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GEBIET DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Epoxyharzzusammensetzung
mit Leitfähigkeit
und auf ein Verfahren zu ihrer Herstellung. Ferner bezieht sich
die Erfindung auf einen Brennstoffzellenseparator, hergestellt durch
Formen der leitfähigen
Epoxyharzzusammensetzung, oder auf verschiedene Formkörper.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Wie
z.B. durch eine schematische perspektivische Ansicht in 1 gezeigt,
ist ein Brennstoffzellenseparator 10 aus einer Mehrzahl
von vorspringenden Trennwänden 12 in
vorbestimmten Abständen
auf beiden Seiten eines ebenen Plattenteils 11 gebildet.
Um eine Brennstoffzelle herzustellen, werden eine Anzahl von Brennstoffzellenseparatoren 10 entlang
der vorspringenden Richtung (die senkrechte Richtung in 1)
der Trennwände 12 gestapelt.
Diese Stapelung erlaubt, dass reaktives Gas (Wasserstoff oder Sauerstoff)
durch Kanäle 13 fließt, die
durch Paare von benachbarten Trennwänden 12 gebildet sind.
Der Brennstoffzellenseparator wird hergestellt durch Formen einer
Harzzusammensetzung, die ein Harzmaterial und ein leitfähiges Material,
wie Grafit, enthält,
auf die vorstehend beschriebene Form.
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Was
das Verfahren zum Formen des Brennstoffzellenseparators betrifft,
so wird er gewöhnlich
durch Wärmeformpressen
geformt, bei welchem eine Mischung, die ein thermoplastisches Harz,
wie ein Epoxyharz oder ein Phenolharz, ein Härtungsmittel, einen Härtungsbeschleuniger,
ein Kohlenstoffmaterial und Ähnliches enthält, in eine
Form gefüllt
und heiß verpresst
wird. Dieses Wärmeformpressen
hat jedoch eine niedrige Produktivität, so dass auch Versuche gemacht
worden sind, den Brennstoffzellenseparator durch Spritzgießen (vgl.
z.B. die Patentdokumente 1 bis 3) herzustellen.
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Gemäß dem Spritzgießen wird
eine Masse, welche die Harzzusammensetzung mit der vorstehend genannten
Zusammensetzung enthält,
von einem Zylinder in eine Form injiziert. Zu diesem Zeitpunkt wird
die Masse in einen Hohlraum der Form durch einen engen Fließweg, der
als Angießkanal
bezeichnet wird, übertragen.
Da sich die Form in einem geschlossenen Zustand befindet, muss die
Verbindung eine hohe Fluidität haben,
um jede Ecke der Form mit der Masse zu befüllen. Wenn jedoch künstlicher
Grafit oder natürlicher
Grafit als Kohlenstoffmaterial verwendet wird, muss – um eine
als Brennstoffzellenseparator notwendige Leitfähigkeit sicherzustellen – das Kohlenstoffmaterial
in relativ großen
Mengen zugesetzt werden, was die Harzmenge relativ verringert. Demgemäß hat die
Harzzusammensetzung eine erhöhte
Viskosität
und eine erniedrigte Fluidität.
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Es
ist auch denkbar, dass expandierter Grafit mit ausgezeichneter Leitfähigkeit
als das Kohlenstoffmaterial verwendet wird, um die verwendete Menge
davon zu verringern und dadurch die Fluidität der Harzzusammensetzung zu
erhöhen.
Der expandierte Grafit hat jedoch das Problem, dass er während des
Knetens mit dem Harzmaterial aufgrund seiner dünnen Flockenform leicht zerrieben
wird. Dies beruht auf dem folgenden Grund. Die Harzzusammensetzung
wird gewöhnlich
erhalten durch Schmelzkneten eines Harzmaterials, eines Härtungsmittels,
eines Härtungsbeschleunigers,
eines Kohlenstoffmaterials und Ähnlichem,
und das Härten
des Härtungsmittels
läuft bei
dem Schmelzkneten ab, was die Viskosität erhöht, was eine hohe Scherbeanspruchung
hervorruft, wodurch der expandierte Grafit zerrieben wird. Alternativ
wird die Herstellung der Harzzusammensetzung auch durch Trockenmischen
anstelle des Schmelzknetens durchgeführt (vgl. z.B. das Patentdokument
4). Die Viskosität
nimmt jedoch auf ein solches Ausmaß zu, dass die Zusammensetzung kaum
fließt,
so dass es im Wesentlichen unmöglich
ist, sie spritzzugießen.
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Ferner
ist auch eine Harnstoffverbindung, wie Diurone ((3,4-Dichlorphenyl)-1,1-dimethylharnstoff),
als Härtungsbeschleuniger
verwendet worden (vgl. z.B. das Patentdokument 5). Die Verwendung
des Härtungsbeschleunigers
auf Harnstoffbasis hat die Vorteile, dass die Wärmestabilität der Harzzusammensetzung erhöht wird
und dass kein Anstieg der Viskosität beim Schmelzkneten auftritt.
Die Verbindung auf Harnstoffbasis zersetzt sich jedoch zum Zeitpunkt
des Härtens
unter Gasbildung, was das Auftreten von Leerstellen in dem Brennstoffzellenseparator
hervorrufen kann. Wenn expandierter Grafit verwendet wird, besteht
insbesondere eine Neigung zum Auftreten von Leerstellen. Wenn die
Zusammensetzung innerhalb eines kurzen Zeitraums härten gelassen
wird, besteht weiter eine Neigung zum Auftreten von Leerstellen
aufgrund ihrer ungenügenden
Härtung.
Die Zusammensetzung kann innerhalb eines kurzen Zeitraums durch
Zusetzen der Harnstoffverbindung in einer großen Menge härten, aber dies erzeugt eine
große
Menge eines Zersetzungsgases. Demgemäß besteht eine große Neigung
zum Auftreten von Leerstellen. Wenn solche Leerstellen auftreten,
sind die Dichtungseigenschaften für ein reaktives Gas verschlechtert,
was die Energieerzeugungsleistung eines Brennstoffzellenstapels
verringert.
- Patentdokument 1: JP-A-2003-338294
- Patentdokument 2: JP-A-2003-297386
- Patentdokument 3: JP-A-2003-242994
- Patentdokument 4: JP-A-2003-257447
- Patentdokument 5: JP-A-2002-301257 .
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung ist im Hinblick auf die vorstehend genannten
Umstände
gemacht worden.
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Es
ist demgemäß eine Aufgabe
der vorliegenden Erfindung, eine leitfähige Harzzusammensetzung bereitzustellen,
die eine hohe Leitfähigkeit
hat, in einfacher Weise auf ein Formungsverfahren mit hoher Wirksamkeit,
wie Spritzgießen,
anwendbar ist und weiter in einem kurzen Zeitraum formbar ist und
darüber
hinaus keine Leerstellen zu diesem Zeitpunkt bildet.
