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Die
vorliegende Erfindung betrifft im Allgemeinen ein Verfahren zur
Herstellung von Glykolid, einem cyclischen Dimerester von Glykolsäure, und
insbesondere ein Verfahren zur Herstellung von Glykolid durch Depolymerisation
durch Erhitzen eines Glykolsäureoligomeren,
das gewährleistet,
dass die Depolymerisationsreaktion in einer stabilen Art und Weise
ausgeführt
werden kann, wobei Glykolid ökonomisch
sogar effizient erhalten wird.
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Das
durch das Herstellungsverfahren der Erfindung erhaltene Glykolid
ist gut geeignet als Ausgangsmaterial für Polyglykolsäure und
Glykolsäurecopolymere,
welche nützliche
biologisch abbaubare Polymere sind und Polymere mit Gassperr-Eigenschaften,
usw.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Polyglykolsäure ist
ein Polyester, gebildet durch Dehydratation-Polykondensation von
Glykolsäure (d.h. α-Hydroxyessigsäure) und
weist die nachstehende Formel auf
n bezeichnet
die Anzahl der Wiederholungseinheiten.
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Polyglykolsäure ist
ein biologisch abbaubares Polymer, das in vivo hydrolysiert wird,
und wird in natürlicher
Umgebung metabolisiert und durch Mikroorganismen abgebaut zu Wasser
und Kohlensäuregas
bzw. Kohlendioxid. Aus diesem Grund zieht Polyglykolsäure nun
die Aufmerksamkeit als umweltfreundlicher Polymerersatzstoff für medizinische
Materialien oder universell verwendbare Harze ebenso als Materialien
mit Gassperreigenschaften auf sich. Jedoch ist es nach wie vor schwierig,
eine Polyglykolsäure
mit hohem Molekulargewicht durch die Dehydratation-Polykondensation
von Glykolsäure
zu erhalten.
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Gemäß einem
weiteren bisher bekannten Polyglykolsäure-Herstellungsverfahren wird
zunächst
Glykolid, d.h. ein cyclischer Dimerester von Glykolsäure, synthetisiert.
Anschließend
wird dieses Glykolid einer Ringöffnungspolymerisation
in Gegenwart eines Katalysators (z.B. Zinn(II)-octoat) unterworfen.
Das resultierende Polymer ist eine Polyglykolsäure, die oftmals auch als Polyglykolid
bezeichnet wird, da es sich um ein Ringöffnungspolymer von Glykolid
handelt.
n gibt
die Anzahl der Wiederholungseinheiten an.
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Zur
Herstellung von Polyglykolsäure
mit einem hohen Molekulargewicht durch Ringöffnungspolymerisation von Glykolid
ist es erforderlich, hochreines Glykolid als Ausgangsmaterial zu
verwenden. Zur Verwendung von Glykolid als Ausgangsmaterial, um
Polyglykolsäure
im industriellen Maßstab
herzustellen, ist es daher wesentlich, die technischen Mittel zu
errichten, die dazu geeignet sind, ein solch hochreines Glykolid ökonomisch
zuzuführen.
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Glykolid
ist eine cyclische Esterverbindung mit der Struktur, worin zwei
Wassermoleküle
aus zwei Glykolsäuremolekülen eliminiert
sind. Nur durch die Veresterungsreaktion von Glykolsäure durch
direkte Dehydratation kann jedoch ein Glykolid nicht sein bzw. erhalten
werden. Bisher wurden verschiedene Glykolid-Herstellungsverfahren
vorgeschlagen.
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US-PS
2,668,162 offenbart ein Verfahren, in dem ein Glykolsäureoligomer
in Pulver zerkleinert wird und auf 270 bis 285°C unter einem Ultrahochvakuum
(12 bis 15 Torr (1,6 bis 2,0 kPa)) erhitzt wird, wobei die Pulver
zur Depolymerisation in kleinen Teilen (etwa 20 g/h) einem Reaktionsgefäß zugeführt werden
und der resultierende Glykolid-enthaltende Dampf wird aufgefangen.
Dieses Verfahren, obgleich es für
die Herstellung in kleinem Maßstab
geeignet ist, weist Schwierigkeiten bei der Herstellung in großem Maßstab auf
und ist daher ungeeignet für
die Massenproduktion. Des Weiteren bewirkt dieses Verfahren, dass
das Oligomer beim Erhitzen schwer wird und so in Form eines großen Rückstandes
im Reaktionsgefäß verbleibt.
Dies führt
zu geringeren Glykolidausbeuten und der Notwendigkeit, die Rückstände zu beseitigen.
Ergänzend
ist noch darauf hinzuweisen, dass dieses Verfahren die Entmischung
von Glykolid (mit einem Schmelzpunkt von 82 bis 83°C) und Nebenprodukten
in der Rückgewinnungsanlage
bzw. Rückgewinnungsleitung
wahrscheinlich macht und mit Problemen, wie Anlagenverstopfung bzw.
Leitungsverstopfung endet.
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US-PS
4,727,163 zeigt ein Glykolid-Herstellungsverfahren, bei dem ein
Polyether mit guter thermischer Stabilität als ein Substrat verwendet
wird. Eine kleine Menge an Glykolsäure wird dann Block-copolymerisiert
mit dem Substrat, um ein Blockcopolymer zu erhalten, und das Copolymer
wird schließlich
zur Depolymerisation erhitzt. Jedoch ist dieses Blockcopolymerisationsverfahren
schwer zu steuern und führt
zu beträchtlichen
Produktionskosten. Des Weiteren macht es dieses Verfahren wahrscheinlich,
dass sich Glykolid und Nebenprodukte in der Rückgewinnungsanlage bzw. Rückgewinnungsleitung
entmischen, wodurch Probleme, wie Anlagenverstopfung bzw. Leitungsverstopfung
auftreten.
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US-PS
4,835,293 und 5,023,349 lehren ein Verfahren, bei dem ein α-Hydroxycarbonsäureoligomer, wie
Polyglykolsäureoligomer,
bis zur Schmelze erhitzt wird und ein cyclischer Dimerester, wie
Glykolid, der erzeugt wird und von der Oberfläche der Schmelze abgedampft
wird, in einem Inertgas, wie Stickstoffgas, mitgeschleppt wird und
in einem niedrig siedenden Lösungsmittel,
wie Aceton oder Ethylacetat, zur Rückgewinnung aufgenommen bzw.
gestrippt wird. Bei diesem Verfahren ist es nach wie vor schwierig,
die Herstellungskosten zu verringern, aufgrund von Problemen, wie
geringe Bildungsgeschwindigkeit des cyclischen Dimerester, mögliche Bildung
von schweren Materialien in der Schmelze und der Notwendigkeit zur
Vorerhitzung zum Einblasen einer großen Menge an Inertgas in die
Schmelze.
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FR-PS
2692263-A1 offenbart ein Verfahren zur Herstellung eines cyclischen
Dimeresters, wobei ein Oligomer einer α-Hydroxycarbonsäure oder
ihres Esters oder Salzes einem Lösungsmittel
zugegeben wird, das einen Katalysator enthält, und anschließend wird
zur katalytischen Zersetzung unter Erhitzen gerührt. Dieses Verfahren wird
unter normalem Druck oder erhöhtem
Druck durchgeführt
unter Verwendung eines Lösungsmittels,
das geeignet ist zur Aufnahme des cyclischen Dimeresters in gasförmigem Zustand.
Die Gasphase wird anschließend
zur Gewinnung des cyclischen Dimeresters und Lösungsmittels kondensiert. Die
Beschreibung gibt nur ein Beispiel an, bei dem ein Milchsäureoligomer
als Rohbeschickungsmaterial verwendet wird, und Dodecan (mit einem
Siedepunkt von etwa 214°C)
wird als Lösungsmittel
verwendet. Jedoch zeigten die Ergebnisse der nachfolgenden Untersuchung
durch die Erfinder unter den gleichen Bedingungen wie in dem Beispiel
beschrieben, unter Verwendung eines Glykolsäureoligomeren und Dodecan,
das die simultane Bildung von schweren Materialien mit dem Beginn
der Depolymerisationsreaktion einsetze, die Bildung von Glykolid
an einem Punkt stoppte, an dem eine nur sehr geringe Menge an Glykolid
gebildet wurde und viel Arbeit zur Reinigung der Reaktionsrückstände erforderlich
war, da diese zu viskos waren.
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Die
JP-A 09-328481 des Anmelders der vorliegenden Anmeldung (US-PS Nr.
5,830,991) offenbart ein Verfahren, umfassend die Schritte des Erhitzens
und Depolymerisieren eines α-Hydroxycarbonsäureoligomeren,
wie einem Glykolsäureoligomeren,
in einem polaren organischen Lösungsmittel
mit einem hohen Siedepunkt und Abdestillieren des resultierenden
cyclischen Dimeresters, wie Glykolid, zusammen mit dem polaren organischen
Lösungsmittel
und Entfernen des cyclischen Dimeresters aus den Destillaten.
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Die
Ergebnisse von nachfolgenden Untersuchungen durch die Erfinder haben
gezeigt, dass wenn ein Polyalkylenglykolether mit zufrieden stellender
thermischer Stabilität
als das polare organische Lösungsmittel in
diesem Verfahren verwendet wird, die Kosten verringert werden können durch
Rückgewinnung
(Recycling) des Lösungsmittels.
Wenn ein Glykolsäureoligomer,
synthetisiert mit einer kommerziell erhältlichen wässrigen Lösung von Glykolsäure, in
technischer Reinheit depolymerisiert wird in einem hochsiedenden
polaren organischen Lösungsmittel,
ist es jedoch schwierig, hochreines Glykolid ökonomisch in hohen Ausbeuten
zu erhalten, da die Reaktionslösung
sich innerhalb relativ kurzer Zeit schwarz verfärbt und schwere Materialien
sich an den Wandoberflächen
des Reaktionskessels ablagern.
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Im
Hinblick auf dieses technische Niveau sind weitere Verbesserungen
erforderlich, um die Herstellung von hochreinem Glykolid im industriellen
Maßstab ökonomisch
bzw. wirtschaftlich und zu geringen Kosten herstellen zu können.
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AUFGABEN UND
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung eines
Verfahrens zur Herstellung von Glykolid durch Depolymerisation eines
Glykolsäureoligomeren,
das die Durch führung
einer Depolymerisationsreaktion in einer stabilen Art und Weise
ermöglicht,
so dass Glykolid ökonomisch
und zugleich effizient hergestellt werden kann.
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Eine
weitere Aufgabe der Erfindung ist die Bereitstellung einer Glykolsäurezusammensetzung
als Rohmaterial für
das Glykolsäureoligomer,
die die Durchführung
der Depolymerisationsreaktion in einer stabilen Art und Weise ermöglicht.
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Als
Ergebnis der Suche der Erfinder nach dem Grund, warum das Depolymerisationssystem
innerhalb einer relativ kurzen Zeit instabil wird, wenn ein Glykolsäureoligomer,
synthetisiert unter Verwendung einer wässrigen Lösung von Glykolsäure in technischer
Qualität – die für die Zwecke
der Herstellung im industriellen Maßstab bereitgestellt wird – depolymerisiert
wird, wurde gefunden, dass Spuren von Alkalimetallionen in dem Glykolsäureoligomer
hierfür
verantwortlich sind.
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Als
Folge der Depolymerisationsreaktion eines Glykolsäureoligmeren,
synthetisiert durch Reinigung oder andere Verarbeitung einer wässrigen
Lösung
von Glykolsäure
in technischer Qualität
zu einem niedrigeren Alkalimetallionengehalt unterhalb einer spezifischen
Grenze oder weniger, wurde gefunden, dass die Depolymerisationsreaktion
stabil gehalten werden kann über
einen längeren
Zeitraum.
