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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Kit zum Schminken, enthaltend
eine Zusammensetzung, die ein Pro-Adhäsiv enthält. Im Besonderen bezieht sich
die Erfindung auf ein Kit zum Schminken der Gesichtshaut wie auch
der Körperhaut
und/oder der Hautanhangsgebilde mit großer Beständigkeit und ohne Übertragung.
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Kosmetische
Zusammensetzungen, besonders solche zum Schminken, wie Lippenstifte,
Make-up, Körperschminkprodukte,
Produkte gegen Augenringe, Lidschatten oder Puder enthalten im Allgemeinen
Fettsubstanzen wie Öle
und/oder Wachse und eine besondere Phase die im Allgemeinen aus
Füllstoffen
und Pigmenten besteht. So können
sie in Form eines wasserfreien Gels, als Crayon oder Stift oder
in Form einer weichen Paste vorliegen, zum Beispiel wie bestimmte
Make-up-Zusammensetzungen, Lidschatten oder Lippenstifte. Sie können auch
in Form eines Puders vorliegen, das zum Beispiel lose, kompaktiert
oder gepresst sein kann. Die Zusammensetzungen zum Schminken können ferner
Wasser oder eine hydrophile Phase enthalten und folglich insbesondere
in Form einer Öl-in-Wasser-Emulsion,
einer Wasser-in-Öl-Emulsion
oder einer multiplen Emulsion vorliegen, vor allem wenn es sich
um ein Make-up, eine getönte
Creme, eine Pflegecreme oder ein Sonnenschutzprodukt handelt. Nagellacke
liegen gewöhnlich
in Form einer Lösung
in einem organischen Lösemittel
vor.
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Aus
dem Dokument
EP-A-600445 kennt
man kosmetische Zusammensetzungen zum Schminken, die eine hohen
Widerstandsfähigkeit
gegen Wasser, Öle
und Sebum besitzen und die als Wasser-in-Öl-Emulsion vorliegen, die 1 bis 54 Gew.-%
eines in der äußeren Phase
löslichen
Harzes und einen Farbstoff in der inneren Phase enthält.
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Wenn
sie auf die Haut, die Schleimhäute
oder die Semischleimhäute
aufgetragen werden, weisen diese Zusammensetzungen nicht immer eine
hohe Beständigkeit
auf. Man hat nämlich
festgestellt, dass bestimmte Zusammensetzungen dazu neigen, in das
Innere der Fältchen
und/oder Falten der Haut zu wandern, wie es bei Make-up der Fall
ist, im Fall von Lippenstiften in die Fältchen, die die Lippen umgeben,
im Fall von Lidschatten in die Lidfalte. Außerdem wurde festgestellt,
dass sich insbesondere im Fall von Lidschatten Streifen in der Schminke
bilden, die durch die Bewegung der Augenlider entstehen. Ebenso
kann sich die ursprüngliche Farbe
mit der Zeit andern. Im Fall von Nagellacken kann das Produkt rissig
werden, abblättern
oder reibungsempfindlich sein.
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Darüber hinaus
besitzen manche Schminkprodukte den Nachteil, sich zu übertragen.
Darunter versteht man, dass die Zusammensetzung dazu neigt, sich
zumindest teilweise auf gewissen Trägern, mit denen sie in Kontakt
gebracht wird, wie zum Beispiel ein Glas, ein Kleidungsstück oder
die Haut, abzulagern.
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Wenn
sie sich ablagert, hinterlässt
die Zusammensetzung einen Rückstand
auf dem Träger.
Folglich ergibt sich eine unzureichende Beständigkeit der Zusammensetzung
auf der Haut oder den Schleimhäuten, weshalb
es notwendig ist, sie durch regelmäßiges Auftragen zu erneuern.
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Darüber hinaus
kann das Auftreten inakzeptabler Spuren auf bestimmten Kleidungsstücken und
insbesondere auf Blusenkrägen
manche Frauen von der Verwendung einer Schminke dieses Typs abhalten.
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Alle
diese Phänomene
erzeugen einen unästhetischen
Effekt, den man natürlich
gerne vermeiden möchte.
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Es
besteht daher der Bedarf nach Produkten, insbesondere einer Schminke,
die einen guten Halt zeigen und gleichzeitig gute kosmetische Eigenschaften
besitzen, insbesondere Gleiteigenschaften beim Auftragen, sowie
Eigenschaften der Weichheit, der Hydratisierung und des Komforts
nach dem Schminken.
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Die
Anmelderin hat völlig überraschend
festgestellt, dass durch die Verwendung eines bestimmten Pro-Adhäsivs in
einer kosmetischen oder physiologischen Zusammensetzung eine Schminke
mit sehr gutem Halt, die sich nicht im Geringsten überträgt und die
gegen Wasser widerstandsfähig
ist, erhalten werden kann, wobei sich die Zusammensetzung darüber hinaus
leicht abspalten lässt.
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Ein
erster Gegenstand der Erfindung ist ein Kit zum Schminken, enthaltend:
- – i°) eine kombinierbar
genannte Zusammensetzung, die in einem kosmetisch akzeptablen Träger zumindest
ein Pro-Adhäsiv
enthält,
das die folgende Bedingung erfüllt:
– 108 Pa ≥ G'(35°C) ≥ 2·104 Pa bei jeder Frequenz von 2·10–2 bis
2 Hz, vorzugsweise:
– 107 Pa ≥ G'(35°C) ≥ 2·104 Pa bei jeder Frequenz von 2·10–2 bis
2 Hz,
wobei:
– G'(35°C) der elastische
Speichermodul des Pro-Adhäsivs,
gemessen bei 35°C,
ist, und
das Pro-Adhäsiv
unter den Polyisobutylenen ausgewählt ist,
und
- – ii°) eine «kombinierte
Zusammensetzung»,
die in einem kosmetisch akzeptablen Träger zumindest eine diffundierende
Verbindung, die unter den Ölen
mit einer Molmasse kleiner oder gleich 20000 ausgewählt ist,
enthält,
so dass das haftende System «Pro-Adhäsiv + diffundierende
Verbindung» die
folgende Bedingungen erfüllt:
– G'SA(2
Hz, 35°C) ≥ 103 Pa,
– 108 Pa ≥ G'SA(35°C), vorzugsweise
107 Pa ≥ G'SA(35°C), und
– G'SA(2·10–2 Hz,
35°C) ≤ 3·105 Pa,
wobei:
– G'SA(2 Hz, 35°C) der elastische
Speichermodul des haftenden Systems ist, der bei einer Frequenz
von 2 Hz und einer Temperatur von 35°C gemessen wird,
– G'SA(35°C) der elastische
Speichermodul des haftenden Systems bei einer Temperatur von 35°C und jeder
Frequenz von 2·10–2 bis
2 Hz ist,
– G'SA(2·10–2 Hz,
35°C) der
elastische Speichermodul des haftenden Systems ist, der bei einer
Frequenz von 2·10–2 Hz
und einer Temperatur von 35°C
gemessen wird.
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Die
assoziierbare Zusammensetzung des erfindungsgemäßen Kits besitzt hervorragende
Eigenschaften bezüglich
der Haftung auf der Haut und des «Nichtübertragens». Sie haftet gut an der Haut.
Sie widersteht Reibung, Schweiß,
Talg, Wasser. Sie lässt
sich leicht abspalten. Sie ermöglicht
ein zeitlich homogenes Depot auf der Haut und eine einheitliche
Schminke. Sobald sie auf der Haut aufgetragen ist, wandert sie nicht
und behält
die Farbe sehr gut über
die Zeit hinweg. Die Zusammensetzung lässt sich leicht verteilen und
ist sehr ange nehm. Sie ist angenehm aufzutragen und den ganzen Tag
lang angenehm zu tragen. Sie ist nicht fettig und beginnt mit der
Zeit nicht zu glänzen.
