DE3919740A1 - Geraet zum einsetzen einer suprapubischen blasenfistel - Google Patents
Geraet zum einsetzen einer suprapubischen blasenfistelInfo
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Description
Es ist bekannt, eine künstliche suprapubische Blasenfistel
mit Hilfe einer relativ dicken Hohlnadel, welche den Ka
theterschlauch in sich aufnimmt, in die Harnblase einzu
stechen und danach die Kanüle aus dem Stichkanal zurückzu
ziehen und vom Katheterschlauch zu entfernen. Damit die
künstliche Blasenfistel bzw. der Katheterschlauch bereits
vor dem Einstechen mit einem Urinbeutel oder einem Dauer
ableitungssystem verbunden werden kann, ist die Hohlnadel
mittels zweier flügelartiger Handgriffe und zweier längs
verlaufender einander gegenüberliegender Schwächungslinien
in der Kanülenwand der Länge nach aufreißbar, so daß nach
Aufreißen der hohlzylindrischen Kanüle diese vom einge
setzten Katheterschlauch abgenommen werden kann.
Bei dieser Art des Einsetzens einer suprapubischen Blasen
fistel ist es notwendig, daß die Harnblase prall gefüllt
ist, damit sie oberhalb des Schambeins gelangt und von der
Kanüle getroffen werden kann. Trotzdem ist es bei dieser
Methode,insbesondere bei dicken Menschen, schwierig, beim
ersten Einstich die Harnblase so zu treffen, daß das vorde
re Ende der künstlichen Blasenfistel in die Harnblase ge
langt. Diese bekannte Methode hat die weitere, unter der
Bezeichnung Seldingereffekt bekannte Schwierigkeit, daß
eine zuverlässige Dichtung zwischen der Harnblase und der
eingesetzten künstlichen Blasenfistel nicht zustande kommt,
weil die Kanüle aus der Bauchdecke und der Harnblase ein
Loch ausgestanzt hat, dessen Durchmesser größer ist als der
Durchmesser der künstlichen Blasenfistel. Nach Zurückziehen
der Kanüle bewirkt der dadurch entstehende Freiraum eine
Undichtigkeit.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gerät zum Ein
setzen einer suprapubischen Blasenfistel zu schaffen, bei
dem der beschriebenen Seldingereffekt nicht auftritt und bei
dem beim Einstechen des Blasenkatheters durch die Bauch
decke ein Verfehlen der Harnblase nicht möglich ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Gerät gelöst,
das sich aus den folgenden Teilen zusammensetzt:
- a) einem durch den Harnleiter einführbaren Führungska theter, an dessen Spitze ein im entspannten Zustand am Führungskatheter anliegender und nicht über dessen Umfang vortretender, aufblähbarer Ballon befestigt ist,
- b) einem durch den Führungskatheter führbaren Draht, dessen vorderes Ende zum Durchstoßen des Ballons, der Harn blase und der Bauchdecke zugespitzt ist, und hinter seiner Spitze eine Kupplungseinrichtung, z.B. ein Außengewinde, aufweist,
- c) einen mit seinem Schaft in den vorderen Bereich der Blasenfistel einsetzbaren Führungsstab, dessen vorderes En de als nach vorne sich verjüngender Kopf ausgebildet ist, dessen hinteres Ende als Anschlag für das vordere Ende der Blasenfistel dient und dessen Durchmesser im Bereich des Anschlages dem Außendurchmesser der Blasenfistel entspricht und der eine zentrale Ausnehmung zur Aufnahme der Spitze des Drahtes aufweist, die in ihrem vorderen Bereich mit ei ner Kupplungseinrichtung, z.B. einem Innengewinde, verse hen ist, welche mit der Kupplungseinrichtung des Drahtes korrespondiert.
