-
Technisches Gebiet
-
Die
Erfindung betrifft Verfahren und Geräte zum Herstellen von Befestigererzeugnissen.
-
Hintergrund
-
Befestigererzeugnisse,
so beispielsweise Hakenbestandteile von Klettverschlüssen bzw.
Haken und Schlaufen umfassenden Befestigern, werden oftmals in einem
Verfahren der kontinuierlichen Formung hergestellt, bei dem eine
zylindrische Formungswalze eingesetzt wird, an deren Umfang Formungshohlräume ausgebildet
sind, die die Form der Befestiger aufweisen, siehe hierzu beispielsweise
die Druckschrift
US
2003/0085485 A1 . Oftmals ist die Formungswalze aus einem
axial komprimierten Stapel von ringförmigen Formungsplatten gebildet.
Im Betrieb wird das geschmolzene Polymer aus einem Extruder in eine
Druckzone eingeleitet, in der das geschmolzene Polymer unter hohem
Druck in die Befestigerhohlräume
der Formungswalze eingepresst wird, wodurch Befestigerelemente,
so beispielsweise Haken, oder Schäfte, aus denen später Befestigerelemente
gebildet werden, integral mit einer Basisschicht bzw. einer Sockelschicht
geformt werden. In einigen Fällen
stellt die Druckzone ein Walzenpaar bzw. einen Walzenspalt dar,
der von einer Formungswalze und einer benachbarten Druckwalze gebildet wird.
Bei einigen Ausgestaltungen ist die Druckzone zwischen einem mitformenden
stationären
Druckkopf und einer Formungswalze gebildet.
-
Bei
einigen Anwendungen ist wünschenswert,
wenn die Befestigerelemente des Erzeugnisses nur in diskreten Gebieten
angeordnet sind und das Muster dieser Gebiete eine spezifische Ausgestaltung
aufweist.
-
Weitere
Verbesserungen bei den Verfahren und Geräten zum Herstellen von Befestigererzeugnissen
sind wünschenswert.
So ist beispielsweise wünschenswert,
wenn die verbesserten Verfahren bei bereits bestehenden Verfahren
und Geräten
einfach und effizient einsetzbar sind, sodass die Notwendigkeit
großer
Aufwendungen für
neue Geräte beseitigt
oder zumindest stark verringert wird.
-
Zusammenfassung
-
Die
Erfindung stellt ein neues Verfahren und ein Gerät zum Herstellen von Befestigererzeugnissen
oder anderen Erzeugnissen mit an einer Oberfläche getragenen geformten Vorsprüngen oder
anderen geformten Formgebungen dadurch bereit, dass Harz mit einer
Harzübertragungswalze übertragen wird,
die eine äußere Oberfläche mit
wenigstens einem Übertragungsgebiet
aufweist, das im Vergleich zu einem weiteren Gebiet der äußeren Oberfläche der Übertragungswalze
erhöht
ist.
-
Ein
Aspekt der Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen von
Befestigererzeugnissen mit einer Anordnung bzw. einem Feld von vorsprungsartigen
bzw. hakenförmigen
aus Harz bestehenden Befestigerelementen. Die Vorrichtung enthält eine
Formungswalze, die eine Anordnung bzw. ein Feld von Hohlräumen festlegt,
die sich von der äußeren Oberfläche derselben
aus nach innen erstrecken, eine gegenläufige Druckwalze, die benachbart
zu der Formungswalze angeordnet ist, um ein Druckwalzenpaar bzw.
einen Druckwalzenspalt festzulegen, sowie eine drehende Übertragungswalze
zum Übertragen
eines formbaren Harzes in das Druckwalzenpaar bzw. den Druckwalzenspalt
in einem Muster, das durch die Drehung der Übertragungswalze festgelegt ist.
Die Übertragungswalze
weist eine äußere Oberfläche mit
wenigstens einem Übertragungsgebiet
auf, das im Vergleich zu einem weiteren Gebiet der äußeren Oberfläche der Übertragungswalze
erhöht
ist. Das Harz wird in das Walzenpaar bzw. den Walzenspalt in einem
festgelegten Bereich übertragen,
der dem erhöhten Übertragungsgebiet
der Übertragungswalze
entspricht.
-
Bei
einigen Implementierungen wird das Harz als Abfolge von diskreten
Bereichen übertragen,
die entsprechend den Umläufen
der Übertragungswalze
beabstandet sind, während
bei anderen Implementierungen das Harz als Mehrzahl von Bereichen
pro Umlauf der Übertragungswalze übertragen wird.
Bei bestimmten Implementierungen ist die Mehrzahl von Bereichen
derart beabstandet, dass bewirkt wird, dass benachbarte Bereiche
zusammenlaufen.
-
Bei
einigen Ausführungsbeispielen
weist die äußere Oberfläche der Übertragungswalze
mehrere erhöhte Übertragungsgebiete
auf, wobei die Oberfläche
eine Nichthaftbeschichtung aufweist, die die Übertragung des Harzes von der Übertragungsoberfläche zu der
Formungswalze unterstützt.
Die Übertragungsgebiete
können
entlang einer Drehachse der Übertragungswalze
beabstandet sein. Bei anderen Ausführungsbeispielen sind die Übertragungsgebiete
längs eines
Umfanges der Übertragungswalze derart
beabstandet, dass mehrere diskrete Bereiche des Harzes pro Umlauf
der Übertragungswalze übertragen
werden.
-
Das Übertragungsgebiet
kann eine Nocke enthalten, die sich entlang einer Drehachse der Übertragungswalze
längsläufig erstreckt,
und/oder das Übertragungsgebiet
kann ein benachbartes Gebiet der äußeren Oberfläche der Übertragungswalze
mit einem im Wesentlichen konstanten Abstand von einer Drehachse
der Übertragungswalze
enthalten. Bei einigen Ausführungsbeispielen
enthält
das Übertragungsgebiet
ein erhöhtes
Gitter, das diskrete, zurückgenommene
Gebiete der äußeren Oberfläche der Übertragungswalze
umgibt.
-
Bei
bestimmten Implementierungen wird das Harz zu dem Walzenpaar bzw.
dem Walzenspalt an der Oberfläche
einer Formungswalze übertragen.
Bei einem derzeit bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die Oberflächengeschwindigkeit
der Übertragungswalze
geringfügig,
so beispielsweise um 2 bis 5%, kleiner als die Oberflächengeschwindigkeit
der Formungswalze, wodurch die Übertragung
des Harzes zu der Formungswalze vorteilhafterweise vereinfacht wird.
Bei einigen Implementierungen wird das Harz in das Druckwalzenpaar
bzw. den Druckwalzenspalt auf einem Trägerbogen verbracht, so beispielsweise einem
Schaum, einem Film, einer Papierbahn, einer mehrfachbeschichteten
Papierbahn oder einer Verbundbahn. Der Trägerbogen kann um die Übertragungswalze
herum verlaufen und durch Drehen der Übertragungswalze in Kontakt
mit dem formbaren Harz gebracht werden. Die Übertragungswalze kann eine
Vakuumquelle enthalten, die den Trägerbogen an der äußeren Oberfläche der Übertragungswalze hält.
