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GEBIET DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft stabile pharmazeutische Zusammensetzungen,
umfassend feuchtigkeitsempfindliche Arzneimittel, insbesondere einen
Inhibitor des Angiotensin-umwandelnden Enzyms (ACE), wie Cilazapril,
als aktiven Inhaltsstoff, und Verfahren zur Herstellung solcher
stabiler pharmazeutischer Zusammensetzungen.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Cilazapril
ist offenbar ein Inhibitor des Angiotensin-umwandelnden Enzyms ("ACE"), welches die Bildung
von Angiotensin II aus Angiotensin I durch Inhibition des Angiotensin-umwandelnden
Enzyms hemmt. Es wird berichtet, daß Cilazapril chemisch (1S,9S)-9-[(S)-1-Ethoxycarbonyl-3-phenylpropylamino]-10-oxoperhydropyridazino[1,2-a][1,2]diazepin-1-carbonsäure ist,
und es wird als in dem
US-Patent
Nr. 4,512,924 offenbart verstanden. Cilazapril wird bei
der Behandlung von Patienten verschrieben, die an Bluthochdruck
leiden.
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Eine
der Anforderungen an eine akzeptable pharmazeutische Zusammensetzung
besteht darin, daß sie
stabil sein muß.
Eine stabile pharmazeutische Zusammensetzung zeigt keinen wesentlichen
Abbau des aktiven pharmazeutischen Inhaltsstoffs während der
Zeit von der Herstellung der Zusammensetzung bis zu ihrer Verwendung
durch einen Patienten. Cilazapril und eine Reihe weiterer Arzneimittel
sind von Problemen aufgrund von Instabilität behaftet, da der aktive pharmazeutische
Inhaltsstoff in der Gegenwart von Wasser/Feuchtigkeit rasch abgebaut
wird. Solche aktive pharmazeutische Inhaltsstoffe (Arzneimittel)
können
daher als feuchtigkeitsempfindliche Arzneimittel charakterisiert
werden.
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Es
ist bekannt, daß Tablettengemische
vor der Tablettierung trockengemischt, trockengranuliert oder naßgranuliert
werden können.
Die Auswahl des Verarbeitungsverfahrens, Trockenmischen, Trockengranulation,
Naßgranulation
oder irgendeinem anderen Granulationsverfahren, ist abhängig von
den Eigenschaften des Arzneimittels und der gewählten Hilfsstoffe. Im allgemeinen
wird angenommen, daß für feuchtigkeitsempfindliche
Arzneimittel ein trockenes Herstellungsverfahren bevorzugt ist.
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Um
die Stabilität
von feuchtigkeitsempfindlichen Arzneimitteln zu verbessern, können Wasserfängerverbindungen
in eine Tablettenmatrix aufgenommen werden. Eine solche Wasserfängerverbindung
ist das Bindemittel Copovidon (Plasdone S-630®),
welches speziell für
feuchtigkeitsempfindliche Arzneimittel empfohlen wird. Es wurden
jedoch mit sehr geringem Erfolg Versuche unternommen, Cilazapril-Tabletten
unter Verwendung dieses Materials in einem Trockengranulationsverfahren
zu formulieren. In solchen Cilazapril-Tabletten war der Abbau des
aktiven pharmazeutischen Inhaltsstoffs offensichtlich.
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Naßgranulationsverfahren
wurden für
feuchtigkeitsempfindliche Arzneimittel nicht als geeignet erachtet,
da allein schon die Art dieser Verfahren das Vorliegen von Wasser/Feuchtigkeit
beinhalten kann.
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Überraschenderweise
haben wir herausgefunden, daß die
besten Stabilitätsergebnisse
mit einer Zusammensetzung oder Formulierung erzielt werden können, die
das feuchtigkeitsempfindliche Arzneimittel und einen ersten pharmazeutischen
Hilfsstoff, wie ein Bindemittel, z. B. Copovidon, umfaßt, wobei
die Formulierung/Zusammensetzung unter Verwendung eines Naßgranulationsverfahrens
hergestellt wird.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Die
Erfindung liefert stabile pharmazeutische Zusammensetzungen und
Verfahren zu deren Herstellung.
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In
einem Aspekt liefert die vorliegende Erfindung eine stabile pharmazeutische
Zusammensetzung mit:
- a) einem feuchtigkeitsempfindlichen
aktiven pharmazeutischen Inhaltsstoff und
- b) Copovidon,
wobei der aktive pharmazeutische Inhaltsstoff
mit einer Lösung
des Copovidons naßgranuliert
ist.
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In
einem weiteren Aspekt liefert die vorliegende Erfindung ein Verfahren
zur Herstellung einer stabilen pharmazeutischen Zusammensetzung
der vorliegenden Erfindung, welches die folgenden Stufen umfaßt:
- a) Bereitstellen eines feuchtigkeitsempfindlichen
aktiven pharmazeutischen Inhaltsstoffs,
- b) Naßgranulieren
des feuchtigkeitsempfindlichen aktiven pharmazeutischen Inhaltsstoffs
mit einer Lösung, die
Copovidon umfaßt.
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Die
vorliegende Erfindung liefert auch ein Verfahren zum Behandeln eines
Patienten, der an einer Erkrankung leidet, wobei das Verfahren umfaßt, daß man an
einen Patienten, der dies benötigt,
eine therapeutisch wirksame Menge einer stabilen pharmazeutischen
Zusammensetzung verabreicht, welche einen feuchtigkeitsempfindlichen
aktiven pharmazeutischen Inhaltsstoff, vorzugsweise Cilazapril,
und Copovidon umfaßt, wobei
der aktive pharmazeutische Inhaltsstoff mit einer Lösung von
Copovidon naßgranuliert
ist.
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KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN
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1 zeigt
einen Vergleich des Abbaus verschiedener erfindungsgemäßer Cilazapril-Tabletten, verpackt
in einem kaltgeformten Aluminiumblister, mit einer trockengranulierten
Tablette und einer kommerziell erhältlichen Tablette bei 55°C während eines
Stabilitätstests.
Die Zunahme von Cilazaprilat, einem Hauptabbauprodukt von Cilazapril,
wurde bestimmt.
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2 zeigt
das Stabilitätsverhalten
von Cilazapril-Tabletten im Vergleich von Granulationsverfahren auf
wäßriger Basis
und auf Ethanolbasis.
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3 zeigt
das Stabilitätsverhalten
von Cilazapril-Tabletten beim Vergleich einer Tablettenbeschichtung
auf Basis von Polyvinylalkohol (Opadry II (Serie 85)) und einer
Tablettenbeschichtung auf Basis von Hydroxypropylmethylzellulose.
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AUSFÜHRLICHE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Wie
er hier verwendet wird, bezieht sich der Ausdruck feuchtigkeitsempfindlicher
aktiver pharmazeutischer Inhaltsstoff auf einen aktiven pharmazeutischen
Inhaltsstoff, welcher in der Gegenwart von Wasser/Feuchtigkeit rasch
abgebaut wird.
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In
einem Aspekt liefert die vorliegende Erfindung eine stabile pharmazeutische
Zusammensetzung, welche einen feuchtigkeitsempfindlichen aktiven
pharmazeutischen Inhaltsstoff, beispielhaft veranschaulicht durch
Cilazapril, und einen ersten pharmazeutisch verträglichen
Hilfsstoff, welcher Copovidon ist, umfaßt, wobei der aktive pharmazeutische
Inhaltsstoff mit einer Lösung
des ersten pharmazeutischen Hilfsstoffs naßgranuliert ist.
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Vorzugsweise
umfaßt
die stabile pharmazeutische Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung
wenigstens etwa 4% des ersten pharmazeutischen Hilfsstoffs, bezogen
auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung. Bevorzugter umfaßt die pharmazeutische
Zusammensetzung von etwa 4% bis etwa 20%, am meisten bevorzugt von
etwa 5% bis etwa 10% des ersten pharmazeutischen Hilfsstoffs, bezogen
auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung.
