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Verweis auf verwandte Anmeldung
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Die
vorliegende Anmeldung beansprucht die Priorität der vorläufigen
US-Anmeldung Nr. 60/457,776 , die
am 26. März
2003 eingereicht wurde.
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Hintergrund der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft elektrisch angetriebene Betätigungsmechanismen
für Kraftfahrzeug-Feststellbremsen,
in denen ein Elektromotor selektiv aktiviert wird, um die Fahrzeugbremsen durch
einen Steuerschalter anzuziehen bzw. zu lösen. Derartige motorisch angetriebene
Feststellbremsen sorgen für
ein Maß an
Komfort gegenüber den
gewöhnlichen,
manuell betätigten
Feststellbremsen.
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Es
wäre jedoch äußerst wünschenswert, dass
sowohl ein manuelles als auch ein motorisch angetriebenes Lösen möglich ist,
um einen Fahrzeugbetrieb im Falle eines Ausfalls des motorisch angetriebenen
Systems zu ermöglichen.
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Ein
weiteres wünschenswertes
Merkmal wäre
ein selbstregulierender Mechanismus, der einen Durchhang des Bremskabels,
der üblicherweise mit
der Zeit zunehmen wird, automatisch ausgleichen würde, um
eine Verzögerung
der Betätigung
der Bremse, die andernfalls auftreten würde, zu verhindern. Derartige
Selbstregulierungseigenschaften sind bisher zwar in manuell betätigten Feststellbremsen
aufgenommen worden, aber nicht in elektrisch angetriebenen Feststellbremsen.
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Eine
solche Selbstregulierung sollte wünschenswerterweise die Notwendigkeit
einer Einstellung ausschließen,
wenn der Feststellbremsen-Betätigungs mechanismus
während
der Fahrzeugmontage eingebaut wird, so dass der Arbeitsaufwand beim Durchführen des
Einbaus verringert wird.
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Eine
derartige Feststellbremse sollte selbst kompakt und zuverlässig sein,
während
sie diese Merkmale bietet.
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Das
Dokument
DE-A-196 53
961 beschreibt eine Feststellbremse für ein Kraftfahrzeug, die von
einem Elektromotor angetrieben wird. Die Drehbewegung wird in eine
Translationsbewegung umgewandelt, wobei ein Schneckengetriebe mit
einer in Längsrichtung
verschiebbaren Schraubenmutter zusammenarbeitet. Die Längsbewegung
wird auf ein Kabel übertragen,
das die Feststellbremse betätigt.
Eine Lastmoment-Sperre ist zwischen dem Kabel und dem Elektromotor
angeordnet und verhindert, dass ein Rückdrehmoment von dem Kabel
auf den Elektromotor übertragen
wird.
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Das
Ziel der vorliegenden Erfindung ist, einen elektrisch angetriebenen
Betätigungsmechanismus
für Kraftfahrzeug-Feststellbremsen
vorzusehen, der die Bremsen elektrisch anziehen und lösen kann, jedoch
ebenso ein manuelles Lösen
der Bremsen gestattet.
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Ein
weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist, einen elektrisch angetriebenen
Betätigungsmechanismus
für Feststellbremsen
vorzusehen, der eine Selbstregulierung des Bremskabels umfasst, um
jegliches Durchhängen,
das sich entwickelt, automatisch auszugleichen und so jegliche Verzögerung bei
der Betätigung
der Feststellbremse zu verhindern.
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Diese
Probleme werden von den Merkmalen des Vorrichtungsanspruchs 1 und
des Verfahrensanspruchs 20 gelöst.
Weiterentwicklungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Diese
und weitere Ziele der vorliegenden Erfindung, die beim Studium der
folgenden Beschreibung und der Ansprüche deutlich werden, werden durch
einen Feststellbremsen-Betätigungsmechanismus
erreicht, in dem ein umkehrbarer Elektromotor selektiv in eine erste
Richtung zum Anziehen der Bremsen und in eine zweite Richtung zum
Lösen der Bremsen
angetrieben wird.
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Ein
Handlösekabel
ist mit dem Feststellbremsen-Betätigungsmechanismus
verbunden, um die Bremsen zu lösen,
wenn das Kabel z. B. von einem Lösehebel
oder -knopf im Fahrgastraum gezogen wird.
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Eine
vorgespannte Uhrfeder ist angekoppelt, um jedes Mal, wenn die Bremse
gelöst
ist, eine vorgegebene Spannung auf das Bremskabel auszuüben, um
jeglichen Durchhang, der sich in dem System vor dem nächsten Eingriff
der Bremse entwickelt, auszugleichen.
