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Technisches
Umfeld
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Funkkommunikationssystem
mit einem Random Access Channel (Direktzugriffskanal) für Übertragungen
von einer sekundären
Station an eine primäre Station,
und weiterhin auf primäre
und sekundäre Stationen
zur Verwendung in einem derartigen System und auf ein Verfahren
zum Betrieb eines derartigen Systems. Obwohl die vorliegende Spezifikation ein
System unter besonderer Bezugnahme auf das aufkommende Universal
Mobile Telecommunication System (UMTS) beschreibt, versteht es sich,
dass die beschriebenen Verfahren gleichermaßen für den Einsatz in anderen Mobilfunksystemen
anwendbar sind. In dieser Spezifikation bezieht sich der Ausdruck „Random
Access Packet Channel" auf
den logischen Kanal, auf dem Random-Access-Packet-Übertragungen
stattfinden, der typischerweise aus einer Anzahl von einzelnen physikalischen
Kanälen
bestehen würde.
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Hintergrund
zum Stand der Technik
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Ein
System, primäre
und sekundäre
Stationen und ein Verfahren gemäß Anspruch
1, 3, 6 bzw. 11 sind in der Technik allgemein bekannt. Ein Random
Access Channel ist eine normale Komponente eines Funkkommunikationssystems,
die es einer Mobilstatoin (MS) ermöglicht, kurze Nachrichten an
eine Basisstation (BS) zu senden. Zu den Anwendungen gehören das
Signalisieren an die BS, wenn die MS eingeschaltet wird, das Senden
eines Datenpakets an die BS, wenn die MS eventuell nicht an einem
Gespräch
beteiligt ist, und das Auffordern der BS, eine Ressource zur Verwendung
durch die MS zuzuordnen.
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In
einem System, bei dem Mobilstationen oft den Bedarf haben, Datenpakete
an die BS zu senden, wenn sie nicht tatsächlich an einem Gespräch beteiligt
sind, ist es vorteilhaft, einen Random Access Packet Channel mit
Eigenschaften bereitzustellen, die einem standardmäßigen Random
Access Channel entsprechen, jedoch für die Übertragung von kleinen und
mittelgroßen
Paketen von einer MS an die BS vorgesehen sind.
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Bei
einer Ausführungsform
eines derartigen für
UMTS entwickelten Modells steht eine Anzahl von Random Access Packet
Channels für
eine MS zur Verfügung.
Eine Anforderung bezüglich
des Zugriffs auf eine Packet Channel Ressource, die von der MS gesendet
wird, wird mit einer von 16 verfügbaren
Signaturen codiert. Jede Signatur entspricht einer Anforderung einer
bestimmten Ressource, die von der MS benötigt wird, zum Beispiel eines
Kanal mit einer bestimmten Bitrate. Wenn eine geeignete Ressource zur
Benutzung zur Verfügung
steht, ordnet die BS sie der anfordernden MS zu.
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Ein
Problem bei einem derartigen Modell besteht darin, dass nur eine
begrenzte Informationsmenge während
der Zugriffsprozedur übertragen werden
kann, weil die Anzahl der verfügbaren
Signaturen und Kanäle
begrenzt ist. Dieses Problem reduziert die Effizienz der Ressourcenzuordnung
in dem System.
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Beschreibung
der Erfindung
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Eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Random Access Packet
Channel mit verbesserter Ressourcenzuordnung zu schaffen.
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Gemäß einem
ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Funkkommunikationssystem geschaffen,
das Folgendes umfasst: einen Random Access Channel für Übertragungen
von einer sekundären
Station an eine primäre
Station, wobei die sekundäre
Station Mittel zum Anfordern der Zuordnung einer Random Access Channel
Ressource durch Übertragen
einer Zugriffspräambel
umfasst, die mit einer ersten Signatur codiert ist, welche aus einem ersten
Satz von Signaturen ausgewählt
wurde, und wobei die primäre
Station Mittel zum Empfangen der Zugriffspräambel umfasst, um die erste
Signatur zu bestimmen und um eine Zugriffsquittierung zu übertragen,
die mit einer zweiten Signatur codiert ist, welche aus einem zweiten
Satz von Signaturen ausgewählt
wurde und angibt, ob die angeforderte Ressource zur Verfügung steht,
wobei die Wahl der ersten Signatur weitere Informationen in Bezug
auf die Anforderung zur Zuordnung von Ressourcen liefert und wobei
jede Signatur des zweiten Satzes einer Vielzahl von Signaturen in
dem ersten Satz entspricht.
