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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine umrüstbare Prägevorrichtung.
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Prägevorrichtungen
sind aus den Druckschriften
US-6
176 287 ,
WO 2004/002727 ,
EP-980 750 und
WO 99/41064 bekannt.
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Es
ist bekannt, dass das Prägen
aus einem mechanischen Vorgang zur Erzeugung von verschiedenen Mustern
auf verformbare Materialien, beispielsweise auf Bahnen oder „Lagen" von Papier besteht.
Zu diesem Zweck wird das zu prägende
Material durch einen Prägekalander,
der aus zwei sich im entgegen gesetzten Sinn drehenden Stahlwalzen
besteht, die im Wesentlichen punktförmige Vorsprünge aufweisen,
und durch ein Paar von entsprechenden Andruckwalzen bewegt. Beim
so genannten „Nest"-Prägen entsprechen
bei der Herstellung die Vorsprünge
auf einer Walze des Kalanders Vertiefungen, die durch die Vorsprünge auf
der anderen Walze definiert werden. Im Fall des so genannten „Spitze/Spitze"-Prägens entsprechen
bei der Herstellung die Vorsprünge
auf einer Walze immer den Vorsprüngen
auf der anderen Walze. Um von einer Prägeart zur anderen überzuwechseln,
ist es jedes Mal erforderlich, die Herstellung anzuhalten und die
Vorrichtung dadurch neu zu konfigurieren, dass einige Teile auseinander
gebaut und die abgebauten Teile durch andere mit geeigneter Größe und Konfiguration
für die
spezielle, durchzuführende
Aufgabe ausgetauscht werden. Ein Nachteil liegt darin, dass die
Zeit, die zur Umrüstung
der Vorrichtung erforderlich ist, sehr lang ist, d. h. sie ist nicht
mit den heutigen Produktionsstandards kompatibel. Darüber hinaus
ist es erforderlich, zwei Austauschsätze und den Platz bereitzustellen,
der für
das Beiseitestellen des einen Satzes erforderlich ist, während der
andere verwendet wird.
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Hauptziel
der vorliegenden Erfindung ist es, die oben erwähnten Nachteile zu beseitigen.
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Dieses
Ergebnis wird gemäß der vorliegenden
Erfindung dadurch erreicht, dass eine Vorrichtung geschaffen wird,
welche die im Anspruch 1 niedergelegten Merkmale aufweist. Weitere
Merkmale der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen niedergelegt.
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Dank
der vorliegenden Erfindung ist es möglich, die Anzahl von Arbeitsschritten
drastisch zu vermindern, die erforderlich sind, um von der „Nest"-Prägung zur „Spitze/Spitze"-Prägung und
umgekehrt überzuwechseln,
wobei immer die gleiche Vorrichtung verwendet wird. In entsprechender
Weise wird auch die Zeit vermindert, die erforderlich ist, um die Vorrichtung
immer dann neu zu konfigurieren, wenn die Notwendigkeit entsteht,
von einer Art der Herstellung zur anderen überzugehen. Darüber hinaus
ist eine umrüstbare
Prägevorrichtung
gemäß der vorliegenden
Erfindung relativ leicht herzustellen und arbeitet selbst bei einer
langen Nutzungsdauer kostengünstig
und zuverlässig.
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Diese
und andere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich für den Fachmann
am besten aus der folgenden Beschreibung in Verbindung mit der beigefügten Zeichnung,
die eine praktische Ausführungsform
der Erfindung wiedergibt, ohne dass diese einschränkend zu
verstehen ist; in der Zeichnung zeigen:
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1 eine
schematische, „durchsichtige" Seitenansicht einer
umrüstbaren
Prägevorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung in einer Position für
eine „Nest"-Prägung,
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2 die
Vorrichtung aus 1 in der Öffnungsstellung, d. h. in der
Position, in der ein Austausch der Prägewalzen möglich ist,
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3 eine
schematische, „durchsichtige" Seitenansicht einer
umrüstbaren
Prägemaschine
gemäß der vorliegenden
Erfindung in einer Position für eine „Spitze/Spitze"-Prägung,
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4 die
Vorrichtung aus 3 in der Öffnungsstellung, d. h. in der
Position, in der ein Austausch der Prägewalzen möglich ist,
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5A eine
Teil-Vorderansicht einer Vorrichtung gemäß der Erfindung, wobei eine
Einzelheit der Handhabungseinrichtungen für die Prägewalzen gemäß einer
möglichen
Ausführungsform
der Vorrichtung sichtbar ist,
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5B in
der gleichen Weise wie 5A eine Einzelheit der Handhabungseinrichtungen
für die
Prägewalzen
gemäß einer
weiteren möglichen Ausführungsform,
und
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6 eine
schematische, „durchsichtige" Seitenansicht der
Struktur 1.
