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Technisches Gebiet
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Die
Erfindung betrifft eine Wickelmaschine für die Herstellung von Wickeln
einer Bahn. Genauer betrifft die Erfindung eine Wickelmaschine des
Typs mit:
- – mindestens
einem ersten und einem zweiten Wickelzylinder, deren Achsen parallel
sind und die einen Wickeltrog bilden, in welchem die Wickel der
Bahn geformt werden, und
- – Zentrierdorne
zum Ergreifen und Halten von Wickeldornen, auf denen die Wickel
in dem Wickeltrog gebildet werden.
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Die
Erfindung betrifft außerdem
ein Verfahren für
die Herstellung von Wickeln einer Bahn.
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Stand der Technik
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Arbeitsvorgänge, die
das Aufwickeln und Abwickeln einer Bahn betreffen, sind im Bereich
der Verarbeitung von Faserstoffen erforderlich, z. B. bei der Herstellung
von Wickeln aus halb fertigen Materialien zur Produktion von Damenbinden,
Windeln und dergleichen und auch bei der Papierproduktion, z. B. für die Herstellung
von Toilettenpapierrollen, Küchenpapierrollen
oder ähnliches,
für die
Herstellung von Wickeln, um Faltmaschinen für die Herstellung von Wischtüchern, Papiertaschentüchern und ähnlichen Wegwerfprodukten
zu versorgen.
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Die
Herstellung von Bahnen ist ein kontinuierliches Verfahren, wobei
die Bahn auf Ausgangsrollen mit einem großen Durchmesser gewickelt wird. Diese
Wickel werden später
abgewickelt, und die Bahn wird auf Wickel oder Rollen mit einem
kleineren Durchmesser neu gewickelt. Für einige Anwendungen wird die
Bahn in der Länge
und fortlaufend geschnitten sowie auf Wickelkerne gewickelt, die
aus Pappe, Kunststoff oder einem anderen geeigneten Material bestehen
können,
wobei der Kern auf einem Wickeldorn genau passend und fluchtend
angeordnet ist. Auf diese Weise wird eine Anzahl von Wickeln in
einem einzigen Wickelarbeitsgang hergestellt, wobei jeder Wickel
weniger hoch ist als die anfängliche Bahnbreite
und die Wickel bei Bedarf auch unterschiedliche Höhen aufweisen
können.
Der Wickeldorn, auf den die Wickelkerne gesetzt werden, ist aufweitbar,
z. B. pneumatisch oder in jeder anderen entsprechenden Weise, um
auf ihm die Wickelkerne in den erforderlichen Positionen zu sichern.
Die verschiedenen rohrförmigen
Kerne, deren wechselseitige axiale Länge entweder veränderlich
oder unterschiedlich sein kann, nehmen entsprechende Streifen einer
Bahn auf, die durch das Längsschneiden der
Bahn von der Ausgangsrolle erzielt werden.
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Die
Rollen oder die Wickel werden der Reihe nach hergestellt. Der fertige
Wickel wird aus dem Wickeltrog, der z. B. durch zwei nebeneinander
angeordnete Wickelrollen gebildet ist, entladen und durch einen
neuen Wickeldorn ersetzt, auf dem die Wickelkerne zuvor befestigt
wurden.
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Eine
Wickelmaschine dieses Typs ist in EP-A-0 747 308 beschrieben. Ein
anderes Beispiel einer Wickelmaschine dieses Typs ist in EP-A-1
070 675 beschrieben. Zusätzliche
Beispiele einer peripheren Wickelmaschine des Start-Stopp-Typs,
d. h. in der die Zuführung
einer Bahn zeitweilig unterbrochen wird, um den fertig gestellten
Wickel durch einen anderen Wickeldorn zu ersetzen, ist in den Druckschriften
GB-A-2 268 476, DE-C-38
36 367 und EP-A-0 640 544 beschrieben. Weitere Beispiele von Wickelmaschinen
sind in den Druckschriften
US
3 977 627 und
US 3 232
549 beschrieben.
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Diese
Wickelmaschinen müssen
Wickel oder Rollen, deren Abmessungen groß sein können, bei erheblich hohen Wickelgeschwindigkeiten
wickeln können.
Typischerweise wird die Bahn mit Geschwindigkeiten, die 1000 Meter
pro Minute überschreiten, auch
in der Größenordnung
von 2000 Metern pro Minute, zugeführt. Folglich ist die Fertigungsleistung
relativ hoch. Die Phase, in der der fertige Wickel oder die Rolle
durch einen neuen Wickeldorn ausgetauscht wird, ist die Phase des
Wickelarbeitsgangs, welche die gesamte Fertigungsleistung am meisten verlangsamt.
In dieser Phase wird bei diesen Maschinen die Zuführgeschwindigkeit
der Bahn erheblich verringert, und in bestimmten Fällen wird
die Zuführung
eine kurze Zeit lang gestoppt. Die Maschine kehrt nach dem Entladen
des Wickels und Einführen des
neuen Wickeldorns langsam fortschreitend zu der Laufgeschwindigkeit
zurück.
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Folglich
ist zur Verringerung der Dauer des Wickelarbeitsgangs die Reduzierung
der für
den Auswechslungsvorgang benötigten
Zeit entscheidend.
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Aufgaben und Kurzfassung
der Erfindung
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Aufgabe
der Erfindung ist die Bereitstellung einer Wickelmaschine des oben
erwähnten
Typs, bei der die Geschwindigkeit des Wickelarbeitsgangs erhöht werden
kann und in der insbesondere die Auswechselzeit, d. h. die zum Ersetzen
des fertigen Wickels oder der Rolle durch einen neuen Wickelkern benötigte Zeit,
verringert wird.
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Diese
und andere Aufgaben und Vorteile, die dem Fachmann im folgenden
Text deutlich werden, werden im Wesentlichen durch eine Wickelmaschine des
oben genannten Typs erreicht, die ein Paar von seitlichen Flanken
aufweist, auf denen jeweils eine entsprechende Führung angeordnet ist, die einen
geschlossenen Weg definiert, wobei längs dieser Führung eine
Anzahl von Zentrierdornen beweglich angeordnet sind. Die Zentrierdorne
sind auf den beiden Flanken so angeordnet, dass jeder Zentrierdorn,
der von einer der Flanken getragen wird, einem Zentrierdorn entspricht,
der von der anderen der Flanken getragen wird und zu diesem axial
fluchtend angeordnet ist. Es ist außerdem ein System vorgesehen,
um die Zentrierdorne längs
jeder der Führungen
anzutreiben.
