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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine dermatologische Zusammensetzung,
die Liposome mit Clobetasol-Propionat enthält, und liegt im Bereich von
in der Humanmedizin verwendeter liposomaler Produkte.
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Wie
bereits bekannt ist, ist Clobetasol-Propionat ein wirkungsvolles
synthetisches Corticosteroid mit anti-allergenen, anti-exsudativen
und anti-proliferativen
Eigenschaften, das die durch mechanische, chemische oder immunologische
Mittel erzeugte entzündliche
Reaktion inhibiert. Es wird in Cremeform (CLOVATE®) oder
als eine Salbe (DECLOBAN®) für die Kurzzeitbehandlung von
Dermatosen verschrieben, wie beispielsweise Psoriasis, wieder auftretende
Ekzeme, flache flechtenartige Lupus erythematodes discoides, die
gegen die üblicherweise
verwendeten externen Corticosteroide resistent sind. Jedoch war
die Anwendung dieser Medizin aufgrund der verursachten Nebenwirkungen
auf ein Maximum von bis zu 14 Tagen beschränkt, insbesondere die Hypophyse-Adrenalin-Inhibierung,
ein Risiko, das mit der Wirksamkeit des Präparats steigt, sowie mit der
Oberfläche
der Anwendung und der Dauer der Therapie.
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Die
Patentanmeldungen WO 93/15740,
EP
0391033 , WO 98/36753, WO 96/27376,
JP 11130679 , sowie das Patent
US 5998395 betreffen Formulierungen,
die steroide, anti-inflammatorische Medikamente enthalten, einschließlich Valerat
und Clobetasol-Propionat. In diesen Zusammensetzungen ist das Clobetasol-Propionat
dispergiert und obwohl sie darauf abzielen, die therapeutische Aktivität des Präparats zu
erhöhen,
sind sie nicht in der Lage, die ungünstigen Wirkungen zu verringern,
die mit der Verwendung des Medikaments verbunden sind.
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Andererseits
betreffen die Patente
US 5192528 ,
US 4427649 , WO 97/13500,
US 4693999 , WO 96/22764
und
US 5190936 liposomale
Formulierungen von Corticosteroiden, aber keine enthält den Einschluss
des Clobetasol-Propionats oder eines anderen Derivats der oben erwähnten Corticosteroide
in Liposome.
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Offenbarung der Erfindung.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine liposomale Formulierung von
Clobetasol-Propionat
für topische Anwendung,
die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie niedrige Konzentrationen
des aktiven Inhaltsstoffs verwendet (zwischen 0,01 und 0,03) und
hohe Konzentrationen des Produkts in die Haut abgibt, wobei diese
Wirkung mehr in dem Stratum corneum hervortritt, von wo aus das
Produkt gesteuert freigesetzt werden kann, und sie die Diffusion
des aktiven Inhaltsstoffs zu dem Körperkreislauf verringert, wodurch
seine Toxizität
und daher seine ungünstigen
Wirkungen minimiert werden.
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Die
Wirksamkeit der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
ist ähnlich
der von klassischen Creme- und Salbenformulierungen, bei denen das
Clobetasol-Propionat
verteilt ist, obwohl überraschend
beobachtet wurde, dass durch Einschließen dieses aktiven Inhaltsstoffs
in Liposome seine Konzentration unter Beibehaltung seiner wirkungsvollen
anti-inflammatorischen Wirkung auf die Hälfte der Menge dieses aktiven
Inhaltsstoffs reduziert werden kann, die in klassischen Formulierungen
verwendet wird, aufgrund der hohen Affinität der zur Lipiddoppelschicht
von Liposomen gehörenden
Verbindungen zu den biologischen Membranen, wobei eine maximale
lokale Wirkung erzielt wird.