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Wie
in den Figuren der beigefügten
Zeichnung dargestellt, umfasst eine umrüstbare Prägevorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung im Wesentlichen eine Struktur 1 mit zwei festen
Seiten 10, an die zwei bewegliche Seiten 11 angelenkt
sind. Jede der festen Seiten 10 besitzt eine Außenfläche EF und
eine Innenfläche
IF, wobei letztere auf die entsprechende bewegliche Seite 11 zuweist.
Analog hierzu besitzt jede der beweglichen Seiten 11 eine Außenfläche EM und
eine Innenfläche
IM, wobei letztere auf die betreffende feste Seite 10 zuweist.
Die Innenfläche
IF einer jeden festen Seite 10 besitzt zwei kreisbogenförmige Vertiefungen 12, 12', wobei eine Vertiefung 12 weiter
oben und die andere Vertiefung 12' weiter unten positioniert ist.
Die Innenfläche
IM einer jeden beweglichen Seite 11 besitzt zwei entsprechende
Vertiefungen 13, 13',
die ebenfalls ein kreisbogenförmiges
Profil besitzen. Wie noch besser und weiter unten im Einzelnen beschrieben
wird, dienen die Vertiefungen 12, 12', 13, 13' die in den
Innenflächen
IF, IM der Seiten 10 und 11 vorgesehen sind, als Tragsitze
für die
Prägewalzen 2, 3.
Die beweglichen Seiten 11 sind an der untere Basis der
festen Seiten 10 mit Hilfe eines Stiftes 4 angelenkt,
dessen Achse senkrecht zu besagten Seiten 10, 11 verläuft. Darüber hinaus
sind die beweglichen Seiten 11 mit zwei Betätigungsvorrichtungen 5 verbunden,
mit deren Hilfe die beweglichen Seiten 11 an die festen
Seiten 10 angenähert
werden können,
wie in den 1 und 3 dargestellt,
und umgekehrt von diesen weg bewegt werden können, wie in den 2 und 4 gezeigt.
Bei dem in den Figuren der beigefügten Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiel
ist der Unterteil einer jeden Betätigungsvorrichtung 5 an
einer entsprechenden festen Seite 10 angelenkt, während das freie
Ende der Stange an der entsprechenden beweglichen Seite 11 angelenkt
ist. Wenn die Stangen der Betätigungsvorrichtungen 5 vorgeschoben
werden, werden die beweglichen Seiten 11 von den festen
Seiten weg bewegt, wobei sich die beweglichen Seiten um die Achse
des Stiftes 4 verschwenken. Wenn umgekehrt die Stangen
der Betätigungsvorrichtungen 5 zurückgezogen
werden, nähern
sich die beweglichen Seiten 11 an die festen Seiten 10 an, wobei
ebenfalls eine Schwenkbewegung der beweglichen Seiten um die Achse
des Stiftes 4 erfolgt.
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Die
festen Seiten 10 tragen zwei Druckwalzen 6, die
bezüglich
der Vertiefungen 12, 12' auf gegenüberliegenden Seiten angeordnet
sind, d. h., wie man der Zeichnung in 1 entnehmen
kann, ist eine Druckwalze 6 oberhalb der Vertiefung 12 und eine
Druckwalze 6 unterhalb der Vertiefung 12' angeordnet.
Genauer gesagt, sind die Druckwalzen auf entsprechenden Armen 60 montiert,
von denen jeder an der entsprechenden Seite 10 mit Hilfe
eines Stiftes 61 montiert ist, der senkrecht zur Seite 10 und den
betreffenden Arm 60 verläuft. Darüber hinaus ist jeder der Arme 60 mit
einer entsprechenden Betätigungsvorrichtung 62 verbunden,
die seine Verschwenkung um den Stift 61 herum steuert.
Jede der Druckwalzen 6 ist am vorderen Ende des entsprechenden
Arms 60 montiert (d. h. an dem Ende, das der Innenfläche IF der
entsprechenden Seite 10 zugewandt ist), während die
entsprechende Betätigungsvorrichtung 62 am
hinteren Ende des Arms angreift (an dem Ende, das dem oben genannten
Ende gegenüberliegt).