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Selbst
mit einer wässrigen
Lösung
von Glykolsäure
in technischer Qualität
wurde wiederum gefunden, dass wenn ein Glykolsäureoligomer synthetisiert wird
durch Zugabe eines Sulfats und/oder eines Salzes einer organischen
Säure,
jeweils in Form von bi- oder polyvalenten Kationen, es dann möglich ist,
die Langzeitstabilität
der Depolymerisationsreaktion zu gewährleisten, selbst wenn Alkalimetallionen
anwesend sind, da das in dem Oligomer in Form von bi- oder polyvalenten
Kationen enthaltene Sulfat und/oder Salz einer organischen Säure als
Stabilisator wirkt. Bei Verwendung eines Glykolsäureoligomeren, worin der Alkalimetallionengehalt soweit
wie möglich
verringert ist, und mindestens ein Salz, ausgewählt aus der Gruppe bestehend
aus den Sulfaten und Salzen organischen Säuren, jeweils in Form von bi-
oder polyvalenten Kationen, als Stabilisator enthalten ist, wurde
des Weiteren gefunden, dass die Langzeitstabilität der Depolymerisation vielmehr
verbessert werden kann.
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Das
hierin verwendete Depolymerisationsreaktionssystem beinhaltet z.B.
ein System, zusammengesetzt im Wesentlichen aus einem Glykolsäureoligomer
allein, und ein System, umfassend ein Glykolsäureoligomer, und ein Lösungsmittel,
gegebenenfalls mit anderen Komponenten, wie einem Lösungsvermittler.
Bei der Erfindung ist es vorteilhaft, den Gehalt an Alkalimetallionen
in diesen Depolymerisationsreaktionssystemen zu steuern und die
Anwesenheit des Sulfats und/oder Salzes einer organischen Säure, jeweils
in Form von bi- oder polyvalenten Kationen, darin zu ermöglichen.
Wenn das Lösungsmittel,
der Lösungsvermittler
usw. zusätzlich
zu dem Glykolsäureoligomeren
verwendet werden, ist es auch vorteilhaft, den Gehalt an Alkalimetallionen
in diesen Subkomponenten zu steuern.
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Die
hochsiedende, nicht-basische organische Verbindung, die als Lösungsvermittler
geeignet ist, auch wenn sie nicht in Kombination mit einem anderen
organischen Lösungsmittel verwendet
wird, ermöglicht
einen milden Verlauf der Depolymerisationsreaktion des Glykolsäureoligomeren.
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Diese
Ergebnisse liegen der vorliegenden Erfindung zugrunde.
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Demnach
stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von
Glykolid durch Depolymerisation durch Erhitzen eines Glykolsäureoligomeren
in Gegenwart oder Abwesenheit eines Lösungsmittels bereit, dadurch
gekennzeichnet, dass eine Depolymerisationsreaktion durchgeführt wird,
wobei:
- (1) der Gehalt an Alkalimetallionen
in einem Glykolsäureoligomeren-enthaltenden
Depolymerisationsreaktionssystem auf 0,001 Massen-% oder weniger
eingestellt wird,
- (2) die Anwesenheit eines Sulfats oder eines Salzes einer organischen
Säure,
jeweils in Form von bi- oder polyvalenten Kationen, oder eines Gemisches
davon, als Stabilisator in dem Depolymerisationsreaktionssystem
ermöglicht
wird, oder
- (3) der Gehalt an Alkalimetallionen in dem Depolymerisationsreaktionssystem
auf 0,001 Massen-% oder weniger eingestellt wird und die Anwesenheit
eines Sulfats oder eines Salzes einer organischen Säure, jeweils
in Form von bi- oder polyvalenten Kationen, oder eines Gemisches
davon, als Stabilisator in dem Depolymerisationsreaktionssystem
ermöglicht
wird.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird auch eine Glykolsäurezusammensetzung
bereitgestellt, die 0,1 bis 10 Gramm eines Sulfats oder eines Salzes
einer organischen Säure,
jeweils in Form von bi- oder polyvalenten Kationen, oder ein Gemisch
davon, pro Mol Glykolsäure
enthält.
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BESTE AUSFÜHRUNGSFORM
DER ERFINDUNG
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1. Depolymerisationsreaktionssystem
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Beispielhaft,
aber nicht einschränkend,
beinhaltet das hierin verwendbare Depolymerisationsverfahren Schmelzdepolymerisation
(US-PS Nr. 2,668,162), Lösungsdepolymerisation
(US-PS 5,830,991 entsprechend der JP-A 09-328481) und Festphasendepolymerisation.
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Demnach
ist das „Glykolsäureoligomer-enthaltende
Depolymerisationsreaktionssystem",
wie es hierin verwendet wird, als Verweise auf ein System zu verstehen,
im Wesentlichen zusammengesetzt aus einem Glykolsäureoligomer
und frei von jeglichem Lösung
und einem System, umfassend ein Kohlensäureoligomer und ein Lösungsmittel,
in Abhängigkeit
von dem verwendeten Depolymerisationsreaktionssystem.
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2. Alkalimetallionen
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Die
Alkalimetallionen, die hinsichtlich ihrer in dem Depolymerisationsreaktionssystem
vorliegenden Menge reduziert werden müssen, beinhalten jene Alkalimetalle,
wie Lithium, Natrium, Kalium, Rubidium und Cäsium. Natriumionen und Kaliumionen
sind wahrscheinlich in größeren Mengen
vorhanden als der Rest. Genau gesagt enthält eine kommerziell erhältliche
wässrige
Lösung
von Glykolsäure
in technischer Qualität
Spuren von Natriumionen. In den meisten Fällen enthält eine 70 Massen-%ige wässrige Lösung von
Glykolsäure Natriumionen
in einer Menge von mehr als 0,01 Massen-%. Ein Glykolsäureoligomer,
erhalten durch Dehydrata tion-Polykondensation einer wässrigen
Lösung
von Glykolsäure
mit 0,01 Massen-% Natriumionen enthält Natriumionen in einer Menge
in der Größenordnung
von 0,02 Massen-%.
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3. Wie der
Gehalt an Alkalimetallionen verringert wird
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In
der vorliegenden Erfindung sollte das Depolymerisationsreaktionssystem
vorzugsweise im Wesentlichen frei sein von jeglichen Alkalimetallionen.
Da die mengenmäßige Nachweisgrenze
des hierin verwendeten Verfahrens für die Bestimmung von Alkalimetallionen
bei 0,001 Massen-% liegt, wird vorzugsweise der Gehalt an Alkalimetallionen
in dem Depolymerisationsreaktionssystem auf 0,001 Massen-% oder
weniger und insbesondere auf weniger als 0,001 Massen-% eingestellt.
Ist der Gehalt an Alkalimetallionen in dem Depolymerisationsreaktionssystem
zu hoch, treten wahrscheinlich einige Unannehmlichkeiten auf. Z.B.
verfärbt
sich das Depolymerisationsreaktionssystem innerhalb einer relativ
kurzen Zeit während
der Depolymerisationsreaktion durch Erhitzen auf eine hohe Temperatur
schwarz, das Glykolidprodukt wird mit Verunreinigungen belastet
und schwere Materialien scheiden sich an der Wandoberfläche des
Reaktionsgefäßes ab.
Wenn dem Sulfat und/oder Salz einer organischen Säure, jeweils
in Form von bi- oder polyvalenten Kationen, ermöglicht wird, als Stabilisator
in dem Depolymerisationsreaktionssystem anwesend zu sein, kann somit
die Stabilität
der Depolymerisationsreaktion aufrecht erhalten werden, selbst wenn
der Gehalt an Alkalimetallionen hoch ist. Jedoch ist es auch in
diesem Fall wünschenswert,
den Gehalt an Alkalimetallionen in dem Depolymerisationsreaktionssystem
zu verringern, wodurch die Stabilität stark erhöht wird.
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Alkalimetallionen
können
wesentlich eliminiert werden aus dem Depolymerisationsreaktionssystem durch
Verringerung des Gehalts an Alkalimetallionen in dem Glykolsäureoligomer,
Verringerung des Gehalts an Alkalimetallionen in anderen Komponenten,
wie dem Lösungsmittel
und Lösungsvermittler
oder dergleichen. In der Erfindung sollte der Gehalt an Alkalimetallionen
vorzugsweise unter Verwendung dieser Maßnahmen in Kombination verringert
werden.
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Die
Alkalimetallionen werden oftmals in das Depolymerisationsreaktionssystem über das
Glykolsäureoligomer
eingebracht, das für
die Depolymerisationsreaktion verwendet wird. Es ist daher wünschenswert, den
Gehalt an Alkalimetallionen in dem Glykolsäureoligomer zu verringern.
Um den Gehalt an Alkalimetallionen in dem Glykolsäureoligomer
zu verringern, ist es vorteilhaft, Glykolsäure oder deren wässrige Lösung, welche
das Ausgangsmaterial darstellt, zu reinigen und daher deren Gehalt
an Alkalimetallionen zu verringern. Alternativ kann auf einen Glykolsäurealkylester
vertraut werden, der frei ist von jeglichen Alkalimetallionen.
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Das
Glykolsäureoligomer
kann erhalten werden durch die Kondensationsreaktion von Glykolsäure, Glykolsäureester
oder Glykolsäuresalz.
Durch die Verwendung von im Wesentlichen von jeglichen Alkalimetallionen
freier Glykolsäure,
von jeglichen Alkalimetallionen freiem Glykolsäureester oder Glykolsäuresalz
ist es möglich,
ein Glykolsäureoligomer
zu erhalten, mit einem deutlich verringerten Gehalt an Alkalimetallionen. Z.B.
kann eine Alkalimetallionen-freie Glykolsäure erhalten werden durch Deionisierung
einer wässrigen
Lösung
von Glykolsäure technischer
Qualität
mittels eines Ionenaustauscherharzes, durch Umkristallisation von Glykolsäure oder
dergleichen.
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Eine
hochreine Glykolsäure
kann erhalten werden durch Destillation oder anderweitige Reinigung
eines Glykolsäurealkylesters,
vorzugsweise eines Glykolsäurealkylesters
mit einer C1-C4-Alkylestergruppe
und anschließende
Hydrolyse des resultierenden Produkts. Die Reinigung mittels Destillation
eignet sich gut für
die kommerzielle Anwendung, da sie einfacher ist als die Umkristallisation
zu Glykolsäure.
Das von Alkalimetallionen im Wesentlichen freie Glykolsäureoligomer
kann auch erhalten werden durch Kondensation des gereinigten Glykolsäurealkylesters.
Die Kondensationsreaktion des Glykolsäurealkylesters macht es möglich, auf jeglichen
Schritt der Hydrolyse zu Glykolsäure
zu verzichten.
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Ein
Glykolsäureoligomer,
erhalten durch die Kondensation eines Gemisches von Glykolsäure, die
im Wesentlichen frei von jeglichen Alkalimetallionen ist, und eines
Glykolsäurealkylesters
kann auch geeignet sein als das hierin verwendete Glykolsäureoligomer.
Dieses Gemisch kann erhalten werden durch Zugabe von Glykolsäure zu dem
Glykolsäurealkylester
oder, alternativ, durch Hydrolyse eines Teils des Glykolsäurealkylesters.
Durch Verwendung dieses Gemisches ist es möglich, die Reaktionsgeschwindigkeit
stärker
zu erhöhen
als dies möglich
wäre mit
der alleinigen Kondensationsreaktion des Glykolsäurealkylesters.
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Der
Glykolsäurealkylester
wird synthetisiert durch die Reduktionsreaktion eines Dialkyloxalats,
die Alkoholyse eines Glykolsäureoligomeren
oder dergleichen und wird gereinigt durch Destillation usw. Glykolsäurealkylester
mit C1-C4-Alkylestergruppen
sind bevorzugt im Hinblick auf eine einfache Destillation, einfache
Hydrolyse und einfache direkte Kondensationsreaktion, obgleich Methylglykolat
am meisten bevorzugt ist.
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Wenn
andere Komponenten, wie das Lösungsmittel
und der Lösungsvermittler,
in das Depolymerisationsreaktionssystem einverleibt werden, sollte
der darin enthaltene Gehalt an Alkalimetallionen vorzugsweise auf
0,001 Massen-% oder weniger und insbesondere auf weniger als 0,001
Massen-% verringert werden. Diese Komponenten können gereinigt werden durch
Destillation, Deionisiation mit einem Ionenaustauscherharz, usw.