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Geeignete
feuchtigkeitsempfindliche aktive pharmazeutische Inhaltsstoffe sind
Inhibitoren des Angiotensin-umwandelnden Enzyms (ACE). Am meisten
bevorzugt ist der feuchtigkeitsempfindliche pharmazeutisch aktive
Inhaltsstoff Cilazapril.
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Vorzugsweise
macht die Menge an aktivem pharmazeutischem Inhaltsstoff in der
Zusammensetzung etwa 0,1% bis etwa 25%, bevorzugter etwa 0,5% bis
etwa 15% des Gesamtgewichts der Zusammensetzung aus. Eine am meisten
bevorzugte Menge an aktivem pharmazeutischem Inhaltsstoff in der
Zusammensetzung macht etwa 0,6% bis etwa 2,7% des Gesamtgewichts
der Zusammensetzung aus.
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Die
pharmazeutischen Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung sind
stabil. Vorzugsweise enthält
die stabile pharmazeutische Zusammensetzung nicht mehr als 3% (w/w
der anfänglichen
Menge an aktivem pharmazeutischem Inhaltsstoff) eines Abbauprodukts
des aktiven pharmazeutischen Inhaltsstoffs nach Lagerung in einer
Verpackung mit feuchtigkeitsempfindlichen Barriereeigenschaften,
die wenigstens so effektiv sind wie Aluminium-Aluminium-Kaltformblister.
Vorzugsweise beträgt
die Konzentration an Abbauprodukt in der stabilen pharmazeutischen
Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung nach Lagerung wie oben
beschrieben nicht mehr als 2%. Bevorzugter beträgt die Konzentration an Abbauprodukt
in der stabilen pharmazeutischen Zusammensetzung der vorliegenden
Erfindung nach Lagerung wie oben beschrieben nicht mehr als 1%.
Die Lagerung kann eine Lagerung bei einer Temperatur von 55°C für 14 Tage
und eine Lagerung bei einer Temperatur von 40°C und 75% relativer Feuchte
für drei
Monate umfassen. Das Abbauprodukt kann mittels HPLC-Analyse detektiert
werden.
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Vorzugsweise
ist der aktive pharmazeutische Inhaltsstoff Cilazapril und das Abbauprodukt
ist Cilazaprilat.
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Die
stabilen pharmazeutischen Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung
können
weiterhin Hilfsstoffe, wie Tabletten- und Kapselfüllmittel
und Verdünnungsmittel
(wie mikrokristalline Zellulose, Lactose, Stärke und dreibasiges Calciumphosphat),
Sprengmittel (wie Stärke,
Croscarmellosenatrium, Crospovidon und Natriumstärkeglycolat), Gleitmittel (wie
kolloidales Siliciumdioxid und Talk) und Schmiermittel (wie Magnesiumstearat,
Natriumlaurylsulfat, Stearinsäure
und Natriumstearylfumarat) umfassen.
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Spezieller
umfassen geeignete Verdünnungsmittel
und Füllmittel
zur Verwendung in der pharmazeutischen Zusammensetzung der vorliegenden
Erfindung mikrokristalline Zellulose (z. B. Avicel®),
Lactose, Stärke,
vorgelatinierte Stärke,
Calciumcarbonat, Calciumsulfat, Zucker, Dextrate, Dextrin, Dextrose,
zweibasiges Calciumphosphatdihydrat, dreibasiges Calciumphosphat,
Magnesiumcarbonat, Magnesiumoxid, Maltodextrin, Mannitol, pulverförmige Zellulose,
Natriumchlorid, Sorbitol und Talk.
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Feste
pharmazeutische Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung, die
zu einer Dosierungsform, wie einer Tablette, kompaktiert sind, können die
Zugabe eines Sprengmittels zu der Zusammensetzung umfassen. Sprengmittel
umfassen Croscarmellosenatrium (z. B. Ac Di Sol®, Primellose®),
Crospovidon (z. B. Kollidon®, Polyplasdone®),
mikrokristalline Zellulose, Polacrilinkalium, pulverförmige Zellulose,
vorgelatinierte Stärke,
Natriumstärkeglycolat
(z. B. Explotab®,
Primoljel®)
und Stärke.
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Gleitmittel
können
zugegeben werden, um die Fließfähigkeit
einer festen Zusammensetzung vor dem Kompaktieren zu verbessern
und um die Präzision
der Dosierung insbesondere während
der Kompaktierung und Kapselbefüllung
zu verbessern. Hilfsstoffe, die als Gleitmittel dienen können, umfassen
kolloidales Siliciumdioxid, Magnesiumtrisilicat, pulverförmige Zellulose
und Talk.
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Ein
Schmiermittel kann zu der Zusammensetzung zugegeben werden, um die
Adhäsion
zu reduzieren und/oder die Freigabe des Produkts z. B. aus der Form
zu erleichtern. Schmiermittel umfassen Magnesiumstearat, Calciumstearat,
Glycerylmonostearat, Glycerylpalmitostearat, hydriertes Castoröl, hydriertes
Pflanzenöl,
Mineralöl,
Polyethylenglycol, Natriumlaurylsulfat, Natriumstearylfumarat, Stearinsäure, Talk
und Zinkstearat.
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Vorzugsweise
wird einer oder werden mehrere weitere pharmazeutische Hilfsstoffe
mit dem feuchtigkeitsempfindlichen aktiven pharmazeutischen Inhaltsstoff
und dem ersten pharmazeutischen Hilfsstoff naßgranuliert.
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Weitere
Hilfsstoffe, die in die Formulierung aufgenommen werden können, umfassen
Konservierungsmittel, oberflächenaktive
Mittel, Antioxidanzien oder irgendeinen anderen Hilfsstoff, wie
er in der pharmazeutischen Industrie üblicherweise verwendet wird.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung umfaßt
die stabile pharmazeutische Zusammensetzung Cilazapril, Copovidon,
Lactosemonohydrat, Natriumstärkeglycolat,
Talk und Natriumstearylfumarat.
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Die
festen Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung umfassen Pulver,
Granulate, Aggregate und kompaktierte Zusammensetzungen. Die Dosierungsformen
umfassen Dosen, die für
eine orale, bukkale und rektale Verabreichung geeignet sind. Obwohl
die am besten geeignete Verabreichung in jedem gegebenen Fall von
der Art und Schwere des behandelten Zustands abhängt, ist der am meisten bevorzugte
Verabreichungsweg in der vorliegenden Erfindung der orale Weg. Die
Dosen können
geeigneterweise in Form von Dosierungseinheiten präsentiert
werden und durch irgendeines der Verfahren, wie sie auf dem Gebiet
der Pharmazie gut bekannt sind, hergestellt werden.
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Die
pharmazeutische Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung kann
in jeder Dosierungsform, wie z. B. als komprimiertes Granulat in
Form einer Tablette, hergestellt werden. Ebenso können nicht-komprimierte
Granulate und Pulvergemische, die durch das Verfahren der vorliegenden
Erfindung in den Stufen vor der Komprimierung erhalten wurden, einfach
in einer Dosierungsform in Form einer Kapsel oder eines Säckchens
bereitgestellt werden. Daher umfassen Dosierungsformen der pharmazeutischen
Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung feste Dosierungsformen,
wie Tabletten, Pulver, Kapseln, Säckchen usw. Die Dosierungsform
der vorliegenden Erfindung kann auch eine Kapsel sein, die die Zusammensetzung,
vorzugsweise eine pulverförmige
oder granulierte feste Zusammensetzung der Erfindung, entweder in
einer harten oder in einer weichen Hülle enthält. Die Hülle kann aus Gelatine hergestellt
sein und optional einen Weichmacher, wie Glycerin und Sorbitol,
und ein Trübungsmittel
oder Färbemittel
enthalten.