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Gemäß einem
zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine primäre Station
zum Einsatz in einem Funkkommunikationssystem mit einem Random Access
Channel für Übertragungen
von einer sekundären
Station an die primäre
Station geschaffen, in der Mittel vorgesehen sind, um eine von der
sekundären
Station gesendete Zugriffspräambel zu
empfangen, die mit einer ersten Signatur codiert ist, welche aus
einem ersten Satz von Signaturen ausgewählt wurde, um die erste Signatur
zu bestimmen, um anhand der Zugriffspräambel zu ermitteln, welche
Random Access Channel Ressource die sekundäre Station zuzuordnen wünscht und
um eine Zugriffsquittierung zu senden, die mit einer zweiten Signatur
codiert ist, welche aus einem zweiten Satz von Signaturen ausgewählt wurde und
angibt, ob die angeforderte Ressource zur Verfügung steht, wobei die Wahl
der ersten Signatur weitere Informationen in Bezug auf die Anforderung
zur Zuordnung von Ressourcen liefert und wobei jede Signatur des
zweiten Satzes einer Vielzahl von Signaturen in dem ersten Satz
entspricht.
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Gemäß einem
dritten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine sekundäre Station
zum Einsatz in einem Funkkommunikationssystem mit einem Random Access
Channel für Übertragungen
an eine primäre
Station geschaffen, in der Mittel vorgesehen sind, um eine Zuordnung
einer Random Access Channel Ressource durch Übertragung einer Zugriffspräambel anzufordern,
die mit einer ersten Signatur codiert ist, welche aus einem ersten
Satz von Signaturen ausgewählt
wurde, und um eine Zugriffsquittierung zu empfangen, die mit einer
zweiten Signatur codiert ist, welche aus einem zweiten Satz von
Signaturen ausgewählt
wurde und angibt, ob die angeforderte Ressource zur Verfügung steht,
wobei die Wahl der ersten Signatur weitere Informationen in Bezug
auf die Anforderung zur Zuordnung von Ressourcen liefert und wobei
jede Signatur des zweiten Satzes einer Vielzahl von Signaturen in
dem ersten Satz entspricht.
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Gemäß einem
vierten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum
Betrieb eines Funkkommunikationssystems mit einem Random Access
Channel für Übertragungen
von einer sekundären
Station an eine primäre
Station geschaffen, wobei das Verfahren Folgendes umfasst: die sekundäre Station
fordert die Zuordnung einer Random Access Channel Ressource durch Übertragen
einer Zugriffspräambel
an, die mit einer ersten Signatur codiert ist, welche aus einem
ersten Satz von Signaturen ausgewählt wurde; und die primäre Station
empfängt
die Zugriffspräambel,
bestimmt die erste Signatur und überträgt eine
Zugriffsquittierung, die mit einer zweiten Signatur codiert ist,
welche aus einem zweiten Satz von Signaturen ausgewählt wurde
und angibt, ob die angeforderte Ressource zur Verfügung steht,
wobei die Wahl der ersten Signatur weitere Informationen in Bezug
auf die Anforderung zur Zuordnung von Ressourcen liefert und wobei
jede Signatur des zweiten Satzes einer Vielzahl von Signaturen in dem
ersten Satz entspricht.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnung
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Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung werden im Folgenden beispielhaft unter
Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
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1 ein
schematisches Blockschaltbild eines Funkkommunikationssystems;
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2 ein
grundlegendes Random Access Channel Modell;
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3 ein
erweitertes Random Access Channel Modell, bei dem die Übertragungszeit
der Präambel
und der Konkurrenzbereinigungspräambeln
versetzt sein können;
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4 einen
Ablaufplan, der ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Versuchen
eines Zugriffs auf einen Random Access Packet Channel unter Verwendung
von Zeitversätzen
veranschaulicht.
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In
den Zeichnungen sind übereinstimmende Merkmale
mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet.
