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Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf Verfahren und Vorrichtungen
zur Übertragung
optischer Signale in eine hohe Kapazität aufweisenden Langstrecken-Lichtwellen-Kommunikationssystemen,
die ein Modulationsformat mit Rückkehr
zu Null (RZ-Format) und eine Dispersionsverwaltung verwenden.
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Hintergrund
der Erfindung
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Optische
Nichtlinearitäten
von Übertragungs-Lichtleitfasern
wurden zu beschränkenden Faktoren
für eine
hohe Kapazität
aufweisende Langstrecken-Lichtwellen-Übertragungssysteme.
In einem Übertragungssystem
mit optischer Verstärkung verschlechtert
das Rauschen aufgrund der verstärkten
Spontanemission (ASE) das Signal-/Störverhältnis (SNR), und es ist dann
eine höhere
Signalleistung erforderlich, um einen minimalen Wert des SNR aufrechtzuerhalten.
Optische Nichtlinearitäten
verzerren jedoch das Übertragungssignal
und beschränken
damit die maximale optische Leistung, die über die optische Übertragungsleitung
abgestrahlt werden kann.
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Es
ist möglich,
die Selbstphasen-Modulation (SPM) mit chromatischer Dispersion durch
eine geeignete Auslegung der Übertragungs-Impulsschwingungsform
sowie der Impulsenergie auszugleichen. Derartige nichtlineare Impulse
sind als „optische
Solitonen" bekannt.
Weil die chromatische Dispersion durch eine optische Nichtlinearität kompensiert
wird, besteht keine Notwendigkeit, eine Dispersionskompensation
in Soliton-Systemen durchzuführen.
In dieser Hinsicht sei beispielsweise auf das US-Patent 411, 412,
413, 414, 415, 416 558 921 (A. Hasegawa) vom 17. Dezember 1985,
das US-Patent 4 700 339 (J. P. Gordon) vom 13. Oktober 1987 und
das US-Patent 5 035 481 (L. F. Mollenauer) vom 30. Juli 1991 verwiesen.
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Obwohl
eine transozeanische Soliton-Übertragung
bekannt ist, wurde die übliche
Soliton-Übertragungstechnologie
nicht kommerziell eingesetzt. Eines der Hauptprobleme bei üblichen
Soliton-Übertragungssystemen
besteht in Zeitsteuerschwankungen. Eine Soliton-Impulsbreite beträgt typischerweise
angenähert
10% einer Bitperiode, und es gibt keinen grundlegenden Mechanismus,
der derartige kurze Impulse zeitlich festlegen kann. Störungen,
wie z. B. eine Soliton-Soliton-Wechselwirkung,
eine Frequenzverschiebung aufgrund des ASE-Rauschens und eine Schallwelle,
die durch einen vorhergehenden Impuls erzeugt wird, neigen dazu,
die Impulse aus ihrer ursprünglichen
Position herauszubewegen, wie dies in dem US-Patent 5 710 649 (L. F. Mollenauer)
vom 20. Januar 1998 angegeben ist. Es wurden weiterhin viele Techniken
verwendet, um die Zeitsteuerschwankungen zu verringern oder zu beseitigen,
wie dies in dem Buch mit dem Titel „Optical Fiber Telecommunications
IIIA" von I. P.
Kaminow et al. auf den Seiten 373-461 (Academic Press, 1997) beschrieben
ist. Alle die vorstehenden Techniken, die auch als „Soliton-Steuertechnologien" bekannt sind, sind
typischerweise in vielen praktischen Anwendungen nicht kosteneffektiv
und machen weiterhin die Systemauslegung kompliziert.
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In
letzterer Zeit wurde eine neue Klasse von Solitonen (dispersionsverwaltete
oder dispersionsgesteuerte Solitonen) in der Veröffentlichung mit dem Titel „Reduction
of Gordon-Haus timing jitter by periodic dispersion compensation
in Soliton transmission" von
M. Suzuki et al., Electronic Letters, Band 31, Nr. 23, Seiten 2027-2029, 1995, beschrieben.
Eine Veröffentlichung
mit dem Titel „Soliton
Transmission Using Periodic Dispersion Compensation" von N. J. Smith
et al. im Journal of Lightwave Technology, Band 15, Nr. 10, Seiten
1808-1822, 1997, beschreibt ein dispersionsgesteuertes Soliton (DMS)
von dem gezeigt wurde, dass es eine wesentlich bessere Betriebsleistung
als ein übliches
Soliton hat, während
es gleichzeitig von Natur aus gewünschte Eigenschaften üblicher
Solitonen hinsichtlich der Behandlung optischer Nichtlinearitäten hat.
Es gibt fünf
Hauptverbesserungen in DMS-Übertragungssystemen
verglichen mit konventionellen Soliton-Systemen. Diese fünf Verbesserungen
sind (a) Energievergrößerung, bei
der es möglich
ist, eine wesentlich höhere
Signalleistung für
ein DMS-Signal abzustrahlen, als bei üblichen Soliton-Signalen, wodurch
das SNR des Systems verbessert wird; (b) reduzierte Zeitsteuerschwankungen;
(c) es sind keine zusätzlichen
Soliton-Steuertechnologien erforderlich; (d) sie sind mit vorhandenen
Technologien ohne Rückkehr
auf Null (NRZ) kompatibel; und (e) sie haben eine hohe Leistungs-
und Dispersionstoleranz.
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In
einer Veröffentlichung
mit dem Titel „1 Tbit/s
(100x107 Gbits) Transoceanic Transmission Using
30 nm-Wide Broadband Optical Repeaters with Aeff-Enlarged Positive
Dispersion Slope Fiber and Slope-Compensating DCF" von T. Tsuritani
et al., Seiten 38-39 der Post-Deadline Papers, 25th European
Conference on Optical Communications, 1999, wird beschrieben, dass
eine erhebliche Systembetriebsleistung unter Verwendung der DMS-Technologie
in vielen Laborexperimenten sowohl hinsichtlich der Entfernung als
auch der Gesamtkapazität
erzielt wurde. Eine ähnliche
Betriebsleistung wurde auch von vielen anderen demonstriert, wie
z. B. in den Veröffentlichungen
mit dem Titel „1
Terabit/s WDM Transmission over 10.000 km" von T. Naito et al., PD2-1, Seiten
24-25, 25th European Conference on Optical
Communication, 1999, und „1.1-Tb/s (55x20-GB/s)
Dense WDM Soliton Transmission Over 3.20 km Widely-Dispersion Managed
Transmission Line Employing 1.55/1,58 µm Hybrid Repeaters" von Fukuchi et al.,
PD2-10, Seiten 42-43, 25th European Conference
on Optical Communication, 1999.
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Obwohl
vorhergehende Laborexperimente die Möglichkeit von DMS-Systemen
für Langstrecken-
und Hochkapazitäts-Anwendungen
bewiesen haben, gibt es viele Herausforderungen, um sowohl eine
Zuverlässigkeit
als auch Flexibilität
derart zu erzielen, dass ein solches DMS-System in einer realistischen
Umgebung verwendet werden kann. Beispielsweise kann in terrestrischen
optischen Lichtleitfaser-Netzwerken
die Entfernung zwischen Repeatern oder optischen Verstärkern bis
zu 130 km betragen. Solche Entfernungen sind beträchtlich
größer als
die der vorhergehenden Experimente. Die Auswirkungen des größeren Repeater-Abstandes
sind zweifach. Erstens ist die erforderliche Signalleistung typischerweise
wesentlich höher,
um die SNR-Verschlechterung zu beseitigen, die durch die erforderliche
größere Verstärkung der
Verstärker
hervorgerufen wird. Zweitens werden als Ergebnis der erforderlichen
höheren
Signalleistung optische Nichtlinearitäten von größerer Bedeutung für die Langstreckenübertragung.
Eine weitere Herausforderung besteht darin, dass es eine Vielzahl
von unterschiedlichen Lichtleitfaser-Typen in vorhandenen Lichtleitfaser-Netzwerken
gibt. Optische Nichtlinearitäten
werden noch schädlicher
für eine Übertragungsleitung, die
unterschiedliche Arten von Lichtleitfasern umfasst. Wie bei DMS-Systemen
ist die Gesamtkapazität
nicht nur durch die Bandbreite der optischen Verstärker beschränkt, sondern
auch durch die chromatische Dispersion höherer Ordnung der Übertragungs-Lichtleitfaser.
