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Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Biegen von Glasscheiben,
die Folgendes umfasst
- – eine obere Formwagenbahn
mit aufeinander folgenden Formwagen, deren Vorder- oder Rückwand aufeinander
folgende Heizkammern und mehrere aufeinander folgende Biegekammern voneinander
trennt, wobei die Formwagen für
einen diskontinuierlichen Transport in Richtung einer Pressbiegekammer
eingerichtet sind, deren Decke mit einer absenkbaren und aufwärts bewegbaren
Außenform
versehen ist;
- – eine
untere Formwagenbahn mit aufeinander folgenden Formwagen, deren
Rück- oder
Vorderwand aufeinander folgende Kühlkammern voneinander trennt,
wobei die Formwagen für
einen diskontinuierlichen Transport in einer Richtung entgegengesetzt
zu der Förderrichtung
der auf der oberen Formwagenbahn vorhandenen Formwagen eingerichtet
sind;
- – eine
Anzahl von Biegeformen, die durch die Formwagen getragen werden;
- – Vorwärmkammern,
die an dem stromaufwärts gerichteten
Ende der oberen Formwagenbahn vorhanden sind, in denen das Erhitzen
von Glasscheiben durch erzwungene Konvektion bewirkt wird, für die thermische
Energie aus Glasscheiben erhalten wurde, die momentan in Kammern am
stromabwärts
gerichteten Ende der unteren Formwagenbahn getempert werden;
- – Strahlungsheizungseinrichtungen
an der Decke von Vorwärmkammern
zumindest in einigen der Vorwärmkammern;
- – Strahlungsheizungseinrichtungen
an der Decke von unter Schwerkraft arbeitenden Biegekammern;
- – einen
Zwischenboden, der die Biegekammern und die Vorwärmkammern von darunter befindlichen
Kammern trennt;
- – einen
Hubmechanismus zum Absenken der Formwagen von der oberen Bahn auf
die untere Bahn zusammen mit gebogenen Glasscheiben;
wobei
die Formwagen mit einem Boden in offener Bauart oder anderweitig
sehr wärmedurchlässig vorgesehen
sind.
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Dieser
Typ einer Vorrichtung ist von den Patentveröffentlichungen US-A-4 497 645
und US-A-4 986 842 der Anmelderin bekannt, die dennoch keine Pressbiegekammer
offenbaren. Es hat sich erwiesen, dass eine solche Vorrichtung besonders
gut verwendbar ist beim Prozess zum Biegen von Paaren übereinander
gelegter Glasscheiben, die anschließend durch Laminierung zur
Verwendung, z. B. als Windschutzscheibe für ein Kraftfahrzeug, gefügt werden.
In den Anfangsstufen des Vorwärmens
ist es möglich,
die Wärme
effektiv zu nutzen, die durch in Kühlkammern momentan tempernde
Glasscheiben geliefert wird, um die in Heizkammern zu erhitzenden Glasscheiben
vorzuwärmen.
In den letzten Vorwärmkammern
besteht diese Möglichkeit
nicht mehr, da die Temperaturdifferenz zwischen einem Paar von zu erhitzenden
Glasscheiben in einer Heizkammer und einem Paar von darunter momentan
tempernden Glasscheiben klein bleibt. Darum hat die Anmelderin bereits
in der Patentveröffentlichung
US 5 902 367 vorgeschlagen,
den Formwagen nach einem Biegevorgang unterhalb der Vorbiegekammern
direkt in seine Stellung unter der letzten Vorwärmkammer zu bewegen. Diese
Anordnung bewirkt jedoch keine gesteuerte Kühlung unmittelbar nach einem
Biegevorgang, um eine genügende
Randspannung herzustellen.
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Andererseits
gibt es eine große
Zahl bereits bekannter Vorrichtungen, in denen die Endstufen eines
Biegevorgangs auf dem Pressbiegen basieren, das durch eine Außenform
durchgeführt
wird. Jedoch wurde bei diesen kein Gebrauch von einem leicht strukturierten
Wagen mit offenem Boden gemacht, der die Rückgewinnung von Wärme aus
tempernden Glasscheiben ermöglicht.
