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Gebiet der Erfindung
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Die
Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von
phenolischen Verbindungen und ein verbessertes Verfahren zur Abtrennung von
Phenol aus Spaltproduktmischungen. Die Erfindung betrifft zudem
eine verbesserte Vorrichtung zur Durchführung solch eines Verfahrens.
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Das
Verfahren der säurekatalysierten
Spaltung von Cumolhydroperoxid in Phenol und Aceton ist seit langer
Zeit von besonderer industrieller Bedeutung. Bei der Herstellung
von Phenol aus einer Alkylarylverbindung wie Cumol durch das Hock-Verfahren wird Cumol
in einem ersten Reaktionsschritt zu Cumolhydroperoxid (CHP) oxidiert,
der als die Oxidation bekannt ist, und das CHP wird anschließend von
65 auf 90 Gew.-% in einer Vakuumdestillation konzentriert, was als
die Konzentrierung bekannt ist. In einem zweiten Reaktionsschritt,
der als die Spaltung bekannt ist, wird das CHP in eine phenolische
Verbindung und ein Keton durch die Wirkung einer Säure, üblicherweise
Schwefelsäure,
gespalten. Neben Phenol als die phenolische Verbindung und Aceton
als das Keton enthält
das Spaltprodukt zudem zusätzliche
Verbindungen, die in den Reaktionsschritten vor der Spaltung gebildet
worden sind und die in der Spaltung nur teilweise, wenn überhaupt, umgesetzt
werden. Die wichtigsten Verbindungen, die in dem Spaltprodukt zusätzlich zu
Phenol und Aceton vorhanden sein können, sind insbesondere α-Methylstyrol (AMS),
Cumol und Acetophenon. Zudem können
kleine Mengen von Dimethylphenylcarbinol (DMPC), die in der Oxidation
erzeugt werden, in dem Spaltprodukt vorhanden sein. Weitere Verunreinigungen
umfassen Verbindungen wie Methylbenzofuran (MBF), Hydroxyaceton,
Mesityloxid (MO) und Carbonylverbindungen wie Acetaldehyd und 2-Phenylpropionaldehyd.
Nach der Neutralisation des Spaltproduktes und der möglichen
Entfernung einer wässrigen
Phase wird das Spaltprodukt durch Destillation aufgearbeitet.
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Es
sind mehrere Verfahren zur Aufarbeitung der Spaltproduktmischungen
durch Destillation bekannt (Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry,
5. vollständig überarbeitete
Ausgabe, Bd. A19, 1991, VCH Verlagsgesellschaft mbH, Weinheim).
Im Prinzip umfassend alle diese Verfahren die anfängliche
Neutralisation der Spaltproduktmischungen unter Verwendung von wässrigem
Natriumhydroxid, Aminen oder wässriger
Phenoxidlösung.
Nach der Phasentrennung wird der organische Anteil der neutralisierten
Spaltproduktmischung zu einer ersten Kolonne überführt, in der Rohaceton aus dem
verbleibenden Spaltprodukt über
den Kopf der Kolonne abdestilliert wird. Dieses Rohaceton wird üblicherweise mit
Alkali in einem Wäscher
behandelt und erneut durch Destillation gereinigt. Jedoch wird das
Waschen manchmal auch in der Kolonne durchgeführt. Das Produkt aus dem Sumpf
der ersten Kolonne wird in einer zweiten Kolonne destilliert, aus
der AMS und Cumol am Kopf entnommen werden und üblicherweise zu einer Hydrierung überführt werden,
bei der erneut Cumol hergestellt wird. AMS und Cumol können auch
durch azeotrope Destillation in der Gegenwart von Wasser abgetrennt
werden. Das in der zweiten Säule
im Sumpf verbleibende Produkt wird in einer Kolonne für Rohphenol
destilliert.
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Das
erhaltene Rohphenol kann weiter durch extrahierende Destillation
unter Verwendung von Wasser oder durch Behandlung mit einem sauren
Ionenaustauscher und anschließende
Destillation gereinigt werden. In dem zuletzt genannten Verfahren werden
Verbindungen, die schwer von Phenol durch Destillation abzutrennen
sind, z. B. Mesityloxid und Hydroxyaceton, kondensiert, um höher siedende Verbindungen
zu bilden.
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Stand der Technik
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Solch
ein Verfahren wird zum Beispiel in der
U.S. 5,064,507 (Allied) beschrieben.
In diesem Verfahren wird das Spaltprodukt zuerst von dem Rohaceton
in einer Kolonne für
Rohaceton abgetrennt. Das Produkt im Sumpf wird zu einer Cumolkolonne überführt, in
der Cumol und AMS von dem Spaltprodukt abgetrennt werden. Die Kolonne
wird jedoch derart betrieben, dass ein bestimmter Anteil an AMS in
dem Produkt im Sumpf verbleibt, da dies als Reaktant oder Lösungsmittel
bei der weiteren Verarbeitung von Phenol zur Entfernung von MBF
und anderen Verunreinigungen erforderlich ist. Dieses Produkt im
Sumpf wird mit einem Amin, vorzugsweise Hexamethylendiamin, in einem
Reaktor mit Propfenströmungseigenschaften
umgesetzt, um Carbonylverbindungen, z. B. Acetol (Hydroxyaceton)
oder MO, in höher
siedende Verbindungen umzuwandeln. Das Produkt, das auf diese Weise
behandelt wurde, wird weiter durch Destillation aufgearbeitet. Jedoch
muss es durch weitere vier Kolonnen und zwei Reaktionszonen durchgeführt werden,
bevor das gereinigte Endprodukt Phenol erhalten wird. Der anfängliche
Aufwand für
die Vorrichtung, die zur Entfernung des Hydroxyacetons von dem Phenol
erforderlich ist, ist in diesem Verfahren relativ hoch.
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Gemäß
DE-AS 1 105 878 (Phenolchemie) wird
das neutralisierte Spaltprodukt, das von dem Rohaceton in der Kolonne
für Rohaceton
abgetrennt wird, in eine Kolonne für Kohlenwasserstoffe überführt, in
welcher in der Gegenwart von Wasser Kohlenwasserstoffe, die niedriger
als Phenol sieden, wie AMS und Cumol, am Kopf abdestilliert werden.
Aus dem Sumpf der Kolonne wird die organische Phase abgenommen und
an dem Kopf einer nachgelagerten Kolonne aufgetragen, in welcher
Wasser von Phenol und hoch siedenden Verbindungen abgetrennt wird,
die in dem Sumpf der Säule
hergestellt werden. Die Mischung aus Phenol und hoch siedenden Verbindungen
wird dann zu einer Kolonne für Rohphenol überführt. Die
in der Kolonne für
Rohphenol und in der Destillation für das reine Phenol produzierten
Reste können
dann einem Crack-Reaktor zugeführt
werden, in welchem die Reste aufgearbeitet werden und ein Teil des
Phenols zurückgewonnen wird.
Diese zurückgewonnenen
Wertprodukte können
wieder zu der Kolonne für
Kohlenwasserstoff überführt werden.
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EP 0 032 255 (UOP) beschreibt
ein Verfahren zur Aufarbeitung eines Spaltproduktes, in welchem
der organische Teil eines fast neutralisierten (pH ≈ 6) Spaltproduktes
erneut mit Wasser gewaschen wird und dann der organische Teil zu
einer Kolonne für
Rohaceton überführt wird,
in welcher das Rohaceton von dem restlichen Spaltprodukt abgetrennt
wird. Der in der Sumpfphase verbleibende Rest wird direkt zu einer
Kolonne für
Cumol überführt, in
welcher das Rohphenol als Produkt im Sumpf hergestellt wird, das
wiederum einer reinigenden Destillation zugeführt wird. Die am Kopf aus der Kolonne
für Cumol
entnommene Mi schung, die im Prinzip AMS, Cumol und Wasser enthält, wird
zu einem Gefäß zur Phasentrennung überführt, in
welchem eine wässrige
Phase abgetrennt wird. Die resultierende organische Phase wird zu
einer Waschkolonne überführt, in
welcher die organische Mischung mit Natriumhydroxidlösung behandelt
wird, um jegliches noch vorhandenes Phenol aus der Mischung aus
AMS und Cumol als Natriumphenoxid zu entfernen. Die Mischung aus
AMS und Cumol, die von Phenol befreit wurde, wird über den
Kopf der Kolonne einer Hydrierung zugeführt.
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In
der
U.S. 4,262,150 (UOP)
wird auch der gleiche Kolonnenkreislauf verwendet, wie er in der
EP 0 032 255 (UOP) beschrieben
wird. Der Unterschied zur
EP
0 032 255 ist derjenige, dass zum Neutralisieren des Spaltproduktes
eine Extraktionskolonne anstatt einer oder mehrerer Kombinationen
von Mischern und Vorrichtungen zur Phasentrennung verwendet wird.
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U.S. 3,322,651 (UOP) beschreibt
die Verwendung von Stickstoffverbindungen, insbesondere Aminen,
zur Reinigung von Phenol, das bei der Spaltung von CHP erhalten
wird. Jedoch müssen
die hinzu gegebenen Amine gleichermaßen wieder von den Produkten
entfernt werden und sind recht teuer.
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U.S. 5,510,543 (GE) beschreibt
ein Verfahren zur Aufarbeitung des Spaltproduktes der CHP-Spaltung,
in welchem das Spaltprodukt auf einen pH von 4,0 bis 4,9 in einer
Neutralisationsvorrichtung durch Zugabe einer Base, insbesondere
einer Natriumhydroxidlösung,
angepasst wird. In der Neutralisationsvorrichtung wird das Spaltprodukt
in eine wässrige
Phase und eine organische Phase getrennt. Die organische Phase wird
zu einer Kolonne überführt, die
Splitter genannt wird, in welcher das Spaltprodukt durch Destillation
in eine acetonangereicherte Fraktion und eine phenolangereicherte Fraktion
getrennt wird. Die phenolangereicherte Fraktion wird an dem Sumpf
der Kolonne entnommen und einer Phenolaufreinigung zugeführt, die
zum Beispiel aus einer oder mehreren weiteren Destillationen bestehen
kann. Die acetonangereicherte Fraktion wird an dem Kopf der Kolonne
entnommen und einer Acetonkolonne zugeführt, in welchem Fall Base zu dieser
Fraktion vor dem Eintrag in die Kolonne in einer solchen Menge hinzugegeben
wird, dass die Fraktion einen pH von ungefähr 9 aufweist, so dass die
organischen Säuren,
die auch in dieser Fraktion vorhanden sind, neutralisiert werden.
