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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und ein Gerät zum Steuern des Trocknungsprozesses, der in einem Pulpetrockner stattfindet.
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Pulpetrockner gemäß dem Stand der Technik arbeiten in der folgenden Weise. Die feuchte Pulpebahn, die von der Presse mit einem Trockengehalt von ungefähr 50% in dieser Stufe eintrifft, wird üblicherweise von oben in den Pulpetrockner zugeführt, der mehrere Gebläselüfterstufen hat. Die Gebläselüfterstufen sind durch Lüfterkästen ausgebildet, die benachbart zueinander über die gesamte Querschnittsfläche der Bahn und über die Länge des Pulpetrockners montiert sind. Von den Lüfterstufen wird ein Trocknungsgas, das bspw. heiße Luft, Dampf oder ein beliebiges anderes Medium ist, das für diesen Zweck geeignet ist, durch eine Düse von beiden Seiten zu der Bahn hin geblasen. Bei einem derartigen kontaktfreien Trocknen läuft die Bahn im Inneren des Pulpetrockners hin und her, wobei sie sich von einer oberen Höhe zu dem unteren Teil des Pulpetrockners bewegt. Wenn die Bahn den unteren Teil des Pulpetrockners verlässt, beträgt der Trockengehalt der Bahn typischerweise ungefähr 90%.
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In Abhängigkeit von der Trocknergröße ist ständig ein Abschnitt der Bahn mit einer ungefähren Länge von 1 km im Inneren des Pulpetrockners vorhanden, und die Geschwindigkeit von diesem Bahnabschnitt beträgt zwischen 150 und 250 m je Minute. Hierbei ist die Durchgangszeit durch den Pulpetrockner in einem Bereich von 4 bis 6 Minuten. Während dieser Zeit nimmt der Trockengehalt der Bahn konstant zu, wenn die Bahn in dem Trockner voranschreitet. Gemäß dem Stand der Technik wird das Trocknen typischerweise durch ein Dampfventil gesteuert, das sämtliche Gebläselüfterstufen von dem gesamten Pulpetrockner beeinflusst. Das Dampfventil wird gemäß der Feuchtigkeitsinformation reguliert, die in der Bahn nach dem Pulpetrockner gemessen wird. Hierbei ist es sehr schwierig, eine schnelle und exakte Steuerung der Endfeuchtigkeit der Bahn in den verschiedenen Feuchtigkeitsvariationssituationen auszuführen. Ein Pulpetrockner ist bspw. aus der Patentveröffentlichung
FI 102 981 bekannt.
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Die Probleme bei der Feuchtigkeitssteuerung, die in dem Pulpetrockner stattfindet, setzen die Pulpebahn einem Bahnreißen aus. Probleme werden auch bewirkt, wenn die Maschinengeschwindigkeiten zunehmen und wenn das Basisgewicht der Pulpebahn zunimmt. Außerdem ändert sich in Verbindung mit den Sortenwechseln die Eigenschaften der Pulpebahn; bspw. wenn das Basisgewicht und die Fasersorten der Pulpe geändert werden. Das Steuern der Bahnfeuchtigkeit wird auch in diesen Situationen schwieriger. Ein Bahnreißen tritt üblicherweise häufiger in dem oberen Abschnitt des Pulpetrockners auf, bei dem die Bahn am feuchtesten ist.
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Die Veröffentlichung
WO 99/18 405 zeigt ein Verfahren zum Steuern der Prozessvariablen von Trocknungsgasen in einem Trockner. Dieses Verfahren misst und steuert die Prozessvariablen von Wasserdampf, der aus der Bahn verdampft, und auch den Druck im Inneren des Trockners. Diese Variablen werden unabhängig voneinander gesteuert. Außerdem steuert dieses Verfahren die Prozessvariablen von dem Dampf, der in den Trockner geliefert wird, und von dem Dampf, der den Trockner verlässt, und beide Gruppen an Prozessvariablen werden zum Steuern des Trocknungsprozesses verwendet. Diese Veröffentlichung erwähnt keinerlei Anwendung einer Feuchtigkeitsmessung bei dem Steuern des Trocknens.