-
Das
Harz kann durch einen Kontakt zwischen der Übertragungswalze und dem Harz
auf einer gegenläufigen
Walze auf die Übertragungswalze übertragen
werden. Bei bestimmten Implementierungen dreht sich die Übertragungswalze,
um Harz in ihrem erhöhten Übertragungsgebiet
aus einem Bad mit formbarem Harz aufzunehmen. Alternativ ist die Übertragungswalze
benachbart zu einem Extruder angeordnet, wobei eine Drehung der Übertragungswalze
das aus der Düsenöffnung extrudierte
Harz auf das erhöhte Übertragungsgebiet
wischt. Der Gießkopf
kann mehrere Gießkopfdüsenöffnungen
festlegen, aus denen entsprechende Bereiche des Harzes auf das erhöhte Übertragungsgebiet
der Übertragungswalze
gewischt werden.
-
Es
können
in Eingriff bringbare Köpfe
an distalen Enden der Schäfte
der Befestigerelemente während
des Formungsprozesses gebildet werden. Alternativ können die
Köpfe durch
Verformen der distalen Enden der Formungsschäfte gebildet werden, nachdem
das Harz von der Oberfläche
der Formungswalze abgestreift worden ist.
-
Bei
einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung wird formbares Harz mit einer vergleichsweise konstanten
Geschwindigkeit durch eine Düsenöffnung extrudiert
und aus der Düsenöffnung auf
diskrete Übertragungsgebiete
einer äußeren Oberfläche einer Übertragungswalze
durch Drehen der Übertragungswalze
benachbart zu der Düsenöffnung gewischt.
Die Übertragungsgebiete
sind im Vergleich zu einem anderen Gebiet der äußeren Oberfläche der Übertragungswalze
erhöht,
um das extrudierte Harz aufzunehmen. Das gewischte Harz wird von
der Übertragungswalze
zum Zwecke einer Verbringung in das Druckwalzenpaar bzw. den Druckwalzenspalt übertragen
und in die Mehrzahl von Hohlräumen
der Übertragungswalze
in dem Druckwalzenpaar bzw. dem Druckwalzenspalt eingepresst, wodurch
wenigstens die Schäfte
der Befestigerelemente gebildet werden, während ein Sockel bzw. eine
Basis des Harzes an der Oberfläche
der Formungswalze gebildet wird. Der Sockel bzw. die Basis verbindet
die Schäfte
der Befestigerelemente wechselseitig. Das Harz wird von der Oberfläche der
Formungswalze abgestreift, um das Befestigererzeugnis freizugeben.
-
Die Übertragungswalze
der Vorrichtung kann beispielsweise einen Gummiwischer enthalten,
der an einer drehbaren Übertragungswalze
befestigt ist und sich von dieser aus nach außen erstreckt.
-
Das
neue Verfahren und das neue Gerät
gemäß vorliegender
Offenbarung sind bei der Herstellung von Befestigererzeugnissen
von Nutzen, insbesondere von Erzeugnissen mit Befestigerelementen, die
lediglich in diskreten Bereichen angeordnet sind.
-
Man
hat entdeckt, dass unter bestimmten gesteuerten Bedingungen das
Aufbringen von geschmolzenem Harz auf eine sich bewegende Oberfläche, die
das Harz in das Bildungswalzenpaar bzw. den Bildungswalzenspalt
verbringt, dem Harz vorab günstige
Eigenschaften für
die Formung verleihen kann. Die Kühlung der Oberfläche des
Harzes kann bei dessen Verbringung in das Walzenpaar bzw. den Walzenspalt
bei geeigneter Steuerung bestimmte Vorteile ergeben, wobei eine
richtige Befüllung
der Hohlräume
nach wie vor möglich
ist. So kann beispielsweise eine gewisse Kühlung der Oberfläche die Längsorientierung
der Polymerketten verringern, wenn das Harz in das Walzenpaar bzw.
den Walzenspalt gezogen wird, was wiederum die Längsreißfestigkeit verbessert. Bei
einer maßvollen
vor dem Walzenpaar bzw. dem Walzenspalt erfolgenden Kühlung gelangen
bestimmte Harze weniger wahrscheinlich zu der entgegengesetzten
bzw. gegenüberliegenden Fläche einer
Trägerbahn
hindurch, was bei Anwendungen erfolgt, bei denen eine vollständige Durchdringung
nicht erwünscht
ist. Dies kann die Verwendung von leichteren und offeneren Materialien
bei derartigen Prozessen ermöglichen.
Darüber
hinaus kann die hier offenbarte Vorrichtung mit Blick auf eine schnelle
Umbildung des Harzübertragungsmusters durch
einfaches Ersetzen oder Ändern
der Oberfläche
der Übertragungswalze
umgestaltet werden.
-
Das
System und das Verfahren gemäß vorliegender
Beschreibung lassen einen Betrieb bei hohen Geschwindigkeiten zu,
wodurch sich hohe Produktionsraten ergeben. Man beachte, dass mit
steigender Geschwindigkeit das vorab zugeführte Harz zunehmend weniger
den Kühlbedingungen
der abgekühlten
Formungswalze unterworfen ist. Bleiben die übrigen Parameter gleich, so
ist eine niedrigere Viskosität
des Harzes bei dessen Ankunft an dem Bildungswalzenpaar bzw. dem
Bildungswalzenspalt erreichbar, was den erforderlichen Kalandrierdruck
des Walzenpaares bzw. des Walzenspaltes im Vergleich zu demjenigen,
der bei niedrigeren Geschwindigkeiten erforderlich ist, absenken
kann.
-
Das
System und das Verfahren gemäß vorliegender
Beschreibung können
darüber
hinaus vorteilhaft bei der Übertragung
des Harzes in diskreten Bereichen auf eine Trägerbahn zu Zwecken eingesetzt
werden, die andere als die Bildung von Befestigererzeugnissen sind.
So können
beispielsweise diskrete Bereiche mit oder ohne Befestigerelemente vorteilhafterweise
verwendet werden, um die Streckeigenschaften des Trägerbogens
zu ändern.
-
Einzelheiten
zu einem oder mehreren Ausführungsbeispielen
der Erfindung sind in der begleitenden Zeichnung und der nachfolgenden
Beschreibung ausgeführt.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der
Beschreibung und der Zeichnung sowie aus den Ansprüchen.
-
Beschreibung der Zeichnung
-
1 ist
eine Querschnittsansicht eines Formungsstapels, der eine facettierte Übertragungswalze
aufweist, die geschmolzenes Harz einer Formungswalze zuführt.
-
1A ist
eine vergrößerte Ansicht
des Gebietes 1A von 1.