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4. Sulfat und/oder Salz
einer organischen Säure
jeweils in Form von bi- oder polyvalenten Kationen
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Bei
der Depolymerisation durch Erhitzen von Glykolsäureoligomeren treten wahrscheinlich
einige nachteilige Erscheinungen auf. Z.B. wird die Depolymerisationsreaktionslösung deutlich
gefärbt,
schwere Materialien werden gebildet und scheiden sich an den Wandoberflächen des
Reaktionskessels ab und Destillate werden verunreinigt. Dies gilt
insbesondere in dem Fall, wenn Alkalimetallionen in dem Depolymerisationsreaktionssystem
merklich anwesend sind. Wird die Anwesenheit des Sulfats und/oder
Salzes einer organischen Säure
jeweils in Form von bi- oder polyvalenten Kationen als Sterilität in einem
Depolymerisationsreaktionssystem gemäß dem Verfahren der Erfindung
ermöglicht,
um eine Depolymerisationsreaktion zu stabilisieren, ist es dann
möglich,
diese Erscheinungen zu eliminieren.
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Das
Sulfat in Form von bi- oder polyvalenten Kationen beinhaltet z.B.
Metallsulfate, wie Magnesiumsulfat, Nickelsulfat, Eisensulfate,
Kupfersulfate, Zinksulfat, Zirkoniumsulfat und Aluminiumsulfat.
Gewöhnlich können, jedoch
nicht ausschließlich,
die Kationen bivalent, trivalent oder tetravalent sein. Eisen(III)-sulfat
und Kupfer(II)-sulfat sind typische Eisensulfate und Kupfersulfate.
Unter diesen Sulfaten ist Eisen(III)-sulfat im Hinblick auf die
Kosten vorteilhaft. Für
das Salz einer organischen Säure
kann Verwendung gemacht werden von bi- oder polyvalenten kationischen
Salzen von aliphatischen Säuren,
aromatischen Säuren,
usw. Die organische Säure,
d.h. eine konjugierte Säure,
beinhaltet z.B. aliphatische Carbonsäuren, wie Ameisensäure, Essigsäure, Oxalsäure, Malonsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Milchsäure, Glykolsäure, Butansäure, Pentansäure, Hexansäure, Heptansäure, Octansäure, Dodecansäure, Stearinsäure und Ölsäure; aromatischen
Carbonsäuren,
wie Phthalsäure,
Benzoesäure
und Salicylsäure,
usw. Hiervon sind die aliphatischen Carbonsäuren bevorzugt, obgleich α-Hydroxyessigsäure, z.B.
Milchsäure
und Glykolsäure,
besonders bevorzugt sind. Als bi- oder polyvalente Kationen der
Salze der organischen Säure
wird z.B. auf Magnesium, Nickel, Eisen, Kupfer, Zink, Zirkonium
und Aluminium verwiesen. Gewöhnlich,
jedoch nicht ausschließlich,
sind die Kationen bivalent, trivalent oder tetravalent. Von diesen
Salzen einer organischen Säure
wird Aluminiumlactat bevorzugt verwendet. Diese Salze einer organischen
Säure können alleine
oder in Kombination von zwei oder mehreren verwendet werden oder,
alternativ, können
sie in Kombination mit dem Sulfat verwendet werden. Diese Sulfate und
Salze einer organischen Säure
können
alleine oder in Kombination von zwei oder mehreren verwendet werden.
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Die
Anwesenheit in dem Depolymerisationsreaktionssystem des Sulfats
und/oder Salzes einer organischen Säure in Form von bi- oder polyvalenten
Kationen sollte vorzugsweise ermöglicht
werden durch deren Zugabe zu dem Glykolsäureoligomer-enthaltenden Depolymerisationsreaktionssystem,
deren Einverleibung in das Glykolsäureoligomer, usw. Um das Sulfat
und/oder Salz einer organischen Säure in Form von bi- oder polyvalenten
Kationen in ein Glykolsäureoligomer
einzuarbeiten, kann das Glykolsäureoligomer
synthetisiert werden, wobei das Sulfat und/oder Salz einer organischen
Säure in
Form von bi- oder polyvalenten Kationen zu dem Rohmaterial, wie
Glykolsäure,
gegeben wird.
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Gewöhnlich sollte
die Menge an bi- oder polyvalenten Kationen in dem Depolymerisationsreaktionssystem
im Bereich von 0,001 bis 5 Massen-%, vorzugsweise 0,01 bis 3 Massen-%
und insbesondere 0,05 bis 2 Massen-% liegen. In den meisten Fällen kann
die Langzeitstabilisation der Depolymerisationsreaktion erreicht
werden, indem die Anwesenheit von 0,05 bis 0,5 Massen-% der bi-
oder polyvalenten Kationen in dem Depolymerisationsreaktionssystem
ermöglicht
wird.
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Wenn
die Menge an Alkalimetallionen in dem Glykolsäureoligomer bekannt ist, ist
es bevorzugt, dass zum Zeitpunkt der Glykolsäureoligomersynthese der Gehalt
an bi- oder polyvalenten Kationen derart eingestellt wird, dass
er Massen-bezogen in dem Bereich der 1- bis 100-fachen Menge, insbesondere 1,5- bis
30-fachen Menge und insbesondere 2-fachen bis 5-fachen Menge an
Alkalimetallionen liegt. Ist der Gehalt an bi- oder polyvalenten
Kationen zu niedrig, kann keine ausreichende stabilisierende Wirkung
erreicht werden. Ein zu hoher Gehalt bewirkt eine Sättigung
der stabilisierenden Wirkung und führt zu einem Anstieg der Kosten und
zu einem Anstieg des Volumens des Depolymerisationsreaktionssystems.
Wenn die Menge an Alkalimetallionen in dem Glykolsäureoligomer
bekannt ist, ist es akzeptabel, das Sulfat und/oder Salz einer organischen
Säure in
Form von bi- oder polyvalenten Kationen dem Depolymerisationsreaktionssystem
in dem vorstehend angegebenen Massen-Verhältnis zuzugeben.
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Wird
die Anwesenheit des Sulfats und/oder Salzes einer organischen Säure in Form
von bi- oder polyvalenten Kationen als Stabilisator in dem Depolymerisationsreaktionssystem
ermöglicht
und gleichzeitig der Gehalt an Alkalimetallionen auf 0,001 Massen-%
oder weniger eingestellt, kann die Depolymerisationsreaktion sehr
viel stärker
stabilisiert werden.
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5. Synthese
von Glykolsäureoligomer
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Glykolsäureoligomere
können
hergestellt werden durch Erhitzen von Glykolsäure, Glykolsäureester oder
Glykolsäuresalz
auf gewöhnlich
100 bis 250°C
und vorzugsweise 140 bis 230°C
unter vermindertem Druck, normalem Druck oder Überdruck und, gegebenenfalls
in Gegenwart eines Kondensationskatalysators oder eines Esteraustauschkatalysators,
so dass eine Kondensationsreaktion oder eine Esteraustauschreaktion
durchgeführt
wird, bis die Destillation von Materialien mit niederem Molekulargewicht,
wie Wasser und Alkohol, im Wesentlichen nicht mehr auftritt.
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Wird
ein gereinigtes Glykolsäureprodukt
mit einem verringerten Gehalt an Alkalimetallionen als Ausgangsmaterial,
wie Glykolsäure,
verwendet, kann der Gehalt an Alkalimetallionen in dem Glykolsäureoligomer im
vorhinein verringert werden. Wird das Sulfat und/oder Salz einer
organischen Säure
in Form von bi- oder polyvalenten Kationen zu dem Reaktionssystem
gegeben, können
die bi- oder polyvalenten Kationen im vorhinein in dem Glykolsäureoligomer
enthalten sein.
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Das
resultierende Glykolsäureoligomer
kann unmittelbar für
die Depolymerisationsreaktion verwendet werden. Wird das resultierende
Glykolsäureoligomer
mit einem Nicht-Lösungsmittel
gewaschen, wie Benzol oder Toluol, können nicht-umgesetzte Materialien
oder Materialien mit niedrigem Molekulargewicht davon entfernt werden.
Im Hinblick auf die Glykolidausbeuten sollte das Glykolsäureoligomer
einen Schmelzpunkt von gewöhnlich
140°C oder
höher,
vorzugsweise 160°C
oder höher
und insbesondere 180°C
oder höher
aufweisen. Der hierin verwendete „Schmelzpunkt (Schmp.)" ist als Schmelzpunkt
zu verstehen, der mit einem Differential-Scanning-Kalorimeter (DSC)
ermittelt wurde, wobei eine Probe mit einer Geschwindigkeit von
10°C/min in
einer Inertgasatmosphäre
erhitzt wird.
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6. Depolymerisationsreaktion
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Wie
bereits erläutert,
kann die Depolymerisationsreaktion von Glykolsäureoligomeren z.B. durch Schmelzdepolymerisation,
Lösungsdepolymerisation,
Festphasendepolymerisation, usw. durchgeführt werden. Hiervon wird die
Schmelzdepolymerisation und die Festphasendepo lymerisation unter
Verwendung von im Wesentlichen Glykolsäureoligomer alleine in Abwesenheit
eines Lösungsmittels
ausgeführt.
Zur Massenproduktion von Glykolid in einer stabilen Art und Weise
und zugleich in einem industriellen Maßstab ist es jedoch bevorzugt,
von der Lösungsdepolymerisation
Gebrauch zu machen, wobei Glykolsäureoligomere in Gegenwart eines
Lösungsmittels,
wie einem organischen oder anorganischen Lösungsmittel, depolymerisiert werden.
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7. Lösungsdepolymerisation
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Ein
hierin bevorzugt verwendetes Lösungsdepolymerisationsverfahren
beinhaltet die Schritte (I), (II) und (III), wie sie nachstehend
erläutert
sind.
- (I) Ein Gemisch, umfassend ein Glykolsäureoligomer
und ein organisches Lösungsmittel
mit einem Siedepunkt von 230 bis 450°C wird unter Normaldruck oder
verringertem Druck erhitzt, um das Glykolsäureoligomer in dem organischen
Lösungsmittel
aufzulösen,
bis der Anteil einer Schmelzphase von Glykolsäureoligomer in dem Gemisch
auf 0,5 oder weniger reduziert ist.
- (II) Die in Schritt (I) erhaltene Lösung wird unter Normaldruck
oder reduziertem Druck erhitzt, um das Glykolsäureoligomer zu depolymerisieren,
und das bei der Depolymerisation gebildete Glykolid wird zusammen
mit dem organischen Lösungsmittel
aus dem Depolymerisationsreaktionssystem co-destilliert.
- (III) Glykolid wird durch Destillation aus den Destillaten rückgewonnen.
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Wird
im Schritt (II) frisches Beschickungsmaterial mit Glykolsäureoligomer
und organischem Lösungsmittel
zu dem Depolymerisationsreaktionssystem gegeben, während oder
nachdem das Glykolid und organische Lösungsmittel co-abdestilliert
werden, ist es dann möglich,
die Depolymerisation kontinuierlich oder wiederholt auszuführen.
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Das
hochsiedende organische Lösungsmittel
sollte in Mengen von üblicherweise
dem 0,3- bis 50-fachen (Massen-bezogen), vorzugsweise 0,5- bis 20-fachen
und insbesondere 1- bis 10-fachen der Menge des Glykolsäureoligomers
verwendet werden. Ein Gemisch, umfassend ein Glykolsäureoligomer
und ein organisches Lösungsmittel,
gegebenenfalls mit Additiven, wie einem Lösungsvermittler, wird auf eine
Temperatur von üblicherweise
230°C oder
höher unter
Normaldruck oder vermindertem Druck erhitzt, um das gesamte Oligomer
oder einen wesentlichen Teil des Oligomeren in dem organischen Lösungsmittel
zu lösen.