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Eine
Aufgabe der Erfindung ist die Bereitstellung einer verbesserten
Vorrichtung, bei der Pressbiegen mit einer leicht strukturierten
Gelenkform, die typischerweise beim Biegen unter Schwerkraft verwendet
wird, möglich
ist, bei der aufgrund eines leicht strukturierten Wagens mit offenem
Boden zusätzlich die
durch Glasscheiben beim Tempervorgang gelieferte Wärmeenergie
effektiv zum Vorwärmen
von auf der oberen Bahn zu erhitzenden Glasscheiben eingesetzt werden
kann.
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Diese
Aufgabe wird durch die Erfindung, wie im angefügten Anspruch 1 definiert,
erfüllt.
Die abhängigen
Ansprüche
offenbaren bevorzugte Ausführungen
nach der Erfindung.
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Eine
beispielhafte Ausführung
der Erfindung wird jetzt mit Bezug auf die begleitenden Zeichnungen
ausführlicher
beschrieben, in denen
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1 stellt
das stromaufwärts
gelegene Ende einer oberen Bahn und das stromabwärts gelegene Ende in einer
Vorrichtung nach der Erfindung dar,
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2 stellt
den mittleren Abschnitt einer oberen Bahn und den mittleren Abschnitt
einer unteren Bahn in einer Vorrichtung nach der Erfindung dar;
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3 stellt
das stromabwärts
gelegene Ende einer oberen Bahn und das stromaufwärts gelegene
Ende einer unteren Bahn in einer Vorrichtung nach der Erfindung
dar, wobei die Sektionen von 1, 2 und 3 nacheinander
die gesamte Vorrichtung bilden;
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4 stellt
eine Biegekammer 4b im Querschnitt dar,
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5 stellt
die Biegekammer 4b in einer durch den Pfeil V in 4 angegebenen
Richtung dar;
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5A stellt
einen in 5 geführten Teilquerschnitt dar;
und
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6 stellt
die schematische, perspektivische Ansicht eines Formwagens zur Verwendung
in der Vorrichtung dar.
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Die
in 1 bis 3 gezeigte Vorrichtung umfasst
eine obere Formwagenbahn 1 mit aufeinander folgenden Formwagen 9,
deren Vorder- oder Rückwand 11 aufeinander
folgende Heizkammern 2, 3 und mehrere aufeinander
folgende Biegekammern 4a, 4b voneinander trennt.
Die Formwagen sind für einen
diskontinuierlichen Transport in Richtung der letzten Biegekammer 4b eingerichtet,
deren Decke mit einer absenkbaren und aufwärts bewegbaren Außenform 22 versehen
ist. Eine untere Formwagenbahn 21 trägt aufeinander folgende Formwagen 9, die
unterhalb von denen der oberen Bahn 1 liegen. Die Formwagen 9 der
unteren Formwagenbahn 21 haben ihre Rück- oder Vorderwand 11,
die aufeinander folgende Kühlkammern 5, 6, 7 voneinander trennt.
Die Formwagen 9 der unteren Bahn 21 sind für einen
diskontinuierlichen Transport in einer Richtung entgegengesetzt
zur Förderrichtung
der auf der oberen Formwagenbahn vorhandenen Formwagen eingerichtet.
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Jeder
der Formwagen
9 ist mit einer Biegeform
12 versehen,
die durch den Formwagen
9 getragen wird. Auf die Biegeform
12 wird
ein Paar von Glasscheiben gelegt, während der Formwagen
9 außerhalb
des Ofens in einer Belade- und Entnahmeabteilung
8 angeordnet
ist. Der Wagen
9, die Form
12 und das Paar von
Glasscheiben zum aufeinander folgenden Biegen werden durch einen
in der Kammer
8a stromabwärts der Belade- und Entnahmeabteilung
8 vorhandenen
Aufzug auf die obere Bahn
1 gehoben, auf der die Formwagen
diskontinuierlich über eine
Entfernung transportiert werden, die im Wesentlichen der Wagenlänge jeweils
in Richtung der Biegekammer
4b entspricht. Zuerst befinden
sich längs dieses
Durchlaufs Vorwärmkammern
2,
in denen das Erhitzen durch erzwungene Konvektion erfolgt, für die thermische
Energie aus Glasscheiben, die momentan durch erzwungene Konvektion
in darunter befindlichen Kühlkammern
7 tempern,
erhalten wird. So können
die Kühlkammern
7 genutzt
werden, um das Tempern von anschließend gekühlten Glasscheiben zu beschleunigen,
und die Heizkammern
2 können
genutzt werden, um das Beheizen von anschließend erhitzten Glasscheiben
zu beschleunigen, während
eine effektivere Ausnutzung von thermischer Energie aus den zu kühlenden
Glasscheiben ermöglicht
wird. Die Ausführung
und die Funktion der Kammern
2 und
7 werden in
der Patentveröffentlichung
US 4 986 842 der Anmelderin
vollständiger
erläutert. Hier
besteht ein Unterschied darin, dass der ersten Vorwärmkammer
2a Heißluft durch
eine Leitung
24 aus den Kühlkammern
5 am stromaufwärts gelegenen
Ende der unteren Bahn zugeführt
wird, von denen jede getrennt mit einer gesteuerten Zirkulation von
Kühlluft
durch Entlüftungsventilatoren
23 versehen
ist. Da die Kammern
5 mit einer individuell regelbaren
Zirkulation von Kühlluft
versehen sind, kann eine Glasscheibe in gesteuerter Weise gekühlt und eine
ausreichend hohe Randspannung erzeugt werden.