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FI Patent 82109 beschreibt ein Verfahren zum Verbessern der Qualität der Beschichtung einer Papierbahn. Die Bahn wird in einer Beschichtungsstation beschichtet und danach in drei aufeinanderfolgenden Trocknungszonen und einem Zylindertrockner getrocknet. Ein erstes Feuchtigkeitsmessgerät befindet sich zwischen der ersten und der zweiten Trocknungszone und ein zweites Feuchtigkeitsmessgerät befindet sich zwischen der zweiten und der dritten Trocknungszone. Die erste Trocknungszone wird basierend auf dem ersten und dem zweiten Feuchtigkeitsmessgerät eingestellt, um einen ersten eingestellten Feuchtigkeitswert an dem Anfangsende der zweiten Trocknungszone beizubehalten. Die zweite Trocknungszone wird basierend auf dem zweiten Feuchtigkeitsmessgerät eingestellt, um einen zweiten eingestellten Feuchtigkeitswert an dem finalen Ende der zweiten Trocknungszone beizubehalten. Die erste Trocknungszone kann zusätzlich eingestellt werden basierend auf der Feuchtigkeitsmessung der Bahn, die die Beschichtungsstation verlässt.
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WO 02/50370 ist Stand der Technik nach Artikel 54(3) EPC für die gemeinsam benannten Staaten AT, DE und SE.
WO 02/50370 ist am 27. Juni 2002 veröffentlicht und beansprucht die Priorität von
FI 20002618 , die am 29. November 2000 eingereicht ist.
WO 02/50370 offenbart ein Verfahren zum Trocknen einer Pulpebahn und einen Trocknungskasten, der in dem Verfahren verwendet ist. Der Trocknungskasten ist in mehrere Trocknungszonen und eine letzte separate Kühlzone unterteilt. Jede Trocknungszone enthält ein eigenes Dampfventil zum Einstellen der Trocknungstemperatur in der Trocknungszone. Die Temperatur der ersten Trocknungszone kann daher niedriger sein als jene von einer oder mehreren nachfolgenden Trocknungszonen, um Wasser in der eintretenden Bahn an einem Kochen zu hindern. Ein erster Feuchtigkeitssensor und ein Basisgewichtsensor sind vor dem Trocknungskasten vorgesehen und ein zweiter Feuchtigkeitssensor ist nach dem Trocknungskasten vorgesehen. Jede Trocknungszone ist zusätzlich mit einem Temperatursensor und einem eigenen Thermoelement versehen. Der Basisgewichtsensor, der erste Feuchtigkeitssensor als auch der erste und der zweite Temperatursensor werden verwendet, um die ersten zwei Trocknungszonen zu steuern. Der zweite Feuchtigkeitssensor als auch der vierte und der fünfte Temperatursensor werden verwendet, um die zwei letzten Trocknungszonen zu steuern. Der dritte Temperatursensor wird verwendet, um die zweite, dritte und vierte Trocknungszone zu steuern.
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Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein schnelleres und genaueres Verfahren als zuvor zum Steuern und Handhaben des Feuchtigkeitsprofils einer Pulpebahn in der Maschinenrichtung zu schaffen.
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Es ist außerdem eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine bessere Feuchtigkeitssteuerung für die Pulpebahn in Verbindung mit einem Wechsel der Sorten zu schaffen.
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Das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung ist hauptsächlich gekennzeichnet durch Anspruch 1.
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Das Gerät gemäß der vorliegenden Erfindung ist gekennzeichnet durch Anspruch 8.
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Der Pulpetrockner ist in zwei oder mehrere Abschnitte geteilt, wobei jeder von ihnen durch sein eigenes Dampfventil gesteuert wird. Die Feuchtigkeitssteuerung des Pulpetrockners ist derart verbessert, dass die Feuchtigkeitsmessung, die in dem Bahnabschnitt zwischen der Presse und dem Pulpetrockner und zwischen den Trocknungsabschnitten auszuführen ist, genutzt wird, um die Dampfventile des Pulpetrockners zu regulieren. Die Information, die von den Messpunkten erhalten wird, wird zu der Steuereinheit des Dampfventils genommen, das den Abschnitt entsprechend dem Messpunkt des Pulpetrockners steuert, wobei die Steuereinheit zusätzlich dazu vorzugsweise als eine Steuerinformation auch die Basisgewichtsmessinformation und die Maschinengeschwindigkeitsinformation anwendet. In dieser Art und Weise kann die Feuchtigkeitsinformation von der Bahn, die im Trocknungsabschnitt eintrifft, angewendet werden, indem das Dampfventil in einer Derivatweise gesteuert wird. Die Endfeuchtigkeit der Bahn nach dem Trockner kann auch gleichzeitig berücksichtigt werden.
