonsäure-Dioxan
beschrieben.
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Wenn
die Synthese unter den in der Literaturstelle beschriebenen Bedingungen
durchgeführt
wird, werden andere Nebenprodukte als die 6-substituierten 3-Hydroxymethyl-benzo[b]thiophenderivate,
die Isomere sind, in einem höheren
Anteil als bei den erfindungsgemäßen Herstellungsverfahren
produziert. Dadurch wird eine Reinigung mit Säulenchromatographie unerlässlich und
die Synthese unter den in der Literaturstelle beschriebenen Bedingungen
ist als industrielles Herstellungsverfahren überhaupt nicht geeignet. Außerdem ist
eine Fraktion der angestrebten Substanz, die durch Säulenchromatographie
erhalten wird, eine Mischung eines 4-substituierten 3-Hydroxymethyl-benzo[b]thiophens
und eines 6-substituierten 3-Hydroxymethyl-benzo[b]thiophens in
einem Verhältnis
von etwa 3:2. Die Literaturstelle beschreibt kein Verfahren zum
Abtrennen des 4-substituierten
3-Hydroxymethyl-benzo[b]thiophens von der Mischung. Eine vollständige Trennung
kann selbst durch säulenchromatographische
Reinigung nicht durchgeführt
werden. Die Synthese des 4-substituierten 3-Hydroxymethyl-benzo[b]thiophens
war nach den Synthesemethoden, über
die bisher berichtet wurde, sehr schwierig.
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Die
Ausbeute an 3-Hydroxymethylbenzo[b]thiophen in der Synthese in der
Literaturstelle ist aufgrund der Synthese von Nebenprodukten so
niedrig wie 64%, und die Synthese ist industriell nachteilig, weil
die Schritte erhöht
werden, indem die anschließende
Halogenierung (Synthese eines 3-Halogenmethyl-benzo[b]thiophens)
und dergleichen berücksichtigt
werden.
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Als
andere Synthesemethoden für
die 3-Halogenmethyl-benzo[b]thiophenderivate gibt es Verfahren zur
Umsetzung von p-Toluolthiol mit Bromacetaldehyd-diethylacetal, wobei
ein Sulfid bereitgestellt wird, dann Cyclisation des resultierenden
Sulfids mit Polyphosphorsäure,
wobei 5-Methyl-benzo[b]thiophen erhalten wird, anschließende Umsetzung
des resultierenden 5-Methyl-benzo[b]thiophens mit Chlorwasserstoffgas-Formaldehyd
und Einführen
der Chlormethylgruppe [J. Chem. Soc., C, 514 (1968)], oder Verfahren
zur Durchführung der
Friedel-Crafts-Reaktion von Benzo[b]thiophen, Synthetisieren eines
3-Chloracetyl-benzo[b]thiophenderivats,
das ein Rohmaterial sein soll [J. Chem. Soc., Perkin Trans. 2, 1250,
(1973)], Hydrolysieren des resultierenden 3-Chloracetyl-benzo[b]thiophenderivats
und dann Reduktion und Halogenierung des Hydrolyseprodukts und dergleichen.
Bei jedem der Verfahren werden Halogenmethylgruppen an den Positionen
2 und 3 eingeführt,
und die Selektivität
davon ist nicht immer hoch. Außerdem
ist die Ab trennung der 3-Halogenmethyl-benzothiophenderivate von
den 2-Halogenmethylbenzothiophenderivaten außerordentlich schwierig.
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RAGA
M. et al.: „New
imidazole antifungal agents derived from benzo[b]thiophene", EUROPEAN JOURNAL
OF MEDICINAL CHEMISTRY, Vol. 21, Nr. 4, 1986, p. 329-332, beschreiben
die Verwendung von (Benzo[b]thienyl)methylethern bei der Herstellung
von Imidazol-Anti-Pilz-Mitteln gegen ein breites Spektrum von Pilzen
(Hefen, Dermatophyten und Aspergilli). Der Syntheseweg beinhaltet
die Bildung von 2- oder 3-Halogenmethyl-benzo[b]thiophenen.
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CHAPMAN,
N. B. et al.: „Synthesis
of the sulfur analog of psilocin and related compounds", JOURNAL OF THE
CHEMICAL SOCIETY, PERKIN TRANSACTIONS 1: ORGANIC AND BIO-ORGANIC
CHEMISTRY, Nr. 23, 1972, p. 3011-15, offenbart die Synthese eines
3-Halogenmethyl-4-methoxybenzol[b]thiophenderivats in Bezug auf
die Synthese von Psilocin, eines potenten Phychotomimetikums. Dies
erfolgte durch die Umsetzung von 4-Methoxy-3-methylbenzo[b]thiophen
in N-Bromsuccinimid, Benzoylperoxid und Tetrachlorkohlenstoff.
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CUBERES
M. R. et al., „Halogeno-substituted
2- and 3-methylbenzo[b]thiophenes: use of [1H]NMR spectral analysis
and [1H][1H] nuclear Overhauser effect for locating the halogen
substituent", MAGNETIC
RESONANCE IN CHEMISTRY, Vol. 23, Nr. 10, 1985, p. 814-21, offenbart
die Synthese von 4-Halogen-3-halogenmethylbenzol[b]thiophenylverbindungen
unter Verwendung von allylischer Bromierung.
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US-A-3 910 955 offenbart
die Verwendung von Aminoethylbenzo[b]thiophenen als Antagonisten
der Seratoninwirkung.
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SCHWARZ
M. K. et al.: „Solid-Phase
Synthesis of 1,5-Benzodiazepin-2-ones", TETRAHEDRON LETTERS, Vol. 39, Nr.
46, 12. November 1998 (1998-11-12), p. 8397-8400, offenbart die Verwendung eines
5-Halogen-3-alkylbenzol[b]thiophenylderivats als Substituenten in
der Festphasensynthese von 1,5-Benzodiazepin-2-onen.
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GB-A-1 174 411 offenbart
die Synthese von 5- und 6-substituierten 3-Chlormethyl-benzo[b]thiophenen und
Derivaten davon, wobei die Verwendung dieser Verbindungen als Serotonin-Antagonisten
und antibakterielle Mittel geschildert wird.
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CHAPMAN
N. B. et al.: „Pharmacologically
active benzo[b]thiophene derivatives, VI. 4- and 6-Halo derivatives
of N-(2-chloroethyl)-N-ethyl-3-(aminomethyl) benzo[b]thiophene hydrochloride", JOURNAL OF THE CHEMICAL
SOCIETY, SECTION C: ORGANIC CHEMISTRY, Vol. 22, 1968, p. 2747-2751,
offenbart die Synthese von 4- und 6-Halogenderivaten von 3-Methylbenzo[b]thiophenen
als pharmakologisch aktive Verbindun gen. Die Umwandlung wird durch
die Cyclisation von (m-Chlorphenylthio)aceton in Polyphosphorsäure erreicht.
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CHAPMAN
N. B. et al.: "Pharmacologically
active benzo[b]thiophene derivatives. Part IX. Some 4- and 5-monosubstituted
and 4,5-disubstituted amines and thiouronium salts", JOURNAL OF THE
CHEMICAL SOCIETY SECTION C ORGANIC CHEMSTRY, Nr. 6, 1971, p. 915-919,
offenbart die Bromierung von 3-Methylbenzo[b]thiophenderivaten mit
N-Bromsuccinimid in Tetrachlorkohlenstoff. Dies ergab eine Reihe
der folgenden Verbindungen einschließlich 4-Brom-, 5-Brom- und
4,5-Dibrom-3-benzo[b]thiophene.
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CAMPAIGNE
E. et al.: „Benzo[b]thiophene
derivatives. XXVIII. 5-Bromo-3-benzo-bthienylalanine and derivatives", JOURNAL OF HETEROCYCLIC
CHEMISTRY, Vol. 21, Nr. 4, 1984, p. 1069-1072, beschreibt die Synthese
von 5-Brom-3-benzo[b]thienylalanin und Derivaten davon als Inhibitoren
der Gelierung von Sichelhämoglobin.
Die Cyclisation von 4-Bromphenylthiopropanon im Polyphosphorsäuremedium
auf Celite erzeugt das 5-Brom-3-methylbenzo[b]thiophen.
Darauf folgt allylische Bromierung, die 5-Brom-3-brommethylbenzo[b]thiophen
erzeugt.
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CAMPAIGNE
E. et al.: „Benzo[b]thiophene
derivatives. XXVI. 5-Methoxy-6-chloro-3-beta-acetamido ethyl benzo[b]thiophene
a blocked analog of melatonin 1",
JOURNAL OF HETEROCYCLIC CHEMISTRY, Vol. 20, Nr. 1, 1983, p. 55-60,
schildert die Synthese von Benzo[b]thiophenen und Derivaten davon
bei der Synthese von 5-Methoxy-6-chlor-3-β-acetamidoethylbenzo[b]thiophen.
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OHIER
PHILIPPE et al.: „Pyrrolo(1,4)diazepines,
via thermolysis of carbonylazides, and (3,2,2)cyclazines, via Diels-Alder
reaction of (1)indolizines, annelated to (1)benzo-thiophene", TETRAHEDRON, Vol.
62, Nr. 43, 1996, p. 13547-13556, offenbart die Verwendung von Benzo[b]thiophenderivaten
bei der Synthese von Diels-Alder-Reagenzien. Die Derivate enthalten
keine Substituenten im Benzylring.
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CHAPMAN
N. B. et al.: „Some
reactions of 7-chloro-3-methylbenzo[b]thiophene", JOURNAL OF THE CHEMICAL SOCIETY, PERKIN
TRANSACTIONS 1, 1972, p. 1404-7,
offenbart Reaktionen von 7-Chlor-3-methylbenzo[b]thiophenen. Das
2-Bromderivat wurde ebenfalls verwendet, was nach Bromierung zur
Bildung der 3-Brommethylverbindung führte.
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CHAPMAN
N. B. et al.: "Synthesis
of some 5-substituted benzo[b]thiophenes related to gramine", JOURNAL OF THE
CHEMICAL SOCIETY, 1965, p. 774-7, schildert die Synthese und Reaktion
von 3-Brommethylbenzo[b]thiophenderivaten mit Aminen. Es wurde die
5-Brom-3-brommethylverbindung synthetisiert.
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CHAPMAN
N. B. et al.: "Pharmacologically
active benzo[b]thiophene derivatives. Part V. 3-(N-Alkyl-N-2-chloroethylaminomethyl)-5-
or 7-halogenobenzo[b]thiophene hydrochlorides", JOURNAL OF THE CHEMICAL SOCIETY, SECTION
C, 1968, p. 518-22,
beschreibt die Verwendung von 5- oder 7-Halogenbenzo[b]thiophenen
als Substituenten bei der Bildung von Antitumormitteln.
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Aufgrund
der obigen Situation bestand Bedarf an durch die Formel (I) dargestellten
4-substituierten 3-Hydroxymethyl-benzo[b]thiophenderivaten
und einem effizienten und einfachen Syntheseverfahren für die 4-substituierten
3-Hydroxymethyl-benzo[b]thiophenderivate.
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Außerdem bestand
Bedarf an einem effizienten und einfachen Syntheseverfahren für die 3-Halogenmethyl-benzo[b]thiophenderivate.
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Offenbarung der Erfindung
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Es
ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, 3,4-disubstituierte Benzo[b]thiophenderivate
bereitzustellen, die nach herkömmlichen
Synthesemethoden schwierig sind, und Verfahren zu ihrer Herstellung
anzugeben. Es ist ein anderes Ziel der vorliegenden Erfindung, Verfahren
zur Herstellung hochreiner 3-Halogenmethyl-benzo[b]thiophenderivate
in kurzen Schritten anzugeben.
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Aufgrund
intensiver Forschungsarbeiten zum Erreichen der obigen Ziele haben
die Erfinder die 3,4-disubstituierten Benzo[b]thiophenderivate gefunden,
die als Rohmaterialien für
Medikamente und dergleichen nützlich
sind, und sie haben ferner selektive Synthesemethoden für die 3,4-disubstituierten
Benzo[b]thiophenderivate gefunden. Außerdem haben die Erfinder effiziente
Synthesemethoden für
3-Halogenmethyl-benzo[b]thiophenderivate
gefunden.
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Die
vorliegende Erfindung sind 3,4-disubstituierte Benzo[b]thiophenderivate,
die durch die Formel (I) dargestellt werden,
wobei R
1 ein
Halogenatom, eine Trihalogenmethylgruppe, eine C
1-4-Alkylgruppe
oder eine C
1-4-Alkoxygruppe darstellt; und
wobei X eine Hydroxygruppe darstellt.
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In
der obigen Formel (I) stellt R1 bevorzugter
eine Methylgruppe dar.
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Die
vorliegende Erfindung ist ein Verfahren zur Bereitstellung von Benzo[b]thiophenderivaten,
die durch die folgende Formel (II) dargestellt werden:
wobei R
1 ein
Halogenatom, eine Trihalogenmethylgruppe, eine C
1-4-Alkylgruppe
oder eine C
1-4-Alkoxygruppe darstellt,
umfassend
das Kristallisieren einer Mischung der durch die Formel (II) dargestellten
Benzo[b]thiophenderivate und der durch die folgende Formel (III)
dargestellten Benzo[b]thiophenderivate:
wobei R
2 ein
Halogenatom, eine Trihalogenmethylgruppe, eine C
1-4-Alkylgruppe
oder eine C
1-4-Alkoxygruppe darstellt,
in
einem Lösungsmittel.
Das Lösungsmittel
für die
Kristallisation ist vorzugsweise ein gemischtes Lösungsmittel
aus einem geradkettigen, cyclischen oder verzweigten C
5-8-Kohlenwasserstoff
mit einem C
2-6-Carbonsäureester, ein gemischtes Lösungsmittel
aus einem geradkettigen, cyclischen oder verzweigten C
5-8-Kohlenwasserstoff
mit einem aromatischen C
6-8-Kohlenwasserstoff
oder ein Lösungsmittel
aus Acetonitril.
