[go: up one dir, main page]

DE102005031445A1 - Verfahren zum Behandeln einer Bahn aus Faserstoff und Kalander - Google Patents

Verfahren zum Behandeln einer Bahn aus Faserstoff und Kalander Download PDF

Info

Publication number
DE102005031445A1
DE102005031445A1 DE200510031445 DE102005031445A DE102005031445A1 DE 102005031445 A1 DE102005031445 A1 DE 102005031445A1 DE 200510031445 DE200510031445 DE 200510031445 DE 102005031445 A DE102005031445 A DE 102005031445A DE 102005031445 A1 DE102005031445 A1 DE 102005031445A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
web
parameter
steam
water
moisture
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE200510031445
Other languages
English (en)
Inventor
Ulrich Rothfuss
Jörg Dr. Rheims
Thomas Hermsen
Hans-Rolf Conrad
Lothar Dr. Zimmermann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Voith Patent GmbH
Original Assignee
Voith Patent GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Voith Patent GmbH filed Critical Voith Patent GmbH
Priority to DE200510031445 priority Critical patent/DE102005031445A1/de
Publication of DE102005031445A1 publication Critical patent/DE102005031445A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21GCALENDERS; ACCESSORIES FOR PAPER-MAKING MACHINES
    • D21G1/00Calenders; Smoothing apparatus
    • D21G1/0073Accessories for calenders
    • D21G1/0093Web conditioning devices
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21GCALENDERS; ACCESSORIES FOR PAPER-MAKING MACHINES
    • D21G7/00Damping devices

Landscapes

  • Paper (AREA)