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Hierbei können die Abschnitte des Trockners, der in zwei oder mehrere Teile geteilt ist, genauer als zuvor durch ihre eigenen Dampfventile gesteuert werden.
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Mit dem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung werden verschiedene Vorteile im Vergleich zu der Feuchtigkeitssteuerung des Stands der Technik erzielt. Die Feuchtigkeitsvariationen nach der Presse können schnell durch das erfindungsgemäße Verfahren beseitigt werden. Außerdem verringert die bessere Feuchtigkeitshandhabung das Auftreten eines Bahnreißens. Das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung kann ausgeführt werden, indem vorhandene Steuersysteme umgewandelt werden, wodurch eine Ausführung der vorliegenden Erfindung nicht irgendwelche signifikanten Investitionskosten erforderlich macht.
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Durch die Anwendung des Verfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung kann die Gesamtverdampfung des Pulpetrockners leichter und genauer berechnet werden, und diese Information kann bei der Energiehandhabung des Pulpetrockners und bei einer Problemdiagnose angewendet werden. Gleichzeitig ist die Feuchtigkeitssteuerung während eines Sortenwechsels aufgrund der verbesserten Steuerung erleichtert.
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Nachstehend ist die vorliegende Erfindung detaillierter unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben.
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1 zeigt ein Steuersystem für einen Pulpetrockner gemäß dem Stand der Technik.
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2 zeigt das Feuchtigkeitsprofil des Pulpetrockners in der Maschinenrichtung.
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3 zeigt eine Blockdarstellung eines Steuerverfahrens eines Pulpetrockners, das nicht in den Schutzumfang der Ansprüche fällt.
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4 zeigt ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung, bei dem der Pulpetrockner in mehrere Abschnitte geteilt ist.
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5 zeigt ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung, das außerdem eine Steuerung der Gebläsegeschwindigkeit von Luftbahntrocknern aufweist.
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1 zeigt ein Steuersystem des Stands der Technik für einen Pulpetrockner. Eine Bahn W trifft von einer Presse P ein und wird durch den oberen Abschnitt des Pulpetrockners 10 in den Pulpetrockner 10 hineingenommen. Der Pulpetrockner hat Umkehrwalzen 11, die die Bahn W stützen und Gebläseluftstufen zum Trocknen der Bahn W. In dem Pulpetrockner 10 läuft die Bahn W gestützt durch die Umkehrwalzen 11 zwischen den verschiedenen Gebläselüfterstufen. Die Gebläselüfterstufen umfassen Heißluftgebläsekästen 12, von denen heiße Luft durch Düsen zu der Bahn hin von beiden Seiten geblasen wird. Die Bahn W läuft in dem Trockner 10 durch die Gebläselüfterstufen Schritt für Schritt von der Oberseite nach unten und sie verlässt den Trockner 10 durch den unteren Abschnitt.
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In dem Bahnabschnitt zwischen dem Pulpetrockner 10 und der Presse P wird die Feuchtigkeit der Pulpebahn W durch einen ersten Feuchtigkeitssensor So beobachtet, der an einem Messbalken 301 montiert ist oder der separat ist. Der erste Feuchtigkeitssensor So kann entweder ein Punktmesssensor sein oder ein Sensor sein, der sich über die Maschinenquerrichtung der Bahn über ihre Breite hin- und hergehend bewegt, oder kann eine beliebige andere geeignete Einrichtung sein, die die Feuchtigkeit nimmt. Nach dem Pulpetrockner 10 wird die Feuchtigkeit der Bahn W durch einen späteren Feuchtigkeitssensor SN gemessen, der in Verbindung mit einem Messbalken 302 angeordnet ist, und diese Feuchtigkeitsinformation hN wird in der Steuereinheit 21 von einem Dampfventil 20 verwendet, um den Feuchtigkeitsgrad der Pulpebahn W zu steuern. Der spätere Feuchtigkeitssensor SN kann auch als ein Sensor fungieren, der von dem Messbalken 302 separat ist. Eine Messinformation über das Basisgewicht BW und über die Maschinengeschwindigkeit v wird vorzugsweise ebenfalls zu der Steuereinheit 21 gebracht.
