DE19653961A1 - Fremdkraftbetätigte Feststellbremsanlage für Kraftfahrzeuge, insbesondere Personenkraftwagen - Google Patents
Fremdkraftbetätigte Feststellbremsanlage für Kraftfahrzeuge, insbesondere PersonenkraftwagenInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einer fremdkraftbetätigten
Feststellbremsanlage nach der Gattung des Patentanspruchs 1.
Es ist schon eine solche Feststellbremsanlage bekannt
(DE 42 05 588 C2), bei der das vom abtriebsseitigen
Kraftübertragungsglied bei betätigter Feststellbremse
ausgeübte Lastmoment von der Schaltkupplung auf das
antriebsseitige, selbsthemmend ausgebildete Getriebe
übertragen wird, und zwar auch bei statisch beanspruchter
Feststellbremsanlage. Ist bei einem Ausfall der
Fremdkraftquelle die Feststellbremse mittels der manuellen
Notbetätigungseinrichtung wirksam gemacht, so wird das
abtriebsseitige Lastmoment von deren Arretierungseinrichtung
aufgenommen. Das bei betätigter Feststellbremsanlage auch
über einen längeren Zeitraum wirkende Lastmoment muß daher
bei der Auslegung des Elektromotors, des Getriebes, der
Schaltkupplung und der Notbetätigungseinrichtung
Berücksichtigung finden. Darüberhinaus erschwert es das
Lösen der Arretierungseinrichtung, wenn die Wirkung der
Feststellbremse mittels der manuellen
Notbetätigungseinrichtung verändert oder aufgehoben werden
soll.
Die erfindungsgemäße fremdkraftbetätigte
Feststellbremsanlage mit dem kennzeichnenden Merkmal des
Patentanspruchs 1 hat demgegenüber den Vorteil, daß bei
statisch betätigter Feststellbremse keine Drehmomente vom
Kraftübertragungsglied auf den Elektromotor übertragen
werden. Demzufolge braucht ein Getriebe zwischen dem
Elektromotor und der Lastmomentsperre nicht selbsthemmend
ausgebildet zu sein, was den Wirkungsgrad des Antriebs
verbessert und die Verwendung eines kleinbauenden
Elektromotors ermöglicht. Außerdem vermindert die
Lastmomentsperre das Losbrechmoment des Antriebs.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind
vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im
Patentanspruch 1 angegebenen fremdkraftbetätigten
Feststellbremsanlage möglich.
Die Verbesserung nach Anspruch 2 hat den Vorteil, daß bei
statisch betätigter Feststellbremse auch keine Drehmomente
vom Kraftübertragungsglied auf die Notbetätigungseinrichtung
übertragen werden, was deren Handhabung erleichtert.
Die im Anspruch 3 angegebene Weiterbildung ist insofern
vorteilhaft, als die Lastmomentsperre sowohl bei
elektromotorischer als auch bei manueller Betätigung der
Feststellbremse wirksam wird.
Mit der im Anspruch 4 gekennzeichneten Ausgestaltung der
Feststellbremsanlage wird bei Ausfall der elektromotorischen
Fremdkraftquelle durch Wirksammachen der Notbetätigung
selbsttätig der funktionslose Antriebsteil abgetrennt.
Hierdurch wird die Bedienung der Feststellbremsanlage im
Störungsfall vereinfacht.
Die Feststellbremsanlage zeichnet sich gemäß der
Weiterbildung nach Anspruch 5 sowie vorangegangener
Ansprüche durch die Verwendung einfacher, kostengünstig
herstellbarer Getriebeteile aus.
Mit der im Anspruch 6 angegebenen Maßnahme wird auf einfache
Weise die Rotationsbewegung des Elektromotors in eine
Translationsbewegung der Spindel gewandelt und mit wenigen
Getriebeteilen eine hohe Getriebeübersetzung ins Langsame
erzeugt, so daß mit einem kleinbauenden, schnellaufenden
Elektromotor ausreichend hohe Spannkräfte an der Bremse
erzeugt werden können.