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Eine
vorgespannte Kupplungsfeder stellt eine Antriebsverbindung zwischen
einem Drehelement, das aus einem Zahnsegment besteht, das von einem
Elektromotor-Abtriebsrad angetrieben wird, und einem sich drehenden
Kabelaufwickelrad her, das frei drehbar auf einer Antriebswelle
gelagert ist, die mit dem Zahnsegment verbunden ist, um mit demselben
gedreht zu werden. Das Kabelaufwickelrad hat ein Zwischenkabel,
das teilweise in einer Führungsnut
im Aufwickelradumfang gespannt ist, wobei das Aufwickelrad ferner
eine Trommelkupplungsfläche
hat, über
der ein Abschnitt der Kupplungsfeder aufgenommen ist. Eine Hilfstrommel
steht antreibend mit dem Antriebsstift in Eingriff, um mit demselben gedreht
zu werden, und nimmt den anderen Abschnitt der Kupplungsfeder auf.
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Wenn
das Zahnsegment von dem Motor in eine die Bremsen anziehende Richtung
angetrieben wird, verursacht die Kupplungsfeder, die fest auf beide
Trommelflächen
gespannt ist, dass das Betätigungskabel
auf das Kabelaufwickelrad aufgewickelt wird. Dies zieht das Bremskabel,
das mit der Bremse verbunden ist, über einen Kabelverbinder und
einen Lastsensor. Wenn der Sensor die Entwicklung einer zuvor festgesetzten
Kabellast erfasst, schaltet der Motorregelkreis den Motor ab. Der
Motorabtrieb umfasst ein irreversibles Getriebe, welches das Kabel
in der die Bremse anziehenden Position hält.
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Die
Verteilung der Kupplungsfeder-Eingriffslast auf die Hilfstrommel
wie auch auf die Oberfläche des
Kabelaufwickelrades verringert die Konzentration der Last gegenüber früheren Verwendungen
einer Kupplungsfeder in manuell betätigten Bremsen, in denen die
Last auf die erste Windung der Kupplungsfeder konzentriert wurde,
was zu erhöhtem
Verschleiß führte.
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Um
die Feststellbremse mittels Motorantrieb zu lösen, wird der Motor in eine
Umkehrrichtung angetrieben, um das Zahnsegment so anzutreiben, dass
ein Abwickeln des Betätigungskabels
aus der Nut an dem Kabelaufwickelrad verursacht wird. Die Kupplungsfeder
hält diesmal
eine Antriebsverbindung zum Kabelaufwickelrad so lange weiter aufreicht,
bis ein Löseschenkel
der Kupplungsfeder ausreichend weit angetrieben worden ist, dass
er mit einem ortsfesten Stift in Eingriff kommt, was dazu führt, dass
die Kupplungsfeder ausgedehnt wird und sich von beiden Kupplungstrommelflächen löst, wodurch die
Drehverbindung zwischen dem Kabelaufwickelrad und dem Zahnsegment
gelöst
wird.
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Dies
ermöglicht,
dass die von der Uhrfeder entwickelte Torsinn auf das gelöste Kabelaufwickelrad
wirkt, um ein Ziehen an dem Bremskabel auszuüben und eine vorgegebene Vorspannung
in demselben zu erzeugen, die nicht ausreicht, um die Bremse zu
betätigen,
jedoch genügt,
um jegliches Durchhängen
zu beseitigen. Der Motor wird dann von dem Regelkreis gestoppt,
wenn ein Drehgeber feststellt, dass das Zahnsegment einen ausreichenden
Weg zurückgelegt
hat, um sicherzustellen, das es zu einem Lösen der Kupplungsfeder kam.
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Für ein manuelles
Lösen wird
ein manuelles Lösekabel
durch Betätigen
eines Hebels oder Knopfes im Fahrgastraum gezogen, was die Drehung
eines Handlösehebels
verursacht, der an einem Ende des Antriebsstiftes drehbar gelagert
ist. In einem Ausführungsbeispiel
ist ein getrennter Lösenocken ebenfalls
drehbar an dem Antriebsstift gelagert, kommt mit einer ersten Nase
an dem Handlösehebel in
Eingriff und dreht den Lösehebel,
um zu verursachen, dass eine zweite Nase mit dem Löseschenkel der
Kupplungsfeder in Eingriff kommt, um das Kabelaufwickelrad erneut
zu lösen.