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2 zeigt das Feuchtigkeitsprofil von der Pulpebahn W in der Maschinenrichtung im Inneren des Pulpetrockners, wenn der Feuchtigkeitsgehalt der Pulpebahn sich in der erwünschten Art und Weise ändert. Die vertikale Achse zeigt den Feuchtigkeitsgehalt der Pulpebahn bei einem beliebigen Maßstab, während die horizontale Achse den Ort der Pulpebahn im Inneren des Pulpetrockners zeigt. Gemäß der in der Zeichnung dargestellten Kurve ist der Feuchtigkeitsgehalt der Pulpebahn an dem Einlass zu dem Pulpetrockner (0 m) am höchsten, und der Feuchtigkeitsgehalt fällt gleichmäßig beim Laufen zu dem Endstückende des Pulpetrockners (900 m). Der zulässige Variationsbereich des Feuchtigkeitsgehalts ist außerdem durch gestrichelte Linien in 2 gezeigt, wobei innerhalb von diesem Bereich der Feuchtigkeitsgehalt durch das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung gesteuert werden kann.
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3 zeigt eine Blockdarstellung eines Steuerverfahrens eines Pulpetrockners, bei dem der Pulpetrockner 10' in zwei Abschnitte 10'a, 10'b geteilt ist. Von einem ersten Feuchtigkeitssensor S0, der mit dem Bahnabschnitt zwischen der Presse P und dem Pulpetrockner 10' verbunden ist, wobei der erste Feuchtigkeitssensor entweder separat ist oder an einem Messbalken 301 montiert ist, wird eine Feuchtigkeitsinformation h0 zu der Steuereinheit 21'a des Dampfventils 20'a eines ersten Trocknungsabschnitts 10'a genommen. Der erste Feuchtigkeitssensor S0 ist entweder ein Punktmesssensor oder ein Sensor, der sich über die Maschinenquerrichtung der Bahn hin- und hergehend über ihre Breite bewegt, oder er ist eine beliebige andere Feuchtigkeitsmesseinrichtung, die für diesen Zweck geeignet ist. Von einem späteren Feuchtigkeitssensor SN, der nach dem Pulpetrockner 10' verbunden ist, wird ein Feuchtigkeitsmesssignal hN zu einer Bahnfeuchtigkeitshandhabungseinheit 22'b genommen, die ein Steuersignal zu der Steuereinheit 21'b von dem Dampfventil 20'b des zweiten Abschnitts 10'b liefert. Die Steuereinheit 21'b von dem Dampfventil 20'b des zweiten Abschnitts 10'b empfängt von einer Dampfdruckmesseinheit 23 einen Dampfdruckwert pb, der vorzugsweise bei der kontinuierlichen Regulierung der Steuereinheit 21'b des Dampfventils angewendet wird.
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Die Information über die Basisgewichtsmessung BW und die Maschinengeschwindigkeit v wird vorzugsweise sowohl zu der Steuereinheit 20'a des Dampfventils in dem ersten Abschnitt als auch zu der Feuchtigkeitshandhabungseinheit 22'b geliefert. Die Messung von dem Basisgewicht BV kann entweder durch einen Basisgewichtssensor, der an einem Messbalken 301 montiert ist, ausgeführt werden oder die Basisgewichtsinformation kann in anderer Art und Weise zu der Steuereinheit 21'a geliefert werden.
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Die Feuchtigkeitshöhe von der Bahn W wird durch ein Liefern von Dampf in die Trocknungsabschnitte reguliert, wobei der Dampf die Bahn W trocknet. Durch die Feuchtigkeitsmessungen der Bahn W wird die Feuchtigkeitshöhe der Bahn W beobachtet, und die Menge an Dampf, die zu liefern ist, wird durch Dampfdruckmessungen bei dem zu liefernden Dampf gemessen. Der Druck und/oder die Menge an Dampf wird durch ein Dampfventil gesteuert. Der Einstellwert des Feuchtigkeitskreises der Bahn W wird bspw. separat für jede Sorte geändert und die Steuerung des Dampfventils wird kontinuierlich als eine Funktion der Zeit geändert. Die Vorwärtszuführung der Feuchtigkeitsinformation h0 von dem ersten Feuchtigkeitssensor S0 zu der Steuereinheit 21'a von dem Dampfventil 20'a des ersten Abschnitts 10'a führt zu einer exakteren und schnelleren Feuchtigkeitssteuerung für den Pulpetrockner 10.
