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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Interferenzmikroskop und ein
Verfahren zum Bedienen eines Interferenzmikroskops. Als das Interferenzmikroskop
wird insbesondere ein 4p-Mikroskop, ein Stehwellenfeldmikroskop
oder ein I2M-, I3M-
oder I5M-Mikroskop bereitgestellt. Dem Objekt
ist mindestens ein Objektträger
zugeordnet.
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Interferenzmikroskope
der Art kennt man aus dem Praxiseinsatz.
EP 0 491 289 A1 zum Beispiel
offenbart ein doppel-konfokales Elektronenrastermikroskop oder 4p-Mikroskop, bei dem
ein Objekt punktförmig
durch zwei Mikroskopobjektive, die einander gegenüberliegend
angeordnet sind, beleuchtet wird. Dank dieser doppelseitigen Beleuchtung
des Objekts und/oder der doppelseitigen Detektion des Lichts, das
von dem Objekt kommt, wird ein Interferenzmuster erzeugt, mit dem
eine Erhöhung
der axialen Auflösung
erreicht werden kann.
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US-Patent Nr. 4,621,911 offenbart
ein Stehwellenfeldmikroskop, bei dem ein Stehwellenfeld oder Interferenzmuster,
das der Beleuchtung eines Objekts dient, durch die Überlagerung
zweier Lichtstrahlen gebildet wird, die in kollimierter Form verlaufen.
Dieses Stehwellenfeld hat Ebenen von gleicher Beleuchtungsintensität, die parallel
zur Fokalebene der Mikroskopobjektive ausgerichtet sind, wobei die Beleuchtungsintensität von einem
maximalen Beleuchtungsintensitätswert
zu einem minimalen Beleuchtungsintensitätswert variiert und die wechselnde
Beleuchtungsvariation periodisch entlang der optischen Achse der
Mikroskopobjektive fortgesetzt wird. Mit diesem interferometrischen
Beleuchtungsverfahren können
fluoreszente Objekte angeregt werden, entsprechend dem Beleuchtungsmuster
zu fluoreszieren, wodurch auch eine Verbesserung der axialen Auflösung ermöglicht wird.
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US-Patent Nr. 5, 671, 085 offenbart
einem I
2M-, I
3M-
oder I
5M-Mikroskop, bei dem ein Objekt auch
angeregt wird, mit einer im Hellfeld auftreffenden Beleuchtung durch
zwei Mikroskopobjektive, die einander gegenüberliegend angeordnet sind,
zu fluoreszieren. Auch hier kann das Beleuchtungslicht und/oder
detektierte Licht veranlasst werden zu interferieren, wodurch es
auch wieder möglich
wird, Verbesserungen der axialen Auflösung zu erreichen.
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Ganz
allgemein ausgedrückt,
weisen Interferenzmikroskope einen Beleuchtungsstrahlweg von mindestens
einer Lichtquelle sowie einen detektierten Strahlweg von mindestens
einem Detektor auf. In den oben angesprochenen Interferenzmikroskopen sind
zwei Objektive auf jeder Seite der Objektebene angeordnet, wobei
die Objektive aufeinander gerichtet sind. Mindestens ein Strahlteiler
zum Verteilen des Beleuchtungslichts zu den Objektiven und ein Strahlkombinierer
zum Kombinieren des von den Objektiven kommenden Detektionslichts
sind in dem Beleuchtungsstrahlweg und in dem detektierten Strahlweg
angeordnet. Der Strahlteiler und der Strahlkombinierer können als
ein und dieselbe Komponente konfiguriert werden. Objekte, die speziell
mit Fluoreszenzmarkern gefärbt
sind, insbesondere biologische Objekte, werden in der Regel mit
den oben angesprochenen Interferenzmikroskopen untersucht. In diesem
Kontext wird das Licht der Lichtquelle dafür verwendet, die Fluoreszenzmarker
anzuregen, und nur dieses fluoreszente Licht wird durch den Detektor
detektiert.
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Aufgrund
ihres interferometrischen Aufbaus und der geringen Abmessungen des
Objektivfokus' sind
Interferenzmikroskope dieser Art überaus anfällig für Stöße, Vibrationen und Wärmeausdehnung. Der
Ausgleich von Differenzen der optischen Weglänge zwischen den Strahlwegsegmenten
des Interferometers ist insbesondere eine kritische beeinflussende
Variable für
den erfolgreichen Betrieb eines Interferenzmikroskops. Die Differenzen
der optischen Weglänge
müssen
so gering sein, dass einerseits das Beleuchtungslicht, das durch
die zwei Strahlwegsegmente des Interferometers verläuft, interferieren können; d.
h. die Differenz der optischen Weglänge zwischen den zwei Strahlwegsegmenten
des Interferometers muss kleiner sein als die Kohärenzlänge des
Beleuchtungslichts. Andererseits müssen die zwei Strahlwegsegmente
des Interferometers im Hinblick auf die Differenz der optischen
Weglänge
so aneinander angeglichen werden, dass eine konstruktive Interferenz
in der Objektregion des Interferenzmikroskops vorliegt.
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Bei
den bisher implementierten Interferenzmikroskopen erfolgt die Ausrichtung
der Interferenzstrahlwegsegmente in der Praxis auf der Basis von Detektionen
einzelner Objektregionen. Zum Beispiel wird ein axialer optischer
Schnitt durch ein punktartiges oder lineares Objekt erfasst, und
die Ausrichtung des Interferenzmikroskops erfolgt auf der Basis
seines Intensitätssignalprofils.