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Ferner
ist die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von
durch die folgende Formel (V) dargestellten Benzo[b]thiophenderivaten:
wobei R
3 und
R
4 jeweils gleich sind wie in der folgenden
Formel (IV); und wobei R
5 ein Wasserstoffatom,
eine C
1-3-Alkylgruppe oder eine Trifluormethylgruppe
darstellt,
umfassend die Umsetzung der durch die folgende Formel
(IV) dargestellten Verbindungen:
wobei R
3 einen
Wasserstoff darstellt und R
4 ein Halogenatom,
eine Trihalogenmethylgruppe, eine C
1-4-Alkylgruppe
oder C
1-4-Alkoxygruppe darstellt; oder R
3 ein Halogenatom, eine Trihalogenmethylgruppe,
eine C
1-4-Alkylgruppe oder eine C
1-4-Alkoxygruppe darstellt; und R
4 einen Wasserstoff darstellt,
mit einer
Art oder mit zwei oder mehr Arten von C
1-4-Carbonsäuren, ihren
Carbonsäureanhydriden,
Trifluoressigsäure
oder seinem Trifluoressigsäureanhydrid.
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Ferner
ist die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung der
durch die obige Formel (II) dargestellten Benzo[b]thiophenderivate
oder der durch die obige Formel (III) dargestellten Benzo[b]thiophenderivate,
nämlich
einer Mischung, welche die durch die Formel (II) und die Formel
(III) dargestellten Verbindungen enthält, umfassend das Reduzieren
der durch die obige Formel (V) dargestellten Verbindungen mit einer
Metallhydrid-Komplexverbindung
oder Durchführen
einer basischen Hydrolyse oder einer sauren Hydrolyse der durch
die obige Formel (V) dargestellten Verbindungen. Die Reduktion erfolgt
vorzugsweise mit Natriumborhydrid.
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Ferner
ist die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung der
durch die obige Formel (II) dargestellten 4-substituierten 3-Hydroxymethyl-benzo[b]thiophenderivate,
umfassend:
Einführen
einer Propargylgruppe in m-substituierte Benzolthiole, wobei durch
die folgende Formel (VI) dargestellte Verbindungen bereitgestellt
werden:
wobei R
6 ein
Halogenatom, eine Trihalogenmethylgruppe, eine C
1-4-Alkylgruppe
oder eine C
1-4-Alkoxygruppe darstellt;
Oxidieren
der durch die obige Formel (VI) dargestellten Verbindungen, wobei
durch die folgende Formel (VII) dargestellte Verbindungen erhalten
werden:
worin R
6 dasselbe
darstellt wie in der obigen Formel (VI) definiert;
Unterwerfen
der durch die Formel (VII) dargestellten Verbindungen unter eine
thermische Umlagerungsreaktion, wobei die durch die obige Formel
(IV) dargestellten Verbindungen bereitgestellt werden;
Umsetzen
der erhaltenen, durch die Formel (IV) dargestellten Verbindungen
mit einer Art oder mit zwei oder mehr Arten von C
1-4-Carbonsäuren, ihren
Carbonsäureanhydriden,
Trifluoressigsäure,
seinem Trifluoressigsäureanhydrid,
wobei die durch die obige Formel (V) dargestellten Verbindungen
erhalten werden;
anschließend
Umwandlung der Estergruppe der durch die Formel (V) dargestellten
Verbindungen in eine Hydroxygruppe; und Kristallisieren der resultierenden
Mischung der durch die obige Formel (II) dargestellten Benzo[b]thiophenderivate
und der durch die obige Formel (III) dargestellten Benzo[b]thiophenderivate
in einem Lösungsmittel.
In der obigen Formel (VI) ist R
6 vorzugsweise
eine Methylgruppe.
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Ferner
ist die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung 4-substituierter
3-Halogenmethyl-benzo[b]thiophenderivate, die durch die folgende
Formel (VIII) dargestellt werden:
wobei R
1 ein
Halogenatom, eine Trihalogenmethylgruppe, eine C
1-4-Alkylgruppe
oder eine C
1-4-Alkoxygruppe darstellt; und
R
7 ein Halogenatom darstellt,
umfassend
ferner das Konvertieren der Hydroxygruppe der durch die obige Formel
(II) dargestellten 4-substituierten 3-Hydroxymethyl-benzo[b]thiophenderivate
in ein Halogenatom. In der obigen Formel (VIII) ist R
1 vorzugsweise
eine Methylgruppe.
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Ferner
ist die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von
3-Halogenmethyl-benzo[b]thiophenderivat-Verbindungen,
die durch die folgende Formel (X) dargestellt werden:
wobei R
8 bis
R
11 alle gleich sind wie in der allgemeinen
Formel (IX); R
12 ein Halogenatom darstellt,
umfassend
das Umsetzen von durch die folgende Formel (IX) dargestellten Verbindungen:
wobei R
8 bis
R
11 gleichzeitig oder jeweils unabhängig ein
Wasserstoffatom, ein Halogenatom, eine Trihalogenmethylgruppe, eine
Cyanogruppe, eine C
1-4-Alkylgruppe, eine
C
1-4-Alkoxygruppe,
eine C
1-4-Alkylthiogruppe, eine C
1-4-Acyloxygruppe, eine C
1-4-Acylaminogruppe
oder eine Trihalogenmethoxygruppe darstellen, mit einer äquivalenten
Menge oder mehr einer Säure,
ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus Chlorwasserstoffgas, Bromwasserstoffgas,
einer Chlorwasserstoff-Dioxan-Lösung,
Salzsäure,
Bromwasserstoffsäure
und Iodwasserstoffsäure.
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Ferner
ist die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung der
durch die Formel (X) dargestellten Verbindungen, umfassend:
Einführen einer
Propargylgruppe in substituierte Benzolthiole, wobei durch die folgende
Formel (XI) dargestellte Verbindungen bereitgestellt werden:
wobei R
13 und
R
15 gleichzeitig und R
14 unabhängig ein
Halogenatom, eine Trihalogenmethylgruppe, eine Cyanogruppe, eine
C
1-4-Alkylgruppe, eine C
1-4-Alkoxygruppe,
eine C
1-4-Alkylthiogruppe, eine C
1-4-Acyloxygruppe, eine
C
1-4-Acylaminogruppe oder eine Trihalogenmethoxygruppe
darstellen und R
16 ein Wasserstoffatom darstellt;
oder R
16 ein Halogenatom, eine Trihalogenmethylgruppe,
eine Cyanogruppe, eine C
1-4-Alkylgruppe,
eine C
1-4-Alkoxygruppe, eine C
1-4-Alkylthiogruppe,
eine C
1-4-Acyloxygruppe, eine C
1-4-Acylaminogruppe
oder eine Trihalogenmethoxygruppe darstellt und R
13 bis
R
15 gleichzeitig oder jeweils unabhängig ein
Wasserstoffatom, ein Halogenatom, eine Trihalogenmethylgruppe, eine
Cyanogruppe, eine C
1-4-Alkylgruppe, eine
C
1-4-Alkoxygruppe, eine C
1-4-Alkylthiogruppe,
eine C
1-4-Acyloxygruppe, eine C
1-4-Acylaminogruppe
oder eine Trihalogenmethoxygruppe darstellen;
Oxidieren der
resultierenden, durch die Formel (XI) dargestellten Verbindungen,
wobei durch die folgende Formel (XII) dargestellte Verbindungen
bereitgestellt werden:
wobei R
13 bis
R
16 jeweils gleich wie in der obigen Formel
(XI) sind;
Unterwerfen der durch die Formel (XII) dargestellten
Verbindungen unter eine thermische Umlagerungsreaktion, wobei die
durch die obige Formel (IX) dargestellten Verbindungen erhalten
werden; und
Umsetzen der resultierenden, durch die obige Formel
(IX) dargestellten Verbindungen mit einer äquivalenten Menge oder mehr
einer Säure.
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Es
ist bevorzugt, dass in der obigen Formel (IX) und in der obigen
Formel (X) R8 und R10 gleichzeitig und
R9 unabhängig
ein Wasserstoffatom oder eine C1-4-Alkylgruppe
darstellen und R11 ein Wasserstoffatom darstellt;
oder R11 eine C1-4-Alkylgruppe
darstellt und R8 bis R10 gleichzeitig
oder jeweils unabhängig
ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, eine Trihalogenmethylgruppe,
eine Cyanogruppe, eine C1-4-Alkylgruppe,
eine C1-4-Alkoxygruppe, eine C1-4-Alkylthiogruppe,
eine C1-4-Acyloxygruppe, eine C1-4-Acylaminogruppe
oder eine Trihalogenmethoxygruppe darstellen; und R13 und
R15 in der obigen Formel (XI) und in der
obigen Formel (XII) gleichzeitig und R14 unabhängig ein
Wasserstoffatom oder eine C1-4-Alkylgruppe
darstellen und R16 ein Wasserstoffatom darstellt;
oder R16 eine C1-4-Alkylgruppe
darstellt und R13 bis R15 gleichzeitig
oder jeweils unabhängig
ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, eine Trihalogenmethylgruppe,
eine Cyanogruppe, eine C1-4-Alkylgruppe,
eine C1-4-Alkoxygruppe, eine C1-4-Alkylthiogruppe,
eine C1-4-Acyloxygruppe, eine C1-4-Acylaminogruppe
oder eine Trihalogenmethoxygruppe darstellen.
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In
der obigen Formel (X) gemäß der vorliegenden
Erfindung ist R12 vorzugsweise ein Chloratom
oder ein Bromatom.
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Ferner
ist die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von
Benzimidazolderivaten, die durch die allgemeine Formel (XX) dargestellt
werden,
wobei in der Formel (XX)
R
23 und R
24 gleichzeitig
oder jeweils unabhängig
ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, eine Trihalogenmethylgruppe,
eine Cyanogruppe, eine Hydroxygruppe, eine C
1-4-Alkylgruppe
oder eine C
1-4-Alkoxygruppe darstellen;
oder wobei R
23 und R
24 gemeinsam
-O-CH
2-O-, -O-CH
2CH
2-O- oder -CH
2CH
2CH
2- (in diesen
Fällen
kann jedes Kohlenstoffatom mit einer oder mehreren C
1-4-Alkylgruppen
substituiert sein) darstellen;
wobei A eine substituierte oder
eine unsubstituierte geradkettige, cyclische oder verzweigte C
1-7-Alkylengruppe oder C
1-7-Alkenylengruppe
darstellt, welche unterbrochen sein kann durch ein oder mehrere
-O-, -S-, -SO
2- und -NR
25-
(wobei R
25 ein Wasserstoffatom oder eine
geradkettige oder verzweigte C
1-6-Alkylgruppe
darstellt); die Substituenten, die an den Gruppen vorhanden sein
können,
sind jeweils ein Halogenatom, eine Hydroxygruppe, eine Nitrogruppe,
eine Cyanogruppe, eine geradkettige oder verzweigte C
1-6-Alkylgruppe,
eine geradkettige oder verzweigte C
1-5-Alkoxygruppe
(einschließlich
des Falles, in dem zwei benachbarte Gruppen eine Acetalbindung bilden,
nämlich
einschließlich
des Falles, in dem die Alkylreste von zwei geminalen Alkoxygruppen unter
Ausbildung eines Ringes miteinander verbunden sind), eine geradkettige
oder verzweigte C
1-6-Alkylthiogruppe, eine
geradkettige oder verzweigte C
1-6-Alkylsulfonylgruppe,
eine geradkettige oder verzweigte C
1-6-Acylgruppe,
eine geradekettige oder verzweigte C
1-6-Acylaminogruppe,
eine Trihalogenmethylgruppe, eine Trihalogenmethoxygruppe, eine
Phenylgruppe, eine Oxogruppe oder eine Phenoxygruppe, die mit einem oder
mehreren Halogenatomen substituiert sein kann; der oder die Substituenten
können
unabhängig
an optionalen Positionen der Alkylengruppe oder der Alkenylengruppe
substituiert sein, mit der Ausnahme, dass eine Hydroxygruppe und
eine Phenylgruppe gleichzeitig an dem Kohlenstoffatom von A substituiert
sind, welches an M gebunden ist, wenn M in der Formel (XX) eine
Einfachbindung ist;
wobei E eine -COOR
25-Gruppe,
eine -SO
3R
25-Gruppe,
eine -CONHR
25-Gruppe, eine -SO
2NHR
25-Gruppe, eine Tetrazol-5-yl-Gruppe, eine
5-Oxo-1,2,4-oxadiazol-3-yl-Gruppe
oder eine 5-Oxo-1,2,4-thiadiazol-3-yl-Gruppe darstellt (wobei R
25 wie oben definiert ist);
wobei M
eine Einfachbindung oder -S(O)
m- darstellt,
wobei m eine ganze Zahl von 0 bis 2 ist;
wobei G und J jeweils
die obige Formel (I) oder die obige Formel (X) darstellen, mit der
Vorgabe, dass G eine Methylengruppe in der 3-Position des durch
die obige Formel (I) und des durch die obige Formel (X) dargestellten
Benzothiophens darstellt und dass X in der obigen Formel (I) und
R
12 in der obigen Formel (X) jeweils durch
das Stickstoffatom des Benzimidazolrings ersetzt sind; und
wobei
X -CH= oder ein Stickstoffatom darstellt,
ausgehend von den
durch die obige Formel (I) dargestellten Verbindungen oder den durch
die obige Formel (X) dargestellten Verbindungen.
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Ausführungsform
der Erfindung
-
Beispiele
für die
Benzothiophenderivate und Verfahren zu ihrer Herstellung gemäß der vorliegenden Erfindung
werden im Folgenden angeführt.
Die vorliegende Erfindung wird durch die Beispiele jedoch nicht
eingeschränkt.
-
Beispiele
für die
3,4-disubstituierten Benzo[b]thiophenderivate und Verfahren zu ihrer
Herstellung werden zunächst
nachstehend angeführt.
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Die
vorliegende Erfindung sind die 3,4-disubstituierten Benzo[b]thiophenderivate,
die durch die Formel (I) dargestellt werden,
wobei R
1 ein
Halogenatom, eine Trihalogenmethylgruppe, eine C
1-4-Alkylgruppe
oder eine C
1-4-Alkoxygruppe darstellt; und
X eine Hydroxygruppe darstellt. Bevorzugte Beispiele für R
1 schließen
eine Trihalogenmethylgruppe und eine Methylgruppe ein. Bevorzugtere
Beispiele schließen
eine Methylgruppe ein.