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Von
den Kammern 2 rücken
die Wagen 9 der oberen Lage in die Vorwärmkammern 3 vor, in
denen die hauptsächliche
Erwärmung
von Glasscheiben durch Strahlungsheizung bewirkt wird. Deshalb sind die
Decken der Kammern 3 mit elektrisch beheizten Strahlungsheizwiderständen 13 versehen.
Die Kammern 3 umfassen einen thermisch isolierten Boden 15a,
der einen Zwischenboden zwischen den Kammern 3 der oberen
Bahn und den Kammern 6 der unteren Bahn bildet. Dieser
Zwischenboden 15a ist oben bedeckt mit Strahlungsheizelementen 16,
die unter dem Niveau der Unterseite 10 der Wagen 9 eingebaut
sind. Die Strahlungsheizelemente 16 bringen die Erwärmung an
der Unterseite von einem der in den Kammern 3 vorhandenen
Paare von Glasscheiben auf durch die offen strukturierte Unterseite 10 des
Wagens 9. Die Unterseite 10 muss nicht völlig offen
strukturiert sein, sondern kann teilweise geschlossen sein, z. B.
mit einer dünnen
perforierten Platte, einer Rasterplatte oder dergleichen, die sowohl
für Konvektionsluft
in den vorhergehenden Kammern 2 als auch für Strahlungswärme von
den Heizelementen 16 durchlässig ist.
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6 stellt
Läufer 18 dar,
die an den Enden des unteren Rahmens 10 des Wagens 9 vorhanden sind,
durch die die Wagen 9 auf Rollen 19 gelagert werden,
die mit Lagern an den Seitenwänden 17 des Ofens
(7) angebracht sind und dadurch die
obere Bahn 1 und die untere Bahn 21 bilden.
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Der
letzten Vorwärmkammer 3a schließt sich eine
Anzahl von Vorbiegekammern 4a an, in denen die Temperatur
eines Paars von Glasscheiben auf ein solches Maß zunimmt, dass das Paar von
Glasscheiben auf einer sie tragenden Ringform 12 durchzuhängen beginnt.
Die Anzahl von Vorbiegekammern 4a ist ausreichend, um in
der letzten Vorbiegekammer 4a mit Schwerkraftbiegung eine
endgültige
Biegeform zu erreichen, wenn einfache Biegeformen in Frage kommen,
und eine fast endgültige
Biegeform zu erreichen, wenn komplizierte Biegeformen in Frage kommen.
Im letzteren Fall wird die Biegebearbeitung von einer absenkbaren
und aufwärts
bewegbaren Außenform 22,
die in der Biegekammer 4b vorhanden ist, zum Pressen der
fertig gestellten Form durchgeführt.
Die Form 22 wird durch Widerstände 14b auf einer
genügend
hohen Temperatur gehalten.