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Arten zur
Ausführung
der Erfindung
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Bezug
nehmend auf 1 umfasst ein Funkkommunikationssystem
eine primäre
Station (BS) 100 und eine Vielzahl von sekundären Stationen (MS) 110.
Die BS 100 umfasst einen Mikrocontroller (μC) 102,
Transceiver-Mittel (Tx/Rx) 104, die mit Antennenmitteln 106 verbunden
sind, Leistungsregelungsmittel (PC) 107 zum Verändern des
Sendeleistungspegels, und Verbindungsmittel 108 für die Verbinung
mit dem Festnetz oder einem anderen geeigneten Netzwerk. Jede MS 110 umfasst
einen Mikrocontroller (μC) 112,
Transceiver-Mittel (Tx/Rx) 114, die mit Antennenmitteln 116 verbunden
sind, und Leistungsregelungsmittel (PC) 118 zum Verändern des
Sendeleistungspegels. Die Kommunikation von der BS 100 zur
MS 110 erfolgt auf einem Downlink-Kanal 122, während die
Kommunikation von der MS 110 zur BS 100 auf einem
Uplink-Kanal 124 erfolgt.
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2 zeigt
ein grundlegendes Modell für
einen Random Access Packet Channel, der in einem Frequenzduplexsystem
arbeitet, wobei der Uplink-Kanal 124 über dem Downlink-Kanal 122 gezeichnet
ist. In einer Zugriffsphase sendet die MS 110 zuerst in
einem bestimmten Zugriffsschlitz auf einem niedrigen Leistungspegel
eine Präambel
(P) 202, die mit einer von 16 möglichen Signaturen codiert
ist. Eine Signatur ist ein Signal, das dadurch gekennzeichnet ist,
dass sein Verwürfelungscode
und Kanalisierungscode mit einer spezifischen Bitsequenz moduliert
sind. Einen Satz von zueinander orthogonalen Signaturen kann man
erhalten, indem man einen Satz von zueinander orthogonalen Bitsequenzen
für die
Modulation definiert. Einen unterschiedlichen Satz von Signaturen
kann man daher erhalten, indem man den Verwürfelungscode oder den Kanalisierungscode
(d.h. den physikalischen Kanal) verändert oder indem man einen
anderen Satz zueinander orthogonaler Bitsequenzen verwendet. Bei
dem in 2 dargestellten grundlegenden System besteht eine Eins-zu-Eins-Abbildung
zwischen der Präambelsignatur
und der Quittierung (206), so dass der Empfang einer Quittierung
durch die MS 110 eindeutig bestimmt, welche Signatur quittiert
wird. Obwohl sich die vorliegende Spezifikation auf Sätze von
16 Signaturen be zieht, können
bei anderen Implementierungen Sätze
mit einer anderen Anzahl von Signaturen verwendet werden.
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Jede
der verfügbaren
Signaturen wird auf eine einzelne Bitrate für den Paketkanal abgebildet. Der
Satz verfügbarer
Signaturen, und Abbildungen zwischen Signaturen und Bitraten, können vorgegeben
werden oder regelmäßig durch
die BS 100 rundgesendet werden. Die MS 110 wählt für die Codierung
der Präambel 202 eine
Signatur, die ihrer erforderlichen Bitrate entspricht. Wenn mehr
als eine Signatur zur Verfügung
steht, die der erforderlichen Bitrate entspricht, wählt die
MS 110 eine Signatur nach dem Zufallsprinzip aus. Wenn
die BS 100 die Präambel
empfangen und korrekt decodiert hat, sendet sie eine Präambel-Quittierung
(PA) 206. In dem in 2 dargestellten
Beispiel wird nach der Übertragung
der ersten Präambel 202 keine
Quittierung in dem hierfür vorgesehenen
Schlitz 204 (der zum Beispiel eine Länge von 1 ms haben könnte) zurückgesendet.
Die MS 110 sendet daher eine weitere Präambel 202 auf einem
höheren
Leistungspegel. Diese wird von der BS 100 empfangen und
decodiert, und die BS 100 sendet eine Quittierung 206 und
beendet hiermit die Zugriffsphase.
