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Hintergrund der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Glaskörper-Schneidegerät zum Schneiden eines Glaskörpers in
einem Auge, ein Glaskörper-Chirurgieinstrument
(Vorrichtung), das mit dem Glaskörper-Schneidegerät ausgestattet
ist, und ein Verfahren zur Herstellung des Glaskörper-Schneidegeräts.
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Bei
einem in der Glaskörperchirurgie
genutzten Glaskörper-Schneidegerät wird ein
Glaskörper eines
Auges durch Ansaugen durch ein Ansaugloch, das in einer Seitenfläche in der
Nähe eines
Endpunkts (eines distalen Endes) einer feststehenden, äußeren zylindrischen
(rohrförmigen)
Klinge angeordnet ist, angezogen, um somit zu veranlassen, dass
der Glaskörper
in das Ansaugloch eingepasst wird. Eine innere zylindrische (rohrförmige) Klinge wird
veranlasst, sich axial in Bezug auf die äußere zylindrische Klinge hin-
und her zu bewegen (sich vorwärts
und rückwärts zu bewegen)
(Guillotinetyp) oder um ihre Mittelachse zu drehen (Rotationstyp),
um somit den eingepassten Glaskörper
operativ zu entfernen (siehe
US-Patent
Nr. 6514268 (
JP-A-2003-529402 )).
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Solch
ein Glaskörper-Schneidegerät erfordert
einen Hochpräzisionseingriff
zwischen der äußeren zylindrischen
Klinge und der inneren zylindrischen Klinge. Jedoch wird das Glaskörper-Schneidegerät des Standes
der Technik durch maschinelle Bearbeitung der äußeren und inneren zylindrischen Klingen
hergestellt, was eine Schwierigkeit mit sich bringt, den Hochpräzisionseingriff
sicherzustellen.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Ein
von der vorliegenden Erfindung zu lösendes technisches Problem
ist, ein Glaskörper-Schneidegerät mit einem äußeren zylindrischen
Schneider und einem inneren zylindrischen Schneider, zwischen welchen
ein Hochpräzisionseingriff
sichergestellt ist; ein Glaskörper-Chirurgieinstrument
mit dem Glaskörper-Schneidegerät; und ein
Verfahren zum Herstellen des Glaskörper-Schneidegeräts bereitzustellen.
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Die
EP A 0 514 057 offenbart
ein Glaskörper-Schneidegerät zur Verwendung
bei der Entfernung eines Glaskörpers
aus einem Auge während
eines Intraokulareingriffs. Das Schneidegerät umfasst ein Außenrohr
mit einer Öffnung
in einer Seitenfläche mit
einer Umfangskante, die eine Schneideklinge bildet. Ein Innenrohr
ist koaxial im Außenrohr
aufgenommen und ist an einem Ende mit einer Seitenflächenöffnung versehen,
deren Umfangskante eine zweite Schneidkante bildet. Das Innenrohr
ist um seine Achse relativ zum Außenrohr drehbar, um die Seitenflächenöffnungen
zu veranlassen, alternativ ausgerichtet und verlagert zu drehen.
Dies veranlasst die Schneidkanten, den Glaskörper, der durch Ansaugdruck,
der auf das gegenüberliegende
Ende des Innenrohrs aufgebracht wird, in die ausgerichteten Öffnungen
angesaugt wird, abzutrennen
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Die
EP-A 0 590 887 offenbart
ein chirurgisches Instrument mit inneren und äußeren rohrförmigen Elementen mit einer
Beschichtung aus einer Zinn-Nickel-Legierung auf der Außenoberfläche des inneren
rohrförmigen
Elements und/oder der Innenoberfläche des äußeren rohrförmigen Elements, um eine längliche
Lagerfläche
zwischen den rohrförmigen
Elementen bereitzustellen.
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Die
US-A 2002/0173814 bezieht
sich auf ein Verfahren zum Betätigen
eines mikrochirurgischen Instruments, wie eine Vitrektomiesonde.