Abstract

Es wird ein Verfahren zum Behandeln einer Bahn (21) aus Faserstoff, insbesondere einer Papier- oder Kartonbahn, angegeben, bei dem ein Ist-Wert eines vorbestimmten Parameters erfaßt und in Abhängigkeit von einem Vergleich mit einem Soll-Wert des Parameters Feuchtigkeit auf die Bahn (21) aufgetragen wird.
Man möchte mehrere Profile in Querrichtung der Bahn (21) mit geringerer Abhängigkeit voneinander einstellen können.
Hierzu ist vorgesehen, daß man die Feuchtigkeit in Form einer Dampf-Wasser-Kombination auf die Bahn (21) aufträgt, daß man den Ist-Wert von zwei Parametern ermittelt und mit Soll-Werten vergleicht und man den Dampfanteil des Feuchtigkeitsauftrags in Abhängigkeit von einem Parameter und den Wasseranteil des Feuchtigkeitsauftrags in Abhängigkeit vom anderen Parameter wählt.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Behandeln einer Bahn aus Faserstoff, insbesondere einer Papier- oder Kartonbahn, bei dem ein Ist-Wert eines vorbestimmten Parameters erfaßt und in Abhängigkeit von einem Vergleich mit einem Soll-Wert des Parameters Feuchtigkeit auf die Bahn aufgetragen wird. Ferner betrifft die Erfindung einen Kalander mit mindestens einem Nip, durch den eine Bahn aus Faserstoff, insbesondere eine Papier- oder Kartonbahn, läuft, einer Sensoranordnung zur Ermittlung eines Parameters der Bahn und einer Befeuchtungseinrichtung, die mit einer Steuereinrichtung verbunden ist, die mit der Sensoranordnung verbunden ist.
  • Die Erfindung wird im folgenden anhand einer Papierbahn beschrieben, die im Verlauf ihrer Herstellung durch eine Feuchtigkeitszugabe behandelt wird. Sie ist aber auch bei anderen Faserstoffbahnen in entsprechender Weise anwendbar.
  • Bei der Herstellung wird die Papierbahn in der Regel satiniert, d.h. sie wird durch mindestens einen Nip eines Kalanders geleitet und dort mit erhöhtem Druck und vielfach auch mit erhöhter Temperatur beaufschlagt. Der Kalander weist hierzu mindestens eine vielzonige Biegeausgleichswalze auf, so daß die Druckbeaufschlagung quer zur Laufrichtung der Bahn in unterschiedlichen Zonen auch auf unterschiedliche Werte eingestellt werden kann. In entsprechender Weise ist eine zum Auftrag der Feuchtigkeit verwendete Befeuchtungseinrichtung quer zur Laufrichtung der Papierbahn (im folgenden kurz als "Querrichtung" bezeichnet) in mehrere Zonen unterteilt, so daß auch der Feuchtigkeitsauftrag in Querrichtung auf ein bestimmtes Profil eingestellt werden kann.
  • Problematisch bei dieser Behandlungsweise ist, daß man mit dem Feuchtigkeitsauftrag nicht nur Einfluß auf bestimmte Oberflächeneigenschaften der Papierbahn nimmt, insbesondere auf den Glanz, sondern auch das Feuchteprofil der Papierbahn verändert. Damit besteht die Gefahr, daß man ein zuvor, beispielsweise am Ende der Papiermaschine oder in der Trockenpartie, eingestelltes Feuchteprofil wieder in nachteilhafter Weise verändert.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mehrere Profile in Querrichtung der Bahn mit geringerer Abhängigkeit voneinander einstellen zu können.
  • Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß man die Feuchtigkeit in Form einer Dampf-Wasser-Kombination auf die Bahn aufträgt, daß man den Ist-Wert von zwei Parametern ermittelt und mit Soll-Werten vergleicht und man den Dampfanteil des Feuchtigkeitsauftrags in Abhängigkeit von einem Parameter und den Wasseranteil des Feuchtigkeitsauftrags in Abhängigkeit vom anderen Parameter wählt.
  • Mit dieser Vorgehensweise kann man unterschiedliche Parameter der Bahn weitgehend unabhängig voneinander einstellen. Der eine Parameter wird in Abhängigkeit vom Dampfauftrag verändert, der andere Parameter in Abhängigkeit vom Wasserauftrag. Eine gewisse gegenseitige Beeinflussung der beiden Auftragsarten läßt sich durch eine gewisse Über- oder Unterkompensation der einzelnen Feuchtigkeitsarten eliminieren.
  • Hierbei ist bevorzugt, daß man als einen Parameter Glanz und als anderen Parameter Feuchte der Bahn wählt. So kann man mit dem Dampfauftrag primär Einfluß auf den Parameter Glanz und mit dem Wasserauftrag primär Einfluß auf den Parameter Feuchte wählen. Bei diesen Parametern lassen sich der Dampfauftrag und der Wasserauftrag nahezu unabhängig voneinander steuern.