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Bei
dieser Anordnung ergreift ein erstes Paar von Zentrierdornen einen
entstehenden Wickel oder Rolle, und ein zweites Paar von Zentrierdornen
ergreift gleichzeitig einen neuen Wickelkern. Der fertige Wickel
kann vom Wickeltrog zum Entladebereich gefördert werden, und gleichzeitig
kann der neue Wickelkern von einem Ladebereich zum Wickeltrog gefördert werden,
indem die Paare von Zentrierdornen längs des geschlossenen Weges
bewegt werden. Dies führt
zur erheblichen Zunahme der Geschwindigkeit des gesamten Wickelarbeitsgangs
auf Grund der Verringerung der Zeit, die zur Auswechslung des Wickels
oder der Rolle gegen einen fertigen Wickeldorn benötigt wird.
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Neben
der Erhöhung
der Geschwindigkeit des Produktionszyklus stellt die erfindungsgemäße Wickelmaschine
eine Anzahl von zusätzlichen
Vorteilen bereit. Diese Vorteile umfassen die verbesserte Steuerung
des Wickels während
der Phase des Entladens und eine genauere Steuerung der Phase des Bahnschneidens,
um das hintere Ende des fertigen Wickels und das vordere Ende der
Bahn, das zum Wickeln eines auf dem neuen Wickelkern zu formenden,
neuen Wickels verwendet wird, zu bilden.
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Gegenwärtig wird
der fertige Wickel oder die Rolle aus dem Wickeltrog, der typischerweise
durch ein Paar von Wickelzylindern gebildet ist, durch Schieben
und Rollen ausgestoßen.
Der Wickel wird anschließend
in einer Entladevorrichtung in einer Position angeordnet, die nicht
in jedem Arbeitsgang genau wiederholbar ist, mit dementsprechend
möglichen
Schwierigkeiten in der Phase des Bahnschneidens zum Starten der
Aufwicklung des folgenden Wickels.
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In
einem praktischen Ausführungsbeispiel der
Erfindung kann jeder Zentrierdorn von einem entsprechenden Schlitten
getragen werden, der auf der Führung
der entsprechenden Flanke verschiebbar ist.
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Darüber hinaus
kann vorteilhaft vorgesehen werden, dass der von den Führungen
definierte Weg sich von einer ersten Dorneingriffsposition zu einer zweiten
Entladeposition für
die fertigen Wickel erstreckt, wobei der Wickeltrog zwischen der
ersten und der zweiten Position angeordnet ist.
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In
einem praktischen und vorteilhaften Ausführungsbeispiel umfasst das
Bearbeitungssystem ein endloses, flexibles Element, auf dem die
den entsprechenden Flanken zugeordneten Zentrierdorne an jeder Flanke
befestigt sind. Darüber
hinaus ist ein Antrieb zur Bewegung des flexiblen Elements vorgesehen.
Jeder Motor kann zwei flexible Elemente antreiben. In diesem Fall
werden die Bewegungen der Zentrierdorne an den beiden Flanken mittels
einer geeigneten mechanischen Übersetzung
auf Gleichlauf gebracht. Im anderen Falle können zwei getrennte Motoren
verwendet werden und mittels einer Steuereinheit, d. h. unter Verwendung
einer elektrischen Achse, elektronisch auf Gleichlauf gebracht werden. Diese
Lösung
bietet den Vorteil, das Vorhandensein von unhandlichen, mechanischen
Elementen zwischen den beiden Flanken zu vermeiden.
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Es
können
andere Anordnungen der Elemente, welche die Zentrierdorne längs des
von den Führungen
an den beiden Flanken definierten Weges bewegen, ins Auge gefasst
werden. Zum Beispiel können
die Zentrierdorne im Prinzip jeweils mit einem Betätigungselement
ausgerüstet
sein, das die Bewegung längs
der Führung
mit einer geeigneten Steuerung steuert, um die Bewegung jedes Zentrierdorns auf
Gleichlauf zu bringen.
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In
einer vorteilhaften Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Maschine
ist ein Einzug vorgesehen für
das Einführen
der Wickeldorne, die sich von einer Sammelposition für die Wickeldorne
zu einer Freigabeposition für
die Wickeldorne bewegen, entsprechend der Position, in welcher die
Kerne von den Zentrierdornen ergriffen werden. Der Einzug kann aus
einem Schwenkelement bestehen, könnte aber
auch auf andere Weise hergestellt sein. Zum Beispiel könnten die
Wickeldorne axial, d. h. mit einer Bewegung parallel zu ihrer Achse
in eine feststehende Halterung, wie einem Trog oder anderes, eingeführt werden.
Die Kerne können
von dieser Stelle durch die Zentrierdorne gesammelt werden, wenn
sie sich längs
dieses geschlossenen Weges bewegen. Im anderen Falle kann der Einzug
mit einer Einführbewegung
versehen sein, die schwenkend ist, z. B. durch eine Translationsbewegung
von einer Sammelposition für
Wickelkerne zu einer Freigabeposition für Wickelkerne.
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Die
Wickelzylinder können
so sein, dass sich die Achse des Wickels oder der Rolle (und folglich des
Wickeldorns) während
der Wickelphase immer in der gleichen Position befindet. Dies kann
in einer an sich bekannten Weise erreicht werden, indem Wickelzylinder
mit beweglichen Achsen, die eine vertikale Bewegungskomponente aufweisen,
eingesetzt werden, so dass der Wickeltrog entsprechend dem vergrößerten Durchmesser
des Wickels langsam fortschreitend abgesenkt wird. In diesem Fall
können die
beiden Flanken fixiert sein und die Zentrierdorne für die gesamte
Aufwickelphase des Wickels auf gleicher Höhe konstant gehalten werden.
Umgekehrt werden die Flanken, wenn die Achse der Wickelzylinder
feststehend ist oder wenn sich die Wickelzylinder derart bewegen,
dass die Achse des sich bildenden Wickels mit einer langsam fortschreitend
vertikalen oder schrägen
Hebebewegung versehen ist, ebenfalls in vertikaler Richtung beweglich
sein, wobei Betätigungselemente
vorgesehen werden, um die Aufwärts-
und Abwärtsbewegungen
der Flanken entsprechend dem Durchmesser des Wickels zu steuern.