Die Sonde umfast eine Öffnung
zum Aufnehmen von Gewebe und ein inneres Schneidelement. Ein Gewebestrom wird
mit einer Unterdruckquelle in die Öffnung induziert.
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Dieses
Problem wird durch das Glaskörper-Schneidegerät des Anspruchs
1 und das entsprechende Herstellungsverfahren des Anspruchs 6 gelöst.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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1A ist
eine schematische Querschnitts-Seitenansicht,
welche die Form eines Endpunkts (eines distalen Endes) einer äußeren zylindrischen
(rohrförmigen)
Klinge gemäß einem
Ausführungsbeispiel
und die Form deren Umgebung zeigt;
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1B ist
eine schematische Querschnitts-Seitenansicht,
welche die Form eines Endpunkts (eines distalen Endes) einer inneren
zylindrischen (rohrförmigen)
Klinge gemäß einem
Ausführungsbeispiel
und die Form deren Umgebung zeigt;
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2 ist
eine schematische Außenansicht, welche
die innere zylindrische Klinge zeigt, die in die äußere zylindrische
Klinge eingepasst ist;
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3A und 3B sind
schematische Querschnitts-Seitenansichten,
welche die innere zylindrische Klinge zeigen, die in die äußere zylindrische
Klinge eingepasst ist;
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4A und 4B sind
schematische Querschnitts-Seitenansichten,
welche die innere zylindrische Klinge zeigen, die in die äußere zylindrische
Klinge eingepasst ist;
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5A, 5B und 5C sind
schematische Ansichten, welche ein Verfahren zur Herstellung der äußeren und
inneren zylindrischen Klingen zeigen;
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6 ist
ein schematisches Blockdiagramm eines Glaskörper-Chirurgieinstruments der
vorliegenden Erfindung; und
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7 ist
eine schematische Querschnitts-Seitenansicht,
welche ein Ausführungsbeispiel
zeigt, bei dem ein Sensor an einem Glaskörper-Schneidegerät befestigt ist.
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Genaue Beschreibung der bevorzugten
Ausführungsbeispiele
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Ein
Ausführungsbeispiel
gemäß der vorliegenden
Erfindung wird unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben. 1A ist
eine schematische Querschnitts-Seitenansicht einer äußeren zylindrischen
(rohrförmigen)
Klinge 1. Die äußere zylindrische
Klinge 1 ist in einer hohlen zylindrischen Form ausgebildet,
mit einem Außendurchmesser
von ca. 0,7 mm bis ca. 1,5 mm und einer Dicke von ca. 0,05 mm bis
ca. 0,2 mm (deshalb beträgt
ein Innendurchmesser ca. 0,3 mm bis ca. 1,4 mm). Eine gekrümmte (gerundete)
Oberfläche 2 ist
an einem distalen Ende der äußeren zylindrischen
Klinge 1 ausgebildet. Der Grund hierfür ist, dass eine Zufügung eines
Schadens an einer Netzhaut in Betracht gezogen wird, der ansonsten
verursacht würde,
wenn das distale Ende der äußeren zylindrischen
Klinge 1 mit der Netzhaut in Berührung kommen würde. Natürlich kann
es den Fall geben, dass die gekrümmte
Oberfläche 2 nicht ausgebildet
ist.
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Eine Öffnung 3 ist
im distalen Ende der äußeren zylindrischen
Klinge 1 durch Einschneiden eines Bereichs der gekrümmten Oberfläche 2 ausgebildet.
Diese Öffnung 3 ist
ein Ansaugloch, um einen Glaskörper
mittels Ansaugkraft in die äußere zylindrische
Klinge 1 zu ziehen, und eine Kante 3a einer Innenwandseite
der Öffnung 3 dient
als Außenklinge. Die
Form der Innenwand der äußeren zylindrischen Klinge 1 stimmt
im Wesentlichen mit der Form einer Außenwand einer inneren zylindrischen
(rohrförmigen)
Klinge 10 überein,
die später
beschrieben wird.
