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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Gießelement zur Verwendung in
Kontakt mit geschmolzenem Metall, zum Beispiel eine Form zum Druckgießen oder
Gießen,
einen Kernstift, einen in einer Spritzgießmaschine verwendeten Kolbenring
oder dergleichen.
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Stähle wie
zum Beispiel Heißformstahl,
Schnellarbeitsstahl, rostfreier Stahl und dergleichen sind für Gießelemente
zum Formen eines geschmolzenen Metalls mittels Gießen verwendet
worden. Ein Formmetall, das meist zum Formen mittels Gießen verwendet
wird, ist eine Aluminiumlegierung. Im Fall der vorstehend genannten
in Gießelementen
wie zum Beispiel in Formen verwendeten Stahlmaterialien nutzt das
Stahlmaterial in einem Teil des Gießelements in Kontakt mit der
Aluminiumlegierung durch Schmelzen in einer Schmelze der Aluminiumlegierung
ab, was den Eisengehalt der Aluminiumlegierungsschmelze erhöht und die
Qualität
eines Gussstücks
verschlechtert. Darüber
hinaus verursacht die Abnutzung durch Schmelzen der Formen und dergleichen
verschiedene betriebliche Probleme.
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Als
eine Maßnahme
gegen das vorstehende Problem ist oft ein Nitrieren der Arbeitsfläche eines
Gießelements
durchgeführt
worden, weil dies eine gehärtete
tiefe Lage ergibt und zu sehr niedrigen Kosten erfolgen kann. Weil
jedoch die Verwendung einer hochschmelzenden Aluminiumlegierung
als zu schmelzendes Material üblich
geworden ist, um die Festigkeit eines Gussstücks zu erhöhen, weist das Nitrieren die
folgenden Nachteile auf: N in der gehärteten Lage diffundiert bei
einer hohen Temperatur leicht in eine Aluminiumschmelze, so dass
die Beständigkeit
gegen Abnutzung durch Schmelzen aufgrund des Verschwindens der gehärteten Lage
abnimmt, was zu einem schnellen Fortschreiten des Phänomens der
Abnutzung durch Schmelzen führt.
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Um
dieses Problem zu lösen,
ist die Verwendung einer Form mit einer Arbeitsfläche üblich geworden, die
durch physikalische Dampfabscheidung (im Folgenden als PVD-Verfahren
bezeichnet) mit Keramik beschichtet ist, das kaum mit einem geschmolzenen
Metall reagiert. So ist zum Beispiel ein Verfahren vorgeschlagen
worden, bei dem ein Basismaterial für eine Form einem Aufkohlen
oder Nitrieren unterzogen wird und dann mit dem PVD-Verfahren eine
Beschichtungslage aus TiC, TiN oder dergleichen gebildet wird (
JP-A-61-033734 ),
und ein Verfahren, bei dem die Oberfläche einer Form mit einer Ti-Zwischenlage
und danach mit TiAlN beschichtet wird (
JP-A-07-112266 ). Es sind
auch Verfahren vorgeschlagen worden, bei denen CrN als Beschichtungslage
verwendet wird (
JP-A-10-137915 und
JP-A-2001-11599 ).
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Die
Einsatzbedingungen eines Elements, das in Kontakt mit einer Schmelze
verwendet wird, zum Beispiel eine Gießform, sind wegen der kürzlichen
Erhöhung
der Geschwindigkeit des Gießzyklus
und der Verringerung der Dicke einer Form aufgrund der Endformnähe sehr
anspruchsvoll geworden. Das bedeutet, dass die nachfolgenden Probleme
erkennbar verursacht werden: die Wärmeausdehnung einer Form oder
anderer Elemente durch ein geschmolzene Metall beim Gießen und
das Biegen der Form oder der Elemente aufgrund ihrer Schrumpfung
durch das Aufbringen eines Formtrennmittels nach dem Erstarren eines
zu verarbeitenden Materials oder durch das Erstarren und Schrumpfen
des zu verarbeitenden Materials. Als Folge entstehen in den Beschichtungslagen
mit den in Literatur 1 bis 4 vorgeschlagenen bekannten Zusammensetzungen
beim Gebrauch eines Elements mit der Beschichtungslage feine Risse,
und geschmolzenes Metall dringt durch die Risse in das Element ein
und reagiert mit dem Eisen in einem Basismaterial direkt unter der
Oberflächenbehandlungslage
des Elements unter Bildung einer Legierung. Wenn ein Teil direkt
unter der Oberflächenbeschichtungslage
durch die Bildung der Legierung vergrößert wird, ist das folgende
Phänomen
zu beobachten: Die Behandlungslage löst sich ab, so dass die Abnutzung
des Elements durch Schmelzen rasch fortschreitet.
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Darüber hinaus
weisen die vorstehend genannten vorgeschlagenen Beschichtungslagen
keine ausreichende Beständigkeit
gegen Fressen auf, um den Einsatzanforderungen gerecht zu werden,
die in den vergangenen Jahren anspruchsvoller geworden sind. Erklärt am Beispiel
einer Form kommt es zwischen der Arbeitsfläche der Form und einem Gussstück zum Zeitpunkt
des Trennens des Gussstücks
aus der Form in den ersten Phasen des Gebrauchs der Form zu einem
Festfressen, was in Formkorrekturzyklen, einer Verringerung der
Lebensdauer der Form und einer nicht zufriedenstellenden Form des
Gussstücks
resultiert.
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Die
vorliegende Erfindung soll ein Gießelement bereitstellen, das
mit seiner Arbeitsfläche
in Kontakt mit einem geschmolzenen Metall mit hoher Temperatur,
zum Beispiel einer Druckgussform oder einem Kernstift, verwendet
wird, wobei das Gießelement
frei von den vorstehend beschriebenen Problemen ist.
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US-A-5 246 787 beschreibt
ein Werkzeug oder Instrument, das eine verschleißfeste Hartbeschichtung aus
Titannitrid für
die Bearbeitung von organischem Material aufweist. Anspruch 1 der
vorliegenden Erfindung ist in Anbetracht dieses Dokuments in zweiteiliger
Form abgefasst.