Auch in diesem Fall werden für
die Vertikalbewegung der Flanken vorteilhaft Synchronisiermittel
eingesetzt.
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Im
Allgemeinen können
die beiden Wickelzylinder relativ zueinander beweglich sein und
geöffnet werden,
wobei z. B. der eine eine feststehende Achse und der andere eine
in einer horizontalen Bahn bewegliche Achse aufweisen kann. Dies
vergrößert die
Auflagebasis des Wickels, wenn dieser während des Wickelvorgangs im
Durchmesser langsam fortschreitend zunimmt. In diesem Fall wird
die Achse des Wickels einer mehr oder weniger komplexen Bahn mit
einer Bewegung folgen, die eine vertikale und eine horizontale Komponente
aufweist. Diese der Achse des Wickels folgende Bahn ändert sich entsprechend
den Eigenschaften des Produktes (speziell seiner Dicke) und den
Betriebsbedingungen der Maschine. Die Bewegung kann durch die Zentrierdorne
bewirkt werden, indem eine komplex geformte Führung entsprechend der Bahn
der Wickelachse gebildet wird, oder vorzugsweise dadurch, dass eine
allmählich
ansteigende Bewegung der Flanken mit einer Translationsbewegung
der Zentrierdorne längs
eines Teils des geschlossenen Weges, der einfach ein gerader horizontaler
Teil sein kann, kombiniert wird.
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Im
Prinzip kann die Wickelmaschine nur zwei untere Wickelzylinder aufweisen,
die entweder beweglich oder feststehend, wie oben dargestellt, nebeneinander
angeordnet sind, um den entstehenden Wickel zu halten. Vorzugsweise
weist die Wickelmaschine in einer an sich bekannten Weise eine dritten Zylinder
auf, dessen Achse parallel zu dem ersten und zweiten Wickelzylinder
ist und der über
dem Wickeltrog angeordnet und beweglich ist, um für den zunehmenden
Durchmesser der sich zwischen dem ersten, zweiten und dritten Zylinder
bildenden Wickel Platz zu machen. Diese Anordnung verbessert die Führung des
Wickels. Vorteilhaft ist, dass der dritte Zylinder von einem Paar
von Schwenkarmen getragen wird, deren Drehpunkt sich in einer Position
befindet, die sich nicht mit den die Führungen tragenden Flanken (die
beweglich sein können) überlagert, die
den geschlossenen Weg definieren, dem die Zentrierdorne folgen.
Der dritte Zylinder kann leer laufend sein oder vorzugsweise mit
einer Umfangsgeschwindigkeit angetrieben werden, die im Wesentlichen
der Umfangsgeschwindigkeit des ersten und des zweiten Wickelzylinders
entspricht, wobei verständlich
wird (in einer an sich bekannten Weise), dass die drei Zylinder
etwas unterschiedliche Umfangsgeschwindigkeiten haben können, um
den erforderlichen Grad von Kompaktheit beim Wickeln der Wickel
zu erhalten.
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Es
kann auch eine veränderliche
Anzahl von Zentrierdornen längs
jeder der beiden, von den Flanken getragenen Führungen vorgesehen werden,
je nach der angewendeten Bewegungsart. Es ist angebracht, wenn die
Anzahl von Zentrierdornen an jeder Seite mindestens drei und vorzugsweise
fünf beträgt.
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Wenn
die Maschine mit einem Einzug zum Einführen der Wickeldorne versehen
ist, kann sie vorteilhafterweise einen Ablagetrog für Wickeldorne
aufweisen, dessen Geometrie der Geometrie des Wickeltrogs in der
Anfangsphase des Wickelns entspricht. Wie im folgenden Ausführungsbeispiel
deutlich beschrieben wird, gewährleistet
diese Anordnung eine genaue Bearbeitung, ohne dass Einstellungen
beim Vorhandensein von Kernen mit veränderlichem Durchmesser notwendig
sind.
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Nach
einer möglichen
Form eines Ausführungsbeispiels
der erfindungsgemäßen Wickelmaschine
sind, da sich die Zentrierdorne dem Kern annähern und entfernen, jeder Flanke
elektrische oder pneumatische Verteilereinrichtungen zugeordnet,
die mit Steuersensoren versehen sein können. Darüber hinaus können die
Zentrierdorne entweder leer laufend sein oder angetrieben werden.
Im zweiten Fall ist jedem dieser Zentrierdorne ein Motor zugeordnet, um
sie zu drehen, der z. B. ein Elektromotor sein kann. Der Motor wird
durch die elektrischen Verteilereinrichtungen mit Strom versorgt.
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Die
Verteilereinrichtungen können
für jede Flanke
einen drehbaren Verteiler, der innerhalb des von der Führung definierten
Weges, längs
dessen sich die Zentrierdorne bewegen, angeordnet ist, und ein oder
mehrere flexible Elemente in Richtung der Zentrierdorne aufweisen.
Vorzugsweise kann sich jedoch ein elektrischer Verteilerkasten und
ein pneumatischer Verteilerkasten längs jeder der Führungen verschieben,
wobei der elektrische Verteilerkasten und der pneumatische Verteilerkasten
mittels flexibler Elemente mit einem Verteiler verbunden sein können, der
innerhalb des von den Führungen
definierten Weges angeordnet ist, längs dessen sich die Zentrierdorne
und die Kästen
bewegen, wobei die Kästen
mit den Zentrierdornen über
flexible pneumatische und elektrische Verbindungen verbunden werden
können.
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Die
Erfindung betrifft außerdem
ein Verfahren für
die Herstellung von Wickeln einer Bahn, die auf Wickelkernen gewickelt
sind, bei dem:
- – ein erster Wickelkern in
einen Wickeltrog eingeführt
wird und eine vorgegebene Menge der Bahn auf ihn gewickelt wird,
um einen Wickel zu bilden, wobei die Enden des ersten Wickelkerns
von einem Paar von Zentrierdornen ergriffen werden;
- – ein
zweiter Wickelkern in den Wickeltrog eingeführt wird. Kennzeichnend ist,
dass das erfindungsgemäße Verfahren
die folgenden Phasen umfasst:
- – Ergreifen
des ersten Wickelkerns in einem Sammelbereich mittels eines ersten
Paares von Zentrierdornen;
- – Überführen des
ersten Wickeldorns mittels der Zentrierdorne zu dem Wickeltrog;
- – Überführen des
fertigen Wickels, wenn dieser fertig gestellt wurde, mit dem ersten
Paar von Zentrierdornen von dem Wickeltrog zu einem Entladebereich;
- – Ergreifen
eines zweiten Wickelkerns mit einem zweiten Paar von Zentrierdornen
in dem Sammelbereich nach dem Überführen des
ersten Wickelkerns zu dem Wickeltrog (z. B. beim Aufwickeln des
Wickels);
- – Einführen des
zweiten Wickelkerns in den Wickeltrog mit dem zweiten Paar von Zentrierdornen,
wenn der Wickel aus dem Wickeltrog entnommen ist;
- – Überführen des
ersten Paares von Zentrierdornen zu dem Sammelbereich für die Wickelkerne.