In einem zweiten Ausführungsbeispiel
ist der Draht des Handlösekabels direkt
an dem Handlösehebel
befestigt.
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Eine
Feder zum Positionieren des Lösehebels
hält diesen
Hebel in der richtigen Position. Eine Feder zum Positionieren des
Lösenockens
am Handlösekabel
hält der
Lösenocken
in einer von der Nase am Lösehebel
zurückgezogenen
Position, wenn der Lösenocken
verwendet wird.
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Das
Vorspannungssystem umfasst die Uhrfeder, die in einer Aussparung
in dem Kabelaufwickelrad aufgenommen ist und ein Ende hat, das mit der
Innenseite der Aussparung im Kabelaufwickelrad verbunden ist, und
deren anderes Ende am Antriebsstift verankert ist. Die Uhrfeder
ist zum Zeitpunkt der Montage vorgespannt; wenn das Zahnsegment
von dem Antriebsmotor angetrieben wird, um die Kupplungsfeder zu
lösen und
eine freie Drehung des Kabelaufwickelrades zu ermöglichen,
wird das Bremskabel gezogen, um die Uhr feder vorzuspannen, um eine
gespeicherte Torsionsenergie zu erzeugen. Der Bremskabelverbinder
wird dann durch Einfügen
eines Spannungssicherungsstiftes oder -clips fest in dieser Position
gehalten.
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Nachdem
der Mechanismus in einem Kraftfahrzeug eingebaut wurde, wird der
Sicherungsstift oder -clip entfernt. Die vorgespannte Uhrfeder wirkt dann,
so dass das Kabelaufwickelrad gedreht wird, um jegliches Durchhängen des
Bremskabels auszugleichen.
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Sobald
die Federkupplung an ihrer neuen Position wieder mit dem Aufwickelrad
in Eingriff steht, ist kein Totgang aufgrund eines Kabeldurchhangs vorhanden,
der den Bremseneingriff verzögern
könnte.
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Jedes
Mal, wenn das Kabelaufwickelrad gelöst wird, wirkt somit die Uhrfeder
automatisch, um die korrekte Kabelspannung wiederherzustellen, und sie
repositioniert das Aufwickelrad, sollte sich vor der nächsten Bremsbetätigung ein
Durchhängen
entwickeln.
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Eine
alternative Sensorinstallation kann ein indirektes Maß der Kraft
im Bremsbetätigungskabel liefern,
indem ein Lastsensor angebracht wird, um die Reaktionskraft am Antriebsstift
zu messen, die von der Kabelspannung erzeugt wird. Diese Reaktionskraft
wird dazu verwendet, die Kabellast, die von dem Motor erzeugt wird,
zu bestimmen.
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Beschreibung der Zeichnungen
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In
den Figuren zeigen:
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1 eine
Seitenansicht eines Feststellbremsen-Betätigungsmechanismus gemäß der vorliegenden
Erfindung,
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2 eine
Draufsicht auf den in 1 gezeigten Betätigungsmechanismus,
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3 eine
Endansicht des in den 1 und 2 gezeigten
Betätigungsmechanismus,
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4 eine
Explosionsansicht eines Feststellbremsen-Betätigungsmechanismus gemäß der vorliegenden
Erfindung,
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5 eine
bildliche Darstellung des Betätigungsmechanismus
mit entfernter Gehäuseabdeckung
zum Aufzeigen der Komponenten im Inneren des Betätigungsmechanismus zu Beginn
des Zustandes einer motorisch angetriebenen Bremsbetätigung,
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6 eine
bildliche Darstellung der in 5 gezeigten
Komponenten des Betätigungsmechanismus
zu Beginn des motorisch angetriebenen Bremlösevorgangs,
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7 eine
bildliche Darstellung der in den 5 und 6 gezeigten
Komponenten des Betätigungsmechanismus,
nachdem das manuelle Lösen der
Bremse abgeschlossen wurde,
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8 eine
bildliche Darstellung der Komponenten im Inneren des Betätigungsmechanismus
in einer Ansicht von unten, um die Komponenten für die Selbstregulierungsfunktion
aufzuzeigen,
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9 eine
bildliche Darstellung der Komponenten im Inneren des Betätigungsmechanismus
mit einem Kabelaufwickelrad, einer Hilfstrommel und einer Kupplungsfeder,
die zum Teil aufgebrochen sind, um den Kupplungsfedereingriff mit
denselben aufzuzeigen,
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10 ein
Diagramm, das eine alternative Form einer Lastsensoranordnung zeigt,
die in dem erfindungsgemäßen Betätigungsmechanismus
enthalten ist, und die Kraftbelastung zeigt,
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11 eine
Seitenansicht eines alternativen Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Betätigungsmechanismus,
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12 einen
Querschnitt entlang der Linie 12-12 der 11,
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13 eine
Explosionsansicht der Komponenten des in den 11 und 12 gezeigten
Betätigungsmechanismus,
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14 eine
Draufsicht auf den in den 11 und 12 gezeigten
Betätigungsmechanismus
zu Beginn des Bremsbetätigungszyklus,
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15 eine
Draufsicht auf den in den 11 und 12 gezeigten
Betätigungsmechanismus
zu Beginn des motorisch angetriebenen Lösezyklus,
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16 eine
bildliche Darstellung des in den 11 und 12 gezeigten
Betätigungsmechanismus
von unten, vor dem manuellen Lösen,
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17 eine
bildliche Darstellung des in den 11 und 12 gezeigten
Betätigungsmechanismus
von unten, nach dem manuellen Lösen,
und
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18 eine
Draufsicht auf die Querstrebe, die eine Form des Lastsensors zeigt,
der zum Steuern des Motorbetriebs verwendet wird.