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1B ist
eine schematische Querschnitts-Seitenansicht der inneren zylindrischen
Klinge 10, die in der äußeren zylindrischen
Klinge 1 angeordnet ist. Die innere zylindrische Klinge 10 ist
in die äußere zylindrische
Klinge 1 eingepasst und wird so gehalten, dass sie drehbar
ist. Die innere zylindrische Klinge 10 ist in einer hohlen
zylindrischen Form ausgebildet, deren Außendurchmesser im Wesentlichen
mit dem Innendurchmesser der äußeren zylindrischen
Klinge 1 übereinstimmt
(ein Freiraum von Mikrometern bis zu Dutzend Mikrometer existiert
zwischen der Innenwand der äußeren zylindrischen
Klinge 1 und der Außenwand
der inneren zylindrischen Klinge 10).
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Eine
gekrümmte
(gerundete) Oberfläche 11, die
im Wesentlichen mit der Innenwand der gekrümmten Oberfläche 2 des
distalen Endes der äußeren zylindrischen
Klinge 1 übereinstimmt,
ist am distalen Ende der inneren zylindrischen Klinge 10 ausgebildet.
Eine Öffnung 12 ist
in dem distalen Ende der inneren zylindrischen Klinge 10 durch
Einschneiden eines Bereichs der gekrümmten Oberfläche 11 ausgebildet.
Diese Öffnung 12 ist
ein Ansaugloch, um eine Glaskörper
mittels Ansaugkraft in die innere zylindrische Klinge 10 zu
ziehen, und eine Kante 12a auf der Außenwandseite der Öffnung 12 dient
als eine Innenklinge.
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Eine
Ansaugvorrichtung und eine drehende Antriebsvorrichtung sind auf
einer Fußendenseite
der inneren zylindrischen Klinge 10 vorgesehen, und die innere
zylindrische Klinge 10 wird um ihre Mittelachse innerhalb
der äußeren zylindrischen
Klinge 1 gedreht. Der Glaskörper wird mittels Ansaugkraft
durch die Öffnung 3 und
die Öffnung 12 in
einen Ansaugpfad 13 in der inneren zylindrischen Klinge 10 gezogen
(was später
genauer beschrieben wird).
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2 ist
eine schematische Außenansicht der
inneren zylindrischen Klinge 10, die in die äußere zylindrische
Klinge 1 eingepasst ist. Das Glaskörper-Schneidegerät des vorliegenden
Ausführungsbeispiels
schneidet in einen Glaskörper
ein, indem die innere zylindrische Klinge 10 in Bezug auf
die äußere zylindrische
Klinge 1 dreht (sich drehend bewegt), zwischen einem Zustand,
in dem die Öffnung 3 und
die Öffnung 12 einander überlappen
(ein offener Zustand, bei dem die Öffnung 12 durch die Öffnung 3 zu
sehen ist), und einem Zustand, in dem sie einander nicht überlappen
(ein geschlossener Zustand, bei dem die Öffnung 12 nicht durch
die Öffnung 3 zu
sehen ist). Wenn die Öffnung 3 und
die Öffnung 12 einander überlappen,
wie in 2 gezeigt, wird der Glaskörper mittels Ansaugkraft in
den Ansaugpfad 13 in der inneren zylindrischen Klinge 10 gezogen.
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3A ist
eine schematische Querschnitts-Seitenansicht, die zeigt, dass die
innere zylindrische Klinge 10 in die äußere zylindrische Klinge 1 eingepasst
ist und dass die Öffnung 3 und
die Öffnung 12 einander überlappen. 4A ist
eine schematische Querschnitts-Seitenansicht entlang der in 3A gezeigten
Richtung A. 3B ist eine schematische Querschnitts-Seitenansicht,
die zeigt, dass die Öffnung 3 und
die Öffnung 12 nicht
miteinander überlappen. 4B ist
eine schematische Querschnitts-Seitenansicht entlang der in 3B gezeigten
Richtung B. Wie vorher erwähnt,
wird der Glaskörper,
wenn die Öffnung 12 die Öffnung 3 überlappt, mittels
Ansaugkraft durch die Öffnungen 3 und 12 in den
Ansaugpfad 13 gezogen. Wenn die Öffnung 12 aufgrund
der Drehung der inneren zylindrischen Klinge 10 innerhalb
der äußeren zylindrischen
Klinge 1 die Öffnung 3 nicht überlappt,
wird der Glaskörper durch
Eingriff zwischen der Kante 3a und der Kante 12a eingeschnitten.