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Zusätzliche
vorteilhafte Eigenschaften und Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Maschine
werden in den angefügten
Patentansprüchen erläutert.
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Kurze Beschreibung der
Zeichnungen
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Die
Erfindung wird besser verständlich, wenn
man der Beschreibung und der beigefügten Zeichnung folgt, die ein
nicht einschränkendes,
praktisches Ausführungsbeispiel
der Erfindung darstellt. In der Zeichnung, in der identische Teile
die gleichen Bezugszahlen aufweisen, wird folgendes dargestellt:
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Es
zeigen
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1 eine
Maschine gemäß der Erfindung
in schematischer Querschnittsansicht entsprechend I-I in 1;
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2 eine
Ansicht entsprechend II-II in 1;
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3 eine
Querschnittsansicht entsprechend III-III in 1;
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4 eine
Querschnittsansicht IV-IV in 1;
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5 eine
Vorderansicht aus dem Inneren der Maschine von einer der Flanken
mit den pneumatischen und elektrischen Verteilereinrichtungen;
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6 eine
Teilschnittansicht entsprechend VI-VI in 5; und
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7A bis 7F den
Wickelarbeitsgang der Reihe nach.
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Ausführliche Beschreibung eines
bevorzugten Ausführungsbeispiels
der Erfindung
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Oben
und in der folgenden Beschreibung wird auf die Bildung eines Wickels
auf dem Wickelkern Bezug genommen. In der konkreten Wirklichkeit kann
der entstehende Wickel von einer Anzahl von einzelnen Wickeln gebildet
werden, die nebeneinander angeordnet sind und gleichzeitig die gleiche
Länge einer
Bahn aufnehmen, indem Streifen einer Bahn aufgewickelt werden, die
durch das Längsschneiden der
einzelnen ankommenden Bahn erhalten werden, da der Wickelarbeitsgang
auf rohrförmigen
Kernen durchgeführt
werden kann, die auf dem Dorn axial fluchtend angeordnet sind. Folglich
kann in der vorliegenden Beschreibung und in den Patentansprüchen der
Begriff „Wickel" hier allgemein einen
einzigen Wickel oder eine Anzahl von axial fluchtend angeordneten
Wickeln angeben, die gleichzeitig geformt werden.
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Die
Wickelmaschine besitzt einen feststehenden Aufbau 1 mit
zwei seitlichen Flanken, die am Unterteil befestigt sind. Der feststehende
Aufbau 1 trägt
ein Paar von Wickelzylindern 3; 5, deren Achsen parallel
sind und einen Wickeltrog 7 bilden, in dem die Wickeldorne
mit einem oder mehreren, auf sie aufgesetzten, aus Pappe, Kunststoff
oder einem anderen geeigneten Material bestehenden Kernen angeordnet
sind. Die Kerne werden auf den Wickeldornen angebracht und durch
Aufweitern der Wickeldorne an diesen befestigt, was in an sich bekannter
Weise in einer Station außerhalb
der Wickelmaschine erfolgt.
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Die
Zylinder 3, 5 sind mit Motorantrieb (in an sich
bekannter Weise) versehen, um den Wickel zu drehen. Die Bahn N wird
um den Wickelzylinder 3 gedreht und längs eines durch die Walzen 9, 10, 11, 12, 13, 14 definierten
Zuführweges
von einem Ausgangswickel (nicht gezeigt) zugeführt. Längs des Zuführweges sind Messer (nicht
gezeigt) angeordnet. Das Messer schneidet die Bahn N in der Längsrichtung
in Streifen, die (hinsichtlich von Abmessung und Position) der Längsabmessung
und der Position der an den Wickelkernen eingeführten, rohrförmigen Wickelkerne
entsprechen, die in den Wickeltrog 7 eingeführt werden,
wie es nachstehend beschrieben wird.
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Der
Aufbau 1 trägt
außerdem
ein Paar von Schwenkarmen 17, die sich beim Bezugszeichen 19 am
Aufbau 1 drehen. Die zwei Arme tragen einen dritten Wickelzylinder 21.
Dieser kann entweder leer laufend sein oder angetrieben werden und
liegt auf der Oberseite des entstehenden Wickels auf, so dass der
Wickel im Wickeltrog auf den unteren Wickelzylindern 3, 5 ruht
und durch den dritten Wickelzylinder 21 gesteuert und gehalten
wird. Die Bezugszahl 23 gibt die Kolben-Zylinder-Betätigungselemente
an, die die Schwenkbewegung der Schwenkarme 17 am Drehpunkt 19 steuern,
um den oberen beweglichen Wickelzylinder 21 langsam fortschreitend
anzuheben, während
der sich in Bildung befindliche Wickel im Durchmesser zunimmt, und
um ihn in Richtung des Wickeltrogs 7 zu Beginn eines neuen
Wickelarbeitsgang abzusenken, nachdem der fertige Wickel entladen
und ein neuer Wickelkern in den Wickeltrog 7 eingeführt wurde.
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In
dem dargestellten Beispiel weist der Wickelzylinder 3 eine
feststehende Achse auf und die Halterungen sind mit dem Aufbau 1 einstückig, während die
Achse des Wickelzylinders 5 in waagerechter Richtung aus
den nachstehend erläuterten
Gründen
beweglich ist. Zu diesem Zweck sind die Halterungen an Schlitten 25 angebracht,
die sich auf waagerechten Führungen 27,
die mit den beiden Flanken des feststehenden Aufbaus 1 einstückig sind,
verschieben. Eine Gewindestange 29 und ein Betätigungselement 31 steuern
die Bewegung der Schlitten 25 längs der Führungen 27 zum Annähern und zum
Abstandhalten des Wickelzylinders 5 in Bezug auf den Wickelzylinder 3.