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JP 2002 307129 A beschreibt
ein Werkzeug, das mit einer Lage aus Nitriden, Carbiden oder Kohlenstoffnitriden
beschichtet ist.
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JP 2004 202512 A beschreibt
einen Druckstift für
das Druckgießen.
Der Stift ist mit einer Lage bestehend aus AlTiN oder CrN mit einer
geringen Haftfestigkeit auf einer Aluminiumlegierung beschichtet.
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JP 08 013134 A bezieht
sich auf eine Metallform zum Formen von Kunststoff mit einer Plattierungsschicht
zur Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit und Verschleißfestigkeit.
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JP 05 209261 A beschreibt
einen Artikel mit einer ersten und einer zweiten metallischen Schicht
zur Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit und Verschleißfestigkeit
des Artikels.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Die
Anmelder der vorliegenden Erfindung haben den Mechanismus des Auftretens
von Problemen in einem für
den vorstehend beschriebenen Zweck verwendeten Gießelement
bemerkt und ausführliche
Untersuchungen zu den Einflüssen
der Zusammensetzung, des Lagenaufbaus und der Formbedingungen einer
Beschichtungslage auf der Arbeitsfläche (die Oberfläche, die
mit einer Schmelze in Kontakt gebracht werden soll) des vorstehend
genannten Elements auf die Beständigkeit
gegen Abnutzung durch Schmelzen und die Beständigkeit gegen Fressen durchgeführt. Darüber hinaus
wurde die Beständigkeit
der Beschichtungslage gegen Rissbildung im Detail untersucht, um
die Rissbildung aufgrund der Biegung des Elements zu verringern.
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Als
Ergebnis wurde festgestellt, dass dem Gießelement mit den in Anspruch
1 festgelegten Merkmalen eine sehr zufriedenstellende Beständigkeit
gegen Abnutzung durch Schmelzen, Beständigkeit gegen Fressen und
Beständigkeit
gegen Rissbildung verliehen werden kann. Mit diesem Ergebnis wurde
bestätigt,
dass zum Beispiel ein Kernstift für das Druckgießen einer
Aluminiumlegierung eine deutlich längere Lebensdauer als ein Gießelement
aufweist, weil das lokale Fressen in den ersten Phasen des Gießens und
die Bildung von Rissen in den Beschichtungslagen durch die Biegung
des Stifts beim Erstarren und Schrumpfen eines Gussstücks hinreichend
verhindert werden können.
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Die
Unteransprüche
beziehen sich auf bevorzugte Ausführungsformen.
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Die
Grenzfläche
zwischen der äußersten
Lage und der gerade über
dem Basismaterial befindlichen Lage ist vorzugsweise mit einer Zwischenlage
aus Nitrid, Oxynitrid und/oder Carbonitrid beschichtet, die hauptsächlich V
und Cr enthält.
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Die
Dicke der äußersten
Lage beträgt
zwischen 0,5 und 5,0 μm,
und die Dicke der gerade über
dem Basismaterial befindlichen Lage beträgt vorzugsweise zwischen 0,5
und 3,0 μm.
Wenn die Zwischenlage gebildet ist, beträgt ihre Dicke vorzugsweise
höchstens
1,0 μm.
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Darüber hinaus
wird jede der Beschichtungslagen vorzugsweise durch physikalische
Dampfabscheidung gebildet. Außerdem
ist die Härte
des beschichteten Basismaterials in einer Tiefe von 25 μm von der äußersten
Oberfläche
des Basismaterials vorzugsweise um mindestens 100 HV 0,2 größer als
in einer Tiefe von 500 μm
von der äußersten
Oberfläche
des Basismaterials.
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Herkömmliche
mit TiN, TiCN oder CrN beschichtete Gießelemente sind nicht mehr in
der Lage, eine ausreichende Lebensdauer zu bieten, um den Einsatzanforderungen
gerecht zu werden, die in den vergangenen Jahren anspruchsvoller
geworden sind. Durch Verwendung eines Gießelements mit dem Aufbau der Oberflächenbeschichtungslagen
nach der vorliegenden Erfindung können die Beständigkeit
gegen Fressen, die Beständigkeit
gegen Rissbildung und die Beständigkeit
gegen Abnutzung durch Schmelzen einer Form verbessert werden, so
dass die Lebensdauer der Form deutlich verbessert werden kann.
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KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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1 zeigt
ein Diagramm mit einem Kriterium zur Abschätzung des Umfangs der Rissbildung
bei einer Prüfung
zur Untersuchung der Beständigkeit
gegen Rissbildung unter Verwendung eines Rockwelt-Härteprüfers.
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2 zeigt
eine mikrofotografische Aufnahme des Ergebnisses einer Prüfung zur
Untersuchung der Beständigkeit
des Prüfstücks Nr.
5 nach der vorliegenden Erfindung gegen Rissbildung (Zustand in
der Nähe eines
Rockwell-Eindrucks).
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3 zeigt
eine mikrofotografische Aufnahme des Ergebnisses einer Prüfung zur
Untersuchung der Beständigkeit
des Vergleichsprüfstücks Nr.
12 gegen Rissbildung (Zustand in der Nähe eines Rockwell-Eindrucks).
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4 zeigt
eine mikrofotografische Aufnahme des Ergebnisses einer Prüfung zur
Untersuchung der Beständigkeit
des herkömmlichen
Prüfstücks Nr.
23 gegen Rissbildung (Zustand in der Nähe eines Rockwell-Eindrucks).
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5 zeigt
ein Diagramm mit der Form des in Beispiel 2 verwendeten Kernstifts.