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Detaillierte Beschreibung
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In
der folgenden detaillierten Beschreibung wird aus Gründen der
Klarheit eine bestimmte spezifische Terminologie verwendet und ein
besonderes Ausführungsbeispiel
gemäß den Anforderungen
von Titel 35 USC 112 beschrieben, aber es versteht
sich, dass dieses nicht einschränkend
sein soll und auch nicht als solches ausgelegt werden soll, da die
Erfindung innerhalb des Schutzumfangs der beigefügten Ansprüche viele Formen und Variationen
annehmen kann.
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Unter
Bezugnahme auf die 1 bis 3 umfasst
der elektrisch betriebene Feststellbremsen-Betätigungsmechanismus 10 ein
Gehäuse 12, das
dazu geeignet ist, an einer Struktur in einem Kraftfahrzeug mittels
Befestigungsösen 14 angebracht
zu werden. Das Gehäuse 12 hat
eine zweiteilige Konstruktion, einschließlich einer Einfassung 16 und
einer Abdeckung 18 mit einer Dichtung 19, die mit
Innensechskantschrauben 20 zusammengehalten werden.
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Ein
Bremskabel 22 tritt aus dem Gehäuse 12 aus und erstreckt
sich zu den hinteren Bremsen 24 des Fahrzeugs, die als
Feststellbremsen genutzt werden, wenn sie durch den Betätigungsmechanismus 10 gemäß der vorliegenden
Erfindung betätigt werden.
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Ein
Handlösekabel 26 erstreckt
sich ebenfalls aus dem Gehäuse 12 und
hin zu einem geeigneten Betätigungshebel
oder -knopf 25, der sich im Fahrgastraum des Fahrzeugs
befindet.
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Die 4 und 4a zeigen
die Komponenten des Betätigungsmechanismus 10,
der eine Elektromotor-Getriebeeinheit 28 umfasst, die einen
Elektromotor 30 und einen Drehabtrieb umfasst, der eine Winkelgetriebeeinheit 32 einschließt, die
ein Abtriebsritzel 34 enthält, das durch ein (nicht gezeigtes) selbstsperrendes
Schneckengetriebe gedreht wird, das das Ritzel 34 immer
dann sperrt, wenn der Motor 30 nicht gespeist wird. Die
Motor-Getriebeeinheit 28 ist in dem Hauptgehäuse 16 befestigt.
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Eine
Antriebswelle 36 ist an einem ihrer Enden drehbar in einem
Lager 38 gelagert und erstreckt sich durch eine Uhrfeder 40,
ein Zwischenkabelaufwickelrad 42 und eine Hilfstrommel 44.
Eine Kupplungsfeder 46 ist an einem Ende des Aufwickelrades 42 über einer
Trommelfläche 48 und
vollständig über der
Hilfstrommel 44 aufgenommen. Im Normalfall werden sowohl
die Hilfstrommel 44 als auch die Trommeloberfläche 48 fest
von der Kupplungsfeder 46 umgriffen.
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Die
Antriebswelle 36 geht ferner durch ein Drehelement, das
hier aus einem Zahnsegment 50 besteht, mit daran ausgebildeten
Antriebszähnen 52, die
mit dem Ritzel 34 in Eingriff stehen, durch einen Handlösehebel 54 und
eine Positionierfeder 56. Das Ende der Antriebswelle 36 ist
drehbar in einem Lager 58 in einem Lagersitz 62 gelagert,
der in einer Querstrebe 60 ausgebildet ist, die in dem
Gehäuse 12 angebracht
ist.