-
Speziell
sind Verbindungen, die in der Tabelle 1 angeführt sind, als durch die Formel
(I) dargestellte Verbindungen bevorzugt. Die Verbindung Nr. 1 ist
speziell bevorzugt.
Tabelle 1
| Verbindung
Nr. | R1 | X |
| 1 | Me | OH |
| 2 | CF3 | OH |
(Me steht für
eine Methylgruppe)
-
Als
Verfahren zur Herstellung der durch Formel (I) dargestellten Verbindungen
werden durch die Formel (IV) dargestellte Verbindungen,
wobei R
3 einen
Wasserstoff und R
4 ein Halogenatom, eine
Trihalogenmethylgruppe, eine C
1-4-Alkylgruppe
oder eine C
1-4-Alkoxygruppe darstellt; oder
R
3 ein Halogenatom, eine Trihalogenmethylgruppe,
eine C
1-4-Alkylgruppe oder C
1-4-Alkoxygruppe
und R
4 einen Wasserstoff darstellt,
mit
einer Art oder mit zwei oder mehr Arten, ausgewählt aus der Gruppe bestehend
aus C
1-4-Carbonsäuren, Trifluoressigsäure, Carbonsäureanhydriden
und Trifluoressigsäureanhydrid,
umgesetzt, um dadurch Verbindungen herzustellen, die durch die Formel
(V) dargestellt werden,
wobei R
3 und
R
4 jeweils wie in der Formel (IV) definiert
sind; R5 ein Wasserstoffatom, eine C
1-3-Alkylgruppe oder
eine Trifluormethylgruppe darstellt.
-
In
der vorliegenden Erfindung schließen Beispiele für ein Lösungsmittel,
das für
die Reaktion von der Formel (IV) zur Formel (V) verwendet wird,
Toluol, Tetrahydrofuran, Dioxan, i-Propylacetat oder n-Propylacetat ein.
Bevorzugte Beispiele schließen
Toluol, Tetrahydrofuran und Dioxan ein.
-
Beispiele
für die
Carbonsäuren
oder Säureanhydride
schließen
Essigsäure,
Trifluoressigsäure,
Essigsäureanhydrid
und Trifluoressigsäureanhydrid
ein. Bevorzugte Beispiele schließen Trifluoressigsäure und Trifluoressigsäureanhydrid
ein. Bevorzugtere Beispiele schließen Trifluoressigsäureanhydrid
ein.
-
Die
Estergruppe der durch die Formel (V) dargestellten Verbindungen
wird dann in eine Hydroxygruppe umgewandelt, um eine Mischung zu
erhalten, die durch die Formel (II) und die Formel (III) dargestellte
Verbindungen aufweist. Die Estergruppe der durch die Formel (V)
dargestellten Verbindungen wird in die Hydroxygruppe der durch die
Formel (II) dargestellten Verbindungen durch saure Hydrolyse, basische
Hydrolyse, Reduktion mit einer Metallhydrid-Komplexverbindung oder
dergleichen umgewandelt, vorzugsweise durch basische Hydrolyse oder
Reduktion mit einer Metallhydrid-Komplexverbindung. Lithiumhydroxid,
Natriumhydroxid oder dergleichen sind als Base für die basische Hydrolyse bevorzugt.
Lithiumaluminiumhydrid, Natriumborhydrid oder dergleichen werden
als Metallhydrid-Komplexverbindung genannt, und Natriumborhydrid
ist bevorzugt.
-
Die
durch die Formel (II) dargestellten 4-substituierten 3-Hydroxymethyl-benzo[b]thiophenderivate werden
durch Kristallisieren einer Mischung, die durch die Formel (II)
und durch die Formel (III) dargestellte Verbindungen enthält, in einem
Lösungsmittel
erhalten. Ein Lösungsmittel
für die
Kristallisation ist nicht speziell eingeschränkt, es wird jedoch vorgezogen,
in einem gemischten Lösungsmittel
aus einem geradkettigen, cyclischen oder verzweigten C5-8-Kohlenwasserstoff
und einem C2-6-Carbonsäureester, einem gemischten
Lösungsmittel
aus dem geradkettigen, cyclischen oder verzweigten C5-8-Kohlenwasserstoff
und einem aromatischen C6-8-Kohlenwasserstoff
oder in Acetonitril zu kristallisieren.
-
Bevorzugte
Beispiele für
den Kohlenwasserstoff schließen
Pentan, Hexan, Cyclohexan, Heptan und Octan ein. Bevorzugtere Beispiele
schließen
Hexan und Cyclohexan ein. Der Kohlenwasserstoff kann als einzelnes
Lösungsmittel
oder als gemischtes Lösungsmittel
verwendet werden. Bevorzugte Beispiele für den aromatischen Kohlenwasserstoff
schließen
Benzol, Toluol und Xylol ein. Bevorzugtere Beispiele für aromatischen Kohlenwasserstoff
schließen
Toluol ein. Bevorzugte Beispiele für die Carbonsäure des
Carbonsäureesters schließen Ameisensäure, Essigsäure und
Propionsäure
ein. Bevorzugte Beispiele für
den Ester schließen
einen Methylester, einen Ethylester, einen Propylester, einen Isopropylester
ein. Bevorzugte Beispiele für
den Carbonsäureester
schließen
Methylacetat, Ethylacetat, Propylacetat, Isopropylacetat, Ethylformiat
und Ethylpropionat ein. Ein bevorzugteres Beispiel ist Ethylacetat.
-
Eine
Kombination von Lösungsmitteln
bevorzugter Kristallisationsbedingungen schließt Hexan-Ethylacetat, Cyclohexan-Ethylacetat,
Hexan-Cyclohexan-Ethylacetat, Hexan-Toluol, Cyclohexan-Toluol, Hexan-Cyclohexan-Toluol,
Hexan-Xylol, Cyclohexan-Xylol und Hexan-Cyclohexan-Xylol ein, oder
ein Lösungsmittel
bevorzugter Kristallisationsbedingungen ist Acetonitril.
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Als
Kristallisationsbedingungen können
Verfahren zum Refluxieren der Mischung in einem gemischten Lösungsmittel
aus einem geradkettigen, cyclischen oder verzweigten C5-8-Kohlenwasserstoff
und einem C2-6-Carbonsäureester, in einem gemischten
Lösungsmittel
aus einem geradkettigen, cyclischen oder verzweigten C5-8-Kohlenwasserstoff
und einem aromatischen C6-8-Kohlenwasserstoff,
oder in Acetonitril, dann Abkühlen
und Ausführen
der Kristallisation genannt werden; oder Verfahren zum Lösen der
Mischung in einem aromatischen C6-8-Kohlenwasserstoff
oder einem C2-6-Carbonsäureester und Zusetzen eines
geradkettigen, cyclischen oder verzweigten C5-8-Kohlenwasserstoffs
und dabei Ausführen
der Kristallisation in dem gemischten Lösungsmittel.
-
Verhältnisse
von gemischten Lösungsmitteln
sind C5-8-Kohlenwasserstoff:Carbonsäureester
= 1:2 bis 9:1. Bevorzugte Verhältnisse
sind C5-8-Kohlenwasserstoff:Carbonsäureester
= 1:2 bis 5:1. Verhältnisse,
wenn ein aromatischer C6-8-Kohlenwasserstoff
verwendet wird, sind C5-8-Kohlenwasserstoff:aromatischer
Kohlenwasserstoff = 1:2 bis 5:1. Bevorzugte Verhältnisse sind C5-8-Kohlenwasserstoff:aromatischer
Kohlenwasserstoff = 1:2 bis 3:1. Beispiele für bevorzugte Kristallisationsbedingungen
sind ein Verhältnis
von Hexan:Ethylacetat = 1:2 bis 5:1, ein Verhältnis eines gemischten Lösungsmittels
aus Cyclo hexan und Hexan:Ethylacetat = 1:2 bis 5:1, ein Verhältnis von
Hexan:Toluol = 1:2 bis 3:1 und ein Verhältnis eines gemischten Lösungsmittels aus
Cyclohexan und Hexan:Toluol = 1:2 bis 3:1. Ein bevorzugtes Verhältnis von
Cyclohexan zu Hexan ist Cyclohexan:Hexan = 1:3 bis 3:1.
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Die
Menge an Lösungsmittel
bezogen auf ein Substrat ist nicht speziell eingeschränkt, eine
bevorzugte Menge ist jedoch das 1- bis 10-fache, bezogen auf das
Substratgewicht, eine bevorzugtere Menge ist das 2- bis 5-fache,
bezogen auf das Substratgewicht.
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Die
Hydroxygruppe der resultierenden durch die Formel (II) dargestellten
Verbindungen kann, falls das erforderlich ist, in ein Halogenatom übergeführt werden,
um das durch die Formel (VIII) dargestellte 4-substituierte 3-Halogenmethyl-benzo[b]thiophenderivat
zu erhalten.
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Beispiele
für das
Reagens zur Halogenmethylierung von der Formel (II) zur Formel (VIII)
gemäß der vorliegenden
Erfindung sind ein Halogenwasserstoff, ein Phosphorhalogenid, ein
Sulfonylchlorid, ein Thionylhalogenid und dergleichen. Bevorzugte
Beispiele für
das Reagens sind ein Phosphorhalogenid und ein Thionylhalogenid.
Ein bevorzugteres Beispiel für
das Reagens ist Phosphortribromid.
-
Ein
Verfahren zum Synthetisieren der durch die Formel (II) dargestellten
Verbindungen gemäß der vorliegenden
Erfindung aus einer handelsüblichen
Rohmaterialverbindung wird im Folgenden erläutert. Das Verfahren kann geeignet
gewählt
werden, jedoch ist es bevorzugt, dass die Synthese effizient bei
hoher Reinheit durch das Verfahren, wie es im Folgenden dargelegt
wird, ausgeführt
werden kann. Das Verfahren wird nachstehend erläutert, indem spezielle Beispiele
angeführt
werden.
-
-
(Erster Schritt)
-
Die
durch die Formel (VI) dargestellten Verbindungen werden durch Einführen einer
Propargylgruppe in die Mercaptogruppe von durch die Formel (XVII)
dargestellten m-Toluolthiolen erhalten.
-
Das
Einführen
der Propargylgruppe erfolgt in Gegenwart einer basischen Substanz
unter Verwendung eines Propargylhalogenids, z. B. Propargylbromid
oder Propargylchlorid. Als die basische Substanz schließen Beispiele
für eine
anorganische Base Kaliumcarbonat und Natriumcarbonat ein, und Beispiele
für eine
organische Base schließen
Triethylamin, Pyridin und 4-Dimethylaminopyridin ein. Beispiele
für ein
Lösungsmittel schließen Toluol,
Aceton, Ethylacetat, Tetrahydrofuran, Acetonitril und 2-Butanon
ein. Bevorzugte Beispiele für ein
Lösungsmittel
schließen
Toluol und 2-Butanon ein. Die Reaktion kann bei Raumtemperatur bis
Rückflusstemperatur über einige
Dutzend Minuten bis mehrere Stunden beendet werden.
-
(Zweiter Schritt)
-
Die
durch die Formel (VII) dargestellten Verbindungen werden durch Oxidation
der durch die Formel (VI) dargestellten Verbindungen erhalten. Die
Oxidationsreaktion des Schwefelatoms erfolgt unter Verwendung eines
Oxidationsmittels, z. B. Kaliumpersulfat, wässriges Wasserstoffperoxid,
Metaperiodate, Perchlorate oder m-Chlorperbenzoesäure, mit
einem geeigneten Lösungsmittel,
z. B. einem aromatischen Kohlenwasserstoff wie Toluol oder Xylol,
Alkoholen, Aceton oder Wasser, allein oder in Kombination. Ein bevorzugtes
Beispiel für
diesen Schritt ist ein Verfahren zum Rühren von 1 bis 1,2 Äquivalenten
Natriummetaperiodat in die durch die Formel VI dargestellten Verbindungen
in einem Lösungsmittel
aus Alkohol-Wasser, wie Methanol, Ethanol oder Isopropanol, bei
Raumtemperatur für
einige Dutzend Minuten bis mehrere Stunden.
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(Dritter Schritt)
-
Die
durch die Formel (IV) dargestellten Verbindungen werden durch cyclisierende
Umlagerung des Sulfoxids der Formel (VII) erhalten.
-
Im
Falle des in der vorliegenden Erfindung verwendeten Sulfoxids schließen bevorzugte
Lösungsmittel Dioxan,
Propylacetat, Toluol und Xylol ein. Bevorzugtere Lösungsmittel
sind Dioxan und Toluol. Ein noch bevorzugteres Beispiel ist Toluol.
Die Menge des Lö sungsmittels
ist vorzugsweise das 10-fache oder mehr, bezogen auf das Substratgewicht,
bevorzugter das 15- bis 30-fache, bezogen auf das Substratgewicht.
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Die
Reaktionstemperatur ist vorzugsweise 60°C oder darüber, insbesondere vorzugsweise
80 bis 100°C.
-
In
diesem Schritt schreitet die Reaktion der durch die Formel (VII)
dargestellten Verbindungen selbst durch Erhitzen nach dem Lösen in dem
Lösungsmittel
voran, es wird jedoch vorgezogen, das Lösungsmittel auf die Reaktionstemperatur
vorzuwärmen
und eine Lösung
der durch die Formel (VII) dargestellten Verbindungen zu dem Lösungsmittel
zuzutropfen.
-
Die
Erwärmungszeit
ist nicht speziell eingeschränkt;
die Erwärmungszeit
nach dem Zutropfen des Substrats bei der Reaktionstemperatur wird
jedoch vorzugsweise für
einige Dutzend Minuten bis 2 Stunden gehalten, insbesondere vorzugsweise
innerhalb 1 Stunde ab dem Ende des Zutropfens des Substrats.
-
Indem
die Reaktion unter diesen Bedingungen ausgeführt wird, kann die Bildung
von Nebenprodukten sehr stark unterdrückt und die Ausbeute verbessert
werden.