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Ebenso
wie die Quittierung 206 die MS 110 darüber informiert,
dass ihre Präambel 202 empfangen
wurde, kann sie positiv sein, um zu signalisieren, dass die angeforderte
Ressource zur Verfügung steht,
oder negativ, um zu signalisieren, dass sie in Benutzung ist und
der MS 110 der Zugriff verweigert wird. Eine negative Quittierung
(NACK) kann von der BS 100 angegeben werden, indem die
Phase der Signatur (in Bezug auf ein Referenz- oder Pilotsignal) invertiert
wird. Alternativ können
einige der durch die BS 100 für die Quittierung verwendeten
Signaturen ebenfalls als NACK benutzt werden.
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Die
BS 100 wird nur eine einzelne Quittierung für jeden
Zugriffsschlitz senden, jedoch wurden viele Präambeln 202 gesendet.
Eine Basis für
die Auswahl könnte
sein, die mit der höchsten
Leistung empfangene Präambel 202 zu
quittieren. Der Anfangsleistungspegel, mit dem eine MS 110 die
Präambel 202 überträgt, wird
typischerweise durch die MS 110 mit Hilfe eines offenen
Leistungsregelkreises bestimmt, so dass eine MS 110 im
Vergleich zu einer anderen MS 110, die sich näher an der
BS 100 befindet, nicht benachteiligt ist. Wenn mehr als
eine Präambel 202 gesendet
wurde, aber jede Präambel
mit einer unterschiedlichen Signatur codiert wurde, wird jede MS 110 wissen,
ob ihre Präambel 202 korrekt empfangen
wurde oder nicht. Es ist jedoch möglich, dass mehr als eine MS 110 die
gleiche Signatur gewählt
hat und daher glaubt, dass ihre Präambel 202 empfangen
wurde. Wenn jede dieser Mobilstationen 110 mit dem Senden
ihrer Daten beginnt, führt
dies zu einer Kollision und die Daten werden wahrscheinlich nicht
korrekt empfangen.
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Um
die Wahrscheinlichkeit hierfür
zu reduzieren, kann der Übertragung
einer Quittierung 206, die angegeben hat, dass die angeforderte
Ressource zur Verfügung
steht, eine Konkurrenzbereinigungsphase folgen. Jede MS 110,
die eine Präambel 202 gesendet
hat, welche mit einer Signatur codiert ist, die der durch die BS 100 quittierten
entspricht, sendet jetzt eine weitere Konkurrenzbereinigungspräambel (CP) 208.
Diese Präambel 208 ist
mit einer Signatur codiert, die nach dem Zufallsprinzip aus einem weiteren
Satz von 16 möglichen
Signaturen ausgewählt
wurde. Dieser Satz kann sich von dem für die Zugriffspräambel 202 verwendeten
Satz unterscheiden (indem entweder der Satz modulierender Bitsequenzen,
der Verwürfelungscode
oder der Kanalisierungscode geändert
wird), oder der Satz von Signaturen kann alternativ von der Zugriffs-
und der Konkurrenzbereinigungsphase gemeinsam genutzt werden. Die
BS 100 gibt dann eine Konkurrenzbereinigungsquittierung
(CA) 210 aus, die der gewählten Präambel 208 entspricht,
zum Beispiel, derjenigen, die mit der höchsten Leistung empfangen wurde,
wobei die Quittierung 210 die MS 110 in die Lage
versetzt, ihre Daten zu senden. Wenn mehr als eine MS 110 die
gleiche Zugriffspräambel 202 ausgewählt hat, ist
daher die Wahrscheinlichkeit, dass auch die gleiche Konkurrenzbereinigungspräambel 208 gewählt wird,
klein. Optional kann eine Kanalzuweisungsnachricht zu im Wesentlichen
dem gleichen Zeitpunkt gesendet werden wie die Konkurrenzbereinigungsquittierung 210,
oder sogar als Teil der Quittierung 210, wie in unserer
gleichzeitig anhängigen
internationalen Patentanmeldung PCT/EP00/06988 (unser Zeichen PHGB000003)
beschrieben.