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Die
aus der Sumpfphase der Kolonne entstammende Mischung, die zusätzlich zu
Wasser auch Kohlenwasserstoffe und die Salze von organischen Säuren enthält, wird
zu einer Vorrichtung zur Phasentrennung überführt, in welcher diese Mischung
in eine organische Phase und eine wässrige Phase getrennt wird.
Die organische Phase kann erneut zur Rückgewinnung von Cumol behandelt
werden.
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Zudem
wurden Verfahren entwickelt, bei welchen einzelne Fraktionen, die
sich bei der Aufarbeitung durch Destillation des Spaltproduktes
ergeben, spezifisch behandelt werden. So beschreibt die
U.S. 5,487,816 (UOP) ein
Verfahren zur Abtrennung von AMS aus einer Mischung, die Phenol,
AMS und Wasser enthält,
und die als Produkt im Sumpf einer Rohacetonkolonne entsteht. Die
Kolonne für
Rohaceton wird in diesem Fall in einer solchen Weise betrieben, dass
Cumol aus dem Spaltprodukt an dem Kopf der Kolonne für Rohaceton
zusammen mit dem Aceton entnommen wird. Die Mischung, die AMS und
Phenol enthält,
wird in einer Kolonne in einer solchen Weise abgetrennt, dass in
dem Sumpf der Kolonne hauptsächlich
Phenol hergestellt wird, das einer weiteren Aufarbeitung zugeführt werden
kann, und an dem Kopf der Kolonne eine Mischung aus AMS, Wasser und
kleineren Mengen an Phenol entnommen wird, wobei die Mischung kondensiert
und auf einen pH oberhalb von 6 durch die Zugabe eines basischen Reagenzes
eingestellt wird. Dies sorgt dafür,
dass das Phenol hauptsächlich
in der wässrigen
Phase vorhanden ist, während
das AMS in einer organischen Phase vorhanden ist, in welcher nur
kleine Mengen von Phenol als Verunreinigung vorhanden sind. Die
Phasen werden voneinander durch eine Vorrichtung zur Phasentrennung
getrennt. Die organische Phase kann einer Hydrierung zugeführt werden,
während
die wässrige
Phase als Rückfluss
zu der Kolonne zurückgeführt werden
kann.
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In
der
U.S. 4,370,205 (UOP)
enthält
der Strom, der aus dem Sumpf der Kolonne für Rohaceton entnommen wird,
im Gegensatz zu dem Verfahren, das in der
U.S. 5,487,816 (UOP) beschrieben wird,
immer noch Cumol. Vor diesem Hintergrund wird ein davon verschiedener
Kolonnenkreislauf vorgeschlagen. Insbesondere werden zwei Kolonnen, die
unter fast den gleichen Bedingungen betrieben werden, verwendet,
in welchen das aus den Sümpfen hergestellte
Produkt hauptsächlich
Phenol ist, wohingegen hauptsächlich
AMS und Cumol am Kopf entfernt werden. Das als Produkt aus dem Sumpf
in der ersten Kolonne entnommene Rohphenol wird weiteren Aufarbeitungsschritten
zugeführt
und das als Produkt aus dem Sumpf in der zweiten Kolonne entnommene
Rohphenol wird in die erste Kolonne zurückgeführt. Das Produkt am Kopf der
zweiten Kolonne wird mit Natriumhydroxidlösung in einer Waschkolonne
behandelt. Das Produkt am Kopf dieser Kolonne, das AMS und Cumol
enthält,
kann der Hydrierung zugeführt
werden.
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GB 1 021 759 (Mitsui) beschreibt
die Aufarbeitung einer Spaltproduktmischung, die bei der säurekatalysierten
Spaltung von CHP gewonnen wurde und aus der der Katalysator durch
Neutralisieren und Waschen entfernt wurde. Um in der Lage zu sein,
ein Phenol mit einem niedrigen Gehalt an Hydroxyaceton zu gewinnen,
wird die Abtrennung durch Zuführen
der Spaltproduktmischung in eine Destillationskolonne an einem Seiteneinlass
und das Fraktionieren dieser Mischung in einem Trennungsschritt durchgeführt, um
eine Fraktion am Kopf zu ergeben, die Wasser, Aceton, Hydroxyaceton
und Cumol enthält,
sowie eine Sumpffraktion, die Phenol mit einem Gehalt an Hydroxyaceton
von weniger als 100 ppm enthält.
Abhängig
von der Zusammensetzung der Spaltproduktmischung wurde Cumol in
einer solchen Menge hinzugegeben, dass das Verhältnis von Cumol zu Phenol in
der Zufuhr zu der Kolonne wenigstens 0,28 Gewichtsteile Cumol zu
1 Gewichtsteil Phenol betrug, da das Verfahren auf der Abtrennung
einer azeotropen Mischung aus Hydroxyaceton und Cumol von dem Phenol
basiert. Das Hydroxyaceton kann von dem Phenol durch dieses Verfahren
entfernt werden. Jedoch wird auch eine Fraktion am Kopf erhalten,
die nicht nur Wasser, Cumol und Hydroxyaceton enthält, sondern
auch Aceton. Es kann auch eine Phenolverunreinigung in der Kopffraktion vorhanden
sein. Diese Produkte müssen
genauso voneinander getrennt werden.
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In
der
U.S. 4,251,325 (BP
Chemicals) wurde die Aufarbeitung einer Fraktion, die im Wesentlichen von
niedrig siedenden Verbindungen, Wasser und Aceton befreit wurde,
durch das Betreiben der Cumolkolonne in einer solchen Weise optimiert,
dass eine Mischung, die Cumol, AMS und Hydroxyaceton enthält, am Kopf
entnommen wird, wobei diese Mischung im Wesentlichen vollständig von
dem Rohphenol getrennt wird, das in den Sümpfen verbleibt, und somit
nicht in einer teuren Weise während
der Aufarbeitung des Phenols entfernt werden muss. Dieses Verfahren
ergibt Phenol, das weniger als 30 ppm an Hydroxyaceton enthält. Ein Nachteil
dieses Verfahrens ist die Tatsache, dass die eingehende Mischung
im Wesentlichen von Wasser befreit sein muss, was der Grund ist,
weshalb eine Acetonfraktion, die niedrig siedende Verbindungen und
auch den Hauptteil des Wassers enthält, das in der Spaltproduktmischung
vorhanden ist, von der Spaltproduktmischung in dem vorangehenden
Trennungsschritt abgetrennt werden muss. Die Aufarbeitung solch
einer Acetonfraktion durch Verfahren des Standes der Technik ist
relativ unökonomisch,
da ein hoher Aufwand für
die Vorrichtung erforderlich ist.
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U.S. 4,333,801 (UOP) beschreibt
die Aufarbeitung einer Fraktion, die AMS, Cumol, Phenol, Wasser
und Verunreinigungen, zum Beispiel Hydroxyaceton, enthält. Dieses
Verfahren betrifft hauptsächlich
die Entfernung einer AMS/Cumol-Fraktion, welche eine sehr niedrige
Konzentration an Phenol aufweist, von der Gesamtfraktion. Dies wird
durch das Betreiben der Cumolkolonne in einer solchen Weise erreicht,
dass eine Mischung aus Cumol und AMS am Kopf der Kolonne entnommen
wird, wobei diese Mischung kondensiert wird und in ein Gefäß zur Phasentrennung überführt wird.
Jegliches Wasser, das möglicherweise
vorhanden ist, wird abgetrennt und verworfen. Ein Teil der organischen
Phase wird als Rückfluss
zurück
in den Kopf der Kolonne überführt. Ein
anderer Teil der organischen Phase wird einem Wäscher zugeführt, in welchem Phenolreste,
die die Hydrierung stören
würden,
aus der Phase entfernt werden, so dass diese Phase der Hydrierung
zugeführt
werden kann. Von einem Abnahmeort eines Seitenstroms der Cumolkolonne
wird eine Fraktion entnommen, die AMS und Cumol sowie eine azeotrope
Mischung aus Wasser und Phenol enthält, wobei diese Fraktion auch
kondensiert und zu einem Gefäß zur Phasentrennung überführt wird.
Die wässrige
Phase, die Phenol enthalten kann, wird einer Aufarbeitungsstufe
zugeführt.
Die organische Phase, die Cumol, AMS und soviel Phenol enthält, wie
in der organischen Phase entsprechend dem Phasengleichgewicht zwischen
den organischen und wässrigen
Phasen verbleibt, wird verdampft und in dem Dampfzustand in die
Cumolkolonne oberhalb des Abnahmeortes für den Seitenstrom zurückgeführt. Eine
Rohphenolfraktion wird an dem Sumpf der Kolonne entnommen.
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Es
wurde in der
U.S. 5,131,984 ein
Verfahren zur Rektifizierung von Phenol mit Energierückgewinnung
beschrieben, jedoch muss die Zufuhr des Rohphenols von wesentlichen
Anteilen Aceton, Cumol und AMS durch ein konventionelles Verfahren
befreit sein, wodurch die Möglichkeiten
der Rückgewinnung der
Gesamtenergie eingeschränkt
ist.
