-
Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Versorgung
von Projektoren einer Spritzanlage für Beschichtungsprodukt mit
Beschichtungsprodukt.
-
Es
ist bekannt, Projektoren einer Spritzanlage für Beschichtungsprodukt mittels
Leitungen zur Zirkulation von Produkt, manchmal "circulatings" genannt, aus Behältern für große Produktmengen zu versorgen,
deren Kapazität
mehrere Millionen Liter erreichen kann. Diese Behälter sind
im Allgemeinen entfernt von den Spritzanlagen an einem Ort angeordnet,
der gemeinhin als "broirie" bezeichnet wird. Unter
Berücksichtigung
der üblichen
Entfernung zwischen dem Behälterstandort
und der Spritzanlage sind die Mengen an Produkt, die in den circulatings vorhanden
sind, in der Größenordnung
von mehreren hundert Litern, was jeden Wechsel an Produkten in diesen
Leitungen (circulatings) wirtschaftlich unmöglich macht, da die zu dieser
Gelegenheit verlorenen Produktmengen nicht akzeptabel sind.
-
Es
muss somit eine Umlaufleitung (circulating) pro verwendete Farbe
benutzt werden.
-
Jedoch
besteht die Tendenz, dass die Anzahl von in einer Spritzanlage für Beschichtungsprodukt verwendeten
Farben zunimmt, was eine Zunahme an der Anzahl von Umlaufleitungen
bedingt und entsprechend die Anlage teurer macht, wobei sich außerdem Platzprobleme
stellen, insbesondere an den Wanddurchführungen.
-
Die
Verwendung von an dem Arm eines Mehrachsenroboters mitgeführten Behältern ermöglicht nicht
notwendigerweise, dieses Problem zu lösen. Tatsächlich sind bei dem aus der
EP-A-0 274 322 bekannten
System die Umlaufleitungen (circulatings) für Beschichtungsprodukt bis
zur Aktivitätszone
des Roboters vorgesehen. Bei anderen Systemen, wie beispielsweise
aus der
EP-A-0 796 665 wird
ein Karussell für
die Füllung
von Beschichtungsproduktkartuschen vorgesehen, aber die Umlaufleitungen
für die
Versorgung mit Beschichtungsprodukt sind bis in die Nähe dieses
Karussells für
die Füllung von
Kartuschen vorgesehen.
-
In
allen Fällen
führt das
ständige
Umrühren bzw.
Durchmischen der Beschichtungsprodukte in den Umlaufleitungen zu
einer Verschlechterung ihrer physischchemischen Eigenschaften aufgrund
der mechanischen Kräfte,
denen sie unterworfen sind, insbesondere der Scherung, die bei den
Richtungsänderungen,
an den Pumpen oder Druckreglern auftritt.
-
Eine
andere Lösung,
bekannt aus der
DE-A-197
04 573 besteht darin, vorgefüllte Kartuschen, beispielsweise
Einwegkartuschen zu Verwenden, aber dies führt zu einer komplexen Handhabung einer
großen
Anzahl von Kartuschen, was wirtschaftlich nicht zufriedenstellend ist
und stark das betriebswirtschaftliche System einer solchen Anlagen
verkompliziert.
-
Eine
andere Lösung
ist in der Veröffentlichung
WO 98/51415 offenbart,
wo die Nebenbehälter von
den Projektoren zu einer Verteilstation bewegt werden und umgekehrt.
-
Es
sind diese Probleme, die insbesondere die Erfindung verbessern will,
indem eine neue Vorrichtung zur Versorgung von Projektoren vorgeschlagen
wird, die nicht die Konstruktion einer Umlaufleitung bis in die
Nähe einer
Anlage verlangt und die die Handhabung einer zu großen Anzahl
von Kartuschen vermeidet. In diesem Sinn betrifft die Erfindung
eine Vorrichtung zur Versorgung von Projektoren einer Anlage zur
Aufspritzung von Beschichtungsprodukt auf Gegenstände, die
von einem Förderer
bewegt werden, mit Beschichtungsprodukt, wobei diese Vorrichtung
mindestens einen Hauptbehälter,
der geeignet ist, Nebenbehälter
zu versorgen, die jeweils einem Projektor zugeordnet sind, mindestens
eine Station zur Verteilung des Inhalts des Hauptbehälters unter
den Nebenbehältern
und Mittel zum Bewegen der vollen Nebenbehälter zu Aufbringungsorganen, die
geeignet sind, die Projektoren in Gegenüberstellung zu den zu beschichtenden
Objekten zu bewegen, umfasst. Jeder Nebenbehälter bildet mit dem ihm zugeordneten
Projektor eine Untergruppe, die geeignet ist, von den zuvor erwähnten Mitteln
zum Bewegen zwischen einem Aufbringungsorgan und der Verteilungsstation
und umgekehrt bewegt zu werden.
