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Die
Erfindung betrifft eine Druckmaschine mit Druckzylindern und einer
Vorrichtung zur wechselweisen Reinigung von zwei oder mehr nahen
Zylindern mit einer einzigen Reinigungsvorrichtung.
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Vorrichtungen
dieser Art sind beispielsweise in den Patenten
US-5 408 930 (Loos) und
US-5 479 857 (Braun) beschrieben,
in denen die Reinigungsvorrichtung um eine Achse parallel zu der
Druckvorrichtung schwingen kann, die so wechselweise an einem der
beiden Zylinder der Druckmaschine ausgerichtet werden kann, die
zueinander nah und parallel sind. Sobald die Druckvorrichtung bezüglich eines Zylinders
korrekt ausgerichtet wurde, wird die Druckvorrichtung elastisch
verformt oder in die Richtung des Zylinders selbst gedrückt, um
das Tuch, das mit den Reinigungsflüssigkeiten getränkt ist,
mit diesem in Kontakt zu bringen. Diese Vorrichtungen sind nicht dafür vorgesehen,
auch an Zylindern verwendet zu werden, die mit Spalten in der Oberfläche versehen sind,
die z. B. Klammern aufnehmen, wie beispielsweise bei Druckzylindern,
angesichts der Tatsache, dass das Reinigungstuch mit den Klammern
verhaken und zerrissen werden könnte.
Ebenfalls bekannt ist die Vorrichtung, die in dem Dokument
WO 00/34045 namens derselben
Anmelder beschrieben ist, bei der die Reinigungsvorrichtung von
Mitteln gestützt
wird, die bei entsprechender Steuerung zusammen mit dieser eine
Dreh- oder Schwingbewegung um eine reale oder virtuelle Achse ausführen, die
parallel und zwischen den beiden zu reinigenden Zylindern angeordnet
ist, während
andere geeignete Mittel diese Reinigungsvorrichtung zwingen, eine gleichzeitige
Dreh- oder Schwingbewegung um ihre eigene Längsachse auszuführen, wobei
sie die Befestigungspunkte mit den Stützmitteln passiert. Diese Vorrichtung,
die sich von den in den oben genannten Patenten
US-5 408 930 (Loos) und
US-5 479 857 (Braun) dargestellten
unterscheidet, ist mit einer Komponente zur senkrechten Verschiebung
bezüglich
des zu reinigenden Zylinders versehen, die so verwendet wird, dass
die Vorrichtung automatisch ein Verhaken der Reinigungstücher mit
den Klammern eines Druckzylinders verhindern kann. Zu diesem Zweck
ist die Reinigungsvorrichtung wenigstens an einem Ende mit einer
Leerlaufwalze versehen, die mit wenigs tens einem Nocken zusammenwirken kann,
der seitlich an dem Druckzylinder in dem Bereich der Klammern angebracht
ist. Immer, wenn die Walze an dem Nocken angreift, wird die Reinigungsvorrichtung
automatisch von dem zu reinigenden Zylinder weg bewegt, wodurch
ein Verhaken mit den Klammern vermieden wird, und wenn der Nocken überwunden
ist, kehrt die Reinigungsvorrichtung wieder in den Kontakt mit dem
Zylinder zurück,
aufgrund des elastischen Schubs, der von den pneumatischen Zylindern
gewährleistet
wird, die die Verschiebung der betreffenden Vorrichtung steuern.
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Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung, die dieselben Funktionen erfüllt wie
die in dem oben genannten Dokument
WO
00/34045 beschriebene Vorrichtung, die aber im Unterschied
zu dieser in ihrer Konstruktion vereinfacht ist, indem sie die gleiche Reinigungsvorrichtung
als Drehstabfeder verwendet. Die Einheit der Reinigungsvorrichtung
ist an ihren Enden mit Bolzen versehen, die zu der Druckvorrichtung
parallel sind und zueinander ausgerichtet sind und an deren weiter
vorstehenden Enden jeweils koaxial angebrachte Leerlaufwalzen angeordnet
sind, die in geradlinigen Führungen
gleiten, die an dem Rahmen der Maschine befestigt sind und bezüglich des
Zylinders, der die Spalte aufweist, fast radial ausgerichtet sind.
Auf diesen Bolzen werden anschließend identische Zahnräder verkeilt,
die mit entsprechenden Zahnstangen eingreifen, die feststehend und
parallel zu den geradlinigen Führungen
sind, so dass die Reinigungsvorrichtung parallel zu den Zylindern
verschoben werden kann, indem sie gleichzeitig um sich selbst dreht,
so dass sie senkrecht gegen einen der beiden Zylinder ausgerichtet
wird. Auf den Bolzen sind drehbar angebrachte Träger angeordnet, die zum Anheben
und Absenken mit dem Schaft pneumatischer Zylinder verbunden sind,
um die Vorrichtung mit dem Reinigungsstab korrekt ausgerichtet und
nah an einen der beiden zu reinigenden Zylinder zu bringen. An denselben
Achsen sind schließlich koaxial
angebrachte Lager angeordnet, die mit ihrem äußeren Ring mit den Nocken zusammenwirken
können,
die seitlich an dem Druckzylinder im Bereich der Spalte angeordnet
sind.