  • Vorzugsweise nimmt man den Feuchtigkeitsauftrag in Querrichtung der Bahn zonenweise vor, wobei man das Verhältnis von Wasser zu Dampf in jeder Zone einzeln einstellt. Man kann also sowohl die Feuchte als auch den Glanz (oder andere Parameter, wenn diese beeinflußt werden sollen) in jeder Zone unabhängig voneinander einstellen. Auf diese Weise ist es möglich, über die Breite der Bahn sowohl ein vorgegebenes Feuchteprofil als auch ein vorbestimmtes Glanzprofil zu erzielen.
  • Auch ist von Vorteil, wenn man die aufgetragene Menge der Feuchtigkeit in Abhängigkeit von den Parametern verändert. Man kann also nicht nur das Verhältnis der beiden Feuchtigkeitsarten Dampf und Wasser relativ zueinander verändern, sondern auch die insgesamt aufgebrachte Feuchtigkeitsmenge, also die Summe aus Dampf und Wasser. Damit lassen sich auch größere Schwankungen in den Parametern ausgleichen.
  • Vorzugsweise nimmt man den Auftrag der Dampf-Wasser-Kombination in Laufrichtung der Bahn hintereinander mehrfach vor. Damit lassen sich beispielsweise Behandlungsergebnisse in einem Nip nachkorrigieren. In einem Nip erleidet die Bahn in der Regel einen gewissen Feuchtigkeitsverlust. Dafür steigt der Glanz. Durch eine Feuchtigkeitsbeaufschlagung, bei der das Dampf-Wasser-Verhältnis an unterschiedlichen Positionen in Laufrichtung der Bahn voneinander abweicht, lassen sich dann im Endeffekt die gewünschten Parameter-Profile erreichen.
  • Vorzugsweise nimmt man den Auftrag der Dampf-Wasser-Kombination auf jeder Seite der Bahn vor, wobei man mindestens einen Parameter auf beiden Seiten der Bahn unabhängig voneinander einstellt. Es ist also möglich, den Glanz der Bahn auf den beiden Seiten anders zu gestalten. Bei der Feuchte ist dies schwieriger, weil sich in der Regel ein Feuchtigkeitsausgleich über die Dicke der Bahn ergibt. Anders sieht es allerdings aus, wenn man die Feuchtigkeit so kurz vor dem Einlauf in einen Nip aufbringt, daß bei der Satinage in dem Nip ein Feuchtigkeits-Gradient über die Dicke der Bahn erzeugt wird. In diesem Fall macht es durchaus Sinn, auch die Feuchte auf beiden Seiten der Bahn unterschiedlich einzustellen.
  • Vorzugsweise stellt man zusätzlich in Abhängigkeit von einem der Parameter oder in Abhängigkeit von einem weiteren Parameter ein Querprofil eines Drucks ein, mit dem man auf die Bahn einwirkt. Damit ergibt sich eine dritte Beeinflussungsmöglichkeit, mit der einer der Parameter, beispielsweise Glanz, oder ein weiterer Parameter, beispielsweise die Dicke, in Querrichtung eingestellt werden kann.
  • Die Aufgabe wird bei einem Kalander der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß die Befeuchtungseinrichtung eine Dampf-Wasser-Kombination als Befeuchtungsmedium ausgibt, daß die Sensoranordnung zwei Parameter der Bahn ermittelt und die Steuereinrichtung einen Dampfanteil des Befeuchtungsmediums in Abhängigkeit von einem Parameter und den Wasseranteil des Befeuchtungsmediums in Abhängigkeit vom anderen Parameter steuert.
  • Mit einem derartigen Kalander lassen sich zwei Parameter der Bahn weitgehend unabhängig voneinander einstellen. Damit läßt sich die Regelung des Querprofils eines jeden Parameters in erheblichem Maße vereinfachen. Man benötigt nur eine Vorrichtung, nämlich eine Befeuchtungseinrichtung, um die Befeuchtung aufzubringen. Damit ergibt sich eine kostengünstige Möglichkeit zur Optimierung mehrerer Bahnquerprofileigenschaften. Die Gleichmäßigkeit des Satinageprozesses vor allem in Querrichtung der Bahn und damit auch die Gleichmäßig keit der satinierten Papierrolle reduziert Ausschuß und verbessert die Laufeigenschaften in der Druckmaschine.
  • Hierbei ist bevorzugt, daß die Sensoranordnung einen Glanzsensor und einen Feuchtesensor aufweist. Eine Kombination aus viel Wasser und wenig Dampf erzeugt mehr Feuchte und weniger Glanz als eine Kombination mit wenig Wasser und viel Dampf, die weniger Feuchte aber mehr Glanz bedingt. Ein Glanzsensor und ein Feuchtesensor an sich sind bekannt. Man kann nun beide Sensoren mit der Steuereinrichtung koppeln, die ihrerseits wieder die Befeuchtungseinrichtung so steuert, daß das gewünschte Feuchteprofil und das gewünschte Glanzprofil gleichzeitig erzeugt werden.
