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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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1. GEBIET DER ERFINDUNG
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Gegenstand
dieser Erfindung ist die Verwendung bestimmter Ferrocen-Bisphosphonit-Liganden
in Anwesenheit eines Metalls der Gruppe VIII zum Katalysieren der
Hydroformylierung von konjugierten C4- bis C20-Dienen
zu Alkenalen. Gegenstand der Erfindung ist auch die Zusammensetzung
von ausgewählten
Hydroformylierungskatalysatoren, die sich von Phosphonitliganden
und einem Metall der Gruppe VIII herleiten. Gegenstand der Erfindung
ist weiter die Zusammensetzung der Phosphonitliganden.
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2. BESCHREIBUNG DES VERWANDTEN
STANDES DER TECHNIK
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Die
Hydroformylierung von Alkadienen zur Herstellung von Alkenalen,
wie zum Beispiel die Hydroformylierung von Butadien zu Pentenalen,
ist allgemein bekannt. Pentenale stellen potenzielle Intermediärprodukte
für viele
verschiedene nützliche
Verbindungen dar. Pentenale können
oxidiert werden und optional zu Pentensäuren oder Methylpentenoaten
verestert werden, die wiederum zu 5-Formylvaleriansäure oder
5-Formylvaleraten hydroformyliert werden können. 5-Formylvaleriansäure und
5-Formylvalerate stellen nützliche
Intermediärprodukte
bei der Produktion von ε-Caprolactam
dar. Derzeitige Verfahren zur direkten Produktion von Pentensäuren oder
Methylpentenoaten durch Carbonylierung von Butadien können hohe
Temperaturen, d. h. höher
als 120°C
erforderlich machen. Ein Vorteil der Hydroformylierung von Butadien
zu Pentenalen besteht darin, dass sie viel niedrigere Temperaturen,
d. h. weniger als 100°C
erforderlich macht.
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Die
meisten Verfahren zur Produktion von Pentensäure oder Pentenoatestern beinhalten
die Verwendung von Halogenid-geförderten
Katalysatoren, wie sie zum Beispiel in den
US-Patenten Nr. 5250726 und
5288903 beschrieben sind.
Diese Verfahren weisen den Nachteil auf, dass sie hohe Konzentrationen
von Halogenwasserstoffsäuren
und andere strikte Bedingungen verwenden, welche kostensteigernde
Maßnahmen
in Verbindung mit der Sicherheit und der Korrosion der Ausrüstung notwendig
machen. Im
US-Patent Nr. 5028734 ,
erteilt am 2. Juli 1991, wird ein Verfahren für die selektive Carbonylierung
eines konjugierten Diens durch in Kontakt bringen mit Kohlenmonoxid
in Anwesenheit einer eine Hydroxylgruppe enthaltenden Verbindung,
wie zum Beispiel Methanol, beschrieben. Dieses Katalysatorsystem
ist weniger korrosiv als das in den
US-Patenten
Nr. 5250726 und
5288903 beschriebene
Verfahren, weist aber noch den Nachteil auf, dass es die Verwendung
eines Katalysators, bestehend aus Palladium, einem zweizähnigen Phosphin
und einer Säure zum
Katalysieren der Transformation von Butadien zu Pentenoatestern
erforderlich macht. Der Hauptnachteil der Anwesenheit einer Säure besteht
in ihrer Reaktivität
gegenüber
dem in dem Verfahren verwendeten Alkohol und den zweizähnigen Phosphinen.
Alkohole reagieren mit dem Säurepromotor
zur Produktion von Ester, und die Phosphine werden in Phosphoniumsalze
umgewandelt. Die Kombination dieser beiden Faktoren macht die in
US-Patent Nr. 5028734 beschriebene
Erfindung vom industriellen Gesichtspunkt her gesehen praktisch
nicht ausführbar.
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Pentenale
können
als Alternative zu Pentenolen hydriert werden, die nach der Hydroformylierung
Hydroxyhexanale ergeben. 6-Hydroxyhexanal stellt ein nützliches
Intermediärprodukt
bei der Produktion von ε-Caprolacton
dar.
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Als
Alternative können
Pentenale zu Dialdehyden, einschließlich Adipaldehyd hydroformyliert
werden. Adipaldehyd stellt ein wertvolles Intermediärprodukt
dar, das bei der Herstellung von Verbindungen, wie zum Beispiel
Adipinsäure
(durch Oxidation), Hexamethylendiamin (durch reduktive Aminierung)
und 1,6-Hexandiol (durch Hydrierung) potenziell nützlich ist.
Die Produktion von Adipaldehyd durch Hydroformylierung von Pentenalen
würde eine
erwünschte
Verbesserung im Vergleich zu derzeitigen auf der Oxidation von Cyclohexan basierenden
Verfahren darstellen, weil sie auf Butadien, einem nicht so teuren
Einsatzstoffbasiert.
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Obwohl
viele verschiedene Komplexe von Bis(phosphor)liganden mit Rhodium
die Hydroformylierung von Butadien katalysieren, ist die Selektivität für 3- und
4-Pentenale für
viele von ihnen gering. Verschiedene Publikationen in den 1970er
und 1980er Jahren beschreiben die Hydroformylierung von Butadien,
die durch Rhodiumkomplexe mit einzähnigen Phosphinen katalysiert
wird (zum Beispiel Fell, B. und W. Rupilius Tetrahedron Lett. 1969,
2721-3; Fell, B. und W. Boll Chem.-Ztg. 1975, 99, 452-8; Fell, B.,
W. Boll und J. Hagen-Chem.-Ztg. 1975, 99, 485-92; Fell, B. und H.
Bahrmann J. Mol Catal. 1977, 2, 211-18). Diese Systeme ergeben primär Valeraldehyd,
weil die Rhodium-/Phosphinkatalysatoren auch sehr effiziente Katalysatoren
für die
Hydrierung darstellen. Van Leeuwen berichtete, dass unter milden
Bedingungen (95°C
und 175 psi, (1,2 MPa), H
2/CO (1:1)) Rhodium-Komplexe
von zweizähnigen
Phosphinen auch primär
Valeraldehyd ergeben (Europäisches
Patent Nr.