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Auf
der gegenüber
liegenden Seite der Wickelmaschine relativ zu dem Weg, der die Bahn
N zuführt,
ist ein beweglicher Schlitten 33 angebracht. Der Schlitten 33 bewegt
sich auf Schienen 35 entlang, die mit dem Unterteil einstückig sind,
und ist mit einem Paar von Ablagerollen 37 ausgerüstet, um
die fertigen Wickel oder Rollen von der Wickelmaschine zu entfernen.
Das Bezugszeichen f33 gibt die Annäherungs- und Abstandsbewegung
des Schlittens 33 in Bezug auf den Wickelbereich an, der
durch die Wickelzylinder 3, 5 definiert ist. Der
Schlitten ist außerdem
mit einer Rollebene 39 ausgerüstet, auf der die in Abstand
zu bringenden Wickel aufgenommen werden.
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Vertikale
Führungen 41,
in denen sich die jeweiligen Flanken 43 bewegen, sind an
den beiden Seitenteilen 1 des Aufbaus 1 auf der
Seite, die der Innenseite der Maschine zugewandt ist, befestigt.
Die beiden Flanken 43 sind parallel und vertikal längs der Führungen 41 gegeneinander
beweglich. Dementsprechend können
sich die beiden Flanken auf Ebenen bewegen, die parallel zur Mittelebene
der Wickelmaschine entsprechend dem Doppelpfeil f43 liegen. Die
Aufwärts-
und Abwärtsbewegung
der Flanken 43 wird durch ein Paar von Kolben-Zylinder-Betätigungselementen 45 gesteuert,
bei denen der Zylinder an dem Aufbau 1 befestigt ist. Ein
Gleichlaufsystem mit einer durch die Flanken des feststehenden Aufbaus 1 gelagerten
Querwelle 47 zum Synchronisieren der Bewegungen beider
Flanken verhindert die Möglichkeit
von nicht identischen Bewegungen in vertikaler Richtung. In der
Nähe der
beiden Enden der Querwelle 47 sind zwei Zahnriemenscheiben 49 angebracht,
die außerhalb
der Flanken des Aufbaus 1 hervorstehen. Entsprechende Zahnriemen 51 treiben
die Riemenscheiben an, von denen jeder zusätzlich eine entsprechende zweite
Zahnriemenscheibe 53, die durch die jeweilige Flanke getragen wird,
antreibt. Jeder Zahnriemen 51 ist im Punkt 55 an
der entsprechenden Flanke befestigt. Auf diese Weise werden die
beiden Flanken 43 gezwungen, sich längs der vertikalen Führungen 41 genau
gleich zu bewegen.
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An
jeder Flanke 43 ist eine lineare Führung 61 vorgesehen,
die einen geschlossenen Weg bildet. In dem dargestellten Beispiel
besteht der Weg aus zwei zueinander parallelen, geraden Abschnitten,
deren Enden durch zwei halbkreisförmige Abschnitte des Weges
verbunden sind.
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Längs jeder
linearen Führung 61 verschieben
sich mehrere Schlitten 63. Im dargestellten Beispiel sind
fünf Schlitten
für jede
lineare Führung 61 und
folglich für
jede Flanke 43 vorgesehen. Die Schlitten 63 sind
im gleichen Abstand zueinander längs
des durch die Führung 61 definierten
Weges angeordnet. Jeder trägt
einen Zentrierdorn 65 zum Eingriff in ein Ende der Wickeldorne.
Die Zentrierdorne 65 können
jede mögliche
Ausführung
besitzen und bewegen sich im Allgemeinen in axialer Richtung, um
sich den Wickeldornen anzunähern
und auf Abstand zu gehen, und stellen ausfahrbare Köpfe 67 dar,
die an den Wickeldornen befestigt werden. Anstelle der ausfahrbaren
Köpfe können andere
Typen von Greifelementen verwendet werden. Im anderen Falle können einzelne
Zentrierdorne verwendet werden, die in die Wickeldorne ohne zusätzlichen
Festzieheffekt eingeführt
werden. Diese Lösung
ist besonders geeignet, wenn die Zentrierdorne nicht mit Motorantrieb
versehen sind.
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Gemäß der Anordnung
der Schlitten 63 und der jeweiligen Zentrierdorne 65 an
den beiden Flanken 43 entspricht ein Zentrierdorn auf der
einen Seite einem Zentrierdorn auf der gegenüber liegenden Seite, wobei
die Zentrierdorne axial fluchtend angeordnet sind, um einen parallel
zu den Achsen der Wickelzylinder 3, 5, 21 gehaltenen
jeweiligen Wickelkern zu ergreifen.
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Die
jeder Flanke 43 zugeordneten Schlitten 63 sind
an einem Zahnriemen 68 (oder einem äquivalenten flexiblen Element)
befestigt, das zwei Zahnriemenscheiben 71, 73 in
Umdrehung versetzt. Die Zahnriemenscheibe 71 an jeder Flanke 43 wird
durch einen Schrittmotor 75 oder ein anderes geeignetes Betätigungselement
angetrieben, um die Bewegung der Zahnriemenscheibe 71 und
folglich der verschiedenen Schlitten 63, die an dem entsprechenden Zahnriemen 68 befestigt
sind, mittels eines Steuerprogramms genau zu steuern. Die den beiden
Flanken 43 zugeordneten zwei Motore 75 sind durch
eine elektrische Achse miteinander verbunden, d. h. werden durch
eine zentrale Einheit gesteuert, so dass die beiden Zahnriemenscheiben 71 und
die zwei Zahnriemen 68 in perfektem Gleichlauf bewegt werden.
Im dargestellten Beispiel befinden sich die Motoren 75 auf
der gegenüber
liegenden Seite der Flanken 43 relativ zu der Seite, auf
der die Führungen 61, die
Schlitten 63 mit den Zentrierdornen 65 und die Zahnriemenscheiben 71, 73 mit
dem Zahnriemen 68 angeordnet sind.
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An
der Einlassseite der Bahn N des feststehenden Aufbaus 1 ist
ein Einzug 83 angebracht, der sich im Punkt 81 dreht,
um die Wickelkerne mit den jeweiligen rohrförmigen Kernen, die an ihnen
sitzen und befestigt sind, einzuführen. Der Einzug 83 schwenkt
um die Achse 81. Die Schwenkbewegung wird durch ein Kolben-Zylinder-Betätigungselement 85 oder
durch ein Paar von Betätigungselementen gesteuert,
die an den beiden Flanken der Maschine symmetrisch angeordnet sind.