Die Situation ist sogar noch schwieriger, wenn mehrere unterschiedliche
Arten von Lichtleitfasern beteiligt sind. Eine zuverlässige und
kosteneffektive Lösung
für die
chromatische Dispersion höherer
Ordnung stellt eine der Haupt-Herausforderungen für eine hohe
Kapazität
aufweisende Langstrecken-DMS-Systeme dar. Schließlich sind die Entfernung und
die Kapazität
nicht nur die einzigen Anforderungen an optische Netzwerke der nächsten Generation.
Beispielsweise ist es äußerst wünschenswert,
die Flexibilität
zu haben, optische Hinzufügungs-/Abzweigknoten
an irgendeiner Stelle entlang der optischen Übertragungsleitung zu haben.
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In
einem dispersionsgesteuerten Soliton- (DMS-) System lassen sich
bei DMS beträchtliche Leistungsverbesserungen
voraussagen, die für
eine Einzelkanal-Ausbreitung
gelten. Die Leistungsverbesserung kann nicht in vollem Ausmaß für ein Mehrkanalsystem
ausgenutzt werden, weil die Kreuzphasen-Modulation (XPM) die Gesamt-Systembetriebsleistung
dominiert. DMS-Systeme erfordern weiterhin eine genaue Symmetrie
zwischen der Selbstphasenmodulation (SPM) in der Übertragungsphase
und der SPM einer dispersionskompensierenden Faser, was in vielen
Fällen
zu wesentlich engeren Systemgrenzen führt.
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Es
ist wünschenswert,
ein eine hohe Kapazität
aufweisendes Dispersions- und Nichtlinearitäts-gesteuertes Lichtwellen-Kommunikationssystem mit
extrem langen Streckenabschnitten zu schaffen, das die vorstehend
beschriebenen Probleme beseitigt.
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Das
Kapitel 12 mit dem Titel „Solltons
in High Bit-Rate Long-Distance Transmission" der Veröffentlichung „Optical
Fiber Telecommunications, Band IIIA" (XP009009245) diskutiert Fragen bezüglich der Verwendung
von Solitonen und beschreibt ein System, bei dem Soliton-Impulse
mit einem gesteuerten und gewünschten
Chirp-Effekt bereitgestellt
werden.
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Die
Veröffentlichung „Prechirp
Technique as a Linear Dispersion Compensation for Ultrahigh-Speed
Long-Span Intensity Modulation Directed Detection Optical Communications
Systems" im Journal
of Lightwave Technology IEEE, New York, Band 12, Nr. 10, 1. Oktober
1994, Seiten 1706-1719 offenbart eine Vor-Chirp-Vorverzerrungs-Technik in einem optischen
Sender.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung ist auf ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur Aussendung von optischen Signalen in eine hohe Kapazität aufweisenden Langstrecken-Lichtwellen-Kommunikationssystemen
gerichtet, die das Modulationsformat mit Rückkehr auf Null (RZ) und eine
Dispersionsverwaltung oder -steuerung verwenden.
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Gemäß der Erfindung
wird ein optisches Übertragungssystem
geschaffen, das Folgendes umfasst:
- ein Sender-Endgerät mit:
einer
Anzahl von mit Rückkehr
auf Null arbeitenden (RZ-) Sendern, wobei jeder Sender zum Empfang
eines getrennten Kanal-Eingangssignals und zur Erzeugung eines entsprechenden
Vorwärtsfehlerkorrektur-
(FEC-) modulierten Ausgangssignals aus diesem Eingangssignal in
einem getrennten vorgegebenen Kanalfrequenz-Teilband eines Gesamtfrequenzbandes
ausgebildet ist, das eine vorgegebene Kanaltrennung von einem benachbarten
Kanalfrequenzband einschließt,
das von einem anderen RZ-Sender erzeugt wird; und
- eine Multiplexieranordnung zum Multiplexieren der Anzahl der
vorgegebenen Kanalfrequenz-Teilbänder von
der Anzahl von RZ-Sendern in getrennte Gruppen von Frequenzbändern, wobei
die Gruppen von Frequenzbändern
eine vorgegebene Bandlücken-Trennung
zwischen sich aufweisen, wobei in jede Gruppe von Frequenzbändem ein
vorgegebener getrennter Vor-Chirp eingeführt wird, bevor sie mit allen
anderen Gruppen von Frequenzbändern
in ein einziges multiplexiertes Ausgangssignal multiplexiert werden;
und eine optische Übertragungsleitung,
die einen mit dem Ausgang der Multiplexieranordnung gekoppelten
Eingang und eine Anzahl von Raman-Verstärkern aufweist.
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Vorzugsweise
ist die optische Übertragungsleitung
in eine Anzahl von optischen Übertragungsleitungsabschnitten
unterteilt, wobei die optische Übertragungsleitung
Folgendes umfasst:
- eine Anzahl von Raman-Verstärkern, wobei
einer der Anzahl von Raman-Verstärkern an
dem Ende jedes optischen Übertragungsleitungsabschnittes
angeordnet und so ausgebildet ist, dass er an einen Eingang hiervon
das einzelne multiplexierte Ausgangssignal empfängt, das sich in einem zugehörigen Übertragungsleitungsabschnitt
ausbreitet, und ein vorgegebenes Raman-Pumpleistungssignal in dem optischen Übertragungsleitungsabschnitt
in einer entgegengesetzten Richtung zu dem empfangenen einzelnen
multiplexierten Ausgangssignal kombiniert, um an einem Ausgang hiervon
ein optisches Signal zu erzeugen, das Raman-verstärkt ist,
um eine pfadgemittelte optische Leistung ohne Vergrößerung einer
nichtlinearen Beeinträchtigung
zu vergrößern; und
- zumindest einen dispersionskompensierenden Leitungsverstärker (DCLA),
der mit einem Ausgang eines Raman-Verstärkers an dem Ende einer vorgegebenen
Gruppe von optischen Übertragungsleitungsabschnitten
gekoppelt ist, wobei der DCLA so ausgebildet ist, dass er eine Dispersionskompensation
für das
einzelne multiplexierte Ausgangssignal einführt und eine getrennte Dispersionskompensation
höherer
Ordnung für
jede der darin enthaltenen Gruppen von Frequenzbändern einführt.
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Die
Erfindung ergibt weiterhin ein Verfahren zur Übertragung von Signalen in
einem optischen Übertragungssystem
mit den folgenden Schritten:
- (a) Empfangen
jedes Kanal-Eingangssignals einer Anzahl von Kanal-Eingangssignalen
in einem getrennten einer Anzahl von mit Rückkehr auf Null arbeitenden
(RZ-) Sendern und Erzeugen eines entsprechenden Vorwärtsfehlerkorrektur-
(FEC-) modulierten Ausgangssignals aus diesem Eingangssignal in
einem getrennten vorgegebenen Kanalfrequenz-Teilband eines Gesamtfrequenzbandes,
das eine vorgegebene Kanaltrennung von einem benachbarten Kanalfrequenzband
einschließt,
das von einem anderen RZ-Sender erzeugt wird;
- (b) Multiplexieren der Anzahl von vorgegebenen Kanalfrequenzbändern von
der Anzahl von RZ-Sendern in getrennte Gruppen von Frequenzbändern, wobei
die Gruppen von Frequenzbändern
eine vorgegebene Bandlücken-Trennung zwischen
sich aufweisen, wobei in jede Gruppe von Frequenzbändern ein
vorgegebener getrennter Vor-Chirp eingeführt wird, bevor sie mit allen anderen
Gruppen von Frequenzbändern
in ein einzelnes multiplexiertes Ausgangssignal multiplexiert wird;
- (c) Empfangen des einzelnen multiplexierten Ausgangssignals
in einer optischen Übertragungsleitung,
die eine Anzahl von Raman-Verstärkern
aufweist. Vorzugsweise umfasst der Schritt (c) den Empfang des einzelnen
multiplexierten Ausgangssignals in einer optischen Übertragungsleitung,
die in vorgegebene optische Übertragungsleitungsabschnitte
unterteilt ist, wobei das Verfahren weiterhin Folgendes umfasst:
- (d) Empfangen des einzelnen multiplexierten Ausgangssignals,
das sich in jedem optischen Übertragungsleitungsabschnitt
ausbreitet, durch einen getrennten Raman-Verstärker, der ein vorgegebenes
Raman-Pumpleistungssignal in dem optischen Übertragungsleitungsabschnitt
in einer entgegengesetzten Richtung zu dem empfangenen einzelnen
multiplexierten Ausgangssignal kombiniert, um ein Ausgangssignal
zu erzeugen, das Raman-verstärkt
ist, um eine pfadgemittelte optische Leistung zu vergrößern, ohne
die nichtlineare Beeinträchtigung
zu vergrößern; und
- (e) Einführen
einer Dispersionskompensation von einem dispersionskompensierenden
Leitungsverstärker
(DCLA) in das einzelne multiplexierte Ausgangssignal von einem Ausgang
eines Raman-Verstärkers
an dem Ende einer vorgegebenen Gruppe von optischen Übertragungs-leitungsabschnitten
zur Schaffung einer getrennten Dispersionskompensation höherer Ordnung
für jede
der Gruppen von Frequenzbändern
in dem einzelnen multiplexierten Ausgangssignal.