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Die
Form der Innenwand der äußeren zylindrischen
Klinge 1 stimmt im Wesentlichen mit der Form der Außenwand
der inneren zylindrischen Klinge 1 überein. Wenn die innere zylindrische
Klinge 10 in die äußere zylindrische
Klinge 1 eingepasst ist, können die Klingen ohne Mitwirkung
irgendeines wesentlichen Freiraums zwischen den Klingen zusammengefügt werden
(nur ein Freiraum, der ausreichend für die Drehung ist, existiert).
Folglich wird die Genauigkeit des Eingriffs zwischen der Kante 3a und der
Kante 12a deutlich verbessert, so dass der Glaskörper ohne übermäßige Anstrengung
eingeschnitten werden kann.
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Ein
Verfahren zur Herstellung einer solchen äußeren zylindrischen Klinge 1 und
einer solchen inneren zylindrischen Klinge 10 wird nun
unter Bezugnahme auf 5A bis 5C beschrieben.
Zuerst wird das distale Ende eines Rohrmaterials, das eine geeignete
Größe (Innen-
und Außendurchmesser) zur
Verwendung als die innere zylindrische Klinge 10 aufweist
und aus Metall (zum Beispiel rostfrei) geformt ist, im voraus durch
elektrolytische Abscheidung, Schweißen oder dergleichen verschlossen.
Als nächstes
wird das distale Ende durch Schneiden mit einem Schneidewerkzeug
oder Schleifen mit einem Schleifstein zu einer gekrümmten Oberfläche 11 geformt.
Dadurch wird, wie in 5A gezeigt, eine Metallmatrix 100 erhalten,
die zur inneren zylindrischen Klinge 10 geformt werden
soll.
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Wie
in 5B gezeigt, wird die Metallmatrix 100 als
eine Kathode in einem Elektrolyt zur Galvanoformung, das aus einer
Nickel-Sulfaminsäure-Lösung oder
dergleichen hergestellt ist, angeordnet, und eine schwefelhaltige
Nickelplatte 101 wird als eine Anode verwendet. Eine vorbestimmte
Spannung wird über
Elektroden von einer Stromquelle angelegt, um somit Nickel auf der
Oberfläche
der Metallmatrix 100 abzuscheiden. Zu diesem Zeitpunkt wird
die Abscheidung von Nickel durch die angelegte Spannung und einen
Anlegungszeitraum gesteuert, so dass Nickel bis zu einer Dicke auf
der Oberfläche der
Metallmatrix 100 abgeschieden wird, die für die äußere zylindrische
Klinge 1 erforderlich ist (eine Dicke von im Wesentlichen
0,05 mm bis 0,2 mm in dem Ausführungsbeispiel).
Die Metallmatrix 100 wird innerhalb des Elektrolyts gedreht,
um das Nickel in einer so gleichmäßig wie möglichen Dicke auf der gesamten
Metallmatrix 100 abzuscheiden. Jede mögliche Drehgeschwindigkeit
ist erlaubt, so lange Nickel gleichmäßig über die gesamte Metallmatrix 100 abgeschieden
wird. Zum Beispiel ist die Drehgeschwindigkeit so festgelegt, dass
sie innerhalb eines Bereichs von ca. 10 U/min bis ca. 200 U/min
fällt.
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Wenn
ein Nickelzylinder 102, gebildet aus der Metallmatrix 100 mit
dem darauf abgeschiedenen Nickel, mittels eines solchen Galvanoformverfahrens erhalten
wird, wird die Metallmatrix 100 mit dem Nickelzylinder 102 aus
dem Elektrolyt entnommen. Nachfolgend wird, wie in 5C gezeigt,
die Metallmatrix 100 vom Nickelzylinder 102 befreit.