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Nach
dieser Konkurrenzbereinigungsphase beginnt die BS 100 die Übertragung
eines Physical Control CHannel (PCCH) 212, der Leistungsregelungsinformationen
umfasst, um die MS 110 anzuweisen, ihre Sendeleistung nach
Bedarf anzupassen, und die MS 110 sendet ein oder mehrere
Datenpakete (PKT) 214 auf dem zugeordneten Paketkanal,
d.h. normalerweise auf einem anderen physikalischen Kanal als denjenigen,
die für
die Präambelübertragung
verwendet werden. Der PCCH 212 kann gleichzeitig mit der Übertragung
der Daten 214 anfangen oder diesem soweit vorangehen, dass
eine Leistungsregelung im geschlossenen Regelkreis durchgeführt werden
kann, bevor die Daten gesendet werden.
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Ein
besonderes Problem bei dem oben beschriebenen grundlegenden Modell
besteht darin, dass die Effizienz der Ressourcenzuordnung durch die
Anzahl der für
die Zugriffspräambel 202 verfügbaren Wahlmöglichkeiten
beschränkt
ist. Bei einer Ausführungsform
des Modells für
UMTS zum Beispiel stehen 16 Signaturen und 12 Random- Access-Teilkanäle zur Verfügung, so
dass sich insgesamt 196 Freiheitsgrade ergeben. Dieses
Problem wird in einem erfindungsgemäßen System gelöst, indem
ein größerer Satz
von Signaturen definiert wird, die geringe Kreuzkorrelationen haben
können
statt streng orthogonal zu sein. Ein derartiger Satz von Signaturen
könnte
definiert werden, indem man die zur Definition der Signaturen benutzten
Bitsequenzen modifiziert oder unterschiedliche Verwürfelungscodes
benutzt, oder durch eine Kombination beider Verfahren. Um die Notwendigkeit
zur Zuordnung einer größeren Anzahl
von Downlink-Kanalisierungscodes
zu vermeiden, kann in 2 in Reaktion auf jede Signatur aus
einem definierten Satz von Präambelsignaturen die
gleiche Quittierung (206) übertragen werden. Es kann sein,
dass sich hierdurch die Wahrscheinlichkeit von Kollisionen erhöht, jedoch
wäre dies
normalerweise ein akzeptabler Nachteil im Vergleich zu den anderen
Vorteilen des Systems.
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Die
Verfügbarkeit
von wesentlich mehr Freiheitsgraden ermöglicht eine erheblich effizientere Ressourcenzuordnung.
Im Fall der Kanalzuweisung ermöglicht
sie zum Beispiel mehr Bitraten.
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Ein
erfindungsgemäßes System
kann die wesentlich größere Anzahl
von Freiheitsgraden auf unterschiedliche Weisen nutzen. Mögliche Zuweisungen
für jede
Kombination aus Signatur, Kanal und Zeitversatz (ungleich Null)
umfassen Folgendes (entweder einzeln oder in Kombination):
- • als
eine Anforderung einer bestimmten Bitrate;
- • als
eine Anforderung einer bestimmten Zugriffsklasse (mit zugehöriger Priorität);
- • als
eine Anforderung zusätzlicher
Ressourcen (z.B. ein gemeinsam genutzter Downlink-Kanal);
- • zur
Angabe der Priorität
der Nachricht;
- • zur
Angabe der Länge
(oder der minimalen oder maximalen Länge) des zu sendenden Pakets;
- • zur
Verwendung durch eine bestimmte MS 110; und
- • zur
Verwendung durch Mobilstationen 110, die eine Nachricht
aus einem Satz Nachrichten einer gemeinsamen höheren Schicht benutzen.
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Einige
dieser Zuweisungen könnten
die Menge der Informationen einer höheren Schicht, die in das Datenpaket 214 aufgenommen
werden müssen,
verringern. Wenn zum Beispiel einer bestimmten MS 110 die
exklusive Nutzung eines Teilsatzes der möglichen Uplink-Signale zugewiesen
wird, ist ihre Identität
der BS 100 automatisch bekannt und braucht nicht in dem
Datenpaket 214 enthalten zu sein. Eine derartige Overhead-Reduzierung bei der Paketübertragung
könnte
für Anwendungen
mit niedriger Datenrate besonders nützlich sein. Das gleiche Prinzip
könnte
auf andere gemeinsam genutzte Elemente von Informationen einer höheren Schicht
angewandt werden. Andere Zuweisungen könnten die Reaktionsfähigkeit
des Systems verbessern. Das Angeben der Mindestlänge eines zu sendenden Pakets versetzt
die BS 100 zum Beispiel in die Lage, eine ARQ (Automatic
Repeat reQuest) an die MS 110 zu senden, wenn sie nicht
mindestens die angegebene Mindestlänge empfängt. Das Angeben der maximalen
Länge eines
Pakets kann die BS 100 in die Lage versetzen, ihre geplante
Ressourcenzuordnung zu verbessern.