Sie fühlt
sich cremig und angenehm an.
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Ein
weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung zumindest eines
Pro-Adhäsivs,
so wie es weiter oben definiert ist, in oder für die Herstellung einer kosmetischen
oder physiologischen, pulverförmigen Zusammensetzung,
um den Transfer und/oder die Migration zu vermindern oder sogar
zu beseitigen, und/oder die Beständigkeit
der Zusammensetzung auf den Lippen und/oder der Haut des Menschen
gegenüber
einem Träger,
der damit in Kontakt kommt, zu verbessern.
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Ein
weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung zumindest eines
Pro-Adhäsivs,
so wie es oben definiert ist, in oder für die Herstellung einer kosmetischen
oder physiologischen, pulverförmigen
Zusammensetzung, um die Langzeitbeständigkeit der Farbe der Zusammensetzung
zu verbessern.
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Die
Erfindung hat zusätzlich
ein nichttherapeutisches Verfahren zum Schminken der Haut, der Schleimhäute, der
Semischleimhäute
und/oder der Hautanhangsgebilde des Menschen zum Gegenstand, das darin
besteht, die kombinierte Zusammensetzung vor oder nach der so genannten
kombinierbaren Zusammensetzung des Kits auf der Haut, den Schleimhäuten, den
Semischleimhäuten
und/oder den Hautanhangsgebilden des Menschen anzuwenden.
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Unter
einer pulverförmigen
Zusammensetzung oder einer Zusammensetzung in Pulverform versteht man
gemäß der Erfindung
eine Zusammensetzung, die zumindest eine pulverförmige Verbindung enthält. Die pulverförmigen Verbindungen
können
unter den Pigmenten und/oder Perlglanzpigmenten und/oder Füllstoffen und/oder
deren Gemischen, die gewöhnlich
in kosmetischen Zusammensetzun gen verwendet werden, ausgewählt werden.
Vorteilhafterweise liegen die pulverförmigen Verbindungen in einem
Gehalt von 60 bis 99,9 Gew.-%, vorzugsweise 80 bis 99,9 Gew.-%,
bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, vor.
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Unter
einer physiologischen Zusammensetzung versteht man gemäß der Erfindung
eine physiologisch akzeptable Zusammensetzung, die nicht toxisch
ist und für
eine Anwendung auf der Haut, den Hautanhangsgebilden und den Lippen
des Menschen geeignet ist. Unter einer kosmetischen Zusammensetzung
versteht man im Sinne der Erfindung eine Zusammensetzung mit einem
angenehmen Erscheinungsbild und Geruch, die sich angenehm anfühlt.
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Nach
einer besonderen Ausführungsform
der Erfindung enthält
die kombinierbare Zusammensetzung mindestens 80% pulverförmige Verbindungen.
Man erhält
also ein Produkt mit einer speziellen Textur in Gummiform, d. h.
in Form eines festen Produkts, das sich unter seinem eigenen Gewicht
nicht verformt.
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Darüber hinaus
enthält
die kombinierbare Zusammensetzung des Kits gemäß der Erfindung mindestens
ein pro-adhäsives
Material. Unter Material versteht man im Sinne der vorliegenden
Erfindung ein Polymer oder ein Polymersystem, das vorzugsweise zumindest
teilweise unvernetzt ist, noch besser praktisch unvernetzt ist,
das ein oder mehrere Polymere unterschiedlicher Natur umfassen kann.
Unter pro-adhäsiv
versteht man im Sinn der vorliegenden Erfindung die Befähigung,
im Allgemeinen durch Wechselwirkung mit einer hinzugefügten diffundierenden
Verbindung oder mit biologischen Exsudaten haftend zu werden. Unter
adhäsiv versteht
man im Sinne der vorliegenden Erfindung an einer Oberfläche haftend,
d. h. dass nachdem man mit dem Zeigefinger die Oberfläche der
Zusammensetzung, die das Material enthält, berührt hat, ein Gefühl des Klebens
an der Oberfläche
zu spüren
ist, sobald man den Kontakt zu ihr löst, indem man den Zeigefinger
anhebt, genau so, wie es beispielsweise nach einem Kontakt mit der
klebrigen Seite eines Klebebands zu spüren ist. Bei Kontakt mit der
Haut haftet die kombinierbare Zusammensetzung mit dem Pro-Adhäsiv im Allgemeinen an
der Haut und besitzt also eine gute Haftung, sie kann auch an einer
so genannten kombinierten Zusammensetzung mit mindestens einer diffundierenden
Verbindung, die vor und/oder nach der kombinierbaren Zusammensetzung
des Kits gemäß der Erfindung
aufgetragen wird, haften; so wird das auf der Haut resultierende
kosmetische Produkt im Allgemeinen an der Oberfläche nicht klebrig sein, d.
h., wenn man mit dem Zeigefinger die Oberfläche des Produkts berührt, ist
kein Gefühl
des Klebens an der Oberfläche
zu spüren,
wenn man den Kontakt zu ihr löst,
indem man den Zeigefinger anhebt.
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Das
erfindungsgemäße Pro-Adhäsiv kann
allein verwendet möglicherweise
eine gewisse Haftkraft besitzen. Nach dem Aufbringen der kombinierbaren
Zusammensetzung des Kits gemäß der Erfindung
auf die Haut, insbesondere auf das Gesicht, erhält man aufgrund der Wechselwirkungen
mit biologischen Sekreten, die sich mit der Zeit ausbilden können, eine
Zusammensetzung mit einem sehr guten Halt. Biologische Sekrete sind
allgemein Körperflüssigkeiten
und Hautsekrete, insbesondere Talg, Schweiß, Tränen und Speichel. Der Fachmann
weiß,
dass abhängig
von der Körperstelle
das Ausmaß und
die Natur dieser Sekrete im Tagesverlauf schwanken.
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Das
Pro-Adhäsiv
wird in Kombination mit einer diffundierenden Verbindung verwendet,
welche durch Diffusion durch das Polymernetz des Pro-Adhäsivs diesem
im Vergleich mit dem ursprünglichen
Pro-Adhäsiv eine
größere Haftkraft
verleiht: So erhält
man ein System «Pro-Adhäsiv + diffundierende
Verbindung»,
das Hafteigenschaften besitzt. Die diffundierende Verbindung kann
beispielsweise Talg oder Schweiß sein,
die mit der Zeit über
die Haut ausgeschieden werden. Der Halt einer Zusammensetzung, die
das erfindungsgemäße Pro- Adhäsiv enthält, verbessert
sich folglich mit der Zeit und der Freisetzung von Talg oder Schweiß über die Haut.
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Die
diffundierende Verbindung liegt in einer zweiten Zusammensetzung
vor, die im Folgenden und in der gesamten vorliegenden Anmeldung «kombinierte
Zusammensetzung» genannt
wird, und die man getrennt von und kombiniert mit der erfindungsgemäßen, das
Pro-Adhäsiv enthaltenden
Zusammensetzung verwendet. Die kombinierte Zusammensetzung kann
ohne Unterschied vor oder nach der kombinierbaren Zusammensetzung
des erfindungsgemäßen Kits
auf die Haut und/oder die Hautanhangsgebilde aufgetragen werden.