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Eine
andere Aufgabe der Erfindung ist es, einen Brennstoffzellenseparator
und andere Formkörper bereitzustellen,
die aus einer solchen leitfähigen
Harzzusammensetzung geformt sind und eine hohe Festigkeit, hohe
Leitfähigkeit,
keine Leerstellen und hohe Dimensionsgenauigkeit haben.
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Andere
Aufgaben und Wirkungen der Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung
ersichtlich.
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Um
die vorstehend genannten Aufgaben zu lösen, stellt die Erfindung das
Folgende bereit:
- (1) Eine leitfähige Epoxyharzzusammensetzung,
die ein Epoxyharz, ein Härtungsmittel,
einen Härtungsbeschleuniger,
enthaltend ein Salz einer Diazabicycloverbindung und einer organischen
Säure,
und ein expandierten Grafit enthaltendes Kohlenstoffmaterial enthält;
- (2) die vorstehend unter (1) beschriebene leitfähige Epoxyharzzusammensetzung,
worin die organische Säure
eine Säuredissoziationskonstante
von 0 bis 10 hat;
- (3) die vorstehend unter (1) oder (2) beschriebene leitfähige Epoxyharzzusammensetzung,
worin die organische Säure
eine aromatische organische Säure
ist;
- (4) die vorstehend unter (1) bis (3) beschriebene leitfähige Epoxyharzzusammensetzung,
worin die organische Säure
eine mehrwertige organische Säure
ist;
- (5) die vorstehend unter (1) beschriebene leitfähige Epoxyharzzusammensetzung,
worin die organische Säure
Orthophthalsäure,
Isophthalsäure,
Terephthalsäure
oder Trimesinsäure
ist;
- (6) die vorstehend unter (1) bis (5) beschriebene leitfähige Epoxyharzzusammensetzung,
worin die Diazabicycloverbindung 1,8-Diazabicyclo(5,4,0)undecen-7
oder 1,5-Diazabicyclo(4,3,0)nonen-5 ist;
- (7) die vorstehend unter (1) bis (6) beschriebene leitfähige Epoxyharzzusammensetzung,
worin das Härtungsmittel
zwei oder mehr phenolische Hydroxylgruppen in seinem Molekül hat;
- (8) die vorstehend unter (1) bis (7) beschriebene leitfähige Epoxyharzzusammensetzung,
worin das Epoxyharz ein multifunktionelles Epoxyharz ist;
- (9) die vorstehend unter (1) bis (8) beschriebene leitfähige Epoxyharzzusammensetzung,
worin 5 bis 100 Gew.-% des Kohlenstoffmaterials expandierter Grafit
sind und der Rest wenigstens ein Glied aus der Gruppe von künstlichem
Grafit, natürlichem
Flockengrafit, Abfallgrafit, Ruß und
Kohlenfaser ist;
- (10) die vorstehend unter (1) bis (9) beschriebene leitfähige Epoxyharzzusammensetzung,
worin das Kohlenstoffmaterial 35 bis 85 Gew.-% der Gesamtmenge ausmacht;
- (11) die vorstehend unter (1) bis (10) beschriebene leitfähige Epoxyharzzusammensetzung,
worin der Härtungsbeschleuniger
in einer Menge von 0,1 bis 20 Gewichtsteilen, bezogen auf 100 Gewichtsteile
des Härtungsmittels,
eingemischt ist;
- (12) ein Verfahren zum Herstellen einer leitfähigen Epoxyharzzusammensetzung,
umfassend das Vermischen in einem vorbestimmten Verhältnis eines
Epoxyharzes, eines Härtungsmittels,
eines Härtungsbeschleunigers,
enthaltend ein Salz einer Diazabicycloverbindung und einer organischen
Säure,
und ein Kohlenstoffmaterial, enthaltend expandierten Grafit, gefolgt
von Schmelzkneten;
- (13) das vorstehend unter (12) beschriebene Verfahren, worin
das Schmelzkneten bei einer Temperatur gleich oder höher als
eine Erweichungstemperatur des Epoxyharzes oder des Härtungsmittels
durchgeführt wird;
- (14) einen Epoxyharz-Formkörper,
hergestellt durch Transferpressen oder Spritzgießen der vorstehend unter (1)
bis (11) beschriebenen leitfähigen
Epoxyharzzusammensetzung; und
- (15) einen Brennstoffzellenseparator, umfassend die vorstehend
unter (1) bis (11) beschriebene leitfähige Epoxyharzzusammensetzung.
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Die
leitfähige
Epoxyharzzusammensetzung der Erfindung hat eine unterdrückte Härtbarkeit
während des
Schmelzknetens aufgrund der Verwendung des speziellen Härtungsbeschleunigers,
wodurch die Fluidität erhöht wird.
Dies macht es möglich,
die Zusammensetzung durch Transferpressen oder Spritzgießen zu formen
und eine Form mit der Zusammensetzung in einem höheren Ausmaß zu befüllen, wodurch es möglich wird,
in wirksamer Weise einen Formkörper
mit hoher Festigkeit, ohne Auftreten von Leerstellen und hoher Dimensionsgenauigkeit
herzustellen. Ferner enthält
der leitfähige
Füllstoff
auch expandierten Grafit mit ausgezeichneter Leitfähigkeit,
so dass eine ausreichende Leitfähigkeit
mit einer geringen verwendeten Menge sichergestellt werden kann.
Es ist daher möglich,
die Kosten der leitfähigen
Füllstoffe
zu verringern. Ferner steigt die Harzmenge relativ an, was die Fluidität weiter
verbessern kann.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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1 ist
eine schematische perspektivische Ansicht, die eine Ausführungsform
eines Brennstoffzellenseparators zeigt.
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2 ist
eine schematische Ansicht, die ein Verfahren zum Messen des Gesamtwiderstandes
in Beispielen erläutert.
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3 ist
eine grafische Darstellung, welche Messergebnisse des Härtungsreaktionsfortschritts
zeigt.
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4 ist
eine grafische Darstellung, welche Messergebnisse des Härtungsreaktionsfortschritts
zeigt.
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5 ist
eine grafische Darstellung, welche Messergebnisse des Härtungsreaktionsfortschritts
zeigt.
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6 ist
eine grafische Darstellung, welche Messergebnisse des Härtungsreaktionsfortschritts
zeigt.
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7 ist
eine grafische Darstellung, welche Messergebnisse des Härtungsreaktionsfortschritts
zeigt.
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8 ist
eine grafische Darstellung, welche Messergebnisse des Härtungsreaktionsfortschritts
zeigt.
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Die
in den Zeichnungen verwendeten Bezugsziffern bedeuten das Folgende:
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- 10
- Brennstoffzellenseparator
- 11
- ebener
Plattenteil
- 12
- Trennwände
- 13
- Kanäle.
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AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung wird nachstehend im Einzelnen beschrieben.
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Die
leitende Epoxyharzzusammensetzung der Erfindung enthält ein Epoxyharz,
ein Härtungsmittel,
einen Härtungsbeschleuniger
und ein Kohlenstoffmaterial als unentbehrliche Komponenten.