Mit Hilfe dieses Gerätes kann der Führungskatheter, an des
sen Spitze sich der aufblähbare Ballon befindet, mit der
Spitze durch den Harnleiter in die Harnblase eingeführt
werden. Dann kann der Ballon des Führungskatheters durch
Zuführen von Luft oder einer Flüssigkeit durch den Füh
rungskatheter in den Ballon aufgebläht werden und die
Spitze des Führungskatheters in eine zum Durchstechen der
Harnblase und der Bauchdecke von innen in eine optimale
Position gebracht werden. Durch die von dem aufgeblähten
Ballon bewirkte relativ große Fläche, mit welcher die Spit
ze des Führungskatheters gegen die Harnblase stößt, ist
die Druckbelastung der Harnblase gering und Verletzungen
sind ausgeschlossen. Es ist mit diesem Gerät möglich, auch
bei einer leeren Harnblase die Spitze des Führungskatheters
in eine optimale Position zu bringen. Ist diese Position
erreicht, dann kann der an seinem vorderen Ende zugespitzte
Draht in den Führungskatheter eingesetzt und durch den auf
geblähten Ballon, durch die Harnblase und durch die Bauch
decke hindurchgestoßen werden. Danach wird der Führungsstab,
auf dem die künstliche Blasenfistel klemmend aufgeschoben
ist, mit seiner Kupplungseinrichtung an die KuppIungsein
richtung des Drahtes angeschlossen. Nun kann der Draht
zurückgezogen werden und dabei gleichzeitig der Kopf des
Führungsstabes durch die Bauchdecke hindurch in die Harnbla
se vorgestoßen werden. Hat das vordere Ende der künstlichen
Fistel die richtige Position innerhalb der Harnblase er
reicht, dann kann durch weiteres Zurückziehen des Drahtes
und des Führungskatheters der Führungsstab von der Blasen
fistel gelöst werden und der Führungsstab zusammen mit dem
Führungskatheter durch den Harnleiter entfernt werden.
Vorteilhafterweise ist am hinteren Ende des Führungskathe
ters ein abzweigender Anschlußstutzen angebracht, so daß der
Führungskatheter zusammen mit dem darin eingeschobenen Draht
durch den Harnleiter in die Blase eingeführt werden kann.
Hat die Spitze des Führungskatheters die Harnblase erreicht,
dann kann mit Hilfe einer üblichen Spritze Luft oder Flüs
sigkeit durch den Führungskatheter hindurch in den Ballon
eingefüllt werden, so daß dieser sich aufbläht und die
Spitze des Führungskatheters in die zum Durchstechen der
Harnblase und der Bauchdecke richtigen Position gebracht
werden kann. Um den vorderen Bereich des Drahtes mit dem
Kopf des Führungsstabes verbinden zu können, ist am Draht
ein Außengewinde und im Kopf des Führungsstabes ein Innen
gewinde angebracht, so daß der Führungsstab mit seinem
Kopf auf das Außengewinde des Drahtes aufgeschraubt werden
kann. Anstelle des Schraubgewindes kann aber auch ein
Bajonettverschluß oder eine schnellwirkende Rastenkupplung
vorgesehen sein.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Patent
ansprüchen.
In der folgenden Beschreibung wird ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher
erläutert.
Die Zeichnungen zeigen in
Fig. 1 eine Seitenansicht des Gerätes nach der Erfindung,
Fig. 2 eine Draufsicht auf den Führungskatheter mit einge
schobenem Draht,
Fig. 3 eine vergrößerte Darstellung der aus den Fig. 1 und
Fig. 2 ersichtlichen Teile I, II, III und IV des
Führungskatheters mit eingeschobenem Draht,
Fig. 4 eine Längsschnittansicht des Führungsstabes mit auf
geschobener künstlicher Blasenfistel.
Fig. 5 bis Fig. 10 sechs verschiedene Stationen beim Ein
setzen einer suprapubischen Blasenfistel mit Hilfe
des erfindungsgemäßen Gerätes.
Wie die Fig. 1 zeigt, setzt sich das Gerät zum Einsetzen
einer suprapubischen Blasenfistel 20 zusammen aus einem
Führungskatheter 1, an dessen Spitze 2 ein aufblähbarer
Ballon 3 befestigt ist und dessen Spitze durch den Harnlei
ter in die Harnblase eingeführt werden kann, und einem durch
den Führungskatheter 1 führbaren Draht 6, dessen vorderes
Ende zugespitzt ist und hinter seiner Spitze 7 eine
Kupplungseinrichtung 11 aufweist und aus einem Führungsstab
16, auf dessen Schaft leicht klemmend die Blasenfistel 20
aufschiebbar ist. Die Spitze 7 des Drahtes 6 wird durch die
Harnblase und die Bauchdecke gestoßen und kann mit dem Kopf
17 des Führungsstabes verbunden werden. Unter Zurückziehen
des Drahtes 16 kann der Führungsstab durch die Bauchdecke
in die Harnblase eingestoßen werden, so daß das vordere En
de der Blasenfistel 20 in die Harnblase gelangt.
