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DE602004001300T2 - System und Verfahren zur Verbesserung der polarisationsabhängigen Dispersion, Dämpfung und Verstärkung - Google Patents

System und Verfahren zur Verbesserung der polarisationsabhängigen Dispersion, Dämpfung und Verstärkung Download PDF

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DE602004001300T2
DE602004001300T2 DE602004001300T DE602004001300T DE602004001300T2 DE 602004001300 T2 DE602004001300 T2 DE 602004001300T2 DE 602004001300 T DE602004001300 T DE 602004001300T DE 602004001300 T DE602004001300 T DE 602004001300T DE 602004001300 T2 DE602004001300 T2 DE 602004001300T2
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polarization
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becl
along
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DE602004001300T
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English (en)
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DE602004001300D1 (de
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Adriaaen J. New Providence De Lind Van Wijngaarden
Xiang Marlboro Liu
Chongjin Morganville Xie
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Nokia of America Corp
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Lucent Technologies Inc
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    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
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    • H04B10/25Arrangements specific to fibre transmission
    • H04B10/2507Arrangements specific to fibre transmission for the reduction or elimination of distortion or dispersion
    • H04B10/2569Arrangements specific to fibre transmission for the reduction or elimination of distortion or dispersion due to polarisation mode dispersion [PMD]
    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04BTRANSMISSION
    • H04B2210/00Indexing scheme relating to optical transmission systems
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    • H04B2210/256Distortion or dispersion compensation at the repeater, i.e. repeater compensation

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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft optische Kommunikationstechnik und insbesondere ein System und Verfahren zum Vermindern von Einbußen, welche sich aus Polarisationsmodendispersion (PMD), polarisationsabhängigem Verlust (PDL) und polarisationsabhängigem Zuwachs (PDG) in optischen Kommunikationssystemen ergeben.
  • Allgemeiner Stand der Technik
  • Polarisationsmodendispersion (PMD) ist ein geläufiges Phänomen, welches auftritt, wenn Lichtwellen in optischen Medien wie Lichtwellenleitern und Lichtwellenverstärkern Strecken zurücklegen. PMD tritt in einem Lichtwellenleiter als Ergebnis von kleiner Doppelbrechung auf, welche durch Abweichungen des Lichtwellenleiterkerns von der perfekten zylindrischen Form, durch asymmetrische Spannungen oder Belastungen und/oder durch äußere Kräfte, welche auf den Leiter einwirken, induziert werden. PMD veranlasst die zwei orthogonalen Polarisationskomponenten eines optischen Signals, welche den zwei grundsätzlichen Zuständen der Polarisation (PSP) einer Übertragungsverbindung entsprechen, dass sie mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten laufen und bei einem Empfänger mit einer differentialen Gruppenverzögerung (DGD) ankommen. Daraus ergibt sich, dass die Wellenform optischer Signale deutlich verzerrt werden kann, was zu häufigeren Fehlern beim Empfänger führt.
  • PMD ist insofern wellenlängenabhängig, dass die Menge oder das Niveau von PMD, welches durch eine optische Komponente (z.B. Lichtwellenleiter) zu einem gegebenen Zeitpunkt mitgegeben wird, sich im Allgemeinen für unterschiedliche Wellenlängen-Division-Mulitplex (WDM) Kanäle entsprechend den unterschiedlichen Signalwellenlängen oder -frequenzen verändert.
  • Polarisationsabhängige Dämpfung (PDL) ist ein anderes geläufiges Phänomen bei Lichtwellenleiterübertragung. Optische Komponenten wie optische Add/Drop-Module (OADMs) neigen dazu, PDL aufzuweisen, welcher optische Signale in Abhängigkeit des relativen Polarisationszustands in Bezug auf die PSPs der PDL-Komponente dämpft.
  • Polarisationsabhängige Verstärkung (PDG) ist ebenfalls ein geläufiges Phänomen bei Lichtwellenleiterübertragung. Optische Komponenten wie Erbium dotierte Leiterverstärker (EDFAs) neigen dazu PDG aufzuweisen, welcher optische Signale in Abhängigkeit ihres relativen Polarisationszustands in Bezug auf die PSPs der PDG-Komponente verstärkt. PDL und PDG lassen Signale unterschiedliche Amplituden beim Empfänger aufweisen, was den optimalen Entscheidungsschwellenwert für unterschiedliche Bits (abhängig von ihrer Polarisation) unterschiedlich macht und folglich die Empfängerleistung verschlechtert, wenn der Empfängerentscheidungsschwellenwert nur auf einem bestimmten Niveau für alle Bits festgelegt werden kann. PDL kann auch verursachen, dass das optische Signal-zu-Rausch-Verhältnis (OSNR) für Bits mit unterschiedlicher Polarisation sich verändert und weiter die Systemleistung verschlechtert. PDL oder PDG induzierte OSNR-Verschlechterung kann nicht kompensiert werden, da der Vorgang des Hinzufügens zufällig verstärkten spontanen Emissions (ASE)-Rauschens nicht ungeschehen gemacht werden kann.