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Ein ähnliches
Verfahren wird in der
U.S. 5,122,234 (Allied)
mit dem Unterschied beschrieben, dass Wasser zusätzlich in die Kolonne laufen
gelassen wird und an dem Kopf der Kolonne eine Mischung, die hauptsächlich Wasser
und Phenol enthält,
entnommen wird, wobei die Mischung teilweise kondensiert und erneut
der Kolonne zugeführt
wird.
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U.S. 4,340,447 beschreibt
ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Gewinnung reinen Acetons
aus einem CHP-Spaltungsreaktionsprodukt.
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Aus
der
DE 100 60 505
A1 und
WO 02/46133
A1 sowie der
DE
100 60 503 A1 wie auch der
WO 02/46132 A1 , deren Offenbarung hiermit durch
Bezugnahme aufgenommen wird, ist ein Verfahren zur Abtrennung von
Phenol aus einer Mischung bekannt, die wenigstens Cumol, Phenol
und Hydroxyaceton enthält,
in welchem Verfahren ein Phenol mit einem Gehalt an Hydroxyaceton
von weniger als 30 ppm aus der Mischung mit vergleichbar niedrigem
Energieverbrauch abgetrennt wird, mit geringen Anforderungen in
Bezug auf die Vorrichtung und in der Gegenwart von Wasser. Es wird
dort festgestellt, dass eine Mischung, die wenigstens Phenol, Wasser,
Hydroxyaceton und Cumol enthält,
mittels eines einzigen fraktionierenden Destillationsschrittes mit
anschließender
Phasentrennung aufgearbeitet werden kann, um Phenol mit einem Gehalt
an Hydroxyaceton von weniger als 30 ppm zu ergeben, wobei dieser
Schritt der fraktionierten Destillation in der Lage ist, mit einem
niedrigeren Energieverbrauch und niedrigeren Anforderungen in Bezug
auf die Vorrichtung als in konventionellen Verfahren durchgeführt zu werden.
Gleichermaßen
wird beschrieben, dass die Umkehr der Reihenfolge der Verfahrensschritte
auch ermöglicht,
dass Phenol mit einem Gehalt an Hydroxyaceton von weniger als 30
ppm von der zuvor genannten Mischung abgetrennt wird.
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Dem
entsprechend wird ein Verfahren zur Abtrennung von Phenol aus einer
Mischung vorgeschlagen, die wenigstens Hydroxyaceton, Cumol, Wasser
und Phe nol enthält,
welches das Fraktionieren der Mischung mittels wenigstens eines
fraktionierten Destillationsschrittes und wenigstens eines Schrittes
der Phasentrennung in einer solchen Weise umfasst, dass wenigstens
eine phenolhaltige Fraktion, die weniger als 300 ppm Hydroxyaceton
enthält, gewonnen
wird.
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WO 02/22532 offenbart ein
Destillationsverfahren, bei dem eine eingespeiste Mischung, die Phenol,
Aceton und Cumol enthält,
an einem Punkt zwischen dem Kopf und dem Sumpf einer Destillationskolonne
eingespeist wird, ein Strom darüber,
der Aceton enthält,
an einem Punkt benachbart zu dem Kopf der Kolonne entzogen wird
und ein Strom am Sumpf, der Phenol enthält, an einem Punkt benachbart
zu dem Sumpf der Kolonne entzogen wird, wodurch ein Seitenstrom
an einem Punkt abgezogen wird, an dem die Zufuhr eingeführt wird
und unter dem Kopf der Kolonne, um Cumol aus der Säure zu entfernen.
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Gemäß SATTLER,
KLAUS: „Thermische Trennverfahren" 1988, VCH Verlagsgesellschaft, Weinheim,
XP-002267669, wird eine Kombination aus zwei Destillationskolonnen
eingesetzt, wodurch die Wärme
des Produktes am Kopf der ersten Kolonne mittels eines Wärmetauschers
verwendet wird, um den Boden der zweiten Kolonne zu erwärmen.
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JP 61 050602 A offenbart
ein Verfahren, durch das ein seitlicher Rückfluss aus der Destillationskolonne
entnommen wird und die Wärme
des Rückflusses
durch eine Wärmepumpe
zurückgewonnen
wird und als Wärmequelle
zur Destillation verwendet wird.
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Aus
der
GB 782,865 A ist
ein Verfahren zur Abtrennung des Spaltproduktes von Cumolhydroperoxid
bekannt, bei dem das Produkt einer fraktionierten Destillation in
der Gegenwart von Wasser in einer Destillationskolonne vom Bodentyp
unterzogen wird, im Wesentlichen reines Aceton kontinuierlich aus dem
Kopf der Säule
entnommen wird, Cumol, Methylstyrol und Wasser sowie optional auch
Dimethylphenylcarbinol und Acetophenon aus Zwischenböden der
Kolonne entnommen werden und Phenyl am Boden der Kolonne entnommen
wird.
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JP 2003 080002 A offenbart
eine Destillationsvorrichtung, bei der das Rohprodukt in die Destillationskolonne
an einem mittleren Abschnitt eingeführt wird und ein Seitenpfad
auf der gleichen Ebene wie die Position der Einspeisung positioniert
wird.
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U.S. 5,230,217 A betrifft
ein Destillationssystem mit mehreren Kolonnen mit einer Wärmeintegration
zwischen den Kolonnen, das eine erste Kolonne mit zwei Seitenentnahmestellen
oberhalb und unterhalb der Position der Einspeisung in die erste
Kolonne enthält,
wobei diese Entnahmen in einer zweiten Kolonne rektifiziert werden,
wobei es jeweils eine Wärmeintegration
zwischen dem Kopfabschnitt und dem Sumpfabschnitt gibt, und die
zweite Kolonne mit mittleren Abschnitten der ersten oder Hauptkolonne wärmeintegriert
wird.
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Zudem
wird in der
DE 100
60 505 A1 und der
WO
02/46133 A1 eine Vorrichtung zur Abtrennung von Phenol
aus einer Mischung vorgeschlagen, die wenigstens Hydroxyaceton,
Cumol, Wasser und Phenol enthält,
welche wenigstens eine Destillationskolonne umfasst, welche so dimensioniert
ist, dass wenigstens eine Cumol- und/oder α-Methylstyrol-haltige Fraktion
an dem Kopf der Kolonne entnommen werden kann und eine phenolhaltige
Fraktion mit einem Gehalt an Hydroxyaceton von weniger als 300 ppm
an dem Sumpf der Kolonne entnommen werden kann und wenigstens eine
Vorrichtung zur Phasentrennung zur Abtrennung der organischen Phasen von
den wässrigen
Phasen umfasst.
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Der
Vorteil des beschriebenen Verfahrens ist, dass der Trennungsschritt,
der in der Destillation gewählt
wird, die weitere Aufarbeitung der Spaltproduktmischung oder der
einzelnen Fraktionen, die aus der Spaltproduktmischung erhalten
werden, wesentlich vereinfacht. Insbesondere vereinfacht das gemeinsame
Entfernen von Hydroxyaceton, AMS und Cumol aus dem phenolhaltigen
Rest der Spaltproduktmischung die Aufarbeitung der phenolhaltigen Fraktion
wesentlich, weil die Schritte unnötig werden, die in konventionellen
Verfahren durchgeführt
werden, in denen Hydroxyaceton in der phenolangereicherten Fraktion
verbleibt und davon durch Umsetzung des Hydroxyacetons mit Phenol
zur Erzeugung von Verbindungen entfernt wird, welche einen Siedepunkt
haben, der höher
als der von Phenol ist, und von dem Phenol durch Destillation abgetrennt
werden können.
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Im
Vergleich zu den früheren
konventionellen Verfahren hat das vorgeschlagene Verfahren ein erheblich
vorteilhafteres Energiegleichgewicht und ergibt auch eine höhere Gesamtausbeute
an Phenol bezogen auf den Phenolgehalt der Spaltproduktmischung.
Die vorgeschlagene Vorrichtung ist erheblich vereinfacht, da sowohl
die Zahl der erforderlichen Destillationskolonnen wie auch die Zahl
der Reaktionsvorrichtungen, die zur Verringerung der Anteile der
verschiedenen Nebenprodukte in den Fraktionen erforderlich sind,
reduziert sind.
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Kurze Beschreibung der Erfindung
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Obwohl
das Verfahren und die Vorrichtung der
DE 100 60 505 A1 und der
WO 02/46133 A1 eine wesentliche
Innovation in Bezug auf die zuvor bekannten Verfahren und Vorrichtungen
sowie eine Verbesserung sowohl der Effizienz wie auch des Energieverbrauchs
zur Verfügung
stellen und zudem weniger Kapitalbedarf zur Investition in Maschinen als
in der Vergangenheit erfordern, ist die Energieeffizienz immer noch
ein Problem und es gibt einen andauernden Bedarf an der Verringerung
der Produktionskosten ohne das Beeinträchtigen der Qualität der Produkte.
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Es
ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Energieeffizienz
von Verfahren des Standes der Technik weiter zu verbessern, während die
Standards der Qualität
und der Gesamtausbeute der gewünschten
Endprodukte beibehalten werden.
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Diese
und andere Aufgaben werden durch ein Verfahren zur Herstellung von
phenolischen Verbindungen gelöst,
umfassend die folgenden Schritte:
- i) Oxidieren
einer Alkylarylverbindung, um eine Reaktionsmischung zu erzeugen,
die Alkylarylhydroperoxid und die nichtumgesetzte Alkylarylverbindung
enthält,
- ii) Unterziehen des Produkts aus Schritt i) einer Spaltungsreaktion,
die zu einer Spaltproduktmischung führt, die wenigstens die phenolische
Verbindung, ein Keton, das korrespondierende Hydroxyketon und die
nichtumgesetzte Alkylarylverbindung enthält,
- iii) Aufarbeiten der Spaltproduktmischung aus Schritt ii) durch
Destillation, die das Auftrennen der Spaltproduktmischung in wenigstens
drei Fraktionen in einem einzigen Destillationsschritt umfasst,
durch:
– Zuführen der
Spaltproduktmischung zu einer Destillationskolonne,
– Entfernen
einer ersten Fraktion, die das Keton enthält, am Kopf der Destillationskolonne,
– Entfernen
einer zweiten Fraktion, die die phenolische Verbindung enthält, am Sumpf
der Destillationskolonne und
– Entfernen einer dritten Fraktion,
die die nichtumgesetzte Alkylarylverbindung und das Hydroxyketon
enthält,
als Seitenstrom, wobei der Abnahmeort des Seitenstroms oberhalb
des Zuführorts
der Spaltproduktmischung zu der Destillationskolonne angeordnet
ist,
gekennzeichnet durch Entfernen von Wärme aus
der Destillationskolonne, wobei der Ort der Wärmeentfernung oberhalb des
Abnahmeorts des Seitenstroms der dritten Fraktion angeordnet ist.