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Das
Epoxyharz ist bevorzugt eine Verbindung mit zwei oder mehr Epoxygruppen
in seinem Molekül. Beispiele
davon umfassen, sind aber nicht beschränkt auf Epoxyharze vom Bisphenol-Typ,
wie ein Epoxyharz vom Bisphenol A-Typ, ein Epoxyharz vom Bisphenol
F-Typ, ein Epoxyharz vom Bisphenol AF-Typ, ein Epoxyharz vom Bisphenol
S-Typ, ein hydriertes Epoxyharz vom Bisphenol A-Typ und ein Epoxyharz
vom halogenierten Bisphenol A-Typ; multifunktionelle Epoxyharze,
wie ein Epoxyharz vom Phenol-Novolak-Typ, ein Epoxyharz vom Kresol-Novolak-Typ,
ein Epoxyharz vom Eisphenol A-Novolak-Typ, ein Epoxyharz vom Trishydroxyphenylmethan-Typ,
ein Epoxyharz vom Phenol-Dicyclopentadien-Typ, ein Epoxyharz vom
halogenierten Phenol-Novolak-Typ, ein Epoxyharz vom Naphthol-Novolak-Typ, Resorcinepoxid
und ein Epoxyharz vom Tetraphenylolethan-Typ; cyclische Epoxyharze;
Epoxyharze vom Biphenyl-Typ; Epoxyharze vom Naphthalin-Typ; Epoxyharze
vom Glycidylester-Typ und Epoxyharze vom Glycidylamin-Typ.
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Unter
den vorstehend genannten Epoxyharzen werden multifunktionelle Epoxyharze
als besonders geeignet verwendet. Das Epoxyäquivalent beträgt bevorzugt
50 bis 500 und bevorzugter 100 bis 300. Wenn das Epoxyäquivalent
zu niedrig ist, wird ein Formkörper
brüchig.
Wenn andererseits das Epoxyäquivalent
zu hoch ist, wird nur ein Formkörper
mit niedriger Wärmebeständigkeit
und Festigkeit erhalten.
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Das
Epoxyharz reagiert mit dem Härtungsmittel
unter Bildung eines epoxygehärteten
Produkts. Als Härtungsmittel
können
zahlreiche bekannte Verbindungen verwendet werden. Beispiele davon
umfassen, sind aber nicht beschränkt
auf aliphatische, alicyclische und aromatische Polyamine, wie Diethylentriamin,
Triethylentetramin, Tetraethylenpentamin, Menthendiamin, Isophorondiamin,
N-Aminoethylpiperazin, m-Xyloldiamin und Diaminodiphenylmethan oder
Carbonate davon; Säureanhydride,
wie Phthalsäureanhydrid,
Methyltetrahydrophthalsäureanhydrid,
Methylnorbornendicarbonsäureanhydrid,
Dodecylbernsteinsäureanhydrid,
Pyromellithsäureanhydrid,
Benzophenontetracarbonsäureanhydrid,
Trimellithsäureanhydrid
und Polyazelainsäureanhydrid;
Polyphenole, wie Phenol-Novolak und Kresol-Novolak; und Polymercaptan.
Die Mehrzahl der Härtungsmittel
kann auch in Kombination verwendet werden.
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Unter
den vorstehend genannten Härtungsmitteln
werden die Härtungsmittel,
wie Polyamine oder Carbonate davon, Säureanhydride, Polyphenole und
Polymercaptan, als Härtungsmittel
vom Polyadditionstyp bezeichnet, da sie selbst mit einer Epoxyverbindung
durch eine Polyadditionsreaktion zur Bildung des gehärteten Produkts
reagieren. Ein Überschuss
oder ein Mangel des Härtungsmittels
des Polyadditionstyps führt
zum Verbleiben von nicht umgesetzten funktionellen Gruppen, so dass
die davon zugesetzte Menge einen geeigneten Bereich hat. Im Allgemeinen
wird das Härtungsmittel
vom Polyadditionstyp bevorzugt in einer Menge von 0,7 bis 1,2 Äquivalentgewichten,
insbesondere in einer Menge von 0,8 bis 1,1 Äquivalentgewichten, pro Epoxygruppe
eines Epoxyharz-Vorläufers
verwendet. Die Härtungsgeschwindigkeit
des wärmehärtenden
Harzes kann beliebig geändert
werden durch verschiedenes Auswählen
der Art und Menge des Härtungsmittels,
der Art des wärmehärtenden
Harzes und der Art und Menge des Härtungsbeschleunigers. Ein Fachmann
kann in einfacher Weise die Arten und Mengen des wärmehärtenden
Harzes, des Härtungsmittels
und des Härtungsbeschleunigers
entsprechend den beabsichtigten Härtungsbedingungen bestimmen.
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In
der Erfindung ist eine Verbindung mit zwei oder mehr phenolischen
Hydroxylgruppen als Härtungsmittel
bevorzugt. Solche Verbindungen umfassen die vorstehend genannten
Polyphenole und Bisphenol A, wie Phenol-Novolak, Resol-Novolak,
Bisphenol A-Novolak, Phenol-Novolak vom Aralkyl-Typ, ein Phenolharz
vom Triphenylmethan-Typ, ein Terpenphenolharz, Naphthol-Novolak
und ein Phenol-Dicyclopentadien-Harz. Die Verbindung mit zwei oder
mehr phenolischen Hydroxylgruppen kann einen Formkörper mit
hoher Wärmebeständigkeit
ergeben.
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In
der Erfindung wird ein Salz einer Diazabicycloverbindung und einer
organischen Säure
als Härtungsbeschleuniger
verwendet. Obwohl es bezüglich
der Diazabicycloverbindung keine besondere Beschränkung gibt,
umfassen Beispiele davon, sind aber nicht beschränkt auf 1,8-Diazabicyclo(5,4,0)undecen-7
(abgekürzt
als DBU), 1,5-Diazabicyclo(4,3,0)nonen-5 (abgekürzt als DBN) und 6-Dibutylamino-1,8-diazabicyclo(5,4,0)undecen-7.
Unter allen ist 1,8-Diazabicyclo(5,4,0)undecen-7 eine bevorzugte
Diazabicycloverbindung zur Verwendung in der Erfindung, da sie billig
ist, leicht erhältlich
ist, eine hohe Stabilität
hat und kaum verdampft.