Die Unterteile der Betätigungsvorrichtungen 62 sind
an den festen Seiten 10 angelenkt, während die entsprechenden Stangen
an den hinteren Enden der Arme 60 angelenkt sind. Die Druckwalzen 6,
die den festen Seiten 10 zugeordnet sind, arbeiten mit
den Prägewalzen 2, 3 zusammen, wenn
sich die Vorrichtung in der in 1 gezeigten Stellung
befindet, d. h. dann, wenn die Walzen 2, 3 vertikal übereinander
angeordnet sind. Wenn sich die Vorrichtung in der Position der 1 befindet,
verläuft
jede Papierlage VS, VI, die doppelseitig geprägt werden soll, zuerst durch
den Kalander, der von einer der Druckwalzen 6 und der entsprechenden
Prägewalze 2, 3 gebildet
wird, und dann durch die beiden Prägewalzen 2, 3.
Die geprägte
Doppellage ist mit dem Buchstaben G bezeichnet.
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Die
festen Seiten 10 tragen eine Beschneid-Einheit 7,
die dem Fachmann auf diesem Gebiet als solche bekannt und in Höhe einer
der Vertiefungen 12, 12' positioniert ist und arbeitet,
die in der Innenfläche
der gleichen Seiten vorgesehen sind (bei dem in der beigefügten Zeichnung
dargestellten Beispiel in Höhe
der oberen Vertiefung 12). Diese Beschneid-Einheit 7 dient
dazu, nach Verfahren, die dem Fachmann dieses Gebietes bekannt sind,
an der Prägewalze
zu arbeiten, die dann, wenn die Vorrichtung entweder für die „Spitze/Spitze"-Prägung oder für die „Nest"-Prägung konfiguriert
ist, im Bereich der oberen Vertiefung 12 der festen Seiten 10 positioniert ist,
wie dies weiter unten noch beschrieben wird. Da die Struktur und
die Arbeitsweise der Beschneid-Einheit 7 dem Fachmann bekannt
sind, werden sie hier nicht weiter beschrieben.
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Eine
dritte Druckwalze 8 wird von den beweglichen Seiten 11 getragen.
Im Einzelnen ist gemäß dem in
der beigefügten
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel
die dritte Druckwalze 8 auf einem entsprechenden Träger 80 montiert.
Letzterer besteht seinerseits aus zwei parallelen Platten, die innerhalb
der beweglichen Seiten 11 liegen und schwenkbar mit diesen
Seiten 11 mit Hilfe eines Stiftes 81 verbunden
sind, der senkrecht zu diesen Seiten verläuft. Darüber hinaus ist jede der Platten
mit einer Betätigungsvorrichtung 82 verbunden,
die ihre Verschwenkung um die Achse des betreffenden Stiftes 81 steuert.
Die Stellung der Betätigungsvorrichtung 82 und
der Tragvorrichtung 80 und daher auch die Stellung der
dritten Druckwalze 8 ändern
sich gemäß der Konfiguration
der Vorrichtung. Genauer gesagt, ist dann, wenn sich die Vorrichtung
in der in 1 gezeigten Konfiguration befindet,
die Tragvorrichtung 80 so positioniert, dass die Druckwalze 8 gegen
die obere Prägewalze 3 drückt. Wenn
sich die Vorrichtung in der in 3 gezeigten
Konfiguration befindet, ist die Tragvorrichtung 80 so positioniert, dass
die Druckwalze 6 gegen die rechte Prägewalze 2 drückt. Zu
diesem Zweck ist es ausreichend, von Hand die Tragvorrichtung 80 und
die Betätigungsvorrichtung 82 anders
anzuordnen und die untere Walze 6 statt der Walze 8 immer
dann zu montieren, wenn es erforderlich ist, von der in 1 gezeigten
Stellung in die Position der 3 überzugehen,
und umgekehrt. Die Betätigungsvorrichtung 82 stellt
sicher, dass die Druckwalze 8 oder die Walze 6 in
Abhängigkeit
von der gewünschten
Konfiguration einen Druck auf die Prägewalze 3 ausübt. Mehrere
entsprechende Löcher
sind in den beweglichen Seiten 11 und dem Träger 80 für Schrauben
vorgesehen, um den Träger 80 an
den beweglichen Seiten 11 in den in 1 bzw. in 3 gezeigten
Positionen zu montieren.