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Mit
dem Verfahren der Erfindung kann sogar ein hochintegriertes Verfahren,
wie zum Beispiel das aus der
DE 100 60 505 A1 und der
WO 02/46133 A1 bekannte,
erheblich in Bezug auf den Energieverbrauch und die notwendige Kapitalinvestition
für die erforderliche
Vorrichtung verbessert werden. Das Verfahren der Erfindung stellt
einen inneren Rückfluss
zur Verfügung,
wodurch das Rückflussverhältnis verbessert
wird, wodurch der Kolonnenkopf zur Entfernung der ersten Fraktion
kleiner konstruiert werden kann und zudem viel kleinere Kondensatoren zum
Entfernen der ersten Fraktion aus der Spaltproduktmischung erforderlich
sind.
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In
einer am meisten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird
die aus der Destillationskolonne entfernte Wärme verwendet, um eine zweite
Destillationskolonne zu erwärmen,
um gereinigtes Keton aus der ersten Fraktion zu erzeugen. In typischen
industriellen Anwendungen der Erfindung ist keine zusätzliche
Heizenergie wie Dampf zum Erwärmen
der Sümpfe
in einer zweiten Reinigungskolonne erforderlich, wodurch sowohl
ein wesentlicher Teil der Energie, die aus dem Verfahren durch Abkühlen verloren
geht, sowie der Energie zum Erwärmen der
Sümpfe
einer Reinigungskolonne gespart wird, der ansonsten erforderlich
wäre.
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Insbesondere
wenn die Wärmeübertragung von
der Destillationskolonne zu der zweiten Reinigungskolonne durch
Abziehen von Dämpfen
aus der Wärmeabnahme,
das Überführen der
Dämpfe
zu einem Kondensator, der an dem Boden der zweiten Kolonne lokalisiert
ist, und das Übertragen
der Wärmeenergie
zu den Sümpfen
der zweiten Kolonne durch das Kondensieren der Dämpfe in dem Kühler und
dann das Rückführen der
kondensierten Flüssigkeit
zu der Destillationskolonne durchgeführt wird, dann können Energieeinsparungen
und die Verbesserung des inneren Rückflussverhältnisses der Destillationskolonne
optimiert werden. Die Wärmeübertragung
kann leicht durch das Steuern der Menge der Dämpfe gesteuert werden, die
von der Wärmeentnahme
entzogen wird. Diese Anordnung ermöglicht einen kleinen und leichtgewichtigen
Kolonnenkopf, wodurch die Investitionskosten sowie die Betriebskosten
verringert werden, weil kein Wärmetauscher an
schwer zugänglichen
Positionen lokalisiert ist, und dies ermöglicht insbesondere eine kostengünstige und
stabile Kolonnenkonstruktion für
hohe Windgeschwindigkeiten.
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Jedoch
kann es vorteilhaft sein, wenn die Sümpfe der zweiten Reinigungskolonne
durch einen Wärmetauscher
geführt
werden, der an der Wärmeentnahme
der ersten Kolonne angeordnet ist.
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Eine
bevorzugte Anwendung der Erfindung ist ein Verfahren, bei dem die
Spaltproduktmischung Teil einer Spaltproduktmischung ist, die durch
die säurekatalysierte
Spaltung von Alkylarylhydroperoxid erhalten wird.
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Das
Verfahren der Erfindung ist von großer ökonomischer Bedeutung, wenn
die Alkylarylverbindung Cumol ist, die phenolische Verbindung Phenol ist,
das Keton Aceton ist und das Hydroxyketon Hydroxyaceton ist.
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In
einer geeigneten Ausführungsform
des Verfahrens enthält
die Spaltproduktmischung weiterhin Wasser.
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In
einer bevorzugten industriellen Ausführungsform des Verfahrens der
Erfindung stellt der Schritt der Wärmeentfernung aus der Destillationskolonne
eine Tempe ratur am Kolonnenkopf von weniger als 65°C, vorzugsweise
ungefähr
55°C bis
60°C bei
Standarddruck bereit.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
des Verfahrens der Erfindung wird die Spaltproduktmischung vor Zuführen in
die Destillationskolonne auf eine Temperatur oberhalb von 70°C bei Standarddruck,
vorzugsweise auf eine Temperatur von über 100°C, mehr bevorzugt auf eine Temperatur zwischen
110°C und
180°C, am
meisten bevorzugt auf eine Temperatur von 140°C bis 146°C, vorgewärmt.
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Die
oben aufgeführten
und anderen Aufgaben werden zudem durch ein Verfahren zur Abtrennung
von Phenol aus Spaltproduktmischungen gelöst, die wenigstens Aceton,
Cumol, Wasser und Phenol enthalten, in wenigstens drei Fraktionen
in einem einzigen Destillationsschritt durch:
- – Zuführen der
Spaltproduktmischung zu einer Destillationskolonne,
- – Entfernen
einer ersten Fraktion, die Aceton enthält, am Kopf der Destillationskolonne,
- – Entfernen
einer zweiten Fraktion, die substituiertes oder unsubstituiertes
Phenol enthält,
am Sumpf der Destillationskolonne und
- – Entfernen
einer dritten Fraktion, die wahlweise Hydroxyaceton und Cumol enthält, als
Seitenstrom, wobei der Abnahmeort des Seitenstroms oberhalb des
Zuführorts
der Spaltproduktmischung zu der Destillationskolonne angeordnet ist,
wobei
die Spaltproduktmischung vor Zuführen
in die Destillationskolonne auf eine Temperatur zwischen 110°C und 180°C, vorzugsweise
auf eine Temperatur von 140°C
bis 146°C
bei Standarddruck vorgewärmt wird.
Bei dieser Temperatur ist die Spaltproduktmischung wenigstens teilweise
verdampft, wodurch zusätzliche
Wärmeenergie
mit der Produktmischung in die Destillationskolonne eingeführt wird.
-
Das
Trennverfahren der Erfindung stellt sowohl verringerte Anforderungen
an die Vorrichtung wie auch eine verbesserte Trennleistung im Vergleich zu
den im Stand der Technik bekannten Verfahren zur Verfügung.
-
In
einer am meisten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird
die Wärmeenergie
für den
Vorheizschritt durch Abkühlen
des Spaltprodukts nach der thermischen Nachbehandlung des Spaltprodukts
aus der säurekatalysierten
Spaltung von Cumolhydroperoxid vor der Neutralisierung der Spaltproduktmischung
erhalten.
-
Solch
eine thermische Nachbehandlung wird zum Beispiel in der
DE 100 21 482 A1 und
der
EP 1 151 985 A1 beschrieben.
Aus diesen Dokumenten des Standes der Technik, die hiermit durch
Bezugnahme aufgenommen werden, ist ein Verfahren zur thermischen
Nachbehandlung eines Spaltprodukts aus der säurekatalysierten Spaltung von
Cumolhydroperoxid bekannt, wie es im Allgemeinen oben beschrieben
wird. Bei der Herstellung von Phenol aus Cumol durch das beschriebene
Hock-Verfahren wird in einem ersten Reaktionsschritt Cumol zu Cumolhydroperoxid
(CHP) oxidiert, der als Oxidation bekannt ist, und das CHP wird
anschließend
von 65 auf 90 Gew.-% in einer Vakuumdestillation konzentriert, die als
Konzentrierung bekannt ist. In einem zweiten Reaktionsschritt, der
als Spaltung bekannt ist, wird das CHP in Phenol und Aceton durch
Zugabe einer Säure, üblicherweise
Schwefelsäure,
gespalten. In diesem Schritt wird das Dimethylphenylcarbinol (DMPC),
das in der Oxidation erzeugt wird, teilweise in einer Gleichgewichtsreaktion
in α-Methylstyrol (AMS)
und Wasser gespalten, während
ein weiterer Teil des DMPCs mit CHP zur Bildung von Dicumylperoxid
(DCP) reagiert; der Rest verbleibt in dem Spaltprodukt. Nach der
Neutralisierung des Spaltproduktes wird diese Produktmischung üblicherweise durch
Destillation aufgearbeitet.
-
Während der
Spaltung bildet ein Teil des AMS hoch siedende Verbindungen (Dimere,
Cumylphenole), die als ein Rest aus der Destillation entladen werden.
Das nach der Neutralisierung immer noch vorhandene AMS wird während der
Destillation zu Cumol hydriert und zu der Oxidation zurück zirkuliert.
DMPC, das in der Spaltung nicht umgesetzt wurde, geht als hoch siedende
Verbindung in den Rest über
und ein Teil davon reagiert weiter in den heißen Phenolkolonnen zur Bildung
von AMS, aus dem wiederum hoch siedende Sekundärverbindungen gebildet werden.
Das DCP ist bei üblichen
Spalttemperaturen (50 bis 70°C)
stabil. In den heißen
Phenolkolonnen zersetzt es sich thermisch zur Bildung von Nebenprodukten.