EP 33554 A2 ,
Van Leeuwen, P. W. N. M. und C. F. Roobeek J. Mol. Catal. 1985,
31, 345-53). Vor kurzem berichtete Ohgomori jedoch, dass diese Katalysatoren
unter heftigeren Bedingungen (100°C
und 1300 psi, (8,9 MPa), H
2/CO (1:1)) 3-
und 4-Pentenale ergeben (Ohgomori, Y., Suzuki, N. und Sumitani,
N. J. Mol. Catal. 1998, 133, 289-291).
Unter diesen Bedingungen unterlegen die Pentenale jedoch einer weiteren
Hydroformylierung zu einem Gemisch aus Dialdehyden, das die Ausbeute
senkt. Es wurde auch berichtet, dass die Hydroformylierung von Butadien
unter biphasischen Bedingungen unter Verwendung des sulfonierten
Phosphins P(C
6H
4-S-SO
3Na)
3 3-Pentenal
ergibt (B. Fell, P. Hermanns und H. Bahnmann, J. Parrot Chem., 340
(1998), S. 459-467, Deutsches Patent Nr.
DE 19532394 ).
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Eine
neuere Reihe von Patenten (
US-Patent
Nr. 5312996 ,
US-Patent
Nr. 5817883 ,
US-Patent
Nr. 5821389 ,
Europäisches Patent
Nr. 872469 ,
Europäisches Patent
Nr. 872483 ,
US-Patent
Nr. 5892127 ,
US-Patent
Nr. 5886237 und
Europäisches Patent
Nr. 872483 ) offenbart ein Hydroformylierungsverfahren,
worin Rhodium-Komplexe von zweizähnigen
Phosphitliganden die Hydroformylierung von Butadien zu 3-Pentenalen
katalysieren.
US-Patent Nr. 5710344 offenbart
die Verwendung von Rhodium-Komplexen von zweizähnigen Phosphor-Liganden, worin
der Ligand eine brückenbildende
Gruppe enthält,
die über
P-O-Bindungen an ein Paar trivalente Phosphoratome gebunden ist,
wobei die anderen beiden Bindungen an jeden Phosphor entweder ein
P-N-Bindungspaar (Phosphordiaminite), ein P-C-Bindungspaar (Phosphinite)
oder eine P-N- und eine P-C-Bindung (Phosphoraminite) darstellen.
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Diese
Verfahren im Stand der Technik weisen unter Verwendung von Rhodium-Komplexen
von zweizähnigen
Phosphorliganden zur Herstellung von 3-Pentenal aus Butadien verschiedene
Nachteile auf. Die Isolierung von zum Beispiel 3-Pentenal in diesen
Systemen ist durch Nebenreaktionen, wie zum Beispiel die Isomerisierung
zu 2-Pentenal, Reduktion zu Valeraldehyd und weiter die Hydroformylierung
zu einem Gemisch aus Dialdehyden kompliziert. Folglich stellen diese
Katalysatoren keine hohe Selektivität für 3-Pentenal bei hohen Umwandlungen
von Butadien bereit. Die für
einen Rhodium-Komplex von einem Bis(phosphit)-Ligaeden berichtete
höchste
Selektivität
beträgt
zum Beispiel bei einer 37%igen Umwandlung von Butadien 84% (
US-Patent Nr. 5886237 ).
Die in
US-Patent Nr. 5710344 offenbarten
Bis(phosphinit)-Liganden offenbaren bis zu 95% Selektivität bei einer
95%igen Umwandlung von Butadien, aber nur in Anwesenheit von mehr
als 5 Äquivalenten
des Bis(phosphinit)-Liganden.
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Obwohl
zweizähnige
Phosphonitliganden in der Katalyse nicht häufig verwendet werden, wurden
sie als Katalysatoren für
viele verschiedene Transformationen, einschließlich der Nickel-katalysierten
Cyclotrimerisierung von Alkinen (Heterocycles, 1997, 44, 443457),
der Nickel- und Palladiumkatalysierten Alkylierungen und Kreuzkopplungen
(J. Org. Chem. 1995, 60, 2016-2; J. Chem. Soc., Perkin Trans. 1,
1995, 17, 2083-96), der Nickel-katalysierten Hydrocyanierung von
Olefinen (
US-Patent Nr. 5523453 )
und der Rhodium-katalysierten enantioselektiven Hydrierung von Olefinen
(Reetz, M., Gosberg, A., Goddard, R., Kyung, S.-H., Chem. Commun.
1998,19, 2077-2078) eingesetzt werden.
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Auf
einem Ferrocen-Rückgrat
basierende zweizähnige
Phosphonitliganden wurden in
US-Patent
Nr. 5817850 (siehe
A nachstehend)
und Chem. Commun. 1998, 19, 2077-2078, offenbart. Die in diesen
Veröffentlichungen
beschriebenen zweizähnigen
Phosphonite weisen sich von Biphenol oder Binaphthol herleitende
Endgruppen auf, die verbrückt
sind.
US-Patent Nr. 5817850 offenbart
eine Hydrocarbonylierungsreaktion von einem Alken mit Kohlenmonoxid
und Wasserstoff zur Bildung eines Aldehyds, der durch einen Übergangsmetallkomplex
der verbrückten
Endgruppe katalysiert wird, die Ferrocen-bis(phosphonit) darin offenbart enthält. Fig.
A
(X stellt Alkyliden, S, Se oder eine direkte Bindung
dar).
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Viele
verschiedene auf Ferrocen-basierende 1-Phosphonit-1'-phosphin-Liganden,
die über
1-Dichlorphosphin-1'-diphenylphosphinoferrocen
aus einer anionischen Ringöffnung
von 1-Phenyl-1-phospha-[1]ferrocenophan
ebenso wie Hydroformylierung von Oct-1-en und Cyclohexen mit den entsprechenden
Rhodium-Komplexen von diesen Liganden hergestellt werden, wurden
offenbart (Tetrahedron Letters, 2000, 41, 1183-1185).
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Während die
vorstehend beschriebenen Katalysatorsysteme überdies kommerziell realisierbare
Katalysatoren darstellen können,
bleibt die Bereitstellung von noch wirksameren, leistungsfähigeren
Katalysator-Präkursorzusammensetzungen,
katalytischen Zusammensetzungen und katalytischen Verfahren zum
Erreichen des vollen kommerziellen Potenzials für eine gewünschte Reaktion, wünschenswert.
