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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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I. Technisches Gebiet
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Die
vorliegende Erfindung betrifft die Telekommunikation und insbesondere
die drahtlose Kommunikation.
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II. Allgemeiner Stand
der Technik
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Drahtlose
Kommunikationssysteme stellen einer Anzahl von sich in einer geographischen
Region befindenden drahtlosen oder mobilen Einheiten drahtlosen
Dienst bereit. Die durch ein drahtloses Kommunikationssystem unterstützte geographische Region
wird in gewöhnlich
als "Zellen" bezeichnete räumlich distinkte
Bereiche unterteilt. Im Idealfall kann jede Zelle durch ein Sechseck
in einem Wabenmuster dargestellt werden. In der Praxis kann jede Zelle
jedoch abhängig
von verschiedenen Faktoren wie etwa der Topographie des die Zelle
umgebenden Terrains eine unregelmäßige Form aufweisen. Darüber hinaus
wird jede Zelle ferner in zwei oder mehr Sektoren zerlegt. Jede
Zelle wird gewöhnlich
in drei Sektoren unterteilt, die jeweils zum Beispiel einen Bereich
von 120 Grad aufweisen.
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Ein
herkömmliches
zellulares System umfaßt
eine Anzahl von Zellenstandorten oder Basisstationen, die geographisch
verteilt werden, um das Senden und Empfangen on Kommunikationssignalen
zu und von den drahtlosen oder mobilen Einheiten zu unterstützen. Jeder
Zellenstandort wickelt Voice-Kommunikation in einer Zelle ab. Darüber hinaus
kann das Gesamtabdeckungsgebiet für das zellulare System durch
die Vereinigungsmenge von Zellen für alle Zellenstandorte definiert
werden, wobei sich die Abdeckungsgebiete für nah gelegene Zellenstandorte überlappen,
um gegebenenfalls eine zusammenhängende
Kommunikationsabdeckung innerhalb der äußeren Grenzen des Abdeckungsgebiet des
Systems sicherzustellen.
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Jede
Basisstation umfaßt
mindestens ein Funkgerät
und mindestens eine Antenne zum Kommunizieren mit den drahtlosen
Einheiten in dieser Zelle. Darüber
hinaus umfaßt
jede Basisstation auch Sendegeräte
zum Kommunizieren mit einer Mobilvermittlungszentrale ("MSC"). Eine Mobilvermittlungszentrale
ist u. a. für
das Herstellen und Aufrechterhalten von Verbindungen zwischen den
drahtlosen Einheiten, zwischen einer drahtlosen Einheit und einer
drahtgebundenen Einheit durch ein öffentliches Fernsprechwählnetz ("PSTN") sowie zwischen einer
drahtlosen Einheit und einem Paketdatennetz ("PDN"),
wie zum Beispiel dem Internet, verantwortlich. Eine Basisstationssteuerung
("BSC") verwaltet die Funkbetriebsmittel
für eine
oder mehrere Basisstationen und leitet diese Informationen zu der
MSC weiter.
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Im
aktiven Zustand empfängt
eine drahtlose Einheit Signale von mindestens einer Basisstation oder
einem Zellenstandort über
eine Vorwärtsstrecke oder
Abwärtsstrecke
und sendet Signale zu mindestens einem Zellenstandort oder mindestens
einer Basisstation über
eine Rückwärtsstrecke
oder Aufwärtsstrecke.
Es gibt viele verschiedene Verfahren zum Definieren drahtloser Strecken
oder Kanäle
für ein zellulares
Kommunikationssystem. Zu diesen Verfahren gehören zum Beispiel Zeitmultiplex-Vielfachzugriff
("TDMA"), Frequenzmultiplex-Vielfachzugriff ("FDMA") und Entwürfe des
Typs Codemultiplex-Vielfachzugriff ("CDMA").
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Bei
einem CDMA-Verfahren wird jeder drahtlose Kanal durch einen distinkten
Kanalisierungscode (z. B. Spreizcode, Spreizspektrumcode oder Walsh-Code)
unterschieden, mit dem verschiedene Informationsströme codiert
werden. Diese Informationsströme
können
dann mit einer oder mehreren verschiedenen Trägerfrequenzen zur gleichzeitigen Übertragung
moduliert werden. Ein Empfänger
kann aus einem empfangenen Signal unter Verwendung des entsprechenden
Walsh-Codes einen bestimmten Strom wiederherstellen, um das empfangene
Signal zu decodieren.