Anhand des axialen Intensitätssignalprofils
können
Rückschlüsse auf
die Ist-Beleuchtungsbedingungen gezogen werden, die in der Objektregion
vorliegen, d. h. ob eine konstruktive oder destruktive Interferenz
vorliegt. Diese Ausrichtung ist komplex und muss durch den Bediener des
Interferenzmikroskops individuell vorgenommen werden. Des Weiteren
ist ein hohes Maß an
Erfahrung seitens des Bedieners für eine erfolgreiche Ausrichtung
unverzichtbar, so dass Interferenzmikroskope dieser Art schlussendlich
nur von einer kleinen Gruppe von Bedienern benutzt werden können. Dieser
Umstand hat bisher die weite Verbreitung der oben besprochenen Interferenzmikroskope
behindert.
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Es
ist darum die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Interferenzmikroskop
dieser Art und ein Verfahren zum Bedienen eines solchen Interferenzmikroskop
zu beschreiben und weiterzuentwickeln, womit es möglich ist,
die Phasenposition des interferierenden Lichts in der Objektregion
zu bestimmen, um auf dieser Basis das Interferenzmikroskop auszurichten.
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Das
Interferenzmikroskop gemäß der vorliegenden
Erfindung erfüllt
die oben angesprochene Aufgabe mit Hilfe der Merkmale von Anspruch
1.
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Was
gemäß der vorliegenden
Erfindung erkannt wurde, ist erstens, dass es möglich ist, auf die Detektion
einzelner Objektregionen zum Bestimmen der Phasenposition zu verzichten,
wenn mindestens ein in geeigneter Weise konfigurierter planarer
Bereich des Objektträgers
als ein Referenzobjekt verwendet wird. Speziell bei der Detektion
von fluoreszenten Objekten verringert dies die Belastung des zu detektierenden
fluoreszenten Objekts, da die erforderlichen Messungen zum Detektieren
der Phasenposition des interferierenden Lichts an dem planaren Bereich
des Objektträgers
vorgenommen werden können.
Ein Bleichen des fluoreszenten Objekts lediglich zum Zweck der Phasenbestimmung
kann somit vermieden werden, da die Messung zum Bestimmen der Phasenposition
des interferierenden Lichts in einer Region des planaren Bereichs
des Objektträgers
erfolgen kann, die hinreichend weit von dem Objekt entfernt ist,
damit das Objekt allenfalls geringfügig zum Fluoreszieren angeregt
wird. Eine Referenzmessung in einem planaren Bereich des Objektträgers unter
Verwendung von Licht mit einer Wellenlänge, die nicht geeignet ist,
die Fluoreszenzmarker anzuregen, wäre auch denkbar, aber auch
sie würde kein
kontrastreicheres Messsignal des Objekts erbringen, da das Objekt
allgemein nur schwach absorbiert.
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Darum
ist gemäß der vorliegenden
Erfindung der planare Bereich des Objektträgers so konfiguriert, dass
er durch Lichtmikroskopie detektiert werden kann. Für diesen
Zweck wird insbesondere ein planarer Bereich des Objektträgers so
konfiguriert oder präpariert,
dass Licht an dem planaren Bereich reflektiert oder indu ziert werden
kann.
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Ein
planarer Bereich des Objektträgers,
der so konfiguriert ist, dass er durch Lichtmikroskopie detektiert
werden kann, könnte
mittels einer mindestens teilweise reflektierenden Beschichtung
einer Oberfläche
des Objektträgers,
zum Beispiel in Form eines einseitig beschichteten Deckglases, implementiert werden.
Als eine Alternative dazu könnte
der Objektträger
eine reflektierende oder lumineszente Schicht zwischen zwei Glasplatten
aufweisen, so dass ein planarer Bereich, der so konfiguriert ist,
dass er durch Lichtmikroskopie detektiert werden kann, durch die Schicht
gebildet wird. Zwei Glasplatten mit unterschiedlichen Materialeigenschaften
in direktem Kontakt miteinander könnten auch einen planaren Bereich
bilden, der so konfiguriert ist, dass er durch Lichtmikroskopie
detektiert werden kann. Wenn zum Beispiel die Brechungsindizes der
zwei Glasplatten sich voneinander unterscheiden, so ist der planare Bereich
durch Lichtmikroskopie mittels Brechungsindexübergangs detektierbar. Des
Weiteren kann die Verwendung von Kristall- oder Glasplatten mit
holografischen Beschichtungen oder Konfigurationen zu einem planaren
Bereich führen,
der so konfiguriert ist, dass er durch Lichtmikroskopie detektiert
werden kann. Als eine Alternative dazu kann eine Oberfläche des
Objektträgers
mit einer fluoreszenten Schicht überzogen
sein, so dass fluoreszentes Licht an der Oberfläche induziert werden kann.
Obgleich ein planarer Bereich gewöhnlich eine zweidimensionale Ausdehnung
hat, ist in diesem Kontext ein "planarer Bereich" gewiss auch als
eine Schicht oder ein Gegenstand mit einer dreidimensionalen Ausdehnung zu
verstehen, auch wenn er nur eine geringe physische Ausdehnung in
einer Dimension aufweist.
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Eine
Kombination dieser Möglichkeiten kommt
auch in Betracht. In diesem Fall werden sowohl eine reflektierende
als auch eine fluoreszente Schicht angeordnet, so dass die fluoreszente
Schicht durch das Beleuchtungslicht zum Fluoreszieren angeregt wird
(d. h. fluoreszentes Licht wird induziert) und das Beleuchtungslicht
von der reflektierenden Schicht reflektiert wird.
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Dieses
induzierte und/oder reflektierte Licht wird durch einen Detektor
detektiert. Auf der Basis der detektierten Signale lassen sich Rückschlüsse auf
die Phasenposition direkt in der Objektregion des Interferenzmikroskops
ziehen, infolge dessen das Interferenzmikroskop entsprechend ausgerichtet
werden kann. In besonders vorteilhafter Weise macht diese Verfahrensweise
zum Bestimmen des Beleuchtungszustands in der Objektregion des Interferenzmikroskops
eine reproduzierbare und gleichzeitig objektive Messung möglich, da
das Ergebnis dieser Messung nur von der Oberfläche, die in einer festgelegten
Weise präpariert
wurde, oder von den festgelegten Eigenschaften des planaren Bereichs abhängt und
die Messung nicht an dem gemessenen Objekt ausgeführt zu werden
braucht. Diese Verfahrensweise führt
des Weiteren zwangsläufig
zu einem reproduzierbaren Ergebnis, was mit der aus dem Stand der
Technik bekannten Verfahrensweise nicht immer möglich ist (wo der Beleuchtungszustand
in der Objektregion am Objekt selbst detektiert wird), da zum Beispiel
das Objekt möglicherweise
keine geeigneten Strukturen aufweist, auf deren Basis Rückschlüsse auf
die tatsächlich
vorhandene Phasenposition des Beleuchtungslichts gezogen werden
können.