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Die
vorliegende Erfindung stellt eine liposomale Formulierung für externe
Anwendung zur Verfügung, bevorzugt
in Gelform, die Clobetasol-Propionat mit niedrigen Konzentrationen
enthält,
Phospholipide, ein lipophiles Additiv, Antioxidationsmittel und
ein Lösungsmittel
für Clobetasol-Propionat,
wie Phospholipide, lipophile Additive und Antioxidationsmittel,
und auch eine wässrige
Lösung,
die einen Teil der liposomalen Suspension bildet, sowie konventionelle
Hilfsmittel in Gelen oder den geeigneten externen Formulierungen:
Cremes, Salben und Lotionen.
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Die
vorliegende Erfindung schließt
bevorzugt eine liposomale Suspension von multi-lamellaren Vesikeln
ein, deren Größen zwischen
2000 und 5000 nm, bevorzugt zwischen 3500 und 4500 nm variieren.
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Die
erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
enthalten die folgenden essentiellen Komponenten in Gewichtsanteilen
vom Gesamtgewicht:
- – Phospholipide, die für die Verwendung
in der Formulierung geeignet sind, sind zum Beispiel Phosphatidylcholine,
Phosphatidylethanolamine und Phosphatidylserine, und Mischungen
davon, insbesondere jene, die zusammen mit Clobetasol-Propionat
in einem nicht-toxischen, organischen und pharmazeutisch verträglichen
Lösungsmittel
löslich
sind. Unter diesen sind zum Beispiel das Phosphatidylcholin oder
Lecithin, Sojabohnen-Lecithin bevorzugt. Die Menge des in der vorliegenden
Formulierung vorhandenen Phospholipids kann zwischen 1,0 und 1,5%
variieren und beträgt
bevorzugt 1,2%.
- – Lipophile
Additive zum selektiven Modifizieren der Eigenschaften der Liposome.
Diese können
einschließen
Cholesterin, Phosphatidsäure,
Stearylamin, wobei Cholesterin das ideale Additiv ist. Die Menge
an lipophilem Additiv kann zwischen 0,1 und 0,6% variieren, bevorzugt
zwischen 0,2 und 0,4% und beträgt
bevorzugt 0,3%. Im Allgemeinen variiert das Verhältnis von lipophilem Additive
zu Phospholipid zwischen 1:1 und 1:3, und betrug in diesem Fall
1:2,5.
- – Antioxidationsmittel
für die
Liposomherstellung, unter ihnen können α-Tocopherol oder butyliertes
Hydroxytoluol (BHT) als Antioxidationsmittel verwendet werden. BHT
ist das Ideale.
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Bei
der Herstellung der Formulierung werden die oben erwähnten Phospholipide,
Additive, Antioxidationsmittel und aktiver Inhaltsstoff (Clobetasol-Propionat)
in einem wasserlöslichen,
nicht-toxischen und pharmazeutisch verträglichen, organischen Lösungsmittel
gelöst.
- – Das
in den liposomalen Suspensionen verwendete organische Lösungsmittel
kann ein Glycol sein, insbesondere Propylenglycol, in Mengen im
Bereich zwischen 8 und 15%, insbesondere zwischen 10,0 und 12,5%
und bevorzugt 11,8%.
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Der
hier verwendete Ausdruck "organische
Komponente" bezieht
sich auf Mischungen, die zusammengesetzt sind aus dem Phospholipid,
lipophilem Additiv, Antioxidationsmittel und dem organischen Lösungsmittel.
- – Der
aktive Inhaltsstoff Clobetasol-Propionat ist in der organischen
Komponente gelöst.
Die Menge des aktiven Inhaltsstoffs in der fertigen Zusammensetzung
variiert zwischen 0,01–0,06%,
bevorzugt zwischen 0,02–0,055%
und bevorzugt zwischen 0,02–0,05%.
- – Die
flüssige
Komponente der vorliegenden Formulierung ist hauptsächlich aus
Wasser gebildet und kann verschiedene Additive enthalten, wie beispielsweise
Elektrolyte und bevorzugt ein Puffersystem, bevorzugt den Tris-HCl-Puffer.