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AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Es
reicht nicht aus, dass ein auf der Arbeitsfläche eines Gießelements
zu bildender harter Beschichtungsfilm untersucht wird, indem seine
Eigenschaften nur für
eine mit dem Beschichtungsfilm in Kontakt zu bringende Schmelze
festgestellt werden. Das heißt,
die Gesamteigenschaften des Beschichtungsfilms müssen untersucht werden, indem
natürlich
auch seine Affinität
für das
Basismaterial berücksichtigt
wird. Daher wird als Beschichtungsfilm bei der vorliegenden Erfindung
eine Verbundbeschichtungslage verwendet, der möglichst beide erforderliche
Eigenschaften für
die äußerste Oberfläche, die
mit der Schmelze in Kontakt gebracht werden soll, und die erforderlichen
Eigenschaften für
das Basismaterial verliehen werden können. Die Hauptaufgabe der
bei der vorliegenden Erfindung verwendeten äußersten Lage ist es, einem
Gießelement
Beständigkeit
gegen Abnutzung durch Schmelzen, Beständigkeit gegen Fressen und
Beständigkeit
gegen Rissbildung zu verleihen. Daher ist das Vorhandensein der äußersten
Lage sehr wichtig. Dementsprechend muss der Beschichtungsfilm bei
der vorliegenden Erfindung die vorstehenden Eigenschaften in einem
hohen Maße mit
einem ausgewogenen Verhältnis
aufweisen.
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Mit
dem Ergebnis der Untersuchungen der Anmelder der vorliegenden Erfindung
wurde Folgendes bestätigt:
Im Vergleich zu Ti- oder Cr-Nitriden verleihen Oxynitrid-Nitride
und -Carbonitride, Nitride, Oxynitrid-Nitride und -Carbonitride,
die hauptsächlich
V enthalten, eine im Wesentlichen gleiche Beständigkeit gegen Abnutzung durch
Schmelzen, aber eine höhere
Beständigkeit
gegen Fressen in einem Temperaturbereich (300 bis 600 °C) für die Verwendung
eines Elements wie etwa einer Form beim Druckgießen einer Aluminiumlegierung
oder dergleichen. Dies liegt daran, dass die Nitride, Oxynitrid-Nitride
und Carbonitride, die hauptsächlich V
enthalten, in dem vorstehenden Temperaturbereich ordnungsgemäß oxidiert
werden, so dass die entstehende dünne Oxidschicht die Affinität für eine Schmelze
verschlechtert. Folglich wird das Fressen an einem Gussstück unterbunden.
Mit anderen Worten, weil alle Beschichtungslagen aus TiN, TiAlN
und CrN, die bisher vorgeschlagen worden sind, eine ausgezeichnete
Oxidationsbeständigkeit
aufweisen, bleibt auch im Gebrauch eine relativ aktive Oberfläche erhalten,
so dass ein Fressen an einem Gussstück auftreten kann.
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Darüber hinaus
konnte Folgendes bestätigt
werden: Die Nitride, Oxynitride und Carbonitride, die hauptsächlich aus
V bestehen, weisen eine höhere
Zähigkeit
als die Ti- oder Cr-Nitride, -Oxynitride und -Carbonitride auf,
das heißt
sie weisen eine Zusammensetzung auf, die eine ausreichende Verhinderung
der Rissbildung einer Beschichtungslage aufgrund der Biegung eines
Elements im Gebrauch ermöglicht.
Aus den erwähnten
Gründen
besteht die äußerste Lage
der Beschichtungslagen, die auf der Arbeitsfläche des Gießelements nach der vorliegenden
Erfindung gebildet sind, aus Nitrid, Oxynitrid und/oder Carbonitrid,
das hauptsächlich
V enthält.
Bezüglich
des Hauptbestandteils V beträgt
der Anteil von V vorzugsweise wenigstens 70 (Atom-%) und besonders
bevorzugt wenigstens 90 (Atom-%) (einschließlich im Wesentlichen 100 (Atom-%)), bezogen
auf die Gesamtzahl der Metall-Atome (Halbmetall-Atome) ausschließlich der
Stickstoff-, Sauerstoff- und Kohlenstoffatome.
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Als
Nächstes
besteht bei dem Gießelement
nach der vorliegenden Erfindung die gerade über dem Basismaterial für das Gießelement
gebildete Beschichtungslage (die gerade über dem Basismaterial befindliche Lage)
aus Nitrid, Oxynitrid und/oder Carbonitrid, das hauptsächlich Cr
enthält.
Das hauptsächlich
Cr enthaltende Nitrid, Oxynitrid oder Carbonitrid verleiht einer
Beschichtungslage mit einer niedrigen Restdruckspannung eine ausgezeichnete
Haftung auf dem Basismaterial und eine ausgezeichnete Oxidationsbeständigkeit.
Wenn die Haftung der gerade über
dem Basismaterial befindlichen Lage gering ist, löst sich
die Beschichtungslage ab, bevor sie ihre Funktion ausüben kann.
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Wenn
im Falle des aus einer Verbundbeschichtungslage bestehenden Beschichtungsfilms
nach der vorliegenden Erfindung die Oxidationsbeständigkeit
der gerade über
dem Basismaterial befindlichen Lage, die die Substratseite des Beschichtungsfilms
bildet, niedrig ist, wird die niedrige Oxidationsbeständigkeit
zu einer Ursache für
das Ablösen
des Beschichtungsfilms unabhängig
von den Eigenschaften der äußersten
Lage. Wenn zum Beispiel die Verbundbeschichtungslage nach der vorliegenden
Erfindung im Wesentlichen aus zwei Lagen gebildet ist, das heißt der vorstehend
genannten äußersten
Lage und der gerade über
dem Basismaterial befindlichen Lage, tritt das folgende Problem
auf, wenn die Oxidationsbeständigkeit
der gerade über
dem Basismaterial befindlichen Lage niedriger ist als die der äußersten
Lage: Die Oxidation schreitet auf der Grenzfläche zwischen der äußersten
Lage und der gerade über
dem Basismaterial befindlichen Lage im Gebrauch fort, so dass sich
der Beschichtungsfilm ablöst,
bevor die Funktion der äußersten
Lage wirksam werden kann. Mit Blick auf die Haftung und die Oxidationsbeständigkeit
der Beschichtungslage besteht daher die gerade über dem Basismaterial befindliche
Lage aus Nitrid, Oxynitrid und/oder Carbonitrid, das hauptsächlich Cr
enthält.
