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Diese
Erfindung bezieht sich auf chirurgische Spülungssysteme und insbesondere
auf ein chirurgisches Spülungssystem,
das besonders gut für
die laparoskopische Chirurgie geeignet ist.
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Hintergrund
der Erfindung
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Die
Entwicklung einer minimal invasiven endoskopischen Chirurgie hat
zu einer Vermehrung der unterschiedlichen chirurgischen Spülungssysteme geführt. Einige
Spülungssysteme
wurden für
eine besondere Art der Chirurgie entwickelt, z. B. die laparoskopische
Chirurgie im Gegensatz zur arthroskopischen oder hysteroskopischen
Chirurgie. Andere Spülungssystem
wurden entwickelt, die wiederverwendbare und relativ teuere Konsolen
umfassen, welche mit einer wegwerfbaren Einheit zusammenwirken,
die für
eine bestimmte chirurgische Anwendung zugeschnitten ist.
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Im
Wesentlichen gibt es drei Hauptkriterien für die Herstellung von Spülungssystemen.
Zuerst muss das System im Operationssaal leicht einzurichten und
zu verwenden sein. Zweitens muss es den notwendigen Druck und die
notwendigen Flussraten bereitstellen. Im Fall der laparoskopischen
Chirurgie verwenden Chirurgen manchmal einen Spülflüssigkeitsfluss mit einem relativ
hohen Druck, um Gewebe zu trennen (Hydro-Dissektion); jedoch kann
ein übermäßiger Druck
unerwünscht
sein, wenn das Ziel lediglich jenes ist, eine Operationsstelle zu
spülen.
Das dritte Kriterium sind die Kosten, welche aus offensichtlichen
Gründen
heutzutage eine wichtige Überlegung
darstellen.
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Die
frühen
Spülungssysteme
waren lediglich Schwerkraft gespeiste Vorrichtungen und später „Beutelspritzen". Eine Beutelspritze übt Druck
auf den Beutel aus, der die Spülflüssigkeit
enthält.
Während
die Beutelspritze den Vorteil hat, wegwerfbar und relativ billig
zu sein, ist der Mechanismus zum Zusammendrücken des Beutels relativ teuer.
Darüber
hinaus erfordern herkömmliche
Beutelspritzen eine Luftströmung
für ihren
Betrieb und nicht alle Operationssäle besitzen eine verfügbare Luftzufuhr. Der
von einer Beutelspritze bereitgestellte Druck ist angemessen, wird
jedoch von der Festigkeit des Beutels begrenzt, der die Spülflüssigkeit
enthält.
Ein Spülungssystem,
das von Davol unter der Marke Endo-Flo hergestellt und vertrieben
wird, wird auch verbreitet verwendet. In dem Endo-Flo Spülungssystem wird
eine Pumpe durch eine Membran angetrieben, welche von einer Luftströmung in
Vibration versetzt wird, um Spülflüssigkeit
zu pumpen. Diese Vorrichtung ist relativ billig, erfordert jedoch
auch eine Luftquelle, die nicht immer verfügbar ist.
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Batteriebetriebene
chirurgische Spülvorrichtungen
wurden ebenfalls verwendet. Charakteristische Beispiele von batteriebetriebenen
Spülungsvorrichtungen
sind in den US Patenten Nr. 5,484,402 und 5,807,313 gezeigt. Diese
Vorrichtungen sind einfach zu verwenden und erzeugen einen angemessenen
Druck, jedoch sind sie in ihrer Herstellung teuer. Eine Anzahl von
Vorrichtungen ist ebenso bekannt, in welchen eine wegwerfbare Kartusche
oder Kassette mit einer wieder verwendbaren Konsole zusammenarbeitet,
wie z. B. in der WO-A-95/23627. Meistens erfordern diese Systeme
jedoch relativ teuere Konsolen und sind in der normalen Operationssaalumgebung
nicht einfach einzurichten und zu verwenden.
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Aufgaben der
Erfindung
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Die
Aufgabe der Erfindung ist es, ein verbessertes chirurgisches Spülungssystem
bereitzustellen, das die drei oben beschriebenen Kriterien erfüllt.
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Eine
besondere Aufgabe der Erfindung ist es, ein Spülungssystem bereitzustellen,
das im Hinblick auf seine Installation praktisch narrensicher ist und
zusätzlich
relativ billig ist, was die Kapitalaufwendungen für die wiederverwendbare
Komponente und die Kosten der wegwerfbaren Komponente betrifft.
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Darstellung
der Erfindung
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Die
Erfindung ist im folgenden Anspruch 1 definiert. Die abhängigen Ansprüche sind
auf optionale und bevorzugte Merkmale gerichtet. Die Erfindung stellt
ein chirurgisches Spülungssystem
zur Verfügung,
das eine wiederverwendbare Konsole und eine wegwerfbare Pumpeinheit
umfasst. Die wegwerfbare Pumpeinheit umfasst ein Pumpen-/Motormodul,
ein Handstück,
eine Schlauch, der das Pumpen-/Motormodul mit dem Handstück und dem Spülflüssigkeitsbeutel
verbindet. Die Konsole ist geeignet, um in eine herkömmliche
110V-Wechselspannungsquelle
eingesteckt zu werden und konvertiert den Wechselstrom in eine Gleichspannung,
um den Pumpenmotor anzutreiben. Das Einsetzen des Pumpen-/Motormoduls
in die Konsole kann den Motor automatisch mit der Gleichspannung
in der Konsole verbinden. Sowohl die Konsole als auch die wegwerfbare
Pumpeinheit können
relativ billig hergestellt werden, und da eine 110V-Wechselspannung
in allen Operationssälen
bequem verfügbar
ist, ist die Spülungsvorrichtung
leicht einzurichten und zu verwenden. Die Anordnung kann weiter
hohe Gleichspannungen zum Antrieb des Motors bei praktisch keinem Kostenanstieg
bereitstellen, was bedeutet, dass es eine einfache Angelegenheit
ist, für
einen erhöhten Druck
zu sorgen, wenn er für
die Hydro-Dissektion erwünscht
ist.
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In
den Zeichnungen ist:
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1 eine
perspektivische Ansicht eines Spülungssystems
gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung;
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2 eine
perspektivische Ansicht, die einen wieder verwendbaren Kontroller
und eine wegwerfbare Pumpenanordnung gemäß der bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung zeigt;
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3 eine
Draufsicht des Kontrollers;
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4 eine
hintere Ansicht des Kontrollers;
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5 eine
Seitenansicht des Kontrollers, die an einer IV-Stange angeklemmt ist;
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6 eine
Schnittansicht entlang der Linie 6-6 der 3;
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7 eine
vordere Draufsicht der wegwerfbaren Pumpeinheit gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung;
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8 eine
Seitendraufsicht der wegwerfbaren Pumpeinheit; und
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9 eine
Schnittansicht ähnlich
der 6, die die Position des Pumpen-/Motormoduls gestrichelt
zeigt;
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10 eine
explodierte seitliche Draufsicht, teilweise im Schnitt, die die
Bestandteile des Pumpen-/Motormoduls zeigt;
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11 eine
obere Schnittansicht entlang der Linie 11-11 der 10;
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12 eine
seitliche Schnittansicht entlang der Linie 12-12 der 11;
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13 eine
obere Schnittansicht entlang der Linie 13-13 der 9;
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14 eine
seitliche Schnittansicht, die eine bevorzugte Ausführungsform
eines Einwegventils in der geschlossenen Position zeigt;
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14A eine teilweise geschnittene Seitenansicht,
die das Einwegventil in seiner offenen Position zeigt;
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15 eine
perspektivische Ansicht des Ventilkörpers gemäß einer bevorzugten Ausführungsform;
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16 eine
Schnittansicht entlang der Linie 16-16 der 14A;
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17 eine
seitliche Ansicht des Ausgangsanschlusses der Pumpe, die eine zweite
Ausführungsform
einer Strömungsmessvorrichtung
zeigt, welche verwendet werden kann, um die Flüssigkeitsströmung zu
messen, wenn das Spülungsventil
offen ist;
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18 eine
Querschnittsansicht entlang der Linie 18-18 der 17;
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19 eine
seitliche Schnittansicht entlang der Linie 19-19 der 18;
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20 ist
eine Schnittansicht entlang der Linie 20-20, die die Kugel und die
Strömungskammer zeigt;
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21 ist
ein oberer Aufriss der Konsole gemäß einer zweiten Ausführungsform
der Erfindung, der eine unterschiedliche Gestaltung der Steuerknöpfe darstellt;
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22 ist
ein Diagramm, das die verschiedenen Zustände eines Spülungssystems
in Übereinstimmung
mit der kommerziellen Ausführungsform der
Erfindung zeigt; und
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23 ist
ein Blockdiagramm, das den Kontrollschaltkreis (Logik) zeigt, der
verwendet wird, um den Betrieb der Maschine zu steuern.