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Für die Kits
gemäß der Erfindung
existiert eine besonders interessante Anwendung im Bereich des Schminkens
der Haut, der Schleimhäute,
der Semischleimhäute,
der Hautanhangsgebilde. Unter Schleimhaut versteht man im Besonderen
den inneren Teil des unteren Augenlids; unter Semischleimhäuten versteht
man insbesondere die Lippen; unter Hautanhangsgebilden versteht
man die Wimpern, Augenbrauen, Haare und Nägel. Daher existiert für die Erfindung
eine ganz besondere Anwendung im Bereich der Schminkprodukte für die Lippen
und die Haut, so wie Teintgrundierungen, Abdeckstifte, Lidschatten,
Puder, Körperschminkprodukte,
Lippenstifte, und im Bereich der Schminkprodukte für Hautanhangsgebilde
(oder ihrer Substitute wie falsche Nägel oder falsche Wimpern),
sowie Wimperntusche, Nagellacke.
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Die
viskoelastischen Eigenschaften eines Materials werden üblicherweise
mittels zweier charakteristischer Werte definiert, nämlich:
- – dem
elastischen Speichermodul, der das elastische Verhalten eines Materials
für eine
gegebene Frequenz angibt und den man üblicherweise mit G' bezeichnet,
- – dem
viskosen Verlustmodul, der das viskose Verhalten eines Materials
für eine
gegebene Frequenz angibt und den man üblicherweise mit G'' bezeichnet.
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Diese
Größen sind
insbesondere im «Handbook
of Pressure Sensitive Adhesive Technology» 3rd edition,
D. Satas, Kapitel 9, S. 155 bis 157, definiert.
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Die
Messung dieser viskoelastischen Eigenschaften erfolgt durch dynamische
Experimente unter sinusförmigen
Beanspruchungen mit kleiner Amplitude (geringe Verformungen), durchgeführt bei
35°C innerhalb
eines Frequenzbereiches von 2·10–2 bis
20 Hz mit einem Rheometer (zum Beispiel vom Typ Haake RS50 oder
RS75) unter Torsions-/Scherbeanspruchung, zum Beispiel mit konisch-ebener
Geometrie (zum Beispiel mit einem Konuswinkel von 1°).
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Wenn
die Materialien zu kohäsiv
sind, um vom Fachmann mit einem Rheometer vom Typ Haake RS50 oder
RS75 wie oben beschrieben charakterisiert zu werden (z. B. G'SA(2·10–2 Hz,
35°C) > 108 Pa),
erfolgt die Messung der viskoelastischen Eigenschaften der Materialien
durch dynamische Experimente unter sinusförmiger Beanspruchung mit schwacher
Amplitude (geringe Verformungen), durchgeführt bei 35°C innerhalb eines Frequenzbereiches
von 2·10–2 bis
20 Hz mit einem Viskoelastometer, beispielsweise vom Typ DMA 2980 von
T. A. Instruments mittels Filmtraktion. Dazu werden die Materialien
in einem geeigneten flüchtigen
Lösungsmittel
gelöst
(zum Beispiel in einer Konzentration von 10%), dann als Film auf
einer Teflonmatrix aufgetragen; danach werden sie bei 35°C getrocknet,
um das Lösungsmittel
zu entfernen und um einen Film aus diesem Material zu erhalten.
Man bestimmt in diesem Fall den elastischen Speichermodul E' und den viskosen Verlustmodul
E'' unter Zugbeanspruchung
und bestimmt daraus die Werte für
G' und G'' durch die Gleichungen G' = E'/3 und G'' = E''/3.
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Die
gemäß der Erfindung
verwendbaren pro-adhäsiven
Materialien erfüllen
die folgende Bedingung:
- – 108 Pa ≥ G'(35°C) ≥ 2·104 [Pa], vorzugsweise
107 Pa ≥ G'(35°C) ≥ 2·104 Pa bei jeder Frequenz von 2·10–2 bis
2 Hz,
wobei:
- – G'(35°C) der elastische
Speichermodul des Pro-Adhäsivs,
gemessen bei 35°C,
ist.
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Die
erfindungsgemäßen pro-adhäsiven Materialen
können
unter Adhäsiven
vom Typ «Pressure
Sensitive Adhesives» (druckempfindliche
Adhäsive)
ausgewählt
werden, zum Beispiel denjenigen, die im «Handbook of Pressure Sensitive
Adhesive Technology» 3rd edition, D. Satas, angeführt werden.
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Die
erfindungsgemäßen pro-adhäsiven Materialen
sind vorzugsweise haftende Polymere ausgewählt unter Blockcopolymeren
oder statistischen Copolymeren, die zumindest ein Monomer oder eine
Kombination von Monomeren umfassen, dessen resultierendes Polymer
eine Glasübergangstemperatur
unterhalb Raumtemperatur (25°C)
besitzt, dabei können
diese Monomere oder Kombinationen von Monomeren unter Butadien,
Ethylen, Propylen, Isopren, Isobutylen, einem Silicon und deren
Gemischen ausgewählt
werden. Beispiele für
derartige Materialien sind Blockpolymere vom Typ Styrol-Butadien-Styrol,
Styrol-(Ethylen-Butylen)-Styrol, Styrol-Isopren-Styrol, wie die
unter dem Handelsnamen «Kraton» von Shell
Chemical Co. oder «Vector» von Exxon
verkauften Produkte.
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Die
pro-adhäsiven
Materialien gemäß der Erfindung
sind haftende Polymere, die unter den Polyisobutylenen ausgewählt werden.
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Bei
einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung werden
die pro-adhäsiven
Materialien unter den Polyisobutylenen mit einer relativen Molmasse
MV größer oder
gleich 150 000 ausgewählt.
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Diese
relative Molmasse MV kann mithilfe seines
Viskositätsmittels
bewertet werden, das nach der Formel J0 =
3,06·10–2 MV 0,65 berechnet wird,
wobei J0 der Staudinger-Index (in cm3/g) ist. Dieser Index wird ausgehend von
der Fließzeit
einer Polyisobutylenlösung
in Isooctan mit einer Konzentration von C = 0,01 g/cm3 durch eine
Kapillare eines Viskosimeters vom Typ Ubbelhode bei 20°C nach der
Norm ISO 1628 berechnet.
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Die
relative Molmasse MV kann ebenso mittels
GPC (Gelpermeationschromatograpie) nach der folgenden Vorgehensweise
bestimmt werden: 200 µL
einer 0,5-%igen Polymerlösung
(adhäsives
Material) werden mithilfe einer Pumpe vom Typ «Waters 600 A», Durchsatz
1 ml/min, bei Raumtemperatur injiziert, wobei das Elutionsmittel
eine 100-%ige THF-Lösung
ist, durch acht Säulen
in Serie: μstyragel
500 Å +
104 Å +
2 × 103 Å +
styragel HR0.5 + 2 × HR1
+ HR5E (300 × 7,8
mm). Die Detektion erfolgt mittels eines Refraktometers vom Typ «Waters
410» und
mittels eines UV-Detektors vom Typ «Waters 490» bei einer Wellenlänge von
254 nm.
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Als
besonders gut für
die vorliegende Erfindung geeignete Handelsprodukte lassen sich
die Polyisobutylene mit relativen Molmassen größer 150000 der Produktpalette
Oppanol von BASF, insbesondere Polyisobutylene mit den relativen
Molmassen von 200 000, 400 000 bzw. 1 110 000, die unter den Handelsnamen «Oppanol
B 30 SF», «Oppanol
B 50 SF» bzw. «Oppanol
B 100» von
der Firma BASF verkauft werden, Polyisobutylene mit relativen Molmassen
MV von 900 000 bis 2 200 000, die von der
Firma Exxon unter dem Handelsnamen «Vistanex MM» verkauft
werden, sowie deren Gemische aufführen.
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Die
pro-adhäsiven
Materialien liegen vorzugsweise in der kombinierbaren Zusammensetzung
mit einem Gehalt von 0,1 bis 99 Gew.-% vor, vorzugsweise von 0,1
bis 30 Gew.-% und noch besser von 0,1 bis 10 Gew.-%, bezogen auf
das Gesamtgewicht der Zusammensetzung.