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Mindestens
ein planarer Bereich des Objektträgers könnte von teilweise reflektierender
Konfiguration sein. Zu diesem Zweck könnte die Oberfläche beschichtet
sein. Insbesondere könnte
die Oberfläche
in einer solchen Weise beschichtet sein, dass sie einen bestimmten
Grad an Reflexionsvermögen
aufweist, der vorzugsweise über
die gesamte Oberfläche
hinweg konstant ist. Die Beschichtung der Oberfläche könnte wellenlängenabhängig sein,
so dass zum Beispiel nur Licht einer bestimmten Wellenlänge an der
Beschichtung der Oberfläche
reflektiert wird. Als die Oberflächenbeschichtung
wird eine metallische oder dielektrische Beschichtung verwendet. Eine
dielektrische oder metallische/dielektrische Hybridbeschichtung
wäre ebenfalls
vorstellbar.
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In
einer weiteren vorteilhaften Weise weist mindestens eine Oberfläche des
Objektträgers
mindestens eine Schicht auf, die zum Lumineszieren, insbesondere
zum Fluoreszieren, angeregt werden kann. Diese lumineszente Schicht
könnte
eine Monoschicht sein. Monoschichten besitzen eine bestimmte Dicke,
die durch die Abmessung der verwendeten lumineszenten Moleküle und durch
ihre Anordnung auf der Oberfläche
bestimmt wird. Eine Monoschicht stellt somit eine ideale planare
Struktur dar, die für Lumineszenz
geeignet ist.
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In
besonders vorteilhafter Weise ist die Oberfläche des Objektträgers mit
mehreren lumineszenten Schichten versehen, von denen jede andere
lumineszente Eigenschaften aufweist. Diese lumineszenten Schichten
können
selektiv durch Licht unterschiedlicher Wellenlängen zum Lumineszieren angeregt
werden, und das lumineszente Licht, das durch die lumineszenten
Schichten abgestrahlt wird (das ebenfalls in der Wellenlänge differiert),
kann selektiv detektiert werden. In einer bevorzugten Ausführungsform
sind mehrere Monoschichten mit unterschiedlichen lumineszenten Eigenschaften,
die zum Lumineszieren angeregt werden können, als die Oberflächenbeschichtung
aufgebracht. Die eine oder die mehreren lumineszenten Schichten
können
mit Licht einer Lichtquelle zum Lumineszieren angeregt werden. Dies
könnte
die Lichtquelle des Interferenzmikroskops sein. Die Verwendung einer
zusätzlichen Lichtquelle,
die nur die Lumineszenz der lumineszenten Schicht anregt, ist ebenfalls
denkbar. Idealerweise sendet die Lichtquelle Licht unterschiedlicher
Wellenlängen
aus, so dass eine Oberfläche,
die mit mehreren unterschiedlichen lumines zenten Schichten beschichtet
ist, zum Lumineszieren mit Licht von dieser einen Lichtquelle angeregt
werden kann. Konkret ausgedrückt,
könnte
das ein Argon-Krypton-Laser sein, der gleichzeitig Licht der Wellenlängen 488
nm, 568 nm und 647 nm aussendet. Die Verwendung einer HBO-Lampe
ist auch möglich.
Mit diesem Licht unterschiedlicher Wellenlängen ist es auch möglich, unterschiedliche
lumineszente Wellenlängen
zum Lumineszieren anzuregen.
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In
einer alternativen Ausführungsform
sind Mittel vorhanden, um Licht mittels nicht-linearer Prozesse
in einem planaren Bereich des Objektträgers zu induzieren. Insbesondere
wird kohärente
Anti-Stokes-Raman-Streuung (KARS) als der nicht-lineare Prozess
verwendet. KARS ist ein Vierwellen-Mischprozess, der sich proportional
zum Quadrat der Intensität
des verwendeten Lichts verhält.
KARS tritt nur an Stellen auf, an denen es eine optische Asymmetrie
gibt, zum Beispiel eine Diskontinuität des Brechungsindexes, die
auf der Oberfläche
des Objektträgers
vorliegt, weil es dort einen Brechungsindexübergang von Glas zu dem Immersionsmedium gibt,
welches das Objekt umgibt.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
wird das Licht, das in dem planaren Bereich reflektiert und/oder
induziert wird, mit Hilfe des Detektors des Interferenzmikroskops
detektiert. Das ist insbesondere vorteilhaft, wenn das Licht, das
in dem planaren Bereich reflektiert/induziert wird, ungefähr im gleichen
Leistungsbereich und Wellenlängenbereich liegt
wie das Licht des zu detektierenden Objekts und an den Detektionsbereich
des Detektors des Interferenzmikroskops angepasst ist. Es ist aber
auch vorstellbar, dass das Licht, das in dem planaren Bereich reflektiert/induziert
wird, mit einem zusätzlichen
Detektor detektiert werden kann. Zu diesem Zweck wird das reflektierte/induzierte
Licht mittels mindestens einer optischen Komponente aus dem detektierten oder
Beleuchtungsstrahlweg des Interfe renzmikroskops ausgekoppelt und
in den zusätzlichen
Detektor geleitet. Zu diesem Zweck könnte eine herkömmliche Glasplatte
mit einem bestimmten Reflexions- oder Durchlässigkeitsgrad als die optische
Komponente verwendet werden. Ein dichroitischer Strahlteiler, ein Filter,
ein Prisma, ein Gatter und/oder eine spektral empfindliche Anordnung
wären ebenfalls
als die optische Komponente zum Auskoppeln des reflektierten/induzierten
Lichts denkbar. Insbesondere, wenn das Licht, das in dem planaren
Bereich des Objektträgers
induziert wird, fluoreszentes Licht einer fluoreszenten Schicht
ist, kann das fluoreszente Licht in spektral selektiver Weise unter
Verwendung einer spektral empfindlichen Anordnung zu dem Detektor geleitet
werden. Die spektral empfindliche Anordnung könnte zum Beispiel Linsen, Blenden
und ein Prisma oder ein Gitter aufweisen.