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Die
organischen Säuren
umfassen, sind aber nicht beschränkt
auf z.B. Orthophthalsäure
(eine aromatische mehrwertige organische Säure, Säuredissoziationskonstante:
2,95), Isophthalsäure
(eine aromatische mehrwertige organische Säure, Säuredissoziationskonstante:
3,48), Terephthalsäure
(eine aromatische mehrwertige organische Säure, Säuredissoziationskonstante:
3,54), Trimesinsäure
(eine aromatische mehrwertige organische Säure, Säuredissoziationskonstante:
3,13), Ameisensäure
(Säuredissoziationskonstante:
3,55), Essigsäure
(Säuredissoziationskonstante:
4,76), Phenol (eine aromatische organische Säure, Säuredissoziationskonstante:
9,89), Benzoesäure
(eine aromatische organische Säure,
Säuredissoziationskonstante:
4,00), Salicylsäure
(eine aromatische organische Säure,
Säuredissoziationskonstante:
2,75), Oxalsäure
(eine mehrwertige organische Säure,
Säuredissoziationskonstante:
1,27), Zimtsäure
(Säuredissoziationskonstante: 4,44),
Weinsäure
(eine mehrwertige organische Säure,
Säuredissoziationskonstante:
3,04), Milchsäure
(Säuredis soziationskonstante:
3,86), Phenol-Novolak (eine mehrwertige organische Säure, Säuredissoziationskonstante:
unbekannt) und Orthokresol (eine mehrwertige organische Säure, Säuredissoziationskonstante:
unbekannt). Ferner wird die organische Säure während der Härtungsreaktion in das Epoxyharz
eingebaut, so dass die organische Säure, die eine inflexiblere
molekulare Struktur und eine größere Anzahl
von Reaktionsstellen mit dem Epoxyharz hat, einen Formkörper mit
höherer
Wärmebeständigkeit
und Festigkeit ergeben kann. Demgemäß sind eine aromatische organische
Säure mit
einer inflexiblen Struktur und eine mehrwertige organische Säure mit
zahlreichen Reaktionsstellen mit dem Epoxyharz bevorzugt.
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Das
Salz der Diazabicycloverbindung und der organischen Säure dissoziieren
zu der Diazabicycloverbindung und der organischen Säure beim
Erwärmen,
und die dissoziierte Diazabicycloverbindung wirkt als Härtungsbeschleuniger.
Wenn die Temperatur, bei welcher das Salz der Diazabicycloverbindung
und der organischen Säure
dissoziieren, hoch ist, wird demgemäß ein Formungsmaterial mit
hoher Wärmestabilität erhalten.
Die Dissoziationstemperatur ist proportional zu der Stärke der
organischen Säure.
Wenn die organische Säure
stark ist, kann das Formungsmaterial mit hoher Wärmestabilität erhalten werden. Wenn die
organische Säure
jedoch äußerst stark
ist, werden das Salz der Diazabicycloverbindung und der organischen
Säure durch
Zerfließen
der organischen Säure
hydrolysiert, wodurch die Wärmestabilität abnimmt.
Wenn eine äußerst starke
organische Säure
verwendet wird, kann weiter eine Mischvorrichtung oder eine Formungsvorrichtung
korrodiert werden. Die Stärke
einer Säure
wird durch die Säuredissoziationskonstante
(pKa) wiedergegeben, und eine kleinere Säuredissoziationskonstante zeigt
eine stärkere
Acidität
an. Demgemäß hat die
Säuredissoziationskonstante
der in der Erfindung verwendeten Säure einen geeigneten Bereich.
Die Säuredissoziationskonstante
der in der Erfindung verwendeten organischen Säure beträgt bevorzugt 0 bis 10 und bevorzugter
2 bis 4. So ist z.B. die Verwendung starker Säuren, wie Schwefelsäure oder
Chlorwasserstoffsäure,
deren Dissoziationskonstante manchmal einen negativen Wert von kleiner
als 0 annimmt, nicht bevorzugt, obwohl dies von ihrer Konzentration
abhängt.
Wenn die aromatische organische Säure oder die mehrwertige organische
Säure als
organische Säure
verwendet wird, hat weiter der Formkörper eine hohe Wärmebeständigkeit
und Festigkeit. So haben z.B. Orthophthalsäure, Isophthalsäure, Terephthalsäure und
Trimesinsäure
geeignete Säuredissoziationskonstanten
und sind auch mehrwertige aromatische organische Säuren, so
dass das Formungsmaterial mit besonders ausgezeichneter Wärmestabilität, Festigkeit
und Wärmebeständigkeit erhalten
werden kann. Die Säuredissoziationskonstante,
wie in der Erfindung genannt, zeigt den ers ten Schritt der Säuredissoziationskonstante
(pKa1) im Fall der mehrwertigen organischen Säure an.
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Das
Salz der Diazabicycloverbindung und der organischen Säure kann
durch Verfahren hergestellt werden, die bisher bekannt gewesen sind.
So werden z.B. die Diazabicycloverbindung und die organische Säure in einem
Lösemittel
aufgelöst
und vermischt oder bei einer Temperatur gleich oder höher als
der Schmelzpunkt der organischen Säure gerührt, wodurch das Salz hergestellt
werden kann. Das Herstellungsverfahren ist jedoch nicht auf dieses
Verfahren beschränkt.
Wenn das Salz der Diazabicycloverbindung und der organischen Säure hergestellt
wird, wird das Rühren
und Vermischen bevorzugt in einer Stickstoffatmosphäre durchgeführt, so
dass die Diazabicycloverbindung und die organische Säure nicht
durch Oxidation verschlechtert werden.
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Was
das Mischungsverhältnis
der Diazabicycloverbindung und der organischen Säure betrifft, so hat, wenn
der Anteil der organischen Säure
hoch ist, die Harzzusammensetzung eine ausgezeichnete Wärmestabilität. Die Aktivität als Härtungsbeschleuniger
nimmt jedoch ab, was einen langen Zeitraum für das Formen und die Notwendigkeit,
das Formen bei hohen Temperaturen durchzuführen, erfordert. Wenn andererseits
der Anteil der organischen Säure
niedrig ist, wird die Wärmestabilität der Harzzusammensetzung
verschlechtert. In der Erfindung beträgt die Menge der organischen
Säure bevorzugt
10 bis 2000 Gewichtsteile, bevorzugter 50 bis 500 Gewichtsteile
und noch bevorzugter 80 bis 120 Gewichtsteile, bezogen auf 100 Gewichtsteile
der Diazabicycloverbindung.
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Ferner
ist es auch möglich,
ein im Handel erhältliches
Salz einer Diazabicycloverbindung und einer organischen Säure als
Härtungsbeschleuniger
zu verwenden.
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Die
als Härtungsbeschleuniger
verwendete Menge des Salzes der Diazabicycloverbindung und der organischen
Säure beträgt bevorzugt
0,1 bis 20 Gewichtsteile, bevorzugter 1 bis 15 Gewichtsteile und
noch bevorzugter 5 bis 10 Gewichtsteile, bezogen auf 100 Gewichtsteile
des Härtungsmittels.
Wenn die Menge des Härtungsbeschleunigers
zu groß ist,
wird die Wärmestabilität verschlechtert.
Wenn andererseits die Menge des Härtungsbeschleunigers zu klein
ist, wird eine lange Zeit benötigt,
und die Notwendigkeit, das Formen bei hohen Temperaturen durchzuführen, tritt
auf.