Auf der anderen Seite kann DPC in der Gegenwart von Säure in Phenol,
Ace ton und AMS bei Temperaturen oberhalb von 80°C gespalten werden. Es ist daher
vorteilhaft, den Rest an DMPC und das in der Spaltung erzeugte DCP
vollständig
direkt nach der Spaltung mittels einer zielgerichteten Erhöhung der
Temperatur in der Gegenwart der als Katalysator in der Spaltung
verwendeten Säure
umzusetzen. Auf diese Weise wird DMPC fast vollständig in
AMS umgewandelt und DCP wird vollständig in Phenol, Aceton und
auch AMS umgewandelt.
-
Solch
eine thermische Nachbehandlung des Spaltproduktes wurde bereits
in der
U.S. 2,757,209 beschrieben,
bei der Temperaturen oberhalb von 100°C, insbesondere von 110 bis
120°C, verwendet wurden.
Das Ziel dieser thermischen Nachbehandlung war die vollständige Dehydrierung
des DMPCs zu AMS. Im Gegensatz dazu beschreibt die
U.S. 4,358,618 eine thermische Nachbehandlung,
die als ihr Ziel die vollständige
Umwandlung des DCPs hat, das bei der Spaltung in Phenol, Aceton
und AMS erzeugt wird, und zwar unter Verwendung von Temperaturen
von 120 bis 150°C.
U.S. 5,254,751 beschreibt
eine thermische Nachbehandlung mit der gleichen Zielsetzung wie
in der
U.S. 4,358,618 unter Verwendung
von Temperaturen von 80 bis 110°C. Zuletzt
wird in der
DE 197
55 026 A1 die Nachbehandlung in einem Temperaturbereich
oberhalb von 150°C
durchgeführt.
Dem entsprechend unterscheiden sich die optimalen Temperaturbereiche,
die für die
thermische Nachbehandlung des Spaltproduktes aus der Phenolherstellung
spezifiziert werden, in den zuvor vorhandenen Offenbarungen sehr.
-
In
der Offenbarung der
U.S. 5,463,136 wird darauf
hingewiesen, dass eine wirksame Kühlung und insbesondere Temperaturkontrolle
erforderlich ist, um eine Reaktion in den Transportlinien zu hemmen,
um die Bildung von Blasen und Dampf zu vermeiden, welche eine Kavitation
in den Transportpumpen bewirken würde und dadurch ein allgemeines Versagen
des Verfahrens bewirken würde.
Zudem ist effektives Kühlen
als ein erster Schritt zum Abstoppen der Reaktion vor der Neutralisierung
des Reaktionsproduktes erforderlich.
U.S.
2,663,735 schlägt das
Entfernen der Reaktionswärme
durch Acetonverdampfung und das Steuerung der Temperatur durch das
Zuführen
von Aceton zu dem Reaktor als eine Alternative zur Verwendung von
Kühlwasser
vor.
-
In
all diesen zuvor beschriebenen Verfahren wird das Spaltprodukt zuerst
mittels Dampf in Wärmetauschern
für die
thermische Nachbehandlung erwärmt
und nach einer ausreichenden Reaktionszeit wird wiederum mittels
Wasser in Wärmetauschern gekühlt. Abhängig von
der für
die thermische Nachbehandlung gewählten Temperatur erfordert
dies wesentliche Mengen an Dampf und Kühlwasser. Wir haben herausgefunden,
dass die verstärkte
Abscheidung von hoch siedenden Nebenprodukten in den Wärmetauschern
(Verschmutzen) der thermischen Nachbehandlung im Allgemeinen bei
oberhalb von 100°C,
insbesondere oberhalb von 120°C,
zustande kommt, und dies mit einer drastischen Verringerung der
Wärmeübertragung
verbunden ist. Insbesondere in den Vorrichtungen zur Erwärmung des
Produkts mittels Dampf gibt es eine Bildung organischer Ablagerungen
auf den heißen
Wärmetauscheroberflächen auf
der Produktseite, so dass diese Vorrichtungen in relativ kurzen
Intervallen von einigen Wochen gereinigt werden müssen. Dieses
Verdrecken verstärkt
sich weiter, wenn sich die Temperaturen erhöhen.
-
DE 100 21 482 A1 und
EP 1 151 985 A1 schlagen
daher ein Verfahren zur thermischen Nachbehandlung des Spaltproduktes
aus der Spaltung von Cumolhydroperoxid vor, das nicht nur eine hohe Selektivität, sondern
auch niedrige Energiekosten sowie eine hohe Verfügbarkeit bedingt durch das
Vermeiden von Verkrustungen zeigt. Solch ein Verfahren zur thermischen
Nachbehandlung des Spaltproduktes aus der säurekatalysierten Spaltung von
Cumolhydroperoxid in Phenol und Aceton, in welchem das thermisch
zu behandelnde Spaltprodukt in einem Reaktor erwärmt wird und in welchem die
Reaktionswärme
von wenigstens einer exothermen Reaktion, die in diesem Reaktor
zustande kommt, zur Erwärmung des
thermisch zu behandelnden Spaltproduktes in dem Reaktor verwendet
wird, erreicht eine hohe Selektivität der Nachbehandlung in Kombination
mit einer Verringerung der Energiekosten und einer längeren Betriebsdauer
der Wärmetauscher
bedingt durch die Vermeidung einer Verkrustung. Das Verfahren der
DE 100 21 482 A1 und
der
EP 1 151 985 A1 wird zur
thermischen Nachbehandlung des Spaltprodukts aus der säurekatalysierten
Spaltung von Cumolhydroperoxid in Phenol und Aceton bereitgestellt,
in welchem das thermisch zu behandelnde Spaltprodukt in einem Reaktor
erwärmt
wird, wobei die Reaktionswärme
von we nigstens einer exothermen Reaktion, die in diesem Reaktor
zustande kommt, zum Erwärmen
des thermisch zu behandelnden Spaltprodukts in dem Reaktor verwendet
wird.
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Gleichermaßen wird
ein Reaktor zur Herstellung von Phenol und Aceton durch säurekatalysierte Spaltung
von Cumolhydroperoxid vorgeschlagen, welcher wenigstens zwei Regionen
aufweist, von denen wenigstens eine Region mit einer Vorrichtung zum
Entfernen von Wärme
ausgestattet ist, und wenigstens eine weitere Region Pfropfströmungseigenschaften
aufweist. Die beschriebene Vorrichtung hat den Vorteil, dass die
tatsächliche
CHP-Spaltung und die thermische Nachbehandlung in einem Reaktor kombiniert
werden können,
wobei die Beschreibung davon hiermit durch Bezugnahme aufgenommen wird.
Das Verfahren der
DE
100 21 482 A1 und der
EP 1 151 985 A1 hat den Vorteil, dass im
Vergleich zu früheren
konventionellen Verfahren deutlich weniger Dampf zur Erwärmung des
Spaltprodukts erforderlich ist, das der thermischen Nachbehandlung
unterzogen werden soll. Wenn die Reaktionswärme, die in der thermischen
Nachbehandlung des Spaltprodukts freigesetzt wird, ausreichend ist,
dann kann die Verwendung von Dampf zur Erwärmung des Spaltprodukts vollständig weggelassen
werden. Im Gegensatz zu Verfahren und anderen Vorrichtungen, bei
denen Dampf oder andere geeignete Medien zur Wärmeübertragung kontinuierlich zum
Erwärmen des
Spaltprodukts verwendet werden, kommt das Verkrusten in einem deutlich
geringeren Ausmaß oder überhaupt
nicht zustande, wenn das Verfahren der Erfindung zur Behandlung
des Spaltprodukts verwendet wird.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
eines Verfahrens der Erfindung enthält die erste Fraktion wenigstens
75% des im Spaltprodukt vor dem Destillationsschritt vorhandenen
Ketons.
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In
einer besonders nützlichen
Ausführungsform
des Verfahrens der Erfindung wird wenigstens eine phenolhaltige
Fraktion erhalten, die weniger als 300 ppm, vorzugsweise weniger
als 30 ppm, Hydroxyaceton enthält.
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Vorzugsweise
wird eine weitere Fraktion erhalten, die wenigstens Hydroxyaceton,
Cumol und Wasser enthält,
und diese letztere Fraktion wird in eine organische Phase und eine
wässrige
Phase aufgetrennt. Vorzugsweise werden die organische und/oder die
wässrige
Phase zumindest teilweise in die Kolonne zurückgeführt.
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In
einer nützlichen
Ausführungsform
des Verfahrens der Erfindung enthält die Spaltproduktmischung α-Methylstyrol
und/oder die Spaltproduktmischung weist eine Phenolkonzentration
von 20 bis 90 Gew.-% auf.
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Vorzugweise
weist in dem Verfahren der Erfindung die Spaltproduktmischung eine
von Hydroxyacetonkonzentration von 300 ppm bis 5 Gew.-% auf.
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Das
Verfahren der Erfindung kann für
ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von Phenol einschließlich der
Aufarbeitung durch Destillation von Mischungen, die als Teil der
Spaltproduktmischungen bei der Spaltung von Cumolhydroperoxid (CHP) in
Aceton und Phenol erzeugt werden und mit anschließender Aufarbeitung
der Spaltproduktmischung verwendet werden. Das Verfahren der Erfindung
wird vorzugsweise zur Abtrennung von Phenolen aus einer Mischung
verwendet, die wenigstens Aceton, Cumol, Wasser und Phenol enthält, und
die die Spaltproduktmischung aus der Spaltung von CHP ist.