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Weitere
kennzeichnende Merkmale der Erfindung und die daraus erwachsenden
Vorteile werden aus der folgenden Beschreibung einer bevorzugten
Ausführungsform
deutlicher ersichtlich, die nur als nicht einschränkendes
Beispiel in den Figuren in den beigefügten Zeichnungsseiten angeführt wird,
in denen:
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1 eine
teilweise geschnittene Vorderansicht der Einrichtung ist;
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2, 3 und 4 Seitenansichten
der Einrichtung sind, die während
der wechselweisen Zusammenwirkung mit den beiden Zylindern der Druckmaschine
aufgenommen sind;
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5 die
Vorrichtung von der Seite und mit weiteren Einzelheiten zeigt, die
in 2–4 nicht sichtbar
sind.
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Unter
Bezugnahme auf 1 und 5 ist zu
beachten, dass die Reinigungsvorrichtung beispielsweise einen starken
Stab B aufweist, der parallel zu sich selbst die Druckvorrichtung
P selbständig und
beweglich trägt
und der die Anordnung der Düsen
zur Abgabe des Reinigungsfluids auf das Tuch T trägt, das
seinerseits zu der Anordnung B, P geführt wird, von der Walze R1
abgerollt wird und auf der Walze R2 aufgenommen wird, wobei die
Walzen und der Stab B von Schultern F, F' getragen werden. Es ist hervorzuheben,
dass die Reinigungsvorrichtung von beliebiger bekannter Art sein
kann, und sogar anders als die zuvor genannte, z. B. von der Art,
die eine Bürste
aufweist, die mit dem zu reinigenden Zylinder in Kontakt treten
soll und auf die das Reinigungsfluid von den Düsen gesprüht wird. Die einzige Bedingung,
die eine Reinigungsvorrichtung erfüllen muss, um bei der erfindungsgemäßen Verbesserung Verwendung
zu finden, ist, dass sie zusammen mit den Schultern F, F' eine steife Struktur
bilden muss, die einen hohen Grad an Widerstand gegenüber Torsionsbeanspruchungen
bietet.
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In 2 und 3 bezeichnet
C1 den Gummizylinder und C2 bezeichnet den Druckzylinder mit den
Spalten G, in denen die Klammern E untergebracht sind und die die
Nocken D auf der Höhe
der Klammern aufweisen. Die Reinigungsvorrichtung ist in dem Bereich
des reziproken Kontakts der beiden zu reinigenden Zylinder C1 und
C2 parallel dazu angeordnet und weist identische Bolzen 1, 1' auf, die senkrecht
an der Außenseite
der Schultern F, F' parallel
zu den Bauteilen B, P, R1, R2 und axial zwischen ihnen angeordnet
sind und die in zwei Abschnitte 101, 101' und 201, 201' unterteilt
sind, deren Durchmesser sich nach außen verkleinert.
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An
den Abschnitten 101, 101', die einen größeren Durchmesser haben, sind
koaxial angebrachte Lager 2, 2' angeordnet, die einen identischen
Durchmesser haben und die mit den seitlichen Nocken D des Druckzylinders
C2, die im Bereich der Klammern E angeordnet sind, zusammenwirken
sollen.
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An
den Abschnitten 201, 201', die einen kleineren Durchmesser
der Bolzen 1, 1' haben,
sind die Träger 3, 3' drehbar angebracht
und an dem Schaft pneumatischer Heber 4, 4' befestigt,
die identische Merkmale aufweisen, mit ihrem Körper bei 5, 5' an den Seiten
S, S' der Druckmaschine
verankert sind und mit ihrer Längsachse
in einer Richtung ausgerichtet sind, die bezüglich des Druckzylinders C2
im Wesentlichen radial ist.
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An
den Enden der Bolzen 1, 1' sind die Walzen 6, 6' vorstehend
und koaxial befestigt, die identische Merkmale aufweisen und in
geradlinigen Führungsschlitzen 7, 7' gleiten, die
parallel zu der Längsachse
der Heber 4, 4' angeordnet
und in den Platten 8, 8' ausgebildet sind, die an den oben
genannten Seiten S, S' befestigt
sind.
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An
den Abschnitten 201, 201' der Bolzen 1, 1', die von den
Trägern 3, 3' frei bleiben,
sind Zahnräder 9, 9' verkeilt, die
identische Merkmale aufweisen und in entsprechenden Zahnstangen 10, 10' eingreifen,
die parallel zu den Schlitzen 7, 7' angeordnet und an den Platten 8, 8' befestigt sind.