In diesem Fall ist es z. B. besser, den Nickelzylinder 102 in
Kontakt mit einem Anschlag 103 zu lassen und die Metallmatrix 100 vom
Nickelzylinder 102 abzuziehen. Dadurch wird die Form der
Außenwand
der Metallmatrix 100, welche die innere zylindrische Klinge 10 werden
soll, als die Form der Innenwand des Nickelzylinders 102 übertragen,
welche die äußere zylindrische
Klinge 1 werden soll.
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Als
Nächstes
wird die Öffnung 3 ausgebildet, indem
ein Bereich des distalen Endes des Nickelzylinders 102 mit
einem Schaftfräser
oder dergleichen geschnitten wird. Zu diesem Zeitpunkt wird das
distale Ende des Schaftfräsers
nicht mit der gekrümmten Oberfläche 2 des
Nickelzylinders 102 in Kontakt gebracht, sondern wird in
rechten Winkeln mit dem Nickelzylinder 102 in Kontakt gebracht.
In diesem Zustand schneidet die Seitenwand (Körper) des Schaftfräsers die
gekrümmte
Oberfläche 2 des
Nickelzylinders 102 (das Schneiden wird so durchgeführt, dass die
Achse des Nickelzylinders 102 rechte Winkel mit der Achse
des Schaftfräsers
bildet). Dadurch wird die Kante 3a auf der Innenwandseite
der Öffnung 3 scharf
ausgebildet und dient als die Außenklinge. Ein anderes Bearbeitungsverfahren
als das oben beschriebene kann ebenfalls eingesetzt werden, so lange
das Verfahren die Ausbildung der Öffnung 3 mit der scharfen
Kante 3a ermöglicht.
Zum Beispiel sind eine Vielzahl von Nickelzylindern 102 in
einer Reihe angeordnet und ein drehender Schleifstein wird gegen
die Nickelzylinder 102 gedrückt, so das die Drehrichtung
des Schleifsteins senkrecht zur axialen Richtung jedes der Nickelzylinder 102 wird,
um so Bereiche der distalen Enden der Nickelzylinder 102 zu
schleifen. Dadurch werden die Öffnungen 3,
jede mit der scharfen Kante 3a, ausgebildet. Der zur Ausbildung
der Öffnungen 3.
verwendete Schleifstein hat vorzugsweise eine gekrümmte Schleifoberfläche, um zum
Ausbilden der Kante 3a verwendet zu werden.
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Die äußere zylindrische
Klinge 1 wird durch Polieren der Innen- und Außenwände des
Nickelzylinders 102 erhalten.
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Die Öffnung 12 kann
ebenfalls durch Schneiden eines Bereichs des distalen Endes der
Metallmatrix 100 mit dem Schaftfräser oder dergleichen ausgebildet
werden. Dieses Mal wird das distale Ende des Schaftfräsers mit
der gekrümmten
Oberfläche 11 der
Metallmatrix 100 in Kontakt gebracht, um somit die Oberfläche zu schneiden.
Dadurch wird die Kante 12a auf der Außenwandseite der Öffnung 12 scharf ausgebildet
und dient als eine Innenklinge. Jedes andere Verfahren kann genutzt
werden, so lange das Verfahren die Ausbildung der Öffnung 12 mit
der scharfen Kante 12a ermöglicht. Zum Beispiel kann es der
Fall sein, dass die Öffnung 12 vor
der Durchführung
der maschinellen Bearbeitung unter Verwendung des Schaftfräsers durch
Funkenerosion gebildet wird, und nur die Endbearbeitung der so hergestellten Öffnung wird
unter Verwendung des Schaftfräsers
durchgeführt.
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Die
innere zylindrische Klinge 10 wird durch Polieren der Innen-
und Außenwände der
Metallmatrix 100 erhalten.