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4 zeigt ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung, bei dem der Pulpetrockner 10 in mehr als zwei Trocknungsabschnitte 101, 102, ..., 10N geteilt ist. Jeder Trocknungsabschnitt kann bspw. eine Gebläselüfterstufe des Pulpetrockners 10 sein, der die Laufhöhe der Bahn W und Gebläselüfterkästen 12 umfasst, die an ihren beiden Seiten angeordnet sind. Jeder Trocknungsabschnitt 101, 102, ..., 10N wird in einer ähnlichen Weise durch Dampfventile 201, ... 20N gesteuert, die für ihren Teil durch Steuereinheiten 211, ..., 21N ähnlich gesteuert werden. Ein erster Feuchtigkeitssensor So ist vor dem Pulpetrockner 10 angeordnet. In dem Abschnitt zwischen dem Trocknungsabschnitt 101 und dem Trocknungsabschnitt 102 ist bspw. in Verbindung mit der Umkehrwalze ein zweiter Feuchtigkeitssensor S1 angeordnet. In entsprechender Weise ist ein Feuchtigkeitssensor SN-1 vor dem letzten Trocknungsabschnitt 10N angeordnet, und nach dem letzten Trocknungsabschnitt 10N, d. h. in dem Bahnabschnitt, der sich an dem Auslass des Pulpetrockners befindet, ist ein Feuchtigkeitssensor SN angeordnet, der die Endfeuchtigkeit der Pulpebahn W nach dem Pulpetrockner 10 misst.
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Die Feuchtigkeitsinformation h0 des Feuchtigkeitssensors So wird genommen, um die Einheit 211 zu steuern, die das Dampfventil 201 steuert. Außerdem kann die Information über das Basisgewicht der Bahn und die Geschwindigkeit der Bahn zu der Steuereinheit 211 genommen werden, und diese Information kann ebenfalls verwendet werden, um das Ventil 201 zu steuern. In dieser Art und Weise wird eine Vorwärtszuführung von dem Feuchtigkeitssensor So vor dem Pulpetrockner erzielt, um den Trocknungsabschnitt 101 zu steuern. Ein Steuersignal c1 kann ebenfalls von der Steuereinheit 211 zu einer oder mehreren Steuereinheiten 212, ..., 21N der Dampfventile 202, ..., 20N genommen werden, die später angeordnet sind. Hierbei kann das Steuersignal c1 entweder eine Feuchtigkeitsmessinformation oder eine Ventilsteuerinformation sein. In dieser Art und Weise wird eine Vorwärtszuführung von dem Feuchtigkeitssensor So vor dem Pulpetrockner erzielt, um einen oder mehrere Trocknungsabschnitte 101, ..., 10N des Pulpetrockners 10 zu steuern. Die Steuerung kann entweder auf der Grundlage von lediglich dem Signal, das von der Steuereinheit 211 eintrifft, oder auf der Grundlage von lediglich dem Signal von der Steuereinheit vor dem betreffenden Trocknungsabschnitt (bspw. würde der Trocknungsabschnitt 102 auf der Grundlage von lediglich dem Steuersignal der Steuereinheit 212 gesteuert werden) oder durch die Anwendung von beiden Signalen stattfinden. Jeder Abschnitt 101, ..., 10N von dem Pulpetrockner wird in einer ähnlichen Art und Weise durch einen Feuchtigkeitssensor S1, ..., SN-1, der vor jedem Abschnitt angeordnet ist, gesteuert. Außerdem wird der letzte Abschnitt 10N von dem Pulpetrockner 10 in einer Rückführweise auf der Grundlage der Messinformation von dem Feuchtigkeitssensor SN gesteuert, der nach dem Pulpetrockner angeordnet ist. Gemäß der vorliegenden Erfindung wird zumindest ein Trocknungsabschnitt 101, ..., 10'N von dem Pulpetrockner in einer Vorwärtszuführweise gesteuert und zumindest ein Trocknungsabschnitt wird in einer Rückführweise gesteuert. Die Rückführung findet vorzugsweise auf der Grundlage der Messinformation des letzten Abschnitts statt.