Genauer gesagt wird das Glykolsäureoligomer
in dem organischen Lösungsmittel
aufgelöst,
bis der Anteil an Glykolsäureoligomer-Schmelzphase
in dem Gemisch auf 0,5 oder weniger reduziert ist.
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Wenn
ein wesentlicher Anteil des Glykolsäureoligomeren nicht in dem
organischen Lösungsmittel
gelöst
ist, wird der Anteil der Oligomer-Schmelzphase zu hoch, um das Glykolid
abzudestillieren. Des Weiteren ist es wahrscheinlich, dass Reaktionen
in der Oligomer-Schmelzphase
ablaufen, bei denen schwere Materialien gebildet werden. Durch Depolymerisation
des Glykolsäureoligomeren
in flüssiger
Phase kann die Bildungsgeschwindigkeit von erzeugtem und von der
Oberfläche
des Oligomers abgedampften Glykolids sehr viel stärker erhöht werden.
Diesbezüglich
ist es bevorzugt, dass beim Erhitzen des Gemisches auf eine Temperatur,
bei der die Depolymerisation erfolgt, das Glykolsäureoligomer
bereits vollständig
in dem organischen Lösungsmittel
gelöst
ist. Die Schmelzphase wird gegen jede Phasentrennung gehalten.
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Es
soll hier festgehalten werden, dass der Ausdruck „Anteil
der Glykolsäureoligomer-Schmelzphase" sich auf das Volumenverhältnis der
sich in einem tatsächlich
verwendeten organischen Lösungsmittel
gebildeten Oligomer-Schmelzphase bezieht, mit der Maßgabe, dass
das Volumen der sich in einem Lösungsmittel
gebildeten Oligomer-Schmelzphase, wie flüssiges Paraffin, in dem das
Glykolsäureoligomer
im Wesentlichen unlöslich
ist, gleich 1 ist.
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Das
Erhitzen erfolgt unter Normaldruck oder reduziertem Druck. Jedoch
sollte es vorzugsweise unter einem verringerten Druck von etwa 0,1
bis 90 kPa erfolgen. Das Erhitzen sollte wünschenswerterweise in einer Inertatmosphäre erfolgen.
Das Gemisch wird auf eine Temperatur von mindestens 230°C erhitzt,
bei der die Depolymerisationsreaktion des Glykolsäureoligomeren
erfolgt. Jedoch wird normalerweise das Gemisch auf Temperaturen
von 230 bis 320°C,
vorzugsweise 235 bis 300°C,
und insbesondere 240 bis 290°C
erhitzt.
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Durch
das Erhitzen erfolgt die Depolymerisation des Glykolsäureoligomeren
und Glykolid wird zusammen mit dem organischen Lösungsmittel co-abdestilliert.
Da das resultierende Glykolid zusammen mit dem organischen Lösungsmittel
co-abdestilliert wird, ist es möglich,
jegliche Abscheidung von Glykolid an den Wandoberflächen des
Reaktionsgefäßes und
der Anlage bzw. Rohrleitungen zu verhindern, was wiederum eine Anhäufung von
Glykolid bewirken könnte.
Die Destillate werden dann aus dem Depolymerisationsreaktionssystem
abgeleitet, um Glykolid daraus zurückzugewinnen. Die Destillate
werden abgekühlt,
gegebenenfalls mit einem Nicht-Lösungsmittel
versetzt, so dass sich Glykolid abtrennt und verfestigt. Das sich
abgetrennte Glykolid wird aus der Stammlösung mittels Filtration, Zentrifugalsedimentation,
Dekantieren usw. isoliert. Falls erforderlich, wird das isolierte
Glykolid gewaschen oder mit einem Nicht-Lösungsmittel,
wie Cyclohexan oder Ether, extrahiert und anschließend mit
Ethylacetat oder dergleichen umkristallisiert. Das Glykolid kann auch
durch Destillation gereinigt werden.
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Die
Stammlösung,
aus der Glykolid isoliert wurde, kann ohne Reinigung recycelt werden.
Alternativ kann die Stammlösung
filtriert und durch Behandlung mit Aktivkohle usw. für Zwecke
des Recyclings gereinigt werden. Als weitere Alternative kann die
Stammlösung
redestilliert und für
die Zwecke des Recyclings gereinigt werden.
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Da
Glykolid zusammen mit dem organischen Lösungsmittel aus dem Depolymerisationsreaktionssystem
co-abdestilliert wird, verringert sich das Volumen des Depolymerisationsreaktionssystems.
Wenn frische Mengen an Glykolsäureoligomer
und organischem Lösungsmittel – die der
Menge an Destillaten entsprechen – zusätzlich dem Reaktionssystem
zugegeben werden, ist es möglich,
ein kontinuierliches oder sich wiederholendes Depolymerisationsreaktionsverfahren
auszuführen.
Gemäß dem Herstellungsverfahren
der Erfindung kann die Depolymerisationsreaktion in einer stabilen
Art und Weise ausgeführt
werden und so kann ein solches Verfahren verwendet werden, wobei
deutliche Verbesserungen bei der Effizienz der Produktion und der
Verringerung der Kosten erzielt werden.
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8. Organisches Lösungsmittel
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Hochsiedende
organische Lösungsmittel
mit einem Siedepunkt von 230 bis 450°C sind bevorzugt als organisches
Lösungsmittel
bei der vorstehend genannten Lösungsdepolymerisation.
Das hierin verwendete organische Lösungsmittel sollte vorzugsweise
ein Molekulargewicht im Bereich von 150 bis 450 aufweisen. Wenn
ein organisches Lösungsmittel
mit einem zu niedrigen Siedepunkt verwendet wird, kann keine hohe Depolymerisationsreaktionstemperatur
eingestellt werden, so dass die Bildungsgeschwindigkeit des Glykolids gering
wird. Wenn andererseits ein organisches Lösungsmittel mit einem zu hohen
Siedepunkt verwendet wird, wird das organische Lösungsmittel kaum bei der Depolymerisationsreaktion
abdestilliert und daher wird jede Co-Destillation des organischen
Lösungsmittels
des durch Depolymerisation gebildeten Glykolids schwierig. Der Siedepunkt
des verwendeten organischen Lösungsmittels
sollte in dem Bereich von vorzugsweise 235 bis 450°C, besonders
bevorzugt 260 bis 430°C
und insbesondere 280 bis 420°C
liegen. Wenn das Molekulargewicht des organischen Lösungsmittels
von dem vorstehend genannten Bereich abweicht, wird jede Co-Destillation
des organischen Lösungsmittels
und des Glykolids schwierig. Das Molekulargewicht des verwendeten organischen
Lösungsmittels
sollte in dem Bereich von vorzugsweise 180 bis 450 und besonders
bevorzugt 200 bis 400 liegen.
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Das
hochsiedende organische Lösungsmittel
beinhaltet z.B. Alkoxyalkylester von aromatischen Carbonsäuren, Alkoxyalkylester
von aliphatischen Carbonsäuren,
Polyalkylenglykolether, Polyalkylenglykolester, aromatische Carbonsäureester,
aliphatische Carbonsäureester
und aromatische Phosphorsäureester.
Für das organische
Lösungsmittel
ist es bevorzugt, polare organische Lösungsmittel zu verwenden, die
Atome, wie N, O und P, im Molekül
und eine polare Gruppe, wie eine Hydroxylgruppe und eine Carboxylgruppe,
aufweisen und eine elektronisch einseitige Struktur besitzen.
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Bevorzugte
Beispiele für
die aromatischen Carbonsäureester
sind aromatische Dicarbonsäurediester, wie
Phthalsäureester,
z.B. Dibutylphthalat, Dioctylphthalat, Dibenzylphthalat und Benzylbutylphthalat,
und Benzoesäureester,
wie Benzylbenzoat, und bevorzugte Beispiele für den aliphatischen Carbonsäureester
sind aliphatische Dicarbonsäurediester,
wie Adipinsäureester,
z.B. Octyladipat, und Sebacinsäureester,
z.B. Dibutylsebacat.
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In
der vorliegenden Erfindung sollte vorzugsweise ein Polyalkylenglykoldiether
mit der nachfolgenden Formel (1) als organisches Lösungsmittel
verwendet werden:
worin R
1 eine
Methylengruppe oder eine verzweigtkettige oder geradkettige Alkylengruppe
mit 2 bis 8 Kohlenstoffatomen ist, X
1 und
Y jeweils eine Kohlenwasserstoffgruppe sind und p eine ganze Zahl
von 1 oder größer ist,
mit der Maßgabe,
dass, wenn p eine ganze Zahl von 2 oder größer ist, eine Mehrzahl der
Reste R
1 gleich oder verschieden voneinander
sein kann.
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Beispiele
für solche
Polyalkylenglykolediether sind Polyethylenglykoldialkylether, wie
Diethylenglykoldibutylether, Diethylenglykoldihexylether, Diethylenglykoldioctylether,
Triethylenglykoldimethylether, Triethylenglykoldiethylenether, Triethylenglykoldipropylether,
Triethylenglykoldibutylether, Triethylenglykoldihexylether, Triethylenglykoldioctylether,
Tetraethylenglykoldimethylether, Tetraethylenglykoldiethylether,
Tetraethylenglykoldipropylether, Tetraethylenglykoldibutylether,
Tetraethylenglykoldihexylether, Tetraethylenglykoldioctylether,
Diethylenglykolbutylhexylether, Diethylenglykolbutyloctylether,
Diethylenglykolhexyloctylether, Triethylenglykolbutylhexylether,
Triethylenglykolbutyloctylether, Triethylenglykolhexyloctylether,
Tetraethylenglykolbutylhexylether, Tetraethylenglykolbutyloctylether
und Tetraethylenglykolhexyloctylether ebenso wie Polyalkylenglykoldialkylether,
worin die Ethylenoxygruppen in diesen Polyethylenglykoldialkylethern
substituiert sind durch Propylenoxy- oder Butylenoxygruppen, z.B.
Polypropylenglykoldialkylether oder Polybutylenglykoldialkylether;
Diethylenglykolbutylphenylether, Diethylenglykolhexylphenylether,
Diethylenglykoloctylphenylether, Triethylenglykolbutylphenylether,
Triethylenglykolhexylphenylether, Triethylenglykoloctylphenylether,
Tetraethylenglykolbutylphenylether, Tetraethylenglykolhexylphenylether
und Tetraethylenglykoloctylphenylether, Polyethylenglykolalkylarylether,
worin die Wasserstoffatome in den Phenylgruppen in diesen Verbindungen
substituiert sind durch eine Alkylgruppe, eine Alkoxygruppe oder
ein Halogenatom, und Polyalkylenglykolalkylarylether, wie Polypropylenglykollalkylarylether
oder Polybutylenglykolalkylarylether mit Propylenoxy- oder Butylenoxygruppen
anstatt der Ethylenoxygruppen in diesen Verbindungen; Diethylenglykoldiphenylether,
Triethylenglykoldiphenylether, Tetraethylenglykoldiphenylether,
Polyethylenglykoldiarylether, worin die Phenylgruppen in diesen
Verbindungen substituiert sind durch eine Alkylgruppe, eine Alkoxygruppe,
ein Halogenatom, usw., und Polyalkylenglykoldiarylether, wie Polypropylenglykoldiarylether
oder Polybutylenglykoldiarylether mit Propylenoxy- oder Butylenoxygruppen
anstatt der Ethylenoxygruppen in diesen Verbindungen.
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Wenn
eine große
Menge an Alkalimetallionen in dem organischen Lösungsmittel vorliegt, verfärbt sich das
Depolymerisationsreaktionssystem innerhalb kurzer Zeit schwarz und
das abzudestillierende Glykolid ist anfällig für Verunreinigungen. Wenn der
Gehalt an Alkalimetallionen in dem Depolymerisationsreaktionssystem
0,001 Massen-% oder weniger und vorzugsweise weniger als 0,001 Massen-%
beträgt,
kann die Depolymerisation in einer stabilen Art und Weise ausgeführt werden.