Die Verbesserung der Wirksamkeit und/oder der Leistung können in
jedwedem oder allen von dem Folgenden: Schnelligkeit, Selektivität, Effizienz
oder Stabilität
erreicht werden.
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Die
erfolgreiche Hydroformylierung von konjugierten Dienen und/oder
Selektivität
für lineare
Aldehydprodukte stellen besonders wünschenswerte Attribute dar.
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KURZE ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Gegenstand
der Erfindung ist die Bereitstellung eines zweizähnigen Phosphonitliganden,
wobei die Struktur durch die folgende Formel I dargestellt ist: FORMEL
I
worin die Ar-Gruppen entweder gleiche oder verschiedene
nicht verbrückte
organische aromatische Gruppen, wie zum Beispiel substituiertes
oder nicht substituiertes Phenyl, substituiertes oder nicht substituiertes
Naphthyl, Gemische davon oder dergleichen darstellen. Es sollte
erkannt werden, dass für
die erfindungsgemäßen Zwecke
die vorstehende Strukturformel für
die gestaffelte Konfiguration des Phosphonit-Ferrocens, d. h. (
5-C
5H
4P(OAr)
2)Fe, erläuternd
ist, aber nicht als einschränkend
beabsichtigt ist. Als solches werden die synperiplanaren Konfiguration
ebenso wie die Rotationsvariationen davon als intrinsisch äquivalent
zu der erläuterten
gestaffelten Konfiguration als im Stand der Technik allgemein bekannt
erachtet.
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Gegenstand
der vorliegenden Erfindung ist weiter die Bereitstellung eines Hydroformylierungsverfahrens,
das die folgenden Schritte umfasst: zur Reaktion bringen eines konjugierten
Diens mit CO und H2 in Anwesenheit einer
Katalysatorzusammensetzung, umfassend Rhodiummetall oder eine Rhodiumverbindung
und einen Phosphonitliganden mit einer Struktur, die durch die Formel
I dargestellt ist und folglich einen Aldehyd produziert. Die Erfindung
ist insbesondere auf ein Hydroformylierungsverfahren gerichtet,
das die Reaktion eines konjugierten C4-
bis C20-Diens mit CO und H2 in
Anwesenheit der Katalysatorzusammensetzung beinhaltet.
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Gegenstand
der Erfindung ist auch die Bereitstellung bestimmter Katalysatorzusammensetzungen, die
aus der Kombination eines Liganden der Formel I mit einem Rhodiummetall
oder einer Rhodium-Metallverbindung
hergestellt sind. Solche Zusammensetzungen sind in Hydroformylierungsverfahren
nützlich.
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KURZE BESCHREIBUNG DER VERSCHIEDENEN
ANSICHTEN DER ZEICHNUNG
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Die
Figur stellt eine graphische Darstellung der kumulativen Millimole
von 3- und 4-Pentenalen (PAL) dar, die durch die Hydroformylierung
von Butadien (BD) pro Gramm des internen GC-Standards, ortho-Dichlorbenzen
(ODCB), als eine Funktion der Zeit unter Verwendung von Rhodium
komplexiert mit einem erfindungsgemäßen Di(2-t-butylphenylphosphonit)ferrocen-Liganden
(Ligand 2) im Vergleich zur Verwendung von Bis(diphenylphosphino)butan
(DPPB) als der Rhodium-komplexierende Ligand produziert wird.
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AUSFÜHRLICHE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Die
in den erfindungsgemäßen Verfahren
nützlichen
Katalysatorzusammensetzungen bestehen aus bestimmten zweizähnigen Phosphonitliganden
und einem Übergangsmetall
wie vorstehend dargelegt.
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Die
in der Formel I beschriebenen Phosphonitliganden können durch
viele verschiedene im Stand der Technik bekannte Verfahren hergestellt
werden. 1,1'-Dilithioferrocen
kann gemäß J. Organomet.
Chem., 1971, 27(2), 241-9, hergestellt werden. 1,1'-Bis(dichlorphosphino)ferrocen
kann aus 1,1'-Dilithioferrocen
gemäß Phosphorus,
Sulfur Silicon Relat. Elem., 1992, 68(1-4); 99-106 oder Chem. Commun.
(Cambridge), 1998, 19, 2077-2078, hergestellt werden. Liganden der
Formel I können
durch in Kontakt bringen von 1,1'-Bis(dichlorphosphino)ferrocen
mit vier oder mehr Äquivalenten
eines substituierten oder nicht substituierten Phenols hergestellt
werden. Chem. Commun: (Cambridge), 1998, 19, 2077-2078, beschreibt
die damit verwandte Reaktion von 1,1'-Bis(dichlorphosphino)ferrocen mit (R)-Binaphthol
bei Temperaturen von höher
als 25°C.
Es wurde jedoch festgestellt, dass diese Reaktion in Anwesenheit
einer Base, wie zum Beispiel Triethylamin, bei Raumtemperatur durchgeführt werden
kann.
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Als
Alternative können
die in der Formel I beschriebenen Phosphonitliganden durch in Kontakt
bringen von 1,1'-Dilithioferrocen
mit einem Phosphorchloridit der Formel II hergestellt werden. FORMEL
II
worin die Ar-Gruppen verbrückt sind und jedwedes substituierte
oder nicht substituierte Phenyl, Naphthyl oder jedweden anderen
aromatischen Bestandteil darstellen.
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Phosphorchloridite
können
mittels vieler verschiedener im Stand der Technik bekannter Verfahren,
siehe zum Beispiel die Beschreibungen in Polymer, 1992, 33, 161;
Inorganic Synthesis, 1966, 8, 68;
US-Patent Nr.
5210260 , Z. Anorg. Allg. Chem., 1986, 535, 221, hergestellt
werden. Mit ortho-substituierten Phenolen können die Phosphorchloridite
aus PCl
3 und dem Phenol in situ hergestellt
werden. Auch Phosphorchloridite von 1-Naphtholen können in
Anwesenheit eines Basen-ähnlichen
Triethylamins aus PCl
3 und 1-Naphtholen
in situ hergestellt werden. Ein anderes Verfahren zur Herstellung
des Phosphorchloridits umfasst die Behandlung von N,N-Dialkyldiarylphosphoramidit
mit HCl. Auf diese Weise wurde CIP(OMe)
2 hergestellt,
siehe Z. Naturforsch., 1972, 27B, 1429. Sich von substituierten
Phenolen herleitende Phosphorchloridite wurden unter Verwendung dieses
Verfahrens, wie im gemeinsam übertragenen
US-Patent Nr. 5821378 beschrieben,
hergestellt.
