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DE602004008348T2 - Sicherheitsvorrichtung für biologische und chemische produkte - Google Patents

Sicherheitsvorrichtung für biologische und chemische produkte Download PDF

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DE602004008348T2
DE602004008348T2 DE602004008348T DE602004008348T DE602004008348T2 DE 602004008348 T2 DE602004008348 T2 DE 602004008348T2 DE 602004008348 T DE602004008348 T DE 602004008348T DE 602004008348 T DE602004008348 T DE 602004008348T DE 602004008348 T2 DE602004008348 T2 DE 602004008348T2
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shell
tape
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DE602004008348T
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Charles Laubie
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Sema SAS
Original Assignee
Sema SAS
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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schutzvorrichtung zum Verpacken von Sprengobjekten oder als solche verdächtigten Objekten, des Typs, der die Schäden lindern kann, die durch die Explosion eines Sprengobjekts oder einer Sprengvorrichtung verursacht werden können.
  • Der Schutz von Personen gegen Sprengvorrichtungen oder -objekte, die an öffentlichen Orten abgelegt werden, erfordert im Allgemeinen das Evakuieren der Personen. Unter bestimmten Umständen ist jedoch ein teilweises oder komplettes Evakuieren schwierig.
  • Ferner kann eine Sprengvorrichtung oder ein Sprengobjekt Schadstoffe enthalten. Das Verteilen der Schadstoffe kann ein langwieriges, kostspieliges und manchmal für die Techniker, die es durchführen, gefährliches Reinigen erfordern.
  • Die vorliegende Erfindung zielt darauf ab, die Gefahren, die durch die Sprengobjekte für Personen dargestellt werden, und die Sachschäden zu verringern.
  • Die vorliegende Erfindung hat eine Verpackungsvorrichtung für Gefahrstoffe zur Aufgabe, insbesondere chemische oder biologische, oder die als solche verdächtigt werden, und die es erlaubt, ein verdächtiges Objekt zu isolieren und die die Detonationswirkung einer Explosion lindern und Geschosse sowie fluide Substanzen, die bei der Explosion verursacht oder weggeschleudert werden, zurückhalten kann.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft auch eine Schutzvorrichtung mit geringem Platzbedarf, die leicht und schnell angebracht werden kann.
  • Die Vorrichtung zum Verpacken biologischer und chemischer Produkte weist gemäß einem Aspekt der Erfindung eine weiche und gegen Fluide dichte Hülle auf, wobei die Hülle mit einer Öffnung versehen ist, die dicht gegen Fluide verschlossen werden kann, ein erstes Spritzschutzband, das in einem unteren Teil der Hülle angeordnet ist, eine Spritzschutzhülle, die auf dem ersten Spritzschutzband angeordnet ist, wobei die Spritzschutzhülle an ihren Axialenden offen ist, ein zweites Spritzschutzband, das in einem oberen Teil der Hülle angeordnet ist, und ein drittes Spritzschutzband, das über dem oberen Teil der Hülle derart angeordnet ist, dass die biologischen und/oder chemischen Produkte in der Vorrichtung auch bei Fluidspritzern eingeschlossen bleiben. Ein verdächtiges Objekt kann in der Vorrichtung durch die verschließbare Öffnung angeordnet und in der Spritzschutzhülle positioniert werden.
  • Im Fall der Explosion des Objekts werden die Splitter von dem ersten Spritzschutzband, der Spritzschutzhülle und dem zweiten Spritzschutzband gestoppt. Die Detonationswirkung wird durch das zweite Spritzschutzband gedämpft, das gewaltsam in die Höhe geschleudert werden kann, ohne die Hülle zu zerreißen. Der obere Teil der Hülle wird von dem zweiten Spritzschutzband geschützt. Das dritte Spritzschutzband schützt den oberen Teil der Hülle gegen ein Durchstoßen durch ein benachbartes Objekt, das beim Hochschleudern des zweiten Spritzschutzbands getroffen wird, zum Beispiel ein an der Decke des Raums, in dem die Explosion auftritt, hängendes Beleuchtungselement. Die Biegsamkeit der Hülle erlaubt es ihr, sich elastisch oder plastisch unter der Einwirkung der Explosion zu dehnen. Die Fluidspritzer werden in der Hülle eingeschlossen. Die Verschmutzung der Umgebung wird daher vermieden.
  • Bei einer Ausführungsform der Erfindung weist die Vorrichtung einen Aufnahmebehälter für Flüssigkei ten auf, der zwischen dem ersten Spritzschutzband und der Spritzschutzhülle einerseits und dem unteren Teil der Hülle andererseits angeordnet ist. Eine Vorrichtung, die Flüssigkeiten enthält, kann leichter gehandhabt werden. Der Aufnahmebehälter kann eine Außenschicht aus einem für Korrosionsprodukte beständigen Material aufweisen. Der Aufnahmebehälter kann einen Boden und Ränder aufweisen, wobei mindestens einer der Ränder nach außen umlegbar ist. Das Einbringen des verdächtigen Objekts in den Behälter wird erleichtert, wenn der umlegbare Rand nach außen umgelegt wird. Das verdächtige Objekt kann daher in dem Behälter durch einfache mechanische Mittel oder einen Roboter auf Entfernung positioniert werden.
  • Vorteilhafterweise weist die Spritzschutzhülle zwei ineinander gesetzte Teile auf, die in Bezug zueinander gleiten können. Der innere Teil kann sich daher durch die Detonationswirkung einer Explosion hochheben, während die eventuellen Splitter von dem an Ort und Stelle gebliebenen äußeren Teil gestoppt werden.
  • Bei einer Ausführungsform der Erfindung weist das zweite Spritzschutzband einen zentralen Teil und einen nach unten gerichteten Rand auf. Der Rand tendiert dazu zu vermeiden, dass sich die Detonationswirkung seitlich zu der Hülle richtet.