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Die
oben genannten und anderen Aufgaben werden zudem durch eine Vorrichtung
zur Abtrennung von Phenol aus einer Mischung gelöst, die wenigstens Aceton,
Cumol, Wasser und Phenol enthält, die
wenigstens eine Destillationskolonne aufweist, die so dimensioniert
ist, das wenigstens eine cumol- und/oder α-methylstyrolhaltige Fraktion
an einer Seitenabnahmestelle der Kolonne entnommen werden kann,
die oberhalb des Seiteneinlasses zur Zuführung der Spaltproduktmischung
angeordnet ist, und eine phenolhaltige Fraktion mit einem Hydroxyacetongehalt
von weiniger als 300 ppm am Sumpf der Kolonne entnommen werden kann,
und die eine Entnahmestelle am Kopf der Kolonne zur Entfernung einer
ersten Fraktion, die Aceton enthält,
aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Destillationskolonne zusätzlich einen
Zwischenwärmeaustauscher
oder eine Seitenabnahmestelle zur Kondensation aufweist, der bzw.
die oberhalb der Seitenabnahmestelle und unterhalb des Kopfes der
Kolonne angeordnet ist.
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Die
Vorrichtung der Erfindung erfordert deutlich geringere Ausgaben
zur Konstruktion im Vergleich zu den zuvor vorgeschlagenen, weil
ein viel kleinerer Kolonnenkopf erforderlich ist und weniger teure
Kondensatoren das Entfernen der ersten Fraktion aus der Mischung
mit wenigstens einer ähnlichen Trennleistung
bereitstellen. Weil der Zwischenwärmeaustauscher wahrscheinlich
das innere Rückflussverhältnis der
Kolonne verbessert, kann auch eine verbesserte Trennleistung erwartet
werden.
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In
einer nützlichen
Ausführungsform
enthält die
Vorrichtung der Erfindung zusätzlich
wenigstens eine Phasentrennvorrichtung zur Abtrennung der organischen
Phasen von den wässrigen
Phasen.
-
In
einer bevorzugten Ausführungsform
der Vorrichtung der Erfindung weist die Kolonne wenigstens 20 Böden auf.
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Der
Sumpf einer Vorrichtung gemäß der Erfindung
kann zudem weiter durch einen Vorwärmer vereinfacht werden, der
stromaufwärts
von dem Seiteneinlass in direkter Nachbarschaft zu der Kolonne zum
Vorwärmen
der Spaltproduktmischung vor Eintritt in die Kolonne angeordnet
ist.
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In
einer nützlichen
Ausführungsform
der Erfindung ist die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass der
Vorwärmer
in Wärmeübertragungsfluidverbindung
mit einem Wärmetauscher
steht, der stromabwärts
vom Auslass eines Reaktors zur thermischen Nachbehandlung angeordnet
ist. Diese Ausführungsform
ermöglicht
die Verwendung des Kühlwassers
oder Dampfes, das bzw. der beim Kühlen der Nachbehandlungsprodukte
generiert wird, zum Vorwärmen
der Einspeisung in die Kolonne, so dass sowohl an der Notwendigkeit
des Entfernens der Wärme
aus dem Kühlwasser
wie auch an der Notwendigkeit von Wärmeenergie, die anderweitig
für das
entsprechende Wärmen
der Kolonnenzufuhr bereitgestellt wird, gespart wird.
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Eine
am meisten bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass ein Wärmetauscher
stromabwärts
vom Auslass des Reaktors zur thermischen Nachbehandlung einen Vorwärmer bildet,
der stromaufwärts
vom Seiteneinlass der Kolonne angeordnet ist. So wird die Spaltproduktmischung
nach dem Runterkühlen
zur Neutralisation und Zwischenlagerung zur Entfernung von Salzen
durch den Wärmetauscher
stromabwärts
vom Auslass eines Reaktors zur thermischen Nachbehandlung und anschließend in
die Destillationskolonne geführt.
So bildet die neutralisierte Spaltproduktmischung ein Kühlmedium
für die
Spaltproduktmischung vor der Neutralisation und wird zur gleichen Zeit
auf ungefähr
die Temperatur vorgewärmt,
die mit der thermischen Nachbehandlung des Spaltprodukts aus der
säurekatalysierten
Spaltung von Cumolhydroperoxid assoziiert ist. Daher können große Mengen sowohl
an Kühlwasser
wie auch Wärmeenergie
gespart werden, was die Kosteneffizienz der Verwendung einer Vorrichtung
gemäß der Erfindung
gegenüber
denen des Standes der Technik wesentlich verbessert.
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Das
Verfahren und die Vorrichtung der Erfindung werden unten im Wege
eines Beispiels für
die Aufarbeitung einer Mischung durch Destillation beschrieben,
die bei der säurekatalysierten
homogenen Spaltung von CHP erhalten wird, sowie die anschließende Aufarbeitung
der Spaltproduktmischung, wobei das Verfahren nicht auf diese Ausführungsform beschränkt ist.
Diese Mischung wird als Teil der Spaltproduktmischung durch Abtrennen
einer Rohacetonfraktion von der Spaltproduktmischung erhalten.
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Das
Verfahren der Erfindung zur Abtrennung von Phenol aus einer Mischung,
die wenigstens Aceton, Cumol, Wasser und/oder Hydroxyaceton und Phenol
enthält,
umfasst das Fraktionieren der Mischung mittels wenigstens eines
Schrittes der fraktionierten Destillation und optional wenigstens
eines Schrittes zur Phasentrennung, so dass wenigstens eine phenolhaltige
Fraktion, die vorzugsweise weniger als 300 ppm Hydroxyaceton enthält, erhalten wird.
Diese phenolhaltige Fraktion wird vorzugsweise durch ein Verfahren
erhalten, bei dem ein einzelner fraktionierter Destillationsschritt
und wahlweise ein Einzelphasentrennungsschritt durchgeführt werden.
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Bevor
das Phenol abgetrennt wird, hat die Mischung vorzugsweise eine Phenolkonzentration von
20 bis 90 Gew.-%, besonders bevorzugt von 40 bis 70 Gew.-%.
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Die
Mischung kann eine Konzentration an Hydroxyaceton von 300 ppm bis
5 Gew.-% aufweisen.
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Neben
den erwähnten
Verbindungen kann die Mischung weiterhin zusätzliche Verbindungen wie α-Methylstyrol
(AMS), Cumol, Wasser, Phenylbutene, Methylbenzofuran (MBF), Dimethylphenylcarbinol
(DMPC), Cresole, z. B. o-Cresol, Mesityloxid (MO), n-Propylbenzol,
Isopropylphenol, Carbonylverbindungen wie 3-Methylcyclopentenon, (Methyl)isobutylketone
oder 2-Phenylpropionaldehyd, sec-Butylbenzol,
tert-Butylbenzol, Methylbenzole, z. B. Dimethylbenzol, Acetophenon
(APO), Ketone, Säuren oder
Aldehyde umfassen.
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Das
Verfahren der Erfindung kann in verschiedenen Varianten durchgeführt werden,
aber alle diese umfassen wenigstens einen Destillationsschritt.
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In
einer Ausführungsform
des Verfahrens der Erfindung wird die Mischung in wenigstens einem fraktionierten
Destillationsschritt, vorzugsweise in nur einem einzigen Destillationsschritt,
fraktioniert, so dass eine erste Fraktion, die Aceton enthält, eine zweite
phenolhaltige Fraktion, die vorzugsweise weniger als 300 ppm Hydroxyaceton
enthält,
und eine dritte Fraktion, die wenigstens Hydroxyaceton, Cumol und
Wasser enthält,
erzeugt werden und die letztgenannte Fraktion in einem Phasentrennungsschritt
in eine organische Phase und eine wässrige Phase getrennt wird.
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In
dieser Ausführungsform
des Verfahrens der Erfindung wird die Mischung, aus der Phenol abzutrennen
ist, zuerst in eine Destillationsvorrichtung eingeführt, vorzugsweise
eine Destillationskolonne. Die Destillationskolonne muss so konfiguriert
sein, dass es möglich
ist, die Mischung zu fraktionieren, um wenigstens eine acetonhaltige
Fraktion, eine phenolhaltige Fraktion und wenigstens eine weitere Fraktion
zu ergeben, die wenigstens Cumol, Wasser und Hydroxyaceton enthält. Die
Mischung wird vorzugsweise in die Kolonne an einem Seiteneinlass eingeführt, vorzugsweise
in einer Position, an der die Kolonne ein Trennpotential von 25
bis 85%, besonders bevorzugt von 40 bis 60% aufweist. Die Kolonne wird
so betrieben, dass eine phenolhaltige Fraktion in flüssiger Form
an dem Sumpf der Kolonne entnommen werden kann. Die phenolhaltige
Fraktion, die an dem Sumpf der Kolonne abgetrennt wird und vorzugsweise
eine Konzentration an Hydroxyaceton von weniger als 300 ppm aufweist,
wird vorzugsweise als Rohphenol einer weiteren Aufarbeitung zugeführt.
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Die
Temperatur an dem Sumpf der Kolonne beträgt vorzugsweise 120 bis 230°C, besonders
bevorzugt 180 bis 195°C.
Die Temperatur an dem Kopf der Kolonne ist vorzugsweise weniger
als 65°C,
besonders bevorzugt um die 55°C
bis 60°C
bei Standarddruck. Die Temperatur am Kopf der Kolonne wird immer
so gewählt,
dass die Temperatur an dem Kopf niedriger als die Temperatur am
Sumpf ist. Der Druck in der Kolonne kann von 0,1 bis 4 bar sein.
Die Destillationskolonne steht vorzugsweise unter Atmosphärendruck.
Die gewünschte
Temperatur an dem Kopf der Kolonne wird durch das Entfernen von
Wärme aus
der Destillationskolonne durch einen Wärmetauscher innerhalb der Kolonne
erzeugt.
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In
der Ausführungsform
des Verfahrens der Erfindung wird eine dritte Fraktion, die nichtumgesetzte
Alkylarylverbindung (Cumol) und das Hydroxyaceton enthält, als
Seitenstrom entfernt, wobei der Abnahmeort des Seitenstroms oberhalb
des Zufuhrorts der Spaltproduktmischung zu der Destillationskolonne
angeordnet ist, und der Ort der Wärmeentfernung oberhalb des
Abnahmeorts des Seitenstroms der dritten Fraktion angeordnet ist.