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Durch
in Kontakt bringen des auf diese Weise erhaltenen (OAr)
2PCl
mit 1,1'-Dilithioferrocen,
zum Beispiel mittels des in
US-Patent
Nr. 5817850 beschriebenen Verfahrens wird ein erfindungsgemäßer zweizähniger Phosphonitligand
erhalten, der auch in dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendet werden
kann.
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Das Übergangsmetall
des Hydroformylierungskatalysatorsystems stellt Rhodium dar, das
zum Durchführen
der katalytischen Reaktion fähig
ist und zusätzlich
labile Liganden enthalten kann, die entweder während der katalytischen Reaktion
verdrängt
werden oder einen aktiven Teil in der katalytischen Transformation annehmen.
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Für die Hydroformylierung
geeignete Rhodiumverbindungen können
gemäß den im
Stand der Technik bekannten Verfahren hergestellt oder generiert
werden, wie sie zum Beispiel in
WO
95 30680 ,
US 3907847 und
J. Amer. Chem. Soc., 1993, 115, 2066, beschrieben sind. Geeignete
Rhodiummetall-Verbindungen
stellen Hydride, Halogenide, Salze von organischen Säuren, Acetylacetonate,
Salze von anorganischen Säuren,
Oxide, Carbonylverbindungen und Aminverbindungen dieser Metalle
dar. Beispiele geeigneter Rhodiummetall-Verbindungen stellen zum
Beispiel folgende dar: RhCl
3, Rh(NO
3)
3, Rh(OAc)
3, Rh
2O
3,
Rh(acac)(CO)
2, [Rh(OAc)(COD)]
2,
Rh
4(CO)
12, Rh
6(CO)
16, RhH(CO)(Ph
3P)
3, [Rh(OAc)(CO)
2]
2 und [RhCl(COD)]
2 (worin „acac" eine Acetylacetonatgruppe darstellt; „OAc" eine Acetylgruppe
darstellt; „COD" 1,5-Cyclooctadien
darstellt und „Ph" eine Phenylgruppe
darstellt). Man sollte jedoch zur Kenntnis nehmen, dass die Rhodiummetallverbindungen
nicht unbedingt auf die vorstehend aufgeführten Verbindungen beschränkt sind.
Rhodiumverbindungen, die Liganden enthalten, die durch mehrzähnige Phosphite
verdrängt
werden können,
stellen eine bevorzugte Rhodiumquelle dar. Beispiele von derartig
bevorzugten Rhodiumverbindungen stellen Rh(CO)
2 (Acetylacetonat),
Rh(CO)
2(t-C
4H
9COCHCO-t-C
4H
9), Rh
2O
3,
Rh
4(CO)
12, Rh
6(CO)
16, Rh(O
2CCH
3)
2 und
Rh(2-Ethylhexanoat) dar. Auf Kohlenstoff geträgertes Rhodium kann in dieser
Hinsicht auch, d. h. als die Rhodiumquelle, verwendet werden.
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Gegenstand
der vorliegenden Erfindung ist auch die Bereitstellung eines Verfahrens
zur Hydroformylierung, das das zur Reaktion bringen eines konjugierten
Diens mit einer Quelle von CO und H2 in
Anwesenheit einer Katalysator-Präkursorzusammensetzung,
umfassend Rhodium und mindestens einen zweizähnigen Phosphonitliganden,
der aus der Gruppe ausgewählt
ist, die durch die Formel I, wie vorstehend beschrieben, dargestellt
ist.
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Die
olefinisch ungesättigten
Ausgangsmaterialien, die in dieser Erfindung nützlich sind, schließen konjugierte
Diene ein. Beispiele geeigneter Verbindungen stellen ein Olefinoligomer-Isomerengemisch
aus Butadien, Dimer bis Tetramer von niederen Butadienolefinen,
einschließlich
Propylen; n-Buten, Isobuten oder dergleichen dar. Andere Beispiele
geeigneter Olefinverbindungen schließen Dienerbindungen, wie zum
Beispiel 1,3-Butadien, 1,5-Hexadien, 1,7-Octadien und Norbornadien,
dar.
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Die
Erfindung richtet sich insbesondere an Hydroformylierungsverfahren,
in dem ein linearer, olefinisch ungesättigter Aldehyd, ausgehend
von einem konjugierten Dien, hergestellt wird. Die Hydroformylierung von
konjugierten C4- bis C20-Dienen
zu Alkenalen, wie zum Beispiel die Hydroformylierung von Butadien
zu Pental, ist besonders bevorzugt.
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Ein
signifikanter erfindungsgemäßer Vorteil
besteht darin, dass die Konzentration der olefinisch ungesättigten
Ausgangsmaterialien im Reaktor gesteigert werden können. Die
in der Regel unerwünschten Nebenwirkungen
einer derartigen Steigerung, wie zum Beispiel die Bildung von Oligomer
und/oder der Inhibition des Katalysators werden vermieden. Die Rezyklierung
von Lösungsmittel
kann mit ihren damit einhergehenden Vorteilen reduziert oder eliminiert
werden. Folglich liegt in einer bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform
das olefinisch ungesättigte
Ausgangsmaterial (d. h. die an der Hydroformylierungsreaktion beteiligte Recktante)
in den Reaktionsmedien der Flüssigphase
in einer Konzentration von mindestens 40 Gew.-% vorteilhaft vor.
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Das
erfindungsgemäße Hydroformylierungsverfahren
kann wie nachstehend beschrieben durchgeführt werden.
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Die
erfindungsgemäßen Reaktionsbedingungen
für das
Hydroformylierungsverfahren stellen im Allgemeinen die gleichen
dar, wie sie in einem üblichen
Verfahren verwendet werden, wie es zum Beispiel in
US-Patent Nr. 4769498 beschrieben
wird, und sind von der entsprechenden ethylenisch ungesättigten
organischen Ausgangsverbindung abhängig. So kann zum Beispiel
die Temperatur von der Raumtemperatur bis 200°C, bevorzugt von 50 bis 120°C liegen.