-
Der
oder die Hauptbehälter
erlauben die Versorgung von unterschiedlichen Nebenbehältern der Anlage
ohne die Verwendung von kostenintensiven und platzeinnehmenden Umlaufleitungen
(circulatings). Die Hauptbe hälter
können
außerhalb
der Fabrik, in der die Anlage steht, vorbereitet bzw. konditioniert
werden und insbesondere in den Herstellungsorten des Beschichtungsprodukts,
wobei die Hauptbehälter
dann einer speziellen Aufbereitung des Produkts entsprechen. Es
reicht somit, unterschiedliche Hauptbehälter bis zur Verteilungsstation
zu transportieren, die in der Nähe
der Spritzanlage installiert ist, dann den Inhalt des Hauptbehälters in
unterschiedliche Nebenbehälter
umzufüllen,
die dann zu den Aufbringungsorganen transportiert werden können, die Roboter
sein können.
Die Nebenbehälter
werden aufeinander folgend in der Anlage benutzt, was bedeutet,
dass es nicht mehr notwendig ist, eine große Anzahl von individuellen
Kartuschen zu verwalten. Dank der Zusammenführung der Nebenbehälter und der
Projektoren werden die Untergruppen in einheitlicher Weise zwischen
den Aufbringungsorganen und der Verteilstation bewegt, in der die
Projektoren und die Behälter
vor der Füllung
der Nebenbehälter
gereinigt werden können.
Dies vereinfacht in starkem Maße
die Handhabung der Behälter
und erlaubt eine gute Kompaktheit der an den Aufbringungsorganen befestigten
Elemente, beispielsweise an den Gelenken des Mehrachsenroboters.
-
Nach
vorteilhaften Aspekten der Erfindung umfasst die Vorrichtung ein
oder mehrere der folgenden Merkmale:
- – Einheiten
zur vorübergehenden
Lagerung von Untergruppen sind jeweils in der Aktivitätszone mindestens
eines Aufbringungsorgans angeordnet. Dies ermöglicht, die Untergruppen zu
den Aufbringungsorganen zu befördern
oder von diesen zurück
zu der Füllstation
in maskierter Zeit unabhängig
von der Zykluszeit der Aufbringungsorgane zu bringen.
- – Die
Verteilungsstation ist an einem Mittelbereich der Anlage angeordnet,
wobei diese Station über erste
Mittel zur Verschiebung bzw. zum Bewegen mit einem oder mehreren
Aufbringungsorganen, das bzw. die zu ihr und in Richtung der Verschiebung
der Untergruppen stromaufwärts
liegt oder liegen und über
zweite Mittel zum Verschieben mit dem oder den Aufbringungsorganen
verbunden ist, das oder die stromabwärts gelegen sind. Die Positionierung
der Verteilungsstation verringert die Bewegungswege der Untergruppen,
was folglich die Verringerung der Zykluszeiten ermöglicht.
- – Der
oder jeder Hauptbehälter
ist geeignet, eine ausreichende Menge an Beschichtungsprodukt aufzunehmen,
um die den Projektoren der Anlage zugeordneten Nebenbehälter für die vollständige Beschichtung
eines Gegenstands oder eines Bereichs eines Gegenstands zu versorgen.
So kann der Hauptbehälter
beispielsweise ermöglichen, alle
die Projektoren, die auf einer Seite der Anlage liegen oder auf
einer Hälfte
einer solchen Seite mit einer geeigneten Menge an Farbe ohne Verschwendung
zu versorgen. Als Variante entspricht die in dem Hauptbehälter vorhandene
Produktmenge der vollständigen
Beschichtung eines Gegenstands, wobei die Nebenbehälter dann
unter den Aufbringungsorganen oder Robotern verteilt sind, die auf
den beiden Seiten der von dem Förderer
bewegten Gegenstände
liegen.