-
2A ist
eine Querschnittsansicht eines der Hohlräume der Formungswalze von 1.
-
3 ist
eine Querschnittsansicht eines Formungshohlraumes, der geformt ist,
um ein Vorformungsbefestigerelement zu bilden.
-
4 ist
eine perspektivische Ansicht eines mit zinnenartigen Fortsätzen versehenen
Vorformungsbefestigerelementes.
-
4A ist
eine Draufsicht auf eine Anordnung bzw. ein Feld von Befestigerelementen,
das aus den in 4 gezeigten Vorformlingen gebildet
ist, nach der Bildung von knollenartigen Köpfen aus den zinnenartigen
Fortsätzen.
-
5 ist
eine Seitenansicht eines Gerätes zum
Erwärmen
und Ändern
der Vorformungsbefestigerelemente zum Ausbilden von funktionellen
Befestigerelementen.
-
6A und 6B sind
diagrammartige Querschnittsansichten einer facettierten Übertragungswalze
und eines Gießkopfes,
in denen die Übertragung
des Harzes von dem Gießkopf
zu der Übertragungswalze
dargestellt ist.
-
6C ist
eine vergrößerte Querschnittsansicht
eines Abschnittes der facettierten Übertragungswalze von 6A,
die der Formungswalze geschmolzenes Harz zuführt.
-
6D ist
eine vergrößerte Ansicht
des Gebietes 6D, das in 6C gezeigt
ist.
-
7 ist
eine Querschnittsansicht eines Formungsstapels, der eine facettierte Übertragungswalze
aufweist, die geschmolzenes Harz einem Bogenmaterial zuführt, das
um eine Druckwalze mitgeführt wird.
-
8 ist
eine Querschnittsansicht eines Kalandrierstapels mit einer vertikalen
Ebene des Walzenpaares bzw. des Walzenspaltes, wobei in dieser Ebene
das übertragene
Harz durch ein Bogenmaterial in die Formungshohlräume gepresst
wird.
-
8A ist
eine vergrößerte Ansicht
des Gebietes 8A von 8.
-
9A und 9B zeigen
nacheinander einen Gießkopf,
der Harz einem Bogenmaterial zuführt,
das um eine facettierte Walze mitgeführt wird.
-
10 zeigt
eine zahnförmige Übertragungswalze,
die geschmolzenes Harz direkt einer Formungswalze zuführt.
-
11 zeigt
eine zahnförmige Übertragungswalze,
die geschmolzenes Harz aus einem Behälter sammelt und das geschmolzene
Harz direkt der Formungswalze zuführt.
-
12 ist
eine Querschnittsansicht eines Abschnittes einer Übertragungswalze,
wobei ein Vakuumrohrleitungsdruck ein mitgeführtes Bogenmaterial während der
Aufbringung des Harzes an die Walzenoberfläche zieht.
-
13 ist
eine Querschnittsansicht eines Abschnittes eines Kalandrierstapels,
wo das Überführen des
geschmolzenen Harzes zu einer facettierten Übertragungswalze von einer
benachbarten gegenläufigen
Walze und das anschließende Überführen des
geschmolzenen Harzes auf der facettierten Übertragungswalze zu der Formungswalze
dargestellt sind.
-
14 ist
eine Draufsicht auf ein als Beispiel angegebenes Harzübertragungsmuster,
das durch die in 16 gezeigte Übertragungswalze gebildet worden
ist.
-
15 ist
eine Draufsicht auf ein als Beispiel angegebenes Harzübertragungsmuster,
das mit der in 17 gezeigten Übertragungswalze
gebildet worden ist.
-
16 ist
eine Querschnittsansicht einer Übertragungswalze
mit zwei Facetten, die zwei Übertragungsgebiete
trennen.
-
17 ist
eine Querschnittsansicht einer Übertragungswalze
mit sechs Facetten zwischen sechs abgesetzten Übertragungsgebieten.
-
18 ist
eine Seitenansicht einer facettierten Übertragungswalze, die zwei
Abschnitte enthält, die
gegeneinander versetzt sind.
-
18A und 18B sind
Querschnittsansichten der in 18 gezeigten Übertragungswalze bezüglich der
Linien 18A-18A beziehungsweise 18B-18B.
-
19 ist
eine Querschnittsansicht einer Übertragungswalze
mit einem entfernbaren Vorsprung.
-
20 ist
eine perspektivische Ansicht einer Übertragungswalze mit sechs
diskreten Nocken.
-
21 ist
eine diagrammartige perspektivische Ansicht einer Übertragungswalze,
die eine Mehrzahl von diskreten Vorsprüngen mit verschiedenen Formen
darstellt.
-
22A und 22B zeigen
nacheinander einen Gießkopf,
der einer Übertragungsvorrichtung Harz
zuführt,
die einen Gummiwischer enthält.
-
Gleiche
Bezugszeichen bezeichnen in verschiedenen Figuren die gleichen Elemente.
-
Detailbeschreibung
-
Wie
in
1 gezeigt ist, weist eine Vorrichtung zum Bilden
eines Bogenmaterials mit angeformten Formgebungen an seiner Oberfläche einen
Extrusionsgießkopf
100 auf,
der mit einem (nicht gezeigten) Extruder verbunden ist, der geschmolzenes Harz
einer facettierten Übertragungswalze
135 zuführt. Die Übertragungswalze
135 enthält hohe
Bereiche H, die Harz aufnehmen und anschließend auf einer Formungswalze
104 ablegen,
und niedere Bereiche L, die kein Harz aufnehmen und hierdurch eine Abfolge
von Harzlagern bilden, die in Produktionsrichtung voneinander beabstandet
sind. Ein Druckwalzenpaar bzw. ein Druckwalzenspalt N ist zwischen
einer drehenden Druckwalze
102 und der gekühlten drehenden
Formungswalze
104 gebildet. Ein Bogenmaterial
130 wird
in das Druckwalzenpaar bzw. den Druckwalzenspalt N eingeführt, in
den das geschmolzene Harz
108 durch Drehung der Formungswalze
104 eingeleitet
wird. Der Druck in dem Walzenpaar bzw. Walzenspalt N, der auf jedes
Lager wirkt, füllt
mehrere sich nach innen erstreckende Hohlräume
101 der Formungswalze
104,
wodurch Befestigerelemente gebildet werden, während ein Sockel bzw. eine
Basis
112, der bzw. die sämtlichen Befestigerelementen
gemeinsam ist, an der Oberfläche
der Formungswalze gebildet wird. Der Druck und die Wärme in dem
Walzenpaar bzw. dem Walzenspalt N laminieren die Basis bzw. den
Sockel
112 des Harzes auf das Bogenmaterial
130.
Das Abstreifen der Befestigerelemente von der Formungswalze
104 mittels
der Abstreifwalze
116 gibt das Befestigererzeugnis
117 frei.