  • Bei einer Ausführungsform der Erfindung weist der obere Teil der Hülle einen Folienabschnitt auf, der auch auf dem zweiten Spritzschutzband angeordnet ist, und einen Folienabschnitt, der unter dem zweiten Spritzschutzband angeordnet ist. Die Abdichtung wird verbessert, und das zweite Spritzschutzband wird zwischen den Folienabschnitten gehalten, während es sich gleichzeitig verschieben kann.
  • Bei einer Ausführungsform der Erfindung weist der obere Teil der Hülle einen Folienabschnitt auf, der auf dem dritten Spritzschutzband angeordnet ist, und einen Folienabschnitt, der unter dem dritten Spritzschutzband angeordnet ist. Die Abdichtung wird verbessert, und das dritte Spritzschutzband wird zwischen den Folienabschnitten gehalten und kann sich gleichzeitig verschieben.
  • Bei einer Ausführungsform der Erfindung sind der untere und der obere Teil der Hülle untereinander einstückig. Daraus ergeben sich eine hervorragende Abdichtung und ein hoher Zugbruchwiderstand.
  • Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist die Öffnung der Hülle mit einem Gleitverschluss versehen. Die Öffnung der Hülle kann ferner außerhalb des Gleitverschlusses mit einem Haftverschluss, zum Beispiel des Typs Velcro®, versehen werden. Die Abrissfestigkeit der Öffnung wird gesteigert. Die Öffnung der Hülle kann mit einem Umschlag im Inneren des Gleitverschlusses versehen sein, der den Gleitverschluss abdecken kann. Bei einer Explosion wird der Umschlag gegen den Gleitverschluss und den benachbarten Abschnitt der Hülle gedrückt, woraus sich eine hervorragende Abdichtung ergibt.
  • Bei einer Ausführungsform der Erfindung besteht die Hülle aus einem transparenten Material. Die visuelle Überwachung des verdächtigen Objekts ist möglich, und die späteren Eingriffe werden erleichtert.
  • Bei einer Ausführungsform der Erfindung weist die Hülle Polyurethanelastomer auf. Dieses Material besitzt zufrieden stellende Eigenschaften hinsichtlich der Biegsamkeit, Dehnbarkeit, Zerreißfestigkeit, Schnittfestigkeit sowie Durchsichtigkeit.
  • Bei einer Ausführungsform der Erfindung besteht die Hülle aus Material, das um mehr als 100 % dehnbar ist.
  • Bei einer Ausführungsform der Erfindung weist die Hülle eine zylindrische längliche Rotationsform auf. Das zweite und das dritte Spritzschutzband können daher an das obere Ende des Zylinders geschleudert werden, indem sie eine hohe Energie abgeben.
  • Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist die Hülle mit einem Ventil versehen, das eine Entleerung oder Entnahme des Inhalts der Hülle ermöglicht. Die Analyse der in der Hülle gegenwärtigen Fluide wird in aller Sicherheit erleichtert.
  • Bei einer Ausführungsform der Erfindung weist die Vorrichtung elastische Gurte auf, die die Hülle umgeben. Das Ableiten von Energie wird begünstigt.
  • Bei einer Ausführungsform der Erfindung weist die Vorrichtung progressiv brechende Gurte auf, die die Hülle umgeben. Das Ableiten von Energie wird ebenfalls begünstigt.
  • Bei einer Ausführungsform der Erfindung weist die Vorrichtung einen Wagen auf, der die Hülle tragen kann und mit Verschiebemitteln versehen ist. Das Transportieren der Vorrichtung kann leicht ausgeführt werden.
  • Bei einer Ausführungsform der Erfindung weisen die Spritzschutzbänder Mittel zum Absorbieren der von der Detonationswirkung einer Explosion freigesetzten Energie auf. Mindestens ein Spritzschutzband kann in seiner Dicke Absorptionselemente aufweisen, die sich verformen können, während sie Energie ableiten. Ein Absorptionselement kann mindestens einen verformbaren Dämpfer aufweisen, der ein Innenvolumen definiert, das ein Fluid enthält. Ein Absorptionselement kann mindestens einen ersten Dämpfer und mindestens einen zweiten Dämpfer mit kleineren Abmessungen aufweisen, der in den ersten Dämpfer eingesetzt ist. Ein Absorptionselement kann mindestens einen aufwickelten Schlauch aufweisen. Der aufgewickelte Schlauch bildet einen Dämpfer, der eine große Fläche aufweist. Ferner weist der aufgewickelte Schlauch zahlreiche Wände im Vergleich zum Gesamtvolumen des enthaltenen Fluids auf, so dass ein Ableiten von Energie durch Verformen der Wände erhöht wird. Mindestens ein Schlauch kann an seinen Enden geschlossen sein. Wenn der mit Fluid gefüllte Dämpfer einer großen Kompressionskraft ausgesetzt ist, die plötzlich angelegt wird, leitet er Energie durch Verformen seiner Wände sowie durch Komprimieren der Flüssigkeit ab. Wenn die Verformung fortgesetzt wird, erfolgt die Energieableitung auch durch Brechen der Wände und durch Ableiten des in dem Dämpfer enthaltenen Fluids.
  • Der Dämpfer kann geschlossen sein, damit das Fluid nur bei einem Bruch des Dämpfers austreten kann. Man kann einen Dämpfer vorsehen, der mit einer Öffnung zu einem Ableiten von Energie durch Entleeren der Flüssigkeit ab dem Beginn der Verformung des Dämpfers versehen ist. Das Fluid kann flüssig oder gasförmig sein, wie zum Beispiel Luft.
  • Bei einer Ausführungsform der Erfindung wird eine Form oder ein Beschlag aus Schaumstoff unter dem Spritzschutzband angeordnet.