Wie die Fig. 2 zeigt, ist im hinteren Bereich des Führungs
katheters 1 ein abzweigender Anschlußstutzen 12 angebracht,
so daß der Führungskatheter 1 zusammen mit dem darin ein
geschobenen Draht 6 in den Harnleiter eingeschoben werden
kann und,nachdem die Spitze 2 in die Harnblase gelangt,
der Ballon 3 mit Hilfe einer an den Anschlußstutzen 12 an
setzbaren Spritze 25 mit Luft, einer Flüssigkeit, bei
spielsweise einem Gleitmittel, aufgebläht werden kann. Am
hinteren Ende des Führungskatheters ist ein flügelartiger
Handgriff 13 angeordnet, mit dessen Hilfe der Führungs
katheter 1 dirigiert werden kann. Auch am hinteren Ende des
Drahtes 6 ist ein flügelartiger Handgriff 14 angeordnet,
um den Draht 6 vorstoßen zu können und zurückziehen zu kön
nen.
In Fig. 3 sind die in den Fig. 1 und 2 mit I, II, III und
IV gekennzeichneten Bereiche vergrößert dargestellt. Wie
der Teil IV der Fig. 3 zeigt, ist der Ballon 3 kappenartig
auf die Spitze 2 des Führungskatheters 1 aufgesetzt. An
seinem offenen Rand ist der Ballon 2 mit einem nach innen
vorspringenden Ringwulst 5 versehen, der in eine entspre
chend gestaltete Ringnut 4 des Führungskatheters 1 ein
greift. Auf diese Weise kann der Führungskatheter 1 durch
Aufziehen eines neuen kappenartigen Ballons 3 wiederverwen
det werden. Wird auf eine Wiederverwendbarkeit verzichtet,
dann kann der Ballon 3 auch an die Spitze 2 des Führungs
katheters 1 anvulkanisiert oder angeklebt werden.
Der Draht 6 ist in der verdickten Spitze 2 des Führungs
katheters 1 in einem Kanal 10 so geführt, daß Spalte ver
bleiben, durch welche Luft oder eine Flüssigkeit in den
aufblähbaren Ballon 3 gelangt. Hinter der Spitze 7 des
Drahtes 6 ist die Kupplungseinrichtung 11 angebracht, die
bei diesem Ausführungsbeispiel als Außengewinde ausgebildet
ist, das mit einem Innengewinde 19 im Kopf 17 des Füh
rungsstabes 16 korrespondiert. Anstelle der Gewinde 11 und
19 kann auch ein Bajonettverschluß vorgesehen sein, der
den Vorteil hat, daß der Kupplungsvorgang schneller durch
geführt werden kann. Da der Führungsstab 16 aus Kunst
stoff hergestellt ist, ist es auch möglich, die Kupplung
als einschnappende Rastkupplung vorzusehen, bei welcher
also nach innen vorspringende Rasten in der Ausnehmung 18
des Führungsstabes 16 in entsprechende Rillen oder Ausneh
mungen des Drahtes 6 elastisch einrasten.
Wie der Bereich I der Fig. 3 zeigt, ist am hinteren Ende
des Führungskatheters 1 eine Dichtung 9 angeordnet, die den
Spalt zwischen dem Draht 6 und dem Führungskatheter 1 ab
dichtet. Der Griff 13 ist als Überwurfmutter ausgebildet
und das auf ein Gewindeteil 15 aufgeschraubt ist, der am
hinteren Ende des Führungskatheters 1 anvulkanisiert oder
angeklebt ist.
Wie der Bereich III der Fig. 3 zeigt, ist der Querschnitt
des Drahtes 6 im Abstand von der Dichtung 9 reduziert, so
daß der Draht 6 leichtgängig im Führungskatheter 1 geführt
ist. Der Draht 6 besteht aus nichtrostendem Material, bei
spielsweise V2A-Stahl und ist wiederverwendbar.
In Fig. 4 ist der Führungsstab 16 vergrößert dargestellt.
Der Führungsstab 16 besteht aus einem elastischen Kunst
stoff, so daß der Schaft 27 biegsam ist. Der Schaft 27 ist
im Durchmesser deutlich kleiner als der Innendurchmesser
der künstlichen Blasenfistel 20, so daß nach Einsetzen des
vorderen Endes 21 der Blasenfistel in die Harnblase der
Führungsstab 16 leicht von der Blasenfistel 20 getrennt
werden kann. Der Kopf 17 des Führungsstabes 16 verjüngt
sich nach vorne und bildet an seinem hinteren Ende einen
Anschlag 23 für das vordere Ende 21 der Blasenfistel 20.
In Nähe des Kopfes 17 ist der Schaft 27 des Führungsstabes
16 auf mindestens den Innendurchmesser der Blasenfistel 20
erweitert, so daß die Blasenfistel leicht klemmend auf
diesen erweiterten Teil 28 aufschiebbar ist. Zur Erhöhung
der Klemmwirkung können auf der Mantelfläche des erweiter
ten Teiles 28 vorspringende Noppen 22 angeordnet sein.