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(Vierter Schritt)
-
Dieser
Schritt ist ein Schritt der Umsetzung cyclisierter Substanzen [Formel
(IV)], die im dritten Schritt erhalten wurden, mit einer Carbonsäure oder
einem Carbonsäureanhydrid
und des Erhalts der durch die Formel (V) dargestellten Verbindungen.
-
In
diesem Schritt schreitet die Veresterungs-Umlagerungsreaktion fort
durch Zusetzen der Carbonsäure
oder des Carbonsäureanhydrids
zu dem Reaktionssystem ohne Konzentrieren des Reaktionslösungsmittels,
das im dritten Schritt verwendet wurde. Ähnlich schreitet die Reaktion
auch fort, wenn das Lösungsmittel im
dritten Schritt konzentriert und die Reaktion in einem anderen Lösungsmittel
ausgeführt
wird. Trifluoressigsäure
wird als die Carbonsäure
dieses Schritts bevorzugt, und Trifluoressigsäureanhydrid ist als das Carbonsäureanhydrid
bevorzugt. Die Menge an Carbonsäure
oder Carbonsäureanhydrid
ist vorzugsweise 0,5 bis 1,2 Äquivalente
zum Substrat, und insbesondere werden vorzugsweise 0,5 bis 0,8 Äquivalente
vorzugsweise in eine Substratlösung
getropft.
-
Die
Reaktionstemperatur während
des Zutropfens der Carbonsäure
oder des Carbonsäureanhydrids in
der Reaktion dieses Schritts ist vorzugsweise 0 bis 50°C, bevorzugter
20 bis 30°C.
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Die
Reaktion dieses Schritts ist in mehreren Minuten bis mehreren Stunden
beendet, wenn die Reaktion bei Raumtemperatur ausgeführt wird.
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(Fünfter
Schritt)
-
Dieser
Schritt ist ein Schritt des Erhalts der durch die Formel (II) oder
die Formel (III) dargestellten Verbindungen durch Hydroxylierung
der durch die Formel (V) dargestellten Esterderivate, die im vierten
Schritt erhalten wurden.
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Basische
Hydrolyse oder Reduktion mit der Metallhydrid-Komplexverbindung
wird als Bedingung bevorzugt. Die Base für die basische Hydrolyse ist
nicht speziell eingeschränkt,
jedoch sind bevorzugte Beispiele Lithiumhydroxid und Natriumhydroxid.
Das Lösungsmittel
für die
Hydrolyse ist nicht speziell eingeschränkt, jedoch ist ein Tetrahydrofuran-Wasser-System
bevorzugt. Im Falle der Reduktion mit der Metallhydrid-Komplexverbindung
sind Beispiele für
die Metallhydrid-Komplexverbindung Lithiumaluminiumhydrid, Natriumborhydrid, Natriumcyanotrihydroborat
und dergleichen. Ein bevorzugtes Beispiel ist Natriumborhydrid.
Die Menge an Base für
die basische Hydrolyse oder an Metallhydrid-Komplexverbindung ist
vorzugsweise 0,5 bis 1 Äquivalent
des Substrats.
-
Das
Lösungsmittel
des Reaktionssystems ist nicht speziell eingeschränkt, jedoch
sind bevorzugte Beispiele Tetrahydrofuran und Toluol.
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(Sechster Schritt)
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Dieser
Schritt ist ein Schritt der Trennung der durch Formel (II) und Formel
(III) dargestellten Verbindung von einer Mischung des durch die
Formel (II) dargestellten 4-substituierten 3-Hydroxymethyl-benzo[b]thiophenderivats
und des durch die Formel (III) dargestellten 6-substituierten 3-Hydroxymethyl-benzo[b]thiophenderivats.
-
Bevorzugte
Beispiele für
Lösungsmittel
für die
Kristallisation in diesem Schritt sind Hexan-Ethylacetat, ein Cyclohexan-Ethylacetat-
und ein Hexan-Toluol-System. Beispiele für bevorzugte Kristallisationsbedingungen
sind Hexan:Ethylacetat = 1:2 bis 5:1, ein ge mischtes Lösungsmittel
aus Cyclohexan und Hexan:Ethylacetat = 1:2 bis 5:1, Hexan:Toluol
= 1:2 bis 3:1, ein gemischtes Lösungsmittel
aus Cyclohexan und Hexan:Toluol = 1:2 bis 3:1 und dergleichen. Ferner
ist das bevorzugte Verhältnis
von Cyclohexan zu Hexan gleich Cyclohexan:Hexan = 1:3 bis 3:1.
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Die
Menge an Lösungsmittel
bezogen auf das Substrat ist nicht speziell eingeschränkt, jedoch
ist die Menge bevorzugt das 1- bis 10-fache bezogen auf das Substratgewicht;
bevorzugter ist die Menge das 2- bis 5-fache bezogen auf das Substrat.
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Die
durch die Formel (II) dargestellten Verbindungen können von
der Mischung der durch die Formel (II) und Formel (III) dargestellten
Verbindungen durch Kristallisation gemäß diesem Schritt abgetrennt
werden.
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(Siebenter Schritt)
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Obwohl
eine Synthesemethode für
die durch die Formel (VIII) dargestellten Verbindungen aus den durch
die Formel (II) dargestellten Verbindungen nicht speziell eingeschränkt ist,
ist jedoch das folgende Verfahren bevorzugter.
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Dieser
Schritt ist ein Schritt des Ersetzens der Hydroxylgruppe der 4-substituierten
3-Hydroxymethyl-benzo[b]thiophenderivate durch ein Halogenatom.
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Beispiele
für das
Reagens für
die Halogenmethylierung des Halogenaustausches sind ein Halogenwasserstoff,
ein Phosphorhalogenid, Sulfonylchlorid, ein Thionylhalogenid und
dergleichen. Bevorzugte Beispiele sind das Phosphorhalogenid oder
Thionylhalogenid. Ein bevorzugteres Beispiel ist Phosphortribromid.
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Ein
Kohlenwasserstoff, wie Cyclohexan oder Hexan, oder ein aromatischer
Kohlenwasserstoff, wie Benzol, Toluol oder Xylol, wird als Lösungsmittel
genannt. Cyclohexan oder Toluol können vorzugsweise genannt werden.
Die Reaktion kann bei Raumtemperatur bis zur Rückflusstemperatur für mehrere
Dutzend Minuten bis mehrere Stunden beendet werden. Nach der Reaktion
können
die durch die Formel (VIII) dargestellten Verbindungen, falls erforderlich,
kristallisiert werden. Ein Beispiel für das Lösungsmittel für die Kris tallisation
ist ein Kohlenwasserstoff, wie Heptan, Hexan oder Cyclohexan. Bevorzugte
Beispiele sind Cyclohexan und Heptan.
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Die
Synthesemethode für
die 3-Halogenmethyl-benzo[b]thiophenderivate wird im Folgenden detailliert erörtert.
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Die
vorliegende Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung der 3-Halogenmethyl-benzo[b]thiophenderivate,
die durch die Formel (X) dargestellt werden,
worin R
8 bis
R
11 jeweils gleich wie in der folgenden
Formel (IX) sind; und R
12 ein Halogenatom
darstellt,
umfassend die Umsetzung von durch die Formel (IX)
dargestellten Verbindungen,
worin R
8 bis
R
11 gleichzeitig oder jeweils unabhängig ein
Wasserstoffatom, ein Halogenatom, eine Trihalogenmethylgruppe, eine
Cyanogruppe, eine C
1-4-Alkylgruppe, eine
C
1-4-Alkoxygruppe,
eine C
1-4-Alkylthiogruppe, eine C
1-4-Acyloxygruppe, eine C
1-4-Acylaminogruppe
oder eine Trihalogenmethoxygruppe darstellen, mit einer äquivalenten
Menge oder mehr an Säure.
-
Bevorzugte
Beispiele für
R8 bis R11 in der
vorliegenden Erfindung sind ein Wasserstoffatom und eine C1-4-Alkylgruppe.
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Die
Positionen der Wasserstoffatome oder Alkylgruppen von R8 bis
R11 sind gleichzeitig oder jeweils unabhängig optional,
jedoch ist der Fall bevorzugt, dass alle Wasserstoffatome sind,
R8, R10 und R11 jeweils ein Wasserstoffatom sind und R9 eine C1-4-Alkylgruppe ist,
und R9 und R11 jeweils
ein Wasserstoffatom sind und R8 und R10 jeweils eine C1-4-Alkylgruppe
sind.
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In
der Tabelle 2 angeführte
Verbindungen sind als durch die Formel (X) dargestellte Verbindungen
bevorzugt. In der Tabelle sind die Verbindung Nr. 3, 4 und 5 besonders
bevorzugte Verbindungen.
Tabelle 2
| Verbindung
Nr. | R8 | R9 | R10 | R11 | R12 |
| 3 | H | H | H | H | Br |
| 4 | H | Me | H | H | Br |
| 5 | Me | H | Me | H | Br |
| 6 | H | H | H | H | Cl |
| 7 | H | Me | H | H | Cl |
| 8 | Me | H | Me | H | Cl |
(Me steht für
eine Methylgruppe)
-
In
der vorliegenden Erfindung sind Beispiele für eine Säure, die für die Umsetzung von der Formel
(IX) zur Formel (X) verwendet wird, Chlorwasserstoffgas, Bromwasserstoffgas,
eine Chlorwasserstoff-Dioxan-Lösung,
Salzsäure,
Bromwasserstoffsäure,
Iodwasserstoffsäure
und dergleichen. Bevorzugte Beispiele sind die Chlorwasserstoff-Dioxan-Lösung und Bromwasserstoffsäure. Es
ist notwendig, die Säure
in einer zum Substrat äquivalenten
oder höheren
Menge zuzusetzen, die Menge beträgt
jedoch vorzugsweise 1,2 bis 3 Äquivalente,
bevorzugter 1,2 bis 1,5 Äquivalente.
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Das
Lösungsmittel
gemäß der Erfindung
ist nicht speziell eingeschränkt,
bevorzugte Beispiele sind jedoch Dioxan, Propylacetat und Toluol.
Die Menge des Lösungsmittels
ist das 5-fache oder mehr, bezogen auf das Substratgewicht, vorzugsweise
das 10- bis 20-fache,
bezogen auf das Substratgewicht.
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In
der vorliegenden Erfindung wird die Reaktion bei einer Reaktionstemperatur
von vorzugsweise 0 bis 50°C,
insbesondere vorzugsweise 0 bis 30°C, durchgeführt.
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Die
Synthesemethode für
die durch die Formel (IX) dargestellten Verbindungen ist nicht speziell
eingeschränkt;
das folgende Verfahren ist jedoch bevorzugt.
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(Erster Schritt)
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Dieser
Schritt ist ein Schritt des Einführens
einer Propargylgruppe in die Mercaptogruppe der durch die Formel
(XVIII) dargestellten substituierten Benzolthiole und des Erhalts
der durch die Formel (XI) dargestellten Verbindungen.
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Das
Einführen
der Propargylgruppe erfolgt in Gegenwart einer basischen Substanz
unter Verwendung eines Propargylhalogenids, z. B. Propargylbromid
oder Propargylchlorid. Als basische Substanz wird z. B. Kaliumcarbonat
oder Natriumcarbonat als anorganische Base und Triethylamin, Pyridin
oder 4-Dimethylaminopyridin als organische Base verwendet. Das Einführen der
Propargylgruppe kann in einem Lösungsmittel
wie Aceton, Ethylacetat, Tetrahydrofuran, Acetonitril, 2-Butanon,
Toluol oder dergleichen durchgeführt
werden, bei Raumtemperatur bis zur Rückflusstemperatur, in mehreren
Stunden.
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(Zweiter Schritt)
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Dieser
Schritt ist ein Schritt der Herstellung der durch die Formel (XII)
dargestellten Verbindungen durch Oxidieren der durch die Formel
(XI) dargestellten Verbindungen. In diesem Schritt ist ein Verfahren
zum Rühren
der durch die Formel (XII) dargestellten Verbindungen mit 1,2 Äquivalenten
Natriummetaperiodat in einem Alkohol-Wasser-Lösungsmittelsystem, wie Methanol,
Ethanol, Isopropanol oder dergleichen, bei Raumtemperatur bevorzugt.
Die Reaktion wird unter den obigen Bedingungen in mehreren Stunden
beendet.
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(Dritter Schritt)
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Dieser
Schritt ist ein Schritt des Erhalts der durch die Formel (IX) dargestellten
Verbindungen durch eine cyclisierende Umlagerung des Sulfoxids der
durch die Formel (XII) dargestellten Verbindungen. Das in J. C.
S. Chem. Comm., 848-849, 1974, beschriebene Verfahren ist bei der
thermischen Umlagerungsreaktion dieses Schritts hilfreich.
-
Im
Falle der Reaktion des Sulfoxids, das in der vorliegenden Erfindung
verwendet wird, werden Dioxan, Propylacetat, Toluol, Xylol oder
dergleichen als bevorzugte Lösungsmittel
genannt. Die Menge des Lösungsmittels
ist nicht speziell eingeschränkt;
die Menge ist jedoch vorzugsweise das 10-fache oder mehr, bezogen
auf das Substratgewicht, bevorzugter das 15- bis 30-fache, bezogen
auf das Substratgewicht. Indem die Reaktion mit der Lösungsmittelmenge
durchgeführt
wird, kann die Bildung von Nebenprodukten sehr stark unterdrückt und
die Ausbeute verbessert werden. Die Reaktionstemperatur ist nicht
speziell eingeschränkt;
die Reaktion wird jedoch bei einer Temperatur von vorzugsweise 80°C oder darüber, bevorzugter
100°C bis
zur Rückflusstemperatur
des Lösungsmittels,
durchgeführt.
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Die
Reaktion wird in mehreren Dutzend Minuten bis mehreren Stunden erreicht,
wenn die Reaktion bei der Rückflusstemperatur
durchgeführt
wird.
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(Vierter Schritt)
-
Dieser
Schritt ist ein Schritt der weiteren Umsetzung cyclisierter Substanzen
der durch die Formel (IX) dargestellten Verbindungen, die im dritten
Schritt erhalten wurden, mit einer Säure und der Herstellung der durch
die Formel (X) dargestellten Verbindungen.
