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Gebiet der Erfindung
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Diese
Erfindung betrifft Luftreifen mit einer Karkasse und einer Gürtelverstärkungsstruktur,
spezieller Hochgeschwindigkeits-Schwerlast-Radialreifen, wie etwa
die an Flugzeugen verwendeten.
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Hintergrund der Erfindung
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Luftreifen
für Hochgeschwindigkeitsanwendungen
erfahren einen hohen Grad von Durchbiegung im Zenitbereich des Reifens
beim Eintritt bzw. Austritt des Reifens in die bzw. aus der Aufstandsfläche. Dieses
Problem verschlimmert sich besonders bei Flugzeugreifen, wobei die
Reifen beim Start und Landung eine Geschwindigkeit von über 322
km/h (200 Stundenmeilen) erreichen können.
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Wenn
ein Reifen sich auf sehr hohen Geschwindigkeiten dreht, neigt der
Zenitbereich aufgrund der hohen Winkelbeschleunigungen und Geschwindigkeit,
die dazu neigt, den Laufflächenbereich
radial auswärts
zu ziehen, dazu, zu wachsen. Diesen Kräften wirkt die Last des Fahrzeugs
entgegen, die nur in dem als Aufstandsfläche bekannten kleinen Teil
des Reifens getragen wird.
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In
US-A-5,427,167 wies
Watanabe darauf hin, dass die Verwendung einer großen Anzahl
aufeinandergetürmter
Gürtellagen
zu Rissen innerhalb der Gürtellagen
neigte, die dazu tendierten, sich nach außen auszubreiten, wodurch sie
ein Schnitt-Abschälen
und Verstreuen von Gürtel
und Lauffläche während der
Fahrt verursachten. Daher wird eine solche Gürtellage nicht für Flugzeuge
verwendet. Watanabe stellte fest, dass Zickzack-Gürtellagen
auf die radial inneren Gürtellagen
gestapelt werden konnten, wenn die Kordwinkel von den inneren Gürtellagen
zu den äußeren Gürtellagen
progressiv zunahmen. Mit anderen Worten enthielten die radial inneren
Gürtellagen
Korde, die sich im Wesentlichen in einer Zickzackbahn in einem Kordwinkel
A von 5 Grad bis 15 Grad in der Umfangsrichtung in Bezug zur Äquatorebene
erstreckten, während
sie an beiden Seiten oder Seitenkanten der Lage umgebogen waren.
Jede der äußeren Gürtellagen
enthält
Korde mit einem Kordwinkel B, der größer als der Kordwinkel A der
radial inneren Gürtellagen
ist.
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In
einer Ausführungsform
ist jeder der Seitenendbereiche zwischen zwei anliegenden inneren Gürtellagen
mit einem weiteren zusätzlichen
geschichteten Teil des Streifens versehen, der sich kontinuierlich
in der Umfangsrichtung erstreckt, und wenn die radial inneren Gürtellagen
eine Anzahl von vier oder mehr aufweisen, dann sind diese zusätzlichen
geschichteten Teile in radialer Richtung aufeinandergelegt. Watanabe
merkte an, dass die Umfangssteifigkeit in der nahen Umgebung des
Seitenendes jeder Lage oder des Laufflächenendes örtlich erhöht werden kann, sodass das
radiale Wachstum in der nahen Umgebung des Laufflächenendteils während Fahrens
auf hoher Geschwindigkeit reduziert werden kann.
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JP-A-2002-211208 beschreibt
einen Flugzeugreifen mit einer Zickzack-Gürtelverstärkungsstruktur mit Streifen,
die sich in den Schulterbereichen überlappen.
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US-A-4,838,966 beschreibt
einen Personenwagenreifen mit einem Verstärkungsgürtel mit einer in einem Zickzackmuster
gewebten kontinuierlichen Kordverstärkung und einem zusätzlichen
Gürtel,
der eine Breite aufweist, die sich von der des Zickzackmuster-Gürtels wesentlich
unterscheidet.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Offenbart
wird ein Verfahren zur Bildung einer Verbundgürtelstruktur für einen
Reifen nach Anspruch 1.
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Bevorzugt
beläuft
sich die Überlappung
von Streifen in jedem Schulterbereich von größer als 0% benachbart zu dem
zentralen Teil bis zu 100% an der äußersten Seitenkante der jeweiligen
Gürtellage.