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Jede
der Prägewalzen 2, 3 besitzt
einen kreisförmigen
Flansch 20, 30 an jedem Ende der entsprechenden
Achse 21, 31. Jede der Flansche 20, 30 besitzt
eine in Umfangsrichtung verlaufende Rille 23, 33.
Darüber
hinaus ist im Bereich eines der Enden (im Diagramm der 5 im Bereich des rechten Endes) die Achse 21, 31 einer
jeden Prägewalze 2, 3 mit
einem axialen Antriebskopf oder Abtrieb 22, 32 versehen,
mit dessen Hilfe die Walze 2, 3 zu einer Drehung
um ihre Achse 21, 31 angetrieben werden kann.
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Die
Prägewalzen 2, 3 sind
so, wie in 1 dargestellt, unter Verwendung
der Vertiefungen 12, 13, 12', 13' der Seiten 10 und 11 so
positioniert, dass diese Walzen 2, 3 vertikal
ausgerichtet sind. In der in 3 dargestellten
Konfiguration sind die Prägewalzen 2, 3 nur
unter Verwendung der oberen Vertiefung 12, 13 der
festen Seiten 10 bzw. der beweglichen Seiten 11 positioniert.
In beiden Fällen
sind die Flansche 20, 30 der Prägewalzen 2, 3 mit
den entsprechenden Rillen 23, 33 rittlings auf
den ausgewählten Sitzen 12, 12', 13, 13' positioniert.
Sowohl in der für eine „Nest"-Prägung vorgesehenen
Konfiguration gemäß 1 als
auch in der Konfiguration für
eine „Spitze/Spitze"-Prägung gemäß 3 werden
die oberen Vertiefungen 12, 13 der festen Seiten 10 und der
beweglichen Seiten 11 verwendet.
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Diese
Vorrichtung umfasst Handhabungseinrichtungen für die Prägewalzen 2, 3 sowohl
in der für eine „Nest"-Prägung als
auch in der für
eine „Spitze/Spitze"-Prägung" vorgesehenen Konfiguration. Gemäß dem in
den Figuren der beigefügten
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel
umfassen diese Handhabungseinrichtungen für die Prägewalzen eine Triade von horizontalen
Antriebswellen 9, 90, 91, die jeweils
in Linie mit den Vertie fungen 12, 12' der festen
Seiten 10 und mit der oberen Vertiefung 13 der
beweglichen Seiten 11 angeordnet sind. In anderen Worten:
Von vorne gesehen sind die Achsen der Wellen 9, 90, 91 gemäß den Scheiteln
eines Dreiecks angeordnet, wobei jeder Scheitel dem Zentrum der
Bögen,
welche die Vertiefungen 12, 12' der festen Seiten 10 definieren.
bzw. dem Zentrum des Bogens entspricht, der die obere Vertiefung 13 der beweglichen
Seite 11 in der für
eine „Spitze/Spitze"-Prägung vorgesehenen
Position definiert. Die Positionen der drei Antriebswellen 9, 90, 91 sind
eindeutig definiert, da sowohl der Abstand (a) zwischen den Mitten
der Bögen 12, 12' und der Abstand
(b) zwischen den Mitten der Bögen 12 und 13,
dann bekannt und vorgegeben sind, wenn sich die Vorrichtung in der
für eine „Spitze/Spitze"-Prägung vorgesehenen
Konfiguration befindet. Diese Abstände (a) und (b) sind gemäß der Geometrie
und der Nominalabmessungen der Prägewalzen 2, 3 vorgegeben, die
in der Vorrichtung verwendet werden sollen. Anders gesagt: Die Wellen 9 und 91,
die den oberen Vertiefungen 12, 13 der Seiten 10, 11 entsprechen, sind
an den beiden Enden eines idealen Kreisbogens positioniert, dessen
Zentrum auf der Achse der Stifte 4 liegt, welche die beweglichen
Seiten an den festen Seiten befestigen, und dessen Winkelerstreckung proportional
zu den geometrischen Merkmalen und den bekannten und vorgegebenen
Nominalabmessungen der Prägewalzen 2, 3 ist.
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Die
Antriebswellen 9, 90, 91 werden von einem
feststehenden, seitlichen Fortsatz 14 der Tragstruktur 1 getragen
und sind mit drei entsprechenden, voneinander unabhängigen Elektromotoren
(nicht dargestellt) oder alternativ nur mit einem einzigen Elektromotor
(nicht dargestellt) mit Hilfe einer herkömmlichen Transmission verbunden,
die entweder von Riemenscheiben oder einem Getriebe gebildet wird.