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Detaillierte
Beschreibung
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1 zeigt
die Hauptkomponenten eines chirurgischen Spülsystems in Übereinstimmung
mit einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung.
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Ein
Standard-Spülflüssigkeitsbeutel 10 wird auf
einer IV-Stange 12 (oder
einer anderen Vorrichtung, wie z. B. einem Wagen) auf herkömmliche
Weise getragen. Lediglich ein Spülflüssigkeitsbeutel
ist dargestellt, obwohl häufig
zwei Spülflüssigkeitsbeutel eingesetzt
werden. Eine Konsole 14 wird auch auf der IV-Stange 12 getragen.
Die Konsole 14 kann über einen
Draht 15 mit einer Standard-110V-Wechselstromsteckdose verbunden sein.
Die Konsole 14, die wiederverwendbar ist, sorgt für eine physikalische Halterung
einer wegwerfbaren Pumpeinheit 16.
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Die
wegwerfbare Pumpeinheit 16 umfasst ein Pumpen-/Motormodul 17 und
zwei Einlassschläuche 18,
die in herkömmlichen
Dornen 20 enden, so dass die Pumpeinheit mit einem oder
zwei Spülflüssigkeitsbeuteln 10 verbunden
werden kann. Ein Einwegventil 21 liegt unmittelbar unter
jedem der Dornen 20 und hat die Funktion, wie im Folgenden
beschrieben wird, Flüssigkeit
aus den Spülflüssigkeitsbeuteln zum
Modul 17 fließen
zu lassen, jedoch den Flüssigkeitsfluss
zurück
in die Beutel zu verhindern. Eine Klemme 22 ist an jedem
Einlassschlauch vorgesehen. Die wegwerfbare Pumpeinheit 16 umfasst
auch einen Spülungsauslassschlauch 24,
einen Unterdruckschlauch (Saugschlauch) 25 und ein mit
den Schläuchen 24, 25 verbundenes
Handstück 26.
Das Handstück 26 kann
herkömmlich
sein und umfasst Trompetenventile 28, 30, um auf
einen Stab 32 einen Unterdruck anzuwenden oder ihm Spülflüssigkeit
zuzuführen,
wobei der Stab im Gebrauch an die Operationsstelle verlängert werden
kann. Wenn das Ventil 28 herabgedrückt wird, während der Schlauch 25 mit einer
Vakuumquelle verbunden ist, wird an der Operationsstelle ein Unterdruck
(Saugwirkung) ausgeübt, und
wenn das Ventil 30 herabgedrückt wird, wird Spülflüssigkeit
zugeführt.
Wie umfassender im Folgenden beschrieben wird, enthält das Pumpen-/Motormodul 17 einen
Motor, einen Impeller (Flügelrad) und
einen Verschluss (in 1-9 nicht
gezeigt), die es der Flüssigkeit
ermöglichen,
aus den Spülflüssigkeitsbeuteln 10 zum
Auslassschlauch 24 gepumpt zu werden, wenn das Trompetenventil 30 herabgedrückt ist.
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In
der bevorzugten Ausführungsform
hat die Konsole die Funktion eines Gleichspannungsnetzteils und
umfasst einen Transformator (nicht gezeigt), der eine Standard-110V-Wechselspannung in
eine niedrige Gleichstromspannung umwandelt, die geeignet ist, einen
Gleichstrommotor anzutreiben. Indem der Wert der dem Motor zugeführten Spannung gesteuert
wird, kann der Benutzer die Ausflussmenge steuern. Statt ein Transformator-basiertes
Netzteil zu verwenden, könnte
die Konsole auch wiederaufladbare Batterien und einen Transformator
zum Wiederaufladen der Batterien enthalten, oder der Transformator
könnte
eine separate Einheit sein. Der Motor könnte vom Transformator oder
den Batterien angetrieben werden, so dass wenn die Wechselspannung
nicht verfügbar
oder unpraktisch sein sollte, die Pumpe durch Batterieleistung angetrieben
werden könnte.
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Wie
in 2 gezeigt, ist das Pumpen-/Motorenmodul 17 so
geformt, dass es in einen passenden Sitz in der Konsole 14 passt.
Wenn das Modul in die Konsole 14 eingelegt wird, stellt
die Konsole einen stabilen mechanischen Sitz für das Modul bereit und verbindet
auch elektrisch den Motor im Modul mit den Anschlüssen auf
der Konsole, die die zum Betreib des Motors erforderliche Gleichspannung
bereitstellen.
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Das
Modul 17 umfasst ein oberes Gehäuse 34A und ein unteres
Gehäuse 34B (8).
Wie im Folgenden mit Bezug auf 10-12 erläutert werden
wird, enthält
das obere Gehäuse 34A das Flügelrad und
das untere Gehäuse 34B enthält den Motor.
Das Gehäuse 34A enthält auch
einen Rohrbogen 36 und eine Hülse 38, durch welche
Flüssigkeit aus
der Pumpe zum Auslassloch 24 strömt. Eine abgeschrägte Kappe 40 erstreckt
sie vom oberen Gehäuse 34A und
passt bündig
in die obere Oberfläche der
Konsole 14, wenn das Modul 17 in der Konsole sitzt.
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Ein
Vorsprung mit der Form einer Rampe 42 erstreckt sich von
jeder Seite des unteren Gehäuses 34B und
ein elektrischer Kontakt 44 ist aus jeder der Rampen 42 nach
außen
federgespannt. Die Kontakte 44 sind elektrisch mit den
Motoranschlüssen
verbunden und, wie unten beschrieben, dazu geeignet, elektrisch
mit den Anschlüssen
in der Konsole 14 einzugreifen, so dass ein Gleichspannung
von der Konsole am Motor im Gehäuse
angelegt werden kann.
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Von
oben betrachtet (siehe 3) ist die Konsole 14 gegabelt,
so dass sie einen Hohlraum 52 bildet, in welchen das Modul 17 in
lediglich einer Orientierung sitzen kann, wobei der Auslassschlauch 24 sich
vom Boden der Konsole erstreckt (siehe 1). Der
Hohlraum 52 umfasst einen oberen Sitz 52A und einen
unteren Sitz 52B, die das obere Modulgehäuse 34A bzw.
das untere Gehäuse 34B halten.