Der Aufbau 1 trägt zusätzlich einen
feststehenden Kanal 87 mit V-Querschnitt, in den die Wickelkerne
und die dran angebrachten und befestigten rohrförmigen Kerne in axialer Richtung
eingeführt
werden. Der Kanal 87 stellt eine kammförmige Struktur dar, so dass
der Einzug 83, der ebenfalls eine Kammstruktur aufweist,
in das Innere von diesem eindringen kann.
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In
seiner unteren Position ist der Einzug 83 teilweise unter
der Ablagefläche
des Kanals 87 angeordnet, so dass ein Wickelkern mit den
entsprechenden rohrförmigen
Kernen in axialer Richtung längs des
Kanals eingeführt
werden kann. Sobald der Wickelkern in dem Kanal 87 angeordnet
ist, kann der Einzug nach oben schwenken und erfasst somit den Wickelkern
und bringt ihn in eine Position, in der er durch die Zentrierdorne 65,
die sich längs
der Flanken 43 bewegen, ergriffen und zu dem Wickeltrog transportiert
werden kann.
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Als
andere Möglichkeit
kann der Kanal 87 weggelassen werden. In diesem Fall kann
der Einzug 83 aus endlosen Profilen bestehen, die im Inneren kammähnlich sind.
Der Wickelkern kann damit in axialer Richtung in den durch den Einzug 83 definierten Trog
eingeführt
werden, wenn dieser sich in der unteren Position befindet, die in 1 mit
einer gestrichelten Linie dargestellt ist. Für den Einzug wird eine passende
Form übernommen,
um zu verhindern, dass der Wickelkern von dem Einzug herab fällt.
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Wie
in der Zeichnung gezeigt ist, stellt der Einzug 83 ein
Profil dar, das durch zwei kreisförmige, zylindrische Flächenabschnitte
definiert ist, die dem Profil des durch die beiden Zylinder 3, 5 gebildeten Wickeltrogs
entsprechen, wenn sich diese in der maximalen Annäherungsposition
befinden. Dies ermöglicht
die Verwendung von Wickelkernen mit verschiedenen Durchmessern,
ohne eine Einstellung zu benötigen,
wie es in der folgenden Beschreibung der Arbeitsweise der Maschine
deutlich sichtbar wird.
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Die
Arbeitsweise der oben beschriebenen Wickelmaschine wird jetzt mit
Bezug auf die Reihenfolge in den 7A bis 7F veranschaulicht.
In 7A sind die fünf
Schlitten, die von der Flanke 43 getragen werden und in
dieser dargestellt sind, durch die Be zugszahlen 63A, 63B, 63C, 63D und 63E angegeben.
Der Schlitten 63A mit dem entsprechenden Zentrierdorn ist
entsprechend dem durch die Wickelzylinder 3, 5 gebildeten
Wickeltrog 7 angeordnet, die sich in der maximalen Annäherungsposition
befinden. Der Zentrierdorn 65 des Schlittens 63A und
der Zentrierdorn, der mit dem des von der anderen Flanke getragenen,
entsprechenden Schlittens axial fluchtend angeordnet ist, befinden
sich mit einem Wickeldorn M mit den daran angebrachten, jeweiligen rohrförmigen Kernen
in Eingriff. Die Zentrierdorne der Schlitten in der Position 63E haben
die zuvor gebildete Rolle entladen, die bereits entnommen wurde.
Die durch die Schlitten in der Position 63B getragenen Zentrierdorne
sind entsprechend der oberen Position des Einzuges 83,
der den Wickeldorn M1 trägt,
ausgerichtet, der während
des folgenden Arbeitsgangs in den Wickeltrog eingeführt wird.
Der Einzug 83 könnte
tatsächlich
noch in der abgesenkten Position sein und zu einem späteren Zeitpunkt
den Wickeldorn M1 von dem Kanal 87 aufnehmen. Der während des
vorherigen Arbeitsgangs hergestellte Wickel oder die Rolle könnten sich
ebenfalls noch im Inneren der Maschine befinden, die von den durch
die Schlitten 63E getragenen Zentrierdornen abgestützt werden
oder können
auf den Schlitten 33 entladen worden sein, wobei sich dieser
noch in der Nähe
der beiden Wickelzylinder 3, 5 befinden könnte.
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Der
Wickelarbeitsgang beginnt in dem Zustand, der in 7A dargestellt
ist. Die Bahn N wird auf den Wickeldorn M an den rohrförmigen Kernen, die
auf dem Wickelkern angebracht und daran befestigt sind, gewickelt.
Die Zentrierdorne, die den Wickelkern M im Wickeltrog ergreifen,
könnten
mit Motorantrieb versehen sein, um sich mit dem Wickelkern zu drehen,
was aber nicht notwendig ist. Das Drehmoment zum Drehen des Wickelkerns
und folglich zum Wickeln der Bahn wird durch die Wickelzylinder 3 und 5 (die
mit Motorantrieb versehen sind) erzeugt. Der obere Wickelzylinder 21 wird
abgesenkt und mit dem Wickelkern im Wickeltrog zwischen den Wickelzylindern 3, 5 in
Kontakt gebracht, wenn eine geeignete Anzahl von Windungen der Bahn
auf dem Wickelkern ausgebildet worden sind.
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Wenn
die Bahn N um den Wickeldorn M gewickelt wird, bewegt sich die Maschine
langsam fortschreitend von der in 7A gezeigten
Anordnung in die in 7B ge zeigte Anordnung, die von
der vorherigen Anordnung für
die Aufwärtsbewegung
des oberen Wickelzylinders 21 und der entsprechenden Aufwärtsbewegung
der Flanken 43 auf Grund der Aufwärtsbewegung der Achse des entstehenden
Wickels abweicht. Diese Abbildung zeigt, wie der durch den Einzug 83 angehobene,
neue Wickeldorn M1 durch die von den Schlitten 63B getragenen
Zentrierdornen ergriffen wird und der Einzug zum Aufnehmen eines
neuen Wickeldorns wieder abgesenkt wird.
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In 7C hat
der Durchmesser des Wickels R erneut zugenommen. Um eine große Auflagebasis für den Wickel
R bereitzustellen, wurde der Wickelzylinder 5 mit einer
horizontalen Bewegung vom Wickelzylinder 3 weg bewegt,
wodurch sich die Größe des Wickeltroges 7 verbreitert.