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Im
Allgemeinen kann eine Präzisionsbearbeitung
mittels Schneiden oder Schleifen durchgeführt werden, wenn die hohle,
zylindrische Außenwand
maschinell bearbeitet wird. Im Falle der maschinellen Bearbeitung
einer Innenwand ist jedoch kein äußerst vielseitiges
Bearbeitungsverfahren oder Messeinrichtung verfügbar, und die Sicherstellung der
erwünschten
Formgenauigkeit ist sehr schwierig. Jedoch kann im vorliegenden
Ausführungsbeispiel die
Form der Innenwand der äußeren zylindrischen Klinge 1 mit
hoher Genauigkeit in Übereinstimmung mit
der Form der Außenwand
der inneren zylindrischen Klinge 10 ausgebildet werden.
Folglich wird die Genauigkeit des Eingriffs zwischen der äußeren zylindrischen
Klinge 1 (Außenklinge)
und der inneren zylindrischen Klinge 10 (Innenklinge) extrem
hoch. Somit kann ein scharfes Schneiden sogar am distalen Ende des
Schneidegeräts
durchgeführt
werden.
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Die
schematische Konfiguration des Glaskörper-Schneidegeräts, das
die äußere zylindrische Klinge 1 und
die innere zylindrische Klinge 10 nutzt, und die des Glaskörper-Chirurgieinstruments
sind in 6 gezeigt und werden nun beschrieben.
Die äußere zylindrische
Klinge 1 ist an einem Gehäuse 21 des Glaskörper-Schneidegeräts 20,
das ein Handstück
ist, gesichert. Die innere zylindrische Klinge 10 ist in
die äußere zylindrische
Klinge 1 eingepasst, um so um die Mittelachse der inneren
zylindrischen Klinge drehbar zu sein. Das Fußende der inneren zylindrischen
Klinge 10 wurde im voraus durch Schweißen, elektrolytische Abscheidung
oder dergleichen geschlossen. Ein im Gehäuse 21 befestigter
Motor 23 ist mit dem Fußende über ein Verbindungselement 22 verbunden.
Der Motor 23 ist elektrisch über ein Kabel 26 mit
einem Steuerabschnitt 30 des Instrumentenhauptkörpers verbunden
und wird gemäß einem
Steuersignal von dem Steuerabschnitt 30 drehend angetrieben.
Ein Zuführloch 10a,
welches den Ansaugpfad 13 mit einer im Gehäuse 21 vorgesehenen
Ansaugkammer 24 verbindet, ist in einer Seitenwand der
inneren zylindrischen Klinge 10 ausgebildet. Die Ansaugkammer 24 ist über ein
Rohr 25 mit einer Ansaugpumpe 31 des Instrumentenhauptkörpers verbunden,
und Ansaugdruck zum Ziehen des Glaskörpers V mittels Ansaugkraft
entwickelt sich im Ansaugpfad 13 durch Antreiben der Ansaugpumpe 31.
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Der
Instrumentenhauptkörper
wird grob in den Steuerabschnitt 30 zum Antreiben und Steuern des
gesamten Instruments, die Ansaugpumpe 31 zum Erzeugen des
Ansaugdrucks zum Ziehen des Glaskörpers V durch Ansaugkraft,
einen Abfallbeutel (Abfallfluidbeutel) 32, einen Fußschalter 33 zum
Ausgeben eines Signals zum Aktivieren des Schneidegeräts 20 und
der Ansaugpumpe 31, und ein Eingabefeld 34 zum
Festlegen verschiedener Operationsbedingungen unterteilt. Der Steuerabschnitt 30 treibt den
Motor 23 und die Ansaugpumpe 31 an und steuert
diese auf der Grundlage der Signalausgabe vom Fußschalter 33 oder
den Einstellungen des Eingabefelds 34.
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Die
Funktionsweise des Glaskörper-Chirurgieinstruments
mit einem solchen Aufbau wird nun beschrieben. Als erstes werden mit
den Schaltern des Eingabefelds 34 Operationsbedingungen
(z. B. ein Ansaugdruck, eine Schneidegeschwindigkeit des Schneidegeräts 20 und
dergleichen) festgelegt. Als nächstes
wird eine Perfusionsflüssigkeit
aus einer nicht gezeigten Perfusionsflüssigkeitsflasche in ein Auge
eines Patienten eingeleitet. Außerdem
wird die äußere zylindrische
Klinge 1 des Schneidegeräts 20 in das Auge
eingeführt,
so dass die Öffnung 3 an
einem erkrankten Bereich liegt, z. B. einem blinden Bereich. Nachfolgend
tritt man auf den Fußschalter 33, um
somit das Schneidegerät 20 (den
Motor 23) und die Ansaugpumpe 31 mit einer voreingestellten Schneidegeschwindigkeit
und einem voreingestellten Ansaugdruck zu aktivieren.