Zu dem Zweck ist es jedoch wünschenswert, den
Gehalt an Alkalimetallionen in dem organischen Lösungsmittel selbst soweit wie
möglich
zu verringern.
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9. Lösungsvermittler (solubilizer)
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Im
Hinblick auf die Verbesserung der Lösungseigenschaften (Löslichkeit
und Lösungsgeschwindigkeit)
des Glykolsäureoligomeren
in dem organischen Lösungsmittel
kann ein Lö sungsvermittler
verwendet werden. Der hierin verwendete Lösungsvermittler sollte vorzugsweise
die nachstehenden Erfordernisse erfüllen.
- (i)
Der Lösungsvermittler
muss einen Siedepunkt aufweisen, der höher ist als der des für die Co-Destillation des
Glykolids verwendeten organischen Lösungsmittels, d.h. er muss
einen Siedepunkt oberhalb 450°C aufweisen,
so dass er bei der Depolymerisation nicht oder kaum aus dem Depolymerisationsreaktionssystem
abdestilliert werden kann. Die Verwendung eines Lösungsvermittlers
mit einem Siedepunkt von 450°C oder
darunter ist nicht bevorzugt, da er zusammen mit dem organischen
Lösungsmittel
bei der Depolymerisation abdestilliert werden kann und zu einer
Verringerung der Löslichkeitseigenschaften
des Glykolsäureoligomeren
in dem Depolymerisationsreaktionssystem führt.
- (ii) Der Lösungsvermittler
muss eine höhere
Affinität
gegenüber
dem Glykolsäureoligomer
aufweisen als gegenüber
dem organischen Lösungsmittel.
Die Affinität
des Lösungsvermittlers
gegenüber
einem Glykolsäureoligomer
kann bestimmt werden durch Erhitzen eines Gemisches des Oligomers
und eines organischen Lösungsmittels
auf 230°C
bis 280°C,
um die Konzentration des Oligomeren auf einen Gehalt zu steigern,
so dass das Gemisch keine einheitliche Lösungsphase bildet, und durch
anschließende
Zugabe des Lösungsvermittlers
zu dem Gemisch, um visuell zu beobachten, ob die einheitliche Lösungsphase
(bzw. Flüssigphase)
wiedergebildet wird oder nicht.
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Es
ist bevorzugt als Lösungsvermittler
nicht-basische organische Verbindungen mit funktionellen Gruppen,
wie OH-, COOH- und CONH-Gruppen zu verwenden. Hiervon sind Verbindungen
mit Hydroxylgruppen (OH-Gruppen) besonders bevorzugt in Hinblick
auf das Lösungsvermögen und
die Stabilität.
Nicht-basische organische Verbindungen, die besonders als Lösungsvermittler
geeignet sind, sind einwertige oder zweiwertige oder mehrwertige
Alkohole (einschließlich
ihrer teilweise veresterten oder veretherten Produkte) und Phenole.
Insbesondere stellen die Alkohole die wirksamsten Lösungsvermittler
bereit.
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Unter
den Alkoholen sind die Polyalkylenglykole und Polyalkylenglykolmonoether
mit den nachfolgenden Formeln (2) und (3) bevorzugt, ebenso wie
Glycerin, Tridecanol und Decandiol.
worin R
2 eine
Methylengruppe oder eine geradkettige oder verzweigtkettige Alkylengruppe
mit 2 bis 8 Kohlenstoffatomen ist und q eine ganze Zahl von 1 oder
größer ist,
mit der Maßgabe,
dass wenn q eine ganze Zahl von 2 oder größer ist, eine Vielzahl von
Resten R
2 gleich oder verschieden voneinander
sein können.
worin R
3 eine
Methylengruppe oder eine geradkettige oder verzweigtkettige Alkylengruppe
mit 2 bis 8 Kohlenstoffatomen ist, X eine Kohlenwasserstoffgruppe
ist und r eine ganze Zahl von 1 oder größer ist, mit der Maßgabe, dass
wenn r eine ganze Zahl von 2 oder größer ist, eine Vielzahl von
Resten R
3 gleich oder voneinander verschieden
sein kann.
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Das
hierin verwendbare Polyalkylenglykol beinhaltet z.B. Polyethylenglykol,
Polypropylenglykol und Polybutylenglykol. Der hierin verwendbare
Polyalkylenglykolmonoether beinhaltet z.B. Polyethylenglykolmonoalkylether,
wie Polyethylenglykolmonopropylether, Polyethylenglykolmonobutylether,
Polyethylenglykolmonohexylether, Polyethylenglykolmonooctylether,
Polyethylenglykolmonodecylether und Polyethylenglykolmonolaurylether,
und Polyalkylenglykolmonolalkylether, wie Polypropylenglykolmonoalkylether
oder Polybutylenglykolmonoalkylether, worin die Ethylenoxygruppen
in den vorstehend genannten Verbindungen substituiert sind mit Propylenoxy-
oder Butylenoxygruppen. Wenn in der Erfindung der Polyalkylenglykolmonoether
als Lösungsvermittler
verwendet wird, ist die reinigende Wirkung auf die Wandoberfläche eines
Reaktionsgefäßes oder
Behälters
sehr viel stärker.
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Der
Lösungsvermittler
sollte in einer Menge von gewöhnlich
0,1 bis 500 Massen-Teile und vorzugsweise 1 bis 300 Massen-Teile
pro 100 Massen-Teile des Glykolsäureoligomeren
verwendet werden. Zu wenig Lösungsvermittler
ist nicht zufrieden stellend im Hinblick auf den solubilisierenden
Effekt, wohingegen zuviel Lösungsvermittler
nicht wirtschaftlich ist, da die Rückgewinnung des Lösungsvermittlers
teuer ist.
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Wenn
eine große
Menge an Alkalimetallionen in dem Lösungsvermittler anwesend ist,
verfärbt
sich das Depolymerisationsreaktionssystem schwarz und das abzudestillierende
Glykolid ist anfällig
gegenüber Verunreinigungen.
Zum Zwecke der Verringerung des Gehalts an Alkalimetallionen in
dem Depolymerisationsreaktionssystem auf 0,001 Massen-% oder weniger
wird es wünschenswert,
den Gehalt an Alkalimetallionen in dem Lösungsvermittler soweit wie
möglich
zu verringern.
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10. Hochsiedende
nicht-basische organische Verbindung
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Es
wurde nun gefunden, dass die hochsiedende nicht-basische organische
Verbindung, die als vorstehend beschriebener Lösungsvermittler geeignet ist
und einen Siedepunkt von mehr als 450°C aufweist, selbst wenn sie
alleine verwendet wird oder nicht in Kombination mit einem organischen
Lösungsmittel,
eine Wirkung auf das glatte Fortschreiten der Depolymerisationsreaktion
des Glykolsäureoligomeren
hat.
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Z.B.
kann die Depolymerisationsreaktion in einer stabilen Art und Weise
ausgeführt
werden durch Erhitzen des Glykolsäureoligomeren und einer nicht-basischen
organischen Verbindung mit einem Siedepunkt oberhalb 450°C. Wenn das
Glykolsäureoligomer
Alkalimetallionen in einer Menge oberhalb 0,001 Massen-% enthält, kann
die Depolymerisationsreaktion in einer stabilen Art und Weise ausgeführt werden
durch Erhitzen des Glykolsäureoligomeren
und der nicht-basischen organischen Verbindung in Gegenwart des
Sulfats und/oder Salzes einer organischen Verbindung, das bi- oder
polyvalente Kationen enthält.
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Das
Erhitzen sollte ausgeführt
bei einer Temperatur von mindestens 230°C, bei der die Depolymerisationsreaktion
des Glykolsäureoligomeren
abläuft.
Das Erhitzen kann bei einer Temperatur oberhalb des Siedepunktes
der nicht-basischen organischen Verbindung erfolgen; jedoch ist
festzustellen, dass selbst bei einer Temperatur unterhalb des Siedepunktes
die Depolymerisationsreaktion glatt voranschreitet aufgrund der Wechselwirkung
mit dem Glykolsäureoligomeren.
Erhitzen sollte daher ausgeführt
werden bei einer Temperatur im Bereich von vorzugsweise 230 bis
320°C, besonders
bevorzugt 235 bis 300°C
und insbesondere 240 bis 290°C.
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Für die nicht-basische
organische Verbindung ist es bevorzugt, die vorstehend erwähnten Polyalkylenglykole,
Polyalkylenglykolmonoether, Glycerin, Tridecanol, Decandiol usw.
zu verwenden, von denen Polyalkylenglykole, wie Polyethylenglykol,
Polypropylenglykol und Polybutylenglykol besonders bevorzugt sind, obgleich
Polyethylenglykol am meisten bevorzugt ist.
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Diese
bevorzugten nicht-basischen organischen Verbindungen sind flüssig bei
Normaltemperatur oder zumindest bei einer Temperatur von 230°C, bei der
die Depolymerisationsreaktion des Glykolsäureoligomeren abläuft und
bei einer Temperatur unterhalb des Siedepunktes und können daher
als eine Art polares organisches Lösungsmittel mit einem Siedepunkt
oberhalb 450°C
angesehen werden.
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Die
nicht-basische organische Verbindung wird in einer Menge verwendet
von gewöhnlich
0,1 bis 500 Massen-Teilen und vorzugsweise 1 bis 300 Massen-Teilen
pro 100 Massen-Teile
des Glykolsäureoligomeren. Wenn
ein Depolymerisationsreaktionssystem, das Glykolsäureoligomer
und nicht-basische organische Verbindung enthält, Alkalimetallionen in einer
Menge von mindestens 0,001 Massen-% enthält, weil das Glykolsäureoligomer
Alkalimetallionen enthält
oder aus anderen Gründen,
sollte die Anwesenheit eines Sulfats und/oder eines Salzes einer
organischen Säure,
jeweils in Form von bi- oder polyvalenten Kationen, vorzugsweise
ermöglicht
werden, derart, dass sie dem 1- bis 100-fachen (Massen-bezogen)
der Menge an Alkalimetallionen in dem Depolymerisationsreaktionssystem
entspricht.
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Als
Sulfat in Form von bi- oder polyvalenten Kationen kann mindestens
ein Metallsulfat verwendet werden, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend
aus Magnesiumsulfat, Nickelsulfat, Eisensulfaten, Kupfersulfaten,
Zinksulfat, Zirkoniumsulfat und Aluminiumsulfat, wobei Eisensulfate
bevorzugt sind und Eisen(III)-sulfat besonders bevorzugt ist. Als
Salze einer organischen Säure
können
bi- oder polyvalente kationische Salze von aliphatischen Säuren, aromatischen
Säuren,
usw. verwendet werden. Die organische Säure, d.h. eine konjugierte
Säure,
beinhaltet z.B. aliphatische Carbonsäuren, wie Ameisensäure, Essigsäure, Oxalsäure, Malonsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Milchsäure, Glykolsäure, Butansäure, Pentansäure, Hexansäure, Heptansäure, Octansäure, Dodecansäure, Stearinsäure, Ölsäure; aromatische
Carbonsäuren,
wie Phthalsäure,
Benzoesäure
und Salicylsäure;
usw. Hiervon sind die aliphatischen Carbonsäuren besonders bevorzugt, obgleich Milchsäure und α-Hydroxyessigsäure, wie
Glykolsäure,
besonders bevorzugt sind. Als bi- oder polyvalente Kationen der
Salze der organischen Säure
wird z.B. Magnesium, Nickel, Eisen, Kupfer, Zink, Zirkonium und Aluminium
genannt. Gewöhnlich, jedoch
nicht ausschließlich,
sind die Kationen bivalent, trivalent oder tetravalent. Unter diesen
Salzen einer organischen Säure
ist Aluminiumlactat besonders bevorzugt. Diese Salze einer organischen
Säure können alleine
oder in Kombination von zwei oder mehreren verwendet werden oder
alternativ können
sie in Kombination mit dem Sulfat verwendet werden.