Der Abnahmeort des Seitenstroms ist geeigneterweise oberhalb des
Zufuhrorts für
die Mischung angeordnet.
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Alternativ
oder zusätzlich
wird die Spaltproduktmischung vor dem Einführen in die Destillationskolonne
auf eine Temperatur oberhalb von 70°C bei Standarddruck, vorzugsweise
auf eine Temperatur von über
100°C, mehr
bevorzugt auf eine Temperatur zwischen 110°C und 180°C, am meisten bevorzugt auf
eine Temperatur von 140°C
bis 146°C,
vorgewärmt,
um die Energie zu reduzieren, die zum Erwärmen der Sümpfe in der Kolonne erforderlich
ist.
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Am
meisten bevorzugt ist, dass die Wärmeenergie für den Vorwärmschritt
aus dem Kühlen
des Spaltprodukts nach der Wärmebehandlung
des Spaltprodukts aus der säurekatalysierten
Spaltung von Cumolhydroperoxid gewonnen wird. Solch ein Produkt
muss von ungefähr
150°C bis
auf ungefähr 40°C abgekühlt werden,
um eine weitere unkontrollierte Umsetzung der Spaltproduktmischung
vor der Neutralisation zu hemmen.
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In
den Ausführungsformen
des Verfahrens der Erfindung enthält das aus der eingespeisten.
Mischung erhaltene Phenol vorzugsweise nicht mehr als 300 ppm an
Hydroxyaceton, vorzugsweise weniger als 30 ppm, ist aber auch reduziert
an Verunreinigungen wie Phenylbutenen, Methylbenzofuran (MF), Mesityloxid
(MO), n-Propylbenzol, Isopropylphenol, Carbonylverbindungen wie
3-Methylcyclopentenon, (Methyl)isobutylketonen oder 2-Phenylpropionaldehyd,
sec-Butylbenzol, tert-Butylbenzol
oder Methylbenzolen, z. B. Dimethylbenzol. Diese Verunreinigungen
werden aus der Mischung zusammen mit α-Methylstyrol (AMS), Cumol und
Wasser über
die Seitenstromentnahme der Destillationskolonne abgetrennt.
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Die
gemäß der Erfindung
erhaltenen Fraktionen können
weiter durch im Stand der Technik bekannte Verfahren aufgearbeitet
werden.
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Das
Verfahren der Erfindung zur Abtrennung von Phenol aus Spaltproduktmischungen,
die wenigstens Hydroxyaceton, Cumol, Wasser und Phenol enthalten,
wird vorzugsweise in einer Vorrichtung gemäss der Erfindung durchgeführt.
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Diese
Vorrichtung zur Abtrennung von Phenol aus einer Mischung, die wenigstens
Aceton, Cumol, Wasser und Phenol enthält, umfasst wenigstens eine
Destillationskolonne, die so dimensioniert ist, dass wenigstens
eine cumol- und/oder α-methylstyrolhaltige
Fraktion an einer Seitenentnahmestelle der Kolonne entnommen werden
kann, die oberhalb eines Seiteneinlasses zur Einspeisung der Spaltproduktmischung
angeordnet ist, und dass eine phenolhaltige Fraktion mit einem Hydroxyacetongehalt
von weniger als 300 ppm am Sumpf der Kolonne entnommen werden kann,
sowie eine Entnahmestelle am Kopf der Kolonne zur Entfernung einer
ersten Fraktion, die Aceton enthält,
und die Destillationskolonne enthält zusätzlich einen Zwischenwärmeaustauscher,
der oberhalb der Seitenabnahmestelle angeordnet ist. Vorzugsweise
enthält
die Vorrichtung zusätzlich
wenigstens eine Vorrichtung zur Phasentrennung zum Abtrennen der
organischen Phasen von den wässrigen
Phasen.
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Vorzugsweise
ist ein Vorwärmer
stromaufwärts
von dem Seiteneinlass in direkter Nachbarschaft zu der Kolonne zum
Vorwärmen
der Spaltproduktmischung vor dem Eintritt in die Destillationskolonne
angeordnet.
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Gemäß der Erfindung
steht der Vorwärmer
in Wärmeübertragungsfluidverbindung
mit einem Wärmeaustauscher,
der stromabwärts
vom Auslass eines Reaktors zur thermischen Nachbehandlung angeordnet
ist. Diese Ausführungsform
ermöglicht
die Verwendung des Kühlwassers
oder des Dampfes, der beim Kühlen
der Nachbehandlungsprodukte generiert wird, zum Vorwärmen der
Zufuhr der Kolonne, wodurch sowohl die Notwendigkeit zum Abführen der Wärme aus
dem Kühlwasser
als auch die Wärmeenergie,
die ansonsten durch entsprechendes Heizen der Kolonnenzufuhr bereitgestellt
wird, eingespart wird.
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Jedoch
bildet in einer am meisten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ein
Wärmeaustauscher
stromabwärts
vom Auslass eines Reaktors zur thermischen Nachbehandlung einen
Vorwärmer, der
stromaufwärts
vom Seiteneinlass der Kolonne angeordnet ist. So wird die Spaltproduktmischung nach
dem Runterkühlen
zur Neutralisation und Zwischenspeicherung zum Entfernen von Salzen
durch den Wärmetauscher
stromabwärts
eines Auslasses eines Reaktors zur thermischen Nachbehandlung und
anschließend
in die Destillationskolonne geführt. Somit
bildet die neutralisierte Spaltproduktmischung ein Kühlmedium
für die
Spaltproduktmischung vor der Neutralisation und wird gleichzeitig
auf ungefähr die
Temperatur vorgewärmt,
die mit der thermischen Nachbehandlung des Spaltprodukts aus der
säurekatalysierten
Spaltung von Cumolhydroperoxid assoziiert ist. Daher können große Mengen
sowohl an Kühlwasser
wie auch an Wärmeenergie
eingespart werden, was die Kosteneffizienz der Verwendung einer
Vorrichtung gemäß der Erfindung
gegenüber
solchen des Standes der Technik wesentlich verbessert.
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Die
Destillationskolonne hat vorzugsweise wenigstens 20, mehr bevorzugt
40 bis 100, theoretische Platten oder Böden. In einer besonders bevorzugten
Ausführungsform
der Vorrichtung der Erfindung hat diese einen Seitenabnahmeort,
an welchem eine Fraktion, die wenigstens eine organische Säure enthält, abgenommen
werden kann, der zwischen dem Zuführpunkt für die Mischung und dem Sumpf der
Kolonne angeordnet ist. Die organische Säure, die in der Fraktion vorhanden
ist, kann zum Beispiel Essigsäure,
Oxalsäure,
Ameisensäure
oder Buttersäure
oder eine Mischung sein, die wenigstens eine dieser Säuren umfasst.
-
Als
Vorrichtung zur Phasentrennung hat die Vorrichtung der Erfindung
vorzugsweise wenigstens einen Dekanter.
-
Phenol
ist durch das Verfahren der Erfindung erhältlich. Dieses Phenol hat vorzugsweise
einen Gehalt an Hydroxyaceton von weniger als 300 ppm, besonders
bevorzugt weniger als 30 ppm. Es kann in der gleicher Weise eine
cumol- und/oder
AMS-haltige Mischung mit einem verringerten Gehalt an Hydroxyaceton
mittels des Verfahrens der Erfindung erzeugt werden.
-
Das
Verfahren der Erfindung und die Vorrichtung der Erfindung werden
im Wege von Beispielen in den 1 bis 6 gezeigt,
ohne dass das Verfahren oder die Vorrichtung auf diese Ausführungsformen
beschränkt
ist.
-
1 ist
eine schematische Ansicht einer ersten Ausführungsform des Verfahrens und
der Vorrichtung der Erfindung;
-
2 ist
eine schematische Ansicht eines anderen Aspekts einer Ausführungsform
der Erfindung in Bezug auf eine thermische Nachbehandlung;
-
3 ist
eine schematische Ansicht einer Ausführungsform der Erfindung unter
Verwendung eines bestimmten Vorwärmers;
-
4 ist
eine schematische Ansicht einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung;
-
5 ist
eine schematische Ansicht einer alternativen Ausführungsform
der Erfindung; und
-
6 ist
eine schematische Ansicht einer bevorzugten alternativen Ausführungsform
in Bezug auf die Ausführungsform,
die in 3 gezeigt wird.
-
1 zeigt
schematisch eine Ausführungsform
des Verfahrens und der Vorrichtung der Erfindung. Die Vorrichtung
der Erfindung enthält
eine Destillationskolonne 1, die einen Seiteneinlass 2 aufweist,
durch den die Spaltproduktmischung zum Zweck der Abtrennung des
Phenols eingeführt
werden kann. An dem Kopf 3 und an dem Sumpf 4 der Kolonne 1 können jeweils
die erste Fraktion A, die Acetondampf enthält, und die zweite Fraktion
B, die Phenol enthält,
abgenommen werden. Die Destillationskolonne 1 der Vorrichtung
der Erfindung hat an dem Sumpf 4 der Kolonne einen Wärmetauscher 5, mit
dem geeignete Wärmeenergie
in die Kolonne 1 eingeführt
werden kann.
-
Von
einem Abnahmeort des Seitenstroms 6, der oberhalb des Einlasses 2 angeordnet
ist, kann die dritte Fraktion, die wenigstens Cumol, Hydroxyaceton
und Wasser enthält,
entnommen werden und vorzugsweise durch eine Vorrichtung zur Phasentrennung 7 durchgeführt werden.
Ein Teil der organischen und wässrigen
Phasen, die in dieser Phasentrennungsvorrichtung gebildet werden,
kann zu der Destillationskolonne über die Leitungen 8 zurückgeführt werden.
Der verbleibende Teil C der organischen Phase, der wenigstens Cumol
und/oder α-Methylstyrol
enthält,
kann zur weiteren Aufarbeitung weitergeleitet werden. Ein Teil der
wässrigen
Phase D kann gleichermaßen
in flüssiger
oder Dampfform zu der Destillationskolonne 1 über die
Leitung 9 zurückgeführt werden.