  • Es ist bekannt, dass PMD, PDL und PDG bedeutende Quellen für Einbußen in Hochgeschwindigkeitsübertragungen (z.B. 10 Gb/s und 40 Gb/s) sind. PMD-Kompensation (PMDC) ist normalerweise erstrebenswert, um die Systemtoleranz für PMD zu erhöhen. Jedoch muss auf Grund der stochastischen Natur von PMD und ihrer Wellenlängenabhängigkeit PMDC normalerweise für jeden Wellenlängenkanal einzeln umgesetzt werden und ist daher im Allgemeinen nicht kostengünstig. Verschiedene Verfahren gemäß dem Stand der Technik wurden vorgeschlagen, um PMDC gleichzeitig für mehrfache WDM Kanäle zu erzielen. Kanalschalten ist eine Technik, welche vorgeschlagen wurde, um die PMD Gesamteinbuße in einem WDM System zu vermindern. Jedoch vergeben sich solche Systeme für diesen Zweck Systemkapazität auf Grund des Einsatzes von zusätzlichen Kanälen für den Schutz vor PMD. Multi-Kanal PMDC vor dem Wellenlängen-Demultiplexen wurde ebenfalls vorgeschlagen, um Verschlechterung durch PMD im WDM Kanal, welcher die stärkste PMD aufweist, zu vermindern. Jedoch kann solch eine Schadensminderungsmaßnahme die Verschlechterung anderer Kanäle nach sich ziehen.
  • Eine andere Maßnahme für eine PMDC mit geteilten Mehrfachkanälen wurde vorgeschlagen, wobei der am stärksten verschlechterte Kanal durch optische oder elektrische Mittel auf einen Pfad umgeschaltet wird, welcher mit der geteilten PMDC verbunden ist; jedoch ist die Geschwindigkeit der PMDC begrenzt (durch die Geschwindigkeit des optischen oder elektrischen Schaltens). In derzeitigen PMDC-Maßnahmen gibt es PMD induzierte Systemausfälle, während welcher die PMD-Einbuße ihren vorab zugewiesenen Systemspielraum überschreitet und der Systemfehler auftritt, obwohl diese Ausfälle verringert sind.
  • Vorwärtsfehlerkorrektur (FEC) ist eine wirksame Technik zum Erhöhen des Systemspielraums auf kostengünstige Weise. Es wurde jedoch festgelegt, dass FEC nicht die tolerierbare PMD für eine feststehende PMD-Einbuße bei einer gegebenen durchschnittlichen Bit-Fehlerrate (BER) erstrecken kann, auch wenn der zusätzliche Spielraum, welcher durch die FEC bereitgestellt wird, dafür verwendet werden kann, um die PMD Toleranz zu erhöhen. Es wurde vorgeschlagen, dass ausreichendes Verschachteln in der FEC die PMD Toleranz erhöhen kann.
  • Jedoch gibt es kein praktisches Verfahren, um die Verschachtelungstiefe bereitzustellen, welche benötigt wird, um einen PMD Ausfall zu vermeiden, welcher Minuten oder länger in praktikablen Systemen dauern kann.
  • US-B-6 437 892 offenbart ein System zum Verringern des Einflusses von Polarisationsmodendispersion in Hochgeschwindigkeitslichtwellenübertragungskanälen. Das Patent offenbart Verfahren und Vorrichtung zum Variieren der Eingabepolarisation unter Verwendung eines Polarisationsmodulators, um den Polarisationszustand eines optischen Signals vor Übertragung des optischen Signals zu variieren.
  • Haunstein, B.F. et al., "BER Measurements of a 40 Gb/s Receiver With Adaptive Threshold Using Polarization Scrambling", IEEE 2003 Digest of the LEOS Summer Topics Meetings 14. Juli 2003, pp 17–18, offenbart ein Polarisationsverwürflungssystem zum Quantifizieren der Einbußen von polarisationsabhängigen Wirkungen in optischen Empfängern. Die Veröffentlichung schlägt vor, dass Polarisationsverwürfeln mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten unterschiedliche Ergebnisse für BER (oder Einbuße) ergibt, wenn der Entscheidungsschwellenwert dynamisch eingestellt ist.
  • Kurzdarstellung der Erfindung
  • Ein System, Verfahren und Vorrichtung gemäß der Erfindung liegt vor, wie in den unabhängigen Ansprüchen dargelegt. Bevorzugte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen dargelegt.
  • Die vorliegende Erfindung stellt ein System und Verfahren zur Mehrkanal PMD/PDL/PDG Verminderung und Ausfallverhinderung bereit, in welchem FEC in Verbindung mit Sub-Burstfehlerkorrekturlängen (s-BECP) PMD Vektorverwürfelung (PMDS) eingesetzt wird, wobei verteilte, schnelle Polarisationsverwürfler (D-FPSs) eingesetzt werden. BECP liegt in Zeiteinheiten vor, welche gleich der Burstfehlerkorrekturlänge (BECL) multipliziert mit der Bitzeitspanne sind. Für ITU Standard G.709 gilt: BECL = 1024 Bits. Daher gilt in einem G.709 standardisierten 10.7-Gb/s System, dass BECP ungefähr ist 1024 × 100 ps ≈ 0,1 μs. Die Strecken-PMD wird vorzugsweise auf wenigstens zwei Zufallszustände innerhalb jeder BECP gleichzeitig für alle Wellenlängenkanäle verändert. Durch Begrenzen von PMD induzierten "Ausfällen" auf eine Periodendauer, welche kürzer ist als die Korrekturperiode, kann FEC wirkungsvoll die dominierenden Fehler, welche während der Übertragung auftreten, korrigieren. Die vorliegende Erfindung stellt eine deutliche Verbesserung der Systemtoleranz in Bezug auf PMD bereit und kann im Wesentlichen PMD induzierte Ausfälle in NRZ und RZ Übertragungen ausschließen.