Der Druck kann von atmosphärischem
Druck bis 20 MPa, bevorzugt von 3 bis 20 MPa für konjugierte Diene, wie zum
Beispiel 1,3-Butadien variieren. Der Druck entspricht bevorzugt
den kombinierten Partialdrücken
von Wasserstoff und Kohlenmonoxid. Extra Inertgase können jedoch
vorliegen. Das Mol-Verhältnis
von Wasserstoff zu Kohlenmonoxid liegt im Allgemeinen zwischen 10
zu 1 und 1 zu 10, bevorzugt zwischen 6 und 1 und am bevorzugtesten
zwischen 1 und 2.
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Die
Menge der Rhodiummetall-Verbindung ist nicht speziell begrenzt,
sondern wird optional dergestalt ausgewählt, damit vorteilhafte Ergebnisse
in Bezug auf die Katalysatoraktivität und -wirtschaftlichkeit erhalten werden
können.
Im Allgemeinen liegt die Konzentration von Rhodiummetall im Reaktionsmedium
zwischen 10 und 10000 ppm und bevorzugter zwischen 50–500 ppm,
berechnet als freies Metall.
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Das
Mol-Verhältnis
von einem mehrzähnigen
Phosphorliganden zu Rhodiummetall ist nicht speziell begrenzt, sondern
wird optional ausgewählt,
damit vorteilhafte Ergebnisse in Bezug auf die Katalysatoraktivität, Aldehydselektivität und die
Verfahrenswirtschaftlicheit erhalten werden können. Dieses Verhältnis liegt
im Allgemeinen bei von ca. 0,5 zu 100 und bevorzugt von 1 zu 5 (Mole
Ligand zu Molen Metall). Am bevorzugtesten wird das Mol-Verhältnis des
zweizähnigen
Phosphonitliganden der Formell zu Rhodiummetall dergestalt ausgewählt, dass
es gleich oder geringgradig größer als
das stöchiometrische Äquivalent
von einem Mol Ligand zu einem Mol Metall ist.
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Die
erfindungsgemäße Hydroformylierungsreaktion
kamen in Anwesenheit eines Lösungsmittels durchgeführt werden.
Die Wahl des Lösungsmittels
ist nicht kritisch, sofern das Lösungsmittel
für den
Katalysator, Recktanten und das Produkt nicht schädlich ist.
Das Lösungsmittel
kann ein Gemisch aus Recktanten, wie zum Beispiel die ungesättigte Ausgangsverbindung,
das Aldehydprodukt und/oder Nebenprodukte einschließen. Geeignete
Lösungsmittel
schließen
Folgendes ein: gesättigte
Kohlenwasserstoffe, wie zum Beispiel Kerosin, Mineralöl oder Cyclohexan,
Ether, wie zum Beispiel Diphenylether, Tetrahydrofuran oder ein
Polyglykol, Ketone, wie zum Beispiel Methylethylketon und Cyclohexanon,
Nitrile, wie zum Beispiel Acetonitril, Valeronitril und Benzonitril,
Aromate, wie zum Beispiel Toluen, Genzen und Xylen, Ester, wie zum
Beispiel Dimethylformamid und Sulfone, wie zum Beispiel Tetramethylensulfon.
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Die
folgenden Beispiele werden vorgelegt, um die verschiedenen, individuellen
erfindungsgemäßen Aspekte
und Merkmale eingehender zu zeigen und weiter zu erläutern, und
die Ausführungen
sind dazu beabsichtigt, die erfindungsgemäßen Unterschiede und Vorteile
weiter zu erläutern.
Als solches besteht die Ansicht, dass die Beispiele nicht einschränkend sind
und dazu beabsichtigt sind, die Erfindung zu erläutern, aber nicht unangemessen
einzuschränken.
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BEISPIEL 1
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Alle
Manipulationen wurden in einer Trockenbox unter einer Stickstoffatmosphäre durchgeführt. Einer kalten
(–35°C) Suspension
von Diphenylphosphorchloridit (0,30 g, 1,2 mmol) in Diethylether
(20 ml) wurde eine kalte (–35°C) Suspension
des TMEDA-Komplexes (Tetramethylethylendiamin-Komplexes) von Dilithioferrocen (0,17
g, 0,4 mmol) in Diethylether (5 ml) zugefügt. Dieses Gemisch wurde mehrere
Tage bei –35°C stehen
lassen. Die Reaktion wurde auf Raumtemperatur anwärmen lassen.
Die Lösung
wurde durch neutrales Aluminiumoxid filtriert, und das Lösungsmittel
wurde entfernt, um 0,18 g eines orangefarbenen Feststoffs zu ergeben. 31P-NMR (d8-Toluen): δ 161,6, mit
einem zweiten Peak bei δ 129,1.
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BEISPIEL 1A
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Hydroformylierung von Butadien unter verwendung
des Liganden 1
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Eine
Lösung,
enthaltend Rh(acac)(CO)2 (0,040 g), Ligand
1 (0,13 g), 1,3-Butadien (4,6 g) und 1,2-Dichlorbenzen (1,1 g, GC – interner
Standard) in 50 ml Toluen, wurde in einer Trockenbox hergestellt.
Diese Lösung
wurde unter einem Strom von H2/CO in einen
100 ml fassenden Autoklaven geladen. Der Autoklav wurde auf 100
psig (0,69 MPa) mit H2/CO (1:1) beschickt
und auf 95°C
erhitzt. Sobald sich die Temperatur stabilisiert hatte, wurde der
Druck auf 1000 psig (6,9 MPa) angeglichen. Das Gemisch wurde bei
ca. 900 U/min 1 Stunde mit einem luftgetriebenen Rotationsrührer gerührt. Die
Proben wurden über
ein Nadelventil entnommen und mithilfe der Gaschromatographie an
einem Hewlett Packard (Palo Alto, California) 5890A Chromatographen mit
einer Quarzkapillarsäule
(Modell DB5, 30 m, 0,32 mm ID, 0,25 μm Filmdicke), erworben von J & W Scientific
(Folsom, California), analysiert. Nach 30 Minuten deutete die GC-Analyse
auf eine Umwandlung von Butadien hin: 51%; Selektivität für 3- und
4-Pentenale: 87% auf einer Mol-Basis. Nach 60 Minuten deutete die GC-Analyse
auf eine Umwandlung von Butadien hin: 79%; Selektivität für 3- und
4-Pentenale: 79% auf einer Mol-Basis.