Gegenüberliegende
Längsvertiefungen 54 sind
im unteren Sitz 52B vorgesehen, um die Rampen 42 aufzunehmen.
Dies verhindert eine Vorwärts-
und Rückwärtsbewegung
des Moduls. Ein Längsdurchtritt 55 ist
vorgesehen, um den Rohrbogen 36 und die Hülse 38 aufzunehmen,
welche die Flussmessvorrichtung enthalten, wie im Folgenden beschrieben
wird. Kreisförmige
Anschlüsse 58 erstrecken
sich in die Vertiefungen 54, um die in der Konsole 14 erzeugte
Gleichspannung mit den Kontakten 44 auf dem Pumpen-/Motormodul 17 zu
koppeln und so den Motor mit Strom zu versorgen, wenn das Gehäuse in die
Konsole eingesetzt wird. Auflagen 56 auf der Oberseite der
Vertiefungen 54 sorgen für eine vertikale Halterung
der unteren Oberfläche 60 des
oberen Gehäuses 34A.
Ein Schlitz 62 in der oberen Oberfläche der Konsole 14 nimmt
die obere Kappe 40 des Gehäuses 34 auf.
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Gemäß 6 ist
jeder der Vertiefungen an ihrem oberen Ende leicht V-förmig, um
die Bewegung der Rampen 42 auf dem Pumpen-/Motormodul 17 in die
Vertiefungen 54 der Konsole zu erleichtern.
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Die
Konsole 14 kann an der IV-Stange 12 mit Hilfe
einer herkömmlichen
Klemme 64 befestigt werden, welche durch einen Knopf 66 angezogen
oder gelockert werden kann. Wie in 3 gezeigt,
umfasst die Konsole auch beleuchtete Schnappschalter (gewölbte Schalter) 68, 70,
die den Benutzer in die Lage versetzen, die von der Konsole am Motor
angelegte Spannung zu wählen.
Der Pumpendruck wird durch Ändern
der von der Konsole am Pumpen-/Motormodul 34 angelegten
Gleichspannung wie oben erläutert
geändert.
Es ist auch möglich,
die Geschwindigkeit des Motors von einer entfernten Stelle aus zu
steuern. Um dies zu tun, würde
die Steuereinheit ein Portal enthalten, um ein einsteckbares Fernsteuerungsmodul
aufzunehmen. Wenn es in die Konsole 14 eingesteckt wird,
würde das
Modul den Motorgeschwindigkeitssteuerschaltkreis in der Konsole umgehen.
Es würde
durch elektrische Drähte
mit einem Schalter verbunden werden, welcher typischerweise in einem
sterilen Gebiet positioniert wäre,
z. B. indem der Schalter an einem Überwurf angeklipst wird. Der
Chirurg könnte
dann die Motorgeschwindigkeit (und somit den Druck) ändern, indem
der Schalter im sterilen Gebiet betätigt wird. Die Stromführungsfähigkeit
der Drähte
und des Schalter kann somit gering sein, da sie mit dem Logikschaltkreis
und nicht dem Motor verbunden sind.
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Die
Details des Pumpen-/Motormoduls 34 sind in den 10-12 gezeigt.
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Die
Pumpe umfasst ein drehbares Flügelrad 70,
das von einem Motor 72 angetrieben wird. Eine wasserdichte
Dichtung zwischen dem Flügelrad
und dem Motor wird von einer Abdeckung 73 und geeigneten
Dichtungen (ohne Bezugszeichen) bereitgestellt. Zwei Einlassschläuche 18 werden
in den Oberteil eines Pumpenkopfs 74 eingeführt, in
welchem sich das Flügelrad
befindet. Der Pumpenkopf enthält auch
einen tangentialen Auslass 75, der mit der Einlassseite
des Rohrbogens 36 verbunden ist. Die Drehung des Impellers
treibt das Wasser aus dem Einlassschlauch 18 durch den
tangentialen Auslass 75, den Rohrbogen 36 und
die Hülse 38 zum
Auslassschlauch 24.
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Der
Rohrbogen 36 enthält
einen Abschnitt mit vergrößertem Durchmesser
oder eine Kammer 76, in der sich ein opaker Schwimmer oder
Verschluss 78 als Reaktion auf eine Flüssigkeitsströmung durch
den Rohrbogen bewegen kann. Der Verschluss umfasst vier Rippen 80 und
eine obere Wölbung 82.
Die obere Wölbung
verschließt
den Flussweg durch den Rohrbogen 36, wenn der Verschluss sich
in seiner obersten Position befindet, wie durch gepunktete Linien
gezeigt ist. Die gerippte Konstruktion erlaubt den Flüssigkeitsfluss,
wenn der Verschluss an seine unterste Position, in durchgezogenen
Linien zeigt, am oberen Ende der Hülse 38 getrieben wird.
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Der
Rohrbogen 36 kann aus Polykarbonat oder jedem anderen Material
hergestellt sein, das für optische
Energie transparent ist, welche in der bevorzugten Ausführungsform
infrarot ist. Der Infrarottransmitter 84A und -empfänger 84B sind
im wiederverwendbaren Kontroller auf einer Gabel (nicht gezeigt)
in der Konsole 14 auf gegenüberliegenden Seiten des Durchgangs 55 angebracht.
Eine Leiterplatine (nicht gezeigt), die die elektrische Schaltung
zum Messen einer Unterbrechung des Infrarotstrahls durch den Verschluss
und zum Antrieb des Motors enthält,
kann physikalisch die Gabel tragen, wobei die Konsolenanschlüsse 58 mit
der Leiterplatine verbunden sind. Wenn der Verschluss 78 sich
in seiner obersten Position befindet, d. h. wenn keine Flüssigkeit
durch den Rohrbogen 36 fließt, tritt der Infrarotstrahl
vom Transmitter 84A durch ein transparentes Fenster (nicht
gezeigt) in dem die Konsolenoberfläche definierenden Durchgang 55 und
durch den transparenten Rohrbogen 36 zum Infrarotempfänger 80B.
Wenn das Ventil 30 herabgedrückt wird und die Strömung beginnt,
wird der Verschluss nach unten in die in durchgezogenen Linien in 12 gezeigte
Position gedrückt,
wo er den Infrarotstrahl unterbricht. Die Unterbrechung des Strahl
wird von der Schaltung auf der Leiterplatine gemessen, die dann
den Stromversorgungskreis des Motors schließt.
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In
der bevorzugten Ausführungsform
ist ein Einwegventil 21 in jeder der Einlassleitungen 18 unmittelbar
hinter dem Dorn 20 platziert. Wie im Folgenden erklärt wird,
erhöht
das Einwegventil die Leistung der Spülvorrichtung auf mehrere Arten,
wenn es mit einem optischen Flussdetektor verwendet wird.
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Wenn
sich kein Ventil in der Einlassleitung befindet, kehrt der Druck
im System auf den Flüssigkeitssäulen-Druck
zurück
und die Flüssigkeit
kann in den Spülflüssigkeitsbeutel 10 zurückfließen, wenn der
Chirurg das Spülungsventil 30 im
Handstück 26 loslässt. Dies
bewirkt eine kurze Verzögerung
zwischen dem Zeitpunkt, wenn das Spülungsventil 30 danach
herabgedrückt
wird, und dem Zeitpunkt, zu dem der angetriebene Spülungsstrom
die chirurgische Stelle erreicht. Mit dem Einwegventil wird die Flüssigkeit,
wenn das Spülventil 30 losgelassen
wird, im Pumpsystem (zwischen dem Einwegventil 21 und dem
Spülungsventil 30)
auf einem Druck über
der Flüssigkeitssäulendruck
gehalten. Wenn das Spülungsventil 30 herabgedrückt wird,
bewegt somit die Freisetzung der gespeicherten Energie den Verschluss 78 schnell,
was bewirkt, dass die Pumpe fast unmittelbar anläuft.