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Die
Erfindung wird weiter aus der folgenden ausführlicheren Beschreibung in
Verbindung mit den beigefügten
Zeichnungen und Ansprüchen
verständlich.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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1A und 1B zeigen ein Blockschaltbild eines Beispiels
eines Lichtwellen-Übertragungssystems
mit extrem langen Streckenabschnitten gemäß der vorliegenden Erfindung;
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2 zeigt ein Blockschaltbild
eines Beispiels eines mit Rückkehr
auf Null arbeitenden (RZ-) Senders zur Verwendung in einem Sende-Endgerät des Beispiels
für das
Lichtwellen-Übertragungssystem
mit extrem langen Streckenabschnitten nach den 1A und 1B gemäß der vorliegenden
Erfindung;
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3 zeigt ein Blockschaltbild
eines Raman-Verstärkers
zur Verwendung in einer Übertragungs-Lichtleitfaser
des Beispiels des Lichtwellen-Übertragungssystems
mit extrem langen Streckenabschnitten nach den 1A und 1B gemäß der vorliegenden
Erfindung;
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4 zeigt grafisch ein Beispiel
einer Raman-Verstärkungscharakteristik-Form, die mit dem Raman-Verstärker nach 3 gemäß der vorliegenden Erfindung
erzielbar ist;
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5 zeigt ein Blockschaltbild
eines optischen Leitungsverstärkers
zur Verwendung in einer Übertragungs-Lichtleitfaser
des Beispiels des Lichtwellen-Übertragungssystems
mit extrem langen Streckenabschnitten nach den 1A und 1B gemäß der vorliegenden
Erfindung;
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6 zeigt ein Blockschaltbild
eines dispersionskompensierenden Leitungsverstärkers zur Verwendung in einer Übertragungs-Lichtleitfaser
des Beispiels des Lichtwellen-Übertragungssystems
mit extrem langen Streckenabschnitten nach den 1A und 1B gemäß der vorliegenden
Erfindung;
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7 zeigt ein Blockschaltbild
eines Beispiels eines Rückkehr-auf-Null-Empfängers zur
Verwendung in einem Empfangs-Endgerät des Beispiels des Lichtwellenübertragungssystems
mit extrem langen Streckenabschnitten nach den 1A und 1B gemäß der vorliegenden
Erfindung;
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8 zeigt grafisch eine Kurve
für das
System-Betriebsverhalten bei unterschiedlichen Impulsbreiten für ein Beispiel
eines Systems gemäß der vorliegenden
Erfindung;
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9 zeigt grafisch eine Kurve
der Kanalleistung für
eine Optimierung der Kanalleistung in einem Beispiel des Systems
gemäß der vorliegenden Erfindung;
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10 zeigt grafisch eine Umrisskurve
für die
pfadgemittelte Dispersion eines Abschnittes einer Übertragungs-Lichtleitfaser
gemäß der vorliegenden Erfindung;
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11 zeigt grafisch eine Kurve
einer Kanalbelastungs-Einbuße
unter Verwendung einer Frequenzbandlösung gemäß der vorliegenden Erfindung;
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12 zeigt eine grafische
Darstellung für die
Dispersionsverwaltung eines Beispiels des Systems für ein Beispiel
einer Übertragungsleitungsroute von
2950 km, das aus gemischten Lichtleitfasern gemäß der vorliegenden Erfindung
besteht; und
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13 zeigt grafisch eine Kurve
für ein
Beispiel des Systembetriebsverhaltens von vorgegebenen Hybrid-Lichtleitfaser-Typen
nach der Übertragung
der optischen Signale über
eine Strecke von 2950 km über
die gemischten Lichtleitfasern gemäß der vorliegenden Erfindung.
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Ausführliche
Beschreibung
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Die
vorliegende Erfindung verwendet drei Technologien, die es ermöglichen,
die praktischen Herausforderungen zu überwinden, die sich beim Stand
der Technik finden. Diese drei dies möglich machenden Technologien
sind: (a) ein Modulationsformat mit Rückkehr auf Null (RZ), (b) eine
Wellenlängenband-Struktur
für sowohl
die Bandbreiten-, Dispersions- und Nichtlinearitäts-Verwaltung und -Steuerung,
und (c) eine verteilte Raman-Verstärkung. Keine dieser drei dies
ermöglichenden
Technologien als solche kann verwendet werden, um eine erforderliche
System-Betriebsleistung für
ein eine hohe Kapazität
aufweisendes Langstrecken-Lichtwellen-Übertragungssystem zu verwirklichen.
Die folgende Beschreibung erläutert
die Probleme, die gelöst
werden müssen,
und wie die oben erwähnten drei
Technologien in optimaler Weise verwendet werden, um die erforderliche
System-Betriebsleistung zu erzielen.
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Weil
optische Nichtlinearitäten
und Verstärker-Rauschen
die zwei Hauptbeschränkungen
für eine
optische Übertragung über extrem
lange Übertragungsstrecken
sind, konzentriert sich die Anwendung der oben erwähnten drei
unterschiedlichen Technologien auf die weitestgehende Verringerung der
Auswirkung von optischen Nichtlinearitäten, während das optische Signal-/
Rauschverhältnis
(OSNR) zu einem Maximum gemacht wird. Es gibt vier optische Haupt-Nichtlinearitäten in Einmoden-Übertragungs-Lichtleitfasern.
Dies sind (a) die Selbstphasenmodulation (XPM) die sich auf einen
nichtlinearen Einzelkanal-Effekt bezieht, der sich aus einem optischen
Kerr-Effekt ergibt, (b) die Kreuzphasenmodulation (XPM) die ein
nichtlinearer Mehrkanal-Effekt ist, der sich aus dem optischen Kerr-Effekt
ergibt, (c) Vierwrellen-Mischung (FWM), was ein kohärenter nichtlinearer
Mehrkanal-Effekt ist, der sich aus dem optischen Kerr-Effekt ergibt,
(d) die stimulierte Raman-Streuung (SRS) die ein nichtlinearer Mehrkanal-Effekt
ist, der sich aus einer Wechselwirkung zwischen der Laserstrahlung
und Molekularschwingungen ergibt.
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Es
wurde festgestellt, dass ein Modulationsformat mit Rückkehr auf
Null (RZ) sehr effektiv ist, um die SPM (die in der Nichtlinearität (a) vorstehend
beschrieben wurde) zu einem Minimum zu machen, wenn eine Dispersionsfunktion
optimiert wird. Es gibt einen bestimmten Bereich von optimaler Impulsbreite,
die die Konstruktion eines RZ-Übertragungssystems
ermöglichen,
das verfügbare
kommerzielle Sender-Komponenten
verwendet. Die optimale Impulsbreite wird außerdem durch die Auswahl von
Frequenzen für
die Kanalabstände
beeinflusst.
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Hinsichtlich
der für
die vorstehende Nichtlinearität
(b) beschriebenen Kreuzphasen-Modulation (XPM)
ist XPM die am schwierigsten zu kontrollierende optische Nichtlinearität. Gemäß der vorliegenden Erfindung
werden drei Techniken verwendet, um XPM zu einem Minimum zu machen.
Zunächst
wird die Übertragungsbandbreite
in Frequenzbänder
mit vorgegebenen Bandlücken
zwischen benachbarten Bändern
unterteilt, um die Begrenzung der XPM-Beeinträchtigung auf einen tolerierbaren
Wert zu unterstützen.
Eine Kanal-Lasteinbuße
aufgrund von XPM klingt wesentlich schneller ab, als bei einer gleichförmigen Zuteilung
oder Techniken ohne Bandunterteilung. Zweitens trägt die Verwendung
einer verteilten Rückwärts-Raman-Verstärkung dazu
bei, die pfadgemittelten optischen Leistungen ohne Vergrößerung der
nichtlinearen Beeinträchtigung
zu vergrößern. Dies
ermöglicht – es; ein erforderliches OSNR aufrechtzuerhalten,
während
die Kanal-Abstrahlleistung verringert wird. Drittens trägt, wie
dies nachfolgend beschrieben wird, die Technik für eine Steuerung der höheren Dispersion
dazu bei, eine Phasenbeziehung zwischen unterschiedlichen Frequenzbändern zufällig zu
machen. Dies verringert das Schlimmstfall-Szenarium einer Kanal-Neuausrichtung
aufgrund einer periodischen Dispersionskompensation.