-
Was
das Lösungsmittel
in diesem Schritt betrifft, schreitet die Halogenmethylierungs-Umlagerungsreaktion
durch Zusetzen einer Säure
zu dem Reaktionssystem ohne Konzentrieren des im dritten Schritt
verwendeten Reaktionslösungsmittels
voran. Ähnlich
schreitet die Reaktion selbst dann voran, wenn das Lösungsmittel
im dritten Schritt konzentriert und die Reaktion in einem anderen
Lösungsmittel
durchgeführt
wird. Bevorzugte Beispiele für
die Säure
in dieser Reaktion sind Chlorwasserstoffgas, Bromwasserstoffgas,
Salzsäure, Bromwasserstoffsäure, Iodwasserstoffsäure, eine
Chlorwasserstoff-Dioxan-Lösung und
dergleichen. Die Reaktionstemperatur in dieser Reaktion ist vorzugsweise
0 bis 50°C,
vorzugsweise 0 bis 30°C.
Die Reaktion wird ungefähr
in mehreren Dutzend Minuten bis mehreren Stunden erhalten.
-
Durch
die Verwendung des durch die Formel (X) dargestellten Benzothiophenderivats,
das nach dem oben genannten Verfahren hergestellt wurde, können pharmazeutisch
nützliche
Benzimidazolderivate nach dem Verfahren hergestellt werden, das
z. B. in der
WO 01/53291 beschrieben
ist.
-
Die
pharmakologisch aktiven und nützlichen
Benzimidazolderivate [allgemeine Formel (XX)] können unter Verwendung der durch
die Formel (XIII) oder die Formel (I) dargestellten 3-substituierten
Benzo[b]thiophenderivate als Zwischenprodukt erhalten werden:
wobei in der Formel (XX)
R
23 und R
24 gleichzeitig
oder jeweils unabhängig
ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, eine Trihalogenmethylgruppe,
eine Cyanogruppe, eine Hydroxygruppe, eine C
1-4-Alkylgruppe
oder eine C
1-4-Alkoxygruppe darstellen;
oder R
23 und R
24 zusammen
-O-CH
2-O-, -O-CH
2CH
2-O- oder -CH
2CH
2CH
2- (in diesem
Fall kann jedes Kohlenstoffatom mit einer oder mehreren C
1-4-Alkylgruppen substituiert sein) darstellen;
A
eine substituierte oder unsubstituierte geradkettige, cyclische
oder verzweigte C
1-7-Alkylengruppe oder C
1-7-Alkenylengruppe ist, die durch eine oder
mehrere Gruppen -O-, -S-, -SO
2- und -NR
25- (wobei R
25 ein
Wasserstoffatom oder eine geradkettige oder verzweigte C
1-6-Alkylgruppe ist) unterbrochen sein kann;
die Substituenten, die auf den Gruppen vorhanden sein können, jeweils
ein Halogenatom, eine Hydroxygruppe, eine Nitrogruppe, eine Cyanogruppe,
eine geradkettige oder verzweigte C
1-6-Alkylgruppe,
eine geradkettige oder verzweigte C
1-6-Alkoxygruppe
(einschließlich
des Falles, dass zwei benachbarte Gruppen eine Acetalbindung bilden),
eine geradkettige oder verzweigte C
1-6-Alkylthiogruppe,
eine geradkettige oder verzweigte C
1-6-Alkylsulfonylgruppe,
eine geradkettige oder verzweigte C
1-6-Acylgruppe,
eine geradkettige oder verzweigte C
1-6-Acylaminogruppe,
eine Trihalogenmethylgruppe, eine Trihalogenmethoxygruppe, eine
Phenylgruppe, eine Oxogruppe oder eine Phenoxygruppe, die durch
ein oder mehrere Halogenatome substituiert sein kann, sein können; der
eine oder die mehreren dieser Substituenten unabhängig an
optionalen Stellen der Alkylengruppe oder Alkenylengruppe substituiert
sein können,
mit der Ausnahme, dass die Hydroxygruppe und die Phenyl gruppe gleichzeitig
am Kohlenstoffatom von A substituiert sind, das an M gebunden ist,
und M mit einer Einfachbindung in der Formel (XX) ist;
E für -COOR
25, -SO
3R
25, -CONHR
25, -SO
2NHR
25, Tetrazol-5-ylgruppe,
5-Oxo-1,2,4-oxadiazol-3-ylgruppe
oder 5-Oxo-1,2,4-thiadiazol-3-ylgruppe (worin R
25 das
gleiche wie oben beschrieben darstellt) steht;
M eine Einfachbindung
oder -S(O)
m- darstellt; m eine ganze Zahl
von 0 bis 2 ist;
G und J jeweils die Formel (I) oder (X) darstellen,
mit der Maßgabe,
dass G eine Methylengruppe in der Position 3 des durch die obige
Formel (I) und die obige Formel (X) dargestellten Benzothiophens
darstellt und X der obigen Formel (I) und R
12 der
obigen Formel (X) jeweils ein Stickstoffatom am Benzimidazolring
darstellen; und
X für
-CH= oder ein Stickstoffatom steht.
-
Die
Benzimidazolderivate (XX) können
nach einer Synthesemethode (A) oder Synthesemethode (B) hergestellt
werden, wenn E gleich COOR
25 und M gleich
S ist. Synthesemethode
(A)
worin Z ein Halogen oder ein Ammoniumsalz darstellt;
R
23, R
24, R
25, A, G, J und X jeweils wie oben definiert sind.
-
Die
Nitrogruppe des 2-Nitroanilinderivats (a1) wird reduziert, um ein
o-Phenylendiamin (a2) zu erhalten, das o-Phenylendiamin (a2) wird
dann mit CS2 umgesetzt, um eine Verbindung
(a3) zu erhalten. Die resultierende Verbindung (a3) wird anschließend mit
einem Halogenidesterderivat (a4) umgesetzt, um eine Verbindung (a5)
zu erhalten, die Verbindung (a5) wird dann mit einem Halogenidderivat
(a6) umgesetzt, das durch die obige Formel (VIII) oder die obige
Formel (X) dargestellt wird. Damit kann eine Verbindung (a7) erhalten werden.
Die resultierende Verbindung (a7) kann, falls das erforderlich ist,
hydrolysiert werden, um ein Benzimidazolderivat (a8) zu erhalten,
in dem R25 ein Wasserstoffatom ist.
-
Die
Reduktion der Nitrogruppe kann gemäß den Bedingungen einer üblichen
katalytischen Reduktion durch Umsetzung der Nitrogruppe mit Wasserstoffgas
bei einer Temperatur von Raumtemperatur bis 100°C in Gegenwart eines Katalysators,
z. B. Pd-C, unter sauren, neutralen oder alkalischen Bedingungen
durchgeführt werden.
Die Reduktion kann nach einem Verfahren der Behandlung unter Verwendung
von Zink oder Zinn unter sauren Bedingungen oder einem Verfahren
der Verwendung von Zinkstaub unter neutralen oder alkalischen Bedingungen
durchgeführt
werden.
-
Die
Reaktion des o-Phenylendiaminderivats (a2) mit CS2 kann
nach einem Verfahren durchgeführt werden,
das z. B. in Journal of Organic Chemistry (J. Org. Chem.), 1954,
Vol. 19, pp. 631-637, (Pyridinlösung) oder
Journal of Medicinal Chemistry (J. Med. Chem.), 1993, Vol. 36, pp.
1175-1187, (Ethanollösung)
beschrieben ist.
-
Die
Reaktion von Thiobenzimidazolen (a3) mit dem Halogenidesterderivat
(a4) kann durch Rühren
in Gegenwart einer Base, wie NaH, Et3N,
NaOH oder K2CO3,
bei einer Temperatur von 0 bis 200°C gemäß den Bedingungen einer üblichen
S-Alkylierungsreaktion erfolgen.
-
Die
Reaktion der Thiobenzimidazole (a5) mit dem Halogenidderivat oder
einem Ammoniumsalz (a6) kann durch Rühren in Gegenwart einer Base,
z. B. NaH, Et3N, NaOH, K2CO3 oder Cs2CO3, bei einer Temperatur von 0 bis 200°C nach den üblichen
Bedingungen einer N-Alkylierungs- oder N-Acylierungsreaktion erfolgen.
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Ein
Verfahren zur Hydrolyse unter Verwendung eines Alkali wie Lithiumhydroxid
oder einer Säure
wie Salzsäure
oder Trifluoressigsäure
wird vorzugsweise für
die Eliminierungsreaktion der Schutzgruppe R25 der Carboxygruppe
verwendet.
-
-
Die
Aminogruppe des 2-Nitroanilinderivats (a1) wird mit einer geeigneten
Schutzgruppe L geschützt, um
(b1) bereitzustellen, dann wird (b1) mit dem durch die obige Formel
(VIII) oder die obige Formel (X) dargestellten Halogenidderivat
(a6) umgesetzt, um (b2) zu erhalten. (b3) wird durch Entfernen der
Schutzgruppe L erhalten. Die Nitrogruppe von (b3) wird reduziert,
um ein o-Phenylendiaminderivat (b4) zu erhalten, dann wird (b4)
mit CS2 oder KSC(=S)OEt umgesetzt, um eine Verbindung (b5) bereitzustellen.
Die resultierende Verbindung (b5) wird dann mit einem Halogenidesterderivat
(a4) umgesetzt. Damit kann das Benzimidazolderivat (a7) erhalten
werden. Das Benzimidazolderivat (a7) kann, falls das erforderlich
ist, einer hydrolytischen Reaktion unterworfen werden, um ein Benzimidazolderivat
zu erhalten, worin R25 ein Wasserstoffatom
ist.
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Die
Verbindung (b3) kann direkt durch Umsetzung des 2-Nitroanilinderivats
(a1) im ungeschützten
Zustand mit dem Halogenidderivat (a6) erhalten werden. Trifluoracetylgruppe,
Acetylgruppe, t-Butoxycarbonylgruppe, Benzylgruppe und dergleichen
können
als Schutzgruppe L genannt werden. Die Reaktion des o-Phenylendiaminderivats
(b4) mit CS2 kann auf die gleiche Art durchgeführt werden
wie in der Synthesemethode (A) und die Reaktion mit KSC(=S)OEt kann
gemäß dem Verfahren
durchgeführt
werden, das z. B. in Organic Synthesis (OS) 1963, Vol. 4, pp. 569-570,
beschrieben ist. Andere Reaktionen können auf die gleiche Art wie in
der Synthesemethode (A) durchgeführt
werden.
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Die
Benzimidazolderivate (XX), worin E Tetrazol-5-yl und M gleich S
ist, können
nach der folgenden Synthesemethode (E) hergestellt werden. Synthesemethode
(E)
worin R
23, R
24,
A, G, J und X jeweils gleich wie oben definiert sind.
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Das
Nitrilderivat (e1) wird mit verschiedenen Azidverbindungen umgesetzt
und in das Tetrazolderivat (e2) umgewandelt. Beispiele für Azidverbindungen
schließen
Trialkylzinnazidverbindungen wie Trimethylzinnazid, Stickstoffwasserstoffsäure, ihr
Ammoniumsalz und dergleichen ein. Wenn die zinnorganischen Azidverbindungen
verwendet werden, werden die Verbindungen vorzugsweise in einer
molaren Menge von etwa dem 1- bis 4-fachen, bezogen auf die Verbindung (e1),
verwendet. Wenn Stickstoffwasserstoffsäure oder ihr Ammoniumsalz verwendet
wird, wird Natriumazid und Ammoniumchlorid oder ein tertiäres Amin
wie Triethylamin vorzugsweise in einer molaren Menge von etwa dem
1- bis 5-fachen, bezogen auf die Verbindung (e1), verwendet. Die
Reaktion wird jeweils bei einer Temperatur von 0 bis 200°C unter Verwendung
eines Lösungsmittels
wie Toluol, Benzol oder DMF durchgeführt.
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Die
Benzimidazolderivate (XX), worin M gleich SO oder SO
2 ist,
können
nach der folgenden Synthesemethode (F) hergestellt werden: Synthesemethode
(F)
worin R
23, R
24,
R
25, A, G, J und X jeweils wie oben definiert
sind.
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Die
Benzimidazolverbindung (a7) wird mit einer Peroxidverbindung in
einem geeigneten Lösungsmittel umgesetzt,
um ein Sulfoxidderivat (f1) und/oder ein Sulfonderivat (f2) bereitzustellen.
Beispiele für
die zu verwendende Peroxidverbindung sind Perbenzoesäure, m-Chlorperbenzoesäure, Peressigsäure und
Wasserstoffperoxid. Beispiele für
ein zu verwendendes Lösungsmittel
sind Chloroform und Dichlormethan. Das Verhältnis der Peroxidverbindung
zur Verbindung (a7) ist nicht speziell eingeschränkt und kann in einem großen Bereich
geeignet gewählt
werden. Üblicherweise
ist die verwendete molare Menge vorzugsweise etwa das 1,2- bis 5-fache.
Die Reaktion wird üblicherweise
jeweils bei etwa 0 bis 50°C,
vorzugsweise 0°C
bis Raumtemperatur, durchgeführt
und üblicherweise
in etwa 4 bis 20 Stunden beendet.
-
Das
Benzimidazolderivat (XX), worin M eine Einfachbindung ist, kann
nach der folgenden Synthesemethode (G) hergestellt werden: Synthesemethode
(G)
worin X, A, G, J und R
25 jeweils
wie oben definiert sind.
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Ein
bekanntes Säurechloridderivat
(g1) kann mit der Diaminverbindung (b4) umgesetzt werden, um ein
Benzimidazolderivat (g2) zu erhalten. Die Gruppe -COOR25 von
(g2) kann, falls das erforderlich ist, hydrolysiert werden, um ein
Benzimidazolderivat (g3) bereitzustellen, worin R25 ein
Wasserstoffatom ist.
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Die
Cyclisationsreaktion ist in Journal of Medicinal Chemistry (J. Med.
Chem.), 1993, Vol. 36, pp. 1175-1187, beschrieben.