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Das
Kohlenstoffmaterial enthält
expandierten Grafit als unentbehrliche Komponente. Gewöhnlicher Flockengrafit
ist ein Grafit, in welchem lamellare Kristalle laminiert sind. Im
Ge gensatz dazu ist expandierter Grafit ein Grafit, erhalten durch
Behandeln von Flockengrafit mit konzentrierter Schwefelsäure, Salpetersäure oder
einer Wasserstoffperoxidlösung
und Einlagern einer solchen chemischen Lösung in die Zwischenräume zwischen
den lamellaren Kristallen, gefolgt durch weiteres Erwärmen zum
Expandieren der Zwischenräume zwischen
den lamellaren Kristallen, wenn die eingelagerte chemische Lösung verdampft
wird. Der expandierte Grafit hat eine niedrige Schüttdichte
und eine große
Oberfläche,
und Teilchen davon haben eine dünnere
lamellare Form im Vergleich zu Flockengrafit und Kugelgrafit. Wenn
expandierter Grafit mit dem Harz vermischt wird, bildet er demgemäß leitfähige Wege,
was die Leitfähigkeit
des Formkörpers
dramatisch verbessert. Aus diesem Grund kann die verwendete Menge
davon erniedrigt werden, und die Harzmenge kann relativ erhöht werden,
so dass die Fluidität
der Harzzusammensetzung erhöht
werden kann. Ferner liegt der expandierte Grafit in lamellarer Form
vor, so dass er im Vergleich zu künstlichem Grafit und natürlichem
Grafit flexibel ist, und der unter Verwendung desselben hergestellte
Formkörper
ebenfalls flexibel wird.
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Das
Kohlenstoffmaterial kann insgesamt aus dem expandierten Grafit bestehen.
Alternativ kann das Kohlenstoffmaterial teilweise den expandierten
Grafit umfassen, und der Rest davon kann anderes Kohlenstoffmaterial
bzw. andere Kohlenstoffmaterialien umfassen. Die "anderen" Kohlenstoffmaterialien
umfassen, sind aber nicht beschränkt
auf z.B. künstlichen
Flockengrafit, künstlichen
Kugelgrafit, natürlichen
Flockengrafit, Ruß,
Kohlenstofffaser, Kohlenstoff-Nanofaser, Kohlenstoff-Nanoröhrchen,
diamantartigen Kohlenstoff, Fulleren und Kohlenstoff-Nanohorn. Das
Verhältnis
des expandierten Grafits in dem Kohlenstoffmaterial beträgt bevorzugt
5 bis 100 Gew.-%, bevorzugter 20 bis 80 Gew.-%, noch bevorzugter
30 bis 70 Gew.-% und insbesondere bevorzugt 40 bis 60 Gew.-%. Wenn
der Anteil des expandierten Grafits niedrig ist, steigt der Kontaktwiderstand
an. Wenn ferner der Anteil des expandierten Grafits hoch ist, werden
die Materialhandhabungseigenschaften zur Zeit des Knetens bei der
Herstellung der Verbindung verschlechtert, und es besteht die Gefahr einer
Verunreinigung der Arbeitsumgebung, da der expandierte Grafit eine
niedrige Schüttdichte
hat.
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Weiterhin
ist das Kohlenstoffmaterial bevorzugt in einer Menge von 35 bis
85 Gew.-% der Gesamtmenge der Harzzusammensetzung vorhanden. Wenn
der Anteil des Kohlenstoffmaterials zu niedrig ist, nimmt die Leitfähigkeit
ab. Wenn andererseits der Anteil des Kohlenstoffmaterials zu hoch
ist, nimmt die Festigkeit ab, und die Fluidität der Masse nimmt ab.
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Daher
tritt das folgende Problem auf. Das heißt, wenn beim Wärmeformpressen
oder Spritzgießen
in eine Form injiziert wird, wird die Druckverteilung des Formungsmaterials
in der Form breit, und daher wird die Dimensionsgenauigkeit des
geformten Brennstoffzellenseparators verschlechtert.
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In
die leitfähige
Epoxyharzzusammensetzung der Erfindung können zahlreiche Zusätze für Harze,
wie benötigt,
eingearbeitet werden. So macht es z.B. die Zugabe eines Gleitmittels
möglich,
das Festkleben an der Form oder an einem Kneter zur Zeit der Formungsverarbeitung
zu verhindern. Was das Gleitmittel betrifft, so können Carnaubawachs,
Stearin- oder Montanwachs oder ein Metallsalz davon verwendet werden.
Es ist auch möglich,
einen anorganischen Füllstoff,
wie Glasfaser, Siliciumdioxid, Talk, Ton oder Calciumcarbonat, einen organischen
Füllstoff,
wie Holzmehl, oder einen Weichmacher bis zu dem Ausmaß zuzusetzen,
dass die Leitfähigkeit
nicht verschlechtert wird.
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Die
leitfähige
Epoxyharzzusammensetzung der Erfindung wird durch Schmelzmischen
erhalten. Das Epoxyharz oder das Härtungsmittel wird bei einer
Temperatur gleich oder höher
als eine bestimmte Temperatur erweicht. Diese Temperatur, bei der
die Zusammensetzung erweicht wird, wird als Erweichungspunkt bezeichnet.
In der Erfindung kann die Zusammensetzung in einer Vorrichtung vermischt
werden, die auf eine Temperatur gleich oder höher als die Erweichungstemperatur
von entweder dem Epoxyharz oder dem Härtungsmittel eingestellt ist.
Wenn entweder das Epoxyharz oder das Härtungsmittel bei gewöhnlicher
Temperatur flüssig
ist, kann die Zusammensetzung bei gewöhnlicher Temperatur vermischt
werden. Als zum Vermischen verwendete Vorrichtung können verschiedene übliche Vorrichtungen
verwendet werden. Beispiele davon umfassen, sind aber nicht beschränkt auf
einen drucklosen Kneter, einen Druckkneter, einen Zwillingsschraubenextruder,
einen Einschraubenextruder, einen Banbury-Mischer, eine Zweiwalzenmühle und
eine Dreiwalzenmühle.
Ferner kann vor dem Schmelzmischen ein Vormischen, durchgeführt als
Trockenmischen, vorgeschaltet sein.
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Um
eine Härtung
während
des Knetens zu verhindern, ist bisher ein Mehrstufenknetverfahren
durchgeführt
worden, umfassend einen Schritt des Knetens von Ausgangsmaterialien,
die ein Epoxyharz und ein Kohlenstoffmaterial enthalten, und anschließendes Pulverisieren
des verkneteten Produkts zum Herstellen einer Vormischung und einen
Schritt des Knetens der erhaltenen Vormischung, eines Härtungsmittels
und eines Härtungsbeschleunigers
und einen Schritt des Pulverisierens des verkneteten Produkts zum
Herstellen einer Endmi schung. Die Zusammensetzung der Erfindung,
in welcher der vorstehend genannte spezielle Härtungsbeschleuniger verwendet
wird, hat jedoch eine ausgezeichnete Temperaturstabilität. Es ist
daher unnötig,
ein solches Zweistufenknetverfahren oder ein weiteres Mehrstufenknetverfahren
anzuwenden, und dies ist auch bezüglich der Herstellungskosten
vorteilhaft.