  • Bei einer Ausführungsform der Erfindung weist das Spritzschutzband eine Kräfteverteilungszone auf, die sich zwischen einer oberen Fläche des Spritzschutzbands und Absorptionselementen befindet. Die Kräfteverteilungszone kann die Form einer starren Platte haben, zum Beispiel bestehend aus einer großen Dicke Spritzschutzmaterial. Die Verteilung der Kräfte erlaubt ein Verteilen der stellenweise von der Detonationswirkung der Explosion entwickelten Kraft auf alle Energieabsorptionselemente.
  • Eine solche Verpackungsvorrichtung für Sprengobjekte oder als solche verdächtigte Objekte weist ein Spritzschutzband und eine Hülle auf, wobei das Spritzschutzband ausgehend von Spritzschutzmaterialfolien und der Mantel ausgehend von weichem und dichtem Material gebildet wird. Die Spritzschutzbänder sind dazu bestimmt, in einer Hülle ein verdächtiges Objekt umgebend angeordnet zu werden, wobei die Spritzschutzbänder ferner Mittel zum Absorbieren der Energie aufweisen, die von der Detonationswirkung einer Explosion freigesetzt wird.
  • Das Ausbreiten der Hülle und die Struktur der Spritzschutzbänder erlauben zum großen Teil ein Ableiten der von der Explosion erzeugten Energie.
  • Das erste Spritzschutzband schützt den Boden vor Geschossen. Die auf dem Spritzschutzband durch die Detonationswirkung aufgrund der Explosion entwickelten Kräfte sind jedoch groß und lokalisiert, so dass eine Gefahr besteht, dass ein Fußboden durch die Detonationswirkung durch ein Band aus Spritzschutzmaterial hindurch beschädigt wird. Die Mittel zum Absorbieren der Energie, die in dem Spritzschutzband vorgesehen sind, erlauben es, die von den Kräften, die auf dem Spritzschutzband durch eine Detonationswirkung entwickelt werden, erzeugte Energie zu absorbieren, um einen Boden zu schützen.
  • Die vorliegende Erfindung und ihre Vorteile werden bei der Studie der ausführlichen Beschreibung einiger Ausführungsformen, die beispielhaft und nicht einschränkend genommen werden, besser verstanden und von den anliegenden Zeichnungen veranschaulicht, in welchen:
  • 1 eine schematische Schnittansicht einer Schutzvorrichtung gemäß einem Aspekt der Erfindung ist;
  • 2 eine Schnittansicht der Vorrichtung der 1 im offenen Zustand ist;
  • 3 eine schematische Schnittansicht einer Schutzvorrichtung gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist;
  • 4 eine schematische Schnittansicht einer Energieabsorptionsvorrichtung gemäß einem Aspekt der Erfindung ist;
  • 5 eine schematische Ansicht der Vorrichtung der 4 im Betrieb ist;
  • 6 eine schematische Draufsicht der Vorrichtung der 4 ist;
  • 7 eine Variante der 4 zeigt;
  • 8 eine Variante der 3 zeigt und
  • 9 eine Variante der 1 zeigt.
  • Die Verpackungsvorrichtung 1 weist im Wesentlichen eine Hülle 2, Spritzschutzbänder 3, 4 und 5 und eine Spritzschutzhülle 6 auf. Die Spritzschutzbänder 3 bis 5 und die Spritzschutzhülle 6 sind in der Hülle 2 angeordnet. Die Hülle 2 wird aus einem weichen und transparenten Material hergestellt, zum Beispiel aus Polyurethanelastomer. Es ist besonders vorteilhaft, dass das Material der Hülle 2 eine sehr hohe Dehnung vor dem Bruch erfahren kann. Man kann eine Mindestdehnung von 100 %, ja sogar 200 % vor dem Bruch des Materials vorsehen. Polyurethanelastomer kann die Form einer Folie mit geringer Dicke aufweisen, zum Beispiel unter 1 mm.
  • Die Hülle 2 hat eine allgemeine Rotationszylinderform, die an ihren Enden geschlossen ist und daher eine Bodenwand 2a aufweist, die vorgesehen ist, um auf dem Boden zu ruhen, eine Oberwand 2b, die an dem der Bodenwand 2a entgegengesetzten Ende angeordnet ist, und eine röhrenförmige Wand 2c, die die Endwände 2a und 2b dicht verbindet und mit diesen Letzteren aus einem Stück bestehen kann. Die Hülle 2 wird durch ein Rückhalteelement 7 des oberen Spritzschutzbands 5 vervollständigt. Das obere Spritzschutzband 5 ist über der Oberwand 2b der Hülle 2 angeordnet und wird von dem Rückhalteelement 7 zurückgehalten.
  • Das Rückhalteelement 7 kann die Form mehrerer elastischer Gurte aufweisen, die es erlauben, das obere Spritzschutzband 7 geschmeidig zurückzuhalten. Vorzugsweise ist das Rückhalteelement 7 in Form einer Folie aus dem gleichen Material wie das der Hülle 2 verwirklicht und wird zum Beispiel durch Hochfrequenzschweißen fest an der Hülle 2 befestigt.
  • Das Rückhalteelement 7 erlaubt daher das Verbessern der Abdichtung, indem es eine zusätzliche dichte Schicht bildet. Es ist auch ein Rückhalteelement 8 für das Zwischenspritzschutzband 4 vorgesehen, das analog zu dem Rückhalteelement 7 hergestellt werden kann, und daher vorzugsweise in Form einer Folie aus dem gleichen Material wie das Material der Hülle 2, und dicht an der Hülle 2 befestigt. Das Rückhalteelement 8 bildet ebenfalls eine zusätzliche Abdichtung, die die Wahrscheinlichkeit des Haltens der Abdichtung der Hülle 2 steigert.