  • Gemäß einer Ausführungsform ist die vorliegende Erfindung ein System zum Vermeiden der Einbußen von PMD, PDL und PDG. Das System umfasst wenigstens einen Polarisationsverwürfler, welcher ausgelegt ist, um den Polarisationszustand eines optischen Signals zu variieren, um wirkungsvoll die Polarisationsmodendispersion zu variieren, die durch das Signal wenigstens einmal während jeder BECP der FEC, die im System verwendet wird, durchlaufen wird.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnung
  • Die vorangehende Aufgabe und andere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden offensichtlicher durch die folgende detaillierte Beschreibung, wenn sie in Verbindung mit den angehängten Zeichnungen aufgenommen wird.
  • Es muss jedoch beachtet werden, dass die angeschlossenen Zeichnungen nur beispielhafte Ausführungsformen der Erfindung darstellen und daher nicht als den Umfang der Erfindung einschränkend erachtet werden dürfen.
  • 1A–D sind graphische Darstellungen, die ein Arbeitsprinzip einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung darstellen;
  • 2 ist ein Diagramm, welches eine Ausführungsform eines Systems gemäß der Erfindung zeigt;
  • 3A–D sind graphische Darstellungen, welche zeigen: die Maxwellsche Verteilung einer Strecken-DGD; die Strecken-DGD Verteilungen während eines Ausfallsereignisses mit einem FPS in der Mitte der Verbindung; und jeweils die DGD Verteilungen der ersten und der zweiten Hälfte der Verbindung während des Ausfalls;
  • 4A–B sind graphische Darstellungen, welche jeweils die Strecken-DGD-Verteilungen während eines Ausfalls mit 2 und 6 D-FPSs zeigen;
  • 5 ist eine graphische Darstellung, welche die Ausfallwahrscheinlichkeit (OP) gegenüber der Anzahl der D-FPSs unter der Annahme idealisierter PMD-Verwürfelung (gepunktete Linie) und mit unzureichender Verwürfelungsgeschwindigkeit (gestrichelte Linie) zeigt;
  • 6 ist eine graphische Darstellung, welche die relative erforderliche OSNR, um BER=10–15 zu erzielen, als eine Funktion von PMD ohne FEC (Kreise), mit FEC und ohne D-FPSs (Quadrate) und mit FEC und D-FPSs (Karos) zeigt; und
  • 7 ist eine graphische Darstellung, welche die Abhängigkeit korrigierter BER (durch FEC) von unkorrigierter BER zeigt.
  • Detaillierte Beschreibung der Erfindung
  • Ein Aspekt der vorliegenden Erfindung schlägt den Einsatz von FEC in Verbindung mit schnellem Polarisationsverwürfeln vor, um die Polarisation eines Signals zwischen wenigstens zwei Zuständen während jeder FEC-Burstfehlerkorrekturperiode (BECP) zu verändern. Durch wenigstens einmaliges Ändern der Strecken-PMD während jeder BECP werden die PMD induzierten "Ausfälle" wirksam begrenzt, auf dass sie eine Zeitperiode dauern, welche kürzer ist als eine Korrekturperiode, wodurch die FEC wirkungsvoll die dominierenden Fehler, welche während der Ausfälle auftraten, korrigieren und dadurch die Systemtoleranz für PMD verbessern und Systemausfall gleichzeitig für alle Wellenlängenkanäle verhindern kann.
  • 1A–D stellen ein Arbeitsprinzip der vorliegenden Erfindung dar. 1A–B zeigen den Fall ohne D-FPSs. Wie in 1A–B gezeigt, verursacht PMD gelegentlich schwere Signalwellenformverzerrung, welche zu nachfolgenden oder sehr häufigen Fehlern führt. Solche PMD induzierte Verzerrung kann von Millisekunden bis zu Minuten andauern.
  • Für jeden gegebenen FEC Code gibt es eine maximale Anzahl von korrigierbaren Fehlern pro FEC Rahmen (oder Block), Nmax_frame. Es gibt auch eine maximale Anzahl von korrigierbaren nachfolgenden Burstfehlern pro FEC Rahmen, Nmax_burst, (welche hierin als BECL bezeichnet wird und im Allgemeinen kleiner oder gleich mit Nmax_frame ist). FEC ist nicht in der Lage, die Fehler zu korrigieren (und kann sogar mehr Fehler erzeugen), wenn die Fehler so häufig auftreten, dass während jeder FEC Rahmenperiode (normalerweise in der Größenordnung von Mikrosekunden) die Anzahl der Fehler Nmax_frame übersteigt oder nachfolgend für mehr als Nmax_burst Male auftritt. Diese Ereignisse, während welcher ein System wegen PMD ausfällt (auch mit einem zugewiesenen Spielraum), werden PMD-induzierte Ausfallereignisse genannt, wie in 1B dargestellt.