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Wie
vorstehend beschrieben, ist es ein wichtiger Punkt der Erfindung,
dass der expandierte Grafit und das Salz der Diazabicycloverbindung
und der organischen Säure
in Kombination verwendet und schmelzgeknetet werden. Wenn der expandierte
Grafit nicht verwendet wird, obwohl das Salz der Diazabicycloverbindung
und der organischen Säure
verwendet wird, kann eine Harzzusammensetzung mit ausgezeichneter
Wärmestabilität erhalten
werden, die während
des Schmelzknetens oder in einem Zylinder nicht härtet. Um
jedoch die gleiche Leitfähigkeit
zu erhalten, wie wenn der expandierte Grafit verwendet wird, ist
es notwendig, eine große
Menge von leitfähigem
Füllstoff
zuzusetzen, was zu einer Abnahme der Harzmenge führt. Das heißt, die Harzmenge,
welche die Fluidität
der Harzzusammensetzung verbessert, nimmt ab, und die Menge von
Kohlenstoffmaterial, welches die Fluidität verringert, steigt an, was
zu einem beträchtlichen
Abfall der Formbarkeit führt.
Wenn ferner das Salz der Diazabicycloverbindung und der organischen
Säure nicht
verwendet wird, obwohl der expandierte Grafit verwendet wird, läuft die
Härtungsreaktion
während
des Schmelzknetens einer Harzzusammensetzung oder in dem Zylinder
für das
Spritzgießen
ab, was einen raschen Viskositätsanstieg hervorruft,
was zum Zerreiben des expandierten Grafits während des Schmelzknetens oder
in dem Zylinder zum Spritzgießen
führt.
Als Ergebnis nimmt die Festigkeit eines Formkörpers ab, und seine Leitfähigkeit
nimmt ebenfalls dramatisch ab. Wenn die Harzzusammensetzung bei
niedrigen Temperaturen härten
gelassen wird, ist es weiterhin erforderlich, dass der Härtungsbeschleuniger
in einer großen
Menge zugesetzt wird. Wenn der Härtungsbeschleuniger
in einer großen
Menge zugesetzt wird, werden jedoch die Festigkeit und Leitfähigkeit stärker verschlechtert
durch das Zerreiben des expandierten Grafits, wie vorstehend beschrieben.
Ferner wird die Formbarkeit ebenfalls verschlechtert aufgrund einer
Abnahme der Fluidität.
Wenn die Diazabicycloverbindung allein verwendet wird, d.h. nicht
als Salz der organischen Säure,
ist ihre Aktivität
als Härtungsbeschleuniger
zu stark, so dass die Härtungsreaktion
während
des Knetens rasch abläuft.
Daher werden die vorstehend genannten Probleme weiter ausgeprägt. Wenn
ein Härtungsmittel
auf Harnstoffbasis verwendet wird, hat dies aufgrund seiner ausgezeichneten
Wärmestabilität den Vorteil,
dass ein Viskositätsanstieg
während
der Herstellung des Formungsmate rials nicht auftritt. Das Härtungsmittel
auf Harnstoffbasis zersetzt sich jedoch zur Zeit der Härtungsformung
oder Bildung eines Gases, und das gebildete Gas kann Leerstellen
in dem Formkörper
hervorrufen. Wenn der expandierte Grafit verwendet wird, ist er
insbesondere entlang der Flächenrichtung
des Formkörpers
orientiert, so dass das Gas in der senkrechten Richtung zu der Fläche schwierig
durchdringen und diffundieren kann. Daher wird das gebildete Gas
in dem Formkörper
eingeschlossen, was zu einer leichten Bildung von Leerstellen führt. Wenn
die Harnstoffverbindung verwendet wird und das Härten innerhalb eines kurzen
Zeitraums durchgeführt
wird, besteht ferner eine Neigung zum Auftreten von Leerstellen
aufgrund einer ungenügenden
Härtung.
Die Zusammensetzung kann innerhalb eines kurzen Zeitraums durch
Zusetzen der Harnstoffverbindung in einer großen Menge härten. Das Zersetzungsgas wird
jedoch in einer großen
Menge gebildet, was größere Leerstellen
hervorrufen kann. In dem Brennstoffzellenseparator verschlechtert
das Auftreten von Leerstellen die Dichtungseigenschaften für ein reaktives
Gas, was die Energieerzeugungsleistung eines Brennstoffzellenstapels
verringert. In dem Fall der Trockenmischung werden ferner die expandierten
Grafitteilchen bei der Herstellung des Formungsmaterials nicht zerrieben,
so dass ein Material mit ausgezeichneter Leitfähigkeit erhalten wird. Es kann
jedoch aufgrund seiner niedrigen Fluidität nicht durch ein hochwirksames
Verfahren, wie Spritzgießen
oder Transferpressen, geformt werden. Wenn im Gegensatz dazu der expandierte
Grafit und das Salz der Diazabicycloverbindung und der organischen
Säure in
Kombination verwendet werden, werden diese Probleme gelöst. Es wird
angenommen, dass der diesbezügliche
Mechanismus wie folgt ist.
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Wenn
das Salz der Diazabicycloverbindung und der organischen Säure verwendet
wird, läuft
die Härtungsreaktion
bei einer niedrigen Temperatur von 100°C oder darunter kaum ab, welche
Temperatur während des
Schmelzknetens der Harzzusammensetzung oder in dem Zylinder zum
Spritzgießen
vorliegen dürfte.
Es wird daher möglich,
die auf die Harzzusammensetzung ausgeübte Scherkraft zu unterdrücken, und
das Zerreiben des expandierten Grafits wird auf ein Minimum gesenkt.
Der expandierte Grafit, der eine niedrigere Schüttdichte und eine größere Oberfläche als
Flockengrafit und Kugeigrafit hat und dessen Teilchen eine lamellare
Form haben, bildet in einfacher Weise leitfähige Wege und führt zu einem
pulverisierten Zustand, der für
den Stromfluss geeignet ist, wenn er mit dem Harz vermischt wird.
Das heißt,
wenn die anderen Härtungsbeschleuniger
verwendet werden, wird der expandierte Grafit zerrieben, und die
leitfähigen
Wege werden kaum gebildet. Wenn das Salz der Diazabicycloverbindung
und der organischen Säure
verwendet wird, wird jedoch der expandierte Grafit nicht zerrieben,
und die leitfähigen
Wege werden in einfacher Weise gebildet. Ferner macht es die Wirkung
der Unterdrückung
des Zerreibens des expandierten Grafits durch die Verwendung des
expandierten Grafits und des Salzes der Diazabicycloverbindung und
der organischen Säure
in Kombination auch möglich,
die Harzmenge zu erhöhen,
welche die Leitfähigkeit
in der Harzzusammensetzung herabsetzt. Ein Anstieg der Harzmenge
erhöht
die Fluidität
der Harzzusammensetzung und verbessert dramatisch die Dimensionsgenauigkeit
des Formkörpers.
Das Salz der Diazabicycloverbindung und der organischen Säure zersetzt
sich durch Erwärmen
in die Diazabicycloverbindung, die als Härtungsbeschleuniger dient,
und in die organische Säure.