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BEISPIEL 2
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Eine
kalte (–35°C) Lösung von
Di-2-t-butylphenyl-phosphorchloridit (7,6 g, 20,9 mmol) in 100 ml
Toluen wurde einer kalten (–35°C) Suspension
des TMEDA-Komplexes von Dilithioferrocen (3 g, 0,7 mmol) in 200 ml
Toluen zugefügt.
Dieses Gemisch wurde 1 Stunde bei –35°C stehen lassen. Die Reaktion
durfte sich auf Raumtemperatur erwärmen, und das Rühren wurde
18 Stunden lang fortgesetzt. Die Lösung wurde durch Celite filtriert,
und das Lösungsmittel
wurde unter Vakuum entfernt. Pentan (100 ml) wurde zum Präzipitieren
von 2,2 g Ligand 2 als ein orangefarbener Feststoff zugefügt. 31P-NMR (CD2Cl2): δ 163.
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BEISPIEL 2A
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Hydroformylierung von Butadien unter verwendung
des Liganden 2
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Eine
Lösung,
enthaltend Rh(acac)(CO)2 (0,044 g), Ligand
2 (0,16 g), 1,3-Butadien (4,3 g) und 1,2-Dichlorbenzen (1,1 g, GC – interner
Standard) in 50 ml Toluen, wurde in einer Trockenbox hergestellt.
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Diese
Lösung
wurde unter einem Strom von H2/CO in einen
100 ml fassenden Autoklaven geladen. Der Autoklav wurde auf 100
psig (0,69 MPa) mit H2/CO (1:1) beschickt
und auf 95°C
erhitzt. Sobald sich die Temperatur stabilisiert hatte, wurde der
Druck auf 1000 psig (6,9 MPa) angeglichen. Das Gemisch wurde bei ca.
900 U/min 45 Minuten mit einem luftgetriebenen Rotationsrührer gerührt. Die
Proben wurden über
ein Nadelventil entnommen und mithilfe der Gaschromatographie an
einem Hewlett Packard 5890A Chromatographen mit einer Quarzkapillarsäule (Modell
DB5, 30 m, 0,32 mm ID, 0,25 μm
Filmdicke), bezogen von J & W Scientific,
analysiert. Nach 45 Minuten deutete die GC-Analyse auf eine Umwandlung
von Butadien hin: 89%; Selektivität für 3- und 4-Pentenale: 81% auf
einer Mol-Basis.
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BEISPIEL 3
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Eine
Lösung,
enthaltend Triethylamin (0,68 g, 6,7 mmol) und 2-Isopropylphenol
(0,91 g, 6,7 mmol) in 10 ml Toluen, wurde einer Lösung, die
1,1'-Bis(dichlorphosphino)ferrocen
(0,52 g, 1,4 mmol) in 30 ml Toluen enthielt, langsam zugefügt. Dieses
Gemisch wurde 60 Stunden bei 25°C
rühren
lassen. Die Lösung
wurde durch Celite und neutrales Aluminiumoxid filtriert. Das Lösungsmittel
wurde unter Vakuum entfernt, um Ligand 3 als ein orangefarbenes Öl zu ergeben. 31P-NMR(CD2Cl2): δ 162,5.
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BEISPIEL 3A
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Hydroformylierung von Butadien UNTER verwendung
des Liganden 3
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Eine
Lösung,
enthaltend Rh(acac)(CO)2 (0,031 g), Ligand
3 (0,31 g), 1,3-Butadien (3,7 g) und 1,2-Dichlorbenzen (0,8 g, GC – interner
Standard) in 38 ml Toluen, wurde in einer Trockenbox hergestellt.
Diese Lösung
wurde unter einem Strom von H2/CO in einen
100 ml fassenden Autoklaven geladen. Der Autoklav wurde auf 100
psig (0,69 MPa) mit H2/CO (1:1) beschickt
und auf 95°C
erhitzt. Sobald sich die Temperatur stabilisiert hatte, wurde der
Druck auf 1000 psig (6,9 MPa) angeglichen. Das Gemisch wurde bei
ca. 900 U/min 45 min mit einem luftgetriebenen Rotationsrührer gerührt. Die
Proben wurden über
ein Nadelventil entnommen und mittels der Gaschromatographie an
einem Hewlett Packard 5890A Chromatographen mit einer Quarzkapillarsäule (Modell
DB5, 30 m, 0,32 mm ID, 0,25 μm
Filmdicke), erworben von J & W
Scientific, analysiert. Nach 30 Minuten deutete die GC-Analyse auf
eine Umwandlung von Butadien hin: 71%; Selektivität für 3- und
4-Pentenale: 85% auf einer Mol-Basis. Nach 45 Minuten deutete die
GC-Analyse auf eine Umwandlung von Butadien hin: 89%; Selektivität für 3- und
4-Pentenale: 77% auf einer Mol-Basis.
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BEISPIEL 4
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Eine
Lösung,
enthaltend Triethylamin (0,56 g, 5,5 mmol) und 2-Phenylphenol (0,95
g, 5,6 mmol) in 10 ml Toluen, wurde einer Lösung, enthaltend 1,1'-Bis(dichlorphosphino)ferrocen
(0,48 g, 1,2 mmol) in 25 ml Toluen langsam zugefügt. Dieses Gemisch wurde 18
Stunden bei 25°C
rühren
lassen. Die Lösung
wurde durch Celite filtriert. Das Lösungsmittel wurde unter Vakuum
entfernt, um Ligand 4 als einen orangefarbenen Feststoff zu ergeben. 31P-NMR (CD2Cl2): δ 162.
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BEISPIEL 4A
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Hydroformylierung von Butadien unter verwendung
des liganden 4
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Eine
Lösung,
enthaltend Rh(acac)(CO)2 (0,044 g), Ligand
4 (0,28 g), 1,3-Butadien (4,3 g) und 1,2-Dichlorbenzen (1,1 g, GC – interner
Standard) in 50 ml Toluen, wurde in einer Trockenbox hergestellt.
Diese Lösung
wurde unter einem Strom von H2/CO in einen
100 ml fassenden Autoklaven geladen. Der Autoklav wurde auf 100
psig (0,69 MPa) mit H2/CO (1:1) beschickt und auf 95°C erhitzt.