Dies verursacht die Notwendigkeit, die Zentrierdorne der Schlitten 63A in horizontaler
Richtung zusätzlich
zu der vertikalen Richtung translatorisch zu bewegen, um dem zunehmenden
Durchmesser des Wickels R zu folgen. Dies bewirkt eine entsprechende
Bewegung längs
der linearen Führung 61 der
anderen beiden Schlitten (alle mit dem Zahnriemen 68 gegeneinander
beweglich verbunden), verursacht jedoch keine Probleme, weil der
folgende Wickeldorn M1 bereits von den Zentrierdornen in der Position 63B ergriffen
wurde, während der
vorherige Wickel durch die von den Schlitten 63E getragenen
Zentrierdorne entladen worden ist. In der Zwischenzeit wird für den nächsten Wickelarbeitsgang
ein neuer Wickelkern M2 in den Kanal 65 eingeführt worden
sein.
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In 7D erscheint
der Wickelzylinder 5 in einem noch größeren Abstand von dem Wickelzylinder 3,
wobei der Wickel R im Durchmesser erneut zugenommen hat und seine
endgültige
Abmessung erreicht. Der obere Wickelzylinder 21 ist zusätzlich angehoben.
Die Flanken 43 sind angehoben, um der Aufwärtsbewegung
der Achse des Wickels R und folglich des Wickeldorns M zu folgen,
während
den die Zentrierdorne tragenden Schlitten eine Translationsbewegung
erteilt wird, um der Bewegung in horizontaler Richtung der Achse
des Wickels zu folgen, die sich an das Öffnen der Wickelzylinder 3, 5 anschließt.
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In 7E wurde
der fertige Wickel vom Wickeltrog zum Schlitten 33 übergeben.
Zu diesem Zweck wurden die Flanken 43 etwas angehoben,
um die Translationsbewegung des Wickels R zu ermöglichen, indem die Schlitten 63A in
Richtung des Schlittens 33 bewegt werden. Die Ebene 39 des
Schlittens 33 wird in eine Position gebracht, die den Wickelzylinder 3 annähernd tangiert,
wobei die Zentrierdorne der Schlitten 63A über die
Ablagerollen 37 des Schlittens 33 gebracht werden.
Die Translationsbewegung der Schlitten 63A bewirkt die
Translationsbewegung aller anderen Schlitten 63, so dass
zum Beispiel die Schlitten 63B über dem Wickeltrog 7 bewegt
werden, dessen Größe inzwischen
erneut abgenommen hat, weil der Wickelzylinder 5 sich wieder
dem Wickelzylinder 3 angenähert hat. Der obere Wickelzylinder 21 wurde
angehoben, um den Durchlauf des fertigen Wickels zu ermöglichen.
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In 7F wurde
der Schlitten 33 in einen Abstand zu den Wickelzylindern
gebracht, nachdem der Wickel R durch die von den Schlitten 63A getragenen Zentrierdornen
abgelegt wurde, die zu diesem Zweck gegeneinander beweglich auf
Abstand gebracht wurden. Es werden Schneidmittel (nicht gezeigt
und an sich bekannt) verwendet, um die Bahn N zwischen dem Wickeltrog 7 und
dem fertigen Wickel R in Querrichtung zu schneiden. Die Vorlaufkante
der Bahn, die somit geformt ist, wird mit den am Wickeldorn M1 angebrachten,
rohrförmigen
Kernen verankert, der anschließend
in den Wickeltrog 7 eingeführt wird. Die Flanken 43 werden
abgesenkt, um den Wickeldorn M1 aufzunehmen, der von den Zentrierdornen
der Schlitten 63B in dem Wickeltrog, der sich mit den Wickelzylindern 3, 5 in
Kontakt befindet, ergriffen wird. Diese Abwärtsbewegung nimmt auch die
Zentrierdorne der Schlitten 63C auf, die sich in Übereinstimmung
mit dem Einzug 83 befinden, der inzwischen angehoben wurde,
um den Wickelkern M2 aus dem Kanal 87 zu nehmen und in
die Position zu heben, in der er von den Zentrierdornen der Schlitten 63C ergriffen
wird.
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7F zeigt,
wie 7A, einen Moment des Wickelarbeitsgangs, bei dem
die Zentrierdorne, die den im Wickeltrog 7 befindlichen
Wickeldorn ergreifen, und die Zentrierdorne, die den für den folgenden Arbeitsgang
beabsichtigten Wickeldorn ergreifen, sich in einer Position befinden,
die von der Durchmessergröße der Wickelkerne
oder genauer von der Durchmessergröße der rohrförmigen Kerne,
die an diesen angebracht und befestigt sind, abhängig ist. Dank der speziellen
Ausführung
des Einzugs 83, der ein Profil darstellt, welches in dieser
Ausführung
das des Wickeltroges nachbildet, ist es ausreichend, die Position
der Zentrierdorne in Bezug auf die Wickelzylinder 3, 5 einzustellen,
um automatisch die genaue Position der Zentrierdorne in Bezug auf
den Sitz zu erhalten, der durch die Profile gebildet wird, die den Einzug 83 bilden,
da sich der Durchmesser der rohrförmigen Kerne ändert.
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Aus
der obigen Beschreibung wird deutlich, dass die Phase des Entladens
des fertigen Wickels R und die Einführung eines neuen Wickeldorns
in den Wickeltrog 7 viel schneller ist als das, was bei
Wickelmaschinen des herkömmlichen
Typs erfolgt. Dies verringert die Gesamtdauer eines Wickelarbeitsgangs.
Darüber
hinaus wird der fertige Wickel R gesteuert und geführt, bis
er die Rollen 37 des Schlittens 33 erreicht, wobei
dies die Vorgänge
des Entladen des Wickels und das Schneiden der Bahn erleichtert,
weil die Position, die der Wickel R auf dem Schlitten 33 einnimmt,
immer genau wiederholbar ist.