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Die
Vierwellenmischung (FWM), die für
die vorstehende Nichtlinearität
(c) beschrieben wurde, wird durch die Kanalfrequenz-Zuteilung sowie
die verteilte Raman-Verstärkung
aus den Gründen
zu einem Minimum gemacht, die vorstehend hinsichtlich der Vorteile
der Kanalfrequenz-Zuteilung und die verteilte Raman-Verstärkung beschrieben
wurden. Die Auswirkung der stimulierten Raman-Streuung (SRS), die
für die
vorstehende Nichtlinearität
(d) beschrieben wurde, ist zweifach. Die SRS ruft eine Energieübertragung
zwischen Kanälen
hervor, was einen dynamischen Leistungsabfall erzeugt, und sie führt zu einem
statistischen Kanal-zu-Kanal-Übersprechen. Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird das Problem des dynamischen Leistungsabfalls durch
die Verwendung einer automatischen Bandleistungs-Entzerrung gelöst, die
von Natur aus in der Struktur der Kontrolle der Dispersion höherer Ordnung
enthalten ist. Das Kanal-zu-Kanal-Raman-Übersprechen wird im Wesentlichen
durch die verteilte Verstärkung
aufgrund der Verwendung einer niedrigeren Abstrahlleistung verringert.
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Die
endgültige Übertragungsentfernung
ist durch optische Nichtlinearitäten
und das Rauschen des optischen Verstärkers bestimmt. Es ist möglich, das
Anwachsen des Verstärker-Rauschens
dadurch zu kontrollieren, dass optische Verstärker unter geringeren Abständen angeordnet
werden, genauso wie in optischen Unterwasser-Übertragungssystemen.
Systemkonstrukteure haben jedoch nicht diese Freiheit bei der Konstruktion
der terrestrischer Übertragungssysteme.
Selbst wenn die Auswirkungen von optischen Nichtlinearitäten zu einem
Minimum gemacht wurden, ist eine Vorwärtsfehlerkorrektur (FEC) erforderlich,
um die Übertragungsentfernung über die
Nichtlinearitätsgrenzen
hinweg zu erstrecken. Die Wirksamkeit der FEC wird durch das Ausmaß der Nichtlinearitätskontrolle
beeinflusst. Andererseits erfordert eine Außerband-FEC-Technik eine höhere Bitrate
oder kürzere
Impulse was ebenfalls die Nichtlinearitätskontrolle beeinflusst.
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Es
wird nunmehr auf die 1A und 1B Bezug genommen, in denen
ein Blockschaltbild eines Beispiels eines Lichtwellen-Übertragungssystems mit
extrem langen Streckenabschnitten gemäß der vorliegenden Erfindung
gezeigt ist. 1A zeigt
ein Blockschaltbild eines Beispiels eines Sende-Endgerätes 10 (das
in einem Rechteck mit strichpunktierten Linien gezeigt ist) und
eine optische Übertragungsleitung 12 mit
extrem langen Streckenabschnitten gemäß der vorliegenden Erfindung. 1B zeigt ein Blockschaltbild
eines verbleibenden Teils des ein Beispiel darstellenden optischen Übertragungsleitung 12 für extrem
lange Streckenabschnitte gemäß 1A und ein Beispiel eines
Empfangs-Endgerätes 14 (das
innerhalb eines Rechtecks mit strichpunktierten Linien gezeigt ist)
zum Empfang der optischen Signale von den Sende-Endgeräten 10 gemäß der vorliegenden
Erfindung.
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Das
Ausführungsbeispiel
des Sende-Endgerätes 10 umfasst
eine Anzahl von X-Gruppen
von jeweils N mit Rückkehr
auf Null arbeitenden Sendern (RZTX) 20a-20n (von denen
lediglich die Gruppe von RZTX's 20a1-20n1 für die Gruppe 1 und
die Gruppe von RZTX's 20ax-20nx gezeigt
sind), eine Anzahl von X-Kanalmultiplexern (CHAN MUX BAND) 22a-22x (von
denen lediglich die Kanalmultiplexer 22a und 22x gezeigt
sind), eine Anzahl von X optischen Niedrigleistungs-Verstärkern (A) 24a-24x (von denen
lediglich die Verstärker 24a und 24x gezeigt sind),
eine Anzahl von X Dispersions-Kompensationselementen (DCE) 26a-26x (von
denen lediglich die DCE's 26a und 26x gezeigt
sind) und einen Band-Multiplexer (BAND MUX) 28. Jeder der
RZTX's 20a1-20n1 empfängt ein
getrenntes Eingangssignal und wandelt das zugehörige Eingangssignal in ein getrenntes
Ausgangssignal in einem getrennten Frequenzband eines ersten Gesamtfrequenzbandes (Band 1)
um. In ähnlicher
Weise empfängt
jeder der RZTX's 20ax-20nx ein
getrenntes Eingangssignal und wandelt das zugehörige Eingangssignal in ein getrenntes
Ausgangssignal in einem getrennten Frequenzband eines letzten Gesamt-Frequenzbandes (Band
X) um. Es ist verständlich,
dass obwohl jede Gruppe von RZTX's
so dargestellt ist, als ob sie n RZTX's 20a-20n umfasst,
die Anzahl „n" in jeder Gruppe eine
andere Anzahl umfassen kann, wenn in einer praktischen Anordnung
eine gleiche Anzahl von RZTX's 20a-20n nicht
für jede
der X-Gruppen von RZTX's 20a-20n zur
Verfügung steht.
Die Kanalmultiplexer 22a und 22x empfangen die
Ausgänge
von den RZTX's 20a1-20n1
bzw. 20ax-20nx und Multiplexieren die empfangenen
Signale innerhalb der passenden Frequenzband-Schlitze der jeweiligen
Gesamt-Frequenzbänder 1 und
X und senden ein getrenntes einzelnes Ausgangssignal aus. Die kombinierten
Signale in dem ersten Gesamt-Frequenzband (Band 1) von
dem ersten Kanalmultiplexer (CHAN MUX BAND 1) 22a werden über einen
optischen Niedrigleistungs-Verstärker 24a,
der das erste Gesamtfrequenzband-Signal auf einen vorgegebenen Pegel
verstärkt,
und dann über
ein Dispersions-Kompensationselement 26a ausgesandt,
das einen vorgegebenen Chirp (Dispersionswert) zu dem zugehörigen ersten
Gesamtfrequenzband hinzufügt.
In ähnlicher
Weise werden die kombinierten Signale in dem letzten Gesamtfrequenzband
(BAND X) von dem letzten Kanalmultiplexer (CHAN MUX BAND X) 22a über einen
optischen Niedrigleistungs-Verstärker 24x,
der das letzte Gesamtfrequenzband-Signal auf einem vorgegebenen
Pegel verstärkt,
und dann an ein Dispersions-Kompensationselement 26x ausgesandt,
das einen vorgegebenen Chirp (Dispersionswert) zu den zugehörigen letzten
Gesamtfrequenzband hinzufügt.
Die Ausgangssignale von jedem der Dispersions-Kompensationselemente 26a-26x werden
an getrennten Eingängen
des Band-Multiplexers 28 empfangen, an dem die Anzahl von
X Gesamt-Frequenzbändern
zu einem einzigen Ausgangssignal von dem Sende-Endgerät 10 zur Übertragung über eine
optische Übertragungsleitung 12 mit
extrem langen Streckenabschnitten kombiniert wird.
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In
dem Sende-Endgerät 10 wird
die Gesamt-Sendefrequenz-Bandbreite in viele kleinere Frequenzbänder 1-X
mit vorgegebenen Lücken
zwischen den benachbarten Frequenzbändern unterteilt. Jedes Frequenzband
1-X enthält
eine vorgegebene Anzahl „n" von Kanälen, die
von den zugehörigen
RZTX's 20a-20n mit
vorgegebenen Kanalabständen
gewonnen werden.
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Die
optische Übertragungsleitung 12 mit
extrem langen Streckenabschnitten umfasst eine Anzahl von optischen
Leitungsverstärkern
(OLA) 32, eine Anzahl von rückwärts gepumpten Raman-Verstärkern (RA) 34 und
zumindest einen Dispersionskompensations-Leitungsverstärker (DCLA) 36.