Der verbleibende Teil der wässrigen
Phase D kann über
die Leitung 10 zur Nutzung oder Aufarbeitung weitergeleitet
werden. Die Destillationskolonne 1 hat zudem einen Zwischenwärmeaustauscher 11,
der innerhalb der Kolonne 1 oberhalb des Abnahmeorts für den Seitenstrom 6 angeordnet
ist. Der Zwischenwärmeaustauscher 11 verringert
die Temperatur an dem Kopf 3 der Kolonne 1 auf
vorzugsweise weniger als 65°C,
besonders bevorzugt ungefähr
55°C bis
60°C bei
Standarddruck, wodurch bewirkt wird, dass ein Teil der Dämpfe kondensiert
und den inneren Rückfluss
verbessert. Die Temperatur an dem Kopf 3 der Kolonne 1 wird
immer so gewählt,
dass die Temperatur an dem Kopf 3 niedriger als die Temperatur
an dem Sumpf 4 ist. Höher siedende
Verbindungen in der Kolonne 1 werden durch den Zwischenwärmeaustauscher 11 kondensiert
und somit wird das innere Rückflussverhältnis der
Kolonne 1 erhöht.
Dem entsprechend wird die Trennung der ersten Fraktion A, die Aceton
enthält, zum
Entfernen an dem Kopf 3 der Kolonne 1 verbessert
und der Kolonnenkopf kann kleiner konstruiert werden, wodurch Geld
eingespart wird. Zudem kann ein Rückflusskühler 12 für die erste
Fraktion A, die Aceton enthält,
die an dem Kopf 3 der Kolonne 1 entfernt wird,
viel kleiner als zuvor gewählt
werden, wodurch sowohl Investitions- wie auch Betriebskosten und
große
Mengen an Kühlwasser
eingespart werden.
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Die
erste Fraktion A, die Acetondampf enthält, die aus der Kolonne 1 entfernt
wird, wird durch die Leitung 18 zu einer Reinigungskolonne 13 zur weiteren
Aufreinigung in einer bekannten Weise durch Destillation geleitet.
Es kann reines Aceton E von der Seitenentnahme 14 der Kolonne 13 entfernt werden.
Es wird ein Abfallstrom F aus dem Sumpf der Kolonne 13 zur
Entsorgung oder Aufarbeitung entfernt.
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Das
heiße
Ende des Zwischenwärmeaustauschers 11 in
Kolonne 1 ist durch die Leitung 15 mit einem Wärmer 16 für den Sumpf
der Reinigungskolonne 13 verbunden, um Kühlwasser
von dem Zwischenwärmeaustauscher 11 mit
einer Temperatur von mehr als ungefähr 65°C zu dem Wärmer 16 zum Erwärmen der
Sümpfe
in Kolonne 13 zu leiten. Das Kühlwasser wird über die
Rückleitung 17 nach
dem Durchführen
durch den Wärmer 16 zu
dem Zwischenwärmeaustauscher 11 zurückgeführt. In
einem typischen industriellen Verfahren kann Kühlleistung an dem Kopf 3 der
Kolonne 1 in einer wesentlichen Menge eingespart werden
und zur gleichen Zeit kann das Rohaceton vollständig ohne Dampf abdestilliert werden,
was ansonsten das Erwärmen
der Sümpfe der
Reinigungskolonne 13 erfordern würde.
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Jedoch
werden in einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung, wie sie in 4 gezeigt wird,
statt des Integrierens eines Zwischenwärmeaustauschers 11 in
Kolonne 1 Dämpfe
direkt aus der Kolonne durch die Dampfentnahme 31 an der
Seite abgeführt
und durch den Sumpfwärmerer 16 der
Reinigungskolonne 13 geführt. In dem Wärmer 16 werden
die Dämpfe
aus der Entnahme 31 kondensiert, wodurch die Sümpfe der
Reinigungskolonne 13 höchst
effizient gewärmt
werden. Das Kondensat wird dann zu der Destillationskolonne zurückgeführt und
durch den Rückflussseiteneinlass 32 eingespeist.
So ist die energiesparende Wirkung der vorliegenden Erfindung angenommenerweise
am Besten. Zudem besteht keine Notwendigkeit, einen großen Wärmetauscher
in dem oberen Bereich der Destillationskolonne bei vielleicht ungefähr 40 Metern
für eine
industrielle Kolonne zur Verfügung
zu stellen, wo er schwer zur Wartung und Reinigung zu erreichen ist.
Zudem ist der obere Teil der Kolonne 1 wesentlich vereinfacht
und kleiner und somit kostengünstiger und
ermöglicht
eine stärkere
Konstruktion, die hohen Windgeschwindigkeiten widersteht.
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In
einer alternativen Ausführungsform,
die in 5 gezeigt wird, wird das Kondensat aus dem Sumpf
der Reinigungskolonne 13 über ein optionales Dreiwegeventil 33 oder
einen Separator für
den Abfallstrom F zu dem kalten Ende des Zwischenwärmetauschers 11 geführt und
zu der Reinigungskolonne 13 nach dem Erwärmen durch
Entfernen von Wärme aus
dem Zwischenwärmeaustauscher 11 zurückgeführt.
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2 zeigt
schematisch eine weitere Ausführungsform
des Verfahrens der Erfindung. Eine Reaktoranordnung für ein Verfahren
zur thermischen Nachbehandlung des Spaltprodukts aus der Spaltung
von Cumolhydroperoxid, wie sie aus der
DE 100 21 482 A1 und der
EP 1 151 985 A1 bekannt
ist, wird allgemein durch
20 bezeichnet. Solch ein Verfahren zur
thermischen Nachbehandlung des Spaltprodukts aus der säurekatalysierten
Spaltung von Cumolhydroperoxid in Phenol und Aceton, bei dem das
thermisch zu behandelnde Spaltprodukt in einem Reaktor erwärmt wird
und bei dem die Reaktionswärme von
wenigstens einer exothermen Reaktion, die in diesem Reaktor zustande
kommt, zum Erwärmen des
thermisch zu behandelnden Spaltproduktes in dem Reaktor
21 verwendet
wird, erreicht eine höhere Selektivität der Nachbehandlung
kombiniert mit einer Verringerung der Energiekosten und einer längeren Betriebsdauer
der Wärmetauscher
22 und
23 bedingt durch
das Vermeiden einer Verkrustung.
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Die
Spaltproduktmischung G verlässt
den Reaktor 21 bei einer Temperatur von ungefähr 150°C und muss
auf ungefähr
40°C gekühlt werden,
um die Reaktion vor der Neutralisierung (nicht gezeigt) zu stoppen.
Typischerweise wird ein Kühlen
in zwei Schritten durch die Wärmetauscher 22 und 23 durchgeführt, wobei
der erste Wärmetauscher 22 eine
wesentliche Temperaturreduktion auf ungefähr 57°C bereitstellt und der zweite
Wärmetauscher 23 wirksam die
Temperatur der Spaltproduktmischung G auf 40°C regelt.
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Im
Stand der Technik wurde die Wärme
des Wärmetauschers 22 an
die Umgebung abgegeben. Gemäß der Erfindung
und wie es in 3 gezeigt wird ist der Wärmetauscher
mit einem Vorwärmer 24 stromaufwärts des
Einlasses 2 von Kolonne 1 gekoppelt, so dass heißes Wasser
oder Dampf aus dem Wärmetauscher 22 durch
die Leitung 25 mit einer Temperatur von ungefähr 148°C zu einem
Vorwärmer 24 geführt wird.
Das kalte Wasser aus dem Vorwärmer 24 mit
einer Temperatur von ungefähr
57°C wird
dann direkt oder indirekt durch die Leitung 26 zu dem Wärmetauscher 22 zurückgeführt. So
wird die neutralisierte Spaltproduktmischung G' zum Einführen in die Kolonne 1 über den
Einlass 2 auf eine Temperatur von ungefähr 145°C vorgewärmt. Dem entsprechend brauchen
die Sümpfe
der Kolonne 1 wesentlich weniger Energie, die durch den
Wärmetauscher 5 eingeführt wird,
um die Sümpfe
bei einer Temperatur zu halten, die für das Trennverfahren erforderlich
ist.
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Jedoch
ist es bevorzugt, den Zuführstrom
G' für die Destillationskolonne 1 direkt
zum Kühlen
der Spaltproduktmischung G zu verwenden, wenn sie den Reaktor 21 verlässt. Der
Zuführstrom
G' hat nach der
Neutralisierung und Zwischentanklagerung zum Entfernen von Salzen
und als ein Produktionsstrompuffer eine Temperatur von typischerweise
ungefähr oder
unter 40°C.
Der Zuführstrom
G' wird über die Leitung 26 zu
dem Wärmetauscher 22 in
der Nähe des
Reaktorausgangs 21 geführt
und wird aus dem Wärmetauscher
mit ungefähr
150°C entfernt
und zu der Destillationskolonne 1 über die Leitung 25 zu dem
Seiteneinlass der Destillationskolonne 1 geführt. Diese
Ausführungsform
stellt eine weitere verbesserte Energieeffizienz und Verwendung
der Wärmeenergie
zur Verfügung,
die aus der thermischen Nachbehandlung des Reaktors 21 erhältlich ist.
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In
einem typischen industriellen Verfahren kann der größte Teil
der erforderlichen Kühlenergie zum
Kühlen
der Spaltproduktmischung vor dem Neutralisieren eingespart werden
und gleichzeitig kann die Zufuhr G' für
die Destillationskolonne 1 ohne die Notwendigkeit zusätzlichen
Dampfes wesentlich vorgewärmt
werden, der ansonsten für
ein zusätzliches Erwärmen der
Sümpfe
der Kolonne 1 erforderlich wäre.