In diesem Fall beträgt
bezüglich
des Hauptbestandteils Cr der Anteil von Cr vorzugsweise wenigstens
50 (Atom-%) und besonders bevorzugt wenigstens 90 (Atom-%) (einschließlich im
Wesentlichen 100 (Atom-%)), bezogen auf die Gesamtzahl nur der Metall-
oder Halbmetall-Atome wie oben.
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Obwohl
die Verbundbeschichtungslage nach der vorliegenden Erfindung keine
besonderen Bedingungen hinsichtlich des Vorhandenseins einer Zwischenlage
zwischen der äußersten
Lage und der gerade über dem
Basismaterial befindlichen Lage erfüllen muss, ist vorzugsweise
eine Zwischenlage, die die unterschiedlichen Eigenschaften der äußersten
Lage und der gerade über
dem Basismaterial befindlichen Lage miteinander in Einklang bringen
kann, gebildet, auch um die ausgezeichneten Eigenschaften jeder
dieser Lagen zu nutzen. Wenn zum Beispiel die Verbundbeschichtungslage
nach der vorliegenden Erfindung aus zwei Lagen gebildet ist, das
heißt
der äußersten
Lage und der gerade über
dem Basismaterial befindlichen Lage, ist vorzugsweise eine Zwischenlage
bestehend aus Nitrid, Oxynitrid und/oder Carbonitrid, das hauptsächlich V
und Cr enthält,
auf der Grenzfläche
zwischen der äußersten
Lage und der gerade über
dem Basismaterial befindlichen Lage vorgesehen. Weil die äußerste Lage
und die gerade über
dem Basismaterial befindliche Lage eine unterschiedliche Zusammensetzung
aufweisen, ist mit dem Auftreten von Rissbildung aufgrund der unterschiedlichen
Wärmeausdehnung
zwischen diesen beiden Beschichtungslagen in der Grenzfläche zwischen diesen
unter Einsatzbedingungen zu rechnen, begleitet von einem spürbaren Wärmeimpuls
oder Abschrecken. Daher ist vorzugsweise ein Zwischenlage bestehend
aus Nitrid, Oxynitrid und/oder Carbonitrid, das hauptsächlich V
und Cr enthält,
auf der Grenzfläche
zwischen der äußersten
Lage und der gerade über
dem Basismaterial befindlichen Lage vorgesehen, um die unterschiedlichen
Eigenschaften zwischen diesen beiden Beschichtungslagen miteinander
in Einklang zu bringen.
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Als
Nächstes
wird die Dicke jeder der Lagen, die die Beschichtungslage nach der
vorliegenden Erfindung bilden, beschrieben. Die Dicke der äußersten
Lage nach der vorliegenden Erfindung beträgt vorzugsweise zwischen 0,5
und 5,0 μm.
Beträgt
die Dicke weniger als 0,5 μm,
kann keine ausreichende Wirkung hinsichtlich der Beständigkeit
gegen Abnutzung durch Schmelzen, der Beständigkeit gegen Fressen und
der Beständigkeit
gegen Rissbildung erreicht werden, und die äußerste Lage wird früh abgenutzt,
vor allem aufgrund von Abnutzung durch Schmelzen. Wenn andererseits
die äußerste Lage
mit einer Dicke von mehr als 5,0 μm
gebildet ist, löst
sie sich je nach Einsatzbedingungen in manchen Fällen frühzeitig ab. Daher beträgt die Dicke der äußersten
Lage der Beschichtungslagen auf der Arbeitsfläche nach der vorliegenden Erfindung
vorzugsweise zwischen 0,5 und 5,0 μm.
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Die
Dicke der gerade über
dem Basismaterial befindlichen Lage nach der vorliegenden Erfindung
beträgt
vorzugsweise zwischen 0,5 und 3,0 μm. Beträgt die Dicke weniger als 0,5 μm, ist diese
Lage zu dünn,
so dass eine ausreichende Haftung auf dem Basismaterial schwierig
zu erreichen ist. Wenn andererseits diese Lage mit einer Dicke von
mehr als 3,0 μm
gebildet ist, wird die haftverbessernde Wirkung nicht verstärkt und es
kann zur unerwünschten
Rissbildung aufgrund der Biegung des Elements oder dergleichen von
der gerade über
dem Ba sismaterial befindlichen Lage kommen. Daher beträgt die Dicke
der gerade über
dem Basismaterial befindlichen Lage nach der vorliegenden Erfindung
vorzugsweise zwischen 0,5 und 3,0 μm.
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Wenn
die vorstehend genannte Zwischenlage gebildet ist, beträgt die Dicke
der Zwischenlage vorzugsweise höchstens
1,00 μm.
Dies liegt daran, dass, auch wenn die Zwischenlage mit einer Dicke
von mehr als 1,00 μm
gebildet ist, keine erkennbare Wirkung dieser Bildung erzielt werden
kann. Ist die Dicke jedoch zu gering, kann der Unterschied bezüglich der
Eigenschaften zwischen der äußersten
Lage und der gerade über dem
Basismaterial befindlichen Lage nicht miteinander in Einklang gebracht
werden. Daher beträgt
die Dicke der Zwischenlage nach der vorliegenden Erfindung vorzugsweise
mindestens 0,05 μm.
Besonders bevorzugt beträgt
die Dicke zwischen 0,10 und 0,50 μm.
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Als
Nächstes
wird die Zusammensetzung jeder der Lagen, die die Beschichtungslage
nach der vorliegenden Erfindung bilden, im Einzelnen beschrieben.