-
BEISPIELE
-
Die
vorliegende Erfindung wird mit den folgenden Beispielen, die den
Umfang der vorliegenden Erfindung nicht einschränken sollen, ausführlicher
erläutert.
-
Beispiel 1 Synthese von 3-Methyl-1-prop-2-inylthiobenzol
[allgemeine Formel (VI)]
-
Ein
Kondensator, ein Innenthermometer, ein mechanischer Rührer und
ein Tropftrichter wurden an einem 5-l-Dreihalskolben angebracht.
In den Kolben wurden 673 g Kaliumcarbonat und 1500 ml Methylethylketon
eingebracht. In den Tropftrichter wurden 500 g m-Toluolthiol und 200 ml Methylethylketon
eingeführt.
Beides wurde in 10 Minuten zugetropft. Die resultierende Mischung
wurde 1 Stunde bei Raumtemperatur intakt gerührt. Die Innentemperatur wurde
auf 28°C
erhöht.
Der Dreihalskolben wurde in ein Wasserbad getaucht. In den Tropftrichter
wurden 333 ml Propargylbromid und 300 ml Methylethylketon eingeführt. Dann
wurde mit dem Zutropfen begonnen. Das Zutropfen erfolgte für 20 Minuten,
während
die Innentemperatur auf etwa 55 bis 65°C gehalten wurde, indem das
Zutropfen geregelt wurde. Das Rühren
erfolgte intakt unter dem Wasserbad für 50 Minuten. Die resultierende
Suspension des Reaktionssystems wurde dann direkt durch einen Büchnertrichter
filtriert, und das Gefäß und die
Feststoffe wurden mit 900 ml Ethylacetat gewaschen. Das erhaltene Filtrat
wurde anschließend
vakuumkonzentriert. Ferner wurden 1500 ml Ethylacetat, 2 l Wasser
und 100 ml 1 N HCl zugesetzt, um eine organische Schicht von einer
wässrigen
Schicht abzutrennen. Die wässrige
Schicht wurde zweimal mit 500 ml Ethylacetat extrahiert. Der Extrakt
wurde zweimal mit 1000 ml gesättigter
Salzlösung gewaschen
und über
wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet. Nach der Filtration wurde
das Filtrat eingeengt, um 601,14 g Rohsubstanz zu erhalten (Ausbeute
92%, Reinheit 88%). Nur 300 g der Rohsubstanz wurden bei 100 bis
102°C/7
mm Hg destilliert, um 239,68 g 3-Methyl-1-prop-2-inylthiobenzol
zu erhalten (Gewinnungsverhältnis
80%, Reinheit > 98%).
1H-NMR (270 MHz, CDCl3) δ (ppm): 7,36–7,03 (4H,
m, Ar), 3,56 (2H, d, CH2), 2,34, (3H, s,
Me), 2,24 (1H, t, CH).
-
Beispiel 2 Synthese von 3-Methyl-1-prop-2-inylsulfinylbenzol
[allgemeine Formel (VII)]
-
Ein
Innenthermometer, ein mechanischer Rührer und ein 1-l-Tropftrichter
wurden an einem 10-l-Dreihalskolben angebracht. In den Kolben wurden
427,78 g Natriumperiodat, 2000 ml Wasser und 2000 ml Methanol eingeführt. Die
resultierende Mischung wurde 1 Stunde bei Raumtemperatur intakt
gerührt.
Da das Natriumperiodat nicht vollständig gelöst war, wurden 2000 ml Wasser
zugesetzt. Nachdem die vollständige
Auflösung
des Natriumperiodats bestätigt
war, wurden 3-Methyl-1-prop-2-inylthiobenzol (300,01 g) und Methanol (1000
ml) in den Tropftrichter eingeführt
und in 30 Minuten zugetropft. Die resultierende Mischung wurde bei Raumtemperatur
gerührt.
Nach 2 Stunden wurde die Mischung mit einem Eisbad gekühlt, was
1 Stunde erforderte, und dann durch einen Büchnertrichter filtriert. Die
Feststoffe wurden mit 2 l Ethylacetat gründlich gewaschen, das resultierende
Filtrat und 21 Ethylacetat, das zum Waschen der Feststoffe verwendet
wurde, wurden vakuumkonzentriert. Die Extraktion von 4 l einer wässrigen
Schicht erfolgte dreimal mit 1000 ml Ethylacetat. Die organische
Schicht wurde zweimal mit 1000 ml gesättigter Salzlösung gewaschen
und dann mit wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet. Nach der Filtration
wurde das Filtrat eingeengt, um 314,45 g Öl von 3-Methyl-1-prop-2-inylsulfinylbenzol
zu erhalten. Die resultierende Rohsubstanz wurde in 3000 ml einer
Methanollösung
umgewandelt und zweimal mit 3000 ml Hexan extrahiert, um die angestrebte
Substanz 3-Methyl-1-prop-2-inylsulfinylbenzol mit einer Reinheit
von 98% oder darüber
bereitzustellen (Ausbeute 79%, Ausbeute 248,42 g).
1H-NMR (400 MHz, CDCl3,
ppm) 2,27 (s, 1H, CH), 2,37 (s, 3H, Me), 3,56 (abq, 2H, -CH 2-),
7,27 (dt, 1H, Ar), 7,34 (t, 1H, Ar), 7,41 (dt, 1H, Ar), 7,47 (dt,
1H, Ar).
-
Beispiel 3 Synthese einer Mischung von
(4-Methylbenzo[b]thiophen-3-yl)methyl-2,2,2-trifluoracetat und (6-Methylbenzo[b]thiophen-3-yl)methyl-2,2,2-trifluoracetat
[allgemeine Formel (V)]
-
Ein
Innenthermometer, ein Magnetrührer
und ein 1000-ml-Tropftrichter wurden an einem 10-l-Dreihalskolben
angebracht. In den Kolben wurden 3000 ml Toluol eingeführt. Der
Kolben wurde bei einer Badtemperatur von 95°C in ein Ölbad getaucht. Nachdem die
Innentemperatur von 85°C
bestätigt
war, wurde 3-Methyl-1-prop-2-inylsulfinylbenzol (251,25 g) gelöst in 700
ml Toluol zugetropft, was 15 Minuten erforderte. Nachdem das Zutropfen
beendet war, wurden 500 ml Toluol zugetropft, um die Innentemperatur
zwischen 85 und 95°C
zu halten. Die resultierende Mischung wurde auf 20°C gekühlt, was
1 Stunde ab der Zeit von 40 Minuten nach dem Beenden des Zutropfens
der Rohmaterialien erforderte. Das Reaktionsgefäß wurde in ein Eisbad getaucht
und Trifluoracetanhydrid (120 ml) wurde in den Tropftrichter eingeführt. Das
Zutropfen erfolgte über 20
Minuten in einem Eisbad. Die Mischung wurde 30 Minuten bei Raumtemperatur
intakt gerührt.
Die Reaktionslösung
wurde langsam in 4 l wässriges
gesättigtes
Natriumhydrogencarbonat gegossen. Eine organische Schicht wurde
von einer wässrigen
Schicht abgetrennt, und die resultierende wässrige Schicht wurde mit 500 ml
Toluol extrahiert. Die organische Schicht wurde zweimal 1500 ml
gesättigter
Salzlösung
gewaschen. Die organische Schicht wurde mit wasserfreiem Magnesiumsulfat
getrocknet, dann filtriert und eingeengt, um ein orangefarbenes Öl zu erhalten,
eine Mischung (356,72 g) von (4-Methyl-benzo[b]thiophen-3-yl)methyl-2,2,2-trifluoracetat
und (6-Methylbenzo[b]thiophen-3-yl)-2,2,2-trifluoracetat.
1H-NMR
(400 MHz, CDCl3, ppm) 2,47 (s, 4,5H), 2,72
(s, 3H), 5,56 (s, 2H), 5,67 (s, 3H), 7,16–7,28 (m, 8H), 7,45 (s, 1,5H),
7,49 (s, 1H), 7,58–7,78
(m, 4H).
-
Beispiel 4 Synthese einer Mischung von
(4-Methylbenzo[b]thiophen-3-yl)methan-1-ol und (6-Methylbenzo[b]thiophen-3-yl)methan-1-ol
[allgemeine Formel (II) und allgemeine Formel (III)] durch eine
hydrolytische Reaktion
-
Ein
Rührstab,
ein 100-ml-Tropftrichter und ein Innenthermometer wurden in einem
300-ml-Dreihalskolben
angebracht. In 100 ml Tetrahydrofuran wurden 30,05 g der Mischung
von 4-Methylbenzo[b]thiophen-3-yl)methyl-2,2,2-trifluoracetat und
(6-Methylbenzo[b]thiophen-3-yl)methyl-2,2,2-trifluoracetat gelöst. Die
resultierende Lösung
wurde in den Kolben eingeführt
und intakt auf eine Innentemperatur von 20°C gekühlt. In den Tropftrichter wurde
eine 1 N wässrige
Natriumhydroxidlösung
(100 ml) eingeführt.
Das Zutropfen erfolgte über
10 Minuten, und die resultierende Mischung wurde 60 Minuten bei
Raumtem peratur intakt gerührt.
Die Reaktionslösung
wurde in einen 500-ml-Scheidetrichter eingeführt, und 300 ml Hexan wurden
zugesetzt. Die organische Schicht wurde direkt von der wässrigen
Schicht abgetrennt. Die resultierende organische Schicht wurde dreimal
mit 500 ml Wasser und zweimal mit 500 ml gesättigter Salzlösung gewaschen.
Die organische Schicht wurde mit wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet,
filtriert und eingeengt, um ein braunes Öl zu erhalten, eine Mischung
(28,24 g) von (4-Methylbenzo[b]thiophen-3-yl)methan-1-ol und (6-Methylbenzo[b]thiophen-3-yl)methan-1-ol.
-
Beispiel 5 Reinigung-1 von (4-Methybenzo[b]thiophen-3-yl)methan-1-ol
[allgemeine Formel (II)]
-
Zu
dem im Beispiel 4 erhaltenen braunen Öl wurden 20 ml Ethylacetat
zugegeben. Die resultierende Mischung wurde 10 Minuten gerührt. Zu
der Mischung wurden dann 100 ml Hexan in drei Portionen zugegeben.
Die erhaltene Mischung wurde 2 Stunden intakt gerührt, dann
filtriert und getrocknet, um 8,33 g (Ausbeute 27,8%) (4-Methylbenzo[b]thiophen-3-yl)methan-1-ol
zu erhalten, das ein hellorgangefarbener Kristall war. Die Reinheit
war 98%.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3, ppm) 2,82 (s, 3H, 4-Me), 5,00 (s, 2H,
-CH 2-OH),
7,10 (d, 1H, J5,6 = 8 Hz, H-5), 7,24 (t,
1H, J5,6 = J6,7 =
8 Hz, H-6), 7,40 (s, 1H, H-2), 7,70 (d, 1H, J6,7 =
8 Hz, H-7).
13C-NMR (100 MHz, CDCl3, ppm) 20,8 (4-Me), 61,4 (-CH2-OH), 120,8
(C-7), 122,6 (C-6), 124,5 (C-2), 126,2 (C-5), 133,7 (C-4), 136,2
(C-3a), 137,4 (C-3), 141,9 (C-7a).
-
Beispiel 6 Synthese einer Mischung von
(4-Methylbenzo[b]thiophen-3-yl)methan-1-ol [allgemeine Formel (II)] und
(6-Methylbenzo[b]thiophen-3-yl)methan-1-ol [allgemeine Formel (III)]
durch eine Reduktionsreaktion
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Ein
mechanischer Rührer,
ein 200-ml-Tropftrichter und ein Innenthermometer wurden an einem 3000-ml-Dreihalskolben
angebracht. Eine durch Lösen
der Mischung (300,00 g) von (4-Methylbenzo[b]thiophen-3-yl)methyl-2,2,2-trifluoracetat
und (6-Methylbenzo[b]thiophen-3-yl)methyl-2,2,2-trifluoracetat,
die durch die Reaktion in Beispiel 3 erhalten wurde, in 1500 ml
Toluol erhaltene Lösung
wurde in den Kolben eingeführt, der
in ein Wasserbad getaucht wurde. In den Kolben wurden 30,00 g Natriumborhydrid
eingeführt.
Methanol (150 ml) wurde in den Tropftrichter eingeführt. Das
Zutropfen erfolgte über
60 Minuten, und die Mischung wurde bei Raumtemperatur 60 Minuten
intakt gerührt.
Wasser (1000 ml) wurde in den Kolben zugegeben und die resultierende
Mischung wurde durch Celite filtriert. Eine organische Schicht wurde
von einer wässrigen
Schicht abge trennt, und die wässrige
Schicht wurde mit 500 ml Toluol extrahiert. Die organische Schicht
wurde zweimal mit 1000 ml gesättigter
Salzlösung
gewaschen. Die organischen Schichten wurden mit wasserfreiem Magnesiumsulfat
getrocknet, filtriert und eingeengt, um ein gelbes Öl zu erhalten,
eine Mischung (295,12 g) von (4-Methylbenzo[b]thiophen-3-yl)methan-1-ol
und (6-Methylbenzo[b]thiophen-3-yl)methan-1-ol.
1H-NMR
(400 MHz, CDCl3, ppm) 2,387 (s, 3H), 2,67
(s, 5H), 4,77 (s, 2H,), 4,87 (s, 3H), 7,02–7,16 (m, 6H), 7,55–7,63 (m,
5H).
-
Beispiel 7 Reinigung-2 von (4-Methylbenzo[b]thiophen-3-yl)methan-1-ol
[allgemeine Formel (II)]
-
Zu
dem im Beispiel 6 erhaltenen gelben Öl wurden 100 ml Ethylacetat
zugegeben. Die resultierende Mischung wurde 10 Minuten gerührt. Zu
der Mischung wurden 400 ml Hexen in vier Portionen zugegeben. Die resultierende
Mischung wurde 2 Stunden intakt gerührt, dann filtriert und getrocknet,
um 80,05 g (Ausbeute 27%) weiße
bis hellgelbe Kristalle (4-Methylbenzo[b]thiophen-3-yl)methan-1-ol
bereitzustellen. Die Reinheit war 98% oder darüber.