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Des
Weiteren ist es bei endoskopischen Eingriffen, bei denen die Körperhohlräume lang
gestreckt sind (z. B. bei der Arthroskopie und Hysteroskopie) erwünscht, die
Erstreckung zu halten, wenn die Pumpe beispielsweise aufgrund fehlenden
Flusses abgeschaltet wird, z. B. wenn der Ausfluss aus dem Knie
oder dem Uterus gestoppt wird. Indem der Druck im Pumpensystem über dem
Druck des Flüssigkeitskopfes
gehalten wird, wird die Erstreckung aufrechterhalten, wenn der Fluss
stoppt.
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Ein
weiterer Vorteil des Einwegventils 21 ist es, Luftblasen
im System daran zu hindern, den Betrieb zu beeinträchtigen.
Ohne das Ventil werden Luftblasen im System nach oben zum Spülflüssigkeitsbeutel
treiben, wenn der Druck im System bei Loslassen des Spülungsventils 30 sich
ausgleicht. Wenn diese Blasen am IR-Sensor 84A, 84B (13) vorbei
treiben, können
sie unbeabsichtigt den Motor aktivieren. Dies ist aus mehreren Gründen unerwünscht. Zuerst
erwartet der Chirurg, dass der Motor abgeschaltet ist, wenn das
Spülungsventil
nicht herabgedrückt
ist. Zweitens verursacht der unnötige
Betrieb der Pumpe Lärm
und kann zu einer Überhitzung des
Motors und zu einer unnötigen
Verkürzung
der Batterielebensdauer führen
(wenn Batteriestrom verwendet wird). Mit dem Einwegventil 21 in
der Einlassleitung 18 werden, wenn das Spülungsventil 30 geöffnet wird,
jegliche Luftblasen im System im unter Druck stehenden System eingesperrt;
daher unterliegen sie keiner Bewegung, welche den Motor veranlassen
würde,
sich einzuschalten.
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Der
Aufbau eines bevorzugten Einwegventils 21 ist in 14 bis 16 gezeigt.
Das Ventil umfasst ein äußeres zylindrisches
Gehäuse 90,
das an dessen oberem Ende am Dorn 20 und an seinem unteren
Ende am Einlassschlauch 18 angebracht ist. Ein innerer
zylindrischer Sitz 92 ist im oberen Abschnitt des Gehäuses 90 befestigt
und umfasst eine konische Oberfläche 94,
die sich an ihrem Boden nach außen
aufweitet und als Sitz für
einen Ventilkörper 96 dient.
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Der
Ventilkörper 96,
wie in 15 gezeigt, umfasst eine allgemein
zylindrische Basis 98, die an ihrem unteren Ende aufgeweitet
ist, sodass ein abdichtender O-Ring 100 auf der Basis gehalten
werden kann. Ein Querstück 102 erstreckt
sich von der Basis 98 nach oben und umfasst zwei sich nach
außen
erstreckende Haltelippen 104. Wie in 16 gezeigt,
beträgt
die Breite des Querstücks 102 weniger als
der Durchmesser der Dornleitung 106. Eine Spiralfeder 108 wird
zwischen den unteren Oberflächen der
Haltelippen 104 und der oberen Oberfläche eines Innenrands 110 komprimiert,
aus welchem sich die konische Sitzfläche 94 erstreckt.
Die Feder 108 drängt
den Ventilkörper 96 zum
Dorn 20 hin, was den O-Ring 100 gegen die Sitzfläche 94 vorspannt,
um das Ventil zu schließen.
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Wenn
das Spülungsventil 30 geschlossen ist,
befindet sich der Ventilkörper 96 in
der in 14 gezeigten Position, d.h.
das Ventil 21 ist geschlossen. Wenn der Chirurg das Ventil 30 herabdrückt, beginnt
Wasser aufgrund der Schwerkraft durch den Dorn 20 und die
Leitung 106 zu fließen.
Die vom Wasser auf den Ventilkörper 96 ausgeübte Kraft
ist größer als
die von der Feder 108 ausgeübte Haltekraft, wodurch der
Ventilkörper
veranlasst wird, sich in die in 14A gezeigte
Position nach unten zu bewegen, in welcher die Spülflüssigkeit
am O-Ring 100 vorbei zum Einlassschlauch 18 fließt. Wenn
das Spülungsventil 30 gelöst (d.h.
geschlossen wird), führt die
Feder 108 den Ventilkörper
wieder in die in 14 gezeigte Position zurück, was
das Ventil schließt
und Flüssigkeit
daran hindert, nach oben durch den Dorn 20 in den Spülflüssigkeitsbeutel 10 zu
fließen.
Dies setzt die Flüssigkeit
im Pumpsystem unter Druck. Als Ergebnis wird der Motor fast unmittelbar
nach dem Herabdrücken
des Ventils 30 eingeschaltet und das Vorhandensein der
Luftblasen beeinträchtigt
den Betrieb des Systems nicht.
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Andere
Arten von Flussmessvorrichtungen, wie z.B. Druckmessgeräte und magnetische
Sensoren, können
anstatt des optischen Flusssensors verwendet werden. Der Motor könnte über elektrische Leitern
auch direkt mit dem Ventil im Handstück verbunden sein, wobei sich
ein geeigneter Schalter im Handstück befindet, um den Stromkreis
zu schließen,
wenn das Ventil geöffnet
wird. Die oben genannten US-Patente Nr. 5,484,402 und 5,807,313
verwenden Handstückschalter,
welche mit dem Motor über einen
herkömmlichen
Draht verbunden sind. In beiden Fällen fließt der zum Antrieb des Motors
erforderliche Strom durch den Draht und den Schalter. Gemäß dieser
Erfindung, in der ein wieder verwendbarer Kontroller und ein wegwerfbares
Pumpenmodul verwendet werden, können
der Draht und der Schalter relativ leicht und daher kostengünstig sein,
da der durch sie fließende
Strom lediglich benötigt
wird, um die Steuerungslogik in der Konsole 14 zu betätigen.
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Viele
Stromversorgungsvorrichtungen können
verwendet werden, um den Motor anzutreiben. In einer Ausführungsform
wurde ein handelsübliches Netzteil
verwendet, das von Condor D. C. Power Supplies, Inc. aus Oxnard,
California hergestellt wird (Medical-65 Watt, 24 Volt-Modell GLN
65-24). Diese Vorrichtung besitzt zwei Betriebszustände. Im
Hochspannungszustand erzeugt sie 24 Volt; im Niederspannungszustand
erzeugt sie das Äquivalent
von 18 Volt, welches durch Anlegen der vollen 24 Volt während ungefähr zwei
Dritteln der Zeit erreicht wird. Der Benutzer kann durch Berühren der
Schalter 68 bzw. 70 entweder die hohe oder die
niedrige Spannung wählen.
Die Erfindung zieht jede Stromversorgung mit oder ohne die Fähigkeit,
eine variable Spannung bereitzustellen, in Betracht.
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Ein
Sperrschalter kann aus Sicherheitsgründen vorgesehen sein. Z.B.
kann ein Schalter (nicht dargestellt), der am Boden des Hohlraums 52 gelegen
ist, betätigt
werden, wenn das Motor-/Pumpenmodul richtig in die Konsole geladen
wird. Wenn der Schalter nicht betätigt wird, wird der Steuerungsschaltkreis
es nicht erlauben, dass Strom zu den Anschlüssen 58 im Kontroller 14 übertragen
wird.