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Jede
Basisstation, die ein Spreizspektrumsschema wie zum Beispiel CDMA
verwendet, bietet eine vorbestimmte Anzahl von Walsh-Codes und folglich
eine entsprechende Anzahl von Benutzern in jedem Sektor einer Zelle.
Zum Beispiel kann bei CDMA 2000 1x die Anzahl von durch jeden Sektor zur
Verfügung
gestellten Walsh-Codes durch die Funkkonfiguration ("RC") definiert werden,
die von der Basisstation verwendet wird. Die Anzahl der für eine RC3-Zuweisung
verfügbaren
Walsh-Codes ist folglich zum Beispiel 64, während eine RC4-Zuweisung dagegen
128 Walsh-Codes unterstützt.
Unter bestimmten Bedingungen, zum Beispiel wenn sich die Mehrheit
der Benutzer in einer gutartigen HF-Umgebung befindet, die Benutzer
in einem Bereich in der Nähe
der Antenne konzentriert sind oder der Großteil der Benutzer stationär ist usw.,
kann die Kapazität
von CDMA 2000 1x die Walsh-Codefähigkeit einer
RC3-Zuweisung übersteigen.
RC3-Zuweisungen können
auch überstiegen
werden, wenn Technologien wie zum Beispiel Sende-Diversity, eine
intelligente Antenne(n) und/oder wählbare (r) Modusvocoder eingeführt werden.
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Die
Anzahl der durch eine Basisstation zur Verfügung gestellten Walsh-Codes
berücksichtigt
die Sendeleistungsanforderungen, die mit einer gewählten RC-Zuweisung
assoziiert sind. Zum Beispiel erfordert eine RC4-Zuweisung einen
relativ längeren Spreizcode
und besitzt eine größere Sendeleistungsanforderung
als eine RC3-Zuweisung, bei der es sich um einen relativ kürzeren Spreizcode
handeln kann. Obwohl Vergrößerungen
der Anzahl von Walsh-Codes durch Auswahl einer höheren RC-Zuweisung auf der
Abwärtsstrecke
die Voice-Kapazität
vergrößert, kann
die Robustheit der Modulation verringert werden. Für die Zwecke
der vorliegenden Offenlegung schließt ein Verweis auf Voice-Kapazität auch leitungsvermittelte
Dienste ein, die Voice ähnlich
sind, wie zum Beispiel Video. Eine RC4-Zuweisung kann deshalb die
Kapazität
verschlechtern, indem zum Beispiel eine schwächere Codierungsrate als eine RC3-Zuweisung unterstützt wird.
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Um
die Wirksamkeit der Funktionsweise der Basisstation aufrechtzuerhalten,
kann eine Zunahme des Signal/Rausch-Verhältnisses ("SNR")
notwendig sein, wenn eine höhere
RC-Zuweisung gewählt
werden kann. Um das SNR zu vergrößern, kann
jedoch auch eine Zunahme der Sendeleistung notwendig sein. Folglich
existiert ein Kompromiß zwischen
der Leistungseffizienz der Basisstation auf der Basis der verwendeten
RC-Konfiguration und der Länge/Anzahl
von in jedem Sektor einer Zelle zur Verfügung gestellten Spreizcodes.
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Folglich
ist es notwendig, Voice-Kapazität auf
der Abwärtsstrecke
zu vergrößern, ohne
die Leistungswirksamkeit der Basisstation zu sehr zu beeinflussen.
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Aus
WO-A-00 33 476 ist eine Datenübertragung
in einem Spreizspektrum-Kommunikationssystem bekannt, bei der abgesetzte
Einheiten, die eine große
Menge von Daten zu senden haben, dynamisch OVSF-Codes (Orthogonal
Variable Spreading Factor) zugewiesen bekommen, die höheren Datenraten
entsprechen, und abgesetzte Einheiten mit kleineren Mengen an zu
sendenden Daten OVSF-Codes zugewiesen bekommen, die niedrigeren
Datenraten entsprechen. Sobald die Systemstörungen größer als eine vorbestimmte Schwelle
werden, wird alternativ dazu die Datenrate zwischen der Basisstation
und abgesetzten Einheiten, die mit der Basisstation kommunizieren,
reduziert. Die Reduktion der Datenrate zwischen der Basisstation
und den abgesetzten Einheiten erfolgt durch Ändern der derzeitigen OVSF-Codes,
die sowohl von den abgesetzten Einheiten als auch der Basisstation
verwendet werden.