Als die Zusammensetzung für
das Nitrid, das die äußerste Lage
nach der vorliegenden Erfindung bildet, sind beispielhafte Zusammensetzungen
wie etwa VN, VTiN, VCrN, VBN und dergleichen denkbar, die hauptsächlich V
enthalten. In gleicher Weise sind als die Zusammensetzung für das Nitrid,
das die gerade über
dem Basismaterial befindliche Lage bildet, beispielhafte Zusammensetzungen
mit relativ guter Oxidationsbeständigkeit
und Wärmebeständigkeit
wie etwa CrN, CrTiN, CrAlN, CrSiN, CrBN und dergleichen denkbar,
die hauptsächlich
Cr enthalten. Wenn die Form der Arbeitsfläche eines Elements wie zum
Beispiel einer Form so kompliziert ist, dass sich Spannungen an
Wölbungen
konzentrieren können,
wird vorzugsweise ein Beschichtungsfilm aus VN, VTiN oder dergleichen
von den vorstehend genannten Nitriden, der eine relativ niedrige
Restspannung und eine ausgezeichnete Haftung aufweist, als die äußerste Lage
verwendet. Wenn wegen einer hohen Gießtemperatur ein oxidationsbeständiger Beschichtungsfilm
erforderlich ist, ist ein Beschichtungsfilm aus VCrN oder dergleichen
vorzuziehen.
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Obwohl
die vorstehende Beschreibung sich auf den Fall von Nitriden bezieht,
kann dieselbe Wirkung wie vorstehend auch durch Verwendung von Oxynitriden
oder Carbonitriden erreicht werden. Darüber hinaus kann, auch wenn
die äußerste Lage
und die gerade über
dem Basismaterial befindliche Lage hauptsächlich V bzw. Cr enthalten,
ein Metallelement aus der Gruppe IVa, Va oder VIa und Al, Si, B
oder dergleichen zu der äußersten
Lage in einem Anteil von höchstens
30 Atom-% und vorzugsweise höchstens
10 Atom-% bzw. zu der gerade über
dem Basismaterial befindlichen Lage in einem Anteil von höchstens
50 Atom-% und vorzugsweise einem kleinen Anteil von höchstens
10 Atom-% zugegeben werden. Außerdem
können
zwei oder mehr Nitride, Oxynitride oder Carbonitride, die eine unterschiedliche
Zusammensetzung aufweisen, in Form eines mehrlagigen Films verwendet
werden.
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Das
Beschichtungsverfahren zum Bilden der Beschichtungslage des Gießelements
nach der vorliegenden Erfindung unterliegt keinen besonderen Einschränkungen.
Unter Berücksichtigung
der thermischen Einflüsse
auf das zu beschichtende Basismaterial, der Ermüdungsfestigkeit der Werkzeuge,
der Haftung des Beschichtungsfilms und dergleichen wird vorzugsweise
die physikalische Dampfabscheidung angewendet, bei der eine Vorspannung
an das zu beschichtende Basismaterial angelegt wird, zum Beispiel
ein Lichtbogen-Ionenplattierungsverfahren oder ein Sputterverfahren,
bei dem eine Filmbildung bei einer Temperatur möglich ist, die niedriger als
eine Tempertemperatur für
Heißformstahl
oder Schnellarbeitsstahl als das zu beschichtende Basismaterial
ist, und eine Druckspannung in dem Beschichtungsfilm verbleibt.
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Außerdem ist
im Falle des zu beschichtenden Basismaterials nach der vorliegenden
Erfindung dessen Härte
in einer Tiefe von 25 μm
von der äußersten
Oberfläche
des Basismaterials vorzugsweise um mindestens 100 HV 0,2 höher als
in einer Tiefe von 500 μm
von der äußersten
Oberfläche
des Basismaterials bezogen auf die Vickers-Härte gemäß Definition in JIS-Z-2244,
um die Verschleißfestigkeit
weiter zu verbessern. Das heißt, als
ein bestimmtes Beispiel einer Behandlung zur Erzielung des vorstehenden
Zwecks wird vorzugsweise zuvor eine Oberflächenhärtungsbehandlung unter Verwendung
von Diffusion durchgeführt,
zum Beispiel ein Nitrieren oder Aufkohlen. In diesem Fall wird eine
Verbundlage wie etwa eine als Weißschicht bezeichnete Nitridlage,
die durch Nitrieren gebildet wird, oder eine Carbidlage im Falle
des Aufkohlens zu einer Ursache für die Verschlechterung der
Haftung der gerade über
dem Basismaterial befindlichen Lage, und daher wird ihre Bildung
vorzugsweise durch Kontrolle der Behandlungsbedingungen verhindert
oder sie wird durch Polieren oder dergleichen entfernt.
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BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM
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Die
vorliegende Erfindung wird ausführlich
anhand der folgenden Beispiele beschrieben, die nicht als einschränkend für die Erfindung
anzusehen sind. Änderungen
können
daran vorgenommen werden, ohne vom Gedanken der Erfindung abzuweichen,
und sie alle sind im technischen Umfang der Erfindung enthalten.
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Beispiel 1
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SKD
61 gemäß der Spezifikation
in JIS wurde hergestellt und einem Ölabschrecken von 1.030 °C und sodann
einem Vergüten
auf 47 HRC durch Tempern bei 550 bis 630 °C unterzogen. Anschließend wurde
das so behandelte Material zu den folgenden Prüfstücken verarbeitet: zylindrische
Prüfstücke mit
einem Durchmesser von 10 mm und einer Länge von 100 mm zur Untersuchung
der Beständigkeit
gegen Abnutzung durch Schmelzen, plattenförmige Prüfstücke mit einer Dicke von 3 mm
und einer Länge
von 30 mm an jeder Seite zur Untersuchung der Beständigkeit
gegen Rissbildung und scheibenförmige
Prüfstücke mit
einem Durchmesser von 20 mm und einer Dicke von 5 mm zur Untersuchung
der Beständigkeit
gegen Fressen. Als Basismaterialien wurden die vorstehend beschriebenen
Prüfstücke einer
Beschichtungsbehandlung unterzogen. Von den Prüfstücken wurden die Prüfstücke, die
einer Oberflächenhärtung unterzogen
werden sollten, vor dem Beschichten einem Ionennitrieren unter folgenden
Bedingungen unterzogen.