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Ein
Handlösenocken 64 hat
eine Bohrung 68 an einer Ecke, die auf dem Lagersitz 62 auf
der anderen Seite der Querstrebe 60 gedreht werden kann, und
hat eine Handlösekabel 26,
das an einer Ecke 66 des Nockens angebracht ist.
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Die
Antriebswelle 36 hat ein Segment 37, das rund
ausgebildet ist, jedoch Flachstellen 35 aufweist, die auf
jeder Seite ausgebildet sind, um ein Antriebsverhältnis mit
einer komplementären
flachseitigen Bohrung 45 in der Hilfstrommel 44 und
einer flachseitigen Bohrung 51 in dem Zahnsegment 50 zu erzeugen.
Das Aufwickelrad 42 hat eine runde Bohrung 43,
die eine freie Drehung auf dem Antriebswellensegment 37 ermöglicht.
Der Handlösehebel 54 ist ebenfalls
drehbar darauf gelagert, indem er das Antriebswellensegment 37 in
einem runden Loch 55 aufnimmt.
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Die
Uhrfeder 40 ist in einer kreisförmigen Aussparung 70 im
Inneren des Kabelaufwickelrades 42 aufgenommen und hat
ein innen ausgebildetes überstehendes
Ende 41, das an der Antriebswelle 36 befestigt
ist, und ein außen
ausgebildetes, überstehendes
Ende 43, das an der Innenseite der Aussparung 70 (8, 9)
befestigt ist. Wenn die Feder 40 vorgespannt ist, wird
somit das Kabelaufwickelrad 42 gezwungen, sich zu drehen
und so ein Zwischenkabel 72 teilweise aufzuwickeln, von
dem ein Ende in einem Anker 75 von einem Querstift 74 gehalten
wird und das in einer Nutbahn 76 aufgenommen ist.
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Das
andere Ende des Zwischenkabels 72 ist mit einem Lastsensor 78 und
einer Kabelkopplung 80 verbunden, an der das Bremskabel 22 angebracht ist.
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Das
Zwischenkabel 72 wird gezogen, um die Uhrfeder 40 vorzuspannen,
so dass sie vor dem Einbau des Betätigungsmechanismus 10 auf
ein vorgegebenes Niveau gespannt wird, und ein Stift 82 zur vorübergehenden
Sicherung wird anschließend
in Löchern
in der Gehäuseeinfassung 16 (4)
angebracht, um die Torsionsspannung in der nunmehr gespannten Uhrfeder 40 aufrechtzuerhalten.
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Beim
Einbau des Betätigungsmechanismus 10 wird
der Sicherungsstift 82 entfernt. Die Torsionsspannung der
Uhrfeder wirkt dann auf das Kabelaufwickelrad 42, um an
dem Kabel 72 zu ziehen und das selbstregulierende Merkmal,
wie es nachstehend beschrieben wird, vorzusehen, da dadurch eine
vorgegebene Kabelspannung in dem Bremskabel 22 erzeugt
wird.
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Die
Kupplungsfeder 46 hat einen tangentialen Antriebsschenkel 47,
der an dem Zahnsegment 50 über eine Klemmplatte 84 befestigt
ist, die daran mit Schrauben 86 angebracht ist. Ein Löseschenkel 49 wird
dazu verwendet, die Kupplungsfeder 46 auszudehnen und gesteuert
von der Trommeloberfläche 48 zu
lösen,
wie dies nachstehend beschrieben wird.
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Der
Handlösehebel 54 hat
einen länglichen Finger 53,
der sich so erstreckt, dass er mit dem Löseschenkel 49 in Eingriff
gebracht werden kann, wenn eine Nase 65 des Handlösenockens 64 mit
einer Nase 57 am Handlösehebel
in Eingriff kommt, wenn das Handlösekabel 26 zurückgezogen
wird, wie nachstehend beschrieben.
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Die
Positionierfeder 56 hält
den Hebel 54 außer
Eingriff mit dem Löseschenkel 49,
bis das Handlösekabel 26 zurückgezogen
wird. Eine Feder 27 am Kabel 26 drückt den
Handlösenocken 44 in
eine ausgerückte
Position, bis der bewegliche Kerndraht in dem Handlösekabel 26 zurückgezogen
wird.