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Zwischen
den Kammern 4a und den darunter liegenden Kühlkammern 5 befindet
sich ein Zwischenboden 15, der durch Teilung mit einem
Kanalsystem zur Zirkulation von Kühlluft gebildet wird. An drei
aufeinander folgenden Kühlkammern 5 längsseits
des Zwischenbodens 15 ist eine Einlassöffnung für Kühlluft vorhanden, die von konstanter
Größe oder
mechanisch auf ihre Größe einstellbar
sein kann. Die Zwischenboden 15 sind mit Zwischenplatten 15b versehen,
um die Zwischenböden 15 mit mehreren
aufeinander folgenden und getrennten Strömungskästen für Kühlluft zu versehen, wobei das Durchströmen von
Kühlluft
individuell steuerbar ist. Aus 3 ist ersichtlich,
dass an der Oberseite von vier Kammern 5 drei aufeinander
folgende Temperzonen vorhanden sein werden, die jeweils ihren eigenen
individuellen Absaugventilator 23 besitzen. Die Gebläseleistung
jedes Ventilators 23 ist mit einem Wechselrichter einstellbar.
Die Böden
der Kühlkammern 5 können unterhalb
des Glases mit Kühlrohrsystemen
in einer Meanderstruktur versehen sein, wobei die Ventilatoren die
darin befindliche Kühlluft von
den gegenüber
liegenden Seiten der Kammern 5 fördern. Die in den Kühlrohrsystemen
erwärmte
Luft wird durch Rohre zu einer Wärmerückgewinnung zwischen
den Kammern 7/2 geleitet.
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Die
Bodenflächen
der mit Kühlluft
Strömungskästen versehenen
Zwischenböden 15,
d.h. die Querbleche der jeweiligen Kühlkammern 5, sind mit
Thermoelementen 5t zum Messen von Temperaturen der Glasscheiben
und zum individuellen Regeln des Betriebs der Kühlluft-Absaugventilatoren 23 versehen.
Die Bodenflächen
der Zwischenböden 15, d.h.
die Querbleche der Kühlkammern,
sind für
einen größeren Kühlbereich
vorzugsweise aus Wellblech hergestellt.
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Hinter
den Kühlkammern 5 sollen
die Formwagen 9 unter den zahlreichen Vorwärmkammern 3a, 3 hinter
den Kammern 6 ohne Unterbrechung durch einen einzigen Durchlauf,
wie durch den Pfeil A in 2 dargestellt, befördert werden.
Während dieses
Durchlaufs tritt ein geringer Anteil von natürlicher Kühlung auf dem Weg zu den Kammern 7 auf, in
denen die Kühlung
durch erzwungene Konvektion verbessert wird.
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Die
abgekühlten
Glasscheiben werden seitwärts
aus der Kammer 8b entnommen. Daher ist die Kammer 8b mit
einer Hebevorrichtung 25 versehen, deren Zylinder 25b,
die durch einen Scherenhebel 25a getragen werden, eine
Glasscheibe auf Stützen 25c von
der Form nach oben heben. Anschließend kann die Glasscheibe durch
eine seitwärts
sich bewegende Schwebebühne
(nicht gezeigt) von der Oberseite der Stützen 25c aufgenommen
werden.
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Wie üblich, umfassen
die an der Decke der Biegekammern
4a vorhandenen Widerstände
14 Widerstände in Längsrichtung
des Ofens, die in mehrere aufeinander folgende Gruppen in Längsrichtung des
Ofens geteilt sind. Jede Gruppe umfasst in Querrichtung des Ofens
eine große
Anzahl von nebeneinander liegenden Widerständen, die optional ein- und ausgeschaltet
werden können.
Die Regulierung einer Widerstandsplatte in der Biegekammer ist in
der Patentveröffentlichung
US 5 470 367 der Anmelderin ausführlicher
beschrieben worden.
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Wenn
sich ein Paar von Glasscheiben schon in der letzten Schwerkraft-Biegekammer 4a zu
einer gewünschten
Form (einfache Biegeformen) biegt, werden sie direkt durch die Pressbiegekammer 4b zu einer
Hebekammer 4c übertragen.
Falls notwendig (bei komplexeren Biegeformen) wird in der Kammer 4b mit
der Pressform 22 ein Pressbiegevorgang durchgeführt, dem
sich eine Bewegung des Wagens 9 in die Hebekammer 4c anschließt, bei
der der Wagen 9 durch einen Hubmechanismus 20 von
der oberen Bahn 1 auf die untere Bahn 21 abgesenkt
wird. An diesem Punkt wird das Abkühlen eines Paars von Glasscheiben
mit Strahlungsheizungswiderständen 14c noch
unterbunden, um gesteuertes Tempern in der ersten Kühlkammer 5 zu
beginnen.