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11. Glykolsäurezusammensetzung
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Für die Synthese
der Glykolsäureoligomeren,
die das Sulfat und/oder Salz einer organischen Säure in Form von bi- oder polyvalenten
Kationen enthalten, ist es bevorzugt, Glykolsäurezusammensetzungen zu verwenden,
die das Sulfat und/oder Salz einer organischen Säure in Form von bi- oder polyvalenten
Kationen enthalten. Die hierin verwendete Glykolsäurezusammensetzung
sollte das Sulfat und/oder Salz einer organischen Säure in Form
von bi- oder polyvalenten Kationen in einer Menge von 0,01 bis 10
Gramm und vorzugsweise 0,02 bis 5 Gramm pro mol Glykolsäure enthalten.
Unterhalb der Untergrenze ist es schwierig, den gewünschten
Effekt zu erzielen, und oberhalb der Obergrenze wird der Effekt
bzw. die Wirkung nicht mehr verstärkt.
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Es
ist gewöhnlich
wünschenswert,
dass Glykolsäure
im Wesentlichen frei ist von jeglichen Alkalimetallionen. Jedoch
gilt es nicht für
den Fall, bei dem z.B. das Sulfat und/oder Salz einer organischen
Säure in Form
von bi- oder polyvalenten Kationen darin enthalten ist. Glykolsäure kann
in Form einer wässrigen
Lösung verwendet
werden. In diesem Fall sollte jedoch die wässrige Lösung Glykolsäure in einer
Menge von mindestens 10 Massen-%, vorzugsweise mindestens 15 Massen-%
und insbesondere mindestens 20 Massen-% enthalten. Bei einem Gehalt
von weniger als 10 Massen-% ist die Glykolsäurezusammensetzung anfällig für Kristallisation
und ist somit schwierig zu handhaben. Des Weiteren neigt die Dispersion
des Sulfats und/oder Salzes einer organischen Säure in Form von bi- oder polyvalenten
Kationen dazu, heterogen zu werden. Bei einem Gehalt oberhalb 50
Massen-% werden die Dehydratations- und Trocknungsschritte schwierig
und somit steigt bei einem jeden Schritt nicht nur der Energieverbrauch übermäßig an,
sondern auch der Polymerdurchsatz pro Verfahren neigt dazu, abzunehmen.
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BEISPIELE
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Die
vorliegend Erfindung wird nun genauer anhand von Synthesebeispielen,
erfindungsgemäßen Beispielen
und Vergleichsbeispielen beschrieben.
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Nachstehend
werden die hierin verwendeten Messverfahren angegeben.
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1. Verfahren zur mengenmäßigen Bestimmung
der Metallionen
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Die
mengenmäßige Bestimmung
von Metallionen wurde mittels ICP-Emissionsspektralanalyse ausgeführt. Eine
genau abgewogene Menge von 1 Gramm Glykolsäureoligomer oder einer Probe,
die das Oligomer enthält,
wurde mit Schwefelsäure
und einer Wasserstoffperoxidlösung
nass zersetzt. Deionisiertes Wasser wurde zu dem Zersetzungsprodukt
gegeben, um eine Lösung
herzustellen mit einem Volumen, eingestellt auf 100 ml, die dann
der ICP-Analyse
unterworfen wurde. Die mengenmäßige Bestimmungsgrenze
dieses Verfahrens beträgt
0,001 Massen-%.
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2. Schmelzpunkt des Glykolsäureoligomeren
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Der
Schmelzpunkt eines Glykolsäureoligomeren
wurde bestimmt durch Erhitzen der Probe bei einer Aufheizgeschwindigkeit
von 10°C
pro Minute in einer Inertgasatmosphäre unter Verwendung eines Differential-Scanning-Kalorimeters
(DSC).
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SYNTHESEBEISPIEL 1
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1. Herstellung einer gereinigten
wässrigen
Lösung
von Glykolsäure
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Eine
kommerziell erhältliche
wässrige
Lösung
von Glykolsäure
technischer Qualität
(eine 70 Massen-%ige wässrige
Lösung,
hergestellt von Du Pont) wurde über
eine Säule,
gefüllt
mit einem Kationenaustauscherharz, gereinigt.
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2. Synthese von Glykolsäureoligomer
(A)
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Ein
5-Liter-Autoklav wurde mit 2500 Gramm der wie vorstehend angegeben
gereinigten (70 Massen-%) wässrigen
Glykolsäurelösung beschickt.
Unter Rühren
bei Normaldruck wurde die Lösung
von 170°C auf
200°C binnen
2 Stunden für
eine Kondensationsreaktion, während
der das gebildete Wasser abdestilliert wurde, erhitzt. Anschließend wurde
der innere Druck des Autoklaven auf 5,0 kPa verringert. Bei diesem
Druck wurde die Lösung
bei 200°C
2 Stunden erhitzt, um niedrigsiedende Materialien, wie nicht-umgesetzte
Glykolsäure,
abzudestillieren, wobei 1700 Gramm Glykolsäureoligomer (A) erhalten wurden,
welches einen Schmelzpunkt von 206°C und einen Alkalimetallionengehalt
von weniger als 0,001 Massen-% aufwies.
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SYNTHESEBEISPIEL 2
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Synthese von Glykolsäureoligomer
(B)
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Wie
in Synthesebeispiel 1 wurden 1650 Gramm Glykolsäureoligomer (B) erhalten, mit
der Ausnahme, dass 3570 Gramm einer kommerziell erhältlichen
wässrigen
Lösung
von Glykolsäure
(70 Massen-%ige wässrige
Lösung,
hergestellt durch Du Pont) in technischer Qualität verwendet wurden. Für dieses
Glykolsäureoligomer
(B) wurde ein Schmelzpunkt von 202°C und ein Alkalimetallionengehalt
von 0,035 Massen-% gefunden.
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SYNTHESEBEISPIEL 3
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1. Herstellung einer gereinigten
wässrigen
Lösung
von Glykolsäure
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Glykolsäureoligomer
(B) wurde gemäß Synthesebeispiel
2 synthetisiert. Mit 5800 Gramm Glykolsäureoligomer (B), 3 Gramm p-Toluolsulfonsäure und
16000 Gramm Methanol beschickt, wurde ein Autoklav 24 Stunden auf
150°C erhitzt.
Nach der Entfernung von überschüssigem Methanol
wurde eine Destillation durchgeführt,
um 8100 Gramm Methylglykolat zu erhalten, für das ein Schmelzpunkt von
151°C gefunden
wurde. Zweitausendsiebenhundert (2700) Gramm des so erhaltenen Methylglykolats
wurden in Gegenwart von Wasser in einer 10-fachen molaren Menge von 5400 Gramm
hydrolysiert, wobei eine wässrige
Lösung
von Glykolsäure
erhalten wurde.
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2. Synthese von Glykolsäureoligomer
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Wie
in Synthesebeispiel 1 wurden 1550 Gramm Glykolsäureoligomer (C) erhalten, mit
der Ausnahme, dass die gereinigte wässrige Lösung von Glykolsäure, die
wie vorstehend herge stellt wurde, verwendet wurde. Für dieses
Glykolsäureoligomer
(C) wurde ein Schmelzpunkt von 207°C und ein Alkalimetallionengehalt
von weniger als 0,001 Massen-% gefunden.
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SYNTHESEBEISPIEL 4
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Synthese von Polyalkylenglykolether
(TEGDME)
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Kommerziell
erhältlicher
Polyethylenglykolidmethylether #250 (hergestellt durch Merck) wurde
destilliert, um Tetraethylenglykoldimethylether mit einem Polymerisationsgrad
von 4 (nachfolgend abgekürzt
als TEGDME) zu synthetisieren. Der Gehalt an Alkalimetallionen in
diesem TEGDME war geringer als die mengenmäßige Nachweisgrenze (oder weniger
als 0,001 Massen-%, was bedeutet, dass die Alkalimetallionen darin
im Wesentlichen nicht enthalten waren, oder sie wurden nicht gefunden
oder waren unterhalb der Nachweisgrenze). Das TEGDME wurde als das
Lösungsmittel
für die
Depolymerisationsreaktion des Glykolsäureoligomeren verwendet.
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BEISPIEL 1
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Zehn
(10) Gramm Glykolsäureoligomer
(A), hergestellt in Synthesebeispiel 1, wurden in einen 100 ml-Kolben
gegeben, wobei anschließend
der Druck auf 3 bis 5 mmHg verringert wurde und auf 260°C für die Depolymerisationsreaktion
erhitzt wurde. Destillate wurden auf Eiswasser zum Auffangen abgekühlt. Nach
einer 10-stündigen
Reaktion wurden 7,2 Gramm Destillate erhalten, wohingegen 2,8 Gramm
flüssige
Komponenten in dem Kolben zurückblieben.
-
Die
2,8 Gramm der verbliebenen Komponenten wurden aus dem Kolben entfernt
und anschließend schnell
abgekühlt.
Von den Komponenten wurde 1 Gramm in Hexafluorisopropanol aufgelöst, welches
das Lösungsmittel
für das
Polyglykolsäureoligomer
war. 0,53 Gramm wurden aufgelöst,
aber 0,47 Gramm wurden nicht aufgelöst. Als Ergebnis einer Analyse
von 1 Gramm der verbliebenen Komponenten wurde für diese gefunden, da s sie
einen Alkalimetallionengehalt von weniger als 0,001 Massen-% aufweisen.
Andererseits wurden die 7,2 Gramm Destillate aus Ethylacetat umkristallisiert,
wobei 5,8 Gramm gereinigtes Glykolid gewonnen wurden.
-
BEISPIEL 2
-
1. Depolymerisationsreaktion
-
Sechzig
(60) Gramm Glykolsäureoligomer
(A), hergestellt in Synthesebeispiel 1, und 400 g TEGDME wurden
in einen 500 ml-Kolben gegeben, der anschließend auf 260°C erhitzt
wurde, um eine einheitliche Lösung
ohne Phasentrennung herzustellen. Diese Lösung wurde bei einer Temperatur
von 260°C
gehalten und unter vermindertem Druck einer Depolymerisationsreaktion
unterworfen, und TEGDME und Glykolidprodukt wurden co-abdestilliert.
-
Nach
einer 5-stündigen
Depolymerisationsreaktion wurden 362 Gramm Destillate erhalten.
Für die
Destillate wurde dann ein Gehalt von 38 Gramm Glykolid gefunden.
-
2. Experiment bei dem
die Depolymerisationsreaktion wiederholt wurde
-
Achtunddreißig (38)
Gramm frisches Glykolsäureoligomer
(A) und 324 Gramm frischer TEGDME (362 Gramm insgesamt) wurden zusätzlich zu
der im Kolben zurückbleibenden
Re aktionslösung
gegeben und die Depolymerisationsreaktion wurde unter vermindertem
Druck bei einer Temperatur von 260°C ausgeführt. Auf diese Art und Weise
wurde die Depolymetisationsreaktion wiederholt, wobei frischer TEGDME
und Glykolsäureoligomer
in einer Menge, die der Menge der Destillate entsprach, zu der Reaktionslösung gegeben
wurde, die nach der vorhergehenden Depolymerisationsreaktion zurückblieb.
-
Nachdem
die Depolymerisationsreaktion zehnmal auf diese Art und Weise wiederholt
wurde, konnte keine wesentliche Bildung von schweren Materialien
in dem Kolben festgestellt werden. Nach zehn Zyklen der Durchführung der
Depolymerisationsreaktion wurde für die in dem Kolben zurückbleibende
Reaktionslösung ein
Alkalimetallionengehalt von weniger als 0,001 Massen-% gemessen.
-
BEISPIEL 3
-
1. Depolymerisationsreaktion
-
Sechzig
(60) Gramm Glykolsäureoligomer
(A), hergestellt in Synthesebeispiel 1, 350 Gramm TEGDME und 60
Gramm deionisiertes Polyethylenglykol #400 (mit einem Alkalimetallionengehalt
von weniger als 0,001 Massen-%) als Lösungsvermittler wurden in einen
500 ml-Kolben gegeben,
der anschließend
auf 260°C erhitzt
wurde, um eine einheitliche Lösung
ohne Phasentrennung herzustellen. Bei einer Temperatur von 260°C wurde diese
Lösung
unter vermindertem Druck einer Depolymerisationsreaktion unterworfen
und TEGDME und ein Glykolidprodukt wurden co-abdestilliert.