Ein weiterer Vorgang der Bildung, so beispielsweise das Flachmachen
der Spitze („flat-topping") der distalen Enden
der Befestigerelemente oder anderer angeformter Formen kann zwischen
den Walzen
118 und
120 erfolgen. Das Flachmachen
der Spitzen wird in dem
US-Patent
mit der Nummer 5,953,797 beschrieben, dessen gesamte Offenbarung
hiermit durch Verweis mitaufgenommen ist. Die Drehrichtung jeder
Walze ist mit einem Pfeil angegeben.
-
Wie
in
1A und
2A gezeigt
ist, sind einige Befestigerelemente in Form von mit Schlaufen in
Eingriff bringbaren Haken
110 ausgebildet, die sich von
dem Sockel bzw. der Basis
112 aus nach außen erstrecken
und integral mit diesem bzw. dieser ausgebildet sind. Wie in
3 gezeigt
ist, enthält
bei einigen anderen Ausführungsbeispielen
die Formungswalze
104 Hohlräume
101' in Form von Vorformungsbefestigerelementen,
die dafür
ausgelegt sind, einem weiteren Vorgang der Bildung unterzogen zu
werden. Andere Formen der Formungshohlräume sind ebenfalls möglich.
4 zeigt
ein mit zinnenartigen Fortsätzen
versehenes Vorformungselement
144, das einfach geformt
und anschließend
mittels Wärme und/oder
Druck an den distalen Enden seiner oberen Vorsprünge verformt werden kann, um
brauchbare Befestigerelemente zu bilden, wobei die Köpfe der sich
ergebenden Befestigerelemente in der Draufsicht des Befestigererzeugnisses
gemäß
4A gezeigt
sind. Weitere Einzelheiten betreffend die Formungswerkzeuge sind
in den
US-Patenten mit den Nummern
US 4,775,310 ,
US 6,163,939 und
US 6,131,251 beschrieben,
deren gesamte Offenbarung hiermit durch Verweis mitaufgenommen ist.
-
Wie
in 4, 4A und 5 dargestellt ist,
umfasst ein Gerät 158 zum
Bilden der Befestigerköpfe 161 des
Befestigerelementes 163 aus den vorgeformten Elementen 144 mit
den Vorsprüngen 159 eine
Erwärmungsvorrichtung 160,
die lediglich einen Abschnitt P der Vorsprünge 159 erwärmt und
den Rest der Vorsprünge
vergleichsweise kühl
und damit vergleichsweise starr belässt. Der Abschnitt P wird auf
eine Erweichungstemperatur erwärmt,
bei der er zur gewünschten
Form des Kopfes geformt werden kann. Um sicherzustellen, dass nur
ein Abschnitt P auf die Erweichungstemperatur erwärmt wird,
können
kontaktbasierte oder nichtkontaktbasierte Erwärmungstechniken eingesetzt
werden. Die Erwärmungsvorrichtung 160 enthält eine
Nichtkontaktwärmequelle,
so beispielsweise eine Strahlungserwärmungsvorrichtung oder eine
Flamme, die dazu in der Lage sind, die Temperatur des Materials,
das sich sehr nahe an der Wärmequelle
befindet, schnell anzuheben, ohne dass die Temperatur des Materials, das
vergleichsweise weiter von der Wärmequelle entfernt
ist, merklich ansteigt. Nachdem der Abschnitt P der Vorsprünge 159 erwärmt worden
ist, läuft
der Sockel bzw. die Basis zwischen der Mitformungswalze 166 und
der Antriebswalze 168 hindurch. Die Mitformungswalze 166 bildet
den Abschnitt P der Schäfte
in einer gewünschten
Kopfform aus, während
die Antriebswalze 168 den Sockel bzw. die Basis weiter
bewegt und ihn bzw. sie an der Walze 166 flach macht, um
die Gleichmäßigkeit
des Kopfes zu verbessern. Im Allgemeinen ist es, um eine gewünschte Formungstemperatur
zu erhalten, von Vorteil, die Mitformungswalze zu kühlen, so
beispielsweise dadurch, dass Kühlwasser
durch einen Kanal 170 in der Mitte der Walze geleitet wird.
-
Wie
in 6A und 6B gezeigt
ist, weist die Oberfläche
der facettierten Übertragungswalze 135 zwei
niedere Bereiche L und zwei hohe Bereiche H auf. Läuft der
niedere Bereich L der Übertragungswalze 135 vor
dem Gießkopf 100 vorbei,
so sammelt sich geschmolzenes Harz 108 in Form eines Bolus („Würstchen") 140 an
den Lippen des Gießkopfes 100.
Die führende
Kante 142 eines hohen Bereiches H leitet das Entfernen
eines Bolus 140 ein, dessen Harz auf den hohen Bereich
der Formungswalze geschmiert wird. Eine weitere Extrusion aus der
Lippe des Gießkopfes
während
des Vorbeilaufens eines hohen Bereiches H kann zu einer Fortsetzung
der Aufbringung des Harzes auf die Übertragungswalze, wie gezeigt,
in Abhängigkeit
von der Nähe
der Walzenoberfläche
zur Gießkopfdüsenöffnung und
der Extrusionsrate sowie weiteren Faktoren führen.
-
Bei
einigen Implementierungen wird die facettierte Übertragungswalze erwärmt, wohingegen bei
anderen Implementierungen diese gekühlt wird, wobei die ausgewählten Wärmeparameter
von den Eigenschaften des für
die Übertragung
vorgesehenen Harzes und der gewünschten
Wirkung abhängen.
Bei einigen Beispielen ist die facettierte Übertragungswalze beispielsweise
aus Metall, während
bei anderen Beispielen, bei denen beispielsweise erwünscht ist,
dass eine Wärmeübertragung
und ein Anhaften an der Übertragungswalze
unterbunden werden, die Walze oder deren äußere Oberfläche aus einem haftbeständigen Material
besteht, so beispielsweise aus Silikongummi oder einem Fluoropolymer.
Die facettierten Übertragungswalzen
können durch
maschinelle Herstellung von flachen Facetten auf einem von kreisförmigem Querschnitt
seienden Rohling hergestellt werden. Bei verschiedenen Ausführungsbeispielen
reicht die Anzahl der Facetten beispielsweise von 1 bis etwa 10
oder mehr, was von der Größe der Übertragungswalze
und der gewünschten
Größe der Lager
und der wechselseitigen Beabstandung abhängt, wobei sich die Facetten
kontinuierlich axial erstrecken können, um Harzstränge zu bilden,
oder selektiv diskontinuierlich aufgebracht werden können, sodass
sie Inseln bilden.