  • Die Hülle 2 wird durch eine Öffnung 9 vervollständigt, die in der röhrenförmigen Wand 2c von der Oberwand 2b entfernt ausgebildet und durch einen Verschluss 10 verschlossen wird, zum Beispiel durch einen Gleitverschluss. Die Öffnung 9 kann sich über den größten Teil des Umfangs der röhrenförmigen Wand 2c erstrecken, um den Gebrauch der Vorrichtung zu erleichtern. Die Öffnung 9 kann im Wesentlichen zu den Endwänden 2a und 2b parallel sein.
  • Ferner sieht man einen zusätzlichen äußeren Umschlag 11 vor, der aus dem gleichen Material wie die Hülle 2 oder aus einem leicht starreren Material hergestellt werden kann, zum Beispiel aus einer dickeren Folie des gleichen Materials, die zum Beispiel durch Hochfrequenzschweißen fest an der röhrenförmigen Wand 2c der Hülle 2 über der Öffnung 9 befestigt wird und schwerkraftbedingt zur Unterseite der Öffnung 9 sinkt. Der äußere Umschlag 11 ist an seinem unteren, zu der Hülle 2 gerichteten Ende mit einer Anhängzone 12 versehen, die mit mehreren Haken versehen ist, die zu einer Anhängzone 13 mit mehreren Haken komplementär ist, die auf der röhrenförmigen Wand 2c unter der Öffnung 9 befestigt und dazu vorgesehen sind, sich mit der Anhängzone 12 zu verhaken. Die Anhängzonen 12 und 13 können des Typs Velcro® sein. Man verstärkt daher das mechanische Halten des Gleitverschlusses 10, indem man sein Abreißen bei einer Explosion im Inneren der Verpackungsvorrichtung vermeidet. Natürlich wählt man einen Gleitverschluss 10 aus, der hervorragende Abdichtvorzüge aufweist.
  • Die Spritzschutzbänder 3, 4 und 5 können aus ähnlichen Materialien hergestellt werden, zum Beispiel solchen, die Fasern mit hoher mechanischer Festigkeit aufweisen, wie zum Beispiel Aramidfasern. Die Spritzschutzbänder 3, 4 und 5 können mehrere Schutzschichten und eine Verstärkungsschicht aus halbstarrem Material aufweisen. Das untere Spritzschutzband 3 wird in der Unterseite der Hülle 2 angeordnet und hat eine flache Form. Das obere Spritzschutzband 5 weist ebenfalls eine flache Form auf, während das Zwischenspritzschutzband 4 eine ebene Wand 4a aufweist, die von einem Rand 4b umgeben ist, der nach unten gerichtet ist und es erlaubt zu vermeiden, dass die Detonationswirkung die Hülle 2 bei einer Explosion im Inneren der Hülle 2 allzu direkt erreicht, wobei sich die Detonationswirkung nach oben und daher zu der ebenen Wand 4a des Zwischenspritzschutzbands 4 erstreckt und sich dann radial nach außen richten kann, wobei sie von dem peripheren Rand 4b eingeschränkt wird.
  • Die Spritzschutzhülle 6 ist auf dem unteren Spritzschutzband 3 angeordnet und kann aus einem ähnlichen Material wie die Spritzschutzbänder 3, 4 und 5 bestehen. Die Spritzschutzhülle 6 weist eine zylindrische Form auf, die an die Form des Spritzschutzbands 3 angepasst ist, um mit ihrem unteren Rand auf dem unteren Spritzschutzband 3 aufzuliegen. Die Spritzschutzhülle 6 kann einstückig sein. Man zieht es jedoch vor, die Spritzschutzhülle 6 aus zwei Teilen herzustellen.
  • In 1 weist die Spritzschutzhülle 6 einen Innenteil 6a auf, der sich über die ganze Höhe der Spritzschutzhülle 6 erstreckt und mit einer Rille an seinem Rand in einer Zone in der Nähe des unteren Spritzschutzbands 3 versehen ist, und einen Außenteil 6b, der in der oben genannten Rille angeordnet ist und eine komplementäre Form zu dem Innenteil 6a aufweist. Im Querschnitt kann die Spritzschutzhülle 6 eine Rechteckform aufweisen. Der Außenabschnitt 6b kann sich im Wesentlichen über die Hälfte der Gesamthöhe der Spritzschutzhülle 6 erstrecken. Bei einer Explosion in einer Zone, die sich in der Spritzschutzhülle 6 befindet, kann die Detonationswirkung also dazu tendieren, den Innenteil 6a hochzuheben, während der Teil 6b auf dem unteren Spritzschutzband 3 an Ort und Stelle bleibt und ein Ausbreiten der Splitter in diese Richtung vermeidet.
  • Natürlich kann die Form der zwei Teile der Spritzschutzhülle 6 unterschiedlich ausgeführt werden. Man kann zwei Teile mit gleicher Höhe in Form von zwei konzentrischen Zylindern vorsehen, die ineinander mit oder ohne Berührung verschachtelt sind. Man kann auch eine Berührungsfläche zwischen den zwei Teilen der Spritzschutzhülle 6 mit einer kegelstumpfförmigen Form vorsehen.
  • Es ist ferner besonders vorteilhaft, dass die Verpackungsvorrichtung einen Aufnahmebehälter 14 aufweist, der die Form einer gegen Fluide dichten Wanne hat, die zwischen dem unteren Spritzschutzband 3 und der Bodenwand 2a der Hülle 2 und zwischen der Spritzschutzhülle 6 und der Seitenwand 2c der Hülle 2 angeordnet wird. Der Aufnahmebehälter 14 kann aus einem dichten Material, das für Korrosionsprodukte, insbesondere Schwefelsäure, Salpetersäure, beständig ist, hergestellt werden. Der Aufnahmebehälter 14 kann aus Sentropen® bestehen.