Bevorzugt überlappt
sich die Überlappung
jedes benachbarten Zickzackstreifens benachbart zu einem Wendepunkt
an der Seitenkante in einem Abstand von 50% oder mehr der Streifenbreite
SW.
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Das
resultierende Verfahren kann zur Herstellung eines Luftreifens nach
Anspruch 4 angewendet werden. Der Schritt des Anbringens des Streifens an
der balligen Bautrommel umfasst bevorzugt das Passieren des Streifens
von einem sich linear bewegenden Streifen, wobei die lineare Bewegung
parallel zu und in einem festen Abstand von der Drehachse der balligen
Bautrommel ist.
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Bevorzugt
weist die Gürtelverstärkungsstruktur
zusätzlich
zu den zwei radial inneren Zickzacklagen mindestens zwei radial äußere Zickzacklagen
und mindestens eine spiralförmig
gewickelte Gürtellage
auf, wobei die radial inneren Zickzack-Gürtellagen zwischen der Karkasse
und der mindestens einen spiralförmig
gewickelten Gürtellage
positioniert sind und die radial äußere Zickzacklage sich zwischen
der Lauffläche
und der mindestens einen spiralförmig
aufgewickelten Lage befindet, wobei jede radial innere und radial äußere Zickzack-Gürtellage
Korde aufweist, die abwechselnd mit einer Neigung von 5 Grad bis
30 Grad in Bezug zur Mittelebene des Reifens zu Wendepunkten an
jeder Seitenkante der Gürtellage
aufgewickelt sind.
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Eine
Ausführungsform
der Erfindung weist mindestens fünf
Gürtellagen
auf, zwei radial innere Zickzack-Gürtellagen,
eine oder mehr spiralförmig aufgewickelte
Gürtellagen,
bevorzugt drei oder mehr, und zwei radial äußere Zickzack-Gürtellagen.
In einer anderen alternativen Ausführungsform kann die spiralförmig gewickelte
Lage radial einwärts
von mindestens einer Zickzack-Gürtellage
positioniert werden.
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Jede
der resultierenden Gürtelstrukturen weist
bevorzugt X Korde pro 2,54 cm (1 Zoll) auf, gemessen in dem zentralen
Bereich zentriert auf der Mittelebene in einem Gebiet WC,
das axial 2,54 cm (ein Zoll) misst, und an einer Stelle in dem Schulterbereich
an der axial inneren Kante der Streifen benachbart zu dem seitlichen
Ende der schmalsten Gürtellage
in einem Gebiet WS, das 2,54 cm (ein Zoll) in
der Breite misst und sich axial einwärts erstreckt, wobei die Korde
pro 2,54 cm in dem durch WS definierten
Bereich 101% bis 200% mal die Korde pro Zoll X in dem durch WC definierten Bereich sind.
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Definitionen
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"Axial" bedeutet Linien
oder Richtungen, die parallel zur Drehachse des Reifens verlaufen.
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"Geschnittene Gürtel- oder
geschnittene Protektorverstärkungsstruktur" bedeutet mindestens zwei
geschnittene Lagen paralleler Korde, gewebt oder nicht gewebt, die
unter der Lauffläche
liegen, nicht am Wulst verankert, und sowohl linke als auch rechte
Kordwinkel bevorzugt im Bereich von 10 Grad bis 33 Grad in Bezug
auf die Äquatorebene
des Reifens aufweisen.
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"Karkasse" bedeutet die Reifenstruktur
außer
der Gürtelstruktur,
Lauffläche,
Unterlauffläche und
Seitenwandkautschuk über
den Lagen, jedoch einschließlich
der Wülste.
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"Umfangsgerichtet" oder "in Umfangsrichtung" bedeutet Linien
oder Richtungen, die sich entlang dem Außenumfang der Oberfläche der
ringförmigen
Lauffläche
lotrecht zur axialen Richtung erstrecken.
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"Äquatorebene (EP)" bedeutet die Ebene
lotrecht zur Drehachse des Reifens und durch das Zentrum seiner
Lauffläche
verlaufend.
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"Lage" bedeutet eine durchlaufende
Schicht kautschuküberzogener
paralleler Korde.
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"Radial" bedeutet Richtung
radial zu oder weg von der Drehachse des Reifens.