  • Das Verwenden von D-FPSs gemäß den Aspekten der vorliegenden Erfindung, um die Strecken-PMD während jedes FEC Rahmens zu verwürfeln, verteilt die Strecken-PMD nahe an ihre ursprüngliche Maxwellsche Verteilung neu, so dass keine nachfolgenden Fehler (auf Grund von PMD) länger als Nmax_burst dauern, wie in 1C gezeigt. Indem dies geschieht, werden die Fehler im Wesentlichen gleichförmig verteilt, wenn man eine Zeitauflösung einer FEC Rahmenperiode betrachtet, und können daher wirksam durch FEC korrigiert werden, vorausgesetzt, dass ein geeigneter Systemspielraum für PMD zugewiesen ist. Es versteht sich von selbst, dass die Gesamtzahl von Fehlern (vor FEC Korrektur) über eine unendliche Zeitperiode für die zwei Fälle ohne und mit D-FPSs die Gleiche sein wird. Die Neuverteilung der Strecken-PMD ermöglicht auf wirksame Weise, dass FEC Fehler während einer Zeitspanne, die anderenfalls ein PMD Ausfallereignis sein würde, korrigiert.
  • Eine Ausführungsform eines Systems 20 gemäß der Erfindung ist in 2 gezeigt. Im Betrieb wird ein Hochgeschwindigkeitssignal (z.B. OC192) zuerst durch einen FEC Kodierer 201 FEC-kodiert und dann eingesetzt, um Licht von einer Lichtquelle 202 zu modulieren, welches einen Wellenlängenkanal 203 bildet. Eine Mehrzahl von Kanälen wird in einem Wellenlängen-Divisionsmultiplexer (WDM) 204 dem Multiplexverfahren unterzogen und durch eine Übertragungsstrecke übertragen, welche eine oder mehrere Übertragungsspannen 205 umfasst. Die Übertragungsspannen 205 umfassen vorzugsweise eine oder mehrere Übertragungsfaserspannen 206, einen oder mehrere optische Verstärker 207 (z.B. EDFAs) und, wenn notwendig, dispersionskompensierende Module (DCMs, nicht gezeigt).
  • In der Ausführungsform, welche in 2 gezeigt ist, ist ein schneller Polarisationsverwürfler (FPS) 208 in der Spanne 205 angeordnet. Es ist den Fachleuten auf diesem Gebiet der Technik erkennbar, dass einer oder mehrere FPSs 208 entlang der Strecke verteilt werden können (z.B. sie können in einer oder mehreren der verstärkten Spannen 205 hinzugefügt sein). Vorzugsweise sind die FPSs 208 entlang der Strecke positioniert, wo das Signal relativ hoch ist (z.B. nach einem optischen Verstärker), so dass die OSNR Verschlechterung auf Grund des Verlusts von den FPSs im Wesentlichen minimiert wird. Es wird auch bevorzugt, dass die FPSs 208 gleichmäßig entlang der Strecke verteilt sind (z.B. beabstandet entlang der Strecke, basierend auf PMD-Werten der Spannen innerhalb der Strecke), so dass die Strecken-PMD wirkungsvoller neuverteilt ist.
  • Der FPS 208 kann ein einstufiger LiNbO3-basierter Phasenmodulator sein oder jede andere Vorrichtung wie ein Lichtwellenleiter basierter Verwürfler, welcher ausreichende Polarisationsverwürfelung bereitstellt. Vorzugsweise werden mehrfache Stufen an Polarisationsverwürfelung eingesetzt, um in der Lage zu sein, die Signalpolarisation zu randomisieren, unabhängig vom Eingabesignalpolarisationszustand.
  • An der Empfängerseite des Systems 20 werden WDM-Kanäle durch den Demultiplexer 210 demultiplext und dann einzeln an einem Empfänger 220 erfasst, gefolgt durch FEC-Dekodieren mit einem FEC-Dekodierer 230, um das ursprüngliche Datensignal zu erhalten.
  • Die augenblickliche PMD einer Strecke kann durch einen Vektor Ω dargestellt werden, dessen Länge der Differential-Gruppenverzögerung (DGD) zwischen zwei grundsätzlichen Polarisationszuständen (PSPs) der Lichtleiterstrecke entspricht und dessen Richtung mit der maximalen Verzögerung PSP gefluchtet ist. Im Allgemeinen folgt die Verteilung der DGD der Maxwellschen Verteilung, wie in der graphischen Darstellung von 3A gezeigt. In einigen seltenen Gelegenheiten (gegen das Ende der Maxwellschen Verteilung zu) kann der augenblickliche |Ω| viel größer sein als die durchschnittliche Strecken-DGD, Ω (oder <DGD>), was zu einer großen Einbuße führt. Ausfallwahrscheinlichkeit (OP) wird gewöhnlich verwendet, um die Wahrscheinlichkeit abzuschätzen, eine PMD-Einbuße aufzuweisen, die größer als eine vorweg zugeordnete Menge (z.B. 2dB in benötigter OSNR) ist. Es ist anstrebenswert, die OP so klein wie möglich zu halten.