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Wenn
eine feste Zusammensetzung eines feuchtigkeitsempfindlichen aktiven
pharmazeutischen Inhaltsstoffs, vorzugsweise Cilazapril, gemäß der vorliegenden
Erfindung hergestellt wird, wird sie vorzugsweise in pharmazeutische
Formulierungen, wie konventionelle Dosierungsformen, einschließlich Tabletten
und Kapseln, formuliert. Tabletten sind eine bevorzugte Dosierungsform.
Zusätzlich
können
die Tabletten mit einer optionalen kosmetischen Tablettenbeschichtung
beschichtet sein. Bevorzugter hat diese kosmetische Beschichtung "Feuchtigkeitsbarriere"-Eigenschaften. Diese
Feuchtigkeitsbarriereeigenschaft stellt einen Schutz vor Umgebungsfeuchtigkeit
für empfindliche
Kerne bereit, erhöht
die Produktstabilität
und verbessert die Haltbarkeitsdauer.
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Vorzugsweise
ist die kosmetische Beschichtung eine Tablettenbeschichtung auf
Basis von Polyvinylalkohol. Bevorzugter umfaßt die kosmetische Beschichtung
Polyvinylalkohol, Talk und Polyethylenglycol (PEG). Am meisten bevorzugt
umfaßt
die kosmetische Beschichtung weiterhin ein Trübungsmittel und/oder ein Färbemittel,
z. B. Titandioxid und/oder Eisenoxid.
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Wie
in 3 gezeigt, wird ein Vergleich zwischen der Stabilität einer
mit Opadry®II
85F (einer Beschichtung mit Feuchtigkeitsbarriereeigenschaften/auf
Basis von Polyvinylalkohol) be schichteten Tablette und einer mit
einer Beschichtung auf HPMC-Basis beschichteten Tablette angestellt.
Die kommerziell erhältliche Serie
von Pulvergemischen für
Beschichtungssuspensionen, die als die Opadry®II
85F-Serie, erhältlich
von Colorcon, verkauft werden und auf Polyvinylalkohol basieren,
ist ein Beispiel einer solchen kosmetischen Beschichtung. Zusätzlich zu
Polyvinylalkohol umfaßt
diese Opadry-Produktserie Talk, PEG 3350, Titandioxid und Pigmente.
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Vorzugsweise
umfassen die Tabletten der vorliegenden Erfindung eine kosmetische
Beschichtung, die etwa 2% bis etwa 6% des Tablettengewichts, bevorzugter
von etwa 2,5% bis etwa 4,5% des Tablettengewichts und am meisten
bevorzugt von etwa 3% bis etwa 3,5% des Tablettengewichts ausmacht.
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In
einer weiteren Ausführungsform
liefert die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung
einer stabilen pharmazeutischen Zusammensetzung der vorliegenden
Erfindung, welches die folgenden Stufen umfaßt:
- a)
Bereitstellen eines feuchtigkeitsempfindlichen aktiven pharmazeutischen
Inhaltsstoffs,
- b) Naßgranulieren
des feuchtigkeitsempfindlichen aktiven pharmazeutischen Inhaltsstoffs
mit einer Granulationslösung,
umfassend einen ersten pharmazeutischen Hilfsstoff, welcher Copovidon
ist, unter Bildung eines Granulats.
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Bei
der Herstellung einer pharmazeutischen Zusammensetzung der vorliegenden
Erfindung umfaßt ein
typisches Granulationsverfahren das Mischen des aktiven Inhaltsstoffs
und möglicher
Hilfsstoffe in einem Mischer. Der erste pharmazeutische Hilfsstoff
ist in dem für
die Granulation verwendeten Lösungsmittel
gelöst, obwohl
ein weiterer Teil des ersten pharmazeutischen Hilfsstoffs oder ein
weiterer pharmazeutischer Hilfsstoff einer der Hilfsstoffe sein
kann, die im trockenen Zustand zu dem Gemisch zugegeben werden.
Das Granulationslösungsmittel,
die -lösung
oder -suspension wird zu den trockenen Pulvern in dem Mischer zugegeben und
gemischt, bis die gewünschten
Charakteristika erzielt wurden. Dies erzeugt üblicherweise ein Körnchen, welches
geeignete Merkmale besitzt, um Tabletten mit adäquater Härte, Auflösung, einheitlichem Inhalt
und anderen physikalischen Merkmalen herzustellen. Nach der Stufe
des Naßgranulierens
wird das Produkt am häufigsten
getrocknet und bevorzugter dann nach dem Trocknen gemahlen, um einen
großen
Prozentanteil des Produkts innerhalb eines gewünschten Größenbereichs zu erhalten. Vorzugsweise
wird das Produkt nach dem Naßgranulieren
getrocknet, bis der Trocknungsverlust (LCD) nicht mehr als etwa
1,5%, bevorzugter nicht mehr als etwa 1,1%, beträgt. Vorzugsweise wird das Produkt
durch ein 1 mm-Sieb, bevorzugter durch ein 0,8 mm-Sieb, gemahlen
oder dimensioniert.
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Vorzugsweise
wird die stabile pharmazeutische Zusammensetzung der vorliegenden
Erfindung durch Naßgranulation
mit einem geeigneten Lösungsmittel/Verarbeitungslösungsmittel
hergestellt. Ein geeignetes Lösungsmittel/Verarbeitungslösungsmittel
kann den ausgewählten
ersten pharmazeutischen Hilfsstoff lösen. Vorzugsweise kann das
Lösungsmittel/Verarbeitungslösungsmittel
den ersten pharmazeutischen Hilfsstoff so lösen, daß eine Konzentration von wenigstens
etwa 10% W/W erreicht wird. Bevorzugter ist das Lösungsmittel/Verarbeitungslösungsmittel aus
der Gruppe ausgewählt,
bestehend aus Ethanol, Isopropylalkohol, Wasser und Kombinationen
davon.
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Vorzugsweise
umfaßt
die durch Naßgranulation
hergestellte stabile Formulierung wenigstens 4%, bevorzugt etwa
4% bis etwa 20%, bevorzugter etwa 5% bis etwa 10%, eines ersten
pharmazeutischen Hilfsstoffs, bezogen auf das Gewicht der Formulierung.
Vorzugsweise wird der erste pharmazeutische Hilfsstoff als Lösung in
Ethanol oder Wasser verwendet. Eine bevorzugte Lösung des ersten pharmazeutischen
Hilfsstoffs in Ethanol oder Wasser umfaßt etwa 25% bis etwa 55% (w/w)
des ersten pharmazeutischen Hilfsstoffs, bevorzugter etwa 30% bis
etwa 50% (w/w).
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Überraschenderweise
wurde bestimmt, daß die
Wahl des bei der Naßgranulation
verwendeten Verarbeitungslösungsmittels
die Stabilität
des Endprodukts in Abhängigkeit
von der Dosis/Menge an aktivem pharmazeutischem Inhaltsstoff in
dem Endprodukt auf unterschiedliche Weise beeinflußt. So wurde
für Zusammensetzungen,
die 1 mg an aktivem pharmazeutischem Inhaltsstoff umfassen, bestimmt,
daß ein
Granulations-Verarbeitungslösungsmittel,
welches vorherrschend Ethanol, wie Ethanol (95%), umfaßt, stabilere
pharmazeutische Zusammensetzungen erzeugt als das gleiche Verfahren,
bei dem das Verarbeitungslösungsmittel
vorherrschend Wasser umfaßt.
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Im
Gegensatz dazu wurde im Hinblick auf pharmazeutische Zusammensetzungen,
die 5 mg an aktivem pharmazeutischem Inhaltsstoff umfassen, bestimmt,
daß ein
Granulations-Verarbeitungslösungsmittel, welches
vorherrschend Wasser umfaßt
(wäßrige Granulation),
eine stabilere pharmazeutische Zusammensetzung erzeugt als das gleiche
Verfahren, bei dem das Verarbeitungslösungsmittel vorherrschend Ethanol
(95%) umfaßt.