  • Vorzugsweise ist vorgesehen, daß die Befeuchtungseinrichtung quer zur Laufrichtung der Bahn in mehrere Zonen unterteilt ist und die Steuereinrichtung den Dampfanteil und den Wasseranteil des Befeuchtungsmediums in jeder Zone einzeln einstellt. Die Profile der beiden Parameter in Querrichtung können dann weitgehend unabhängig voneinander eingestellt werden.
  • Auch ist von Vorteil, wenn die Steuereinrichtung die Menge des ausgegebenen Befeuchtungsmediums verändert. Man kann beispielsweise die Feuchte der Bahn insgesamt anheben, gleichzeitig aber das Glanzprofil vergleichmäßigen. Damit ergibt sich ein wesentlich größerer Einstellbereich für die Parameter der Bahn.
  • Vorzugsweise sind in Laufrichtung der Bahn mehrere Befeuchtungseinrichtungen hintereinander angeordnet. Diese Befeuchtungseinrichtungen sind vorzugsweise durch mindestens einen Nip getrennt. In einem Nip wird in der Regel mindestens ein Parameter beeinflußt. Insbesondere verliert die Bahn in einem beheizten Nip in der Regel etwas Feuchte, so daß man durch eine nachfolgende Befeuchtungseinrichtung hier wieder einen Ausgleich schaffen kann.
  • Vorzugsweise ist auf jeder Seite der Bahn mindestens eine Befeuchtungseinrichtung angeordnet. Damit lassen sich beide Seiten der Bahn getrennt voneinander beeinflussen.
  • Vorzugsweise weist der Kalander mindestens eine zonenweise steuerbare Durchbiegungseinstellwalze auf und die Steuereinrichtung steuert auch die Durchbiegungseinstellwalze in Abhängigkeit von einem der durch die Sensoranordnung ermittelten Parameter oder einem weiteren Parameter. Damit hat man die Möglichkeit, auf einen dritten Parameter, beispielsweise die Dicke der Bahn, Einfluß zu nehmen.
  • Die Erfindung wird im folgenden anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung beschrieben. Hierin zeigen:
  • 1 eine schematische Darstellung eines Kalanders und
  • 2 eine schematische Darstellung einer Befeuchtungseinrichtung.
  • 1 zeigt einen Kalander 1 mit einem Walzenstapel, der zwei Endwalzen 2, 3 und dazwischen sechs Zwischen walzen 49 aufweist. Die beiden Endwalzen 2, 3 sind als Durchbiegungseinstellwalzen ausgebildet, d.h. sie weisen gegeneinander wirkende Stützschuhe 10, 11 auf, die zonenweise einstellbar sind.
  • Die beiden Endwalzen 2, 3 und die Zwischenwalzen 5, 7, 8 sind als sogenannte "weiche" Walzen ausgebildet, d.h. sie weisen einen elastischen Belag 12 an ihrer Umfangsfläche auf.
  • Die Zwischenwalzen 4, 6, 9 sind als harte Walzen ausgebildet, d.h. sie weisen eine unnachgiebige Oberfläche auf, beispielsweise aus Stahl oder Grauguß. Zusätzlich sind die harten Walzen 4, 6, 9 beheizt, d.h. sie weisen beispielsweise periphere Bohrungen 13 auf, durch die ein Wärmeträgermedium geleitet werden kann.
  • Die Walzen 29 bilden zwischen sich Nips 1420 aus, die bis auf den Wechselnip 18 alle zwischen jeweils einer harten Walze 4, 6, 9 und einer weichen Walze 2, 3, 5, 7, 8 gebildet sind. Lediglich der Wechselnip 18 ist zwischen zwei weichen Walzen 7, 8 gebildet.
  • In an sich bekannter Weise wird eine Materialbahn, im vorliegenden Fall eine Papierbahn 21 durch die Nips 1420 geführt und dort mit erhöhtem Druck und erhöhter Temperatur beaufschlagt. Jeweils zwischen zwei Nips ist die Papierbahn über nur schematisch dargestellte Leitwalzen 22 geführt.
  • Vor den Nips 14, 16, 19 sind Befeuchtungseinrichtungen 23 angeordnet, die anhand von 2 näher erläutert werden sollen. Hinter den jeweiligen Nips 14, 16, 19 sind Sensoranordnungen 24 vorgesehen, die die Seite der Papierbahn 21 überwachen, auf die durch die Befeuchtungseinrichtungen 23 Feuchtigkeit aufgetragen worden ist. Jede Sensoranordnung weist einen Glanzsensor 25 und einen Feuchtesensor 26 auf. Aus Gründen der Übersicht sind die beiden Sensoren, also der Glanzsensor 25 und der Feuchtesensor 26, hier als Block dargestellt. Es ist aber durchaus möglich, daß die beiden Sensoren 25, 26 unabhängig voneinander angeordnet sind und gegebenenfalls auch unabhängig quer zur Laufrichtung 27 der Papierbahn 21 über die Papierbahn 21 bewegt werden können.