1H-NMR
(400 MHz, CDCl3, ppm) 2,77 (s, 3H, 4-Me),
4,99 (d, 2H, -CH 2-OH),
7,12 (dt, 1H, J5,6 = 8 Hz, J5,Me =
0,8 Hz, H-5), 7,21 (t, 1H, J5,6 = J6,7 = 8 Hz, H-6), 7,38 (s, 1H, H-2), 7,68 (dd, 1H,
J6,7 = 8 Hz, H-7).
-
Beispiel 8 Reinigung-3 von (4-Methylbenzo[b]thiophen-3-yl)methan-1-ol
[allgemeine Formel (II)]
-
Zu
4,95 g einer Mischung von (4-Methylbenzo[b]thiophen-3-yl)methan-1-ol
und (6-Methylbenzo[b]thiophen-3-yl)methan-1-ol (Verhältnis 4-Methylderivat/6-Methylderivat
= etwa 6/1) wurden 25 ml Acetonitril zugegeben. Die resultierende
Mischung wurde refluxiert, dann auf Raumtemperatur abgekühlt und
im Kühlschrank über Nacht
weiter gekühlt.
Die gekühlte
Mischung wurde dann filtriert, mit Acetonitril gewaschen und getrocknet,
um 3,15 g weiße
bis hellgelbe Kristalle zu erhalten (4-Methylbenzo[b]thiophen-3-yl)methan-1-ol (Gewinnungsverhältnis 64%).
Die Reinheit war 99%.
1H-NMR (400 MHz,
CDCl3, ppm): 2,82 (s, 3H, 4-Me), 5,00 (s,
2H, -CH 2-OH),
7,10 (d, 1H, J5,6 = 8 Hz, H-5), 7,24 (t,
1H, J5,6 = J6,7 =
8 Hz, H-6), 7,40 (s, 1H, H-2), 7,70 (d, 1H, J6,7 =
8 Hz, H-7).
13C-NMR (100 MHz, CDCl3, ppm): 20,8 (4-Me), 61,4 (-CH2-OH), 120,8
(C-7), 122,6 (C-6), 124,5 (C-2), 126,2 (C-5), 133,7 (C-4), 136,2
(C-3a), 137,4 (C-3), 141,9 (C-7a).
-
Beispiel 9 Reinigung-4 von 4-Methylbenzo[b]thiophen-3-yl)methan-1-ol
[allgemeine Formel (II)]
-
Zu
26 g einer Mischung von (4-Methylbenzo[b]thiophen-3-yl)methan-1-ol
und (6-Methylbenzo[b]thiophen-3-yl)methan-1-ol (Verhältnis 4-Methylderivat/6-Methylderivat
= etwa 4/3) wurden 26 ml Toluol zugegeben. Die resultierende Mischung
wurde refluxiert und dann auf Raumtemperatur abgekühlt. Zu
dieser Mischung wurden 26 ml Hexan zugesetzt. Die erhaltene Mischung
wurde bei Raumtemperatur über
Nacht gerührt
und dann filtriert. Der resultierende Kristall wurde mit 20 ml Toluol-Hexan
(1/1) und 10 ml Hexan gewaschen und anschließend getrocknet, um 7,3 g weißen bis
hellgelben Kristall, 4-Methylbenzo[b]thiophen-3-yl)methan-1-ol,
(Gewinnungsverhältnis
= 28%) bereitzustellen. Die Reinheit war 99%.
1H-NMR
(200 MHz, CDCl3, ppm): 2,79 (s, 3H, 4-Me),
5,01 (d, 2H, -CH 2-OH),
7,10–7,24
(m, 2H, H-5, H-6), 7,41 (s, 1H, H-2), 7,69 (d, 1H, J6,7 =
8 Hz, H-7).
-
Beispiel 10 Synthese von 3-(Brommethyl)-4-methylbenzo[b]thiophen
[allgemeine Formel (VIII)]
-
Ein
Magnetrührer,
ein 100-ml-Tropftrichter und ein Innenthermometer wurden an einem
1-l-Dreihalskolben angebracht. In 200 ml Cyclohexan wurde (4-Methylbenzo[b]thiophen-3-yl)methan-1-ol
(69,95 g) gelöst.
Die resultierende Lösung
wurde in den Kolben eingeführt,
und Phosphortribromid (18 ml) wurde in den Tropftrichter eingeführt. Das
Phosphortribromid wurde bei Raumtemperatur zugetropft, was 20 Minuten
erforderte (die Innentemperatur wurde auf 30°C erhöht). Die erhaltene Mischung
wurde 60 Minuten bei Raumtemperatur und 1 Stunde bei 60°C gerührt. Die
Lösung
wurde zu Eiswasser (1 l) zugegeben, um eine organische Schicht von
einer wässrigen
Schicht zu trennen. Die resultierende wässrige Schicht wurde mit 1
l Toluol extrahiert. Die organische Schicht wurde zweimal mit gesättigtem
wässrigem
Natriumhydrogencarbonat (1 l) und zweimal mit gesättigter
Salzlösung
(1 l) gewaschen. Die organischen Schichten wurden über wasserfreiem Magnesiumsulfat
getrocknet, dann filtriert und eingeengt, um einen hellgelben Feststoff
(99,69 g) zu erhalten. Die resultierende Rohsubstanz wurde mit 200
ml heißem
Cyclohexan umkristallisiert, um einen weißen Feststoff (52,19 g, Ausbeute
55%) von 3-(Brommethyl)-4-methylbenzo[b]thiophen bereitzustellen.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3,
ppm) 2,90 (s, 3H, 4-Me), 4,89 (s, 2H, -CH 2-Br), 7,15 (d, 1H, J5,6 =
8 Hz, H-5), 7,24 (t, 1H, J5,6 = J6,7 = 8 Hz, H-6), 7,48 (s, 1H, H-2), 7,68
(d, 1H, J6,7 = 8 Hz, H-7).
-
Beispiel 11 Synthese von 4-Methyl-1-(prop-2-inylsulfinyl)benzol
[allgemeine Formel (XII)]
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Zu
40 g (322 mmol) p-Toluolthiol wurden 200 ml 2-Butanon und 53,4 g
(386 mmol) Kaliumcarbonat zugegeben. Die resultierende Mischung
wurde mit Eis gekühlt,
und 26,7 ml (354 mmol) 1-Brompropin wurden zugegeben. Die erhaltene
Mischung wurde 2 Stunden gerührt,
während
das Reaktionsgefäß mit Wasser
gekühlt
wurde. Nach 2 Stunden wurde das Reaktionssystem filtriert, und Präzipitate
wurden mit 50 ml 2-Butanon gewaschen. Das Filtrat wurde vakuumkonzentriert,
um 49,9 g gelbes, transparentes Öl
4-Methyl-1-prop-2-inylthiobenzol [allgemein (XI)] zu erhalten. (Rohausbeute:
96%).
1H-NMR (270 MHz, CDCl3) δ (ppm):
7,38 (2H, d, Ar), 7,06 (2H, d, Ar), 3,56 (2H, s, CH2),
2,33, (3H, s, Me), 2,21 (1H, t, CH).
-
In
250 ml Wasser wurden anschließend
68,7 g (321 mmol) Natriumperiodat zugesetzt und gelöst. Eine Methanollösung (250
ml) von 49,6 g (306 mmol) 4-Methyl-1-prop-2-inylthiobenzol [allgemeine Formel (XI)] wurde
zugetropft und bei Raumtemperatur 2,5 Stunden gerührt. Nach
2,5 Stunden wurde die Mischung filtriert, und die Feststoffe wurden
mit 100 ml Ethylacetat gewaschen. Das Filtrate wurde vakuumkonzentriert,
und 200 ml Wasser wurden zugesetzt. Die resultierende Mischung wurde
dreimal mit Ethylacetat (150 ml) extrahiert. Die erhaltenen organischen
Schichten wurden mit 150 ml Wasser gewaschen, mit Magnesiumsulfat
getrocknet und vakuumkonzentriert, um 50,6 g (Rohausbeute 93%) 4-Methyl-1-(prop-2-inylsulfinyl)benzol
bereitzustellen.
1H-NMR (270 MHz, CDCl3) δ (ppm):
7,61 (2H, d, Ar), 7,34 (2H, d, Ar), 3,62 (2H, dd, CH2),
2,33 (3H, s, Me), 2,32 (1H, t, CH).
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Beispiel 12 Synthese von (Prop-2-inylsulfinyl)benzol
[allgemeine Formel (XII)]
-
Thiophenol
(55,34 g, 502,3 mmol) wurde in 150 ml Acetonitril gelöst. Kaliumcarbonat
(2,07 g, 15,0 mmol) wurde zugegeben, und die resultierende Mischung
wurde in ein Wasserbad getaucht. Zu der resultierenden Mischung
wurden 49,2 ml (652,9 mmol) Propargylbromid zugetropft, was 30 Minuten
erforderte. Ferner wurden 100 ml Acetonitril zugesetzt. Die erhaltene
Mischung wurde dann bei Raumtemperatur 1 Stunde und 20 Minuten gerührt. Nach
1 Stunde und 35 Minuten wurde Propargylbromid (3 ml) zugesetzt um
die Mischung weitere 15 Minuten zu rühren. Dann wurde die Mischung
filtriert, vakuumkonzentriert und vakuumgetrocknet, um 71,50 g Öl zu erhalten.
In 500 ml Methanol wurden 70,50 g (0,476 mol) des resultierenden Öls gelöst. Die erhaltene
Lösung
wurde zu 500 ml einer wässrigen
Natriumperiodatlösung
(108,3 g, 0,506 mol) zugegeben, und die erhaltene Mischung bei Raumtemperatur
gerührt.
Nach 1 Stunde wurde die Mischung filtriert und vakuumkonzentriert,
um eine untere Schicht abzutrennen. Die wässrige Schicht wurde mit Ethylacetat
(250 ml × 3)
extrahiert. Die organischen Schichten und die untere Schicht wurden
mit Glaubersalz getrocknet, vakuumkonzentriert und getrocknet, um
77,8 g (Prop-2-inylsulfinyl)benzol zu synthetisieren. Die Rohausbeute
war 96%.
1H-NMR (270 MHZ, CDCl3) δ (ppm):
7,53–7,74
(5H, m, Ar), 3,65 (2H, ddd, CH2), 2,35 (1H,
t, CH).
-
Beispiel 13 Synthese von 3,5-Dimethyl-1-(prop-2-inylsulfinyl)benzol
[allgemeine Formel (XII)]
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In
20 ml Acetonitril wurden 5,56 g (40,2 mmol) 3,5-Dimethylbenzolthiol
gelöst.
Zu der resultierenden Lösung
wurden nacheinander 3,63 ml (48,3 mmol) Propargylbromid und 6,91
g (50 mmol) Kaliumcarbonat zugesetzt. Die erhaltene Mischung wurde
dann refluxiert. Nach 1 Stunde wurde die Mischung filtriert, vakuumkonzentriert
und vakuumgetrocknet, um 7,79 g eines Öls zu erhalten, das dann in
70 ml Methanol gelöst
wurde. Zu der resultierenden Lösung
wurden 40 ml einer wässrigen
Natriumperiodatlösung
(9,19 g, 43 mmol) zugetropft. Ferner wurden 30 ml Methanol und 20
ml Wasser zugegeben, und die resultierende Mischung wurde bei Raumtemperatur
gerührt.
Nach 1,5 Stunden wurde die Mischung filtriert, und Präzipitate
wurden mit Methanol gewaschen. Das gewaschene Methanol wurde dann
vakuumkonzentriert, und die wässrige
Schicht wurde mit Ethylacetat (100 ml × 2) extrahiert. Die organischen
Schichten wurden mit Glaubersalz getrocknet, vakuumkonzentriert
und getrocknet, um 7,66 g 3,5-Dimethyl-1-(prop-2-inylsulfinyl)benzol
bereitzustellen. Die Rohausbeute war 99%.
1H-NMR
(270 MHz, CDCl3) δ (ppm): 7,31 (2H, s, Ar), 7,15
(1H, s, Ar), 3,63 (2H, t, CH2), 2,39 (6H,
2, Me), 2,35 (1H, t, CH).
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Beispiel 14 Synthese von 5-Methyl-3-methylen-2-hydrobenzo[b]thiophen-2-ol
[allgemeine Formel (IX)]
-
In
1,6 ml Propylacetat wurden 107,0 mg (0,6 mmol) der in Beispiel 11
erhaltenen Verbindung gelöst. Die
resultierende Lösung
wurde 20 Minuten refluxiert und anschließend vakuumkonzentriert und
getrocknet, um 108,5 mg 5-Methyl-3-methylen-2-hydrobenzo[b]thiophen-2-ol
zu erhalten. Die Rohausbeute war 105%.
1H-NMR
(400 MHz, CDCl3) δ (ppm): 7,24 (1H, s, Ar), 7,05
(2H, s, Ar), 6,17 (1H, d, CH), 5,78 (1H, s, =CH), 5,49 (1H, s, =CH),
2,30 (3H, s, Me).
-
Beispiel 15 Synthese von 3-Methylen-2-hydrobenzo[b]thiophen-2-ol
[allgemeine Formel (IX)]
-
In
4,5 ml Dioxan wurden 301 mg der in Beispiel 12 erhaltenen Verbindung
gelöst.
Die resultierende Lösung
wurde 2 Stunden auf 100°C
erhitzt. Nach dem Abkühlen
wurde die Lösung
vakuumkonzentriert, um 292 mg gelbes, transparentes Öl 3-Methylen-2-hydrobenzo[b]thiophen-2-ol
zu synthetisieren.
1H-NMR (270 MHz,
CDCl3) δ (ppm):
7,06–7,48
(4H, m, Ar), 6,15 (1H, d, CH), 5,84 (1H, s, =CH), 5,55 (1H, s, =CH),
2,45 (3H, s, Me).