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Dieser
Effekt kann so charakterisiert werden, daß er mit der Konzentration
des aktiven pharmazeutischen Inhaltsstoffs in dem getrockneten Granulat
in Zusammenhang steht. Daher werden getrocknete Granulate, die etwa
0,6% an aktivem pharmazeutischem Inhaltsstoff umfassen, vorzugsweise
durch Naßgranulation mit
einem alkoholischen Granulations-Verarbeitungslösungsmittel hergestellt, wohingegen
getrocknete Granulate, die etwa 2,7% an aktivem pharmazeutischem
Inhaltsstoff umfassen, bevorzugt durch Naßgranulation mit einem wäßrigen Granulations-Verarbeitungslösungsmittel
hergestellt werden. Granulate mit dazwischenliegenden Konzentrationen
an aktivem pharmazeutischem Inhaltsstoff zeigen einen dazwischenliegenden
Effekt.
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Daher
werden pharmazeutische Endzusammensetzungen der vorliegenden Erfindung,
die nicht mehr als etwa 1,7% an aktivem pharmazeutischem Inhaltsstoff
in dem getrockneten Granulat umfassen, vorzugsweise durch Naßgranulation
mit einem alkoholischen Granulations-Verarbeitungslösungsmittel hergestellt. Vorzugsweise
wird die Naßgranulation
mit einem alkoholischen Verarbeitungslösungsmittel für solche
Zusammensetzungen verwendet, die nicht mehr als etwa 0,6% an aktivem
pharmazeutischem Inhaltsstoff in dem getrockneten Granulat enthalten.
Pharmazeutische Zusammensetzungen, die mehr als etwa 1,7% an aktivem pharmazeuti schem
Inhaltsstoff in dem getrockneten Granulat enthalten, werden vorzugsweise
durch Naßgranulation
mit Wasser (eine wäßrige Granulation)
als Granulations-Verarbeitungslösungsmittel
hergestellt. Vorzugsweise wird die Naßgranulation mit einem wäßrigen Verarbeitungslösungsmittel
für solche
Zusammensetzungen verwendet, die nicht weniger als etwa 2,7% an
aktivem pharmazeutischem Inhaltsstoff in dem getrockneten Granulat
enthalten.
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Das
Verfahren der vorliegenden Erfindung kann für die Herstellung von Tabletten
ausgestaltet sein, und ein solches Verfahren umfaßt weiterhin
die folgenden Stufen:
- c) Mischen des Granulats
mit einem oder mehreren Hilfsstoffen unter Bildung eines Endgemischs,
- d) Pressen des Endgemischs zu einer Tablette und
- e) optional Beschichten der Tablette mit einer kosmetischen
Beschichtung.
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Vorzugsweise
besitzt die kosmetische Beschichtung Feuchtigkeitsbarriereeigenschaften.
Beispiele solcher kosmetischer Beschichtungen sind Tablettenbeschichtungen
auf Basis von Polyvinylalkohol, wie oben beschrieben.
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Die
optionale kosmetische Beschichtung der Tablette umfaßt vorzugsweise
die Herstellung einer Suspension, umfassend etwa 10% bis etwa 25%,
vorzugsweise etwa 12% bis etwa 15%, bevorzugter etwa 12% bis etwa
13%, eines Pulvergemischs für
die kosmetische Beschichtung, und das Aufbringen der Suspension auf
die Tablette. Die kosmetische Beschichtungssuspension wird vorzugsweise
so hergestellt, daß die
Tablette etwa 2% bis etwa 6%, bevorzugt 2,5% bis etwa 4,5%, einer
kosmetischen Tablettenbeschichtung umfaßt. Die kosmetische Tablettenbeschichtung
in der vorliegenden Erfindung besitzt vorzugsweise "Feuchtigkeitsbarriere"-Eigenschaften. Die kommerziell erhältliche
Serie von Pulvergemischen für
kosmetische Suspensionen, welche als die Opadry®II
85F-Serie, erhältlich
von Colorcon, verkauft werden und auf Polyvinylalkohol basieren,
ist ein Beispiel einer solchen kosmetischen Beschichtung.
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Kapseln,
die entweder eine harte oder eine weiche Hülle haben und die Zusammensetzung
der vorliegenden Erfindung enthalten, können hergestellt werden. Die
Hülle kann
aus Gelatine hergestellt sein und optional einen Weichmacher, wie
Glycerin und Sorbitol, und ein Trübungsmittel oder Färbemittel
enthalten. Eine Kapselfüllung
der vorliegenden Erfindung kann die Granulate, die unter Bezugnahme
auf die Tablettierung beschrieben wurden, oder ein Endgemisch aus
einer Granulatzusammensetzung der vorliegenden Erfindung im Gemisch
mit einem oder mehreren Hilfsstoffen umfassen, diese werden jedoch
keiner abschließenden Tablettierungsstufe
unterworfen. Weiterhin können
solche Kapseln durch irgendeines der auf dem Gebiet der Pharmazie
gut bekannten Verfahren hergestellt werden.
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Die
vorliegende Erfindung liefert auch die Verwendung der erfindungsgemäßen pharmazeutischen
Zusammensetzung zur Herstellung eines Medikaments für die Behandlung
eines an einer Erkrankung leidenden Patienten, welche umfaßt, daß man einem
Patienten, der dies benötigt,
eine therapeutisch wirksame Menge einer pharmazeutischen Zusammensetzung
verabreicht, welche einen feuchtigkeitsempfindlichen aktiven pharmazeutischen
Inhaltsstoff, vorzugsweise Cilazapril, und wenigstens einen pharmazeutischen
Hilfsstoff umfaßt,
wobei der aktive pharmazeutische Hilfsstoff mit einer Lösung des
wenigstens einen pharmazeutischen Hilfsstoffs naßgranuliert ist. Vorzugsweise
ist die Erkrankung Bluthochdruck.
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In
einer weiteren Ausführungsform
liefert die vorliegende Erfindung eine stabile pharma zeutische
Zusammensetzung, welche einen feuchtigkeitsempfindlichen pharmazeutischen
Inhaltsstoff umfaßt
und durch ein Verfahren wie oben beschrieben erhalten werden kann.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
liefert die Erfindung eine stabile pharmazeutische Zusammensetzung,
erhältlich
durch ein Verfahren, welches folgendes umfaßt:
- i)
Mischen von Cilazapril, Lactose, Talk und Natriumstärkeglycolat,
- ii) Zugeben einer Lösung
von Copovidon zu dem in Stufe i) erhaltenen Gemisch unter Bildung
eines Granulats,
- iii) Trocknen und dann Mahlen des Granulats,
- iv) Vereinigen des gemahlenen Granulats mit weiterem Natriumstärkeglycolat
und Mischen und
- v) Zugeben von Natriumstearylglycolat zu dem in Stufe iv) erhaltenen
Gemisch und Mischen unter Erhalt eines Endgemischs.
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In
einer bevorzugteren Ausführungsform
ist die pharmazeutische Zusammensetzung eine 1 mg-Tablette, und
Stufe ii) wird unter Verwendung einer Granulationslösung durchgeführt, die
Ethanol umfaßt.
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In
einer alternativen bevorzugten Ausführungsform ist die pharmazeutische
Zusammensetzung eine 5 mg-Tablette, und Stufe ii) wird unter Verwendung
einer wäßrigen Granulationslösung durchgeführt.
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In
einer weiteren Ausführungsform
liefert die vorliegende Erfindung die Verwendung von Copovidon zum
Stabilisieren einer naßgranulierten
pharmazeutischen Zusammensetzung, welche einen feuchtigkeitsempfindlichen
aktiven pharmazeutischen Inhaltsstoff umfaßt, wobei der aktive pharmazeutische
Inhaltsstoff mit einer Lösung
des Copovidons naßgranuliert
wird.
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In
noch einer weiteren Ausführungsform
liefert die vorliegende Erfindung eine pharma zeutische Zusammensetzung
wie oben beschrieben zur Verwendung in der Therapie, vorzugsweise
zur Behandlung von Bluthochdruck.