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Die
Vorrichtung kann auch ein Merkmal zum automatischen Ausschalten
der Pumpe umfassen, wenn der Spülflüssigkeitsbeutel
leer läuft.
In diesem Zustand wird sich der Verschluss 78 in der „Fluss"- bzw. der untersten
Position befinden (12). Ein niedriger Strom, der
eine Abwesenheit von Flüssigkeit
im Pumpenkopf anzeigt, kann gemessen und verwendet werden, um den
Motor abzuschalten. Das System wird beim Initialisieren automatisch
zurückgesetzt,
wenn Flüssigkeit
die Strömungskammer wiederauffüllt und
der Verschluss sich in die „Kein Fluss"- bzw. obere Position
bewegt.
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Im
Gebrauch wird das Pumpen-/Motormodul in den Sitzhohlraum im Kontroller
geführt
und durch einen leichten Druck auf die Oberseite befestigt. Dies verbindet
die Konsolenanschlüsse 58 mit
den Modulkontakten 44. Die Beutel werden dann durchstochen und
die Klemmen an den Einlassschläuchen
werden gelöst.
Um das System zu initialisieren, wird das Spülungsventil 30 herabgedrückt, bis
Spülflüssigkeit
die Strömungsschalterkammer 76 füllt. Wenn
keine Flüssigkeit
fließt,
bewegt sich der Verschluss in die „Kein Fluss"-Position (obere Position), was den Infrarotmesskreis „zurücksetzt". Wenn das Ventil 30 wieder herabgedrückt wird,
bewegt sich der Verschluss in die „Fluss„-Position, was den Motor
einschaltet, um Flüssigkeit
durch den Leitungssatz zu pumpen. Das System ist dann initialisiert
und einsatzbereit.
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Wenn
der Vorgang vollendet ist, wird das Pumpen-/Motormodul aus der Konsole
entnommen, indem am Boden des Moduls nach oben gedrückt wird.
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Zweite Ausführungsform
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Eine
kommerzielle Version der Spülvorrichtung,
die in 1 bis 16 gezeigt ist, schließt Merkmale
ein, die unter gewissen Bedingungen vorteilhaft sind, welche in
einem Operationssaal angetroffen werden. Diese Bedingungen sind
die folgenden.
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Zuerst
ist es, wenn ein chirurgischer Spülflüssigkeitsbeutel leer läuft, notwendig,
den verbrauchten Beutel mit einem vollen Beutel zu ersetzen und
die Pumpe neu zu initialisieren. Die Neuinitialisierung kann schwierig
sein, da die Flüssigkeit,
welche in der Spülungsleitung
verbleibt, Luft enthalten kann, was die Initialisierung verhindert.
Abhängig
von der Höhe
der Konsole auf der IV-Stange kann die sich ergebende Druckhöhe des Weiteren
nicht ausreichend sein, um die Spülflüssigkeit durch einen nach oben
gehenden Zweig eines drapierten Schlauchs zu bewegen.
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Als
Ergebnis kann die Neuinitialisierung langsam sein oder es kann notwendig
sein, die Flüssigkeit
durch die Schlauchleitungen zu zwingen, indem z.B. der Spülflüssigkeitsbeutel
zusammengedrückt
wird.
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Zweitens
können
Luftblasen, die in den Spülschläuchen eingefangen
sind, in die Schwimmkugelkammer wandern. Eine Luftblase kann den
Infrarotstrahl unterbrechen, der durch die Kammer tritt, und kann
somit bewirken, dass der Motor für
kurze Zeiträume
läuft.
Dies kann den Chirurgen stören
und als Anzeichen eines intermittierenden Fehlers ausgelegt werden.
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Schließlich ist
die Pumpe zum Einsatz mit einer Vielzahl von laparoskopischen Spülungssonden konzipiert.
Die Durchmesser dieser Sonden unterscheiden sich beträchtlich
und können
im Fall gewisser bipolarer Sonden zu einem Flüssigkeitsfluss führen, der
so verringert ist, dass die Bewegung der Schwimmkugel bei Herabdrücken des
Spülungsventils inakzeptabel
langsam ist, wodurch eine Verzögerung
in der Flüssigkeitszufuhr
erzeugt wird. Dies kann den chirurgischen Eingriff verlängern und
den Chirurgen stören.
Wenn die Flussempfindlichkeit des Systems erhöht wird, indem der Abstand,
um den sich die Schwimmkugel bewegen muss, um den Infrarotstrahl
zu unterbrechen, verringert wird, wird es leichter, die Pumpe während der
Handhabung der Schläuche
unbeabsichtigt einzuschalten. Somit besteht ein Bedarf, die Empfindlichkeit
der Pumpe so zu optimieren, dass ihr Leistungsverhalten mit restriktiven
Spitzen akzeptabel ist und die Wahrscheinlichkeit einer Reaktion
auf äußere Einflüsse, abgesehen vom
Herabdrücken
des Spülungsventils,
minimal ist.
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Die
kommerzielle Ausführungsform
der Erfindung stellt Lösungen
für jedes
der oben genannten Probleme bereit. Zuerst stellt sie als Auswahlmöglichkeit
des Benutzers eine Servounterstützung
des Neuinitialisierungsvorgangs zur Verfügung, wobei die Pumpe eingeschaltet
werden kann, um Luft aus dem wegwerfbaren Modul schnell zu evakuieren.
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Zweitens
wird in der kommerziellen Ausführungsform
ein Schwimmer verwendet, welcher, wenn er den Infrarotstrahl blockiert,
den Sensor veranlasst, eine Spannung zu erzeugen, die höher als
die Spannung ist, welche erzeugt wird, wenn der Infrarotstrahl von
einer Luftblase blockiert wird. Dies versetzt den Sensor in die
Lage, zwischen dem Schwimmer und Luft zu unterscheiden, was bedeutet,
dass der Motor lediglich auf den Schwimmer allein reagiert.
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Da
schließlich
die Konsole ein wiederverwendbarer Gegenstand ist, ist es wirtschaftlich machbar,
eine programmierbare Vorrichtung (IC) in der Konsole vorzusehen,
welche den Betrieb der Pumpe in der wegwerfbaren Einheit steuern
kann. Der IC kann programmiert werden, um auf eine höhere Sensorausgabe
(als Luftimmunitätsspannung
bezeichnet) zu reagieren und dann nach einem vorbestimmten Zeitintervall, das
ausreichend ist, um die Evakuierung der Luft aus der wegwerfbaren
Einheit sicherzustellen, auf eine niedrigere Spannung umzuschalten.
Auf diese Weise kann die Reaktionszeit des Systems verbessert werden,
ohne die Effekte der Luftblasen in der Schwimmerkammer in Betracht
zu ziehen.
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Mechanisch
ist die kommerzielle Version der Erfindung im Wesentlichen dieselbe
wie die in 1 bis 16 gezeigte
Vorrichtung. Änderungen
wurden an der Flusssensorvorrichtung und dem Tastenblock gemacht,
der den Betrieb des Systems steuert. Insofern, als dass Änderungen
vorgenommen wurden, sind sie im Folgenden mit Bezug auf 17 bis 21 beschrieben.
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17 bis 20 veranschaulichen
die Schwimmerkammer und die Kugel, die in der kommerziellen Ausführungsform
der Erfindung verwendet werden. Sie funktioniert auf dieselbe Weise,
wie der in 11 bis 13 gezeigte
Flusssensor, jedoch ist ihr Aufbau verschieden. Sie versetzt den Sensor
in die Lage, zwischen einer Unterbrechung des IR-Strahls durch den
Schwimmer und durch Luftblasen zu unterscheiden und versieht daher
eine wichtige Rolle, indem er die oben erwähnten Probleme vermeidet.