Ein derartiges Puffersystem hält
den pH der flüssigen
Komponente in einem Bereich zwischen 5 und 7,5, bevorzugt zwischen
6 und 7,2 und bevorzugt zwischen 6,5 und 7.
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Die
vorliegende Erfindung schließt
das fertige Gelprodukt für
die externe Anwendung ein, das Konservierungsmittel, Antioxidationsmittel
und die normalen Inhaltsstoffe enthält, die bei der Gelherstellung
verwendet werden.
- – Unter den Konservierungsmitteln,
die zur Vermeidung eines Abbaus durch Mikroorganismen verwendet werden
können,
befinden sich Benzoesäure,
Methylparaben und Propylparaben. Die zwei letztgenannten Konservierungsmittel
werden bevorzugt in Mengen von 0,2% bzw. 0,02% verwendet.
- – Unter
den Antioxidationsmitteln, die zum Haltbarmachen der Zusammensetzung
verwendet werden können,
befinden sich Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA), Dinatriumedetat
und Natriummetabisulfit (in Anspruch 11 wie früher als „Natriummethabisulphit" bezeichnet). Das
Optimum ist entweder EDTA oder Natriummetabisulfit mit 0,01% bzw.
0,2%.
- – Die
erfindungsgemäße Zusammensetzung
schließt
auch geeignete Geliermittel zum Erhalten der Endform für externe
Anwendung ein; die Mittel können
zum Beispiel Hydroxypropylmethylcellulose, Hydroxypropylcellulose,
ihre Mischungen oder Carbopol 940 sein, wobei Carbopol 940 bevorzugt
ist, zusammen mit Triethanolamin. Die Menge dieser Geliermittel
ist abhängig
von den restlichen Inhaltsstoffen und beträgt im Allgemeinen ungefähr von 0,5
bis 1,0%, und insbesondere etwa 0,85% bei Carbopol 940 und 0,65%
bei Triethanolamin.
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Um
eine Verschlechterung der verwendeten Materialien während der
Herstellung der liposomalen Formulierung zu vermeiden ist es vorteilhaft,
alle Lösungen
mit einem Inertgas, wie Argon oder Stickstoff zu spülen, und
alle Schritte unter einer Inertgasatmosphäre auszuführen. Auf Grundlage des Gesamtgewichts
der Zusammensetzung sind die idealen Verhältnisse in dem fertig gestellten
Produkt:
- (a) 0,01 bis 0,03% Clobetasol-Propionat;
- (b) 0,5 bis 4,0% Phospholipid;
- (c) 0,1 bis 0,6% Cholesterin;
- (d) 8 bis 15% Propylenglycol;
- (e) 0,003 bis 0,007% BHT;
- (f) Puffermittel, um den pH der flüssigen Komponente in einem
Bereich von 5 bis 7,5 zu halten;
- (g) ausreichende, dermatologisch verträgliche Konservierungsmittel
und Antioxidationsmittel, um Abbau zu vermeiden;
- (h) ein basisches Mittel, um den pH des Gels zu regulieren;
- (i) 0,5 bis 1,0% Geliermittel;
- (j) Wasser
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Die
bevorzugten Zusammensetzungen sind jene, in denen:
die Menge
an Clobetasol-Propionat 0,02 bis 0,025% beträgt,
die Menge an Phospholipid
1,0 bis 1,5% beträgt,
die
Menge an Cholesterin 0,2 bis 0,4% beträgt,
die Menge an Propylenglycol
10 bis 12,5% beträgt,
die
Menge an Geliermittel 0,6 bis 0,9% beträgt.