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Die
nachfolgenden Beispiele werden angegeben, um die Erfindung weiter
zu veranschaulichen. Diese Beispiele sollen nicht so verstanden
werden, daß sie
die Erfindung in irgendeiner Weise beschränken.
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BEISPIELE
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Beispiel 1
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1 mg-Tabletten, Trockengranulation, *~5%
(w/w) Bindemittel (Vergleichsbeispiel) (* % Bindemittel, berechnet
pro Tablettenkern)
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In
einem Polyethylenbeutel wurden 8,4 g Cilazapril-Monohydrat, 1360
g Lactosemonohydrat, 64 g Talk extrafein und 80 g Copovidon gemischt.
Das Gemisch wurde durch ein 0,71 mm-Sieb gesiebt, in einen doppelwandigen
(Y-Kegel-)Trockenmischer überführt und
für 25
Minuten gemischt. Zu diesem Gemisch wurden 16 g gesiebtes Natriumstearylfumarat
zugegeben, und alle Materialien wurden in einem Y-Kegelmischer für 5 Minuten
gemischt.
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Das
Gemisch wurde auf einer Tabletten-Rundlaufpresse zu Rohlingen gepreßt, und
die Rohlinge wurden in einem oszillierenden Granulator durch ein
0,8 mm-Sieb zu einem Granulat gemahlen. Das erhaltene Granulat wurde
mit 64 g gesiebtem Natriumstärkeglycolat
(Typ A) vereinigt und in einem Y-Kegelmischer für 10 Minuten gemischt. Zu dem
Granulatgemisch wurden 8 g gesiebtes Natriumstearylfumarat zugegeben,
und alle Materialien wurden in einem Y-Kegelmischer für 5 Minuten
gemischt.
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Tabletten
wurden in einer Tabletten-Rundlaufpresse gepreßt. Anschließend wurde
ein Teil der Tablettenkerne beschichtet mit:
- a)
Opadry® II
85F22055 (Gelb), umfassend Polyvinylalkohol, Talk, PEG 3350, Titandioxid
und Eisenoxid, als eine 13%-ige wäßrige Suspension unter Verwendung
eines Glatt-Filmbeschichters, wodurch eine Beschichtung von ungefähr 2,7%
w/w erhalten wurde. Die Tabletten wurden dann in Aluminiumblistern,
abgedeckt mit Aluminiumfolie, verpackt (kaltgeformte Aluminiumblister).
Ein weiterer Teil der Tablettenkerne wurde beschichtet mit:
- b) Opadry® 02G222555
(Gelb), umfassend Hydroxypropylmethylzellulose (HPMC), Talk, PEG,
Titandioxid und Eisenoxid, als eine 11%-ige wäßrige Suspension unter Verwendung
eines Glatt-Filmbeschichters, wodurch eine Beschichtung von ungefähr 2,2%
w/w erhalten wurde. Die Tabletten wurden dann in Aluminiumblistern,
abgedeckt mit Aluminiumfolie, verpackt (kaltgeformte Aluminiumblister).
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Die
verpackten Tabletten wurden entweder bei 55°C oder bei 40°C und 75%
relativer Feuchte (RH) gelagert. Das Vorliegen des Hauptabbauprodukts,
Cilazaprilat, wurde unter Verwendung des HPLC-Verfahrens bestimmt.
In 1 ist das Vorliegen dieses Hauptabbauprodukts
von Cilazapril nach einer solchen Lagerung gezeigt. 3 vergleicht
auch den Zerfall von Cilazapril-Tabletten als eine Funktion des
Vorliegens dieses Hauptabbauprodukts nach der Lagerung, von Tabletten,
beschichtet mit einer kosmetischen Beschichtung aus Opadry®II
85 F22055, mit Tabletten mit einer kosmetischen Beschichtung aus
Opadry® 02G222555
(auf HPMC-Basis).
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Beispiel 2
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1 mg-Tabletten, Naßgranulation, ~5% (w/w) Bindemittel
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2,1
g Cilazapril-Monohydrat, 333,9 g Lactosemonohydrat, 16 g Talk extrafein
und 16 g Natriumstärkeglycolat
(Typ A) wurden für
1 Minute in einem Mischer mit hoher Scherkraft gemischt. 70 g einer
28,6%-igen (w/w) Lösung
von Copovidon (Bindemittel) in Alkohol (95%) wurden zugegeben und
in dem Mischer mit hoher Scherkraft für 2,5 Minuten gemischt. 10
g Alkohol (95%) wurden zugegeben und für 1 Minute gemischt. Das erhaltene
Granulat wurde unter Verwendung eines Wirbelschichttrockners getrocknet,
bis der Trocknungsverlust (LCD) des getrockneten Granulats (gemessen
mittels Mettler HR73 bei 80°C,
Stufe 5) nicht mehr als (NMT) 1,1% betrug. Das Granulat wurde gemahlen
oder in einem oszillierenden Granulator durch ein 0,8 mm-Sieb "dimensioniert".
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Das
gemahlene Granulat wurde mit 8 g Natriumstärkeglycolat Typ A (Sprengmittel)
vereinigt und in einem Y-Kegelmischer für 10 Minuten gemischt. 4 g
gesiebtes Natriumstearylfumarat (Schmiermittel) wurden zu dem Gemisch
zugegeben und für
5 Minuten gemischt, wodurch ein Endgemisch erhalten wurde.
-
Tabletten
wurden aus dem Endgemisch in einer Tabletten-Rundlaufpresse gepreßt. Die
Tabletten wurden mit einem kommerziell erhältlichen Tablettenbeschichtungs-Pulvergemisch
Opadry®II
85F22055 (Gelb) als eine 12%-ige wäßrige Suspension unter Verwendung
eines Glatt-Filmbeschichters
beschichtet, wodurch eine Beschichtung von ungefähr 3% w/w erhalten wurde.
-
Die
Tabletten wurden in Aluminiumblistern, abgedeckt mit Aluminiumfolie,
verpackt. Die verpackten Tabletten wurden bei 55°C gelagert. Das Vorliegen des
Hauptabbauprodukts, Cilazaprilat, wurde unter Verwendung des HPLC-Verfahrens
bestimmt.
-
Beispiel 3
-
1 mg-Tabletten, Naßgranulation, ~9% (w/w) Bindemittel
-
20,1
g Cilazapril-Monohydrat, 3099,1 g Lactosemonohydrat, 160 g Talk
extrafein und 160 g Natriumstärkeglycolat
(Typ A) wurden für
2 Minuten in einem Mischer mit hoher Scherkraft gemischt. 790 g
einer 45,57%-igen (w/w) Lösung
von Copovidon in Alkohol (95%) wurden zugegeben und in einem Mischer
mit hoher Scherkraft für
5 Minuten gemischt. Das erhaltene Granulat wurde unter Verwendung
eines Wirbelschichttrockners getrocknet, bis der Trocknungsverlust
(LOD) des getrockneten Granulats nicht mehr als (NMT) 1,1%, getestet
bei 80°C,
betrug. Das getrocknete Granulat wurde in einer Hammermühle durch
ein 0,84 mm-Sieb gemahlen.
-
Das
gemahlene Granulat wurde mit 160 g gesiebtem Natriumstärkeglycolat
(Typ A) vereinigt und in einem Y-Kegelmischer für 10 Minuten gemischt. 40 g
gesiebtes Natriumstearylfumarat wurden zu dem Gemisch zugegeben
und in einem Y-Kegelmischer für
5 Minuten gemischt, wodurch ein Endgemisch erhalten wurde.
-
Tabletten
wurden aus dem Endgemisch in einer Tabletten-Rundlaufpresse gepreßt. Die
Tabletten wurden mit Opadry®II 85F22055 Gelb als eine
13%-ige wäßrige Suspension
unter Verwendung eines OHARA-Filmbeschichters beschichtet, wodurch
eine Beschichtung von ungefähr
3,5% w/w erhalten wurde.