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"Zickzack-Gürtelverstärkungsstruktur" bedeutet mindestens
zwei Lagen von Korden oder ein Band aus parallelen Korden mit 2
bis 20 Korden in jedem Band und aufgelegt in einem abwechselnden Muster,
das sich in einem Winkel zwischen 5° und 30° zwischen Seitenkanten der Gürtellagen
erstreckt.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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1 ist
eine Querschnittsansicht einer Hälfte
einer ersten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Reifens;
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2 ist
eine teilweise weggeschnittene Draufsicht des in 1 gezeigten
Reifens;
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3 ist
eine schematische Perspektivansicht einer inneren oder äußeren Zickzack-Gürtellage in
der Mitte der Formgebung auf der balligen Bautrommel;
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4 ist
eine schematisch entwickelte Ansicht der inneren oder äußeren Zickzack-Gürtellagen auf
der Bautrommel zu Beginn der Formgebung, und 4A ist
eine Querschnittsansicht der ersten auf der Bautrommel gebildeten
Zickzack-Gürtellage;
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5 ist
eine vergrößert entwickelte
Ansicht der inneren oder äußeren Zickzack-Gürtellagen
in der nahen Umgebung des Seitenendes der Gürtellage zu Beginn des Formgebung;
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6 ist
eine vergrößert entwickelte
Ansicht einer anderen Ausführungsform
der inneren Gürtellage
in der nahen Umgebung des Seitenendes der Gürtellage in der Mitte der Formgebung;
die
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7A und 7B sind
schematisch vergrößerte Schnittansichten
der Verbundgürtellagen
in der nahen Umgebung der Seitenendteile der Gürtelstruktur, wobei eine die
spiralförmige
Lage radial einwärts
von einer Zickzack-Gürtellage
und die andere die spiralförmige
Lage radial auswärts
von der Zickzack-Gürtellage
zeigt;
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8 ist
eine schematisch entwickelte Ansicht der an einer äußersten
Seite befindlichen bevorzugten Verbundgürtelstruktur;
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9 ist
ein Aufriss eines Teils der Zickzack-Verbundgürtellagen, wobei die Strichlinien
die zunehmende Überlappung
jedes der Streifen 43 bei Annäherung an eine Seitenkante
abbilden;
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10 ist
ein Diagramm, das die Seitenkraft in lbs. zu Graden Gierung zeigt.
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Detaillierte Beschreibung
der Erfindung
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In
den 1 und 2 ist die Ziffer 21 ein Radialreifen
der bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung, wie gezeigt, zur Montage an einem Flugzeug, der ein
Paar Wulstbereiche 23 umfasst, die jeder einen darin eingebetteten
Wulstkern 22 enthalten, einen Seitenwandbereich 24,
der sich im Wesentlichen von jedem der Wulstbereiche 23 auswärts in der
radialen Richtung des Reifens erstreckt, und einen Laufflächenbereich 25 von
im Wesentlichen zylindrischer Form, der sich zwischen radial äußeren Enden
dieser Seitenwandbereiche 24 erstreckt. Weiterhin ist der
Reifen 21 mit einer Karkasse 31 verstärkt, die
sich kreisringförmig
von einem der Wulstteile 23 zu dem anderen Wulstteil 23 erstreckt.
Die Karkasse 31 besteht aus mindestens zwei Karkassenlagen 32,
z. B. in der dargestellten Ausführungsform
sechs Karkassenlagen 32. Von diesen Karkassenlagen 32 sind
vier innere Lagen von der Innenseite des Reifens nach außen um den
Wulstkern 22 herumgewickelt, um Umschlagteile zu bilden,
während zwei äußere Lagen
sich entlang der Außenseite
des Umschlagteils der inneren Karkassenlage 32 nach unten
zu dem Wulstkern 22 erstrecken. Jede dieser Karkassenlagen 32 umfasst
viele Nylonkorde 33, wie etwa Nylon-6,6-Korde, die sich im Wesentlichen senkrecht
zu einer Äquatorebene
E des Reifens erstrecken (d. h. sich in der radialen Richtung des
Reifens erstrecken). Ein Profilgummi 36 ist an der Außenseite
der Karkasse 31 in radialer Richtung angeordnet.