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Jede
der Wellen 9, 90, 91 kann mit der entsprechenden
Walze 2, 3 mit Hilfe einer Laminarverbindung T
gekoppelt sein, die es in bekannter Weise ermöglicht, eventuelle Fehlausrichtungen
zwischen den Achsen dieser Wellen und den Achsen der Walzen 2, 3 zu
kompensieren. Der hintere Teil P einer jeden dieser Verbindungen
T ist direkt mit der entsprechenden Welle 9, 90, 91 verbunden,
während
der vordere Teil H geeignet geformt ist, um, wie dies unten noch
mehr im Einzelnen beschrieben wird, mit dem Abtrieb 22, 23 der
betreffenden Prägewalze 2, 3 in
Eingriff zu treten. Die Ausführungsbeispiele
der 5A und 5B unterscheiden
sich voneinander genau darin, dass die Form der vorderen Teile H
der Verbindungen T und die Form der vorderen Teile der Abtriebe 22, 32 der
Walzen 2, 3 verschieden sind. Im Fall der 5A ist
das vordere Ende H der Verbindung T mit einem zentralen keilförmigen Zapfen
DH versehen und die seitliche Abtriebe 22, 32 der
Walzen 2, 3 besitzen jeweils einen zentralen Schlitz
CC mit entsprechender Form. Im Fall der 5B besteht das
vordere Ende H der Verbindung T aus einer mit Rillen versehenen
Stange, die in der Lage ist, axial in der Verbindung zu gleiten,
und die mit einer Außenzahnung
versehen ist, und der seitliche Abtrieb 22, 32 der
Walzen 2, 3 ist becherförmig und mit einer entsprechenden
Innenzahnung versehen. Damit sich der vordere Teil der Verbindungen
T an die Abtriebe 22, 32 der Walzen 2, 3 annähert, ist
eine Platte D, die mit den beiden Betätigungsvorrichtungen E verbunden
ist, die vom festen Teil der Struktur 1 getragen werden,
mit dem vorderen Teil H der Verbindungen T verbunden, wobei ein
in der Zeichnung nicht sichtbares Lager zwischengeschaltet ist.
Wenn die Stangen der Betätigungsvorrichtungen
E ausgefahren werden, tritt der vordere Teil H der Verbindungen
T mit dem Abtrieb 22, 32 der entsprechenden Walze 2, 3 in Eingriff;
umgekehrt stehen, wenn die Stangen der Betätigungsvorrichtungen E zurückgezogen
sind, die Abtrieb außer
Eingriff und die Walzen 2, 3 sind frei. Beispielsweise
ist in 5A und 5B die
obere Walze 3 frei, während
der Abtrieb 22 der unteren Walze 2 mit dem vorderen
Teil H der betreffenden Verbindung T in Eingriff steht. In diesen
Zeichnungen ist der Einfachheit halber die dritte Welle 91 nicht
dargestellt.
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Wie
man den Figuren der beigefügten
Zeichnung entnehmen kann, verlaufen die Achsen der Prägewalzen 2, 3,
der Antriebswellen 9, 90, 91, der Druckwalzen 6, 8 und
der Stifte, an denen die Träger 60, 80 der
Druckwalzen schwenkbar angelenkt sind, parallel zueinander und senkrecht
zu den festen Seiten 10 und den beweglichen Seiten 11.
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Um
die Vorrichtung in der für
eine „Nest"-Prägung vorgesehenen
Konfiguration zu betreiben, d. h. sie so anzuordnen, wie dies in 1 dargestellt
ist, werden die Prägewalzen
mit den entsprechenden Flanschen 20, 30 in den
Sitzen 13, 13' der
beweglichen Seiten 11 positioniert und dann muss der Befehl zum
Zurückziehen
der Stangen der Betätigungsvorrichtung 5 ausgeführt werden,
damit die beweglichen Seiten 11 um die Stifte 4 schwenken
und sich an die festen Seiten 10 annähern. Am Ende eines solchen Rotationsvorganges
befinden sich die Flansche 20, 30 der Walzen 2, 3 in
den Vertiefungen 12', 12 der festen
Seiten 10 und in den Vertiefungen 13', 13 der beweglichen
Seiten. Die von den Betätigungsvorrichtungen 5 ausgeübte Zugkraft
reicht aus, um diese Konfiguration der Vorrichtung selbst während der
Arbeitsphase aufrecht zu erhalten. Der Träger 80 der Druckwalze 8 ist
so angeordnet, wie in 1 gezeigt, so dass die Druckwalze 8 mit
der oberen Rolle 3 an der der Beschneid-Einheit 7 diametral
gegenüber
liegenden Seite in Berührung
steht. Um die Walzen 2, 3 zu bewegen, werden nur
die Wellen 9 und 90 verwendet, während die
Welle 91 nicht verwendet wird.