Zu diesem Zeitpunkt hängt
die Zersetzungstemperatur von der Acidität der organischen Säure ab.
Wenn die Säuredissoziationskonstante
hoch ist, zersetzt sich das Salz bei niedrigen Temperaturen, und
wenn die Säuredissoziationskonstante
niedrig ist, zersetzt sich das Salz bei hohen Temperaturen. Das
Salz der Diazabicycloverbindung und der organischen Säure zersetzt
sich kaum während
des Knetschrittes. Wenn jedoch das Salz auf eine Formungstemperatur
zum Zeitpunkt der Härtungsformung
erwärmt
wird, zersetzt es sich rasch in die Diazabicycloverbindung und in
die organische Säure,
wodurch die Aktivität
der Diazabicycloverbindung als Härtungsbeschleuniger
auftritt. Die Härtungsreaktion
beginnt nach der Zersetzung des Salzes in die Diazabicycloverbindung
und in die organische Säure,
so dass die Härtungsreaktion
nach Ablauf einer bestimmten Induktionszeit vom Beginn der Zufuhr
des Materials in eine Form beginnt. Wenn die Härtungsreaktion abläuft, steigt
ferner die Viskosität
an. Demgemäß werden
die Fluidität
und die Formtransfereigenschaften verschlechtert, was ein Problem
bezüglich
der Dimensionsgenauigkeit hervorruft. Da jedoch die Induktionszeit
vom Beginn der Zufuhr des Materials in die Form bis zum Beginn der
Härtungsformung
gegeben ist, kann die Zusammensetzung in einem Zustand hoher Fluidität in die
Form gefüllt
werden. Dies macht es möglich,
den Formungsdruck niedriger einzustellen. Daher verformt sich die
Form durch den Harzdruck kaum, und es kann ein Formkörper mit
hoher Dimensionsgenauigkeit erhalten werden.
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Wie
vorstehend beschrieben, hat die leitfähige Epoxyharzzusammensetzung
der Erfindung eine besonders ausgezeichnete Leitfähigkeit
und Fluidität.
Demgemäß kann ein
Formkörper,
wie ein Brennstoffzellenseparator, der eine ausgezeichnete mechanische
Festigkeit und hohe Leitfähigkeit
hat, unter Verwendung dieser leitfähigen Epoxyharzzusammensetzung
als Formungsausgangsmaterial erhalten werden. Ferner sind aufgrund
ihrer hohen Fluidität das
Transferpressen und Spritzgießen
bei der Formung anwendbar, so dass eine ausgezeichnete Produktivität erhalten
wird.
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BEISPIELE
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Die
vorliegende Erfindung wird im Einzelnen mit Bezug auf die folgenden
Beispiele und Vergleichsbeispiele erläutert; die Erfindung darf aber
nicht als darauf beschränkt
ausgelegt werden.
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Herstellung eines Salzes einer
Diazabicycloverbindunq und einer organischen Säure
-
10
g DBU oder DBN wurden in 20 ml Dichlormethan zum Herstellen einer
Lösung
einer Diazabicycloverbindung aufgelöst. Getrennt davon wurden 10
g Orthophthalsäure
oder Phenol-Novolak (Erweichungspunkt: etwa 90°C) in 20 ml Dichlormethan zum
Herstellen einer Lösung
in einer organischen Säure
aufgelöst. Die
Lösung
der Diazabicycloverbindung und die Lösung der organischen Säure wurden
in einem vorbestimmten Verhältnis
vermischt und 5 Minuten gerührt.
Ausgefallene Kristalle wurden durch Filtration abgetrennt und mit
Hexan gewaschen, gefolgt von Trocknen zum Erhalt eines Salzes einer
Diazabicycloverbindung und einer organischen Säure. Das Verhältnis von
DBU/Orthophthalsäure
wurde auf 152/166 (Gewichtsverhältnis)
für das Salz
von DBU und Orthophthalsäure
eingestellt, das Verhältnis
von DBU/Phenol-Novolak wurde auf 30/70 (Gewichtsverhältnis) für das Salz
von DBU und Phenol-Novolak (enthaltend 30 % DBU) eingestellt, und
das Verhältnis
von DBU/Phenol-Novolak wurde auf 10/90 (Gewichtsverhältnis) für das Salz
von DBU und Phenol-Novolak (enthaltend 10 % DBU) eingestellt.
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Herstellung von Formungsmaterial
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Entsprechend
den in der Tabelle 1 gezeigten Formulierungen wurden 500 g der Gesamtmaterialien
in einem 10 l-Henschel-Mischer vorgemischt und dann in einem 1 l-Druckkneter
bei einer Kammertemperatur von 100°C 5 Minuten geknetet. Das erhaltene
Produkt wurde mit einem Pulverisierer zu Teilchen mit einer Größe von etwa
2 mm zum Erhalt eines Formungsmaterials pulverisiert. Die Einheiten
in den Formulierungen in der Tabelle 1 sind in Gewichtsprozent ausgedrückt. Im
Vergleichsbeispiel 6 wurde ein durch Vormischen in dem Henschel-Mischer
erhaltenes Produkt, d.h. ein trocken gemischtes Produkt, direkt
als Formungsmaterial verwendet. Die nachstehend gezeigte Bewertung
der Fluidität
und die Messung des Fortschritts der Härtungsreaktion wurden durchgeführt.
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Herstellunq eines Formkörpers
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Unter
Verwendung des Formungsmaterials wurde ein Formkörper durch Spritzgießen hergestellt.
Als Spritzgießmaschine
wurde eine Formungsmaschine für
wärmehärtende Harze
(hergestellt von Hishiya Seiko Co., Ltd.) mit einer Schließkraft von
80 t verwendet. Die Temperatur betrug 50°C unter einem Trichter, die
Düsentemperatur
betrug 90°C,
die Formtemperatur betrug 170°C,
die Einspritzgeschwindigkeit betrug 20 mm/Sekunde, und die Härtungszeit
betrug 60 bis 180 Sekunden. Der Formungsdruck wurde in geeigneter
Weise in den Bereich von 30 bis 70 MPa eingestellt. Das Formungsmaterial
wurde in eine quadratische dünne
Platte mit einer Seitenlänge
von 100 mm und einer Dicke von 2 mm spritzgegossen, und der erhaltene
Formkörper wurde
einer Schneideerarbeitung zum Erhalt von Prüfstücken unterworfen. Wenn Leerstellen
in dem Formkörper
auftraten, wurden Teile ohne Leerstellen zum Herstellen der Prüfstücke gesammelt.
Dann wurden die folgenden Bewertungen für jedes Prüfstück durchgeführt.