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Die
Detektion des Lichts, das in dem planaren Bereich des Objektträgers reflektiert
und/oder induziert wird, könnte
im Weitfeldmodus bewerkstelligt werden. Der Weitfeldmodus beinhaltet
eine planare Beleuchtung und/oder Detektion, wie man sie zum Beispiel
in einem Stehwellenfeldmikroskop oder einem I5M-Mikroskop
findet. Der Detektor, der das Licht detektiert, das in dem planaren
Bereich reflektiert/induziert wird, könnte entsprechend als ein planarer Detektor,
zum Beispiel in Form eines CCD-Chips, verkörpert sein.
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Das
Licht, das in dem planaren Bereich des Objektträgers reflektiert und/oder induziert
wird, könnte
konfokal detektiert werden. In diesem Fall erfolgt eine konfokale
Beleuchtung; d. h. das Licht, das zur Beleuchtung dient, wird auf
einen Punkt der Fokalebene des Mikroskopobjektivs fokussiert. Für eine konfokale
Detektion wird vor dem Detektor eine Lochblende angeordnet, die
vorzugsweise in einer Ebene angeordnet ist, die der Objektebene
des Objektivs entspricht. Die Beleuchtungs- oder Detektionslochblende
des Interferenzmikroskops könnte
als die Lochblende verwendet werden. Wenn die Detektion des Lichts,
das in dem planaren Bereich des Objektträgers reflektiert/induziert
wird, unter Verwendung des konfokalen Detektors des Interferenzmikroskops
bewerkstelligt wird, so ist die Lochblende, die vor dem Detektor
angeordnet ist, die Detektionslochblende des Interferenzmikroskops.
Wenn die Beleuchtungslochblende als die Lochblende dient, so könnte eine
optische Komponente, die zwischen der Lichtquelle und der Beleuchtungslochblende
angeordnet ist, das Licht, das in dem planaren Bereich des Objektträgers reflektiert/induziert
wird, aus dem Beleuchtungsstrahlweg auskoppeln und es einem entsprechend
angeordneten Detektor zuführen.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
wird dafür
gesorgt, dass die Bestimmung des Beleuchtungszustands in der Objektregion
des Interferenzmikroskops unter Verwendung von Licht von mindestens
einer zusätzlichen
Lichtquelle ausgeführt
wird. Wie bereits angesprochen, kann dies ein Lasersystem, ein Laser
oder eine HBO-Lampe
sein.
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In
einer konkreten Ausführungsform
besteht der Objektträger
aus Glas. Die Oberflächen
des Objektträgers
weisen idealerweise einen hohen Grad an Oberflächenplanarität auf, den
auch die Beschichtung oder die fluoreszente Schicht aufweist, die
auf eine Oberfläche
aufgetragen werden kann. Konkret ausgedrückt, könnte der Objektträger als
ein Deckglas konfiguriert sein. Diese könnten handelsübliche Deckgläser sein.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist das Objekt zwischen
zwei Objektträgern
angeordnet, vorzugsweise zwischen zwei Objektträgern, die als Deckgläser konfiguriert
sind. Vorzugsweise ist der planare Bereich des Objektträgers, der
dem Objekt zugewandt ist, in reflektierbarer oder induzierbarer
Weise konfiguriert.
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Hinsichtlich
des Verfahrens wird die eingangs genannte Aufgabe mittels der Merkmale
von Anspruch 11 erreicht.
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Insbesondere
wird das Licht detektiert, das in dem planaren Bereich reflektiert
und/oder induziert wird. Zu diesem Zweck wird ein Intensitätssignalprofil als
eine Funktion der axialen Position des planaren Bereichs detektiert.
Zur Detektion des axialen Intensitätssignalprofils wird das Objekt
zusammen mit dem Objektträger
entlang der optischen Achse des einen oder der mehreren Objektive
bewegt, und das Licht, das durch den planaren Bereich reflektiert und/oder
induziert wird, wird in diesem Kontext unter Verwendung eines Detektors
detektiert. Die axiale Positionierung des Objekts zusammen mit dem
Objektträger
könnte
kontinuierlich oder schrittweise bewerkstelligt werden. Für ein präzises Bewerkstelligen der
Signaldetektion wird zunächst
das Objekt zusammen mit dem Objektträger in einer solchen Weise
positioniert, dass der planare Bereich des Objektträgers in
der Fokusregion des Objektivs des Interferenzmikroskops angeordnet
ist. Infolge dessen ist es allgemein möglich, ein Signal des Lichts,
das in dem planaren Bereich reflektiert und/oder induziert wird,
zu detektieren.
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Insbesondere
wird das Detektieren mehrerer axialer Intensitätsprofile, insbesondere an
einem und/oder mehreren Punkten der Fokalebene, veranlasst. In einem
doppel-konfokalen Elektronenrastermikroskop oder 4p-Mikroskop findet
man die verschiedenen Punkte, an denen ein oder mehrere Intensitätssignalprofile
jeweils zu detektieren sind, mittels einer Strahlabtastung. Infolge
dessen würde
es vorteilhafterweise auch möglich
sein zu gewährleisten,
dass eine bestimmte Phasenbeziehung für mehrere Punkte der Fokalebene
existiert, so dass das Objekt mit dem Strahlabtastverfahren beleuchtet
und detektiert werden kann, wobei die gleiche bestimmte Phasenbeziehung
für unterschiedliche
Strahlablenkwinkel und -abtastwinkel existiert. Der wesentliche Vorteil
des Strahlabtastverfahrens liegt in der schnellen Objektdetektion.