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3 zeigt,
wie der Satz möglicher
Signaturen durch die Einführung
unterschiedlicher Zeitversätze
erweitert werden kann. Die Zeit der Übertragung der Zugriffspräambel 202 kann
um Toff in Bezug auf die Grenze 302 des
Zugriffsschlitzes (der selbst relativ zu von der BS 100 übertragenen
Zeitsignalen definiert ist) versetzt werden. Die Zugriffspräambel 202 und
die Konkurrenzbereinigungspräambel 208 umfassen
beide 4096 Chips, während
die Länge
des Zugriffsschlitzes 5120 Chips beträgt. Indem man Zeitversätze Toff von Vielfachen der 256 Chips zulässt, sind
bis zu 19 verschiedene Werte von Toff ungleich
Null möglich,
ohne eine Zweideutigkeit darüber
einzuführen,
welcher Schlitz die Präambel 202, 208 enthält. Wenn
Toff = 0, ist das Verhalten des Systems
identisch mit dem eines Systems ohne die Möglichkeit von Zeitversätzen.
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Der
Zeitversatz Toff rückt die Übertragungszeit der Präambeln 202, 208 vorzugsweise
vor, da jegliche Verzögerung
in ihrer Übertragung
bedeuten könnte,
dass die BS 100 nicht in der Lage ist, die Präambel rechtzeitig zu erkennen,
um in einem angemessenen Zeitschlitz eine Zugriffsquittierung 206 zu übertragen.
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Der
Zeitversatz für
die Konkurrenzbereinigungspräambel 208 ist
vorzugsweise der gleiche wie der für die Zugriffspräambel 202,
so dass die BS 100 die beiden Präambeln 202, 208 leicht
als von der gleichen MS 100 kommend identifizieren kann.
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Es
ist vorzuziehen, dass es keine Zeitversätze in den Downlink-Kanälen 122 gibt,
damit die Quittierung 206 einer Zugriffspräambel 202 unabhängig von
dem verwendeten Zeitversatz die gleiche ist. Dadurch können Kollisionen
zwischen Übertragung
mit und ohne Versatz während
der Konkurrenzbereinigungsphase bereinigt werden. Die Verwendung
von Zeitversätzen
hat den weiteren Vorteil, dass die Anzahl der verschiedenen für die Verwendung
während der
Konkurrenzbereinigungsphase zur Verfügung stehenden Signale erhöht werden
kann und dadurch die Wahrscheinlichkeit unbereinigter Kollisionen
verrin gert wird.
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Als
Variante zu dem obigen Modell könnte die
Präambelsignatur
rein als Identifizierer für
den Zugriffsversuch dienen, während
die sich auf die Anforderung zur Ressourcenzuordnung beziehenden Informationen
durch den Zeitversatz und den von der MS 110 gewählten Teilkanal
transportiert werden könnten.
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Ein
Ablaufplan, der ein erfindungsgemäßes Verfahren mit der Verwendung
von Zeitversätzen
für eine
MS 110 zusammenfasst, die versucht, auf eine Paketkanalressource
zuzugreifen, ist in 4 dargestellt. Das Verfahren
beginnt bei Schritt 402, wenn die MS 110 Daten
zur Übertragung
auf dem Random Access Packet Channel hat. Die MS 110 wählt zuerst bei
Schritt 404 eine Signatur, die der benötigten Ressource entspricht,
zum Beispiel die benötigte
Bitrate. Als nächstes
bestimmt die MS 110 bei Schritt 406 einen angemessenen
Zeitversatz Toff, zum Beispiel um ihre Identität oder die
Dringlichkeit der Datenübertragung
anzugeben. Nach der Wahl dieser Parameter versucht die MS 110 bei
Schritt 408, auf den Paketkanal zuzugreifen, indem sie
eine oder mehrere Zugriffspräambeln 202 und
eine Konkurrenzbereinigungspräambel 208 sendet,
wie oben beschrieben.