Jeder Abschnitt der optischen Übertragungsleitung
umfasst einen der optischen Leitungsverstärker (0LA) am Anfang,
der einen Erbium-dotierten Lichtleitfaser-Verstärker (EDFA) umfassen kann,
und einen der rückwärts gepumpten
Raman-Verstärker
(RA) 34 an dem Ende des Abschnittes der optischen Übertragungsleitung.
Nach einer vorgegebenen Anzahl von optischen Übertragungsleitungsabschnitten
wird der OLA 32 durch einen der Dispersionskompensations-Leitungsverstärker (DCLA) 36 ersetzt.
Die Funktionalitäten
des DCLA 36 sind hauptsächlich
zweifach. Der DCLA 36 kompensiert die chromatische Dispersion
höherer
Ordnung und entzerrt die Bandleistung. Der DCLA 36 ergibt
weiterhin den Vorteil der Reduzierung der Kreuzphasenmodulation
(XPM) zwischen benachbarten Bändern.
Die Positionierung des DCLA 36 entlang der optischen Übertragungsleitung 12 kann
flexibel sein, was es Netzwerk-Konstrukteuren ermöglicht,
DCLA's 36 an
zweckmäßigen Stellen
anzuordnen. Nach dem DCLA 36 wiederholt sich die Struktur
der optischen Übertragungsleitung 12 periodisch,
bis das abschließende
Ziel an dem Empfangs-Endgerät 14 nach 1B erreicht ist.
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Wie
dies in 1B gezeigt ist,
durchlaufen die optischen Signale in dem letzten optischen Übertragungsleitungsabschnitt
den letzten rückwärts gepumpten
Raman-Verstärker (RA) 34 und
werden von dem Empfangs-Endgerät 14 empfangen.
Das Empfangs-Endgerät 14 umfasst
einen Vorverstärker
(PA) 40, einen Breitband-Dispersionskompensator DC 42, einen
Band-Demultiplexer (BAND DEMUX) 44, eine Anzahl von Dispersions-Nachkompensations- (POST
DC-) Modulen 46a-46x (von denen lediglich die POST DC's 46a und 46x gezeigt
sind), eine Anzahl von Kanal-Banddemultiplexern
(CHAN BAND DEMUX) 48a-48x (von denen lediglich die CHAN BAND
DEMUX's 48a und 48x gezeigt
sind) und eine Anzahl von (N) (X) Rückkehrauf-Null-Empfängern (RZRX) 50a-50n (von
denen lediglich die RZRX-Empfänger 50a1-50an und 50na-50nx für die Bänder 1 bzw.
X gezeigt sind.
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Der
Band-Demultiplexer 44 bewirkt eine Trennung jedes der Gesamt-Frequenzbänder 1-X, die
von der optischen Übertragungsleitung 12 empfangen
werden, in einzelne Ausgänge
zur Ausbreitung über
Lichtleitfaser-Pfade 45a bzw. 45x, von denen lediglich
die Lichtleitfaser-Pfade 45a und 45x mit eingefügten Bauteilen
gezeigt sind. Ein Dispersions-Nachkompensationssmodul 46a empfängt die Signale
in dem Frequenzband 1 über
den Lichtleitfaser-Pfad 45a und ergibt eine Dispersions-Nachkompensation
für das
Frequenzband 1. In ähnlicher
Weise empfängt
ein Dispersions-Nachkompensationsmodul 46x die Signale
in dem Frequenzband X über einen
Lichtleitfaser-Pfad 45x und ergibt eine Dispersions-Nachkompensation
für das
Frequenzband X. Jeder der Anzahl von Kanal-Banddemultiplexern 48a-48x empfängt die
Ausgangssignale von einem getrennten zugehörigen der Anzahl von Dispersions-Nachkompensationsmodulen 46a-46x und
führt eine
weitere Demultiplexierung des empfangenen Frequenzbandes (das heißt des Frequenzbandes 1) in
zugehörige
einzelne Kanäle
zur Aussendung über einen
getrennten Ausgangspfad aus. Jeder der Kanäle 1-n des Frequenzbandes 1 von
dem Kanalband-Demultiplexer 48a ist mit einem entsprechenden
getrennten der Anzahl von RZRX's 50a1-50n1 gekoppelt,
und jeder der Kanäle
1-n des Frequenzbandes X von dem Kanalband-Demultiplexer 48x ist mit
einem entsprechenden getrennten der Anzahl von RZRX's 50ax-50nx gekoppelt.
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Es
wird nunmehr auf 2 Bezug
genommen, in der ein Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiels des mit Rückkehr-auf-Null
arbeitenden Senders (RZTX) 20 (der in einem strichpunktierten Rechteck
gezeigt ist) zur Verwendung in dem Sende-Endgerät 10 des ein Beispiel
darstellenden Lichtwellen-Übertragungssystems
mit extrem langen Streckenabschnitten nach den 1A und 1BN
gemäß der vorliegenden
Erfindung gezeigt ist. Der RZTX 20 umfasst einen Vorwärtsfehlerkorrektur- (FEC-)
Codieren 60, einen Modulations-Treiber 62, einen
Impulslaser-Treiber 64, eine Kurzimpuls-Laserquelle 66 und
einen optischen Modulator 68. Elektronische Eingangsdaten
und Taktsignale werden an getrennen Eingängen des FEC-Codierers 60 empfangen.
der ein codiertes Datenausgangssingal zur Aussendung an den Modulator-Treiber 62 liefert.
Der Modulations-Treiber 62 verwendet das Ausgangssignal
des FEC-Codierers 60 zur Ansteuerung des optischen Modulators 68.
Das elektronische Taktsignal wird ebenfalls an einem Eingang des
Impulslaser-Treibers 64 empfangen, der zur Ansteuerung
der Kurzimpuls-Laserquelle 66 verwendet wird, um ein entsprechendes
optisches Laser-Ausgangssignal zu liefern. Die Kurzimpuls-Laserquelle 66 kann
durch irgendeine geeignete Laserquelle realisiert werden, wie z.
B. einen Lithium-Niobat-Modulator,
einen Elektro-Absorptions-Modulator oder direkt durch einen modenstarren
Kurzimpuls-Laser. Der optische Modulator 68 moduliert das
optische Ausgangssignal von der Kurzimpuls-Laserquelle 66 mit
dem FEC-codierten Ausgangssignal von dem Modulations-Treiber 62,
um ein optisches Rückkehr-auf-Null- (RZ-) Datenausgangssignal
von dem RZTX 20 zu erzeugen.
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In 3 ist ein Blockschaltbild
eines Raman-Verstärkers
(RA) 34 (der in einem Rechteck mit strichpunktierten Linien
gezeigt ist) zur Verwendung in einer Übertragungs-Lichtleitfaser 12 des
ein Beispiel darstellenden Lichtwellen-Übertragungssystems
mit extrem langen Streckenabschnitten nach den 1A und 1B gemäß der vorliegenden
Erfindung gezeigt. Der Raman-Verstärker 34 umfasst einen
Wellenlängen-Multiplexer
(WDM) 70, eine Anzahl von n Raman-Pumplasern (RAMAN PUMP) 72a-72n (von
denen lediglich die Raman-Pumplaser 72a, 72b und 72n in 3 gezeigt sind) und einen Pumplaser-Kombinieren 74.
Die Anzahl von Raman-Pumplasem 72a-72n sowie deren Pump-Wellenlängen sind
durch die Arten der Lichtleitfaser der Übertragungs-Lichtleitfaser 12 und
die erforderlichen Verstärkungen
bestimmt. Der kombinierte Ausgang von dem Pumplaser-Kombinieren 74 wird
in die optische Übertragungsleitung 12 in
der entgegengesetzten Richtung zu den empfangenen Eingangssignalen von
dem Wellenlängen-Multiplexer
(WDM) 70 eingekoppelt.
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In 4 ist eine grafische Darstellung
der Verstärkung
in dB (Dezibel) auf der Y-Achse
gegenüber
der Wellenlänge
in Nanometer (nm) auf der X-Achse für eine ein Beispiel darstellende
Form der Raman-Verstärkungscharakteristik
für verschiedene Kanäle gezeigt,
die von dem Raman-Verstärker
nach 3 gemäß der vorliegenden
Erfindung erzielbar ist. Die ein Beispiel darstellende Form der
Raman-Verstärkungscharakteristik
nach 4 wird unter Verwendung
einer Übertragungs-Lichtleitfaser 12 gewonnen,
die eine Nicht-Null-Dispersions-verschobene Lichtleitfaser (NZDSF)
mit einer Länge
von 100 km, einem Signalverlust von 0,22 dB/km, einem Pumpverlust
von 0,3 dB/km und zwei Pumplasem 72 mit einer Gesamt-Pumpleistung
von 247,4 mW ist. Die rückwärts verteilten
Raman-Verstärkungen
haben den Vorteil einer Verbesserung des optischen Signal-Störverhältnisses
(OSNR) und vernachlässigbarer
nichtlinearer Beeinträchtigungen.