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In 1 ist
ein Gürtel 40 zwischen
der Karkasse 31 und dem Profilgummi 36 angeordnet
als ein Gebiet gezeigt, das eine obere Begrenzungslinie aufweist,
die eine Vielzahl von Lagen 39, 41, 42 aufweist,
die deutlichkeitshalber nur auf der rechten Seite der Figur dargestellt
sind, und besteht aus mehreren inneren Gürtellagen oder Lagen 41,
die sich in Nähe
der Karkasse 31 befinden, d. h. in der veranschaulichten
Ausführungsform
zwei radial inneren Gürtellagen 41 und
mehreren radial äußeren Gürtellagen 42,
die sich nächst
dem Profilgummi 36 befinden, d. h. in der veranschaulichten
Ausführungsform zwei
radial äußere Gürtellagen 42.
Wie in den 3 und 8 gezeigt,
wird jede der radial inneren Gürtellagen 41 gebildet
durch Vorsehen eines gummierten Streifens 43 aus zwei oder
mehr Korden 46, Aufwickeln des Streifens 43 generell
auf eine ballige Bautrommel in der Umfangsrichtung, während er schräggelegt
wird, um sich zwischen Seitenenden oder Seitenkanten 44 und 45 der
Lage zu erstrecken, wobei er eine Zickzackbahn bildet, und vielmaliges Durchführen eines
solchen Aufwickelns, während
der Streifen 43 in einer ungefähren Breite gleich oder größer als
die Streifenbreite WS in Umfangsrichtung verschoben
wird, um einen sich auf 0 bis 2 mm belaufenden Spalt zwischen den
nebeneinanderliegenden Streifen 43 in einem zentralen Teil
zu bilden, der etwa 50% oder mehr der gesamten Gürtelbreite W einnimmt. Danach überlappen
die Streifen einen benachbarten Streifen der jeweiligen Gürtellage
in jedem Schulterbereich, wobei die Überlappung geringfügig größer ist
als 0% bis 100%, wobei sie im Verlauf des Streifens von dem zentralen
Teil zu dem seitlichen Ende der jeweiligen Gürtellage zunimmt. Jeder Schulterbereich
erstreckt sich über
25% oder weniger der gesamten Gürtelbreite
W. Folglich erstrecken sich die Korde 46 im Wesentlichen
im Zickzack in der Umfangsrichtung, während sie die Biegerichtung
an einem Wendepunkt an beiden Enden 44, 45 ändern, und
sind im Wesentlichen gleichförmig
in der ersten inneren Gürtellage 41 über dem
zentralen Teil der ersten inneren Gürtellage 41 und in
dem überlappenden
Schulterbereich eingebettet, wobei sie in jedem Schulterbereich
eine zunehmende Korddichte haben. Außerdem ist beabsichtigt, die
radial innere Gürtellage 41 durch
das vorgenannte Verfahren zu bilden, die Korde 46 liegen
aufeinander, sodass zwei, eine erste und eine zweite, innere Gürtellagen 41 gebildet
werden, während
die Korde 46 dieser Lagen miteinander verkreuzt werden.
Gleichartig werden die radial äußeren Gürtellagen 42 unter
Anwendung des gleichen Verfahrens hergestellt. Zwischen die inneren
Lagen 41 und die äußeren Lagen 42 ist
mindestens eine spiralförmig
gewickelte Lage 39 aus Korden 46 gesetzt, wobei
die Korde in einem Winkel von plus oder minus 5 Grad oder weniger
in Bezug zur Umfangsrichtung gewickelt sind.
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Bei
dem Radial-Luftreifen für
Flugzeuge gibt es verschiedene Größen, der veranschaulichte Reifen
ist ein 42 × 17.0R18
mit einer 26-Lagen-Einstufung und der Reifen 21 weist die
Gürtelverstärkungsstruktur
auf, wie in 9 gezeigt. Wie gezeigt, weist der
Reifen von 9 zwei innere Zickzacklagen 41 und
drei spiralförmige
Lagen 39 und zwei äußere Zickzacklagen 42 auf.
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Wie
veranschaulicht, beträgt
die Gesamtgürtelbreite
W von den Seitenkanten der radial inneren Zickzack-Gürtellage etwa 320 mm. Der zentrale
Teil ist etwa 50% W, während
jeder Schulterbereich 25% W ist. Wie gezeigt, beträgt die Gesamtgürteldicke des
zentralen Teils (unter Ausschluss des Overlays) 8,5 mm. Diese Dicke
reflektiert die nicht-überlappenden
Streifen in den Zickzacklagen 41, 42 in den Schulterbereichen,
wo die Streifen sich in den Zickzack-Gürtellagen 41, 42 überlappen.