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Die 5 zeigt
das Zahnsegment 50 zu Beginn einer motorisch angetriebenen
Feststellbremsenanwendung. Ein Regelkreis 90 umfasst einen
am Arma turenbrett angebrachten Schalter (nicht gezeigt), der selektiv
betätigt
werden kann, um den Elektromotor 30 zu speisen, was dazu
führt,
dass das Zahnsegment 50 durch die Drehung des Ritzels 34 gedreht
wird, um so das Zahnsegment 50 entgegen dem Uhrzeigersinn
zu drehen, wie in 5 gezeigt.
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Da
die Kupplungsfeder 46 die Trommeloberfläche 48 auf dem Kabelaufwickelrad 42 umgreift, dreht
die Drehung des angebrachten Zahnsegments 50 das Aufwickelrad 42,
um so das Zwischenkabel 72 weiter darauf aufzuwickeln.
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Dies
zieht über
die Verbindung, die über
den Lastsensor 78 und die Kupplung 80 vorgesehen
ist, am Bremskabel 22, um die Bremsen 24 anzuziehen.
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Der
Motor 30 läuft
weiter, bis eine vorgegebene Last von dem Lastsensor 78 erfasst
wird, und dann deaktiviert der Regelkreis 90 automatisch
den Motor 30. Die Bremsen 24 bleiben aufgrund
der Wirkung des internen selbstsperrenden Getriebes, das in der
Motorantriebseinheit 30 enthalten ist, angezogen.
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Die 6 zeigt
die Position des Zahnsegments 50 bei angezogener Bremse.
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Während dieses
Vorgangs umgreift die Kupplungsfeder 46 sowohl die Trommeloberfläche 48 als
auch die Hilfstrommel 44, so dass der Verschleiß nicht
auf die erste Windung an der Trommeloberfläche 48 konzentriert
ist, sondern vielmehr über einen
großen
Bereich verteilt ist.
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Zum
Lösen der
Bremsen 24 wird der in dem Regelkreis 90 enthaltene
Schalter betätigt,
um den Motor in die Umkehrrichtung zu speisen. Die Kupplungsfeder 46 umgreift
weiterhin die Trommeloberfläche 48,
da sie dafür
ausgelegt ist, die Trommeloberflächen 48 im
Normalfall zu umgreifen, und da das Aufwickelrad 42 aufgrund
der Uhrfeder 40 kontinuierlich gezwungen wird, sich entgegen
dem Uhrzeigersinn zu drehen, wie dies in den 5 und 6 zu sehen
ist, so dass eine Drehung des Zahnsegments 50 im Uhrzeigersinn
zu einer Drehung des Aufwickelrades 42 im Uhrzeigersinn
führt,
wodurch die Spannung im Bremskabel 22 gelockert wird, was
wiederum die Bremsen 24 löst.
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Der
Motor 30 läuft
weiter und bringt den Löseschenkel 49 der
Kupplungsfeder 46 mit einem ortsfesten Stift 92 in
Eingriff, wie dies in 5 gezeigt ist.
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Eine
weitere Drehung zum Vorwärtsbewegen
des Löseschenkels 49 führt zu einem
Ausdehnen der Kupplungsfeder 46, wodurch sie aus ihrem Eingriff
mit der Trommeloberfläche 48 gelöst wird.
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Der
Motor 30 dreht sich so lange weiter, bis ein Positionssensor 96,
der an den Umfang des Zahnsegments 50 angrenzt, dem Regelkreis 90 signalisiert,
dass das Zahnsegment 50 eine Position erreicht hat, die
ein völliges
Lösen der
Kupplungsfeder 46 gewährleistet,
woraufhin der Regelkreis 90 ein Abschalten des Motors 30 veranlasst.
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Die 7 zeigt
ein manuelles Lösen
unter Verwendung des Handlösekabels 26,
das einen Kerndraht enthält,
der durch Drücken
eines Hebels oder Knopfes 25, der vom Fahrgastraum aus
zugänglich
ist, gezogen wird. Der Lösenocken 64 wird dadurch,
wie in 7 gezeigt, entgegen dem Uhrzeigersinn um seine
Drehachse gedreht, die von der Mitte der Bohrung 68 definiert
wird (Strebe 60 und Lagersitz 62 sind der Klarheit
wegen nicht gezeigt). Die Nase 65 kommt mit der Nase 57 des
Lösehebels 54 in
Eingriff, wodurch dessen Drehung in die gleiche Richtung verursacht
wird. Dies führt
dazu, dass der Finger 53 mit dem Löseschenkel 49 der
Kupplungsfeder 42 in Eingriff kommt und die Kupplungsfeder 42 ausdehnt,
wodurch deren Eingriff mit der Trommeloberfläche 48 des Aufwickelrades 42 gelöst wird.