  • Numerische Simulationen haben gezeigt, dass die OP durch Einsatz von D-FPSs gemäß den Ausführungsformen der Erfindung verringert werden kann. Wie in 3B dargestellt, unter Vorgabe eines Ausfallereignisses, während welchem die augenblickliche 0| = 3Ω , wird <Ω| durch Einschieben eines FPS in der Mitte der Strecke neu verteilt. Die neue Verteilung wird erzielt, wie folgt. Wir finden zuerst alle möglichen Paare von PMD-Vektoren der ersten und der zweiten Hälfte der Strecke Ω1 und Ω2, welche Ω1 + Ω2 = Ω erfüllen, und die Wahrscheinlichkeit ihres Auftretens. Die Verteilungen von |Ω1| und |Ω2| werden in 3C-D gezeigt. Für jedes (Ω1, Ω2) Paar drehen wir Ω1 auf der Poincaré Kugel mit allen möglichen Zuständen gleichmäßig abgetastet (um die Funktion des FPS zu emulieren) und summieren es mit Ω2, um einen neuen Strecken-PMD-Vektor Ωnew zu erhalten. Die Verteilung von |Ωnew| wird dann durch Berechnen der relativen Wahrscheinlichkeiten aller abgetasteten DGD-Werte und durch ihr Re-Normalisieren erzielt. Klarerweise ist die neue Verteilung nicht länger um 3Ω isoliert, sondern weist einen wesentlichen Abschnitt um Ω auf.
  • Der obige Vorgang wurde für Fälle mit 2 oder mehr verteilten FPSs 208 wiederholt. 4A–B zeigen die neue DGD Verteilung mit 2 beziehungsweise 6 gleichmäßig verteilten FPSs. Mit einer erhöhten Anzahl von FPSs 208 nähert sich die DGD Verteilung mehr der ursprünglichen Maxwellschen Verteilung an. Die Fachleute auf diesem Gebiet der Technik werden zu schätzen wissen, dass die DGD Verteilung des i-ten Abschnitts |Ωi| wahrscheinlich um |Ω|/(N+1) verteilt ist (wobei N die Gesamtzahl der D-FPSs ist), vorausgesetzt, dass |Ω|/(N+1) > |Ω|/(N+1)1/2 ist, da die Maxwellsche Verteilung stark bevorzugt, dass |Ωi| nahe bei |Ω|/(N+1)1/2 liegt. Mit D-FPS kann das neue Strecken-Ω als die quadratische Aufsummierung aller sektionalen PMD-Vektoren betrachtet werden und ihr Mittelwert kann angenähert werden als Ω new = max(Ω,|Ω0|/√N+1). (1)
  • Da N ausreichend groß wird, nähert sich die neue mittlere Strecken-PMD Ω an. Dies erklärt qualitativ die Konvergenz der neuen Strecken-DGD Verteilung von einem Ausfallereignis zu ihrer ursprünglichen Maxwellschen Verteilung durch den Einsatz von D-FPSs.
  • D-FPS Geschwindigkeitserfordernis für Ausfallverhinderung
  • Um wirkungsvoll die Strecken-DGD während eines Ausfallereignisses auf die ursprüngliche Maxwellsche Verteilung neu zu verteilen, stellt die Geschwindigkeitsanforderung der FPSs 208, welche in engem Bezug zum verwendeten FEC-Code und der Systemdatenrate steht, einen wichtigen Parameter dar. Allgemein ist ein FEC-Code in der Lage, Nmax_frame maximale Anzahl von Fehlern pro FEC-Rahmen und Nmax_burst maximale Anzahl aufeinander folgender Burstfehler zu korrigieren. RS-FEC weist ein günstiges Merkmal auf, dass Nmax_burst gleich Nmax_frame ist. In einer Version der ITU's empfohlenen FEC (G.709 Standard), wird ein RS (255,239)-Code mit einer Verschachtelungstiefe von 16 verwendet, was ZU Nmax_burst = Nmax_frame = 8 × 16 Bytes (oder 1024 Bits) führt. Die entsprechende Burst-Fehlerkorrekturperiode (BECP) dazu beträgt ungefähr 0,1 μs für 10-Gb/s Systeme (0,025 μs für 40-Gb/s Systeme). Um den Zustand der Polarisation mindestens einmal während jeder BECP zu ändern, muss die Geschwindigkeit des FPS größer als ungefähr 10 MHz sein und größer als ungefähr 40 MHz für 10-Gb/s beziehungsweise 40-Gb/s Systeme. LiNbO3-basierte PSs sind in der Lage, Polarisationsverwürfeln mit Geschwindigkeiten bis zu einigen wenigen GHz auszuführen und können in Übereinstimmung mit der Erfindung eingesetzt werden. Bei Verwenden fortschrittlicher FEC-Codes mit großer Burst-Fehlerkorrekturfähigkeit können die Geschwindigkeitsanforderungen an die FPSs 208-Geschwindigkeit entspannt werden.