  • Die Befeuchtungseinrichtung 23 weist eine Steuereinrichtung 28 auf, die mit der Sensoranordnung 24 verbunden ist und vom Glanzsensor 25 ein Signal S25 und vom Feuchtesensor 26 ein Signal S26 erhält.
  • Die Befeuchtungseinrichtung 23 weist eine Dampfzufuhr 29 und eine Wasserzufuhr 30 auf. In der Wasserzufuhr 30 kann noch eine Heizeinrichtung 31 angeordnet sein, um das zugeführte Wasser auf eine erhöhte Temperatur zu bringen.
  • In der Dampfzufuhr 29 ist ein Ventil 32 angeordnet, das von der Steuereinrichtung 28 über einen Ausgang A32 angesteuert wird. Die Dampfzufuhr 29 speist über eine Leitung 33 in einen Verteilerraum 34. Aus dem Verteilerraum 34 tritt der Dampf in mehrere, quer zur Laufrichtung der Papierbahn 21 angeordnete Dampfblaskammern 35a35c ein. In Wirklichkeit werden natürlich wesentlich mehr als die dargestellten drei Dampfblaskammern 35a35c vorhanden sein. Die Dampfzufuhr zu jeder Dampf blaskammer 35a35c wird über Dampfsteuerventile 36a36c gesteuert. Die Dampfsteuerventile 36a36c sind über einen Ausgang A36 von der Steuereinrichtung 28 steuerbar. Aus Gründen der Übersicht ist nur ein Ausgang A36 dargestellt. Zweckmäßigerweise wird man aber für jedes Ventil 36a36c einen eigenen Ausgang vorsehen.
  • In die Dampfblaskammern 35a35c wird Wasser aus der Wasserzufuhr 30 über Ventile 37a37c zugeführt, wobei die Ventile 37a37c von der Steuervorrichtung 28 über einen Ausgang A37, gegebenenfalls über mehrere derartiger Ausgänge, gesteuert werden. Das Wasser wird über Sprührohre 38 ausgegeben. Gegebenenfalls wird der Dampf in den Dampfblaskammern 35a35c weiter zur Zerstäubung des Wassers verwendet.
  • Die Dampfblaskammern 35a35c öffnen sich zur Papierbahn hin über eine Platte 39, in der eine Vielzahl von Düsenöffnungen 40 angeordnet sind. Aus den Düsenöffnungen 40 werden dann Sprühstrahlen 41 ausgestoßen, die ein Gemisch aus Dampf und Wasser beinhalten.
  • Durch die Ventile 36a36c läßt sich nun der Dampfanteil an einem Sprühstrahl praktisch unabhängig von dem Wasseranteil, der durch die Ventile 37a37c gesteuert wird, einstellen. Durch das Ventil 32 und die Ventile 37a37c läßt sich auch die Menge der insgesamt zugeführten Feuchtigkeitsmenge einstellen.
  • Dies kann man nun in vorteilhafter Weise zur Beeinflussung von zwei unterschiedlichen Parametern nutzen.
  • Der Auftrag von Feuchtigkeit in Form von Dampf beeinflußt üblicherweise den Glanz an der befeuchteten Oberfläche der Papierbahn 21. In geringem Maße wird dabei auch die Feuchte der Bahn beeinflußt. Um hierbei ein gewünschtes Feuchteprofil quer zur Laufrichtung 27 der Bahn 21 einzustellen, kann man ein Zuviel oder Zuwenig an Feuchte durch die Zugabe des Wassers, das durch die Wasserzufuhr 30 zugeführt wird, ausgleichen. Damit läßt sich die Feuchte der Bahn 21 auf ein vorgegebenes Profil in Querrichtung einstellen.
  • Mit Hilfe der Sensoranordnung 24 kann man nun überwachen, ob die Einstellung in der Befeuchtungseinrichtung 23 das gewünschte Ergebnis gebracht hat oder nicht.
  • Mit einem derartigen Kalander lassen sich also bei gleichem Glanz unterschiedliche Feuchten bzw. bei gleicher Feuchte unterschiedlicher Glanz erzeugen. Man kann diese Einstellung noch für jede Papierbahnseite einzeln vornehmen.
  • Die Regelung der Glanz- und Feuchtequerprofile gleichzeitig und unabhängig voneinander während der Satinage mit nur einer Befeuchtungseinrichtung 23 stellt eine sehr kostengünstige Möglichkeit zur Optimierung mehrerer Bahnquerprofileigenschaften dar. Die Gleichmäßigkeit des Satinageprozesses vor allem in Querrichtung der Bahn und damit auch die Gleichmäßigkeit der satinierten Papierbahnrolle reduziert Ausschuß und verbessert die Laufeigenschaften der Papierbahn 21 in der Druckmaschine.
  • Die Steuereinrichtung 28 kann über einen Ausgang A10 und einen Ausgang A11 auch noch die Stützschuhe 10 zonenweise beeinflussen. Damit kann die Steuereinrichtung 28 beispielsweise nicht nur Einfluß auf den Glanz der Papierbahn 21 nehmen, sondern auch in beschränktem Umfang auf die Dicke. Gegebenenfalls ist hier ein weiterer Sensor sinnvoll, der das Dickenprofil der Papierbahn 21 ermittelt.