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5 zeigt ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung, bei dem die Feuchtigkeitsinformation verwendet wird, um die Gebläsegeschwindigkeit von den Gebläsekästen des Pulpetrockners zu steuern. In diesem Ausführungsbeispiel wird der erste Abschnitt 101 von dem Pulpetrockner in der gleichen Art und Weise gesteuert, wie dies zuvor beschrieben wurde. Von dem späteren Feuchtigkeitssensor SN, der nach dem Pulpetrockner angeordnet ist, wird eine Messinformation hN erhalten, die zu der Steuereinheit 12C für die Gebläsegeschwindigkeit der Gebläsekästen 12 genommen wird, wobei die Steuereinheit die Gebläsegeschwindigkeit der Gebläsekästen 12 steuert. Die Feuchtigkeitsinformation hN, die von dem Feuchtigkeitssensor SN erhalten wird, wird ebenfalls zu der Steuereinheit 21N für das Dampfventil 20N genommen, die das Dampfventil des Pulpetrockners in der vorstehend beschriebenen Art und Weise steuert. Das Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung, das in 5 gezeigt ist, kann auch mit den Steueroptionen kombiniert werden, die in 4 gezeigt sind. In 5 ist die Gebläsegeschwindigkeitssteuerung der Gebläsekästen in Verbindung mit lediglich einem Trocknungsabschnitt gezeigt, jedoch ist es möglich, die Steuerung auch bei mehreren Trocknungsabschnitten auszuführen. Insbesondere die Trocknungsabschnitte an dem Endstückende von dem Trocknungsabschnitt werden vorzugsweise gesteuert.
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Es ist sehr schwierig, die erforderlichen Sollwerte für den Dampfdruck der Dampfventile 20'a; 20'b; 201, ..., 20N zu berechnen, wenn die Sorte bei einem Pulpetrockner 10 gewechselt wird. Als Folge davon können die Dampfventile nicht gerammt werden, um den Endfeuchtigkeitsgehalt der Bahn zu steuern, wenn die Sorte gewechselt wird. Es ist ein Vorteil des Verfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung, dass das Verfahren es ermöglicht, eine Feuchtigkeitssteuerung auch während Sortenwechsel auszuführen, wodurch der Endfeuchtigkeitsgehalt auch bei derartigen Prozessänderungssituationen gehandhabt werden kann. Während einer Änderung einer Sorte ist es möglich, einige Einstellungen der Steuereinstellungen zu beschleunigen, wenn dies erforderlich ist. Verschiedene Fasersorten agieren in verschiedenen Weisen, was das Wasserentfernen anbelangt, wodurch jede Fasersorte ihr eigenes Prozessmodell erforderlich macht, und die Prozessverstärkung ändert sich gemäß diesem Modell nach Sortenwechsel. Die Prozessmodelle sind mathematische Modelle, die als solche bekannt sind und die auf physikalischen Prinzipien und auf Ansprechversuchen oder anderen experimentellen Verfahren basieren.
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Bei dem Verfahren, das vorstehend beschrieben ist, wird der Feuchtigkeitsgehalt vor und nach dem Pulpetrockner in einer als solchen bekannten Weise gemessen, wobei der Feuchtigkeitssensor die Bahnfeuchtigkeit entweder als Punktmessung oder durch eine durchlaufende Messvorrichtung über die gesamte Bahnbreite oder durch ein beliebiges anderes Feuchtigkeitsmessverfahren misst, das für den Zweck geeignet ist. Gemäß der vorliegenden Erfindung wird die gemessene Feuchtigkeitsinformation in einer neuen Art und Weise genutzt, wobei die Bahnfeuchtigkeitsinformation, die vor dem Pulpetrockner gemessen wird, in einer Vorwärtszuführweise zu einem Dampfventil genommen wird, das eine kontinuierliche Steuerung der Menge an Dampf ausführt, die zu dem Pulpetrockner geliefert wird. Alternativ kann die Rückführfeuchtigkeitssteuerung auch angewendet werden, um die Gebläsegeschwindigkeit der Gebläsekästen 12 zu steuern. Alternativ kann diese Steuerung durch eine Vorwärtszuführung der Messinformation von dem ersten Feuchtigkeitssensor zu der Steuereinheit der Gebläsekästen ausgeführt werden.