- – Die
Mittel zum Verschieben bzw. Bewegen umfassen mindestens einen Förderer,
der ausgebildet ist, um die Untergruppen der Verteilungsstation
bis in die Nähe
der Aufbringungsorgane zu bewegen. Dieser Förderer ist Einheiten zur vorübergehenden Lagerung
der Untergruppen zugeordnet, wobei diese Einheiten jeweils in der
Aktivitätszone
mindestens eines Aufbringungsorgans angeordnet sind. Die Einheiten
zur vorübergehenden
Lagerung ermöglichen
die Verteilung der Nebenbehälter
in maskierter Zeit in Bezug auf die Aufbringungsphasen des Beschichtungsprodukts, wobei
die Unterbrechung des Spritzens im Wesentlichen einem Wechsel des
Behälters und/oder
der einen solchen Behälter
umfassenden Untergruppe für
jedes Aufbringungsorgan, wie einen Roboter, entspricht. In einer
ersten Ausführungsform
umfasst jede Einheit zwei Stellen zur vorübergehenden Aufnahme von Untergruppen,
die jeweils einen Nebenbehälter
einschließen,
wobei ein Aufbringungsorgan in der Lage ist, alternierend eine solche
Untergruppe in diesen Stellen zu deponieren und von dort wegzunehmen.
In einem zweiten Ausführungsbeispiel
sind zwei Einheiten für
jedes Aufbringungsorgan vorgesehen, wobei erste Einheiten der vorübergehenden
Lagerung von Untergruppen, die jeweils einen Nebenbehälter umfassen,
vor ihrer Verwendung durch das Aufbringungsorgan gewidmet sind,
wobei die zweiten Einheiten der vorübergehenden Lagerung solcher
Untergruppen nach ihrer Verwendung durch ein Aufbringungsorgan gewidmet
sind. In diesem Fall können
die ersten und zweiten Einheiten zur vorübergehenden Lagerung an die
Verteilungsstation durch zwei unterschiedliche Abschnitte eines
selben Förderers oder
durch zwei unabhängige
Förderer
angeschlossen werden.
- – Die
Verteilungsstation umfasst ein Karussell, an dessen Umfang die Untergruppen
angeordnet sein können
und in dessen Mitte Hauptbehälter angeordnet
sein können.
-
Die
Erfindung betrifft gleichfalls ein Verfahren, das mit der zuvor
beschriebenen Vorrichtung durchgeführt werden kann, und insbesondere
ein Verfahren, das die Schritte umfasst, die darin bestehen:
- – Beschichtungsprodukt
von einem Hauptbehälter in
Nebenbehälter
umzufüllen;
- – die
Nebenbehälter
bis in die Nähe
von Aufbringungsorganen zu befördern,
die geeignet sind, Projektoren in Gegenüberstellung zu den zu beschichtenden
Objekten zu bewegen und
- – die
Nebenbehälter
an den Aufbringungsorganen zu befestigen, ein Verfahren, bei dem
man die Nebenbehälter
in Untergruppen befördert,
die gleichfalls jeweils mindestens einen Projektor umfassen, der
jedem Nebenbehälter
zugeordnet ist.
-
Nach
vorteilhaften Aspekten der Erfindung kann das Verfahren die folgenden
zusätzlichen Schritte
umfassen:
- – Man
lagert vorübergehend
die Untergruppen in der Nähe
der Aufbringungsorgane in Einheiten, die zu diesem Zweck vorgesehen
sind und jeweils in der Tätigkeitszone
mindestens eines Aufbringungsorgans angeordnet sind.
- – Man
füllt den
Hauptbehälter
mit einer Produktmenge, die für
die Beschichtung eines selben Gegenstands oder eines Teils des selben
Gegenstands durch unterschiedliche Projektoren ausreicht und man
versorgt die Projektoren mittels Nebenbehältern, die durch Umfüllen aus
diesem Hauptbehälter gefüllt werden.