Eine Alternative zu dem Strahlabtastverfahren wäre ein Objektabtastverfahren,
bei dem das Objekt zum Beispiel mäanderförmig durch den Fokus des stationären Beleuchtungsstrahls
bewegt wird.
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Speziell
im Hinblick auf eine Änderung
des Zustands des Interferenzmikroskops wird dafür gesorgt, dass mehrere Detektionen
axialer Intensitätssignalprofile
ausgeführt
werden, zum Beispiel um den Beleuchtungszustand in der Objektregion
des Interferenzmikroskops zu unterschiedlichen Zeiten zu bestimmen.
Vorzugsweise wird dafür
gesorgt, dass Detektionen des Intensitätssignalprofils auch während einer
Objektdetektion stattfinden. Wenn Licht unterschiedlicher Wellenlängen zum
Bestimmen des Beleuchtungszustands in der Objektregion des Interferenzmikroskops
verwendet wird, so wird dafür
gesorgt, dass eine Detektion eines axialen Intensitätssignalprofils
in jedem Fall für
das Licht jeder Wellenlänge
ausgeführt
wird. Jedes Licht einer unterschiedlichen Wellenlänge, das
in dem planaren Bereich reflektiert/induziert wird, würde entsprechend
einem Detektor zugeordnet und durch diesen detektiert werden. In
diesem Fall wäre
eine gleichzeitige Detektion des Lichts der unterschiedlichen Wellenlängen möglich. Es
wäre ebenso
denkbar, das Licht unterschiedlicher Wellenlängen jedes Mal ein und demselben Detektor
zuzuführen.
In diesem Fall ist nur eine sequenzielle Detektion des Lichts der
einzelnen Wellenlängen
möglich.
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In
einem weiteren Verfahrensschritt wird dafür gesorgt, dass das detektierte
axiale Intensitätssignalprofil
mit Hilfe eines Algorithmus ausgewertet wird. Dieser Algorithmus
dient grundsätzlich
dem Bestimmen der Phasenbeziehung des Beleuchtungs- oder detektierten
Lichts, das in der Objektregion des Interferenzmikroskops vorhanden
ist.
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Konkret
ausgedrückt,
wird dafür
gesorgt, dass der Algorithmus zuerst den Mittelpunkt des axialen
Intensitätssignalprofils
bestimmt. Außerdem wird
die Höhe
des Signals am Mittelpunkt des Intensitätssignalprofils bestimmt.
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Zusätzlich oder
alternativ könnte
der Algorithmus auch die Signalpunkte von zwei Punkten vergleichen,
die im gleichen Abstand vom Mittelpunkt des Intensitätssignalprofils
entfernt liegen. Die Punkte, die im gleichen Abstand vom Mittelpunkt
entfernt liegen, könnten
zum Beispiel an der Stelle realisiert werden, an der sich in der
4p-Mikroskopie in der Regel die sekundären Maxima oder die zwei ersten
Minima befinden. Es könnte
des Weiteren dafür
gesorgt werden, dass der Algorithmus die Symmetrie des Intensitätssignalprofils
relativ zu seinem Mittelpunkt auswertet.
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Schließlich wird
dafür gesorgt,
dass das Interferenzmikroskop als eine Funktion des Beleuchtungszustands
in der Objektregion ausgerichtet wird. Die Ausrichtung des Interferenzmikroskops
erfolgt mit dem Ziel der Implementierung einer konstruktiven Interferenz
im Beleuchtungsfokus. Für
diesen Zweck könnte
ein. entsprechendes Steuerungssystem vorgesehen werden. Konkret
ausgedrückt,
könnte
die Ausrichtung eine Änderung
der optischen Weglänge eines
Strahlwegsegments des Interferometers umfassen. Dies könnte zum
Beispiel durch Parallelverschiebung eines entsprechenden Spiegels
implementiert werden.
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Die
oben beschriebenen Detektions- und Ausrichtungsoperationen werden
wiederholt und werden mit dem Driftverhalten des Interferenzmikroskops
koordiniert. Wenn zum Beispiel auf das Interferenzmikroskop relativ
starke Temperaturschwankungen einwirken, so ist eine häufige Wiederholung
der Detektions- und Ausrichtungsoperationen erforderlich, um den
Beleuchtungszustand im Beleuchtungsfokus in einer solchen Weise
zu steuern, dass nahezu ausschließlich eine konstruktive Interferenz
vorliegt.
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Es
gibt verschiedene Wege zur vorteilhaften Verkörperung und Entwicklung der
Lehre der vorliegenden Erfindung. Der Leser wird auf die Ansprüche und
die Spezifikation weiter unten verwiesen. In den Zeichnungen ist
Folgendes dargestellt:
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1 zeigt
schematisch ein 4p-Mikroskop.
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2 zeigt
schematisch einem Abschnitt des optischen Strahlweges des 4p-Mikroskops
von 1.
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3a zeigt ein Diagramm eines axialen Intensitätssignalprofils
in einem herkömmlichen
konfokalen Elektronenrastermikroskop.
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3b zeigt ein Diagramm eines axialen Intensitätssignalprofils
eines 4p-Mikroskops im Fall einer konstruktiven Interferenz.
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3c zeigt ein Diagramm eines axialen Intensitätssignalprofils
eines 4p-Mikroskops im Fall einer destruktiven Interferenz.
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4 zeigt
schematisch die Region zwischen den zwei Objektiven von 2.