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Aus
der obigen Beschreibung wird deutlich, dass die Zentrierdorne 65 und
die entsprechenden Köpfe 67 beweglich
sind. Insbesondere sind die Zentrierdorne mit einer Annäherungs-
und Abstandsbewegung in Bezug auf die Wickelkerne zum Ergreifen und
Freigeben sowie mit einer Befestigungsbewegung, z. B. Ausdehnung
der Köpfe 67 versehen,
um den von einem Paar von Zentrierdornen gleichzeitig genutzten
Wickelkern zu befestigen. Wie erwähnt, können die Zentrierdorne mit
Motorantrieb versehen sein. Das bedeutet, dass für die Zentrierdorne elektrische
Signale an die Steuereinheiten, welche die mechanischen Elemente
(z. B. Magnetventile oder andere) betätigen, bereitgestellt werden
müssen.
Die Möglichkeit, über Sensoren
erhaltene elektrische Signale an die Zentrierdorne zu senden oder
von diesen zu empfangen, ermöglicht
z. B. Signale, um die verschiedenen Funktionen des Arbeitsgangs
der Reihe nach durchzuführen.
Schließlich
müssen
die mechanischen Elemente über
Pneumatik- oder Hydrauliksteuerungen betätigt werden, was Gründe dafür sind,
dass den Zentrierdornen Druckluft oder ein anderes mit Druck beaufschlagtes
Fluid zugeführt
werden muss.
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Zu
diesem Zweck ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel ein rotierender
Verteiler für Druckluft
und elektrische Signale erforderlich, um die mechanischen Elemente
zu betreiben, die im Inneren des durch die geradlinige Führung 61 von
jeder Flanke 43 definierten geschlossenen Weges in einer
Position angeordnet sind, die in Bezug auf diesen Weg etwas zentral
liegt. Der rotierende Verteiler und die Verbindungseinrichtungen
zu der elektrischen und pneumatischen Leitung an die verschiedenen
Zentrierdorne sind nur in den 3, 5 und 6 angegeben,
während
sie in den restlichen Figuren der Zeichnung der Einfachheit halber
im Wesentlichen weggelassen wurden.
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Der
rotierende Verteiler ist im Allgemeinen mit der Bezugszahl 91 angegeben.
Dieser drehbare Verteiler ist durch mindestens einen elektrischen Draht
an eine elektrische Einheit 93 angeschlossen, die auf dem
Schlitten 94 angeordnet ist, der sich auf der gleichen
Führung 61 verschiebt,
auf der sich die Schlitten 63, die die Zentrierdorne 65 tragen,
verschieben. Der Schlitten 94 kann außerdem an dem entsprechenden
Zahnriemen 68 befestigt werden. Die Bezugszahl 95 gibt
einen flexiblen Kanal an, in dem der elektrische Draht angeordnet
ist, wobei das eine Ende des Kanals mit dem rotierenden Verteiler 91 und
das gegenüber
liegende Ende mit dem Schlitten 94 der elektrischen Einheit
verbunden ist. Der elektrische Draht ist der Einfachheit halber
in der Zeichnung nicht dargestellt.
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Die
elektrische Einheit 93 ist in Reihe mit den Schlitten 63 und
von hier mit den durch die Schlitten getragenen verschiedenen Zentrierdornen
mittels elektrischer Drähte
verbunden, die in flexiblen Kanälen 97 angeordnet
sind. Jeder Kanal 97 verbindet einen Schlitten 63 mit
einem benachbarten Schlitten. Auf diese Weise erreichen die über den
drehbaren Verteiler 91 zugeführten elektrischen Signale
alle Zentrierdorne auf der entsprechenden Flanke 43.
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In
dem Kanal 95 verläuft
außerdem
eine flexible Druckluftleitung. Die Druckluftleitung wird auch zu
einer Pneumatikeinheit 101 und zu allen Schlitten 63 und
schließlich
zu den jeweiligen Zentrierdornen 65 über Kanäle 99, die parallel
zu den Kanälen 97 liegen, geführt. Auf
diese Weise erreicht die Druckluft alle Zentrierdorne und die jeweiligen
Betätigungselemente,
die durch die Druckluft mit Steuersignalen gesteuert werden und
längs der
elektrischen Leitung verteilt sind, von der der drehbare Verteiler 91 die elektrische
Einheit 93 und von hier alle Schlitten 63 erreicht.
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In
dem oben beschriebenen Beispiel sind die Wickelzylinder 3, 5 gegeneinander
beweglich, um die Ablagebasis während
des Wickelarbeitsgangs zu erhöhen,
wenn der Durchmesser des entstehenden Wickels R zunimmt. Diese Eigenschaft
ist speziell für Wickel
R vorteilhaft, deren Enddurchmesser besonders hoch ist. Die Maschine
kann so programmiert werden, dass sich die Wickelwalzen nur auseinander bewegen
und schließen,
wenn der Durchmesser des Wickels einen bestimmten Wert überschreitet.
Die Auseinanderbewegung kann zum Beispiel entsprechend der Menge
gewickelter Bahn gesteuert werden, die mittels einer Kodiervorrichtung
bestimmt wird, die einem der längs
des Materialweges angeordneten Zylinder oder einer der Rollen oder
auch einem der beiden Wickelzylinder zugeordnet ist. In dem anderen
Falle kann der Durchmesser gesteuert werden, und die Zylinder können entsprechend
dem jeweiligen Signal auseinander bewegt werden.
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Da
das Auseinanderfahren der Wickelzylinder erforderlich ist, um den
Wickelarbeitsgang stabiler zu machen, indem Vibrationen des Wickels
ausgeschaltet oder eingeschränkt
werden, kann sich nach einer möglichen
Form des Ausführungsbeispiels
die Steuerung der Auseinanderbewegung der beiden Zylinder aus einem
Signal von den Ladezellen ergeben, die den Halterungen 65 der
Zentrierdorne zugeordnet sind. Wenn diese Ladezellen oder andere äquivalente
Sensoren eine Vibration detektieren, die einen vorbestimmten Schwellwert überschreitet, steuert
die Steuereinheit der Wickelmaschine das allmähliche Auseinanderfahren der
Zylinder 3; 5, bis die detektierte Vibration wieder
auf einen akzeptablen Wert reduziert ist.
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Es
wird angemerkt, dass die Zeichnung nur ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
darstellt, welches in Formen und in Anordnungen variieren kann, ohne
vom Umfang der vorliegenden Erfindung abzuweichen. Bezugszahlen
in den Patentansprüchen haben
den Zweck, das Verständnis
der Patentansprüche
in Bezug auf die vorhergehende Beschreibung und die angefügten Zeichnungen
zu erleichtern und begrenzen nicht ihren Schutzumfang.