  • Die Leistungsverbesserung durch den Einsatz von D-FPSs wurde zugeordnet und ist unten besprochen. Die PMD-induzierte OP unter der Annahme idealisierten oder ausreichenden PMD-Verwürfelns, das die Strecken-DGD auf die ursprüngliche Maxwellsche Verteilung neu verteilte, wurde geprüft. Es ergab sich, dass eine geringe Wahrscheinlichkeit besteht, dass PMD-Ausfälle auch nach dem PMD-Verwürfeln durch N D-FPSs auftreten können, wo die neue Strecken-DGD noch immer groß genug ist, um Systemausfall zu verursachen (oder noch größer ist als das spezifische |Ω|). Wir können die neue OP (nach ausreichendem PMD-Verwürfeln, OPsufficient) anschreiben als OPsufficient (N) = M{Ω + [M–1(OP0} – Ώ]·√N+1}, (2)wo M(x) die Wahrscheinlichkeit des Erzielens von DGD ist, die größer ist als x unter der Annnahme, dass die DGD nach Maxwell mit dem Mittelwert von Ω verteilt ist, oder
    Figure 00130001
    wobei M–1(y) die inverse Funktion von M(x) ist. 5 zeigt die Abhängigkeit der neuen OP von N für die Annahme, dass die ursprüngliche OP 10–3 ist (gepunktete Linie für ausreichendes PMD-Verwürfeln). Die neue OP wird wesentlich mit dem Zuwachs von N verringert. Mehr als zehn Größenordnungen an Verringerung der OP kann mit ungefähr 10 D-FPSs erreicht werden. Dieses idealisierte Model ergibt eine obere Grenze der Ausfallverhinderungsleistung.
  • Die Leistung der Ausfallverhinderung bei unzureichender Polarisationsverwürfelungsgeschwindigkeit ist von praktischem Interesse. Die Auswirkung von unzureichender Verwürfelungsgeschwindigkeit liegt in der Verringerung der wirksamen Anzahl von D-FPSs. Wir können Gleichung (3) ausbauen, um die Auswirkung miteinzubeziehen als
    Figure 00130002
    wobei p das Verhältnis zwischen der tatsächlichen PS Geschwindigkeit und der erforderlichen Geschwindigkeit ist. Zum Beispiel p = 0,8 für FPS mit 8-MHz Geschwindigkeit in 10-Gb/s Systemen. Die Ausfallverhinderungsleistung mit p = 0,8 wird mit einer gestrichelten Linie in 5 gezeigt. Während unzureichende FPS Geschwindigkeit die Leistung stark verschlechtert, kann die OP trotzdem von 10–3 bis <10–9 mit 20 D-FPSs deutlich verringert werden. Wie aus den obigen Ergebnissen verständlich, sorgt die vorliegende Erfindung für wirksame Ausschaltung von PMD-induzierten Systemausfällen.
  • Verbesserung der PMD-Toleranz
  • Die Abhängigkeit von OSNR Einbußen bei PMD ist wichtig, um die Systemtoleranz auf PMD zu bewerten. 6 zeigt die relative, erforderliche OSNR (im Vergleich ohne FEC und ohne PMD) zum Erzielen einer BER von 10–15 als eine Funktion der mittleren Strecken-PMD in einem herkömmlichen nicht-auf-null-zurückfallenden (NRZ), Ein-Aus-umtastenden (OOK) Übertragungssystem. Wenn keine FEC verwendet wird, sind der Entscheidungsschwellenwert und die Entscheidungsphase auf einer Bit-auf-Bit-Basis optimiert oder für jeden Fall der augenblicklichen Strecken-PMD optimiert, unter der Annahme, dass sich die Strecken-PMD sich nur langsam ändert und der Empfänger die Veränderung nachvollziehen kann. Die OSNR-Einbuße von 2 dB tritt auf, wenn die mittlere System-DGD ungefähr 17% der Bitperiode (T) erreicht. Wenn RS-FEC verwendet wird, sind der Entscheidungsschwellenwert und die Entscheidungsphase auf einer Rahmen-auf-Rahmen-Basis für jede mittlere Strecken-PMD optimiert. FEC stellt ungefähr 6,5 dB Verbesserung über OSNR Erfordernis bereit. Mit dem Anstieg an PMD ergibt sich ein wesentlicher Unterschied an PMD-Toleranz zwischen den Fällen ohne und mit D-FPSs. Die PMD-Toleranz (bei 2-dB Einbuße) des Systems mit FEC und D-FPSs beträgt ungefähr 0,24T, ungefähr 70% größer als jene mit FEC, aber ohne D-FPSs. Man beachte, dass solch eine Leistungsverbesserung nicht durch einfaches Anlegen eines FPS am Sender erzielt werden kann, welcher keine "schlechten" Strecken-PMDs vermeiden kann. Auch ist die PMD-Toleranz mit FEC, aber ohne D-FPSs geringer als ohne FEC. Dies ergibt sich auf Grund der "nichtlinearen" Abhängigkeit der korrigierten BER (durch FEC) von der unkorrigierten BER, welche normalerweise zu einem viel größeren Anstieg in der korrigierten BER führt, wenn die unkorrigierte BER nur ein wenig erhöht wird (auf Grund von PMD), wie in 7 gezeigt. Es ist daher günstig, den Vorteil, welcher durch D-FPSs in Systemen, in welchen FEC umgesetzt ist, angeboten wird, auszunutzen.