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5 zeigt
ein Diagramm, bei dem das gemessene axiale Intensitätssignalprofil
als eine Funktion der Position einer beschichteten Oberfläche entlang
der optischen Achse aufgetragen ist, wobei in diesem Fall konstruktive
Interferenz vorliegt.
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6 zeigt
ein Diagramm, bei dem das gemessene axiale Intensitätssignalprofil
als eine Funktion der Position der beschichteten Oberfläche entlang
der optischen Achse aufgetragen ist, wobei in diesem Fall destruktive
Interferenz vorliegt.
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1 zeigt
ein Interferenzmikroskop, das als ein 4p- Mikroskop konfiguriert ist. Das Licht
von der Lichtquelle 10 verläuft durch die Erregungslochblende 11 und
wird durch den dichroitischen Strahlteiler 12 in Richtung
der Strahlablenkvorrichtung 13 abgelenkt. Die Strahlablenkvorrichtung 13 tastet
den Lichtstrahl in zwei Richtungen ab bzw. steuert den Lichtstrahl
in zwei Richtungen, die im Wesentlichen senkrecht zueinander liegen,
so dass schlussendlich als ein Ergebnis der Abtastbewegung der Strahlablenkvorrichtung 13 der
Beleuchtungsfokus in der Objektregion eine zweidimensionale Region
der Fokalebene abtastet, zum Beispiel in mäanderförmiger Weise. Das Interferenzmodul 14,
das in 1 nur schematisch gezeigt ist, ist in 2 gezeigt.
Hier bezeichnet 8 die Schnittstelle zum Mikroskop, was
gleichzeitig eine Ebene darstellt, die der Eintrittspupillenebene des
Objektivs des Interferenzmoduls 14 entspricht. Durchgezogene
Linien 1 zeigen einen nicht-abgelenkten oder nicht-abgetasteten
ausgebreiteten Lichtstrahl an. Der Lichtstrahl 2, der mit
durchbrochenen Linien gezeichnet ist, zeigt ein abgelenktes Strahlprofil,
das durch die Strahlablenkvorrichtung 13 hervorgebracht
wurde. Die Lichtstrahlen 1 und 2 werden durch
den Spiegel 3 in Richtung des Strahlteilerwürfels 5 reflektiert.
Der Strahlteilerwürfel 5 teilt
das Beleuchtungslicht in zwei Teilstrahlen, die jeweils durch den
Spiegel 3 in Richtung des Objektivs 6 reflektiert
werden. Die zwei Objektive 6 sind auf jeder Seite der Objektebene 26 angeordnet
und aufeinander gerichtet. Die Eintrittspupillen 7 der
Objektive 6 sind nur schematisch eingezeichnet. Aus der
schematisch gezeigten Fokusregion in der Objektebene 26 ist
zu erkennen, dass als ein Ergebnis der Strahlablenkung der Lichtstrahl 1,
der mit durchgezogenen Linien gezeichnet ist, eine andere seitliche
Position der Objektebene 26 beleuchtet als der Lichtstrahl 2, der
mit durchbrochenen Linien gezeichnet ist. Linsen 4 dienen
dem Verschieben der Eintrittspupillen 7 der Objektive 6,
die in dem Interferenzmodul 14 weiter von der Ebene, die
der Eintrittspupillenebene des Objektivs 8 entspricht, entfernt
liegen, als es bei einem herkömmlichen
Mikroskop der Fall wäre.
Die Pupillenverschiebung in 2 wird mit
Hilfe eines realen Zwischenbildes hervorgerufen. Der Strahlweg, der
die in 2 gezeigten optischen Komponenten enthält, ist
in einem Modul angeordnet, das an ein herkömmliches Mikroskop angepasst
werden kann.
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Das
fluoreszente Licht, das von dem Objekt reflektiert oder ausgesendet
wird und das durch die Objektive gesammelt wird, verläuft entlang
des Beleuchtungsstrahlweges in der entgegengesetzten Richtung. Das
Licht, das entlang der zwei Strahlwegsegmente 27, 28 des
Interferometers verläuft,
wird somit am Strahlteiler 5 kombiniert und nach der Reflexion
am Spiegel 3 in Richtung der Schnittstelle 8 zum
Mikroskop reflektiert. In dem hier vorliegenden konkreten Fall verläuft das
fluoreszente Licht, das von dem Objekt ausgesendet wird, ebenfalls
durch die Strahlablenkvorrichtung 13 in der entgegengesetzten
Richtung und verläuft
aufgrund seiner Wellenlängeneigenschaften
durch den dichroitischen Strahlteiler 12. Aufgrund der
konfokalen Anordnung kann nur fluoreszentes Licht von der Fokusregion
der zwei Objektive 6 die Detektionslochblende 15 passieren.
Dichroitische Strahlteiler 17, die hinter der Detektionslochblende 15 angeordnet
sind, führen
das fluoreszente Licht der verschiedenen Fluorochrome, mit denen
das Objekt markiert ist, zu den drei Detektoren 16, die
jeweils fluoreszentes Licht einer bestimmten Emissionswellenlängenregion
detektieren.