-
Die
Erfindung betrifft schließlich
eine Anlage zum Spritzen von Beschichtungsprodukt, die eine Vorrichtung,
wie sie zuvor beschrieben wurde umfasst, gegebenenfalls realisiert
mittels eines Verfahrens, wie es zuvor beschrieben wurde. Eine solche Anlage
weist einen wesentlich geringeren Herstellungspreis als die bekannten
Anlagen auf, die mit den Umlaufleitungen (circulatings) versorgt
werden müssen,
und sie ist viel einfacher in der Benutzung als eine Anlage, die
mit Kartuschen versorgt wird, die jeweils einem Projektor zugeordnet
sind.
-
Die
Erfindung wird besser verstanden und andere Vorteile derselben werden
klarer im Lichte der folgenden Beschreibung von zwei Ausführungsformen
einer Anlage entsprechend ihrem Prinzip erscheinen, die lediglich
beispielhaft angegeben ist und Bezug nimmt auf die beigefügten Zeichnungen,
in denen:
-
die 1 eine
schematische Prinzipdarstellung von in Aufsicht einer Anlage entsprechend
einem ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung ist;
-
die 2 ein
Teilschnitt in größerem Maßstab und
entsprechend der Schnittlinie II-II eines teils der Anlage nach 1 ist;
-
die 3 eine
Ansicht analog zur 1 für eine Anlage entsprechend
einem zweiten Ausführungsbeispiel
der Erfindung ist und
-
die 4 eine
Ansicht in größerem Maßstab des
Details IV der 3 ist.
-
Die
in der 1 dargestellte Anlage ist vorgesehen, um Karosserien 1 für Kraftfahrzeuge,
die auf einem Förderer 2 gemäß einer
im Wesentlichen gradlinigen Richtung X-X' verschoben werden, mit flüssiger Farbe
zu beschichten. Die Karosserien werden jeweils von einem Wagen oder
einem Schlitten 3 getragen, die von dem Förderer 2 angetrieben
werden.
-
Mehrachsenroboter 10 bis 17,
die Aufbringungsorgane bilden, sind beidseitig des Förderers 2 und
der Schlitten 3 verteilt und sind jeweils mit einer Untergruppe 20 bis 27 ausgerüstet, die
einen Projektor für
Beschichtungsprodukt und einen Versorgungsbehälter für diesen Projektor einschließt.
-
Die
Untergruppe des Roboters 10 ist insbesondere sichtbar in
der 2, wo ihr Projektor 30 und der zugeordnete
Behälter 40 identifiziert
werden können.
Die anderen Untergruppen 21 bis 27 haben den gleichen
Aufbau.
-
Die
Untergruppen 20 bis 27 sind in lösbarer Weise
an einem Ende des Arms der Roboter 10 bis 17 für die Dauer
des Aufspritzens auf eine Karosserie befestigt, wobei das Fassungsvermögen jedes
Behälters 40 oder
dergleichen ausreichend ist, um die gewünschte Aufbringung des Beschichtungsprodukts
auf die betrachtete Karosserie zu erlauben.
-
Man
kann vorsehen, dass die Roboter 10 bis 13 der
Aufbringung einer ersten Beschichtungsschicht im Inneren einer Karosserie
gewidmet sind, während
die Roboter 14 bis 17 der Aufbringung einer zweiten
Schicht im Inneren dieser Karosserien gewidmet sind.
-
Nach
einer nicht dargestellten Variante der Erfindung kann die Anlage
andere Roboter umfassen, die jeweils der Aufbringung einer ersten
Schicht und einer zweiten Schicht außen an der Karosserie gewidmet
sind, wobei ein Posten zur manuellen Nachbearbeitung gegebenenfalls
in dem stromabwärts
gelegenen Bereich der Kabine der Anlage vorgesehen ist.
-
Während der
Beschichtung einer Karosserie muss jede Untergruppe 20 bis 27 gereinigt
und der Behälter 40 oder
entsprechende, die sie umfasst, muss mit neuem Beschichtungsprodukt
gefüllt
werden, das meistens unterschiedlich zu dem, das vorher verwendet
wurde, ist, da die Fahrzeuge abhängig von
den Aufträgen
der Kunden beschichtet werden.
-
Um
dies durchzuführen,
ist in der Nähe
jedes Roboters eine Einheit 50 bis 57 zur vorübergehenden Lagerung
von Untergruppen des Typs der Untergruppen 20 bis 27 vorgesehen.