  • Der Aufnahmebehälter 14 weist einen flachen Boden 14a und einen Rand 14b, der nach oben gerichtet ist, auf. Der Rand 14b ist mit einer angelenkten Platte 14c versehen, die bei offener Stellung der Hülle 2 nach unten umgelegt werden kann, siehe 2. Die Platte 14c kann an dem Boden 14a mittels eines Scharniers 14d angelenkt werden, das einfach aus einer Zone mit geringerer Stärke des Materials, das den Aufnahmebehälter 14 bildet, hergestellt werden kann. Die angelenkte Platte 14c kann mit dem Rest des Rands 14b durch elastische Bälge verbunden werden, die es der Platte erlauben, zwischen einer im Wesentlichen senkrechten Position, die der dem Rest des Rands 14b ähnlich ist, und einer im Wesentlichen horizontalen Position in Ausrichtung mit dem Boden 14a zu schwenken und gleichzeitig in der in 1 veranschaulichten Position zwischen der angelenkten Platte 14c und dem Rest des Rands 14b eine Abdichtung zu bewahren.
  • Die Verpackungsvorrichtung weist ferner einen Schlauch 15 zum Entnehmen einer Probe auf, der an der Seitenwand 2c der Hülle 2 dicht befestigt und mit einem Ventil 16 versehen ist. Man kann daher leichter eine Probe Gas oder Flüssigkeit, die in der Hülle 2 enthalten ist, mit minimalen Gefahren des Verbreitens in der umgebenden Atmosphäre entnehmen. Man kann das Ventil 16 auch dazu verwenden, ein inertes Gas in die Hülle 2 einzuführen.
  • Die Verpackungsvorrichtung kann wie folgt verwendet werden.
  • Die Verpackungsvorrichtung wird im offenen Zustand, der in 2 veranschaulicht ist, in der Nähe eines als gefährlich betrachteten Objekts 20, zum Beispiel eines Objekts, das schädliche chemische oder biologische Substanzen enthalten kann, angeordnet. Die Öffnung 9 der Hülle 2 wird dabei gut nach oben und nach unten freigelegt. Die angelenkte Platte 14c des Aufnahmebehälters 14 wird nach unten geschwenkt, und die Spritzschutzhülle 6 wird abgenommen. Dann bringt man das verdächtige Objekt in die Hülle 2, auf das untere Spritzschutzband 3, indem man es zum Beispiel aus der Entfernung mit Seilen zieht, oder indem man es mittels eines ferngesteuerten Roboters handhabt.
  • Um diesen Vorgang zu erleichtern, können die angelenkte Platte 14c und das untere Spritzschutzband 3 mit abgeschrägten Enden oder abgefasten Enden versehen sein, um das Hochführen des verdächtigen Objekts zu begünstigen.
  • Man kann auch vorsehen, die obere Fläche dieser Elemente mit einem Material abzudecken, das hervorragende Gleitvorzüge aufweist, zum Beispiel mit Tetrafluorethylen. Man kann auch vorsehen, vorläufig eine Platte anzubringen, die das Gleiten auf den seitlichen Enden der schwenkenden Platte 14c und des unteren Spritzschutzbands 3 begünstigt, um das Hochführen des verdächtigen Objekts zu erleichtern.
  • Sobald das verdächtige Objekt im Wesentlichen in der Mitte des unteren Spritzschutzbands 3 angeordnet ist, ordnet man die Spritzschutzhülle 6 um das Objekt auf dem unteren Spritzschutzband 3 an, und man schwenkt die schwenkende Platte 14c nach oben. Die Platte 14c kann durch Anhängen an den Rest des Rands 14b mit Gurten, Druckknöpfen oder Klettverschlüssen des Typs Velcro® in Hochstellung gehalten werden.
  • Als Variante kann die Spritzschutzhülle 6 um das verdächtige Objekt angebracht werden, bevor das verdächtige Objekt in die Hülle 2 geführt wird. Derart wird das seitliche Wegschleudern von Splittern möglichst früh vermieden.
  • Dann ordnet man den oberen Teil der Hülle und das Zwischenspritzschutzband 4 und das obere Spritzschutzband 5 über der Spritzschutzhülle 6 an, indem man sie zum Beispiel auf dem oberen Ende der Spritzschutzhülle 6 ruhen lässt, dann schließt man den Gleitverschluss 10 und den zusätzlichen Umschlag 11, den man mittels der Befestigungszonen 12 und 13 befestigt.
  • Das verdächtige Objekt ist nun in der Verpackungsvorrichtung eingeschlossen. Das verdächtige Objekt kann jetzt mit verringerten Risiken sowohl für Personen in der Nähe als auch für die Umwelt bewegt werden. Angenommen, das verdächtige Objekt enthält eine chemische oder biologische schädliche Substanz und eine Sprengladung, bewirkt eine eventuelle Explosion eine Detonationswirkung, die anfänglich dazu tendiert, sich isotrop zu verteilen. Da der Boden jedoch im Allgemeinen eine harte Zone darstellt, tendiert die Detonationswirkung dazu, sich radial und nach oben zu verteilen. Radial wird die Detonationswirkung von der Spritzschutzhülle 6 beschränkt und kann sich daher nur nach oben ausbreiten. Die Detonationswirkung reißt daher den oberen Teil der Hülle 2, der das Zwischenspritzschutzband 4, das obere Spritzschutzband 5, die Rückhalteelemente 7 und 8 und die Oberwand 2b der Hülle 2 aufweist, nach oben mit und verursacht das Dehnen der Seitenwand 2c der Hülle 2.