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Neben
dem oben definierten Pro-Adhäsiv
kann die erfindungsgemäße kombinierbare
Zusammensetzung jeden kosmetisch akzeptablen Träger enthalten. Unter einem
kosmetisch akzeptablen Träger
versteht man ein Medium, das mit jeder keratinischen Substanz, wie
der Haut, den Nägeln,
den Haaren, den Wimpern und Brauen, den Schleimhäuten und den Semischleimhäuten und
jedem anderen Hautbereich des Körpers und
des Gesichts, sowie jedem Substitut dieser Träger wie falschen Nägeln, falschen
Wimpern und Haarprothesen, verträglich
ist.
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Dieser
Träger
kann jede wasserlösliche,
in Wasser dispergierbare, fettlösliche
oder in Öl
dispergierbare, kosmetisch akzeptable und üblicherweise in der Kosmetik
verwendete Verbindung umfassen. Daher kann der Träger in Form
einer pulverisierbaren Zusammensetzung, einer wasserfreien Fettphase
(Gel oder Lösung), in
Form einer wässrigen
Phase (Gel oder Lösung),
in Form einer Dispersion, einer Lösung in einem organischen Lösemittel,
einer O/W- oder einer W/O-Emulsion,
einer multiplen Emulsion vorliegen, die gegebenenfalls durch ein
oder mehrere organisierte Systeme stabilisiert sein können.
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Unter
organisierten Systemen versteht man im Sinn der vorliegenden Erfindung
inverse Micellen oder «lyotrope
Flüssigkristall-»Strukturen,
die sich bei Raumtemperatur durch das Vermischen von mehreren grenzflächenaktiven
Substanzen oder von grenzflächenaktiven
Sub stanzen mit polaren Lösungsmitteln
oder von mehreren polaren Lösungsmitteln
bilden, wobei die polaren Lösungsmittel
zum Beispiel unter Wasser, Glycerol, Panthenol, Propylenglycol,
Butylenglycol und/oder deren Gemischen ausgewählt werden. Der flüssigkristalline
Zustand ist ein Zwischenzustand zwischen dem festen und dem flüssigen Zustand.
Er wird oft als mesomorpher Zustand bezeichnet. Diese organisierten
Systeme sind thermodynamisch stabil.
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Abhängig von
seiner Art kann das erfindungsgemäße Pro-Adhäsiv solubilisiert oder dispergiert
in einer wässrigen
oder in einer wasserfreien Phase im Träger vorhanden sein. Das Pro-Adhäsiv gemäß der Erfindung kann
also als wässrige
Partikeldispersion oder als eine Partikeldispersion in Öl vorliegen.
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Wenn
die kombinierbare Zusammensetzung eine Fettphase enthält, dann
kann diese vorzugsweise mindestens ein kosmetisch oder physiologisch
akzeptables Öl
enthalten, das insbesondere unter Kohlenwasserstoff- oder Siliconölen mineralischen,
pflanzlichen oder synthetischen Ursprungs und deren Gemischen ausgewählt wird,
soweit diese für
die vorgesehene Verwendung geeignet sind.
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Ferner
lassen sich Kohlenwasserstofföle
aufführen,
wie Paraffinöl
oder Vaseline, Nerzöl,
Schildkrötenöl, Sojaöl, Perhydrosqualen,
Süßmandelöl, Calophyllumöl, Palmöl, Traubenkernöl, Sesamöl, Maisöl, Parleamöl, Araraöl, Rapsöl, Sonnenblumenöl, Baumwollsaatöl, Aprikosenkernöl, Ricinusöl, Avocadoöl, Jojobaöl, Olivenöl oder Getreidekeimöle; Ester
von Lanolinsäure, Ölsäure, Laurinsäure, Stearinsäure; Fettsäureester wie
Isopropylmyristat, Isopropylpalmitat, Butylstearat, Hexyllaurat,
Diisopropyladipat, Isononylisononanoat, 2-Ethylhexylpalmitat, 2-Hexyldecyllaurat,
2-Octyldecylpalmitat, 2-Octyldecylmyristat oder 2-Octyldecyllactat, 2-Diethylhexylsuccinat,
Diisostearylmalat, Glyceryltriisostearat oder Diglyceryltriisostearat,
höhere
Fettsäuren wie
Myristinsäure,
Palmitinsäure,
Stearinsäure,
Behen säure, Ölsäure, Linolsäure, Linolensäure oder
Isostearinsäure;
höhere
Fettalkohole wie Cetanol, Stearylalkohol, Oleylalkohol, Linoleyl- oder Linolenylalkohol,
Isostearylalkohol oder Octyldodecanol; Siliconöle wie Polydimethylsiloxan
(PDMS), die eventuell phenyliert sind, wie Phenyltrimethicone, oder
eventuell mit aliphatischen oder aromatischen Resten, oder mit funktionellen
Gruppen wie Hydroxy-, Thiol- und/oder
Amingruppen substituiert sind; mit Fettsäuren, Fettalkoholen oder Polyoxyalkylenen
modifizierte Polysiloxane und deren Gemische.
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Vorteilhafterweise
kann zumindest ein bei Raumtemperatur flüchtiges Öl verwendet werden. Unter einem
flüchtigen Öl versteht
man ein Öl,
das dazu imstande ist, sich in weniger als einer Stunde bei Raumtemperatur
zu verflüchtigen.
Vorzugsweise besitzt das flüchtige Öl bei 25°C eine Viskosität von 0,5
bis 25 Centistokes. Nach Verflüchtigung
dieser Öle
erhält
man eine Partikelablagerung, die nicht auf der Haut oder den Schleimhäuten haftet.
Es werden vorzugsweise Öle
verwendet, deren Flammpunkt für
eine Verwendung in Formulierungen hoch genug ist. Diese flüchtigen Öle erleichtern
darüber
hinaus das Auftragen der Zusammensetzung auf die Haut.
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Diese Öle können Kohlenwasserstoff-
oder Siliconöle,
eventuell mit Alkyl- oder Alkoxyresten am Ende der Silicon- oder
Kohlenwasserstoffkette sein.
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Gemäß der Erfindung
verwendbare flüchtige
Siliconöle
sind beispielsweise lineare oder cyclische Silicone mit 2 bis 7
Siliciumatomen, wobei diese Silicone Alkyl- oder Alkoxyreste mit
1 bis 10 Kohlenstoffatomen aufweisen können. Daher können insbesondere
Octamethylcyclotetrasiloxan, Decamethylcyclopentasiloxan, Hexadecamethylcyclohexasiloxan,
Heptamethylhexyltrisiloxan, Heptamethyloctyltrisiloxan und/oder
deren Gemische aufgeführt
werden.
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Als
flüchtiges
Kohlenwasserstofföl
lassen sich Isoparaffine mit C8-C16 aufführen, wie Isododecan, Isodecan,
Heptan, Isohexadecan und/oder deren Gemische.
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Diese
flüchtigen Öle können in
einem Anteil von 0,1 bis 99 Gew.-%, vorzugsweise von 0,1 bis 60 Gew.-%
und noch besser von 0,1 bis 40 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zusammensetzung, in der Zusammensetzung vorhanden sein. Vorzugsweise
beträgt
das Gewichtsverhältnis
des flüchtigen Öls und des
Pro-Adhäsivs
gemäß der Erfindung
1 bis 20, besser 1 bis 10 und noch besser von 2 bis 4.