  • Die PMD-Toleranz wird weiter gesteigert, wenn mächtigere FEC-Codes (d.s. jene, welche einen höheren unkorrigierten BER-Schwellenwert aufweisen als RS-FEC für einen gegebenen korrigierten BER) mit der vorliegenden Erfindung verwendet werden, vorausgesetzt, dass das Kriterium für ausreichendes PMD-Verwürfeln erfüllt wird. Es kann von den Fachleuten auf diesem Gebiet der Technik verstanden werden, dass die vorliegende Erfindung auf Systeme und Übertragungsverfahren anwendbar ist, welche verschiedene FEC-Codes einsetzen, darunter, aber nicht darauf beschränkt, Reed-Salomon Codes, verkettete Block-Codes, Faltungscodes und Codes mit verschiedener Verschachtelungstiefe.
  • Außerdem ist die vorliegende Erfindung auch auf Systeme anwendbar, welche nicht-auf-null-zurückfallende (NRZ) oder auf-null-zurückfallende (RZ) Signalformatierung und/oder ein-aus-umtastende, differentielle Phasenumtastung (DPSK) differentielle Quadraturphasenumtastungs(DQPSK)-Modulationsformatierung oder Ähnliches einsetzen. Außerdem kann die Toleranz in Bezug auf PDL und PDG mit dem Einsatz von D-FPSs in Systemen mit FEC deutlich verbessert werden. Wie oben in Bezug auf PMD-Abschwächung besprochen, ist die vorliegende Erfindung wirksam, indem sie wesentlich die PDL und PDG induzierten Ausfälle durch schnelles Neuverteilen der Strecken-PDL und -PDG verringert, um es der FEC zu gestatten, Übertragungsfehler zu korrigieren, was wesentlich die Ausfallwahrscheinlichkeit verringert.
  • Wir beachten, dass Polarisationsverwürfler auch die Phasen der Signalbits verwürfeln und dass Polarisierungsverwürfeln mit sehr hohen Geschwindigkeiten (vergleichbar mit der Datenrate BR) eine große Signalspektrumsverbreiterung (z.B. ungefähr zweimal das Spektrum des übertragenen Signals) und -einbuße verursachen kann. Es ist daher vorzuziehen, dass die PS-Geschwindigkeit (d.i. ungefähr das Inverse der Zeitspanne für einen π-Phasenwechsel des Signals) ungefähr 0,5 BR/FEC-BECL (das Minimalerfordernis für ausreichendes PMD-Verwürfeln) und ungefähr BR/N (z.B. 1 GHz für ein 10 Gb/s System (4 GHz für ein 40 Gb/s System) mit 10 D-FPSs und ITU G.709 empfohlener RS-FEC) beträgt.
  • Für Systeme, welche Ein-Aus-Umtastung einsetzen, liegt die PS-Geschwindigkeit vorzugsweise zwischen ungefähr 0,5 BR/FEC-BECL und der geringeren von ungefähr BR/(8xID) und ungefähr BR/N, wobei BR die Systembitrate ist, FEC-BECL die Vorwärtsfehlerkorrektur-Burstfehlerkorrekturlänge ist, ID die Verschachtelungstiefe der Vorwärtsfehlerkorrektur ist und N die Anzahl der Polarisationsverwürfler ist.
  • Für Systeme, welche DPSK-Modulationsformatierung einsetzen, liegt die PS-Geschwindigkeit vorzugsweise zwischen ungefähr 0,5 BR/FEC-BECL und der geringeren von ungefähr BR/(8xID) und ungefähr 0,1 BR/N, wobei BR die Systembitrate ist, FEC-BECL die Vorwärtsfehlerkorrektur-Burstfehlerkorrekturlänge ist, ID die Verschachtelungstiefe der Vorwärtsfehlerkorrektur ist und N die Anzahl der Polarisationsverwürfler ist.
  • Außerdem kann von den Fachleuten auf diesem Gebiet geschätzt werden, dass ein Vorteil der vorliegenden Erfindung gegenüber PMDC darin besteht, dass die vorliegende Erfindung keine Polarisationsüberwachung oder Rückkoppelungsregelung erfordert und in einem Einstellen-und-Vergessen Betrieb arbeiten kann.
  • Obwohl die Erfindung mit Bezugnahme auf veranschaulichende Ausführungsformen beschrieben worden ist, darf diese Beschreibung nicht in einem einschränkenden Sinn verstanden werden.
  • Ein System und Verfahren zur Verbesserung der polarisationsabhängigen Dispersion, Dämpfung und Verstärkung, wobei das System Polarisationsverwürfler umfasst, welche ausgelegt sind, um den Polarisationszustand eines optischen Signals zu variieren, das durch das System verbreitet wird, um wirkungsvoll die Polasrisationsmodendispersion zu variieren, die durch das Signal während jeder Burstfehlerkorrekturspanne der Vorwärtsfehlerkorrektur im System erfahren wird.

Claims (10)

  1. Optisches Übertragungssystem (20) mit Vorwärtsfehlerkorrektur, mit folgendem: mindestens einem entlang einer Übertragungsstrecke (250) positionierten Polarisationsverwürfler; wobei der mindestens eine Polarisationsverwürfler (208) den Polarisationszustand eines optischen Signals verändern kann, um die durch das Signal erfahrene Polarisationsmodendispersion (PMD) mindestens einmal während jeder Burstfehlerkorrekturperiode der durch das System eingesetzten Vorwärtsfehlerkorrektur zu verändern, und wobei der mindestens eine Polarisationsverwürfler den Polarisationszustand des optischen Signals mit einer Geschwindigkeit verändert, die zwischen rund 0,5 BR/FEC-BECL und rund BR/N liegt, wobei BR die Systembitrate, FEC-BECL die Vorwärtsfehlerkorrektur-Burstfehlerkorrekturlänge und N die Anzahl von Polarisationsverwürflern entlang der Strecke ist.