Somit überlappen
sich die zwei Gürtellagen
zunehmend und gehen von 2,0 benachbart zu dem zentralen Teil bis
zu größer als
2 bis drei Streifen bis vier Streifen an den Wendestellen. Herkömmliche
Zickzacklagen gehen von zwei Lagen zu drei an den Wendestellen.
Somit beträgt
die Korddichte in Enden pro cm bei einem zylindrischen flach gebauten
Stoßstreifenverfahren
der Bildung von Zickzacklagen viel weniger. Der Reifen der vorliegenden
Erfindung von 9 hat an der Mittelebene der
Gürtelstruktur
und benachbart zu der Wendestelle 110 Korde pro 2,54 cm (1 Zoll),
gemessen axial einwärts
in jedem Schulterbereich beträgt die
Korddichte 150 Korde pro 2,54 cm (1 Zoll). In gleich welcher solcher
Reifengröße kreuzen
die Korde 46 der inneren Gürtellagen 41 einander
mit einem Kordwinkel A von 5 Grad bis 15 Grad in Bezug zur Äquatorebene
des Reifens, wenn der Streifen 43 mindestens einmal zwischen
beiden Seitenenden 44 und 45 der Lage innerhalb
jeden 360 Grad des Umfangs hin- und hergeführt wird, wie vorangehend angemerkt.
Typischerweise findet die Änderung
mehrere Male statt, wodurch ermöglicht
wird, dass die Kordwinkel für
Zickzackgürtel
typischerweise in den Bereich von 15° bis 30° fallen.
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In
der verschaulichten Ausführungsform
werden die Breiten der inneren Gürtellagen 41 schmäler, wenn
der Gürtel 40 in
der radialen Richtung auswärts gebildet
wird oder sich dem Profilgummi 36 nähert. Weiter kann, wenn die
inneren Gürtellagen 41 durch Aufwickeln
des gummierten Streifens 43, der mehrere, parallel zueinander
angeordnete Korde 46 enthält, wie oben angemerkt, eine
Zeitspanne zum Formen der Gürtellage 41 verkürzt werden
und kann auch die Neigung des Kords 46 nach Wunsch größer oder
kleiner gemacht werden. Der Streifen 43 ist jedoch an den
Seitenenden 44, 45 der Gürtellagen mit einem kleinen
Krümmungsradius
R gebogen, wie in 5 gezeigt, sodass in einem an
der innersten Seite der Krümmung
R in dem Streifen 43 befindlichen Kord 46 eine
große
Kompressionsbelastung gebildet wird, die als Restdehnung bleibt.
Wenn das Kord 46 Nylonkord ist, falls die Kompressionsbelastung
25% überschreitet,
besteht eine Befürchtung,
dass die Kordermüdung
gefördert
wird. Wenn jedoch ein Verhältnis
von R/SW (R ist ein Krümmungsradius
(mm) des Streifens 43 an den Seitenenden 44, 45 der
Lage und SW ist eine Breite des Streifens 43) nicht weniger
als 2,0 beträgt,
wie in 6 gezeigt, kann die in dem Kord 46 produzierte
Kompressionsdehnung so gesteuert werden, dass sie 25% nicht überschreitet. Daher
ist es, wenn die innere Gürtellage 41 unter Verwendung
des gummierten Streifens 43, der mehrere Nylonkorde 46 darin
enthält,
gebildet wird, vorzuziehen, dass der Wert von R/SW nicht weniger
als 2,0 beträgt.