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Die
Fettphase kann ferner mindestens ein Wachs, mindestens einen Gummi
und/oder mindestens einen pastösen
Fettstoff pflanzlichen, tierischen, mineralischen oder synthetischen
Ursprungs, sogar auf Siliconbasis, und deren Gemische enthalten.
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Von
den bei Raumtemperatur festen Wachsen, die dafür geeignet sind, in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
eingesetzt zu werden, können
aufgeführt
werden: Kohlenwasserstoffwachse, wie Bienenwachs, Carnaubawachs,
Candelillawachs, Ouricourywachs, Japanwachs, Korkfaserwachs, Zuckerrohrwachs, Paraffinwachse,
Lignitwachs, mikrokristalline Wachse, Lanolinwachs, Montanwachs,
Ozokerit, Polyethylenwachse, Fischer-Tropsch-Paraffine, hydriertes Öl, Fettsäureester
und bei 25°C
feste Glyceride. Verwendet werden können ferner Siliconwachse,
von denen Alkyl-, Alkoxypolymethylsiloxane und/oder Polymethylsiloxanester
aufgeführt
werden können.
Die Wachse können
als stabile Dispersionen von kolloidalen Wachspartikeln vorliegen,
so wie sie nach bekannten Methoden hergestellt werden können, wie
diejenigen aus "Micro-emulsions
Theory and Practice",
L. M. Prince Ed., Academic Press (1977), Seite 21–32. Als
ein bei Raumtemperatur flüssiges
Wachs kann Jojobaöl
genannt werden.
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Die
Wachse können
in einem Anteil von 0,1 bis 50 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zusammensetzung, vorliegen.
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Pastöse Fettverbindungen
können
anhand von mindestens einer der folgenden physikalisch-chemischen
Eigenschaften definiert werden:
- – eine Viskosität von 0,1
bis 40 Pa·s
(1 bis 400 Poise), vorzugsweise 0,5 bis 25 Pa·s, gemessen bei 40°C mit einem
Rotationsviskosimeter CONTRAVES TV ausgestattet mit einem beweglichen
Teil MS-r3 oder MS-r4 bei einer Frequenz von 240 Umdrehungen/min.
- – ein
Schmelzpunkt von 25–70°C, vorzugsweise
von 25–55°C.
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Ferner
können
die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
mindestens ein Alkyl-, Alkoxy- oder Phenyldimethicon enthalten,
wie zum Beispiel das Produkt mit der Bezeichnung "Abil wax 2440", das von der Firma
GOLDSCHMIDT verkauft wird.
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Ferner
können
die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
mindestens ein Siliconharz enthalten, welches eine Kombination von
R3SiO1/2-, R2SiO2/2-, RSiO3/2- und SiO4/2-Einheiten
enthält,
wobei R für
einen Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen steht.
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Außerdem kann
die Fettphase zumindest einen fettlöslichen Farbstoff enthalten.
Dieser fettlösliche Farbstoff
ist beispielsweise Sudanrot, DC Red 17, DC Green 6, β-Carotin,
Sojaöl,
DC Yellow 11, DC Violet 2, DC Orange 5, Chinolingelb oder deren
Gemische. Sie können
0,01 bis 20%, vorzugsweise 0,1 bis 6%, des Gesamtgewichts der Zusammensetzung
darstellen.
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Die
Fettphase kann 0,01 bis 99,9 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht
der fertigen Zusammensetzung, darstellen. Wenn die kombinierbare
Zusammensetzung ein Puder ist, zum Beispiel ein Gesichtspuder, dann
liegt die Fettphase vorzugsweise in einem Gehalt von 0,1 bis 30
Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, vor.
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Die
kombinierbare Zusammensetzung gemäß der Erfindung kann zumindest
eine organische Lösemittelphase
enthalten, insbesondere dann, wenn die Zusammensetzung ein Nagellack
ist.
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Als
organisches Lösemittel,
das für
die Erfindung verwendbar ist, lassen sich aufführen:
- – bei Raumtemperatur
flüssige
Ketone wie Methylethylketon, Methylisobutylketon, Diisobutylketon,
Isophoron, Cyclohexanon, Aceton;
- – bei
Raumtemperatur flüssige
Alkohole wie Ethanol, Isopropanol, Diacetonalkohol, 2-Butoxyethanol,
Cyclohexanol;
- – bei
Raumtemperatur flüssige
Glycole wie Ethylenglycol, Propylenglycol, Pentylenglycol, Glycerin;
- – bei
Raumtemperatur flüssige
Propylenglycolether wie Propylenglycolmonomethylether, Propylenglycolmonomethyletheracetat,
Dipropylenglycolmono-n-butylether;
- – kurzkettige
Ester (mit insgesamt 3 bis 8 Kohlenstoffatomen) wie Ethylacetat,
Methylacetat, Propylacetat, n-Butylacetat, Isopentylacetat;
- – bei
Raumtemperatur flüssige
Ether wie Diethylether, Dimethylether oder Dichlordiethylether;
- – bei
Raumtemperatur flüssige
Alkane wie Decan, Heptan, Dodecan, Cyclohexan;
- – bei
Raumtemperatur flüssige
cyclische aromatische Verbindungen wie Toluol und Xylol;
- – bei
Raumtemperatur flüssige
Aldehyde wie Benzaldehyd, Acetaldehyd;
- – Gemische
daraus.
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Das
organische Lösungsmittel
kann in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
in einem Anteil von 0,01 bis 99 Gew.-%, vorzugswei se von 50 bis
99 Gew.-% für
eine Anwendung als Nagellack, bezogen auf das Gesamtgewicht der
Zusammensetzung, vorhanden sein.
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Enthält die kombinierbare
Zusammensetzung eine Wasserphase, dann kann diese Wasser, ein Hydrolat
wie Kornblumenwasser und/oder ein Mineralwasser wie Wasser aus VITTEL,
LUCAS oder LA ROCHE POSAY und/oder ein Thermalwasser enthalten.
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Ferner
kann die Wasserphase andere Lösungsmittel
als Wasser enthalten, wie zum Beispiel primäre Alkohole wie Ethanol oder
Isopropanol, Glycole wie Propylenglycol, Butylenglycol, Dipropylenglycol,
Diethylenglycol, Glycolether wie Mono-, Di-, oder Tripropylenglycolalkyl(C1-C4)ether und deren
Gemische.
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Ferner
kann die Wasserphase mindestens einen wasserlöslichen Farbstoff enthalten,
der unter den in diesem Bereich gebräuchlichen Farbstoffen ausgewählt ist,
wie das Dinatriumsalz von Ponceau, das Dinatriumsalz von Alizaringrün, Chinolingelb,
das Trinatriumsalz von Amaranth, das Mononatriumsalz eines Rhodamins,
das Dinatriumsalz von Fuchsin, Xanthophyll und deren Gemische.
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Ferner
kann die wässrige
Phase jede mit einer wässrigen
Phase kompatible (wasserlösliche
oder hydrodispergierbare) Verbindung enthalten, wie Geliermittel,
polymere Filmbildner, Verdickungsmittel, grenzflächenaktive Stoffe, Konservierungsmittel,
Dispersionen und Pigmente.
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Ist
die kombinierbare Zusammensetzung ein Nagellack, dann kann die wässrige Phase
im Wesentlichen aus Wasser oder einem Wasser-Alkohol-Gemisch, das insbesondere Monoalkohole
mit C1-C5 oder Glycole
mit C2-C8 enthält, bestehen.
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Vorzugsweise
liegt die wässrige
Phase in den Zusammensetzungen der Erfindung in einem Gehalt von
0,01 bis 99 Gew.-% vor, vorzugsweise von 0,1 bis 80 Gew.-%, bezogen
auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung. Ist die erfindungsgemäße Zusammensetzung
ein Puder, zum Beispiel ein Gesichtspuder, dann liegt die wässrige Phase
vorzugsweise in einem Gehalt von 0,01 bis 30 Gew.-%, bezogen auf
das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, vor.