-
Die
Tabletten wurden in Aluminiumblistern, abgedeckt mit Aluminiumfolie,
verpackt. Die verpackten Tabletten wurden entweder bei 55°C oder bei
40°C und
75% RH gelagert. Das Vorliegen des Hauptabbauprodukts, Cilazaprilat,
wurde unter Verwendung des HPLC-Verfahrens bestimmt.
-
Beispiel 4
-
1 mg-Tabletten, Naßgranulation, ~10% (w/w) Bindemittel
-
2,1
g Cilazapril-Monohydrat, 305,9 g Lactosemonohydrat, 16 g Talk extrafein
und 16 g Natriumstärkeglycolat
(Typ A) wurden für
1 Minute in einem Mischer mit hoher Scherkraft gemischt. 105 g einer
38,1%-igen (w/w) Lösung
von Copovidon in Alkohol (95%) wurden zugegeben und in einem Mischer
mit hoher Scherkraft für
1 Minute gemischt. Das erhaltene Granulat wurde unter Verwendung
eines Wirbelschichttrockners getrocknet, bis der Trocknungsverlust
(LCD) des getrockneten Granulats nicht mehr als (NMT) 1,1%, getestet
bei 80°C,
betrug. Das getrocknete Granulat wurde in einem oszillierenden Granulator
durch ein 0,8 mm-Sieb gemahlen.
-
Das
gemahlene Granulat wurde mit 16 g Natriumstärkeglycolat (Typ A) vereinigt
und in einem Y-Kegelmischer für
10 Minuten gemischt. 4 g gesiebtes Natriumstearylfumarat wurden
zu dem Gemisch zugegeben und in einem Y-Kegelmischer für 5 Minuten
gemischt, wodurch ein Endgemisch erhalten wurde.
-
Tabletten
wurden auf einer Tabletten-Rundlaufpresse gepreßt. Die Tabletten wurden mit
Cpadry®II 85F22055
Gelb als eine 12%-ige wäßrige Suspension
unter Verwendung eines Glatt-Filmbeschichters
beschichtet, wodurch eine Beschichtung von ungefähr 3% w/w erhalten wurde.
-
Die
Tabletten wurden in Aluminiumblistern, abgedeckt mit Aluminiumfolie,
verpackt. Die verpackten Tabletten wurden bei 55°C gelagert. Das Vorliegen des
Hauptabbauprodukts, Cilazaprilat, wurde unter Verwendung eines HPLC-Verfahrens
bestimmt.
-
Beispiel 5 (R-02636)
-
5 mg-Tabletten, wäßrige Naßgranulation, ~5% (w/w) Bindemittel
-
Die
folgenden Komponenten wurden für
1 Minute in einem Mischer mit hoher Scherkraft gemischt: 10,4 g
Cilazapril-Monohydrat, 318 g Lactosemonohydrat, 16 g Talk extrafein
und 16 g Natriumstärkeglycolat (Typ
A). 50 g einer 40%-igen (w/w) wäßrigen Lösung von
Copovidon wurden zugegeben und in dem Mischer mit hoher Scherkraft
für 5 Minuten
gemischt. Das erhaltene Granulat wurde unter Verwendung eines Wirbelschichttrockners
getrocknet, bis der Trocknungsverlust (LOD) des getrockneten Granulats
nicht mehr als (NMT) 1,1%, getestet bei 80°C, betrug. Das getrocknete Granulat
wurde in einem oszillierenden Granulator durch ein 0,8 mm-Sieb gemahlen.
-
Das
gemahlene Granulat wurde mit 16 g gesiebtem Natriumstärkeglycolat
(Typ A) vereinigt und in einem Y-Kegelmischer für 10 Minuten gemischt. Zu dem
resultierenden Gemisch wurden 4 g gesiebtes Natriumstearylfumarat
zugegeben und in einem Y-Kegelmischer für 5 Minuten gemischt, wodurch
ein Endgemisch erhalten wurde.
-
Die
Tabletten wurden in einer Tabletten-Rundlaufpresse gepreßt. Die
Tabletten wurden in Aluminiumblistern, abgedeckt mit Aluminiumfolie,
verpackt. Die verpackten Tabletten wurden entweder bei 55°C oder bei 40°C und 75%
RH gelagert. Das Vorliegen des Hauptabbauprodukts, Cilazaprilat,
wurde unter Verwendung eines HPLC-Verfahrens bestimmt.
-
Beispiel 6
-
Vergleiche der Stabilität verschiedener
pharmazeutischer Cilazapril-Zusammensetzungen
-
Die
Stabilität
pharmazeutischer Zusammensetzungen gemäß der vorliegenden Erfindung
wurde mit der Stabilität
eines trockengranulierten Vergleichsbeispiels einer Cilazapril-Tablette
und mit einem kommerzialisierten Produkt verglichen. Die Proben
des kommerzialisierten Produkts waren Vascace
® 1
mg-Tabletten, hergestellt von F. Hoffmann-La Roche Ltd., Basel,
Schweiz. Tabelle 1 zeigt die Formulierungen dieser pharmazeutischen
Zusammensetzungen mit Ausnahme des kommerzialisierten Produkts,
welches als Fertigprodukt erhalten wurde. Tabelle 1. Vergleich von Formulierungen
und Herstellungsverfahren
| Inhaltsstoff | *Beispiel
1 | Beispiel
2 | Beispiel
3 | Beispiel
4 | Beispiel
5 |
| 1
mg-Tabletten,
Trockengranul.,
5% Bindemittel | 1
mg-Tabletten,
Naßgranulation,
5%
Bindemittel | 1
mg-Tabletten,
Naßgranulation,
9%
Bindemittel | 1
mg-Tabletten,
Naßgranulation,
10%
Bindemittel | 5
mg-Tabletten,
Naßgranulation,
5%
Bindemittel |
| %-Gehalt
des Tabletten-Gesamtgewichts |
| Cilazapril-Monohydrat | 0,51 | 0,51 | 0,50 | 0,51 | 2,61 |
| Lactosemono-hydrat | 82,50 | 81,05 | 74,86 | 74,25 | 79,39 |
| Talk
extrafein | 3,88 | 3,88 | 3,86 | 3,88 | 4,00 |
| Natriumstärkeglycolat | 3,88 | 5,83 | 7,73 | 7,77 | 8,00 |
| Copovidon | 4,85 | 4,85 | 8,70 | 9,71 | 5,00 |
| Natriumstearylfumarat | 1,46 | 0,97 | 0,97 | 0,97 | 1,00 |
| Opadry
II 85F 22055 Gelb | 2,91 | 2,91 | 3,38 | 2,91 | N/A |
| Granulations-Verarbeitungslösungsmittel | N/A | Alkohol | Alkohol | Alkohol | Wasser |
-
Die
Stabilität
wurde gemessen durch Bestimmen des Vorliegens des Hauptabbauprodukts
von Cilazapril, Cilazaprilat, in der pharmazeutischen Zusammensetzung
nach Lagerung.
-
Ein
HPLC-Testverfahren wurde verwendet, um die Menge der Abbauprodukte
von Cilazapril zu bestimmen. Die mobile Phase war ein Gemisch aus
Triethylaminpuffer, Tetrahydrofuran und Acetonitril. Der Detektor
war ein UV-Spektrophotometer, eingestellt auf 214 nm.
-
1 zeigt
die Ergebnisse von Stabilitätstests,
die den Abbau verschiedener Cilazapril-Tabletten, hergestellt gemäß der Erfindung
durch ein Naßgranulationsverfahren,
mit den (Kontroll-) Tabletten, hergestellt durch Trockengranulation,
und den kommerziell erhältlichen
Tabletten nach Lagerung bei 55°C
für 14
Tage vergleichen. Alle getesteten Tabletten waren in Aluminiumblistern
verpackt. Das kommerziell erhältliche
Produkt ist ebenfalls in einem Aluminiumblister verpackt. Das Vorliegen
zunehmender Mengen an Cilazaprilat über die Zeit wurde bestimmt.