Aufgrund der Dämpfung
der Lichtleitfaser 12 ist die Signalleistung in der Nähe des Endes
der Übertragungs-Lichtleitfaser 12 um
Größenordnungen
niedriger als an dem Eingang. Eine gewisse mäßige Verstärkung in der Nähe des Endes
der Übertragungs-Lichtleitfaser 12 vergrößert die
Signalleistung nicht auf den nichtlinearen Betriebszustand. Andererseits
wird die pfadgemittelte Signalleistung stark verbessert, so dass
der Gesamt-Rauschaufbau der Übertragungsleitung 12 unterdrückt wird.
Die Auswahl der Raman-Verstärkung
wird sowohl durch die nichtlineare Beeinträchtigung als auch die zusätzliche
Hinzufügung
des Rauschens aufgrund der Raman-Verstärkung bestimmt. Nach der Raman-Verstärkung werden
die Ausgangssignale von dem Raman-Verstärker 34 nach 3 in die Leitungsverstärker 34 des
nächsten
Abschnittes der Übertragungsleitung 12 eingekoppelt.
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In 5 ist ein Blockschaltbild
eines Beispiels eines optischen Leitungsverstärkers (OLA) 32 (der
innerhalb eines Rechteckes mit strichpunktierten Linien gezeigt
ist) zur Verwendung in einer Übertragungs-Lichtleitfaser 12 des
ein Beispiel darstellenden Lichtwellenübertragungssystems mit extrem
langen Streckenabschnitten nach den 1A und 1B gemäß der vorliegenden Erfindung
gezeigt. Das Beispiel des optischen Leitungsverstärkers 32 umfasst eine
serielle Anordnung eines ein niedriges Rauschen aufweisenden Vorverstärkers (PA) 80,
wie z. B. eines mit Erbium dotierten Lichtleitfaser-Verstärkers (EDFA),
eines Verstärkungsentzerrungsfilters (GAIN
EQUAL. FLT.) 82, eines wahlweisen Breitband-Dispersions-Kompensators 84 (der
innerhalb eines mit strichpunktierten Linien gezeigten Rechteckes
gezeigt ist) und eines Leistungsverstärkers (BA) 86. Das
Verstärkungsentzerrungsfilter 82 führt die Funktion
einer Entzerrung von Verstärkungsänderungen
aus, die sich von einem Raman-Verstärker 34 an dem Ende
eines vorhergehenden Abschnittes der Übertragungsleitung 12,
der Übertragungs-Lichtleitfaser 12 selbst,
des Vorverstärkers 90 und
des Leistungsverstärkers 85 (gemäß 5) in dem vorhergehenden
optischen Leitungsverstärker 32 ergeben. Der
Breitband-Dispersions-Kompensator 84 ist wahlweise, in
Abhängigkeit
von den Arten der Übertragungs-Lichtleitfaser,
die in den Übertragungsleitungen 12 verwendet
werden. Der Breitband-Dispersions-Kompensator 84 ist für übliche nicht-dispersionsverschobene
Fasern erforderlich, die eine hohe chromatische Dispersion bei der Übertragungswellenlänge aufweisen,
während
er für
die Nicht-Null-Dispersionsverschobenen Lichtleitfasern (NZDSF) nicht
erforderlich ist.
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In 6 ist ein Blockschaltbild
eines Beispiels eines Dispersionskompensations-Leitungsverstärkers (DCLA) 36 (der
in einem Rechteck mit strichpunktierten Linien gezeigt ist) zur
Verwendung bei einer Übertragungs-Lichtleitfaser 12 des
ein Beispiel darstellenden Lichtwellen-Übertragungssystems nach den 1A und 1B für
extrem lange Streckenabschnitte gemäß der vorliegenden Erfindung
gezeigt. Der Dispersionskompensations-Leitungsverstärker (DCLA)
umfasst den Vorverstärker
(PA) 90, ein Verstärkungsentzerrungsfilter
(GEF) 92, einen Breitband-Dispersions-Kompensator (BDC) 94, einen
Band-Demultiplexer 96, eine Anzahl von X dispersionskompensierenden
Modulen (DCM) 98a-98x (von denen lediglich die DCM's 98a, 98b und 98x gezeigt
sind), eine Anzahl von X Bandleistungsentzerrern (BPE) (von denen
lediglich die BPE's 99a, 99b und 99x gezeigt
sind), einen Band-Multiplexer (BAND
MUX) 100 und einen Leistungsverstärker (BA) 102. Der
Dispersionskompensations-Leitungsverstärker 36 ersetzt einen
optischen Leitungsverstärker 32 nach
vorgegebenen Abschnitten der optischen Übertragungsleitung 12.
Die Anordnung des Vorverstärkers
(PA) 90, des Verstärkungsentzerrungsfilters
(GEF) 92 und des Breitband-Dispersions-Kompensators (BDC) 94 ist ähnlich zu
der, die sich für
den PA 80, den GEF 82 und den BDC 84 des optischen
Leitungsverstärkers
(OLA) 32 nach 5 findet,
unterscheidet sich jedoch hiervon dadurch, dass eine Dispersionskompensation
höherer
Ordnung von dem BDC 94 geliefert wird. Die Ausgangsleistung
des Vorverstärkers 90 ist
so ausgelegt, dass sie so klein ist, dass Nichtlinearitäten des
BDC 94 unbedeutend sind. Ein weiterer Unterschied zwischen dem
DCLA 36 und dem OLA 32 besteht darin, dass der
PDC unabhängig
von den Lichtleitfaser-Typen erforderlich ist, die sich in der optischen Übertragungsleitung 12 finden.
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Der
Ausgang des BDC 94 wird in dem Band-Demultiplexer 96 empfangen,
der das empfangene Gesamtfrequenzband in die darin enthaltenen X
Frequenzbänder
unterteilt und die 1-X Frequenzbänder über getrennte
optische Pfade 97a-97x (von denen lediglich die Pfade 97a, 97b und 97x nach 6 gezeigt sind) abgibt.
Der optische Pfad 97a empfängt das Frequenzband 1 und
schließt
eine serielle Anordnung des Dispersionskompensations-Moduls (DCM) 98a und
des Bandleistungsentzerrers (BPE) 99a ein. Das DCM 98a schließt einen
vorgegebenen Dispersionswert ein, der für das Frequenzband 1 spezifisch
ist. Die Kombination des BDC 94 und des DCM 99a macht
es möglich,
den akkumulierten Dispersionswert für das Frequenzband 1 auf
einen vorgegebenen Wert auszulegen. Jedes der DCM's 98b-98x und
die zugehörigen
BPE's 99b-99x wirken
in einer ähnlichen
Weise für
die jeweiligen zugehörigen
Frequenzbänder
2-X. Aufgrund der Dispersion höherer
Ordnung oder des Dispersionsabfalls der Übertragungs-Lichtleitfaser 12 und
des BDC 94 unterscheidet sich die akkumulierte Dispersion
jedes der Frequenzbänder
1-X. Unter Verwendung
eines getrennten DCM 98a-98x für jedes der Frequenzbänder 1-X
wird diese Differenz beseitigt und es ergibt sich ein flexibler
Mechanismus für
die Dispersionssteuerung oder -verwaltung für irgendeine Art von Lichtleitfaser,
die für
die Übertragungs-Lichtleitfaser 12 verwendet
wird. Der Ausgang jedes der DCM's 98a-98x ist
mit einem getrennten zugehörigen der
BPE's 99a-99x gekoppelt,
die beispielsweise eine adaptive veränderbare Dämpfungseinrichtung sein können. Der
Ausgang von jedem der BPE's 99a-99x wird
einem getrennten Eingang des Band-Multiplexers 100 zugeführt, in
dem die 1-X Frequenzbandsignale ein einziges Ausgangssignal kombiniert
werden, das von dem Leistungsverstärker 102 auf einen
vorgegebenen Wert verstärkt
wird. Die Realisierung des DCLA 36 kann sich in Abhängigkeit von
anderen Erwägungen,
wie z. B. Kosten, Größe und Verlust, ändern. Beispielsweise
können
der Band-Multiplexer 100 und der Band-Demultiplexer 96 aus
dielektrischen Dünnfilm-Filtern
oder einer Verschachtelungs- und Filterkombination gebildet werden.