-
Wie
in 6C und 6D gezeigt
ist, wird die Übertragung
des Harzes von der facettierten Übertragungswalze 135 auf
die Formungswalze 104 durch die offenen Mündungen
der offenen Formungshohlräume
in der Formungswalze 104 unterstützt. Die Hohlräume stellen
einen funktionellen Grad an effektiver Rauigkeit oder „Griffigkeit" für die Oberfläche der
Formungswalze 104 bereit, was die Trennung des Harzes von
der Übertragungswalze 135 unterstützt. Es
ist nicht erwünscht,
wenn das übertragene
Harz an diesem Punkt die Hohlräume füllt, sondern
es ist lediglich ein sicheres Anliegen an der Oberfläche der
Formungswalze beabsichtigt.
-
Im
Zusammenhang mit dem Aufbringen des Harzes vor dem Einwirken eines
Formungsdruckes ist verständlich,
dass eine niedrige thermische Leitfähigkeit des geschmolzenen Harzes,
die begrenzte Dauer des Kontaktes des Harzes mit der Oberfläche der
Formungswalze zwischen dem Punkt der Zuführung des Harzes und dem Punkt
der Einwirkung des Druckes des Walzenpaares bzw. Walzenspaltes und die
isolierenden Eigenschaften der luftgefüllten Formungshohlräume selbst
derart zusammenwirken, dass eine erfolgreiche spätere Befüllung der Formungshohlräume mit
dem eingebrachten Harz möglich
wird. Aus diesem Grund wird es eingedenk der hier beschriebenen
Techniken für überflüssig angesehen,
wenn geschmolzenes Harz direkt dem Formungswalzenpaar bzw. dem Formungswalzenspalt oder
den Hohlräumen
unter einem spürbaren
Druck zugeführt
wird. Das übertragene
Harz 180 in den Bereichen 182 wird einer höheren Rate
der Kühlung
als das Harz in den Bereichen 181 ausgesetzt, da die Bereiche 182 in
direktem Kontakt mit der Oberfläche der
Formungswalze zwischen benachbarten Hohlräumen stehen, wohingegen die
Bereiche 181 verringerte thermische Übertragungseigenschaften aufweisen,
da die Hohlräume 101 mit
isolierender Luft gefüllt
sind. Dies bewirkt, dass sich das Oberflächenharz in den Bereichen 182 stärker verfestigt,
wenn es in das Walzenpaar bzw. den Walzenspalt eintritt und daher
stärker
beständig
gegenüber
Scherfließen
und einer Längsorientierung
des Polymers ist. Dies kann zu einem Befestigererzeugnis mit einer
geringeren Anfälligkeit
für Rissausbreitungen
in Maschinen- oder Herstellungsrichtung führen. Auch in diesem Falle
wird gegenwärtig
bevorzugt, den Punkt der Aufbringung des Harzes derart zu wählen, dass
das Harz für
einen Zeitraum, der weniger als etwa 0,5 s beträgt, und vorzugsweise für einen
Zeitraum von weniger als 0,1 s vor dem Eintritt in das Walzenpaar bzw.
den Walzenspalt der Kühlung
auszusetzen. Bei den bevorzugten Fertigungsgeschwindigkeiten ist der
Punkt der Aufbringung des Harzes von dem Walzenpaar bzw. dem Walzenspalt
um einen Abstand von weniger als ungefähr 10 Inch (25,4 cm), vorzugsweise
von weniger als 5 Inch (12,7 cm), beabstandet. Die derzeit bevorzugte
Oberflächengeschwindigkeit der
Formungswalze beträgt
wenigstens 150 Fuß pro Minute,
vorzugsweise mehr als 250 Fuß pro
Minute (45,7 bis 76,2 m/min).
-
Wie
in 1 gezeigt ist, wird das übertragene Harz auf ein Bogenmaterial 130 in
dem Walzenpaar bzw. dem Walzenspalt geleitet. Das Bogenmaterial
kann ein gewebtes, nichtgewebtes oder ein gewirktes Material sein.
Das Bogenmaterial kann zudem ein Schaum, ein Film, eine Papierbahn,
eine mehrfachbeschichtete Papierbahn oder ein Verbundstoff sein,
so beispielsweise Bahnen, die einen oder mehrere elastische Filme
enthalten. Die Parameter des Prozesses können derart gewählt werden,
dass vorteilhafterweise teilverfestigtes Harz dem Walzenpaar bzw.
dem Walzenspalt zugeführt
wird. Dies ist insbesondere bei vergleichsweise offenen Materialien
(beispielsweise Textilien) von Vorteil, um die Neigung eines übermäßigen Eindringens
des Harzes in das Material zu senken und ein Durchtreten des Harzes
durch die komplette Dicke des Materials zu unterbinden. Damit kann
ein textiles Bogenmaterial, an das geformte Anformungen anlaminiert
sind, seine ursprünglichen
Eigenschaften besser beibehalten, wobei weniger Harz verbraucht
wird.
-
Bei
bestimmten Beispielen wird die vorbeschriebene Technik vorteilhafterweise
eingesetzt, um geformte Formgebungen dünnen vliesartigen Textilien
zu verleihen, von denen man bislang annahm, sie seien für die Verarbeitung
zu vielen Enderzeugnissen nicht geeignet. Dies ist bei Erzeugnissen
auf vielen Gebieten relevant, so beispielsweise bei Hygieneerzeugnissen
für Menschen
und bei Bögen
mit medizinischen Eigenschaften, die für Verpackungen, Bekleidungsstücke und
Tuchware eingesetzt werden, wo wünschenswert
ist, dünnere,
weniger kostenintensive und elastische Bahnen einzusetzen. Die Integrität der geformten
Basisschicht bzw. Sockelschicht kann das Einwirken von beachtlichen
Verformungskräften
auch dann zulassen, wenn sehr dünne
Materialien als Grundschicht dienen. Das Wiedererlangen der Integrität der Harzsockelschicht
bzw. Harzbasisschicht bei benachbarten Haken trägt dazu bei sicherzustellen,
dass die Schicht eine ausreichende Stärke aufweist, um einen Formverlust
von komplexen Formen zu vermeiden. Auf diese Weise können Haken
mit vergleichsweise aggressiven Profilen und Vorformungsschäften mit
komplexer Form, die einem Formverlust widerstehen, auf dünnen und
vergleichsweise schwachen Substratmaterialien gebildet werden.
-
Ermöglicht man
dem Harz ein leichtes Abkühlen
während
dessen Verbringung auf der Oberfläche der Formungswalze vor dem
Eintritt in das Walzenpaar bzw. den Walzenspalt, so ist das Bogenmaterial
dem heißen
geschmolzenen Harz insgesamt weniger ausgesetzt. Bislang war man
bei vielen Bogenmaterialien bei einer in-situ-Laminierung auf vergleichsweise kostenintensive
Polyester- oder andere temperaturbeständige Harze beschränkt. Die
hier beschriebenen Verfahren ermöglichen
den Einsatz von weniger kostenintensiven Materialien oder Strängen als
Trägermaterial,
so beispielsweise denjenigen, die aus Fasern von Polypropylen, Polyethylen
oder Gemischen hieraus gebildet sind, anstelle von temperaturbeständigen Harzen
wie Polyester.