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Die
optimale Zusammensetzung schließt
in etwa ein (wobei die Gewichtsangaben auf dem Gesamtgewicht der
Zusammensetzung basieren):
- (a) 0,025% Clobetasol-Propionat
- (b) 1,2% Phospholipid
- (c) 0,3% Cholesterin
- (d) 11,8% Propylenglycol
- (e) 0,005% BHT
- (f) 0,1% Tris(hydroxymethyl)-aminomethan und 0,02% Salzsäure
- (g) 0,2% Methylparaben und 0,02% Propylparaben
- (h) 0,01% EDTA und 0,2% Natriummetabisulfit
- (i) 0,65% Triethanolamin
- (j) 0,85% Carbopol 940
- (k) Wasser
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Die
erfindungsgemäße liposomale
Formulierung von Clobetasol-Propionat wird bevorzugt auf die folgende
Weise hergestellt:
- (a) Erwärmen des lipophilen Additivs
und eines Teils des organischen Lösungsmittels in einem ersten
Becherglas auf zwischen 100 und 140°C, bevorzugt auf zwischen 120
und 135°C
und abkühlen
lassen der Mischung auf zwischen 70 und 90°C, Lösen des Phospholipids, des
aktiven Bestandteils und des Antioxidationsmittels darin und Rühren, bis
vollständiges
Lösen erfolgt
ist;
- (b) Erwärmen
der Pufferlösung
in einem zweiten Becherglas, bevorzugt auf zwischen 70 und 90°C, und Zugeben
eines Teils davon zu dem ersten Becherglas, dessen Temperatur bei
einer Temperatur von zwischen 70 und 90°C gehalten werden soll, bis
eine Paste erhalten wird;
- (c) Überführen des
Rests des zweiten Becherglases, noch bei einer Temperatur zwischen
70 und 90°C,
zu dem ersten Glas und Mischen der Kombination mit einem Hochleistungsmischer;
- (d) Lösen
der Konservierungsmittel in dem organischen Lösungsmittel in einem dritten
Becherglas, bevorzugt in dem Mischer, bis zum vollständigen Lösen;
- (e) Geben des Inhalts des dritten Becherglases zu einem Teil
des Wassers, bevorzugt in einem Mischer, Lösen der Antioxidationsmittel
und des Geliermittels, gelöstes
Triethanolamin zu dem Rest des Wassers und dem Inhalt des ersten
Bechers geben, bevorzugt unter Beibehaltung des Mischens zum Homogenisieren.
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Bei
Stufe (c) kann irgendein Typ von Mischmaschine oder Homogenisator
verwendet werden, die/der ein intensives Schneiden bei der Mischung
anwendet. Im Allgemeinen ist ein Mischer ideal, der Geschwindigkeiten
von 2000 bis 16000 U/min, insbesondere zwischen 2500 und 6000 U/min
zu erreichen vermag. Bei den folgenden Stufen kann irgendein Mischverfahren
verwendet werden, insbesondere jene, die einen propellerartigen
Mischstab verwenden.
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Die
auf die beschriebene Weise hergestellten Liposome enthalten im Allgemeinen
die höchste
Menge an eingeschlossenem aktivem Inhaltsstoff und es ist keine
Trennung der nicht geschlossenen Liposome erforderlich.
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Beispiele.
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Beispiel 1. Herstellung
der Formulierung von eingeschlossenem Clobetasol-Propionat.
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In
der Formulierung wurden die folgenden Anteile an Komponenten verwendet
(Tabelle 1).
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Verfahren
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- 1. Das Cholesterin wird in etwa einem Sechstel
des Propylenglycols auf 120–135°C erwärmt. Man
lässt die Mischung
auf ungefähr
70–90°C abkühlen. In
dieser Mischung werden das Clobetasol-Propionat, Sojabohnen-Lecithin
und das butylierte Hydroxytoluol bei 70–90°C gelöst. Vollständiges Lösen wird durch Rühren erreicht.
- 2. 0,1 g Tris(hydroxymethyl)-aminomethan und 0,02 g Salzsäure werden
in ungefähr
einem Viertel des Wassers in einem getrennten Becherglas gelöst, das
auf 70–90°C gehalten
wird. Ungefähr
5 ml dieser Lösung
werden entnommen und zu der in Schritt 1 erhaltenen Mischung gegeben.
Diese wird gemischt, bis eine Paste ausgebildet ist.