-
Beispiel 16 Synthese von 4,6-Dimethyl-3-methylen-2-hydrobenzo[b]thiophen-2-ol
[allgemeine Formel (IX)]
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In
2 ml Propylacetat wurden 117,6 mg (0,61 mmol) der in Beispiel 13
erhaltenen Verbindung gelöst. Die
Lösung
wurde 20 Minuten refluxiert. Nach dem Abkühlen wurde die Lösung vakuumkonzentriert
und getrocknet, um 2,3-Dihydro-4,6-dimethyl-3-methylenbenzo[b]thiophen-2-ol
zu synthetisieren. Die Rohausbeute war 95%.
1H-NMR
(400 MHz, CDCl3) δ (ppm): 6,89 (1H, s, Ar), 6,72
(1H, s, Ar), 5,94 (1H, d, CH), 5,69 (1H, s, =CH), 5,61 (1H, s, =CH),
2,43 (3H, s, Me), 2,26 (3H, s, Me).
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Beispiel 17 Synthese von 3-(Brommethyl)-5-methylbenzo[b]thiophen
[allgemeine Formel (X)]
-
In
1 ml Propylacetat wurden 71,9 mg (0,40 mml) der im Beispiel 14 erhaltenen
Verbindung gelöst.
Zu der resultierenden Lösung
wurden 0,0569 ml (0,5 mmol) einer 48%igen Bromwasserstoffsäure zugegeben. Die
erhaltene Mischung wurde 20 Minuten bei Raumtemperatur stehen gelassen.
Zu der Mischung wurden 3 ml Ethylacetat zugegeben. Die erhaltene
Mischung wurde mit Wasser gewaschen, und die organische Schicht wurde
mit Magnesiumsulfat getrocknet, vakuumfiltriert und getrocknet,
um 88,2 mg 3-(Brommethyl)-5-methylbenzo[b]thiophen zu erhalten.
Die Ausbeute war 91%.
1H-NMR (270 MHz,
CDCl3) δ (ppm):
7,68 (1H, d, H-7), 7,65 (1H, s, H-4), 7,41 (1H, s, H-2), 7,15 (1H,
dd, H-6), 4,67 (2H, s, CH2), 2,45 (3H, s,
Me).
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Beispiel 18 Synthese von 3-(Chlormethyl)-benzo[b]thiophen
[allgemeine Formel (X)]
-
In
4 ml Propylacetat wurden 270 mg (1,64 mmol) der in Beispiel 15 erhaltenen
Verbindung gelöst.
Zu der resultierenden Lösung
wurden 0,0615 ml (2,46 mmol) einer 4 M Chlorwasserstoff-Dioxan-Lösung zugegeben.
Die erhaltene Mischung wurde 30 Minuten bei Raumtemperatur stehen
gelassen. Die Mischung wurde dann eingeengt, und 10 ml Wasser wurden
zugegeben. Die resultierende Mischung wurde mit Ethylacetat extrahiert,
und die organische Schicht wurde mit Magnesiumsulfat getrocknet,
vakuumfiltriert und getrocknet, um 271 mg 3-(Chlormethyl)-benzo[b]thiophen
zu erhalten. Die Ausbeute war 90%.
1H-NMR
(270 MHz, CDCl3) δ (ppm): 7,88–7,90 (2H, m, Ar), 7,30–7,50 (3H,
m, Ar), 4,86 (2H, s, CH2).
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Beispiel 19 Synthese von 3-(Brommethyl)-4,6-dimethylbenzo[b]thiophen
[allgemeine Formel (X)]
-
In
1 ml Propylacetat wurden 55,3 mg der im Beispiel 16 erhaltenen Verbindung
gelöst.
Zu der resultierenden Lösung
wurden 39,9 μl
48%ige Bromwasserstoffsäure
zugegeben. Die erhaltene Mischung wurde bei Raumtemperatur stehen
gelassen. Nach 20 Minuten wurden 3 ml Ethylacetat zugegeben. Die
resultierende Mischung wurde mit Wasser gewaschen, mit Magnesiumsulfat
getrocknet, vakuumkonzentriert und getrocknet, um 3-(Brommethyl)-4,6-dimethylbenzo[b]thiophen
zu synthetisieren. Die Ausbeute war 90%.
1H-NMR
(270 MHz, CDCl3) δ (ppm): 7,40 (1H, d, H-5), 7,33
(1H, s, H-5), 6,92 (1H, s, H-2), 4,81 (2H, s, CH2), 2,81
(3H, s, 4-Me), 2,34 (3H, s, 6-Me).
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Beispiel 20 Synthese von 3-(Chlormethyl)-5-methylbenzo[b]thiophen
[allgemeine Formel (X)]
-
In
15 ml Dioxan wurden 873,4 mg (4,9 mmol) der in Beispiel 11 erhaltenen
Verbindung gelöst.
Die resultierende Lösung
wurde unter Erhitzen auf 100°C
70 Minuten gerührt.
Das Reaktionssystem wurde auf Raumtemperatur abgekühlt, und
1,5 ml (6 mmol) 4 M Chlorwasserstoff-Dioxan wurden zugesetzt. Die
resultierende Mischung wurde 1 Stunde bei Raumtemperatur gerührt. Das
Reaktionssystem wurde vakuumkonzentriert und 0,80 ml Cyclohexan
wurden zugesetzt. Die erhaltene Mischung wurde 10 Minuten auf 70°C erhitzt und
auf Raumtemperatur abgekühlt.
Die resultierenden Präzipitate
wurden abfiltriert, um 590,6 mg 3-(Chlormethyl)-5-methylbenzo[b]thiophen
zu erhalten. Die Ausbeute war 61%.
Berechneter Wert = 196,70.
Analysenwert m/z = 196 [Mt].
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Beispiel 21 Synthese von 3-(Brommethyl)-5-methylbenzo[b]thiophen
(allgemeine Formel (X)]
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In
110 ml Dioxan wurden 7,18 g (40,3 mmol) der in Beispiel 11 erhaltenen
Verbindung gelöst.
Die resultierende Lösung
wurde 100 Minuten bei 100°C
refluxiert. Die refluxierte Lösung
wurde dann abgekühlt,
und 7,42 g (44 mmol) 48%ige Bromwasserstoffsäure wurden zugesetzt. Die erhaltene
Mischung wurde 1 Stunde bei Raumtemperatur stehen gelassen. Dann
wurde Wasser zugesetzt, und die erhaltene Mischung wurde mit Ethylacetat
extrahiert. Der resultierende Extrakt wurde mit Magnesiumsulfat
getrocknet und vakuumkonzentriert, um 9,04 g 3-(Brommethyl)-5-methylbenzo[b]thiophen
bereitzustellen. Die Ausbeute war 93%.
Berechneter Wert = 241,10.
Analysenwert m/z = 241 [M+].
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Beispiel 22 Synthese von 3-(Brommethyl)-5-methylbenzo[b]thiophen
[allgemeine Formel (X)]
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In
445 ml Propylacetat wurde die im Beispiel 11 erhaltene Verbindung
(29,7 g, 167 mmol) gelöst.
Die resultierende Lösung
wurde 1 Stunde auf 100°C
erhitzt. Dann wurde die Lösung
mit Eis gekühlt,
um die Innentemperatur des Reaktionssystems auf 10°C zu halten.
Zu der gekühlten
Lösung
wurden 22,8 ml einer 48%igen Bromwasserstoffsäure zugegeben. Die erhaltene
Mischung wurde unter Kühlen
mit Eis 1 Stunde und 30 Minuten stehen gelassen. Die wässrige Schicht
wurde abgetrennt, und die organische Schicht wurde mit 50 ml Wasser
gewaschen, mit Magnesiumsulfat getrocknet, vakuumkonzentriert und
getrocknet, um 35,3 g braunes, transparentes Öl 3-(Brommethyl)-5-methylbenzo[b]thiophen
zu erhalten. (Ausbeute = 88%).
1H-NMR
(270 MHz, CDCl3) δ (ppm): 7,74 (1H, d, H-7), 7,68
(1H, s, H-4), 7,47 (1H, s, H-2), 7,23 (1H, dd, H-6), 4,73 (2H, s,
CH2), 2,51 (3H, s, Me).
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Beispiel 23 Synthese von 3-(Chlormethyl)-benzo[b]thiophen
[allgemeine Formel (X)]
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In
50 ml 1,4-Dioxan wurden 5,02 g (30,6 mmol) der in Beispiel 12 erhaltenen
Verbindung gelöst.
Die resultierende Lösung
wurde auf 100°C
erhitzt. Nach 5 Stunden und 30 Minuten wurde die Lösung gekühlt, um die
Innentemperatur des Reaktionssystems auf 10°C zu halten. Zu der gekühlten Lösung wurden
anschließend
8,42 ml (33,7 mmol) 4 M Chlorwasserstoff-Dioxan-Lösung zugegeben.
Die erhaltene Mischung wurde bei Raumtemperatur stehen gelassen.
Nach 15 Minuten wurde die Reaktionsflüssigkeit eingeengt und in 50 ml
Ethylacetat gelöst.
Die resultierende Lösung
wurde mit 40 ml Wasser gewaschen. Die organische Schicht wurde mit
Magnesiumsulfat getrocknet. Nach dem Einengen wurde das Konzentrat
wieder in 50 ml Ethylacetat wieder gelöst, um das Dioxan zu entfernen.
Die erhaltene Lösung
wurde dreimal mit 40 ml Wasser gewaschen. Die organische Schicht
wurde über
Magnesiumsulfat getrocknet und vakuumkonzentriert, um 5,18 g 3-(Chlormethyl)-benzo[b]thiophen
bereitzustellen. Die Ausbeute war 93%.
1H-NMR
(270 MHz, CDCl3) δ (ppm): 7,91–7,85 (2H, m, Ar), 7,36–7,48 (3H,
m, Ar), 4,85 (2H, t, CH2).
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Beispiel 24 Synthese von 3-(Brommethyl)-4,6-dimethylbenzo[b]thiophen
[allgemeine Formel (X)]
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In
40 ml Propylacetat wurden 2,26 g (11,7 mmol) der in Beispiel 13
erhaltenen Verbindung gelöst.
Das Refluxieren erfolgte während
30 Minuten. Die Lösung
wurde dann abgekühlt,
und 1,59 ml (14 mmol) einer 48%igen Bromwasserstoffsäure wurden
zugesetzt. Die resultierende Mischung wurde 30 Minuten bei Raumtemperatur
stehen gelassen. Anschließend
wurde Ethylacetat zugesetzt, und die erhaltene Mischung wurde mit
Wasser gewaschen, mit Magnesiumsulfat getrocknet und vakuumkonzentriert,
um 2,49 g 3-(Brommethyl)-4,6-dimethylbenzo[b]thiophen
zu erhalten. Die Ausbeute war 84%.
1H-NMR
(270 MHz, CDCl3) δ (ppm): 7,46 (1H, s, H-5), 7,38
(1H, s, H-7), 6,98 (1H, s, H-2), 4,85 (2H, s, CH2), 2,85
(3H, s, 4-Me), 2,40 (3H, s, 6-Me).
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Vergleichsbeispiel
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Die
Vorgehensweise erfolgte wie folgt nach den Bedingungen gemäß J. Chem.
Soc., Chem. Comm., 848 (1974).
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In
3 ml (einer 15-fachen Menge) Dioxan wurden 218,4 mg 3-Methyl-phenyl-propargylsulfoxid
gelöst. Die
resultierende Lösung
wurde 2 Stunden und 30 Minuten refluxiert. Zu der Lösung wurden
1 ml Wasser und 21,7 mg p-Toluolsulfonsäure-monohydrat zugegeben. Die
resultierende Mischung wurde 2 Stunden bei 70°C erhitzt. Auf dieser Stufe
wurde ein Flecken eines Hauptproduktes mit Rf = 0,23 und Flecken
von Nebenprodukten mit Rf = 0,41, 0,55, 0,70 und 0,83 in TLC (Hexan-Ethylacetat
= 5:1) bestätigt.
Nach Vakuumkonzentrieren wurde Wasser zugesetzt, und es wurde mit
Ethylacetat extrahiert. Die organische Schicht wurde mit Magnesiumsulfat
getrocknet und vakuumkonzentriert, um 280,1 mg Rückstand zu erhalten. Der resultierende
Rückstand
wurde mittels Dünnschichtchromatographie
(unter Verwendung von zwei 1.13794 PLC Platten 20 × 20 cm
Silicagel 60 0,5 mm, hergestellt von Merck & Co., Inc.; Entwicklungssystem: Hexan-Ethylacetat = 5:1)
gereinigt, um eine Fraktion des Hauptproduktes zu erhalten. Dabei
wurden 131,5 mg braunes Öl
erhalten. Es zeigte sich gemäß 1H-NMR und zweidimensionaler NMR der Fraktion,
dass das Verhältnis
von 3-Hydroxy-4-methyl-benzo[b]thiophen zu 3-Hydroxy-6-methyl-benzo[b]thiophen
etwa 3:2 war. Ferner war die Fraktion nur teil weise verfestigt,
selbst wenn man die Fraktion stehen ließ, und 3-Hydroxy-4-methylbenzo[b]thiophen konnte
nicht isoliert werden.
1H-NMR (270
MHz, CDCl3) δ (ppm): 7,12–7,75 (11H, m, Ar, 4-Me-Deriv.,
6-Me-Deriv.), 5,00 (3H, s, CH2, 4-Deriv.),
4,90 (2H, s, CH2, 6-Deriv.), 2,79 (4,5H,
s, Me, 4-Deriv.), 2,47 (3H, s, Me, 6-Deriv.), 1,77 (2H, brs, OH, 4-Me-Deriv.,
6-Me-Deriv.).
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Gewerbliche Anwendbarkeit
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Erfindungsgemäß können 4-substituierte
3-Hydroxymethyl-benzo[b]thiophenderivate bereitgestellt werden,
die als Rohmaterialien für
Medikamente nützlich
sind. Da die Synthesemethoden in der vorliegenden Erfindung selektiv
sind und die Herstellung mit hoher Ausbeute erfolgen kann, ist der
industrielle Nutzen der vorliegenden Erfindung groß. Ferner
können
3-Halogenmethyl-benzo[b]thiophenderivate einfach aus substituierten
Benzolthiolen in kurzen Schritten synthetisiert werden und die vorliegende
Erfindung ist industriell hervorragend.