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Bei
alternativen Ausführungsformen
werden eventuell nicht alle der in 3 dargestellten
Merkmale benötigt.
Zum Beispiel ist die Uplink-Leistungssregulierung des inneren Regelkreises
eventuell nicht wesentlich, so dass PCCH 212 eventuell nicht
vorhanden ist. Der Kollisionsbereinigungsteil ist eventuell nicht
wesentlich, wobei in diesem Fall der Konkurrenzbereinigungspräambel 208 und
die Quittierung 210 eventuell nicht vorhanden sind. Die
Folgen dieser Änderungen
wären eine
einfachere Implementierung, jedoch muss dann eine schlechtere Eb/No-Leistung
und eine erhöhte
Wahrscheinlichkeit der Kollision von Nachrichtenteilen in Kauf genommen
werden. In manchen Fällen
können
alle erforderlichen Signalisierungsinformationen eventuell durch
die Auswahl von Zugriffsteilkanal und Signatur übermittelt werden, wobei in
diesem Fall der Nachrichtenteil nicht erforderlich wäre und weggelassen werden
könnte.
Als eine Alternative zur Auswahl der Bitrate unter Bezugnahme auf
die Präambelsignatur kann
sie durch die MS 110 bestimmt und durch Signalisieren in
dem Nachrichtenteil 214 angegeben werden.
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Ebenso,
wie die vorliegende Erfindung in einem FDD-System wie oben beschrieben
Anwendung finden kann, könnte
sie auch auf andere Arten von Kommunikationssystemen angewandt werden.
Sie könnte
zum Beispiel in einem TDMA-System (Time Division Multiple Access)
verwendet werden, vorausgesetzt, die Uplink-Übertragungen erfolgen in anderen
Zeitschlitzen als die Downlink-Übertragungen.
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Die
oben beschriebenen Ausführungsformen beziehen
sich auf die Paketübertragung.
Die gleichen Prinzipien können
jedoch gleichermaßen
auf ein System angewandt werden, in dem Schaltkreise für die Datenübertragung
eingerichtet sind.
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Aus
der Lektüre
der vorliegenden Beschreibung werden für den Fachkundigen weitere
Abwandlungen offensichtlich sein. Derartige Abwandlungen können weitere
Merkmale umfassen, die bereits aus dem Entwurf, der Herstellung
und der Verwendung von Funkkommunikationssystemen sowie Komponenten
davon bekannt sind und die an Stelle von oder zusätzlich zu
den bereits hier beschriebenen Merkmalen verwendet werden können. Die
Ansprüche
wurden in dieser Anmeldung zwar in Bezug auf spezielle Kombinationen
von Merkmalen formuliert, es versteht sich jedoch, dass der Rahmen
der Darlegung der vorliegenden Anmeldung auch jegliche neuen Merkmale
oder jegliche neue Kombination von hier beschriebenen Merkmalen
entweder explizit oder implizit oder jegliche Verallgemeinerung
hiervon einschließt,
unabhängig
davon, ob sie sich auf die selbe Erfindung bezieht, wie sie hier
in jedem Anspruch beschrieben ist, und unabhängig davon, ob sie ein beliebiges
der gleichen technischen Probleme wie die vorliegende Erfindung
löst oder
alle. Die Anmelder teilen hierdurch mit, dass neue Ansprüche für derartige
Merkmale bzw. Kombinationen von Merkmalen während der Verfolgung der vorliegenden
Anmeldung oder einer beliebigen weiteren hiervon abgeleiteten Anmeldung
formuliert werden können.
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In
der vorliegenden Spezifikation und den Ansprüchen schließt das Wort „ein" oder „eine" vor einem Element
nicht das Vorhandensein einer Vielzahl derartiger Elemente aus.
Ferner schließen
das Wort „umfassen" und seine Konjugationen
nicht das Vorhandensein anderer Elemente oder Schritte als der erwähnten aus.
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Anwendbarkeit
in der Industrie
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Die
vorliegende Erfindung ist auf eine Reihe von Funkkommunikationssystemen
anwendbar, zum Beispiel auf das UMTS.
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4
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- Start Start
- Select signature Signatur auswählen
- Select offset Versatz auswählen
- Attempt access Zugriff versuchen