-
Nach
5-stündiger
Depolymerisationsreaktion wurden 362 Gramm Destillate erhalten.
Für die
Destillate wurde anschließend
ein Gehalt von 38 Gramm Glykolid gefunden.
-
2. Experiment, bei dem
die Depolymerisationsreaktion wiederholt wurde
-
Achtunddreißig (38)
Gramm frisches Glykolsäureoligomer
(A) und 324 Gramm frisches TEGDME wurden zusätzlich zu der in dem Kolben
verbleibenden Reaktionslösung
gegeben und die Depolymerisationsreaktion wurde anschließend unter
vermindertem Druck bei einer Temperatur von 260°C durchgeführt. Auf diese Art und Weise
wurde die Depolymerisationsreaktion wiederholt, wobei frischer TEGDME
und Glykolsäureoligomer
in einer Menge, die der Menge der Destillate entsprach, zu der nach
der im vorhergehenden Depolymerisationsschritt verbleibenden Reaktionslösung gegeben
wurde.
-
Nachdem
die Depolymerisationsreaktion zehnmal auf diese Art wiederholt wurde,
konnte keine wesentliche Bildung von schweren Materialien in dem
Kolben festgestellt werden. Nach Durchführung von zehn Zyklen der Depolymerisationsreaktion
wurde für
die in dem Kolben verbleibende Reaktionslösung ein Alkalimetallionengehalt
von weniger als 0,001 Massen-% gemessen.
-
BEISPIEL 4
-
Wie
in Beispiel 3 wurde die Depolymerisationsreaktion wiederholt, mit
der Ausnahme, dass Glykolsäureoligomer
(C), hergestellt in Synthesebeispiel 3, verwendet wurde anstatt
von Glykolsäureoligomer
(A).
-
Nachdem
die Depolymerisationsreaktion 20mal auf diese Weise wiederholt wurde,
konnte keine wesentliche Bildung von schweren Materialien in dem
Kolben gefunden werden. Es war kaum ein Anstieg in dem Volumen der
verbleibenden Reaktionslösung
festzustellen. Nach Durchführung
von 20 Zyklen der Depolymerisationsreaktion wurde für die in
dem Kolben verbleibende Reaktionslösung ein Alkalimetallionengehalt
von weniger als 0,001 Massen-% gemessen.
-
VERGLEICHSBEISPIEL 1
-
Zehn
(10) Gramm des in Synthesebeispiel 2 erhaltenen Glykolsäureoligomeren
(B) wurden in einen 100 ml-Kolben gegeben, der dann auf einen Druck
von 3 bis 5 mmHg gebracht wurde, wobei für die Depolymerisationsreaktion
auf 260°C
erhitzt wurde. Die Destillate wurden zum Einfangen auf Eiswasser
gekühlt.
Zwei Stunden nach dem Beginn der Reaktion wurde beobachtet, dass
sich schwarze Materialien mit den Destillaten vermischten.
-
Nach
10-stündiger
Reaktion wurden 3,7 Gramm Destillate erhalten, während 6,3 Gramm flüssige Komponenten
in dem Kolben verblieben. Die 6,3 Gramm der zurückgebliebenen Komponenten wurden
aus dem Kolben entfernt und anschließend schnell abgekühlt. Von
den Komponenten wurde 1 Gramm in Hexafluorisopropanol aufgelöst, welches
das Lösungsmittel
für das
Glykolsäureoligomer
war. In der Folge lösten
sich 0,51 Gramm, 0,49 Gramm lösten
sich jedoch nicht. Das Ergebnis einer Analyse von 1 Gramm der zurückgebliebenen
Komponenten ergab einen Alkalimetallionengehalt von 0,055 Massen-%.
Zwei-Komma-Acht (2,8) Gramm leicht gefärbtes Glykolid wurden aus 3,7
Gramm gefärbten
Destillaten durch dessen Umkristallisation aus Ethylacetat gewonnen.
Die Menge des gewonnenen Glykolids betrug nur etwa grob 50% der
5,8 Gramm in Beispiel 1.
-
VERGLEICHSBEISPIEL
-
Sechzig
(60) Gramm des in Synthesebeispiel 2 erhaltenen Glykolsäureoligomeren
(B), und 400 Gramm TEGDME wurden in einen 500 ml-Kolben gegeben,
der anschließend
auf 260°C
erhitzt wurde, um dadurch eine gleichförmige Lösung ohne Phasentrennung herzustellen.
Unter Aufrechterhaltung einer Temperatur von 260°C wurde diese Lösung unter
vermindertem Druck einer Depolymerisationsreaktion unterworfen und
TEGDME und ein Glykolidprodukt wurden co-abdestilliert.
-
Nach
einer 3-stündigen
Depolymerisationsreaktion wurde eine deutliche Schwarzfärbung der
Reaktionslösung
in dem Kolben beobachtet mit Ablagerungen von schweren Metallen
auf der Innenwand des Kolbens und Färbung der Destillate. Daher
wurde die Depolymerisationsreaktion beendet. Nach der Umsetzung wurde
für die
in dem Kolben verbleibende Reaktionslösung ein Alkalimetallionengehalt
von 0,005 Massen-% gemessen.
-
VERGLEICHSBEISPIEL 3
-
Zur
Bestimmung des Einflusses von Alkalimetallionen auf die Depolymerisationsreaktion
wurden 60 Gramm des in Synthesebeispiel 1 hergestellten Glykolsäureoligomeren
(A), 400 Gramm TEGDME und 0,1 Gramm Natriumchlorid (NaCl) in einen
500 ml-Kolben gegeben, der dann auf 260°C erhitzt wurde, um eine gleichförmige Lösung ohne
Phasentrennung herzustellen. Bei einer Temperatur von 260°C wurde diese
Lösung
unter vermindertem Druck einer Depolymerisationsreaktion unterworfen
und TEGDME und ein Glykolidprodukt wurden co-abdestilliert.
-
Nach
2-stündiger
Depolymerisationsreaktion wurde eine deutliche Schwarzfärbung der
Reaktionslösung
in dem Kolben beobachtet mit Ablagerungen von schweren Materialien
auf der Innenwand des Kolbens und Verfärbung von Destillaten. Daher
wurde die Depolymerisationsreaktion beendet. Nach der Umsetzung wurde
für die
in dem Kolben verbleibende Reaktionslösung ein Alkalimetallionengehalt
von 0,010 Massen-% gemessen.
-
BEISPIEL 5
-
Herstellung von Glykolsäurezusammensetzungen
GA1 bis GA7
-
Null-Komma-Fünf (0,5)
Gramm eines jeden der in Tabelle 1 angegebenen Sulfate, in Form
von bi- oder polyvalenten Kationen, wurde zu 108,6 Gramm (1 mol
Glykolsäure)
der in Beispiel 1 hergestellten wässrigen Lösung von Glykolsäure (eine
70 Massen-%ige wässrige
Lösung)
gegeben. Auf diese Art und Weise wurden 7 Glykolsäurezusammensetzungen
GA1 bis GA7 hergestellt. Die Art des zugesetzten Sulfats, der Gehalt
an Alkalimetallionen und die Menge an anwesenden bi- oder polyvalenten
Kationen pro 1 Mol Glykolsäure
sind in Tabelle 1 angegeben.
-
-
- AMI*: Alkalimetallionen
- Kationen**: die Menge an bi- oder polyvalenten Kationen pro
Mol Glykolsäure
-
-
SYNTHESEBEISPIELE 4–10
-
Synthese von Glykolsäureoligomern
(D) bis (J)
-
Glykolsäureoligomere
(D) bis (J) wurden wie in Synthesebeispiel 1 synthetisiert, mit
der Ausnahme, dass Glykolsäurezusammensetzungen
GA1 bis GA7 aus Beispiel 5 anstatt der gereinigten Glykolsäure verwendet
wurde. Eine entsprechende Synthese wurde wiederholt, bis die erforderliche
Menge an Oligomer erreicht wurde, wodurch die erforderliche Menge
an Oligomer synthetisiert wurde. Die Schmelzpunkte der so erhaltenen
Glykolsäureoligomere
(D) bis (J), der darin enthaltene Gehalt an Alkalimetallionen und
der darin enthaltene Gehalt an bi- oder polyvalenten Kationen ist
in Tabelle 2 angegeben.
-
BEISPIEL 6
-
Herstellung von Glykolsäurezusammensetzungen
GA8 bis GA14
-
Sieben
Glykolsäurezusammensetzungen
GA8 bis GA14 wurden hergestellt durch Beschicken eines 5 Liter-Autoklaven
mit 3570 Gramm einer kommerziell erhältlichen wässrigen Lösung von Glykolsäure technischer
Qualität
(eine 70 Massen-%ige wässrige
Lösung,
hergestellt von Du Pont) und hierzu wurden die gleichen Sulfate
wie in Tabelle 1, angegeben in Form von bi- oder polyvalenten Kationen,
jeweils in einer Menge von 40 Gramm, gegeben.
-
SYNTHESEBEISPIELE 11–17
-
Synthese von Glykolsäureoligomeren
K bis (Q)
-
Jede
der in Beispiel 6 hergestellten Glykolsäurezusammensetzungen GA8 bis
GA14 wurde binnen 2 Stunden von 170°C auf 200°C unter Rühren und unter Normaldruck
zur Durchführung
einer Kondensationsreaktion erhitzt, während der das gebildete Wasser
abdestilliert wurde. Anschließend
wurde der Innendruck des Autoklaven auf 5,0 kPa verringert und das
Reaktionsprodukt wurde 2 Stunden auf 200°C erhitzt, wobei niedrigsiedende
Materialien, wie nicht-umgesetzte Glykolsäure, abdestilliert wurden.
Auf diese Art und Weise wurden Glykolsäureoligomere (K) bis (Q) synthetisiert.
-
Die
Art der in Form von bi- oder polyvalenten Kationen verwendeten Sulfate,
der Schmelzpunkt eines jeden Oligomeren, der Gehalt an Alkalimetallionen
und das Massen-Verhältnis des
Gehalts der bi- oder polyvalenten Kationen zu dem Gehalt an Alkalimetallionen
ist in Tabelle 2 angegeben. Es wird darauf hingewiesen, dass auch
der Schmelzpunkt des in Synthesebeispiel 2 erhaltenen Glykolsäureoligomeren
(B) und der Gehalt an Alkalimetallionen darin in Tabelle 2 angegeben
ist.
-
-
-
-
-
-
BEISPIEL 7
-
Zehn
(10) Gramm des in Synthesebeispiel 4 hergestellten Glykolsäureoligomeren
(D) wurden in einen 100 ml-Kolben gegeben, dessen Druck anschließend auf
3 bis 5 mmHg verringert wurde, wobei für die Depolymerisationsreaktion
auf 260°C
erhitzt wurde. Zum Einfangen der Destillate wurden diese auf Eiswasser
gekühlt.
Nach einer 10-stündigen
Reaktion wurden 7,3 Gramm Destillate erhalten, während 2,7 Gramm flüssige Komponenten
in dem Kolben zurückblieben.
-
Die
2,7 Gramm verbleibenden Komponenten wurden aus dem Kolben entfernt
und schnell gekühlt. Hiervon
wurde 1 Gramm in Hexafluorisopropanol aufgelöst, welches das Lösungsmittel
für das
Polyglykolsäureoligomer
war. In der Folge lösten
sich 0,52 Gramm, 0,48 Gramm lösten
sich jedoch nicht. Als Ergebnis der Analyse von 1 Gramm der verbleibenden
Komponenten wurde für
diese ein Alkalimetallionengehalt von weniger als 0,001 Massen-% gefunden.