Die im Anspruch 7 offenbarte Weiterbildung der
Feststellbremsanlage ermöglicht die Steuerung des
Elektromotors in Kenntnis des im Getriebe wirkenden
Drehmoments.
Mit der im Anspruch 8 gekennzeichneten Ausgestaltung der
Feststellbremse wird die durch die Wahl eines entsprechend
bemessenen Federelements einstellbare, dem Drehmoment
proportionale Relativverdrehung der genannten Getriebeteile
auf einfache Weise zur Messung des Drehmoments genutzt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
anhand einer raumbildlichen Darstellung einer
Feststellbremsanlage vereinfacht wiedergegeben und in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
Die in der Zeichnung dargestellte Feststellbremsanlage 1
weist einen in seiner Laufrichtung umschaltbaren
Elektromotor 2 als Fremdkraftquelle auf. Der Elektromotor 2
treibt ein nicht selbsthemmendes Schneckengetriebe 3 an,
d. h. eine mit dem Elektromotor verbundene Schnecke 4 kämmt
mit einem Schneckenrad 5. Achsgleich zu diesem ist eine
Spindelmutter 6 eines Spindeltriebs 7 vorgesehen, dessen
Spindel 8 das Schneckenrad 5 durchgreift. Das Schneckenrad 5
und die Spindelmutter 6 sind durch ein Federelement in Form
einer Spiralfeder 9 miteinander verbunden. Die Spiralfeder 9
befindet sich zwischen dem Schneckenrad 5 und der
Spindelmutter 6 und ist von der Spindel 8 durchgriffen. Die
Spiralfeder 9 greift mit ihrem einen Ende am Schneckenrad 5
und mit ihrem anderen Ende an der Spindelmutter 6 an. Zum
besseren Verständnis der Anordnung von Schneckengetriebe 3,
Spindeltrieb 7 und Spiralfeder 9 sind die erwähnten Elemente
in der Zeichnung mit größerem axialem Abstand gezeichnet als
erforderlich.
Das Schneckenrad 5 und die Spindelmutter 6 tragen jeweils
einen Multipolring 12, 13, d. h. einen Ring aus
Magnetwerkstoff mit in Umfangsrichtung aufeinanderfolgend
wechselnden Magnetpolen. Den Multipolringen 12 und 13 ist
jeweils ein Hallsensor 14 bzw. 15 zugeordnet. Die
Multipolringe 12, 13 und die Hallsensoren 14, 15 bilden
einen Drehmomentsensor 16, dessen Funktion bei der später
folgenden Beschreibung der Betriebsweise der
Feststellbremsanlage 1 angegeben ist. Die Spindel 8 des
Spindeltriebs 7 greift mit ihrem von der Spindelmutter 6
abgewandten Ende an einem einarmigen Hebel 19 eines
Hebelgetriebes 20 an. Zu dem Hebelgetriebe 20 gehört ein
zweiter einarmiger Hebel 21, welcher mit einem
Kraftübertragungsglied 22 verbunden ist. Zwischen den beiden
Hebeln 19 und 21 des Hebelgetriebes 20 ist eine
Lastmomentsperre 23 angeordnet. Diese vermag antriebsseitige
Drehmomente in beiden Drehrichtungen vom Antrieb zum Abtrieb
zu übertragen, während abtriebsseitige Rückdrehmomente in
beiden Drehrichtungen bei Stillstand des Antriebs gesperrt
werden. Eine solche Lastmomentsperre ist aus der
Veröffentlichung WO 96/20352 unter der Bezeichnung
Klemmgesperre bekannt.