Claims (14)

  1. Verfahren zum Behandeln einer Bahn aus Faserstoff, insbesondere einer Papier- oder Kartonbahn, bei dem ein Ist-Wert eines vorbestimmten Parameters erfaßt und in Abhängigkeit von einem Vergleich mit einem Soll-Wert des Parameters Feuchtigkeit auf die Bahn aufgetragen wird, dadurch gekennzeichnet, daß man die Feuchtigkeit in Form einer Dampf-Wasser-Kombination auf die Bahn aufträgt, daß man den Ist-Wert von zwei Parametern ermittelt und mit Soll-Werten vergleicht und man den Dampfanteil des Feuchtigkeitsauftrags in Abhängigkeit von einem Parameter und den Wasseranteil des Feuchtigkeitsauftrags in Abhängigkeit vom anderen Parameter wählt.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als einen Parameter Glanz und als anderen Parameter Feuchte der Bahn wählt.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man den Feuchtigkeitsauftrag in Querrichtung der Bahn zonenweise vornimmt, wobei man das Verhältnis von Wasser zu Dampf in jeder Zone einzeln einstellt.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die aufgetragene Menge der Feuchtigkeit in Abhängigkeit von den Parametern verändert.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man den Auftrag der Dampf-Wasser-Kombination in Laufrichtung der Bahn hintereinander mehrfach vornimmt.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man den Auftrag der Dampf-Wasser-Kombination auf jeder Seite der Bahn vornimmt, wobei man mindestens einen Parameter auf beiden Seiten der Bahn unabhängig voneinander einstellt.
  7. verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß man zusätzlich in Abhängigkeit von einem der Parameter oder in Abhängigkeit von einem weiteren Parameter ein Querprofil eines Drucks einstellt, mit dem man auf die Bahn einwirkt.
  8. Kalander mit mindestens einem Nip, durch den eine Bahn aus Faserstoff, insbesondere eine Papier- oder Kartonbahn, läuft, einer Sensoranordnung zur Ermittlung eines Parameters der Bahn und einer Befeuchtungseinrichtung, die mit einer Steuereinrichtung verbunden ist, die mit der Sensoranordnung verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Befeuchtungseinrichtung (23) eine Dampf-Wasser-Kombination als Befeuchtungsmedium ausgibt, daß die Sensoranordnung (24) zwei Parameter der Bahn (21) ermittelt und die Steuereinrichtung (28) einen Dampfanteil des Befeuchtungsmediums in Abhängigkeit von einem Parameter und den Wasseranteil des Befeuchtungsmediums in Abhängigkeit vom anderen Parameter steuert.
  9. Kalander nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Sensoranordnung (24) einen Glanzsensor (25) und einen Feuchtesensor (26) aufweist.
  10. Kalander nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Befeuchtungseinrichtung (23) quer zur Laufrichtung der Bahn in mehrere Zonen (35a35c) unterteilt ist und die Steuereinrichtung (28) den Dampfanteil und den Wasseranteil des Befeuchtungsmediums in jeder Zone (35a35c) einzeln einstellt.
  11. Kalander nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung (28) die Menge des ausgegebenen Befeuchtungsmediums verändert.
  12. Kalander nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß in Laufrichtung (27) der Bahn (21) mehrere Befeuchtungseinrichtungen (23) hintereinander angeordnet sind.
  13. Kalander nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß auf jeder Seite der Bahn (21) mindestens eine Befeuchtungseinrichtung (23) angeordnet ist.
  14. Kalander nach einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß er mindestens eine zonenweise steuerbare Durchbiegungseinstellwalze (2, 3) aufweist und die Steuereinrichtung (28) auch die Durchbiegungseinstellwalze (2, 3) in Abhängigkeit von einem der durch die Sensoranordnung (24) ermittelten Parameter oder einem weiteren Parameter steuert.
DE200510031445 2005-07-04 2005-07-04 Verfahren zum Behandeln einer Bahn aus Faserstoff und Kalander Withdrawn DE102005031445A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200510031445 DE102005031445A1 (de) 2005-07-04 2005-07-04 Verfahren zum Behandeln einer Bahn aus Faserstoff und Kalander