Zusätzlich
zu dem Fall, wo der Streifen 43 an beiden Seitenenden 44, 45 der
Lage in Form eines Bogens gebogen ist, wie in 5 gezeigt,
kann der Streifen 43 einen geraden Teil aufweisen, der sich
entlang dem Seitenende 44 (45) erstreckt, und einen
Bogenteil, der sich an jedem Ende des geraden Teils befindet, wie
in 6 gezeigt. Selbst im letztgenannten Fall ist es
zu bevorzugen, dass der Wert von R/SW in dem Bogenteil nicht weniger
als 2,0 beträgt. Weiterhin,
wenn der Streifen 43 aufgewickelt wird, während er
zunehmend einen benachbarten Streifen überlappt und gleichzeitig mit
einem gegebenen Krümmungsradius
R an beiden Seitenenden 44, 45 der Gürtellage
gebogen wird, wird wiederholt eine Zone 47 eines gebogenen
Dreiecks, die durch Überlappen
von vier Streifen 43 miteinander mit bis zu einer vollen
Breite des Streifens gebildet ist, wie in 7 gezeigt,
in diesen gebogenen Teilen oder in der nahen Umgebung beider Seitenenden 44, 45 der Lage
in der Umfangsrichtung erzeugt, wie in 5 gezeigt.
Diese Streifen 43 werden durch jeden Formvorgang miteinander überlappt.
Die Breite der Überlappung
verändert
sich in Übereinstimmung
mit der Position in der Umfangsrichtung kontinuierlich in der Umfangsrichtung.
Außerdem
drehen diese schichtförmig
angebracht gebogenen Teile 47 sich in der axialen Richtung
nach innen, wenn sie in der radialen Richtung auswärts ausgebildet
werden, wie in 7 gezeigt, da die Breiten
der inneren Gürtellagen 41 zur Außenseite
hin in radialer Richtung schmaler werden, wie zuvor erwähnt. In
dem gebogenen Teil 47 ist das äußere Ende in Breitenrichtung
der zwei mittleren Streifen zwischen dem oberen und dem unteren Streifen
sandwichartig eingelegt und überlappt
mit der Zone 47, die sich einwärts von den mittleren Streifen
in der radialen Richtung befindet, wie in 7 gezeigt.
Wenn der Gürtel 40 mit
diesen Zickzack-Gürtellagen 41 konstruiert
ist, kann die Gesamtzahl der Gürtellagen
oder Lagen verringert werden, während
die Gesamtstärke
beibehalten, jedoch das Gewicht reduziert wird, und kann auch das
Auftreten stehender Wellen während
der Fahrt auf hoher Geschwindigkeit verringert werden.
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Die
mittleren Lagen 39 der Verbundgürtelstruktur 40 sind
spiralförmig
um die radial inneren Zickzack-Gürtellagen 41 herumgewickelt.
Wie in 7 gezeigt, erstreckt sich die
spiralförmig
aufgewickelte Lage 39 vollständig über die zwei radial inneren
Gürtellagen 41 und
endet gerade innerhalb des Endes. Die Korde 46 in jedem
Streifen 39 erstrecken sich in einem Winkel von 5 Grad
oder weniger in Bezug zu der umfangsgerichteten Äquatorebene. Wie gezeigt, sind
in jedem Streifen vier Korde. In der Praxis könnten die Streifen 41, 39 und 42 unter
Verwendung von zwei Korden 46 oder bis zu 20 Korden 46 in
einem Streifen oder Band verwendet werden, das mehrere Korde im
Bereich von 2 bis 20 Korden in jedem Streifen aufweist. In dem beispielhaften
Reifen 21 der Größe 42 × 17.0R18
wurden Streifen 43 mit 8 Korden pro Streifen 42 verwendet.
Die Streifen 43 hatten eine Breite SW,
wobei SW 1,27 cm (0,5 Zoll) betrug. Man
glaubt, dass es zu bevorzugen ist, dass die Streifenbreite SW 2,54 cm (1,0 Zoll) oder weniger sein sollte,
um das Biegen zur Bildung der Zickzackbahnen der inneren und äußeren Lage 41, 42 zu
erleichtern.