Sobald sich die Temperatur stabilisiert hatte, wurde der Druck auf
1000 psig (6,9 MPa) angeglichen. Das Gemisch wurde bei ca. 900 U/min
45 Minuten mit einem luftgetriebenen Rotationsrührer gerührt. Die Proben wurden über ein
Nadelventil entnommen und mithilfe der Gaschromatographie an einem
Hewlett Packard 5890A Chromatographen mit einer Quarzkapillarsäule (Modell
DB5, 30 m, 0,32 mm ID, 0,25 μm
Filmdicke), erworben von J & W
Scientific, analysiert. Nach 30 Minuten deutete die GC-Analyse auf
eine Umwandlung von Butadien hin: 84%; Selektivität für 3- und
4-Pentenale: 84% auf einer Mol-Basis. Nach 45 Minuten deutete die
GC-Analyse auf eine Umwandlung von Butadien hin: 95%; Selektivität für 3- und
4-Pentenale: 76% auf einer Mol-Basis.
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BEISPIEL 5
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Eine
Lösung
von 2-Cyclopentylphenol (1,01 g, 6,3 mmol) in 10 ml Toluen wurde
einer Lösung
von 1,1-Bis(dichlorphosphino)ferrocen (0,54 g, 1,4 mmol) in 20 ml
Toluen langsam zugefügt.
Triethylamin (0,58 g, 5,7 mmol) wurde zugefügt, und das Gemisch wurde 60
Stunden bei 25°C
rühren
lassen. Die Lösung
wurde durch Celite und neutrales Aluminiumoxid filtriert. Das Lösungsmittel
wurde unter Vakuum entfernt, um Ligand 5 als ein orangefarbenes Öl zu ergeben. 31P-NMR (CD2Cl2): δ 163.
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BEISPIEL 5A
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Hydroformylierung von Butadien unter verwendung
des Liganden 5
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Eine
Lösung,
enthaltend Rh(acac)(CO)2 (0,043 g), Ligand
5 (0,19 g), 1,3-Butadien (5,1 g) und 1,2-Dichlorbenzen (1,0 g, GC – interner
Standard) in 50 ml Toluen, wurde in einer Trockenbox hergestellt.
Diese Lösung
wurde unter einem Strom von H2/CO in einen
100 ml fassenden Autoklaven geladen. Der Autoklav wurde auf 100
psig (0,69 MPa) mit H2/CO (1:1) beschickt
und auf 95°C
erhitzt. Sobald sich die Temperatur stabilisiert hatte, wurde der
Druck auf 1000 psig (6,9 MPa) angeglichen. Das Gemisch wurde bei
ca. 900 U/min mit einem luftgetriebenen Rotationsrührer 45
Minuten gerührt.
Die Proben wurden über
ein Nadelventil entnommen und mithilfe der Gaschromatographie an
einem Hewlett Packard 5890A Chromatographen mit einer Quarzkapillarsäule (Modell
DB5, 30 m, 0,32 mm ID, 0,25 μm
Filmdicke), erworben von J & W
Scientific, analysiert. Nach 30 Minuten deutete die GC-Analyse auf
eine Umwandlung von Butadien hin: 66%; Selektivität für 3- und
4-Pentenale: 77% auf einer Mol-Basis. Nach 45 Minuten deutete die
GC-Analyse auf eine Umwandlung von Butadien hin: 83%; Selektivität für 3- und
4-Pentenale: 76% auf einer Mol-Basis.
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BEISPIEL 6
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Eine
Lösung,
enthaltend Triethylamin (0,68 g, 6,7 mmol) und 2,5-Dimethylphenol
(0,85 g, 7 mmol) in 10 ml Toluen, wurde einer Lösung, die 1,1'-Bis(dichlorphosphino)ferrocen
(0,63 g, 1,6 mmol) in 25 ml Toluen enthielt, langsam zugefügt. Dieses
Gemisch wurde 18 Stunden bei 25°C
rühren
lassen. Die Lösung
wurde durch Celite filtriert, und das Lösungsmittel wurde unter Vakuum
entfernt. Der Rückstand
wurde in Toluen aufgelöst
und durch Celite und neutrales Aluminiumoxid filtriert. Das Toluen
wurde unter Vakuum entfernt, um Ligarad 6 als einen orangefarbenen
Feststoff zu ergeben. 31P-NMR (CD2Cl2): δ 163.
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BEISPIEL 6A
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Hydroformylierung von Butadien unter verwendung
des Liganden 6
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Eine
Lösung,
enthaltend Rh(acac)(CO)2 (0,043 g), Ligand
6 (0,25 g), 1,3Butadien (4,3 g) und 1,2-Dichlorbenzen (1,1 g, GC – interner
Standard) in 50 ml Toluen, wurde in einer Trockenbox hergestellt.
Diese Lösung
wurde unter einem Strom von H2/CO in einen
100 ml fassenden Autoklaven geladen. Der Autoklav wurde auf 100
psig (0,69 MPa) mit H2/CO (1:1) beschickt
und auf 95°C
erhitzt. Sobald sich die Temperatur stabilisiert hatte, wurde der
Druck auf 1000 psig (6,9 MPa) angeglichen. Das Gemisch wurde bei
ca. 900 U/min 240 Minuten mit einem luftgetriebenen Rotationsrührer gerührt. Die
Proben wurden über
ein Nadelventil entnommen und mithilfe der Gaschromatographie an
einem Hewlett Packard 5890A Chromatographen mit einer Quarzkapillarsäule (Modell
DB5, 30 m, 0,32 mm ID, 0,25 μm
Filmdicke), erworben von 7 & W
Scientific, analysiert. Nach 150 Minuten deutete die GC-Analyse
auf eine Umwandlung von Butadien hin: 74%; Selektivität für 3- und 4-Pentenale:
82% auf einer Mol-Basis. Nach 45 Minuten deutete die GC-Analyse
auf eine Umwandlung von Butadien hin: 78%; Selektivität für 3- und
4-Pentenale: 73% auf einer Mol-Basis.
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BEISPIEL 6B
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Hydroformylierung
von Butadien unter verwendung des liganden 6
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Eine
Lösung,
enthaltend Rh(acac)(CO)2 (0,086 g), Ligand
6 (0,58 g) und 1,2-Dichlorbenzen (2,1 g, GC – interner Standard) in 56,7
g Toluen, wurde in einer Trockenbox hergestellt. Diese Lösung wurde
unter einem Strom von H2/CO in einen 100
ml fassenden Autoklaven geladen. Der Autoklav wurde auf 100 psig
(0,69 MPa) mit H2/CO (1:1) beschichtet,
dann wurden mit einer Spritzenpumpe 41 ml Butadien zugefügt und auf
95°C erhitzt.