-
Bewertung der Leitfähigkeit
-
Der
Widerstand in einer Eindringrichtung (d.h. die senkrechte Richtung
in 1) wurde durch das in 2 gezeigte
Verfahren gemessen, um die Bewertung der Leitfähigkeit durchzuführen. Eine
aus dem Prüfstück ausgeschnittene
Probe 21 wurde zwischen Elektroden 23 mit dazwischengeschobenen
Kohlepapieren 22 angeordnet. Der elektrische Widerstand
wurde aus dem Strom, der zwischen den Elektroden fließen gelassen
wurde (gemessen mit einem Amperemeter 24) und der Spannung
zwischen den Kohlepapieren (gemessen mit einem Voltmeter 25)
berechnet und mit der Fläche
der Probe zum Erhalt des spezifischen Widerstands in der Eindringrichtung
multipliziert. Die Ergebnisse sind in der Tabelle 1 gezeigt.
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Messung der Biegefestigkeit
bei hoher Temperatur
-
Die
Biegefestigkeit bei hoher Temperatur wurde auf der Grundlage von
JIS K7171, Kunststoffprüfverfahren
von Biegeeigenschaften, bestimmt. Die Prüfung wurde unter Verwendung
eines Instron-Universalprüfgeräts, das
mit einem Thermostat ausgerüstet
war, in einer Prüfatmosphäre von 100°C bestimmt.
Die Ergebnisse sind in der Tabelle 1 gezeigt.
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Bestätigung des Auftretens von Leerstellen
-
Von
den Prüfstücken wurde
die Anzahl von Formkörpern
gezählt,
in welchen Leerstellen nach dem Formen auftraten. "Die Anzahl von Formkörpern, in
welchen Leerstellen auftraten/die Anzahl von gesamten Formkörpern" wurde in der Tabelle
1 angegeben.
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Bewertung der Fluidität (Viskositätseigenschaft)
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Die
Fluidität
des Formungsmaterials wurde gemäß JIS K6911,
Wärmehärtende Kunststoffe,
Allgemeine Prüfverfahren, "Extrusion Type Flow,
Phenol Resin Having Good Flow" gemessen.
Die Ausflussmenge wurde als Fluiditätsindex genommen. Die Ergebnisse
sind in der Tabelle 1 gezeigt.
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Messung des Fortschritts der
Härtungsreaktion
-
Änderungen
des mit dem Fortschritt der Härtungsreaktion
des Formungsmaterials bei 100°C
oder 170°C
verbundenen Drehmoments wurden unter Verwendung eines sich bewegenden
Düsenviskosimeters gemessen.
Die Messzeit betrug 15 Minuten. Ein Anstieg des Drehmoments zeigte
den Fortschritt der Härtung an.
Die Ergebnisse sind in den grafischen Darstellungen der 3 bis 8 wiedergegeben.
-
-
Wie
in der Tabelle 1 gezeigt, wurden in sämtlichen erfindungsgemäßen Beispielen
und Vergleichsbeispielen das Epoxyharz vom Eisphenol A-Novolak-Typ
und Phenol-Novolak als Härtungsmittel
verwendet. Ferner wurde in jedem der erfindungsgemäßen Beispiele
das Salz der Diazabicycloverbindung und der organischen Säure als
Härtungsbeschleuniger
zugesetzt, und der expandierte Grafit und der künstliche Grafit wurden als
Kohlenstoffmaterial verwendet. Im Gegensatz dazu wurden in den Vergleichsbeispielen
1 und 2 3-(3,4-Dichlorphenyl)-1,1-dimethylharnstoff als Härtungskatalysator
verwendet, im Vergleichsbeispiel 3 wurde Triphenylphosphin verwendet,
und im Vergleichsbeispiel 4 wurde 2-Methylimidazol, was eine Imidazolverbindung
ist, verwendet. Ferner wurde im Vergleichsbeispiel 5 das Salz der
Diazabicycloverbindung und der organischen Säure als Härtungsbeschleuniger verwendet,
aber es wurde nur der künstliche
Grafit als Kohlenstoffmaterial ohne Verwendung von expandiertem
Grafit verwendet. Im Vergleichsbeispiel 6 wurde die gleiche Formulierung
wie im Beispiel 1 verwendet, aber das Formungsmaterial wurde durch
Trockenmischen erhalten.
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Wie
aus den Prüfergebnissen
ersichtlich ist, hatten die Formkörper der erfindungsgemäßen Beispiele eine
hohe Festigkeit und einen niedrigen elektrischen Widerstand, und
es wurde keine Leerstelle festgestellt, was kein Auftretensproblem
ergibt. Ferner haben die Formungsmaterialien der erfindungsgemäßen Beispiele auch
eine gute Fluidität,
so dass sie gute Spritzgießmaterialien
sind. Das Drehmoment erhöht
sich nach Ablauf einer bestimmten Induktionszeit bei 170°C, was die
Formungstemperatur ist, so dass das Formungsmaterial in die Form
in einem Zustand hoher Fluidität
innerhalb einer Zeit bis zum Beginn der Härtungsreaktion gefüllt werden
kann. Aus der Tatsache, dass Änderungen
des Drehmoments bei 100°C
wenigstens innerhalb von 5 Minuten kaum auftraten, geht ferner hervor,
dass der Fortschritt der Härtungsreaktion
bei 100°C
sehr langsam war. Demgemäß hat das
Formungsmaterial eine ausgezeichnete Wärmestabilität. Insbesondere stieg in den Beispielen
1 und 2 unter Verwendung des Salzes von 1,8-Diazabicyclo(5,4,0)undecen-7
und Orthophthalsäure das
Drehmoment nach dem Ablauf einer Induktionszeit rasch an, so dass
eine kurze Härtungszeit
möglich
war. In diesen Beispielen wurden die Formkörper mit höherer Festigkeit unter den
erfindungsgemäßen Beispielen erhalten.
-
Im
Gegensatz dazu wurden in den Vergleichsbeispielen 1 und 2 unter
Verwendung der Dimethylharnstoffverbindung als Härtungsbeschleuniger die Formkörper mit
ausgezeichneter Wärmestabilität, hoher
Festigkeit und niedrigem elektrischem Widerstand erhalten, aber
manchmal wurden in den Formkörpern
Leerstellen festgestellt. Beide Vergleichsbeispiele 3 und 4 hatten
ein Problem mit der Wärmestabilität und waren
sowohl bezüglich
der Festigkeit als auch des elektrischen Widerstandes den Beispielen
unterlegen. Da die Induktionszeit in den Vergleichsbeispielen 3
und 4 kurz ist, besteht ferner die Gefahr, dass das Material im
Verlauf des Füllens
in die Form härtet,
was einen Fehlschlag oder einen Formbruch oder eine Abnahme der
Dimensionsgenauigkeit aufgrund eines Anstiegs des Formungsdrucks
hervorruft. Das Vergleichsbeispiel 5 hatte ein Problem dahingehend,
dass ein sehr hoher elektrischer Widerstand auftrat. Im Vergleichsbeispiel
6 war die Fluidität
niedrig, so dass es unmöglich
war, das Formungsmaterial aus einem Zylinder auszutragen, was den Erhalt
eines Formkörpers
unmöglich
machte.
-
Aus
dem Vorstehenden ist ersichtlich, dass gemäß der Erfindung die Formkörper keine
Leerstellen und eine ausgezeichnete Leitfähigkeit und Dimensionsgenauigkeit
haben.