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In 7 ist ein Blockschaltbild
eines Beispiels eines Rückkehr-auf-NuII-Empfängers (RZRX) 50 (der
innerhalb des Rechteckes mit gestrichelten Linien gezeigt ist) zur
Verwendung in einem Empfänger-Endgerät 14 des
ein Beispiel darstellenden Lichtwellen-Übertragungssystems mit extrem
langen Streckenabschnitten nach den 1A und 1B gemäß der vorliegenden Erfindung
gezeigt. Der RZRX 50 umfasst eine automatische optische
Verstärkungssteuerungs-
(OAGC-) Einheit 110, einen üblichen linearen Kanal, der
eine Hochgeschwindigkeits-PIN-Diode (PIN) 112, ein ein
geringes Rauschen aufweisenden Verstärker (LNA) 114 und
ein Tiefpassfilter (FILTER) 116 umfasst. Der RZRX 50 umfasst
weiterhin eine Takt-/Daten-Rückgewinnungs-
(CDR-) Einheit 118, einen Vonnrärtsfehlerkorrektur- (FEC-)
Decodieren 120, einen Spitzenleistungs-Detektor (SPITZENWERTDETEKTOR) 122, einen
OAGC-Rückführungsmechanismus
(OAGC RÜCKFÜHRUNG) 124 und
einen OAGC-Treiber 126. Ein zugehöriges ankommendes optisches
Kanalsignal wird in der OAGC-Einheit 110 empfangen und
in einem darin befindlichen EDFA verstärkt und dann in die Hochgeschwindigkeits-PIN-Diode 112 eingekoppelt,
um die Umwandlung des empfangenen optischen Signals in ein entsprechendes
elektrisches Signal bildendes Ausgangssignal abzuschließen. Der
LNA 114 verstärkt
das elektrische Ausgangssignal von der PIN-Diode 112 und
leitet es durch das Tiefpassfilter 116. Das gefilterte
Ausgangssignal wird an die CDR 118 und den Spitzenleistungs-Detektor 122 gesandt.
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Die
CDR-Einheit 118 gewinnt das Takt- und Datensignal aus dem
empfangenen Kanalsignal zurück
und liefert sie als Eingang an den FEC-Decodieren 120.
Der FEC-Decodierer
korrigiert irgendwelche Übertragungsfehler
in dem Datensignal unter Verwendung der FEC-Information und liefert
das korrigierte Datensignal als einen Ausgang von dem RZRX 50.
Das Ausgangssignal des Spitzenleistungs-Detektors 112 hat
eine vorgegebene Bandbreite und wird als ein Rückführungssignal an die OAGC-Rückführungseinheit 124 und
dann den OAGC-Treiber 126 verwendet. Der OAGC-Treiber 126 liefert
ein Rückführungssignal
an die OAGC-Einheit 110, das zur Steuerung des EDFA-Pumpenstroms
verwendet wird, so dass die Spitzenleistung an der CDR-Einheit 118 ein
fester Wert ist.
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Es
gibt vier wichtige Systemparameter, die die größte Auswirkung auf die System-Betriebsleistung
haben. Diese sind (a) Impulsbreite, (b) Werte des Vor-Chirps, (c)
pfadgemittelte Dispersion, (d) Kanalleistung. Weil die Bitfehlerrate
(BER) oder der Q-Faktor
die endgültige
Anzeige für
die Systembetriebsleistung ist, wird Q oder BER zur Optimierung der
Systembetriebsleistung verwendet. Weil Q eine äußerst nicht lineare Funktion
nicht nur der vier vorstehend genannten Parameter sondern auch wieder andere
Systemparameter ist, ist eine große Anzahl von System-Simulationen
erforderlich, damit eine globale Optimierung erzielt wird. Ein Beispiel
einer mehrdimensionalen Q-Umsetzung wird wie folgt zusammengefasst.
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Bei
einer Konstruktion eines Systembeispiels zur Beschreibung der vorliegenden
Erfindung wird angenommen, dass es insgesamt 56 Kanäle gibt,
die in 14 Bänder
gruppiert sind, wobei jedes Band vier Kanäle mit einem Kanalabstand von
50 GHz hat. Obwohl eine Informationsbit-Rate 10 Gbit/s ist, wird
die tatsächliche
Bitrate auf 12,12 Gbit/s aufgrund der zusätzlichen Bandbreite vergrößert, die der
FEC-Codieren 60 nach 2 benötigt. Der Bandabstand
ist 150 GHz. Die Übertragungs-Lichtleitfaser 12 ist
die übliche
nicht-dispersionsverschobene Lichtleitfaser (NDSF) mit einer Streckenabschnittslänge von
100 km. Die Raman-Verstärkung rtach
der Verstärkungsentzerrung
ist 8 dB.
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In 8 ist grafisch eine Kurve
für die
Optimierung einer Impulsbreite für
eine verbesserte Systembetriebsleistung mit unterschiedlichen Impulsbreiten
in Pikosekunden (ps) entlang der horizontalen Achse gegenüber Q in
Dezibel (dB) entlang der vertikalen Achse für das Systembeispiel gezeigt. Wenn
die Impulsbreite kürzer
als 20 ps ist, ist die Bandbreite jedes Kanals so groß, dass
eine erhebliche spektrale Überlappung
zwischen benachbarten Kanälen
auftritt, was zu einer Systembeeinträchtigung führt. Für Impulsbreiten von mehr als
35 ps steigen die „Ablauf"-Entfernung und die
Dispersionslänge
an, was zu dem Nachteil einer höheren
Nichtlinearität
führt.
Für das
vorstehend beschriebene Systembeispiel wurde festgestellt, dass
eine Impulsbreite von ungefähr
25 ps ein optimaler Wert ist.
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In 9 ist eine Kurve der Kanalleistung
in Einheiten von dBm (Dezibel/Milliwatt) in 9 entlang der X-Achse gegenüber Q in
dB entlang der Y-Achse für
das Systembeispiel gezeigt. Für
die Feststellung der Optimierung der Kanalleistung dominiert das
Verstärkerrauschen
für eine
Kanalleistung unterhalb von 2 dBm und die Nichtlinearität dominiert
für eine
Kanalleistung von mehr als 5 dBm. Daher beträgt die optimale Kanalleistung
für das
vorstehende Systembeispiel ungefähr
2-4 dBm.
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In 10 ist grafisch eine Konturkurve
für die
pfadgemittelte Dispersion in Einheiten von ps/nm/km entlang der
X-Achse gegenüber
dem Vor-Chirp in einem einheitsnormalisierten Wert auf der Y-Achse
für einen
Abschnitt der Übertragungs-Lichtleitfaser 12 gezeigt.
Q-Konturen sind in 1 dB-Intervallen aufgetragen. Die Zahlen 11-19,
die für die
verschiedenen Kontur-Linien in 10 in
1 dB-Schritten angegeben sind, stellen entsprechende Q-Faktor-Werte
dar, die eine Überwachung
der Systembetriebsleistung ergeben. Es gibt eine 1:1-Entsprechung
zwischen dem Q-Faktor
und der Bitfehlerrate (BER). Wenn daher der Q-Faktor 18 ist,
so ist die BER 10–15. Es gibt eine quasi-lineare
Beziehung zwischen dem Vor-Chirp und der mittleren Dispersion. Die
optimale Kombination von Vor-Chirp und mittlerer Dispersion ergibt
sich, wenn der Vor-Chirp = 0,4 ist und die mittlere Dispersion =
0,3 ps/nm/km ist. Es gibt einen großen verfügbaren Bereich um den optimalen Punkt
herum, so dass der 1 dB-Bereich für den Vor-Chirp von 0,26-0,55
reicht, während
für die
mittlere Dispersion 0,15-0,5 gilt. Es wird gezeigt, dass das Systembeispiel
eine erhebliche Toleranz sowohl hinsichtlich des Vor-Chirps als
auch der mittleren Dispersion hat. Weil die Optimierung unter Verwendung mehrfacher
Kanäle
erfolgt, sind die Ergebnisse von denen bei dispersionsgesteuerten
Soliton- (DMS-) Systemen verschieden. Die Kanalleistung wird in
einer derartigen Weise ausgewählt,
dass das Systemverhalten quasi-linear ist. Die Auswirkungen der Selbstphasenmodulation
(SPM), der Kreuzphasenmodulation (XPM), der Viennrellenmischung
(FWM) und der Raman-Effekte
werden bei der vorliegenden Erfindung in einer derartigen Weise
zu einem Minimum gemacht, dass die Gesamt-Systemcharakteristiken ähnlich denen
von linearen Systemen sind. Es gibt grundlegende Unterschiede zwischen
dem vorliegenden erfindungsgemäßen System
und bekannten Systemem mit Rückkehr
auf Null (RZ), wie z. B. dispersionsgesteuerten Soliton- (DMS-)
Systemen. Beispielsweise sagt DMS eine erhebliche Leistungsverbesserung
voraus, die für
eine Einzelkanal-Ausbreitung gültig
ist. Sie erfordert weiterhin eine genaue Symmetrie zwischen der
SPM in einer Übertragungs-Lichtleitfaser
und der SPM in einer dispersionskompensierenden Faser, was in vielen
Fällen
zu einem wesentlich kleineren System-Arbeitsbereich führt. Gemäß der vorliegenden
Erfindung sind die Leistung in den dispersionskompensierenden Elementen
von (a) der Breitband-Dispersions-Kompensationseinrichtung
(BDC) 84 und 94 in den optischen Leitungsverstärkern 32 und
dem Sender-Endgerät 14 und
(b) den Dispersions-Kompensationsmodulen (DCM) 98a-98x in
dem dispersionskompensierenden Leitungsverstärker 36 so ausgelegt,
dass sie kleiner als der nichtlineare Schwellenwert sind. Daher
wird die spektrale Verbreiterung aufgrund der SPM durch eine geeignete
Auslegung des Vor-Chirps ausgeglichen. Diese Lösung hat den Vorteil gegenüber DMS-Systemen,
dass sie den Systembetriebsbereich vergrößert, wie dies in 10 gezeigt ist. Ein weiterer
Vorteil besteht darin, dass sie es einem Systemkonstrukteur ermöglicht,
beliebige Arten von Übertragungs-Lichtleitfasern
unter Verwendung der gleichen Prinzipien zu behandeln.