-
Wie
in 7 gezeigt ist, kann das Harz, anstatt dass es
von der Übertragungswalze 135 direkt auf
die Formungswalze übertragen
wird, direkt auf das Basisbogenmaterial 130 übertragen
werden, das um die Druckwalze 102 mitgeführt wird.
Bei einigen Implementierungen können
die isolierenden Eigenschaften des Bogenmaterials 130 vorteilhafterweise verwendet
werden, um das Harz, das an der Bogengrenzfläche zwischen dem Material und
dem Harz verfestigt, darüber
jedoch geschmolzen ist, zuzuführen,
sodass der Druck des Walzenpaares bzw. Walzenspaltes die Hohlräume der
Formungswalze füllen kann.
Diese Art von Verteilungssystem kann verwendet werden, um Befestigererzeugnisse
herzustellen, die eine geringere Anfälligkeit für Rissausbreitungen in Herstellungsrichtung
aufgrund der weniger starken Längsausrichtung
des verfestigten Harzes an der Grenzfläche zwischen dem Material und
dem Harz aufweisen.
-
In 8 ist
ein Formungsstapel mit einer vertikalen Ebene VN des
Walzenpaares bzw. Walzenspaltes gezeigt, wobei dargestellt ist,
wie das Harz, anstatt dass es von der Übertragungswalze 135 direkt
zu der Formungswalze 104 übertragen wird, direkt auf
die Druckwalze 102 übertragen
werden kann und anschließend
durch Drehung der Druckwalze dem Walzenpaar bzw. Walzenspalt N zugeführt wird. Bei
diesem Ausführungsbeispiel
ist das Bogenmaterial von einem vergleichsweise porösen Typ
(beispielsweise ein gitterartiges Material), sodass, wenn das geschmolzene
Harz und das Bogenmaterial an dem Walzenpaar bzw. Walzenspalt N
zusammengelangen, der hierbei bestehende Druck das Harz vollständig durch
das Bogenmaterial presst, um Befestigerelemente auf der anderen
Seite zu formen. Eine Querschnittsansicht des sich ergebenden Befestigererzeugnisses
ist in 8A gezeigt.
-
Wie
in 9A und 9B gezeigt
ist, wird geschmolzenes Harz direkt einem Bogenmaterial 130 zugeführt, das
um eine facettierte Übertragungswalze 135 mitgeführt wird.
Wenn der niedere Bereich an der Übertragungswalze 135 vor
dem Gießkopf 100 vorbeiläuft, sammelt
sich geschmolzenes Harz 108 als Bolus 140 an den
Lippen des Gießkopfes 100.
Die führende
Kante eines hohen Bereiches H, der unter dem Bogenmaterial 130 befindlich
ist, leitet das Entfernen des Bolus 140 ein, dessen Harz
auf das Bogenmaterial geschmiert wird, wenn der hohe Bereich H vor
dem Gießkopf 100 vorbeiläuft. Eine weitere
Extrusion aus der Lippe des Gießkopfes
beim Hindurchlaufen eines hohen Bereiches H kann die Aufbringung
des Harzes auf das Bogenmaterial, wie gezeigt, in einem Umfang fortsetzen,
der von der Nähe
des Bogenmaterials zu der Gießkopfdüsenöffnung und
der Extrusionsrate sowie von weiteren Faktoren abhängt. Ein
Paar von Abstandsausgleichern 141 wird verwendet, um Änderungen
der Weglänge auszugleichen,
die von der Drehung der facettierten Übertragungswalze 135 herrühren.
-
10 zeigt
eine zahnförmige Übertragungswalze 250 mit
hohen Bereichen 251 und niederen Bereichen 253.
Dreht sich die Übertragungswalze 250 vor
dem Gießkopf 100,
so sammeln die hohen Bereiche 251, die im Vergleich zu
den niederen Bereichen 253 erhöht sind, geschmolzenes Harz
von den Lippen des Gießkopfes 100 und
führen
anschließend
durch eine Drehung der Übertragungswalze 250 das
geschmolzene Harz der Formungswalze 104 zu. Das geschmolzene
Harz wird auf der Formungswalze getragen und dem Walzenpaar bzw. Walzenspalt
N durch eine Drehung der Formungswalze zugeführt. Befestigerelemente oder
andere gewünschte
Formgebungen werden in dem Walzenpaar bzw. Walzenspalt auf dem Bogenmaterial 130 in vorstehend
beschriebener Weise ausgeformt. Bei bestimmten Ausführungsbeispielen
bleibt das Profil der Übertragungswalze über die
gesamte axiale Länge oder über ausgewählte sich
erstreckende Bereiche gleich, wobei der Gießkopf des Extruders eine entsprechende
Form aufweist, damit er das Harz nur dort aufbringen kann, wo die Übertragungswalze wirksam
ist.
-
Bei
anderen Ausführungsbeispielen
enthält die
zahnförmige Übertragungswalze
zahnförmige Übertragungsscheiben
ausgewählter
Dicke, die abwechselnd mit Beabstandungsscheiben ausgewählter Dicke
und eines geringeren Durchmessers anmontiert sind. Vergleichsweise
schmale Gießkopfdüsenöffnungen
sind vorgesehen, um Stränge
von geschmolzenem Harz mit einer Breite zu liefern, die im Allgemeinen
der Dicke der Übertragungsscheiben entspricht.
Die anderen vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele können ebenfalls
mit dieser Abwandlung versehen werden.
-
In 11 wird
anstelle eines Extruders ein Behälter 260 mit
geschmolzenem Kunststoff verwendet, um das geschmolzene Harz der
zahnförmigen Übertragungswalze 250 zuzuführen. Mit
einer Drehung der Übertragungswalze 250 sammeln
hohe Bereiche 251, die im Vergleich zu niederen Bereichen 253 erhöht sind,
geschmolzenes Harz aus dem Behälter 260 und
führen
das geschmolzene Harz der Formungswalze 104 zu. Bei einigen
Ausführungsbeispielen
ist von Vorteil, wenn ein Harz mit niederer Viskosität verwendet
wird. Geeignete Harze mit niederer Viskosität sind diejenigen mit einer
Schmelzfließrate (MFR
melt flow rate) gemäß Bestimmung
mittels des ASTM-Testverfahrens
D1238, dessen gesamte Offenbarung in die vorliegende Offenbarung
aufgenommen ist, von mehr als ungefähr 5 g pro 10 min, so beispielsweise
von 6, 7, 10, 15, 20, 25 oder mehr, so beispielsweise von 30 g pro
10 min.