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In
den 17 bis 20 tritt
die Ausgabe der Pumpe durch einen Ellbogen 136, welcher
ein äußere Hülse 137 und
eine obere und untere Hülse 138A bzw. 138B enthält. Die
obere innere Hülse 138A umfasst
einen Ring 140 (20), welcher
die Nach-oben-Bewegung
des Schwimmers, in diesem Fall einer Kugel 178, begrenzt.
Die Nach-unten-Bewegung der Kugel wird durch zwei Anschlagselemente 142 begrenzt,
welche sich von der unteren inneren Hülse 138B nach oben
erstrecken. In 19 und 20 ist
die unterste Position der Kugel 178 in durchgezogenen Linien
und die oberste Position in gestrichelten Linien gezeigt. Eine Schwimmerkammer 176 kann
als der Bereich zwischen dem oberen bzw. dem unteren Anschlag 140 und 142 angesehen werden.
Zwei innere Rippen 143 helfen bei der Führung der Kugel.
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Die
Kugel 178 besteht aus einem Material, das für Infrarotstrahlung
undurchlässiger
ist als Luft. Z.B. kann die Kugel 178 aus schwarzem Polypropylen
hergestellt sein.
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Der
Rohrbogen 136 umfasst zwei diametral gegenüberliegende Öffnungen 144 (18 und 20),
die es dem IR-Strahl erlauben, durch die Schwimmerkammer 176 an
der Stelle 146 hindurch zu treten. Wenn dann die Kugel 178 schwimmt
(was lediglich geschieht, wenn die Schwimmerkammer mit Wasser gefüllt ist),
wird der IR-Strahl nicht blockiert. Wenn die Kugel auf ihre unterste
Position herabfällt (was
anzeigt, dass entweder die Flüssigkeit
fließt oder
dass die Schwimmerkammer trocken ist), wird der IR-Strahl blockiert.
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Ein
ringförmiger
Verbinder 150 wird am Boden des Rohrbogens 136 zwischen
der inneren Oberfläche
des Ellbogens und der äußeren Oberfläche auf
der äußeren Hülse 137 angehaftet
und wird mit dem Auslassschlauch 24 verbunden. Die in 17 bis 20 gezeigten
verschiedenen Teile können
aneinander durch geeignete Klebstoffe angehaftet werden, welche
herkömmlich
für medizinische Vorrichtungen
dieser Art verwendet werden.
-
Neuinitialisierung
-
Die
Neuinitialisierung ist ein ernstes Problem, da die Unfähigkeit,
das System zu initialisieren, ein größerer Nachteil sein kann. In
der gegenwärtigen
Ausführungsform
kann die Neuinitialisierung durch die Schwerkraft allein oder durch
ein Servo-unterstütztes
Initialisierungsmerkmal unter Verwendung einer Taste auf der Konsolentastatur
erzielt werden.
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21 veranschaulicht
die obere Oberfläche
der Konsole in der kommerziellen Ausführungsform. Sie umfasst einen
Tastenblock mit zwei Tasten, die mit HI und LO markiert sind, welche
die Schalter 68 und 70 der ersten Ausführungsform
ersetzen. Die HI und LO Tasten dienen demselben Zweck, nämlich entweder
eine hohe Spannung oder eine niedrige Spannung, je nach Wahl des
Benutzers am Motor anzulegen. In der kommerziellen Ausführungsform
befinden sich auf der linken Seite der Konsole zwei visuelle Anzeigen 152 und 154,
welche ein Logo und das Wort „Prime" (Initialisierung)
darstellen. Jede Anzeige kann mit einer zugehörigen LED (nicht gezeigt) beleuchtet
werden, welche wiederum vom Systemkontroller betätigt werden kann. Die HI- und
LO-Tasten haben ebenfalls zugehörige
LEDs. Die HI-Taste hat auch die Funktion als „Servo-Initialisierung"-Taste, wenn sich
das System in einem PRIME-Zustand (Initialisierungszustand) befindet.
Dies bedeutet, dass die HI-Taste herabgedrückt werden kann, um den Motor
zu starten und so eine Leistungsunterstützung bei der Initialisierung
bereitzustellen.
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Die
anfängliche
Initialisierung des Systems kann jedoch aufgrund der vorhandenen
Luft in der Spülungsleitung
und/oder einer möglichen
Bewegung der Schwimmkugel aufgrund einer Handhabung des Kontrollers
oder eines Wechselns eines Spülflüssigkeitsbeutels
schwierig sein, was zusätzliche Übergänge von
einem Zustand zum anderen bewirken kann. Z.B. kann eine springende
oder oszillierende Kugel vom System als Anzeichen wahrgenommen werden,
dass das System initialisiert wurde und betriebsbereit ist, wenn
die Kugel sich unten befindet, obwohl keine Flüssigkeit in das System eingetreten ist.
Um dieses Problem zu vermeiden, wird, wie im Folgenden beschrieben,
eine vorbestimmte Verzögerung
für jeden
von der Schwimmerkugel gemachten Übergang gefordert, damit er
als „gültig" angesehen wird,
d.h. als Übergang
der Schwimmerkugel, welche eine Auswirkung auf den Betrieb des Systems
haben soll.
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Die
Vorgänge
des Initialisierens und des Neuinitialisierens werden im Folgenden
mit Bezug auf 22 beschrieben, welche die verschiedenen Zustände eines
Spülungssystems
in Übereinstimmung
mit der kommerziellen Version der Erfindung zeigt.
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Wenn
das wegwerfbare Pumpen-/Motormodul in seinen Sitz in der Konsole
eingesetzt wird, sucht das Steuerungssystem nach drei Prüfpunkten, bevor
der Betrieb des Systems ermöglicht
wird. Zuerst wird nach einem geschlossenen magnetischen Annäherungsschalter
(nicht gezeigt) gesucht, welcher anzeigt, dass das Pumpen-/Motormodul
geeignet in der Konsole installiert wurde. Solche Annäherungsschalter
sind wohl bekannt und daher wird der Schalter hier nicht beschrieben
oder dargestellt. Wenn der Schalter geschlossen ist, geht das System in
den START-Zustand. In diesem Zustand legt das Steuerungssystem eine
Spannung an die Kontakte 58 auf der Konsole an. Dann prüft es, um
sicherzustellen, dass die „Kugel" den Infrarotstrahl
blockiert (ein Anzeichen, dass die wegwerfbare Einheit trocken ist)
und prüft
die Durchgängigkeit
des Motorantriebsschaltkreises, der eine korrekte Installation des Motors
anzeigt. Wenn irgendeiner dieser Prüfpunkte nicht erfüllt ist,
wird ein Signal bereitgestellt (z.B. ein blinkendes Logo) und das
System wird nicht fortfahren. Wenn die Prüfpunkte erfüllt sind, bewegt sich das System
nach einer Verzögerung
von einer Sekunde zu START 2, bei dem die Logo LED (DAVOL) aufleuchtet,
die Initialisierungs-LED (PRIME LED) blinkt und die Konsole einen
hörbaren
Piepton abgibt.
-
Wenn
die Kugel schwimmt und dadurch anzeigt, dass die Schwimmerkammer
gefüllt
ist, schaltet das System in einen Bereit-Zustand (READY), in welchem
die Logo-LED und sowohl die High- und Low-Tasten-LEDs aufleuchten.