Die Lastmomentsperre 23 hat eine Antriebswelle 26, mit der
ein zylindrischer Bund 27 drehfest verbunden ist. Auf dem
Bund 27 ist der antriebsseitige Hebel 19 des Hebelgetriebes
20 verdrehbar gelagert. Ein Gehäuse 28 der Lastmomentsperre
23 ist feststehend mit der Karosserie 29 eines im übrigen
nicht dargestellten Fahrzeugs verbunden. Die
Lastmomentsperre 23 weist ferner eine Abtriebswelle 30, auf
welcher der Hebel 21 des Hebelgetriebes 20 drehfest
angeordnet ist. Das mit dem Hebel 21 verbundene
Kraftübertragungsglied 22 greift an einem Spannorgan 31
einer Feststellbremse 32 des Fahrzeugs an. Der Einfachheit
halber ist lediglich eine Feststellbremse 32 dargestellt,
jedoch ist die Feststellbremsanlage 1 zum Betätigen der
üblicherweise zwei Feststellbremsen eines Kraftfahrzeugs,
insbesondere eines Personenkraftwagens, bestimmt.
Zu der Feststellbremsanlage 1 gehört ferner eine manuelle
Notbetätigungseinrichtung 35 zum Einleiten einer Hilfskraft
bei Ausfall der Fremdkraftquelle. Die Einrichtung 35 hat
einen Handhebel 36, der mit einem drehfest auf der
Antriebswelle 26 der Lastmomentsperre 23 befestigten
Notbetätigungshebel 37 in Eingriff bringbar ist. Auf dieser
Antriebswelle 26 ist außerdem eine Klinke 38 einer
Schaltkupplung 39 angeordnet. (Auch hier sind in der
Zeichnung die Elemente des Hebelgetriebes 20, der
Lastmomentsperre 23, der Notbetätigungseinrichtung 35 und
der Schaltkupplung 39 mit größerem axialen Abstand
dargestellt als dies bei der konkreten Ausgestaltung der
Feststellbremsanlage 1 erforderlich ist.)
Die Klinke 38 der Schaltkupplung 39 ist drehfest mit der
Antriebswelle 26 verbunden; die Klinke ist jedoch quer zur
Antriebswelle 26 gegen Federkraft verschiebbar, und zwar
mittels eines durch ein Auge 40 des Notbetätigungshebels 37
hindurchführbaren Zapfens 41 am Handhebel 36. Beim
Niederdrücken des Handhebels 36 trifft der Zapfen 41 auf
eine parallel zur Antriebswelle 26 verlaufende Zunge 42 der
Klinke 38. Diese Zunge 42 greift, abweichend von der in der
Zeichnung gedehnten Darstellung, in einen radial
verlaufenden Schlitz 43 ein, der am Hebel 19 des
Hebelgetriebes 20 sowie am Bund 27 der Antriebswelle 26 der
Lastmomentsperre 23 ausgebildet ist. Greift also die Zunge
42 der Klinke 38 in den am Hebel 19 befindlichen Teil des
Schlitzes 43 ein, so ist der Hebel 19 drehfest mit der
Antriebswelle 26 der Lastmomentsperre 23 verbunden, befindet
sich die Zunge 42 jedoch im Schlitz 43 am Bund 27, so ist
die Verbindung zwischen dem Hebel 19 und der Antriebswelle
26 getrennt.
Die Feststellbremsanlage 1 hat folgende Wirkungsweise:
Bei ordnungsgemäßer Funktion ist die Getriebekette vom Elektromotor 2 über das Schneckengetriebe 3, die Spiralfeder 9, den Spindeltrieb 7, das Hebelgetriebe 20, die Lastmomentsperre 23, das Kraftübertragungsglied 22 und das Spannorgan 31 zur Feststellbremse 32 geschlossen, d. h. die Zunge 42 der Klinke 38 greift in den Schlitz 43 des Hebels 19 ein und kuppelt diesen mit der Antriebswelle 26 der Lastmomentsperre 23.
Bei ordnungsgemäßer Funktion ist die Getriebekette vom Elektromotor 2 über das Schneckengetriebe 3, die Spiralfeder 9, den Spindeltrieb 7, das Hebelgetriebe 20, die Lastmomentsperre 23, das Kraftübertragungsglied 22 und das Spannorgan 31 zur Feststellbremse 32 geschlossen, d. h. die Zunge 42 der Klinke 38 greift in den Schlitz 43 des Hebels 19 ein und kuppelt diesen mit der Antriebswelle 26 der Lastmomentsperre 23.