- 3. Der Rest der Mischung von Schritt 2 wird bei einer Temperatur
zwischen 70 und 90°C
zu der Paste gegeben. Diese wird für fünf Minuten bei 3000 U/min in
einem Hochleistungsmischer homogenisiert.
- 4. Die Parabene werden in dem restlichen Propylenglycol in einem
getrennten Becherglas gelöst
und vollständiges
Lösen wird
durch konstantes Rühren
erzielt.
- 5. Ungefähr
die Hälfte
des Wassers wird zu dem Ergebnis von Stufe 4 gegeben und konstant
gerührt.
Die EDTA und Natriummetabisulfit werden zugegeben und so lange konstant
gerührt,
bis sie vollständig
gelöst sind.
Das Carbopol 940 wird allmählich
zugegeben und für
30 Minuten kräftig
und konstant gerührt.
Das gelöste
Triethanolamin wird zu dem Rest des Wassers gegeben und das Ergebnis
von Stufe 3 wird sofort eingebracht.
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Der
verwendete Homogenisator war der POLYTRON®-Dispergator
mit seiner effizienten Schneidwirkung und der in den Stufen 4 und
5 verwendete Mischer war ein mechanischer Rührer IKA, der einen Propellerstab
aufweist.
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Das
von Stufe 5 erhaltene liposomale Gel kann in geeignete Behälter aufgeteilt
werden, wie beispielsweise in mit PVC umhüllte Aluminiumtuben.
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Beispiel 2. Versuchsformulierung
bei im Ohr von Mäusen
durch Crotonöl
induziertem Ödem.
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Es
wurden Gruppen mit zehn Tieren gebildet (männliche Mäuse mit einem Gewicht von 28
bis 32 g) und in dem rechten Ohr wurde das Ödem durch die Anwendung von
50 μl Crotonöl (5%) und
Ethanol (95%) (V/V) induziert. Das gleiche Volumen Ethanol wurde
in dem linken Ohr angewandt. Topische Anwendung der Versuchsformulierungen
erfolgte 30 Minuten vor der Induzierung des Ödems. In jedem Fall wurden
20 mg der Probe bei jedem Ohr angewandt. Die negative Kontrollgruppe
erhielt nur das Crotonöl.
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Es
wurden die folgenden Versuchsgruppen gebildet:
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1,
2, 3, 4, 5 und 6 Stunden nach der Induzierung des Ödems wurden
alle Tiergruppen durch zervikale Dislokation getötet. Es wurden beide Ohren
entfernt, um Scheiben mit 5 mm Durchmesser zu erhalten und zu wiegen.
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In
Tabelle 2 sind die Durchschnittswerte des Gewichtsunterschieds bei
dem Ohr der Behandlungsgruppen gezeigt. Wie zu sehen ist, unterscheiden
sich in dem Zeitraum von 4 bis 6 Stunden nach der Induktion alle
Versuchsgruppen statistisch von der Kontrollgruppe (p < 0,05), was die
inhibierende Wirkung der Salbe, Creme und liposomalen Zubereitung
in den Versuchsdosen zeigt.
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Die
statistische Analyse zeigte, dass zu keiner der untersuchten Zeiten
signifikante Unterschiede zwischen der Salbe, der Creme und dem
liposomalen Gel bei einer Dosis von 5 (0,025%) μg Clobetasol-Propionat pro Ohr
bestand. Eine größere Inhibierung
des Ödems
wurde bei der mit der Salbe behandelten Gruppe in dem Zeitraum von
4 bzw. 5 Stunden gefunden.
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Die
inhibierende Wirkung auf das durch das Crotonöl induzierte Ödem ist
in 1 gezeigt.
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Die
inhibierende Reaktion war ähnlich
bei den mit Clobetasol-Propionat behandelten Gruppen, aber sie war
bei den Gruppen größer, die
mit der Creme und dem liposomalem Gel mit einer Dosis von 5 μg/Ohr behandelt
wurden.