Wie es insbesondere aus der 2 hervorgeht,
umfasst die Einheit 50 zwei Stellen 50a und 50b zur
Aufnahme von Untergruppen, die zur Befestigung an dem Roboter 10 vorgesehen
sind. Genauer gesagt, ist die Stelle 50a leer und vorbereitet,
die Untergruppe 20 aufzunehmen, während eine analoge Untergruppe 20' in Stellung
in der Aufnahme 50b ist. Der Roboter 10 ordnet
wechselweise eine Untergruppe in den Stellen oder Aufnahmen 50a und 50b an
und nimmt eine analoge Untergruppe aus einer jeweiligen anderen
Aufnahme.
-
Die
Versorgung der Stationen 50 bis 57 mit sauberen
und gefüllten
Untergruppen 20 bis 27 wird mittels eines Förderers 60 durchgeführt. Der
Förderer 60 ist vorgesehen,
um aus einem Karussell 70 Gestelle 80, in denen
Untergruppen der Art der Untergruppen 20 bis 27 gelagert
sind, zu transportieren. Der Förderer 60 ist
somit in der Lage ein Gestell 80 in Gegenüberstellung
einer Station 50 oder entsprechende zu bringen, wobei eine Übertragung
durch jedes geeignete Mittel stattfinden kann, um die Untergruppe,
die von dem Gestell 80 getragen wird, in eine der Aufnahmen 50a oder 50b der
Station 50 zu bringen, wie durch den Pfeil F1 in
der 2 dargestellt ist.
-
Eine
umgekehrte Bewegung ist vorgesehen, um eine leere Untergruppe 20 oder 20' auszulagern, zu
reinigen und durch den Roboter 10 in der Einheit 50 während einer
Spritzoperation abzulegen. Der Förderer 60 und
die unterschiedlichen Gestelle 80 ermöglichen somit, die Untergruppen 20 und
entsprechende zwischen dem Karussell 70 und den Einheiten 50 bis 57 und
umgekehrt zirkulieren zu lassen.
-
Das
Karussell 70 umfasst an seinem Umfang mehrere Aufnahmeräume 70a zur
Aufnahme von Untergruppen 20 und entsprechenden. Das Karussell 70 ist
einer Station 71 zugeordnet, die an eine Leitung 71A zur
Versorgung mit Luft und an eine Leitung 71S zur Versorgung
mit Lösungsmittel
angeschlossen ist. Die Station 71 ist mit einem Ablass über eine Leitung 71P verbunden.
Die Station 71 umfasst mobile Verbindungsmittel 71a für ihren
Anschluss an eine Untergruppe, die in der am nächsten gelegenen Aufnahme 70a aufgenommen
ist, was ermöglicht, das
Entleeren des Behälters
dieser Untergruppe und die Reinigung dieses Behälters und des zugeordneten
Projektors durchzuführen.
Somit können
die unterschiedlichen in dem Karussell 70 vorhandenen Untergruppen
durch die Station gereinigt werden, nachdem sie von dem Förderer 70 transportiert wurden
und bevor sie erneut gefüllt
werden.
-
In
seinem mittleren Teil 70b ist das Karussell 70 ausgebildet,
um Hauptbehälter 90 aufzunehmen, deren
Fassungsvermögen
ausreichend ist, um die Behälter
von vier Untergruppen 20, 22, 24 und 26 zu versorgen,
die jeweils den Robotern 10, 12, 14 und 16 zugeordnet
sind, was gestattet, die rechte Seite einer Karosserie eines Kraftfahrzeugs
mit demselben Produkt zu beschichten.
-
In
bestimmten Fällen
kann der Bereich 70b gleichzeitig mehrere Hauptbehälter 90 aufnehmen, um
die Untergruppen 120 und entsprechende mit unterschiedlichen
Produkten zu versorgen.
-
Die
unterschiedlichen Hauptbehälter 90 sind außerhalb
der Einheit zum Beschichten von Automobilen vorbereitet und konditioniert
und werden bis zu einem Tragegestell 95 befördert, aus
denen sie bis in die Mitte des Karussells 70 von einem
nicht dargestellten Handhabungsroboter oder einer Bedienperson transportiert
werden.