Der Fahrzeugführer kann zum Wirksammachen der
Feststellbremsanlage 1 den Elektromotor 2 mittels eines
Schalters einschalten, oder es kann ein nicht dargestelltes
Steuergerät des Fahrzeugs z. B. aus den Signalen
Fahrpedalstellung, Fahrgeschwindigkeit und -richtung,
Getriebestellung, Fahrzeugneigung u. a. die
Feststellbremsanlage 1 selbsttätig in Betrieb setzen. Der
Elektromotor 2 treibt dann das Schneckenrad 5 an, welches
über die Spiralfeder 9 die Spindelmutter 6 in Drehung
versetzt. Die Rotationsbewegung des Elektromotors 2 wird von
der Spindelmutter 6 in eine Translationsbewegung der Spindel
8 gewandelt. Diese bewirkt eine Schwenkbewegung des Hebels
19, der über die Antriebswelle 26 der Lastmomentsperre 23
deren Abtriebswelle 30 synchron dreht. Die Drehung der
Abtriebswelle 30 wird vom Hebel 21 überwiegend in eine
Translationsbewegung des Kraftübertragungsgliedes 22
gewandelt und von diesem durch Angriff am Spannorgan 31 die
Feststellbremse 32 gespannt. Das Spannen der Feststellbremse
32 hat ein ansteigendes Antriebsmoment des Elektromotors 2
zur Folge, welches unter Spannen der Spiralfeder 9 eine
zunehmende Relativverdrehung zwischen dem Schneckenrad 5 und
der Spindelmutter 6 bewirkt. Die dem Antriebsmoment
proportionale Relativverdrehung wird von den Hallsensoren
14, 15 des Drehmomentsensors 16 erfaßt und im Steuergerät
ausgewertet. Das Steuergerät schaltet den Elektromotor 2
entsprechend der Vorgabe des Fahrzeugführers oder der
Fahrzeugsteuerung ab, wenn sichergestellt ist, daß die
Feststellbremsanlage 1 das Fahrzeug im Stillstand hält.
Gegebenenfalls kann das Steuergerät auch das Signal des
Drehmomentsensors 13 zum Schutz des Elektromotors 2 vor
Überlastung auswerten.
Die gespannte Feststellbremse 32 bewirkt rückwirkend über
das Kraftübertragungsglied 22 und den Hebel 21 des
Hebelgetriebes 20 ein Rückdrehmoment auf die Abtriebswelle
30 der Lastmomentsperre 23. Im statischen Zustand der
betätigten Feststellbremsanlage 1 wird das Rückdrehmoment
auf das Gehäuse 28 der Lastmomentsperre 23 abgeleitet. Die
Antriebswelle 26 bleibt dagegen frei von Rückdrehmomenten.
Während der Hebel 19 des Hebelgetriebes 20 und der
Spindeltrieb 7 im Stillstand verharren, entspannt sich die
Spiralfeder 9 aufgrund des nicht selbsthemmend ausgebildeten
Schneckengetriebes 3 durch Zurückdrehen des abgeschalteten
Elektromotors 2. Die dabei auftretende Änderung dem
Drehmomentsignals wird dabei von der Steuerung der
Feststellbremsanlage 1 nicht erfaßt.
Soll die Feststellbremse 32 entspannt werden, so wird der
Elektromotor 2 in umgekehrter Drehrichtung wie beim Spannen
der Bremse angetrieben. Das vom Elektromotor 2 erzeugte, am
Hebel 19 des Hebelgetriebes 20 wirksame Drehmoment wird auf
die Lastmomentsperre 23 übertragen und die Feststellbremse
32 über das Kraftübertragungsglied 22 entspannt.