Es ist offensichtlich, dass nach der Betätigung der Heber 4, 4' der Stab B
zusammen mit der Druckvorrichtung P in die Nähe entweder des Zylinders C1
oder des Zylinders C2 gebracht werden kann, während er genau parallel zu
den Zylindern bleibt und gleichzeitig um die Achse der Bolzen 1, 1' dreht, so dass
er wechselweise mit der Druckvorrichtung P senkrecht an einem oder
dem anderen Zylinder ausgerichtet wird. Die Reinigungsvorrichtung
wirkt als Drehstabfeder, und die beiden Endritzel 9, 9' wirken zusammen
mit den zugeordneten Zahnstangen 10, 10' so, dass die
winkelartigen und linearen Verschiebungen der gegenüberliegenden
Enden der Vorrichtung genau identisch und synchronisiert sind, wodurch
die genauere und konstantere Parallelität zwischen der Vorrichtung
und den zu reinigenden Zylindern garantiert wird.
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Bezüglich 2 ist
zu beachten, dass, wenn die Heber 4, 4' am Ende der
Rückzugsstrecke
ihres Schaftes sind, die Walzen 6, 6' an dem oberen
Ende der Führungsschlitze 7, 7' anliegen und
die Druckvorrichtung P zum Reinigen des Gummizylinders C1 ausgerichtet
und positioniert ist. Wenn statt dessen die Heber 4, 4' in einem Zustand
sind, bei dem ihr Schaft ausgefahren ist, liegen die Walzen 6, 6' an dem unteren
Ende der Schlitze 7, 7' an, wie in 3 gezeigt,
und die Druckvorrichtung P ist zum Reinigen des Zylinders C2 ausgerichtet
und positioniert. Die Lager 2, 2' sind in diesem Fall entlang der
Drehkreise der seitlichen Nocken D des Zylinders C2 positioniert, so
das immer, wenn diese mit den Lager 2, 2' zusammenwirken,
die gesamte Reinigungsvorrichtung angehoben wird und gleichzeitig
um einen kleinen Betrag entgegen dem Uhrzeigersinn dreht, wie in 4 gezeigt,
um zu vermeiden, dass die Druckvorrichtung P zusammen mit dem Reinigungstuch
T mit den Klammern E des Zylinders C2 verhakt. Diese Anhebebewegung
geschieht gegen den Luftdruck in der aktiven Kammer der Heber 4, 4', so dass die
Einrichtung automatisch in ihre Betriebsstellung von 3 zurückkehrt,
sobald das System P-T die Klammern E passiert hat. Die Umrisse der
Nocken D sind so, dass sie eine fortschreitende Näherung der
Reinigungsvorrichtung an den zu reinigenden Zylinder ermöglichen.
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Immer,
wenn die Reinigungseinrichtung in ihrer Ruhestellung ist, wobei
die Druckvorrichtung P bezüglich
der aktiven Position gemäß 2–5 zurückgezogen
ist, kann die Baugruppe B-P in eine Position gebracht werden, die
von den Zylindern C1, C2 gleich beabstandet ist, wobei die Walzen 6, 6' in der Zwischenposition
der Führungsschlitze
positioniert sind, und geeignete Mittel können vorgesehen sein, um die
Einrichtung in diesem Zustand zu halten, während die Heber 4, 4' deaktiviert
sind. Diese Mittel können
beispielsweise eine servogesteuerte Falle umfassen, die an einer
der Schultern S, S' so
angebracht ist, dass sie in einen der Schlitze 7, 7' greifen kann
und unter einer der Walzen 6, 6' eingreift, oder sie können wenigstens
eine Klinke umfassen, die scharnierartig an einem der Träger 3, 3' angebracht ist
und mit dem nahen Zahnrad 9, 9' zusammenwirkt, um dessen Drehung
in der Richtung zu verhindern, die ein Absenken der Vorrichtung
bewirkt, und die mit einer kleinen Servosteuerung zur Neutralisierung verbunden
ist, die pneumatisch oder elektrisch betrieben wird. Die Anhebe-
und Absenkbewegung der Reinigungsvorrichtung kann auf andere als
die dargestellte Art bewirkt werden, indem an Stelle eines pneumatischen
Hebers 4 ein Heber mit Schraube und Mutter verwendet wird,
der elektrisch oder mittels einer anderen Servosteuerungsvorrichtung
mit nicht umkehrbarer Bewegung, falls dies nicht erwünscht ist,
betrieben wird. In diesem Fall ist das bewegbare Element des nicht
umkehrbaren Systems mit dem Träger 3 verbunden,
wobei ein kleines Teleskopmittel dazwischen angeordnet ist, das
normalerweise ausgefahren ist, beispielsweise eine Feder eines Gas- Stoßdämpfers,
um die korrekte Betätigung
der Einrichtung bei ihrem Zusammenwirken mit den Nocken D des Zylinders
C2 zu gewährleisten.
Alle diese Mittel sind nicht dargestellt, da sie vorstellbar sind und
vom Fachmann auf der Grundlage der oben stehenden Beschreibung ohne
weiteres konstruiert werden können.
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Es
ist zu beachten, dass durch geeignete Abmessungen der entsprechenden
Komponenten die Vorrichtung auch zum Reinigen eines dritten Zylinders
verwendet werden kann, der beispielsweise mit dem Zylinder C1 zusammenwirkt
und dem Zylinder C2 gegenüberliegt.