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Aus
EP-A-1 117 184 ist ein Verfahren zum Senden/Empfangen von Signalen
in einem zellularen CDMA-Funk übertragungssystem
bekannt, bei dem eine Signalquelle mit einem Kanalisierungscode
mit einer Länge
moduliert wird, die einem Spreizfaktor zur Bildung eines für die Übertragung über eine Funkstrecke
beabsichtigten Signals entspricht. Der Spreizfaktor wird für die Verwendung
im Modulationsschritt ausgelegt. Wenn die modulierten Signale empfangen
werden, wird der auf adaptive Weise während der Modulation verwendete
Spreizfaktor bestimmt und während
der Demodulation verwendet.
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Kurzfassung der Erfindung
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Ein
Verfahren gemäß der Erfindung
wird in Anspruch 1 definiert. Bevorzugte Formen werden in den abhängigen Ansprüchen definiert.
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Die
vorliegende Erfindung liefert ein Verfahren zum Vergrößern der
Voice-Kapazität
auf der Abwärtsstrecke,
ohne die Leistungseffizienz zu sehr zu beeinflussen. Genauer gesagt
wird durch die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur adaptiven Walsh-Code-Zuteilung
bereitgestellt, bei dem zum Beispiel als Reaktion auf die Qualität der Kanalbedingungen
jedes Voice-Benutzers ein Spreizfaktor für Voice-Benutzer in einem drahtlosen
Kommunikationssystem bestimmt wird. Sobald der Spreizfaktor für jeden
Voice-Benutzer bestimmt werden kann, kann man jedem Benutzer einen
Walsh-Code zuteilen.
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Bei
einer beispielhaften Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung kann entsprechend mit jedem Voice-Kanal mehrerer
Voice-Kanäle
ein Qualitätszustandssignal,
wie zum Beispiel eine Pilotsignalstärkenmessung, empfangen werden.
Das Qualitätszustandssignal
umfaßt
eine statische Zustandmessung und kann zum Beispiel durch eine Basisstation empfangen
werden. Danach kann für
jeden Voice-Kanal als Reaktion auf das entsprechende Qualitätszustandssignal
jedes Voice-Kanals ein Spreizfaktor bestimmt werden. Der Spreizfaktor
kann einer Anzahl von Walsh-Codes entsprechen. Folglich kann jeder
zugeteilte Spreizfaktor einer von mehreren Funkkonfigurationen entsprechen,
darunter zum Beispiel RC1, RC2, RC3 und/oder RC4. Danach kann jedem
Voice-Kanal auf der Basis des bestimmten entsprechenden Spreizfaktors
ein Walsh-Code zugeteilt
werden. Wenn das Qualitätszustandssignal eines
ersten Voice-Kanals relativ größer als
das Qualitätszustandssignal
eines zweiten Voice-Kanals ist, sollte somit der dem ersten Voice-Kanal
zugeteilte Spreizfaktor länger
als der Spreizfaktor des zweiten Voice-Kanals sein.
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Bei
einer anderen beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung kann von jedem von mehreren Voice-Benutzern ein Qualitätszustandssignal
gesendet werden, das eine statische Zustandsmessung, wie zum Beispiel
eine Pilotsignalstärkemessung,
umfaßt.
Danach kann jeder Voice-Benutzer als Reaktion auf sein Qualitätszustandssignal
einen vorbestimmtem Spreizfaktor empfangen. Der bestimmte Spreizfaktor
kann einer von mehreren Funkkonfigurationen entsprechen, wie zum
Beispiel RC1, RC2, RC3 und/ oder RC4. Jeder entsprechende Voice-Benutzer
kann auf der Basis des empfangenen bestimmten entsprechenden Spreizfaktors
eine Walsh-Code-Zuteilung für
jeden Voice-Benutzer empfangen. Wenn deshalb das Qualitätszustandssignal
eines ersten Voice-Benutzers relativ höher als das Qualitätszustandssignal
eines zweiten Voice-Benutzers ist, sollte der dem ersten Voice-Benutzer
zugeteilte Spreizfaktor länger
als der Spreizfaktor des zweiten Voice-Benutzers sein.
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Diese
und andere Ausführungsformen
werden Fachleuten aus der folgenden ausführlichen Beschreibung in Verbindung
mit den angefügten
Ansprüchen
und Zeichnungen klar werden.