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In
der höchstbevorzugten
Ausführungsform sind
die Lagen 41, 39 und 42 alle aus einem
kontinuierlichen Streifen 43 ausgebildet, der einfach die
mindestens zwei radialen Zickzacklagen 41 bildet und dann
fortfährt,
die mindestens eine spiralförmig
aufgewickelte Lage 39 zu bilden und dann weiter fortfährt, die
mindestens zwei radial äußeren Lagen 42 zu
bilden. Alternativ könnten
die spiralförmig
ausgebildeten Lagen 39 als getrennte Lage von einem Streifen 43 gebildet
werden. Dieses alternative Aufbauverfahren gestattet, dass die Korde 46 von
unterschiedlicher Größe sind
oder sogar aus von den Zickzacklagen 41 und 42 unterschiedlichen
Materialien. Die Korde 46 in der bevorzugten Ausführungsform wurden
aus 1890 2/2-Nylon mit einem Durchmesser von 1,2 mm (0,048 Zoll)
hergestellt. Aramidgürtellagen
mit einer Stärke
von 1500 Denier/drei Filamente bis so hoch wie 3000 Denier/drei
Filamente, sowie Hochdehnungs-Stahlkorde
können
verwendet werden. Für
den wichtigsten Aspekt der Erfindung wird gehalten, dass, indem
die Umfangslage 39 zwischen die Zickzacklagen 41 und 42 plaziert
wird, das Umfangswachstum des Reifens 21 nicht nur an den
Gürtelkanten 44, 45,
sondern insbesondere im Zenitbereich der Lauffläche 36 stark reduziert
wird. Dadurch, dass die spiralförmig
aufgewickelte Umfangslage 39 Wachstum in dem Zenitbereich
des Reifens widersteht, reduziert sie stark die Geneigtheit zu Schnitten aufgrund
von Beschädigung
durch Fremdkörper
und reduziert auch Rissbildung unter den Rillen. Das bedeutet, dass
die Hochgeschwindigkeitshaltbarkeit des Reifens stark verbessert
ist und seine Lasttragfähigkeit
noch größer ist.
Flugzeugreifen, die mehrere Lagen von nur Zickzackbändern an
mit Radiallagen versehenen Karkassen verwendeten, zeigten ausgezeichnete
Seitenführungskräfte. Das
ist ein übliches Problem
bei Radialreifen, die spiralförmige
Lagen in Kombination mit geschnittenen Gürtellagen anwenden, die schlechte
Kurvenfahr- oder Seitenkraftmerkmale aufweisen. Leider hat die Verwendung
von nur zickzackförmig
geschichteten Gürtellagen
schlechte Last- und Haltbarkeitsprobleme, die den herkömmlicheren
Spiralgürtellagen
in Kombination mit geschnittenen Gürtellagen unterlegen sind.
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Die
Gürtelstruktur,
wie vorangehend beschrieben, wird durch Zuführen des Streifens von einer
auf einem linearen Schlitten montierten Spule auf eine gekrümmte oder
ballige Bautrommel 10 oder einen Baudorn hergestellt. Die
ballige Bautrommel 10 hat einen Höchstdurchmesser Do an
der Mittelebene eines zentralen Teils, wobei der zentrale Teil sich über 50%
der Höchstbreite
W der Gürtelbreite
erstreckt. Die ballige Trommel hat einen kleinen oder Mindestdurchmesser
Di in jedem Schulterbereich. Bevorzugt ist
die Krümmung
so, dass sich eine glatte oder gleichförmige Krümmung ergibt. Beim Anbringen
des Streifens zur Bildung einer Zickzack-Gürtellage wird der Streifen
um etwa 15° bis
30° über die Mittelebene
geneigt und mit einem Spalt von 0 mm oder bis zu einem Spalt von
2,0 mm an der Mittelebene anstoßend
beabstandet. Im Verlauf des Streifens zu dem Schulterbereich überlappt
der Streifen einen benachbarten Streifen. Der Betrag der Überlappung beläuft sich
von etwas über
0 mm bis zu 100% der Streifenbreite SW.
Wie weiter veranschaulicht, beträgt die
Korddichte X in dem zentralen Bereich, gemessen an der Mitelebene
in dem als WC identifizierten Abschnitt,
wobei WC ein ein Zoll (25,4 mm) breites Gebiet
ist, das alle Gürtellagen
einschließt,
etwa 110 Korde. In dem Gebiet benachbart zu dem Wendepunkt, gemessen
an der axial inneren Kante des Streifens und über einen Abstand von 1,0 Zoll
(25,4 mm) verlaufend, steigt die Korddichte auf größer als X
an, bevorzugt 10% bis 200% von X, wie gezeigt, auf 136% von X oder
etwa 150 Korde. Der Anstieg der Korddichte ist zum Teil auf das
Aufbauen des Gürtels
auf einer gekrümmten
Bautrommel und Zulassen des Überlappens
der Streifen in den Schulterbereichen zurückzuführen. Angenommen, der Durchmesser
Do ist am Zenit ein Maximum von 95,25 cm
(37,5 Zoll) für
eine Reifengröße 42 × 17.0R18, dann
wird Di am Zenit reduziert, um die gewünschte Überlappung
zu erzielen, und durch Auswählen
einer richtigen Reduzierung der Krümmung wird die Überlappung
der Streifen ansteigen, wenn sie sich zu den Seitenkanten hin erstrecken.