Dies löst
das Zwischenkabel 72, wodurch das Bremskabel 22 gelockert
und ein Ausrücken
der Feststellbremsen 24 ermöglicht wird.
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Die
Uhrfeder 40 wirkt jedoch weiterhin auf das Aufwickelrad 42,
um so eine minimale Spannung auf das Zwischenkabel 72 aufrechtzuerhalten,
um jegliche Durchhänger,
die sich entwickelt haben, zu beseitigen.
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Beim
nächsten
Eingriff der Kupplungsfeder 46, falls es zu einer Drehung
des Aufwickelrades 42 zur Beseitigung eines Durchhangs
kam, wird die Kupplungsfeder 46 mit der Trommeloberfläche 48 in der
gedrehten Position in Eingriff kommen, so dass nur wieder der gleiche
Weg erforderlich ist, um die Bremsen anzuziehen, wodurch jegliche
kumulative Verzögerung
der erforderlichen Betätigungszeit
vermieden wird.
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Die 10 zeigt
eine alternative Form des Lastsensors, in der ein Drehzapfen 98 am
Ende der Antriebswelle 36 von einem Schieber 100 gehalten wird,
der an der Strebe 60A angebracht ist. Ein Lastsensor 102 erfasst
die Reaktionslast auf den Drehzapfen 98. Der Drehzapfen 98 wird
einem Teil der Reaktionskraft ausgesetzt, die von der Spannung in dem
Kabel 22 erzeugt wird, und folglich kann der Lastsensor 102 verwendet
werden, um das Kraftniveau, das die Deaktivierung des Motors 30 veranlasst,
zu erfassen, da es der Kraft entspricht, die auf die Bremsen 24 ausgeübt wird.
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Die
Komponenten können
anders angeordnet werden, wie beispielsweise in einem zweiten Ausführungsbeispiel
eines Betätigungsmechanismus 10A,
der in den 11–17 gezeigt
ist. In diesem Ausführungsbeispiel
ist die Achse des elektrischen Antriebsmotors 30A parallel
zur Achse des Kabelaufwickelrades 42A und des Drehelements,
das aus dem Zahnsegment 50A besteht.
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Der
Motor 30A ist in einer Aussparung 104 in der Gehäuseeinfassung 16A aufgenommen,
befestigt durch Schrauben 106, die durch Nasen 108 gehen
und in Aufnahmen 110 aufgenommen sind, und hat eine Abtriebsgetriebeeinheit,
die ein Ritzel 34A enthält,
das mit Antriebszähnen 52A am
Zahnsegment 50A in Eingriff steht.
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Eine
Antriebswelle 36A hat einen Stift 112 an einem
Ende, der in einer Lagerbuchse 38A aufgenommen ist, die
wiederum in einer Aufnahme 114 gehalten wird, die in einer
Rückwand
der Gehäuseeinfassung 16A ausgeformt
ist.
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Das
Ritzel 34A hat ferner ein Einsteckende 116, das
in einem passenden Loch 111 in einer Querstrebe 60A mit
drei Enden 118A, B, C aufgenommen ist, die in entsprechenden
Aussparungen 120A, B, C aufgenommen sind, die in dem Gehäuse 16A geformt
sind, und die mit Schrauben (nicht gezeigt) befestigt werden.
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Die
Antriebswelle 36A hat ein Ende 122 mit reduziertem
Durchmesser, das in einem Lager 124 aufgenommen ist, das
in einer Lagerbuchse 62A aufgenommen ist, die in der Strebe 60A ausgebildet
ist.
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Die
Antriebswelle 36A hat Flachstellen 126 auf einem
runden Abschnitt 37A, passend zu einer länglichen Öffnung 51A im
Zahnsegment 50A und einer Öffnung 45A in der
Hilfstrommel 44A, so dass sie sich zusammen drehen.
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Die
Antriebswelle 36A sorgt für eine Drehstütze für das Kabelaufwickelrad 42A.
Der Handlösehebel 54A ist
drehbar auf einem Außendurchmesser 128 der Aufnahme 114 gelagert,
die in einem Loch 55A mit großen Durchmesser im Hebel aufgenommen
ist.