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Der
Motor 23 dreht die innere zylindrische Klinge 10 vorwärts und
rückwärts, während die
voreingestellte Schneidegeschwindigkeit beibehalten wird. Die Vorwärts- und
Rückwärtsdrehung
der inneren zylindrischen Klinge 10 dient zur Verhinderung
einer Beteiligung des Glaskörpers
V. Wenn die innere zylindrische Klinge 10 um ihre Mittelachse
dreht und die Öffnung 3 und
die Öffnung 12 einander überlappen,
wird der Glaskörper
V durch Ansaugkraft durch die Öffnung 3 und
die Öffnung 12 in
den Ansaugpfad 13 gezogen. Die innere zylindrische Klinge 10 dreht weiter,
wodurch die Öffnung 3 und
die Öffnung 12 einander
nicht überlappen.
Dadurch wird der Glaskörper
V durch Eingriff zwischen der Kante 3a und der Kante 12a eingeschnitten.
Der somit eingeschnittene Glaskörper
V wird durch Ansaugkraft gezogen und durch den von der Ansaugpumpe 31 erzeugten Ansaugdruck
durch den Ansaugpfad 13 und das Zuführloch 10a zur Ansaugkammer 24 zugeführt. Der Glaskörper wird
weiter über
das Rohr 25 zum Abfallbeutel 32 ausgegeben.
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In
dem vorstehenden Ausführungsbeispiel ist
die innere zylindrische Klinge 10 so angeordnet, dass sie
vorwärts
und rückwärts um ihre
Mittelachse dreht. Jedoch ist die wichtigste Anforderung, dass es möglich ist,
die Öffnung 3 der äußeren zylindrischen Klinge 1 durch
drehende Bewegung der inneren zylindrischen Klinge 10 in
den offenen Zustand und den geschlossenen Zustand zu bringen. Zum
Beispiel kann die innere zylindrische Klinge 10 in einer
einzigen Richtung um ihre Mittelachse gedreht werden.
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Auch
wenn die innere zylindrische Klinge 10 in dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel
vom Motor 23 gedreht wird, kann die innere zylindrische
Klinge 10 durch Vorsehen eines Mechanismus zum Umwandeln
von linearer Bewegung in Drehbewegung oder durch Verwendung eines
Luftdrucks aus einer Kompressorpumpe, eines Elektromagnet-Ventils oder
einer Membran gedreht werden. Ein teil des Antriebsmechanismus zum
Drehen der inneren zylindrischen Klinge 10 kann auf dem
Instrumentenhauptkörper
vorgesehen sein.
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In
dem Ausführungsbeispiel
ist die Öffnung 3 im
distalen Ende der äußeren zylindrischen
Klinge 1 vorgesehen, um den Glaskörper, der nahe der Netzhaut
liegt, wirksam einzuschneiden, und die Öffnung 12 ist im distalen
Ende der inneren zylindrischen Klinge 10 vorgesehen. Jedoch
ist es unnötig
anzumerken, dass die vorliegende Erfindung bei einem Glaskörper-Schneidegerät mit einer Öffnung in
einer Seitenfläche
in der Nähe
des distalen Endes einer äußeren zylindrischen
Klinge angewandt werden kann, mit einem Blick in Richtung Verbesserung
der Eingriffsgenauigkeit zwischen der äußeren zylindrischen Klinge
und der inneren zylindrischen Klinge. In diesem Fall kann die innere
zylindrische Klinge in Bezug auf die äußere zylindrische Klinge axial
hin und her bewegt werden (vorwärts
und rückwärts bewegt
werden).