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Kurze Beschreibung der
Zeichnungen
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Die
vorliegende Erfindung wird aus einer Durchsicht der folgenden Beschreibung
nicht-einschränkender
Ausführungsformen
mit Bezug auf die angefügten
Zeichnungen besser verständlich.
Es zeigen:
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1 eine
graphische Darstellung einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung;
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2 ein
Beispiel für
die vorliegende Erfindung;
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3 einen
beispielhaften Aspekt einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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4 ein
Flußdiagramm
einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung; und
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5 ein
Flußdiagramm
einer anderen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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Es
sollte betont werden, daß die
Zeichnungen der vorliegenden Anmeldung nicht maßstabsgetreu sind, sondern
lediglich schematische Darstellungen sind, und sie somit nicht die
spezifischen Abmessungen der Erfindung portraitieren sollen, die
von Fachleuten durch Untersuchung der vorliegenden Offenlegung bestimmt
werden können.
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Ausführliche Beschreibung
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In
derzeitigen, auf CDMA basierende Technologie verwendenden drahtlosen
Systemen können Walsh-Codes
für Voice-Kanäle verschiedenen
Benutzern zugeteilt werden. Auf der Abwärtsstrecke kann der gesamte
Walsh-Raum von allen Benutzern auf dem Träger gemeinsam benutzt werden.
In der Aufwärtsstreckenrichtung
kann der gesamte Walsh-Raum einem gegebenen Benutzer verfügbar sein.
Im allgemeinen können
verschiedenen Benutzern Walsh-Codes mit festem Spreizfaktor zugeteilt werden.
Zum Beispiel verwendet bei CDMA 2000 1x, eine Funkkonfiguration
3 ("RC3") einen Spreizfaktor von
64, während
eine Funkkonfiguration 4 ("RC4") einen Spreizfaktor
von 128 in der Abwärtsstrecke
benutzt. Ein Walsh-Code mit einem gegebenen Spreizfaktor kann zum
Zeitpunkt des Verbindungsaufbaus für die Dauer der Verbindung
jedes Benutzers zugeteilt werden. Für Benutzer in Soft-Weiterreichung ("SHO") kann aus jedem
Sektor in der aktiven Menge ein Walsh-Code zugeteilt werden. Für die Zwecke der
vorliegenden Offenlegung kann eine aktive Menge aus Sektor(en) bestehen,
mit denen jeder Benutzer gleichzeitig kommunizieren kann.
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Die
Kapazität
eines CDMA-Systems auf der Abwärtsstrecke
kann durch die Anzahl verfügbarer Walsh-Codes
hart begrenzt werden. Zum Beispiel können insgesamt nur 64 Codes
des Spreizfaktors 64 – oder
alternativ dazu 128 Codes des Spreizfaktors 128 – verfügbar sein. Bestimmte dieser
Codes können
für Steuerkanäle benutzt
werden, wie zum Beispiel als Pilot- und Paging-Kanäle. Darüber hinaus
müssen
möglicherweise
für Benutzer
im SHO Codes aus mehreren Sektoren zugeteilt werden. Dadurch kann
die Anzahl gleichzeitiger Voice-Verbindungen, die eine Basisstation
unterstützen
kann, begrenzt werden.
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Im
Hinblick auf das obige liefert die vorliegende Erfindung ein Verfahren
zum Vergrößern der Voice-Kapazität auf der
Abwärtsstrecke,
ohne die Leistungseffizienz zu sehr zu beeinflussen. Genauer gesagt
liefert die vorliegende Erfindung ein Verfahren der adaptiven Walsh-Code-Zuteilung,
bei dem zum Beispiel ein Spreizfaktor für Voice-Benutzer in einem drahtlosen
Kommunikationssystem als Reaktion auf die Qualität des Kanalzustands des Voice-Benutzers bestimmt
wird. Sobald der Spreizfaktor für
einen Voice-Benutzer bestimmt werden kann, kann diesem Benutzer
ein Walsh-Code zugeteilt werden.
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Die
vorliegende Erfindung liefert ein adaptives Orthogonal-Walsh-Code-Zuteilungsschema.