Fällt die Fremdkraftquelle aus, so ist die
Feststellbremsanlage 1 in folgender Weise betätigbar:
Durch Niederdrücken des Handhebels 36 wird sein Zapfen 41 durch das Auge 40 des Notbetätigungshebels 37 gestoßen und an der Klinke 38 der Schaltkupplung 39 zum Angriff gebracht. Die Zunge 42 der Klinke 38 wird aus dem Schlitz 43 des Hebels 19 in den Teil des Schlitzes im Bund 27 der Antriebswelle 26 gegen Federkraft verschoben. Die Schaltkupplung 39 kuppelt somit den Elektromotor 2, das Schneckengetriebe 3, den Spindeltrieb 7 und den Hebel 19 des Hebelgetriebes 20 von der Lastmomentsperre 23 ab. Durch Schwenken des Handhebels 36 der Notbetätigungseinrichtung 35 kann nun ein Drehmoment über die Lastmomentsperre 23 und den Hebel 21 des Hebelgetriebes 20 auf das Kraftübertragungsglied 22 und weiter auf das Spannorgan 31 der Feststellbremse 32 übertragen und diese gespannt werden. Bei statisch gespannter Feststellbremse 32 ist wie bei Fremdkraftbetrieb aufgrund der Wirkung der Lastmomentsperre 23 der Handhebel 36 frei von Rückdrehmomenten. Das Schwenken des Handhebels 36 der Notbetätigungseinrichtung 35 in der entgegengesetzten Richtung bewirkt ein Lösen der Feststellbremse 32.
Durch Niederdrücken des Handhebels 36 wird sein Zapfen 41 durch das Auge 40 des Notbetätigungshebels 37 gestoßen und an der Klinke 38 der Schaltkupplung 39 zum Angriff gebracht. Die Zunge 42 der Klinke 38 wird aus dem Schlitz 43 des Hebels 19 in den Teil des Schlitzes im Bund 27 der Antriebswelle 26 gegen Federkraft verschoben. Die Schaltkupplung 39 kuppelt somit den Elektromotor 2, das Schneckengetriebe 3, den Spindeltrieb 7 und den Hebel 19 des Hebelgetriebes 20 von der Lastmomentsperre 23 ab. Durch Schwenken des Handhebels 36 der Notbetätigungseinrichtung 35 kann nun ein Drehmoment über die Lastmomentsperre 23 und den Hebel 21 des Hebelgetriebes 20 auf das Kraftübertragungsglied 22 und weiter auf das Spannorgan 31 der Feststellbremse 32 übertragen und diese gespannt werden. Bei statisch gespannter Feststellbremse 32 ist wie bei Fremdkraftbetrieb aufgrund der Wirkung der Lastmomentsperre 23 der Handhebel 36 frei von Rückdrehmomenten. Das Schwenken des Handhebels 36 der Notbetätigungseinrichtung 35 in der entgegengesetzten Richtung bewirkt ein Lösen der Feststellbremse 32.
Bei wieder funktionsfähiger Fremdkraftquelle kann diese
durch Herausziehen des Handhebels 36 aus dem
Notbetätigungshebel 37 mittels der Schaltkupplung 39 mit der
Lastmomentsperre 23 gekuppelt und die
Notbetätigungseinrichtung 35 wirkungslos gemacht werden.
Der Drehmomentsensor 16 erlaubt die stufenlose Steuerung des
Elektromotors 32 bis zu einem durch die Auslegung der
Feststellbremsanlage 1 vorgegebenen maximalen Drehmoment.
Die auf das Spannorgan 31 der Feststellbremse 32
übertragbare Spannkraft ist somit hinreichend fein
steigerbar oder reduzierbar. Mit der Feststellbremsanlage 1
sind daher abstufbare Bremsungen möglich. Aufgrund dieser
Wirkungsweise ist es möglich, bei einer Störung in der nicht
dargestellten Betriebsbremsanlage des Fahrzeugs die
Feststellbremsanlage 1 als Hilfsbremse zu benutzen, um die
Geschwindigkeit des Fahrzeugs zu verringern oder das
Fahrzeug zum Stillstand zu bringen.