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Um
das Pressbiegen an der ersten Stelle mit einer leicht strukturierten
Gelenkform zu ermöglichen,
die typischerweise beim Schwerkraftbiegen verwendet und auf dem
leicht strukturierten Wagen 9 getragen wird, wurde mit
der Erfindung herausgefunden, den Wagen 9 auf Trägern 28,
die in Verbindung mit dem Boden der Biegekammer 4b vorgesehen sind,
zu halten. Wie in 4, 5 und 5A dargestellt
ist, wurde dies derart realisiert, dass der Boden des Wagens 9 mit
Trägerelementen 26 für den Wagen 9,
z. B. mit flachen Stäben,
ausgerüstet
ist, und die in Verbindung mit der Kammer 4b angeordneten
Träger 28 an
passenden Stellen mit Verstrebungselementen 27 versehen
sind, um die flachen Trägerstäbe 26 während eines
Pressbiegevorgangs abzustützen.
Die flachen Stäbe 26 können durch
andere Formen von Trägerelementen
wie Stangen oder Rohre oder Fachwerkstrukturen mit mehr als einem Element
ersetzt werden. Die Anzahl der Verstrebungselemente 27 und
flachen Trägerstäbe 26 ist
z. B. jeweils vier, die unter der Form 12 an den Punkten angebracht
sind, wo sie am besten unterstützt
werden. Was bei dieser Vorrichtung wesentlich ist, ist, dass die
Verstrebungselemente 27 angehoben und abgesenkt werden
können,
damit sie die flachen Trägerstäbe 26 tragen
oder sie aus dem Stützeingriff freigeben
können,
um den Wagen 9 längs
der Bahn 1 bewegbar zu machen.
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Deshalb
sind die Träger 28,
deren Anzahl vorzugsweise zwei ist, in einer Biegekammer 4b seitlich
angebracht, um sie unterhalb eines abgestellten Wagens 9 zu
belassen. Der Boden (nicht gezeigt) der Biegekammer 4b kann
so konstruiert sein, dass er auf den Trägem 28 aufliegt. In 4 und 5 sind Mechanismen
sichtbar, die eine vertikale Bewegung der Träger 28 ermöglichen. 4 und 5 veranschaulichen
eine Seite der Biegekammer 4b, wobei jedoch auf der gegenüber liegenden
Seite eine passende Ausführung
angewendet werden kann. In dieser Ausführung weisen beide Enden der
zwei Träger 28 Verlängerungen
in Form von Flanschen 29 auf. Die Enden der Flansche 29 erstrecken
sich von der Biegekammer 4b durch eine Seitenwand und sind bezüglich ihres
Teils außerhalb
der Wand im Abstand voneinander angebracht. Zwischen zwei aufeinander folgenden
Flanschen 29 ist ein länglicher
Balken 31 der Länge
des Ofens nach eingebaut. Der Längsbalken 31 ist
mit außerhalb
der Wand befindlichen Abschnitten des Flansches 29 durch
im Balken 31 enthaltene komplementäre Flansche 30 verbunden.
Infolgedessen bilden die zwei Träger 28 und
die an deren beiden Enden verbundenen und außerhalb der Biegekammern 4b vorhandenen
Längsträger 31 einen
bewegbaren Rahmenaufbau. Der Rahmen und folglich die Träger 28 können vorzugsweise
durch Antriebsgruppen 32, wie die Zylinder 32,
die gegen die Balken 31 von der Außenseite der Biegekammer 4b drücken, bedient
werden. Die Zylinder 32, die vorzugsweise für jeden
Balken 31 vorgesehen sind und deren Anzahl zwei ist, sind
an dem Basiselement 33 befestigt, das so ausgelegt ist,
damit es relativ zu der Außenwand
unbeweglich ist.
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So übertragen
die Zylinder 32 bei einem Pressbiegevorgang die Kraft der
Verstrebungselemente 27, mit der der Stützeingriff zwischen den im Wagen 9 enthaltenen
Läufer 18 und
den Walzen 19 leichter wird. Es ist auch möglich, dass
der Wagen 9 einer Kraft ausgesetzt ist, die ihn von der
Oberseite der Walzen 19 anheben kann, so dass der Wagen 9 ganz
und gar auf den Verstrebungselementen 27 getragen wird.