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Als
Oberflächenhärtung vor
dem Beschichten wurde das Ionennitrieren durchgeführt, indem
die Prüfstücke für 10 Stunden
bei 500 °C
in einer Atmosphäre
von N2 mit einem Strömungsanteil von 5 % (Rest:
H2) gehalten wurden. Danach wurde die Prüffläche jedes
Prüfstücks durch
Polieren endbearbeitet. Durch die Tatsache, dass die Härte in einer
Tiefe von 25 μm
von der Oberfläche
nach der Endbearbeitung bei allen der Nitrierungsbehandlung unterzogenen
Prüfstücken 680
HV 0,2 betrug, wurde bestätigt,
dass die Härte
in einer Tiefe von 25 μm
um 100 HV 0,2 höher
war als die Härte
in einer Tiefe von 500 μm
von 47 HRC (= 471 HV 0,2). Die Oberflächen der Basismaterialien nach
der Endbearbeitung wurden zusammen mit den Oberflächen der anderen
Prüfstücke dem
Beschichten unter den folgenden Bedingungen unterzogen.
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Das
Beschichten wurde mit einer Lichtbogen-Ionenplattierungsvorrichtung
wie folgt durchgeführt.
Eine Vorspannung von –400
V wurde an jedes zu beschichtende Basismaterial in einer Ar-Atmosphäre (Druck:
0,5 Pa) angelegt, und eine Plasmareinigung mit einem Heißdraht wurde
für 60
Minuten durchgeführt.
Danach wurde mit verschiedenen Metalltargets als Quellen für Dämpfe von
Metallkomponenten und einem Reaktionsgas aus N2-Gas
als Basis und wahlweise CH4-Gas und N2 + O2-Mischgas bei
einer Temperatur des zu beschichtenden Basismaterials von 500 °C, einem
Reaktionsgasdruck von 3,0 Pa und einer Vorspannung von –50 V ein
Film gebildet, so dass die Gesamtdicke aller Lagen etwa 5 μm betrug.
Gleichzeitig wurde eine Zwischenlage durch Verwendung von Targets
zum Bilden einer gerade über
dem Basismaterial befindlichen Lage und Targets zum Bilden einer äußersten
Lage gebildet.
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Für die so
erhaltenen Prüfstücke wurden
die Beständigkeit
gegen Abnutzung durch Schmelzen, die Beständigkeit gegen Rissbildung
und die Beständigkeit
gegen Fressen der beschichteten Oberfläche jedes Prüfstücks untersucht.
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Die
Untersuchungs- und Prüfbedingungen
für jede
dieser Beständigkeiten
sind nachstehend beschrieben.
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(1) Prüfung
zur Untersuchung der Beständigkeit
gegen Abnutzung durch Schmelzen in einem geschmolzenen Metall
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Jedes
Prüfstück wurde
für. 3
Stunden in eine Schmelze einer Aluminiumlegierung AC4C bei 750 °C eingetaucht,
und die Beständigkeit
gegen Abnutzung durch Schmelzen wurde anhand des Verhältnisses
zwischen den Massewerten des Prüfstücks vor
und nach der Prüfung
bestimmt.
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(2) Prüfung
zur Untersuchung der Beständigkeit
gegen Rissbildung
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Auf
der beschichteten Oberfläche
(30 mm × 30
mm) wurde mit einem Rockwell-Härteprüfer (C-Skala) ein
Eindruck erzeugt, und danach wurde die Umgebung des Eindrucks unter
dem Lichtmikroskop untersucht. Die um den Eindruck herum gebildeten
Risse wurden anhand des in 1 gezeigten
Kriteriums beurteilt. Weil die Umgebung des Eindrucks vorsteht,
kommt es bezüglich
dieser Einschätzung
zur Rissbildung, wie in 1 gezeigt, wenn die Beständigkeit
der Beschichtungslage gegen Rissbildung gering ist.
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(3) Prüfung
zur Untersuchung der Beständigkeit
gegen Fressen
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Zur
Untersuchung der Beständigkeit
gegen Fressen wurde ein von CSM Instruments hergestelltes Kugel/Scheiben-Reibverschleiß-Prüfgerät verwendet.
Mit einer Kugel aus reinem Aluminium als Partnermaterial wurde der
Reibungskoeffizient jedes Prüfstücks auf
einer Scheibenoberfläche
mit einem Durchmesser von 20 mm als beschichtete Oberfläche bei
den folgenden Bedingungen gemessen: Drehradius 3 mm, Umfangsgeschwindigkeit
150 mm/s, Last 2N, Reibstrecke 100 m, Prüftemperatur 500 °C und keine
Schmierung. Für
die Auswertung wurden die Werte für den Reibungskoeffizienten
während
der Prüfung
in einen angeschlossenen Personalcomputer eingegeben, und der Durchschnitt
dieser Werte wurde berechnet. Die so erhaltenen Durchschnittswerte
wurden verglichen.
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Tabelle
1 enthält
die Einzelheiten zu den Beschichtungslagen jedes Prüfstücks und
die Ergebnisse der Untersuchungen. Im Falle der Vergleichsprüfstücke und
herkömmlichen
Prüfstücke, die
nicht den Beschichtungslagenaufbau nach der vorliegenden Erfindung
aufwiesen, ist die Definition ihrer äußersten Lage, ihrer gerade über dem
Basismaterial befindlichen Lage und ihrer Zwischenlage schwierig.