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In 11 ist grafisch eine Kurve
der Kanalbelastungs-Einbuße
unter Verwendung einer Frequenzbandlösung gezeigt, bei der die Kanalnummer (Kanal
#) entlang der X-Achse
und Q in Einheiten von dB (Dezibel) entlang der Y-Achse für einen
Kreuzphasen-Modulations- (XPM-) gezeigt ist. Die Bandstruktur hat
den Vorteil der weitestgehenden Verringerung der nichtlinearen Kanal-zu-Kanal-Wechselwirkung,
was immer eine große
Sorge für
Netzwerk-Konstrukteure ist. Die Skalierbarkeit ergibt wesentliche
Vorteile hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit und der Netzwerk-Flexibilität. Aus der
Kurve nach 11 ist zu
erkennen, dass die nichtlineare Beeinträchtigung auf wenige Kanäle (beispielsweise
die Kanäle 4-9)
beschränkt
ist, weil sie außerhalb
einer zulässigen
Kanalbelastungs-Einbuße
von 0,5 dB liegt. Die Gesamt-Kanalbelastungs-Einbuße wird
so gesteuert, dass sie innerhalb von 0,5 dB liegt, und die Absolutwerte
von Q weisen einen niedrigeren Wert auf, als er sich beispielsweise
in den 8 und 9 findet, weil der Verlust
in einem Übertragungsleitungsabschnitt
wesentlich höher
(25 dB) ist und die Entfernung 3200 km beträgt.
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In 12 ist eine grafische Darstellung
der Ausbreitungsentfernung in Kilometern (km) entlang der X-Achse
gegenüber
der Zeit in Picosekunden (ps) entlang der Y-Achse für ein Beispiel einer Übertragungsleitungs-Route
von 2950-km gezeigt, die aus gemischten optischen Lichtleitfasern
besteht, die mit LS und TW bezeichnet sind. Die Lichtleitfasern sowohl
vom LS- als auch vom TW-Typ sind im Handel erhältliche Nicht-Null-dispersionsverschobene Fasern
(NZDSF). Für
das vorstehend beschriebene Systembeispiel gibt es drei Abschnitte
der Lichtleitfaser vom LS-Typ und zwei Abschnitte der Lichtleitfaser
vom TW-Typ, die oberhalb der grafischen Darstellung gezeigt sind.
Die Länge
jedes Kastens an der Oberseite der 12 zeigt
die Positionen der Orte der DCLA's
36 entlang der optischen Übertragungsleitung 12 an.
Der Vor-Chirp und die mittlere Dispersion wird entsprechend den
Entwurfsregeln der vorliegenden Erfindung optimiert. Die Kontur
der Kurve zeigt die Entwicklung der Impulsintensität entlang
der Übertragungsleitung 12 an.
Obwohl sich die Eigenschaften der Lichtleitfaser dramatisch an den Schnittstellen
der unterschiedlichen Lichtleitfasern (LS und TW) ändern, schaffen
es die Impulsdynamiken, die durch die Konturen in der grafischen
Darstellung gezeigt sind, sich gleichförmig zu entwickeln.
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In 13 ist grafisch eine Systembeispiel-Betriebsleistung
der Hybrid-Lichtleitfaser-Typen
nach der Übertragung
von Signalen über
eine Strecke von 2950 km in den gemischten Fasern nach 12 gezeigt. Die X-Achse
zeigt die Frequenzband-Nummer
an, und die Y-Achse zeigt Q in dB an. Weil ein Vorwärtsfehlerkorrektur(FEC-)
Schwellenwert ungefähr
10 dB beträgt,
ergibt sich eine beträchtliche
System-Sicherheitsmarge
bei einer Entfernung von nahezu 3000 km. Der Vor-Chirp beträgt ungefähr 0,5,
die mittlere Dispersion beträgt
ungefähr
0,25 ps/nm/km, und die Kanalleistung ist 0 dBm. Die Kurve 130 stellt
die Werte für
Lichtleitfasern vom TWplus LS-Typ dar, während die Kurve 132 die
Werte für
eine FEC-Grenze darstellt.
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Zusammenfassend
ist festzustellen, dass als Ergebnis einer richtigen Verwaltung
oder Steuerung von sowohl optischen Nichtlinearitäten als
auch der Selbstphasenmodulation (SPM), der Kreuzphasen-Modulation
(XPM) der Vierwellenmischung (FWM), der stimulierten Raman-Streuung
und der chromatischen Dispersion höherer Ordnung ein Lichtwellensystem
entwickelt werden kann, das die folgenden Vorteile aufweist. Das
System kann eine Übertragung über extrem
lange Streckenabschnitte über
willkürliche
Einmoden-Übertragungs-Lichtleitfasern
oder gemischte Lichtleitfaser-Typen bereitstellen, ohne dass elektronische
Regeneratoren verwendet werden. Das System kann eine flexible Kanal/Band-Hinzufügungs-Abzweigungsfähigkeit
in dem Sinne bereitstellen, dass eine willkürliche Anzahl von Kanälen an willkürlichen
Stellen entlang einer optischen Übertragungsleitung 12 abgezweigt oder
hinzugefügt
werden kann. Die vorliegende Erfindung ergibt eine skalierbare Netzwerkkonstruktion, die
durch eine Dispersionsverwaltungstechnik ermöglicht wird. Weil die chromatische
Dispersion auf einer Verbindungsstrecken-zu-Verbindungsstrecken-Basis verwaltet
wird, ist die Übertragung
nicht entfernungsabhängig,
was das Netzwerk skalierbar macht. Schließlich wird eine skalierbare Übertragungskapazität durch
eine Wellenlängen-Verwaltungstechnik
ermöglicht.
Die drei dies ermöglichenden
Technologien, die zur Erzielung der vorliegenden Erfindung verwendet
werden, sind (a) ein Modulationsformat mit Rückkehr auf Null (RZ), (b) eine
Wellenlängen-Bandstruktur
für eine
Bandbreiten-Verwaltung,
eine Dispersionsverwaltung und eine Nichtlinearitäts-Verwaltung
(c) eine verteilte Raman-Verstärkung.
Die Wellenlängen-Bandbreitenstruktur
schließt die Übertragungs-Multiplexiertechnik,
die Struktur des dispersionskompensierenden Leitungsverstärkers (DCLA)
für eine
Dispersionsverwaltung höherer Ordnung
und das Demultiplexieren in dem Empfänger-Endgerät 14 ein.
-
Es
ist erkennbar und verständlich,
dass die speziellen vorstehend beschriebenen Ausführungsformen
der Erfindung lediglich die Allgemeinprinzipien der Erfindung erläutern. Verschiedene
Modifikationen können
von dem Fachmann ausgeführt
werden, die mit den angegebenen Prinzipien übereinstimmt und in den Schutzumfang
der beigefügten
Ansprüche
fallen.