-
Ein
Karussell 70 ist gleichfalls an der entgegengesetzten Seite
des Förderers 2 vorgesehen
und einem Förderer 60' zugeordnet,
der die Gestelle 80' bis
zu den Einheiten 51, 53, 55 und 57 zur
vorübergehenden
Lagerung transportiert, wobei die Gestelle 80' Untergruppen 21, 23, 25 und 27 einschließt, die für die Roboter 11, 13, 15 und 17 vorgesehen
sind.
-
In
gleicher Weise ist ein Traggestell 95' für die Zurverfügungstellung
von Hauptbehältern 90' in der Nähe des Karussells 70' vorgesehen,
wobei das Fassungsvermögen
der Hauptbehälter 20 ausreichend
ist um die Versorgung von vier Untergruppen, die jeweils den Robotern 11, 13, 15 und 17 zugeordnet
sind, zu ermöglichen.
-
In
dem zweiten Ausführungsbeispiel
der Erfindung, das in 3 dargestellt ist, tragen die
Elemente, analog zu denen des ersten Ausführungsbeispiels identische
Bezugszeichen, erhöht
um 100. Dieses Ausführungsbeispiel
unterscheidet sich von dem vorhergehenden darin, dass die Karussells 170 und 170' in einer mittleren
Zone der Anlage angeordnet sind und durch einen ersten Förderer 160A und 160'A mit den Robotern 110 und 112 oder 111 und 113 verbunden
sind und durch einen zweiten Förderer 160B und 160'B mit den Robotern 114 und 116 oder 115 und 117 verbunden
sind. Wie zuvor werden die Karussells 170 und 170' mit Hauptbehältern 190 und 190' aus den Traggestellen 195 und 195' versorgt, wobei
das Fassungsvermögen
eines Hauptbehälters 190 oder 190' die Versorgung
von Untergruppen 120 und entsprechende, die den vier Robotern 110, 112, 114 und 116 oder 111, 113, 115 und 117 zugeordnet
sind, gestattet.
-
In
Bezug auf das erste Ausführungsbeispiel sind
die Förderer 160A, 160B, 160'A und 160'b merkbar kürzer als
die Förderer 60 und 60', was einen
Zeitgewinn bei dem Transport der Gestelle 180 und 180' bis zu den
Robotern 110 bis 117 oder von diesen weg ermöglicht.
-
Einheiten 150A und 150B zur
vorübergehenden
Lagerung von Untergruppen 120 sind in der Nähe des Roboters 110 angeordnet,
wobei der Roboter 110 diese Einheiten bei dem Übergang
einer Aufspritzposition, die in durchgezogenen Linien in der 4 dargestellt
ist, in eine Übergangsposition,
die in gestrichelten Linien dargestellt ist, erreichen kann. Der
Förderer 160A umfasst
zwei Abschnitte 161 und 162, die im Wesentlichen
geradlinig sind und die sich parallel zur Richtung X-X' zur Förderung
der Karosserien 101 durch den Förderer 102 erstrecken.
-
Der
Abschnitt 161 dient zum Transport der vollen Untergruppen
zu den Robotern 110 und 112, während der Abschnitt 162 zum
Wegleiten der Untergruppen nach der Benutzung in Richtung des Karussells 170 dient.
Die Station 150A ist vorgesehen, um aus dem Abschnitt 161 des
Förderers 160A mit
Untergruppen 120 versorgt zu werden. Der Abschnitt 162 ist,
was ihn betrifft, vorgesehen, um die Untergruppen 120,
die in der Einheit 1503 von dem Roboter 110 abgesetzt
wurden, wegzuführen.
So haben die Einheiten 150A und 150B zusammen
im Wesentlichen die gleiche Funktion wie die Einheit 50 des
ersten Ausführungsbeispiels,
wobei ihre Konstruktion einfach ist, dergleichen ihre Funktionsweise.
-
Während der
Aufbringungsoperation schwenkt der Roboter 110, um die
in der 4 gestrichelt dargestellte Position zu erreichen
und deponiert in der Station 150B die Untergruppe 120,
mit der er ausgerüstet
ist. Der Roboter 110 schwenkt dann in Richtung der Einheit 150A,
aus der er eine Untergruppe 120, die zuvor bis zu dieser
Station von dem Förderer 160A transportiert
wurde, entnimmt. Der Roboter 110 kann dann in seine Aufbringungsposition
zurückkehren,
die in durchgezogenen Strichen in der 4 dargestellt
ist.