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Ferner
kann die kombinierbare Zusammensetzung mindestens eine amphiphile
Verbindung enthalten, d. h. eine Verbindung, die gleichzeitig einen
lipophilen (apolaren) und einen hydrophilen (polaren) Teil besitzt und
an eine Oberfläche
oder an eine Grenzfläche
adsorbieren kann. Derartige Verbindungen sind beispielsweise Emulgatoren
oder Coemulgatoren.
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Die
in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung,
wenn diese als Emulsion vorliegt, verwendeten Emulgatoren und Coemulgatoren
werden unter denjenigen ausgewählt,
die üblicherweise
im Bereich der Kosmetik und Dermatologie verwendet werden. Der Emulgator
und der Coemulgator können
in der Zusammensetzung in einem Anteil von vorzugsweise 0,3 bis
30 Gew.-% und besser von 0,5 bis 20 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zusammensetzung, vorliegen.
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Als
grenzflächenaktiven
Stoff W/O kann man insbesondere aufführen (CTFA): Cetearylglucosid, PEG-40
Stearat, Sorbitantristearat, Sorbitanstearat, Polysorbat 60, ein
Gemisch aus Sorbitanstearat/Kokosfettsäuresaccharoseester, ein Gemisch
aus Glycerylstearat/PEG-100 Stearat, PEG-400, Glycerylstearat, ein Gemisch
aus PEG-6/PEG-32/Glycolstearat.
Als grenzflächenaktiven
Stoff O/W kann man insbesondere das Gemisch Polyglyceryl-4 Isostearat/Cetyldimethiconcopolyol/Hexyllaurat
und das Gemisch Mineral oil/Petrolatum/Ozokerit/Glyceryloleat/Lanolinalkohol
aufführen.
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Zusätzlich kann
die kombinierbare Zusammensetzung darüber hinaus mindestens eine
pulverförmige Verbindung
enthalten. Die pulverförmigen
Verbindungen können
unter den Pigmenten und/oder Perlglanzpigmenten und/oder Füllstoffen
und/oder deren Gemischen, die gewöhnlich in kosmetischen Zusammensetzungen
verwendet werden, ausgewählt
werden. Vorteilhafterweise stellen die pulverförmigen Verbindungen 0,1 bis
99,9 Gew.-%, vorzugsweise 60 bis 99,9 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zusammensetzung, dar. Ist die erfindungsgemäße Zusammensetzung ein Puder,
zum Beispiel ein Gesichtspuder, dann stellen die pulverförmigen Verbindungen
vorzugsweise 80 bis 99,9 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der
Zusammensetzung, dar.
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Die
Pigmente können
weiß oder
farbig, anorganisch und/oder organisch sein. Unter den anorganischen
Pigmenten lassen sich aufführen:
eventuell oberflächenbehandeltes
Titandioxid, Zirkon- oder Ceroxide, genauso wie Eisen- oder Chromoxide,
Manganviolett, Ultramarin-Pigmente, Chromhydroxid und Eisenblau-Pigmente.
Unter den organischen Pigmenten lassen sich aufführen: Kohlenschwarz, D & C – Pigmente und
Lacke auf Karmin-Barium-, Strontium-, Calcium-, Aluminiumbasis.
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Die
Perlglanzpigmente können
unter den weißen
Perlglanzpigmenten, wie mit Titan oder Bismutoxidchlorid bedeckten
Glimmer-Pigmenten, den farbigen Perlglanzpigmenten, wie Titandioxid-Eisenoxid-Glimmer-Pigmenten,
Titandioxid-Glimmer-Pigmenten insbesondere mit Eisenblau-Pigmenten
oder Chromoxid-Pigmenten, mit einem organischen Pigment des zuvor
genannten Typs, sowie auch den Perlglanzpigmenten auf Basis von
Bismutoxidchlorid, ausgewählt
sein.
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Die
Füllstoffe
können
anorganisch oder organisch, lamellar oder sphärisch sein. Man kann folgende aufführen: Talk,
Glimmer, Kiesel erde, Kaolin, Nylonpulver (Orgasol von Atochem oder
Nylon 12), Poly-β-alaninpulver
und Polyethylenpulver, Teflon, Bismutoxidchlorid, Lauroyllysin,
Stärke,
Bornitrid, Pulver aus Tetrafluorethylenpolymeren, Mikrohohlkugeln,
wie Expancel (Nobel Industrie), Polytrap (Dow Corning) und Mikrokugeln
aus Siliconharz (zum Beispiel Tospearls von Toshiba), gefälltes Calciumcarbonat,
Magnesiumcarbonat und Magnesiumhydrogencarbonat, Hydroxylapatit,
Mikrohohlkugeln aus Siliciumdioxid (SILICA BEADS von MAPRECOS),
Mikrokapseln aus Glas oder Keramik, Metallseifen, die von einer
organischen Carbonsäure
mit 8 bis 22 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise 12 bis 18 Kohlenstoffatomen,
abgeleitet sind, zum Beispiel Zink-, Magnesium- oder Lithiumstearat, Zinklaurat, Magnesiummyristat.
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Die
kombinierbare Zusammensetzung kann darüber hinaus jede in derartigen
Zusammensetzungen üblicherweise
verwendete Verbindung enthalten, wie Verdickungsmittel, Antioxidationsmittel,
Parfums, Konservierungsmittel, grenzflächenaktive Stoffe, Wirkstoffe.
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Als
kosmetische, dermatologische, hygienische Wirkstoffe, die in der
Zusammensetzung der Erfindung verwendbar sind, können folgende genannt werden:
Hydratisierungsmittel, Vitamine, essentielle Fettsäuren, Sphingolipide,
Sonnenschutzfilter. Diese Wirkstoffe sind in Mengen vorhanden, wie
sie allgemein für
die Puder verwendet werden. Sie sind insbesondere in einem Anteil
von 0,001 bis 20% des Gesamtgewichts der Zusammensetzung vorhanden.
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Der
Fachmann wird natürlich
diese gegebenenfalls zugesetzte(n) Verbindung(en) und/oder ihre
Menge so auswählen,
dass die vorteilhaften Eigenschaften der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
durch den beabsichtigten Zusatz nicht oder nicht wesentlich beeinträchtigt werden.
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Die
erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
können
vom Fachmann auf gebräuchliche
Weise hergestellt werden. Sie können
in Form eines losen Puders oder eines Kompaktpuders, eines wasserfreien
oder wasserhaltigen Gels, einer Emulsion W/O oder O/W oder einer
multiplen Emulsion vorliegen. Sie können beispielsweise in Form
eines Sticks oder als Schälchen,
dessen Inhalt mit den Fingern oder mit einem Schwamm entnommen wird,
in Form einer Creme vorliegen: sie werden vor allem als Blush, Wangenrouge,
Lidschatten, Lippenpuder, Gesichts- oder Körperpuder oder auch als deodorierendes
Puder, Lippenstift, Teintgrundierung, Wimperntusche, Eye-Liner,
Abdeckprodukt angewandt. Sie können
ferner in Form eines losen Puders vorliegen, insbesondere als Wangenpuder,
als Gesichts- oder Körperschminke
oder als deodorierendes Puder. Sie können auch als Lösung oder
Dispersion vorliegen und als Nagellack angewandt werden.