  • Man kann eine Seitenwand 2c mit einer Länge von mehreren Metern vorsehen, die ein starkes Ausbreiten der Hülle 2 gefolgt von einem elastischen Dehnen und dann einem beträchtlichen plastischen Dehnen erlaubt, das es der Detonationswirkung erlaubt, sich nach oben auszubreiten und sich daher zu schwächen, wobei die Tatsache, dass das Zwischenspritzschutzband 4 und obere Spritzschutzband 5 nach oben geschleudert werden, ebenfalls einen nicht vernachlässigbaren Energieverbrauch verursacht, der dazu tendiert, die Detonationswirkung zu verringern. Die Detonationswirkung kann auch ein Mitreißen nach oben des unteren Teils 6a der Spritzschutzhülle 6 verursachen.
  • Der Unterteil 6b der Spritzschutzhülle 6, der der Detonationswirkung nicht direkt ausgesetzt ist, bleibt jedoch im Wesentlichen mit dem unteren Spritzschutzband 3 in Berührung. Eventuelle Splitter, deren Bewegungsgeschwindigkeit viel niedriger ist als die Bewegungsgeschwindigkeit der Detonationswirkung, werden daher seitlich von dem Außenteil 6b der Spritzschutzhülle 6 zurückgehalten. Man vermeidet daher, dass eventuelle Splitter zwischen dem unteren Spritzschutzband 3 und der Spritzschutzhülle 6 durchgehen. Die dabei nach oben gerichtete Detonationswirkung kann das Rückhalteelement 8 beschädigen und sogar durchstoßen und wird dann von dem Zwischenspritzschutzband 4 zurückgehalten, insbesondere von der ebenen Wand 4a des Zwischenspritzschutzbands 4. Die Ränder 4b können ein seitliches Ausdehnen der Detonationswirkung verhindern. Die Oberwand 2b der Hülle 2 wird von dem Zwischenspritzschutzband 4 geschützt und behält daher ihre Dichtheit.
  • Im Laufe der schnellen Aufwärtsbewegung des Oberteils der Hülle 2 kann das Rückhalteelement 7 auf unterschiedliche Objekte, Geräte und Vorrichtungen stoßen, die sich auf seiner Bahn befinden, zum Beispiel Beleuchtungskörper, eine Decke, ein Kabel, einen Kabel schacht. Das Rückhalteelement 7 kann von dem Aufprall auf das Objekt, das auf seiner Bahn liegt, beschädigt und sogar durchstoßen werden, das daher das Spritzschutzband 5 erreicht, das vorgesehen ist, um ein solches Durchstoßen zu vermeiden, was es erlaubt, die Oberwand 2b der Hülle 2 zu schützen, die unversehrt und dicht bleibt.
  • Sogar wenn die Explosion in einem Raum stattfindet, dessen obere Zone mehr oder minder verlegt ist, oder im Freien und an einer Stelle, die Objekte in einer bestimmten Höhenentfernung aufweist, wird die Dichtheit der Hülle 2 beibehalten, was es erlaubt, das Verteilen der chemischen oder biologischen Produkte zu vermeiden, die zu dem verdächtigen Objekt, das explodiert ist, gehören. Der Flüssigkeitsanteil der chemischen oder biologischen Produkte wird im Wesentlichen in dem Aufnahmebehälter 14 zurückgehalten, der insbesondere vorgesehen ist, um Korrosionsprodukten, Erdölprodukten und im Allgemeinen einer umfangreichen Reihe schädlicher Chemikalien zu widerstehen.
  • Der gasförmige Anteil der chemischen oder biologischen Produkte und der Pulveranteil werden von der Hülle 2 zurückgehalten. Dann kann die Verpackungsvorrichtung zur Analyse in ein Labor transportiert werden. Das Labor kann Entnahmen dank der Leitung 15 und des Ventils 16 vornehmen. Die Verpackungsvorrichtung kann dann zu ihrer Vernichtung zum Beispiel in eine gesicherte, dazu vorgesehene Verbrennungsanlage gebracht werden.
  • Die Verpackungsvorrichtung erlaubt es, die Sicherheit des Personals signifikant anzuheben, insbesondere des Personals von Schutz- und Minenräumungsdiensten, und die Umweltverschmutzungsgefahr zu verringern, was es erlaubt, auf lange und kostspielige Reinigungs- und Desinfektionsoperationen zu verzichten.
  • Die Verpackungsvorrichtung ist gut für verdächtige Objekte geeignet, die radioaktive Substanzen enthalten, deren Verbreitung die Verpackung vermeidet. Man kann eine Verpackungsvorrichtung vorsehen, die keine Metallteile aufweist, um ein Röntgen des verdächtigen Objekts zu begünstigen, das es erlaubt, dessen Aufbau und die Art der in ihm enthaltenen Substanzen zu bestimmen.
  • Bei einer in 3 veranschaulichten Ausführungsform weist die Hülle 2 ferner einen inneren Umschlag 19 auf, der fest an der Seitenwand 2c der Hülle 2 über der Öffnung 9 befestigt und dazu vorgesehen ist, mit der Seitenwand 2c unter dem Verschluss 10 in der in 1 veranschaulichten Position in Berührung zu kommen. Der innere Umschlag 19 kann aus dem gleichen Material wie der Mantel 2 hergestellt sein. Beim Auftreten einer Explosion wird der Umschlag 19 gegen den Verschluss 19 durch die Detonationswirkung angedrückt und erhöht daher die Abdichtung des Verschlusses 10.
  • Die Verpackungsvorrichtung 1 ist mit einem Chassis 17 versehen, das unter der Bodenwand 2a der Hülle 2 angeordnet und mit Rädern 18 versehen ist, die ein leichteres Bewegen der Verpackungsvorrichtung erlauben.