Wenn das System sich im Bereit-Zustand (READY) befindet und wenn die
Kugel herabfällt
(und dadurch anzeigt, dass Flüssigkeit
aufgrund des Herabdrückens
des Spülungsventils
fließt),
dann geht das System in den MOTOR AN-Zustand, indem sowohl die Logo
als auch die HI- und LO-LEDs aufleuchten und der Motor eingeschaltet
ist. Im MOTOR AN-Zustand kehrt das System, wenn die Kugel in die
obere Position schwimmt, was durch das Schließen des Spülungsventils verursacht wird,
in den Bereit-Zustand
(READY) zurück
(wobei der Motor aus ist). Wenn der Motor für länger als 15 Sekunden läuft (und
dadurch z.B. ein mögliches durchgehendes
Laufen aufgrund des schlechten Initialisierens oder Motorversagens
anzeigt), kehrt das System in den START 2-Zustand zurück, bei
dem der Motor aus ist, die Initialisierungs-LED (PRIME-LED) blinkt
und die Konsole piept. Um den Motor wieder anzulassen, muss der
Chirurg das Spülungsventil loslassen
und dadurch die Kugel veranlassen, in ihre obere Position zurückzukehren
(wenn das System richtig initialisiert ist) und das System in den
Bereit-Zustand (READY) umzuschalten.
-
In
dem MOTOR AN-Zustand kann ein dritter Übergang auftreten, wenn der
Motorstrom niedrig ist. Wenn der Spülflüssigkeitsbeutel keine Flüssigkeit mehr
enthält,
wird der zum Betrieb der Pumpe erforderliche Strom beträchtlich
abfallen. Wenn der Motorstrom sich unterhalb einer vorbestimmten
Grenze (z.B. 1,1 Amp) befindet, geht das System in einen Wartezustand
(WAIT), bei welchem die Logo-LED aufleuchtet, die Initialisierungs-LED
(PRIME) blinkt, die Konsole piept und die HI-LED ebenfalls blinkt. Dieses
weist den Benutzer darauf hin, dass eine Initialisierung notwendig
ist und dass die Servo-Initialisierung (unten beschrieben) erhältlich ist,
indem die blinkende HI-Taste gedrückt wird.
-
Während der
Neuinitialisierung besteht die Möglichkeit,
dass sich die Kugel bewegen kann, wenn das Handstück und/oder
die Schläuche
gehandhabt werden. Um zwischen unbeabsichtigten Kugelbewegungen
und beabsichtigten Kugelbewegungen zu unterscheiden, wird ein System
von zugelassenen Übergängen festgelegt.
In der kommerziellen Ausführungsform
erfordert ein zugelassener Übergang,
dass die Kugel sich für
drei Sekunden unten befindet, für
mindestens 0,25 Sekunden oben und dann wieder unten befindet. Wenn
somit der Chirurg, durch die blinkende Initialisierungs-LED darauf hingewiesen,
das Spülungsventil
herabdrückt,
um das System zu initialisieren, bewegt sich die Kugel nach unten.
Wenn sie drei Sekunden lang unten bleibt, schaltet das System in
einen Neuinitialisierungszustand (REPRIME), in welchem dieselben
Indikatoren vorgesehen sind. Wenn das Spülungsventil losgelassen wird,
schwimmt die Kugel wieder in ihre obere Position. Nach 0,25 Sekunden
geht das System in einen Initialisierung 1-Zustand (PRIME 1), wieder
mit denselben Indikatoren. Wenn das Spülungsventil wieder herabgedrückt wird,
bewegt sich die Kugel nach unten und das System geht dann in einen Initialisierung
2-Zustand (PRIME 2) mit denselben Indikatoren. Wenn das Spülungsventil
drei Sekunden lang herabgedrückt
bleibt, schaltet das System dann auf den Servo-Initialisierungszustand
(POWER PRIME) um, in welchem die Logo- und Initialisierungs-LEDs
aufleuchten und der Motor an ist. Wenn das Spülungsventil losgelassen wird
und wenn sich Wasser in der Schwimmerkammer befindet, schwimmt die
Kugel zu ihrer oberen Position auf und das System geht in den Bereitzustand
(READY). Wenn der Motorstrom niedrig ist (z. B. weniger als 1,1 Ampere),
kehrt das System in den Wartezustand (WAIT) zurück.
-
Der
Initialisierungsprozess, der eben beschrieben wurde, wird durch
die Betätigung
des Spülungsventils
seitens des Chirurgen gesteuert. Das System wird neu initialisiert,
indem das Ventil zweimal herabgedrückt wird. Das System kann auch
neu initialisiert werden, indem die Servo-Initialisierungstaste (die blinkende
HI-Taste in der kommerziellen Ausführungsform) während des
Initialisierungsvorgangs gedrückt
wird. Das Drücken
der Servo-Initialisierungs-(HI)-Taste für länger als 1,5 Sekunden stellt das
System ebenfalls in den Servo-Initialisierungszustand
(POWER PRIME), wodurch eine Motorunterstützung für den Initialisierungsvorgang
bereitgestellt wird, wenn das Spülungsventil
herabgedrückt
wird. Dies initialisiert das System schneller als es durch eine
Schwerkraftspeisung allein möglich
ist. Nachdem das System initialisiert wurde und das Spülungsventil
gelöst
wurde, schwimmt die Kugel in ihre obere Position auf und das System
wird in den Bereitzustand (READY) gestellt. Wenn der Motorstrom
im Strominitialisierungszustand (POWER PRIME) sich unterhalb des
Grenzwerts (z. B. 1,1 Ampere) befindet, was anzeigt, dass sich im
Spülmittelbeutel
keine Flüssigkeit
mehr befindet, kehrt das System in den Wartezustand (WAIT) zurück.
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Es
gibt andere Wege, die Neuinitialisierung zu verbessern. Wenn z.
B. das Pumpen-/Motormodul richtig in der Konsole installiert ist,
kann das System in einen Initialisierungszustand (PRIME) eintreten,
in welchem der Motor unmittelbar anfängt, mit einer verringerten
Hintergrundspannung (z. B. 5V) für
eine vorbestimmte Zeitdauer (z. B. 1 Stunde) zu laufen. Zu diesem
Zeitpunkt kann die Hintergrundspannung unterbrochen werden und das
System wird warten, durch Schwerkraft initialisiert zu werden, bevor
es in den Bereitzustand (READY) eintritt. Im Bereitzustand (READY),
wird der Motor mit der Hintergrundspannung für eine programmierte Dauer
(z. B. 4 Stunden) nach der letzten Benutzung laufen.
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Wenn
ein niedriger Motorstrom gemessen wird, was einen trockenen Beutel
anzeigt, wird das System wieder mit der Hintergrundspannung (5V) eine
Stunde lang laufen, was eine extrem lange Zeitdauer zum Wechseln
der Beutel gewährt,
während automatisch
dem Benutzer eine Servounterstützung während der
Neuinitialisierung bereitgestellt wird. In diesem Fall würde das
Merkmal der servounterstützten
Neuinitialisierung automatisch sein. Die mit dieser niedrigen Spannung
laufende Pumpe ist kaum hörbar
und beschleunigt die Reaktionszeit für Sonden mit eingeschränktem Fluss,
wie z. B. die bipolare Spitze.
-
Luftimmunität
-
Wie
oben erwähnt,
ist es wichtig, dass die Pumpe nicht als Reaktion auf eine Luftblase
angeschaltet wird. Dies ist ein besonderes Problem während der
Neuinitialisierung. Es ist ebenso wichtig, dass das System in der
Lage ist relativ schnell zu reagieren, selbst wenn die Sonde dazu
neigt, den Fluss der Flüssigkeit
zu beschränken
(d. h. im Fall einer bipolaren Spitze).