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Wenn
man die Ergebnisse vergleicht, die bei den verschiedenen mit liposomalem
Gel behandelten Gruppen erhalten wurden, wurde bei der längsten Entzündungsdauer
(5 Stunden) die stärkste
Inhibierung des Ödems
beobachtet.
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Beispiel 3. Versuchsformulierung
bei durch Baumwollpellets induziertem Granuloma.
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Es
wurden männliche
Wistarratten mit einem Körpergewicht
zwischen 250 und 300 g verwendet. Diese wurden in einem temperaturgeregelten
Raum bei 2°C ± 20°C und einem
12-Stunden Hell/Dunkel-Zyklus gehalten.
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Die
Tiere wurden intraperitoneal (IP) mit 30 mg/kg Natriumphentobarbital
anästhesiert.
Es wurde ein Schnitt in dem Dorsalbereich gemacht und es wurden
zwei Baumwollpellets mit 35 ± 2
mg eingefügt,
die 2 cm von der Wunde entfernt platziert wurden. Diese wurde genäht und es
wurde eine antiseptische Lösung
angewandt, um Sepsis zu vermeiden. Die Tiere wurden 7 Tage lang
topisch behandelt (0,3 g Probe/Baumwollpellet) und am achten Tag
in einer Etheratmosphäre
getötet
und es wurden die Granulomae entnommen und gewogen. Die Granulomae
wurden in einem Ofen bei konstant 65°C für etwa 24 Stunden getrocknet,
um den Wassergehalt des Granuloma zu bestimmen (Feuchtgewicht – Trockengewicht)
und die körnige
Struktur der Faser (Trockengewicht – Gewicht des Baumwollpellets).
Es wurden die folgenden Versuchsgruppen gebildet:
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Bei
allen behandelten Gruppen wurde ein erhöhtes Trockengewicht des Baumwollpellets
während
des Tests beobachtet.
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Die
subkutane Einführung
der Baumwollpellets provozierte eine vaskuläre faserige Kapsel mit der
Anwesenheit von einkernigen Zellen; sie führte an der Implantationsstelle
zu einem Granuloma.
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Die
Gehalte an Wasser und körniger
Struktur der Faser, die nach der siebentägigen Anwendung der Versuchssubstanzen
erhalten wurden, sind in 2 und 3 gezeigt.
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2 zeigt
die Ergebnisse, die bei verschiedenen Clobetasol-Propionat-haltigen
Formulierungen erhalten wurden. In allen Gruppen wurde eine inhibierende
Wirkung mit der folgenden Reihenfolge beobachtet: Creme > liposomales Gel von
Tabelle 1 > Salbe.
Wie zu sehen ist, unterscheiden sich alle Versuchsgruppen statistisch
in Bezug auf den Wassergehalt von der Kontrollgruppe (p < 0,05). Aus den
Ergebnissen kann geschlossen werden, dass die Salbe, die Creme und
das Gel eine inhibierende Wirkung bei den Versuchsdosen aufweisen.
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3 zeigt
die Ergebnisse, die bei verschiedenen Clobetasol-Propionat-haltigen
Formulierungen erhalten wurden. In allen Gruppen wurde eine inhibierende
Wirkung mit der folgenden Reihenfolge beobachtet: Creme > liposomales Gel von
Tabelle 1 > Salbe.
Wie zu sehen ist, unterscheiden sich alle Versuchsgruppen in Bezug
auf den Gehalt an körniger
Struktur der Faser statistisch von der Kontrollgruppe (p < 0,05). Aus den Ergebnissen
kann geschlossen werden, dass die Salbe, die Creme und das liposomale
Gel eine inhibierende Wirkung bei der Versuchsdosis aufweisen.
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Der
Einschluss von Clobetasol-Propionat in Liposome ist von Vorteil,
da die Dosis auf die Hälfte
der konventionellen Dosis reduziert werden kann, die für andere
Formulierungen verwendet wird, und sogar die gleiche therapeutische
Wirkung erzielt wird.