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Um
die Vorrichtung in der für
eine „Spitze/Spitze"-Prägung vorgesehenen
Konfiguration zu betreiben, d. h. um sie so einzurichten, wie in 3 dargestellt,
werden die Flansche 30 der Walze 3 in der oberen
Vertiefung 13 der beweglichen Seiten 11 positioniert, während sich
die Flansche 20 der Walze 2 in den oberen Vertiefungen 12 der
festen Seiten 10 befinden. Ein halbkreisförmiger Verschlussflansch 15, 16 ist
im Bereich einer jeden der Vertiefungen mit Schrauben befestigt.
Selbst in diesem Fall ist die von den Betätigungsvorrichtungen 5 auf
die beweglichen Seiten 11 ausgeübte Zugkraft ausreichend, um
den erforderlichen Druck zwischen den Prägewalzen 2, 3 sicherzustellen.
Wenn sich die Vorrichtung in dieser Konfiguration befindet, wird
der Träger 80 der
Druckwalze 6 so positioniert, dass die Druckwalze von unten
her mit der Walze 3 in Berührung kommt. Um die Walzen 2, 3 zu
bewegen, werden die Wellen 9 und 91 verwendet,
während
die Welle 90 nicht verwendet wird.
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Praktisch
sind in der in 1 gezeigten Betriebsstellung
die beweglichen Seiten 11 an die festen Seiten 10 angenähert und
die entsprechenden oberen und unteren Vertiefungen 12, 13, 12', 13' definieren
dadurch, dass sie miteinander zusammenwirken, die (geschlossen kreisförmigen)
Sitze der Flansche 20, 30 an den Enden der Walzen 2, 3.
Es gibt vier solcher Sitze, d. h. zwei für jede Walze 2, 3, obwohl
in der eine Seitenansicht der Vorrichtung wiedergebenden 1 nur
zwei dieser Sitze sichtbar sind. In der in 3 gezeigten
Betriebsstellung befinden sich die beweglichen Seiten 11 im
Abstand von den festen Seiten 10 und die oberen Vertiefungen 12, 13 der
Seiten 10, 11 definieren jeweils dadurch, dass sie
mit einem entsprechenden halbkreisförmigen Flansch oder „Hut" 15, 16 zusammenwirken,
die (geschlossen kreisförmigen)
Sitze der Flansche an der Enden 20, 30 der Walzen 2, 3.
Auch in diesem Fall sind vier Sitze vorhanden, obwohl in 3 nur
zwei Sitze sichtbar sind, weil es sich bei dieser Figur um eine
Seitenansicht der Vorrichtung handelt.
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Der
oben beschriebene Mechanismus für das
in Eingriff bzw. Außereingriffbringen
der Abtriebe 22, 32 der Walzen 2, 3 mit
bzw. von auf den Verbindungen T bildet in der Praxis eine Wahlvorrichtung, die
in der Lage ist, zu jeder Zeit immer nur zwei Antriebswellen in
die Eingriffsposition mit den Prägewalzen 2, 3 zu
bringen.
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Die
obige Beschreibung macht deutlich, dass es eine umrüstbare Prägevorrichtung
gemäß der vorliegenden
Erfindung ermöglicht,
auf einfache und schnelle Weise von einer Prägeart zur anderen überzugehen,
ohne dass jedes Mal der Sitz für
die Prägewalzen
ausgetauscht werden muss.
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In
der Praxis können
die Konstruktionsdetails in jeder äquivalenten Weise, hinsichtlich
der Form, der Abmessungen, der Anordnung der Elemente und der verwendeten
Materialien variieren, ohne dass dadurch jedoch von der erfindungsgemäßen Lösungsidee
abgewichen wird, so dass solche Abwandlungen innerhalb der Grenzen
des Schutzumfanges bleiben, der durch das vorliegende Patent für eine industrielle
Erfindung gegeben ist.