Diese Lagen sind wie in Tabelle 1 gezeigt angegeben, um das Verständnis des
Vergleichs mit der vorliegenden Erfindung zu erleichtern. Vor und
nach dem Beschichten gab es keine Änderung bei den vorstehend
genannten, durch die Oberflächenhärtung vor
dem Beschichten korrigierten Härtewerten
des Basismaterials. Tabelle 1
| | Nr. | Nitrieren | Lage gerade über dem Basismaterial
(Dicke) | Zwischenlage (Dicke) | Äußerste Lage (Dicke) | Beständigkeit gegen Abnutzung durch Schmelzen
(%) | Beständigkeit gegen Rissbildung* | Beständigkeit gegen Fressen Reibungskoeffizient |
| Prüfstück nach
der vorliegenden Erfindung | 1 | Ja | (Cr0.95B0.05)ON (2,5) μm) | – | (V0.75Ti0.25)N (2,7 μm) | 0,51 | A | 0,55 |
| 2 | – | (Cr0.70Al0.30)N (1,5 μm) | VCrAlN (0,1 μm) | VN
(3,5 μm | 0,50 | A | 0,52 |
| 3 | – | CrN (2,2 μm) | – | VN
(3,0 μm) | 0,56 | A | 0,52 |
| 4 | Ja | (Cr0.95Si0.05)N (1,5 μm) | – | (V0.85Cr0.15)N (3,7 μm) | 0,48 | A | 0,55 |
| 5 | – | CrN (2,3 μm) | CrVN (0,2 μm) | VN
(2,6 μm) | 0,54 | A | 0,51 |
| 6 | Ja | (Cr0.70Al0.30)CN (1,8 μm) | – | VCN (3,2 μm) | 0,56 | A | 0,50 |
| 7 | – | (Cr0.70Ti0.30)N (2,1 μm) | CrVTiBN (0,3 μm) | (V0.90B0.10)N (2,8 μm) | 0,55 | A | 0,48 |
| 8 | – | (Cr0.95Si0.05)N (1,8 μm) | CrVTiSiN
(0,4 μm) | (V0.75Ti0.25)N (2,7 μm) | 0,53 | A | 0,54 |
| 9 | Ja | CrN (2,0 μm) | CrVN (0,3 μm) | VON (2,7 μm) | 0,51 | A | 0,51 |
| Vergleichsprüfstück | 11 | – | CrN (2,5 μm) | – | (Ti0.75V0.25)N (2,7 μm) | 0,54 | C | 0,82 |
| 12 | – | CrN (2,1 μm) | CrTiN (0,5 μm) | TiN
(2,5 μm) | 0,55 | C | 0,84 |
| 13 | – | TiN
(2,7 μm) | – | CrN (2,2 μm) | 0,52 | C | Prüfung bei einer Reibstrecke von
65 m abgebrochen |
| 14 | – | (Cr0.70Ti0.30)N (2,0 μm) | – | (Ti0.50Al0.50)N (3,2 μm) | 0,67 | D | Prüfung bei einer Reibstrecke von
45 m abgebrochen |
| 15 | – | (Ti0.75Cr0.25)N (2,6 μm) | – | VN
(2,6 μm) | 0,56 | C | 0,52 |
| 16 | – | (Ti0.50Al0.05)N (2,1 μm) | VTiAlN (0,3 μm) | VN
(2,5 μm) | 1,05 | D | 0,50 |
| Herkömmliches Prüfstück | 21 | – | TiN
(5,1 μm) | – | – | 0,55 | C | 0,85 |
| 22 | – | CrN (5,4 μm) | – | – | 0,58 | B | Prüfung bei einer Reibstrecke von
63 m abgebrochen |
| 23 | – | (Ti0.50Al0.50)N (4,5 μm) | – | – | 1,12 | D | Prüfung bei einer Reibstrecke von
48 m abgebrochen |
- *) Erläuterungen
zu Tabelle 1
A: Keine Rissbildung
B: Rissbildung an weniger
als 3/4 des Umfangs
C: Rissbildung an 3/4 oder mehr des Umfangs
(außer
Ablösen
rundum)
D: Ablösen
rundum
-
Wie
in Tabelle 1 gezeigt, ist zu erkennen, dass alle Prüfstücke nach
der vorliegenden Erfindung eine sehr gute Beständigkeit gegen Abnutzung durch
Schmelzen, Beständigkeit
gegen Rissbildung und Beständigkeit
gegen Fressen aufweisen, weil der Aufbau ihrer Beschichtungslagen
innerhalb des in der vorliegenden Erfindung angegebenen Bereichs
lag.
-
Andererseits
entsprachen bezüglich
der Untersuchungsergebnisse für
die Vergleichsprüfstücke und die
herkömmlichen
Prüfstücke die
Ergebnisse der Untersuchung ihrer Beständigkeit gegen Abnutzung durch Schmelzen
denen, die für
die Prüfstücke nach
der vorliegenden Erfindung erhalten wurden, und zwar bei allen Proben
mit einer Beschichtungslage aus CrN- oder TiN-Material als Basis,
als äußerste Lage
oder als gerade über
dem Basismaterial befindlichen Lage, zum Beispiel bei den Vergleichsprüfstücken Nr.
11, 12, 13, 14 und 15 und den herkömmlichen Prüfstücken Nr. 21 und 22. Im Falle
des Vergleichsprüfstücks Nr.
16 und des herkömmlichen
Prüfstücks Nr.
23, die mit einer Beschichtungslage aus einem TiAlN-Material als
eine gerade über dem
Basismaterial befindliche Lage erhalten worden waren, war die Rate
der Abnutzung durch Schmelzen erhöht, das heißt die Beständigkeit gegen Abnutzung durch
Schmelzen war gering. Als Grund hierfür wird Folgendes vermutet:
Weil die vorstehend genannte Beschichtungslage aus einem CrN- oder
TiN-Material als Basis eine relativ gute Haftung aufwies, wurde
sie nicht durch den Wärmeimpuls
oder den Unterschied in der Wärmeausdehnung
zwischen der Beschichtungslage und dem Basismaterial beim Eintauchen
des Prüfstücks in die
Schmelze der Aluminiumlegierung abgelöst.
-
Im
Falle der Vergleichsprüfstücke Nr.
11, 12, 13 und 14 mit einer äußersten
Lage, die nicht den Spezifikationen nach der vorliegenden Erfindung
entsprach, und der herkömmlichen
Prüfstücke Nr.
21, 22 und 23 mit einem grundlegend anderen Beschichtungsaufbau
als bei der vorliegenden Erfindung war der Reibungskoeffizient mit
Aluminium erhöht,
was zu einer geringen Beständigkeit
gegen Fressen geführt
hat. Insbesondere bei den Vergleichsprüfstücken Nr. 13 und 14 mit einer
Beschichtungslage aus einem CrN- oder TiAlN-Material als äußerste Lage
und den herkömmlichen
Prüfstücken Nr.