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200510031445 DE102005031445A1 (de) 2005-07-04 2005-07-04 Verfahren zum Behandeln einer Bahn aus Faserstoff und Kalander

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE102005031445A1 true DE102005031445A1 (de) 2007-01-11

Family

ID=37562472

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE200510031445 Withdrawn DE102005031445A1 (de) 2005-07-04 2005-07-04 Verfahren zum Behandeln einer Bahn aus Faserstoff und Kalander

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE102005031445A1 (de)

Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP2119826A1 (de) 2008-05-16 2009-11-18 Voith Patent GmbH Verfahren und Vorrichtung zum Befeuchten einer Faserstoffbahn
EP2119827A1 (de) * 2008-05-16 2009-11-18 Voith Patent GmbH Verfahren zum Satinieren einer Faserstoffbahn und Kalanderanordnung
CN103790066A (zh) * 2014-02-10 2014-05-14 浙江荣晟环保纸业股份有限公司 一种自动控制造纸机纸幅水分分布的系统、方法及压光机
WO2015049102A1 (de) * 2013-10-02 2015-04-09 Voith Patent Gmbh Kalander mit bahnbefeutchtungsvorrichtungen
DE102019100884A1 (de) * 2019-01-15 2020-07-16 Voith Patent Gmbh Vorrichtung und Verfahren zur Behandlung einer Faserstoffbahn