  • Man kann auch vorsehen, zwischen dem unteren Spritzschutzband 3 und dem Aufnahmebehälter 14 Dämpfelemente für die Detonationswirkung anzuordnen, die es erlauben, ein Beschädigen des Bodens durch die Schockwelle, die das Spritzschutzband 3 durchquert, zu vermeiden.
  • Wie in 4 sichtbar, weisen Absorptionselemente 21 die Form von Schlauchwicklungen 22 auf. Zwei Schläuche 22 sind aufgewickelt und aufeinander gestapelt. Man kann vorsehen, dass die Schläuche 22 aufgewickelt mit Hilfe von Befestigungsmitteln in Position gehalten werden, zum Beispiel mit einem biegsamen Flansch. Die Schläuche 22 können mit Luft gefüllt und an ihren Enden verschlossen sein. Die Absorptionselemente 21 werden zwischen der Bodenwand 2a der Hülle 2 und dem Chassis 17 angeordnet. Die Absorptionselemente 2 und das Chassis 17 können Metallteile aufweisen, ohne ein Röntgen des verdächtigen Objekts zu stören.
  • Wenn eine Kraft von der Detonationswirkung auf das untere Spritzschutzband 3 ausgeübt wird, werden die Absorptionselemente 21, die sich unter dem unteren Spritzschutzband 3 befinden, zerdrückt. Der Schlauch 22 wird zerdrückt und seine Wände werden verformt. Die Energie der Explosion wird von der Verformung der Wände des Schlauchs 22 absorbiert. Zu bemerken ist, dass es ein Aufrollen des Schlauchs erlaubt, die Anzahl der Zwischenwände zu erhöhen, die die Energie senkrechter Kräfte absorbieren können.
  • Ferner wird die Energie auch vom Zusammendrücken der Luft, die in dem Schlauch 22 gefangen ist, absorbiert. Wenn das Zusammendrücken der Schläuche 22 fortgesetzt wird, kann es zu einem Reißen der Wände der Schläuche 22 führen. In diesem Fall wird die Energie ebenfalls beim Reißen der Schläuche 22 absorbiert. In dem Fall, in dem die Schläuche 22 durchstoßen werden, kann die Luft durch die Öffnungen austreten. Energie wird auch vom Ableiten der in den Schläuchen 22 gefangenen Luft abgeführt.
  • In den 5 und 6, die unter Beibehalten der Bezugszeichen, die für die vorhergehenden Figuren verwendet wurden, beschrieben werden, ist ein Schlauch 22 dargestellt, der ein aufgewickeltes Absorptionselement bildet. Der Schlauch 22 ist von biegsamem Schaumstoff 24 umgeben, siehe 6, und wird unter dem Spritzschutzband 3 angeordnet.
  • Auf 7 weisen Absorptionselemente die Form von zwei Aufwicklungen von Schläuchen 22 übereinander liegend auf, wobei die Schläuche 22 einen ersten Durchmesser aufweisen. Zweite Schläuche 23 mit kleinerem Durchmesser als der Durchmesser der ersten Schläuche 22 sind in die Schläuche 22 eingefügt. Die Schläuche 23 sind ebenfalls an ihrem Ende verschlossen, um Luft gefangen zu halten. Beim Anwenden einer Druckkraft auf das Spritzschutzband 3 wird die Energie zuerst durch Verformen der Schläuche 22 und dann durch Verformen der Schläuche 23 abgeleitet. Die Energie wird auch durch Zusammendrücken der Luft, die sowohl in den Schläuchen 22 als auch 23 enthalten ist, durch das Reißen der Wände der Schläuche 22 und 23 und durch das Austreten der Luft, die in den Schläuchen 22 und 23 enthalten ist, absorbiert. Diese Einrichtung ineinander verschachtelter Schläuche erlaubt es, die Energie, die von den Absorptionselementen absorbiert werden kann, noch zu steigern.
  • Ein Schlauch kann aus einem beliebigen Material, das eine Energieabsorption erlaubt, bestehen. Man kann Metallschläuche vorsehen. Aus Gewichtsgründen und zum Erleichtern des Gebrauchs der Schutzvorrichtung kann man einen Schlauch aus Kunststoff vorsehen, der eventuell mit einem Metallgitter verstärkt wird.
  • In 8 weist ein Wagen gemäß einer Variante der Erfindung ein Chassis 17 mit Rädern 18 auf. Das Chassis 17 weist einander entgegengesetzte senkrechte seitliche Wände 25 auf, die eine Achse 26 tragen. Ein Korb ist auf der Achse 26 angelenkt und weist Zugstäbe 27 auf, die ausgehend von der Achse 26 nach unten gerichtet sind, und eine Platte 28, die von den Zugstäben 27 auf einer Ebene unter der der Achse 26 getragen wird. Die Platte 28 bleibt daher im Wesentlichen horizontal, auch wenn der Wagen ein Gefälle hinauf- oder hinunterfährt. Die Verpackungsvorrichtung 1 und die Energieabsorptionselemente 21 sind auf der Platte 28 angeordnet. Ein Wagenmodell mit zwei horizontalen Anlenkungen im rechten Winkel kann vorgesehen sein, um es dem Wagen zu erlauben, auf Flächen mit Gefälle und seitlicher Schräglage zu fahren und gleichzeitig die Horizontallage der Platte 28 beizubehalten.