-
Weiterhin
sind die Testergebnisse für
den Abbau einiger dieser Formulierungen unter standardmäßigen Belastungsbedingungen
in Tabelle 2 gezeigt. Tabelle 2. Abbau von Cilazapril unter
standardmäßigen "Belastungs"-Bedingungen (40°C und 75%
RH), angezeigt als Funktion verschiedener Formulierungen und Herstellungsverfahren
| Beschreibung | 1
mg-Tabletten,
*Trockengranul.,
5% Bindemittel | 1
mg-Tabletten,
Naßgranulation** (Ethanol),
9%
Bindemittel | 5
mg-Tabletten,
Naßgranulation*** (wäßrig)
5%
Bindemittel | 1
mg-Tabletten,
Vascace®,
Charge: 82017 |
| Hauptabbauprodukt,
Cilazaprilat, Zeitpunkt "Null". % pro markierter Charge
von Cilazapril | 0,4 | 0,2 | 0,2 | 0,6 |
| Hauptabbauprodukt,
Cilazaprilat, Lagerdauer 3 Monate. % pro markierter Charge von Cilazapril | 8,7 | 0,8 | 0,8 | 2,4 |
- * Vergleichsbeispiel (Beispiel 1)
- ** Beispiel 3
- *** Beispiel 5
-
Beispiel 7
-
1 mg-Tabletten, Naßgranulation, ~9% (w/w) Bindemittel
(% Bindemittel, berechnet pro Tablettenkern), (Charge Nr.: K-33603,
wie in Tabelle 3 gezeigt)
-
In
einem Mischer mit hoher Scherkraft wurden die folgenden Komponenten
für 2 Minuten
gemischt: 20,9 g Cilazapril-Monohydrat, 3099,1 g Lactosemonohydrat,
160 g Talk extrafein und 160 g Natriumstärkeglycolat (Typ A). 770 g
einer 46,8%-igen (w/w) Lösung
von Copovidon in Alkohol (95%) wurden zugegeben und in einem Mischer
mit hoher Scherkraft für
5 Minuten gemischt. Das erhaltene Granulat wurde unter Verwendung
eines Wirbelschichttrockners getrocknet. Der LCD des getrockneten
Granulats betrug nicht mehr als (NMT) 1,1%, getestet mittels Mettler
HR73 bei 80°C,
Stufe 5. Das getrocknete Granulat wurde in einer Hammermühle durch
ein 0,84 mm-Sieb gemahlen.
-
Das
gemahlene Granulat wurde mit 160 g gesiebtem Natriumstärkeglycolat
(Typ A) vereinigt und in einem Y-Kegelmischer für 15 Minuten gemischt. 40 g
gesiebtes Natriumstearylfumarat wurden zu dem Gemisch zugegeben,
und die Materialien wurden in einem Y-Kegelmischer für 5 Minuten
gemischt, wodurch ein Endgemisch erhalten wurde.
-
Tabletten
wurden in einer Tabletten-Rundlaufpresse gepreßt. Die Tabletten wurden mit
Opadry® II 85F22055
Gelb als eine 13%-ige wäßrige Suspension
unter Verwendung eines O'HARA-Filmbeschichters
beschichtet, wodurch eine Beschichtung von ungefähr 3,5% w/w erhalten wurde.
-
Die
Tabletten wurden in Aluminiumblistern, abgedeckt mit Aluminiumfolie,
verpackt. Die verpackten Tabletten wurden bei 40°C und 75% RH gelagert. Das Vorliegen
des Hauptabbauprodukts, Cilazaprilat, wurde unter Verwendung des
oben beschriebenen HPLC-Verfahrens bestimmt.
-
Beispiel 8
-
2,5 mg-Tabletten, Naßgranulation, *~9% (w/w) Bindemittel *
(% Bindemittel, berechnet pro Tablettenkern), (Charge K-33604, wie
in Tabelle 3 gezeigt).
-
Die
folgenden Komponenten wurden für
2 Minuten in einem Mischer mit hoher Scherkraft gemischt: 52,2 g
Cilazapril-Monohydrat, 3068 g Lactosemonohydrat, 160,00 g Talk extrafein
und 160,00 g Natriumstärkeglycolat
(Typ A). 770 g einer 46,8%-igen (w/w) Lösung von Copovidon in Alkohol
(95%) wurden zugegeben und in einem Mischer mit hoher Scherkraft
für 5 Minuten
gemischt. Das erhaltene Granulat wurde unter Verwendung eines Wirbelschichttrockners
getrocknet (der LCD des getrockneten Granulats betrug nicht mehr
als (NMT) 1,1%, getestet mittels Mettler HR73 bei 80°C) und in
einer Hammermühle
durch ein 0,84 mm-Sieb gemahlen.
-
Das
gemahlene Granulat wurde mit 160,00 g gesiebtem Natriumstärkeglycolat
(Typ A) vereinigt und in einem Y-Kegelmischer für 15 Minuten gemischt. Zu dem
Gemisch wurden 40,00 g gesiebtes Natriumstearylfumarat zugegeben,
und die Materialien wurden in einem Y-Kegelmischer für 5 Minuten
gemischt.
-
Die
Tabletten wurden in einer Tabletten-Rundlaufpresse gepreßt. Die
Tabletten wurden mit Opadry® II 85F24033 Rosa als
eine 13%-ige wäßrige Suspension
unter Verwendung eines O'HARA-Filmbeschichters
beschichtet, wodurch eine Beschichtung von ungefähr 3,5% w/w erhalten wurde.
-
Die
Tabletten wurden in Aluminiumblistern, abgedeckt mit Aluminiumfolie,
verpackt. Die verpackten Tabletten wurden bei 40°C und 75% RH gelagert. Das Vorliegen
des Hauptabbauprodukts, Cilazaprilat, wurde unter Verwendung des
HPLC-Verfahrens wie beschrieben bestimmt.
-
Beispiel 9
-
5 mg-Tabletten, Naßgranulation, ~9% (w/w) Bindemittel (%
Bindemittel, berechnet pro Tablettenkern), (Charge K-33749, wie
in Tabelle 3 gezeigt).
-
Die
folgenden Komponenten wurden für
2 Minuten in einem Mischer mit hoher Scherkraft gemischt: 522 g
Cilazapril-Monohydrat, 30678 g Lactosemonohydrat, 1600 g Talk extrafein
und 1600 g Natriumstärkeglycolat
(Typ A). 6600 g einer 54,55%-igen (w/w) Lösung von Copovidon in Alkohol
(95%) wurden zugegeben und in dem Mischer mit hoher Scherkraft für 3,5 Minuten
gemischt. Das erhaltene Granulat wurde unter Verwendung eines Wirbelschichttrockners
getrocknet, bis der LCD des getrockneten Granulats nicht mehr als (NMT)
1,1% betrug, getestet mittels eines Mettler HR73 bei 80°C, Stufe
5. Das getrocknete Granulat wurde in einer Hammermühle durch
ein 0,84 mm-Sieb gemahlen.
-
Das
gemahlene Granulat wurde mit 1600 g gesiebtem Natriumstärkeglycolat
(Typ A) vereinigt und in einem Y-Kegelmischer für 15 Minuten gemischt. 400
g gesiebtes Natriumstearylfumarat wurden zu dem Gemisch zugegeben,
und die Materialien wurden in einem Y-Kegelmischer für 5 Minuten
gemischt, wodurch ein Endgemisch erhalten wurde.
-
Die
Tabletten wurden in einer Tabletten-Rundlaufpresse aus dem Endgemisch
gepreßt.
Die Tabletten wurden mit Opadry® II
85F25401 Rot als eine 13%-ige wäßrige Suspension
unter Verwendung eines OHARA-Filmbeschichters beschichtet, wodurch
eine Beschichtung von ungefähr
3,5% w/w erhalten wurde.