Dabei fördert
das Verfahren die effiziente Ausnutzung des Walsh-Raums auf der
Abwärtsstrecke,
um die Anzahl gleichzeitig aktiver Voice-Verbindungen, die in dem
Sektor unterstützt
werden kann, zu vergrößern. Das
Verfahren unterstützt
außerdem
die effiziente Ausnutzung der verfügbaren Leistung in der Basisstation,
was zu einer größeren Gesamtsystemkapazität führt. Darüber hinaus
fördert
das Verfahren verringerte Störungen
zwischen Zellen und innerhalb von Zellen, um vergrößerte Systemkapazität weiter zu
fördern.
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Bei
einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung umfaßt
das Verfahren den Schritt des Empfangens eines oder mehrerer Qualitätszustandssignale
von jedem Voice-Kanal.
Diese Ausführungsform
spiegelt die Aktivitäten
wieder, die zum Beispiel in der Basisstation oder in der Basisstationssteuerung
auftreten können.
Hierbei kann ein Voice-Kanal der Kommunikationsstrecke zwischen
einem Voice-Benutzer durch eine drahtlose Einheit und eine oder
mehrere Basisstationen entsprechen. Jedes Qualitätszustandssignal kann eine
Stationszustandmessung umfassen, wie zum Beispiel eine Pilotsignalstärkenmessung.
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Nachdem
die Qualität
jedes Voice-Kanals durch den Empfang der Qualitätszustandssignale bestimmt
wurde, kann ein Spreizfaktor für
jeden Voice-Kanal bestimmt werden. Der Spreizfaktor für jeden
Voice-Kanal wird bestimmt, indem man das entsprechende Qualitätszustandssignal
betrachtet. Danach wird jedem Voice-Kanal als Reaktion auf den bestimmten
entsprechenden Spreizfaktor ein Walsh-Code zugeteilt. Jeder zugeteilte
Spreizfaktor kann einer von mehreren Funkkonfigurationen entsprechen,
darunter zum Beispiel RC1, RC2, RC3 und RC4.
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Bei
einer anderen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung umfaßt
das Verfahren das Senden eines oder mehrerer Qualitätszustandssignale von
jedem Voice-Benutzer.
Diese Ausführungsform spiegelt
die Aktivi täten
wider, die zum Beispiel in der drahtlosen Einheit auftreten können. Jedes
Qualitätszustandssignal
kann eine Stationszustandsmessung wie zum Beispiel eine Pilotsignalstärkenmessung, umfassen.
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Wenn
die Qualität
jedes Voice-Kanals durch den Empfang der Qualitätszustandssignale bestimmt wurde,
kann jeder Voice-Benutzer als Reaktion auf sein Qualitätszustandssignal
einen bestimmten Spreizfaktor empfangen. Der bestimmte Spreizfaktor kann
einer von mehreren Funkkonfigurationen entsprechen, wie zum Beispiel
RC1, RC2, RC3 und/oder RC4. Jeder entsprechende Voice-Benutzer kann auf der
Basis des bestimmten entsprechenden Spreizfaktors eine Walsh-Code-Zuteilung
für jeden Voice-Benutzer
empfangen. Wenn also zum Beispiel das Qualitätszustandssignal eines ersten
Voice-Benutzers
relativ höher
als das Qualitätszustandssignal eines
zweiten Voice-Benutzers ist, sollte der dem ersten Voice-Benutzer
zugeteilte Spreizfaktor länger
als der Spreizfaktor des zweiten Voice-Benutzers sein.
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Bei
einem Beispiel der vorliegenden Erfindung enthält eine Vielzahl von Voice-Kanälen einen ersten,
einen zweiten und einen dritten Voice-Kanal oder Benutzer. Für jeden
Voice-Kanal oder Benutzer wird ein Qualitätszustandssignal empfangen.
Das Qualitätszustandssignal
ist bei dem vorliegenden Bespiel relativ höher als die Qualitätszustandssignale für den zweiten
und dritten Voice-Kanal oder Benutzer, während das für den zweiten Voice-Kanal empfangene
Qualitätszustandssignal
auch relativ zu dem Qualitätszustandssignal
des dritten Voice-Kanals niedriger ist. Folglich kann der Spreizfaktor
des ersten Voice-Kanals als länger
als der Spreizfaktor des zweiten Voice-Kanals bestimmt werden und
der Spreizfaktor des dritten Voice-Kanals kann als länger als
der Spreizfaktor des zweiten Voice-Kanals und als kürzer als
der Spreizfaktor des ersten Voice-Kanals bestimmt werden.