  • Bei der in 9 veranschaulichten Ausführungsform besteht die Spritzschutzhülle 6 aus zwei konzentrischen Teilen 6a und 6b, wobei der Außenteil 6b eine Bohrung mit einem Durchmesser aufweist, der größer ist als der der Außenfläche des Innenabschnitts 6a. Der Innenabschnitt 6a weist eine größere Höhe als der Außenabschnitt 6b auf. Die Verpackungsvorrichtung weist ferner eine Glocke 30 auf, die mit einer oberen Wand 30a und einem peripheren Rand 30b mit einer Höhe versehen ist, die größer ist als die der Spritzschutzhülle 6 und die Form einer seitlichen Schürze aufweist, die die Spritzschutzhülle 6 umgibt, und deren unteres Ende auf dem unteren Spritzschutzband 3 ruht. Mit anderen Worten kann die Glocke 30 die Form eines auf seiner Unterseite offenen Parallelepipeds oder eines auf seiner Unterseite offenen Zylinders, der auf der Oberseite verschlossen ist, aufweisen.
  • Der Unterteil 6a der Spritzschutzhülle 6 kann auf seiner Bohrung mit einem Material abgedeckt werden, das brandbeständig ist. Die Unterseite der ebenen Wand 30a und die Bohrung des Rands 30b der Glocke 30 können ebenfalls mit einer Brandschutzbeschichtung versehen werden. Die Glocke 30 kann aus ähnlichen oder identischen Materialien wie die der Spritzschutzbänder 3 bis 5 bestehen und kann daher die Hülle 2 vor weggeschleuderten Spritzern, korrosiven Produkten oder auch den Auswirkungen eines Feuerballs schützen. Die Glocke 30 erlaubt es, die Form der Hülle 2 beizubehalten, wobei das Rückhalteelement 8 auf der oberen Fläche der ebenen Wand 30a der Glocke 30 ruhen kann. Das Schließen der Verpackungsvorrichtung wird durch die Gegenwart der Glocke 30 erleichtert, die eine ausreichende Starrheit aufweist, um den oberen Teil der Verpackungsvorrichtung zu tragen und ihm eine Form zu verleihen.
  • Der seitliche Abschnitt 2c der Hülle 2 kann mit Falten 2d versehen werden, um ein großes axiales Maß beizubehalten, das ein Aufbreiten der Hülle 2 nach oben erlaubt. Um die Energieabsorption zu begünstigen, können elastische Gurte 29 vorgesehen werden, die auf der Hülle 2 befestigt werden, um Energie beim axialen Ausdehnen der Hülle 2 zu absorbieren. Die elastischen Gurte 29 können auf der Hülle 2 zu beiden Seiten der Falten 2d oder auf den Endwänden 2a und 2b befestigt werden.

Claims (19)

  1. Vorrichtung (1) zur Verpackung von biologischen und chemischen Produkten, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine weiche und gegen Fluide dichte Hülle (2) umfasst, wobei die Hülle mit einer Öffnung (9) versehen ist, die dicht gegen Fluide verschlossen werden kann, ein erstes Spritzschutzband (3), das in einem unteren Teil der Hülle angeordnet ist, eine Spritzschutzhülle (6), die auf dem ersten Glanzschutzband angeordnet ist, wobei die Hülle (6) an ihren Axialenden offen ist, ein zweites Spritzschutzband (4), das in einem oberen Teil der Hülle angeordnet ist, und ein drittes Spritzschutzband (5) über dem oberen Teil der Hülle umfasst, so dass biologische und/oder chemische Produkte auch bei Fluidspritzern in der Vorrichtung eingeschlossen bleiben.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Aufnahmebehälter für Flüssigkeiten (14) umfasst, der zwischen dem ersten Spritzschutzband (3) und der Spritzschutzhülle (6) einerseits und dem unteren Teil der Hülle (2) andererseits angeordnet ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmebehälter (14) eine Außenschicht aus einem für Korrosionsprodukte beständigen synthetischen Material umfasst.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmebehälter (14) einen Boden (14a) und Ränder (14b) umfasst, wobei mindestens einer der Ränder nach außen umlegbar ist.
  5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülle (6) zwei ineinander gesetzte Teile (6a, 6b) umfasst, die in Bezug zueinander gleiten können.
  6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der obere Teil der Hülle (2) einen Folienabschnitt (2b), der auf dem zweiten Spritzschutzband (4) angeordnet ist, und einen Folienabschnitt (8) umfasst, der unter dem zweiten Spritzschutzband (4) angeordnet ist.
  7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der obere Teil der Hülle einen Folienabschnitt (7), der auf dem dritten Spritzschutzband (5) angeordnet ist, und einen Folienabschnitt (2b), der unter dem dritten Spritzschutzband (5) angeordnet ist, umfasst.
  8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (9) der Hülle (2) mit einem Gleitverschluss (10) versehen ist.
  9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülle (2) aus einem transparenten Material hergestellt ist.
  10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülle (2) mit einem Ventil (16) versehen ist, das eine Entleerung oder eine Entnahme des Inhalts der Hülle ermöglicht.
  11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie elastische Gurte umfasst, die die Hülle umgeben.
  12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie progressiv brechende Gurte umfasst, die die Hülle umgeben.
  13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Wagen (17) umfasst, der die Hülle tragen kann und mit Verschiebemitteln versehen ist.
  14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bänder (3, 4, 5) Mittel umfassen, um die durch den Glaseffekt einer Explosion freigesetzte Energie zu absorbieren.
  15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Band (3) in seiner Dicke Absorptionselemente umfasst, die sich durch Verbreitung der Energie verformen können.
  16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass ein Absorptionselement mindestens einen verformbaren Dämpfer umfasst, der ein Innenvolumen, das ein Fluid enthält, definiert.
  17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass ein Absorptionselement einen ersten Dämpfer (21) und mindestens einen zweiten Dämpfer (22) mit kleineren Abmessungen umfasst, der in den ersten Dämpfer (21) eingesetzt ist.
  18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 22 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass ein Absorptionselement mindestens einen aufgewickelten Schlauch (21, 22) umfasst.
  19. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Form oder ein Beschlag aus Schaumstoff (24) unter dem ersten Band (3) angeordnet ist.
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