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Diese
Zusammensetzungen zur topischen Anwendung können insbesondere eine kosmetische,
eine hygienische und schützende
Zusammensetzung, eine Zusammensetzung zur Behandlung oder Pflege
des Gesichts, des Halses, der Hände,
der Hautanhangsgebilde oder des Körpers (zum Beispiel ein wasserfreies parfümiertes
oder nicht parfümiertes
Pflegepuder, ein Sonnenpuder), eine Zusammensetzung zum Schminken (zum
Beispiel ein Gel zum Schminken) oder eine Zusammensetzung zur künstlichen
Hautbräunung
sein.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung enthält
die erfindungsgemäße kombinierbare
Zusammensetzung mindestens 80% pulverförmiger Verbindungen. Man erhält also
ein Produkt mit einer besonderen Textur in Gummiform, d. h. in Form
eines festen Produkts, das sich unter seinem eigenen Gewicht nicht verformt.
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Liegt
die kombinierbare Zusammensetzung in Form eines Gummis vor, dann
kann dieser Gummi in einem Schälchen
vorliegen und als Peelingzusammensetzung und/oder Schminke verwendet
werden. Das Produkt wird vorzugsweise mit dem Finger aufgetragen,
indem man mit dem Finger mehrmals über die Oberfläche des
Gummis fährt:
Auf diese Weise löst
man kleine Rollen aus Gummi ab, die man dann auf die Haut auftragen
kann. Indem man die Haut mit diesen kleinen Rollen abreibt, entfernt
man von ihr die toten Zellen und massiert sie ohne jeden reizenden
Effekt. Die erfindungsgemäße Zusammensetzung
wird also wegen ihrer Peeling-Eigenschaften eingesetzt. Durch diese
Handbewegung werden auch die in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
enthaltenen Farbstoffpartikel gleichmäßig verteilt. So wird die Haut
gleichzeitig weich und angefärbt.
Demnach wird die Zusammensetzung gemäß der Erfindung auch zum Schminken
der Haut verwendet. Zum Schluss entfernt man dann die festen kleinen
Rollen, einfach indem man mit der Hand über die Haut fährt, wodurch
man eine zugleich weiche und geschminkte Haut erhält. Es bleibt
kein klebriges oder fettiges Gefühl
auf der Haut.
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Die
erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
können
einzeln zur Anwendung auf der Körper-
oder Gesichtshaut verwendet werden. Diese Zusammensetzungen besitzen
einen guten Halt und sehr gute Eigenschaften, ohne sich nach dem
Auftragen zu übertragen.
Darüber
hinaus Wechselwirken der Talg oder der Schweiß, die von der Haut ausgeschieden
werden, mit dem Pro-Adhäsiv,
was den Halt der kombinierbaren Zusammensetzung und ihre Eigenschaft,
nicht zu übertragen,
noch verstärkt.
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In
einer anderen Ausführungsform
der Erfindung wird die kombinierbare Zusammensetzung einzeln und
in Kombination mit einer kombinierten Zusammensetzung, die eine
diffundierende Verbindung enthält,
verwendet.
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Diese
diffundierende Verbindung bildet in Kombination mit dem Pro-Adhäsiv ein
System mit Hafteigenschaften, welches im Folgenden und der gesamten
Anmeldung «haftendes
System» genannt
wird. Die diffundierende Verbindung verstärkt die Haftkraft des Pro-Adhäsivs, indem
es ab dem Zeitpunkt der Anwendung auf der Haut durch das Polymernetz
dieses Pro-Adhäsivs
diffundiert, um den erwünschten
kosmetischen Effekt zu erzielen. Es ist wichtig, dass das Pro-Adhäsiv und
die diffundierende Verbindung nicht vor der Anwendung innerhalb
der Konfektionierung miteinander in Kontakt gebracht werden, damit
kein klebriges Gefühl
beim Berühren
hervorgerufen wird. Bei einer pulverförmigen kombinierbaren Zusammensetzung,
die das Pro-Adhäsiv enthält, besteht
zusätzlich
das Risiko der Instabilität
der Zusammensetzung, das heißt,
dass bei einem Kontakt zwischen dem Pro-Adhäsiv und der diffundierenden
Verbindung die Puder stark Gefahr laufen, zu agglomerieren.
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Das «haftendes
System» erfüllt die
folgende Bedingungen:
- – G'SA(2 Hz, 35°C) ≥ 103 Pa,
- – 108 Pa ≥ G'SA(35°C), vorzugsweise
107 Pa ≥ G'SA(35°C), und
- – G'SA(2·10–2 Hz,
35°C) ≤ 3·105 Pa,
wobei:
- – G'SA(2
Hz, 35°C)
der elastische Speichermodul des haftenden Systems ist, der bei
einer Frequenz von 2 Hz und einer Temperatur von 35°C gemessen
wird,
- – G'SA(35°C) der elastische
Speichermodul des haftenden Systems bei einer Temperatur von 35°C ist,
- – G'SA(2·10-2 Hz, 35°C)
der elastische Speichermodul des haftenden Systems ist, der bei
einer Frequenz von 2·10–2 Hz
und einer Temperatur von 35°C
gemessen wird.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung erfüllt
das haftende System ferner die folgende Bedingung:
- – G''SA/G'SA(0,2
Hz, 35°C) ≥ 0,35,
wobei:
- – G''SA(0,2 Hz, 35°C) der viskose
Schubmodul dieses haftenden Systems ist, der bei einer Frequenz
von 0,2 Hz und einer Temperatur von 35°C gemessen wird,
- – G'SA(0,2
Hz, 35°C)
der elastische Speichermodul des haftenden Systems ist, der bei
einer Frequenz von 0,2 Hz und einer Temperatur von 35°C gemessen
wird.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung gilt:
- – G'SA(2 Hz, 35°C) ≥ 104 Pa.
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In
einer anderen bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung gilt:
- – G'SA(2·10–2 Hz,
35°C) ≤ 5·104 Pa.
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Noch
besser ist es, wenn die erfindungsgemäßen haftenden Systeme die vier
folgenden Bedingungen erfüllen:
- – G'SA(2
Hz, 35°C) ≥ 104 Pa, und
- – 108 Pa ≥ G'SA(35°C), vorzugsweise
107 Pa ≥ G'SA(35°C), und
- – G'SA(2·10–2 Hz,
35°C) ≤ 5·105 Pa, und
- – G''SA/G'SA(0,2
Hz, 35°C)≥ 0,35.
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Die
diffundierende Verbindung kann jedes Öl mit geringer Molmasse sein,
zum Beispiel mit einer Molmasse kleiner oder gleich 20000. Diese
diffundierende Verbindung kann unter Polyisobutylenen, Lano linen, aliphatischen
oder aromatischen Kohlenwasserstoffharzen, Terpenharzen sowie deren
Gemischen, aliphatischen oder aromatischen Kohlenwasserstoffharzen
vom Typ «klebrigmachendes
Harz» ausgewählt sein;
sie ist zumindest teilweise mit dem Pro-Adhäsiv kompatibel.
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Man
kann folgende, besonders gut für
die vorliegende Erfindung geeignete diffundierenden Verbindungen
aufführen:
Polyisobutylene mit einer relativen Molmasse kleiner oder gleich
10 000, wie die Polyisobutylene mit einer Molmasse von 455 bis 2000,
die unter dem Handelsnamen «Napvis» von der
Firma BP Chemicals verkauft werden, oder die Polyisobutylene, die
unter der Bezeichnung «Parleam» von Ets
B. Rossow et Cie verkauft werden, oder auch die Polyisobutylene,
die unter dem Handelsnamen «Vistanex
LM» von
der Firma Exxon verkauft werden und deren Gemische.