-
Wie
in 12 gezeigt ist, umfasst die Übertragungswalze 280 einen
drehbaren Abschnitt 270 und einen zentralen stationären Vakuumrohrleitungsabschnitt 281,
der im Allgemeinen in Richtung des Zuführungsgießkopfes 100 gerichtet
ist. Der drehbare Abschnitt 270 umfasst eine Mehrzahl von
Vakuumkanälen 271,
die in der Nähe
der zentralen Rohrleitung und nach außen an den Senken der niederen Bereiche 273 der Übertragungswalze
enden. Mit der Übertragungswalze 280 in
Eingriff befindlich ist ein komplementäre Zahnung 291, die
derart bemessen und ausgelegt ist, dass die erhöhten Zähne 293 das Bogenmaterial 130 in
die Senken 273 der Übertragungswalze 280 schieben.
An jeder Sektion des drehbaren Abschnittes 270 mit dem
Bogenmaterial, das in der Nähe
des Gießkopfes 100 herumgeführt wird,
schieben die Zähne 293 der
Walze 291 das Bogenmaterial in die Senken 273,
während
sich die Kanäle 271 zu
dem evakuierten Rohrleitungsabschnitt 281 hin öffnen und
das Bogenmaterial fest an die Übertragungswalze 280 drücken, wodurch
das Bogenmaterial der Form nach den hohen und niederen Bereichen
der Übertragungswalze
angepasst wird. Die hohen Bereiche 275 sammeln das geschmolzene
Harz aus dem Gießkopf 100.
Bewegt sich die Bahn mit dem Harz von dem Gießkopf weg, so werden die Kanäle geschlossen
und wird das Vakuum ausgeschaltet, sodass das Bogenmaterial von
der Übertragungswalze 280 weggezogen
werden kann. Bei einer bestimmten Implementierung sind die Kanäle im Querschnitt
kreisförmig.
Die Pumpparameter des Vakuumsystems können im Verhältnis zum
Grad der Luftundurchdringbarkeit des verarbeiteten Bogenmaterials
gewählt
werden.
-
Wie
in 13 gezeigt ist, weist die facettierte Übertragungswalze 300 bei
einem weiteren Ausführungsbeispiel
abgerundete Kanten im Vergleich zu der Übertragungswalze 135 von 1 auf,
wobei das geschmolzene Harz der Übertragungswalze 300 von
einer benachbarten gegenläufigen
facettierten Übertragungswalze 302 zugeführt wird.
Das nicht auf die Übertragungswalze 300 übertragene
Harz wird von einer Rakel 301 entfernt. Dieses Ausführungsbeispiel
kann die Zeit zum Kühlen
des Harzes gegebenenfalls erhöhen.
-
Wie
in 14 und 16 gezeigt
ist, wird das Befestigererzeugnis 150 von 14 unter
Verwendung einer facettierten Übertragungswalze 135 von 16 hergestellt.
Bereiche G des geschmolzenen Harzes 108 werden aus einer
einzelnen Kanalgießkopföffnung (nicht
gezeigt) in einer Breite zugeführt,
die der Querbreite W des Harzlagers G entspricht. Die Länge l2 des Harzlagers in Maschinenrichtung (MD
machine direction) ist durch den Umfangsabstand l2 der
erhöhten
Zuführfläche H der
facettierten Übertragungswalze 135 festgelegt.
Die Länge
l2 kann durch Vergrößern des Durchmessers D der
Walze 135 vergrößert werden.
Der Abstand l1 zwischen den Harzbereichen
G ist durch die Umfangsspannweite l1 der
Facette festgelegt. Das Befestigererzeugnis 160 von 15 wird
unter Verwendung der facettierten Werkzeugwalze 162 von 17 hergestellt.
Reihen von Bereichen G' werden erzeugt,
indem geschmolzenes Harz aus einem Gießkopf mit sechzehn diskreten
querbeabstandeten Düsenöffnungen
zugeführt
wird, die eine Breite von 0,050 Inch (1,27 mm) und eine Tiefe von
0,015 Inch (0,38 mm) aufweisen. Bei einem Beispiel ist die Beabstandung
zwischen den benachbarten Düsenöffnungen
gleich 0,063 Inch (1,60 mm). Jede Ecke einer hexagonalen Übertragungswalze 162 dient
als hoher Punkt H' zur Übertragung
eines diskreten Harzbolus. Die Beabstandung l3 der
Lager in Maschinenrichtung (MD) ist durch den Bogenspannweitenabstand
l3 jeder Facette der Übertragungswalze 162 festgelegt. Ist
das Bogenmaterial 130, auf das die geformten Formgebungen
laminiert werden, ein in Breitenrichtung streckbares Material, so
kann das Erzeugnis hervorragende Streckeigenschaften in Maschinenquerrichtung
(CD) aufgrund der Streckbarkeit des Materials in den offenen Räumen zwischen
benachbarten Harzlagern G' in
jeder Reihe aufweisen. Die Übertragungswalze
und die Gießkopfdüsenöffnung können derart
ausgestaltet und die Extrusionsrate derart gewählt werden, dass die einzelnen
Harzlager innerhalb jeder Querreihe und in jeder Spalte in Maschinenrichtung
ausreichend nahe beieinander sind, sodass ein Zusammenlaufen an
dem Walzenpaar bzw. dem Walzenspalt erfolgt. Man hat herausgefunden,
dass große
Harzflecken mit gut vorhersagbaren und steuerbaren Formen dadurch
erzeugt werden können,
dass mehrere vergleichsweise kleine Mengen des Harzes in einer Anordnung
bzw. einem Feld innerhalb des Fleckes derart aufgebracht werden, dass
die diskreten Lager infolge des Druckes in dem Walzenpaar bzw. Walzenspalt
zusammenlaufen und so den Fleck füllen. Auf diese Weise wird
das übertragene
Harz gleichmäßiger auf
dem Fleck verteilt, wobei eine Anfälligkeit dahingehend, dass
die Gesamtabmessungen und die Form des Flecks von den seitlichen
Kräften
in dem Walzenpaar bzw. Walzenspalt beeinflusst werden, sinkt.