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Wie
bereits erwähnt
wurde, kann man durch Verwendung eines Ansatzes der adaptiven Walsh-Code-Zuteilung
Voice-Benutzern mit qualitativ relativ hochwertigen Kanälen Walsh-Codes
(WCs") mit einem
höheren
Spreizfaktor ("SF") zuteilen als Voice-Benutzern
mit qualitativ relativ schlechteren Kanälen. Dies kann zu einer schwächeren Codierung führen und
kann die Verwendung von Modulationen höherer Ordnung fordern (z. B.
höheres
erforderliches Eb/Nt zur
Erzielung derselben Rahmenfehlerrate oder "FER").
Benutzern mit relativ schwächeren Kanälen kann
man jedoch WCs mit niedrigerem SF zuteilen. Die Verwendung niedrigerer
SFs sollte eine robustere Modulation und Codierung ermöglichen und
deshalb ein niedrigeres Eb/Nt erfordern.
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Das
Minimieren des für
relativ schwache Benutzer, die Leistung verlangen, erforderlichen
Basisstationsleistungsanteils (E
c/I
or) kann zum Beispiel zu größeren Gesamtersparnissen
bei E
c/I
or führen. Diese
potentiellen Ersparnisse können
dann anderen Verwendungszwecken zugeteilt werden, wodurch die Gesamtsystemkapazität vergrößert wird.
Dies kann durch das folgende beispielhafte Szenario verständlich gemacht
werden. Wenn zwei Benutzer A und B in dem System vorliegen und Benutzer
A sich auf einer Geometrie (I
or/I
oc) von 0,0 dB befindet (z. B. ein "schlechter" Benutzer), während sich
Benutzer B in einer Geometrie (I
or/I
oc) von 10 dB befindet (z. B. ein "guter" Benutzer). Die Beziehung
zwischen Leistungsanteil, Geometrie, PG und E
b/N
t kann durch die folgende mathematische Gleichung
ausgedrückt werden:
wobei E
c/I
or der Basisstationsleistungsanteil, E
b/N
t = 5 dB und PG
= 18 dB ist. Folglich kann man den notwendigen Leistungsanteil für die Benutzer
A und B folgendermaßen
berechnen:
Leistungsanteil (E
c/I
or) für
Benutzer A = 5,0%
Leistungsanteil (E
c/I
or) für
Benutzer B = 0,5%
wobei E
c/I
or der Basisstationsleistungsanteil ist.
Ein Verkleinern des E
b/N
t von
Benutzer A um 3 dB durch robustere Codierung und Modulation (Walsh-Code mit
höherem
SF) kann deshalb 2,5% Leistung sparen, während eine Vergrößerung des
E
b/N
t von Benutzer
B um 3 dB bei Verwendung einer weniger robusten Modulation und Codierung
(Walsh-Code mit niedrigerem SF) die Leistung um etwa 0,5% vergrößern kann.
Deshalb kann adaptive Walsh-Code-Zuteilung die Gesamt-Walsh-Ausnutzung
und HF-Leistungsfähigkeit
des Systems vergrößern, wenn
Benutzern mit relativ "schlechten" Geometrien Walsh-Codes mit niedrigerem
SF (z. B. die relativ niedrigeres E
b/N
t erfordern) zugeteilt werden, während Benutzern
in relativ "guten" Geometrien Codes
mit höherem
SF (z. B. die relativ höheres
E
b/N
t erfordern)
zugeteilt werden.
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Mit
Bezug auf 1 ist ein Beispiel für eine adaptive
Walsh-Code-Zuteilung gezeigt. Benutzer, die sich näher bei
der Basisstation befinden (z. B. relativ "gute" Benutzer),
können
hierbei Walsh-Codes mit relativ höherem SF zugeteilt bekommen.
Benutzer, die sich weiter weg von der Basisstation befinden (z.
B. relativ "schlechte" Benutzer), können darüberhinaus
Walsh-Codes mit relativ niedrigerem SF zugeteilt bekommen.
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Ein
Beispiel für
Walsh-Code-Zuteilung zu Benutzern mit verschiedenen Kanalqualitäten und eine
Tabelle von Funkkonfigurationen mit Walsh-Codes verschiedener Länge sind
in 2 und 3 abgebildet. Wie dargestellt,
können
Walsh-Codes mit niedrigerem Spreizfaktor, wie zum Beispiel Walsh-Codes
mit einer Länge
von 64, die Verwendung robusterer Modulation und Codierung ermöglichen.