Claims (9)
1. Fremdkraftbetätigte Feststellbremsanlage (1) für
Kraftfahrzeuge, insbesondere Personenkraftwagen,
mit einem in seiner Laufrichtung umschaltbaren Elektromotor
(2), dessen Rotationsbewegung unter Zwischenschaltung eines
Getriebes (3, 7, 20) in eine Translationsbewegung eines die
Spannorgane (31) der Feststellbremse (32) betätigenden
Kraftübertragungsgliedes (22) umgeformt wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem Elektromotor (2) und dem
Kraftübertragungsglied (22) eine Lastmomentsperre (23)
angeordnet ist.
2. Feststellbremsanlage nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß eine manuelle Notbetätigungseinrichtung
(35) der Feststellbremse (32) und eine Schaltkupplung (39)
vorgesehen sind, mit welcher die Kraftübertragung zwischen
dem Elektromotor (2) und dem Kraftübertragungsglied (22) bei
Notbetätigung trennbar ist, und daß die Lastmomentsperre
(23) zwischen dem Elektromotor (2) und der
Notbetätigungseinrichtung (35) einerseits und dem
Kraftübertragungsglied (22) andererseits angeordnet ist.
3. Feststellbremsanlage nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Lastmomentsperre (23) eine
Antriebswelle (26) aufweist, auf welcher ein Glied (19) des
motorseitigen Teils des Getriebes (3, 7, 20) lösbar gelagert
und ein Notbetätigungshebel (37) drehfest angeordnet ist.
4. Feststellbremsanlage nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß auf der Antriebswelle (26) der
Lastmomentsperre (23) die von dem Notbetätigungshebel (37)
steuerbare Schaltkupplung (39) zum Schalten der Verbindung
zwischen dem als einarmigen Hebel (19) ausgebildeten Glied
des Getriebes (3, 7, 20) und der Antriebswelle (26)
angeordnet ist.
5. Feststellbremsanlage nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Lastmomentsperre (23) eine
Abtriebswelle (30) hat, an welcher das
Kraftübertragungsglied (22) mit einem einarmigen Hebel (21)
angreift.
6. Feststellbremsanlage nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Elektromotor (2) ein
Schneckengetriebe (3) antreibt, dessen Schneckenrad (5)
wenigstens mittelbar mit einer Spindelmutter (6) an einer
längsverschiebbaren Spindel (8) angreift, an welcher der mit
der Antriebswelle (26) der Lastmomentsperre (23) gekuppelte
Hebel (19) des Getriebes (3, 7, 20) schwenkbar angelenkt
ist.
7. Feststellbremsanlage nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß dem Elektromotor (2) ein
Drehmomentsensor (16) zugeordnet ist.
8. Feststellbremsanlage nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, daß der Drehmomentsensor (16) die
Relativverdrehung zwischen dem Schneckenrad (5) und der
mittels eines Federelements (9) mit dem Schneckenrad
verbundenen Spindelmutter (6) erfaßt.
9. Feststellbremsanlage nach Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet, daß das Schneckengetriebe (3) nicht
selbsthemmend ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1996153961 DE19653961A1 (de) | 1996-12-21 | 1996-12-21 | Fremdkraftbetätigte Feststellbremsanlage für Kraftfahrzeuge, insbesondere Personenkraftwagen |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE1996153961 DE19653961A1 (de) | 1996-12-21 | 1996-12-21 | Fremdkraftbetätigte Feststellbremsanlage für Kraftfahrzeuge, insbesondere Personenkraftwagen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19653961A1 true DE19653961A1 (de) | 1998-06-25 |
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ID=7815974
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1996153961 Withdrawn DE19653961A1 (de) | 1996-12-21 | 1996-12-21 | Fremdkraftbetätigte Feststellbremsanlage für Kraftfahrzeuge, insbesondere Personenkraftwagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
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