-
Wie
in 18 gezeigt ist, reicht die Länge L1 einer
facettierten Übertragungswalze
oder eines Walzensegmentes von ungefähr 1 Inch bis ungefähr 36 Inch
(2,54 bis 91,44 cm) oder mehr, was von der gewünschten Wirkung abhängt. Wie
in 16 und 17 gezeigt
ist, reicht der Durchmesser D der facettierten Übertragungswalze 135 oder 162 beispielsweise
von 1/4 Inch bis 10 Inch oder mehr (0,64 bis 25,4 cm). Bei einigen
Implementierungen kann eine facettierte Übertragungswalze vorteilhafterweise
Abschnitte P1 und P2 mit
unterschiedlichen Anzahlen von Facetten aufweisen, um ein variiertes
Muster bereitzustellen. Eine facettierte Werkzeugwalze mit einem
Abschnitt einer Länge
L2 kann beispielsweise zwei Facetten gleich
denjenigen von 16 enthalten, wobei ein Abschnitt
mit der Länge
L3 sechs Facetten gleich denjenigen von 17 enthalten
kann. Wie in 18 bis 18B gezeigt
ist, weist bei einem besonderen Ausführungsbeispiel eine facettierte
Werkzeugwalze eine Gesamtlänge
L1 von 11,25 Inch auf. Die Länge A der
Drehwelle C ist gleich 0,75 Inch (1,91 cm). Dieses besondere Ausführungsbeispiel
weist zwei gleiche Abschnitte mit einer Länge L2 =
L3 von 5,625 Inch (14,29 cm) auf. In jedes Übertragungswalzensegment
sind zwei Facetten geschnitten. Der Abstand zwischen einer Facettierungsfläche und
dem Äußeren der Übertragungswalze
B ist gleich 0,767 Inch (1,95 cm). Der Durchmesser D der Übertragungswalze
ist gleich 0,830 Inch (2,11 cm), und der Durchmesser der Drehwelle
C ist gleich 0,375 Inch (0,95 cm). Bei diesem besonderen Ausführungsbeispiel
ist ungeachtet der Tatsache, dass jeder Abschnitt dahingehend exzentrisch
ist, dass der Schwerpunkt jenes Abschnittes nicht mit der Drehachse
der Übertragungswalze
zusammenfällt,
jeder Abschnitt relativ zu dem anderen derart drehbar, dass die
gesamte Übertragungswalze
mit dem Schwerpunkt, der mit der Drehachse der Übertragungswalze zusammenfällt, ausgewuchtet
ist.
-
Weitere
Ausführungsbeispiele
der Übertragungswalze
sind möglich.
So ist beispielsweise in 19 gezeigt,
wie eine Übertragungswalze 200 einen
zylindrischen Körper 202 mit
einem Längsschlitz 203 und 203' aufweist. Ein
Passstück 205 ist
derart bemessen, dass es in den Längsschlitz 203 hineinpasst,
sodass ein Übertragungsgebiet 204 im
Vergleich zu den anderen Gebieten der äußeren Oberfläche der Übertragungswalze
erhöht
ist. Harz wird auf die Werkzeugwalze 104 durch das erhöhte Übertragungsgebiet 204 auf
eine Weise übertragen,
die der vorbeschriebenen ähnlich
ist. Bei einer anderen Verwendung wird das Muster durch Einführen eines anderen
Passstückes
in den Schlitz 203' geändert. Verschiedene
zusätzliche
Schlitze können
gleichfalls in der Walze 200 vorgesehen sein. Wie in 20 gezeigt
ist, enthält
bei einem weiteren Ausführungsbeispiel
die Übertragungswalze 210 Längsübertragungsnocken 212,
die höher
als die benachbarten Längssenken 214 sind.
Auf eine Weise, die der vorbeschriebenen ähnelt, wird Harz auf die Werkzeugwalze 104 durch
die erhöhte Übertragungsnocken 212 aufgetragen.
Wie in der diagrammartigen Ansicht von 21 gezeigt
ist, enthält
bei einem weiteren Ausführungsbeispiel
die Übertragungswalze 220 eine
veränderliche
Auswahl von Vorsprüngen,
die sich von einer zylindrisch ausgebildeten Basis bzw. einem derartigen
Sockel aus nach außen
erstrecken. Wie dargestellt ist, können die Vorsprünge beispielsweise
einen kreisförmigen
oder dreieckigen Querschnitt aufweisen. Auf eine Weise, die der
vorbeschriebenen ähnlich
ist, stellen die Vorsprünge Übertragungsoberflächen dar,
die im Vergleich zu den anderen Gebieten erhöht sind.
-
Bei
bestimmten Implementierungen ist die Drehrate der Übertragungswalze
mit einer Geschwindigkeitssteuervorrichtung in Verbindung, die unabhängig von
der Drehgeschwindigkeit der Formungswalze 104 arbeitet,
sodass die Oberflächengeschwindigkeit
der Übertragungswalze
gleich der Oberflächengeschwindigkeit
der Formungswalze, größer als
diese oder kleiner als diese sein kann. Dies ermöglicht eine Flexibilität bei der
Gestaltung des Enderzeugnisses. So kann beispielsweise eine differenzielle
Geschwindigkeit aufrechterhalten werden, wodurch bewirkt wird, dass
das Material das Harzlager auf eine Oberfläche schmiert, um ein besonders
geformtes Lager zu erhalten. Bei dem derzeit bevorzugten Ausführungsbeispiel
ist die Oberflächengeschwindigkeit
der Übertragungswalze
geringfügig,
so beispielsweise um 2 bis 5%, kleiner als die Oberflächengeschwindigkeit
der Formungswalze, was die Übertragung
des Harzes auf die Formungswalze vorteilhafterweise erleichtert.
-
Wie
in 22A gezeigt ist, enthält eine drehbare Übertragungsvorrichtung 320 eine
drehbare Übertragungswalze 322 mit
einer äußeren Oberfläche, die
einen Wischer 321, so beispielsweise einen Gummiwischer,
enthält,
der an der drehbaren Übertragungswalze
befestigt ist und sich von dieser aus nach außen erstreckt. Die Übertragungsvorrichtung weist
eine äußere Oberfläche mit
wenigstens einem Übertragungsgebiet
auf, das im Vergleich zu einem weiteren Gebiet der äußeren Oberfläche der Übertragungsvorrichtung
erhöht
ist, sodass das Harz in das Walzenpaar bzw. den Walzenspalt in einem
festgelegten Bereich übertragen
wird, der dem erhöhten Übertragungsgebiet
der Übertragungsvorrichtung entspricht.
Wie in 22A und 22B gezeigt
ist, leitet die führende
Kante 324 des Wischers 321 das Entfernen eines
Harzbolus ein. Der Harzbolus 323 an dem Wischer 321 wird,
wie vorstehend erläutert
worden ist, auf die Formungswalze geschmiert.
-
Es
ist eine Mehrzahl von Ausführungsbeispielen
der Erfindung beschrieben worden. Gleichwohl sollte einsichtig sein,
dass verschiedene Abänderungen
vorgenommen werden können,
ohne den Schutzbereich der Erfindung entsprechend den Ansprüchen zu
verlassen. So kann beispielsweise, obwohl die Übertragungsebene des Formungsstapels gemäß 1 horizontal
ist, diese auch vertikal sein, sodass die Schwerkraft das Entfernen
des geschmolzenen Harzes fördert.
Der Zuführpunkt
des geschmolzenen Harzes gemäß den vorbeschriebenen Ausführungsbeispielen
kann von denjenigen, die in den Figuren gezeigt sind, abweichen.
So kann beispielsweise das von der in 1 gezeigten
Werkzeugwalze zugeführte
geschmolzene Harz näher
an dem Walzenpaar bzw. dem Walzenspalt N oder weiter von diesem
entfernt zugeführt
werden. Das geschmolzene Harz kann der Übertragungswalze mittels eines
Gießkopfes
zugeführt
werden, der ein sich drehendes Gießkopfrad enthält, das
diskrete Dosen des Harzes zuführt.