  2. Optisches Übertragungssystem nach Anspruch 1, wobei der mindestens eine Polarisationsverwürfler gleichförmig entlang der Strecke verteilt ist.
  3. Optisches Übertragungssystem nach Anspruch 1, wobei der mindestens eine Polarisationsverwürfler auf Grundlage der PMD-Werte von Spannen innerhalb der Strecke entlang der Strecke positioniert ist.
  4. Optisches Übertragungssystem nach Anspruch 1, wobei der mindestens eine Polarisationsverwürfler an Stellen mit relativ hoher Signalleistung entlang den Strecken positioniert ist, um OSNR-Verschlechterung aufgrund von Verlust von dem mindestens einen Polarisationsverwürfler im wesentlichen zu minimieren.
  5. Optische Übertragung nach Anspruch 1, wobei der mindestens eine Polarisationsverwürfler den Polarisationszustand des optischen Signals mit einer Geschwindigkeit verändert, die zwischen rund 0,5 BR/FEC-BECL und dem geringeren von rund BR/(8xID) und rund BR/N liegt, wobei BR die Systembitrate, FEC-BECL die Vorwärtsfehlerkorrektur-Burstfehlerkorrekturlänge, ID die Verschachtelungstiefe und N die Anzahl von Polarisationsverwürflern entlang der Strecke ist.
  6. Verfahren zur optischen Übertragung in einem Mehrkanalsystem (20) mit Vorwärtsfehlerkorrektur, mit folgendem: Ändern des Polarisationszustandes eines optischen Signals unter Verwendung von einem oder mehreren entlang einer Übertragungsstrecke (205) des Systems (20) positionierten Polarisationsverwürflern (208) zum effektiven Verändern der durch das optische Signal erfahrenen Polarisationsmodendispersion mindestens einmal während jeder Burstfehlerkorrekturperiode der durch das System eingesetzten Vorwärtsfehlerkorrektur, wobei mindestens ein Polarisationsverwürfler den Polarisationszustand des optischen Signals mit einer Geschwindigkeit verändert, die zwischen rund 0,5 BR/FEC-BECL und rund BR/N liegt, wobei BR die Systembitrate, FEC-BECL die Vorwärtsfehlerkorrektur-Burstfehlerkorrekturlänge und N die Anzahl von Polarisationsverwürflern entlang der Strecke ist.
  7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei das Übertragungssystem differentielle Phasenumtastungsmodulationsformatierung benutzt, wobei der Polarisationszustand unter Verwendung eines oder mehrerer Polarisationsverwürfler mit einer Geschwindigkeit von zwischen rund 0,5 BR/FEC-BECL und dem geringeren von rund BR/(8xID) und rund BR/N verändert wird, wobei BR die Systembitrate, FEC-BECL die Vorwärtsfehlerkorrektur-Burstfehlerkorrekturlänge, ID die Verschachtelungstiefe und N die Anzahl von Polarisationsverwürflern entlang der Strecke ist.
  8. Verfahren nach Anspruch 6, wobei das Übertragungssystem differentielle Phasenumtastungsmodulationsformatierung benutzt, wobei der Polarisationszustand unter Verwendung eines oder mehrerer Polarisationsverwürfler verändert wird, mit einer Geschwindigkeit von zwischen rund 0,5 BR/FEC-BECL und rund BR/N, wobei BR die Systembitrate, FEC-BECL die Vorwärtsfehlerkorrektur-Burstfehlerkorrekturlänge und N die Anzahl von Polarisationsverwürflern entlang der Strecke ist.
  9. Vorrichtung zum Übertragen von optischen Signalen in einem System (20) mit Vorwärtsfehlerkorrektur, mit folgendem: einem entlang einer Übertragungsstrecke (205) des Systems (20) positionierten Mittel (208) zum Verändern des Polarisationszustandes von übertragenen optischen Signalen mindestens einmal während jeder Burstfehlerkorrekturperiode des vom System eingesetzten Vorwärtsfehlerkorrekturcodes, wobei die Geschwindigkeit von einem oder mehreren der Polarisationszustandveränderungsmittel zwischen rund 0,5 BR/FEC-BECL und rund BR/N liegt, wobei BR die Systembitrate, FEC-BECL die Vorwärtsfehlerkorrektur-Burstfehlerkorrekturlänge und N die Anzahl der Mittel zum Verändern des Polarisationszustandes entlang der Strecke ist.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 9, wobei die Geschwindigkeit eines oder mehrerer der Polarisationszustandveränderungsmittel zwischen rund 0,5 BR/FEC-BECL und dem geringeren von rund BR/(8xID) und rund BR/N liegt, wobei BR die Systembitrate, FEC-BECL die Vorwärtsfehlerkorrektur-Burstfehlerkorrekturlänge, ID die Verschachtelungstiefe und N die Anzahl der Mittel zum Verändern des Polarisationszustandes entlang der Strecke ist.
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