Das Konzept stützt
sich auf das Merkmal, dass der Abstand der Mittelebene des Umfangs
sich um πDo bewegt, während der Abstand an der Schulter
sich um πDi bewegt, der Unterschied in π(Do – Di) erfordern würde, dass der Streifen 43 einen
Längenüberschuss
an der Schulter hätte.
würde die Überlappung
nicht vorkommen, addiert der Zickzackwinkel weiter zu den Umfangsunterschieden
hinzu, welche alle durch die Erzeugung der Überlappung absorbiert werden.
Das erzeugt auf einzigartige Weise einen Dichteanstieg der Korde 46 an jedem
Schulterbereich, wodurch die Stärke
des Reifens 21 drastisch erhöht wird.
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Wie
leicht zu würdigen
ist, wird die Stärke des
Gürtels
in den Schulterbereichen um einen sehr hohen Betrag erhöht, der
zentrale Teil jedoch hat den Vorteil leichten Gewichts. In der Tat
kann der zentrale Teil durch ein Auftretenlassen von Spalten zwischen den
Streifen um so viel wie 2,0 mm leichter als eine aneinanderstoßende Anordnung
von Zickzacklagen gemacht werden, sodass das Gesamtgewicht der Verbund-Überlappungsgürtelstruktur
gleich einer nicht überlappenden
Gürtelstruktur
sein kann und dennoch eine wesentlich bessere Stärke und Haltbarkeitsleistung
in den am meisten empfindlichen Schulterbereichen des Reifens bereitstellen
kann.
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Die
vorliegende Erfindung hat die Haltbarkeit der Gürtelkonstruktion vom Zickzacktyp
stark verbessert, während
sie sehr gute Seitenführungskraftmerkmale
erzielt, wie in 10 illustriert. Der ganz mit Zickzackgürteln versehene
Reifen A ist etwas besser als der Reifen B der vorliegenden Erfindung,
der in Begriffen von Seitenkräften
als besser als der Spiralgürtel
mit einer Kombination geschnittener Gürtellagen von Reifen C dargestellt
wird. Trotzdem kann der ganz mit Zickzackgürteln versehene Reifen A den
erforderlichen Doppellast-Taxi-Roll- und Abhebetest nicht tragen,
während
der Reifen B der vorliegenden Erfindung diese dynamischen Testanforderungen
mit Leichtigkeit erfüllt.
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Der
Reifen der vorliegenden Erfindung kann ein Nylon-Overlay direkt unter der Lauffläche haben. Dieser
Overlay wird zur Unterstützung
beim Runderneuern verwendet.
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Als
weitere Verfeinerung der vorliegenden Erfindung können, wenn
ein oder mehrere spiralförmige
Lagen 39 eingesetzt werden, die benachbarten Streifen 43 ebenfalls überlappt
werden. Bevorzugt ist die Überlappung
mindestens größer als
0 bis 100%, bevorzugter etwa 50% der Streifenbreite 43.
Als noch weitere Verfeinerung kann der Betrag der Überlappung
an jeder Stelle entlang der Breite des Gürtels 40 angepasst
werden. Beispielsweise können
die Überlappungen
der spiralförmigen
Lagen 39 an jeder der Schultern gesteigert werden, um eine
beitragende Korddichte der Spirallagen 39 mit den Zickzacklagen 41, 42 zu
erzielen.
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Ein
wichtiges Unterscheidungsmerkmal der Zickzacklagen 41, 42 ist,
dass die Erzielung einer Überlappung
in Funktion der Krümmung
der balligen Trommel 10 stattfindet. Die Veränderungen
der Überlappung
der spiralförmigen
Lage 39 können
auf einer zylindrischen Trommel oder der balligen Trommel 10 erzielt
werden; jedoch muss die lineare Bewegung der Abziehspule für die Streifen 43 angepasst
werden, um die örtliche
Zunahme oder Abnahme der Überlappung
zu erzeugen.