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3a zeigt ein Intensitätssignalprofil eines herkömmlichen
konfokalen Elektronenrastermikroskops als eine Funktion der Z-Koordinate
oder der axialen Richtung entlang der optischen Achse. Ein Intensitätssignalprofil
dieser Art kann zum Beispiel unter Verwendung einer fluoreszenten
Schicht detektiert werden, die in der Objektebene 26 angeordnet ist,
wenn nur das Strahl-Wegsegment 28 des
Interferometers für
die Beleuchtung und für
die Detektion verwendet wird. 3b zeigt
ein axiales Intensitätssignalprofil
als eine Funktion der Z-Koordinate oder der axialen Richtung eines
doppelkonfokalen Elektronenrastermikroskops oder eines 4p-Mikroskops. An der
Fokusposition (die mit einer Punkt-Strich-Linie dargestellt ist) der zwei
Objektive 6 hat das axiale Intensitätsprofil von 3b ein
Hauptmaximum. Aufgrund der Entstehung eines Beleuchtungsinterferenzmusters
des Interferenzmoduls 14 entstehen zusätzlich zum Hauptmaximum zwei
sekundäre
Maxima von geringerer Intensität,
die jeweils ungefähr λ/2 axial
in jeder Richtung versetzt sind. Das in 3b gezeigte
axiale Intensitätssignalprofil
ist ein Signalprofil, das sich aus dem Vorhandensein konstruktiver Interferenz
ergibt. In diesem Fall ist die Phasenbeziehung des Beleuchtungslichts,
das entlang der zwei Interferenzstrahlwegsegmente 27, 28 verläuft, annähernd so
konfiguriert, dass sich die zwei fokussierten Teilstrahlen einander
exakt in der Objektebene 26 verstärken.
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3c zeigt ebenfalls ein axiales Intensitätssignalprofil
als eine Funktion der Z-Koordinate oder der axialen Richtung, bei
dem destruktive Interferenz vorliegt. Die Phasenbeziehung des Beleuchtungslichts,
das entlang der zwei Strahlwegsegmente 27, 28 des
Interferometers verläuft,
ist daher so konfiguriert, dass ihre Amplituden einander in der
Objektebene exakt auslöschen,
so dass ein Minimum an der Z-Position vorhanden ist, das mit einer Punkt-Strich-Linie
markiert ist.
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4 zeigt
die Region zwischen den zwei Objektiven 6 in Vergrößerung.
Aus 4 ist zu erkennen, dass das zu untersuchende Objekt
in einer Region zwischen zwei Objektträgern 22, die als Deckgläser konfiguriert
sind, angeordnet ist, welche die Objektregion 23 begrenzen.
In jedem Fall ist ein Immersionsmedium 24 zwischen den
Deckgläsern 22 und
dem Objektiv 6 vorhanden.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung ist zum Bestimmen des Beleuchtungszustands in der Objektregion 23 des
Interferenzmikroskops mindestens eine Oberfläche 29 eines Deckglases 22 so
konfiguriert, dass sie durch Lichtmikroskopie detektiert werden
kann. In diesem Kontext wird das Licht, das an der Oberfläche 29 reflektiert/induziert
wird, durch den Detektor 16 detektiert.
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Die
Oberfläche 29 ist
von teilweise reflektierender Konfiguration. Zu diesem Zweck ist
die Oberfläche
mit einer metallischen Beschichtung 25 versehen und hat
einen konstanten Remissionsgrad. Zwei Schichten, die zum Fluoreszieren
angeregt werden können
(nicht gezeigt) und die jeweils in Form einer Monoschicht konfiguriert
sind, sind auf die metallische Beschichtung 25 aufgebracht.
Die zwei fluoreszenten Monoschichten haben unterschiedliche fluoreszente
Eigenschaften. Die zwei fluoreszenten Schichten werden jeweils mit
Licht von einer Lichtquelle 10 zum Fluoreszieren angeregt.
Das an der Oberfläche
reflektierte und induzierte Licht wird mit Detektoren 16 des
Interferenzmikroskops detektiert. Diese Detektion ist eine konfokale
Detektion, wobei die Detektionslochblende 15 vor den Detektoren 16 angeordnet
ist. Die Detektionslochblende 15 ist in einer Ebene angeordnet,
die der Objektebene 26 der Objektive 6 entspricht.
Die zwei Objektträger 22 sind Deckgläser, von
denen nur eines eine Beschichtung 25 aufweist. Diese Beschichtung
wird auf die Oberfläche
des Deckglases aufgebracht, die dem Objekt zugewandt ist.
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Im
Hinblick auf das Verfahren erfolgt die Bestimmung des Beleuchtungszustands
in der Objektregion 23 des Interferenzmikroskops auf der
Basis des Lichts, das an der Oberfläche 29 reflektiert
und induziert wird, durch Messung eines Intensitätssignalprofils als eine Funktion
der axialen Position der Oberfläche 29.
Zu diesem Zweck wird das Objekt zusammen mit Deckgläsern 22 entlang
der optischen Achse der Objektive 6 bewegt, und das an
der Oberfläche 29 reflektierte
und induzierte Licht wird durch die Detektoren 16 detektiert.
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Das
axiale Intensitätssignalprofil
wird in einer solchen Weise detektiert, dass zuerst das Objekt zusammen
mit den Deckgläsern 22 so
positioniert wird, dass die Oberfläche 29 des einen Deckglases 22 in der
Fokusregion der Objektive 6 angeordnet ist. Es wird veranlasst,
dass mehrere axiale Intensitätssignalprofile
an mehreren Punkten in der Fokalebene oder Objektebene 26 detektiert
werden. Die verschiedenen Punkte in der Fokalebene erhält man mittels
einer Strahlabtastung, die durch die Strahlablenkvorrichtung 13 erzeugt
wird.
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Da
die Oberfläche 29 des
Deckglases 22 mit einer einzelnen teilweise reflektierenden
Schicht und zwei unterschiedlichen fluoreszenten Schichten beschichtet
ist, erfolgt eine Detektion eines axialen Intensitätssignalprofils
mit jedem der Detektoren 16 gleichzeitig. Zum Beispiel
wird das Beleuchtungslicht, das an der teilweise reflektierenden
Beschichtung 25 reflektiert wird, zum ersten Detektor 16 geleitet;
das fluoreszente Licht der einen fluoreszenten Schicht wird zum
zweiten Detektor 16 geleitet; und das fluoreszente Licht
der zweiten fluoreszenten Schicht wird an den dritten Detektor 16 geleitet.