-
Die
Untergruppen 120 und entsprechende werden auf den Förderern 160A, 160B, 160'A und 160'B in den Gestellen 180 und 180' transportiert. Diese
Gestelle können
jede geeignete Form aufweisen. Man kann gleichfalls vorsehen, die
Verwendung solcher Gestelle wegzulas sen, wobei dann in den Förderern 160A und
entsprechenden Aufnahmeräume
für den
Transport von Untergruppen 120 und entsprechenden vorgesehen
sind.
-
Andere
Paare von Einheiten zur vorübergehenden
Lagerung von Untergruppen 121 bis 127 sind in
der Nähe
der Roboter 111 bis 117 vorgesehen und tragen
die Bezugszeichen 151A, 151B bis 157A, 157B.
-
Bei
den betrachteten zwei Ausführungsformen
sind die Stationen 50 bis 57, 150A bis 157A und 150B bis 157B vorteilhafterweise
im Inneren einer Spritzkabine vorgesehen, während die Förderer 60, 160 und
entsprechende außerhalb
dieser Kabine angeordnet sind, beispielsweise in einer unterschiedlichen
Etage. In diesem Fall findet die Beladung und die Entladung dieser
Einheiten mit Untergruppen 20, 120 und entsprechenden
durch einen Durchgang in der Trennwand dieser Kabine statt.
-
Die
Erfindung wurde mit einer Anlage zum Aufspritzen von flüssigem Beschichtungsprodukt
beschrieben. Sie ist anwendbar für
das Aufspritzen jedes Typs von flüssigen Produkten, in Lösungsmittel gelösten, wassergelösten oder
in Form von zwei Komponenten, und für das Aufspritzen von pulverförmigem Beschichtungsprodukt.
-
Die
Erfindung wurde für
den Fall einer Anlage zum Beschichten von Automobilkarosserien dargestellt.
Sie ist jedoch auch für
Beschichtungen jeder Art von Gegenständen anwendbar, insbesondere von
einzelnen bzw. losgelösten
Gegenständen
mittels Projektoren aller Typen, elektrostatisch oder nicht, rotierend
oder pneumatisch.
-
Die
Erfindung wurde mit Förderern 60 oder 160 beschrieben,
die aufeinander folgend mehrere Roboter versorgen. Sie ist jedoch
auch in einem Fall anwendbar, in dem unabhängige Förderer für die unterschiedlichen Roboter
verwendet werden, sogar in dem Fall, in dem zwei unabhängige Förderer die
Untergruppen 120 bis 177 in zwei Stationen zur
vorübergehenden
Lagerung, die jedem Roboter 110 bis 117 in dem
zweiten Ausführungsbeispiel
zugeordnet sind, transportieren und wiederholen. Nach einer anderen
Variante kann ein Förderer
die Untergruppen 150A bis 157A zur Lagerung von
vollen Untergruppen der unterschiedlichen Roboter transportieren, während ein
anderer Förderer
dazu dient, die schon von den Robotern 110 bis 117 verwendeten
Untergruppen zu der Verteilungsstation 170 zu bringen und in
den Stationen 150B bis 157B zur vorübergehenden
Lagerung zu deponieren.
-
Die
Erfindung wurde mit Mehrachsenrobotern dargestellt. Sie ist mit
jedem Typ von Robotern anwendbar, der geeignet ist, mindestens einen
Zerstäuber
in Gegenüberstellung
zu zu beschichtenden Gegenständen
zu bewegen, insbesondere mit den Maschinen des Typs "Reziprokator" oder des Typs, der
aus der
EP 0 720 515 bekannt
ist. Die Erfindung kann gleichfalls mit einer Anlage durchgeführt werden,
die eine Aufeinanderfolge von Posten zur manuellen Beschichtung
umfasst, in welchem Fall die Aufbringungsorgane Farbpistolen der
bearbeitenden Personen sind.
-
Wie
auch immer die betrachtete Variante sein mag, können ein oder mehrere Projektoren,
die an einem selben Roboter oder einer selben Maschine befestigt
sind, aus einem selben Nebenbehälter
versorgt werden.
-
Die
Verteilungsstationen 70, 70', 170 oder 170' sind nicht
notwendigerweise Karussells. Es kann sich auch um lineare Beladungs-/Entladungsmagazine
handeln.