Andererseits wurden die 7,3 Gramm-Destillate aus Ethylacetat umkristallisiert,
wobei 5,8 Gramm gereinigtes Glykolid gewonnen wurden.
-
BEISPIEL 8
-
1. Depolymerisationsreaktion
-
Sechzig
(60) Gramm des in Synthesebeispiel 5 hergestellten Glykolsäureoligomeren
(E), 350 Gramm TEGDME und 60 Gramm deionisiertes Polyethylenglykol
#400 (mit einem Alkalimetallionengehalt von weniger als 0,001 Massen-%)
als Lösungsvermittler
wurden in einen 500 ml-Kolben gegeben, der anschließend auf 160°C erhitzt
wurde, um eine einheitliche Lösung
ohne Phasentrennung herzustellen. Bei einer Temperatur von 260°C wurde diese
Lösung
unter vermindertem Druck einer Depolymerisationsreaktion unterworfen
und TEGDME und ein Glykolidprodukt wurden co-abdestilliert.
-
Nach
5-stündiger
Depolymerisationsreaktion wurden 362 Gramm Destillate erhalten.
Für die
Destillate wurde dann gefunden, dass diese 38 Gramm Glykolid enthalten.
-
2. Experiment, bei dem
die Depolymerisationsreaktion wiederholt wurde
-
Achtunddreißig (38)
Gramm frisches Glykolsäureoligomer
(E) und 324 Gramm frisches TEGDME wurden zusätzlich zu der in dem Kolben
verbleibenden Reaktionslösung
gegeben und die Depolymerisationsreaktion wurde anschließend bei
einer Temperatur von 260°C
unter vermindertem Druck ausgeführt.
Auf diese Art und Weise wurde die Depolymerisationsreaktion wiederholt,
wobei frisches TEGDME und Glykolsäureoligomer in einer Menge,
die der Menge der Destillate entspricht, zu der nach der vorhergehenden
Depolymerisationsreaktion verbleibenden Reaktionslösung gegeben.
-
Nachdem
die Depolymerisationsreaktion zwanzigmal auf diese Art und Weise
wiederholt wurde, wurde keine wesentliche Bildung von schweren Materialien
in dem Kolben festgestellt. Es wurde auch kaum ein Anstieg des Volumens
der verbleibenden Reaktionslösung
festgestellt.
-
3. Rückgewinnen
von Glykolid
-
Nachdem
die Depolymerisationsreaktion 28mal auf diese Art und Weise wiederholt
wurde, wurden die Destillate, zu denen ein zweifaches Volumen an
Cyclohexan gegeben wurde, über
Nacht zur Auskristallisation der Glykolidkristalle stehengelassen.
Die Kristalle wurden abfiltriert und mit Cyclohexan gewaschen. Die
Kristalle wurden des Weiteren aus Ethylacetat umkristallisiert und
unter vermindertem Druck getrocknet, so dass gereinigtes Glykolid
gewonnen wurde. Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 angegeben.
-
BEISPIELE 9–20
-
Die
Depolymerisationsreaktionen wurden wie in Beispiel 8 wiederholt,
mit der Ausnahme, dass die in den Synthesebeispielen 6 bis 17 synthetisierten
Glykolsäureoligomeren
(F) bis (Q anstatt Glykolsäureoligomer (E)
verwendet wurden, und gereinigte Glykolide wurden anschließend gewonnen.
Die Ergebnisse der Experimente einschließlich der Anzahl der Wiederholungen
der Depolymerisationsreaktion sind in Tabelle 3 angegeben. Es wird
darauf hingewiesen, dass auch die Ausbeuten, g und %, des in dem
vorstehend angegebenen Vergleichsbeispiel 2 gewonnenen Glykolids
in Tabelle 3 angegeben sind.
-
-
- NORD*: Anzahl der Wiederholungen der Depolymerisation (number
of repetition of depolyme rization)
-
BEISPIEL 21
-
1. Depolymerisationsreaktion
-
Um
den Einfluss der Alkalimetallionen auf die Depolymerisationsreaktion
zu bestimmen, wurden 60 Gramm des in Synthesebeispiel 5 hergestellten
Glykolsäureoligomeren
(E), 0,01 Gramm Natriumchlorid (NaCl), 400 Gramm TEGDME und deionisiertes
Polyethylenglykol #400 in einen 500 ml-Kolben gegeben, der wiederum
auf 260°C
erhitzt wurde, um eine gleichförmige
Lösung
ohne Phasentrennung herzustellen. Unter Beibehaltung einer Temperatur
von 260°C
wurde diese Lösung
unter vermindertem Druck einer Depolymerisationsreaktion unterworfen
und TEGDME und ein Glykolidprodukt wurden co-abdestilliert.
-
Nachdem
die Depolymerisationsreaktion 5 Stunden auf diese Art und Weise
durchgeführt
wurde, wurden 369 Gramm Destillate erhalten. Für diese Destillaten wurde ein
Gehalt von 42 Gramm Glykolid gefunden.
-
2. Experiment, bei dem
die Depolymerisationsreaktion wiederholt wurde
-
Vierzig
(40) Gramm frisches Glykolsäureoligomer
(E) und 320 Gramm frischer TEGDME wurden zusätzlich in die in dem Kolben
verbleibende Reaktionslösung
gegeben und die Depolymerisationsreaktion wurde dann bei einer Temperatur
von 260°C
unter vermindertem Druck ausgeführt.
Auf diese Art und Weise wurde die Depolymerisationsreaktion wiederholt,
wobei frischer TEGDME und Glykolsäureoligomer in einer Menge entsprechend
der Menge der Destillate zu der nach der vorhergehenden Depolymerisationsreaktion
verbleibenden Reaktionslösung
gegeben wurde.
-
Nachdem
die Depolymerisationsreaktion 20mal auf diese Art und Weise wiederholt
wurde, wurde keine wesentliche Bildung von schweren Materialien
in dem Kolben gefunden. Es wurde kaum ein Anstieg des Volumens der
verbleibenden Reaktionslösung
gefunden.
-
VERGLEICHSBEISPIEL 4
-
Zehn
(10) Gramm des in Synthesebeispiel 2 hergestellten Glykolsäureoligomeren
(B) und 2,5 Gramm mit einem Ionenaustauscherharz deonisiertes Polyethylenglykol
#100 (mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 1000) wurden
in einen 100 ml-Kolben gegeben, dessen Druck dann auf 3 bis 5 mmHg
verringert wurde, wobei für
die Depolymerisationsreaktion auf 260°C erhitzt wurde. Die Destillate
wurden durch Kühlen auf
Eiswasser eingefangen. Nach 3-stündiger
Reaktion konnte ein Vermischen von schwarzen Materialien mit den
Destillaten beobachtet werden.
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Nach
10-stündiger
Reaktion wurden 5,5 Gramm Destillate erhalten, wohingegen 7,0 Gramm
flüssige Komponenten
in dem Kolben zurückblieben.
Als Ergebnis einer mengenmäßigen Bestimmung
von 1 Gramm der verbleibenden Komponenten wurde ein Alkalimetallionengehalt
von 0,05 Massen-% gefunden. Andererseits wurden 4,0 Gramm gereinigtes
Glykolid durch Umkristallisation der flüssigen Destillate aus Ethylacetat gewonnen.
Diese Menge an Glykolid entsprach grob 70% der 5,8 Gramm in Beispiel
1.
-
BEISPIEL 22
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Zehn
(10) Gramm des in Synthesebeispiel 2 hergestellten Glykolsäureoligomeren
(B), 2,5 Gramm mit einem Ionenaustauscherharz deionisiertes Polyethylenglykol
#100 (mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 1000) und
0,05 Gramm Eisen(III)-sulfat·9H2O wurden in einen 100 ml-Kolben gegeben,
dessen Druck dann auf 3 bis 5 mmHg verringert wurde, wobei für die Depolymerisationsreaktion
auf 260°C
erhitzt wurde. Die Destillate wurden zum Einfangen auf Eiswasser
gekühlt.
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Nach
10-stündiger
Reaktion wurden 7,5 Gramm Destillate, ohne dass sich schwarze Materialien
gebildet hätten,
erhalten, wohingegen 5,0 Gramm flüssige Komponenten in dem Kolben
zurückblieben.
Als Ergebnis einer mengenmäßigen Bestimmung
von 1 Gramm der verbleibenden Komponenten wurde ein Gehalt an Alkalimetallionen
von 0,07 Massen-% gefunden. Andererseits wurden 5,7 Gramm gereinigtes
Glykolid durch Umkristallisation der flüssigen Destillate aus Ethylacetat
gewonnen. Diese Menge an Glykolid entsprach nahezu den 5,8 Gramm
in Beispiel 1.
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BEISPIEL 23
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Herstellung von Glykolsäurezusammensetzung
GA15
-
Ein
5 Liter-Autoklav wurde mit 3570 Gramm kommerziell erhältlicher
wässriger
Glykolsäurelösung technischer
Qualität
(eine 70 Massen-%ige wässrige
Lösung,
hergestellt von Du Pont) zusammen mit 40 Gramm Aluminiumlactat (hergestellt
von Kanto Chemicals) beschickt, wodurch Glykolsäurezusammensetzung GA15 hergestellt
wurde.
-
SYNTHESEBEISPIEL 18
-
Synthese von Glykolsäureoligomer
(R)
-
Die
in Beispiel 23 hergestellte Glykolsäurezusammensetzung GA15 wurde
binnen 2 Stunden von 170°C
auf 200°C
zur Durchführung
der Kondensationsreaktion erhitzt, wobei diese unter Normaldruck
gerührt wurde
und wobei das gebildete Wasser abdestilliert wurde. Anschließend wurde
der innere Druck des Autoklaven auf 5,0 kPa verringert und das Reaktionsprodukt
wurde 2 Stunden auf 200°C
erhitzt, wobei niedrigsiedende Materialien, wie nicht-umgesetzte Glykolsäure, abdestilliert
wurden. Auf diese Art und Weise wurde Glykolsäureoligomer (R) hergestellt.
Der Schmelzpunkt des Oligomeren, der Gehalt an Alkalimetallionen
und das Massen-Verhältnis
des Gehalts an Aluminiumionen zu dem Gehalt an Alkalimetallionen
sind in Tabelle 4 angegeben.
-
-
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BEISPIEL 24
-
Die
Depolymerisationsreaktion wurde wie in Beispiel 8 wiederholt, mit
der Ausnahme, dass das in Synthesebeispiel 18 hergestellte Glykolsäureoligomer
(R) anstatt dem Glykolsäureoligomer
(E) verwendet wurde, und gereinigtes Glykolid wurde gewonnen. Die
Ergebnisse der Experimente einschließlich der Anzahl der Wiederholungen
der Depolymerisationsreaktion sind in Tabelle 5 angegeben.
-
-
- NRD*: Anzahl der Wiederholungen der Depolymerisation (number
of repetition of depolymerization)
-
VORTEILE DER ERFINDUNG
-
Die
vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren zur Herstellung von Glykolid
durch Depolymerisation von Glykolsäureoligomeren bereit, das die
Durchführung
der Depolymerisationsreaktionen in einer stabilen Art und Weise
ermöglicht,
so dass Glykolid ökonomisch
bzw. wirtschaftlich und effizient hergestellt werden kann. Das Herstellungsverfahren
der Erfindung ist für
die Massenprodukten von Glykolid mittels kontinuierlichen oder wiederholten
Depolymerisationsreaktionen gut geeignet.
-
Die
vorliegende Erfindung stellt auch eine Glykolsäurezusammensetzung bereit,
die das Rohmaterial für
die Glykolsäureoligomeren
darstellt, welches stabile Depolymerisationsreaktionen sicherstellt.
-
Das
durch das Herstellungsverfahren der Erfindung erhaltene Glykolid
ist z.B. gut geeignet als Ausgangsmaterial für Polyglykolsäure (d.h.
Polyglykolid) und Glykolsäurecopolymere,
die als biologisch abbaubare Polymere, medizinische Polymere usw.
nützlich
sind.