Cited By (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP2119826A1 (de) 2008-05-16 2009-11-18 Voith Patent GmbH Verfahren und Vorrichtung zum Befeuchten einer Faserstoffbahn
EP2119827A1 (de) * 2008-05-16 2009-11-18 Voith Patent GmbH Verfahren zum Satinieren einer Faserstoffbahn und Kalanderanordnung
WO2015049102A1 (de) * 2013-10-02 2015-04-09 Voith Patent Gmbh Kalander mit bahnbefeutchtungsvorrichtungen
CN103790066A (zh) * 2014-02-10 2014-05-14 浙江荣晟环保纸业股份有限公司 一种自动控制造纸机纸幅水分分布的系统、方法及压光机
CN103790066B (zh) * 2014-02-10 2015-01-14 浙江荣晟环保纸业股份有限公司 一种自动控制造纸机纸幅水分分布的系统、方法
DE102019100884A1 (de) * 2019-01-15 2020-07-16 Voith Patent Gmbh Vorrichtung und Verfahren zur Behandlung einer Faserstoffbahn

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2823738C2 (de) Verfahren zum Einebnen (Glätten) einer Papierbahn
DE3874975T2 (de) Querrichtungs-glanzkontrolle.
DE69008877T2 (de) Quervorrichtung zur Zuführung von Dampf.
EP0609544B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Erhöhen von Glanz und/oder Glätte einer Materialbahn
DE69523107T2 (de) Verfahren zur regelung der querprofile von bahnmaterial
DE3741680A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum glaetten der oberflaeche einer papierbahn
DE19826899A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Online-Herstellung von SC-A-Papier
DE69017219T2 (de) Verbesserungen der herstellung von materialbahnen.
DE69915629T2 (de) Verfahren und vorrichtung zum befeuchten einer bahn
DE102005031445A1 (de) Verfahren zum Behandeln einer Bahn aus Faserstoff und Kalander
EP0957202B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Online-Herstellung von SC-A-Papier
DE60122590T2 (de) Verfahren zum Regeln einer oder mehrerer Oberflächenqualitätsvariablen bei einem Faserflachmaterial in einem Schuhkalander
EP1813720A1 (de) Verfahren zur Herstellung oder Behandlung einer Faserstoffbahn
EP1336686B1 (de) Breitnip-Kalander-Anordnung und Verfahren zum Satinieren einer Papier- oder Kartonbahn
DE60214380T2 (de) Verfahren und vorrichtung zur kontrolle der trocknung im faserstofftrockner
DE102005031444A1 (de) Vorrichtung zum Befeuchten einer Materialbahn
EP2119827B1 (de) Verfahren zum Satinieren einer Faserstoffbahn und Kalanderanordnung
EP1527232B1 (de) Trockenpartie
EP1540078B1 (de) Einrichtung und verfahren zur herstellung und/oder behandlung einer faserstoffbahn
DE102013220030A1 (de) Bahnbefeuchtung
EP1541757B1 (de) Verfahren zum Satinieren einer Bahn aus gestrichenem Papier oder Karton und Kalander
EP1491680B1 (de) Verfahren zum Glätten einer Papier- oder Kartonbahn und Breitnip-Kalander
DE102006051537A1 (de) Vorrichtung zum Bearbeiten einer Bahn aus Papier oder Karton
DE102005019475A1 (de) Kalander und Verfahren zum Behandeln einer Materialbahn
EP2276886A2 (de) Vorrichtung zur online-steuerung und/oder - regelung eines faserorientierungsquerprofils

Legal Events

Date Code Title Description
R005 Application deemed withdrawn due to failure to request examination

Effective date: 20120705