Der Wagen 9 kann auf eine Höhe von 1 bis 10 mm, vorzugsweise
auf eine Höhe
von etwa 5 mm, angehoben werden. Außerdem ist es denkbar, dass
Pressbiegen von unten gegen eine Außenform bewirkt werden kann,
indem der Wagen 9 angehoben wird. In diesem Fall wird die
Presskraft durch die Zylinder 32 gesteuert. Ein ausreichend
kurzer Hebeabstand wird erreicht, wenn die Außenform 22 so nahe wie
möglich
auf das zu biegende Glas abgesenkt wird. Des Werteren ist es möglich, das
anfängliche Biegen
zu bewirken, indem die Außenform
abgesenkt wird, und das Biegen zu beenden, indem der Wagen 9 angehoben
wird.
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Der
Träger 28 erfährt im Inneren
des Ofens eine thermische Ausdehnung, die zu einer Änderung der
Länge des
Trägers 28 und
dadurch zu einem Einsatz von Seitenkräften durch den Balken 31 auf
die Kolbenstange des Zylinders 32 führt. Deshalb ist die Kolbenstange
des Zylinders 32 mit einer Gelenkverbindung 32a versehen,
deren Funktion es ist, eine durch die thermische Ausdehnung hervorgerufene Bewegung
des Balkens 31 zu ermöglichen
und dadurch die oben erwähnten
Seitenkräfte
zu kompensieren.
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In
Verbindung mit dem Rahmenaufbau sind außerdem Abstelleinrichtungen
für den
Wagen 9 vorgesehen. Die Abstelleinrichtungen umfassen ein Greiferelement 38,
das in Verbindung mit dem Träger 28,
der im stromaufwärts
gelegenen Abschnitt der Biegekammer 4b vorhanden ist, angeordnet
wird. Die Abstelleinrichtungen umfassen des Weiteren für das Greiferelement 38 die
Drehelemente 34, 35, 36, 37.
Die Drehelemente enthalten eine Gelenkachse 36, die zur
Drehung um ihre Längsachse
ausgelegt ist und dessen Greiferelement 38 auf seinem ersten Ende
angeordnet ist, das sich zum Inneren des Ofens hin erstreckt. Die
Längsachse
der Gelenkachse 36 erstreckt sich in einer Richtung, die
im Wesentlichen quer zur Bahnrichtung verläuft und ist unterhalb des abgestellten
Wagens 9 angeordnet. Das zweite Ende der Gelenkachse 26 erstreckt
sich außerhalb
der Ofenwand. Das zweite Ende der Gelenkachse 36 ist mit
Antriebselementen 34, 35, 37 ausgerüstet, um
die Gelenkachse 36 und dadurch das Greiferelement 38 zwischen
einer Position, in der der Wagen 9 abgestellt wird, und
einer Position, in der der Wagen freigegeben wird, zu drehen.
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Die
Antriebselemente nach der vorliegenden Ausführung umfassen einen Zylinder 34,
dessen Kolbenstange 37, 37a durch im Kolben 34 und
in der Kolbenstange vorgesehene Gelenke 35, 35a und 36 zusammengelegt
wird, so dass eine Bewegung der Kolbenstange zu der oben erwähnten Drehung
des Greiferelements 38 um seine Längsachse führt. Die Position der Kolbenstange 37, 37a und
eine entsprechende Position des Greiferelements 38 sind
in 5 und 5a sichtbar
gemacht. Die mit einer durchgehenden Linie angegebene Kolbenstange 37a entspricht
einer Position des durch eine durchgehende Linie (eine den Wagen
freigebende Position) angegebenen Greiferelements 38. Die
mit einer Strichlinie angegebene Kolbenstange 37a entspricht
einer Position des Greiferelements 38, das durch eine Strichlinie
(eine Wagenabstellposition) angegeben ist. Ein mit einer Kolbenstange
ausgerüstetes
Antriebselement ist sehr beständig
gegen Drehmomente. Die denkbaren Antriebselemente enthaften einen Umkehrzylinder,
eine Zylinderspule oder dergleichen, die direkt auf der Gelenkachse 36 montiert sind.
Aus 5A ist ersichtlich, dass der hintere Abschnitt
des Gehäuses 10 des
Wagens 9 mit einem passenden Teil 10a versehen
ist, wobei das zum Abstellen gedrehte Greiferelement 38 gegen
dieses Teil abgestützt
wird, um den Wagen 9 zum abschließenden Biegen genau abzustellen.