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Die
in der präklinischen
Studie erhaltenen Ergebnisse zeigen an, dass das liposomale Gel
mit 0,025% Clobetasol-Propionat eine topische anti-inflammatorische
Wirkung in dem untersuchten experimentellen Modell aufweist, deren
Wirkung ähnlich
und in einigen Fällen
der Wirkung überlegen
ist, die bei der herkömmlichen
Creme oder Salbe beobachtet wird.
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Beispiel 4. Studie von
perkutaner "in vitro" Absorption.
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Zuerst
wurde das Clobetasol-Propionat durch einen isotopen, katalytischen,
heterogenen Austausch in fester Phase mit Tritium radioaktiv markiert.
Es wurde eine spezifische Aktivität von 150 mCi/mmol bei 95% radiochemischer
Reinheit erhalten. Das markierte Clobetasol-Propionat wurde mit
den verschiedenen untersuchten Formulierungen gemischt, die waren:
Liposomales
Gel von Clobetasol-Propionat mit 0,025%
Clobetasol-Propionat-Gel
mit 0,05%
Clobetasol-Propionat-Creme mit 0,05%
Clobetasol-Propionat-Salbe
mit 0,05%
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Die
bei der perkutanen "in
vitro" Absorptionsstudie
verwendete menschliche Haut stammte von ästhetischer Brustchirurgie.
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24
Stunden, nachdem die Formulierungen auf die Haut aufgebracht worden
waren, wurden Proben von dem Rezeptorkompartment genommen. Danach
wurde das "Strip"-Verfahren ausgeführt und
die Stratum corneum-, die Epidermis- und Dermisschichten voneinander
getrennt. In jeder der genommen Proben erfolgte die Messung der
Radioaktivität
durch Flüssigkeitsszintillation.
Diese Art des Strippens stellt grundlegend den Rest der Anwendung
dar, obwohl die meisten superfacialen Schichten des Stratum corneum
auch vorhanden sind.
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Die
Prozentgehalte an in den Proben akkumulierter Radioaktivität, die im
Verhältnis
zu der in jedem Fall aufgetragenen Aktivität gemessen wurde, sind in 4 gezeigt.
Es wird gezeigt, dass die liposomale Formulierung größere Konzentrationen
des Clobetasol-Propionats auf der Haut ablagert (ungefähr 50% der
aufgetragenen Dosis), wobei dies auf dem Stratum corneum ausgeprägter ist,
mit kleinerer Diffusion zu dem empfangenden Kompartment im Vergleich
zu den konventionellen Formulierungen, selbst wenn die Dosis an
Clobetasol-Propionat
auf eine Hälfte
reduziert war.
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Andererseits
wurde beobachtet, dass in den nicht-liposomalen Formulierungen die
größte Menge
an Clobetasol-Propionat in dem empfangenden Kompartment gefunden
wurde, insbesondere bei der Salbe mit 70%. Aus diesen Ergebnissen
kann man eine geringere Diffusion des in Liposome inkorporierten
Clobetasol-Propionats
zu dem Körperkreislauf
nach "in vivo" Anwendung erwarten.
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Kurze Beschreibung der
Figuren
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1:
Zeigt die inhibierende Wirkung der Formulierung gegen das durch
das Crotonöl
induzierte Ödem
während
der Versuchsdauer, durch Vergleich von Unterschieden beim Ohrgewicht
(Milligramm) gegen die Zeit in Stunden.
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2:
Zeigt die Wassergehaltwerte, die nach 7 Tagen Behandlung mit den
verschiedenen Versuchssubstanzen erhalten wurden.
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3:
Zeigt den Gehalt an körniger
Struktur der Faser nach 7 Tagen Behandlung mit den verschiedenen
Versuchssubstanzen. In der Figur zeigen gleiche Buchstaben keine
signifikanten Unterschiede bei dem Test nach Duncan.
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4:
Zeigt die akkumulierte Radioaktivitätszählung in den untersuchten Proben
für jede
der untersuchten Formulierungen im Verhältnis zu der aufgebrachten
Radioaktivität.