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Diese
diffundierenden Verbindungen sind besonders für eine Kombination mit den
für die
Erfindung bevorzugten pro-adhäsiven
Materialien geeignet, wie den Polyisobutylenen mit relativen Molmassen
größer als
150000 der Produktpalette Oppanol von BASF, insbesondere den Polyisobutylenen
mit den relativen Molmassen 200 000, 400 000 und 1 110 000, die
unter den Handelsnamen «Oppanol
B 30 SF», «Oppanol
B 50 SF» und «Oppanol
B 100» von
der Firma BASF verkauft werden, den Polyisobutylenen mit einer relativen
Molmasse (Viskositätsmittel)
von 900 000 und 2 200 000, die unter dem Handelsnamen «Vistanex
MM» von
der Firma Exxon verkauft werden, und deren Gemischen.
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Vorzugsweise
beträgt
das Gewichtsverhältnis
des Pro-Adhäsivs
und der diffundierenden Verbindung 0,01 bis 10, besser 0,05 bis
2 und noch besser 0,1 bis 2.
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Ferner
können
folgende für
die vorliegende Erfindung bevorzugte Kombinationen «Pro-Adhäsiv + diffundierende
Verbindung» aufgeführt werden:
Blockpolymere des Typs Styrol-Butadien-Styrol, Styrol-(Ethen-Buten)-Styrol,
Styrol-Isopren-Styrol, wie jene, die unter den Handelsnamen «Kraton» von Shell Chemical
Co. oder unter dem Handelsnamen «Vector» von Exxon verkauft werden,
kombiniert mit aliphatischen oder aromatischen klebrigmachenden
Kohlenwasserstoffharzen wie den Harzen, die unter den Bezeichnungen «Piccotac», «Hercotac» von Hercules,
oder unter der Bezeichnung «Escorez» von Exxon
verkauft werden.
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Neben
der diffundienden Verbindung kann die «kombinierte Zusammensetzung» jeden
kosmetisch akzeptablen Träger
enthalten, der in der vorliegenden Erfindung für die erfindungsgemäße kombinierbare
Zusammensetzung definiert wurde. Sie kann darüber hinaus in allen Formen,
Gelen, Emulsionen, Sticks vorliegen, die in der vorliegenden Anmeldung
bereits für
die erfindungsgemäße Zusammensetzung
definiert wurden.
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Die
Kombination der kombinierbaren mit der kombinierten Zusammensetzung
liefert ein Kit, das für
jedes kosmetische Produkt zum Schminken verwendet werden kann. Nach
Anwendung der beiden Zusammensetzungen auf der Haut erhält man ein
kosmetisches Produkt mit sehr gutem Halt und/oder sehr guten Eigenschaften
ohne Transfer.
-
Die
Erfindung wird in den folgenden Beispielen genauer veranschaulicht.
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Beispiel 1:
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Die
Anmelderin hat die folgende kosmetische Grundmasse in Form einer
Emulsion O/W hergestellt:
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Zusammensetzung A:
-
Phase
A:
| – Sorbitanisostearat | 4,2% |
| – Konservierungsmittel | 0,2% |
Phase
B1:
| – hydriertes
Isobutylen | 12% |
Phase
B2:
| – Polyisobutylen
mit der Molmasse 1 110 000, verkauft unter dem Handelsnamen «Oppanol
B 100» von
der Firma BASF (Pro-Adhäsiv) | 2% |
| – Isododecan | 12% |
Phase
C
| – Wasser | 70,7% |
| – Magnesiumsulfat | 0,7% |
| – Konservierungsmittel | 0,2% |
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Das
Polyisobutylen mit der Molmasse 1 110 000 dieser Zusammensetzung
weist einen Wert von G'(35°C) ≥ 6·104 Pa bei jeder Frequenz von 2·10–2 bis
2 Hz auf.
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Diese
Emulsion wurde mit einer üblichen
Methode zur Herstellung von O/W-Emulsionen angefertigt. Zunächst wurde
Phase A durch Vermischen hergestellt. Dann wurde Phase B1 unter
Rühren
und Erhitzen zugegeben. Phase B2 wird zugegeben, nachdem zuvor das
Polyisobutylen unter Erhitzen im Isododecan gelöst worden ist. Man erhält daraus
eine Ölphase,
die für
5 min auf 80°C
erwärmt
wird. Dieses Gemisch wird auf 20°C
gekühlt.
Alle Verbindungen der Phase C werden vermischt und dann erwärmt, bis
sich das Konservierungsmittel aufgelöst hat. Danach wird Phase C
auf 20°C
gekühlt
und dann langsam zum Gemisch A + B1 + B2 gegeben.
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Die
Anmelderin hat auch die folgende «kombinierte Zusammensetzung» B hergestellt,
die ein Gesichtspuder ist.
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Zusammensetzung B
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| – Acetyltributylcitrat |
8% |
| – Eisenoxid
(rot) |
5% |
| – Talk |
79% |
| – Polyisobutylen
mit der Molmasse 455, verkauft unter dem Handelsnamen «Napvis
D 07» von
der Firma BP Chemicals (diffundierende Verbindung) |
8% |
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Das
haftende System, bestehend aus dem Pro-Adhäsiv der Zusammensetzung A und
der diffundierenden Verbindung der «kombinierten Zusammensetzung» B in einem
Verhältnis
von 0,25, besitzt folgende Eigenschaften:
- – G'SA(2
Hz, 35°C)
= 7·103 Pa,
- – G'SA(2·10–2 Hz,
35°C) =
2·103 Pa,
- – G''SA/G'SA(0,2
Hz, 35°C)
= 0,35.
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Zusammensetzung
A wird beispielsweise auf das Gesicht einer Person aufgetragen.
Darauf, auf Zusammensetzung A, wird dann Zu sammensetzung B aufgetragen.
Das erhaltene Schminkprodukt besitzt einen bemerkenswerten Halt
und überträgt sehr
wenig.
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Beispiel 2:
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Die
Anmelderin hat das folgende Kit hergestellt, umfassend:
- – eine
Basis i°)
für die
Nägel,
die das Pro-Adhäsiv
enthält,
- – eine
Nagellack-Zusammensetzung ii°),
die die diffundierende Verbindung enthält.
Base
i): | – Polyisobutylen
mit der Molmasse 1 110 000, verkauft unter dem Handelsnamen «Oppanol
B 100» von
der Firma BASF (Pro-Adhäsiv) | 5% |
| – Heptan | qsp
100% |
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Das
Polyisobutylen mit der Molmasse 1 110 000 dieser Zusammensetzung
besitzt einen Wert von G'(35°C) ≥ 6·10
4 Pa bei jeder Frequenz von 2·10
–2 bis
2 Hz. Nagellack
ii):
| – Nitrocellulose | 12% |
| – N-Ethyl-o,p-toluyl-sulfonamid | 4% |
| – Tributylacetylcitrat | 4% |
| – Pigment | 1% |
| – Hectorit | 1,2% |
| – Isopropylalkohol | 5,1% |
| – Polyisobutylen
mit der Molmasse 455, verkauft unter dem Handelsnamen «Napvis
D 07» von
der Firma BP Chemicals (diffundierende Verbindung) | 10% |
| – Ethyl-,
Butylacetat | qsp
100% |
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Das
haftende System bestehend aus dem Pro-Adhäsiv der Base i°) und der
diffundierenden Verbindung des Nagellacks ii°) («kombinierte Zusammensetzung» gemäß der Erfindung)
in einem Verhältnis
von 0,5 besitzt folgende Eigenschaften:
- – G'SA(2
Hz, 35°C)
= 3·103 Pa,
- – G'SA(2·10–2 Hz,
35°C) ≤ 2·103 Pa.
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Die
Base i°)
wird auf Nägel
oder falsche Nägel
aufgetragen. Danach wird der Lack ii°) aufgetragen. Das erhaltene
Produkt besitzt einen bemerkenswerten Halt.