Durch einen kleinen Ruck läßt sich der Führungsstab 16
von der Blasenfistel 20 lösen.
Anstelle des erweiterten Teiles 28,auf das vordere Ende 21
der Blasenfistel 20 klemmend aufschiebbar ist, kann auch
eine Hülse vorgesehen sein, die,vom Kopf 17 ausgehend, sich
koaxial zum Schaft 27 erstreckt und deren Umfangsfläche
bündig ist mit der Umfangsfläche des Kopfes 17. In diese
Hülse, zwischen Hülseninnenwand und Schaft 27 kann das vor
dere Ende 21 der Blasenfistel 20 leicht klemmend eingescho
ben werden. Damit der Kopf 17 und die sich daran an
schließende Hülse im Durchmesser relativ klein bleiben
können, kann es zweckmäßig sein, den Bereich des vorderen,
in die Hülse einsteckbaren Endes der Blasenfistel deren
Wandstärke um die Wandstärke der Hülse zu reduzieren, so daß
der Außendurchmesser des einsteckbaren Endes der Blasen
fistel 20 um die doppelte Wandstärke der Hülse kleiner ist
als der Außendurchmesser der Hülse und der Fistel 20.
Die Fig. 5 bis 10 zeigen sechs Stationen beim Einsetzen
einer suprapubischen Blasenfistel mit Hilfe des erfindungs
gemäßen Gerätes. In Fig. 5 wird bei einem männlichen
Patienten der Führungskatheter 1 in den Harnleiter 30
eingeführt und gemäß Fig 6 bis zur Harnblase 31 vorge
schoben. In Fig. 7 wird der Ballon 3 durch Eindrücken
von Luft oder einer Flüssigkeit aufgebläht und in eine Po
sition gebracht, die für das Durchstechen der Harnblase 31
und der Bauchdecke 32 günstig ist.
In Fig. 8 wird der aufgeblähte Ballon 3, die Harnblase 31
und die Bauchdecke 32 von der Spitze 7 des Drahtes 6 durch
stochen.
In Fig. 9 wird die Spitze des Drahtes 6 mit dem Führungs
teil 16 verbunden und das Führungsteil 16 mit der daran be
festigten Blasenfistel 20 durch die Bauchdecke 32 in die
Harnblase 31 vorgestoßen.
In Fig. 10 ist der Führungskatheter 1 zusammen mit dem da
rin geführten Draht 6 und dem damit verbundenen Führungs
stab 16 durch den Harnleiter 30 entfernt und die Blasen
fistel 20 ist so durch die Bauchdecke 32 in die Harnblase
31 eingeführt, daß Bauchdecke und Harnblase dicht an der
künstlichen Blasenfistel 20 anliegen.
Bezugszeichenliste
1 Führungskatheter
2 Spitze des Führungskatheters
3 Ballon
4 Ringnut
5 Ringwulst
6 Draht
7 Spitze des Drahtes
9 Dichtung
10 Kanal
11 Kupplungseinrichtung, Außengewinde
12 Anschlußstutzen
13 Handgriff des Führungskatheters, Überwurfmutter
14 Handgriff des Drahtes
15 Gewindeteil
16 Führungsstab
17 Kopf
18 Ausnehmung
19 Kupplungseinrichtung, Innengewinde
20 künstliche Blasenfistel, Katheter
21 Spitze der Blasenfistel
22 Noppen
23 Anschlag
25 Spritze
26 Konus
27 Schaft
28 erweiterter Teil
30 Harnleiter
31 Harnblase
32 Bauchdecke
2 Spitze des Führungskatheters
3 Ballon
4 Ringnut
5 Ringwulst
6 Draht
7 Spitze des Drahtes
9 Dichtung
10 Kanal
11 Kupplungseinrichtung, Außengewinde
12 Anschlußstutzen
13 Handgriff des Führungskatheters, Überwurfmutter
14 Handgriff des Drahtes
15 Gewindeteil
16 Führungsstab
17 Kopf
18 Ausnehmung
19 Kupplungseinrichtung, Innengewinde
20 künstliche Blasenfistel, Katheter
21 Spitze der Blasenfistel
22 Noppen
23 Anschlag
25 Spritze
26 Konus
27 Schaft
28 erweiterter Teil
30 Harnleiter
31 Harnblase
32 Bauchdecke
Claims (10)
1. Gerät zum Einsetzen einer suprapubischen Blasenfistel,
dadurch gekennzeichnet, daß es sich aus den folgenden Teilen
zusammensetzt:
- a) einem durch den Harnleiter einführbaren Führungska theter (1), an dessen Spitze (2) ein im entspannten Zustand am Führungskatheter (1) anliegender und nicht über dessen Umfang vortretender, aufblähbarer Ballon (3) befestigt ist,
- b) einem durch den Führungskatheter (1) führbaren Draht (6), dessen vorderes Ende zum Durchstoßen des Ballons (3), der Harnblase und der Bauchdecke zugespitzt ist, und hinter seiner Spitze (7) eine Kupplungseinrichtung (11) , z.B. ein Außengewinde, aufweist,