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In
diesem zweiten Ausführungsbeispiel
ist der Handlösehebel 54A selbst
direkt mit dem Handlösekabel 26 über einen
am Kerndraht 135 vorgesehenen Querstift 136 verbunden,
der in ein schleifenförmiges
Ende eines Arms 131 einer gewickelten Drahtfeder 130 eingepasst
ist, wobei der geformte Arm 131 der Drahtfeder 130 in
einer Kerbe 132 im Handlösehebel 54A aufgenommen
ist, während
der andere Arm 133 an der Gehäuseeinfassung 16A verankert
ist, wie dies am besten in den 16 und 17 zu
erkennen ist.
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Das
innen ausgebildete, überstehende
Ende 41A der Uhrfeder 40A ist in einem Schlitz 35 in
der Antriebswelle 36A aufgenommen und ihr außen ausgebildetes, überstehendes
Ende 43A wird in einer zylindrischen Aussparung 41 im
Kabelaufwickelrad 42A gehalten.
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Die
Kupplungsfeder 46 ist über
einer Trommeloberfläche 48A des
Kabelaufwickelrades 42A und der Hilfstrommel 44A aufgenommen,
wie in dem ersten beschriebenen Ausführungsbeispiel.
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Ein
Federclip 138 wird dazu verwendet, das Bremskabel 72 mit
der Uhrfeder 40A im vorgespannten Zustand zu halten, bis
der Mechanismus 10A im Fahrzeug installiert ist, wobei
eine Kante mit dem Verbinder 140 in Eingriff steht.
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Ein
Lastsensor 142 steht mit einem Schieber 138 in
Eingriff, der an das Einsteckende 122 der Antriebswelle 36A (14)
anstößt, um ein
Steuersignal zu liefern, das der auf das Bremskabel 22 ausgeübten Kabellast
entspricht.
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Der
Mechanismus 10A arbeitet im Allgemeinen auf die gleiche
Weise wie in dem ersten beschriebenen Ausführungsbeispiel.
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Wenn
er gespeist wird, treibt der Motor 30A das Zahnsegment 50A an,
das wiederum durch die Antriebsverbindung, die über die Federkupplung 46A hergestellt
wird, das Kabelaufwickelrad 42A dreht. Dies hält so lange
an, bis der Lastsensor 142 eine Spannungslast erfasst,
die ausreicht, um die Bremsen anzuziehen (14), und
der Regelkreis (nicht gezeigt) schaltet den Motor 30A ab.
Die Bremsen 24 werden von dem selbstsperrenden Motorgetriebe
im angezogenen Zustand gehalten.
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Für ein motorisch
angetriebenes Lösen
wird der Motor 30A aktiviert, um sich in die andere Richtung
zu drehen, um das Zahnsegment 50A in die entgegengesetzte
Richtung zu drehen und so das Kabel 72 abzuwickeln, bis
der Schenkel 49A mit dem Stift 92A in Eingriff
kommt, um die Kupplungsfeder 46A auszudehnen und zu lösen (15).
Der Motor 30A wird ausgeschaltet, wenn ein (nicht gezeigter)
Zahnsegment-Positionssensor erfasst, dass ein ausreichender Weg
zurückgelegt
wurde, um sicherzustellen, dass die Kupplungsfeder 46A gelöst wurde,
und dann wird der Motor 30A nicht mehr gespeist, wie in dem
ersten beschriebenen Ausführungsbeispiel.
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Unter
Bezugnahme auf die 16 und 17, wird
der Handlösehebel 54A gedreht,
wenn der Kerndraht 135 des Handlösekabels 26 zurückgezogen
wird, wodurch verursacht wird, dass eine Nase 53A mit dem
Löseschenkel 49A der
Kupplungsfeder 46A in Eingriff kommt und die Kupplungsfeder 46A löst.
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Die 18 zeigt
die Strebe 60A, die so ausgebildet ist, dass sie mit ihrem
Sitz 62A ein Lager 124 aufnimmt, welches das Ende 122 der
Antriebswelle 36A mit verringertem Durchmesser stützt (12). Eine
alternative Form des Lastsensors zieht einen Nutzen aus der Tatsache,
dass der Schenkel 144 der Strebe 60A durch die
Reaktion der Antriebswelle 36A auf die Last des Bremskabels 22 unter
Kompression gebracht wird. Ein Dehnungsmessstreifen 146 wird verwendet,
um den Grad dieser Kompression zu messen, um das Lastsignal zum
Abschalten des Motors 30A zur richtigen Zeit während des
Bremsbetätigungszyklus
zu liefern.