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Durch
Ausstatten des Schneidegeräts 20 mit einer
Funktion zum Erfassen und Berichten eines Abstands zwischen dem
distalen Ende des Schneidegeräts
und der Netzhaut kann ein Ansaugen der Netzhaut oder eine Verursachung
einer Beschädigung
der Netzhaut, die ansonsten verursacht werden würde, wenn das Schneidegerät 20 zu
nahe an die Netzhaut herankommt, verhindert werden. 7 ist eine
schematische Querschnitts-Seitenansicht,
die ein Ausführungsbeispiel
zeigt, bei dem ein Sensor 200 auf dem Glaskörper-Schneidegerät 20 vorgesehen
ist, um eine Entfernung zwischen dem distalen Ende des Schneidegeräts 20 und
einer Netzhaut zu erfassen. Der Sensor 200 erfasst eine
Entfernung durch Übertragen
eines Ultraschallsignals oder eines optischen Signals und Empfangen
eines reflektierten Signals. Wie dargestellt, ist der Sensor 200 auf
dem distalen Ende des Schneidegeräts 20 (der äußeren zylindrischen
Klinge 1) angeordnet.
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Bei
dem Schneidegerät 20 mit
einer solchen Konfiguration wird ein vom Sensor 200 zu
empfangendes Signal ständig
vom Steuerabschnitt 30 überwacht.
Wenn der Pegel des empfangenen Signals einen vorbestimmten Wert
oder mehr erreicht, zeigt der Steuerabschnitt 30 das Erreichen
des vorbestimmten Werts auf einer Anzeige des Eingabefelds 34 an
oder gibt einen Alarmton aus, wodurch der Anwender über die
Annäherung
des Schneidegeräts 20 an
eine vorbestimmte Entfernung informiert wird. Außerdem kann der Steuerabschnitt 30 ein
Anziehen der Netzhaut durch Abschwächen der von der Ansaugpumpe 31 erzeugten
Ansaugkraft unterdrücken
oder die Drehung der inneren zylindrischen Klinge 10 stoppen.
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Ein
nicht gezeigtes Kabel zur elektrischen Verbindung des Sensors 200 mit
dem Steuerabschnitt 30 kann ebenfalls durch Anwendung der
vorgenannten Galvanoformtechnik in der Wand der äußeren zylindrischen Klinge 1 integriert
sein (wird veranlasst, an der Wand der äußeren zylindrischen Klinge 1 anzuhaften).
Wenn das Kabel in der Wand der äußeren zylindrischen
Klinge 1 integriert ist, wird die Galvanoformung vorübergehend
unterbrochen, wenn die Wand während
der Ausbildung des in 5B gezeigten Nickelzylinders 102 zu
einer bestimmten Dicke ausgebildet wurde, und das mit einem Isoliermaterial
ummantelte Kabel wird auf den Nickelzylinder 102 gelegt.
Nickel wird dann durch erneute Nutzung der Galvanoformung bis zu
einer vorbestimmten Dicke abgeschieden. Zu diesem Zeitpunkt ist
das spitze Ende des Kabels, das mit dem Sensor 200 verbunden
werden soll, vorzugsweise im voraus mit einem Schutzelement oder
dergleichen bedeckt, so dass das abgeschiedene Nickel leicht entfernt
werden kann.
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Wenn
die Abscheidung von Nickel auf dem ummantelten Kabel und die Integration
des Kabels in der Wand der äußeren zylindrischen
Klinge 1 schwierig sind, kann ein Isolationsbereich des
zu ummantelnden Kabels im voraus mit Nickel oder dergleichen plattiert
werden. Auch wenn das Kabel mit dem Sensor 200 verbunden
wird, nachdem das Kabel und die äußere zylindrische
Klinge 1 im voraus zusammengebaut wurden, kann es einen
Fall geben, bei dem der Sensor 200 und das Kabel, die miteinander
verbunden sind, im voraus auf der äußeren zylindrischen Klinge 1 vorgesehen
sind, und dass nur das Kabel durch Verwendung des vorstehenden Galvanoformvorgangs
in der Wand der äußeren zylindrischen
Klinge 1 integriert wird.