-
Die
Tabletten wurden in Aluminiumblistern, abgedeckt mit Aluminiumfolie,
verpackt. Die verpackten Tabletten wurden bei 40°C und 75% RH gelagert. Das Vorliegen
des Hauptabbauprodukts, Cilazaprilat, wurde unter Verwendung des
HPLC-Verfahrens wie beschrieben bestimmt. Tabelle 3. Zusammensetzungen von Cilazapril-Tabletten,
formuliert mittels eines Naßgranulationsverfahrens. Ethanol
(95%) wurde als Verarbeitungslösungsmittel
verwendet.
| Inhaltsstoff | Beispiel
7 | Beispiel
8 | Beispiel
9 |
| 1
mg-Tabletten,
K-33603 | 2,5
mg-Tabletten,
K-33604 | 5
mg-Tabletten,
K-33749 |
| %-Gehalt
des Tabletten-Gesamtgewichts |
| Cilazapril-Monohydrat | 0,50 | 1,26 | 1,26 |
| Lactosemonohydrat | 74,86 | 74,10 | 74,10 |
| Talk
extrafein | 3,86 | 3,86 | 3,86 |
| Natriumstärkeglycolat | 7,73 | 7,73 | 7,73 |
| Copovidon | 8,70 | 8,70 | 8,70 |
| Natriumstearylfumarat | 0,97 | 0,97 | 0,97 |
| Opadry
II 85F22055 Gelb | 3,38 | | |
| Opadry
II 85F24033 Rosa | | 3,38 | |
| Opadry
II 85F25401 Rot | | | 3,38 |
| *Ethanol
95% (Verarbeitungslösungsmittel) | 10,3 | 10,3 | 9,9 |
- * Während
des Trocknungsvorgangs entfernt
-
Beispiel 10
-
Charge R-02474 – 1 mg-Tabletten, wäßrige Naßgranulation,
~7,5% (w/w) Bindemittel (wie in Tabelle 4 gezeigt)
-
In
einem Mischer mit hoher Scherkraft wurde folgendes für 1 Minute
gemischt: 2,09 g Cilazapril-Monohydrat, 315,91 g Lactosemonohydrat,
16,00 g Talk extrafein und 16,00 g Natriumstärkeglycolat (Typ A). 65 g einer
46,2%-igen (w/w) wäßrigen Lösung von
Copovidon wurden zugegeben und in einem Mischer mit hoher Scherkraft
für 4 Minuten
gemischt. Das erhaltene Granulat wurde unter Verwendung eines Wirbelschichttrockners
getrocknet (der LCD des getrockneten Granulats betrug nicht mehr
als (NMT) 1,1%, getestet mittels eines Mettler HR73 bei 80°C, Stufe
5) und in einem oszillierenden Granulator durch ein 0,8 mm-Sieb
gemahlen.
-
Das
gemahlene Granulat (359,34 g) wurde mit 15,13 g gesiebtem Natriumstärkeglycolat
(Typ A) vereinigt und in einem Y-Kegelmischer für 15 Minuten gemischt. Zu dem
Gemisch wurden 3,78 g gesiebtes Natriumstearylfumarat zugegeben,
und die Materialien wurden in einem Y-Kegelmischer für 5 Minuten gemischt.
-
Die
Tabletten wurden in einer Tablettenpresse mit einem einzelnen Stempel
gepreßt.
Die Tabletten wurden in Aluminiumblistern, abgedeckt mit Aluminiumfolie,
verpackt. Die verpackten Tabletten wurden entweder bei 55°C oder bei
40°C und
75% RH gelagert. Das Vorliegen des Hauptabbauprodukts, Cilazaprilat,
wurde unter Verwendung des HPLC-Verfahrens bestimmt. Tabelle 4. Zusammensetzungen von Cilazapril-Tabletten,
formuliert mittels eines Naßgranulationsverfahrens. Wasser
wurde als Verarbeitungslösungsmittel
verwendet.
| Inhaltsstoff | 1
mg-Tabletten, R-02474 | 5
mg-Tabletten, R-02636 |
| %-Gehalt
des Tabletten-Gesamtgewichts |
| Cilazapril-Monohydrat | 0,52 | 2,61 |
| Lactosemonohydrat | 78,98 | 79,39 |
| Talk
extrafein | 4,00 | 4,00 |
| Natriumstärkeglycolat | 8,00 | 8,00 |
| Copovidon | 7,50 | 5,00 |
| Natriumstearylfumarat | 1,00 | 1,00 |
| *Wasser
(Verarbeitungslösungsmittel) | 8,75 | 7,50 |
- * Während
des Trocknungsvorgangs entfernt
-
Beispiel 11
-
Vergleiche der Stabilität verschiedener
pharmazeutischer Cilazapril-Zusammensetzungen
-
Die
Stabilität
von pharmazeutischen Zusammensetzungen gemäß der vorliegenden Erfindung,
die entweder mit Ethanol (95%) oder Wasser als Verarbeitungslösungsmittel
hergestellt wurden, wurde verglichen. Zusätzlich wurde die Stabilität von kommerziell
erhältlichen
Produkten unter den gleichen Testbedingungen bestimmt. Die Proben
des kommerziell erhältlichen
Produkts waren Vascace®-Tabletten, hergestellt
von F. Hoffmann-La Roche Ltd., Basel, Schweiz.
-
Wie
in Tabelle 5 gezeigt, haben vergleichbare Formulierungen von Cilazapril,
die vorherrschend unter Verwendung von Ethanol verarbeitet wurden
und die sich nur hinsichtlich des Gehalts an Cilazapril in mg/Tablette
unterscheiden, sehr unterschiedliche Abbauprofile, so daß die 1
mg-Tabletten die
stabilsten und die 5 mg-Tabletten die am wenigsten stabilen sind. Tabelle 5. Ergebnisse der Beobachtung
von Cilazapril-Tabletten unter Bedingungen standardmäßiger Belastung
(40°C & 75% RH) im Vergleich
zu einem kommerziell erhältlichen
Produkt.
Verpackung – Aluminiumblister.
| | Testproben | VascaceTM |
| Charge | K-33603 | K-33604 | K-33749 | #B2022 | #B2141 | #B2117 |
| Stärke | 1
mg | 2,5
mg | 5
mg | 1
mg | 2,5
mg | 5
mg |
| Hauptabbauprodukt,
Cilazaprilat |
| Testintervall | % pro markierter
Charge von Cilazapril |
| Zeitpunkt "0" | 0,2 | 0,2 | 0,2 | 0,9 | 0,5 | 0,4 |
| 1
Monat | 0,3 | 0,8 | 1,2 | 2,0 | 1,4 | 0,8 |
| 2
Monate | 0,4 | 1,1 | 2,0 | 2,5 | 1,7 | 1,0 |
| 3
Monate | 0,8 | 2,2 | 2,7 | 3,5 | 2,3 | 1,3 |
| 6
Monate | 1,6 | 4,2 | 4,8 | 5,1 | 3,4 | 1,8 |
-
Im
Gegensatz dazu zeigt Tabelle 6, daß vergleichbare Formulierungen
von Cilazapril, die vorherrschend unter Verwendung von Wasser als
Verarbeitungslösungsmittel
verarbeitet wurden und die sich nur hinsichtlich des Gehalts an
Cilazapril in mg/Tablette unterscheiden, die entgegengesetzten Abbaucharakteristika zeigen,
so daß die
5 mg-Tabletten die stabilsten und die 1 mg-Tabletten die am wenigsten
stabilen sind. Tabelle 6. Ergebnisse der Beobachtung
von Cilazapril-Tabletten unter Bedingungen standardmäßiger Belastung
(40°C & 75% RH). Verpackung – Aluminiumblister.
| Charge | R-02474 | R-02636 |
| Stärke | 1
mg | 5
mg |
| Testintervall | Cilazaprilat,
% pro markierter Charge von Cilazapril |
| Zeitpunkt "0" | 1,0 | 0,2 |
| 3
Monate | 2,9 | 0,8 |