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In
der kommerziellen Ausführungsform
beträgt
die Ausgangsspannung des Sensors 3V (die Spannungswerte sind hier
natürlich
beispielhaft), wenn der Infrarotstrahl vollständig blockiert wird (z. B. durch
Stahl). Wenn der Infrarotstrahl von einer Luftblase blockiert wird,
beträgt
die Ausgangsspannung 2,2V. Zuvor bestand der Verschluss aus einem
roten Polypropylenmaterial, welches nicht gänzlich für Infrarotlicht undurchlässig war,
und die Sensorausgangsspannung betrug 1,5V, wenn der rote Verschluss
den Strahl blockierte. in der kommerziellen Ausführungsform besteht die Kugel
aus einem Material, das undurchlässiger
für Infrarotlicht
ist als Luft, so dass die Ausgabe des Sensors bei Blockieren durch
die Kugel größer als
die Ausgabe ist, wenn der Infrarotstrahl von Luft blockiert wird.
Im Zuge eines Beispiels wird eine schwarze Polypropylenkugel 178 eine
Sensorausgabe von 2,8V erzeugen, wenn sie sich im Weg des IR-Strahls befindet.
Daher erlaubt die Verwendung einer schwarzen Kugel, dass die An/Aus-Schwelle
für den
Motor wesentlich über
der durch die Luftblase bedingten Sensorspannung (2,2V) festgelegt
wird, was bedeutet, dass eine Luftblase nicht in der Lage ist, den
Motor einzuschalten, selbst wenn sie den Infrarotstrahl unterbricht.
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Die
höhere
Spannung (2,8V) kann als „Luftimmunitätsspannung" angesehen werden
(der Sensor ist gegen Luftblasen immun). Wenn der Schwellenwert
für den
Spannungsmesser auf die Luftimmunitätsspannung festgelegt wird,
wird das System von einer Luftblase nicht aktiviert.
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Die
Ausgabe des Sensors ist keine Rechteckwelle; d. h., das sie nicht
von 0 auf 2,8V springt. Stattdessen gibt es allmählichen Anstieg der Spannung,
wenn die Kugel sich dem IR-Strahl annähert. Im Fall von bipolaren
Sonden mit verringertem Fluss kann die Reaktionszeit verbessert
werden, indem bei einer niedrigeren Schwellenspannung (z. B. 1,5V) gearbeitet
wird statt bei der Luftimmunitätsschwelle (2,8V).
Der Betrieb an einem niedrigeren Schwellenwert würde jedoch zur Möglichkeit
führen,
dass das System auf Luftblasen reagiert. Gemäß eines weiteren Merkmals der
Erfindung ist der Motor während der
Initialisierung lediglich in der Lage, auf eine Spannung zu reagieren,
die die Sensorausgabe aufgrund einer Luftblase übertrifft. Nachdem der Motor
für einen
Zeitraum in Betrieb war, der lang genug ist, um die Entfernung sämtlicher
Luft aus der wegwerfbaren Pumpeinheit sicherzustellen, wird die
Empfindlichkeit des Systems erhöht,
so dass es auf eine geringere Sensorausgabespannung reagieren kann.
Insbesondere im Fall von bipolaren Sonden ermöglicht diese erhöhte Empfindlichkeit
akzeptable Reaktionszeiten, wenn das Spülungsventil herabgedrückt wird.
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Um
sich beiden Situationen anzupassen, wird der Systemkontroller so
eingestellt, dass wann immer das System aus dem START 2, Initialisierung 2
oder Servo-Initialisierungszustand
in den Bereit-Zustand schaltet, wenn der Motor angeschaltet ist
(durch Herabdrücken
des Spülungsventils)
für eine
vorbestimmte Zeitdauer (z. B. eine Sekunde) nachdem der Motor angeschaltet
wurde, das System lediglich auf die Luftimmunitätsspannung (z. B. 2,8V) reagieren
wird. Dies gibt dem System Zeit, jegliche Luftblasen aus der Pumpe
(unter der Schwimmerkammer) zu entfernen, so dass danach die niedrigere Schwellenspannung
(1,5V) verwendet werden kann, ohne das Problem, dass der IR-Strahl von der Luftblase
blockiert werden kann. Die Bezeichnung „AI" in 21, bedeutet,
dass diese Luftimmunitätsspannung
der Schwellenwert des IR-Sensors für eine Zeitdauer von einer
Sekunde nach Einschalten des Motors ist.
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Wenn
das System für
einen längeren
Zeitraum, wenn es sich im Bereit-Zustand befindet, unbenutzt bleibt,
kann sich mit der Zeit Luft im System ansammeln. Daher wird in der
kommerziellen Ausführungsform
das Steuerungssystem die Schwellenspannung auf die Luftimmunitätsspannung
(2,8V) zurückgesetzt,
wann immer das System sich im Bereitzustand befindet, jedoch für einen
vorbestimmten Zeitraum, z. B. 2 Minuten, nicht benutzt wurde. Wenn dies
auftritt, arbeitet der Sensor mit der Luftimmunitätsspannung,
schaltet jedoch auf die niedrigere Sensorschwellenspannung (z. B.
1,5V) um, nachdem der Motor für
eine vorbestimmte Zeitdauer gelaufen ist, die ausreichend ist, um
Luft aus der Flusskammer zu treiben (z. B. 0,25 Sekunden). Dieser
Vorgang wird jedes Mal wiederholt, wenn das System im Bereit-Zustand
für den
gewählten
Zeitraum (2 Minuten) inaktiv ist.
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23 ist
ein Blockdiagramm des Steuerungsschaltkreises in der Konsole, der
den Betrieb des Systems steuert. In 23 wirken
der IR-Transmitter 84A und der IR-Empfänger 84B mit einem Sensor 200 zusammen,
der auf einer Leiterplatine in der Konsole angebracht ist, um die
Unterbrechung des IR-Strahls zu messen. Wie oben erläutert, kann in
der kommerziellen Ausführungsform
die maximale Ausgabe des Sensors, wenn der IR-Strahl vollständig blockiert
ist, 3V sein. Eine Luftblase kann eine Spannung von ungefähr 2,2V
erzeugen und die schwarze Kugel 176 eine Ausgabe von 2,8V.
Die Ausgabe des Sensors 200 wird einem Mikrokontroller 202 zugeführt, welcher
ein programmierbarer integrierter Schaltkreis (IC) sein kann, z.
B. ein EPROM. Der Mikrokontroller 202 reagiert auf die Zeitgeberinformation
von einer Uhr 204 sowie auf Signale von der HI-/LO-Tastatur 206.
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Der
Mikrokontroller 202 erzeugt auch Ausgaben, die einen Piepertreiber 208,
einen LED-Treiber 210 und einen Motortreiber 212 steuern.
Die Konsole enthält
auch einen Spannungsregler (nicht gezeigt), der die zum Antrieb
des Piepers, der LEDs und des Motors notwendigen Spannungen erzeugt.
Repräsentative
Spannungen sind in 23 gezeigt.
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Im
Fall des Motors, können
die hohe und niedrige Spannung (z. B. 19V bzw. 23V) mit dem Motor
gekoppelt werden, abhängig
davon, ob die LO- oder HI-Taste auf der Konsole berührt wird.
Der Motorantriebsschaltkreis umfasst auch eine Vorrichtung 214 zur
Messung des Motorstroms. Wenn der Motorstrom unter eine vorbestimmte
Schwelle abfällt
(in dem beschriebenen Beispiel 1,1 Ampere), wird ein Signal zum
Mikrokontroller 202 zurückgeführt, der programmiert
ist, um das System wie oben beschrieben zu betreiben.