22 und 23 kam es bei der Reibungsprüfung an dem Aluminium als Partnermaterial
zum Fressen, so dass die Prüfung
abgebrochen wurde.
-
Bezüglich der
Beständigkeit
der Beschichtungslage gegen Rissbildung trat in der Beschichtungslage der
Vergleichsprüfstücke Nr.
11, 12 und 13 Rissbildung auf, weil ihre äußerste Lage nicht den Spezifikationen nach
der vorliegenden Erfindung entsprach, und auch in der Beschichtungslage
der Vergleichsprüfstücke Nr. 15
und 16 kam es zu Rissbildung, weil ihre gerade über dem Basismaterial befindliche
Lage nicht den Spezifikationen nach der vorliegenden Erfindung entsprach.
Daher war die Beständigkeit
gegen Rissbildung geringer als die nach der vorliegenden Erfindung
erzielte Beständigkeit.
-
2, 3 und 4 zeigen
Diagramme der Ergebnisse zur Untersuchung der Beständigkeit
gegen Rissbildung (Zustand in der Nähe eines bei der Rockwell-Härteprüfung erzeugten
Eindrucks) für
das Prüfstück Nr. 5
nach der vorliegenden Erfindung, das Vergleichprüfstück Nr. 12 bzw. das herkömmliche
Prüfstück Nr. 23.
Bei dem Prüfstück nach
der vorliegenden Erfindung in 2 wurde
keine Rissbildung beobachtet (Einstufung A). In der Umgebung des
Eindrucks in dem in 3 gezeigten Vergleichsprüfstück (Einstufung
C) und dem in 4 gezeigten herkömmlichen
Prüfstück (Einstufung
D) wurde Rissbildung beobachtet.
-
Beispiel 2
-
Als
Nächstes
wurden Kernstifte zum Druckgießen
mit einem Aufbau der Oberflächenbeschichtungslagen ähnlich dem
der Prüfstücke Nr.
2, 3 und 5 nach der vorliegenden Erfindung bzw. dem herkömmlichen Prüfstück Nr. 22
hergestellt und dann hinsichtlich ihrer Lebensdauer in einer tatsächlichen
Form untersucht.
-
Zunächst wurde
ein in der Zähigkeit
verbessertes Material aus Schnellarbeitsstahl als Basis und mit der
in Tabelle 2 angegebenen chemischen Zusammensetzung im geglühten Zustand
grob zu einer Form ähnlich
der eines Kernstifts verarbeitet und einem Ölabschrecken bei 1.080°C und sodann
einem Vergüten
auf 55 HRC durch Tempern bei 600 °C
unterzogen. Danach wurde die Endbearbeitung vorgenommen und das
Beschichten unter denselben Bedingungen wie in Beispiel 1 durchgeführt, um
jeden der vorstehend beschriebenen Kernstifte zu erhalten. Vor dem
Beschichten wurde keine Oberflächenhärtung durchgeführt. Bei
jedem der so erhaltenen Kernstifte wurden deren Härtewerte
in Tiefen von 25 μm
und 500 μm
von der äußersten
Oberfläche
ihres Basismaterials vor und nach dem Beschichten auf der vorstehend
genannten Vergütungshärte von 55
HRC (= 595 HV 0,2) gehalten. Tabelle 2
| | Chemische
Zusammensetzung (Masse-%) |
| Basismaterial für den Kernstift | C | Si | Mn | Cr | W | Mo | V | Co | Fe |
| 0,50 | 0,15 | 0,45 | 4,20 | 1,50 | 2,00 | 1,20 | 0,75 | Rest |
-
Die
vorstehend hergestellten Kernstifte hatten die in 5 gezeigte
Form.
-
Das
Gießen
erfolgte mit einer Druckgießmaschine
von 300 t unter Verwendung einer Aluminiumlegierung AC4C bei einer
Schmelzetemperatur von 700 °C.
-
Tabelle
3 zeigt die Lebensdauer der verschiedenen Kernstifte. Tabelle 3
| | Nr. | Werkeuglebensdauer (Anzahl
der Gussstücke) | Ursache
für das
Ende der Lebensdauer |
| Kernstift
nach | Nr.
2 | 72.000 | Fressen |
| der
vorliegenden | Nr.
3 | 65.000 |
| Erfindung | Nr.
5 | 69.000 |
| Herkömmlicher
Kernstift | Nr.
22 | 21.000 | Bruch |
-
Die
Kernstifte nach der vorliegenden Erfindung verbesserten die Lebensdauer
einer Form um den Faktor 3 oder mehr im Vergleich zu dem herkömmlichen
Kernstift. Letztlich endete die Lebensdauer der Kernstifte nach
der vorliegenden Erfindung aufgrund des Auftretens von Fressen.
Andererseits trat bei dem herkömmlichen
Kernstift sehr früh
Fressen an seinem spitzen Ende auf, und später endete die Lebensdauer
durch Bruch. Es wurde bestätigt,
dass, wie vorstehend beschrieben, die Anwendung der vorliegenden
Erfindung auf einen Kernstift zum Druckgießen die Lebensdauer des Stifts
deutlich verbessert.
-
Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Gießelement zur Verwendung in
Kontakt mit geschmolzenem Metall, zum Beispiel eine Form zum Druckgießen oder
Gießen,
einen Kernstift, einen in einer Spritzgießmaschine verwendeten Kolbenring
oder dergleichen. Das geschmolzene Metall (ein Gießmaterial)
ist nicht auf Aluminium und Aluminiumlegierungen beschränkt, und
das Gießelement
kann auch zum Gießen
einer Magnesiumlegierung verwendet werden. In Anbetracht der Tatsache,
dass die Beschichtungslage des Gießelements zum Beispiel eine
ausgezeichnete Beständigkeit
gegen Fressen mit Nichteisenmetallen aufweist, kann die vorliegende
Erfindung auch auf Formen oder Werkzeuge zum Schmieden von zum Beispiel
Aluminium, Magnesium und deren Legierungen angewendet werden.