Das Licht von der Lichtquelle 10, das dazu dient, die fluoreszenten
Schichten zu beleuchten und anzuregen, enthält Licht der Wellenlängen 488
nm und 647 nm. Der erste Detektor 16 detektiert entsprechend
das Licht mit der Wellenlänge
488 nm, das an der reflektierenden Beschichtung 25 reflektiert
wird. Das Beleuchtungslicht mit der Wellenlänge 488 nm regt die erste fluoreszente
Schicht zum Fluoreszieren an; und das Beleuchtungslicht mit der
Wellenlänge
647 nm regt die zweite fluoreszente Schicht zum Fluoreszieren an.
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5 zeigt
in einem Diagramm ein gemessenes axiales Intensitätssignalprofil
des ersten Detektors 16, der das Licht mit der Wellenlänge 488
nm detektiert, das an der reflektierenden Beschichtung 25 reflektiert
wird. Das axiale Intensitätssignalprofil ist
als eine Funktion der Z-Koordinate oder der optischen Achse dargestellt
und ist in Einheiten der verwendeten Wellenlänge aufgetragen. Die Z-Koordinate
0 entspricht der Objektebene 26. Das in 5 gezeigte
gemessene Intensitätssignalprofil
entspricht konstruktiver Interferenz; d. h. in der Objektebene 26 addieren
sich die Amplituden des Beleuchtungslichts, das entlang den Strahlwegsegmenten 27, 28 des
Interferometers verläuft,
konstruktiv zu einem Maximum. Das könnte genau der Fall sein, wenn
die optischen Weglängen
der Strahlwegsegmente 27, 28 des Interferometers
von exakt gleicher Länge
sind. Das könnte
ebenfalls der Fall sein, wenn sich die Differenzen der optischen
Weglänge
zwischen den zwei Strahlwegsegmenten 27, 28 des
Interferometers um ein Mehrfaches von λ/2 unterscheiden. Das in 5 gezeigte
gemessene axiale Intensitätssignalprofil stellt
das Licht dar, das von der Beschichtung 25 reflektiert
und durch den Detektor 16 detektiert wird und das aus einer
reflektierten und einer durchgelassenen Komponente besteht, die
im Moment der Detektion addiert werden. Der Remissionsgrad der Beschichtung 25 beträgt hier
0,05. Da das in 5 gezeigte axiale Intensitätssignalprofil
reflektiertes Licht betrifft, erfährt dieses Licht eine doppelte
Weglängendifferenz,
da das Licht aufgrund der Reflexion die doppelte Distanz zurücklegt.
Wenn die geometrische Weglängendifferenz
zwischen einem Strahlwegsegment des Interferometers und dem anderen λ/2 beträgt, kommt
es darum zu konstruktiver Interferenz, wie in 5 gezeigt.
Wenn die geometrische Weglängendifferenz
zwischen den Strahlwegsegmenten 27, 28 des Interferometers
nur λ/4
beträgt,
so kommt es am Detektor zu destruktiver Interferenz, wie in 6 gezeigt.
Im Fall einer fluoreszenten Anregung einer fluoreszenten Schicht
wird jedoch eine destruktive Interferenz erhalten, wenn die Differenz
der optischen Weglänge
zwischen den zwei Strahlwegsegmenten 27, 28 des
Interferometers λ/2
beträgt.
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In
besonders vorteilhafter Weise werden die gemessenen axialen Intensitätssignalprofile
des reflektierten Lichts und der zwei unterschiedlichen fluoreszenten
Schichten gleichzeitig gemessen und gemeinsam der Analyse zugeführt. Da
die gemessenen Signale von Licht unterschiedlicher Wellenlängen abgeleitet
werden, ist es dadurch praktisch möglich, in besonders vorteilhafter
Weise einen absoluten Abgleich der optischen Weglängen der
zwei Strahlwegsegmente 27, 28 des Interferometers
vorzunehmen, weil es nur mit einer absoluten Weglängendifferenz von
0 geschehen kann, dass das Licht der unterschiedlichen Wellenlängen in
gleichmäßig konstruktiver
Weise interferiert, sofern die Wellenlängen keine rationalzahligen
Mehrfachen voneinander sind. In diesem Fall würde ein 4p-Mikroskop vom Typ
C implementiert werden, und zwar eines, bei dem konstruktive Interferenz
des Beleuchtungslichts und konstruktive Interferenz des detektierten
Lichts vorliegt, wodurch die axiale Auflösung optimiert wird.
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Die
axialen Intensitätssignalprofile
werden unter Verwendung eines Algorithmus' ausgewertet. Dieser Algorithmus bestimmt
einerseits die Höhe
des Signals am Mittelpunkt des Intensitätssignalprofils, der sich im
Fall der gemessenen Intensitätssignalprofile
der 5 und 6 an der axialen Position 0 befindet.
Der Algorithmus vergleicht des Weiteren die Signalhöhen von
zwei Punkten im gleichen Abstand vom Mittelpunkt des Intensitätssignalprofils.
Die Punkte im gleichen Abstand vom Mittelpunkt an der Z-Koordinate
0 befinden sich an den Z-Koordinaten λ/2, –λ/2, d. h. genau dort, wo die
ersten sekundären Maxima
der konstruktiven Interferenzphänomene, die
in 3b gezeigt sind, eintreten sollten.
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Das
Interferenzmikroskop wird als eine Funktion des Beleuchtungszustands
in der Objektregion ausgerichtet. Zu diesem Zweck ist ein Steuerungssystem
vorhanden, das während
des Vorgangs des Messens der axialen Intensitätssignalprofile die optischen
Weglängen
der Strahlwegsegmente 27 des Interferometers in einer solchen
Weise modifiziert, dass die gemessenen axialen Intensitätssignalprofile
ein Signalprofil aufweisen, das für konstruktive Interferenz
typisch ist, zum Beispiel wie in 5 gezeigt.
Diese Detektions- und Ausrichtungsabläufe werden wiederholt ausgeführt und
werden mit dem Driftverhalten des Interferenzmikroskops und insbesondere
mit dem Driftverhalten des Interferenzmoduls 14 koordiniert.