Sobald sich die Temperatur stabilisiert hatte, wurde der Druck auf
930 psig (6,4 MPa) angeglichen. Das Gemisch wurde bei ca. 900 U/min
240 Minuten mit einem luftgetriebenen Rotationsrührer gerührt. Die Proben wurden über ein
Nadelventil entnommen und mithilfe der Gaschromatographie an einem
Hewlett Packard 5890A Chromatographen mit einer DB5 Quarzkapillarsäule (30
m, 0,32 mm ID, 0,25 μm
Filmdicke), erworben von J & W
Scientific, analysiert. Nach 30 Minuten deutete die GC-Analyse auf
eine Umwandlung von Butadien hin: 53,5%; Selektivität für 3- und
4-Pentenale: 98,5% auf einer Mol-Basis. Nach 120 Minuten deutete
die GC-Analyse auf die Umwandlung von Butadien hin: 85%; Selektivität für 3- und
4-Pentenale: 90% auf einer Mol-Basis.
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BEISPIEL 7
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Eine
Lösung,
enthaltend Triethylamin (0,63 g, 6,2 mmol) und 2-Methyl-1-naphthol
(1,0 g, 6,3 mmol) in 10 ml Toluen, wurde einer Lösung, die 1,1'-Bis(dichlorphosphino)ferrocen
(0,60 g, 1,5 mmol) in 20 ml Toluen enthielt, langsam zugefügt. Dieses
Gemisch wurde 18 Stunden bei 25°C
rühren
lassen. Die Lösung
wurde durch Celite und neutrales Aluminiumoxid filtriert. Das Lösungsmittel
wurde unter Vakuum entfernt, um Ligand 7 als ein orangefarbenes Öl zu ergeben. 31P-NMR (CD2Cl2): δ 164.
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BESPIEL 7A
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Hydroformylierung von Butadien unter verwendung
des Liganden 7
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Eine
Portion einer Lösung
von 29,3 g, enthaltend Rh(acac)(CO)2 (0,086
g), Ligand 7 (0,7 g) in 58 g Toluen, wurde mit 1,2-Dichlorbenzen
(0,5 g, GC – interner
Standard) kombiniert. Diese Lösung
wurde unter einem Strom von H2/CO in einen
100 ml fassenden Autoklaven geladen. Der Autoklav wurde auf 100
psig (0,69 MPa) mit H2/CO (1:1) beschickt,
dann wurden mit einer Spritzenpumpe 12,1 ml Butadien zugefügt und auf 95°C erhitzt.
Sobald sich die Temperatur stabilisiert hatte, wurde der Druck auf
930 psig (6,4 MPa) angeglichen. Das Gemisch wurde bei ca. 900 U/min
240 Minuten mit einem luftgetriebenen Rührer gerührt. Die Proben wurden über ein
Nadelventil entnommen und mithilfe der Gaschromatographie an einem
Hewlett Packard 5890A Chromatographen mit einer Quarzkapillarsäule (Modell
DB5, 30 m, 0,32 mm ID, 0,25 μm
Filmdicke), erworben von J & W
Scientific, analysiert. Nach 30 Minuten deutete die GC-Analyse auf
eine Umwandlung von Butadien hin: 59%; Selektivität für 3- und
4-Pentenale: 94,6% auf einer Mol-Basis. Nach 90 Minuten deutete die
GC-Analyse auf eine Umwandlung von Butadien hin: 84,9%; Selektivität für 3- und
4-Pentenale: 84% auf einer Mol-Basis.
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VERGLEICHSBEISPIEL 8
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Eine
Lösung,
enthaltend Rh(acac)(CO)2 (0,041 g), Bis(diphenylphosphino)butan
(0,064 g DPPB), 1,3-Butadien (4,0 g BD) und 1,2-Dichlorbenzen (1,0
g ODCB, GC – interner
Standard) in 47 ml Toluen, wurde in einer Trockenbox hergestellt.
Diese Lösung
wurde unter einem Strom von H2/CO in einen
100 ml fassenden Autoklaven geladen. Der Autoklav wurde auf 100
psig (0,69 MPa) mit H2/CO (1:1) beschickt
und auf 95°C
erhitzt. Sobald sich die Temperatur stabilisiert hatte, wurde der
Druck auf 1000 psig (6,9 MPa) angeglichen. Das Gemisch wurde bei
ca. 900 U/min mehrere Stunden mit einem luftgetriebenen Rotationsrührer gerührt. Die Proben
wurden über
ein Nadelventil entnommen und mithilfe der Gaschromatographie an
einem Hewlett Packard 5890A Chromatographen mit einer Quarzkapillarsäule (Modell
DB5, 30 m, 0,32 mm ID, 0,25 μm
Filmdicke), erworben von J & W
Scientific, analysiert. Nach 63 Minuten deutete die GC-Analyse auf
eine Umwandlung von Butadien hin: 70%; Selektivität für 3- und
4-Pentenale: 86% auf einer Mol-Basis.
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Die
Daten vom vorstehenden Verfahren werden in der FIGUR zusammen mit
den Daten für
den Liganden 2 aus Beispiel 2A aufgetragen. Die Vergleichsergebnisse
zeigen den Vorteil der Phosphonitliganden (z. B. Ligand 2) gegenüber den
Phosphinitliganden im Stand der Technik (z. B. Bis(diphenylphosphino)butan;
Ohgomori, et al., N. J. Mol. Catal. 1998, 133, 289-291). Das Phosphonit
erreicht insgesamt eine höhere
Umwandlung in die gewünschten
Produkte (3- und 4-Pentenale) in einer kürzeren Zeit.
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Nachdem
die Erfindung auf diese Weise mit einem gewissen Grad der Ausführlichkeit
beschrieben und erläutert
wurde, sollte erkannt werden, dass die folgenden Ansprüche in keiner
Weise als eingeschränkend
angesehen werden dürfen,
sondern in den Umfang fallen sollen, der dem Wortlaut von jedem
Bestandteil der Ansprüche
und ihren Äquivalenten
davon entspricht.