- c) einen mit seinem Schaft (27) in den vorderen Bereich der Blasenfistel (20) einsetzbaren Führungsstab (16), dessen vorderes Ende als nach vorne sich verjüngender Kopf (17) ausgebildet ist, dessen hinteres Ende als Anschlag (23) für das vordere Ende (21) der Blasenfistel (20) dient und dessen Durchmesser im Bereich des Anschlages (23) dem Außendurch messer der Blasenfistel (20) entspricht und der eine zentra le Ausnehmung (18) zur Aufnahme der Spitze (7) des Drahtes (6) aufweist, die in ihrem vorderen Bereich mit einer Kupplungseinrichtung (19), z.B. einem Innengewinde, verse hen ist, welche mit der Kupplungseinrichtung (11) des Drah tes (6) korrespondiert.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Führungskatheter (1) mit Ballon (3) sowie der in den Füh
rungskatheter (1) eingeschobene Draht (6) eine Einheit bil
den, und am hinteren Ende des Führungskatheters (1) eine
Dichtung (9) zum Abdichten des Spaltes zwischen dem Draht
(6) und dem Führungskatheter (1) angeordnet ist und im End
bereich des Führungskatheters (1) ein abzweigender An
schlußstutzen (12) zum Aufpumpen des Ballons (3) angeordnet
ist.
3. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Querschnitt des Drahtes (6) im Abstand von der Dichtung (9)
reduziert ist und der vordere Bereich des Drahtes (6) in
einem im Querschnitt reduzierten Kanal (10) einer steifen
Spitze (2) so geführt ist, daß luftdurchlässige Spalte ver
bleiben.
4. Gerät nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß
im Endbereich des Führungskatheters (1) ein flügelartiger
Handgriff (13) zum Einführen des Führungskatheters (1)
in die Harnblase und am hinteren Ende des Drahtes (6) ein
Handgriff (14) zum Verschieben und Zurückziehen des Drahtes
(6) angeordnet sind.
5. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Ballon (3) am offenen Ende einen nach
innen vorspringenden Ringwulst (5) aufweist, der in eine
Ringnut (4) mit Vorspannung einsetzbar ist, welche am hin
teren Ende der versteiften Spitze (2) des Führungskathe
ters (1) angeordnet ist.
6. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Führungsstab (16) einen Schaft (27) auf
weist, dessen Durchmesser deutlich kleiner ist als der
Innendurchmesser der einzusetzenden Blasenfistel (20).
7. Gerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schaft (27) des Führungsstabes (16) in Nähe seines Kopfes
(17) auf mindestens den Innendurchmesser der Blasenfistel
(20) erweitert ist und die Blasenfistel (20) auf diesen
erweiterten Teil (28) leicht klemmend aufschiebbar ist.
8. Gerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß auf
der Mantelfläche des erweiterten Teiles (28) vorspringende
Noppen (22) angeordnet sind.
9. Gerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß am
Kopf (17) eine zum Schaft (27) koaxiale und mit der äußeren
Umfangsfläche des Kopfes (17) bündige HüIse angeordnet ist,
in die das vordere Ende (21) der künstlichen Blasenfistel
(20) leicht klemmend einsteckbar ist.
10. Gerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das
vordere in die Hülse einsteckbare Ende der künstlichen Bla
senfistel (20) um die doppelte Wandstärke der Hülse im
Außendurchmesser reduziert ist.
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|---|---|---|---|
| DE19893919740 DE3919740A1 (de) | 1989-06-16 | 1989-06-16 | Geraet zum einsetzen einer suprapubischen blasenfistel |
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|---|---|---|---|
| DE19893919740 DE3919740A1 (de) | 1989-06-16 | 1989-06-16 | Geraet zum einsetzen einer suprapubischen blasenfistel |
Publications (1)
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ID=6382900
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19893919740 Withdrawn DE3919740A1 (de) | 1989-06-16 | 1989-06-16 | Geraet zum einsetzen einer suprapubischen blasenfistel |
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