Deshalb können
Benutzern mit schlechteren Kanalqualitäten Walsh-Codes mit niedrigerem Spreizfaktor
zugeteilt werden.
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Walsh-Codes
mit höherem
Spreizfaktor, wie zum Beispiel Walsh-Codes der Länge 256, können dagegen zum Beispiel mehr
-Walsh-Kanäle
erzeugen. Dies kann jedoch die Verwendung einer weniger robusten
Modulation und Codierung erfordern. Deshalb können diese Codes mit höheren Spreizfaktoren Benutzern
mit relativ hohen Kanalqualitäten
zugeteilt werden, – z.
B. Benutzern, die mit einer vernünftigen Menge
des Basisstationsleistungsanteils eine weniger robuste Modulation
und Codierung unterstützen können. In
einem Szenario können
diese Codes mit höheren
Spreizfaktoren ausschließlich
Benutzern mit relativ hohen Kanalqualitäten zugeteilt werden.
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Mit
Bezug auf 4 ist ein beispielhaftes Flußdiagramm
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung dargestellt. Genauer gesagt zeigt das
beispielhafte Flußdiagramm
von 4 die Zuteilung von Walsh-Codes auf der Basis
von Kanalqualitätssignalinformationen
von Benutzern. Hierbei kann die Kanalqualität für eine drahtlose Einheit entweder
auf der Basis der Abwärtsstrecken-Pilotstärkenmessungen
bestimmt werden, die die drahtlose Einheit an die Basisstation zurückmeldet,
oder einer bestimmten expliziten Anzeige der durch die drahtlose
Einheit an die Basisstation zurückgemeldeten
Kanalqualität.
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Mit
Bezug auf 5 ist ein beispielhaftes Flußdiagramm
einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung dargestellt. In diesem Flußdiagramm
kann die Bestimmung der Zuteilung von Walsh-Codes auch auf dem Status
der Soft-Weiterreichung ("SHO") drahtloser Einheiten
basieren. Folglich können
den Benutzern in SHO Walsh-Codes kleinerer Länge zugeteilt werden, die eine
robustere Modulation und Codierung ermöglichen, während Benutzer, die sich nicht
in SHO befinden, Walsh-Codes größerer Länge zugeteilt
bekommen können.
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Obwohl
die konkrete Erfindung mit Bezug auf Ausführungsbeispiele beschrieben
wurde, soll die vorliegende Beschreibung nicht im einschränkenden Sinne
aufgefaßt
werden. Es versteht sich, daß,
obwohl die vorliegende Erfindung beschrieben wurde, Durchschnittsfachleuten
bei Durchsicht der vorliegenden Beschreibung verschiedene Modifikationen der
Ausführungsbeispiele
sowie zusätzliche
Ausführungsformen
der Erfindung einfallen werden, ohne von dem Gedanken der Erfindung
abzuweichen, der in den angefügten
Ansprüchen
dargelegt wird. Das Verfahren, das System und Teile davon und das
beschriebene Verfahren und System können folglich an verschiedenen
Orten implementiert werden, wie zum Beispiel in der drahtlosen Einheit,
in der Basisstation, in einer Beasisstationssteuerung und/oder in
der Mobilvermittlungsstelle. Zur Implementierung und Verwendung
des beschriebenen Systems erforderliche Verarbeitungsschaltkreise
können
darüber
hinaus in anwendungsspezifischen integrierten Schaltungen, softwaregesteuerten
Verarbeitungsschaltkreisen, in Firmware, in programmierbaren Logikbausteinen,
in Hardware, in diskreten Komponenten oder in Anordnungen der obigen
Komponenten implementiert werden, wie Durchschnittsfachleute anhand
der vorliegenden Offenlegung erkennen würden. Fachleute werden ohne
weiteres erkennen, daß diese
und verschiedene andere Modifikationen, Anordnungen und Verfahren
an der vorliegenden Erfindung vorgenommen werden können, ohne
strikt den hier dargestellten und beschriebenen beispielhaften Anwendungen zu
folgen und ohne von dem Schutzumfang der vorliegenden Erfindung
abzuweichen. Es wird deshalb in Betracht gezogen, daß die angefügten Ansprüche alle
solchen Modifikationen oder Ausführungsformen,
die in den wahren Schutzumfang der Erfindung fallen, abdecken.